Druck im Yasni Exposé von Wieland von Hodenberg

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Kriege weltweit ächten! Atomwaffen abschaffen! Alle AKW stilllegen!
Homepage: hodenberg.de
Spitzname: "Einstein", Land: Deutschland, Sprache: Deutsch
Ich biete: Friedensaktivist und Autor, auch verantwortl. für Pressearbeit - / Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, Bleiberecht für Flüchtlinge, Schutz für Deserteure vor Verfolgung und Einsatz für die universellen Menschenrechte. Außerdem Liebhaber klassischer Musik, Barockmusik, Jazz und Literatur. Sportlich: Tourenradler mit viel Langstreckenerfahrung - und Frischluftfanatiker!
Wieland von Hodenberg @ Solidarische Hilfe e.V., 28277 Bremen

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Wieland von Hodenberg - Wieland von Hodenberg
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Wieland von Hodenberg - Wieland von Hodenberg
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1167 Informationen zu Wieland von Hodenberg

"Es ist Zeit: Ächtet die Atomwaffen!"

  Bremer Mahnwache am Hiroshima-Tag Friedensreigen und Basteln von Kranichen als Zeichen der Hoffnung Wie jedes Jahr erinnerte eine Mahnwache auf dem Bremer Marktplatz auch dieses Jahr wieder an den US-Einsatz der Atombomben 1945 in Hiroshima und Nagasaki. Etwa 200 Bremerinnen und Bremer hatten sich eingefunden, um dem Motto „Time to go – ban nuclear weapons!“ Ausdruck zu verleihen. 130 Staaten, die Mehrheit der in der UNO zusammengeschlossenen Nationen, haben kürzlich auf einer UNO-Konferenz beschlossen, dass alle Nuklearwaffen abgerüstet werden sollen. Nicht nur alle Atommächte entzogen sich dieser Konferenz, sondern auch die NATO-Länder außer die Niederlande. Dr. med. Lars Pohlmeier, Mitglied der Vereinigung der Ärzte gegen Atomwaffen IPPNW, der die Rede hielt, hat die Nichtteilnahme Deutschlands bedauert und sagte, dass große Anstrengungen notwendig seien, damit unsere Nation sich diesem Vertrag der UNO-Konferenz anschließt. Er sagte wörtlich: „Die vollständige Abschaffung der Atomwaffen ist der einzige Weg, um zu garantieren, dass diese Waffen niemals und unter keinen Umständen mehr eingesetzt werden.“ Als zweite Person sprach der Mediziner Joachim Streicher, auch Mitglied der IPPNW, und berichtete von den Eindrücken seiner Teilnahme an den Protestwochen gegen die in Deutschland lagernden US-Atomwaffen auf dem Militärstützpunkt Büchel. Er sprach von der an sich friedlichen Mosellandschaft, die ständig von den Tornado-Übungsflügen der Bundeswehr gestört wird, mit denen der mögliche Einsatz der Atomwaffen geprobt wird. Ein Höhepunkt der Mahnwache war der Friedensreigen, der nach einem stillen Gedenken unter der Regie von Helene Streicher um das von Blumen gestaltete Peace-Zeichen herum getanzt wurde. Japanerinnen, die in Bremen leben, hatten eine Stellwand aufgerichtet, die nicht nur über die Folgen der damaligen Ereignisse informierte, z.B. mit Fotos über junge Menschen, die durch die Verstrahlung dem Tode geweiht waren, sondern auch über hoffnungsvolle Zeichen, die den Weg zum Einsatz für eine friedliche Zukunft bahnen. So konnten an einem Tisch Kinder und Erwachsene Friedenskraniche basteln, die in Japan unseren Friedenstauben entsprechen. Jens Volker Riechmann las Friedensgedichte u. a. von Ringelnatz und Gerd Semmer. Vom Letzteren ist das Lied: „Gott hat die Bombe nicht gemacht.“ Eva Böller vom Sprecherkreis des Bremer Friedensforums moderierte die Veranstaltung. Text und Fotos: Hartmut Drewes
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 08.08.17  +  

Sendesaal Bremen: Konzerte zur neuen Saison

Wir hoffen, Sie haben den Sommer sonniger verbracht. als er sich im Moment darstellt und begrüßen Sie herzlich zur neuen, mittlerweile bereits neunten Saison, in der wir den Sendesaal nach seiner Rettung  vor dem Abriss betreiben. In der nächsten Woche wird das Programmheft erscheinen, das die über 50 Veranstaltungen des nächsten halben Jahres enthält. Das finden Sie dann überall in der Stadt ausgelegt. Auf Wunsch senden wir es Ihnen aber auch gerne ganz einfach per Post zu. Hier finden Sie jetzt erst einmal vorab schon die Konzerte bis Ende September. Der syrische Poet Adonis eröffnet die Saison bereits am 16. August, der großartige Kontrabassist Renaud Garcia-Fons holt am 24. sein im März veschobenes Konzert nach, und auch das Boston Early Music Festival Ensemble gibt sich die Ehre, bei uns am 31. im Rahmen des Musikfest Bremen eine besondere Matthäus-Passion erklingen zu lassen. Einzelheiten zu diesen und allen weiteren Konzerten finden Sie weiter unten. Es würde mich freuen. Sie bei Ihrem nächsten Konzert im Sendesaal begrüßen zu können. Einstweilen wünsche ich Ihnen noch einen schönen Rest-Sommer Ihr Peter Schulze Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten in diesem Newsletter direkt den Link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Inhalt 16.08. Funun Festival: Adonis - Lyrische Lesung 19.08. Songs & Whispers Special: Simon Hudson (AUS) & Troy Petty (USA) 24.08. Renaud García-Fons Revoir Paris 31.08. »Wortspiel – Das Musik-Gespräch« zur Matthäus-Passion von Johann Sebastiani 31.08. Boston Early Music Festival: Matthäus-Passion (1672) nach Johann Sebastiani 02.09. Bossier Quartet 16.09. CD Präsentationskonzert: Florian Heinisch spielt Sidney Corbett 17.09. residenz@sendesaal: Sarah Christian 22.09. Carolin No - Ehrlich gesagt, die Duo-Show 23.09. Tim MacMillan 24.09. Wolfert Brederode Trio 16.08. Funun Festival: Adonis - Lyrische Lesung Mittwoch, 16. August 2017 | 19:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Ein musikalisch-literarischer Abend beim 2. Funun-Festival mit dem großen syrischen Poeten Adonis Adonis - Rezitation Stephan Weidner - Übersetzungen Taufik Mirkhan - Qanun "Die Poesie hat mich geschaffen, sie ist meine Schöpferin«, sagt der 85-jährige Dichter Adonis heute mit Blick auf die fast schon märchenhafte Geschichte aus seiner Jugend. »Ein einziges Gedicht hat aus mir gemacht, was ich heute bin. Ich bin der Poesie dankbar. Die Poesie ist eine Reise, die mich fortwährend auf weitere Reisen schickt.« Ali Ahmad Said Eber, wie Adonis mit bürgerlichem Namen heißt, wurde 1930 in dem syrischen Dorf Qassabin geboren.  Durch einen glücklichen Zufall konnte Adonis das französische Internat in der Hafenstadt Latakia besuchen. Darauf folgen Abitur und Studium an der philosophischen Fakultät in Damaskus. Seit 1986 lebt und arbeitet er in Paris. Adonis schreibt seit fast 70 Jahren Gedichte und hat sich als Lyriker der arabischen Dichtung weltweit einen Namen gemacht. Für seine lyrische Arbeit erhielt er zahlreiche Preise und gilt schon seit Jahren als Favorit für den Literaturnobelpreis. An diesem Abend wird Adonis uns auf eine lyrische Reise mitnehmen, musikalisch begleitet von Taufik Mirkhan auf dem Qanun. Die deutsche Übersetzung wird von Stephan Weidner gelesen. Veranstalter SEKu e.V. 19.08. Songs & Whispers Special: Simon Hudson (AUS) & Troy Petty (USA) Samstag, 19. August 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 18 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Songs & Whispers Special -Reihe im Sendesaal startet in die Wintersaison 2017 mit Gitarrist und Sing/Songwriter Simon Hudson (AUS) und Troy Petty (USA). Simon Hudson - Gesang, Gitarre Troy Petty - Gesang, Gitarre Simon Hudson (AUS), Gitarrist und Singer/Songwriter aus Melbourne, erschafft mit seiner Musik eine faszinierende Kombination aus originellem Songwriting und funkigen Latin-Rhythmen. Von Worldmusic und Roots bis hin zu Folk ist alles darin zu finden - quasi Weltmusik 2.0. Sein Musikerleben begann bereits in der Kindheit: Ein Freund drückte dem Australier eines Tages eine Gitarre in die Hand und bat Hudson darum, dass er darauf den „Ententanz“ vorspielen solle. In musikalischer Hinsicht deutlich prägender war jedoch der Moment, als ein Schlagzeug Einzug in sein Leben hielt. Damit begann eine Reise in die weite Welt der Percussion inklusive Stationen bei afrikanischen Trommelmeistern, Auftritten bei den olympischen Spielen und mit Tanztruppen in ganz Australien. Mit der Veröffentlichung ihrer EP „Time and Space“ 2012 haben Simon Hudson und seine Band bereits ein außergewöhnliches Talent an Songwriting mit ehrlichen Texten und groovigen Beats bewiesen. Dieser Meinung ist nicht nur die Fachpresse, sondern auch die stetig wachsende Fanbase der Band. Mit ihrer Hilfe hat die Band über die Crowdfunding Plattform „Pozible“ mehr als 10.000$ gesammelt und konnte damit das aktuelle Album „Earthman“ finanzieren. Viele der neuen Songs schrieb Hudson in einer Selbstfindungsphase. Ergebnis dieses Prozesses waren schlussendlich zehn wunderbar authentische Songs, die den Soundtrack zu den unterschiedlichsten Lebenslagen bilden können. Die „Flight of the Earthman“-Tour begann schon 2016 in Australien und Europa und findet nun ihre Fortsetzung. Live ist Hudson– je nach Anforderung – vom Solo-Künstler bis hin zum Roots-Trio unterwegs. Einflüsse: Paul Simon, Carlinhos Brown, Jose Gonzales, Neil Finn, Yo-Yo Ma. The Cat Empire Earthman ist ein richtig gut gemachtes Album, dessen Musik sich irgendwo zwischen entspanntem Soul, Pop und Weltmusik bewegt. Die Qualität der Musik überzeugt. -Polyprisma.de “I just love the vibe that this track has to offer. It’s fulfilling, tuneful, entertaining and uplifting. This song has a lot of soul…” -Do Me A Favour review, ReverbNation www.simonhudson.com.au Troy Petty (USA) Mit einer sanften, doch imposanten Ausdrucksweise und einer Stimme, die an einen nicht ganz so finsteren Brian Molko (Placebo) erinnert, liefert Troy Petty starke Argumente dafür, gegenwärtig einer der dynamischsten Performer zu sein. REM und Placebo gechannelt durch Jeff Buckley, so könnte man seinen Sound charakterisieren. Jedoch lässt sich seiner Musik kein Label auflegen, Pettys Authentizität schwingt in jedem seiner Songs mit. Sein jüngster Streich nennt sich „Departure“ und erzählt von persönlichen und professionellen Turbulenzen und der dadurch gewonnenen Lebenserfahrung. Die Kritiker meinen, seine Lyrics klängen irgendwie weiser und die Musik und Produktion seines neuen Albums muten triumphierend an. „Departure“ handelt vom Loslassen, vom Vertrauen in die eigene Intuition und davon, die eigene Bedeutung von Komfortzone zu finden, so Petty. Sein aktueller Wohnsitz Columbus, Ohio ist auch der Ort, an dem er seinen Sound neu erfunden hat und als Trio bzw. Solo-Künstler, ausgestattet mit Vocal-Effekten und hallenden Akustikgitarren, einen neuen persönlichen Höhepunkt erreicht hat. Das Album „So The Past Shall Pass“ brachte ihm 2001 die Anerkennung des Chicago Magazins und des Kritikers Jim DeRogatis ein. Vier Jahre später erschien das Doppelalbum „Gemini“, das ihm ermöglichte, sowohl eine CD für seine akustische, als auch seine elektronische Seite, zu veröffentlichen. 2012 gründete er das Kurzzeitprojekt „The Last Dark Show“, mit dem er seinen Umzug nach Columbus einleitete. „Departure“ erscheint als Extended Edition untel dem Titel „DepartureS“ am 28.7.2017 auf dem Bremer Label „SONGS & WHISPERS“. “Through stories of survival, escape, redemption and regret, tunesmith Troy Petty pens lyrics that sting as well as soothe atop a flawless mix of Indie and polished alternative pop.” - Jim Hanke, Forest Bride PR “Love at first listen. What an incredible talent.” - Jer, Sleeping Bag Studios “Departure is an EP that manages to get the balance between strife, melancholy and hope right. Petty’s music is a timestamp to the struggles and changes he was going through and there is genuine honesty throughout that can’t be manufactured.” -  Matt Jensen, The Even Ground www.troypettymusic.com Eine Veranstaltung von Songs & Whispers   24.08. Renaud García-Fons Revoir Paris Donnerstag, 24. August 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der phänomenale Kontrabassist Renaud García-Fons besinnt sich mit seinem neuen Projekt Revoir Paris auf die Klänge seiner Heimatstadt. Er holt nun sein bereits für März angekündigtes Konzert nach, das seinerzeit aus Krankheitsgründen veschoben werden musste. Bereits erworbene Karten behalten für dieses Konzert ihre Gültigkeit. Revoir Paris Renaud García-Fons - Kontrabass  Stephan Caracci - Vibraphon, Perkussion David Ventitucci - Akkordeon „Das gibt es nicht gar zu oft, dass einem nach wenigen Tönen schon das Herz aufgeht und dieses Gefühl anhält – je länger, je lieber.“ (Jazzthing über “Silk Moon”) Der „Paganini des Kontrabass“, Renaud García-Fons, zählt zu den außergewöhnlichsten Musikern der Jazz- und Weltmusikszene. Als einer der virtuosesten Kontrabassisten der Gegenwart übertrifft der Franzose „auf dem Fünfsaiter […] alles, was im Jazz bis dato […] möglich schien“ (Jazz-Lexikon 2002). Er verfügt auch in höchsten Lagen über eine perfekte Intonation: Sein Anspruch, im Grunde „auf dem Bass singen” zu wollen, ließ ihn eine beispiellose Virtuosität erlangen und zur Weltspitze aufsteigen. Ein herkömmlicher Kontrabass genügte seinen Ansprüchen hierfür bald nicht mehr: „Schon früh fügte ich eine hohe fünfte Saite hinzu um den Tonumfang zu vervollständigen“, erläutert der Ausnahmemusiker. Seine musikalische Suche ließ ihn immer mit neuen Klängen experimentieren. Die Karriere in der internationalen Szene bildet den Boden für seine eigenen Kreationen, in denen er die „unüberwindlichen Grenzen“ der verschiedenartigen Musik überwindet. Von syrischer Musik über den Flamenco und andalusische Weltmusik nimmt García-Fons Strömungen der verschiedensten Richtungen in sich auf und kehrt dabei doch immer wieder zum Jazz zurück: „Meine Einflüsse erstrecken sich von diversen Richtungen traditioneller Musik bis zur Klassik. Ich habe das tiefe Empfinden, dass es nur eine Musik gibt. Die Musik ist wie ein Diamant und jede ihrer Facetten nur eine andere Brechung des Lichtes in diesem Stein.“ 2009 wurde er mit dem Solo Performing Award der International Society of Bassists (USA) ausgezeichnet, 2010 erhielt er den deutschen Echo Jazz-Preis in der Kategorie Bester Internationaler Instrumentalist (Kategorie Kontrabass) für sein Album „La Línea del Sur“. Daneben veröffentlichte er seit 1992 zwölf Alben, zuletzt „Beyond the Double Bass” (2013) und „Silk Moon“ (2014). Letzteres nahm Renaud Garcìa-Fons gemeinsam mit dem Streichlautenspieler Derya Türkan auf. Ein kongeniales Duo, das eine „leidenschaftliche, imaginäre Folklore zwischen Bosporus und Mittelmeer“ (Badische Zeitung) erschafft. Mit seinem neuestes Projekt besinnt er sich jedoch zurück auf seinen eigenen Wurzeln: Mit David Ventucci (Akkordeon) und Stephan Caracci (Vibraphon und Drums) schafft er mit „Revoir Paris“ eine tiefempfundene Hommage an seine Heimatstadt. „Revoir Paris“ ist García-Fons ganz persönliche Ode an das Paris, das er liebt, das Paris der Träume, voller musikalischer Einflüsse des französischen Chansons, des Gypsy-Jazz, der großen französischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, aber auch dem Schmelztiegel zahlreicher Kulturen. All seine musikalischen Reisen durch die Welt führen ihn zurück zu dem enormen Reichtum und Vielfalt der Musik seiner Heimatstadt, dem einzigartigen Kontrast von Alt und Neu, was sich doch vereint. Eine traumhafte, gefühlvolle Reise, bei der wir Renaud García-Fons ganz persönlich begleiten dürfen… 31.08. »Wortspiel – Das Musik-Gespräch« zur Matthäus-Passion von Johann Sebastiani Donnerstag, 31. August 2017 | 18:00 Uhr | Tickets 12 Euro (ermäßigt 9,60 Euro) Kombi-Ticket mit Konzert um 20 Uhr: 33 Euro (ermäßigt 26,40 Euro)
 Hier geht es zu den online-Tickets Eine Einführung von Christoph Schmitz (Deutschlandfunk) mit den Musikern des Boston Early Music Festival Chamber & Vocal Ensemble zur Matthäus-Passion von Johann Sebastiani. Das Werk wird anschließend im Sendesaaal Bremen präsentiert werden. An jedem zweiten Mittwoch im Monat widmet sich im Deutschlandfunk die Sendung »Spielweisen« dem »Wortspiel – Das Musik-Gespräch«. Boston Early Music Festival Chamber & Vocal Ensemble
 Christoph Schmitz Moderation Programm:
 »Wortspiel – Das Musik-Gespräch« zur Matthäus-Passion von Johann Sebastiani

 Das »Wortspiel« möchte die Klanglandschaft einer Komposition erkunden. Im Gespräch mit den Musikern an den Instrumenten wird dem Publikum vorgestellt, wie der Komponist sein Werk »gebaut« und seine Themen und Motive, Spannungsbögen und Höhepunkte entwickelt hat. Christoph Schmitz, Abteilungsleiter Musik beim Deutschlandfunk, spricht mit Instrumentalisten und Sängern des Boston Early Music Festival Chamber & Vocal Ensembles, die mit zahlreichen Musikbeispielen versehen die Matthäus-Passion von Johann Sebastiani vorstellen und dem Geist des Werkes auf die Spur kommen.

 Eine Veranstaltung vom Musikfest Bremen in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk Sendetermin Mittwoch, den 11. Oktober 2017, um 22:05 Uhr im Deutschlandfunk 31.08. Boston Early Music Festival: Matthäus-Passion (1672) nach Johann Sebastiani Mittwoch, 31. Mai 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro) Kombi-Ticket mit »Wortspiel – Das Musik-Gespräch« um 18 Uhr: 33 Euro (ermäßigt 26,40 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Boston Early Music Festival Chamber & Vocal Ensemble kehrt für dieses Musikfestkonzert in seine europäische home base, den Sendesaal zurück. Boston Early Music Festival Chamber & Vocal Ensemble
 Colin Balzer - Tenor (Evangelist)
 Stephen Stubbs und Paul O'Dette - Theorbe und Leitung Programm:
 Matthäus-Passion (1672) nach Johann Sebastiani Johann Sebastiani – mit seinem Namen werden wohl nur wenige ausgewiesene Musikliebhaber etwas anfangen können. 1622 in Weimar geboren, hat er einen großen Teil seines Lebens in Königsberg verbracht, wo er um 1650 eintraf und später zum Hofkapellmeister berufen wurde. Neben zig Gelegenheitskompositionen schuf er 1672 auch eine »Matthäus-Passion« – eine willkommene Ergänzung unseres Bildes von der lutherischen Kirchenmusik, mit der sich die Lücke der Passionsvertonungen zwischen Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach schließt. Stephen Stubbs und Paul O'Dette sowie ihr Boston Early Music Festival Chamber & Vocal Ensemble werden Bremen in bester Erinnerung haben, haben sie doch schon mehrfach im Sendesaal aufgenommen und für ihre Einspielung von Marc-Antoine Charpentiers Barockoper »La Descente d’Orphée aux Enfers« 2015 einen Grammy Award gewonnen. Mit Johann Sebastianis »Matthäus-Passion« erinnern sie nun an die große Tradition des Königsberger Musikschaffens mit Sebastiani als einem seiner Hauptvertreter.



 Eine Veranstaltung vom Musikfest Bremen 02.09. Bossier Quartet Samstag, 02. September 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Quartett des belgischen Klarinettisten Jaan Bossier nimmt sich in seinem neuen Programm der sephardischen Musik und des Flamenco an. Bossier Quartet Jaan Bossier - Klarinette, Arrangements Florian Peelmann - Bratsche Gwen Cresens - Akkordeon Axel Ruge - Kontrabass Special Guest: Amparo Cortés - Flamenco-Gesang Das Bossier Quartet spielt Musik die sich von verschiedenen Quellen inspirieren lässt,  sich verwandelt und entwickelt zu einem höchstpersönlichen Stil, zusammengestellt und komponiert vom Leiter und Klarinettisten Jaan Bossier. Spannend und gut gelaunt gibt Jaan Bossier mit seinen Moderationen Einblicke in das Programm. Beschwingt und mitreißend nehmen der Klarinettist und sein Ensemble das Publikum mit ins musikalische Sentiment. Die vier Musiker stammen aus namhaften Orchestern wie dem Lucerne Festival Orchestra, dem Mahler Chamber Orchestra, dem WDR Sinfonieorchester oder dem Ensemble Modern. Eine Prägung, die sich nicht zuletzt in der Qualität der Darbietungen niederschlägt. 15 Canciones Populares Antiguas: Klänge aus dem Süden. Musik steigt auf aus Poesie. Kaum ein anderes Instrument kommt dem lebendigen Lachen und Weinen der menschlichen Stimme so nah, wie die Klarinette. Im neuen Programm des Bossier Quartets  steht die Leidenschaft des spanischen Dichters Federico García Lorca für den Flamenco im Mittelpunkt. Lorca, der auch ein begabter Pianist war, hatte die Flamenco-Sängerin La Argentinita in andalusischen Bars am Klavier begleitet. Ihre Auftritte waren legendär und wurden 1931 auf einer Schallplatte verewigt. In dieser überschwänglichen und gefühlsbeladenen Zeit ist die Sammlung „15 Canciones Populares Antiguas“ entstanden - eine Fundgrube der Inspiration für Jaan Bossier. Die alten Volkslieder und vergessenen sephardischen Melodien werden im Duktus der Klezmerklarinette zu neuem Leben erweckt. 16.09. CD Präsentationskonzert: Florian Heinisch spielt Sidney Corbett Samstag, 16. September 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der Pianist Florian Heinisch nahm 2016 im Sendesaal seine erste CD mit Werken des amerikanischen Komponisten Sidney Corbett auf, die er, ergänzt um die Bagatellen op.126 von Ludwig van Beethoven, in diesem Konzert präsentieren wird. Florian Heinisch - Klavier Ludwig van Beethoven (1770-1827): Bagatelle op 126 Nr. 1 - Andante con moto Sidney Corbett (geb. 1960): Obèlisque polonaise Ludwig van Beethoven: Bagatelle op 126 Nr. 2 - Allegro Sidney Corbett: Oversexed and underfucked Ludwig van Beethoven: Bagatelle op 126 Nr. 3 - Andante Ludwig van Beethoven: Bagatelle op 126 Nr. 4 - Presto Sidney Corbett: Yorick's Skull Ludwig van Beethoven: Bagatelle op 126 Nr. 5 - Quasi allegretto Sidney Corbett: Postscript (to an unsent letter) Ludwig van Beethoven: Bagatelle op 126 Nr. 6 - Andante amabile e con moto - Tempo I Der Pianist Florian Heinisch (*Eisenach 1990) hat sich in den letzten Jahren als einer der markantesten und individuellsten unter den herausragenden jungen deutschen Pianisten etabliert und steuert derzeit auf eine wunderbare musikalische Karriere zu  - hierzu trug auch die an den 1943 ermordeten Pianisten Karlrobert Kreiten erinnernde Konzertreihe "Das Ungespielte Konzert" bei, die ihm 2016 bundesweite, außerordentliche Anerkennung bescherte und ihn auch in den Sendesaal führte. Florian studiert nach glanzvollem Master-Abschluss derzeit im Sonderstudiengang "Konzertexamen" bei Sontraud Seidel in Karlsruhe. Ein besonderes Augenmerk richtet er auf die Neue und neueste Musik. Mit dem bedeutenden amerikanischen Komponisten und Professor an der Mannheimer Musikhochschule Sidney Corbett (*Chicago 1960), der in den Achtzigerjahren bei György  Ligeti in Hamburg studierte, verbindet Florian Heinisch bereits eine mehrjährige Zusammenarbeit - diese führte im Sommer 2016 zu seiner ersten CD "Postscript" mit sechs Kompositionen Sidney Corbetts aus den Jahren 2004-2015, die im Sendesaal aufgenommen wurde. In diesem CD-Präsentationskonzert wird Florian Heinisch seine CD vorstellen - aber in einem typischen "Heinisch-Programm" werden vier Werke Corbetts im Wechsel mit den 6 Bagatellen op. 126 von Beethoven erklingen. Sidney Corbett wird selbst anwesend sein und im Gespräch über seine Musik, seine Zusammenarbeit mit Florian Heinisch und sein Wirken als Komponist sprechen. 17.09. residenz@sendesaal: Sarah Christian Sonntag, 17. September 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 30 Euro (ermäßigt 20 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Sarah Christian, Konzertmeisterin bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, hat im Sendesaal ihre erste eigene CD produziert, die sie in diesem Konzert vorstellen wird. Sarah Christian - Violine Lilit Grigorian - Piano Programm: Witold Lutoslawski : Partita Sergei Prokofiev: Sonate Nr. 1 f-Moll op. 80 Jörg Widmann: Etüde Nr. 2 für Violine Solo Franz Schubert: Fantasie in C-Dur D934 Sarah Christian, geboren in Augsburg, absolvierte ihr Studium bei Antje  Weithaas  an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Von 2013 bis 2016 hatte sie dort auch einen Lehrauftrag als ihre Assistentin inne. Ihren ersten Studienabschnitt bei Igor Ozim an der Universität Mozarteum Salzburg schloss sie im Alter von 20 Jahren mit höchster Auszeichnung ab. Wichtige musikalische Anstöße erhielt sie in Meisterkursen bei Thomas Brandis, Donald Weilerstein, Rainer Schmidt, Maxim Vengerov und bei Miriam Fried. Internationale  Erfolge  feierte  Sarah  Christian  als  Preisträgerin  zahlreicher  Wettbewerbe.  Zuletzt wurde  sie  2013  beim  Internationalen  Violinwettbewerb  „Michael  Hill“  in  Auckland /Neuseeland mit  einem  2.  Preis und dem  Kammermusikpreis ausgezeichnet. Sie ist Preisträgerin des „Louis Spohr“-  Wettbewerbs und Gewinnerin des internationalen Violinwettbewerbs  „Kocian“  in Tschechien. Es folgten Preise bei den Violinwettbewerben „Henri Marteau“, bei dem sie zusätzlich den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von W.A.Mozart erhielt, sowie beim Wettbewerb der  Kulturstiftung Hohenlohe in  „Kloster  Schöntal“. Hier ist ebenfalls ein Sonderpreis für das virtuose Werk zu erwähnen. Beim "Johannes Brahms"- Wettbewerb in Österreich erspielte sie sich einen Ersten Preis. Die Stiftung Mozarteum übergab der Preisträgerin anlässlich des 10. Wettbewerbs „W.A.Mozart“ in Salzburg den Förderpreis für die jüngste  Finalistin.  2008 wurde sie mit dem „Best string player of the year“ Award sowie der Yehudi Menuhin Medaille der Universität Mozarteum Salzburg ausgezeichnet.  Sie gewann  den  Violinwettbewerb  „Szymon  Goldberg“  in Meissen und wurde mit der „Szymon Goldberg“ Medaille als Gesamtsiegerin geehrt. Anfang 2012 erspielte sie sich beim „Mendelssohn-Bartholdy“ Wettbewerb in Berlin den 1. Preis sowie den Preis  der  Freunde  Junger Musiker. Sarah  Christian legt besonderen Wert auf ihre kammermusikalische Ausbildung und Entwicklung. Impulsgebend war dafür auch die Zusammenarbeit mit dem Hagen  Quartett.  2010 spielte sie sich beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn im Fach Duo Violine/Klavier ins Finale und wurde als  Stipendiatin  in  die  „Bundesauswahl  Konzerte  Junger  Künstler“  aufgenommen.  Bei  den  Festivals  Spannungen  in Heimbach und den Schwetzinger Festspiele spielte  sie mit u.a. Lars Vogt, Jörg Widmann, Tanja Tetzlaff. 2015 fand zum ersten Mal ihre Kammermusikreihe Freistil in Augsburg statt, die sie als künstlerische Leiterin gemeinsam mit dem Cellisten  Maximilian  Hornung initiiert hat und betreut. Konzerte führten sie bereits in viele Länder Europas, nach China, Japan, Südamerika und die USA führte. Sie spielt als Solistin u.a. mit dem „Via Nova“ Chor München, mit den Philharmonien Hermannstadt und Timisoara/ Rumänien, der Bayerischen Kammerphilharmonie,  der  Camerata Salzburg, der Auckland Philharmonie, dem Sinfonieorchester Klagenfurt, der Deutschen Kammerphilharmonie  Bremen u.a. Seit 2013 ist sie 1.  Konzertmeisterin  der  „Deutschen  Kammerphilharmonie“  Bremen.  Neben Projekten mit renommierten Dirigenten und Solisten genießt sie vor allem auch die Möglichkeit immer wieder selbst vom Pult aus zu leiten. In dieser Position hat sie sich bereits einen Namen gemacht und ist regelmäßig zu Gast bei anderen Orchestern wie zum Beispiel dem „Deutschen Sinfonieorchester“ Berlin, dem BBC Symphony Orchestra oder der Kammerakademie Potsdam. Ihre Debüt CD nahm sie im Sendesaal auf. Sie ist soeben am 2. Juni erschienen bei GENUIN und wird in diesem Konzert präsentiert. Lilit Grigoryan wurde 1985 in Jerewan (Armenien) geboren und erhielt im Alter von sieben Jahren in der Musikschule Al. Spendiaryan bei Arkuhi Harutyunyan ihren ersten Klavierunterricht. Ihre Ausbildung absolvierte sie zu erst am staatlichen Konservatorium Komitas (bei Prof. Sergey Sarajyan) und dann an der Hochschule für Musik und Theater Rostock in der Klasse von Prof. Matthias Kirschnereit. Lilit war auch Residenzkünstlerin an der Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Belgien, unter der Leitung von Maria-Joao Pires.  Lilit Grigoryan ist mehrfache Preisträgerin bei internationalen Wettbewerben. 2008 erhielt sie den renommierten Kulturpreis des armenischen Präsidenten sowie Preise der Russischen Föderation und der Stadt Jerewan. Sie gastierte bei internationalen Musikfestivals, u.a. beim Schleswig-Holstein Festival, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, Gezeitenkonzerten, beim Young Euro Classics und Kultursommer Nordhessen, beim Auvers-sur-Oise und Menton Festival in Frankreich, beim Verbier und Montreux-Vevey Festival in der Schweiz und beim Festival Midi-Minimes in Belgien. Lilit Grigoryan konzertierte bereits in 27 Ländern weltweit. Klavierabende führten sie in bedeutende Säle wie das Konzerthaus Berlin, Laeiszhalle Hamburg, Philharmonie Essen, Concertgebouw Amsterdam, Salle Cortot und Cité de la musique in Paris, BOZAR und Flagey in Brüssel, Steinway Hallen in New York, London und Hamburg. Als Solistin trat sie mit verschiedenen großen Orchestern auf, u. a. mit der Sinfonia Varsovia, dem Gulbenkian Orchestra, dem Königlichen Philharmonischen Orchester Liège, der Norddeutsche Philharmonie, dem Armenischen Philharmonischen Orchester, dem Wallonischen Königlichen Kammerorchester, der European Camerata. Lilit Grigoryan wurde als Stipendiatin von der Deutschen Stiftung Musikleben und von der Horst-Rahe-Stiftung unterstützt. Einige ihre Konzerte wurden von Deutschlandradio, NDR Kultur, Radio France, France 3, Musique 3 und Public Radio of Armenia aufgezeichnet. 22.09. Carolin No - Ehrlich gesagt, die Duo-Show Freitag, 22. September 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die sympatischen Singersongwriter Carolin No aus Süddeutschland sind diesmal ganz ohne Band, einfach nur im Duo im Sendesaal zu hören. Ehrlich gesagt-Tour 2017 Carolin Obieglo - Gesang Andy Obieglo - Keyboards, Gitarre »Ehrlich gesagt hab ich schon lange nichts mehr ehrlich gesagt und daran was zu ändern ehrlich gesagt kontinuierlich vertagt …« Die Songs von Carolin No berühren. Sie beobachten, beglücken, beschwingen. Sie beschönigen nicht, strahlen aber immer Zuversicht aus – nicht auf laute Art und doch so kraftvoll, niemals angepasst und doch so zeitgemäß. 2007 debütierte das Singer-Songwriter-Duo mit seinem ersten Studioalbum. Heute, zehn Jahre, über ein Dutzend Alben und Hunderte Konzerte später, präsentieren Carolin und Andreas Obieglo mit »Ehrlich gesagt« ihr neues, wie immer in Eigenregie produziertes und einmal mehr überraschendes Studioalbum. Leichtfüßig und mit abenteuerlicher Spielfreude überspringt das Musiker-Ehepaar, das nach Stationen in Berlin und den USA heute fernab der Metropolen seine Songs schreibt, auch auf dem neuen Album die Genre-Grenzen. Als Chronisten des Alltags – des bunten genauso wie auch des grauen – fangen die beiden Multiinstrumentalisten und Songwriter Momente ein und übersetzen diese in Töne. Sie erzählen Geschichten mit ihren Liedern und feiern den Augenblick. Gerne lässt man sich von dieser Musik berühren und verzaubern, denn sie ist, ehrlich gesagt, sehr besonders. »Carolin No machen nicht nur außergewöhnliche Musik, sie haben auch etwas zu sagen.« Mainpost Würzburg »Immer treffen Caro und Andis Lieder mitten ins Herz, ohne dass der Verstand still steht. Ganz selten kann ein Konzert die Besucher so nachhaltig staunen lassen wie dieses.« Aachener Zeitung »Atemberaubend gut!« Weser-ITH News 23.09. Tim MacMillan Samstag, 23. September 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der australische Ausnahme-Gitarrist Tim McMillan diesmal im Duo mit der Geigerin Rachel Snow. Tim McMillan - Gitarre, Gesang Rachel Snow - Violine. Gesang Tim McMillan aus Melbourne, Australien, ist ein abtrünniger Durchschnittsbürger und ein ganz und gar einzigartiger Musiker. Er präsentiert seine virtuosen akustischen Fähigkeiten in nahezu athletischen Gitarrenkniffen und einem scharfsinnigen und melodischen Songwriting. Musiker werden gerne einem bestimmten Genre zugeordnet. In einer Schublade verstaut und bei Bedarf wieder herausgeholt. Doch für Tim McMillan passt keine Schublade. Er ist überall und doch nirgendwo einzuordnen. Tim McMillan vereint eine Vielzahl von Stilen: Folk, Jazz, Klassik, Blues und eine gesunde Prise Heavy Metal beeinflussen seine Musik. Der Gitarrist versteht es nicht nur, die Genre-Grenzen zu sprengen. Er ist auf seinem Instrument ein Virtuose, ein Ausnahmekönner. "Goblincore“ (Goblin bedeutet Kobold) würde der Australier auf seine Schublade schreiben. Die Bezeichnung hat er sich selbst ausgedacht für das ungezähmte, fantastische Element seiner Musik. Seine lebendigen Auftritte, sein Sinn für Humor und seine Fähigkeit das Publikum zu begeistern haben ihn zu einem beliebten Live-Künstler gemacht. In seinem Heimatland Australien hat Tim zahlreiche Preise gewonnen, unter anderem den Maton Young Guitarist of the Year und Cole Clark & Ben Harper Guitar Award als bester Instrumentalist. Tim McMillan wird auf dieser Tournee mit Rachel Snow aus Melbourne sein neues Album „Hiraeth“  präsentieren. Das orientiert sich an früheren Werken und Veröffentlichungen. Die lyrischen Inhalte bleiben dabei wie gewohnt rätselhaft und lassen Raum für Interpretation. Der Gesang (oftmals mehrstimmig) fügt sich weich in die gitarrenorientierten Klänge ein. Seine souveräne Virtuosität erlaubt ihm Erkundungsflüge von Jazz bis Folk, von Heavy Metal bis Flamenco. Bei Tim McMíllan ist es schier unmöglich, beim ersten Durchlauf die Facetten und musikalischen Ebenen der Kompositionen auch nur zu erahnen. Denen jedoch, die bei der ersten Begegnung in abwehrende Ehrfurcht versinken, sei versichert: Aus dem Staunen wird sich schnell Begeisterung entwickeln. 24.09. Wolfert Brederode Trio Sonntag, 24. September 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das neue Trio des sensiblen holländischen Pianisten Wolfert Brederode kommt erstmals in den Sendesaal. Mitschnitt Deutschlandfunk Kultur Wolfert Brederode Trio Wolfert Brederode - Piano Gulli Gudmundsson - Kontrabass Jasper van Hulten - Schlagzeug Wolfert Brederode wurde 1974 bei Den Haag geboren. Seit 1996 hat er sich als Musiker und Komponist zu einer der prominentesten und authentischen Persönlichkeiten der jüngeren holländischen Jazz-Generation entwickelt. Seine Offenheit für unterschiedlichste Musik und sein beständiges Suchen nach neuen Herausforderungen charakterisieren seine Musik. Wolfert Brederode hat u.a. mit Dave Liebman, Arve Henriksen, Yuri Honing, Harry Sokal, Eric Vloeimans, Trygve Seim, Cristina Branco und der Amsterdam Sinfonietta gearbeitet. Tourneen führten ihn nicht nur durch ganz Europa sondern auch nach Afrika, Japan und Südamerika. Seit 2014 spielt er im Trio mit Gulli Gudmundsson und Jasper van Hulten. 2016 erschien bei ECM die CD Black Ice.
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yasni 02.08.17  +  

G20 -- Krass und bitter !

