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Druck im Yasni Exposé von Wieland Von Hodenberg Hodenberg

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Kriege weltweit ächten! Atomwaffen abschaffen! Alle AKW stilllegen!
Homepage: hodenberg.de
Spitzname: "Einstein", Land: Deutschland, Sprache: Deutsch
Ich biete: Friedensaktivist und Autor, auch verantwortl. für Pressearbeit - / Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, Bleiberecht für Flüchtlinge, Schutz für Deserteure vor Verfolgung und Einsatz für die universellen Menschenrechte. Außerdem Liebhaber klassischer Musik, Barockmusik, Jazz und Literatur. Sportlich: Tourenradler mit viel Langstreckenerfahrung - und Frischluftfanatiker!
Wieland von Hodenberg @ Solidarische Hilfe e.V., 28277 Bremen

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Wieland von Hodenberg - Wieland von Hodenberg
Juni 08  1
Wieland von Hodenberg - Wieland von Hodenberg
Okt 10  2

854 Informationen zu Wieland von Hodenberg

"Hilfzahlungen" an Griechenland - Wie die Maintream-Medien die Wahrheit auf den Kopf stellen

Die wochenlange Auseinandersetzung zwischen der neuen griechischen Regierung und der Troika hat ein anschauliches Beispiel dafür geliefert, wie die Mainstream-Medien der Politik in die Hände spielen und dabei die öffentliche Meinung in unserem Land zu manipulieren versuchen. Während die Troika Athen durch wirtschaftliche Erpressung unter Druck setzte und ihr jegliche Zugeständnisse verweigerte, starteten die Leitmedien eine breit angelegte Desinformations-Kampagne mit dem Ziel, die Bevölkerung auf die Fortsetzung der bisherigen Sparpolitik einzuschwören.   Zunächst wurde die neu gewählte Regierung in Athen nicht als eine Koalition aus einer liberalen Gruppierung und einer extrem rechts stehenden Partei dargestellt, sondern pauschal und wahrheitswidrig mit den Etiketten „radikal“, „ultralinks“ und „revolutionär“ versehen – in der offensichtlichen Absicht, sie als unmittelbare Gefahr für die bestehende Ordnung erscheinen zu lassen. Dass sich mehr als ein Drittel der griechischen Bevölkerung vom Bündnis Syriza die Beendigung der erdrückenden Sparmaßnahmen erhoffte, wurde weitestgehend aus der Berichterstattung ausgeklammert, die sozialen Notstände - wie die bei sechzig Prozent liegende Jugendarbeitslosigkeit, der Zusammenbruch des Gesundheitswesens oder die Zunahme der Zahl hungernder Rentner - fanden überhaupt keine Erwähnung mehr.   Statt dessen wurde das Bild eines Landes gezeichnet, das jahrelang über seine Verhältnisse gelebt hat, in dem Korruption und Vetternherrschaft den Alltag bestimmen und dessen Bürger die Hand gern aufhalten, es aber mit der Rückzahlung geliehenen Geldes nicht so ernst nehmen. Die an Zins- und Zinseszinszahlungen und zudem an härteste Bedingungen geknüpften Kredite der Troika wurden grundsätzlich und ohne Erwähnung dieser Konditionen als „Hilfszahlungen“ und „Rettungspakete“ bezeichnet. Der griechische Mindestlohn wurde nicht etwa angeprangert, sondern den noch niedrigeren Mindestlöhne in den baltischen Staaten gegenübergestellt – ganz offenbar in der Absicht, am Existenzminimum lebenden griechischen Arbeitern Unverschämtheit und Anspruchsdenken zu unterstellen.   Schließlich wurden nicht nur die griechische Regierung, sondern „die Griechen“ insgesamt zur Einhaltung von Verträgen aufgefordert, die das Land „auf einen guten Weg gebracht hätten“, obwohl der Anstieg der Staatsverschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt von 125 Prozent zu Beginn der Krise auf mittlerweile 175 Prozent das Gegenteil beweist. Den Höhepunkt der Kampagne bildete eine Aktion der Bildzeitung, die einzelne Leser dazu animierte, sich mit einem Titelblatt, auf dem ein klares „Nein“ an Griechenland abgebildet war, fotografieren und der Öffentlichkeit präsentieren zu lassen.   Obwohl die Kampagne verschiedene Bildungsschichten auf unterschiedliche Weise ins Visier nahm, waren drei Ziele durchgehend zu erkennen:   1. Das Ausblenden der sozialen Katastrophe in Griechenland diente dazu, von der moralischen Verwerflichkeit der Politik der Troika abzulenken.   2. Die Darstellung der Schieflage Griechenlands als „selbstverschuldet“ zielte darauf ab, die kriminelle Rolle der Finanzindustrie zu verschleiern.   3. Die ständige Erwähnung von Korruption und Vetternwirtschaft verfolgte die Absicht, die Mehrheit des ums alltägliche Überleben kämpfenden Griechen in den Augen der deutschen Öffentlichkeit als Verschwender und undankbare Empfänger von Hilfsmaßnahmen darzustellen.   Auf der Grundlage dieser umfassenden medialen Vorbereitung geriet die Abstimmung im Bundestag schließlich zu einem Höhepunkt politischer Heuchelei: Die Abgeordneten, die für den Aufschub des Reformprogramms und damit für nichts anderes als eine zeitverzögerte Fortsetzung der brutalen Austeritätspolitik stimmten, stellten sich als Opfer von Gewissenskonflikten dar, die sich angesichts der wenig unterwürfigen Haltung der Griechen nur unter Selbstvorwürfen für weitere „Hilfsmaßnahmen“ entscheiden konnten. Die Abgeordneten, die gegen den Aufschub stimmten, begründeten dies allen Ernstes damit, dass sie dem deutschen Steuerzahler keine weitere Enteignung zumuten könnten – demselben Steuerzahler, dessen Geld sie seit vier Jahren in Milliardenhöhe ohne die geringste Hemmung in die Tresore von Gläubigerbanken geleitet haben!   Der abstoßende Charakter der Kampagne, wie auch der Aufwand und die Vehemenz, mit der sie geführt wurde, sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie kein Zeichen der Stärke, sondern ein klares Indiz für die zunehmende Schwäche einer Branche ist, die an einem rasant fortschreitenden Verfall ihrer Glaubwürdigkeit leidet. So glaubten nach einer Befragung des NDR vom Dezember 2014 zwei Drittel der Nutzer den Leitmedien nicht mehr. Einer bereits im November von Journalisten-Watch veröffentlichten Untersuchung der „Freien Welt“ zufolge hielten 72 Prozent der Nutzer die Leitmedien für „überhaupt nicht vertrauenswürdig“.   Es ist dieser Vertrauensverlust und die explosionsartig zunehmende Verbreitung nicht manipulierter Informationen über die sozialen Netzwerke, die die Mainstream-Medien in zunehmende Bedrängnis bringen und sie dazu zwingen, bei der Wahl ihrer Mittel zu immer plumperen Mitteln zu greifen und sich gleichzeitig immer weiter von der Wirklichkeit zu entfernen – eine Entwicklung, die mit Sicherheit dazu führen wird, dass in Zukunft noch mehr Menschen erkennen, wessen Interessen sie in Wahrheit vertreten und welche Rolle sie in unserer Gesellschaft spielen.     Autor Ernst Wolff bei "scharf-links.de" am 02.03.2015    
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 03.03.15  +  

