|
|
Aus dem Institut für Tierernährung und Stoffwechselphysiologie
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Untersuchungen zur
Bioverfügbarkeit und intestinalen Absorption
von Quercetin und Quercetinglykosiden
Dissertation zur Erlangung des Doktorgrades
der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät
der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
vorgelegt von
Sandra Landgraf
Apothekerin aus Rendsburg
Kiel 2003
Gedruckt mit Genehmigung der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen
Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Dekan: Prof. Dr. F. Taube
Erster Berichterstatter: Prof. Dr. S. Wolffram
Zweiter Bericherstatter: Prof. Dr. E. Wisker
Tag der mündlichen Prüfung: 06. November 2003
Auszug:
2.3 Wirkungen von Flavonoiden im menschlichen und tierischen
Organismus
2.3.1 Epidemiologische Studien zum Präventionspotential von Flavonoiden
Es ist seit langem bekannt, dass Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs z. T. einen
hohen Gehalt an antioxidativ wirksamen Substanzen enthalten, die das Risiko für das
Auftreten sogenannter „Free Radical Diseases“, wie z. B. Arteriosklerose und damit
verbundenen Herzkreislauferkrankungen oder bestimmter Tumorformen, möglicherweise
reduzieren (BLOCK et al. 1992, GREY 1995, KROMHOUT 1999, PIETTA 2000).
Obwohl eine Wirkung von Flavonoiden bei der Prävention von mit oxidativem Stress in
Zusammenhang stehenden Herzkreislauferkrankungen noch nicht eindeutig belegt ist,
weist die Mehrzahl der epidemiologischen Studien auf eine negative Korrelation
zwischen der Häufigkeit des Auftretens dieser Erkrankungen und der Flavonoidaufnahme
hin (HIRVONEN 2001, HERTOG et al. 1998, KELI et al. 1996, KNEKT et al.
1996, RIMM et al. 1996, YOCHUM et al. 1999, GELEIJNSE et al. 1999, 2002). Als
Flavonoidquellen dienten hauptsachlich Obst, Gemüse, Rotwein und Tee. Dabei wurde
vor allem eine reduzierte Mortalitätsrate und weniger eine verringerte Morbiditätsrate
beobachtet. Im Unterschied dazu ist ein Zusammenhang zwischen Flavonoidaufnahme
und dem Verlauf bzw. der Entstehung von Tumorerkrankungen weniger klar. Nur eine
Studie zeigte eine inverse Korrelation von Flavonoidaufnahme und Lungenkrebs
(KNEKT et al., 1997). Abweichend von den oben zitierten Untersuchungen erbrachte
eine weitere von HERTOG et al. (1997) durchgeführte epidemiologische Studie ein erhöhtes
Mortalitätsrisiko durch Herzkreislauferkrankungen mit steigendem Teekonsum.
In Tabelle 3 sind die genannten epidemiologischen Studien zusammengestellt.
2 Literaturübersicht 12
Tabelle 3: Zusammenfassung prospektiver epidemiologischer Studien zur Aufnahme
von Flavonolen und Flavonen und dem Mortalitätsrisiko für Herzinfarkt und
Schlaganfall.
Population Alter
(Jahre)
Beobachtungszeitraum
(Jahre)
Relatives Risiko1)
(95% Konfidenzintervall)
Zutphen Elderly Study,
Niederlande, 805 Männer,
Herzinfarkt (Hertog et al. 1993)
65-84 5 0,32
(0,15-0,71)
Zutphen Elderly Study,
Niederlande, 552 Männer,
Schlaganfall (Keli et al. 1996)
50-69 15 0,27
(0,11-0,7)
Finnish Mobile Clinic Health
Examination Survey, Finnland,
5133 Männer und Frauen
(Knekt et al. 1996)
30-69 20
Frauen: 0,73
(0,41-1,32)
Männer: 0,67
(0,44-0,87)
Iowa Womens Health Study,
USA, 34492 Frauen,
Herzinfarkt (Yochum et al.
1999)
Postmenopause
10 0,62
(0,44-0,87)
Health Professionals Study,
USA, 34789, Männer,
Herzinfarkt (Rimm et al. 1996)
40-75 6 1,082)
(0,81-1,43)
Caerphilly Study, Wales, 1900,
Männer, Herzinfarkt (Hertog et
al. 1997)
49-59 14 1,6
(0,9-2,9)
Alpha-Tocopherol, Beta-
Carotene Cancer Prevention
Study, Finnland, 25372
Raucher (Hirvonen et al. 2001)
50-69 6
0,89
(0,71-1,11)
0,773)
(0,64-0,93)
Ro tterdam Study, Niederlande,
4807, Männer und Frauen,
Herzinfarkt (Geleijnse et al.
2002)
≥ 55 6 0,35
(0,13-0,98)
1)Relatives Risiko der Gruppe mit der höchsten gegenüber der mit der niedrigsten
Flavonoidaufnahme
2)tödlich und nicht tödlich verlaufende Herzinfarkte
3)nicht tödlich verlaufender Herzinfarkt
2 Literaturübersicht 13
2.3.2 Antioxidative Eigenschaften von Flavonoiden
Die Diskussion über die genannten gesundheitsfördernden bzw. präventiven Wirkungen
von Flavonoiden, mit Ausnahme der v. a. für die Isoflavone gezeigten östrogenen bzw.
antiöstrogenen Wirkungen, konzentrierten sich hauptsächlich auf das antioxidative
Potential polyphenolischer Verbindungen. Dem Gleichgewicht zwischen
(pro)oxidativen und antioxidativen Prozessen scheint im Stoffwechsel eine
Schlüsselrolle zuzukommen (AW 1999). Störungen dieses Gleichgewichts werden mit
einer Vielzahl von Stoffwechselstörungen bzw. Krankheitskomplexen in Zusammenhang
gebracht, wobei in erster Linie degenerative Erkrankungen, wie
Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Alzheimer, aber auch chronische und akute
Entzündungsprozesse zu nennen sind (ARUOMA 1999, BEHL & MOOSMANN 2003). Im
oxidativen Stoffwechsel eukaryontischer Zellen können an verschiedenen Stellen
Sauerstoffradikale und andere hochreaktive Sauerstoff- bzw. Stickstoffverbindungen,
wie z. B. Hydroxyl- und Superoxidradikale oder Peroxynitrit, entstehen, die zusammen
als reaktive Sauerstoff- bzw. Stickstoffverbindungen (ROS bzw. RNS) bezeichnet
werden (KHAN & WILSON 1995, JI & LEICHTENWEIS 1997, CHANDRA et al. 2000).
Entstehende ROS werden durch zelleigene antioxidative Abwehrmechanismen deaktiviert,
zu denen enzymatische Systeme, darunter u. a. Superoxid-Dismutasen, Katalase,
Glutathion-Peroxidasen sowie nicht enzymatische Systeme wie z. B. Glutathion, α-
Tocopherol und Ascorbat gehören (JI & LEICHTWEIS 1997, CHANDRA et al. 2000,
FINKEL & HOLBROOK 2000). Bei einem Übergewicht prooxidativer Prozesse (=
oxidativer Stress) kann es zu oxidativen Schädigungen von Proteinen, Membranlipiden,
DNA sowie Kohlenhydraten kommen. Die oben genannten Krankheitskomplexe
scheinen mit oxidativem Stress einherzugehen (BÖHM et al. 1998, ARUOMA
1999). So belegen z. B. eine Vielzahl von In vitro-Studien, dass eine Hemmung der
Oxidation von Low-Density-Lipoproteinen einen präventiven Effekt auf die Entstehung
von Herzkreislauferkrankungen haben kann (FRANKEL et al. 1993, AVIRAM &
FUHRMANN 1998, DA SILVA et al. 2000, CHOPRA et al. 2000). Oxidierte Low-Density-
Lipoproteine spielen nach dem heutigen Kenntnissstand eine Schlüsselrolle bei der
Pathogenese ateriosklerotischer Veränderungen.
2 Literaturübersicht 14
Bezüglich des antioxidativen Effektes von Flavonoiden werden verschiedene Wirkungsmechanismen
diskutiert, die bisher fast ausschließlich in vitro gezeigt wurden. Zum
einen wirken Flavonoide als Radikalfänger. Sie können aufgrund ihres geringeren
Redoxpotentials reaktive Sauerstoffverbindungen reduzieren, wobei sie ein Elektron aus
einer phenolischen OH-Gruppe auf das Radikal übertragen, so dass dieses seine hohe
Reaktivität verliert (WISEMAN et al. 1997, BORS et al. 1998, PIETTA 2000). Das
Flavonoid selbst wird dabei zum Radikal, welches aber im Vergleich zu Sauerstoffradikalen
relativ reaktionsträge ist (BORS et al. 1997, PIETTA 2000). Es kann mit
weiteren Radikalen reagieren und in eine stabile Chinonstruktur übergehen (PIETTA
2000, PANNALA et al. 2001). Die Fähigkeit von Flavonoiden, an Ein-ElektronenÜbergängen
teilzunehmen, beruht auf ihrer spezifischen chemischen Struktur. Von
besonderer Bedeutung scheint neben den 3’- und 4’-OH-Gruppen am Ring B die
Anwesenheit der 2,3-Doppelbindung in Verbindung mit einer 4-Oxogruppe im Ring C
zu sein, welche eine Elektronendelokalisation über das gesamte Ringsystem und damit
eine Stabilisierung des Radikals ermöglicht. Eine zusätzliche Hydroxygruppe am C3-
Atom am Ring C erhöht ebenfalls die Stabilität des Flavonoidradikals und somit die
antioxidative Kapazität des Flavonoids (BORS et 1992, PIETTA 2000). Des Weiteren
bewirkt die 3-Hydroxygruppe, dass die drei Ringe eines Flavonoids in einer Ebene
liegen, was sich ebenfalls positiv auf das antioxidative Potential auswirkt, da eine nicht
planare Anordung möglicherweise zu sterischen Behinderungen führt (VAN ACKER et al.