Die krassen und bitteren Bilder vom G20-Gipfel in Hamburg schwirren uns noch immer durch den Kopf. Und schwierige Fragen. Ist es angesichts der massiven Gewalt noch richtig, Politik und Polizei dafür zu rügen, dass sie bereits im Vorfeld das Versammlungsrecht massiv eingeschränkt haben? Oder müssen Protestbewegungen nicht erst einmal viel klarer Nein zur Gewalt sagen? War es richtig, den G20-Gipfel zu begrüßen, wenn so wenig rauskam? Oder ist der G20-Beschluss zum Klima nicht doch einiges wert? Langsam ordnen sich unsere Gedanken, und wir möchten sie mit Ihnen teilen. Wie sehr gewaltsamer Protest unserem Anliegen schadet, das haben uns die letzten Tage in Hamburg noch einmal gezeigt: Die inhaltliche Kritik am G20-Gipfel verschwand völlig hinter der Debatte um gewaltsame Auseinandersetzungen. Mit Gewalt erreicht man nicht die Herzen der Menschen, sondern bringt sie gegen sich auf. Wer Autos anzündet und Polizist/innen attackiert, wer marodierend alles kurz und klein schlägt und Geschäfte plündert, der sabotiert und diskreditiert das Engagement zehntausender Menschen, die ihre Kritik friedlich an der Politik der G20 äußern.[1] Das ist anmaßend. Das ist dumm. Das ist kriminell. Und braucht eine klare Ansage: Mit uns habt ihr nichts gemein. Die Rauchschwaden über Hamburg helfen vor allem Angela Merkel. Links von ihr legen Vermummte alles in Schutt und Asche, rechts von ihr verbreiten Autokraten Angst und Schrecken – und sie kann sich inszenieren als diejenige, die im Sturm noch Sicherheit bietet. So gewinnt man Wahlen. Für Kritik bleibt dann kein Raum: Wie katastrophal Merkels ideologische Sparpolitik für Griechenland und Co. sich auf Europa auswirkt. Wie doppelbödig ihre Klimapolitik ist, wenn sie daheim Kohlekraftwerke munter weiter laufen lässt. Wie sie Politikverdrossenheit fördert, indem sie jede politische Auseinandersetzung einschläfert. Wir wissen nicht, wer sich alles schwarz vermummte, und etliche waren vielleicht schlicht kriminelle Hooligans. Das ist ein Grund mehr, endlich das Geschwurbel mancher Organisatoren des Protests zu beenden, die sich vor einer klaren Distanzierung von Gewalt drücken.[2] Es reicht nicht, wenn sich jetzt einige von „sinnloser Zerstörung“[3] distanzieren oder von einer „Form von Militanz, die sich an sich selbst berauscht hat“.[4] Das impliziert ja, dass es in einer parlamentarischen Demokratie sinnvolle Militanz und Zerstörung gäbe. Auch Fehlverhalten der Polizei rechtfertigt in keinster Weise tätliche Angriffe auf Polizist/innen und Vandalismus. Die Ursachen für das Ausmaß der Gewalt sind aber auch woanders zu suchen: bei den politisch Verantwortlichen für den Polizeieinsatz – bei Angela Merkel, bei Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und auch bei den Grünen, die so tun, als wären sie gar nicht Teil des Senats.[5] Viele Berichte belegen: Statt besonnen und verhältnismäßig vorzugehen, hat die Polizei schon im Vorfeld des Gipfels Auseinandersetzungen provoziert und trat immer wieder martialisch auf.[6] Als dann die Ausschreitungen während des Gipfels eskalierten, war sie völlig überfordert. Ausgerechnet ein bekannter Hardliner, Hartmut Dudde, wurde vom rot-grünen Senat zum Einsatzleiter der Polizei ernannt. Schon mehrmals haben Gerichte ihm Verstöße gegen geltendes Recht attestiert.[7] Hinzu kommt, wie massiv das Versammlungsrecht ausgehebelt wurde, ein Grundpfeiler einer lebendigen und streitbaren Demokratie. Demos pauschal auf 38 Quadratkilometer untersagen.[8] Der Versuch, Camps für Demonstrant/innen generell zu verbieten.[9] Das ist eines Rechtsstaats unwürdig. Wer Trump, Putin und Erdogan, wer Autokraten und Antidemokraten zu sich einlädt, der sollte ihnen sagen: Schaut her, bei uns werden Demos nicht verboten. Hier werden friedliche Demonstranten nicht verprügelt – auch wenn wir wehrhaft gegen Gewalttäter vorgehen. Für uns sind Grundrechte das höchste Gut – und wir sind stolz darauf. Wie soll nach den Tagen von Hamburg eine Bundesregierung noch Erdogan und Putin kritisieren, wenn sie auf friedliche Demonstrant/innen einschlagen lassen? Beide werden diebische Freude an den Bildern von Hamburg haben. Leider stößt das Aushöhlen des Versammlungsrechts und das in etlichen Situationen unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei jenseits der Linkspartei auf wenig Widerspruch. Wo ist die scharfe Kritik einer Katrin Göring-Eckardt, eines Cem Özdemir oder einer Simone Peter von den Grünen, die sonst um keinen Tweet verlegen sind? Wo intervenieren Bürgerrechtler der SPD? Alle auf Tauchstation.[10] Und Olaf Scholz kommt zum irritierend pauschalen Urteil, die Polizei habe alles richtig gemacht.[11] Heribert Prantl, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, schreibt: „Die Hamburger Polizei hat die Demonstranten in toto als Gegner betrachtet, die man wegschieben muss[...]; die Hamburger Polizei – gemeint ist die politische Führung und die Einsatzleitung, nicht die zwanzigtausend Einsatzkräfte – hat schon im Vorfeld allein auf paramilitärische Taktiken gesetzt. Das war, das ist so von gestern wie die Politik von Herrn Trump.“ Ein so klares Statement hätte man sich auch von SPD und Grünen gewünscht.[12] Bewusst haben wir als Campact uns nicht der plakativen Botschaft „No G20“ angeschlossen. Gerade in so krisenhaften Zeiten wie den jetzigen halten wir es für zentral, dass Staatschefs miteinander reden. Gleichzeitig kritisierten wir im Bündnis mit Gewerkschaften, Umwelt- und Eine-Welt-Organisationen scharf die Politik der G20, besonders beim Klimaschutz und der Handelspolitik. Mit 25.000 Menschen demonstrierten wir im Vorfeld des Gipfels und forderten eine ganz andere Politik.[13] Unsere Protestwelle prägte die Abendnachrichten und Schlagzeilen der großen Zeitungen. Tausende Menschen am Ufer, hunderte auf Kanus, Flößen und allem, was schwimmt, boten ein buntes und friedliches Bild des Protests.[14] Die beeindruckende Großdemo mit 75.000 Menschen gegen G20 zum Ende des Gipfels wurde hingegen in den Medien von der Gewaltdebatte und den Bildern der Staatschefs ziemlich überdeckt. Doch was kam raus beim G20, beim Klimaschutz, bei der Handelspolitik? Beim Klimaschutz mehr als zu befürchten war. Trump wurde für seine Abkehr vom Pariser Klimavertrag klar isoliert. Ihm gelang es nicht, eine Koalition der Unwilligen zu formen – mit Russland, Saudi-Arabien, der Türkei, Kanada. Die Gipfelerklärung unterzeichneten alle Staaten außer den USA. Nach dem Gipfel machte allerdings Recep Erdogan einen Rückzieher.[15] Somit steht es jetzt immerhin 18:2. Die USA bekamen dafür die Erlaubnis, anderen Ländern zu helfen „einen Zugang zu fossilen Energien zu bekommen und sie sauberer und effizienter zu nutzen“.[16] Nicht schön, aber so läuft Gipfeldiplomatie. Der Beschluss der G20 ist in Zeiten von Trump ein wichtiger Erfolg. Gleichzeitig ist der G20-Beschluss viel zu wenig: Wenn Trump beim Klimaschutz die Bremse durchtritt, hätten die 18 anderen den Turbogang einlegen müssen. Gerade erst haben namhafte Klimaforscher gewarnt: Wenn die Menschheit die weltweite Erwärmung auf 1,5 bis 2 Grad begrenzen will, darf sie nur noch 600 Gigatonnen CO2 ausstoßen.[17] Derzeit liegen wir bei jährlich 40 Gigatonnen. Sprich: Fangen wir nicht an, massiv einzusparen, haben wir bereits in 15 Jahren alles CO2 in die Atmosphäre geblasen, das die Menschheit noch ausstoßen darf. Als „Klimakanzlerin“ wäre es beim G20 an Angela Merkel gewesen, mutig voranzuschreiten und den Turbogang einzulegen: indem sie endlich für Deutschland den Kohleausstieg verkündet. Doch Mut passt nicht zu Merkel. Beim Welthandel einigten sich die G20 immerhin auf ein klares Bekenntnis gegen Protektionismus.[18] Die Grenzen hochziehen – wie Trump es im Wahlkampf ankündigte – wäre fatal. Doch die G20 propagieren die falsche Alternative: noch mehr Handelsabkommen à la TTIP und CETA. Was wir brauchen sind Abkommen, die Konzernen Regeln verordnen. Verbraucher/innen-Rechte stärken. Umweltgesetze schützen. Arbeitnehmer-Standards ausbauen. Doch nichts gab’s. Die G20 bleiben in Hamburg auf stramm neoliberalem Kurs.Ein klares und trauriges Zeichen für diesen Kurs: In Brüssel wurde letzten Donnerstag symbolisch vor dem G20-Gipfel eine Grundsatzvereinbarung für JEFTA unterzeichnet, das EU-Handelsabkommen mit Japan.[19] Es würde ein Drittel der globalen Wirtschaftsleistung umfassen. JEFTA wäre das neue TTIP: Wieder wird geheim verhandelt. Wieder gibt es eine private Paralleljustiz für Konzerne. Wieder wird das Vorsorgeprinzip, der Grundpfeiler des europäischen Verbraucherschutzes, untergraben. Wie geht es jetzt weiter? G20 zeigt: Es stehen zwei große politische Auseinandersetzungen an. Das ist einmal JEFTA. Bis darüber endgültig entschieden wird, müssen wir das bislang im Geheimen verhandelte Abkommen gesamtgesellschaftlich bekannt machen. So, wie wir es schon zusammen mit unseren Partner/innen bei TTIP und CETA geschafft haben. Ein erster Erfolg: Schon 310.000 Menschen haben unseren Appell gegen das Abkommen unterzeichnet. Die zweite dicke Entscheidung ist der Kohleausstieg. Während der Koalitionsvertrag einer neuen Bundesregierung ausgehandelt wird, findet Anfang November in Bonn der nächste Weltklimagipfel statt. Für uns eine große Chance, einer neuen Regierung den Ausstieg aus der Kohle abzuringen. Zum Auftakt des Klimagipfels planen wir zusammen mit unseren Partner/innen eine Großaktion mit vielen tausenden Menschen. Am gleichen Wochenende wollen die Aktivist/innen von EndeGelände symbolisch die Bagger im Rheinischen Kohlerevier anhalten. Wir finden: eine mutige Aktion des Zivilen Ungehorsams. Denn sie ist vorher öffentlich angekündigt und gewaltfrei. Sie weist mit einer symbolischen Regelverletzung auf einen massiven Missstand hin, da andere legale Protestformen nichts gebracht haben. JEFTA zu stoppen, den Kohleausstieg durchzusetzen und rund um die Bundestagswahl für progressive Politik zu streiten – das werden die Schwerpunkte unserer Arbeit in den nächsten Monaten sein. Wir setzen darauf, Sie dabei an unserer Seite zu haben. Denn so bitter die Bilder der Gewalt in Hamburg auch waren – wir erinnern uns auch an viele andere Eindrücke. Singende und tanzende Menschen. Eine Binnenalster voller Gummiboote, Kajaks und selbst gebauten Flößen. Etliche urige Schilder und Protestbanner. Kinder, die Seifenblasen durch Hamburgs Straßen pusten und alte Freunde, die sich unverhofft auf einer gemeinsamen Demonstration treffen. Auch das sind starke Bilder – Bilder, die bleiben. Mit herzlichen GrüßenChristoph Bautz und Felix Kolb, Vorstand Campact PS: Sie würden gerne diesen Text kommentieren? Und erfahren, was andere Campact-Aktive zum G20-Gipfel denken? Hier können Sie zu diesem Text Ihre Meinung schreiben... [1] „Randalierer verwüsten Schanzenviertel“, Zeit Online, 8. Juli 2017 [2] „‘Ein abgebranntes Auto ist immer noch Sachbeschädigung’“, Zeit Online, 27. April 2017 [3] „Attac lehnt sinnlose Zerstörung ab“, Attac.de, 8. Juli 2017 [4] „Entsetzen über Krawalle in der Schanze“, NDR.de, 8. Juli 2017 [5] „Hamburger Grüne auf Tauchstation“, taz.de, 11. Julie 2017 [6] „Krawall in Hamburg“, Deutschlandfunk, 6. Juli 2017 [7] „Warum Hamburgs Polizei-Einsatzleiter polarisiert“, Süddeutsche Zeitung, 8. Juli 2017 [8] „Allgemeinverfügung“, Freie und Hansestadt Hamburg, 1. Juni 2017 [9] „Polizei verbietet Übernachtungen in Camp“, Handelsblatt, 2. Juli 2017 [10] „‘Das ist politische Feigheit’“, taz.de, 6. Juli 2017 [11] „Scholz lobt ‘heldenhafte’ Arbeit der Polizei“, NDR.de, 9. Juli 2017 [12] „Grundrechte sind kein abstrakter Kokolores“, Süddeutsche Zeitung, 9. Juli 2017 [13] Website der G20-Protestwelle, www.g20-protestwelle.de[14] „Anti-Randal-Auftakt in Hamburg“, Süddeutsche Zeitung, 2. Juli 2017 [15] „Erdogan stellt Klimavertrag infrage“, tagesschau.de, 8. Juli 2017 [16] „G20 Germany 2017. Erklärung der Staats- und Regierungschefs“ [17] „Three years to safeguard our climate“, nature-Magazin, 28. Juni 2017 [18] „Handelskrieg vertagt“, Spiegel Online, 8. Juli 2017 [19] „Pünktlich zum Gipfel auf JEFTA verständigt“, tagesschau.de, 6. Juli 2017
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yasni 12.07.17  +  

Die "Blöd"-Zeitung erreicht das Rentenalter

Die "Bild" sei "eine große Kanone, die man verantwortungsvoll handhaben muss", sagte der Publizist Stefan Aust vor fünf Jahren, das sich der Geburtstag des Blattes zum 60. Mal jährte. Diese Bemerkung umreißt trefflich Chancen und Risiken eines bunten, lauten und penetranten Organs, das Axel Springer aus "gedruckte Antwort auf das Fernsehen" verstanden wissen wollte - und das heute als stilbildend für die Rhetorik des multimedialen Zeitalters gelten darf. Kein Wunder, dass "Bild" in der Meinungsbranche Pflichtlektüre ist.
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yasni 25.06.17  +  

Streit um Agenda 2010: SPD will nicht an Grundpfeilern rütteln

Nach der harschen Kritik der Kanzlerin stellen die Sozialdemokraten klar: Die wichtigsten Säulen der Agenda 2010 bleiben. "Das ist keine Abkehr, sondern eine Korrektur", erklärt SPD-Generalsekretärin Barley. Und Martin Schulz zitiert einen Prediger. Teilen Twittern Teilen Seite versenden Seite drucken Zur Startseite Die SPD will die Agenda 2010 in Teilen nachbessern, aber nach Angaben von Spitzenpolitikern nicht an den Grundpfeilern der Reform aus dem Jahr 2003 rütteln. "Das ist keine Abkehr, sondern eine Korrektur", sagte Generalsekretärin Katarina Barley im ZDF zu Ankündigungen von Kanzlerkandidat Martin Schulz. Sie widersprach damit Kritik aus der Union, die SPD wolle die Agenda 2010 weitgehend rückgängig machen. Es gehe etwa um die Abschaffung sachgrundloser Befristungen und eine längere Bezugsdauer für das Arbeitslosengeld I, sagte Barley. Auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil sagte, die Kernelemente der Agenda stünden überhaupt nicht zur Diskussion. "Die wichtigsten Säulen dieses Konzepts, die sind völlig unstrittig." Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die SPD-Debatte über ein Abrücken von der Agenda 2010 am Wochenende kritisiert. Schulz selbst verteidigte in einem Interview der Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) die von ihm beabsichtigten Reformen, ohne aber Details zu nennen. "Alles hat seine Zeit, hat schon der Prediger Salomon gesagt", erklärte er. 2003 habe es in Deutschland fast fünf Millionen Arbeitslose gegeben, heute gebe es Rekordbeschäftigung und Fachkräftemangel."Die Arbeitsmarktpolitik muss immer an die aktuelle Situation angepasst werden." Agenda ist "nicht in Stein gehauen"
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yasni 07.06.17  +  

"Keine Killerdrohnen, auch nicht unter Wasser!"

Protest gegen die weltweit größte Waffenmesse für den Unterwasserkrieg in Bremen Mehr als 80 Unternehmen, darunter Bremer Rüstungsfirmen wie Friedrich Lürssen und Atlas Electronic Defence, bieten in Bremen ihre mörderische Technik an. Eröffnet wurde die Messe vom Inspekteur der Deutschen Marine, Vizeadmiral Andreas Krause. Dagegen protestierten das Bremer Friedensforum und andere Antikriegsorganisationen mit einer Kundgebung unweit der Messehallen. Etwa 80 Bürgerinnen und Bürger aus den verschiedensten Stadtteilen hatten sich trotz der Gewitterschwüle eingefunden, um ihrem Unmut über diese Messe Ausdruck zu verleihen. Eingeleitet wurde die Kundgebung von dem Musikensemble „Rotes Krokodil“, das mit mehreren Beiträgen gleich viel Schwung brachte. Prof. Dr. Hans-Jörg Kreowski, von der Universität Bremen, Mitglied des „Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung“ und des Bremer „Cyberpeace-Teams“, der die ganze Kundgebung moderierte, stellte die Messe für „Undersea Defence Technology (UDT) und die Gefahren, die von dieser dort angebotenen Technik ausgehen, vor. Außerdem sprachen die Bremer Rüstungsexpertin Andrea Kolling zur Werbung der Rüstungsexporte in Bremen, Michael Ahlmann, ehemaliger Betriebsrat, von der Notwendigkeit der Rüstungskonversion, Norbert Schepers von der Rosa Luxemburg-Stiftung über die Gefahren unbemannter Technologie im Krieg, Birgit Ahlmann, ehemalige Betriebsrätin, über Arbeitsplätze, die von Rüstung und Militär abhängig sind, und Günter Matthiessen über autonome Unterwasserfahrzeuge, die sinnvoll für Umwelt-Technologie und –Forschung eingesetzt werden können. Zum Schluss sprach Eva Böller, Sprecherin des Bremer Friedensforums. Sie endete mit den Forderungen: Abbau statt Steigerung der Militärausgaben Ächtung von UDT-Waffen wie sie auch bei biologischen und chemischen erreicht wurde Einhaltung der Zivilklausel an den Bremer Hochschulen und der Universität Bremen Wir brauchen nicht mehr Geld für Rüstung und Militär, sondern für Arbeitsplätze im Bereich neue Energien, Klimaschutz, Umwelt, Soziales, Gesundheit, Bildung und gegen den Hunger von Millionen in der Welt. Das Ensemble „Rotes Krokodil“, das zwischen den Wortbeiträgen immer wieder aufgetreten war, stimmte zum Schluss „We shall overcome“ mit der Aufforderung an, mit einzustimmen. Der Protest fand in den Medien ein großes Echo. (Übernahme von der Website des Bremer Friedensforums)
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yasni 07.06.17  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im Februar

Liebe Freunde des Sendesaales, das neue Programmheft, das die Veranstaltungen im Sendesaal bis Ende Juni enthält, ist jetzt endlich erhältlich. Die Veranstaltungen stehen jetzt auch online auf unserer website, d.h. Sie können dort bequem die Tickets online buchen. Sie werden dabei feststellen, dass wir die Preise für die Konzerte erhöht haben, sie liegen jetzt in der Regel bei 25€ (ermäßigt 15€). Dies dient dem Wohle der auftretenden Künstler und der langfristigen Sicherung des Sendesaales, den wir ja ohne öffentliche Mittel betreiben. Anliegend finden Sie das Programm für Februar, das gleich losgeht mit den Musikern des Boston Early Music Festivals, die ja hier seit Jahren auch ihre CDs produzieren und sich so manchen Preis verdient haben, u.a. 2015 einen Grammy. Bei ihrem Konzert am 5. Februar bekommen sie "live und in Farbe" den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik verliehen für die Oper Niobe von Agostino Steffani. Und arte concerts ist dabei, wenn die Bostoner neu aufgefundene Gesangs-Duette von Steffani präsentieren, die sie gerade für ihre neue CD bei uns aufnehmen. Karten hierfür und für sämtliche weiteren Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Ich hoffe Sie bei dem einen oder anderen Konzert zu sehen und sende Ihnen für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze   Inhalt 05.02. Boston Early Music Festival Chamber Ensemble 12.02. release concert: Salaputia Brass 15.02. residenz@sendesaal: Finnische Impressionen 16.02. ADHD 18.02. Eva Klesse Quartett 19.02. Max und Alexander Baillie 23.02. Ola Onabulé Solokonzert 26.02. Camerata Instrumentale 05.02. Boston Early Music Festival Chamber Ensemble Sonntag, 05. Februar 2017 | 18:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Grammy-Gewinner zurück im Sendesaal Nach dem umjubelten Konzert 2013 ist das Boston Early Music Festival Ensemble wieder da: Mit einem Kammerensemble und wiedergefundenen Gesangsduetten von „Liebe und Leidenschaft" des barocken Opernkomponisten Agostino Steffani (1653-1728). Und mit einem Novum für den Sendesaal: Für die preisgekrönte letzte hier produzierte CD "Niobe" wird live der Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik überreicht. BESETZUNG Amanda Forsythe – Sopran Emöke Barath – Sopran Colin Balzer – Tenor Christian Immler – Bariton Boston Early Music Festival Chamber Ensemble Paul O’Dette – Theorbe Stephen Stubbs – Barockgitarre Maxine Eilander – Barockharfe Luca Guglielmi – Cembalo Phoebe Carrai – Violoncello Erin Headley - Viola da gamba Leitung: Paul O´Dette und Stephen Stubbs PROGRAMM: Kammerduette von Liebe und Leidenschaft Agostino Steffani (1653-1728): Tengo per infallibile (Duett für Sopran und Bass) Francesco Corbetta (1615-1681): Sinfonia à due für Gitarre & Continuo Agostino Steffani: Quanto care al cor (Duett für zwei Soprane) Girolamo Frescobaldi (1583-1643): Ciacona für Harfe und Continuo Agostino Steffani: E perchè non m’uccidete (Duett für Sopran und Tenor) Georg Friedrich Händel (1685-1759): Sonata Larghetto HWV 580 / Capriccio HWV 483 / Minuet HWV 434/4 Agostino Steffani: Su, ferisci, alato arciero (Duett für zwei Soprane) Verleihung des Jahrespreises der Deutschen Schallplattenkritik 2015 / Kategorie Oper Die Laudatio hält Bjørn Woll , Juror des PDSK Agostino Steffani: Occhi belli (Duett für Sopran und Tenor) Giovanni Girolamo Kapsberger (1580-1651): Toccata für Theorbe Agostino Steffani: Dir che giovi al mal d’amore (Duett für Sopran und Bass) Agostino Steffani: Gelosia (Duett für Sopran und Tenor) Georg Friedrich Händel: Col partir la bella clori für Viola da gamba Agostino Steffani: Fulminate (Duett für Sopran und Bass) Im Jahr 2015 gewann das Boston Early Music Festival Ensemble mit einer CD-Aufnahme unter Beteiligung von Radio Bremen einen der begehrten "GRAMMYs" in Los Angeles. Im exklusiven Sendesaal-Konzert werden neu ausgegrabene Gesangsduette des barocken Opernkomponisten Agostino Steffani aufgeführt, und wieder bringen die Bostoner dafür einige ihrer auserlesenen Sänger mit, die von der großartigen "NIOBE"-Aufführung im Sendesaal in 2013 in bester Erinnerung sind. Hinzu tritt als Neuentdeckung die junge ungarische Sopranistin Emöke Barath, die regelmäßig in namhaften europäischen Barockensembles u.a. neben Valer Sabadus und Karina Gauvin konzertiert. Ein Essay des englischen Musikologen Colin Timms über die Vorbildfunktion Steffanis für die Kompositionen Georg Friedrich Händels gab den Impuls zu diesem neuen Projekt. In den Kammerduetten setzt Steffani die zu Liebe und Leidenschaft gehörenden Zutaten wie Eifersucht, Wut und Sehnsucht in Klangillustrationen von hoher Komplexität um. Die Gesangssolisten des Abends genießen alle ein großes internationales Renommée und sind bereits an namhaften Opernhäusern wie Covent Garden in London, Théatre des Champs-Elysées in Paris, dem Theater in Wien und an der Bayerischen Staatsoper in München aufgetreten. Sie arbeiten mit Dirigenten wie John Eliot Gardiner, Marc Minkowski, Marcus Creed und Alan Curtis zusammen. Das Boston Early Music Festival sieht es als seine Aufgabe an, einige zu Unrecht vergessenen Komponisten und ihre Werke wieder ins richtige Licht zu setzen. So hat das Bostoner Ensemble inzwischen mit etlichen CD-Aufnahmen von wiederentdeckten Barockopern die wichtigsten europäischen und amerikanischen Preise errungen. Auch die CD-Aufnahme der Oper "Niobe, Regina di Tebe" von Agostino Steffani wurde mit etlichen internationalen Auszeichnungen bedacht, darunter mit dem Echo Klassik sowie mit dem Jahrespreis 2015 der Deutschen Schallplattenkritik, der als einer der wichtigsten unabhängigen Kritikerpreise weltweit gilt. Die Verleihung dieses Preises findet im Rahmen dieses Konzerts auf der Bühne des Sendesaales Bremen statt. www.bemf.org Radio Bremen Nordwestradio zeichnet das Konzert auf und sendet es am 25. März in der Sendung "Nordwestradio in concert". Eine Kooperation mit Radio Bremen/Nordwestradio 12.02. release concert: Salaputia Brass Sonntag, 12. Februar 2017 | 18:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Erfolgsgeschichte des Blechbläserensembles Salaputia Brass begann 2007 mit dem Gewinn des 1. Preises beim Bundeswettbewerb von "Jugend musiziert", damals noch als Quintett. Jetzt begeistern sie zu zehnt das Publikum mit jugendlicher Leichtigkeit, großer Professionalität und Spielwitz. Zu ihrem ersten Konzert im Sendesaal bringen sie die hier produzierte CD "Sounds of Evolution" mit. Salaputia Brass: Anton Borderieux, Markus Czieharz, Peter Dörpinghaus, Jonathan Müller, Lukas Reiß - Trompete Felix Baur - Horn Aaron Außenhofer-Stilz, Felix Eckert, Philip Pineda Resch - Posaune Jonas Burow - Bassposaune Joel Zimmermann - Tuba Severin Stitzenberger - Schlagzeug Programm: Musik von Claudio Monteverdi, Giovanni Gabrieli, George Gershwin, Toru Takemitsu, Duke Ellington sowie Arrangements von Boris Netsvetaev und Peter Dörpinghaus Im Bundesjugendorchester kennengelernt, gründete sich „Salaputia Brass“ 2007 zunächst als Quintett, um bei „Jugend Musiziert“ teilzunehmen. Mit einem 1. Preis auf Bundesebene begann die Erfolgsgeschichte des Ensembles, die sich beim Internationalen Wettbewerb für Blechbläserensembles Passau, bei dem sie als Preisträger hervorgingen, fortsetzte. Darüber hinaus sind sie Stipendiaten der „Erwin-Fricke-Stiftung“ und der renommierten „Deutschen Stiftung Musikleben“. Eine rege Konzerttätigkeit führte das Quintett durch ganz Deutschland, u. a. zum Schleswig-Holstein Musikfestival, aber auch nach Mexiko-City und Washington D.C., wo sie die Verleihung des Eric-M.-Warburg-Preises an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel umrahmten. Mit Freunden aus dem Bundesjugendorchester wurde 2011 das Quintett zu einem Dezett mit Schlagzeug erweitert. Gleich im ersten Jahr produzierten beide Besetzungen die gemeinsame CD „Sinfonietta“. Es folgten Konzerttourneen und Auftritte in ganz Deutschland, u.a. konzertierten sie beim Mozartfest Würzburg, den Klosterkonzerten Preetz und der Laeiszhalle Hamburg. Mittlerweile spielen viele Mitglieder in bedeutenden deutschen Kulturorchestern an führenden Positionen, wie dem Gewandhausorchester zu Leipzig, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, dem Gürzenichorchester Köln, dem Konzerthausorchester Berlin oder den Augsburger Philharmonikern. Die Saison 2015/16 stand ganz im Zeichen gleich zweier CD-Produktionen. Erst im Herbst 2016 wurde die zweite CD des jungen Ensembles „Sounds of Evolution“ bei „audite“ veröffentlicht und das nächste Projekt mit dem internationalen Trompetensolisten und Jazzsänger Jeroen Berwaerts wird Anfang 2017 veröffentlicht werden. Eine Veranstaltung von Salaputia Brass 15.02. residenz@sendesaal: Finnische Impressionen Mittwoch, 15. Febuar 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 30 Euro (ermäßigt 20 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets In diesem residenz@sendesaal Konzert widmen sich Tanja Tetzlaff und Gunilla Süssmann dem kürzlich verstorbenen finnischen Komponisten Einojuhani Rautavaara. residenz@sendesaal: "finnische Impressionen" Tanja Tetzlaff - Violoncello Gunilla Süssmann - Piano Einojuhani Rautavaara: Sonaten  für Cello und Klavier Nr. 1 und 2 Sonate für Cello Solo und weitere Werke Jean Sibelius: Malinconia und andere Werke für Cello und Klavier "Als das finnische Label "Ondine" Tanja Tetzlaff und Gunilla Süssmann  fragte, ob sie eine CD mit den Duo- und Solowerken von Einojuhani Rautavaara aufnehmen wollten, waren sie begeistert - der vor kurzem fast achtzigjährig verstorbene Rautavaara war wohl der bekannteste zeitgenössische Komponist Finnlands. Die stilistisch sehr unterschiedlichen Werke werden als Abschluss der Produktionstage Werken einer anderen von uns geliebten Größe gegenübergestellt: Jean Sibelius,  so dass wir gemeinsam mit Ihnen ganz in die faszinierende Klangwelt des Nordens eintauchen können." Tanja Tetzlaff & Florian Donderer 16.02. ADHD Donnerstag, 16. Februar 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Nach Babypause zurück im Sendesaal: ADHD, die sanften Wikinger aus Island. ADHD Óskar Gudjonsson - Saxofon Ómar  Gudjonsson - Gitarre Davíð Þór Jónsson - Piano, Hammondorgel Magnús Trygvason Eliassen - Schlagzeug Lebenskurven verlaufen unterschiedlich. Auf einer Insel wie Island, auf der nicht nur jeder Einwohner fast jeden anderen Einwohner kennt, sondern jeder Musiker, egal welchen Genres, schon mal mit jedem anderen Musiker, egal welchen anderen Genres, gespielt hat, entfalten sich Lebenskurven ganz anders als an einem multiplen Ort wie Deutschland. Die vierköpfige Band ADHD kommt aus Island. Ihre bisherigen fünf CDs waren Sinnbilder für die unendlichen Weiten des hohen Nordens, dessen freie Sichtachsen höchstens von Vulkanen unterbrochen werden, deren Namen nicht einmal geübte Nachrichtensprecher problemfrei über die Lippen bekommen. Island – ein Land der Extreme. Zu diesen Extremen gehört eben auch eine extrem hohe Musikerdichte, gemessen an der Gesamtbevölkerung. Eine Dichte, die auf kurz oder lang Reibung verursacht. Das Motto von ADHD könnte lauten: „We are family“! Die Musiker kennen sich schon seit ihrer Kindheit. Mehr als alles andere sind sie Freunde, die gemeinsam durch Dick und Dünn gehen. Genau genommen sind sie der kreative Kern einer großen Familie, zu der auch alle anderen Mitglieder – Frauen, Kinder, Freunde, Verwandte, Gleichgesinnte – dieses verschworenen Stammes gehören. Immer was los im Hause ADHD. Diese Suche nach dem gemeinsamen Punkt in der Konzentration der Weite macht die vier Wikinger zu einer unverwechselbaren Einheit. Obgleich die instrumentalen Zuständigkeiten zwischen den Mitgliedern klar verteilt sind, geht es doch immer um den kollektiven Sound, der wiederum so kompakt ist, dass sich das Kollektive in einem unteilbaren Ganzen auflöst. Sie sind eine Band, in der sich die vier Extremisten ausleben können, aber komplett ohne rituelle Muskelspielereien auskommen. Heute klingen die Isländer rauer und direkter als je zuvor. In das zentrale ADHD-Motiv Frieden mischen sich Anklänge von urbaner Wut und Unnachgiebigkeit. Die Musiker führen das auf den Umstand zurück, dass alle vier Bandmitglieder mittlerweile Väter sind, was die gemeinsame Family Affair nochmal mehr in den Mittelpunkt rückt. „Wir wissen inzwischen, worum es im Leben geht. Das schlägt sich in unserer Musik wieder.“ ADHD leugnen keineswegs ihre Wurzeln im Jazz. Improvisation und das spontane Reagieren auf den Augenblick sind immer noch wesentliche Komponenten in ihrer Musik. Doch Musiker von einer Insel, auf der nur 300.000 Menschen leben, müssen vielseitig aufgestellt sein. Insofern leugnen sie überhaupt nichts, sondern öffnen alle Türen, lassen alles zu, was sie auch in anderen Kontexten musikalisch umtreibt. Mit jedem Album, das sie herausbringen, steigern sie die radikale Bewusstheit, mit der sie diese ebenso monolithische wie holistische Musik spielen, und gehen aufs Ganze. Auf ihrem neuen Album„6“, das sie bei dieser Tournee im Gepäck haben, lassen sie vollends alle Regeln und Rücksichten hinter sich und gelangen an einen Punkt, an dem es nur noch um ein unmittelbares Ausleben ihrer selbst im Klang geht. Jeder für sich und alle gemeinsam. 18.02. Eva Klesse Quartett Samstag, 18. Februar 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Quartett der jungen Schlagzeugerin Eva Klesse, das 2015 den ECHO Jazz erhielt und in diesem Jahr bei der jazzahead! einen showcase spielen wird. Hier schon mmal vorab im Sendesaal. Eva Klesse Quartett Evgeny Ring - Saxophon Philip Frischkorn - Klavier Robert Lucaciu - Kontrabass Eva Klesse - Schlagzeug Eva Klesse, geboren 1986 in Werl (NRW), begann ihre schlagzeugerische Ausbildung mit 11 Jahren. Sie studierte das Fach Jazzschlagzeug an den Musikhochschulen Leipzig, Weimar und Paris, und beendete 2013 ihr Studium in Leipzig mit zweifachem Diplom (künstlerisch/pädagogisch) mit Auszeichnung. Von 2014 bis 2016 erhielt sie ein Stipendium des DAAD für ein Studium an der New York University, welches sie im Mai 2016 mit einem Master of Music abschloss. Zur Zeit ist Eva Klesse in einem Meisterklassestudium an der HMT Leipzig immatrikuliert; ihre wichtigsten Lehrer in den letzten Jahren waren und sind u.a. Heinrich Köbberling, Richie Beirach und Ari Hoenig. Eva ist als Musikerin in zahlreichen Projekten tätig, aktuell u.a. in der Jorinde Jelen Band, im Julia Hülsmann Oktett, im Trio No Kissing sowie im Eva Klesse Quartett, für welches sie auch als Komponistin wirkt.
 Konzertreisen führten sie u.a. in die USA, nach Chile, Frankreich, Tschechien und China.
 Mit dem seit Januar 2013 bestehenden Quartett, das Sie an diesem Abend hören werden, spielte sie zahlreiche Konzerte, u.a. bei namhaften Festivals wie dem Berliner Jazzfest, den Leipziger und Dortmunder Jazztagen und machte mehrere Rundfunkaufnahmen (NDR, WDR, BR, Deutschlandfunk). Im Oktober 2014 erschien das Debütalbum XENON bei enja Records, welches mit dem Echo Jazz 2015 in der Kategorie „Newcomer des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Evgeny Ring wurde 1987 in Rostow am Don (Russland) geboren. Im Alter von 7 Jahren begann er seine musikalische Ausbildung am Saxophon in der Kim Nazaretow-Kinder-Jazzschule und spielte dort auch in der Children’s Bigband unter der Leitung von Andrey Machnew. Im Oktober 2007 zog Evgeny nach Leipzig, wo er Saxophon an der Hochschule für Musik und Theater studierte. Hier erhielt er Unterricht bei Uwe Plath, Johannes Enders, Richie Beirach und anderen. Im Laufe der Jahre hat Evgeny in verschiedenen Projekten mitgewirkt (z.B. Evgeny Ring Quartet, East West European Jazz Orchestra, Big Jazz Thing, Spielvereinigung Sued, Eva Klesse Quartett). Des Weiteren hat Evgeny an vielen Wettbewerben erfolgreich teilgenommen, so gewann er unter anderem den Russischen Jazz Award 2007. Mit seinem Quartett gewann Evgeny Preise beim „Internationalen Jazzpreis Burghausen“ und beim „Jazzwettbewerb Hoeilaart Belgien“. Philip Frischkorn, geboren 1989 in München, begann mit 6 Jahren Klavier zu spielen. Durch seine Brüder, die beide Streichinstrumente spielen, kam er früh in Kontakt mit klassischer Kammermusik. Als Begleiter nahm er an verschieden "Jugend Musiziert" Wettbewerben teil. Mit Jazz beschäftigte er sich zunächst autodidaktisch. Nach seinem Wechsel auf das musisch geprägte Pestalozzi Gymnasium in München hatte er sowohl Jazzklavier-, als auch Theorie- und Arrangementunterricht. In dieser Zeit fing er verstärkt an zu komponieren und zu arrangieren. 2009 begann Philip ein Philosophiestudium in Berlin. Dort hatte er Jazzklavierunterricht bei Larry Porter. Von 2010 bis 2014 studiert er in der Klasse von Prof. Richie Beirach Jazzklavier an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Bei Prof. Michael Wollny hat er seinen Master gemacht. 2014 hat er mit der Band Trio.Diktion den Leipziger  Jazznachwuchspreis gewonnen. Robert Lucaciu kommt aus einem deutsch-rumänischen Musikerhaushalt und ist besonders mit klassischer Musik sozialisiert. Die Ausbildung am Violoncello, das frühe Singen in Chören und das viele Hören von Kammermusik, sakraler Chormusik und Volksliedern prägte sein musikalisches Profil. In Abgrenzung zu seinem Elternhaus hat er seine eigene Musiksprache im Jazz, neuer Musik und freier Improvisation gefunden. Zusammenarbeit mit Achim Kaufmann, Hayden Chisholm, Jürgen Friedrich, Uli Kempendorff, Richie Beirach, Dave Liebman, Johannes Enders u.v.a. Konzertreisen in Deutschland, Österreich, Belgien, Schweiz, Finnland, Tschechien, Großbritannien, Lettland, Frankreich, Portugal und den USA. „...was die Schlagzeugerin Eva Klesse und ihr Team entwickeln, [...] ist in sich reife, klug durchdachte und zugleich empathisch gespielte Musik.“ (Audio) 19.02. Max und Alexander Baillie Sonntag, 19. Februar 2017 | 18:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Fast ein Familienkonzert. Die Familie des Cellisten Alexander Baillie kann mühelos ganze Kammermusikbesetzungen stellen. Hier sind es Vater und Sohn Max. Max Baillie - Violine Alexander Baillie - Violoncello Programm: Bohuslav Martinu:  Duo No.1 für Violine und Violoncello (Paris 1927) Johann Sebastian Bach: Partita No 2 in d-moll für Violine Solo BWV 1004 Johann Sebastian Bach:  Suite für Cello Solo No.5 in c-moll BWV 1011 Zoltan Kodaly:  Duo für Violine und Violoncello Op.7 (Budapest 1914) Sohn Max Baillie ist gleichermassen zu Hause auf Violine und Viola. Er ist in einem weiten musikalischem Spektrum tätig. Als Absolvent der Yehudi Menuhin Schule und der UdK Berlin ist Max Baillie einer der vielseitigsten Instrumentalisten seiner Generation and konzertiert regelmässig auf den Bühnen von Carnegie Hall bis Glastonbury, von Mali bis Moskau. Seit 2007 ist Max Solobratschist des Aurora Orchesters und spielt eine führende Rolle in dessen kreativer Entwicklung. Er ist Curator einer Konzertserie, die Late night ‚Lock-in‘ Konzerte in London’s Kings Place. Das Ensemble ‚Aurora‘ spielt jedes Jahr bei den BBC Prom Konzerten und ist weltweit bekannt als eines der begehrtesten Ensembles seiner Generation. Max spielt in dem als ‚maverick‘ beschriebenen Ensemble ZRI, ‚Zum Roten Igel‘. ZRI spielt Brahms und Schubert Quintette in einer Klangwelt des ‚Folk- und Kletzmer‘ in der sie konzipiert wurden. Seit 10 Jahren leitet Max Kammermusik Kurse ‚Es Muss Sein‘ auf dem Land Großbritannien. Er entwickelt eine online Bibliothek zur Inspiration für junge Streicher. Max geht gerade auf Tournee mit original musikalischen Volkssagen: ‚The Willow Baby and other Tales. Max hat einen Summa cum Laude Masterabschluss in Political Science von Cambridge. Er spielt auf einer 1845 J.B. Vuillaume Geige. Vater Alexander Baillie wurde im Jahre 1956 geboren, begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Cellospielen, wobei er sich stark von der legendären Jacqueline du Pré inspirieren ließ. Mit 16 Jahren begann er das Studium, zunächst in London am Royal College of Music, später mit einem Auslandsstipendium bei André Navarra in Wien. Alexander Baillie ist regelmäßig zu Gast bei renommierten Orchestern weltweit. Er hat u.a. mit Sir Simon Rattle und Sir John Elliot Gardiner gearbeitet und tritt regelmäßig als Solocellist in Konzerten, Recitals und internationlen Festivals auf. Kürzlich führte er das Elgar-Cellokonzert mit dem Philharmonia Orchestra im Londoner Barbican Center auf. Seine Zusammenarbeit mit dem Boston Philharmonic Orchestra unter Benjamin Zander erzielte mit Elgars Cellokonzert in vier amerikanischen Städten ausverkaufte Häuser. Seine Interpretation der Britten Cello Suiten honorierte die New Yorker Presse mit höchster Anerkennung. Alexander Baillie verfügt über ein phänomenal weitreichendes Repertoire. Zu seinen diversen Uraufführungen gehören u.a. Werke wie Hans Werner Henzes “Sieben Liebeslieder“ und die kanadische Premiere von Pendereckis zweitem Cellokonzert . Außerdem gibt es unzählige CD-Einspielungen des Künstlers. Er ist seit 1994 Professor für Violoncello an der Hochschule für Künste Bremen und seit diesem Herbst International Chair of Cello am Birmingham Conservatoire. 23.02. Ola Onabulé Solokonzert Donnerstag, 23. Februar 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der stimmgewaltige britisch-nigerianische Sänger Ola Onabulé, bestens im Sendesaal zu Hause, wagt sich an ein Solokonzert für Stimme - ohne Netz und doppelten Boden. Ola Onabulé - Stimme Ola Onabulé, der britische Sänger und Songwriter mit nigerianischen Wurzeln, ist es gewohnt, von Big Bands begleitet zu werden. Die größten Big Bands in Europa produzieren gerne mit dem stimmgewaltigen Sänger. Er war mit seinem eigenen Quintett bereits mehrfach im Sendesaal, um seine CD It’s The Peace That Deafens vorzustellen und schätzt den intimen Rahmen des Saales sehr. Als er am Ende seines Konzertes im März 2015 als letzte Zugabe gänzlich unverstärkt so bewegend ein Spiritual anstimmte, dass dem Publikum Schauer über den Rücken liefen, entstand der Plan, die Intimität noch zu verstärken durch Verkleinerung der Besetzung. Ola spielte im Februar letzten Jahres ein Konzert im Dunkeln, nur begleitet von dem Pianisten Nick Flade. Diesmal wird es noch intimer und radikaler: Ola kommt zu einem Solokonzert zurück in den Saal. Sein allererstes übrigens. Wir sind sehr gespannt darauf. 26.02. Camerata Instrumentale Sonntag, 26. Februar 2017 | 18:00 Uhr | Eintritt frei. Anmeldung erforderlich. Um Spenden wird gebeten Hier geht es zu den online-Tickets Im ersten Konzert des Jahres der Camerata Instrumentale unter Leitung von Jörg Assmann stehen der österreichische Komponist Heinrich von Herzogenberg und Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Programm. Als Solist ist diesmal der Geiger Daniel Sepec zu Gast. Camerata Instrumentale Daniel Sepec - Violine Leitung - Jörg Assmann Programm: Heinrich von Herzogenberg (1843–1900): Symphonie Nr. 2,  op. 70, B-Dur Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Konzert für Violine und Orchester, e-moll, op. 64 Daniel Sepec, 1965 in Frankfurt am Main geboren, bekam seinen ersten Geigenunterricht bei seinem Vater und studierte bei Dieter Vorholz in Frankfurt und Gerhard Schulz in Wien. Seit 1993 ist Daniel Sepec Konzertmeister der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, mit der er ebenfalls regelmäßig solistisch auftritt. Angezogen von der reichen Ausdrucksvielfalt der Barockmusik gewann die Barockvioline für Daniel Sepec zunehmend an Bedeutung. So wirkt er ebenfalls seit langer Zeit als Konzertmeister in dem auf Originalinstrumenten spielenden Balthasar-Neumann-Ensemble unter der Leitung von Thomas Hengelbrock mit. Als Solist trat er unter anderem mit der Academy of Ancient Music unter  Christopher Hogwood, der Wiener Akademie unter Martin Haselböck und dem Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe auf. Zusammen mit Antje Weithaas, Tabea Zimmermann und Jean-Guihen Queyras gründete Daniel Sepec 2004 das Arcanto-Quartett, das seitdem in den wichtigen Musikzentren Europas konzertiert. Unter dem Platten-Label Harmonia Mundi France erschienen mit diesem Ensemble Streichquartette von Bartok, Brahms, Debussy, Ravel, Dutilleux, Mozart und das Streichquintett von Franz Schubert. Für seine Aufnahme der Beethoven-Sonaten mit Andreas Staier, die internationale Anerkennung fand, spielte Daniel Sepec auf der wiedergefundenen Violine des Komponisten. Im September 2010 erschien die Aufnahme der Rosenkranz-Sonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber, die Sepec zusammen mit Hille Perl (Gambe), Lee Santana (Laute) und Michael Behringer (Orgel) eingespielt hat. Diese Einspielung wurde mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Von 2010 bis 2014 unterrichtete Daniel Sepec als Professor an der Hochschule für Musik in Basel, 2014 bekam er eine Professur an der Musikhochschule Lübeck. Eine Veranstaltung der Musikschule Bremen. Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de. Wenn Sie diesen Newsletter einmal nicht mehr erhalten möchten, schreiben Sie einfach eine E-Mail an sendesaal-unsubscribe@bremen.kulturkurier.de und Sie werden automatisch aus dem Verteiler entfernt. Es ist allerdings unbedingt notwendig, dass Sie diese Anforderung mit der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de absenden.
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yasni 30.01.17  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im Dezember