27. Januar 1945 - Befreiung von Auschwitz

Ehre, wem Ehre gebührt. Heute gedenken Menschen auf der ganzen Welt mit dem 27.Januar 1945 des Tages, am dem die Soldaten der Roten Armee auf ihrem Vormarsch Richtung Berlin durch das von Hitler-Deutschland besetzte Polen an einen Ort namens Auschwitz kamen. Auf einer Liste, auf der alle von den Nazis und ihren Helfershelfern verübten Verbrechen stehen würden, steht dieser Name an 1. Stelle. Dieses eine Wort "Auschwitz" steht für Deutschlands immer währende Scham. Ein Synonym für Tod und Terror und unaussprechliches Leiden. Dieser riesige Lagerkomplex, einzig und allein gebaut zur industriellen Vernichtung von Menschen, vereint in sich alle Schrecken und Qualen der dorthin Verschleppten. Eine wahre Hölle auf Erden, betrieben durch die Folterknechte eines menschenverachtenden Terrorregimes. Die dort herrschende Perversität ist an Grausamkeit nicht zu überbieten. Und für uns nach dem 2. Weltkrieg Geborenen nicht fassbar. Und deshalb sind die Soldaten der Roten Armee nicht nur die Befreier der 7.500 Überlebenden, sondern auch deren "Helden". Und haben einen besonderen Platz bei Ehrungen verdient. Nicht nur in den Herzen derjenigen, die überleben konnten, weil die Soldaten der Roten Armee die Tore der Hölle eintraten, sondern hätte auch einen Platz in den Köpfen der Menschen, die nach dem Krieg geboren wurden, einnehmen müssen. Aber in einer Zeit, in der Raubkriege (Irak) oder Eroberungskriege (Serbien, Kosovo, Vietnam) wieder "gesellschaftsfähig" geworden sind und politische Scharlatane auf der Welt -natürlich immer im Namen von Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit- den Völkern vorschreiben, wie sie zu leben haben, wird in diesem Jahr die Ehre nach dem Prinzip des "Gehorsams" verteilt. Und so ist es kaum zu glauben, aber Realität, dass Präsident Putin als Repräsentant der Roten Armee zu den Gedenkfeiern nicht eingeladen wurde. Dagegen hat man den Präsidenten des Tätervolkes als Rechtsnachfolger des Dritten Reiches, den politischen Wirrkopf Joachim Gauck, eingeladen. Seit der Münchener Sicherheitskonferenz für seine Befürwortung von militärischer Gewalt zur Durchsetzung ökonomischer Interessen (etwas abgewandelt: Von deutschem Boden darf nie wieder eine militärische Zurückhaltung ausgehen!) bekannt und von der Nato und den USA hoffiert. Ein Blender und Schaumschläger anstatt des Vertreters des russischen Volkes, dass bereits 2 Mal von Deutschland überfallen wurde und besonders im 2. Weltkrieg unsagbares Leid und Zerstörung erleiden mußte. Ich glaube, 27 Millionen tote Soldaten und Zivilisten (nicht zu vergessen die 3 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen, die man verhungern ließ, um sie als unwertes Leben zu "entfernen", sprechen eine deutliche Sprache. Merkel und ihre Vasallen müssten angesichts dieses Ausmaßes der an der Sowjetunion begangenen Verbrechen vor Scham verstummen. Aber wir dürfen uns nicht mehr wundern. Denn in einer Gesellschaft, in der es inzwischen kein Aufsehen mehr erregt, wenn im Winter alte Menschen, die in unserem reichen Land (Merkel: Deutschland geht es gut ) gezwungen sind, als Obdachlose auf der Straße zu leben, erfrieren, aber eine Baisse um 1,2 Punkte an der Börse Schlagzeilen macht, ist Achtung und Respekt oder eben der Grundsatz EHRE, WEM EHRE GEBÜHRT zur Nebensache geworden. Und wird instrumentalisiert. So wollen wir Kommunisten und aufrechten Linken an die Stelle dieser menschenverachtenden Clique von "Politikern" treten und in stillem Gedenken die Achtung dieser Soldaten mit Ehre erfüllen. Und dabei eines anderen Ereignisses gedenken: Am 27. Januar 1944 endete nach 900 Tagen die Einkesselung von Leningrad durch die Heeresgruppe Nord unter Generalfeldmarschall Ritter von Leeb. Auf besonderen Befehl Hitlers sollte die Stadt als "Wiege der Oktoberrevolution" ausgehungert werden und dann durch Sprengung dem Erdboden gleichgemacht werden. Dieser Befehl kostete 1.000.000 Million Einwohnern das Leben. Gleich zu Anfang gab es keinen Strom mehr, alle Wasserleitungen waren eingefroren. Die tägliche Brotration sank auf 2 Scheiben pro Bewohner. Verteidigungskommissar Schdanow konnte über den im Winter zugefrorenen Ladogasee die sogenannte "Straße des Lebens" errichten, die aber nicht ausreichte. Während Menschen einfach auf der Straße vor Entkräftung tot umfielen, wurde in den Fabriken weiter gearbeitet, Panzer, Geschütze und Munition hergestellt, die direkt zum Kampf gegen die deutschen Okkupanten eingesetzt wurden. Und während der Tod reiche Ernte hielt, waren Theater und Bibliotheken sowie die Eremitage geöffnet, es wurden Konzerte gegeben und Gedichte vorgetragen. Den Hunger und die Unterjochung durch die Faschisten als Antreiber, vollbrachten die Leningrader im Kampf gegen die größte Belagerung im 20. Jahrhundert Unvorstellbares: Aus der Bevölkerung rekrutierte Verteidigungskommissar Schdanow 10 Divisionen als Arbeitermiliz. 32000 Frauen und Mädchen gingen als Krankenpflegerinnen an die Front. 90 % aller Leningrader Komsomolzen, das waren 600 000 Jugendliche, arbeiteten jeden Tag, auch bei -40 Grad Kälte, nur mit Hacke und Schaufel ausgerüstet, an den Verteidigungsanlagen. Sie hoben 700 km Panzergräben aus, bauten 300 km Baumsperren und 5000 Erdbunker. Noch nie vorher und nachher (außer dem Ho Chi Minh Pfad mit seinen Erdbunkern kommt dem gleich) wurde eine solche Leistung zur Verteidigung vollbracht. Und voran die Jugend Leningrads! Wie auch an tausend anderen Stellen in der UdSSR kämpfte und opferte sich die kommunistische Jugend für die Freiheit des Vaterlandes! Von den 11.000 während des Großen Vaterländischen Krieges verliehene Auszeichnung "Held der Sowjetunion" kamen 7.000 Titelträger aus der Komsomol. So hat auch Russland sein eigenes "Auschwitz", wobei ich das Leid nicht gegeneinander bewerten will. So wie es diese Bande von "Staatsmännern" macht, die durch die Ignoranz den Toten unter den Soldaten der Befreier das Leid in "gutes" und "schlechtes" Leid durch die Nichtberücksichtigung der russischen Vertreter macht. Diese Schande, die auch durch Merkel, Gauck und Konsorten nicht gestoppt wird, ist nur ein weiterer Beweis für die Verkommenheit der sogenannten "westlichen Demokratien" und die Bestätigung, um unserem Kampf gegen die Bourgeoisie immer weiter zu führen, um die Herrschenden endlich durch Menschen zu ersetzen. Und weil die Bundesregierung in Europa an der Spitze derjenigen steht, die mit neuen wirtschaftlichen Sanktionen Präsident Putin, also Russland, demütigen will, damit sie sich unterwerfen, sollte unser Platz nicht nur in Auschwitz, sondern auch in Leningrad sein. Und wir sollten verhindern, dass einer dieser westlichen Heuchler weder die Ehre der Soldaten von Auschwitz noch die der Kämpfer von Leningrad beschmutzen. So wie schon Napoleon Bonaparte so hat auch Hitler die Leidensfähigkeit des russischen Volkes unterschätzt. Und so wird auch der Angriff der "geistigen" Nato mit ihrer Ausgrenzung des russischen Volkes an der Kraft der russischen Seele zerschellen. Ich möchte meinen Beitrag mit einem Gedicht beenden, das im Rotfuchs Nr. 204 vom Januar 2015 auf Seite 14 abgedruckt ist. Verfasserin ist die Genossin Eva Ruppert: Kriege, Kriege überall Marschmusik Trompetenhall, deutsche Rüstung liefert gut, Geld fließt stets für fremdes Blut. Dass man gern lässt Säbel brlitzen, kennt man schon vom alten Fritzen. Ja, wir sind jetzt wieder wer, mit dem starken Bundesheer, All das nennt man VATERLAND, auch als DEUTSCHLAND wohlbekannt.   (Verfaßt von einem Mitglied der LINKEN aus Ostfriesland)
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 02.03.15  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im März