1996). Die genannten chemischen Strukturmerkmale treffen insbesondere auf die
Gruppe der Flavonole zu und erklären das im Vergleich zu anderen Flavonoiden hohe
antioxidative Potential (JOVANOVIC et al. 1996, PIETTA 2000). Zum anderen vermögen
Flavonoide freie Metallionen zu komplexieren und dadurch die Metallionen in ihrer
Eigenschaft als Prooxidantien zu inaktivieren, wobei Flavonole aufgrund ihrer Struktur
besonders stabile Chelatkomplexe bilden (KANDASWAMI & MIDDLETON 1994, FERRALI
et al. 1997, PIETTA 2000). Außerdem hemmen Flavonoide verschiedene Enzyme, die an
der Bildung von ROS beteiligt sind, wie z. B. die Xanthinoxidase, NADH-Oxidase,
Cyclooxygenase und Lipoxygenase (PIETTA 2000, BÖHM et al. 1998, KANDASWAMI &
MIDDLETON 1994). Des Weiteren zeigen mehrere Untersuchungen, dass insbesondere
Flavonole, Flavanole sowie Anthocyanidine unter den gegebenen In vitro-
Testbedingungen effektivere Antioxidantien als das wasserlösliche Vitamin E-Analog
2 Literaturübersicht 15
Trolox und als Vitamin C sind (BORS et al 1995, CAO et al. 1997, WISEMANN et al.
1997, PIETTA 2000). Flavonoide könnten auch bei der Regeneration wichtiger
etablierter Antioxidantien wie Vitamin C und Vitamin E eine Rolle spielen
(KANDASWAMI & MIDDLETON 1994, BORS et al. 1995, MIURA et al. 2000, PIETTA
2000). Da das Redoxverhalten von Flavonoiden bzw. Antioxidantien im Allgemeinen
stark von den gewählten Versuchsbedingungen (z. B. pH-Wert, lipophiles oder
hydrophiles Versuchsmedium, effektive Konzentration, Redoxpotential des
Reaktionspartners) abhängt, sind die Erkenntnisse aus den In vitro-Versuchen nicht
ohne Weiteres auf die In vivo-Situation übertragbar. Kritisch anzumerken ist außerdem,
dass die meisten Versuche mit den Flavonoidaglyka und nicht mit den hauptsächlich in
der Natur vorkommenden Glykosiden bzw. den in vivo im Organismus zirkulierenden
Konjugaten durchgeführt wurden. Zum Beispiel haben bisher nur wenige Studien eine
antioxidative Wirkung von Quercetinkonjugaten, wie z. B. Quercetinglukuroniden, wie
sie nach oraler Aufnahme von Quercetinaglykon im Plasma zu finden sind,
nachgewiesen. Erst in neueren Studien wurden auch Quercetinglukuronide untersucht,
wie z. B. von TERAO et al. (2001). Sie zeigten, dass nicht nur Quercetin, sondern auch
Quercetin-3-glukuronid den Verbrauch bestimmter Antioxidantien, wie β-Carotin und
α-Tocopherol, in Low-Density-Lipoproteinen verringerten. Daneben existieren Ex vivo-
Versuche, die den Einfluss von Quercetin auf die Lipidperoxidation nach In vivo-
Applikation der Flavonoide untersuchen (DA SILVA et al. 1998, MANACH et al. 1998).
Somit ist eine abschließende Bewertung der antioxidativen Effekte von Flavonoiden in
vivo derzeit nicht möglich. An dieser Stelle sei erwähnt, dass in einigen Untersuchungen
auch prooxidative Effekte von Flavonoiden gezeigt wurden (SAHU & GRAY 1996,
BÖHM et al. 1998, SKIBOLA & SMITH 2000, AWAD et al. 2002), auf die aber im Rahmen
dieser Arbeit nicht näher eingegangen werden kann.
2.3.3 Wirkung von Flavonoiden auf Enzyme, Signaltransduktion und
Genexpression
Seit einiger Zeit ist bekannt, dass ROS nicht nur schädigende Wirkungen besitzen,
sondern auch wichtige regulatorische Funktionen bei verschiedenen Signaltransduktionswegen
einnehmen und direkt an der Regulation von Transkriptionsfaktoren
2 Literaturübersicht 16
beteiligt sind (KHAN & WILSON 1995, JACKSON et al. 1998, FINKEL & HOLBROOK
2000). Die Beeinflussung des intrazellulären Stoffwechsels durch ROS spielt z. T. eine
bedeutende Rolle bei den oben erwähnten Erkrankungen (SEN & PACKER 1996, CHOPRA
& THURNHAM 1999, BEHL & MOOSMANN 2002). Da Flavonoide aufgrund ihrer oben
genannten antioxidativen Wirkungen den Redoxstatus der Zelle beeinflussen können,
haben sie somit indirekt Einfluss auf die regulatorischen Funktionen der ROS und damit
letztlich auf die Genexpression (JACKSON et al. 1998, FINKEL & HOLBROOK 2000, AW
1999, SEN & PACKER, 1996). Neben der indirekten Beeinflussung der Genexpression
beeinflussen Flavonoide aber auch direkt Transkriptionsfaktoren bzw. Signaltransduktionswege.
Im Allgemeinen führt eine erhöhte Konzentration freier Radikale zu
einer Aktivierung bestimmter Faktoren von Signalkaskaden, wie z. B. Proteinkinasen
und Proteinphosphatasen. Am Ende solcher Signaltransduktionswege stehen
Transkriptionsfaktoren, die nach Aktivierung an die Promotorregion von Zielgenen
binden und die Transkription beeinflussen. Der letzte Schritt, die Bindung des
Transkriptionsfaktors an die DNA, kann auch direkt durch ROS beeinflusst werden
(JACKSON et al. 1998). Zu den näher untersuchten redox-sensitiven Transkriptionsfaktoren
bzw. Faktoren von Signalkaskaden gehören Nuclear-Factor-Kappa-B (NFκB),
Aktivator-Protein 1 (AP-1), p53, Hitze-Schock-Faktoren (HSF) sowie Extrazelluläre
Signal-regulierte Kinase (ERK), c-Jun-Amino-terminale Kinsae (JNK) und p38-
mitogen-aktivierte Proteinkinase (p38-MAPK). Sie alle sind an der Induktion von
Genen beteiligt, die v. a. im Zusammenhang mit Zellproliferation, Differenzierung,
Apoptosis und Alterung stehen (JACKSON et al. 1998, Finkel 1998, FINKEL &
HOLBROOK 2000). Es wurde mehrfach gezeigt, dass Flavonoide, darunter Quercetin,
einen inhibitorischen Effekt auf den Transkriptionsfaktor NFκB besitzen (SEN &
PACKER 1996, YOUDIM et al. 2002). Quercetin vermag außerdem verschiedene mitogenaktivierte
Proteinkinasen (MAPK) zu hemmen (ISHIKAWA & KITAMURA 2000, YOUDIM
et al. 2002, KONG et al. 2000, 2001,). Auch in diesem Themenbereich werden in
jüngerer Zeit vermehrt die in vivo vorkommenden Quercetinmetabolite bzw. Konjugate
untersucht. YOSHIZUMI et al. (2002) wiesen nach, dass auch Quercetin-3-Glukuronid die
durch Angiotensin II induzierte Aktivierung der JNK bzw. Anreicherung von AP-1
inhibierte. Der Einfluss von Quercetin auf die intrazelluläre Konzentration von
Glutathion, eines der wichtigsten zelleigenen Antioxidantien, wurde von ISHIGE et al.
2 Literaturübersicht 17
(2001) an neuronalen HT-22-Zellen der Maus untersucht. Sie zeigten, dass Quercetin
die Zellen u. a. durch eine Erhöhung der intrazellulären Glutathionkonzentration sowie
durch eine direkte Verringerung der ROS-Konzentration vor oxidativen Schädigungen
zu schützen vermag. RIMBACH et al. (2001) konnten dagegen an humanen
Keratinozyten eine Erhöhung der Glutathionkonzentration nur durch den Ginkgoextrakt
EGb761 (hoher Gehalt an Flavonolglykosiden), nicht aber durch reines Quercetin
nachweisen. Zusätzlich zeigten sie sowohl auf enzymatischer als auch auf genetischer
Ebene eine Anreicherung der katalytischen Untereinheit der γ-Glutamyl-cystein-
Synthetase bzw. der mRNA der genannten Untereinheit, wobei die Beeinflussung eines
AP-1-abhängigen Signaltransduktionsweges eine Rolle zu spielen scheint. Flavonoide
sind nicht nur in der Lage, die Genexpression zu beeinflussen, sondern interagieren
auch mit zahlreichen Enzymsystemen, die z. T. Schlüsselposi-tionen bei der Zellteilung,
Proliferation, Blutgerinnung, Metabolisierung von Xenobiotika sowie bei Entzündungsund
Immunreaktionen einnehmen (HOLLMAN et al. 1996). Aufgrund der Fülle von
Untersuchungen kann im Folgenden nur exemplarisch auf die Beeinflussung einiger
Enzyme eingegangen werden. Flavonoide nehmen Einfluss auf die Aktivität
verschiedener Proteinkinasen, die Phosphorylierungsreaktionen katalysieren und damit
bei der Steuerung nahezu aller Zellfunktionen eine wichtige Rolle spielen. Flavonole
sind z. B. potente Proteinkinase-C-Inhibitoren (AGULLO et al. 1997, FERRIOLA et al.
1989), wobei noch nicht geklärt ist, ob sie eine Spezifität für bestimmte Isoformen
besitzen (GAMET-PAYRASTRE et al. 1999). Auch die Phosphatidylinositol-3-Kinase wird
durch Flavonole gehemmt (AGULLO et al. 1997, GAMET-PAYRASTRE et al. 1999). Einige
Flavonoide, darunter Genistin und Quercetin, inhibieren Protein-Tyrosinkinasen
(CUNNINGHAM et al. 1992). Des Weiteren beeinflusst Quercetin Enzyme des
Arachidonsäurestoffwechsels, der bei Entzündungsprozessen eine wichtige Rolle spielt.
Dabei vermag Quercetin die Phospholipase A2 zu hemmen, die v. a. zur Freisetzung von
Arachidonsäure aus Phospholipiden führt (WELTON et al. 1988). Von der
Arachidonsäure ausgehend werden entweder durch Cyclooxygenasen Prostaglandine
und Thromboxane oder durch Lipoxygenasen Leukotriene gebildet. Quercetin und
andere Flavonoide weisen einen inhibitorischen Effekt sowohl auf Cyclooxygenasen als
auch auf Lipoxygenasen auf (FORMACIA & REGELSON 1995, WELTON et al. 1988).