Schon wieder neigt sich mit raschen Schritten das Jahr dem Ende zu. Der Dezember birgt noch ein paar Überraschungen, z.B. dass Sie gleich am 3. die unverhoffte Gelegenheit haben, unseren Freund Florian Donderer in seiner neuen Rolle als Primarius des Signum Quartetts zu erleben. Oder dass Sie so unterschiedliche Cellisten wie Alexander Baillie (mit John Thwaites am 7.12.) und Ernst Reijseger (mit Harmen Fraanje und Mola Sylla am 9. Dezember) innerhalb so kurzer Zeit hören können. Und den Altmeister am Vibraphon Wolfgang Schlüter noch einmal erleben (11.12.). Infos zu allen Konzerten im Dezember und auch noch einem im November mit dem famosen Detmolder Kammerorchester finden Sie weiter unten. Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Zeit in diesen verrückten Zeiten und heiße Sie Herzlich willkommen im Sendesaal Für heute allerbeste Grüße Peter Schulze   Inhalt 30.11. Detmolder Kammerorchester 01.12. Patricia Barber 03.12. residenz@sendesaal: Signum Quartett 07.12. Kammermusikabend mit Alexander Baillie & John Thwaites 08.12. Gabriele Hasler & Günter "Baby" Sommer 09.12. Trio Reijseger Fraanje Sylla 10.12. Songs & Whispers Special@Sendesaal 11.12. Wolfgang Schlüter - Boris Netsvetaev Duo 16.12. Die Grenzgänger 17.12. Michy Reincke - Wir sind die Flut Tour 2016 30.11. Detmolder Kammerorchester Mittwoch, 30. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Detmolder Kammerorchester unter der Leitung von Alfredo Perl hat für seinen diesjährigen Abstecher in den Sendesaal Mozarts Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott sowie Max Regers Violinkonzert op. 101 im Gepäck. Detmolder Kammerorchester Linus Roth - Violine Alfredo Perl - Leitung und Klavier Programm: Wolfgang Amadeus Mozart: Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, KV 452 Max Reger (1873-1916): Violinkonzert op. 101 in der Fassung für Kammerorchester und Violine solo von Rudolf Kolisch für Schönbergs "Verein für musikalische Privataufführungen" in Wien Ein Kammerorchester der besonderen Art! In diesem Jahr mit einem ECHO Klassik für seine Einspielung von Mahlers Das Lied von der Erde ausgezeichnet, weckt das Detmolder Kammerorchester seit nunmehr 60 Jahren durch mitreißende Musizierfreude die Begeisterung seiner Zuhörer. Mit vielseitigen Programmen und einem lebendigen Umgang mit der Konzerttradition entführen die internationalen Musiker ihr Publikum an bekannte und weniger bekannte Orte der Musikwelt. Im Detmolder Kammerorchester musizieren Studierende und junge Absolventen der Hochschule für Musik Detmold. Hervorgegangen aus dem renommierten Kammerorchester Tibor Varga besteht das Detmolder Kammerorchester seit 1954, in der heutigen Trägerschaft eines eingetragenen Vereins seit 1989. Nach Christoph Poppen und Eckhard Fischer ist seit 2009 Alfredo Perl Künstlerischer Leiter des Ensembles. Unter ihren Dirigaten hat sich das Orchester in einer eigenen Abonnementreihe im Konzerthaus Detmold regional einen hohen Bekanntheitsgrad erworben. Aber auch bei überregionalen Konzerten (u.a. Sendesaal Bremen, Festival classic con brio Osnabrück, Festival Musica S. Paderborn) und im europäischen und außereuropäischen Ausland (z. B. in Belgien, Peru, der Schweiz und Türkei) hat das Detmolder Kammerorchester als geachteter Botschafter der Musikstadt Detmold seine Vielfalt und Spielfreude unter Beweis gestellt. Konzertmitschnitte wurden vom Deutschlandradio Kultur und von Radio Bremen gesendet. Wichtiger Teil des DKO-Profils ist seit 2010 die Musikvermittlung. Hier begeistert das DKO unter unter Projektleitung von Guido Mürmann ein junges Publikum für klassische Musik. Mit den Musikvermittlungskonzerten ist das DKO in Grundschulen zu Gast und lädt in Kooperation mit dem Programm Kulturstrolche der Stadt Detmold die ganz jungen Zuhörer in seinen Orchesterprobenraum ein. Inzwischen wurde das Format um Workshops für Oberstufenschüler erweitert. Das Detmolder Kammerorchester hat mehrere CDs veröffentlicht, zuletzt bei Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (MDG) Gustav Mahler Das Lied von der Erde in der Fassung für Kammerensemble von A. Schönberg und R. Riehn. Für diese Einspielung ist das DKO mit dem ECHO Klassik 2015 ausgezeichnet worden. Hier gibt es ein Video vom DKO Künstlerische Leitung: Alfredo Perl 1965 in Santiago (Chile) geboren, studierte er zunächst in seiner Heimatstadt bei Carlos Botto und später bei Günter Ludwig in Köln und Maria Curcio in London. Seit seinem ersten Auftritt im Alter von neun Jahren gab der Künstler weltweit zahlreiche Konzerte, die ihn, Preisträger bedeutender Wettbewerbe, bald zu einem der führenden Pianisten seiner Generation werden ließen. Alfredo Perls weltweite Konzerttätigkeit führte ihn in die bedeutendsten Konzertsäle, unter anderem Barbican Centre London, Concertgebouw Amsterdam, Rudolfinum Prag, Großer Musikvereinssaal und Konzerthaus Wien, Herkulessaal München, Hamarikyu Asahi Hall Tokio, Teatro Colón Buenos Aires, Sydney Town Hall, Konzerthaus Berlin, Hamburger Musikhalle, Gewandhaus zu Leipzig, Alte Oper Frankfurt. Bei den renommierten Festivals wie dem Bath International Music Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Beethovenfest Bonn, dem Schleswig-Holstein Festival, dem classic con brio Osnabrück und den Haydn Festspielen in Eisenstadt ist er ein gern gesehener Gast. Als bemerkenswert vielseitiger Künstler spielte Alfredo Perl mit verschiedenen namhaften Orchestern, darunter London Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, Hallé Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Residentieorkest Den Haag, Melbourne und Sydney Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig sowie Mozarteumorchester Salzburg und MDR-Sinfonieorchester Leipzig. 1997 gab er sein Debüt bei den Promenade Concerts in der Royal Albert Hall in London. Neben seinen aufsehenerregenden Beethoven-Aufnahmen kann man Alfredo Perl mit Klavierwerken von Franz Schubert und Franz Liszt – darunter die Klavierkonzerte mit dem BBC Symphony Orchestra unter Yakov Kreizberg – auf CD hören. Er nahm kürzlich das gesamte Klavierwerk von Ravel für das Label Celestial Harmonies auf. Für BBC Television nahm er die 24 Préludes von Chopin auf DVD auf. Die laufende Saison führte ihn unter anderem erneut in den Herkulessaal München, die Semperoper Dresden, das Gewandhaus zu Leipzig sowie zum Rheingau Musikfestival. Perl ist Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Detmold und seit 2009 Künstlerischer Leiter des Detmolder Kammerorchesters. 01.12. Patricia Barber Donnerstag, 01. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die große Chicagoer Songpoetin und Pianistin Patricia Barber kommt mit ihrem Trio zum zweiten Mal in den Sendesaal. Patricia Barber - Piano, Stimme Patrick Mulcahy - Kontrabass Jon Deitemyer - Schlagzeug Nach ihrem Studium an der Universität von Iowa, trat die in Chicago geborene Particia Barber in die Fußstapfen ihres Vaters, des Jazzmusikers “Shim” Barber und ging zurück nach Chicago. 1984 hatte sie dort einen gig, der sie auf die Landkarte der nationalen Jazzszene katapultierte: 5 Tage die Woche in der intimen Gold Star Sardine Bar. Ihre ersten beiden CDs machten sie zu einem internationalen Star: Barber verkaufte mehr als 120.000 Exemplare von der CD Modern Cool, die aussschließlich ihre eigenen Kompositionen enthielt. 2002 unterzeichente sie einen Exklusivvertrag mit dem legendären Label Blue Note und machte dort 3 Alben, darunter auch Mythologies, einen genre-sprengenden Songzyklus basierend auf Gedichten des altrömischen Poeten Ovid, ein Projekt, das 2003 auch mit einem Guggenheim Stipendium für Komposition untersützt wurde (dem ersten überhaupt für eine nicht-klassische Liedkomponistin). Ihre letzte Studio-CD Smash (Concord Jazz) wurde von der Kritik einhellig gefeiert, die Rezensenten waren sich einig, dass Patricia die Songwriterin unserer Zeit sei, ohne Vorbild. Sänger aus aller Welt singen ihre Songs und seit kurzem nehmen auch klasische Musiker sie in ihr Konzertrepertoire. In ihrem ARTSONGbook veröffentlicht Barber ihre Songs daher auf zweierlei Weise: für Jazzsänger als Lead-Sheet mit Harmonieangaben zum Improvisieren und für klassische Sänger mit auskomponierter Klavierbegleitung. Im Oktober 2016 wird Patricia Barber im Pritzker Pavilion in Chicago das EAR TAXI NEW MUSIC FESTIVAL eröffnen. 03.12. residenz@sendesaal: Signum Quartett Samstag, 03. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets PROGRAMMÄNDERUNG: Das Konzert Lamento und Liebe mit Gunilla Süssmann (Piano), Florian Donderer (Violine) und Fritz Pahlmann (Horn) muss leider aus organisatorischen verschoben werden. Stattdessen gibt es - mit klassischem Programm - das Signum Quartett zu erleben, dessen neuer Primarius Florian Donderer ist. Nutzen Sie die überraschende Gelegenheit es kennenzulernen. Signum Quartett Florian Donderer - Violine Annette Walther - Violine Xandi van Dijk - Viola Thomas Schmitz - Violoncello Programm: Joseph Haydn: Streichquartett op. 20 Nr. 2 C-Dur Ludwig van Beethoven: Streichquartett op. 18 Nr. 6 B-Dur Franz Schubert: Streichquartett Nr. 13 a-Moll D. 8o4 "Rosamunde“ Das Signum Quartett hat durch seine mitreißend lebendigen Interpretationen ein Zeichen in der internationalen Quartettszene gesetzt und sich mit seinen individuellen Programmkonzeptionen als eines der profiliertesten Ensembles seiner Generation etabliert. Florian Donderer, Kurator der Konzertreihe residenz@sendesaal, ist seit 2016 der neue Primarius des Quartetts und stellt seine Freunde nun erstmals und spontan in der Reihe vor. Intensive Studien mit dem Alban Berg Quartett, dem Artemis Quartett und dem Melos Quartett sowie die Zusammenarbeit mit György Kurtág, Walter Levin, Alfred Brendel, Leon Fleisher und Jörg Widmann prägen die künstlerische Entwicklung des Signum Quartetts, das zahlreiche Preise gewonnen (Deutscher Musikwettbewerb, Premio Paolo Borciani, London International String Quartet Competition) und vielfach Förderung erfahren hat (u.a. BBC New Generation Artists). Ihre CD ‘No.3’, welche im Mai 2013 veröffentlicht wurde, präsentiert Quartette von Bartók, Schnittke und Berg und wurde mit dem International Classical Music Awards 2014 als beste Aufnahme in der Kategorie Kammermusik ausgezeichnet. Konzertauftritte führen das Signum Quartett auf internationale Podien von Madrid und Barcelona bis Basel und Paris, von der Hamburger Laeiszhalle, dem Konzerthaus und der Philharmonie Berlin, dem Gewandhaus Leipzig, der Philharmonie Luxemburg, dem Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall London, der Bostoner Harvard Musical Association bis hin zum Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, den Schwetzinger Festspielen und den BBC Proms. Zu den Kammermusikpartnern des Quartetts zählen Jörg Widmann, Igor Levit, Nils Mönkemeyer, Adrian Brendel und Dominique Horwitz. 07.12. Kammermusikabend mit Alexander Baillie & John Thwaites Mittwoch, 07. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets NEU IM PROGRAMM: Der bekannte Bremer Cello-Professor Alexander Baillie spielt im Duo mit seinem langjährigen Partner John Thwaites u.a. Britten, Schubert und Brahms. Kammermusikabend Alexander Baillie - Violoncello John Thwaites - Piano Programm: Benjamin Britten: Cello Sonate op 65 Franz Schubert: Arpeggione Sonate Richard Rodney Bennett: Cello Sonate (Deutsche Erstaufführung) Johannes Brahms: Sonate in F-Dur op 99 Alexander Baillie wurde im Jahre 1956 geboren, begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Cellospielen, wobei er sich stark von der legendären Jacqueline du Pré inspirieren ließ. Mit 16 Jahren begann er das Studium, zunächst in London am Royal College of Music, später mit einem Auslandsstipendium bei André Navarra in Wien. Alexander Baillie ist regelmäßig zu Gast bei renommierten Orchestern weltweit. Er hat u.a. mit Sir Simon Rattle und Sir John Elliot Gardiner gearbeitet und tritt regelmäßig als Solocellist in Konzerten, Recitals und internationlen Festivals auf. Kürzlich führte er das Elgar-Cellokonzert mit dem Philharmonia Orchestra im Londoner Barbican Center auf. Seine Zusammenarbeit mit dem Boston Philharmonic Orchestra unter Benjamin Zander erzielte mit Elgars Cellokonzert in vier amerikanischen Städten ausverkaufte Häuser. Seine Interpretation der Britten Cello Suiten honorierte die New Yorker Presse mit höchster Anerkennung. Alexander Baillie verfügt über ein phänomenal weitreichendes Repertoire. Zu seinen diversen Uraufführungen gehören u.a. Werke wie Hans Werner Henzes “Sieben Liebeslieder“ und die kanadische Premiere von Pendereckis zweitem Cellokonzert . Außerdem gibt es unzählige CD-Einspielungen des Künstlers. Er ist seit 1994 Professor für Violoncello an der Hochschule für Künste Bremen und seit diesem Herbst International Chair of Cello am Birmingham Conservatoire. Alexander Baillie und John Thwaites wuchsen beide in St. Albans, einer Kathedralenstadt,  in der Nähe von London auf.  Sie konzertieren seit 30 Jahren zusammen. Dieses Jahr haben sie u.a. in China konzertiert und eine Brahms CD für Somm Records herausgebracht. Sie konzertieren regelmässig in England. Kritiker Michael Tumelty schrieb nach einer  BBC-Live Übertragung: "Baillie ist einer der besten Cellisten im business und in völliger Einheit mit ihm war der excellente Pianist John Thwaites. Reinstes Musizieren von zwei mächtigen, selbstbewussten Instrumentalisten, höchste Freude für die Zuhörer.“ Über die Brahms CD schrieb Tully Potter in der Strad: "Obwohl er einer unserer top Cellisten ist, macht Alexander Baillie selten Aufnahmen. Diese ist umwerfend. Er und Pianist John Thwaites haben Brahms's Op.38 Sonata aufgenommen, die so inspirierend ist, dass ich mir wünschte, die op 99 wäre auch dabei". Und die hören Sie in diesem Konzert. 08.12. Gabriele Hasler & Günter "Baby" Sommer Donnerstag, 08. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets release concert für die CD fundstücke, die die Sängerin Gabriele Hasler und der Perkussionist  Günter "Baby" Sommer im Frühjahr im Sendesaal eingespielt haben. Die CD erscheint Ende Oktober 2016 bei Laika Records. fundstücke Gabriele Hasler - Stimme(n), Texte, Elektronik Günter "Baby" Sommer - Schlagzeug, Vibrafon, diverse Klangerzeuger Die Begegnung zweier Spitzenmusiker der zeitgenössischen Improvisationsmusik steht für ein spannendes Konzerterlebnis. Aus Haslers Texten und Songpartikeln sowie Sommers atmosphärischen Perkussionsstrukturen entstehen aufregende und intensive, berührende und humorvolle Soundscapes. ...er pinselt, schlegelt, trommelt, paukt, basst und wummert ...sie säuselt, summt, quietscht, haucht, fiepst und brummelt... Die Zusammenarbeit von Hasler und Sommer begann in den frühen 90er Jahren. Nun legen sie ihre erste gemeinsame CD vor, die von Radio Bremen aufgenommen und von LaikaRecords produziert wurde. Beide Musiker eint die Leidenschaft für die Musikalität von Sprache. Baby Sommer arbeitet(e) mit Dichtern wie Günter Grass, Rafik Schami oder Nora Gomringer, Gabriele Hasler war viele Jahre musikalische Partnerin des Dichters Oskar Pastior. Gabriele Hasler - Stimme, Texte, Elektronik erhielt ihre Ausbildung u.a. am Berklee College of Music, Boston, USA. Seit ca. 1983 ist sie als Sängerin/Komponistin /Lyrikerin  im  Bereich  Jazz und  improvisierter Musik tätig und gilt als eine der kreativsten und eigenständigsten Stimmen in der Europäischen Szene. Mit ihrem langjährigen Quartett Gabriele Hasler & Foolish Heart war sie bei zahlreichen internationalen Festivals zu Gast. 1985 erhielt sie den SWF Jazzpreis. 1986 gründete sie ihr eigenes Plattenlabel "Foolish Music", auf dem bisher 18 Produktionen erschienen sind. Für das Goetheinstitut war sie in Nordafrika, Südasien, Togo und in der Türkei unterwegs. Sie erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge, u.a. “Crossfade“ für das Mutare Musiktheater Frankfurt (1994) sowie das Kinderoratorium “Die Stunde Welt“ für die Kinder-und Jugendchöre des Bremer St. Petridoms (2007). Mit ihrer Soloperformance “G.bete 365“ war Gabriele Hasler u.a. für das Goethe Institut zu Gast beim LEM Festival Barcelona (E) und beim Festival für Neue Musik, Museo Vostell, Caceres (E). Sie arbeitete u.a. mit Anders Jormin, Louis Sclavis, Jaap Blonk, Lindsay Cooper, Christof Lauer, Bobo Stenson, Claudio Puntin, Roger Hanschel, Elvira Plenar, Han Bennink, Reggie Workman und Andrew Cyrille. http://www.gabrielehasler.de Günter "Baby" Sommer - Schlagzeug, Perkussion, Vibraphon, diverse Klangerzeuger ...ist  einer der bedeutendsten Vertreter des Zeitgenössischen europäischen Jazz, der mit einem hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat. Sommer wurde 1943 in Dresden geboren und studierte an der Hochschule für Musik ,Carl Maria von Weber‘. Seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten Jazzgruppen der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowksy-Trio, dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten Sommer den Einstieg in die internationale Szene. So arbeite Sommer nicht nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald sondern traf mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred van Hove, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker und Cecil Taylor zusammen. Sommers Solospiel sensibilisierte ihn für Kolloborationen mit Schriftstellern wie Günter Grass. Sommers Diskografie umfasst über 100 veröffentlichte Audio-Datenträger. Als Professor an der Musikhochschule in Dresden nahm er Einfluss auf die professionelle Vermittlung des zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden Generationen. http://www.babysommer.com 09.12. Trio Reijseger Fraanje Sylla Freitag, 09. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Kombination von Ernst Reijseger (Cello), Harmen Fraanje (Piano) und Mola Sylla (Stimme) verspricht ein perfektes Amalgam von Jazz, Afrikanischer Musik und Klassischer Musik, eindrücklich und spirituell. Trio Reijseger Fraanje Sylla Ernst Reijseger - Cello Harmen Fraanje - Piano Mola Sylla - Stimme und Perkussion Die Musik des Trios Reijseger Fraanje Sylla ist am besten zu beschreiben als das perfekte Amalgam von Jazz, Afrikanischer Musik und Klassischer Musik. Der Cellist Ernst Reijseger, Pianist Harmen Fraanje und der Senegalesische Sänger und Perkussionist Mola Sylla kreieren auf der Bühne ihre absolut eigene unverwechselbare Sprache. Und obwohl sie vielleicht nicht direkt verstehbar ist, kann sie doch klar erfühlt werden. Das Trio, das bisher 2 CDs rausgebracht hat und Musik für einige der Filme von Werner Herzog einspielte, macht Musik, die so wild wie schön ist und auch melancholisch, immer getragen von der wunderbaren Stimme seines afrikanischen Sängers. Das überbordende improvisierte Klavierspiel von Harmen Fraanje und die subtilen Melodien des Cellisten Ernst Reijseger sorgen für ein eklektisches, spirituelles Ganzes, bei dem nichts so ist wie es scheint… 10.12. Songs & Whispers Special@Sendesaal Samstag, 10. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 14 Euro (ermäßigt 8 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Im Zentrum dieser Ausgabe von Songs & Whispers Special@Sendesaal stehen die englische Singer-songwriterin DAISY CHAPMAN (UK) und ROSY DAZE aus Bremen. Songs & Whispers Special@Sendesaal DAISY CHAPMAN und ROSY DAZE ROSY DAZE Silke Gutzeit - Gesang, Gitarre Marc Gutzeit - Bass, Gitarre, Gesang Das Bremer Duo Rosy Daze schreibt und singt bewusst reduzierte Songs zwischen Americana und zeitlosem Songwriter-Pop. Live beeindrucken Rosy Daze mit anrührenden zweistimmigen Gesängen. Klingt es so schön, weil da zwei Eheleute miteinander singen? Könnte sein. Jedenfalls geht es bei Rosy Daze um tief empfundene, handgemachte  Musik, die ganz ohne Moden und aufgesetzte Attitüden auskommt.“ DAISY CHAPMAN Daisy Chapman - Stimme, Klavier Sue Lord - Geige Martin Denzin - Schlagzeug Die selbsternannte „Sinner-Songwriterin“ Daisy Chapman gehört mittlerweile zur ersten Liga der Singer-Songwriter. Mit der Wucht ihrer Stimme, der Perfektion ihrer kammermusikalischen Arrangements und der Genialität ihrer Songtexte, erzählt sie persönliche Geschichten. Zu berichten hat Chapman viel, denn  in den letzten zwei Jahren verging für sie kein Monat ohne ein Konzert. Darunter fielen etwa Support-Auftritte für den US-amerikanischen Country-Shootingstar Jenn Bostic. So ist „Shameless Winter“, ihr letztes Album, entstanden - auf Tour, beinahe eine Art Tagebuch. Es ist ein ehrlicher Bericht über Rastlosigkeit, Sehnsucht und Träume. Ob es ein Lied ist, welches die bitterkalten Winter in Europa beschreibt, während man alleine die Straßen durchquert oder ob sie eine schwarzhumorige Geschichte über vom Pech verfolgte Reisen erzählt - die Songs von diesem Album sind sowohl klug als auch wunderschön. Produziert wurde „Shameless Winter“ von einem Mann, der sich mit starken Frauen auskennt – Ali Chant arbeitete bereits mit KT Tunstall, Portishead und PJ Harvey zusammen. Er verlieh dem Album die nötige Tiefe und Dynamik. Um ihre musikalische Entwicklung und Vielseitigkeit zu  nachvollziehbar zu machen, wurde das Album „Gathering of the Haunted“ (zuerst 2007) ihrer ehemaligen Band Scarlatti Tilt im Mai 2014 erneut veröffentlicht. Hier zeigt sich Daisy Chapman von einer weitaus düsteren, beinahe sogar makaberen Seite, während sie bei einer erfolgreichen Europa Tournee als Pianistin der englischen Rockband „Crippled Black Phoenix“ beweist, dass sie auch härtere Töne anschlagen kann. Stets an ihrer Seite die Violinistin Sue Lord. Die aus Bath stammende Lord bekam bereits mit acht Jahren eine Violine in die Hand uns hat sie seitdem nicht mehr losgelassen. Nach dem Abschluss der klassischen Ausbildung am Royal Welsh College of Music and Drama spielt sie nicht nur in zahlreichen klassischen Streich-Quartetten, sondern auch für zeitgenössische Größen wie Newton Faulkner, Peter Gabriel, The Heavy, Duotone und Crippled Black Phoenix.  Neben Piano, Loop-Station und ihrem stärksten Instrument, der Stimme, ist das vom BBC-Moderator Johnny Coppin hoch gelobte Album „Shameless Winter“ ihr wichtigstes Reise-Utensil. Im UK, in Deutschland, Frankreich oder gar in China hat sie sich durch unermüdliches Touren einen respektablen Namen erspielt. Und sie hat Geschichten gesammelt, unzählige Geschichten, die sie uns erzählen will. Auf ihre Art. Im Gepäck das schonungslose Storytelling eines Nick Cave, die seichten Akkorde und unvergesslichen Melodien einer Regina Spektor und doch mit einer Kraft gesegnet, die ihresgleichen sucht, fasziniert Chapman das Publikum im UK und Norddeutschland. Aber ihr Weg geht weiter. Die BBC hat’s erkannt: „Watch this woman, she’ll go far!” Eine Veranstaltung von Songs & Whispers 11.12. Wolfgang Schlüter - Boris Netsvetaev Duo Sonntag, 11. Dezmber 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der rüstige Altmeister des Vibraphons, Wolfgang Schlüter, feiert in einem seiner mittlerweile raren Konzerte die Veröffentlichung seines neuen Albums Breathing As One im Duo mit dem Pianisten Boris Netsvetaev. Wolfgang Schlüter - Vibraphon Boris Netsvetaev - Piano Nur wenige Legenden hat der deutsche Jazz der Nachkriegszeit hervorgebracht. Der Vibraphonist Wolfgang Schlüter ist sicher eine von ihnen, er hat es sogar bis in den Downbeat Critics Poll geschafft. Ein Urgestein der deutschen Jazzgeschichte, “in dem fast alle Vibraphonisten der Welt durchschimmern”. (M. Naura). Zu seinen großen Einflüssen gehören sicherlich Lionel Hampton und Milt Jackson. Er gehört zweifellos zu den wichtigsten Vertretern seines Instruments in Europa und hat einen substantiellen Beitrag zur Entwicklung des Vibraphonspiels geleistet. Seit den 50er Jahren verband ihn eine langjährige Partnerschaft mit dem Pianisten Michael Naura, drei Jahrzehnte gehörte er auch der NDR-Big Band an. Für sein aktuelles Album Breathing As One hat Wolfgang Schlüter nach eigenen Aussagen in einem Maße wie noch nie den Mut aufgebracht, sein Instrument „schön“ erklingen zu lassen, nicht nur die Virtuosität sondern vor allem auch die Poesie in den Vordergrund zu stellen. Und so erstrahlen neue Eigenkompositionen, die sein Spätwerk noch heller erscheinen lassen,  in gelungenem Brückenschlag mit einigen Standards, die Schlüter „schon immer mal aufnehmen wollte“. Kongenialer Partner ist sein ehemaliger Student und heute langjähriger Wegbegleiter, der in St. Petersburg geborene aber seit vielen Jahren in Hamburg lebende Pianist Boris Netsvetaev. Die Art und Weise, wie er dezent begleitet und unterstützt aber auch solistisch brilliert, macht ihn zur perfekten Wahl für die dieses Duo Abenteuer. Dieses Konzert feiert den release der CD, die im Oktober 2016 erscheinen wird. Wolfgang Schlüter kehrt übrigens somit im Duo an den Ort zurück, an dem er 1977 mit Michael Naura die LP Country Children aufnahm - in den Sendesaal. 16.12. Die Grenzgänger Freitag, 16. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets NEU IM PROGAMM: Die Grenzgänger aus Bremen feiern die Premiere ihres neuen Programms: Brot & Rosen - von der Liebe und ihren Bedingungen im Alltag. Livemitschnitt Die Grenzgänger Michael Zachcial - Gesang, Gitarre, Rezitation Annette Rettich - Cello, Gesang Felix Kroll - Akkordeon, Gesang Frederic Drobnjak - Gitarre, Gesang Mit Cello, Akkordeon und zwei Gitarren zaubert das Quartett um den Bremer Liedermacher Michael Zachcial Lieder und Geschichten von der Liebe aus acht Jahrhunderten auf die Bühne: Von Leichtmatrosen und gefallenen Mädchen, Königskindern und falschen Nonnen, Märchen aus uralten Zeiten, gebrochenen Herzen aber ewiger Treue. In der aktuellen Besetzung klingen die Grenzgänger so druckvoll und virtuos wie selten, Frederic Drobnjak an der Gitarre spielt im Stile eines Django Reinhardt groß auf, Felix Kroll zaubert am Akkordeon ein ganzes Orchester auf die Bühne, Annette Rettich berührt am Cello und verschmilzt mit der Stimme von Michael Zachcial, der auf unverwechselbare Art die alten Lieder mit dem Hier und Jetzt verbindet Fünfmal gab es bisher den Preis der deutschen Schallplattenkritik, die Grenzgänger spielten vor mehr als tausend Zuschauern auf grossen Festivals ebenso wie in kleinen Theatern und Bürgerhäusern. Etliche Male waren sie auf Platz eins der Liederbestenliste, für das Goethe-Institut unterwegs in Halb-Europa. Die Musiker: Michael Zachcial (Gesang, Gitarre, Mundharmonika) gehört zu den ganz wenigen Künstlern, die sowohl für ein Kinder- als auch für ein Erwachsenenpublikum auftreten und dabei gleichermaßen großen Erfolg haben. Er gründete 1988 nach vielen Jahren als Strassenmusiker und Liedermacher die Grenzgänger und ist hauptsächlich verantwortlich für das künstlerische Konzept. Neben einem Programm mit eigenen Liedern und Chansons spielt Michael Zachcial seit 1993 noch Kinderlieder mit dem Duo Zaches & Zinnober (gemeinsam mit Ralf Siebenand), der auch auf einigen CDs der Grenzgänger als Saxophonist und Pianist zu hören ist. Felix Kroll (Akkordeon, Gesang) begann mit zahlreichen Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten, u.a. Friedrich Goldmann, Georg Katzer, Peter Weirauch und Hannes Zerbe. 2005 erhielt er mit seinem Trio den ersten Preis im Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« und ein Jahr darauf begann er sein Studium an der Hochschule für Künste Bremen bei Margit Kern. Außerhalb der Hochschule erarbeitete er bereits größere Musik-Theaterstücke u.a. mit Wolfgang Krause Zwieback, wirkte bei mehreren Opernuraufführungen im Rahmen der Neuköllner Originaltöne mit und gibt Konzerte in den verschiedensten Besetzungen im In- und Ausland (z.B. Schweiz, Seoul-Korea, Russland). Seit Frühjahr 2009 bei den Grenzgängern. Annette Rettich (Cello, Gesang) ist seit Januar 2009 bei den Grenzgängern, klassisch bestens ausgebildet und macht wie viele andere, die für den Arbeitsmarkt schlicht überqualifiziert sind, aus der Not eine Tugend! Annette Rettich gewann mehrere erste und Sonderpreise in verschiedenen Kategorien beim Bundeswettbewerb "Jugend Musiziert", absolvierte diverse Meisterkurse, nahm an zahlreichen Rundfunkaufnahmen teil und spielte zuletzt im Schleswig Holstein Festival Orchester. Frederic Drobnjak ( Gitarre, Gesang) Seit Anfang 2014 als Saitenzauberer bei den Grenzgängern. Begann seine Entdeckungsreise auf der E-Gitarre als Autodidakt. Lehramtsstudium Musik an der Universität Bremen, ab 2002 Hochschule für Künste Bremen, Studium Jazz-Gitarre, Solistenförderpreis beim Bundesjugend-Jazzfestival in Erfurt. Teilnahme an Masterclasses von Jennifer Batten, Peter Fischer, John Stowell, sowie am Stephane-Grappelli-Camp. Dozent für Gitarre an der Music Academy Bremen. Pressestimmen: „Die Grenzgänger“ verwandeln Jahreszahlen in Menschen-Geschichte– die Besucher konnten nicht anders als überzeugt mehrere Zugaben einfordern." Kreis Anzeiger Hessen „...so viel gelassene Beiläufigkeit und selbstverständliche Perfektion kriegen nur echte Könner auf die Reihe.... Die Grenzgänger sind allemal einen kostbaren Abend wert.“ Backnanger Kreiszeitung Eine Veranstaltung der Grenzgänger 17.12. Michy Reincke - Wir sind die Flut Tour 2016 Samstag, 17. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 18 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der Hamburger Songschreiber Michy Reincke stellt bei dieser Tour sein aktuelles Album "Sie haben den Falschen" vor. MICHY REINCKE - „WIR SIND DIE FLUT“ TOUR 2016 Michy Reincke - Stimme und Gitarre Jörn Heilbut - Gitarre Martin Meyer - Piano Für seine letzten Chart-Alben erhielt der Hamburger Songschreiber Michy Reincke von den Medien und Fans überragende Kritiken. So schreibt beispielsweise der Rolling Stone „Wenige deutsche Platten sind so brillant“ und das Penthouse sagt es eben so: „während die meisten textlich am Niveau eines Grundschülers vor sich hin stolpern, nimmt Reincke narrative Hürden mit Bravour, er-urknallt sich mit jedem neuen Album sein ganz persönliches Wurmloch, in dessen eloquent-lyrischen Tiefen nur er zu verschwinden weiß. Der ist nicht von hier, das steht fest“. Und der Musiker und Entertainer Michy Reincke ist ein Garant für originelle Konzerterlebnisse. Bei den Liebhabern seiner Musik stehen sein Humor, seine Art die Dinge zu sehen und sein schier unermesslicher Vorrat an Anekdoten wenigstens auf gleicher Stufe mit seinen Songs, großen Melodien und klugen Texten, um sich begeistern und wunderbar unterhalten zu lassen. Mit seinen langjährigen musikalischen Mitstreitern inspiriert Michy Reincke auch sein Publikum immer wieder dazu nicht nur auf ausgetretenen Pfaden zu wandeln, sondern sich selbst zu überraschen und neu zu sein. Er selbst ist dafür ein leuchtendes Beispiel und so ist es auch kein Wunder, dass Michy Reincke einer der beliebtesten Popmusiker Norddeutschlands ist. Neben den brandneuen Songs seines aktuellen Albums „SIE HABEN DEN FALSCHEN“ und den Singles „Erzähl mir nicht dass du nur tust was man dir sagt“ oder „Steh auf & scheine“ der hochgelobten Vorgänger-Alben, runden auch Song-Klassiker seines Schaffens wie „Taxi nach Paris“ oder „Valérie, Valérie“ das neue Programm ab. Wer einen Abend mit Songs und Geschichten von Michy Reincke erleben möchte, muss allerdings vom Sofa hoch. Der Musiker verweigert vehement die Aufnahme oder Veröffentlichung von Live-Konzerten. Die Frage nach dem Warum kann man sich ganz gut aus einem seiner Songs beantworten: „Wir alle bauen nur Sandburgen vor die Flut...wie soll das gehen zu bleiben...“ Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 26.11.16  +  