Im März gibt es bei uns mal wieder volles Programm. 12 Konzerte, allein 3 hervorragende Streichquartette: das Chiaroscuro Quartet (noch im Februar am 28.), das Nomos Quartett (8.3.) und das Amaryllis Quartett (18.3.), Weltmusik mit dem phänomenalen Sänger Ola Onabulé (7.3.), den Kehlkopfsängern von Huun Huur Tu aus Tuva (12.3.) und den Mundharmonikavirtuosen Sväng aus Finnland (18.3.) um nur einige zu nennen. Näheres zu allen Konzerten finden Sie wie immer weiter unten. Wir heißen Sie gerne willkommen. Für heute allerbeste und immer noch gut gelaunte Grüße Ihr Peter Schulze Es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass die Verweilqualität vor und nach den Konzerten im Sendesaal sich durch das öffentliche Restaurant Geerdes am Sendesaal sehr erhöht hat. Geben Sie sich die Zeit. Ein Besuch lohnt sich. Das Geerdes ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Inhalt 28.02. residenz@sendesaal: Chiaroscuro Quartet 01.03. Gesprächskonzert Teil II: Kurt Seibert und Erik Roßbander 04.03. Florian Hoefner Group 07.03. Ola Onabulé 08.03. Jubiläumskonzert: Nomos Quartett 11.03. Jugendsinfonieorchester Bremen-Nord und Chor 12.03. Huun Huur Tu 18.03. amaryllis 3x3: Amaryllis Quartett 19.03. Preisträgerkonzert Jugend musiziert 20.03. residenz@sendesaal: Tristan Cornut und Claire Huangci 21.03. Sväng 22.03. Matinee: Althastedter Kammerorchester 22.03. konzert im dunkeln: Alan Broadbent 28.02. residenz@sendesaal: Chiaroscuro Quartet Samstag, 28. Februar 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) Das russisch-spanisch-schwedisch-französische Chiaroscuro Quartet ist ganz seinem Namen (chiaroscuro = helldunkel) verbunden. Gegenwärtig nimmt es seine neue CD-Serie mit Streichquartetten von Joseph Haydn im Sendesaal auf. Dies ist das erste von zwei Produktionskonzerten. Chiaroscuro Quartet Alina Ibragimova - Violine  Pablo Hernán Benedí - Violine Emilie Hörnlund - Viola Claire Thirion - Violoncello Joseph Haydn: aus den Sonnenquartetten op 20 1-3 (Es-Dur, C-Dur & G-Moll) Alina Ibragimova, die erste Geigerin des Chiaroscuro Quartetts, lernten wir zuerst als Schülerin meines Bruders Christian Tetzlaff kennen , hatten aber bald schon das große Vergnügen, sie als fantastische Kollegin beim Kammermusikfestival in Heimbach wieder zu treffen und mit ihr Musik zu machen . Alina macht weiterhin neben ihrer Solokarriere sehr viel Kammermusik -  ein Trend , der sich bei der jüngeren Generation großer Musiker zum Glück immer mehr durchsetzt - vor allem in diesem wunderbaren Streichquartett , und wir freuen uns sehr , die Einspielung dieser Haydn Quartette , die nächstes Jahr ihre Fortsetzung findet , unterstützen und miterleben zu dürfen ! Tanja Tetzlaff und Florian Donderer „In dem Kammerstil habe ich außer den Berlinern fast allen Nationen zu gefallen das Glück gehabt. Mich wundert nur, dass die sonst so vernünftigen Herrn Berliner mich in einer Wochenschrift bis an die Sterne erheben, in der andern 60 Klafter tief in die Erde schlagen." Als Joseph Haydn diese Zeilen 1776 schrieb, konnte er nicht ahnen, dass Werke wie seine vier Jahre zuvor entstandenen „Sonnenquartette" einmal einen festen Platz am Kammermusik-Firmament einnehmen würden. Vielmehr sah er sich mitunter harscher Kritik ausgesetzt, weil ihm einige Kritiker seinen Platz an der Sonne offenbar nicht gönnen wollten – getreu dem Motto: da wo Licht ist, ist auch Schatten. Das auf Darmsaiten musizierende Chiaroscuro Quartet weiß dieses Motto produktiv zu nutzen: Seit 2005 durchleuchtet das Ensemble die vielen Facetten der Streichquartettliteratur und macht das Chiaroscuro, das in der Malerei für Hell-Dunkel steht, auf eindrucksvolle Weise und unter großem Beifall seines Publikums hörbar. Mit freundlicher Unterstützung der Heinz-Peter und Annelotte Koch-Stiftung Foto©Agnese Blaubarde 01.03. Gesprächskonzert Teil II: Kurt Seibert und Erik Roßbander Sonntag, 01. März 2015 | 16:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Beethovens Opus Magnum, die Hammerklaviersonate op. 106 steht im Zentrum dieses Gesprächskonzertes. Kurt Seibert - Piano
 Erik Roßbander - Rezitation Ludwig van Beethoven - Hammerklaviersonate op. 106 Kurt Seibert schreibt zu diesem Gesprächskonzert: „Beethovens "Hammerklaviersonate" ist bis heute die umfangreichste Klaviersonate der Literatur. Lange Zeit galt sie als unspielbar. Carl Czerny, der Schüler Beethovens bezeichnet die abschließende Fuge als das schwierigste Klavierstück.  Franz Liszt und vor allem dem Pianisten und Dirigenten Hans von Bülow verdanken wir es, dass Beethovens Spätwerk im Bewusstsein der Musikfreunde den gebührenden Platz gefunden hat. Hans von Bülow ist der "Erfinder" des Klavierabends, wie wir ihn kennen. Bülows Beethoven Programme enthielten das gesamte, damals völlig unbekannte Spätwerk an einem Abend und er spielte manchmal auch die Sonate op.106 zweimal in einem Konzert. Wir wollen uns nicht an einem solchen Beethoven-Marathon beteiligen, folgen aber seiner Idee, die Sonate op.106 zweimal zu spielen.“ Eine Veranstaltung von Kurt Seibert 04.03. Florian Hoefner Group Mittwoch, 04. März 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das international besetzte Quartett des in New York lebenden Jazz-Pianisten Florian Hoefner. Florian Hoefner Group Matt Marantz – Tenor-, Sopransaxophon Florian Hoefner – Piano Sam Anning – Bass Peter Kronreif – Schlagzeug Nach seinen zwei CD-Veröffentlichungen mit seiner Florian Hoefner Group hat sich der in New York lebende Pianist Florian Hoefner endgültig als innovative Kraft in Sachen Modern Jazz etabliert. Die mit einem US-Amerikaner, einem Australier und einem Österreicher international besetzte Gruppe hat sich nach über 50 Live-Konzerten einen Ruf als extrem eingespielte und energetische Live-Band erarbeitet. Dafür sprechen auch die unzähligen Konzertengagements in Nordamerika und Europa. Die Band absolvierte ein umfangreiches Tourprogramm mit von Presse und Publikum gefeierten Konzerten in den USA, Kanada, Deutschland, der Schweiz, Österreich, Belgien, Dänemark und Polen. Für ihren Auftritt in der Zehntscheuer in Ravensburg wurde die Band mit dem Oberschwäbischen Kleinkunstpreis ausgezeichnet. Ihre Alben erhielten glänzende Rezensionen auf beiden Seiten des Atlantiks. „Großartig“ findet Roland Spiegel vom Bayerischen Rundfunk das Debut-Album, „Songs Without Words“ und widmet ihm gleich eine ganze Sendung. „Beeindruckend“, schließt sich Guenter Hottmann vom Hessischen Rundfunk an und stellt die Band gar in eine Reihe mit Mark Turner’s „Fly-Trio“. In den USA schreibt All About Jazz: „Ein absolut eingängiges Album, das eine Freude ist zu hören“. Das Folgealbum, „Falling Up“, ist seit September 2013 erhältlich. Es enthält sieben neue Kompositionen des mit dem ASCAP Young Jazz Composer Award ausgezeichneten Bandleaders und Arrangements des Beatles-Klassikers, „Eleanor Rigby“, und des Folk-Songs, „Black is the Color“. Mit seinen Stücken, schafft Hoefner es, eine Brücke zu schlagen zwischen eingefleischten Jazzfans und Hörern, die erst während des Konzerts entdecken, dass Jazz eigentlich schon immer ihre Musik war. Hierzu noch einmal Roland Spiegel: „...diese Stücke haben meist äußerst einprägsame Themen, stecken allerdings immer auch voller anspruchsvoller Details so dass die Kenner sich nicht langweilen und alle anderen trotzdem sofort Zugang zu dieser Musik finden.” Hoefner’s Mitmusiker tragen einen gehörigen Teil dazu bei. Das findet auch die Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine: „Schlagzeuger Peter Kronreif, der Saxofonist Matt Marantz und Sam Anning am Kontrabass beteiligen sich an diesem Vorhaben mit faszinierendem Ensemblespiel und magischer Improvisationskunst. Großer Applaus.“ „Musik, die rhythmische Raffinesse mit lyrischem Fließen vereint.” Sarah Seidel, Norddeutscher Rundfunk 07.03. Ola Onabulé Samstag, 07. März 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Der wunderbare britisch-nigerianische Sänger Ola Onabulé kommt nach seinem eindrucksvollen und ausstrahlungsstarken Sendesaaldebüt im letzten Jahr zum release concert für sein endlich fertiggestelltes neues Album It's The Peace That Deafens wieder in den Saal. Ola Onabulé - Gesang Martin Scales - Gitarre Patrick Scales - Bass Nick Flade - Piano Guido May - Schlagzeug Oli Savill - Perkussion Der nigerianisch-stämmige Brite Ola Onabulé ist Songwriter, Arrangeur und Produzent in einer Person. Für seine Musik auf den internationalen Festivals als großer Vokalist und begnadeter Entertainer gefeiert, begeisterte er auch hierzulande auf den großen Festivalbühnen und bei Kooperationen mit der WDR Big Band in der Philharmonie Köln, dem Babelsberg Filmorchester im Nikolaisaal Potsdam und erst kürzlich mit der SWR Big Band auf dem Jazzfest in Aalen, bei denen das Publikum in den Genuss kam, seine Arrangements in einem neuen Gewand zu erleben. Aber diesmal kommt er in kleiner Besetzung, um seine neue, endlich fertiggestellte CD “It’s The Peace That Deafens” zu präsentieren, ein Werk der Erforschung aber zugleich auch eine Aussage. 12 aufrüttelnde Songs über Identität, Versöhnung und Nostalgie. Die Worte, Melodien und Rhythmen balancieren auf einem dünnen Drahtseil aus Paradoxen. Sie entstanden zwischen Kindheit und Erwachsensein, in zwei unterschiedlichen Kulturen, auf zwei verschiedenen Kontinenten und zu zwei verschiedenen Zeiten. Olas Stimmung dabei ist resolut und entschlossen, doch auch abschätzend und vorsichtig. 08.03. Jubiläumskonzert: Nomos Quartett Sonntag, 08. März 2015 | 18:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 10 Euro) 30 Jahre Nomos Quartett - ein nachträgliches Festkonzert NOMOS-QUARTETT Martin Dehning – Violine Meike Bertram – Violine Friederike Koch – Viola Sabine Pfeiffer – Violoncello Programm: Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett C-Dur KV 465 Iannis Xenakis: „Tetras“ für Streichquartett (1983) Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett f-Moll op. 80 und Musikalische Überraschungen Bereits während ihrer Studienzeit – u.a. in Berlin, Hannover, Frankfurt, Paris und New York – waren die vier MusikerInnen Mitglieder in Ensembles wie dem „Ensemble Modern” und der „Jungen Deutschen Philharmonie“. 