Somit können Flavonoide an verschiedenen Stellen des Arachidonsäurestoffwechsels
2 Literaturübersicht 18
eingreifen. Auch die in allen Zellen vorkommende Na+/K+-ATPase kann von
verschiedenen Flavonoiden, darunter Quercetin, gehemmt werden (UMAROVA et al.
1998). Für mehrere Flavonoide wurde ebenfalls eine inhibitorische Wirkung auf die für
die Magensäuresekretion verant-wortliche H+/K+-ATPase der Belegzellen
nachgewiesen (MURAKAMI et al. 1999). Außerdem können Flavonoide
Phosphodiesterasen hemmen, die für den Spaltung von zyklischem 3’,5’-
Adenosinmonophosphat (cAMP) bzw. 3’5’-Guanosinmonophosphat (cGMP)
verantwortlich sind (RUCKSTUHL & LANDRY 1981). Dieser Mechanismus spielt z. B. bei
der Inhibition der Plättchenaggregation durch Flavonoide eine Rolle (COOK &
SAMMANN 1996). Außerdem beeinflussen Flavonoide die Aktivität von Cytochrom
P450-Oxidoreduktasen in komplexer Art und Weise (CANIVEC-LAVIER et al. 1996a, b).
Dabei wirken sie einerseits als Enzyminduktoren (CIOLINO et al. 1999), andererseits
hemmen sie eine Reihe von Cytochrom P450-Isoenzymen (FELDMANN 1997) und
können somit die Bioverfügbarkeit anderer Xenobiotika beeinflussen (FELDMANN 1997,
OBERMEIER et al. 1995). Neben den genannten Enzymen ist ein Einfluss von
Flavonoiden auf eine Vielzahl weiterer Enzyme beschrieben worden, darunter u. a.
Lactatdehydrogenase, Pyruvatkinase, Catechol-O-Methyl-Transferase, Ornithindecarboxylase,
RNA- und DNA-Polymerasen, DNA-Topoisomerase, reverse Transskriptase,
HIV-1-Proteinase, HIV-1 Integrase sowie 11-β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase
(MIDDELTON et al. 2000).
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die in der Literatur beschriebenen Wirkungen
von Flavonoiden, von denen hier nur einige dargestellt wurden, sehr komplex und oft
sogar gegensätzlich erscheinen. Es ist jedoch nicht verwunderlich, dass den
Flavonoiden aufgrund des hohen Potentials zur Beeinflussung von Stoffwechselvorgängen
die genannten Wirkungen im Zusammenhang mit der Prävention von
bestimmten Tumorformen, verschiedenen entzündlichen Erkrankungen sowie
Herzkreislauferkrankungen zugesprochen werden (BÖHM et al. 1998, DUNTHIE et al.
2000, MIDDELTON et al. 2000). In wie weit aber die überwiegend in vitro gezeigten
Effekte tatsächlich für In vivo-Prozesse von Bedeutung sind, bedarf weiterer
Aufklärung.
2 Literaturübersicht 19
2.4 Bioverfügbarkeit von Flavonoiden
Die bislang dargestellten Wirkungen von Flavonoiden auf bestimmte Organe und
Gewebe, einzelne Zellen oder zelluläre Bestandteile wurden im Wesentlichen durch In
vitro-Untersuchungen mit entsprechenden Aglyka ermittelt. Effekte wurden dabei
meistens bei Flavonoidkonzentrationen im mikromolaren Bereich nachgewiesen.
Voraussetzung für tatsächliche Wirkungen in vivo ist aber eine ausreichend hohe
Bioverfügbarkeit, d. h. das Flavonoid muss nach oraler Aufnahme in ausreichendem
Maße absorbiert werden, sich im Organismus verteilen und so letztlich systemisch
verfügbar werden, um am entsprechenden Wirkort in genügend hoher Konzentration
vorzuliegen. Dabei ist die Bioverfügbarkeit auch von Art und Ausmaß der prae- und
postabsorptiven Metabolisierung abhängig.
In der Literatur gibt es z. T. widersprüchliche Aussagen darüber, ob natürlich
vorliegende Flavonoidglykoside eine höhere Bioverfügbarkeit als Flavonoidaglyka
aufweisen. Außerdem scheint es bei den verschiedenen Flavonoidunterklassen
Unterschiede zu geben. Zusätzlich besteht noch Unklarheit darüber, ob Flavonoide als
intakte Glykoside oder erst nach Deglykosilierung absorbiert werden und welcher
Mechanismus der Absorption zu Grunde liegt.
Obwohl in der Literatur schon seit langem zahlreiche Untersuchungen zu In vitro-
Effekten von Flavonolen zu finden sind, wurden erst in den letzten Jahren vermehrt
Bioverfügbarkeitsstudien mit Flavonoiden bzw. Flavonoidglykosiden durchgeführt. Die
folgende Übersicht konzentriert sich entsprechend dem Thema der vorliegenden Arbeit
auf Studien zur Bioverfügbarkeit von Quercetin. Auf einzelne Punkte, insbesondere auf
die möglichen Absorptionsmechanismen, die eine Erklärung für unterschiedliche
Bioverfügbarkeiten liefern könnten, wird in folgenden Unterkapiteln sowie im Rahmen
der Diskussion der eigenen Ergebnisse vertiefend eingegangen.
Da GUGLER et al. (1975) nach oraler Applikation einer Einmaldosis von 4 g
Quercetinaglykon weder im Blutplasma noch im Urin das intakte Flavonol oder
Metaboliten deselben nachweisen konnten, nahmen sie an, dass die Absorption des
Quercetinaglykons weniger als 1 % der verabreichten Dosis betrug. Sie vermuteten eine
umfangreiche mikrobielle Metabolisierung im Darmtrakt, da nur 53 % der applizierten
Dosis in den Faeces wiedergefunden wurde.
2 Literaturübersicht 20
MANACH et al. (1995) fanden bei einem Fütterungsversuch mit Ratten, denen 16,4
mmol Quercetin bzw. Quercetin-3-Glukorhamnosid/kg Futter (entspricht ca. 0,4
mmol/Tag) über 10 Tage verabreicht wurde, nach beiden Behandlungen eine
Gesamtflavonolkonzentration einschließlich konjugierter Metaboliten im Blutplasma
von 115 μmol/l, die auf eine geringe Absorption hindeutete. In einem weiteren
Fütterungsversuch mit Ratten verglichen MANACH et al. (1997) die Bioverfügbarkeit
von Quercetinaglykon und Quercetin-3-Glukorhamnosid. Nach beiden Behandlungen
wurden neben Quercetin die 3’-und 4’-O-Methylether des Quercetins (Isorhamnetin,
Tamarixetin) identifiziert. MANACH et al. (1997) zeigten, dass das Glukorhamnosid
deutlich langsamer als das Aglykon absorbiert wurde. Sie vermuteten, dass Quercetin-3-
Glukorhamnosid erst nach mikrobieller Deglykosylierung im Dickdarm, Quercetin
hingegen bereits im Dünndarm absorbiert wurde.
Eine hohe Bioverfügbarkeit von 52 % wurde von HOLLMAN et al. (1995) in einer Studie
mit ileostomierten Probanden nach Applikation von gedünsteten Zwiebeln, die v. a.
Quercetinglukoside enthielten (89 mg Quercetinäquivalente), berechnet. Im Vergleich
dazu lag die Bioverfügbarkeit nach Applikation des Aglykons nur bei 24 %, nach Gabe
von Quercetin-3-Glukorhamnosid sogar bei nur 17 %. Allerdings wurde die Bioverfügbarkeit
in dieser Studie als Differenz zwischen oral applizierter Menge und der im
Perfusat über den Ileostomiebeutel ausgeschiedenen Menge definiert. In einer weiteren
Studie an 9 Probanden mit intaktem Darm verglichen HOLLMAN et al. (1997) die
relative Bioverfügbarkeit von Quercetin aus Zwiebeln (Quercetinglukoside, 68 mg
Quercetinäquivalente), Äpfeln (verschiedene Quercetinglykoside, 109 mg
Quercetinäquivalente) und Quercetin-3-Glukorhamnosid (112 mg Quercetinäquivalente)
und bestätigten die Ergebnisse der Studie mit ileostomierten Probanden.
Die Bioverfügbarkeit von Quercetin aus den Zwiebeln war am höchsten. Die anhand der
Konzentration von Quercetinäquivalenten im Plasma ermittelten relativen Bioverfügbarkeiten
von Quercetin aus Äpfeln bzw. Quercetin-3-Glukorhamnosid lag nur bei ca.
30 % des entsprechenden Wertes nach Gabe von Zwiebeln. Deutliche Unterschiede
ergaben sich auch für den Zeitpunkt der maximalen Konzentrationen von
Quercetinäquivalenten im Plasma (0,7 h, 2,5 h bzw. 9,3 h) und für die maximalen
Plasmakonzentrationen (224, 92 bzw. 90 ng/ml). HOLLMAN et al. (1997) folgerten
aufgrund des frühen Konzentrationsmaximums nach Aufnahme von Zwiebeln, dass die
2 Literaturübersicht 21
Quercetinglukoside schon aus dem Dünndarm absorbiert werden, wohingegen
Quercetinglykoside mit anderen Zuckerresten erst im Dickdarm verfügbar sind. Ein
Einfluss der Pflanzenmatrix auf die Freisetzung von Quercetin war jedoch in dieser
Studie nicht auszuschließen.
Ein weiterer Versuch, bei dem Probanden 311 μmol reines Quercetin-4’-Glukosid bzw.
Quercetin-3-Glukorhamnosid oral aufnahmen, führte zu einem ähnlichen Ergebnis
(HOLLMAN et al. 1999) und bestätigte die Aussagen der oben genannten Studie. Nach
Gabe des Monoglukosid wurde die maximale Plasmakonzentration schon nach einer
halben Stunde, nach Gabe des Glukorhamnosids erst nach sechs Stunden erreicht. Auch
die maximalen Plasmakonzentrationen nach Applikation von Quercetin-4’-Glukosid
war annähernd 20fach höher als nach Quercetin-3-Glukorhamnosid (3,5 μmol/l bzw.