Connection e.V. und Pro Asyl: Eindruck der Voreingenommenheit im Asylverfahren

Die Klage gegen den ablehnenden Bescheid im Verfahren des US-Deserteurs André Shepherd wurde in der heute veröffentlichten Entscheidung des Verwaltungsgerichtes abgewiesen. In einer fünfstündigen Verhandlung hatte das Verwaltungsgericht gestern unter Beachtung eines Grundsatzentscheides des Europäischen Gerichtshofes den Fall überprüft. Es stellte sich heraus, dass die fünfköpfige Kammer sich einzig und allein auf die Glaubhaftigkeit des Klägers konzentrierte, Sachverhalte abfragte, die bis zu zwölf Jahre zurückliegen und meinte, das Gewissen des Klägers zu jeder Zeit messerscharf prüfen zu können. Einerseits wurde vom Kläger erwartet, dass er seine Sicht aus damaliger Situation heraus schildert, andererseits wurden die von ihm damals getroffenen Entscheidungen von der Kammer aus heutiger Sicht bewertet. "Würde man den Maßstab des Gerichts anlegen, müsste ein Verweigerer eines völkerrechtswidrigen Krieges oder von völkerrechtswidrigen Handlungen von Anfang an völlig stringent und kompromisslos vorgehen", so Bernd Mesovic von PRO ASYL. "Dass sich eine Gewissensentscheidung über längere Zeiträume entwickelt, hat in der Logik des VG München keinen Platz." Nach der langen Befragung sagte André Shepherd: "Ich habe von Anfang an umfassend alle wesentlichen Sachverhalte dargestellt. Ich hätte mir gewünscht, das Gericht hätte den schwierigen Weg innerhalb des US-Militär, eine meinem Gewissen entsprechende Haltung herauszubilden. gewürdigt." Weiter erklärte er: "Es sollte bei der Anhörung doch darum gehen, meine Gründe darzulegen, warum ich aus den gegebenen Tatsachen heraus das Militär verlassen musste. Dass das Gericht stattdessen auf hypothetische Szenarien abzielte, die nichts mit den vorliegenden Tatsachen und Erfahrungen zu tun haben, hinterlässt bei mir den Eindruck, dass sie mich schlicht und einfach nicht anhören wollten." In seiner heutigen Pressemitteilung weist das Gericht insbesondere auf eine scheinbar fehlende Auseinandersetzung mit der Möglichkeit der Kriegsdienstverweigerung hin. Dabei hatte André Shepherd in der gestrigen Anhörung sehr deutlich erklärt, dass er mit seiner Auffassung, dass er für "notwendige Kriege zum Schutz der eigenen Bevölkerung" auch zur Verfügung gestanden hätte, nicht unter die sehr eindeutig formulierten Richtlinien für eine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer gefallen wäre. "Auch der Umgang mit anderen US-Kriegsdienstverweigerern, wie Agustín Aguayo, der trotz seiner Verweigerung ins Kriegsgebiet geschickt und schließlich wegen Desertion verurteilt wurde, waren für mich ein klares Zeichen, dass dies kein Weg sein kann." "Eigentlich hat das Gericht nur einen Satz im Urteil des Europäischen Gerichtshofes zugrunde gelegt, in dem darauf abgestellt wird, dass hohe Maßstäbe bei Asylanträgen von Soldaten angenommen werden müssten, wenn Sie sich freiwillig zum Militär melden", erklärte Rechtsanwalt Reinhard Marx im Anschluss an die Anhörung. "So eng interpretiert hätte damit kein Berufssoldat jemals eine Chance Asyl zu erhalten." Weiter machte er deutlich: "Ganz offensichtlich wollte das Gericht durch diese Art der Sachaufklärung vermeiden, die nicht zu bestreitenden Kriegsverbrechen der US-Armee während des Zeitraums seit 2007 zu behandeln." "Die Verhandlungsführung war von Voreingenommenheit geprägt", so Rudi Friedrich von Connection e.V. "Als Beobachter konnte man sich nicht dem Eindruck verschließen, dass schon vorher ein Urteil feststand und die Kammer die Entscheidung und den Asylantrag von André Shepherd völlig abgelöst sehen wollte von der Realität des Krieges im Irak." Rechtsanwalt Reinhard Marx machte abschließend deutlich, dass er für seinen Mandanten eine Berufungsklage vorbereiten werde.   gez.Bernd Mesovic, PRO ASYL (069 2423 1430)Rudi Friedrich, Connection e.V. (069 8237 5534) ******************************* Beitr ag Weiterempfehlen im SocialNetwork --- Facebook --- Google --- Linkedin --- StudiVZ --- Twitter --- ******************************* Connect ion e.V., Von-Behring-Str. 110, D-63075 Offenbach Tel.: 069-8237 5534, Fax: 069-8237 5535 eMail: office@Connection-eV.org, Website: www.Connection-eV.org *************
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Was wir von den Wahlen in den USA lernen können - und müssen

Vergangenen Dienstag waren die Menschen in den USA aufgefordert, eine neue Regierung zu wählen. Zur Überraschung vieler wählten sie den Immobilienmogul und Fernsehstar Donald Trump zum Präsidenten und bescherten seiner Partei eine für die USA seltene Machtfülle mit satten Mehrheiten im Senat und dem Repräsentantenhaus. Nach allem was wir wissen, verlief die Wahl ordnungsgemäß. Wir, der Rest der Welt, müssen die Resultate dieser demokratischen Wahl akzeptieren. Wir müssen aber auch mit ihnen leben. Denn die USA sind weiterhin die einzige globale Supermacht – militärisch, politisch, wirtschaftlich, kulturell – daher kann es niemandem egal sein, wer sie regiert. Viele von uns sind vom Wahlausgang enttäuscht, niedergeschlagen, blicken mit Sorge in die Zukunft, haben Angst. Die meisten können es immer noch nicht glauben, dass die USA, das Mutterland der modernen Demokratie, jemanden wie Donald Trump zum Präsidenten machen würden – unbeherrscht, hitzköpfig, rassistisch, ausländerfeindlich, sexistisch, politisch gänzlich unerfahren, ein Lügner, Steuerhinterzieher, ein Gewaltverherrlicher, ein Demagoge, scheinbar ohne Respekt für die Institutionen und Gepflogenheiten der US-amerikanischen Demokratie. Ein gewisser Trost liegt in den Zahlen. Die USA haben mehr als 318 Millionen Bürgerinnen und Bürger – 231,6 davon waren letzte Woche wahlberechtigt. An der Wahl beteiligt haben sich letzten Angaben zufolge gerade einmal 131,7 Millionen, also etwa 57%. 60,5 Millionen stimmten dabei für Hillary Clinton ab, 60,1 Millionen für Donald Trump – nur knapp 400.000 Menschen weniger (Quelle: CNN, 11.11.16). Drei Dinge werden durch diese Zahlen deutlich: zum einen, dass die USA auch weiterhin ein zutiefst gespaltenes und polarisiertes Land sind, zum zweiten, dass die knapp 100 Millionen Nichtwähler die mit Abstand größte Wählergruppe bilden und zum dritten, dass Trump die Mehrheit der Menschen nicht überzeugen konnte. Doch auch wenn Hillary Clinton die Mehrheit der „popular vote“ gewinnen konnte, gelang es ihr nicht, die Mehrheit der Wahlmänner und -frauen zu erreichen und Trump die Präsidentschaft streitig zu machen. So ist das amerikanische Wahlsystem. Auch George W. Bush gewann damals auf ähnliche Art und Weise gegen Al Gore. Doch nicht jeder ist durch Trumps Sieg erschüttert. Einige sind auch froh, dass die ausgewiesene Falken-Politikerin Hillary Clinton verhindert werden konnte. Und tatsächlich ist nicht auszumachen, wie sich die Politik der USA unter Clinton gestaltet hätte – insbesondere bei der Nahostpolitik und der Haltung gegenüber Russland, aber auch der Handelspolitik gab es gute Gründe, Hillary Clinton als Präsidenten abzulehnen. Auch wenn sie viele Werte vertritt, die wir teilen und bei Trump so bitterlich vermissen - sie war nie eine ausreichend gute Alternative. Das ist vielleicht die traurigste Wahrheit des letzten Dienstags – dass es eine Wahl zwischen zwei Übeln war und es den meisten Wählern mehr darum ging, den anderen Kandidaten zu verhindern, als den eigenen wirklich ins wichtigste politische Amt der Welt zu hieven. Wie bedeutend dieses Amt ist, wurde uns immer wieder vor Augen geführt: Wir haben gesehen, wie ein Präsident George W. Bush sein Land und zahlreiche Verbündete kurzerhand in völkerrechtswidrige Kriege im Nahen Osten und Zentralasien gestürzt hat. Wir haben aber auch gesehen, wie ein Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama die Drohnenkriegsführung massiv ausgeweitet und außergesetzliche Exekutionen und Kriegsverbrechen in vielen Ländern verantwortet hat. Nicht von der Hand zu weisen, dass eine Präsidentin Clinton ebenfalls als außenpolitische Hasardeurin aufgefallen wäre. Wir werden es nie wissen. Was wir nun in den kommenden vier Jahren erleben werden ist die Präsidentschaft von Donald Trump – und die macht vielen von uns Angst – eine Angst, die vor allem dadurch verstärkt wird, dass das Phänomen Trump nicht auf die USA begrenzt ist. Die rassistischen und ausländerfeindlichen Untertöne der Brexit-Kampagne, das Erstarken rechter Parteien in ganz Europa, insbesondere des Front National in Frankreich, aber auch ähnlicher antieuropäischer, antimuslimischer, demokratiefeindlicher Bewegungen in den Niederlanden, Polen, Ungarn, Österreich, der Schweiz, der stete Abbau der Demokratie in unseren Nachbarstaaten wie Russland, der Ukraine, der Türkei oder Israel, und nicht zuletzt die Erfolge der organisierten Rechten in Deutschland - sie alle kulminieren zu einer gefühlten Renaissance braunen Gedankenguts quer über unseren Kontinent. Insbesondere unsere eigene rechte Bewegungen – von den Identitären über die Reichsdeutschen, PEGIDA und ihre Ableger, die AfD und die immer tiefer im braunen Sumpf fischende CSU – lassen den Rechtsruck in den USA so gefährlich für uns erscheinen: Droht uns bald auch ein ähnlicher Erdrutsch der Rechten? Um diese Frage zu beantworten, lohnt es sich, noch einmal den Blick auf die US-Wahl zu wenden. Trumps Erfolg beruht neben seinem Geschick als Entertainer und seiner Tabubrüche nämlich auch darauf, dass er brennende Themen gesehen und angesprochen hat, die von beiden Volksparteien viel zu lange ignoriert wurden - vor allem die Sorgen der „vergessenen Generation“ der arbeits- und hoffnungslosen weißen Unterschicht, die durch die Globalisierung, die Deindustrialisierung und nicht zuletzt durch die Finanzkrise ins gesellschaftliche Abseits befördert wurden. Die immer heterogener und bunter werdende US-amerikanische Gesellschaft und nicht zuletzt die Wahl eines schwarzen Präsidenten vor acht Jahren hat ihre Angst zunächst in Frust und später auch in Wut und Hass umgewandelt. Ihnen hat Trump immer wieder versprochen, Amerika wieder „zu alter Größe“ zurück zu führen („Make America great again“), ihnen „ihr Land zurückzugeben“ („Take our country back“). Auf diesen Menschen basiert sein Wahlsieg: in ihrer Mehrheit ältere weiße Männer ohne Collegeabschluss aus dem Herzland der USA. Sie versprechen sich von ihm eine Besserung ihrer Situation, sie sind nach seinem Sieg heute euphorisch und ermutigt. Verloren und verängstigt fühlen sich heute die Millionen von Afroamerikanern, Hispanics, Moslems und generell „people of color“, auf deren Kosten Trump seinen Wahlkampf führte und die von ihm zu Außenseitern im eigenen Land gemacht wurden. Sie sind es, die in den Augen vieler Trump-Wähler ihnen „ihr“ Land weg genommen haben. Viele von ihnen fragen sich, in was für einem Land ihre Kinder nun aufwachsen werden – einem toleranten oder einem bigotten? Einem, in dem sie als gleichberechtigte BürgerInnen wahrgenommen werden oder einem, in dem ihr Leben weiterhin weniger zählt als das von weißen AmerikanerInnen? Sie sind es, die trauern, weil sie den Eindruck haben, dass durch die Wahl Trumps der Hass, die Diskriminierung und die Ausgrenzung, die sie für überwunden gehalten hatten, nun demokratisch legitimiert und institutionalisiert wurden. Das zweite großes Thema, mit dem Trump das politische Establishment vorführte, ist die real existierende und weitgreifende Korruption des US-amerikanischen Politikbetrieb. Diese hat Trump gegen den Willen seiner eigenen Partei offen angeprangert, ebenso wie die Machenschaften der Wall Street und die verheerende Rolle der Finanzindustrie und die Auswirkungen einer ungezügelten Globalisierung auf die Lebensrealität der einfachen Menschen im Land. Wie glaubhaft diese Kritik aus dem Mund des Milliardärs Trump ist – für seine Anhänger geschenkt. Was zählt ist, dass er ein tatsächliches Problem anspricht - und einfache Lösungen verspricht. Damit hat er sich seinen Sieg gesichert. Ob er auf seine Ankündigungen tatsächlich effektive politische Taten folgen lässt ist dabei völlig offen – denn parallel zu seinen Tiraden gegen Finanzjongleure an der Wall Street hat Trump eben diesen Lockerungen und Deregulierungen versprochen. Welche seiner Versprechen er schlussendlich zu halten gedenkt wird man im kommenden Jahr sehen. Neben diesen beiden wiederkehrenden Themen seines Wahlkampfs sind es besonders Trumps Positionen zu unseren Kernthemen, die für uns als deutsche IPPNW von Interesse sein dürften: Atomwaffen, Frieden, Energiewende, Flucht und Vertreibung. Seine Haltung zu Atomwaffen ist wechselhaft und oft widersprüchlich. Ein Donald Trump am atomaren Drücker? Für viele ein Szenario wie aus einem Horrorfilm. Einem Mann, der mitten in der Nacht über Twitter wüste Beschimpfungen über Journalisten, politische Gegner oder Schönheitsköniginnen verschickt, soll der Nuclear Football anvertraut werden? Wie nah an Mitternacht kann die Weltuntergangs-Uhr gestellt werden? Unabhängig, wer in Russland und den USA am Drücker sitzt, drängt die Zeit zur Ächtung und Abschaffung von Atomwaffen – aber mit einem Donald Trump im Weißen Haus steigt die Sorge, dass wir mit unseren Bemühungen zu spät sein könnten. Wie sich Präsident Trump in Fragen von Krieg und Frieden verhalten wird? Seine diplomatische Unerfahrenheit und weltpolitische Naivität sorgen für Stirnrunzeln und Sorgenfalten – nicht nur in Berlin und Brüssel, sondern weltweit: Wie soll er als politischer Neuling in den zahlreichen Krisen und Konflikten rund um den Globus den Überblick behalten? Die Liste reicht von der Ostukraine über Libyen, Syrien, den Irak, Jemen, Afghanistan, den indischen Subkontinent, die koreanische Halbinsel bis ins Südchinesische Meer. In vielen dieser Konflikte stehen sich zudem Atomwaffenmächte gegenüber. Die USA sehen sich gerne als Weltpolizist, der „sanft spricht, aber einen großen Stock trägt“ („speak softly but carry a big stick“). Wie soll ein Donald Trump dieser Rolle entsprechen? Wird er mit der ungeheuren US-amerikanischen Militärmacht noch mehr Chaos und Leid verursachen als seine Vorgänger? Die Aktienkurse von Rüstungsfirmen stiegen jedenfalls nach der Wahl deutlich an – auch hier in Deutschland. Den Klimawandel hat Trump wiederholt als Erfindung der Chinesen abgetan, die die US-amerikanische Wirtschaft schwächen soll. Fracking, Atomenergie, Kohle und Gas - und eine Rücknahme von bereits erlassenen Umweltgesetzen und Klimavereinbarungen: das könnte der Weg des Donald Trump sein, wenn man seinen Äußerungen während des Wahlkampfs Glauben schenkt. Wegweisende Schritte in Richtung einer Energiewende sind von ihm nicht zu erwarten. Der weltgrößte Kohleförderer, Peabody Energy, legte an den Börsen jedenfalls schon mal deutlich zu. Trumps verstörender Hang zu Sozialdarwinismus und seine ausländerfeindlichen, rassistischen und verletzenden Äußerungen MigrantInnen gegenüber – sie sind Gift nicht nur für die USA, sondern auch für den gesellschaftlichen Diskurs hierzulande, insbesondere da Trump Deutschland und seine Migrationspolitik immer wieder als Negativbeispiel angeführt hat. Gefundenes Fressen für die antimuslimischen und ausländerfeindlichen Bewegungen hierzulande. Was also können, was müssen wir als deutsche IPPNW nun tun? Sollten wir unsere Strategien und unsere Prioriäten ändern? Dieser Diskussion müssen wir uns, gemeinsam mit unseren Schwesterorganisationen und vor allem Physicians for Social Responsibility (PSR) in den USA, stellen - auch wenn es für Antworten auf diese Fragen jetzt noch zu früh ist. Trump wird erst Ende Januar im Amt sein – für die ersten 100 Tage hat eine Reihe umwälzender politischen Entscheidungen angekündigt, die das Gesicht der USA ändern sollen. Im Frühjahr 2017 können wir uns dann vermutlich ein Bild davon machen, was uns in den nächsten vier Jahren erwartet. Was wir jedoch jetzt sofort tun können und sollten, ist dem Hass und der Ausgrenzung die Konzepte der universellen Menschlichkeit und der Ehrfurcht vor dem Leben entgegenzusetzen und die Abschaffung von Waffen beschleunigen, deren Konsequenzen wir nicht verantworten können. Und wir müssen versuchen, aus dem Wahlsieg Trumps zu lernen: Wie konnte ein politischer Außenseiter wie Trump Präsident des mächtigsten Staats der Welt werden? Welche Faktoren für seinen Wahlsieg sind für uns in Deutschland übertragbar? Wie können wir als IPPNW, als Mediziner, als Bürgerinnen und Bürger, dazu beitragen, einen gesellschaftlichen Rechtsruck wie in den USA abzuwenden? Wie können wir verhindern, dass sich auch hier in Deutschland eine „vergessene Generation“ frustrierter, abgehängter Menschen herausbildet, die Politiker wie Trump an die Macht bringen? Wie können wir helfen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und innerhalb des demokratischen Systems Lösungen für die Probleme der BürgerInnen zu entwickeln, damit sie nicht den einfachen Losungen rechter Rattenfänger hinterherlaufen? Wir sollten uns dabei bewusst sein, dass ein wesentlicher Faktor von Trumps Erfolg die Abkehr vom faktenbasierten rationalen Diskurs war. So schwer das für uns Europäer und vor allem für uns Deutsche manchmal vorstellbar ist: Trump hat es geschafft, seinen Wahlkampf jenseits von Fakten zu führen; durch eine gefährliche Mischung aus Wahrheit, Halbwahrheit und regelrechten Lügen. Mit dieser Art von Information (oder besser Desinformation) hat er seine Gegner allesamt vorgeführt – seine MitkandidatInnen bei den Republikanern, seine Kontrahentin Clinton, JournalistInnen und KommentatorInnen. Es ist bereits vom „postfaktischen Zeitalter“ die Rede, wo Fakten nichts mehr zählen, sondern nur noch Emotionen. Trump und seine Sprachrohre, rechte Blogs, Radio-Talkshows und Internetzeitungen, wurden nicht müde, Unwahrheiten und haarsträubende Übertreibungen zu verbreiten, Tabus zu brechen und gegen jegliche Gepflogenheit der Politik zu verstoßen - und das in einer Geschwindigkeit, mit einer Dreistigkeit und einer Vehemenz, mit der schlicht und einfach niemand mithalten konnte. Am Ende war es egal, was er sagte und ob es stimmte oder nicht. Selbst bei leicht überprüfbaren Tatsachen scheute er sich nicht davor, laut und vor allen Augen die Unwahrheit zu verkünden. Fakten und das Überprüfen von Aussagen interessierten offenbar viele Menschen einfach nicht mehr. Mit rationalen Argumenten waren seine Anhänger ohnehin nicht mehr zu erreichen – auch weil sie durch die neuen rechten Medien komplett vom Rest der Gesellschaft abgekoppelt werden konnten. Wir als deutsche IPPNW sollten uns dieser neuen Realität bewusst werden, denn auch in Deutschland sehen wir, dass langsam eine parallele Medienwelt entsteht und sich Menschen so aus dem gesellschaftlichen Diskurs abkoppeln. In der Debatte um Zuwanderung und Asyl erleben wir auch hierzulande, dass Fakten immer weniger zählen und dafür immer mehr mit Emotionen und Stimmungen gearbeitet wird. Wir sollten uns für diesen Diskurs wappnen, Fakten prüfen, bevor wir sie verbreiten und unsere eigenen Aussagen als IPPNW immer auf den Prüfstand stellen, um der Versuchung nicht zu erliegen, uns ebenfalls ins postfaktische Zeitalter aufzumachen und so unsere Glaubwürdigkeit als Medizinerorganisation zu verlieren. Die kommenden Monate und Jahre werden uns einige Überraschungen bescheren. Es ist nicht auszuschließen, dass ein Präsident Trump direkt oder indirekt auch Positives bringen wird. Schon jetzt organisiert sich eine breite politische Widerstandsbewegung – die vor allem die Jugend mitreißt, die in ihrer überwiegenden Mehrheit gegen Trump gestimmt hat und eine progressivere Politik in ihrem Land wünscht – sie sind die Zukunft. Seine Ablehnung von TTIP, der angekündigte versöhnlichere Kurs gegenüber Russland, sein Vorschlag, die Rolle der USA innerhalb der NATO zurückzufahren und sich insgesamt mehr aus den Konflikten anderer Länder herauszuhalten – es liegen bei aller Unberechenbarkeit und Willkür seiner Ankündigungen auch Chancen in einer Präsidentschaft Trumps – wenn man seinen Ankündigungen jetzt schon Glauben schenken mag. Dabei sollten wir uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass er US-amerikanische (und seine eigenen) Interessen immer vor die der Weltgemeinschaft stellen wird. Und wir sollten diejenigen nicht vergessen, die Opfer seines Wahlkampfs wurden. Ob er es sich als Präsident leisten kann, weiterhin die Mehrheit im Land auszugrenzen und zu diffamieren und welche Auswirkungen seine Präsidentschaft auf den ohnehin brüchigen gesellschaftlichen Zusammenhalt in den USA haben wird – all das wird die Zeit zeigen. Wir sollten dabei auch die deutsche Geschichte nicht vergessen und unsere eigenen Erfahrungen mit Demagogen und Menschenfängern: Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihre Großeltern oder lesen Sie ein Geschichtsbuch. Dr. Alexander Rosen
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im November