1984 gründeten sie das Nomos-Quartett und gewannen in den folgenden Jahren zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben. Seit 2013 setzt die junge Geigerin Meike Bertram neue Impulse. So überzeugt das Nomos Quartett durch mitreißenden Schwung, Lebendigkeit und Offenheit – und die Reife langjähriger gemeinsamer Erfahrung. Aus Anlass seines 30jährigen Bestehens spielt das Nomos-Quartett herausragende Werke der Streichquartettliteratur: Mozarts „Dissonanzenquartett“ (benannt nach dem harmonisch kühnen Beginn) wirkt ebenso spielerisch wie tiefgründig und ist in seiner perfekten Verbindung von kunstvoller Arbeit und gelassener Heiterkeit vielleicht das vollkommenste seiner Streichquartette. Iannis Xenakis erdenkt in „Tetras“ wilde Klangeruptionen, er experimentiert mit komplizierten Zeitstrukturen und schafft fünfzehn Minuten energievollster Musik. Das f-Moll-Quartett von Mendelssohn Bartholdy ist ein aufwühlendes, mitreißendes Werk, im langsamen Satz von tief berührender Schönheit. Zum Abschluss des Konzerts: Musikalische Überraschungen! The splendidly sensitive and musical Nomos-Quartett gave a glorious performance of the Mozart ‘Dissonance’. The Independent, London Das Nomos-Quartett macht die Seele der Musik hörbar. Eine Veranstaltung des Nomos Quartetts 11.03. Jugendsinfonieorchester Bremen-Nord und Chor Mittwoch, 11. März 2015 | 19:30 Uhr | Tickets 12 Euro (ermäßigt 12 Euro / 8 Euro) Das Jugendsinfonieorchester Bremen-Nord der Musikschule Bremen unter der Leitung von Martin Lentz sowie der Bremer Chor „Sol-la-la“ unter der Leitung von Christian Höffling bestreiten dieses Friedenskonzert im Rahmen der „Nakba“-Ausstellung. Jugendsinfonieorchester Bremen-Nord der Musikschule Bremen Leitung: Martin Lentz Bremer Chor „Sol-la-la“ Leitung: Christian Höffling und internationale Gäste - Weltmusik für den Frieden - Dieses Konzert findet statt in Verbindung mit der „Nakba“-Ausstellung in der Zentralbibliothek Bremen (19.02. – 17.03.2015). Das Konzert wird veranstaltet vom Arbeitskreis „Nakba“, in dem mehrere Bremer Nahost- und Friedensinitiativen für die Vorbereitung und Durchführung der „Nakba“-Ausstellung (mit umfangreichem Rahmenprogramm) zusammenarbeiten. Die beteiligten Organisationen setzen sich ein für eine friedliche Beilegung der Konflikte im Nahen und Mittleren Osten und für einen dauerhaften gerechten Frieden in der Region, insbesondere in Israel / Palästina. Sie sind solidarisch mit all jenen, die sich auf israelischer wie auf palästinensischer Seite für Versöhnung und ein friedliches Zusammenleben aller engagieren. 12.03. Huun Huur Tu Donnerstag, 12. März 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Die archaischen Stimmkünstler aus Tuva. Huun Huur Tu Kaigal-ool Khovalyg– Gesang (Khöömei, Sygyt, Kargyraa), Igil, Doshpuluur Chanzy Radik Tyulyush– Stimme, Byzaanchi, Khomuz, Amarga Sayan Bapa– Gesang (Kargyra, Khöömi), Toschpulur, Igil, Doshpuluur, Marinhuur, Gitarre Alexey Saryglar– Gesang (Sygyt), Tungur (Trommel), Tuyug (Pferdehufen), Dazhaaning Khavy, Igil Sasha Bapa, sein Bruder Sayan und zwei weitere Musiker, Kaigal-ool Khovalyg and Albert Kuvezin gründeten HUUN-HUUR-TU 1992, um sich auf die Präsentation von alten und vergessenen Liedern zu konzentrieren, wie Sasha es ausdrückt. 1993 spielte das Ensemble Huun-Huur-Tu erstmals in Amerika und erzielte binnen kurzer Zeit überwältigende Erfolge. Ihr “Khoomei” oder “Throat singing” – wie die Amerikaner sagen, der Obertongesang ist eine der faszinierendsten Vokaltechniken der Welt. Schnell erreichte das Ensemble einen “Kultstatus” in der neuen Welt, veröffentlichte dort mittlerweile sechs CDs und erfreut sich weiter wachsender Popularität. Die Kultur der Tuvenen ist der mongolischen verwandt und spiegelt den Respekt vor der Natur wieder. Huun-Huur-Tu spielte im Amerika u. a. zusammen mit dem Kronos Quartet, Frank Zappa – dem sie das Lied “Ching Söörtükchülerining Yryzy” (Song of the Caravan Drivers) gewidmet haben – , den Chieftains und L. Shankar. Unüberhörbar gibt es einen rituellen Charakter in dieser Musik, aber alle meditativen Tendenzen tilgt Huun-Huur-Tu durch eine stark rhythmische Ausrichtung. Zutiefst geheimnisvoll bleibt dieser faszinierende Obertongesang, der bis zu drei Melodien gleichzeitig erklingen lassen kann. Während die Mitglieder von Huun-Huur-Tu  sich dem Lernen alter Lieder und Melodien verschrieben haben, zeigen ihre Konzerte die Bedeutung von Tradition und Innovation. So ist es das Anliegen von Huun-Huur-Tu etwas Neues für Tuva: Traditionell wurde tuvenische Musik meist von Solisten vorgetragen und Musiker spezialisierten sich auf ein bestimmtes Genre oder einen Stil. Diese Genres und Stile wiederum haben ihren Ursprung in bestimmten sozialen Anlässen. Huun-Huur-Tu’s eklektische Aufführungen alter Lieder und Melodien dagegen bewegen sich zwischen allen Stühlen tuvenischen Musiklebens. “Wenn eine musikalische Tradition aufhört sich weiterzuentwickeln, ist sie zum Sterben verurteilt.“ Ted Levin “Wir haben Lieder wiederentdeckt, die niemand mehr singt. Wir lernen von den alten Leuten, spielen sogar die tuvenische Internationale, die in den 30iger Jahren sehr populär war, als Tuva eine selbstständige Republik war (Tanna Tuva genannt). Der Text ist zwar sowjetisch, aber die Melodie kommt von einem tuvenischen Volkslied.” Sasha Bapa 18.03. amaryllis 3x3: Amaryllis Quartett Mittwoch, 18. März 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 25 Euro / 10 Euro) amaryllis 3x3 - Die neue Streichquartett-Reihe im Sendesaal Amaryllis Quartett Gustav Frielinghaus - 1. Violine Lena Wirth - 2. Violine Lena Eckels - Viola Yves Sandoz - Violoncello "Kreutzer-Sonate" Ludwig van Beethoven: Streichquartett f-Moll, op. 95 Leos Janáček: Streichquartett Nr. 1 "Kreutzer-Sonate" Leo Tolstoi Auszüge aus der Novelle "Die Kreutzersonate" Thema dieses zweiten von drei Konzerten des Amaryllis Quartetts in dieser Saison ist die Kreutzersonate – Beethovens bekannteste und gewichtigste Violinsonate. Auf sie nimmt Tolstoi in seiner gleichnamigen Novelle Bezug, in der er die unheimliche Verführungskraft der Musik darstellt. Diese wiederum inspirierte Leoš Janáček zu seinem ersten Streichquartett. Den vielfältigen Beziehungen zwischen diesen drei Meisterwerken und ihren Schöpfern soll dieser Abend in Ton und Wort nachspüren. Dafür konnte als special guest der berühmte Bariton Franz Grundheber gewonnen werden, der Ausschnitte aus Tolstois Novelle lesen wird.
 Eine Veranstaltung der „Freunde des Amaryllis Quartett e.V.“ www.amaryllis-quartett.com 19.03. Preisträgerkonzert Jugend musiziert Donnerstag, 19. März 2015 | 20:00 Uhr | Der Eintritt ist frei | Voranmeldung erwünscht Das alljährliche Konzert präsentiert die Preisträger des Landeswettbewerbes Jugend musiziert. Es spielen die Preisträger des diesjährigen Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“ in den ausgeschriebenen Solokategorien: Blasinstrumente, Zupfinstrumente, Bass (Pop) Musical und den Ensemblewertungen: Klavier 4-händig, Duo – Klavier und ein Streichinstrument, Gesang und Schlagzeug – Ensemble. Naturgemäß können wir Ihnen die teilnehmenden jungen Künstler dieses Konzertes erst kurzfristig nennen, da der Landeswettbewerb erst am Wochenende zuvor stattfindet. Die Teilnehmer, die für sich im Landeswettbewerb eine Wertung von 23 und mehr Punkten erzielen konnten und in den Altersgruppen III bis VII - zwischen 14 und 21 Jahren - angetreten sind, fahren zum Bundeswettbewerb nach Hamburg, der wie jedes Jahr um Pfingsten herum stattfindet. Der Senator für Kultur in Bremen, die Sparkasse Bremen und der Landesmusikrat Bremen unterstützen das Konzert, das den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die wertvolle Möglichkeit der Podiumserfahrung ermöglicht. 20.03. residenz@sendesaal: Tristan Cornut und Claire Huangci Freitag, 20. März 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) In der residenz-Reihe spielt der neue Solocellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Tristan Cornut, mit seiner Kammermusikpartnerin, der chinesisch-amerikanischen Pianistin Claire Huangci. Tristan Cornut - Violoncello Claire Huangci - Klavier Programm Peter Tschaikowsky (1840 - 1893) – Pezzo Capriccioso op 62 Franz Schubert (1797-1828) – Sonate für Arpeggione und Klavier a-moll D 821 Pause Frederic Chopin (1810-1849) - Sonate für Cello & Klavier op.65 Astor Piazzolla (1921-1992) – Le Grand Tango Unser zweites Konzert bestreiten zwei Preisträger des renommierten ARD Musikwettbewerbes. Claire Huangci, die im vorletzten Jahr bereits im Sendesaal im Rahmen der Reihe "Auf schwarzen und weißen Tasten" zu hören war, tritt gemeinsam mit Tristan Cornut auf, der seit kurzem auch Solocellist in der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist. Es ist immer herrlich für Tanja, wenn sie mit Tristan am Pult zusammen spielen und seinen vollen Celloton direkt in den Ohren haben kann - jetzt freuen wir uns , ihn " von außen " genießen zu können und das mit einem Programm , das lauter Highlights der Celloliteratur der letzten Jahrhunderte vereint. Tanja Tetzlaff/Florian Donderer Tristan Cornut, geboren in Paris,  erhielt seinen ersten Cellounterricht bei Annie Cochet. Er studierte am  Pariser Konservatorium bei Roland Pidoux und an den Musikhochschulen Stuttgart und Freiburg bei Jean-Guihen Queyras. Er wurde bei verschiedenen internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, u.a. bei dem Lutoslawski-Wettbewerb, dem Domnick-Wettbewerb, dem Gaspar Cassado Wettbewerb und dem ARD-Musikwettbewerb, wo er Claire Huangci kennenlernte. Als Kammermusiker musizierte er an der Seite von Antonio Meneses, Salvatore Accardo, Bruno Giuranna und Miguel da Silva und ist Preisträger der Kammermusik Wettbewerbe Melbourne und Trondheim. Tristan trat als Solist auf u.a. mit dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Münchner Kammerorchester, dem Ensemble Resonanz, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Philharmonisches Orchester Tokyo.  Seit 2012 ist er Solocellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Claire Huangci Die junge amerikanische Pianistin chinesischer Abstammung (geb. 1990) hat die Rolle des gefeierten Wunderkindes, das im Alter von zehn Jahren ein Privatkonzert für Präsident Bill Clinton gab, längst hinter sich gelassen und überzeugt durch ausgeprägte künstlerische Reife, mit der sie ihr Publikum in den Bann zu ziehen weiß. Sie vereint technische Brillanz mit musikalischer Ausdrucksstärke, spielerische Virtuosität mit künstlerischer Sensibilität. Und so versteht sie auch ihr ganzes Schaffen: Sie möchte „Musik machen, an die man sich erinnert, nicht weil ich so schnelle Finger hatte, sondern weil sie so schön war – so schön, dass sie zu Tränen rührte.