0,2 μmol/l). Als Erklärung für die bessere Absorption und damit höhere relative
Bioverfügbarkeit des Quercetins aus dem Glukosid vermuteten sie einen aktiven
Transport des Glukosids über den natriumabhängigen Glukosetransporter (SGLT1),
während das Glukorhamnosid erst nach Deglykosilierung im Dickdarm absorbiert
werden kann.
Ergänzend dazu untersuchten DE VRIES et al. (2000) die Bioverfügbarkeit von Quercetin
aus Rotwein bzw. Tee (v. a. Quercetin-3-Glukorhamnosid) im Vergleich zur Bioverfügbarkeit
von Quercetin aus Zwiebeln (v. a. Quercetin-3-Glukosid, Quercetin-4’-
Glukosid). Die Probanden erhielten vier Tage lang jeweils zwischen 14 und 16 mg
Quercetin über eine bestimmte Menge der verschiedenen Nahrungsquellen. Auch
DE VRIES et al. (2000) konnten zeigen, dass Quercetin zwar nach Gabe aller drei
Quellen absorbiert wurde, die Quercetinplasmakonzentration und letztlich auch die
Bioverfügbarkeit nach Applikation von Zwiebeln jedoch fast doppelt so hoch war wie
nach Rotwein oder Tee.
OLTHOF et al. (2000) verglichen die Bioverfügbarkeit von Quercetin aus Quercetin-3-
Glukosid und mit der aus Quercetin-4’-Glukosid nach einmaliger Applikation von
325 μmol bzw. 331 μmol des jeweiligen Glukosids. Die Konzentrationszeitverläufe im
Plasma, die Flächen unter den Konzentrationszeitkurven und die Eliminationshalbwertszeiten
waren nach beiden Behandlungen annähernd identisch. Daher folgerten
2 Literaturübersicht 22
OLTHOF et al. (2000), dass die Position des Glukoserestes keinen Einfluss auf die
Bioverfügbarkeit von Quercetin aus den beiden Monoglukosiden hat.
In einer weiteren Studie verglichen ERLUND et al. (2000) die Bioverfügbarkeit von
Quercetin nach Applikation des Quercetinaglykons und des Quercetin-3-
Glukorhamnosids in drei verschiedenen Dosierungen (8 mg, 20 mg bzw. 50 mg
Quercetinäquivalente). Des Weiteren untersuchten sie, in welcher Form Quercetin nach
der Absorption im Plasma vorliegt. Nach Gabe der niedrigsten Dosierung war die
mittlere maximale Quercetinplasmakonzentration nach Applikation von Quercetinaglykon
signifikant größer als nach Quercetin-3-Glukorhamnosid (41,4 μg/l bzw. 23,5
μg/l). Für die beiden höheren Dosierungen ergaben sich aber zwischen den
Behandlungen keine signifikanten Unterschiede. Die maximalen Plasmakonzentrationen
traten dagegen bei allen drei Dosierungen nach Applikation des Aglykons im Vergleich
zum Quercetin-3-Glukorhamnosid signifikant früher auf. Die mittels der Flächen unter
den Konzentrationszeitkurven (AUC) berechnete Bioverfügbarkeit war nach
Applikation von Quercetinaglykon in der niedrigen und mittleren Dosis, nicht aber nach
Applikation der hohen Dosierung, signifikant größer als nach Gabe des
Glukorhamnosids. Dabei waren große interindividuelle Schwankungen zu beobachten.
Diese Schwankungen schienen von Geschlecht und der Einnahme oraler Kontrazeptiva
abzuhängen. Nach Gabe von Quercetin-3-Glukorhamnosid in der höchsten Dosierung
(100 mg) wurde unkonjugiertes Quercetin, aber kein Quercetin-3-Glukosid im Plasma
nachgewiesen. ERLUND et al. (2000) kamen wie HOLLMAN et al. (1997) zu dem Schluss,
dass Quercetin-3-Glukorhamnosid erst nach Deglykosilierung in distalen
Darmabschnitten absorbiert wird. Der frühe Zeitpunkt der maximalen Plasmakonzentration
nach Applikation von Quercetinaglykon spricht nach Ansicht der Autoren
hingegen für eine Absorption hauptsächlich im oberen Dünndarm.
ADER et al. (2000) untersuchten die Bioverfügbarkeit von Quercetin beim Schwein,
dessen Anatomie und Physiologie des Gastrointestinaltraktes und Kreislaufsystems
weitgehend mit den Verhältnissen beim Menschen übereinstimmt. Den Tieren wurde
eine einmalige Dosis Quercetinaglykon sowohl intravenös (i. v., 0,4 mg/kg KGW) als
auch oral (50 mg/kg KGW) verabreicht. Gemessen wurden die Plasmakonzentrations-
Zeit-Verläufe von Quercetin und einigen seiner Metaboliten (Isorhamnetin,
Tamarixetin) mit und ohne vorausgegangene enzymatische Hydrolyse zur Spaltung von
2 Literaturübersicht 23
Konjugaten. Nach i. v.-Applikation wurden hauptsächlich freies Quercetin und
konjugierte Methylether des Quercetins, Isorhamnetin und Tamarixetin, identifiziert.
Dagegen konnten nach oraler Applikation nur Spuren an freiem Quercetin neben
konjugiertem Quercetin und konjugierten Quercetinmetaboliten nachgewiesen werden.
Bezogen auf die i. v.-Applikation betrug die Bioverfügbarkeit von Quercetin nach oraler
Aufnahme nur 0,5 %. Unter Einbezug der Menge an konjugiertem Quercetin erhöhte
sich die Bioverfügbarkeit auf 8,5 %. Wurden zusätzlich auch die monomethylierten
Metaboliten Isorhamnetin und Tamarixetin berücksichtigt, betrug der Wert für die
Bioverfügbarkeit durchschnittlich 17 %. Da ein erstes Maximum der
Quercetinkonzentration nach oraler Gabe schon nach ca. 2 Stunden erreicht wurde,
wurde auch hier von den Autoren eine Absorption von Quercetinaglykon im oberen
Gastrointestinaltrakt angenommen.
Um den Einfluss der Pflanzenmatrix und des Zuckerrestes auf die orale Bioverfügbarkeit
von Quercetin zu ermitteln, verabreichten GRAEFE et al. (2001) zwölf Probanden
Quercetin-4’-Glukosid, Zwiebeln (jeweils 100 mg Quercetinäquivalente) bzw.
Quercetin-3-Glukorhamnosid und Buchweizentee (jeweils 200 mg Quercetinäquivalente).
Die Bioverfügbarkeit und pharmakokinetischen Parameter unterschieden sich
nicht zwischen der Behandlung mit Quercetin-4’-Glukosid und der mit Zwiebeln
(enthielten v.a. Quercetin-4’-Glukosid und Quercetin-3,4’-Glukosid). Die maximalen
Plasmakonzentrationen betrugen 2,1 μg/ml bzw. 2,3 μg/ml und wurden bei beiden
Behandlungen nach 0,7 Stunden erreicht. Trotz der höheren Dosierung betrug die
maximale Plasmakonzentration nach Quercetin-3-Glukorhamnosid nur 0,3 μg/ml, nach
Buchweizentee (enthielt v.a. Quercetin-3-Glukorhamnosid) dagegen 0,6 μg/ml nach
7 bzw. 4,3 Stunden. Nach allen Behandlungen wurden verschiedene Quercetinglukuronide
und konjugiertes Isorhamnetin identifiziert. Intakte Quercetinglykoside
oder freies Quercetin konnten nicht nachgewiesen werden. Die relative
Bioverfügbarkeit von Quercetin nach Gabe des Glukorhamnosids war nur halb so groß
wie nach Gabe des Glukosids. Die Studie zeigt, dass unabhängig von der Art des
applizierten Glykosids, Quercetin hauptsächlich glukuronidiert im Plasma vorlag. In
Übereinstimmung mit den zuvor zitierten Versuchen war die Bioverfügbarkeit von
Quercetin aus Glukosiden deutlich höher als aus Glukorhamnosiden.
2 Literaturübersicht 24
Auch MORAND et al. (2000) zeigten an einer Untersuchung mit Ratten, denen
Quercetin, Quercetin-3-Glukosid, Quercetin-3-Rhamnosid oder Quercetin-3-Glukorhamnosid
(jeweils 83 mg Quercetinäquivalente/kg KGW) appliziert wurden, dass nach
Gabe des Glukosids die höchsten maximalen Quercetinplasmakonzentrationen erhalten
wurden. Die Absorption und damit die Bioverfügbarkeit von Quercetin aus Quercetin-3-
Glukosid war also deutlich höher als nach Gabe des Aglykons oder Glukorhamnosids.
Nach allen Behandlungen konnte kein freies Quercetin nachgewiesen werden. Als
weitere Metaboliten wurden, wie in anderen Versuchen, konjugiertes Isorhamnetin und
Tamarixetin identifiziert.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass eine höhere orale Bioverfügbarkeit von
Quercetin nach Gabe der Monoglukoside im Vergleich zur Applikation des Aglykons
oder komplexerer Glykoside vorliegt. Quercetin scheint nach der Absorption relativ
schnell metabolisiert zu werden und hauptsachlich in konjugierter Form im Blutplasma
zu zirkulieren (s. u.). Ferner bleibt festzuhalten, dass selbst bei sehr hohen oralen Dosen
von Quercetin oder Quercetinglykosiden die Quercetinplasmakonzentrationen nur im
unteren mikromolaren Bereich lagen. Da Quercetin fast ausschließlich als Konjugat
vorliegt, ist auch aus diesem Grund eine direkte Übertragung der beschriebenen In
vitro-Wirkungen auf In vivo-Bedingungen nur bedingt möglich. Schließlich muss auch
im Zusammenhang mit möglichen biologischen Effekten von Flavonoiden im
Stoffwechsel die Plasmaproteinbindung des Quercetins und seiner Metabolite
berücksichtigt werden. Für das Quercetinaglykon wurde eine fast vollständige
Plasmaproteinbindung, v. a. eine Bindung an Albumin (98 % bzw. 95 %) nachgewiesen
(MANACH et al. 1995, BOULTON et al. 1998).