Bevor wir Sie nun auf unser Programm im November hinweisen, wollen wir Ihnen noch sagen, dass wir uns sehr freuen, dass der Sendesaal von Kulturstaatsministerin Monika Grütters letzte Woche nach 2014 zum zweiten Mal für sein "kulturell herausragendes Programm" mit dem Spielstättenprogrammpreis APPLAUS ausgezeichnet wurde. Der mit 15.000€ dotierte Preis wird diesem Programm voll zugute kommen. Und hier sind nun unsere Konzerte im November. Zwischen intim Unbekanntem wie dem Trio von Sängerin Lucia Cadotsch (10.11.) und großen Namen wie dem Saxophonisten Charles Lloyd (14.11.) ist hoffentlich auch für Sie wieder etwas dabei, das auf Ihr Interesse stößt. Vielleicht finden Sie ja in der Stunde, die Sie durch die Zeitumstellung heute Nacht gewonnen haben, Zeit und Muße, sich unsere Angebote genauer anzuschauen. Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Herzlich willkommen dann im Sendesaal Für heute allerbeste Grüße Peter Schulze   Inhalt 04.11. Jazzchor Freiburg 10.11. Lucia Cadotsch Speak Low 12.11. Saltarello: Theo Plath und Fabian Müller 13.11. Matinee: Althastedter Kammerorchester 13.11. Håkon Kornstad Ensemble 14.11. Charles Lloyd 17.11. Omer Klein Trio 18.11. konzert im dunkeln: Josep-Maria Balanya 22.11. Amaryllis Quartett: amaryllis 3 x 3 25.11. 19. Festival der pgnm - 1. Konzert 26.11. 19. Festival der pgnm - 3. Konzert 30.11. Detmolder Kammerorchester 04.11. Jazzchor Freiburg Freitag, 04. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Mit einem runderneuerten Konzertprogramm ist der Jazzchor Freiburg wieder zu Gast im Sendesaal. „Schwing!“ bleibt das Motto, die programmatische Klammer des Konzerts – wie schon vor zwei Jahren, als die Freiburger zuletzt vor ausverkauftem Haus begeisterten. SCHWING! - reloaded Jazzchor Freiburg - auf Tour mit Swing im Gepäck Jazzchor Freiburg Helmut Lörscher - Klavier Klaus Frech - Bass Michael Heidepriem - Perkussion Leitung: Bertrand Gröger Mit einem runderneuerten Konzertprogramm ist der Jazzchor Freiburg wieder zu Gast im Sendesaal. „Schwing!“ bleibt das Motto, die programmatische Klammer des Konzerts an der Bürgermeister-Spitta-Allee – wie schon vor zwei Jahren, als die Freiburger zuletzt vor ausverkauftem Haus begeisterten. Aber im Unterschied zu 2014 wird Chorleiter Bertrand Gröger dem Bremer Publikum diesmal einen Ausblick auf das kommende Repertoire bieten: „Infusion“. Kaum eine Entwicklung im Jazz hatte eine vergleichbare Breitenwirkung wie seine Verschmelzung mit Rock, Funk und Latin zu „Fusion“ – Persönlichkeiten wie Miles Davis, Pat Metheny oder Joe Zawinul haben unsere Hörgewohnheiten tiefgreifend verändert. Gröger und der langjährige „Hofarrangeur“ des Jazzchors, Klaus Frech, haben etliche der ursprünglich instrumentalen Titel erstmalig singbar gemacht. Im Sendesaal präsentiert der Jazzchor Freiburg ein Programm, das auch dem Jazz-fernen Publikum einen unkomplizierten Zugang bietet und seine mitreißende Energie nicht zuletzt aus den Brüchen und Reibungen der unterschiedlichen musikalischen Sprachen und Idiome bezieht. Begleitet wird der Chor dabei von seinem bewährten Jazz-Trio an Klavier, Kontrabass und Schlagzeug. www.jazzchorfreiburg.de www.facebook.com/jazzchorfreiburg Eine Veranstaltung von Jazzchor Freiburg 10.11. Lucia Cadotsch Speak Low Donnerstag, 10. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets SPEAK LOW ist die neue Working Band der Zürcher Wahlberlinerin und Sängerin Lucia Cadotsch. In minimalistischer Besetzung mit Saxophon und Bass bringen sie ihre eigenen Versionen bekannter Standards wie Gloomy Sunday oder Strange Fruit. Sie nennen das Acoustic Retro-Futurism - und damit sind sie im Sendesaal goldrichtig. Dieses Konzert ist neben dem Auftritt beim JazzFest Berlin am 5.11. die letzte Gelegenheit des Jahres die Band in Deutschland zu hören. LUCIA CADOTSCH SPEAK LOW acoustic-retro futurism The Art of keeping it simple and raw! Lucia Cadotsch (CH) - Stimme Otis Sandsjö (SE) - Tenorsaxophon Petter Eldh (SE) - Kontrabass SPEAK LOW ist die neue Working Band der Zürcher Wahlberlinerin Lucia Cadotsch. Sie singt mit Petter Eldh am Kontrabass und Otis Sandsjö am Tenor eine berückend schöne Sammlung von modern Traditionals, wie Gloomy Sunday, Strange Fruit und Moon River. In Versionen, die unverkennbar den Stempel Berlin 2016 tragen. Live, minimalistisch, symphonisch! Raw like Ceviche! Analog ist das neue Berghain! "We ́re putting all our ideas into one rocket, we fire that off, it explodes and spreads out all over the fucking place but some of the stuff is gonna land right where we ́re standing and what is left, is what we use.“ So formuliert Petter Eldh die Magie von Speak Low. Man könnte aber auch sagen: Das besondere an diesem Trio ist, es gibt weder ein Rhythmus- noch ein Harmonie-Instrument. Aber wer denkt, sie seien somit in ihrem Ausdruck limitiert, irrt. Die Drei haben alles, was sie brauchen, um diese wunderschönen Songs auf ihre ureigenste, aufwühlende, sehr heutige Art zu interpretieren. Hier hörst du das Saxophon und denkst an einen Vintage-Synth, dort klingen die Saiten und das Holz des Basses wie die Kick und die Claps einer 808. Aber: No effects, it`s a Band und zwar eine, die mit allem spielen kann und es tut. Darin und darüber singt Lucia Cadotsch frei, direkt und stolz, wie ein Instrument und wie eine Erzählerin. Was sie singt, klingt immer echt, weil der Song und ihr Herz es ihr genau so flüstern. Die ZEIT sieht in der Schweizerin eine der wichtigen Protagonistinnen „der Wiederbelebung des Jazz-Gesangs jenseits der abgenutzten Standards und Singer-/Songwriterinnen-Klischees. Die Zürcher Wahlberlinerin, hat mit dem Musikerkollektiv Schneeweiss + Rosenrot drei Alben aufgenommen. 2012 gewann sie mit ihnen den neuen deutschen Jazzpreis. Mit Wanja Slavin (Echopreisträger Bester Saxophonist National 2014) betreibt sie die Liun and the Science Fiction Band, Synthpop für die Menschen von übermorgen. Allein letztes Jahr hat sie mit der Gruppe Yellow Bird ein super-dada Bluegrass-Album herausgebracht und mit Hayden Chisholm und dem Lucerne Jazz Orchester den Big-Band-Swing alter Prägung ins 21ste Jahrhundert geholt. Der schwedische Bassist und sein Landsmann Otis sind beide keine Unbekannten auf der Jazzszene. Petter spielt etwa beim Django Bates Trio, AMOK AMOR (mit Peter Evans), Kit Downes und unzähligen anderen Formationen, veröffentlicht wie ein Wilder, inzwischen auch auf seinem eigenen Label (Galatea Records) und spielt jährlich über 100 Konzerte auf internationalen Bühnen. Otis, Mitglied der Bands Farvel und Gothenburg Gadjos ist dabei, sich durch sein aussergewöhnliches Spiel auf dem Saxophon einen eigenen Namen in der Szene zu machen. Zusammen auf der Bühne sind jene drei eine Macht, die die Geschicke jedes Abends lenken kann. Die Songs, die sie spielen bilden das Herz ihrer Performance aber darin und dazwischen ist alles möglich. Einige Pressestimmen: "Hinter dieser Musik steht nicht nur ein Sound, den man so noch nicht gehört hat, sondern eine musikalische Haltung, vor deren Klarheit und Kompromisslosigkeit man sich spontan verbeugen möchte. Ich habe lange nichts derart Beeindruckendes mehr gehört. Schon jetzt eines der besten Vocal Jazz Alben des noch jungen Jahres." Volker Doberstein, JAZZPODIUM 03/16 "Speak Low, Strange Fruit, Ain't got no, i got life, Don't Explain, Gloomy Sunday, Slow Hot Wind und Moon River, hier wird nichts ausgelassen (…) und trotzdem klingen alle Songs, als hörte man sie zum ersten Mal." bak, CONCERTO 1/2016 "Kollossal." JAZZTHING «Hier singen die Liebe und der Schmerz, sie klingen wahr und man glaubt ihnen, dass sie sich behaupten können im Gerumpel unserer Zeit.» Francesco Wilking "Mit dem Tenorsaxofonisten Otis Sandsjö und dem Bassisten Petter Eldh hat Cadotsch für jeden Song eine spezifische und doch flexible Herangehensweise erarbeitet, die in jedem Fall klangliche Extravaganzen mit starker emotionaler Wirkung beinhaltet – mal werden die Basssaiten aufs Griffbrett gepeitscht, mal klingt das Saxofon so, als werde es richtiggehend stranguliert. In diesem Kontext entfaltet die lyrisch-kraftvolle Stimme von Lucia Cadotsch einen sinnlichen Zauber ohne Zuckerguss." Tom Gsteiger, DER BUND (CH), 17.03.2016 "Ihre Auftritte sind beeindruckend...sobald sie zu singen beginnt, breiten sich Energien aus, die Räume öffnen. Etwas Unfassbares schwingt mit in der warmen Alt-Stimme der 31-jährigen Zürcherin (…)" Frank von Niederhäusern, Kulturtipp “In its best and most positive sense, Lucia can sing the shit out of any melody. She can phrase like a Grande Dame and she displays an experience and liberty with Time and the melody line which belie her age. Hearing her sing and playing behind and with her make you catch your breath and re-discover a song which you've played so many times before. Sophisticated Lady, indeed.” Uli Kempendorff, ICE, January 1st, 2016 "Eine ganz und gar ungewöhnliche und brilliante Interpretation berühmter Jazzstandards." jn, Kulturnews 3/2016 "Lucia's voice possesses for me the necessary subtlety and understatement to deliver such traditional jazz songs in our times. It is hard for me to imagine another contemporary vocalist with the ability to sing these tunes with such grace and controlled emotion." Hayden Chisholm, 2. November 2015 Unterstützt von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung 12.11. Saltarello: Theo Plath und Fabian Müller Samstag, 12. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 5 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Dieses saltarello-Konzert präsentiert zwei junge Ausnahmekünstler mit ausgefallenem Programm: den Fagottisten Theo Plath und Fabian Müller am Klavier. Saltarello - Ausnahmetalente im Sendesaal Theo Plath - Fagott Fabian Müller - Klavier Programm: Alexandre Tansman (1897-1986): Sonatine pour basson et piano Camille Saint-Saens (1835-1921): Sonate Op.168 ca Maurice Ravel (1875-1937): Alborada del gracioso Marcel Bitsch (1921-2011): Concertino pour basson et piano Heinz Holliger (*1939): Drei Stücke für Fagott solo Ludwig van Beethoven (1770-1827): Auswahl aus den Bagatellen Op.33 Roger Boutry (*1932): Interférences I Theo Plath, 1994 in Koblenz geboren, erhält seinen ersten Fagottunterricht bei Nikolaus Maler und studiert derzeit bei Prof. Dag Jensen an der Hochschule für Musik und Theater München. Wichtige künstlerische Impulse erhält er zudem auf Meisterkursen bei Prof. Dag Jensen, Prof. Sergio Azzolini und Prof. Klaus Thunemann. Von 2007 bis 2013 ist er Mitglied im Bundesjugendorchester, wo er unter bedeutenden Dirigenten wie Sir Simon Rattle und Kirill Petrenko spielt. Theo Plath gewinnt zahlreiche Preise, darunter die 1. Preise des Aeolus-Wettbewerbs, des Crusell-Wettbewerbs und des Gasteig-Musikpreises München. 2009 wird ihm der Hans-Sikorski-Gedächtnis-Preis der Deutschen Stiftung Musikleben für die „Beispielhafte Interpretation eines zeitgenössischen Werkes“ verliehen. 2015 und 2016 gewinnt er ein Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs, 2015 als Solist, 2016 mit seinem Bläserquintett, dem Monet-Bläserquintett. Theo Plath ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und der Studienstiftung des Deutschen Volkes, zudem wird er seit 2014 als Stipendiat von der Mozart Gesellschaft Dortmund unterstützt. Nach seinem Orchesterdebüt 2010 mit den Bergischen Symphonikern tritt er unter anderem mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, den Nürnberger Symphonikern und den Dortmunder Philharmonikern auf. Er ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Festival „Spannungen“ in Heimbach und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, seine umfangreiche Konzerttätigkeit führte ihn bislang unter anderem nach Japan, Südafrika und Südamerika. Im Februar 2015 erschien seine erste CD, auf der mit Ramón Ortega Quero, Sebastian Manz, Marc Gruber und der Württembergischen Philharmonie Reutlingen unter der Leitung von Ola Rudner die Sinfonia concertante von W. A. Mozart zu hören ist. »Ausnahme-Pianist« (WAZ) und »Tastenkünstler mit großer Zukunft« (General-Anzeiger) – sowohl Presse als auch Publikum zeigen sich begeistert und sind sich einig: Fabian Müller steht am Anfang einer aussichtsreichen Karriere. Der junge Pianist hat seine Begabung in jüngster Zeit vielfach unter Beweis stellen können. Als erster Preisträger beim Frankfurter Wettbewerb Ton und Erklärung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im Januar 2015, der Wahl von der International Holland Music Sessions zur Teilnahme an der Reihe New Masters on Tour, mit dem vielbeachteten Education-Projekt Ein Jahr mit György Ligeti beim Klavier-Festival Ruhr, bei dem er die musikalische Verantwortung hatte und das mit dem Junge Ohren Preis 2014 ausgezeichnet wurde, oder auch seiner Aufnahme in die Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung für die Konzertreihe Best of NRW konnte Fabian Müller viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Seine Erfolge öffneten ihm die Tür zu einem verheißungsvollen Konzertjahr 2015/16, das mit zahlreichen Höhepunkten aufwarten kann und in dem neben Recitals beim Klavier-Festival Ruhr, beim Heidelberger Frühling, beim Winners & Masters Gasteig, im Concertgebouw Amsterdam und in der Philharmonie Bratislava auch die Produktion seiner Debüt-CD Out of Doors ansteht. Fabian Müller, geboren 1990 in Bonn, begann im Alter von nur vier Jahren mit dem Klavierspiel. Seinen ersten Unterricht erhielt er von Rose Marie Zartner. Die außerordentliche Begabung des jungen Pianisten wurde bald erkannt und fand in zahlreichen 1. Preisen beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert ihre Bestätigung, denen kurz darauf weitere Auszeichnungen wie der Ibach-Preis, der Sonderpreise der Deutschen Stiftung Musikleben und der Jürgen-Ponto-Stiftung sowie 2011 der 1. Preis beim Prix amadéo de piano in Aachen  folgten. Das musikalische Flair seiner Heimatstadt hatte auf Fabians Entwicklung einen entscheidenden Einfluss. Aufgewachsen in der Brahmsstraße, unweit von Schumanns Sterbehaus und dem Geburtshaus Beethovens, kam er schon als Kind mit den deutschen Komponistengrößen in Berührung. Nach seinen ersten Konzerten an diesen besonderen Orten erhielt er mit 14 Jahren den Beethoven Bonnensis-Förderpreis der Bürger für Beethoven und entwickelte eine enge Verbindung zu dieser Musik, die schnell zum Zentrum seines Repertoires wurde. Mit 15 Jahren nahm Fabian Müller sein Studium an der Musikhochschule Köln bei Pierre-Laurent Aimard und Tamara Stefanovich auf und besuchte Meisterkurse bei Menahem Pressler, Pavel Gililov und Leon Fleisher. Besonders seinem Lehrer Aimard und dessen Kontakt zu vielen bedeutenden Komponisten der letzten Jahrzehnte ist es zu verdanken, dass der junge Pianist auch eine enge Beziehung zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts aufbauen konnte. Dies stellte er unter anderem im Jahr 2013 unter Beweis, als er Preisträger beim Ferruccio Busoni Klavierwettbewerb in Bozen wurde und darüber hinaus den Sonderpreis für die Interpretation zeitgenössischer Klaviermusik, den Internationalen Pressepreis sowie einen Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Ferruccio Busoni erhielt. Fabian Müllers Konzertengagements führten ihn bereits in die Philharmonie Köln, die Tonhalle Düsseldorf, die Beethovenhalle in Bonn und zu zahlreichen Auftritten ins europäische Ausland. Daneben gastierte er bei renommierten Festivals wie der Musikwoche Hitzacker, dem Aldeburgh Festival in England, den Musikfestspielen Mecklenburg-Vorpommern sowie den Schwetzinger Festspielen und spielte mit der Deutschen Streicher-Philharmonie, dem hr-Sinfonieorchester, dem WDR Sinfonieorchester und dem Beethoven Orchester Bonn. Zusammen mit der Klassischen Philharmonie Bonn tourte er 2012 durch Deutschland und trat unter anderem im Berliner Konzerthaus, der Glocke Bremen und dem Herkulesaal in München auf. 13.11. Matinee: Althastedter Kammerorchester Das Alt-Hastedter Kammerorchester unter der Leitung von Grigori Pantijelew bringt erneut ein anspruchsvolles Programm in den Sendesaal: John Cage und Wolfgang Amadeus Mozarts Posthorn-Serenade sowie Opernarien von Mozart, gesungen von Alexandra Lecce. ALT- HASTEDTER KAMMEROCHESTER Alexandra Lecce - Sopran Leitung - Grigori Pantijelew Programm: John Cage - Thirteen (1992) Wolfgang Amadeus Mozart - Opernarien Wolfgang Amadeus Mozart - Posthorn-Serenade KV 320 Das Alt-Hastedter Kammerorchester besteht seit 1983. Hier treffen sich Amateurmusiker, Musikstudenten und Berufsmusiker zu wöchentlichen Proben in der Alt-Hastedter Kirche in Bremen, um anspruchsvolle Stücke zu erarbeiten. Der damalige Domkantor Prof. Heintze setzte als Gründungsdirigent die Maßstäbe. Seitdem finden jährlich ein bis zwei Konzerte statt. Seit 2003 spielt das Orchester unter der Leitung des heutigen Dirigenten Grigori Pantijelew. Grigori Pantijelew studierte in Moskau Musikwissenschaft, Klavier und Dirigieren bis zum Abschluss 1983. Anschließend unterrichtete er an der Gnessin-Musikhochschule (heute Russische Musikakademie), führte Forschungsarbeiten durch, u.a. über Bach, und promovierte 1991 mit einer Dissertation über die bundesdeutsche Oper. Seit 1994 Bremer Bürger, unterrichtet er an der Universität und an der Volkshochschule. Mit dauerndem Erfolg lief 1996 bis 2008 im Bremer Theater am Goetheplatz „Die Dreigroschenoper“ unter seiner musikalischen Leitung. Darüber hinaus arbeitet er mit Sängerinnen und Sängern, gibt Konzerte. Mit großem Engagement arbeitet er auch mit musikalischen Laien, Orchestern und Chören. Alexandra Lecce wurde in Russland geboren, studierte an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Minsk ( Belarus ) bei Maria Guleghina und hat ihre Kenntnisse im Italienischen Gesang durch Meisterkurse in Italien mit Mirella Freni und Patrizia Morandini erweitert. Am National Theater für Opera und Ballet ( Minsk ) sang sie Partien im Lyrischen und Jugendlich-Dramatischen Stimmfach: Sie nahm an den Sommerfestspielen in Erewan (Armenien), Minski Herbst (Weißrussland) und Schleswig-Holstein teil. „Sie verfügt über eine gesunde, kraftvolle Stimme, die alle Nuancen vorstellt, und sie erreicht mühelos eine glanzvolle Höhe und ein großes Volumen. Sie betört uns mit ihrer hellen und warmen, atemklugen Stimme. Technische Virtuosität und akkurate Stimmführung sind selbstverständlich. Ihr leuchtender Sopran zeigt Sentimentalisches, Esprit und Anmut, Frische und eine vorbildlich gesunde Stimme.“ Professor Walter Gehlert, Juror internationaler Gesangswettbewerbe. Eine Veranstaltung des Alt-Hastedter Kammerorchesters 13.11. Håkon Kornstad Ensemble Sonntag, 13. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Håkon Kornstad's Tenor Battle war die Sensation bei der jazzahead! clubnight im Sendesaal. Im vollbesetzten Saal waren unverstärkte Stimme, Saxophon, Cembalo, Harmonium, Bass und Schlagzeug einfach atemberaubend und entrückend. Nun sind sie für ein volles Konzert zurück. Herzlich willkommen! Håkon Kornstad Ensemble Håkon Kornstad - Tenorsaxofon, Tenorstimme, Flöte Lars Henrik Johansen - Cembalo Frode Haltli - Akkordeon Per Zanussi - Kontrabass, singende Säge Øyvind Skarbø - Schlagzeug Håkon Kornstads Tenor Battle war die absolute Sensation bei der jazzahead clubnight im Sendesaal im April dieses Jahres. Selbst hartgesottene Kritiker wie Jon Newey (Jazzwise UK) rührte sein Auftritt zu Tränen. Håkon selber erinnert sich: "Als wir das letzte Mal bei der jazzahead von der Bühne des Sendesaales gingen, guckte sich die ganze Band an und sagte: WOW! Was für ein Saal! Der nahm unsere Musik,  schüttelte sie und warf sie auf eine akustisch phantastische Weise wieder aus. Ich bin so froh, dass wir nun wieder eingeladen wurden, in diesem wundervollen Saal ein volles Konzert zu geben. Er passt wie ein Handschuh zu unserem Mix von Jazz und Klassischen Liedern." Für Kritiker ist er das Aushängeschild des norwegischen Jazz. Obendrein ist er einer der wenigen Norweger, die im “Critics Poll” des US-Jazzmagazins Down Beat geführt worden sind. Er leitet die einflussreichen Wibutee und das Kornstad Trio, spielte mit Pat Metheny und Joshua Redman, und war eine der zentralen Figuren in Bugge Wesseltofts New Conception of Jazz. Håkon Kornstads Karriere schien auf ihrem Höhepunkt zu sein. 2009 ist der Musiker für ein paar Wochen in New York City, schaut sich Pietro Mascagnis Oper Cavalleria Rusticana an. Kurz darauf nimmt er erste Gesangsstunden. Es stellt sich heraus, dass in dem Mann, der als Saxophonist mehrfach für den norwegischen Grammy nominiert wurde, ein veritabler Tenorsänger steckt. Sechs Jahre später hat Kornstad einen Master-Abschluss der norwegischen Opernakademie und mehrere erfolgreiche Gesangsrollen. Hat der gebürtige Osloer das Saxophon jetzt vergessen? Wenn zwei Saxophonisten einer Session in den 50er Jahren um die Rolle des schnellsten und lautesten konkurrierten, nannte man das einen “Tenor Battle”. In Håkon Kornstads neuem Ensemble bekommt der Ausdruck eine gänzlich neue Bedeutung: eine frisch gefundene Tenorstimme trifft auf ein einzigartiges Tenorsaxophon. Wer wollte, könnte nun Schubladen aufmachen. Caruso trifft Coltrane? Björling trifft Garbarek? Opernarien von Massenet, Gluck und Bizet, sowie klassische Kunstlieder, gehen nahtlos in skandinavischen Jazz über. Håkon Kornstad singt auf Italienisch, Französisch und Deutsch, mit einer eindringlichen, hellen Tenorstimme. Wer “Tenor Battle” auflegt, wird sich auch an die Salonorchester der Schellack-Ära erinnert fühlen. Die Musiker in Kornstads Ensemble kommen aus Jazz, Folk und Klassik. Vier Jahre sind vergangen, seitdem sie zum ersten Mal aufeinander trafen. Sie haben ihrem Sound durch intensives Proben und ausgedehnte Konzerttouren in Norwegen Zeit gegeben, sich organisch zu entwickeln. Respektvoll und spielerisch zugleich ist das Quintett daran gegangen, instrumentale Stücke und klassische Arien zu arrangieren und dazu zu improvisieren. Das wahrhaft Genre-übergreifende Album Tenor Battle ist gleichzeitig das Debüt eines vielversprechenden klassischen Sängers. “Einer der besten Saxophonisten der Welt gibt sich als absolut einzigartiger und zutiefst intimer Sänger zu erkennen. Kaum jemals zuvor hat es ein Künstler geschafft, zwei so verschiedene musikalische Ausdrucksformen auf solch hohem Niveau zu verbinden, und zur gleichen Zeit ein so klares und kohärentes Werk zu schaffen.” KETIL BJØRNSTAD Hier erzählt Håkon Kornstad in einem kurzweiligen TED-Talk über seine Wandlung vom Tenorsaxophonisten zum Tenorsänger. 14.11. Charles Lloyd Montag, 14. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 30 Euro (ermäßigt 20 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der legendäre Saxophonist CHARLES LLOYD kommt mit seinem aktuellen Quartett wieder in den Sendesaal. CHARLES LLOYD Charles Lloyd - Saxophon, Flöte, Taragato Gerald Clayton - Piano Reuben Rogers - Bass Kendrick Scott - Schlagzeug Der Saxophonist Charles Lloyd, einer der großen spirituellen Musiker unserer Zeit, kommt mit seiner aktuellen Gruppe erneut in den Sendesaal. Er ist seit über 50 Jahren auf der Szene und war 2015 NEA Jazz Master (National Endowment for the Arts), was so etwas wie die Hall Of Fame für lebende Legenden des Jazz in den USA ist. 17.11. Omer Klein Trio Donnerstag, 17. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Bereits zum dritten Mal im Sendesaal: das neue Trio des israelischen Pianisten Omer Klein, mit Haggai Cohen-Milo am Bass und Amir Bresler, Schlagzeug. Omer Klein Trio Omer Klein – Piano Haggai Cohen-Milo – Kontrabaß Amir Bresler – Schlagzeug Omer Klein, häufig und gern gesehener Gast im Sendesaal, wächst in Israel auf und gilt in seinem Heimatland als “One of the most fascinating artists that have emerged from this country in the last decade” (City Mouse, Tel Aviv) Er studiert am New England Conservatory in Boston bei Danilo Perez sowie in New York unter Fred Hersch. In New York wird er sehr bald zu einem viel beachteten und angesehenen Mitglied der dortigen Jazzszene und spielt als Bandleader an so prestigeträchtigen Orten wie The Blue Note und Jazz At Lincoln Center. Heute lebt Klein in Deutschland, wurde mehrfach für Showcases bei der jazzahead! ausgewählt, tourt weltweit und ist daneben ein begehrter Dozent für Master Classes seines Fachs. Sein neues Trio mit mit Bassist Haggai Cohen-Milo und dem jungen Schlagzeuger Amir Bresler gastiert bereits zum dritten Mal im Sendesaal. Beide Musiker stammen wie er aus Israel. Mit Cohen-Milo, der heute in New York lebt, verbindet ihn eine lange musikalische Geschichte und Freundschaft. Amir Bresler kennen die beiden Musikern schon aus ihrer Schulzeit in Tel Aviv, wo Bresler heute noch lebt. Diese tiefe Verbundenheit gepaart mit der sprühenden Kreativität der einzelnen Musiker sind in jedem der Stücke zu spüren. Während ihrer Europa-Tournee in 2014 wächst dieses Trio um Omer Klein zu einer feinnervigen, gegenseitig auf kleinste Schwingungen reagierenden Einheit zusammen, die weltweit ihresgleichen sucht. Mit FEARLESS FRIDAY, dem aktuellen Programm und Album, spielen sich Omer Klein und sein neues Trio sicher nach oben in die Top-Liga des Jazz! „I feel that this trio, on this record, has reached the climax of what I've been trying to achieve with my music in the recent years: each song having a strong atmosphere and a distinct character, and each improvisation being open, fearless, daring, taking chances, embracing mystery and surprise.“, so Omer Klein in einem Interview. Mehr Informationen unter www.omerklein.com 18.11. konzert im dunkeln: Josep-Maria Balanya Freitag, 18. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Ein konzert im dunkeln mit dem katalanischen Pianisten Josep-Maria Balanyà. konzert im dunkeln Josep-Maria Balanyà - Piano Hier sind Josep-Maria Balanyàs Überlegungen zu seinem Konzert im Dunkeln: Eine nackte Improvisation Wenn Du keine blinde Person bist, fühlst Du Dich im Dunkeln vielleicht nackt, ohne das Klavier zu sehen, die Saiten, die Noten… Auf der anderen Seite: wenn Du nackt bist in der Natur, in der See, auf dem Feld, dann fühlst Du Dich frei von sozialen Zwängen, frei von Regeln, Du fühlst Dich einfach vollkommen frei. In einem dunklen Saal mit Publikum kann Improvisation auf dem Piano eine ganz andere Richtung nehmen als in einem hellen Saal. Ich glaube, diese Erfahrung hat nichts damit zu tun, wie es ist mit geschlossenen Augen zu spielen. Natürlich kannst Du in einem hellen Saal mit geschlossenen Augen spielen, aber Du weißt, dass, wenn Du die Augen aufmachst, Du wieder sehen kannst. Tatsächlich machst Du die Augen manchmal oder sogar häufig auf und zu während eines Konzertes, oder Du spielst die ganze Zeit mit geöffneten Augen. Aber: wenn Du die Augen aufmachst und siehst absolut nichts, dann wirst Du die Improvisation von einem anderen Blickwinkel her angehen. Für einen nicht-blinden Hörer kann es auch eine andere Erfahrung sein. Erstens schließen einige oder sogar viele Hörer ihre Augen während eines Konzertes. Zweitens müssen sie kein Instrument spielen, sondern bleiben auf ihrem Platz sitzen. Sie sind mit Sicherheit geschützt durch die Dunkelheit. Im Gegensatz dazu ist der Musiker mehr ausgesetzt, die leiseren Klänge erreichen die Ohren der Hörer ohne jede visuelle Beeinträchtigung. In solchen Umständen, in denen wir uns selber eines unserer Sinne berauben, werden wir eine andere Wirklichkeit leben und die Wahrnehmung von „normaler“ Zeit wird verzerrt werden. Um diese Erfahrung vollkommen zu machen und um auch nur die geringste Möglichkeit von Licht zu vermeiden, wird dem Publikum empfohlen, Scheuklappen mitzubringen. Eine nackte Improvisation aus meiner musikalischen Sprache, eine pure Hörerfahrung. Josep-Maria Balanyà, geboren im Juli 1949 in Barcelona, bekommt schon früh Klavierunterricht, singt im Kirchenchor, spielt bei verschiedenen Musikgruppen der musikalischen Bewegung "Música Laietana" und studiert Ende der siebziger Jahre in der Schweiz an der "Swiss Jazz School" u.a. bei Fritz Pauer und Joe Haider. Nach dem Studium verlässt er die Schweiz in Richtung Mexiko wo er im Radio und an Universitäten Vorträge über sein Projekt "Ökologischer Jazz" hält. Ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit Biologen und Meereskundlern entstand. Er tritt auf internationalen Festivals auf, produziert mehrere CDs u.a. mit Joachim Kühn, Walter Quintus und Michiel Borstlap und erforscht die Klangfülle und Akustik des Klaviers. Zurück in Barcelona arbeitet er an neuen Konzepten für Solo-Klavier. Tourneen quer durch die Welt folgen. 22.11. Amaryllis Quartett: amaryllis 3 x 3 Dienstag, 22. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 10 Euro) Abo für alle drei Konzerte der Reihe amaryllis 3 x 3: 50 Euro Hier geht es zu den online-Tickets Das Amaryllis Quartett gestaltet seine Steichquartett-Reihe amaryllis 3x3 gewohnt ambitioniert: Unter dem Motto "Aufbruch" stellt es zwei der ganz großen Streichquartette von Ludwig van Beethoven und Bela Bartok vor. Amaryllis Quartett - „Aufbruch“ Gustav Frielinghaus - 1. Violine Lena Sandoz - 2. Violine Tomoko Akasaka - Viola Yves Sandoz - Violoncello Programm: Ludwig van Beethoven: Streichquartette op. 18/6 und op. 130 Béla Bartók: Streichquartett  Nr. 3 Unter dem Motto 3x3 gestaltet das Amaryllis Quartett eine Streichquartett Reihe mit drei Konzerten pro Saison in Hamburg, Lübeck und Bremen. Das mit Aufbruch betitelte Programm stellt Werke von zwei der wichtigsten Streichquartett Komponisten gegenüber, die mit Ihren Quartetten jeweils neue Wege und klangliche Ausdrucksmöglichkeiten ausloteten. Schon in seinem Jugendwerk op. 18/6 weisst Beethoven im vierten Satz „La Malinconia“ mit seinen rätselhaft schroffen Wechseln der unterschiedlichen Ausdruckscharaktere auf die Kompositionsweise seiner späten Quartette hin. Im Finalsatz seines op. 130 sprengt er mit der „Großen Fuge“ alles bis dahin Geschaffene in Form und Ausdruck und scheint direkt zu Bartók und in unsere Zeit aufgebrochen zu sein. Auch für das Amaryllis Quartett selbst wird das Konzert zum Aufbruch: Nach zehn gemeinsamen Jahren in unveränderter Besetzung hat im vergangenen April Tomoko Akasaka die Position der Bratschistin übernommen. Das Quartett zählt nach großen Wettbewerbsgewinnen und der ECHO Klassik Auszeichnung 2012 zu den besten Quartetten seiner Generation. Im Bremer Sendesaal produzierte das Quartett seine erfolgreiche CD-Farbenreihe mit Red, Green, Blue und Yellow (Veröffentlichung im Oktober 2016). Durch Erwerb eines Abonnements erhalten Sie Karten für drei Konzerte zum Preis von zwei Veranstaltungen. Eine Veranstaltung des Amaryllis Quartetts 25.11. 19. Festival der pgnm - 1. Konzert Freitag, 25. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Maul ist der Text - ist dieses 19. Festival der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) überschrieben. Es geht um Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen. Dabei zu hören in diesem ersten Konzert ist z.B. Shelley Hirsch. 19. Festival der projektgruppe neue musik bremen Das Maul ist der Text - Konzert 1 Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen Ausführende: Neue Vocalsolisten Stuttgart MAM.Manufaktur für aktuelle Musik (Deutschland) Shelley Hirsch (USA) - Stimme Joke Lanz (Schweiz/Deutschland) - Turntables/Live-Elektronik Paul Hübner (Deutschland) - Trompete Programm: György Ligeti: Aventures I (1962-65) - für drei Sänger und sieben Instrumentalisten Shelley Hirsch / Joke Lanz: Duo Frank Cox: Entstehung II (2001) - für 6 Stimmen Aaron Cassidy: "What then renders these forces visible is a strange smile" (2008) - for solo trumpet Hannes Seidl: Dies ist die Geschichte von einem Mann … (2013) - für Ensemble und Playback Nähere Informationen gibt es unter www.pgnm.de Eine Veranstaltung der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) Mitschnitt Radio Bremen/Nordwestradio 26.11. 19. Festival der pgnm - 3. Konzert Samstag, 26. November 2016 | 20:30 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Maul ist der Text - Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen. Im 3. Konzert des 19. Festivals der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) ist dabei u.a. die französische Bassistin und Stimmartistin Joëlle Léandre zu hören. 19. Festival der projektgruppe neue musik bremen Das Maul ist der Text - Konzert 3 Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen Ausführende: Neue Vocalsolisten Stuttgart Christoph Ogiermann (Bremen) - Klangregie Joëlle Léandre (Paris) - Stimme/Kontrabass MAM.Manufaktur für aktuelle Musik (Deutschland) Programm: Samir Odeh-Tamimi: Jarich (Mondgott) (2013/14) - für drei Frauenstimmen Joëlle Léandre: Solo Zad Moultaka: Hummus (2013/14) - für sieben Stimmen Eduardo Moguillansky: Bandskizzen (2010/11) - für sechs Megaphone und Zuspiel Christoph Ogiermann: Parole (2012) - für vier verstärkte Solostimmen mit 4-kanaligem Zuspiel Nähere Informationen unter www.pgnm.de Eine Veranstaltung der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) Mitschnitt Radio Bremen/Nordwestradio 30.11. Detmolder Kammerorchester Mittwoch, 30. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Detmolder Kammerorchester unter der Leitung von Alfredo Perl hat für seinen diesjährigen Abstecher in den Sendesaal Mozarts Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott sowie Max Regers Violinkonzert op. 101 im Gepäck. Detmolder Kammerorchester Linus Roth - Violine Alfredo Perl - Leitung und Klavier Programm: Wolfgang Amadeus Mozart: Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, KV 452 Max Reger (1873-1916): Violinkonzert op. 101 in der Fassung für Kammerorchester und Violine solo von Rudolf Kolisch für Schönbergs "Verein für musikalische Privataufführungen" in Wien Ein Kammerorchester der besonderen Art! In diesem Jahr mit einem ECHO Klassik für seine Einspielung von Mahlers Das Lied von der Erde ausgezeichnet, weckt das Detmolder Kammerorchester seit nunmehr 60 Jahren durch mitreißende Musizierfreude die Begeisterung seiner Zuhörer. Mit vielseitigen Programmen und einem lebendigen Umgang mit der Konzerttradition entführen die internationalen Musiker ihr Publikum an bekannte und weniger bekannte Orte der Musikwelt. Im Detmolder Kammerorchester musizieren Studierende und junge Absolventen der Hochschule für Musik Detmold. Hervorgegangen aus dem renommierten Kammerorchester Tibor Varga besteht das Detmolder Kammerorchester seit 1954, in der heutigen Trägerschaft eines eingetragenen Vereins seit 1989. Nach Christoph Poppen und Eckhard Fischer ist seit 2009 Alfredo Perl Künstlerischer Leiter des Ensembles. Unter ihren Dirigaten hat sich das Orchester in einer eigenen Abonnementreihe im Konzerthaus Detmold regional einen hohen Bekanntheitsgrad erworben. Aber auch bei überregionalen Konzerten (u.a. Sendesaal Bremen, Festival classic con brio Osnabrück, Festival Musica S. Paderborn) und im europäischen und außereuropäischen Ausland (z. B. in Belgien, Peru, der Schweiz und Türkei) hat das Detmolder Kammerorchester als geachteter Botschafter der Musikstadt Detmold seine Vielfalt und Spielfreude unter Beweis gestellt. Konzertmitschnitte wurden vom Deutschlandradio Kultur und von Radio Bremen gesendet. Wichtiger Teil des DKO-Profils ist seit 2010 die Musikvermittlung. Hier begeistert das DKO unter unter Projektleitung von Guido Mürmann ein junges Publikum für klassische Musik. Mit den Musikvermittlungskonzerten ist das DKO in Grundschulen zu Gast und lädt in Kooperation mit dem Programm Kulturstrolche der Stadt Detmold die ganz jungen Zuhörer in seinen Orchesterprobenraum ein. Inzwischen wurde das Format um Workshops für Oberstufenschüler erweitert. Das Detmolder Kammerorchester hat mehrere CDs veröffentlicht, zuletzt bei Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (MDG) Gustav Mahler Das Lied von der Erde in der Fassung für Kammerensemble von A. Schönberg und R. Riehn. Für diese Einspielung ist das DKO mit dem ECHO Klassik 2015 ausgezeichnet worden. Hier gibt es ein Video vom DKO Künstlerische Leitung: Alfredo Perl 1965 in Santiago (Chile) geboren, studierte er zunächst in seiner Heimatstadt bei Carlos Botto und später bei Günter Ludwig in Köln und Maria Curcio in London. Seit seinem ersten Auftritt im Alter von neun Jahren gab der Künstler weltweit zahlreiche Konzerte, die ihn, Preisträger bedeutender Wettbewerbe, bald zu einem der führenden Pianisten seiner Generation werden ließen. Alfredo Perls weltweite Konzerttätigkeit führte ihn in die bedeutendsten Konzertsäle, unter anderem Barbican Centre London, Concertgebouw Amsterdam, Rudolfinum Prag, Großer Musikvereinssaal und Konzerthaus Wien, Herkulessaal München, Hamarikyu Asahi Hall Tokio, Teatro Colón Buenos Aires, Sydney Town Hall, Konzerthaus Berlin, Hamburger Musikhalle, Gewandhaus zu Leipzig, Alte Oper Frankfurt. Bei den renommierten Festivals wie dem Bath International Music Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Beethovenfest Bonn, dem Schleswig-Holstein Festival, dem classic con brio Osnabrück und den Haydn Festspielen in Eisenstadt ist er ein gern gesehener Gast. Als bemerkenswert vielseitiger Künstler spielte Alfredo Perl mit verschiedenen namhaften Orchestern, darunter London Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, Hallé Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Residentieorkest Den Haag, Melbourne und Sydney Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig sowie Mozarteumorchester Salzburg und MDR-Sinfonieorchester Leipzig. 1997 gab er sein Debüt bei den Promenade Concerts in der Royal Albert Hall in London. Neben seinen aufsehenerregenden Beethoven-Aufnahmen kann man Alfredo Perl mit Klavierwerken von Franz Schubert und Franz Liszt – darunter die Klavierkonzerte mit dem BBC Symphony Orchestra unter Yakov Kreizberg – auf CD hören. Er nahm kürzlich das gesamte Klavierwerk von Ravel für das Label Celestial Harmonies auf. Für BBC Television nahm er die 24 Préludes von Chopin auf DVD auf. Die laufende Saison führte ihn unter anderem erneut in den Herkulessaal München, die Semperoper Dresden, das Gewandhaus zu Leipzig sowie zum Rheingau Musikfestival. Perl ist Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Detmold und seit 2009 Künstlerischer Leiter des Detmolder Kammerorchesters.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 13.11.16  +  

Nachrichten von "KünstlerInneninitiative Unruhestiften"

Das bundesweite Büro für Offensivkultur - gegründet von Konstantin Wecker und Heinz Ratz - gibt es seit einigen Wochen. Es soll als schnelle Eingreiftruppe agieren bei kurzfristig zu organisierenden Auftritten gegen Nazis und Rassismus + gegen Kriegseinsätze (Näheres dazu s.u.). Die KünstlerInneninitiative Unruhestiften unterstützt dieses neue Netzwerk von ganzem Herzen und ruft alle KünstlerInnen und Kulturschaffenden auf, selbst aktiv mitzumachen und das wichtige Anliegen zu verbreiten. Laßt uns gemeinsam vor Ort eine neue Qualität entwickeln im Widerstand gegen rechts, im Organisieren von spontanen Protestaktionen. Zum Beispiel dort, wo es keine örtliche Infrastruktur gibt zur Durchführung kultureller Aktionen gegen Nazis, gegen Rassismus, gegen Kriegseinsätze. „Gegen das Starre – Sprungbereit: Bereits 2006 machten die Liedermacher Konstantin Wecker und Heinz Ratz in einer gemeinsamen Tour auf die fast unmerklich wachsende Neonazi-Szene aufmerksam. Schon damals schlug ihnen heftiger Widerstand entgegen. So sagte z.B. der Landrat in Halberstadt auf Druck der NPD das Konzert der beiden Künstler ab. In Hoyerswerda erklärte man, keine Neonazis mehr in der Stadt zu haben. Heute gehören brennende Flüchtlingsheime, rechte Drohungen und öffentliche faschistische Äußerungen fast schon zum Alltag. An Unmenschlichkeit aber darf man sich niemals gewöhnen. Deshalb wollen Wecker und Ratz nun erneut ein Zeichen setzen. 10 Jahre nach ihrer Antifa-Tour gründen sie das BOK (Büro für Offensivkultur), das als eine Art schnelle musikalische Eingreiftruppe agieren soll. Angestrebt wird ein pazifistisches, antifaschistisches Netzwerk aus Künstlern, Veranstaltern und lokalen Vereinen, das ein sofortiges Reagieren auf Menschenrechtsverletzungen, rechte Bedrohung oder Umweltdelikte möglich machen soll.“ (Aus der Information des Büros für Offensivkultur) http://offensivbuero.de/
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 13.11.16  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im Oktober

