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Die erste Schale Tee, sie netzt mir Kehle und Lippen,
Die zweite vertreibt meine Melancholie.
Die dritte Schale sickert tief mir ins Gemüt, netzt die dürren Worte aus ungezählten Büchern,
Die vierte bringt leicht den Schweiß hervor, treibt alle Kümmernis des Lebens durch die Poren fort.
Die fünfte Schale reinigt Fleisch und Blut,
Die sechste - und ich betrete die Gefilde der Unsterblichen.
Zur siebten Schale gelange ich nicht mehr, es wachsen Flügel mir, ein frischer Wind kommt auf,
Oh Penglai, Insel der Seligen, wo bist du?
Qiwan cha, Sieben Schalen Tee, von Lu Tong (gestorben 835), zit. nach Info-Blatt: "Ai Weiwei - Teehaus", Museum für Asiatische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin
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