2.4.1 Intestinale Absorptionsmechanismen von Flavonoiden
Wie schon erwähnt besteht nach wie vor Unklarheit darüber, ob die in der Nahrung
vorliegenden Flavonoidglykoside als solche absorbiert werden oder ob eine Spaltung
der β-glykosidischen Bindung durch Mikroorganismen in tieferen Darmabschnitten
oder aber durch körpereigene Enzyme Voraussetzung für die Absorption ist.
Anzumerken ist hierbei, dass in den meisten Bioverfügbarkeitsstudien die
Quercetinplasmakonzentrationen nach saurer oder enzymatischer Hydrolyse bestimmt
2 Literaturübersicht 25
wurden, so dass eine Unterscheidung zwischen intakten Quercetinglykosiden und
möglichen konjugierten Metaboliten wie Quercetinglukuroniden bzw. Quercetinsulfaten
aufgrund der Analytik nicht möglich war. Außerdem ist nicht geklärt, welcher
Mechanismus der Absorption zu Grunde liegt.
In einigen wenigen Arbeiten wurden unveränderte, intakte Quercetinglykoside im
Plasma nachgewiesen. Dies wurde als Hinweis gedeutet, dass Glykoside z. T. in intakter
Form die Darmwand passieren können (AZIZ et al. 1998, PAGANGA & RICE-EVANS
1997, SPENCER et al. 1999). Hierzu soll kritisch angemerkt werden, dass mit der
eingesetzten Analytik eine klare Unterscheidung der Glykoside von den entsprechenden
Glukuroniden, die zu den Hauptmetaboliten zählen (s.u.), in den genannten Studien
kaum möglich war. In keiner der Arbeiten wurden Flavonoid-glukuronide als Standards
zum Vergleich eingesetzt. Die Mehrzahl der neueren Untersuchungen weist jedoch
darauf hin, dass eine Absorption intakter Quercetinglykoside unwahrscheinlich ist.
MOON et al. (2000) zeigten in einer Studie mit Frauen, denen eine Woche lang eine Diät
mit Zwiebeln (68-94 mg Quercetinäquivalente/Tag v.a. in Form von Glukosiden)
verabreicht wurde, dass Quercetin nicht in Form von Quercetinglukosiden im Plasma zu
finden war. Freies Quercetinaglykon konnte ebenfalls nicht nachgewiesen werden. Die
Autoren schlussfolgerten, dass Quercetin in Form von Glukuroniden und/oder Sulfaten
zirkuliert. Auch MORAND et al. (2000) konnten mit einer verbesserten Analytik keine
Quercetinglukoside im Plasma von Ratten nachweisen und nahmen dies als Hinweis auf
eine prä- oder postabsorptive Hydrolyse der Quercetinglukoside. SESINK et al. (2001)
analysierten humane Plasmaproben nach oraler Applikation von 325 μmol Quercetin-3-
Glukosid bzw. Quercetin-4’-Glukosid und bewiesen erstmals durch den Vergleich mit
einem Glukuronidstandardgemisch, dass Quercetin beim Menschen hauptsächlich in
Form von Glukuroniden im Blut zirkuliert. Sie fanden weder intakte Glukoside noch
nennenswerte Konzentrationen an freiem Quercetin. In einer Untersuchung mit
umgestülpten Darmsäckchen von Ratten fanden GEE et al. (2000) intakte
Quercetinglukoside weder im mukosalen Gewebe noch im serosalen Kompartiment. Sie
identifizierten aber mit Hilfe von Standards Quercetin-3-Glukuronid und Quercetin-7-
Glukoronid im serosalen Kompartiment. Auch die Humanstudie von DAY et al. (2001)
deutet darauf hin, dass oral applizierte Quercetinglukoside nicht intakt ins Blut
gelangen. Nach der Aufnahme einer Zwiebelmahlzeit (v.a. Quercetinglukoside,
2 Literaturübersicht 26
äquivalent zu 79,2 mg Quercetinaglykon) wurden Quercetin-3-Glukuronid, 3’-Methyl-
Quercetin-3-Glukuronid und im Vergleich zu SESINK et al. (2001) zusätzlich 3’-
Quercetin-Sulfat als Hauptmetaboliten im Plasma anhand von Standards identifiziert.
Im Gegensatz zu den Befunden bei der Ratte wurde kein Quercetin-7-Glukuronid
gefunden.
Untersuchu ngen mit Phopholipidmembranmodellen zeigen, dass Flavonoidglykoside,
wie Quercetin-3-Glukorhamnosid, aufgrund des hydophilen Zuckerrestes nicht in der
Lage sind, die Membran zu penetrieren, während dies für das lipophilere Aglykon
Quercetin möglich ist (SAIJA et al. 1995, MOVILEANU et al. 2000, VAN DIJK et al. 2000).
Demnach müssten Glykoside entweder vor der Absorption deglykosiliert werden oder
aber über einen Carrier-vermittelten Transportprozeß in die Intestinalzelle
aufgenommen werden. Quercetin hingegen könnte durch passive Diffusion in die Zelle
gelangen.
Es wurde bis vor Kurzem davon ausgegangen, dass die Spaltung der Glykoside durch
Mikroorganismen im distalen Dünndarm bzw. Dickdarm Voraussetzung für die
Absorption ist, da keine Untersuchungen mit tierischen oder humanen Enzymen zur
Spaltung β-glykosidischer Bindungen vorlagen (KÜHNAU 1976, MIDDLETON &
KANDASWAMI 1993, FORMACIA & REGELSON 1995, HOLLMAN et al. 1997, , MANACH et
al. 1996a). In neueren Versuchen mit isolierten Dünndarm- und Lebermikrosomen vom
Menschen bzw. von der Ratte konnte allerdings gezeigt werden, dass verschiedene
Flavonoidglykoside, darunter Quercetin-4’-Glukosid, durch eine cytosolische β-
Glukosidase deglykosiliert wurden. Quercetin-3-Glukosid wurde in geringerem Umfang
nur durch eine intestinale β-Glukosidase gespalten. Quercetin-3-Glukorhamnosid wurde
dagegen nicht enzymatisch hydrolisiert (DAY et al. 1998, IOKU et al. 1998). Auch beim
Schwein wurde eine jejunale cytosolische β-Glukosidase nachgewiesen (MCMAHON et
al. 1997). Eine Spaltung der β-glukosidischen Bindung durch ein cytosolisches Enzym
würde einen Transport des intakten Glukosids in die Intestinalzelle voraussetzten, wie
ihn HOLLMAN et al. (1995) erstmals zur Diskussion stellten.
Wie schon kurz im Kapitel 2.4 erwähnt, stellten HOLLMAN et al. (1995) die Hypothese
auf, dass sich die schnellere Absorption von Quercetinglukosiden mit dem aktiven
Transport über den in der Bürstensaummembran des Dünndarms lokalisierten
2 Literaturübersicht 27
Na+/Glukosetransporter SGLT1 erklären ließe. Dabei wiesen sie auf eine Untersuchung
hin, in welcher der Transport von β-Naphthylglukosiden und β-Naphthylgalaktosiden
über den SGLT1 an umgestülpten Darmsäckchen aus Rattenjejunum gezeigt worden
war (MIZUMA et al. 1994). Die Ergebnisse demonstrierten, dass der SGLT1 nicht nur
Glukose als solche, sondern auch bestimmte Verbindungen transportieren kann, die mit
Glukose bzw. Galaktose β-glykosidisch verknüpft sind. In einer Untersuchung an
umgestülpten Darmsäckchen aus dem Jejunum von Ratten fanden GEE et al. (1997) eine
Na+-abhängige Stimulation des Effluxes von 14C-Galaktose in das Inkubationsmedium
durch Quercetinglukoside, nicht jedoch durch Quercetin-3-Glukorhamnosid (Trans-
Stimulation). Sie werteten dieses Ergebnis als einen Hinweis auf die Beteiligung des
SGLT1 am intestinalen Transport von Quercetinglukosiden. In einem weiteren Versuch
mit umgestülpten Darmsäckchen konnten GEE et al. (2000) neben der Trans-Stimulation
des 14C-Galaktose-Effluxes eine kompetitive Hemmung der 14C-Galaktose-Aufnahme
durch Anwesenheit von Quercetin-3-Glukosid auf mukosaler Seite nachweisen.
Außerdem zeigten sie eine schnellere Absorption von radioaktiv markiertem Quercetin-
3- und 4’-Glukosid im Vergleich zum Quercetinaglykon, wobei jedoch intakte
Quercetinglukoside weder im mukosalen Gewebe noch im serosalen Medium detektiert
wurden. Stattdessen wurden freies Quercetin im mukosalen Gewebe und
Quercetinglukuronide sowohl im Gewebe als auch im serosalen Medium identifiziert.
Ein Transport der Monoglukoside über den SGLT1 wurde auch in dieser Studie nicht
direkt nachgewiesen, sondern nur eine Interaktion mit dem SGLT1. Der Versuch zeigte
außerdem, dass Quercetinglukoside anscheinend während der Passage durch die
Darmmukosa deglykosiliert und anschließend glukuronidiert werden. Im Gegensatz
zum Monoglukosid scheint das Aglykon passiv absorbiert zu werden. WALGREN et al.
(2000b) setzten als Zellmodell für Absorptionsstudien humane CaCo-2-Zellen sowie
mit SGLT1 transfizierte Hamsterovarzellen (G6D3-Zellen) ein und wiesen erstmals
direkt den Na+-abhängigen Transport von Quercetin-4’-Glukosid über den SGLT1 nach,
der durch Phlorizin, einem Inhibitor des SGLT1, gehemmt wurde. Ein transepithelialer
Transport des Glukosids in mukoserosaler Richtung (Absorption) konnte jedoch erst
beobachtet werden, als das in der apikalen Membran lokalisierte Transportprotein
MRP2 (Multidrug Restistance Associated Protein 2) gehemmt wurde (WALGREN et al.
2000a, 1998). MRP2 vermittelte einen verstärkten Efflux des Quercetinglukosids durch
2 Literaturübersicht 28
die luminale Membran und verhinderte so in den Experimenten von WALGREN et al.
(2000a, 1998) eine Nettoabsorption. In einer Studie von ADER et al. (2001) konnte eine
Hemmung der Na+-abhängigen Aufnahme des nicht metabolisierbaren Glukoseanalogons
Methyl-α-D-Glukopyranosid (MDG), einem Substrat des SGLT1, in die
Mukosa des Rattenjejunums durch Quercetin-3-und 4’-Glukosid gezeigt werden.