“ Mit neun Jahren startete Claire Huangci eine internationale Karriere mit Stipendien, Konzertauftritten und Preisen – zuletzt erhielt sie als jüngste Teilnehmerin den 2. Preis beim Internationalen ARD Musikwettbewerb (2011). Sie selbst sagt allerdings, dass sie über ihren künstlerischen Werdegang lange unentschlossen blieb. Erst im späten Teenageralter fühlte sie sich mehr und mehr zu dem Instrument berufen. Einen exakten Augenblick für diese Wendung habe es nicht gegeben, sondern viele kleine Momente, die diese dauerhafte, heute fast symbiotische Bindung bewirkten. Wichtige Impulse erhielt sie dabei von ihren Lehrern Eleanor Sokoloff und Gary Graffman am Curtis Institute of Music in Philadelphia, bevor sie 2007 zu Arie Vardi an die Musikhochschule Hannover wechselte. Ein besonderer Wegbereiter für Claire Huangci war Frédéric Chopin, mit dem sie zunächst ambivalente Gefühle verband. Seinen halsbrecherischen Etüden stand sie anfangs skeptisch gegenüber, verliebte sich aber in seine Balladen und Sonaten. Genau dieser Musik verdankt Claire Huangci auch ihren künstlerischen Durchbruch: Im Oktober 2009 erhielt sie den 1. Preis beim Internationalen Chopin-Wettbewerb in Darmstadt, im Februar 2010 den 1. Preis und alle Sonderpreise beim Chopin-Wettbewerb in Miami. So galt Claire Huangci 19-jährig bereits als ausdrucksstärkste Chopin-Interpretin ihrer Generation. Längst sind reine Chopin-Programme passé und Claire Huangci hat sich zu einer vielseitigen und gefragten Musikerin entwickelt. Ihr ungewöhnlich breites Repertoire und ihre große Wandlungsfähigkeit beweist sie bei der Arbeit mit Orchestern wie dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart (unter Roger Norrington), Sinfonieorchester Berlin, Münchner Kammerorchester, China Philharmonic Orchestra, der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken, Indianapolis Symphony, Santa Fe Symphony, Moscow Radio Symphony und Istanbul State Symphony. Mit dem Staatsorchester Darmstadt präsentierte sie äußerst erfolgreich die Uraufführung von Cord Meijerings Klavierkonzert ISIS und zu den Highlights der Saison 2014/15 gehört ihr Auftritt mit dem Mozarteum Orchester Salzburg. Claire Huangci hat bereits in internationalen Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, Tonhalle Zürich, dem Konzerthaus Berlin, Gasteig München, Gewandhaus Leipzig, Salle Cortot, der Oji Hall Tokyo und Symphony Hall Osaka gastiert sowie bei Festivals wie dem Kissinger Sommer, Verbier Festival, Lodz Rubinstein Festival, Menuhin Festival Gstaad, Mozartfest Würzburg, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem MDR Musiksommer und den Schwetzinger Festspielen. Mit ihrer Debüt-CD, die 2013 im Sendesaal aufgenommen wurde und Einspielungen von Solowerken von Tschaikowsky und Prokofjew enthält, präsentiert sich Claire Huangci als eigenständige und beeindruckende Künstlerin. Mit freundlicher Unterstützung der Heinz-Peter und Annelotte Koch-Stiftung 21.03. Sväng Samstag, 21. März 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das phänomenale Mundharmonika-Quartett aus Finnland. SVÄNG Eero Turkka - chromatische und diatonische Harmonikas Eero Grundström - chromatische und diatonische Harmonikas Jouko Kyhälä - Harmonetta, chromatische und diatonische Harmonikas Pasi Leino - Bass-Harmonika Die vier charmanten Herrn von SVÄNG haben in den letzten Jahren neue Standards für das Ensemblespiel auf der Mundharmonika gesetzt – und das sowohl im Hinblick auf Repertoire als auch Spieltechnik. Mit einem ebenso anspruchsvollen, wie unterhaltsamen Programm aus Eigenkompositionen überzeugen die Mundharmonika-Visionäre Publikum und Fachwelt rund um den Globus von den unbegrenzten Möglichkeiten dieses kleinen, oftmals unterschätzten, Instruments. Ihre soeben erschienene, fünfte CD „KARJA-LA“ nimmt auf finnische Volksmusiktraditionen und Balkanrhythmen ebenso Bezug wie auf Vertreter der finnischen Romantik wie Sibelius und Merikanto. Überhaupt fassen Sväng ihr Repertoire undogmatisch weit und laden zu einer außergewöhnlichen Klangreise: eine freigeistig, lustvoll und mit rhythmischer Vitalität zelebrierte Musikmelange, die vom britischen Songlines-Magazin mit dem Attribut des „Mundharmonika-Pendants zum Kronos-Quartet“ geadelt wurde. Zeitgenössische Mundharmonikamusik, die derzeit wohl kein zweites Mal in dieser Kompaktheit und Virtuosität zu finden ist. Drei der Bandmitglieder entstammen der renommierten Sibelius Akademie und verkörpern dennoch das hundertprozentige Gegenteil von Akademismus. Und mit Pasi Leino haben Sväng einen Vertreter der berühmten finnischen Mundharmonika-Orchester-Tradition in ihren Reihen. Jouko Kyhälä beschreibt die Musik des fulminanten Quartetts folgendermaßen: „Unser Background liegt in der Geschichte. Finnland liegt zwischen Ost und West. Sowohl die melancholischen Russen als auch die fröhlichen Schweden beherrschten phasenweise das Land. Also gibt es beide Seiten in der finnischen Mentalität und auch Musik. In uns ist eine tiefe Liebe zum Moll, zur Schwermut. Aber in uns ist auch viel Lebensfreude.“ Sväng tourten neben zahlreichen Konzerten in Finnland intensiv durch Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Japan, Österreich, Italien und viele weitere Länder. In Jools Holland´s legendärer Silvestershow auf BBC 2 begeisterten Sväng am 31.12.2008 ein Millionenpublikum vor den Bildschirmen. Mitglieder: Eero Grundström: spielt neben der Mundharmonika zahlreiche andere Instrumente (v.a.Klavier & Harmonium) und arbeitet – auch für Sväng – als Komponist und Arrangeur. Eero ist ein wahres Improvisations-Genie und in allen musikalischen Gebieten zu Hause: von Rock bis Klassik, von experimentell bis Pop. Er ist einer der bekanntesten experimentellen Harmonium-Spieler Finnlands, und häufiger Gastsolist bei finnischen Symphonieorchestern und auf zahlreichen CD Einspielungen zu hören. Daneben ist Eero ein leidenschaftlicher und hervorragender Fotograf und dokumentiert vor allem die kulinarische Seite des Tourlebens. Geeros Kompositionen beziehen sich häufig auf finnische Komponisten und sind von seinen Bandkollegen ob der vielen Noten gefürchtet. Pasi Leino: ist das älteste Bandmitglied und für die tiefsten Frequenzen zuständig, die er der einem Toaster ähnelnden Bassharmonika entlockt. Pasi ist das einzige Bandmitglied, das nicht die Sibelius-Akademie absolviert hat – gleichzeitig aber der einzige in ganz Finnland, der die Bassharmonika und die drei Bandkollegen meistern kann. Pasi ist ein Vertreter der berühmten finnischen Mundharmonika-Orchester-Tradition und war in den 90ern Mitglied des Raimo Sirkiä Harmonika-Quartett, mit dem er in Trossingen die European Championship of Harmonica Bands gewann. Jouko Kyhälä: hat im Jahr 1999 als erster Mundharmonika-Spieler ein Studium an der Volksmusikabteilung der Sibelius Akademie absolviert. Neben seiner Tourtätigkeit hat er im Jahr 2007 approbiert und trägt den Titel des „Doktor artium der Mundharmonika“ – wohl als erster weltweit und unterrichtet Mundharmonika und Improvisation an der Sibelius Universität. Jouko ist sowohl Geburtshelfer, als auch „master mind“ von Sväng und spielt innerhalb des Quartetts meist die Harmonetta, eine von der Firma Hohner in den 1950er-Jahren entwickelte Kreuzung von Akkordeon und Mundharmonika, auf der sich besonders Akkord-Begleitungen hervorragend spielen lassen. Auf Tour verbringt Jouko viele Stunden mit der Pflege und Reparatur der kleinteiligen Mechanik der Harmonetta. Natürlich ist Jouko auch als Komponist für Sväng tätig, wobei er seine Inspiration oft in der Natur, finnischen Geschichte oder aber auch Comics findet. Eero Turkka: begann sich bereits als Kind für die Blues-Harp zu interessieren, spielte einige Jahre als Straßenmusikant in St. Petersburg und endete auf der Sibelius-Akademie. Anno 2003 war Eeros praktische Diplomarbeit in Komposition und Improvisation an der Sibelius Akademie die Geburtsstunde von Sväng. Seine „Rumänische Suite“ geschrieben und arrangiert für Mundharmonikaquartett war das erste Stück, das Sväng erarbeitete. Eero spricht fließend Russisch und Bulgarisch und hat neben dem Blues eine große Vorliebe für Balkanrhythmen, was bis heute im Repertoire hörbar ist. Neben der Mundharmonika spielt auch er einige andere ethnische Instrumente, widmet sich dem Obertongesang und singt in mehreren Bands. Für seine Duo-CD „Turkka y Paalanen“ mit dem Akkordeonisten Anti Paalanen erhielt er den finnischen Ethno-Emma. 22.03. Matinee: Althastedter Kammerorchester Sonntag, 22. März 2015 | 11:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 8 Euro) In seiner Frühjahrsmatinee widmet sich das Alt-Hastedter Kammerorchesters der ganzen Schauspielmusik, die Edvard Grieg zu Henrik Ibsens Peer Gynt geschrieben hat. ALT-HASTEDTER KAMMERORCHESTER Leitung: Grigori Pantijelew Thomas Ziesch -Rezitator Manja Stephan - Sopran Edvard Grieg: Schauspielmusik Peer Gynt Op. 23 Henrik Ibsen bat Edvard Grieg im Jahr 1874 um Musik für die Bühnenfassung seines erfolgreichen dramatischen Gedichts „Peer Gynt“. Bekannter als die daraufhin komponierte Schauspielmusik sind die beiden Peer Gynt Suiten, die wohl zu den populärsten Werken der romantischen Orchestermusik zählen. Diese Orchestersuiten sind jedoch nur eine Zusammenstellung – heute würde man es eine „Compilation“ nennen -,  die Grieg selbst aus einigen Sätzen der insgesamt 26 Sätze umfassenden Schauspielmusik vorgenommen hat. Das Alt-Hastedter Kammerorchester möchte in diesem Konzert neben der bekannten Musik der Suiten auch unbekanntere Sätze der Schauspielmusik sich selbst und seinem Publikum zugänglich machen. Mit einer Sopranistin und einem Rezitator wird bei der Aufführung ein theatralischer Zusammenhang hergestellt. Eine Veranstaltung des Althastedter Kammerorchesters 22.03. konzert im dunkeln: Alan Broadbent Sonntag, 22. März 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Der langjährige Pianist von Charlie Haden's Quartet West gibt ein Solokonzert im dunkeln. Alan Broadbent - Klavier Alan Broadbent gehört zu den großen Jazz-Pianisten und Jazz-Arrangeuren. Er spielte lange Jahre in Charlie Hadens 'Quartet West', das er mit seinem filigranen und zugleich mühelos wirkenden Spiel mitprägte. Mit zwei Grammys ist er bisher ausgezeichnet. Berühmt geworden ist der 67-Jährige vor allem mit seinen improvisierten Klavier-Soli und seinen Interpretationen von Jazz-Standards. Zu Alan’s 67. Geburtstag ist 2014 die mit der NDR Bigband aufgenommene CD 'America the Beautiful' erschienen. Der Titel ist der Dank Alan’s an ein Land und seine Menschen, die ihm ein "Leben in Musik" ermöglichen. Alan wurde in Neuseeland geboren und kam als Neunzehnjähriger in die Staaten nach Boston. In den dortigen Clubs gastierten damals die wichtigsten Musiker des Jazz. "Jede Woche war was los", erinnert sich Broadbent. "Miles kam mit drei Pianisten: Chick Corea, Herbie Hancock und Wynton Kelly. Bill Evans war mindestens einmal im Vierteljahr da. Dann saß ich unter dem Flügel!" Von seinen 15 CDs unter eigenem Namen erhielten vier Grammy-Nominierungen, drei davon für 'Best Improvised Jazz Solo'. Für das Solo-Album 'Heart to Heart' erhielt er 2013 die seltene 5-Sterne-Bestwertung vom US-Magazin 'Downbeat' und vom britischen 'Jazz Journal'. Sein Solokonzert 2012 auf dem St. Emilion Jazz Festival wurde vom Magazin 'Jazzman' zum besten Solokonzert des Jahres in ganz Frankreich gewählt.
 Alan arbeitet ebenfalls als Arrangeur, Dirigent und Komponist. Er war mit Natalie Cole auf Tour, er ist Diana Krall‘s Leiter für ihre Orchesterkonzerte. Er schrieb Streicher-Arrangements für Paul McCartney’s Grammy Award Album 'Kisses on the Bottom' mit dem London Symphony Orchestra. Zwei Grammys hat er für seine herausragende Arbeit als Arrangeur erhalten, einen für die orchestrale Untermalung von Natalie und Nat King Coles 'When I Fall In Love', den anderen für Shirley Horns Interpretation von Leonard Bernsteins 'Lonely Town'. Der Grund für diesen Erfolg liegt wahrscheinlich darin, dass Alan wie kaum ein anderer es versteht, versteckte Emotionen aus bekannten Stücken hervorzuholen. Mit freundlicher Unterstützung der Waldemar Koch Stiftung
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
9x
yasni 28.02.15  +  