Bevor die Herbstferien diesen traumhaften Spätsommer ablösen (oder verlängern?), erfahren Sie in diesem Newsletter, was Sie auch nach den Ferien im Oktober bei uns erwartet (u.a. Nik Bärtsch, Christian Tetzlaff).  Aber eines haben wir noch in diesem Monat:  kommenden Freitag, am 30.9. tritt der grandiose iranische Kemenche-Spieler Kayhan Kalhor mit dem Rembrandt Frerichs Trio im Sendesaal auf. Dann geht es am 1.10. gleich weiter mit einem Songs & Whispers Special. Einzelheiten zu allen Oktober-Konzerten finden Sie weiter unten. Wenn Sie gerne Kulinarisches und Konzertantes genussvoll miteinander verbinden wollen, empfehlen wir Ihnen die Option "Menu & Konzert". Da kombinieren Sie ein 3-Gänge Menu im benachbarten Restaurant Geerdes am Sendesaal mit einem Konzert Ihrer Wahl im Sendesaal. Gut geeignet auch zum Verschenken. Herzlich willkommen im Sendesaal. Für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Das Restaurant Geerdes am Sendesaal ist zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Inhalt 30.09. Rembrandt Frerichs Trio feat Kayhan Kalhor 01.10. Songs & Whispers Special: RIDDLE & THE STARS und RIVERS OF ENGLAND 02.10. Camerata Instrumentale 15.10. Klavierabend - Kurt Seibert spielt Beethoven 16.10. The Waste Land 19.10. SCRIABIN CODE 20.10. Nik Bärtsch's MOBILE 21.10. Mehmet Polat Trio 24. und 25.10. residenz at sendesaal: Christian Tetzlaff spielt sämtliche Bach-Solowerke für Violine 27.10. Annette MayeŽs Vinograd Express & Gianluigi Trovesi 28.10. Marialy Pacheco und Joo Kraus 30.10. Duo Poetico Musicale 30.09. Rembrandt Frerichs Trio feat Kayhan Kalhor Freitag, 30. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der holländische Pianist Rembrandt Frerichs war bereits mehrfach Gast im Sendesaal. Dieses Mal kommt er mit historischen Instrumenten und hat dazu einen sehr besonderen Gast: den grandiosen iranischen Kemenche-Spieler Kayhan Kalhor. Kayhan Kalhor & Rembrandt Frerichs Trio Kayhan Kalhor (Iran)- Kemenche Rembrandt Frerichs - Fortepiano nach Walter, 1790 Tony Overwater - Violone, 17. Jhdt. Vinsent Planjer - Flüstertrommel Weltweit kennt das Publikum Kayhan Kalhor als Solisten der New Yorker Philharmoniker und Mitglied von Yo-Yo Ma's Silk Road Projekt. Auch das Rembrandt Frerichs Trio hat sich nicht nur in der Jazzszene einen Namen gemacht, sondern auch bei Neuer Musik auf Historischen Instrumenten. Diese Kombination schafft ungeahnte Synergien. Ihre erste CD hat das Ensemble 2015 gemacht. Sein Interesse an orientalischen Instrumenten hat Rembrandt zum Fortepiano gebracht, einem Instrument, das Mozart gespielt hat und das von Napoleon ins alte Persien gebracht wurde. Nun bringen Rembrandt Frerichs und Kayhan Kalhor Elemente mittelöstlicher Musik Euopäischen Ohren zurück. Rembrandt: "Seit vielen Jahren schwebt mir schon ein anderer Klaviersound vor, leichter als der Sound des modernen Flügels. In meiner Vorstellung mischte sich dieser neue Klang bestens mit dem melancholischen Sound der Kemenche. Ich bin froh, dass mich meine Vostellung nicht getrogen hat. Auf der Bühne teilen wir unsere Liebe für die Musik und Poesie des mittleren Ostens, improvisieren. Melodien kommen und gehen und unsere Unterhlatung enwickelt sich aus dem Moment heraus." 01.10. Songs & Whispers Special: RIDDLE & THE STARS und RIVERS OF ENGLAND Samstag, 01. Oktober 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 18 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Diese Ausgabe von Songs & Whispers Special ist ein double bill von RIDDLE & THE STARS (AUS/USA) and RIVERS OF ENGLAND (UK) Beide Bands des heutigen Abends stellen ihre gerade veröffentlichten neuen CDs vor „New Coastline“ (RATS) und „Astroyphysics Saved My Life“ (ROE). RIDDLE & THE STARS (AUS/USA) Ben Riddle - Stimme, Gitarre Bobbo Byrnes - Stimme, Gitarre Tracy Byrnes - Stimme, Bass Julian Claus - Schlagzeug Drei Kontinente, zwei Bands, ein Album!
 Riddle & The Stars ist ein gemeinsames Projekt von dem australischen Singer/Songwriter Ben Riddle und The Fallen Stars, einer American Rockband im Stil eines Tom Petty aus dem Süden Kaliforniens. 
Die Drei haben sich auf ihrer „Songs & Whispers“ – Circuit Tournee im Juli 2013 kennen gelernt. Dort teilten sie sich neben einer Wohnung auch das eine oder andere Live Konzert und begannen sich nach einiger Zeit gegenseitig bei ihren Songs zu begleiten. 
Auf einen Vorschlag aus dem „SONGS & WHISPERS“ Team hin, verbrachte die neugeformte Band Zeit im Studio des Musiknetzwerks und nahm dort ein Demo auf. Genau dieses Demo führte am letzten Tourtag zu der spontanen Idee, die Tourerlebnisse in einem gemeinsamen Album zu konservieren, dieses Album im Jahr 2014 auf dem Label „SONGS & WHISPERS“ zu veröffentlichen und die Band erneut einzuladen.
 Kurz darauf trafen sich dann alle drei im Süden von Kalifornien, und produzierten in drei Wochen das gesamte Album. Aufgenommen wurde es in den „Wandering Star Studios“ in Kalifornien von Bobbo Byrnes, Tracey Byrnes, Ben Riddle und einigen befreundeten Musikern. Das Album wurde durch Crowdfunding finanziert.
 Während die Alben von „The Fallen Stars“ durch eine eher klassische und zuweilen opulente Rockinstrumentierung geprägt sind, zeichnet sich „Ben Riddle“ in seinem Solowerk durch reduzierte und rein akustische Stücke aus. 
„This Is Happening“ ist eine musikalische Reise über drei Kontinente. Das Album ist inspiriert durch gemeinsame Erlebnisse auf dem Alten Kontinent, wurde eingespielt durch Musiker der „Neuen Welt“ und bewegt sich fließend zwischen intimen Singer / Songwriter, Americana, Country, Folk und Indie.
 Nun kehren „Riddle & The Stars“ nach Deutschland zurück, an den Ort, wo alles begann und stellen ihr Album New Coastline vor. www.riddleandthestars.com RIVERS OF ENGLAND Rob Spalding - Stimme, Akustische Gitarre Ian White - elektrische Gitarre Jacob Tyghe - Bass Brian Madigan - Schlagzeug Die Band Rivers of England aus Bristol nehmen mit einer Mischung aus Folk, Jazz, Rock und Blues, ihre Zuhörer auf ihrem neuen Album Astroyphysics Saved My Life mit auf eine Reise durch die Galaxien der Erinnerung. Ihre Musik erinnert an die Nick Drake- und John Martyn-Ära. Sie haben einen kraftvollen,  gitarrenlastigen alternativen Akustik-Sound. www.riversofengland.com 02.10. Camerata Instrumentale Sonntag, 02. Oktober 2016 | 19:00 Uhr | Eintritt frei | Spenden erbeten Anmeldung erforderlich über Mail: verena.schoenert@t-online.de oder Tel.: 0421-455891 (AB) Das Herbstkonzert 2016 widmet die Camerata Instrumentale unter Leitung von Jörg Assmann Werken von Robert Schumann und Richard Strauss. Als Solist ist Rodrigo Blumenstock - Oboe zu Gast. Camerata Instrumentale Rodrigo Blumenstock - Oboe Jörg Assmann - Leitung Programm: Robert Schumann (1810-1856): Ouvertüre zu Shakespeare’s « Julius Caesar », op. 128 Richard Strauss (1864-1949): Konzert für Oboe und kleines Orchester D-Dur Die Camerata Instrumentale der Musikschule Bremen ist ein Sinfonieorchester mit etwa 70 Mitgliedern zwischen 15 und 80 Jahren: Schüler, Studenten, Lehrkräfte, Ärzte, Lehrer, Rentner… . In wöchentlichen Proben erarbeitet es jedes Jahr zwei Programme für seine Frühjahrs- und Herbstkonzerte. Beim Laienorchester-Wettbewerb 1986 in Würzburg erspielte sich das Orchester einen ersten Bundespreis, dem beim Wettbewerb 2000 in Karlsruhe der Sonderpreis für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes folgte. Im Mai 2012 nahm die Camerata Instrumentale erfolgreich am deutschen Orchesterwettbewerb in Hildesheim teil. In den Programmen bemüht sich das Orchester, immer andere Soloinstrumente vorzustellen: So hat es z.B. von A. Dvořák das Konzert für Cello und Orchester in H-Moll gespielt, von Richard Strauss das Konzert für Horn und Orchester Nr. 1, von Joseph Haydn das Konzert für Trompete und Orchester in Es-Dur oder von Brahms die Rhapsodie für eine Altstimme, Männerchor und Orchester und diesmal das Oboenkonzert von Richard Strauß. Das Programm der Camerata umfasst Werke von der Romantik bis zur Moderne: So z.B. von Dimitri Schostakowitsch die Suite aus der Filmmusik „Die Stechfliege“, oder 2012 von Dinescu den 1. und 5. Satz der Schostakoviana (Uraufführung). Mit diesem Orchester werden Nachwuchsmusikern als Solisten hervorragende Auftrittsmöglichkeiten geboten. www.camerata-instrumentale.de Rodrigo Blumenstock studierte in Freiburg und Hannover bei Ingo Goritzki, Heinz Holliger und Hans Elhorst. Er ist Solo-Oboist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und war in der gleichen Funktion Gast bei führenden Symphonieorchestern. Als Solist trat er in Frankfurt (Alte Oper), Wien (Konzerthaus), Köln (Philharmonie), München (Herkulessaal), bei der "Bachwoche Ansbach", dem "Shanghai International Radio Music Festival", dem "Kammermusikfest Lockenhaus" (wo er mit Nikolaus Harnoncourt und Gidon Kremer zusammenarbeitete) und dem "Mozart Fest Würzburg" auf, begleitet von der Deutschen Kammerphilharmonie, der Solistengemeinschaft der Bachwoche Ansbach und dem WDR-Sinfonieorchester Köln. Seine musikalischen Aktivitäten reichen vom Spiel auf historischen Instrumenten, der Kammermusik (u.a. mit dem Beaux Arts Trio) und der Pädagogik (Lehraufträge für Oboe, Kammermusik und Bläsersatz an den Musikhochschulen Köln/Wuppertal, Essen und Lübeck) bis zur Neuen Musik. Mehrere Komponisten widmeten ihm Werke, darunter das Oboenkonzert "Extase" des Messiaen-Schülers Qigang Chen. Den Bläsersolisten der Deutschen Kammerphilharmonie wurde der Echo-Preis verliehen. Rodrigo Blumenstock ist Dirigent des Bremer Orchesters „Sinfonia Concertante“, in dem Musiker der Deutschen Kammerphilharmonie mit Bremer Bürgern, befreundeten Musikern und Musikstudenten zusammenspielen. Mit Gidon Kremer als Solisten dirigierte er die Deutsche Kammerphilharmonie auf einer Europa-Tournee in Sälen wie dem Barbican Center (London), dem Chatelêt (Paris) und dem Musikverein (Wien); er leitete zahlreiche Uraufführungen, u.a.  von Sofia Gubaidulina (Kölner Philharmonie), Xiaoyong Chen (Musikhalle Hamburg) und Luca Lombardi (Einweihung Hanse-Wissenschaftskolleg). Mehrmals war er Gastdirigent  der  „Orquestra Sinfônica da Bahia“ (Brasilien). Eine CD der Kammerphilharmonie portraitiert ihn als Oboisten, Kammermusiker und Dirigenten. Eine Veranstaltung der Musikschule Bremen 15.10. Klavierabend - Kurt Seibert spielt Beethoven Samstag, 15. Oktober 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Eine spannende Tour d´Horizon durch das Werk Beethovens in unterschiedlichen Lebensabschnitten verspricht der Pianist Kurt Seibert mit seiner abwechslungsreichen Programmauswahl. Kurt Seibert - Klavier Programm: Ludwig van Beethoven (1770-1827): Rondo C-Dur op.51/1 Sonate Es-Dur op. 7, Gräfin Babette von Keglevics gewidmet Rondo G-Dur, Gräfin Henriette von Lichnowsky gewidmet Sonate c- Moll op. 111, Erzherzog Rudolph von Österreich gewidmet Der Pianist Kurt Seibert hat sich nach seiner Emeritierung dem Klavierwerk Ludwig van Beethovens zugewandt und eine großangelegte Konzertreihe mit Beethovens Klavierwerken konzipiert. Es geht ihm dabei nicht um ein rein enzyklopädisches Vorhaben – etwa die 32 Klaviersonaten chronologisch aufzuführen –, sondern Bezüge zu den künstlerischen und ästhetischen Strömungen seiner Zeit zu verdeutlichen und auch Beethovens Kompositionen sowohl im Fokus seiner eigenen Entwicklung als auch im Fokus der über 200jährigen Beethoven-Rezeption zu beleuchten. Die große Sonate Op. 7 in Es Dur des 26-jährigen Beethoven - damals ein Shootingstar der Wiener Adelsgesellschaft, beliebt und bewundert - und die beiden, etwa zur selben Zeit entstandenen Rondos op. 51 zeigen einen Komponisten und Pianisten, der einerseits dem damals modernen Hammerklavier bisher ungehörte zarte und lyrische Klänge und Stimmungen zu entlocken versteht, anderseits die Klaviertechnik mit neuen, faszinierenden virtuosen Elementen bereichert. Die Sonate c-Moll op. 111, die letzte seiner Klaviersonaten, wenige Jahre vor seinem Tod in einem Lebensabschnitt komponiert, der von seiner fortschreitenden Taubheit und anderen Krankheiten sowie persönlichen Problemen geprägt war, ist zum Mythos geworden. In der Entstehungszeit nur von ganz Wenigen verstanden, hat sie, wie das gesamte Spätwerk im Lauf des 19. Jahrhunderts Kultstatus erhalten, der die Rezeption auch noch heute prägt. Die  dramatischen kompositorischen Modelle seiner frühen Werke, wie sie etwa die berühmte „Sonate pathetique“ prägen und die liebevoll, sehr persönlich ausgestaltete Lyrik etwa der Sonate op. 7, seinem  damaligen Schwarm, der Gräfin von Keglevics gewidmet – sie wurde schon zu seinen Lebzeiten „die Verliebte“ genannt - sind nun zu einer zeitlos gültigen Aussage verdichtet. Die Sonate op.111 hat Künstler, Wissenschaftler und Schriftsteller immer wieder zur Auseinandersetzung herausgefordert:  Ist die Botschaft des Werks: per aspera ad astra, durch Mühsal zur Erlösung? Stehen die beiden Sätze für „Eros und Erkenntnis“, wie es Adorno ausdrückt oder steht die Sonate, wie Alfred Brendel sagt, für ein „abschließende Bekenntnis seiner Sonaten und als ein Präludium des Verstummens“. Thomas Mann setzte dem Werk in seinem Roman Dr. Faustus wohl das bedeutendste Denkmal. Eine Veranstaltung von Kurt Seibert 16.10. The Waste Land Sonntag, 16. Oktober 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Im dritten Konzert der Harmonien der Welt-Reihe präsentiert sich das Berliner "Metamorphosen Musiktheater" mit dem Projekt "The Waste Land" nach T. S. Eliot. June Telletxea - Sopran / Klavier Andreas Arend - Theorbe / Laute Niklas Trüstedt - Rezitation / Violone Das Gedicht „Das wüste Land“ (englischer Originaltitel: The Waste Land) entstand in den frühen 1920er Jahren im Zuge einer persönlichen Krise des späteren Literatur-Nobelpreisträgers T. S. Eliot. Seine Form resultiert aus der engen Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Lyriker Ezra Pound. Die Zeilen stecken voller Zitate, Andeutungen, und vielschichtiger Verbindungen. Mit seiner eigenartigen Stimmung geht das epische Gedicht dem Leser bis heute an´s Herz und gilt im englischsprachigen Raum weithin als eines der bedeutendsten des 20. Jahrhunderts. Die musikalische Annäherung an den Text erfolgt von zwei Seiten: Englischen Madrigalen der Spätrenaissance stehen eigene Kompositionen für altes Instrumentarium gegenüber. Es entsteht ein dichtes Gewebe aus Erzählung, Allusion, und Klang. So werden Bereiche des Gedichtes kontrastierend ausgelotet, die als Überlagerung von Zeit und Raum angelegt sind. Eine Aufführung in der Literatur-Musik-Reihe „Epos - die Erzählung geht weiter“, die das Trio in Berlin betreibt, wurde dort in 2015 mit Begeisterung aufgenommen. Eine spezielle Fassung für den Sendesaal nutzt die besonderen Möglichkeiten von Raum und Radio. 19.10. SCRIABIN CODE Mittwoch, 19. Oktober 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Farben hören, Töne sehen. Das war schon vor über 100 Jahren das Ideal des Komponisten Alexander Scriabin. Das Stuttgarter Ensemble SCRIABIN CODE hat darauf ein neues, spannendes Konzertformat entwickelt. Das Ensemble: Daniel Prandl - Piano Martin Albrecht - Klarinetten, Electronics Dirik Schilgen - Schlagzeug Katharina Groß - Kontrabass Featuring Asli Kilic - Piano Visuals: Reinhard Geller Farben hören, Töne sehen – eine verkehrte musikalische Welt? Nein, ein neuer Kosmos voller Ideen und Entfaltungsmöglichkeiten! In einem innovativen Konzertformat zeichnet Martin Albrechts SCRIABIN CODE ein einmaliges audiovisuelles Seismogramm. Bereits der vor 100 Jahren verstorbene Pianist und Komponist Alexander Skrjabin hatte die Vision eines Gesamtkunstwerks. Er träumte davon, seine Musik mit allen Sinnen erlebbar zu machen. Diese Idee greift das Ensemble des SCRIABIN CODE auf, entschlüsselt die Klänge der klassischen Vorlage, denkt sie weiter und verwandelt sie in Neues. Zugleich erleben die Zuhörer, wie sich diese faszinierende Klangwelt in einer Live-Visualisierung zu einem bewegenden Sinnenrausch entfaltet. www.scriabincode.com 20.10. Nik Bärtsch's MOBILE Donnerstag, 20. Oktober 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der Schweizer Zen Funk Meister Nik Bärtsch kommt mit seiner neuen alten Gruppe MOBILE in den Sendesaal - gänzlich unverstärkt, unplugged. NIK BÄRTSCH'S MOBILE Nik Bärtsch - Piano, Komp. Sha - Baß- und Kontrabaßklarinette Kaspar Rast - Schlagzeug, Perkussion Nicolas Stocker - Schlagzeug, Perkussion Das 1997 entstandene akustische Quartett MOBILE ist die Quelle der Ästhetik von Nik Bärtschs ritueller Musikhaltung. Eine Haltung, die neben der Beschäftigung mit Konzepten der Reduktion und Repetition auch durch Bärtschs Faszination an der japanischen Kultur und Kampfkunst geprägt wurde. Musikalische Texturen aus Jazz, Funk, Neuer Musik, Minimalismus wie auch ritueller und sakraler Musik werden organisch verflochten und gebündelt. Dabei geht es Bärtsch und seinen musikalischen Partnern Kaspar Rast, Sha und Nicolas Stocker nicht um solofokussierte Virtuosität, sondern um das Ausloten eines energetischen Gruppenklanges. Hinter Bärtschs Entscheidung, aus konventionell interagierenden ad-hoc Ensembles auszusteigen, steckt das Anliegen, mit einem auf Kontinuität ausgerichteten Ensemble musikalische und soziale Energien von Grund auf neu zu befragen und zu erforschen. Diese „Musik-fokussierte Communitytruppe“, so Bärtsch, hat Konzerte von bis zu 36 Stunden absolviert, in denen jeweils Musik, Raum- und Lichtgestaltung, Video und Schwertkunst vereint wurden. Nach den sehr aufwändigen Musikritualen mit MOBILE wurde 2001 die Band RONIN gegründet, um mit dem erarbeiteten Material flexibler, direkter und elektrisch verstärkt musizieren zu können. Mit RONIN folgten drei ECM Studio-Alben Stoa (2006), Holon (2008) und Llyrìa (2010), und die CD Live (2012) mit Mitschnitten aus Konzerten der Jahre 2009 bis 2011. Nik Bärtsch verkörpert mit beiden Ensembles hartnäckig einen Pragmatismus, der dem Credo der asiatischen Kampfkunst (Bärtsch betreibt seit langem Aikido) entspricht: übe lange genug und das Geübte wird sich von selber verändern, wenn du wach und bereit bist. Demgemäß liegt in der Kraft des Wiederholens die stetige Entwicklung und das Potential, dass ein musikalisches System eine Eigendynamik annehmen kann. Die Musik entwickelt sich spiralförmig, dabei erinnern die auf Wiederholungen bestimmter Bauteile basierenden Konstruktionen an die pulsierenden Muster des klassischen Minimalismus. Doch im Unterschied zu dessen Klangwelt werden Bärtschs Stücke durch Rhythmen und Beats vorangetrieben, nicht durch schwebende Pulsationen. „Die rhythmische Organisation der Module ist eher verwandt mit Strategien von Stravinsky und Ligeti, des Funk oder gewisser ritueller Musik als mit dem klassischen Minimalismus, der meist auf linearen rhythmischen Pointilismus setzt. Wir gestalten den Rhythmus als dramaturgisches Gefährt: Uns interessiert sein Spin und sein Potential als akustisches Vexierbild“, resümiert Bärtsch. Ein wichtiger Einfluss für Bärtsch ist ein frühes Stück von György Ligeti: „Continuum für Cembalo solo“ von 1968. Ligetis rhythmische Raffinesse, das Interesse an neuer Musik und die Suche nach Lösungen, alte mit neuer Musik zu verbinden, entspricht dabei Nik Bärtschs Haltung. So konsequent die Musik auch Bärtschs konzeptionellen Vorstellungen folgt, hat sie doch auch eine sinnliche Ausstrahlung, sucht nach umfassender Freiheit durch klare, dabei flexible Systeme und lebt so von Struktur und Überraschung, Pathos und Ironie. http://www.nikbaertsch.com/de/mobile 21. 10. Mehmet Polat Trio Freitag, 21. Oktober 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der in Amsterdam lebende türkische Oud Spieler Mehmet Polat wurde mit der Grupp Arifa bekannt. Jetzt präsentiert er sein neues Trio mit Kora und Ney. Mehmet Polat Trio Mehmet Polat – Oud Dymphi Peeters – Kora Pelin Başar – Ney Das Mehmet Polat Trio ist ein ebenso spirituelles wie abenteuerliches Zusammentreffen von drei Virtuosen auf magischen Instrumenten: Ney, Kora und Oud. Mit Wurzeln im Osmanischen, im alten Anatolien, dem Balkan und West-Afrikanischen Traditionen und zugleich von hoher musikalischer Authentizität. Die Eigenkompositionen sind voller Farben, waghalsigen Improvisationen und Grooves, präsentiert in einer geradezu kammermusikalischen Atmosphäre. Das Mehmet Polat Trio lädt das Publikum ein auf eine ernsthafte musikalische Reise  von der traditionellen Vergangenheit zu einer innovativen Gegenwart. Mehmet Polat wuchs in seiner Heimatstadt Urfa im Süden der Türkei  auf und studierte dann die traditionelle Osmanische Musik in Istanbul. Seine unkonventionelle Art Oud zu spielen brachte ihn 2007 nach Amsterdam, wo er mit Musikern aus der ganzen Welt zusammenarbeitete und experimentierte. Nach einem Studium der Indischen Musik und Erfahrungen in Persischer, Arabischer, und Flamenco-Musik entdeckte Mehmet Polat die innere Welt und spirituelle Seite der afrikanischen  Musik. Mit der Kora als erdigem Element, der Oud als Raum und der Ney als luftigem Element war die Grundidee des Mehmet Polat Trios geboren. Die drei Instrumente spielen die Hauptrolle – mit reichlich Freiheit deren Möglichkeiten einzeln sowie im Zusammenspiel zu erforschen. Pelin Başar ist die neue Neyspielerin. Sie studierte Klassische Türkische Musik in Istanbul, begleitete den Staatschor in Samsun und zog kürzlich um nach Paris. Die Koraspielerin Dymphi Peeters studierte Flöte, Operngesang und Erziehungswissenschaft und so manche spirituelle Praxis bevor sie anfing Ngoni und Kora zu spielen, und dies mit den Traditionen der Volksmusik vom Balkan zu verbinden.   Das Trio at mittlerweile 2 CDs gemacht, Ask Your Heart ist gerade frisch erschienen. 24. und 25.10. residenz at sendesaal: Christian Tetzlaff spielt sämtliche Bach-Solowerke für Violine Montag, 24. und Dienstag 25. Oktober 2016 | jeweils um 20:00 Uhr Tickets je Abend 30 Euro (ermäßigt 20 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets An zwei Abenden wird der großartige Christian Tetzlaff Residenz im Sendesaal nehmen und sämtliche Solosonaten und -partiten für Violine aufführen. Christian Tetzlaff - Violine Johann Sebastian Bach: Sonaten und Partiten für Violine solo erster Abend: Sonate I g-Moll BWV 1001 Partita I h-Moll, BWV 1002 Sonate II a-Moll BWV 1003 zweiter Abend: Partita II d-Moll, BWV 1004 Sonate III C-Dur, BWV 1005 Partita III Es-Dur, BWV 1006 "Meine erste Aufnahme der 6 Bach Solosonaten und -partiten  habe ich vor 22 Jahren in einer Kirche in England gemacht . Die zweite in einer Kirche in Norwegen. Die dritte nun wird in meiner persönlichen Kirche, dem sendesaal Bremen, stattfinden. Dort habe ich schon für meine fünf letzten Kammermusik-CDs die Andacht, Stille und Wärme des Klanges gefunden, die diese Arbeit zur Freude macht - ergänzt durch ein wunderbares Team mit Betreuung in wirklich allen Belangen." Christian Tetzlaff 27.10. Annette MayeŽs Vinograd Express & Gianluigi Trovesi Donnerstag, 27. Oktober 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Kölner Klarinettistin Annette Maye hat sich mit ihrem italienischen Kollegen Gianluigi Trovesi zusammengetan für einen eigenen Blick auf John Zorns Massada Songbook. Mit ihrem neuen Projekt “Vinograd Express“ hat sich die Klarinettistin Annette Maye das Masada Songbook des New Yorker Avantgarde-Komponisten John Zorn vorgenommen. Eine Arbeitsweise, die beispielhaft für die Musikerin ist und für welche sie jüngst in 2016 den „Künstlerinnenpreis NRW“ des Landes Nordrhein-Westfalen erhielt: fremdes Material so umzuformen, dass dieses passgenau in den eigenen Kreativkosmos integriert wird. Maye, die auch Gründungsmitglied und Klarinettistin des Freiburger „ensemble FisFüz“ ist, sucht zusammen mit ihren hochkarätigen Mitmusikern spielerisch eine Verbindung orientalischer Musikelemente mit Free Jazz, Rock und anderen modernen Genres. Dabei nimmt sie Bezug auf die legendären Aufnahmen des Masada Quartet und ergänzt das Programm mit stilübergreifenden Eigenkompositionen. Im Jahr 2015 erschien hierzu die CD „Remembering Masada“, die im legendären MPS-Studio in Villingen/Schwarzwald aufgenommen wurde. Mit von der Partie ist der vielfach ausgezeichnete italienische Jazz-Klarinettist und legendäre Klangzauberer Gianluigi Trovesi, mit dem Maye seit Jahren in gemeinsamen Projekten zusammenarbeitet. Hinzu gesellen sich zwei innovative deutsche Improvisationsmusiker, Janko Hanushevsky am E-Bass und der Trompeter Udo Moll, beide gleichermaßen in den Bereichen Improvisation, Komposition und elektronische Musik tätig. Weiterhin dabei ist Bernd Oezsevim am Schlagzeug. Mit seinem energievollen Spiel zwischen Jazz, Rock, zeitgenössischer Komposition und improvisierter Musik gewann er viermal den JazzWerkRuhrPreis und war mehrfach Finalist beim Neuen Deutschen Jazzpreis. Besetzung: Annette Maye - Klarinette, Bassklarinette Gianluigi Trovesi - alto clarinet Udo Moll - trumpet Janko Hanushevsky - electric bass Bernd Oezsevim - drums Als Klarinettistin und in ihren Kompositionen befasst sich Annette Maye mit Jazz, Weltmusik, Zeitgenössischer Musik und Improvisation. Sie spielte mit international renommierten Musikern wie u.a. Gianluigi Trovesi, Michel Godard, Günter Baby Sommer, Glen Velez, Giora Feidman, Mohamed Mounir, dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich und dem südkoreanischen Ensemble Noreum Machi zusammen. Weitere Bandprojekte sind u.a. ensemble FisFüz, Duo Doyna, Tabadoul Orchestra, Multiple Choice Orchestra. Nach dem Studienabschluss in Osteuropäischer Geschichte, Musikwissenschaft und Russisch absolvierte sie ein Jazz-Klarinettenstudium bei Claudio Puntin, Frank Gratkowski und Riccardo del Fra an den Musikhochschulen Köln und Paris. 2016 erhielt sie in Kooperation mit dem WDR-Jazzpreis den „Künstlerinnenpreis NRW“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Ferner gewann sie den SWR-Weltmusikpreis mit ensemble FisFüz. Konzertreisen führten durch ganz Europa, in die Türkei, nach Zypern, Marokko, Tunesien, Ägypten, Sudan, Jordanien, Libanon, Nordirak, Vereinigte Arabische Emirate, Indien, Japan, Südkorea, Taiwan, Russland und in die USA. Mitwirkung bei zahlreichen TV- und Radioproduktionen, u.a. ARD, ZDF, BR, WDR, SWR. Seit 2013 ist Annette Maye künstlerische Leiterin des weltweit viel beachteten Klarinettenfestivals „Multiphonics Festival“ in Köln mit dem Schwerpunkt Jazz, Weltmusik und Improvisierte Musik. Mit seinem Trio sowie seinem Oktett erarbeitete sich der italienische Klarinettist und Saxophonist Gianluigi Trovesi eine internationale Reputation, indem er seine eigene Stilistik aus einer Mixtur aus Jazz und verschiedenster klassischer und populärer Musikstile Europas kreierte, die ihn gleichermaßen einzigartig wie auch sofort erkennbar macht. Einige der bedeutendsten europäischen Jazz-Orchester luden ihn ein Konzerte auf Grundlage seiner Eigenkompositionen zu spielen (u.a. WDR Big Band Köln, Bergen Big Band/Norwegen). Das Barga Jazz Festival widmete seine gesamte Festivalausgabe 2001 Trovesi und seiner Musik. Trovesi erhielt zahlreiche nationale und internationale Preise und Anerkennungen, darunter fünf Sterne (Höchstwert) im amerikanischen Magazin “Down Beat” für “From G To G” (1993), “Platte des Jahres“ der deutschen Schallplattenkritik für „Dedalo“ (2003), “Django d´or” Preis als bester italienischer Jazz Musiker (1999, 2001), um hier nur einige wenige zu nennen. Für seine künstlerischen Aktivitäten verlieh ihm der italienische Staat 2001 den Ehrentitel „Ufficiale della Repubblica Italiana“. Der in Köln beheimatete Jazzmusiker und Improvisator Udo Moll (Trompete, Melodica, Cello, Electronics) studierte zunächst an der  Universität Tübingen empirische Kulturwissenschaften. 1992 nahm er das Studium von Trompete und Komposition an der Hochschule für Musik Köln bei Manfred Schoof und Johannes Fritsch auf. Moll arbeitete u.a. mit Guildo Horn, Hella von Sinnen, Frank Köllges, Matthias Schubert, Sidsel Endresen, Nils Wogram, Gerry Hemingway, Jpohn Tilbury, Elliott Sharp, Sebastian Gramss und Moritz Eggert zusammen. Mit seinem Septett Novotnik 44 gewann er den 2. Preis beim Internationalen Jazzfestival in Getxo/Spanien und war Finalist bei der International Jazz Competition der Leverkusener Jazztage. Er gründete La Banda Metafisica zusammen mit Nicolao Valiensi. Weiterhin ist er Mitglied des Tabadoul Orchestra und des Multiple Choice Orchestra. Aktuell ist er mit seinem Solo-Projekt VANITAS (Trompete, live electronics, modular synthesizer) und im elektro-akustischen Duo "infinite loop" mit dem Pianisten Florian Ross unterwegs. Im Jahr 2015 war Udo Moll als Komponist Stipendiat der Villa Aurora in Los Angeles/USA. Janko Hanushevsky wurde 1978 in Linz/Österreich geboren. Als Kind lernte er Cello, seit 1994 E-Bass. Zwischen 1997 und 2002 Jazzbassstudium am Konservatorium der Stadt Wien, außerdem langjähriger Unterricht bei dem Kontrabassvirtuosen und Komponisten Peter Herbert. Seit 2001 beschäftigt er sich intensiv mit „extended techniques“, der Erforschung alternativer Klangerzeugung am präparierten E-Bass. Janko spielt seit Jahren zahlreiche Konzerte in Deutschland, Österreich, Italien, Polen und der Schweiz, vorwiegend im Bereich zeitgenössischer Jazzmusik und frei improvisierter Musik. Er komponiert Theater- und Hörspielmusik (u.a. schauspielfrankfurt, Münchner Volkstheater). Seit 2002 arbeitet er mit Eva Pöpplein in dem Duo Merzouga. Für die Radioproduktionen von Merzouga schreibt Janko die Manuskripte und führt gemeinsam mit Eva Regie.  Er lebt in Köln. Bernd Oezsevim spielt seit seinem neunten Lebensjahr Schlagzeug. Er lebte zwischen 2002 und 2008 im Ruhrgebiet, wo er an der Folkwang Hochschule ein Jazzstudium absolvierte. Seit 2002 tourte er weltweit mit Gunter Hampel, was auf zahlreichen Ton- und Bildträgern dokumentiert ist. Auch spielte er in den vergangenen Jahren mit Musikern wie Perry Robinson, Rupert Stamm, Matthias Schubert, Steve Swell, Daniel Carter, Sabir Mateen, Florian Weber, Randy Brecker, Uri Caine, Nguyên Lê, Angelika Niescier, Silke Eberhard, Dan Weiss oder Rudresh Mahanthappa. Seit 2010 lebt er in Berlin und gehört zur dortigen Jazzszene. Er war Teil verschiedener Theater- und Tanzproduktionen im In- und Ausland. 28.10. Marialy Pacheco und Joo Kraus Freitag, 28. Oktober 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die hervorragende kubanische Pianistin Marialy Pacheco wieder in einer neuen Konstellation, diesmal mit dem Trompeter Joo Kraus im Duo. Marialy Pacheco - Piano Joo Kraus - Trompete Die Stationen der Karriere von Marialy Pacheco sind beeindruckend: Gleich ihr Debütalbum produzierte sie mit Roberto Fonseca, dem Pianisten des legendären Ibrahim Ferrer (Buena Vista Social Club), und 2012 wurde sie als erste Frau überhaupt mit dem Montreux Jazzfestival Award ausgezeichnet. Zu Recht! In 2014 wurde sie, ebenfalls als erste Jazzpianistin weltweit, von der Firma Bösendorfer als offizieller „Bösendorfer Artist“ berufen. Obwohl ihre Begeisterung für Ruben Gonzales, Oscar Peterson und Keith Jarrett in ihren eigenen Klängen spürbar ist: Marialy Pacheco zaubert etwas Ureigenes und ganz Einmaliges aus dem Klavier. Ihr spezieller Partner bei diesem Konzert ist kein Geringerer als der Trompeter und Echo-Jazz Preisträger Joo Kraus. Bekannt und berühmt geworden ist er durch das Hip-Jazz Projekt Tab Two mit Hellmut Hattler, aber seine Kollaborateure heißen auch Omar Sosa, BAP, Nana Mouskouri, Tina Turner, Xavier Naidoo, Laith Al Deen, Jazzkantine, DePhazz, Fury In The Slaughterhouse, Pee Wee Ellis, Mezzoforte, Klaus Doldinger etc. Nicht erst seit seinem Album Sueno, aufgenommen im altehrwürdigen Egrem-Studio in Havanna, mit Cracks aus dem Klangumfeld des Buena Vista Social Club, ist er einer DER hiesigen Experten für kubanisches Feeling. Historie: Im Sommer 2013 trifft Joo Kraus erstmals Marialy Pacheco und beide Musiker verstehen sich auf Anhieb – menschlich, wie musikalisch. Sofort war klar, daß Joo Kraus auf dem neuen Album „Introducing“ von Marialy Pacheco seinen ganz eigenen musikalischen Stil zu Pacheco’s Kompositionen und Arrangements beitragen soll. Als Gast in ihrem Trio tauchte Joo Kraus im Sendesaal schon vor 2 Jahren auf. Nun zum ersten Mal die beiden ein ganzes Konzert lang im intimen Duo. 30.10. Duo Poetico Musicale Sonntag, 30. Oktober 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Bremer Duo Poetico Musicale mit dem Flötisten Christoph Riedlberger und der Pianistin Minako Schneegass hat im vergangenen Jahr im Sendesaal eine CD mit kaum bekannten Werken für Flöte und Klavier aus dem 20. Jahrhundert eingespielt. Dies ist das Release-Konzert. ”Im Spiegel“ – Hommage an Gustav Scheck Minako Schneegass - Klavier Christoph Riedlberger - Flöte Programm: Endre Szervánszky: Sonatine Sergej Prokofjew: Sonate in D, Op.94 Klaus-Peter Schneegass (*1962): Esquisses oubliées, Op.13 Kurt Hessenberg (1908-1994): Sonate in B, Op.38, Gustav Scheck gewidmet Kurt Hessenberg: Elegie und Burlesque, Op.71/1  (1959) Arvo Pärt (*1935): Spiegel im Spiegel in einer Fassung für Flöte und Klavier Für sein neues Programm ”Im Spiegel“ – Hommage an Gustav Scheck hat das Bremer Duo Poetico Musicale mit dem Flötisten Christoph Riedlberger und der Pianistin Minako Schneegass, kaum bekannte Werke für Flöte und Klavier aus den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts wiederentdeckt. Das Projekt ist eine Hommage an einen der bekanntesten Flötisten jener Epoche, Gustav Scheck, dem einige der Werke gewidmet sind. Das Duo, dessen Interpretation sich durch eine außergewöhnliche Kultur des musikalischen Dialogs auszeichnet, hat auf seiner neuen CD Musik von Kurt Hessenberg, Endre Szervánszky u.a. teilweise in Erstaufnahme, im Sendesaal Bremen eingespielt. Ergänzt wird das Programm im Konzert durch die Sonate für Flöte und Klavier Op. 94 von Sergej Prokofjew, sowie der Komposition »Spiegel im Spiegel« von Arvo Pärt, in einer Fassung für Flöte und Klavier. Dieser beging 2015 seinen achtzigsten Geburtstag. Musik als Spiegel der Seele, der Zeit, des Menschseins mit all seinem Unergründlichen, bisweilen Widersprüchlichen, so das Leitmotiv des Projekts.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
7x
yasni 13.11.16  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im September