Quercetinaglykon und Quercetin-3-Glukorhamnosid beeinflussten die Aufnahme
hingegen nicht. Die Ergebnisse demonstrierten, dass die Quercetinglukoside spezifisch
die Na+-abhängige mukosale Aufnahme von MDG über den SGLT1 hemmen, da die
Na+-abhängige Aufnahme von Alanin nicht beeinflusst wurde. Sie lieferten aber keinen
Beweis für einen Transport der Glukoside über den SGLT1. In einer neueren
Untersuchung derselben Arbeitsgruppe an mit Rattenjejunum bestückten Ussing-
Kammern konnte direkt ein Na+-abhängiges „Verschwinden“ von Quercetin-3-Glukosid
aus dem mukosalen Kompartiment gezeigt werden (WOLFFRAM et al. 2002). Sowohl die
Anwesenheit von D-Glukose als auch der Einsatz von Na+-freiem Puffer unter
gleichzeitiger Zugabe von Phlorizin im mukosalen Kompartiment führte zu einem
geringeren Verschwinden des Glukosids. Außerdem war beim Einsatz von
Colongewebe, das im Gegensatz zu Jejunum den SGLT1 nicht exprimiert, kein
Verschwinden von Quercetin-3-Glukosid zu beobachten. Sie werteten diese Ergebnisse
als einen deutlichen Hinweis auf die Beteiligung des SGLT1 an der Absorption von
Quercetin-3-Glukosid. Eine Beteiligung des Na+-unabhängigen Fructosetransporter
GLUT5 wurde dagegen ausgeschlossen, da D-Fructose in Na+-freiem Medium auf
mukosaler Seite keinen Einfluss auf das „Verschwinden“ von Quercetin-3-Glukosid
besaß.
Neben der intrazellulären Spaltung durch körpereigene β-Glukosidasen wird ein
weiterer Mechanismus der Spaltung von im Darmlumen vorliegenden Quercetinglukosiden
diskutiert. Es handelt sich dabei um die extrazelluläre Hydrolyse des
Glukosids duch die bürstensaummembranständige Laktase-Phlorizin-Hydrolase (LPH,
EC. 3.2.1.62), gefolgt von der Diffusion des Quercetinaglykons durch die Membran
(DAY et al. 2000). DAY et al. (2000) zeigten, dass die aus dem Dünndarm von Lämmern
isolierte LPH sowohl Quercetin-3-Glukosid als auch Quercetin-4’-Glukosid, nicht aber
Quercetin-3-Glukorhamnosid effizient spaltete. Die Hauptaktivität scheint dabei von der
2 Literaturübersicht 29
Laktase-Domäne und nicht von der Phlorizin-Hydrolase-Domäne des Enzyms
auszugehen.
8 Literaturverzeichnis
ADER, P., WEßMANN, A. & WOLFFRAM, S. (2000). Bioavailability and metabolism of
the flavonol quercetin in the pig. Free Rad. Biol. Med., 28, 1056-1067.
ADER, P., BLOECK, M. (2001). Interaction of quercetin glucosides with the intstinal
sodium / Glukose co-transporter (SGLT1). Cancer Letters, 162, 175-180.
AGULLO, G., GAMET-PAYRASTRE, L., FERNANDEZ, Y., ANCIAUX, N., DEMIGNE, C.
& REMESY, C. (1996). Comperative effects of flavonoids on the growth, viability and
metabolism of a colonic adenocarcinoma cell line (HT29) cells). Cancer Letters., 105,
61-70.
AGULLO, G., GAMET-PAYRASTRE, L., MANENTI, S., VIALA, C., RÉMÉSY, C., CHAP,
H. & PAYRASTRE, B. (1997). Relationship between flavonoid stucture and inhibition of
phosphatidylinositol-3-kinase; a comparsion with tyrosine kinase and protein kinase C
inhibition., Biochem. Pharmacol., 53, 1649-1657.
AISLING AHERNE, S. & O’BRIEN, NORA. (2002). Dietary Flavonols: Chemistry, Food
Content, and Metabolism. Nutr., 18, 75-81.
ALMOND, G. W. (1996). Research applications using pigs. Anesthesiology Update, 12,
707-716.
ARAI, Y., WATANABE, S., RIMIRA, M. ET AL. (2000). Dietary intake of flavonols,
flavones and isoflavones by Japanese women and the inverse correlation between
quercetin intake and plasma LDL cholesterol concentration., J. Nutr., 130, 2243-2247.
ARUOMA, O. I. (1998). Free Radicals, oxidative Stress, and antioxidants in human
health and disease., JAOCS, 75, 199-212.
AURA, A.-M., O’LEARY, K. A., WILLIAMSON, G., OJALA, M., BAILEY, M.,
PUUPPONEN-PIMIÄ, R., NUUTILA, A. M., OKSMAN-CALDENTEY, K.-M. &
POUTANEN, K. (2002). Quercetin derivates are deconjugated and converted to
hydroxyphenylacetic acids but not methylated by human fecal flora in vitro., J. Agic.
Food Chem., 50, 1725-1730.
AVIRAM, M. & FUHRMAN, B. (1998). Polyphenolic flavonoids inhibit macrophagemediated
oxidation of LDL and attenuate atherogenesis. Atherosclerosis,. 137, S45-S50.
AW, T. Y. (1999). Molecular and cellular responses to oxidative stress and changes in
oxidation-reduction imbalance in the intestine. Am. J. Clin. Nutr., 70, 557-565.
AWAD, H. M., BOERSMA, M. G., BOEREN, S., VAN DER WOUDE, H., VAN ZANDEN, J.,
VAN BLADEREN, P. J., VERVOORT, J. & RIETJENS, M. C. M. (2002). Identification of
o-quinone/quinone methide metabolites of quercetin in a cellular in vitro system., FEBS
Lett., 520, 30-34.
8 Literaturverzeichnis 124
AZIZ, A. A., EDWARDS, C. A., LEAN, M. E. J. & CROZIER, A. (1998). Absorption and
excretion of conjugated flavonols, including quercetin-4´-O-beta-glucoside by human
volunteers after the consumption of onions. Free Rad. Res,. 29, 257-269.
AZUMA, K., IPPOUSHI, K., ITO, H., HIGASHIO, H. & TERAO, J. (2002). Combination
of lipids and emulsifiers enhances the absorption of orally administered quercetin in
rats., J. Agric. Food Chem., 50, 1706-1712.
BEHL, C. & MOOSMANN, B. (2002). Oxidative nerve cells death in Alzheimer’s disease
and stroke: Antioxidants as neuroprotective compounds., Biol. Chem., 383, 521-536.
BERHOW, M. A. & VAUGHN, S. F. (1999). Higher plant flavonoids: biosynthesis and
chemical ecology. In: Principles and Practices of Plant Ecology (Dashek, W. V., ed.)
pp. 425-438, CRC Press Inc. , Boca Raton, Florida, USA.
BERNER, W. & KINNE, R. (1976). Transport of p-aminohippuric acid by plasma
membran vesicles isolated from rat kidney cortex., Pflügers Arch., 361, 269-277.
BERTELOT, A. & SEMENZA, G. (1990). Advantages and Limitations of Vesicles for the
Characterization and the Kinetic Analysis of Transport Systems. In: Methods in
Enzymology, Vol. 192, pp 409-437, Academic Press Inc.
BLOCK, G., PATTERSON, B. & SUBAR, A. (1992). Fruit, vegetables and cancer
prevention: a review of the epidemiological evidence. Nutr. Cancer, 18, 1-29.
BORCHERT, H., PFEIFER, S, PFLEGEL, P. (1995). Biopharmazie: Pharmakokinetik-
Bioverfügbarkeit-Biotransfo rmation, 3. Auflage, Ullatein Mosby GmbH & Co. KG,
Berlin, Wiesbaden
BÖHM, H., BOEING, H., HEMPEL, J., RAAB, B. & KROKE, A. (1998). Flavonole,
Flavone und Anthocyane als natürliche Antioxidantien der Nahrung und ihre mögliche
Rolle bei der Prävention chronischer Erkrankungen. Z. Ernährungswiss,. 37, 147-163.
BÖHM, H. (2000). Das Französische Paradoxon-Gesundheit durch Phenole des Weins?
Teil 1: Phenolische Inhaltsstoffe des Weins.., Ernähr. Umsch., 47, 44-49.
BORS, W., HELLER, W., MICHEL, C. & SARAN, M. (1992). Structural principles of
flavonoid antoxidants. Free Radicals and the Liver. (G. Csomós & J. Fehér, eds.) S 77-
95, Springer-Verlag, Berlin.
BORS, W., MICHEL, C. & SCHIKORA, S. (1995). Interaction of flavonoids with
ascorbate and determination of their univalent redox potentials: a pulse radiolysis
study., Free Rad. Biol. Med., 19, 45-52.
BORS, W., HELLER W. & MICHEL C. (1998). The chemistry of flavonoids. In:
Flavonoids in Health and Disease. (Rice-Evans, C. A. & Packer, L., eds.), pp. 111-136;
Marcel Dekker Inc., New York.
8 Literaturverzeichnis 125
BORS, W., MICHEL, C. & STETTMAIER, K. (1997). Antioxidant effects of flavonoids.,
Biofactors, 6, 399-402.
BOULTON, D. W., WALLE, U. K. & WALLE, K. (1998). Extenisve binding of the
bioflavonoid quercetin to human plasma proteins. J. Pharm. Pharmacol,. 50, 243-249.
BOUTIN, J. A., MEUNIER, F., LAMBERT, P.-H., HENNIG, P., BERTIN, D., SERKIZ, B.
& VOLLAND, J.-P. (1993). In vivo and in vitro glucuronidation of the flavonoid
diosmetin in rats. Drug Metab. Dispos,. 21, 1157-1166.
BRAVO, L. (1998). Polyphenols: Chemistry, Dietary Sources, Metabolism and
Nutritional Significance. Nutr. Rev,. 56, 317-333.
BROWN, D. E., RASHOTTE, A. M., MURPHY, A. S., NORMANLY, J., TGUE, B. W.,
PEER, W. A., TAIZ, L. & MUDAY, G. K. (2001). Flavonoids act as negative regulators
of auxin transport in vivo in Arabidopsis., Plant Physiol., 126, 524-535.