Sendesaal Bremen: Ein Grammy für Produktion aus dem Sendesaal

Wir wollen Ihnen die freudige Mitteilung machen, dass die Recording Academy in Los Angeles die Produktion unserer Kollegin Renate Wolter-Seevers, die sie im Juli 2013 mit dem Boston Early Music Festival im Sendesaal gemacht hat, mit einem Grammy ausgezeichnet hat. Näheres dazu weiter unten. Außerdem noch einmal der Hinweis auf unsere weiteren Veranstaltungen im Februar, bei denen es zumindest zwei deutschlandweit exklusive Konzerte gibt: am 12. ein Konzert im Dunkeln mit der unglaublichen Sängerin Sainkho Namtchylak, deren Stimme 7 Oktaven umfasst (für dieses Konzert gibt es nur noch wenige Karten), und am 13.2. die anatolischen und armenischen Wurzeln der Musik von Paul Motian aus der Sicht des Pianisten Stevko Busch, außerdem am 19. Blaumeiers liebenswerten Chor Don Bleu und die beiden spannenden Streichquartette vision string quartet (21.) und Chiaroscuro Quartett (28.). Näheres dazu finden Sie weiter unten. Einstweilen also herzliche Glückwünsche an Renate Wolter-Seevers, die Ensembles des Boston Early Music Festivals, das Label CPO und Radio Bremen für den Grammy. Für heute allerbeste und gut gelaunte Grüße Ihr Peter Schulze Es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass die Verweilqualität vor und nach den Konzerten im Sendesaal sich durch das öffentliche Restaurant Geerdes am Sendesaal sehr erhöht hat. Geben Sie sich die Zeit. Ein Besuch lohnt sich. Das Geerdes ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Inhalt EIN GRAMMY FÜR PRODUKTION AUS DEM SENDESAAL 12.02. konzert im dunkeln: Sainkho Namtchylak 13.02. Stevko Busch: InnerTimeSpaces 19.02. Blaumeier's Chor Don Bleu 21.02. saltarello: vision string quartet 22.02. Camerata Instrumentale 28.02. residenz@sendesaal: Chiaroscuro Quartet EIN GRAMMY FÜR PRODUKTION AUS DEM SENDESAAL Die Produktion der Kammeroper La Descente D'Orphée Aux Enfers von M. A. Charpentier, die im Juli 2013 im Sendesaal entstand und beim Osnabrücker Label CPO als CD erschien, wurde von der amerikanischen Recording Academy mit einem Grammy als weltbeste Opernaufnahme des Jahres ausgezeichnet. Der Tenor Aaron Sheehan ist dabei in der Titelrolle des Orphée zu hören. Es spielen das Boston Early Music Festival Chamber Ensemble und das Boston Early Music Festival Vocal Ensemble unter der Leitung von Paul O'Dette & Stephen Stubbs. Produzentin ist Renate Wolter-Seevers, Tonmeisterin bei Radio Bremen und Kämpferin für den Erhalt des Sendesaales seit der ersten Stunde. Es hat sich gelohnt. Damit findet die seit langen Jahren praktizierte und nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Renate Wolter-Seevers und den Ensembles des Boston Early Music Festivals in Kooperation mit dem Sendesaal Bremen und Radio Bremen, die bereits 3 Grammynominierungen verzeichnen konnte, ihren vorläufigen Höhepunkt. Für einen Grammy nominiert zu sein ist schon eine tolle Auszeichnung, einen Grammy zu bekommen aber noch einmal etwas ganz anderes. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten. 12.02. konzert im dunkeln: Sainkho Namtchylak Donnerstag, 12. Februar 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Die großartige, eindringliche, schamanische Sängerin Sainkho Namtchylak aus Tuwa in ihrem ersten akustischen Solokonzert im Dunkeln. Einziges Konzert in Deutschland. Es gibt nur noch wenige Restkarten. Sainkho Namtchylak - Stimme "Eine Frau - tausend Stimmen! Sie macht nicht nur Oberton- und Kehlengesang, das ist vokaler Schamanismus." Tom Jurek Sainkho Namtchylak wurde 1957 in Kyzyl, Tuwa/Sibirien geboren. Ihre akademische Ausbildung erhielt sie in Moskau. Ihre Stimme hat einen Umfang von 7 Oktaven (mit Ober- und Untertönen). Seit 1987 trat sie im Westen auf, sowohl bei Folkfestivals als auch bei Avantgarde-Festivals oder Technoparties. Auch als bildende Künstlerin hat sie sich einen Namen gemacht. Sie arbeitete mit so unterschiedlichen internationalen Musikern wie Andreas Vollenweider, Peter Kowald, Jan Garbarek, Djivan Gasparyan oder Wolfgang Muthspiel. In ihrer Musik sucht sie heute eine Synthese von traditioneller sibirischer und westlicher Weltmusik.  Sie verbindet Vergangenheit und Zukunft, Einheit mit dem Universum durch Kreativität, die sich an Menschen und die Geister der Natur um uns herum richtet. Die große tuwinische Obertonsängerin Sainkho Namtchylak kommt zu einem Konzert im Dunkeln in den Sendesaal. Warum will sie das? "Erstens habe ich noch nie eine Performance mit diesem Konzept gehabt. Es gab zwar Theaterauftritte, die zumindest teilweise dunkel waren, aber eine ganze Show im Dunkeln, das ist, glaube ich, das erste Mal in meinem Leben. Zweitens: die ganze Aufmerksamkeit ausschließlich auf der Stimme zu haben ist als wäre die Sele nackt. Wenn der Hörer nicht abgelenkt wird von diesen tausend kleinen Dingen auf und um die Bühne, die man normalerweise in Konzerten wahrnimmt, Gesichter, die Farben der Kleidung, Körper, Lichtkegel und Schatten. All das ist weg, nur Stimme! Die nackte Seele eines unsichtbaren Körpers." Sainkho Namtchylak “One Woman – Thousand Voices!” “Tuvan vocalist Sainkho Namtchylak is a singer among singers…This isn't merely throat singing, this is vocal shamanism.” by Thom Jurek "Of all the ex-Soviet musicians of the New Jazz “ … her machine-gun trillings at the upper register and rhythmic grunts put the caterwauling of a Maja Ratjke or a Diamanda Galas to shame.” WFMU (Jercey City, New Jersey, USA) Mit freundlicher Unterstützung der Waldemar Koch Stiftung 13.02. Stevko Busch: InnerTimeSpaces Freitag, 13. Februar 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Die anatolischen und armenischen Wurzeln der Musik von Paul Motian, Komitas u.a. stellt der Pianist Stevko Busch mit einem internationalen Ensemble vor. Einziges Konzert in Deutschland InnerTimeSpaces Armenisch/Anatolische Quellen und die Musik von Paul Motian, Tigran Mansurian und Komitas Vardaped Stevko Busch - Piano Tom Arthurs - Trompete, Flügelhorn Vahe Hovesian - Duduk, Klarinette Christian Thomé - Schlagzeug, Percussion Isambard Khroustaliov - Electronics Keiko Shichijo - Piano, bowed piano spielt Musik von Komitas Das aktuelle Programm des Pianisten Stevko Busch nimmt die einzigartige Spielweise und Klangwelt des amerikanischen Schlagzeugers Paul Motian als Ausgangspunkt. Motian, ein phänomenaler Hörer mit einem tiefen musikalischen Gedächtnis, schuf mit seinem Spiel in der ihm eigenen Weise offene Räume, in denen tiefere Lagen musikalischen Erinnerns angesprochen und freigelegt wurden, wodurch die zugrunde liegenden Quellen in einer neu erlebten Form neue Gestalt und Klarheit erhalten konnten. Darin flossen westliche, afro-amerikanische und östliche Quellen auf einzigartige Weise zusammen. Von diesem Orientierungspunkt ausgehend, erforschen die Musiker Schnittpunkte von ost-westlichen Klängen, interpretieren und improvisieren sie mit östlichen und westlichen Färbungen, Phrasierungen und Timing. Durch die Möglichkeiten der Verformung, Wiederholung und Verschiebung im Raum erhält die Live-elektronik von Isambard Khroustaliov eine zentrale Bedeutung im Hinblick auf den Umgang mit dem musikalischen Gedächtnis. Im Programm erscheinen zwei Pianisten in verschiedenen Rollen. Die japanische Pianistin Keiko Shichijo spielt Werke von armenischen Komponisten verschiedener Epochen, und Stevko Busch verbindet westliche und östliche Spielweisen in seinem  Ensemble. Der Armenier Vahé Hovanesian bringt darin mit der traditionellen armenischen Oboe, der Duduk, die östliche Farbe der Blasinstrumente ein, und der aufstrebende britische Trompeter Tom Arthurs die westliche. Der Schlagzeuger Christian Thomé verbindet mit seinem filigranen und präzisen Spiel gemeinsam mit dem Elektroniker die verschiedenartigen Klangwelten. Entwickelt wurde das Programm von Henning Bolte und Stevko Busch 19.02. Blaumeier's Chor Don Bleu Donnerstag, 19. Februar 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) zu Gast aus dem Bremer Westen: Blaumeier's Chor Don Bleu mit einem Heimatliederabend mit Do, Re, Mi, Sofa und Lati! Chor Don Bleu Was passiert, wenn ein ausgewiesen landgängiger Chor sich dem Genre Shanty widmet, hört man im Heimatliederabend des Chor Don Bleu! Ohrwürmer von Heintje bis zu den Ärzten, Volks- und Seelieder sowie klassisches Liedgut werden aufgetakelt, windschnittig in Schräglage gebracht oder eigens komponiert. Blaumeiers Chor Don Bleu präsentiert im Sendesaal seine frechsten Lieder und überraschende Klänge: Da verliert sich eine heißgeliebte Badebüx in den mystischen Tiefen der Weltmeere, während verzweifelte Eltern in „Junge“, die aussichtslose Zukunft ihres renitenten Sohnes beklagen. Da trifft die strahlende „Königin vom Use Akschn Grill“ auf den „Hamburger Veermaster“ und die unerschütterlicher Mutterliebe eines sehnsüchtigen „Mama“ wird von einem sturmerprobten „Hey haul away“ beantwortet. Und ganz oben auf der Blaumeier-Hitliste beschwört „Selbst ein Fischstäbchen krabbelt weiter“ das Durchhaltevermögen bei schwerer See. Die Lieder bewegen sich in einem weiten Spektrum vom traditionellen „Ave Maria der Berge“ über umgetextete Popsongs bis hin zu eigenen Kompositionen – dabei versprühen Text und Melodie immer eine leichte Prise Ironie. Mit viel musikalischen Witz präsentiert der Chor Don Bleu seine überraschenden Arrangements und bringt mit Charme und Schalk ein skurriles und kurzweiliges Heimatliederprogramm auf die Bühne. 21.02. saltarello: vision string quartet Samstag, 21. Februar 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro / 5 Euro) Als Ausnahmetalent war Jacob Encke bereits mehrfach in Saltarello Konzerten zu hören. Nun kommt er mit dem vision string quartet, einem einzigartigen Quartett, das nicht nur Werke der konventionellen, klassischen Literatur spielt sondern auch improvisierte Musik. vision string quartet Jakob Encke - Violine Daniel Stoll - Violine Sander Stuart - Viola Leonard Disselhorst - Violoncello Programm: Franz Schubert:  Erlkönig (bearbeitet von Jakob Encke) Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett Nr.6 f-Moll op.80 ---- Crossover - Jazz/Pop/Rock nach Ansage Das vision string quartet wurde nach einem Jahr gemeinsamen Jazz-Ensemblespiels im Juni 2012  gegründet. Es ist ein einzigartiges Quartett, welches nicht nur Werke der konventionellen, klassischen Literatur spielt. Stilübergreifend hat das Quartett Eigenkompositionen und Werke der publikumswirksamen neueren Musikformen wie Jazz, Rock und Funk im Repertoire. Die komplexen Rhythmen, Harmonien und Klangfarben zu formen oder gar frei zu improvisieren, ist eine optimale Vorraussetzung, um auch klassische Musik auf spannende und neue Weise zu interpretieren. Das vision string quartet verbindet auf diese Weise traditionelle Klassische Musik und populäre Musik. Energievoll und mit ausgereiftem Klang musizieren die vier jungen Virtuosen zusammen und kreieren mit ihrer Erfahrung, der gewachsenen Sensibilität von Kammermusikern und mit der Freiheit des Jazz einzigartige Musik, wie sie von einem Streichquartett selten gehört wird.  Schon bald nach seiner Gründung besuchte das vision string quartet den Internationalen Kammermusikkurs der Jeunesses-Musicales mit Mitgliedern des Alban Berg Quartett, Artemis Quartett, Vogler Quartett und des Cuarteto Casals. Zusätzlich zum Instrumentalstudium werden die Vier vom Artemis Quartett in Berlin unterrichtet. Höhepunkte ihrer Auftritte sind u.a. Konzerte beim Rheingau Musikfestival im August 2013, die dem Quartett als einem der vielversprechendsten Nachwuchsquartette des weltweit renommierten Kurses der Jeunesses-Musicales vermittelt wurden. Außerdem gastierte das vision string quartet zuvor im März 2013 beim Internationalen Musikfestival „Heidelberger Frühling“ und trat zusammen mit dem Bundesjugendballett unter der Choreographie u.a. von John Neumeier auf. Ebenfalls im Rahmen des Festivals spielten die Musiker ein Konzert mit dem Klarinettisten Jörg Widmann. Auf international renommierten Konzertbühnen spielte das vision string quartet bereits wie bei seinem Debüt im Februar 2014 im Gewandhaus zu Leipzig. Auch unkonventionelle Konzertorte wurden gewählt, beim Musikfest Kassel etwa mitten im Kulturbahnhof Kassel zwischen dem Eisen der Gleise und dem Trubel der reisenden Menschen. Kommende Höhepunkte werden u.a. Konzerte bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Gezeiten-Festival, dem Musikfest Kassel, dem Internationalen Musikfestival Buxtehude und eine ganze Konzertübertragung im SWR. Mit freundlicher Unterstütung der Heinz-Peter und Annelotte Koch-Stiftung 22.02. Camerata Instrumentale Sonntag, 22. Februar 2015 | 18:00 Uhr | Eintritt frei Eine Anmeldung ist erforderlich. Spenden werden erbeten. Das Frühjahrskonzert des Orchesters der Musikschule Bremen Camerata Instrumentale mit Werken von Johannes W. Schäfer, Louis Spohr und Antonin Dvořák. Solist ist Matthew Hunt, Klarinette. Die Leitung hat Jörg Assmann. Camerata Instrumentale                     Orchester der Musikschule Bremen Solist: Matthew Hunt - Klarinette Dirigent: Jörg Assmann Johannes W. Schäfer : ....und träumte bittersüß, op. 53 (2009) Louis Spohr : Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 1, op. 26, c-moll Antonin Dvořák: Sinfonie Nr. 6, op. 60, D-Dur Johannes W. Schäfer (Foto) ist ein Bremer Komponist. Er musiziert als Bassist in der Camerata Instrumentale.  Sein Werk "… und träumte bittersüß…", op.53 aus dem Jahr 2009 ist eine spieltechnisch anspruchsvolle, dicht gewebte und nuancenreiche Komposition, in der der Farbenreichtum des Orchesterklanges gekonnt eingesetzt wird. Die Camerata Instrumentale freut sich, die Bremer Erstaufführung spielen zu dürfen. Matthew Hunt, einer der Spitzenklarinettisten Großbritanniens, ist ein profilierter Musiker, der sowohl für die stimmliche Qualität seines Spiels bekannt ist, als auch für seine herausragende Fähigkeit, eine besondere Verbindung mit dem Publikum aufzubauen. Er hält die Stelle des Soloklarinettisten bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und ist Mitglied der englischen Kammergruppe Ensemble 360. - Er konnte gewonnen werden, das erste Klarinettenkonzert op. 26 in c-moll von Louis Spohr zu spielen. Die sechste  Sinfonie op. 60 in D-Dur von Antonín Dvořák ist eher selten im Konzert zu hören. Für das Orchester ist es eine Wiederaufnahme nach langer Zeit. 28.02. residenz@sendesaal: Chiaroscuro Quartet Samstag, 28. Februar 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) Das russisch-spanisch-schwedisch-französische Chiaroscuro Quartet ist ganz seinem Namen (chiaroscuro = helldunkel) verbunden. Gegenwärtig nimmt es seine neue CD-Serie mit Streichquartetten von Joseph Haydn im Sendesaal auf. Dies ist das erste von zwei Produktionskonzerten. Chiaroscuro Quartet Alina Ibragimova - Violine  Pablo Hernán Benedí - Violine Emilie Hörnlund - Viola Claire Thirion - Violoncello Joseph Haydn: aus den Sonnenquartetten op 20 1-3 (Es-Dur, C-Dur & G-Moll) Alina Ibragimova, die erste Geigerin des Chiaroscuro Quartetts, lernten wir zuerst als Schülerin meines Bruders Christian Tetzlaff kennen , hatten aber bald schon das große Vergnügen, sie als fantastische Kollegin beim Kammermusikfestival in Heimbach wieder zu treffen und mit ihr Musik zu machen . Alina macht weiterhin neben ihrer Solokarriere sehr viel Kammermusik -  ein Trend , der sich bei der jüngeren Generation großer Musiker zum Glück immer mehr durchsetzt - vor allem in diesem wunderbaren Streichquartett , und wir freuen uns sehr , die Einspielung dieser Haydn Quartette , die nächstes Jahr ihre Fortsetzung findet , unterstützen und miterleben zu dürfen ! Tanja Tetzlaff und Florian Donderer „In dem Kammerstil habe ich außer den Berlinern fast allen Nationen zu gefallen das Glück gehabt. Mich wundert nur, dass die sonst so vernünftigen Herrn Berliner mich in einer Wochenschrift bis an die Sterne erheben, in der andern 60 Klafter tief in die Erde schlagen." Als Joseph Haydn diese Zeilen 1776 schrieb, konnte er nicht ahnen, dass Werke wie seine vier Jahre zuvor entstandenen „Sonnenquartette" einmal einen festen Platz am Kammermusik-Firmament einnehmen würden. Vielmehr sah er sich mitunter harscher Kritik ausgesetzt, weil ihm einige Kritiker seinen Platz an der Sonne offenbar nicht gönnen wollten – getreu dem Motto: da wo Licht ist, ist auch Schatten. Das auf Darmsaiten musizierende Chiaroscuro Quartet weiß dieses Motto produktiv zu nutzen: Seit 2005 durchleuchtet das Ensemble die vielen Facetten der Streichquartettliteratur und macht das Chiaroscuro, das in der Malerei für Hell-Dunkel steht, auf eindrucksvolle Weise und unter großem Beifall seines Publikums hörbar. Mit freundlicher Unterstützung der Heinz-Peter und Annelotte Koch-Stiftung Foto©Agnese Blaubarde
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 28.02.15  +  

