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Von einer un-coolen Website am 22. August 2009 - 1. Hohe Wellen
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MEIST HEITER UND TROCKEN ist das Wetter heute, nur am Alpenrand und an der Küste drohen Schauer oder Gewitter. Tageshöchstwerte zwischen 19 Grad an der Küste und an den Alpen und 25 Grad im Südwesten, meldet der Deutschlandfunk soeben. Der Seewetterdienst Hamburg warnt: "Deutsche Nord- und Ostseeküste: Gewitterböen 7 aus Südwest bis West."
Das ist ablandiger Wind an der Ostsee, der die Surfer herausfordert.
Ablandiger Wind und hohe Wellen. Kein Politiker hat bisher ein schlüssiges Konzept vorgelegt, wie er eine erneute weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise in der Zukunft verhindern will. Alle bekannten Warninstrumente haben ja versagt, angesichts des unethischen Verhaltens so Vieler.
Am 27. September wählen 62,2 Millionen Deutsche ihren Bundestag neu. Wir werden sehen, ob nach Schließung der Wahllokale eine Mehrheit für eine Koalition aus Liberalen und Christdemokraten ausreicht oder die Große Koalition ihre Fortsetzung findet.
Wir werden sehen, ob das neu zusammengesetzte Parlament mit der neuen Regierung in der Lage sein wird, den Deutschen ein neues Gerüst an Werten zu vermitteln, das Einzelne und Gruppen über ihren festhaftenden Egoismus hinausträgt.
Ich bezweifle dies.
Dürr ist das, was die deutschen Philosophen bisher zur Bewältigung der ethischen Krise beigetragen haben. Ohne Klassenkampf-Option, die ich ihnen genommen habe, fällt ihnen nur wenig ein. Aber mit atheistischem Materialismus kommen wir hier nicht weiter. Längst hätten sie seit dem Mauerfall vor 20 Jahren den Deutschen und der Weltbevölkerung eine neue Philosophie der Wahrheit, der Wahrheit der Sprache schenken können. Statt dessen zerfällt die globalisierte Welt in schrecklichen Individualismus, der die nächste Finanz- und Wirtschaftskrise herbeipaukt.
Ablandiger Wind und hohe Wellen. Nur die Transzendenz, meine Herren Philosophen, kann uns noch retten. - Burkhard Raub
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