CANIVENC-LAVIER, M. C., BENTEJAC, M., MILLER, M. L., LECLERC, J., SIESS, M.
H., LATRUFFE, N. & SUSCHETET, M. (1996A). Differential effect of non-hydroxylated
flavonoids as inducers of cytochrome P4501A and 2B isozymes in rat liver. Toxicol.
Appl. Pharmacol., 136, 348-353.
CANIVENC-LAVIER, VERNEVAUT, M. F., TOTIS, M., SIESS, M. H., MAGDALOU, J. &
SUSCHETET, M. (1996B). Comparative effects of flavonids and model inducers on drugmetabolizing
enzymes in rat liver. Toxicol., 114, 19-27.
CAO, G., SOFIC, E. & PRIOR, R. L. (1997). Antioxidant and prooxidant behavior of
flavonoids: structure-activity relationships. Free Rad. Biol. Med,. 22, 749-760.
CHANDRA, J., SAMALI, A. & ORRENIUS, S. (2000). Triggering and modulation of
apoptosis by oxidative stress. Free Rad. Biol. Med., 29, 323-333.
CHENG, Z., RADOMINSKA-PANDYA, A. & TEPHLY, T. R. (1998). Cloning and
expression of human UDP-glucuronosyltransferase (UGT) 1A8., Archives of
Biochemistry and Biophysics., 356, 301-305.
CHENG, Z., RADOMINSKA-PANDYA, A. & TEPHLY, T. R. (1999). Studies on the
substrate specificity of human intestinal UDP-glucuronosyl transferases 1A8 and 1A10.
Drug Metab. Dispos., 27, 1165-1170.
CHOPRA, M. & THURNHAM, D. I. (1999). Clinical nutrition and metabolism group
symposium on ‘nutrition and antioxidants’: Antioxidants and lipoprotein metabolism.
Proceedings of the Nutrition Society, 58, 663-671.
CHOPRA, M., FRITZSIMONS, P. E. E. , STRAIN, J. J., THURNHAM, D. I. & HOWARD,
A. N. (2000). Nonalcoholicred wine extract and quercetin inhibit LDL oxidation
without affecting plasma antioxidant vitamin and carotenoid concentrations., Clinical
Chemistry, 46:8, 1162-1170.
8 Literaturverzeichnis 126
CHOUDHURY, R., SRAI, S. K., DEBNAM, E. & RICE-EVANS, C. A. (1999). Urinary
excretion of hydroxycinnamates and flavonoids after oral and intravenous
administration. Free Rad. Biol. Med,. 27, 278-286.
CIOLINO, H. P., DASCHNER, D. J. & YEH, G. C. (1999). Dietary flavonols quercetin
and kaempferol are ligands of the aryl hydrocarbon receptor that effect CYP1A1
transcription differentially., Biochem., 340, 715-722.
CLADWELL, J. (1980). Comparative aspects of detoxication in mammals. In: Enzymatic
basis of detoxication (W. B. Jacoby, ed.), 1, pp. 85-114, Academic Press Inc., New
York.
COOK, N. C. & SAMMAN, S. (1996). Flavonoids – Chemistry, metabolism,
cardioprotective effects, and dietary sources. Nutr. Biochem., 7, 66-76.
CRESPY, V., MORAND, C., MANACH, C., BESSON, C., DEMIGNÉ, C. & RÉMÉSY, C.
(1999). Part of quercetin absorbed in the small intestine is conjugated and further
secreted in the intestinal lumen.,Am. J. Physiol., 277, G120-126.
CRESPY, V., MORAND, C., BESSON, C., MANACH, C., DEMIGNÉ, C. & RÉMÉSY, C.
(2001). Comparsion of the intestinal absorption of quercetin, phloretin and their
glucosides in rats., J. Nutr., 131, 2109-2114.
CRESPY, V., APRIKIAN, O., MORAND, C., BESSON, C., MANACH, C., DEMIGNÉ, C. &
RÉMÉSY, C. (2002). Bioavailability of phloretin and phloridzin in rats. J. Nutr., 132,
3227-3230.
CROZIER, A., LEAN, M. E. J., MCDONALD, M.S. & BLACK, C. (1997). Quantitative
analysis of the flavonoid content of commercial tomatoes, onions, lettuce, and celery. J.
Agric. Food Chem., 45, 590-595.
CUNNINGHAM, B. D. M., THREADGILL, M. D., GROUNDWATER, P. W., DALE, I. L. &
HICKMAN, J. A. (1992). Synthesis and biological evaluation of a series of flavones
designed as inhibitors of protein tyrosine kinases., Anti-Cancer Drug Des., 7, 365-384.
DAS, D. K. (1994). Naturally occuring flavonoids: stucture, chemistry, and highperformance
liquid chromatography methods for separation and characterisation. In:
Methods in Enzymology., 234, pp. 410-420, Academic Press Inc., New York.
DA SILVA, E. L., PISKULA, M. K., YAMAMOTO, N., MOON, J-H. & TERAO, J. (1998).
Quercetin metabolites inhibit copper ion-induced lipid peroxidation in rat plasma.,
FEBS Lett., 430, 405-408.
DA SILVA, E. L., ABBALLA, D. S. P. & TERAO, J. (2000). Inhibitory effect of
flavonoids on low-density lipoprotein peroxidation catalysed by mammalian 15-
lipoxygenase. Life, 49, 298-295.
8 Literaturverzeichnis 127
DAY, A. J., DUPONT, M. S., RIDLEY, S., RHODES, M., RHODES, M. J. C., MORGAN,
M. R. A. & WILLIAMSON, G. (1998). Deglycosylation of flavonoid and isoflavonoid
glycosides by human small intestine and liver beta-glucosidase activity. FEBS Letts,.
436, 71-75.
DAY, A. J., CANADA, F. J., DIAZ, J. C., KROON, P. A., MELAUCHLAN, R., FAULDS, C.
B., PLUMB, G. W., MORGAN, M. R. A. & WILLIAMSON, G. (2000). Dietary flavonoid
and isoflavone glycocides are hydrolysed by lactase site of lactase phlorizin hydrolase.,
FEBS Letts., 468, 166-170.
DAY, A.J., BAO, Y., MORGAN, M. R. & WILLIAMSON, G. (2000A). Conjugation
position of quercetin glucuronides and effect on biological activity., Free Rad. Biol.
Med., 29, 1234-1243.
DAY, A. J., MELLON, F., BARRON, D., SARRAZIN, G., MORGAN, M. R. A. &
WILLIAMSON, G. (2001). Human metabolism of dietary flavonoids: identification of
plasma metabolites of quercetin., Free Rad. Res., 35, 941-952.
DEL CASTILLO, J.R., ROBINSON, J.W.L. (1982). The simultaneous preparation of
basolateral and brosh border-vesicles from guinea pig intestinal epithelium and the
determination of orientation of basolateral vesicles. Biochem. Biophys. Acta, 688, 45-
56.
DENG, HAITENG & VAN BERKEL, GARY J. (1998). Electrospray mass spectrometry
and UV / Visible Spectrophotometry studies of aluminum (III)-Flavonoid Complexes. J.
Mass. Spectrom., 33, 1080-1087.
DE VRIES, J. H. M., HOLLMAN, P. C. H., MEYBOOM, S., BUYSMAN, M. N. C. P.,
ZOCK, P. L., VAN STAVEREN, W. A. & KATAN, M. B. (1998). Plasma concentration
and urinary excretion of the antioxidant flavonols quercetin and kaempferol as
biomarkers for dietary intake., Am. J. Clin. Nutr., 68, 60-65.
DERENDORF & GARRETT (1987). Pharmakokinetik-Einführung in die Theorie und
Relevanz für die Arzneimitteltherapie, Stuttgart: Wiss.Verl.-Ges.,pp. 15-17, 57, 65-68
DE VRIES, J. H. M., HOLLMAN, P. C. H., VAN AMERSFOORT, I., OLTHOF, M. R. &
KATAN, M. B. (2001). Red wine is a poor source of bioavailable flavonols in men. J.
Nutr., 131, 745-748.
DONOVAN, J. L., BELL, J. R., KASIM-KARAKAS, S., GERMAN, J. B., WALZEM, R. L.,
HANSEN, R. L. & WATERHOUSE, A. L. (1999). Catechin is present as metabolites in
human plasma after consumption of red wine., J. Nutr., 129, 1662-1668.
DUTHIE, G.G., DUTHIE, S.J., KYLE, J.A.M. (2000). Plant polyphenols in cancer and
heart disease: implications as nutritional antioxidants. Nutrition Research Reviews, 13,
79-106.
8 Literaturverzeichnis 128
ERLUND, I. (2000). Pharmakokinetics of quercetin from quercetin aglycone and rutin in
healthy volunteers. Eur.J.Clin. Pharmacol., 56; 545-553.
FELDMANN, E. B. (1997). How grapefruit juice potentiates drug bioavailability., Nutr.
Rev., 55, 398-400.
FELGINES, C., TEXIER, O., MORAND, C., MANACH, C., SCALBERT, A., REGERAT, F.
& REMESY, C. (2000). Bioavailability of the flavanone naringenin and ist glycosides in
rats., Am. J. Physiol., 279, G1148-1154.)
FERRALI, M., SIGNORINI, C., CACIOTTI, B., SUGHERINI, L., CICCOLI, L.,
GIACHETTI, D. & COMPORTI,M. (1997). Protection against oxidative damage of
erythrocyte membrane by the flavonoid quercetin and its relation to iron chelating
activity. FEBS Lett., 416, 123-129.
FERRIOLA, P. C., CODY, V. & MIDDLETON, E. (1989). Protein kinase C inhibition by
plant flavonoids.,Biochem. Pharmacol., 38, 1617-1624.
FINKEL, T. (1998). Oxygen radicals and signaling. Curr. Opin. Cell Biol., 10, 248-253.
FINKEL, T. & HOLBROOK, N. J. (2000). Oxidants, oxidative stress and the biology of
ageing., Nature, 408, 239-245.
FORMACIA, J.V. & REGELSON, W. (1995). Review of the biology of quercetin and
related bioflavonoids. Fd. Chem. Toxic., 33, 1061-1080.