Mahnende Worte von Attac Deutschland

Nach den Anschlägen auf die Redaktion des Magazins "Charlie Hebdo" und den koscheren Supermarkt in Paris gilt unser Mitgefühl den Angehörigen und Freund_innen der Opfer. Wir gedenken insbesondere des Mitbegründers von Attac Frankreich, Bernard Maris, der bei dem Attentat ermordet wurde. Die Bezeugungen der Solidarität mit den Opfern von Paris rund um den Globus sind eindrucksvoll und ergreifend. Doch nicht alle Stimmen im "Wir sind Charlie"-Chor überzeugen. Denn, religiös motiviert oder nicht, die Anschläge haben ihre Wurzeln auch in einer zerstörerischen neoliberalen Politik der Ausgrenzung, Ausbeutung und Vernichtung fundamentaler Lebensgrundlagen und sozialer Sicherungssysteme. Die derzeitige Politik macht Lebensverhältnisse extrem und zerstörerisch und in ihrer Konsequenz auch die Menschen, die mit ihnen leben.   Die Suche nach Hintergründen und Erklärungsansätzen entbindet niemals von der individuellen Verantwortung der Täter für eine solche Tat. Sinnvolle Konsequenzen können aber nur aus der grundlegenden Auseinandersetzung mit den Ursachen gezogen werden. Davon ist eine auf Gewinner und Verlierer aufbauende neoliberale Politik, die auf Gewalt mit noch mehr Gewalt reagiert und sich vor einer ehrlichen Reflexion drückt, weit entfernt.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 23.01.15  +  

8. Mai 1945 - Tag der Befreiung, Chance für Frieden und Demokratie in Europa

Am 8. Mai wurde ganz Europa von der Geißel des Faschismus befreit. In Deutschland erlebten in erster Linie die überlebenden Verfolgten und Widerstandskämpfer_innen diesen Tag als Befreiung. Aber auch wir alle, die wir heute leben, verdanken die Grundlagen unseres Lebens in Frieden, Freiheit und Vielfalt den Siegern des 8. Mai. Die alliierten Streitkräfte, unter denen die Rote Armee mit Abstand die größte Last des Krieges in Europa zu tragen hatte, sind und bleiben auch unsere Befreier.   Mit besonderer Dankbarkeit erinnern wir an den Beitrag, den der deutsche antifaschistische Widerstand in Deutschland, in der Emigration, als Teil von Partisanenverbänden und in den Streitkräften der Anti - Hitler - Koalition geleistet hat. Mehr als 55 Millionen Menschen fielen Nazi - Terror, Holocaust und Vernichtungskrieg zum Opfer. Sie bezahlten den deutschen Griff nach der Weltherrschaft mit unvorstellbarem Leid und ihrem Leben. Die deutsche Wirtschaft, allen voran Chemie - und Rüstungsindustrie und Banken waren die Gewinner von „Arisierung“, Krieg und der Ausbeutung von KZ - Häftlingen und Zwangsarbeiter_innen. Diese Gewinne bildeten die Grundlage des „Wirtschaftswunders“ in der Bundesrepublik, während die Opfer um jede Mark Entschädigung kämpfen mussten und bis heute kämpfen müssen.   In nahezu allen ehemals von Nazi - Deutschland besetzten Ländern wurden der 8. und/oder 9. Mai gesetzliche Feiertage, das war auch in der DDR der Fall. Genau 40 Jahre hat es gedauert, bis ein Präsident der Bundesrepublik an einem 8. Mai von Befreiung gesprochen hat. Bis dahin hatte die Sicht der Nazis, der Deutsch - Nationalen, der „Frontkämpfer“, der Profiteure und Mitläufer das offizielle Vokabular geprägt: Zusammenbruch, Kapitulation, Besatzer. Mit Weizsäckers Rede wurde die Perspektive der Verfolgten des Nazi - Regimes „gesellschaftsfähig“.   Damit das so bleibt, fordern wir, dass der 8. Mai als Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg endlich auch in Deutschland ein gesetzlicher Feiertag wird. Wir wissen, dass die Früchte des 8. Mai stets gefährdet sind. Rassismus, Chauvinismus, Antisemitismus und Antiziganismus, Islamfeindlichkeit – alle möglichen Ideologien zur Begründung sozialer Ungleichheit und gesellschaftlicher Ausgrenzung haben Konjunktur. Wir wissen, die soziale Spaltung der Gesellschaft hat ein Ausmaß erreicht, in dem die Angst vor dem Abstieg Anpassungsdruck und Ausgrenzungsbereitschaft erhöht. Wir erleben, dass Grundrechte immer weiter eingeschränkt werden. Wir sehen mit Sorge, wie unbarmherzig unsere Gesellschaft Flüchtlingen gegenübertritt und gewaltsame Übergriffe duldet.   Der rasante Aufstieg neofaschistischer und rechtspopulistischer Kräfte in nahezu allen europäischen Ländern verlangt entschiedene Gegenwehr. Der Wiedereintritt Deutschlands in die Reihe der Krieg führenden Länder stellt einen Bruch mit dem Nachkriegskonsens „Es soll nie wieder Krieg von deutschem Boden ausgehen“ als wichtigste Lehre aus der jüngeren deutschen Geschichte dar. In vielen Ländern der Welt, im Irak, in Syrien, in der Ukraine und in weiten Teilen Afrikas toben Kriege. Wieder sind deutsche Waffen - und oft auch deutsches Militär - überall beteiligt. Die Bereitschaft, „deutsche Interessen“ erneut mit militärischen Mitteln durchzusetzen ist gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung in Regierung und Bundestag wieder politische Praxis geworden.   Gerade darum wollen wir den Tag zum Feiertag machen, den die Überlebenden als „Morgenröte der Menschheit“ erlebt haben, wie es der als Jude und Kommunist verfolgte Résistance - Kämpfer Peter Gingold ausgedrückt hat. Wir wollen am 8. Mai vor allem an die Hoffnung der Befreiten auf eine Welt ohne Kriege, Elend und Unterdrückung erinnern und diese als Impuls nehmen, weiter an der Schaffung einer neuen Welt des Friedens und der Freiheit zu arbeiten, so wie es die befreiten Häftlinge von Buchenwald geschworen haben. In diesem Sinne rufen wir auf: Nie wieder Faschismus – nie wieder Krieg!   Diesen Beitrag habe ich von der VVN/BDA übernommen.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 07.12.14  +  

Hat unser Land ein totaliäres Arbeitsmarkt- und Armutsregime?