Nach kurzfristigem Ausfall unserer Telefonanlage sind wir jetzt wieder ganz normal erreichbar für Anfragen und vor allem für telefonische Ticketbestellungen (0421-33005767). Denn im September erwarten Sie bei uns wieder hochkarätige Konzerte, z.B. zwei ausgewachsene Klavierabende mit der hochbegabten Sophie Pacini (13.9.) und mit Elizaveta Ukrainskaia, der ersten Preisträgerin des Europäischen Klavierwettberwerbes Bremen 2016 (18.9.). Los geht es gleich mit zwei ganz unterschiedlichen Projekten: am 2.9. mit der Soulband Mo' Blow, die sich nach 10 Jahren lautstark von der Bühne verabschiedet und am 4.9. mit den leisen jahrhundertealten Klagegesängen vom Lamento Project des Klarinettisten Claudio Puntin. Wie sich der Monat weiter entwickelt sehen Sie weiter unten. Einen Ausfall  müssen wir leider vermelden: Der für den 24.9. geplante dritte Klavierabend des Monats  mit  dem Pianisten Sándor Falvai aus Ungarn kann krankheitsbedingt leider nicht stattfinden. Wenn Sie gerne Kulinarisches und Konzertantes genussvoll miteinander verbinden wollen, empfehlen wir Ihnen die Option "Menu & Konzert". Da kombinieren Sie ein 3-Gänge Menu im benachbarten Restaurant Geerdes am Sendesaal mit einem Konzert Ihrer Wahl im Sendesaal. Gut geeignet auch zum Verschenken. Herzlich willkommen im Sendesaal. Für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Das Restaurant Geerdes am Sendesaal ist zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Inhalt 02.09. Mo' Blow - CD Release & Farewell Tour 04.09. Harmonien der Welt I: Lamento Project 12.09. musica assoluta, Solisten Isabelle und Boris Faust 13.09. release Konzert: Sophie Pacini 15.09. Aino Löwenmark - Human 16.09. Emiliano Sempaio Meretiro (BR) 18.09. Klavierabend: Eilzaveta Ukrainskaia 22.09. konzert im dunkeln: Maria Pia De Vito und Huw Warren 23.09. Harmonien der Welt II: Special Night Fällt leider aus: 24.09. Klavierabend Sándor Falvai 30.09. Rembrandt Frerichs Trio feat Kayhan Kalhor 02.09. Mo' Blow - CD Release & Farewell Tour Freitag, 02. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Nach 10 Jahren verabschiedet sich die kraftvolle Berliner Funkband Mo' Blow von der Bühne - und besucht dabei erstmals den Sendesaal. Mo' Blow - CD Release & Farewell Tour Besetzung: Felix Falk - Saxofone, Didgeridoo, Perkussion Matti Klein - Rhodes Tobias Fleischer - Bass André Seidel - Schlagzeug Ein letztes Mal zaubert Mo' Blow ihr mörderisch groovendes Funk Feuerwerk auf die Bühne. Mit ihrem brandaktuellen Album "Live in Berlin" und einer Tournee verabschiedet sich die Band nach über 10 Jahren und hunderten Konzerten in mehr als 20 Ländern. „Party! Nicht mit Allerweltgrooves, sondern mit Anspruch. Die Jungs haben Power!“ (Süddeutsche Zeitung). "Wir können es kaum erwarten, gemeinsam mit unserem Publikum noch einmal die Bühnen abzubrennen und unvergessliche Abende zu erleben, an die wir uns noch lange erinnern.", verspricht die Band. Ihre für sie so typische musikalische Hochspannung, mit der man problemlos eine Kleinstadt betreiben könnte, ist also garantiert. Keine Panik: Das mit dem Brennen der Bühne ist im Sendesaal nicht ganz wörtich zu nehmen. Hier gibts auch ein Video 04.09. Harmonien der Welt I: Lamento Project Sonntag, 04. September 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Musik, entstanden aus Trauer und Trost, Musik die die Seele berührt - das ist das Thema der vier Musiker des Lamento Project, mit dem der bunte Reigen der diesjährigen Harmonien der Welt-Reihe eröffnet wird. "LAMENTO PROJECT" Catherine Aglibut - Barockvioline Ulrike Becker - Violone Claudio Puntin  - Bassklarinette, Klarinette    Christian Gerber - Bandoneon Der Klang der Klage, er hat in fast jeder musikalischen Tradition einen wichtigen Platz. Musik, die Trauer und Trost in ein Klangkostüm kleidet, ist meistens mit Worten verbunden, doch ihr Gefühl ist viel ergreifender als alle Worte. Die Musik die aus diesen Zuständen von Menschen geschaffen wurde, berührt unsere Seele direkt. Ausgehend von einigen der wichtigsten Klagegesänge des 17. Jahrhunderts, beleuchten die vier Musiker des LAMENTO PROJECTs verschiedene Zustände der Trauer, des Kummers und des Trostes auf persönliche Weise. Werke alter Meister aus dem lange verschollenen "Alt-Bachischen Archiv" stehen neben eigenen, aus dem gleichen Empfinden heraus entstandenen Kompositionen und Improvisationen, und bilden ein Repertoire, welches die meditative Intensität und Kraft der Transzendenz in sich trägt. "Diese Musik ist wie eine Kur aus Sound. Ganz grosses Kino!" (F. Uhde, Radialsystem Berlin) Eine Veranstaltung von Radio Bremen/Nordwestradio 12.09. musica assoluta, Solisten Isabelle und Boris Faust Montag, 12. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Ensemble musica assoluta unter Leitung des Komponisten Thorsten Encke ist regelmäßig bei uns zu Gast, wie immer mit hochkarätigen Solisten, diesmal mit der Geigerin Isabelle Faust und ihrem Bruder Boris Faust an der Bratsche und einer Hommage anläßlich des 100. Geburtstages von Henri Dutilleux. ECHOS zum 100. Geburtstag von Henri Dutilleux Isabelle Faust - Violine Boris Faust - Viola musica assoluta Thorsten Encke - Dirigent Programm: Henri Dutilleux (1916-2013): Mystère de l'Instant (1989) Thorsten Encke (*1966): Echos für Violine, Viola und Orchester (UA) Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Sinfonia Concertante Es-Dur KV 364 Dutilleux’ Mystère de l’Instant, ein Stück von magischer Erzählkraft, ist eines der schönsten Beispiele für die vielfältige Klangfarbenpalette des französischen Komponisten, die er in zehn Momenten - „Instants“ - zeigt. Die neue Komposition Echos von Thorsten Encke setzt hier an: Die Stimmen der Solovioline und Soloviola treten in den Dialog mit sich und ihrer Umgebung. Als Solisten konnte die international renommierte Geigerin Isabelle Faust sowie ihr Bruder Boris Faust, Viola, gewonnen werden. Das Stück komponiert Thorsten Encke den Solisten und dem Ensemble musica assoluta gleichsam auf den Leib. Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonia Concertante beschließt das Konzert - ein Klassiker für Violine, Viola und Kammerorchester. Isabelle Faust - Violine Als Preisträgerin des Leopold-Mozart-Wettbewerbs in Augsburg und des Paganini- Wettbewerbs in Genua musizierte sie bereits in jungen Jahren mit bedeutenden Orchestern in aller Welt, wie den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Freiburger Barockorchester oder dem Chamber Orchestra of Europe. Isabelle Faust spielt ein Repertoire, das von J.S. Bach bis hin zu Werken zeitgenössischer Komponisten wie Ligeti, Lachenmann oder Widmann reicht. Ihre künstlerische Aufgeschlossenheit eröffnet ihr Wege zu vielfältigen musikalischen Partnerschaften. Neben den großen sinfonischen Violinkonzerten führt sie beispielsweise Brahms’ und Mozarts Klarinettenquintette mit historischen Instrumenten auf. Regelmäßig arbeitet sie mit Dirigenten wie Frans Brüggen, Mariss Jansons, Giovanni Antonini,  Philippe  Herreweghe,  Daniel  Harding,  Bernard  Haitink  und   Andris   Nelsons zusammen. Ihr unmittelbarer Zugang zur Musik lässt Isabelle Faust zum Wesentlichen der Werke vordringen. Das Publikum spürt ihre natürliche Musikalität ebenso wie den Drang, die Kenntnis des Repertoires durch ein genaues Studium der Partituren und musikhistorische Recherchen zu vertiefen. Eine besonders enge Beziehung verband sie in den letzten Jahren mit Claudio Abbado, mit dem sie in mehreren Ländern konzertierte und für „harmonia mundi“ eine mehrfach preisgekrönte CD mit den Violinkonzerten Beethovens und Bergs einspielte. Die  Aufnahme mit dem Orchestra Mozart wurde mit dem „Diapason d’or“, einem „Echo Klassik“, dem „Gramophone Award 2012“ und dem japanischen „Record  Academy  Award“ ausgezeichnet. Mit ihrem Kammermusikpartner Alexander Melnikov hat sie für „harmonia mundi“ zahlreiche Alben eingespielt, wie die letzte Aufnahme des Duos mit Sonaten für Violine und Klavier von Brahms, die im September 2015 erschienen ist. Im August 2015 wurde ausserdem die zweite Folge der Schumann-Trilogie mit Alexander Melnikov, Jean-Guihen Queyras, dem Freiburger Barockorchester und Pablo Heras-Casado veröffentlicht, mit Schumanns Klavierkonzert und dem Klaviertrio Nr. 2 op. 63. Die dritte und letzte Einspielung setzt sich mit Schumanns Cellokonzert und das Klaviertrio Nr. 1  auseinander. Isabelle Faust spielt die „Dornröschen“-Stradivari von 1704, eine Leihgabe der L-Bank Baden-Württemberg. „Ihr Klang hat Leidenschaft, er hat Biss und er elektrisiert, aber er ist auch von einer entwaffnenden Wärme und Süße, die den verborgenen Lyrismus der Musik sichtbar werden lässt…“ The New York Times Boris Faust - Viola Geboren am 25.1.1970 in Esslingen, studierte er Viola bei Prof. Matthias Buchholz in Köln und bei Prof. Kim Kashkashian in Freiburg. 1994 Abschlussdiplom an der Musikhochschule Freiburg, danach Konzertexamen bei Prof. Hatto Beyerle in der Soloklasse der Musikhochschule Hannover. Er ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe, u.a. in England beim Lionel-Tertis-Wettbewerb und in Italien beim Vittorio-Gui-Wettbewerb sowie beim Wettbewerb der Deutschen Industrie. 1992 erhielt er ein Stipendium beim Deutschen Musikwettbewerb. Als Solist unternahm er Konzerte und Einspielungen mit verschiedenen Orchestern, u.a. mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Heilbronner Kammerorchester, der Philharmonie Baden-Baden und dem Landesjugendorchester Baden-Württemberg. Als gefragter Kammermusiker konzertierte er auf Festivals wie dem Edinburgh-Festival, dem Kronberg-Festival, dem Internat. Mendelssohn-Festival u.v.a. mit namhaften Solisten wie Boris Pergamenschikow, Andras Schiff, Kim Kashkashian, Rainer Kussmaul Jean-Guihen Queyras. Seit 1997 ist Boris Faust 1. Solobratschist der Bremer Philharmoniker und war als Solobratschist Gast bei Hamburger Philharmonikern, Hessischem Rundfunk, Dresdner Staatskapelle, Dresdner Philharmonie, Basler Sinfonieorchester, NDR Hannover, Staatsoper Hannover und weiteren.
Daneben spielte er bei den Bayreuther Festspielen und lernte so die Wagner-Opern kennen.
 Boris Faust geht seit 1993 einer regelmäßigen Lehrtätigkeit nach. 
Seit 2014 ist er Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Thorsten Encke - Dirigent 1966 in Göttingen geboren, studierte Thorsten Encke zunächst Violoncello und Dirigieren in Hannover und Los Angeles, sammelte Erfahrungen auf allen Feldern der klassischen Musik und spielte als Solist, Kammer- und Orchestermusiker. 1999 entschied er sich für eine Zukunft als freier Musiker. Mit dem Gewinn des Wettbewerbs in Prades 2005 verlagerten sich Thorsten Enckes musikalische Aktivitäten mehr und mehr auf kompositorische Projekte, verbunden mit dem Dirigat eigener Werke. Seitdem erhält er zahlreiche Kompositionsaufträge. Seine Werke werden von Künstlern wie Paavo Järvi, Christian Tetzlaff, Sharon Kam, Julian Steckel, dem Quartetto di Cremona, dem Stockholm Chamber Brass, Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der NDR Radiophilharmonie und vielen anderen international agierenden Musikern aufgeführt. Mitschnitte von Radio France Musique, vom Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, dem Norddeutschen Rundfunk und Radio Bremen geben ein Bild von der Verbreitung seiner Musik. Gemeinsam mit befreundeten Musikern gründete Thorsten Encke 2011 das Orchester musica assoluta. Als dessen Dirigent und künstlerischer Leiter engagiert er sich für neue Formen des Konzertierens und impulsgebende Konzerterlebnisse. Bekannt für seine unkonventionellen Auftritte und Programme hat sich das junge und vitale Ensemble innerhalb kürzester Zeit viel Begeisterung bei Publikum und Presse sichern können. musica assoluta Mut und Neugier, Leidenschaft und der Blick über die Grenzen des eigenen Horizontes hinaus: Seit nunmehr vier Jahren und mit einer Vielzahl ungewöhnlicher Konzerte beweist das in Hannover ansässige Orchester musica assoluta um den Komponisten und Dirigenten Thorsten Encke, dass Erneuerung in der Musik möglich ist. Erfrischend der Zugang der Musiker zu bekannten Werken, erfrischend die stete Suche des Ensembles nach außergewöhnlichem Repertoire und neuen Darstellungsformen – stilübergreifend, universell, modern. Besetzt mit exzellenten, vielfach ausgezeichneten jungen Musikern hat das Ensemble seine eigene Konzertreihe in Hannover gegründet, hat mit programmatischer Dichte und Unmittelbarkeit Furore gemacht und reagiert mit konsequenter Arbeit an Schulen und der Förderung von Nachwuchstalenten auf ein spürbares Bedürfnis nach einer Veränderung von Konzert- und Hörgepflogenheiten. Das Orchester hat mit namhaften Solisten wie Sharon Kam, Benjamin Schmid, Ragna Schirmer und german hornsound zusammengearbeitet und ist gern gesehener Gast auf internationalen Festivals wie den Niedersächsischen Musiktagen, den KunstFestSpielen Herrenhausen und dem Klangbrücken Festival. Rundfunk- und CD Aufnahmen geben einen Eindruck von der programmatischen Vielseitigkeit und der exzellenten Spielqualität des Ensembles. 13.09. release Konzert: Sophie Pacini Dienstag, 13. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die hochbegabte deutsch-italienische Pianistin Sophie Pacini gibt einen Klavierabend anläßlich der Veröffentlichung ihrer CD, die sie im Frühjahr dieses Jahres im Sendesaal aufgenommen hat. Sie spielt Werke von Chopin, Beethoven und Liszt. Sophie Pacini - Klavier Programm: Frederic Chopin: Nocturne in B flat minor, Op. 9 No.1 Frederic Chopin: Nocturne in E flat, Op. 9 No. 2 Frederic Chopin: Scherzo No. 2 in B flat minor, Op.31 Ludwig van Beethoven: Sonata for Piano No. 21 in C major, Op. 53 “Waldstein” Franz Liszt: Consolations, S. 172 (Nos. 1, 2 and 3) Franz Liszt: Réminiscences de Don Juan, S. 418 "Bewundernswert eigenständige Interpretationen von leuchtender Transparenz, fesselnder Intensität und bezwingender musikalischer Logik“ – so begründete die Jury die Entscheidung für den „Förderpreis Deutschlandfunk“, mit dem die junge deutsch-italienische Pianistin Sophie Pacini 2011 ausgezeichnet wurde. Im Alter von 10 Jahren begann Sophie Pacini ihre Ausbildung bei Karl-Heinz Kämmerling am Salzburger Mozarteum, wo sie zwei Jahre später in das neu gegründete Hochbegabteninstitut aufgenommen wurde. Ab 2007 setzte Sophie Pacini ihr Studium in der Meisterklasse bei Pavel Gililov fort, das sie 2011 mit Auszeichnung abschloss. Meisterkurse bei Dmitri Bashkirov und Fou Ts’ong gaben ihr überdies wichtige Impulse. 2010 lernte sie Martha Argerich kennen, die sie ein Jahr später zu einem Rezital im Rahmen des Progetto Martha Argerich nach Lugano einlud und seither zu einer wichtigen Wegbegleiterin geworden ist. Im Jahr 2000, mit gerade einmal 9 Jahren, gab Sophie Pacini ihr Konzertdebüt mit Haydns Klavierkonzert D-Dur. Seitdem spielt die gebürtige Münchnerin in vielen bedeutenden Konzertsälen, darunter Konzerthaus Dortmund, Laeiszhalle Hamburg, Beethovenhalle Bonn, Tonhalle Zürich, Meistersingerhalle Nürnberg, Liederhalle Stuttgart, Herkulessaal München und Konzerthaus Berlin. Sie gab gefeierte Klavierabende im Rahmen internationaler Festivals wie Lucerne Piano Festival, Klavierfestival Ruhr, Schwetzinger Festspiele, Mozartfest Würzburg, Piano Festival aux Jacobins Toulouse, Kammermusikfest Lockenhaus mit Gidon Kremer und die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Als Solistin war Sophie Pacini zu Gast bei Orchestern wie Camerata Salzburg, Dresdner Philharmoniker, Luzerner Sinfonieorchester, Orchester des Maggio Musicale Fiorentino, Wiener Kammerorchester, Mozarteum-Orchester Salzburg sowie Tokyo Philharmonic Orchestra in Suntory Hall und Orchard Hall. In der Saison 2015/16 ist Sophie Pacini unter anderem in Klavierabenden im Wiener Konzerthaus sowie im Rahmen des Berliner Klavierfestivals im Konzerthaus Berlin zu hören. Mit den Münchner Symphonikern wird sie Saint-Saens‘ 5. Klavierkonzert im Münchner Prinzregententheater spielen, mit dem Armenian National Philharmonic Orchestra ist sie mit Chopins 1. Klavierkonzert in Ludwigshafen zu hören. Sophie Pacini wurde mit einer Reihe bedeutender Preise ausgezeichnet, darunter der ECHO Klassik in der Kategorie Nachwuchskünstlerin des Jahres 2015 (Klavier) und drei Auszeichnungen im Jahr 2011, als ihr bei den Sommets Musicaux de Gstaad unter dem Vorsitz von Dmitri Bashkirov der Prix Groupe Edmond de Rothschild verliehen wurde und sie die Förderpreise des Deutschlandfunks und des Bremer Musikfests erhielt als „eine der größten Begabungen ihrer Generation“. Seit 2013 ist Sophie Pacini Stipendiatin der Mozart- Gesellschaft Dortmund. Zu ihren vielfach ausgezeichneten CD-Einspielungen gehören Schumanns Klavierkonzert a- Moll und Mozarts Klavierkonzert Es-Dur mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland- Pfalz unter Radoslaw Szulc (Onyx, 2012), eine Solo-CD mit Werken von Schumann und Liszt (CAvi Music, 2012) sowie eine Einspielung der Solowerke Chopins (CAvi Music, 2014). 15.09. Aino Löwenmark - Human Donnerstag, 15. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Aino Löwenmark war mehrfach im Duo Fjarill im Sendesaal. Human ist ihre erstes Programm unter eigenem Namen. Aino Löwenmark - Piano, Gesang Jürgen Spiegel - Schlagzeug Nils Westermann - Gitarren, Bass „Ich hatte das Gefühl, dass es noch andere kreative Facetten in mir gibt, die sich ausdrücken wollten“, erklärt Aino Löwenmark den Impuls zu Human, dem ersten Album unter ihrem eigenem Namen. In den letzten 10 Jahren feierte die Sängerin, Pianistin und Komponistin im Duo Fjarill internationale Erfolge. Dessen bislang letztes Album „Tiden“ erschien 2013, am Ende der dazugehörigen Tournee nahmen sich Aino Löwenmark und Hanmari Spiegel eine künstlerische Pause, ohne Fjarill endgültig aufzulösen. „Hanmari und ich harmonieren perfekt und so sind natürlich auch unsere gemeinsamen Platten sehr harmonisch“, stellt Aino Löwenmark fest. „Bei meinem eigenen Album wollte ich neue Klangwelten kreieren und die bekannte Kombination von Klavier, Geige und Gesang erweitern.“ Dafür zog die in Schweden geborene und in Hamburg lebende Musikerin schon früh ihren Lebenspartner hinzu, den unter anderem vom Tingvall Trio bekannten Schlagzeuger Jürgen Spiegel. „Nachdem ich die ersten zehn Songs geschrieben und aufgenommen hatte, gingen mir diese noch nicht weit genug in die Richtung, die mir vorschwebte“, erinnert sich Löwenmark. In der Folge steuerte Spiegel neue Ideen bei und wurde schließlich zum Co-Komponisten. Darüber hinaus suchten die beiden weitere Musiker und schufen sich neue Strukturen. „Diesmal haben wir die Musik bei uns zuhause richtig produziert. Dafür verwandelten wir unsere Wohnung für ein halbes Jahr in ein Studio, voll mit Instrumenten, Geräten und Kabelchaos“, erklärt Aino Löwenmark einen wesentlichen Unterschied zur vergleichsweise spontanen Fjarill-Arbeitsweise. Die musikalische Ästhetik von Human markiert für Aino Löwenmark eine Wende, „hin zu mehr Gitarren und kraftvolleren Rhythmen.“ Stilistisch vereinen die Songs die unmittelbare Wärme des Folk mit der Präzision einer Pop-Produktion und sorgfältig eingestreuten Rock-Energieschüben. „Der rote Faden des Programms ist das Mysterium, Mensch zu sein“, lächelt Aino Löwenmark und präzisiert: „ich beschäftige mich mit den verschiedenen Aspekten von Menschlichkeit. Jeder Mensch ist anders, trotzdem haben wir alle ein Gehör und ein Gespür, um uns zu verstehen. Außerdem tragen wir alle einen Ton, einen Urklang in uns, der uns einerseits Halt gibt, andererseits mit der Welt resoniert.“ In gewisser Weise hat Löwenmark, sagt sie, auf Human nun auch einige ihrer inneren Stimmen befreit, die bislang noch nicht zu Wort kamen. 16.09. Emiliano Sempaio Meretiro (BR) Freitag, 16. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der brasilianische Gitarrist, Posaunist, Komponist und Arrangeur Emiliano Sempaio lebt mittlerweile in Graz, bringt aber nun zur Veröffentlichung des Albums Obvio zum zweiten Mal sein brasilianisches Trio nach Europa. Meretrio Emiliano Sampaio - Gitarre Gustavo Boni - Bass Luis André - Schlagzeug Das Meretrio wurde 2004 in Sao Paulo mit nur einem Ziel ins Leben gerufen: der Erforschung der vielfältigen brasilianischen Popular-Musik. Seit seiner Gründung hat die Gruppe jedoch ihre kreative Arbeit kontinuierlich erweitert: brasilianische Rhythmen vermischen sich mit Elementen aus dem Jazz und der Kammermusik. Und nicht nur als Trio wurden diverse Alben veröffentlicht: in Kooperation mit dem Komponisten und Pianisten Pedro Assad, der englischen Songwriterin Rebecca Sharp sowie weiteren zahlreichen brasilianischen Hornspielern entstanden beeindruckende Werke. 
Durch den Dialog mit anderen Trios der Vergangenheit und Gegenwart entwickelt das Meretrio seine Musik stetig weiter, doch nie, ohne einen gewissen Sinn für Humor, Kreativität und Freude an der Musik zu verlieren. 2015 hat das Meretrio wichtige Konzerte in Europa gespielt, z.B. beim 34. Bayerischen Jazz Festival (Regensburg), beim Festival Summer Jazz Cologne (Köln) und auf dem Mikulassky Jazzovy Festival (Slowakei). 2016 veröffentlicht das Meretrio die neue CD "Óbvio" mit originellen Kompositionen und mit dem Saxophonist Henrich Von Kalnein (Jazz Bigband Graz) als Special Guest. und hier gibt es auch ein Video vom Trio 18.09. Klavierabend: Eilzaveta Ukrainskaia Sonntag, 18. September 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die 20-jährige Pianistin Elizaveta Ukrainskaia überzeugte mit ihrer so fulminanten wie berührenden Bühnenpräsenz Jury wie Publikum beim Europäischen Klavierwettbewerb Bremen 2016. Sie bekam den 1. Preis. Dies ist ihr Preisträgerkonzert im Sendesaal, wo im Februar auch der Wettbewerb stattgefunden hatte. Elizaveta Ukrainskaia - Klavier Programm: Jean-Philippe Rameau: Nouvelles suites de pièces de clavecin (Suite in G-Dur/g-Moll, RCT 6)
 Johannes Brahms: Variationen und Fuge über ein Thema von Händel, Op.24
 Isaac Albeniz: Cantos de España, Op. 232 Franz Liszt: Rhapsodie Espagnole, S. 254 Elizaveta Ukrainskaia wurde 1996 in Offenbach am Main geboren. Aufgewachsen in Sankt Petersburg (Russland), begann im Alter von fünf Jahren ihre musikalische Ausbildung. Bereits im Kindesalter gewann sie  verschiedene Preise bei nationalen Wettbewerben. Mit 15 Jahren erhielt sie Unterricht am Sankt Petersburger Konservatorium N. A. Rimskij-Korsakov in der Klasse von Ljubov Rudova. In den vergangenen Jahren gewann sie verschiedene Preise bei internationalen Wettbewerben und studiert seit 2015 am St. Petersburger Konservatorium in der Klasse von Prof. Alexander Sandler. 2016 erhielt Sie neben dem 1. Preis drei weitere Dotierungen im renommierten Europäischen Klavierwettbewerb Bremen. Elizaveta konzertiert sowohl solistisch, als auch in Kammermusik- und Orchesterkonzerten in Russland, Tschechien, Deutschland, Slowenien, der Schweiz und den USA. 22.09. konzert im dunkeln: Maria Pia De Vito und Huw Warren Donnerstag, 22. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das erste konzert im dunkeln der Saison bestreiten die neapolitanische Sängerin Maria Pia De Vito und der walisische Pianist Huw Warren. Maria Pia De Vito - Gesang Huw Warren - Piano Die neapolitanische Sängerin und Komponistin Maria Pia De Vito zeichnet sich aus duch ein besonderes Timbre und Temperament. Sie hat lange zusammengearbeitet mit dem kürzlich verstorbenen Pianisten John  Taylor, dem Gitarristen Ralph Towner, Enrico Rava, Colin Towns und Rita Marcotulli. Auch mit dem walisischen Pianisten Huw Warren, der seinerseits mit so hervorragenden Sängerinnen wie June Tabor arbeitet, verbindet sie eine lange und intensive künstlerische Freundschaft. Genug Vertrauen also um ein gemeinsames Konzert in völliger Dunkelheit zu wagen. Zwei Künstler mit starker Persönlichkeit und dem Hang, neue Wege zu gehen, haben sich entschlossen, ihre lange kompositorische und improvisatorische Praxis zusammenzudenken in einem Projekt vokaler und linguistischer Kreativität, mit unendlichen dialektischen Möglichkeiten zwischen Neapel und Wales. "Es ist die Synthese zwischen klassischer Musik und vitaler Improvisation, ethnischen Wurzeln und Avantgarde, die zu einem Balanceakt wird, einer Mixtur, die Herz und Verstand befriedigt und nie abstrakt oder distanziert wird." Vittorio Formenti 23.09. Harmonien der Welt II: Special Night Freitag, 23. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das zweite Konzert der Harmonien der Welt ist mit einer special night 50 Jahren celestial harmonies gewidmet. Es spielen Peter Michael Hamel auf präpariertem Klavier, das Asian Art Ensemble und das Damsaz Duet mit Hamid Motebassem und Samira Golbaz. special night: 50 Jahre celestial harmonies Vor 50 Jahren nahm Eckart Rahn seine erste Jazz-Schallplatte auf, als frischer Schulabbrecher von der Vision getrieben, dass nur Musik Lebenserfüllung sein könne. "Swinging Macedonia" entstand ohne die Sicherheit, ein Label für die Produktion zu finden, schlug aber bei Philips voll ein. Folgerichtig baute Rahn kurz danach sein eigenes Label "Kuckuck" auf, wechselte 1980 in die USA  und gründete dort "celestial harmonies". Als einer der ersten weltweit veröffentlichte er 1981 eine digitale Compact Disc. Nach und nach erweiterte er den Jazz-Katalog des Labels mit New Age, Weltmusik, und Klassik. Die australische Presse nannte ihn den "Indiana Jones of music". Rahns Credo über nun 50 Jahre: "Wer eine andere Kultur verstehen möchte, für den bietet Musik den optimalen Zugang." Im heutigen Konzert kommen Musiker aus Iran, Japan, Korea, China, und Deutschland zusammen, um 50 Jahre "celestial harmonies" zu feiern. Peter Michael Hamel: "MANDALA" 1972/2016 (Hans Otte gedenkend) Prepared Piano Performance Die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Komponisten John Cage Anfang der 1970er Jahre auch bei Hans Otte in Bremen ("Pro Musica Nova") hat den damals 25jährigen PMH zu seiner eigenen Klavierpräparation inspiriert, erstmals 1972 präsentiert mit der Aufführung seines "Mandala".  Es handelt sich auch nach 45 Jahren in jeder Aufführung um eine andersartige Version dieses "work in progress". Durch die Präparation des Flügels und die repetitive "minimalistische" Spielweise ergeben sich immer wieder neue Klänge. DAMSAZ DUET: "PARVANEH" (Der Schmetterling) Hamid Motebassem -Tar  Samira Golbaz - Tar und Stimme: Improvisationen und Kompositionen von Hamid Motebassem Die persische Tar ist das charakteristische Instrument der klassischen Musik Irans. Hamid Motebassem gründete seit seiner Emigration 1986 mehrere Ensemble für persische Musik in Europa und spielt die durch einen metallischen, leicht vibrierenden Klang charakterisierte tar auch als Virtuose in zahllosen Werken zeitgenössischer iranischer Komponisten. In 2012 gab er mit seinem Mezrab Ensemble ein vielbeachtetes Konzert in der Bremer Glocke. ASIAN ART ENSEMBLE : "SHIM" (Herz) Musik für Sheng, Daegum, Koto, Janggu, Violine, Viola, Cello, Baß, und Klavier Als "Ensemble für Neue Weltmusik" ist das AAE weltweit einzigartig in seiner Kombination von traditionellen asiatischen und europäischen Instrumenten. Mittels neu komponierter Werke und in Improvisationen begeistern die Musiker durch die Verbindung der unterschiedlichen Tonsysteme und rhythmischen Energien, der Instrumentenfarben und der melodischen Motivik der Kontinente, bis dem Zuhörer die Bedeutung von Zeit und Raum aufgehoben scheint. 2012 erhielt das AAE den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Eine Veranstaltung von Radio Bremen/Nordwestradio Fällt leider aus: 24.09. Klavierabend Sándor Falvai Samstag, 24. September 2016 | 20:00 Uhr | Dieses in unserem Programmheft angekündigte Konzert mit dem Pianisten Sándor Falvai anlässlich des 50. Berufsjubiläums des Produzenten Eckart Rahn musste leider wegen Erkrankung des Künstlers abgesagt werden.   Und dies war geplant:   Programm: Joseph Haydn (1732 – 1809): Variationen f-moll Hob. XVII: 6 (1793) Robert Schumann (1810 – 1856): Fantasie C-Dur op. 17 (1836 – 38) Franz Liszt (1811 – 1886): Sonate h-moll (1852/53) Sandor Falvai, 66, wurde in Ungarn geboren und hat in Budapest und Moskau studiert, unter anderem bei Mihaly Bächer. Von 1997-2004 war er Rektor der Liszt-Akademie in Budapest, der ersten Institution seines Landes; Pianisten aus vielen Ländern haben ihm vieles zu verdanken, und er wird in den Lebensläufen zahlreicher Pianisten mit Dankbarkeit erwähnt. Falvai hat zwei Töchter, Katalin und Anna; beide sind Pianisten. Und deren Mutter ist natürlich auch Pianist. Das gibt es wohl nur einmal auf der Welt. Im Haus der Falvais kann man sich kaum bewegen, weil alles voller Flügel steht. Neben seiner Lehrtätigkeit in Budapest ist Falvai auch Professor in Nagoya/Japan. Als Solist ist er mit Dirigenten wie Mariss Jansons und als Kammermusiker mit Musikern wie János Starker aufgetreten. Falvai ist regelmäßig in der Jury des Internationalen Franz-Liszt-Klavierwettbewerbs tätig. Seine neue CD mit dem 1. Brahms-Klavierkonzert mit der Ungarischen Nationalphilharmonie und Zoltán Kocsis wird wohl bis zum Konzerttermin vorliegen.   Eine Veranstaltung von celestial harmonies Mitschnitt Radio Bremen/Nordwestradio 30.09. Rembrandt Frerichs Trio feat Kayhan Kalhor Freitag, 30. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der holländische Pianist Rembrandt Frerichs war bereits mehrfach Gast im Sendesaal. Dieses Mal kommt er mit historischen Instrumenten und hat dazu einen sehr besonderen Gast: den grandiosen iranischen Kemenche-Spieler Kayhan Kalhor. Kayhan Kalhor & Rembrandt Frerichs Trio Kayhan Kalhor (Iran)- Kemenche Rembrandt Frerichs - Fortepiano nach Walter, 1790 Tony Overwater - Violone, 17. Jhdt. Vinsent Planjer - Flüstertrommel Weltweit kennt das Publikum Kayhan Kalhor als Solisten der New Yorker Philharmoniker und Mitglied von Yo-Yo Ma's Silk Road Projekt. Auch das Rembrandt Frerichs Trio hat sich nicht nur in der Jazzszene einen Namen gemacht, sondern auch bei Neuer Musik auf Historischen Instrumenten. Diese Kombination schafft ungeahnte Synergien. Ihre erste CD hat das Ensemble 2015 gemacht. Sein Interesse an orientalischen Instrumenten hat Rembrandt zum Fortepiano gebracht, einem Instrument, das Mozart gespielt hat und das von Napoleon ins alte Persien gebracht wurde. Nun bringen Rembrandt Frerichs und Kayhan Kalhor Elemente mittelöstlicher Musik Euopäischen Ohren zurück. Rembrandt: "Seit vielen Jahren schwebt mir schon ein anderer Klaviersound vor, leichter als der Sound des modernen Flügels. In meiner Vorstellung mischte sich dieser neue Klang bestens mit dem melancholischen Sound der Kemenche. Ich bin froh, dass mich meine Vostellung nicht getrogen hat. Auf der Bühne teilen wir unsere Liebe für die Musik und Poesie des mittleren Ostens, improvisieren. Melodien kommen und gehen und unsere Unterhlatung enwickelt sich aus dem Moment heraus." Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 26.08.16  +  

Wichtige Informationen zu der Friedensdemo am 8. Oktober in Berlin

Die Ferienzeit neigt sich dem Ende entgegen, nicht aber unser Engagement. Die immer bedrohlicher werdende politische Situation erfordert eine geeinte und erstarkte Friedensbewegung. Wir sind zwar noch weit davon entfernt, den Kriegstreibern wirklich Schrecken einzujagen und deren Wahlchancen ernsthaft zu minimieren. Gleichwohl sind wir über das erste Echo ermutigt, das unser Aufruf zur bundesweiten Demonstration in Berlin „Die Waffen nieder“ gefunden hat. Deshalb sollten wir in den nächsten Wochen große Anstrengungen unternehmen, um die Friedensbewegung wieder als wichtigen Ausdruck des Friedenswillens der Bevölkerung ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Mehr als 600 bundesweite, regionale und örtliche Friedensinitiativen und Personen tragen den nach gründlichen Diskussionen verabschiedeten gemeinsamen Aufruf mit. Es wächst also wieder zusammen, was auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges einmal zusammen war. Wir achten sehr hoch, was friedenspolitisch in letzter Zeit geschah, die Ostermärsche, die Aktion Stopp Ramstein, die Hiroshima - Aktionen und was zum Antikriegstag angelegt ist. Das alles wird in der Öffentlichkeit registriert. Und das ist gut. Aus unserer Sicht besteht nicht nur die Notwendigkeit in Berlin erkennbar aufzutreten, wir haben dazu auch die Möglichkeit. Wir müssen noch mehr MitstreiterInnen gewinnen, verzagte zurückholen und eine Art Aufbruchsstimmung erzeugen. Wir schaffen das.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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Sendesaal Bremen: Erste Konzerte der neuen Saison