FRANKEL, E. N., KANNER, J., GERMAN, J. B., PARKS, E. & KINSELLA, J. E. (1993).
Inhibition of oxidation of human low-density lipoprotein by phenolic substances in red
wine., Lancet, 341, 454-457.
GALIJATOVIC, A., WALLE, U. K. & WALLE, T. (2000). Induction of UDPGlucuronosyl-
Transferase by the flavonoids chrysin and quercetin in CaCo-2 cells.,
Pharmaceutical Research, 17, 21-26.
GAMET-PAYRASTRE, L., MANENTI, S., GRATACAP, M. P., TULLIEZ, J., CHAP, H. &
PAYRASTRE, B. (1999). Flavonoids and the inhibition of PKC and PI 3-kinase. Gen.
Pharmacol., 32, 279-2886.
GEE, J. M., DUPONT, M. S., THODES, M. J. C. & JOHNSON, I. T. (1998). Quercetin
glucosides interact with the intestinal Glukose transport pathway. Free Rad. Biol. Med.,
25, 19-25.
GEE, J. M., DUPONT, M. S.,DAY, A. J., PLUMB, G. W., WILLIAMSON, G. &
JOHNSON, I. T. (2000). Intestinal transport of quercetin glycosides in rats involves both
deglycosylation and interaction with hexose transport pathway. J. Nutr., 130, 2765-
2771.
8 Literaturverzeichnis 129
GELEIJNSE, J. M., LAUNER, L. J., HOFMAN, A., POLS, H. A. P. & WITTEMAN, J. C.
M. (1999). Tea flavonoids may protect against atherosclerosis. Arch. Intern. Med., 159,
2170-2174.
GELEIJNSE, J. M., LAUNER, L. J., van der Kuip, D. A. M., Hofman, A. & Witteman,
J., C. M. (2002). Inverse association of tea and flavonoid intakes with incident
myocardial infarction: the Rotterdam study., Am. J.Clin. Nutr., 75, 880-886.
GRAEFE, EVA U., WITTIG, J., MUELLER, S., RIETHLING, A. K., UEHLEKE, B.,
DREWELOW, B., PFORTE, H., JACOBASCH, G., DERENDORF, H. & VEIT, M. (2001).
Pharamkokinetics and bioavailability of quercetin glycosides in humans. J.Clin.
Pharmacol., 41; 492-499
GREY, K.F. (1995). Ten-year retrospective on the antioxidant hypothesis of
arteriosclerosis. J. Nutr. Biochem., 6, 206-236.
GUGLER, R., LESCHIK, M. & DENGLER, H. J. (1975). Disposition of quercetin in man
after single oral and intraveneous doses. Eur. J. Clin. Pharmacol., 9, 229-234.
HALAIHEL, N., GERBAUD, D., VASSEUR, M. & ALVERADO, F. (1999). Heterogeneity
of pig intestinal D-Glukose transpport systems. Am. J. Physiol., 277, C1130-C1141
HÄKKINEN, S. H., KÄRENLAMPI, S. O., HEINONEN, I. M., MYKKÄNEN, H. M.,
TÖRRÖNEN, A. R. (1999). Content of the flavonols quercetin, myricetin, and kämpferol
in 25 edible berries. J. Agric. Food Chem., 47, 2274-2279.
HARBORNE, J. B. & WILLIAMS, C. A. (2000). Advances in flavonoid research since
1992., Phytochemistry, 55, 481-504.
HEILMANN, J. & MERFORT, I. (1998A). Aktueller Kenntnisstand zum Metabolismus
von Flavoonoiden. I. Resorption und Metabolismus von Flavonolen. Pharmazie in
unserer Zeit, 27, 58-65.
HEILMANN, J. & MERFORT, I. (1998B). Aktueller Kenntnisstand zum Metabolismus
von Flavoonoiden. II. Resorption und Metabolismus von Flavonen, Flavanonen,
Flavanen, Proanthocyanidinen und Isoflavonoiden. Pharmazie in unserer Zeit, 27, 173-
183.
HERRMANN, K. (1988). On the occurrence of flavonol and flavone glycosides in
vegetables. Z. Lebensm. Unters. Forsch., 186, 1-5, Springer-Verlag
HERRMANN, K. (1990). Vorkommen und Gehalte der Flavonoide in Obst.
Erwerbsobstbau, 32, 32-37, Verlag Paul Parey, Berlin und Hamburg
HERRMANN, K. (1995). Flavone und Flavonole als wichtige Inhaltsstoffe von
Gewürzen. GORDIAN, 6, 104-107.
8 Literaturverzeichnis 130
HERTOG, M. G. L., HOLLMAN, PETER C.H. & KATAN, M. B. (1992). Content of
potentially anticarcinogenic flavonoids of 28 vegetables and 9 fruits commonly
consumed in the Netherlands. J. Agric. Food Chem., 40, 2379-2383.
HERTOG, M. G. L., HOLLMANN, P. C. H., KATAN, M. B. & KROMHOUT, D. (1993a).
Intake of potentially anticarcinogenic flavonoids and their determinants in adults in the
Netherlands. Nutr. Cancer, 20, 21-29.
HERTOG, M. G. L., HOLLMANN, P. C. H. & VAN DE PUTTE, B. (1993b). Content of
potentially anticarcinogenic flavonoids of tea infusions, wines, and fruit juices. J. Agr.
Food Chem., 41, 1242-1246.
HERTOG, M. G. L., FESKENS, E. J., HOLLMAN, P. C. H., KATAN, M. B. &
KROMHOUT, D. (1993). Dietary antioxidant flavonoids and risk of coronary heart
disease: the Zutphen Elderly Study. Lancet, 342, 1007-1011.
HERTOG, M. G. L., ARAVANIS, C., BLACKBURN, H., BUZINA, R., FIDANZA, F.,
GIAMPAOLI, S., JANSEN, A., MENOTTI, A., NEDELJKOVIC, S., PEKKARINEN, M.,
SIMIC, B. S., TOSHIMA, H., FESKENS, E. J. M., HOLLMANN, P. C. H., KATAN, M. B.
& KROMHOUT, D. (1995). Flavonoid intake and long term risk of coronary heart
diseasa and cancer in the seven countries study. Arch. Intern. Med., 155, 381-386.
HERTOG, M. G. L., KATAN, M. B. (1998). Quercetin in foods, Cardiovascular
desisease, and cancer. In: Flavonoids in Health an disease, (Rice-Evans, C. A., Packer,
L., eds.), (Kapitel 20),pp 447-467, Marcel Dekker, New York.
HIRAYAMA, B. A., LOO, D.D.F. & WRIGHT, E.M. (1994). Protons Drive Sugar
Transport through the Na+/Glukose Cotransporter (SGLT1). J.of Biological Chemistry,
269, 21407-21410
HIRVONEN, T., PIETINEN, P., VIRTANEN, M., OVASKAINEN, M., HÄKKINEN, S.,
ALBANES, D. & VIRTAMO, J. (2001). Intake of Flavonols and Flavones and Risk of
coronary heart disease in male smokers., Epidemiology, 12, 62-67.
HOLLMAN, P. C. H., DE VRIES, J. H. M., VAN LEEUWEN, S. D., MENGELERS, M. J. B.
& KATAN, M. B. (1995). Absorption of dietary quercetin glycosides and quercetin in
healthy ileostomy volunteers. Am. J. Clin. Nutr., 62, 1276-1282.
HOLLMAN, P. C. H., VAN TRIJP, J. H. M., & BUYSMAN, M. N. C. P. (1996A).
Flourescence detection of flavonols in HPLC by postcolumn chelation with aluminium.,
Anal. Chem., 68, 3511-3515.
HOLLMAN, P. C. H., HERTOG, M. G. L. & KATAN, M. B. (1996). Role of dietary
flavonoids in protection against cancer and coronary heart disease., Bioactive
Components of Food, 24, 785-789.
8 Literaturverzeichnis 131
HOLLMAN, P. C. H., VAN TRIJP, J. M. P., BOYSMAN, M. N. C. P., V. D. GAAG, M. S.,
MENGELERS, M. J. B., DE VRIES, J. H. M. & KATAN, M. B. (1997). Relative
bioavailability of the antioxidant flavonid quercetin from various foods in man. FEBS
Lett., 418, 152-156.
HOLLMAN, P. C. H. & KATAN, M. B. (1998). Absorption, metabolism, and
bioavailability of flavonoids. In: Flavonoids in Health an disease, (Rice-Evans, C. A.,
Packer, L., eds.), (Kapitel 22),pp 483-522, Marcel Dekker, New York.
HOLLMAN, PETER C.H., BIJSMAN, MICHEL N.C.P., VAN GAMEREN, YVONNE,
CNOSSEN, ELSE P.J., DE VRIES, JEANNE H.M., KATAN, MARTIJN B. (1999). The sugar
moiety is a major Determinant of the absorption of dietary falvonoid glycosides in man.
Free Rad. Res., 31; 569-573.
HOLLMAN, P. CH. & ARTS, ILJA CW. (2000). Flavonols, flavones and flavanols –
nature, occurrence and dietary burden. J. Sci .Food Agric.,80, 1081-1093.
HOPFER, U. (1987). Membrane transport mechanisms for hexoses and amino acids in
the small instestine. Physiology of the gastrointestinal tract Johnson, L. R. Press, NY, 2,
1499-1526.
HOPFER, U., SIGRIST-NELSON, K.& GROSECLOSE, R. (1976). Jejunal and ileal DGlukose
transport in isolated brush border membranes. Biochim. Biophys. Acta, 426,
349-353.
IOKU, K., PONGPIRIYADACHA, Y, TAKEI, Y, NAKATANI, N. & TERAO J. (1998). ßglucosidase
activity in the rat small intestine toward quercetin monoglucosides. Biosci.
Biotechnol. Biochem., 62, 1428-1431.
ISHIGE, K., SCHUBERT, D. & SAGARA, Y. (2001). Flavonoids protect neuronal cells
from oxidative stress by three distinct mechanisms., Free Rad. Biol. Med., 30, 433-446.
ISHIKAWA, Y. & KITAMURA, M. (2000). Anti—apoptotic effect of quercetin:
Intervention in the JNK- and ERK-mediated apoptotic pathways., Kindney Int., 58,
1078-1087.
IZUM
|
|
83x
|
|