Kaum sind die Ferien vorbei, steht die nächste Saison im Sendesaal an. Eingetroffen ist das neue Programmheft mit über 50 Konzerten bis Januar 2017, das ab sofort im Sendesaal und an diversen Stellen in Bremen ausliegt. Auf Wunsch schicken wir es Ihnen auch gerne zu. Informationen zu den Konzerten im August und September finden Sie jedenfalls schon mal in diesem Newsletter. Allein vier ausgewachsene Klavierabende erwarten Sie in dieser Zeit ebenso wie Musik aus Syrien, Persien und Korea, Jazz, Kammermusik und Songs. Wenn Sie gerne Kulinarisches und Konzertantes genussvoll miteinander verbinden wollen, empfehlen wir Ihnen die Option "Menu & Konzert". Da kombinieren Sie ein 3-Gänge Menu im benachbarten Restaurant Geerdes am Sendesaal mit einem Konzert Ihrer Wahl im Sendesaal. Gut geeignet auch zum Verschenken. Herzlich willkommen in der achten Saison. Für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze Karten erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Inhalt 17.08. Max Reger Klavierduo - Hommage á Reger 18.08. Saltarello: Streichquartett Opus 4 19.08. Broukar - Ein Hauch von Damaskus 02.09. Mo' Blow - CD Release & Farewell Tour 04.09. Harmonien der Welt I: Lamento Project 12.09. musica assoluta, Solisten Isabelle und Boris Faust 13.09. release Konzert: Sophie Pacini 15.09. Aino Löwenmark - Human 16.09. Emiliano Sempaio Meretiro (BR) 18.09. Klavierabend: Eilzaveta Ukrainskaia 22.09. konzert im dunkeln: Maria Pia De Vito und Huw Warren 23.09. Harmonien der Welt II: Special Night 24.09. celestial harmonies special: Klavierabend Sándor Falvai 30.09. Rembrandt Frerichs Trio feat Kayhan Kalhor 17.08. Max Reger Klavierduo - Hommage á Reger Mittwoch, 17. August 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Max Reger Klavierduo, bestehend aus Katja und Boris Cepeda, führt die Hommagen anlässlich Max Regers 100. Todestag weiter und spielt seine großen Werke für zwei Klaviere und Variationen von Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart. Max Reger Klavierduo - Hommage á Reger Katja Cepeda - Klavier Boris Cepeda - Klavier Programm: Variationen und Fuge über ein Thema von Beethoven, op. 86 Für zwei Klaviere zu vier Händen Herrn Theo Rikoff zugeeignet Komponiert 1994 in Berg am Starnberger See Variationen und Fuge für zwei Klaviere über ein Thema von W.A. Mozart, op. 132 a Der Meininger Hofkapelle zur Erinnerung Komponiert 1914 in Schneewinkl bei Berchtesgaden Thema (aus Mozarts Klaviersonate A-Dur Köch. Verz.331) Andante grazioso Introduktion, Passacaglia und Fuge für zwei Klaviere zu vier Händen, op. 96 Frau Henriette Schnelle zugeeignet Komponiert 1906 in Prien am Chiemsee Das Max Reger Klavierduo wurde 1998 von Katja und Boris Cepeda gegründet. Angeregt durch ein Klavierprojekt  von Prof. Kurt Seibert an der Hochschule für Künste in Bremen beginnt ihre Beschäftigung mit der Klaviermusik von Max Reger, dem Namenspatron des Duos, von dessen Musik sie bis heute fasziniert sind. Ihr erstes Konzert fand 1998 in Bremen statt, daraufhin folgten Konzertreisen nach Ecuador, Nord- und Südamerika sowie Südostasien. Seitdem erarbeiteten sie die wichtigsten Werke Max Regers und ein umfangreiches Repertoire für Klavier zu vier Händen, aber auch für zwei Klaviere.Das Max Reger Klavierduo hat u.a. die Mozart-Variationen für zwei Klaviere von Max Reger für Radio Bremen produziert. Katja Cepeda, geboren in Warendorf mit deutsch-tschechischen Wurzeln, erhielt schon früh ihren  ersten Klavierunterricht, studierte Klavier an der Hochschule für Künste Bremen bei Prof. Kurt Seibert und schloss ihr Studium   mit der künstlerischen Diplomprüfung ab. Sie wirkte als Solistin und Kammermusikbegleiterin bei dem Festival „Weidener Max  Reger Tage“ mit und nahm an viel beachteten Klavierprojekten zu Musik von Beethoven, Brahms und Eisler teil. In diesem Zusammenhang spielte sie Hanns Eislers Klavierstücke op.8 auf CD ein. Seit 2005 ist Katja Cepeda als Keyboarderin im Musicalbereich tätig. In dieser Funktion war sie an nahezu allen bedeutenden Spielorten tätig. Seit 2013 ist Katja Cepeda auch als Klavierpädagogin tätig. Boris Cepeda, geboren in Quito, studierte Klavier an der Hochschule für Künste in Bremen als Stipendiat der  Waldemar Koch Stiftung Bremen in der Klasse von Prof. Kurt Seibert. Als Solist, Liedbegleiter und Kammermusikpartner trat er in Europa, Asien, Nord, Mittel- und Südamerika auf. Boris Cepedas Weg wurde durch diverse Auszeichnungen begleitet. So errang er bereits mit nur 7 Jahren den 1. Platz beim Nationalen Musikwettbewerb in Cuenca, Ecuador, dem 1985 und 1989 weitere erste Preise bei dem nationalen Klavierwettbewerb „Guillermo Wright Vallarino“ in Quito folgten. Er war Stipendiat der Philharmonischen Gesellschaft Quito, der Stiftung Guayasamín, der Stiftung Juan Esteban Cordero, der Stiftung Zaldumbide-Rosales, der Deutschen Schule Quito, des Deutschen Pädagogischen Austauschdienstes, des Richard-Wagner-Verbandes sowie der Stiftung Esquel Ecuador. 2004 wurde dem Pianisten der Orden »Vicente Rocafuerte« verliehen – die höchste Auszeichnung des ecuadorianischen Parlaments für kulturelle und künstlerische Verdienste. Von 2009 war Boris als Solorepetitor und stellvertretender Studienleiter am Anhaltischen Theater Dessau tätig und wechselte 2016 als Studienleiter an das Theater Münster. Dort hat er auch die Leitung des renommierten Konzertchores Münster übernommen. Eine Veranstaltung des Max Reger Klavierduos 18.08. Saltarello: Streichquartett Opus 4 Donnerstag, 18. August 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 5 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Als Ausnahmetalent stellt sich in diesem Saltarello-Konzert das blutjunge und hochbegabte Streichquartett Opus4 aus Lausanne vor. Quartett Opus 4 Samuel Hirsch und Léa Al-­‐Saghir - Violine Son Pham Ba - Viola Marie Auslaender - Violoncello Programm: Joseph Haydn (1732 - 1809): Quartett Opus 77, Nr. 2 in F-Dur Igor Stravinsky (1882 ­‐1971): Drei Stücke für Streichquartett Maurice Ravel (1875 ­‐1937): Quartett F-Dur Marie Ausländer, Léa Al-­‐Saghir und Samuel Hirsch kennen sich, seit sie sieben Jahre alt sind und sie bei den "Ministrings" unter der Leitung von Tina Strinning mitwirken durften. In dieser Besetzung haben sie sich gemeinsam oder als Solisten in vielen Konzerten einiges an Bühnenerfahrung erspielt. Eine Konzerttournee hat sie bis nach Istanbul geführt, wo sie vielen jungen Musikern begegnet sind. Im Jahre 2009 begannen Marie, Léa und Samuel zusammen mit dem Bratschisten Hans Egidi, ihrem Lehrer am Konservatorium Lausanne, Quartett zu spielen. Hans Egidi ist der Bratschist des Quartetts Sine Nomine. Seit 2012 spielt Son Pham Ba, junger Bratschist und Jungstudent an der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne, mit dem Quartett zusammen. Die vier Musiker verstehen sich sehr gut und erweitern stetig ihr Repertoire. Im Mai 2016 haben sie in Rheinau den ersten Preis in der Kategorie Kammermusik beim schweizerischen Musikwettbewerb mit Auszeichnung gewonnen. 19.08. Broukar - Ein Hauch von Damaskus Freitag, 19. August 2016 | 19:00 Uhr | Tickets 16 Euro (ermäßigt 9 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Im Rahmen des FUNUN Festivals - Syrische Kultur in Bremen findet im Sendesaal das Konzert von Broukar statt, einem Ensemble, das 2007 in Damaskus gegründet worden ist und mit drei bis fünf Musikern und einem Derwisch-Tänzer die Zuschauer in arabische Sufi-Traditionen entführt. Broukar - Ein Hauch von Damaskus Taufik Mirkhan - Quanun Bayan Rida - Oud und Gesang Hadil Mirkhan - Cello George Oro - Arabische Perkussion Ahmad Alkhatib- Derwisch-Tänzer Das Ensemble, das 2007 in Damaskus gegründet wurde, besteht aus vier Musikern und einem Derwisch Tänzer für Sufi-Tanz und spielt traditionelle Maqam-Musik. Mit ihren Instrumenten Qanun, Oud, Riq und Cello gemeinsam mit dem Derwisch Tänzer entführt Broukar die Zuhörer in die älteste Stadt der Welt, wo Moderne und Tradition aufeinandertreffen. Eine Stadt, die lange Zeit als das Zentrum der arabischen Kulturszene galt - Damaskus. Eine Veranstaltung des Syrischen Exil-Kulturvereins SEKu e.V. 02.09. Mo' Blow - CD Release & Farewell Tour Freitag, 02. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Nach 10 Jahren verabschiedet sich die kraftvolle Berliner Funkband Mo' Blow von der Bühne - und besucht dabei erstmals den Sendesaal. Mo' Blow - CD Release & Farewell Tour Besetzung: Felix Falk - Saxofone, Didgeridoo, Perkussion Matti Klein - Rhodes Tobias Fleischer - Bass André Seidel - Schlagzeug Ein letztes Mal zaubert Mo' Blow ihr mörderisch groovendes Funk Feuerwerk auf die Bühne. Mit ihrem brandaktuellen Album "Live in Berlin" und einer Tournee verabschiedet sich die Band nach über 10 Jahren und hunderten Konzerten in mehr als 20 Ländern. „Party! Nicht mit Allerweltgrooves, sondern mit Anspruch. Die Jungs haben Power!“ (Süddeutsche Zeitung). "Wir können es kaum erwarten, gemeinsam mit unserem Publikum noch einmal die Bühnen abzubrennen und unvergessliche Abende zu erleben, an die wir uns noch lange erinnern.", verspricht die Band. Ihre für sie so typische musikalische Hochspannung, mit der man problemlos eine Kleinstadt betreiben könnte, ist also garantiert. Keine Panik: Das mit dem Brennen der Bühne ist im Sendesaal nicht ganz wörtich zu nehmen. Hier gibts auch ein Video 04.09. Harmonien der Welt I: Lamento Project Sonntag, 04. September 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Musik, entstanden aus Trauer und Trost, Musik die die Seele berührt - das ist das Thema der vier Musiker des Lamento Project, mit dem der bunte Reigen der diesjährigen Harmonien der Welt-Reihe eröffnet wird. "LAMENTO PROJECT" Catherine Aglibut - Barockvioline Ulrike Becker - Violone Claudio Puntin  - Bassklarinette, Klarinette    Christian Gerber - Bandoneon Der Klang der Klage, er hat in fast jeder musikalischen Tradition einen wichtigen Platz. Musik, die Trauer und Trost in ein Klangkostüm kleidet, ist meistens mit Worten verbunden, doch ihr Gefühl ist viel ergreifender als alle Worte. Die Musik die aus diesen Zuständen von Menschen geschaffen wurde, berührt unsere Seele direkt. Ausgehend von einigen der wichtigsten Klagegesänge des 17. Jahrhunderts, beleuchten die vier Musiker des LAMENTO PROJECTs verschiedene Zustände der Trauer, des Kummers und des Trostes auf persönliche Weise. Werke alter Meister aus dem lange verschollenen "Alt-Bachischen Archiv" stehen neben eigenen, aus dem gleichen Empfinden heraus entstandenen Kompositionen und Improvisationen, und bilden ein Repertoire, welches die meditative Intensität und Kraft der Transzendenz in sich trägt. "Diese Musik ist wie eine Kur aus Sound. Ganz grosses Kino!" (F. Uhde, Radialsystem Berlin) Eine Veranstaltung von Radio Bremen/Nordwestradio 12.09. musica assoluta, Solisten Isabelle und Boris Faust Montag, 12. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Ensemble musica assoluta unter Leitung des Komponisten Thorsten Encke ist regelmäßig bei uns zu Gast, wie immer mit hochkarätigen Solisten, diesmal mit der Geigerin Isabelle Faust und ihrem Bruder Boris Faust an der Bratsche und einer Hommage anläßlich des 100. Geburtstages von Henri Dutilleux. ECHOS zum 100. Geburtstag von Henri Dutilleux Isabelle Faust - Violine Boris Faust - Viola musica assoluta Thorsten Encke - Dirigent Programm: Henri Dutilleux (1916-2013): Mystère de l'Instant (1989) Thorsten Encke (*1966): Echos für Violine, Viola und Orchester (UA) Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Sinfonia Concertante Es-Dur KV 364 Dutilleux’ Mystère de l’Instant, ein Stück von magischer Erzählkraft, ist eines der schönsten Beispiele für die vielfältige Klangfarbenpalette des französischen Komponisten, die er in zehn Momenten - „Instants“ - zeigt. Die neue Komposition Echos von Thorsten Encke setzt hier an: Die Stimmen der Solovioline und Soloviola treten in den Dialog mit sich und ihrer Umgebung. Als Solisten konnte die international renommierte Geigerin Isabelle Faust sowie ihr Bruder Boris Faust, Viola, gewonnen werden. Das Stück komponiert Thorsten Encke den Solisten und dem Ensemble musica assoluta gleichsam auf den Leib. Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonia Concertante beschließt das Konzert - ein Klassiker für Violine, Viola und Kammerorchester. Isabelle Faust - Violine Als Preisträgerin des Leopold-Mozart-Wettbewerbs in Augsburg und des Paganini- Wettbewerbs in Genua musizierte sie bereits in jungen Jahren mit bedeutenden Orchestern in aller Welt, wie den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Freiburger Barockorchester oder dem Chamber Orchestra of Europe. Isabelle Faust spielt ein Repertoire, das von J.S. Bach bis hin zu Werken zeitgenössischer Komponisten wie Ligeti, Lachenmann oder Widmann reicht. Ihre künstlerische Aufgeschlossenheit eröffnet ihr Wege zu vielfältigen musikalischen Partnerschaften. Neben den großen sinfonischen Violinkonzerten führt sie beispielsweise Brahms’ und Mozarts Klarinettenquintette mit historischen Instrumenten auf. Regelmäßig arbeitet sie mit Dirigenten wie Frans Brüggen, Mariss Jansons, Giovanni Antonini,  Philippe  Herreweghe,  Daniel  Harding,  Bernard  Haitink  und   Andris   Nelsons zusammen. Ihr unmittelbarer Zugang zur Musik lässt Isabelle Faust zum Wesentlichen der Werke vordringen. Das Publikum spürt ihre natürliche Musikalität ebenso wie den Drang, die Kenntnis des Repertoires durch ein genaues Studium der Partituren und musikhistorische Recherchen zu vertiefen. Eine besonders enge Beziehung verband sie in den letzten Jahren mit Claudio Abbado, mit dem sie in mehreren Ländern konzertierte und für „harmonia mundi“ eine mehrfach preisgekrönte CD mit den Violinkonzerten Beethovens und Bergs einspielte. Die  Aufnahme mit dem Orchestra Mozart wurde mit dem „Diapason d’or“, einem „Echo Klassik“, dem „Gramophone Award 2012“ und dem japanischen „Record  Academy  Award“ ausgezeichnet. Mit ihrem Kammermusikpartner Alexander Melnikov hat sie für „harmonia mundi“ zahlreiche Alben eingespielt, wie die letzte Aufnahme des Duos mit Sonaten für Violine und Klavier von Brahms, die im September 2015 erschienen ist. Im August 2015 wurde ausserdem die zweite Folge der Schumann-Trilogie mit Alexander Melnikov, Jean-Guihen Queyras, dem Freiburger Barockorchester und Pablo Heras-Casado veröffentlicht, mit Schumanns Klavierkonzert und dem Klaviertrio Nr. 2 op. 63. Die dritte und letzte Einspielung setzt sich mit Schumanns Cellokonzert und das Klaviertrio Nr. 1  auseinander. Isabelle Faust spielt die „Dornröschen“-Stradivari von 1704, eine Leihgabe der L-Bank Baden-Württemberg. „Ihr Klang hat Leidenschaft, er hat Biss und er elektrisiert, aber er ist auch von einer entwaffnenden Wärme und Süße, die den verborgenen Lyrismus der Musik sichtbar werden lässt…“ The New York Times Boris Faust - Viola Geboren am 25.1.1970 in Esslingen, studierte er Viola bei Prof. Matthias Buchholz in Köln und bei Prof. Kim Kashkashian in Freiburg. 1994 Abschlussdiplom an der Musikhochschule Freiburg, danach Konzertexamen bei Prof. Hatto Beyerle in der Soloklasse der Musikhochschule Hannover. Er ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe, u.a. in England beim Lionel-Tertis-Wettbewerb und in Italien beim Vittorio-Gui-Wettbewerb sowie beim Wettbewerb der Deutschen Industrie. 1992 erhielt er ein Stipendium beim Deutschen Musikwettbewerb. Als Solist unternahm er Konzerte und Einspielungen mit verschiedenen Orchestern, u.a. mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Heilbronner Kammerorchester, der Philharmonie Baden-Baden und dem Landesjugendorchester Baden-Württemberg. Als gefragter Kammermusiker konzertierte er auf Festivals wie dem Edinburgh-Festival, dem Kronberg-Festival, dem Internat. Mendelssohn-Festival u.v.a. mit namhaften Solisten wie Boris Pergamenschikow, Andras Schiff, Kim Kashkashian, Rainer Kussmaul Jean-Guihen Queyras. Seit 1997 ist Boris Faust 1. Solobratschist der Bremer Philharmoniker und war als Solobratschist Gast bei Hamburger Philharmonikern, Hessischem Rundfunk, Dresdner Staatskapelle, Dresdner Philharmonie, Basler Sinfonieorchester, NDR Hannover, Staatsoper Hannover und weiteren.
Daneben spielte er bei den Bayreuther Festspielen und lernte so die Wagner-Opern kennen.
 Boris Faust geht seit 1993 einer regelmäßigen Lehrtätigkeit nach. 
Seit 2014 ist er Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Thorsten Encke - Dirigent 1966 in Göttingen geboren, studierte Thorsten Encke zunächst Violoncello und Dirigieren in Hannover und Los Angeles, sammelte Erfahrungen auf allen Feldern der klassischen Musik und spielte als Solist, Kammer- und Orchestermusiker. 1999 entschied er sich für eine Zukunft als freier Musiker. Mit dem Gewinn des Wettbewerbs in Prades 2005 verlagerten sich Thorsten Enckes musikalische Aktivitäten mehr und mehr auf kompositorische Projekte, verbunden mit dem Dirigat eigener Werke. Seitdem erhält er zahlreiche Kompositionsaufträge. Seine Werke werden von Künstlern wie Paavo Järvi, Christian Tetzlaff, Sharon Kam, Julian Steckel, dem Quartetto di Cremona, dem Stockholm Chamber Brass, Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der NDR Radiophilharmonie und vielen anderen international agierenden Musikern aufgeführt. Mitschnitte von Radio France Musique, vom Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, dem Norddeutschen Rundfunk und Radio Bremen geben ein Bild von der Verbreitung seiner Musik. Gemeinsam mit befreundeten Musikern gründete Thorsten Encke 2011 das Orchester musica assoluta. Als dessen Dirigent und künstlerischer Leiter engagiert er sich für neue Formen des Konzertierens und impulsgebende Konzerterlebnisse. Bekannt für seine unkonventionellen Auftritte und Programme hat sich das junge und vitale Ensemble innerhalb kürzester Zeit viel Begeisterung bei Publikum und Presse sichern können. musica assoluta Mut und Neugier, Leidenschaft und der Blick über die Grenzen des eigenen Horizontes hinaus: Seit nunmehr vier Jahren und mit einer Vielzahl ungewöhnlicher Konzerte beweist das in Hannover ansässige Orchester musica assoluta um den Komponisten und Dirigenten Thorsten Encke, dass Erneuerung in der Musik möglich ist. Erfrischend der Zugang der Musiker zu bekannten Werken, erfrischend die stete Suche des Ensembles nach außergewöhnlichem Repertoire und neuen Darstellungsformen – stilübergreifend, universell, modern. Besetzt mit exzellenten, vielfach ausgezeichneten jungen Musikern hat das Ensemble seine eigene Konzertreihe in Hannover gegründet, hat mit programmatischer Dichte und Unmittelbarkeit Furore gemacht und reagiert mit konsequenter Arbeit an Schulen und der Förderung von Nachwuchstalenten auf ein spürbares Bedürfnis nach einer Veränderung von Konzert- und Hörgepflogenheiten. Das Orchester hat mit namhaften Solisten wie Sharon Kam, Benjamin Schmid, Ragna Schirmer und german hornsound zusammengearbeitet und ist gern gesehener Gast auf internationalen Festivals wie den Niedersächsischen Musiktagen, den KunstFestSpielen Herrenhausen und dem Klangbrücken Festival. Rundfunk- und CD Aufnahmen geben einen Eindruck von der programmatischen Vielseitigkeit und der exzellenten Spielqualität des Ensembles. 13.09. release Konzert: Sophie Pacini Dienstag, 13. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die hochbegabte deutsch-italienische Pianistin Sophie Pacini gibt einen Klavierabend anläßlich der Veröffentlichung ihrer CD, die sie im Frühjahr dieses Jahres im Sendesaal aufgenommen hat. Sie spielt Werke von Chopin, Beethoven und Liszt. Sophie Pacini - Klavier Programm: Frederic Chopin: Nocturne in B flat minor, Op. 9 No.1 Frederic Chopin: Nocturne in E flat, Op. 9 No. 2 Frederic Chopin: Scherzo No. 2 in B flat minor, Op.31 Ludwig van Beethoven: Sonata for Piano No. 21 in C major, Op. 53 “Waldstein” Franz Liszt: Consolations, S. 172 (Nos. 1, 2 and 3) Franz Liszt: Réminiscences de Don Juan, S. 418 "Bewundernswert eigenständige Interpretationen von leuchtender Transparenz, fesselnder Intensität und bezwingender musikalischer Logik“ – so begründete die Jury die Entscheidung für den „Förderpreis Deutschlandfunk“, mit dem die junge deutsch-italienische Pianistin Sophie Pacini 2011 ausgezeichnet wurde. Im Alter von 10 Jahren begann Sophie Pacini ihre Ausbildung bei Karl-Heinz Kämmerling am Salzburger Mozarteum, wo sie zwei Jahre später in das neu gegründete Hochbegabteninstitut aufgenommen wurde. Ab 2007 setzte Sophie Pacini ihr Studium in der Meisterklasse bei Pavel Gililov fort, das sie 2011 mit Auszeichnung abschloss. Meisterkurse bei Dmitri Bashkirov und Fou Ts’ong gaben ihr überdies wichtige Impulse. 2010 lernte sie Martha Argerich kennen, die sie ein Jahr später zu einem Rezital im Rahmen des Progetto Martha Argerich nach Lugano einlud und seither zu einer wichtigen Wegbegleiterin geworden ist. Im Jahr 2000, mit gerade einmal 9 Jahren, gab Sophie Pacini ihr Konzertdebüt mit Haydns Klavierkonzert D-Dur. Seitdem spielt die gebürtige Münchnerin in vielen bedeutenden Konzertsälen, darunter Konzerthaus Dortmund, Laeiszhalle Hamburg, Beethovenhalle Bonn, Tonhalle Zürich, Meistersingerhalle Nürnberg, Liederhalle Stuttgart, Herkulessaal München und Konzerthaus Berlin. Sie gab gefeierte Klavierabende im Rahmen internationaler Festivals wie Lucerne Piano Festival, Klavierfestival Ruhr, Schwetzinger Festspiele, Mozartfest Würzburg, Piano Festival aux Jacobins Toulouse, Kammermusikfest Lockenhaus mit Gidon Kremer und die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Als Solistin war Sophie Pacini zu Gast bei Orchestern wie Camerata Salzburg, Dresdner Philharmoniker, Luzerner Sinfonieorchester, Orchester des Maggio Musicale Fiorentino, Wiener Kammerorchester, Mozarteum-Orchester Salzburg sowie Tokyo Philharmonic Orchestra in Suntory Hall und Orchard Hall. In der Saison 2015/16 ist Sophie Pacini unter anderem in Klavierabenden im Wiener Konzerthaus sowie im Rahmen des Berliner Klavierfestivals im Konzerthaus Berlin zu hören. Mit den Münchner Symphonikern wird sie Saint-Saens‘ 5. Klavierkonzert im Münchner Prinzregententheater spielen, mit dem Armenian National Philharmonic Orchestra ist sie mit Chopins 1. Klavierkonzert in Ludwigshafen zu hören. Sophie Pacini wurde mit einer Reihe bedeutender Preise ausgezeichnet, darunter der ECHO Klassik in der Kategorie Nachwuchskünstlerin des Jahres 2015 (Klavier) und drei Auszeichnungen im Jahr 2011, als ihr bei den Sommets Musicaux de Gstaad unter dem Vorsitz von Dmitri Bashkirov der Prix Groupe Edmond de Rothschild verliehen wurde und sie die Förderpreise des Deutschlandfunks und des Bremer Musikfests erhielt als „eine der größten Begabungen ihrer Generation“. Seit 2013 ist Sophie Pacini Stipendiatin der Mozart- Gesellschaft Dortmund. Zu ihren vielfach ausgezeichneten CD-Einspielungen gehören Schumanns Klavierkonzert a- Moll und Mozarts Klavierkonzert Es-Dur mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland- Pfalz unter Radoslaw Szulc (Onyx, 2012), eine Solo-CD mit Werken von Schumann und Liszt (CAvi Music, 2012) sowie eine Einspielung der Solowerke Chopins (CAvi Music, 2014). 15.09. Aino Löwenmark - Human Donnerstag, 15. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Aino Löwenmark war mehrfach im Duo Fjarill im Sendesaal. Human ist ihre erstes Programm unter eigenem Namen. Aino Löwenmark - Piano, Gesang Jürgen Spiegel - Schlagzeug Nils Westermann - Gitarren, Bass „Ich hatte das Gefühl, dass es noch andere kreative Facetten in mir gibt, die sich ausdrücken wollten“, erklärt Aino Löwenmark den Impuls zu Human, dem ersten Album unter ihrem eigenem Namen. In den letzten 10 Jahren feierte die Sängerin, Pianistin und Komponistin im Duo Fjarill internationale Erfolge. Dessen bislang letztes Album „Tiden“ erschien 2013, am Ende der dazugehörigen Tournee nahmen sich Aino Löwenmark und Hanmari Spiegel eine künstlerische Pause, ohne Fjarill endgültig aufzulösen. „Hanmari und ich harmonieren perfekt und so sind natürlich auch unsere gemeinsamen Platten sehr harmonisch“, stellt Aino Löwenmark fest. „Bei meinem eigenen Album wollte ich neue Klangwelten kreieren und die bekannte Kombination von Klavier, Geige und Gesang erweitern.“ Dafür zog die in Schweden geborene und in Hamburg lebende Musikerin schon früh ihren Lebenspartner hinzu, den unter anderem vom Tingvall Trio bekannten Schlagzeuger Jürgen Spiegel. „Nachdem ich die ersten zehn Songs geschrieben und aufgenommen hatte, gingen mir diese noch nicht weit genug in die Richtung, die mir vorschwebte“, erinnert sich Löwenmark. In der Folge steuerte Spiegel neue Ideen bei und wurde schließlich zum Co-Komponisten. Darüber hinaus suchten die beiden weitere Musiker und schufen sich neue Strukturen. „Diesmal haben wir die Musik bei uns zuhause richtig produziert. Dafür verwandelten wir unsere Wohnung für ein halbes Jahr in ein Studio, voll mit Instrumenten, Geräten und Kabelchaos“, erklärt Aino Löwenmark einen wesentlichen Unterschied zur vergleichsweise spontanen Fjarill-Arbeitsweise. Die musikalische Ästhetik von Human markiert für Aino Löwenmark eine Wende, „hin zu mehr Gitarren und kraftvolleren Rhythmen.“ Stilistisch vereinen die Songs die unmittelbare Wärme des Folk mit der Präzision einer Pop-Produktion und sorgfältig eingestreuten Rock-Energieschüben. „Der rote Faden des Programms ist das Mysterium, Mensch zu sein“, lächelt Aino Löwenmark und präzisiert: „ich beschäftige mich mit den verschiedenen Aspekten von Menschlichkeit. Jeder Mensch ist anders, trotzdem haben wir alle ein Gehör und ein Gespür, um uns zu verstehen. Außerdem tragen wir alle einen Ton, einen Urklang in uns, der uns einerseits Halt gibt, andererseits mit der Welt resoniert.“ In gewisser Weise hat Löwenmark, sagt sie, auf Human nun auch einige ihrer inneren Stimmen befreit, die bislang noch nicht zu Wort kamen. 16.09. Emiliano Sempaio Meretiro (BR) Freitag, 16. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der brasilianische Gitarrist, Posaunist, Komponist und Arrangeur Emiliano Sempaio lebt mittlerweile in Graz, bringt aber nun zur Veröffentlichung des Albums Obvio zum zweiten Mal sein brasilianisches Trio nach Europa. Meretrio Emiliano Sampaio - Gitarre Gustavo Boni - Bass Luis André - Schlagzeug Das Meretrio wurde 2004 in Sao Paulo mit nur einem Ziel ins Leben gerufen: der Erforschung der vielfältigen brasilianischen Popular-Musik. Seit seiner Gründung hat die Gruppe jedoch ihre kreative Arbeit kontinuierlich erweitert: brasilianische Rhythmen vermischen sich mit Elementen aus dem Jazz und der Kammermusik. Und nicht nur als Trio wurden diverse Alben veröffentlicht: in Kooperation mit dem Komponisten und Pianisten Pedro Assad, der englischen Songwriterin Rebecca Sharp sowie weiteren zahlreichen brasilianischen Hornspielern entstanden beeindruckende Werke. 
Durch den Dialog mit anderen Trios der Vergangenheit und Gegenwart entwickelt das Meretrio seine Musik stetig weiter, doch nie, ohne einen gewissen Sinn für Humor, Kreativität und Freude an der Musik zu verlieren. 2015 hat das Meretrio wichtige Konzerte in Europa gespielt, z.B. beim 34. Bayerischen Jazz Festival (Regensburg), beim Festival Summer Jazz Cologne (Köln) und auf dem Mikulassky Jazzovy Festival (Slowakei). 2016 veröffentlicht das Meretrio die neue CD "Óbvio" mit originellen Kompositionen und mit dem Saxophonist Henrich Von Kalnein (Jazz Bigband Graz) als Special Guest. und hier gibt es auch ein Video vom Trio 18.09. Klavierabend: Eilzaveta Ukrainskaia Sonntag, 18. September 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die 20-jährige Pianistin Elizaveta Ukrainskaia überzeugte mit ihrer so fulminanten wie berührenden Bühnenpräsenz Jury wie Publikum beim Europäischen Klavierwettbewerb Bremen 2016. Sie bekam den 1. Preis. Dies ist ihr Preisträgerkonzert im Sendesaal, wo im Februar auch der Wettbewerb stattgefunden hatte. Elizaveta Ukrainskaia - Klavier Programm: Jean-Philippe Rameau: Nouvelles suites de pièces de clavecin (Suite in G-Dur/g-Moll, RCT 6)
 Johannes Brahms: Variationen und Fuge über ein Thema von Händel, Op.24
 Isaac Albeniz: Cantos de España, Op. 232 Franz Liszt: Rhapsodie Espagnole, S. 254 Elizaveta Ukrainskaia wurde 1996 in Offenbach am Main geboren. Aufgewachsen in Sankt Petersburg (Russland), begann im Alter von fünf Jahren ihre musikalische Ausbildung. Bereits im Kindesalter gewann sie  verschiedene Preise bei nationalen Wettbewerben. Mit 15 Jahren erhielt sie Unterricht am Sankt Petersburger Konservatorium N. A. Rimskij-Korsakov in der Klasse von Ljubov Rudova. In den vergangenen Jahren gewann sie verschiedene Preise bei internationalen Wettbewerben und studiert seit 2015 am St. Petersburger Konservatorium in der Klasse von Prof. Alexander Sandler. 2016 erhielt Sie neben dem 1. Preis drei weitere Dotierungen im renommierten Europäischen Klavierwettbewerb Bremen. Elizaveta konzertiert sowohl solistisch, als auch in Kammermusik- und Orchesterkonzerten in Russland, Tschechien, Deutschland, Slowenien, der Schweiz und den USA. 22.09. konzert im dunkeln: Maria Pia De Vito und Huw Warren Donnerstag, 22. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das erste konzert im dunkeln der Saison bestreiten die neapolitanische Sängerin Maria Pia De Vito und der walisische Pianist Huw Warren. Maria Pia De Vito - Gesang Huw Warren - Piano Die neapolitanische Sängerin und Komponistin Maria Pia De Vito zeichnet sich aus duch ein besonderes Timbre und Temperament. Sie hat lange zusammengearbeitet mit dem kürzlich verstorbenen Pianisten John  Taylor, dem Gitarristen Ralph Towner, Enrico Rava, Colin Towns und Rita Marcotulli. Auch mit dem walisischen Pianisten Huw Warren, der seinerseits mit so hervorragenden Sängerinnen wie June Tabor arbeitet, verbindet sie eine lange und intensive künstlerische Freundschaft. Genug Vertrauen also um ein gemeinsames Konzert in völliger Dunkelheit zu wagen. Zwei Künstler mit starker Persönlichkeit und dem Hang, neue Wege zu gehen, haben sich entschlossen, ihre lange kompositorische und improvisatorische Praxis zusammenzudenken in einem Projekt vokaler und linguistischer Kreativität, mit unendlichen dialektischen Möglichkeiten zwischen Neapel und Wales. "Es ist die Synthese zwischen klassischer Musik und vitaler Improvisation, ethnischen Wurzeln und Avantgarde, die zu einem Balanceakt wird, einer Mixtur, die Herz und Verstand befriedigt und nie abstrakt oder distanziert wird." Vittorio Formenti 23.09. Harmonien der Welt II: Special Night Freitag, 23. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das zweite Konzert der Harmonien der Welt ist mit einer special night 50 Jahren celestial harmonies gewidmet. Es spielen Peter Michael Hamel auf präpariertem Klavier, das Asian Art Ensemble und das Damsaz Duet mit Hamid Motebassem und Samira Golbaz. special night: 50 Jahre celestial harmonies Vor 50 Jahren nahm Eckart Rahn seine erste Jazz-Schallplatte auf, als frischer Schulabbrecher von der Vision getrieben, dass nur Musik Lebenserfüllung sein könne. "Swinging Macedonia" entstand ohne die Sicherheit, ein Label für die Produktion zu finden, schlug aber bei Philips voll ein. Folgerichtig baute Rahn kurz danach sein eigenes Label "Kuckuck" auf, wechselte 1980 in die USA  und gründete dort "celestial harmonies". Als einer der ersten weltweit veröffentlichte er 1981 eine digitale Compact Disc. Nach und nach erweiterte er den Jazz-Katalog des Labels mit New Age, Weltmusik, und Klassik. Die australische Presse nannte ihn den "Indiana Jones of music". Rahns Credo über nun 50 Jahre: "Wer eine andere Kultur verstehen möchte, für den bietet Musik den optimalen Zugang." Im heutigen Konzert kommen Musiker aus Iran, Japan, Korea, China, und Deutschland zusammen, um 50 Jahre "celestial harmonies" zu feiern. Peter Michael Hamel: "MANDALA" 1972/2016 (Hans Otte gedenkend) Prepared Piano Performance Die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Komponisten John Cage Anfang der 1970er Jahre auch bei Hans Otte in Bremen ("Pro Musica Nova") hat den damals 25jährigen PMH zu seiner eigenen Klavierpräparation inspiriert, erstmals 1972 präsentiert mit der Aufführung seines "Mandala".  Es handelt sich auch nach 45 Jahren in jeder Aufführung um eine andersartige Version dieses "work in progress". Durch die Präparation des Flügels und die repetitive "minimalistische" Spielweise ergeben sich immer wieder neue Klänge. DAMSAZ DUET: "PARVANEH" (Der Schmetterling) Hamid Motebassem -Tar  Samira Golbaz - Tar und Stimme: Improvisationen und Kompositionen von Hamid Motebassem Die persische Tar ist das charakteristische Instrument der klassischen Musik Irans. Hamid Motebassem gründete seit seiner Emigration 1986 mehrere Ensemble für persische Musik in Europa und spielt die durch einen metallischen, leicht vibrierenden Klang charakterisierte tar auch als Virtuose in zahllosen Werken zeitgenössischer iranischer Komponisten. In 2012 gab er mit seinem Mezrab Ensemble ein vielbeachtetes Konzert in der Bremer Glocke. ASIAN ART ENSEMBLE : "SHIM" (Herz) Musik für Sheng, Daegum, Koto, Janggu, Violine, Viola, Cello, Baß, und Klavier Als "Ensemble für Neue Weltmusik" ist das AAE weltweit einzigartig in seiner Kombination von traditionellen asiatischen und europäischen Instrumenten. Mittels neu komponierter Werke und in Improvisationen begeistern die Musiker durch die Verbindung der unterschiedlichen Tonsysteme und rhythmischen Energien, der Instrumentenfarben und der melodischen Motivik der Kontinente, bis dem Zuhörer die Bedeutung von Zeit und Raum aufgehoben scheint. 2012 erhielt das AAE den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Eine Veranstaltung von Radio Bremen/Nordwestradio 24.09. celestial harmonies special: Klavierabend Sándor Falvai Samstag, 24. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der 50. Geburtstag des Labels von Eckart Rahn, celestial harmonies, wird mit einem special mit dem Pianisten Sándor Falvai und Musik von Haydn, Schumann und Liszt im Sendesaal gebührend gefeiert. Sándor Falvai - Klavier Programm: Joseph Haydn (1732 – 1809): Variationen f-moll Hob. XVII: 6 (1793) Robert Schumann (1810 – 1856): Fantasie C-Dur op. 17 (1836 – 38) Franz Liszt (1811 – 1886): Sonate h-moll (1852/53) Sandor Falvai, 66, wurde in Ungarn geboren und hat in Budapest und Moskau studiert, unter anderem bei Mihaly Bächer. Von 1997-2004 war er Rektor der Liszt-Akademie in Budapest, der ersten Institution seines Landes; Pianisten aus vielen Ländern haben ihm vieles zu verdanken, und er wird in den Lebensläufen zahlreicher Pianisten mit Dankbarkeit erwähnt. Falvai hat zwei Töchter, Katalin und Anna; beide sind Pianisten. Und deren Mutter ist natürlich auch Pianist. Das gibt es wohl nur einmal auf der Welt. Im Haus der Falvais kann man sich kaum bewegen, weil alles voller Flügel steht. Neben seiner Lehrtätigkeit in Budapest ist Falvai auch Professor in Nagoya/Japan. Als Solist ist er mit Dirigenten wie Mariss Jansons und als Kammermusiker mit Musikern wie János Starker aufgetreten. Falvai ist regelmäßig in der Jury des Internationalen Franz-Liszt-Klavierwettbewerbs tätig. Seine neue CD mit dem 1. Brahms-Klavierkonzert mit der Ungarischen Nationalphilharmonie und Zoltán Kocsis wird wohl bis zum Konzerttermin vorliegen.   Eine Veranstaltung von celestial harmonies Mitschnitt Radio Bremen/Nordwestradio 30.09. Rembrandt Frerichs Trio feat Kayhan Kalhor Freitag, 30. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der holländische Pianist Rembrandt Frerichs war bereits mehrfach Gast im Sendesaal. Dieses Mal kommt er mit historischen Instrumenten und hat dazu einen sehr besonderen Gast: den grandiosen iranischen Kemenche-Spieler Kayhan Kalhor. Kayhan Kalhor & Rembrandt Frerichs Trio Kayhan Kalhor (Iran)- Kemenche Rembrandt Frerichs - Fortepiano nach Walter, 1790 Tony Overwater - Violone, 17. Jhdt. Vinsent Planjer - Flüstertrommel Weltweit kennt das Publikum Kayhan Kalhor als Solisten der New Yorker Philharmoniker und Mitglied von Yo-Yo Ma's Silk Road Projekt. Auch das Rembrandt Frerichs Trio hat sich nicht nur in der Jazzszene einen Namen gemacht, sondern auch bei Neuer Musik auf Historischen Instrumenten. Diese Kombination schafft ungeahnte Synergien. Ihre erste CD hat das Ensemble 2015 gemacht. Sein Interesse an orientalischen Instrumenten hat Rembrandt zum Fortepiano gebracht, einem Instrument, das Mozart gespielt hat und das von Napoleon ins alte Persien gebracht wurde. Nun bringen Rembrandt Frerichs und Kayhan Kalhor Elemente mittelöstlicher Musik Euopäischen Ohren zurück. Rembrandt: "Seit vielen Jahren schwebt mir schon ein anderer Klaviersound vor, leichter als der Sound des modernen Flügels. In meiner Vorstellung mischte sich dieser neue Klang bestens mit dem melancholischen Sound der Kemenche. Ich bin froh, dass mich meine Vostellung nicht getrogen hat. Auf der Bühne teilen wir unsere Liebe für die Musik und Poesie des mittleren Ostens, improvisieren. Melodien kommen und gehen und unsere Unterhlatung enwickelt sich aus dem Moment heraus."
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 21.08.16  +  

Wie die Jobcenter Arbeitslose in die Insolvenz drängen

Wer der Arbeitsagentur Geld schuldet, darf nicht auf Milde hoffen. Das Bundesarbeitsministerium verbietet in der Regel außergerichtliche Einigungen über die Ausstände. Seit Jahresbeginn hat die Behörde sogar einen eigenen Inkassodienst beauftragt. Dabei sind gerade Arbeitslose besonders häufig von der Privatinsolvenz betroffen - und finden dann auch noch schwerer einen neuen Job. Von Kristiana Ludwig, Berlin Wer seinen Job verliert und plötzlich auf sein Gehalt verzichten muss, der macht schnell Schulden. Arbeitslosigkeitist die wichtigste Ursache für Überschuldung, für jeden fünften deutschen Schuldner war sie im vergangenen Jahr der Hauptauslöser für ihre finanzielle Notlage, erhob das Statistische Bundesamt. Zugleich verhindern Schulden oft, dass ein Arbeitsloser wieder einen Job findet: Arbeitgeber schreckt es meist ab, wenn ihr Bewerber in einem Insolvenzverfahren steckt. Dies sei "natürlich ein absolutes Vermittlungshemmnis", sagt eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit. Nicht umsonst schicken viele Jobcenter die Hartz-IV-Empfänger zur Schuldnerberatern. Deren Aufgabe ist es, mit den Gläubigern der Menschen zu verhandeln und sich mit ihnen auf kleinere Summen zu einigen. Ganz anders verhält sich die Arbeitsagentur jedoch, wenn sie selbst die Gläubigerin ist und auf einen Teil ihres Geldes verzichten müsste, um einem überschuldeten Arbeitslosen zu helfen. Ein Papier aus dem Haus von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), das der Süddeutschen Zeitungvorliegt, schreibt der Agentur vor, dass sie sich nicht mehr auf außergerichtliche Einigungen einlassen darf - außer in besonderen Härtefällen. Damit ist bei allen verschuldeten Arbeitslosen, die auch bei der Arbeitsagentur in der Kreide stehen, ein Insolvenzverfahren programmiert. Denn bei diesen vorgerichtlichen Einigungen gilt: Entweder machen alle Gläubiger mit - oder keiner. An Hartz-IV-Empfänger wird immer mehr Geld verliehen Dabei verleihen gerade die Jobcenter immer mehr Geld an Arbeitslose. Im vergangenen Jahr erreichten die Darlehen, die Hartz-IV-Empfänger für Anschaffungen wie etwa einen Kühlschrank bekamen, eine Rekordsumme von86,4 Millionen Euro - vor neun Jahren waren es noch 33 Millionen Euro. Auch die Summe, die einzelne Arbeitslose im Schnitt bekommen und dann an das Jobcenter zurückzahlen müssen, hat sich seitdem verdoppelt, auf 430 Euro. Auch Aufstocker häufen oft Schulden beim Jobcenter an, weil ihr Einkommen und damit die Unterstützung vom Amt schwankt und sie ihm zeitverzögert Geld zurückzahlen müssen. Aufstocker, errechnete das Statistische Bundesamt, seien "überproportional häufig überschuldet". Warum viele Menschen ihre Schulden nicht begleichen können Gerade sehr junge Menschen und Rentner geraten häufig in die Schuldenfalle - aber aus ganz unterschiedlichen Gründen. Welche Rolle Inkassofirmen dabei spielen. Von Benedikt Müller mehr ... Seit Anfang dieses Jahres hat die Arbeitsagentur einen eigenen Inkasso-Dienst aktiviert, der sich verstärkt um solche Forderungen kümmern soll. Die Behörde verspricht sich dadurch Mehreinnahmen von rund 70 Millionen Euro im Jahr. Bundesweit machen Schuldnerberater seither die Erfahrung, dass sich Jobcenter nun auf keine Verhandlungen mehr einlassen. "Wir haben de facto mit dem Inkasso-Service keinen Partner, der Vergleiche schließt", sagt Matthias Butenob von der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg. Er hat sich die Einsicht in das Dokument, mit dem Nahles solche Einigungen einschränkt, unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz erstritten. Nahl es' Sprecher erklärt, man werde weiterhin jeden Einzelfall prüfen. Wenn die wirtschaftliche Existenz des Betroffenen ernsthaft bedroht sei oder die Überschuldung ihn "dauerhaft demotiviert und ihn unter dem Druck der Verhältnisse sozial abgleiten" lasse, sei eine Einigung noch immer möglich. Nach Einschätzung des Rechtsanwalts Marcus Köster von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen wird es für Arbeitslose jedoch schwer, eine solch starke Belastung zu beweisen: "Für so einen Beleg müsste man einen Arzt einschalten und ein Attest liefern", sagt er. Den Preis für die harte Linie von Andrea Nahles zahlen nicht nur die Arbeitssuchenden, sondern auch die Bundesländer. Etwa 2000 Euro kostet ein Insolvenzverfahren, das den Menschen bei einer gescheiterten Einigung bevor steht - bei mittellosen Bürgern müssen die Länder diese Kosten übernehmen. Eigentlich will das Bundesjustizministerium diese teuren Verfahren vermeiden, eben deshalb gibt es eine Verhandlungspflicht. Man verhandle ja, sagt der Sprecher der Arbeitsministerin. Doch auf Geld verzichten werde man nur dann, "wenn dies für den Bund zweckmäßig und wirtschaftlich ist". Wie Konzerne an verschuldeten Menschen verdienen Geld einzutreiben ist für Unternehmen wie Bertelsmann und Otto ein gutes Geschäft - auf Kosten der Schuldner.Von Kristiana Ludwig mehr ... Reporthttp://www.sueddeutsche.de/politik/hart z-iv-wie-die-jobcenter-arbeitslose-in-die-ins olvenz-draengen-1.3088836?source=rssLG Elisabeth
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yasni 23.07.16  +  

Mein neuer Radfahr - Rekord am 19.07.2016:

Ich habe jetzt mit meinem schwarz-roten Friedensfahrrad sogar einen Kilometerstand von knapp 60.200 erreicht. Das ist deutlich mehr als der Erdumfang von 40.000 km. Nach wie vor visiere ich die 100.000 km an. Dazu brauche ich ein paar lange Touren z.B. durch das Weserbergland - und ein stabiles sommerliches Hochdruckgebiet!
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 19.07.16  +  

Sanktionierten alleinerziehenden Müttern droht Kindesentzug

Mütter, die im ALG II-Bezug stehen und mindestens eine 30 %ige Sanktion bekommen, werden vom Jobcenter Zwickau und seinen Außenstellen dem Jugendamt gemeldet. So erfuhr Gegenwind e.V. bei einem Beistandsbesuch vom Arbeitsvermittler. Auf eine Nachfrage beim Jobcenter teilte die Teamleiterin des Servicebereiches mit, dass es eine Vereinbarung zwischen dem Jobcenter und dem Landkreis diesbezüglich gäbe. Eine Anfrage hinsichtlich dieser Zusammenarbeit beim Landrat Herrn Scheurer ergab lediglich, dass der Landkreis die gesetzlich zugewiesene Aufgabe, die Sicherung des Kindeswohles, mit dieser Kooperation wahrnehme und diese Anfrage an das zuständige Jugendamt weitergeleitet hat. Da der Landrat Herr Scheurer Kenntnis haben muß und die Anfrage dennoch weiterleitet, ohne eine befriedigende Antwort zu geben, läßt vermuten, dass mit der Zuständigkeitsverschieberei etwas vertuscht werden soll, oder von der Öffentlichkeit ferngehalten werden soll. Jedenfalls steigt bei den betroffenen Müttern der psychische Druck und die Angst zusätzlich enorm an. Solche Maßnahmen sind aus unserer Sicht nicht hinnehmbar, auch wenn es mit dem vorgeschobenen Argument des Kindeswohles geschieht. Sorgt man sich wirklich um das Wohl des Kindes, schafft man diese unwürdigen Sanktionen ab und versucht nicht, Müttern mit dem Schlimmsten was ihnen passieren kann, nämlich den Verlust ihres Kindes, noch mehr in die Enge zu treiben.   Quelle: Pressemitteilung Gegenwind e.V http://kindesentzug24.com/sanktionierten -alleinerziehenden-muettern-droht-kindesentzu g/
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Neues Deutschland: Zur hohen Arbeitslosigkeit unter Älteren

Berlin (ots) - Je länger jemand ohne Arbeit ist, desto schwerer findet er wieder einen Einstieg ins Berufsleben, das zeigen viele Studien. Ist der oder die Erwerbslose dann auch noch älter als 55, kann der Traum von der neuen Stelle von vornherein als gescheitert gelten. Eine merkwürdige Situation in einem Land, in dem Politiker die Rente mit 75 fordern, gleichzeitig aber nur wenige Unternehmen bereit sind, erfahrene ältere Arbeitnehmer einzustellen, und die staatlichen Behörden Arbeitsuchende in kaum einer Weise unterstützen. Während Unterstützungseinrichtungen wie die Jobcenter ältere Langzeitarbeitslose gleich komplett aufgeben und die Politik sich hauptsächlich damit befasst, wie sie Ältere und Kranke am besten aus der Statistik herausrechnen kann, bleiben die Betroffenen und ihre Bedürfnisse außen vor. Sie werden unter Druck gesetzt, einer Zwangsverrentung mit hohen Abschlägen zuzustimmen, bekommen kaum Weiterbildungen angeboten und noch weniger Beschäftigungsmöglichkeiten, obwohl der Arbeitsmarkt konjunkturbedingt gerade sehr entspannt ist. Der einzig mögliche Schluss ist, dass Ältere als Wähler keine so große Rolle spielen. Möglicherweise liegt auch die arbeitsmarktrelevante Zielgruppe - analog zum Werbefernsehen - nur zwischen 14 und 49. So viele Menschen aber einfach vom Arbeitsmarkt auszuschließen, birgt die große Gefahr weiterer gesellschaftlicher Spaltung. Die aber wird nicht nur den Älteren auf die Füße fallen. Originaltext: neues deutschlandnewsroom: http://www.presseportal. de/nr/59019 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_59019. rss2
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