Am 1. Januar 2015 werden die Hartz-IV-Gesetze zehn Jahre alt. Ein Grund zu feiern? Nein, meint Armutsforscher und FOCUS-Online-Experte Christoph Butterwegge. Die „Reformen“ hätten zur Spaltung der Gesellschaft geführt und tiefe seelische Verwundungen hinterlassen. Der frühere Wirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Clement hat das im Volksmund als Hartz IV bezeichnete "Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt" seinerzeit die „Mutter aller Reformen“ genannt. Tatsächlich hat sich Deutschland in den zehn Jahren seit Einführung der Arbeitsmarktreform am 1. Januar 2005 tiefgreifend verändert: Sowohl die von dem Gesetzespaket unmittelbar Betroffenen wie auch ihre Angehörigen und die mit ihnen in einer „Bedarfsgemeinschaft“ zusammenlebenden Personen werden stigmatisiert, sozial ausgegrenzt und isoliert. Für alle übrigen Gesellschaftsmitglieder hat sich die soziale Fallhöhe durch Hartz IV ebenfalls vergrößert. Arbeitnehmer, Betriebsräte und Gewerkschaften stehen unter einem stärkeren Druck, geringere Löhne und schlechtere Arbeitsbedingungen zu akzeptieren, seit die Furcht vor dem materiellen Absturz sogar in der Mittelschicht um sich greift. Die mit den Hartz-Reformen in Gang gesetzte, soziale Abwärtsspirale erschwert den normalen Alltag vieler Durchschnittsbürger/innen, beeinträchtigt jedoch auch ihren aufrechten Gang. Deutschland wird zur Hartz-IV-Gesellschaft Deshalb, und weil der Arbeitslosengeld-II-Bezug bis ins Zentrum der Gesellschaft ausgreift, lässt sich von der Bundesrepublik als Hartz-IV-Gesellschaft sprechen. Zeitweilig lebten fast 7,5 Mio. Personen, darunter etwa 5,5 Mio. Alg-II-Bezieher und rund 2 Mio. Sozialgeldempfänger – meistenteils Kinder unter 15 Jahren – in über 4 Mio. „Bedarfsgemeinschaften“. Das waren mehr als ein Zehntel der Gesamtbevölkerung unter 65 Jahren, für die Hartz IV eine bloße Grundsicherung schuf. Erst nach etlichen Verschärfungen des Gesetzespaketes nahm die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften seit dem Juni 2006 kontinuierlich ab. Was auch für die Anzahl der unmittelbar von Hartz IV betroffenen Personen gilt, die jedoch im Gefolge der Banken-, Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise 2008/09 erneut anstieg. Gegenüber dem statistischen Gipfel im Mai 2006 ist die Anzahl der Grundsicherungsempfänger zwar um ca. 20 Prozent auf rund 6 Mio. gesunken, dafür ist mittlerweile allerdings fast jeder zweite von ihnen im Dauerbezug (vier oder mehr Jahre). Hartz IV braucht Vergleich mit Weltkriegen nicht zu scheuen Mit der Zeit hat sich auch das Verhältnis von Staat und Leistungsberechtigten sowie von Bürgern zu Leistungsbeziehern gewandelt. Mehr noch: Die Hartz-Gesetzgebung hat Deutschland mitsamt seinem Wohlfahrtsstaat, seiner (sozial)politischen Kultur und seinem jahrzehntelang auf Konsens orientierten gesellschaftlichen Klima viel stärker verändert als manche parlamentarische Weichenstellung der Nachkriegszeit.   Ein totalitäres Arbeitsmarkt- und Armutsregime Totalitär ist das Hartz-IV-System insofern, als es sämtliche Poren der Gesellschaft durchdringt und die Betroffenen nicht mehr loslässt, ihren Alltag völlig beherrscht und sie zwingt, ihr gesamtes Verhalten danach auszurichten. Wie sehr der Staat sich anmaßt, über die Lebensweise von Grundsicherungsbeziehern zu entscheiden, zeigte die einstweilige Verfügung, mit der das Landgericht Köln im März 2011 den Lotto-Annahmestellen in Nordrhein-Westfalen untersagte, Hartz-IV-Empfängern eine Sportwette zu verkaufen. Hartz IV bezeichnet heute die Grenze eines akzeptierten Lebensstandards und der bürgerlichen Seriosität in einem sozial fragmentierten und polarisierten Land. Jenseits davon beginnt eine Zone der Verachtung gegenüber Transferleistungsbeziehern, mit denen die „Leistungsträger“ der Gesellschaft nichts mehr zu tun haben wollen. So wie sich die „Hartzer“ umgekehrt immer harscher von den „besseren Kreisen“ absetzen. Pfandpflicht als Begleiterscheinung Längst gibt es, was man als „Hartz-IV-Welt“ bezeichnen kann, und eine Armutsökonomie sowie eine ausgeprägte Subkultur in dem Bereich, den nach Millionen zählende Arbeitslosengeld-II-Empfänger samt ihrer Familien bilden. Sie reicht von Hartz-IV-Kochbüchern über Sozialkaufhäuser bis zu Hartz-IV-Kneipen, wo Leistungsbedürftige unter sich bleiben und ihr Bier zu Niedrigpreisen trinken. Praktischerweise galt ab 1. Januar 2003 zusammen mit den ersten beiden Hartz-Gesetzen auch die Pfandpflicht. Wodurch die rot-grüne Koalition dafür gesorgt hat, dass Transferleistungsbezieher und Niedriglöhner ebenso wie Altersrentner ihr karges Haushaltseinkommen durch das Sammeln und die Rückgabe von Pfandflaschen und Getränkedosen aufbessern können. Seither gehören Dosen- und Flaschensammler, die Mülltonnen und Abfalleimer durchwühlen, vielerorts zum normalen Stadtbild. „Hartzer“ als soziale Parallelwelt Wer die brisante Mischung von berechtigter Empörung, ohnmächtiger Wut und blankem Hass auf „die Etablierten“ kennt, wie sie wohl nur in Hartz-IV-Beratungsstellen und Versammlungen von Erwerbsloseninitiativen existiert, sofern die Betroffenen nicht schon resigniert und sich ganz aus der Öffentlichkeit zurückgezogen haben, kommt zu dem Schluss, dass innerhalb der Bundesrepublik zwei Welten oder „Parallelgesellschaften“ existieren. Die Brücken dazwischen sind abgebrochen worden. Beltz Juventa Christoph Butterwegge zieht in "Hartz IV und die Folgen" (Beltz Juventa) Bilanz Auf der einen Seite entstehen Luxusquartiere, in denen sich die „Superreichen“ hinter den hohen Mauern ihrer Villen verschanzen und von privaten Sicherheitsdiensten bewachen lassen. Auf der anderen Seite konzentrieren sich die Armen in despektierlich als „soziale Brennpunkte“ oder euphemistisch als „Stadtteile mit besonderem Erneuerungs-“ bzw. „Entwicklungsbedarf“ genannten Elendsquartieren der Großstädte. Dichter und Denker werden Stifter und Schenker Hier besuchen die „Abgehängten“ jene Suppenküchen, die sich heute nobel „Lebensmitteltafeln“ nennen, erhalten Wäsche in Kleiderkammern der Wohlfahrtsverbände, holen sich Einrichtungsgegenstände aus Möbellagern und beschaffen sich vieles, was sie darüber hinaus zum Leben benötigen, in Sozialkaufhäusern. Seit dem Hartz-IV-Start boomen diese Einrichtungen geradezu. Wenn aus dem „Land der Dichter und Denker“ ein Land der Stifter und Schenker wird, die für Arme und Bedürftige sorgen, zieht sich der Staat mit Hinweis auf seine karitative Tätigkeit und den expandierenden Markt der Barmherzigkeit am Ende ganz aus der Verantwortung für die soziale Sicherung seiner Bürger zurück. Zivilgesellschaftliches bzw. bürgerschaftliches Engagement kann, so wichtig es sein mag, die im Grundgesetz verankerten, sozialen (Staats-)Bürgerrechte aber nie vollwertig ersetzen. Über den Experten Prof. Dr. Christoph Butterwegge lehrt Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Soeben ist sein Buch „Hartz IV und die Folgen. Auf dem Weg in eine andere Republik?“ bei Beltz Juventa erschienen.  
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 02.12.14  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im Dezember

Das Jahr neigt sich schon wieder dem Ende zu (kaum, dass es begonnen hat) und es beginnt die besinnliche Zeit. Ein Konzert haben wir noch im November, am heutigen Sonnabend können Sie die kammermusikalische Fassung der 4. Mahler Sinfonie hören mit dem Detmolder Kammerorchester, Im Dezember dann unter anderen ein besinnliches Konzert im Dunkeln mit Stimme und Shakuhachi, oder auch das "Leise Zeit"-Konzert des Duos Fjarill. Unten finden Sie sämtliche Konzerte für Dezember näher vorgestellt. Ich freue mich auf Ihren Besuch und wünsche Ihnen schon jetzt im Namen des Vereins Freunde des Sendesaales und unserer Mitarbeiter eine frohe und friedliche Weihnachtszeit. Ihr Peter Schulze Es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass die Verweilqualität vor und nach den Konzerten im Sendesaal sich durch das öffentliche Restaurant Geerdes am Sendesaal sehr erhöht hat. Geben Sie sich die Zeit. Ein Besuch lohnt sich. Das Geerdes ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Inhalt Gutschein gefällig? 29.11. Detmolder Kammerorchester 04.12. konzert im dunkeln: Duo Kairos 06.12. Saltarello: Karol Gajda 07.12. DuoKlavitarre 11.12. Russische Abende II: Anna Gorbachyova, Sopran, Evgeny Cherepanov, Klavier 13.12. Fjarill: Leise Zeit 14.12. Komponistenpolyphonie: Fabian Panisello 21.12. residenz@sendesaal: Süssmann Trio Gutschein gefällig? Konzert-Gutschein zu Weihnachten Die Gelegenheit ein Konzert freier Wahl in stilvoller Atmosphäre im Sendesaal zu verschenken! Gutscheine erhalten Sie über unsere Website www.sendesaal-bremen.de, dort können Sie unter Konzerte einen Konzert-Gutschein auswählen, der gewünschte Betrag wird dann von Ihrem angegebenen Konto abgebucht und der Gutschein an Ihre Postadresse versendet. Auch an der Kasse der Konzertabende können Sie Gutscheine erwerben, die Sie dort bar bezahlen können. ... und dann kann der Gutschein zu einem beliebigen Konzert im Sendesaal eingelöst werden! 29.11. Detmolder Kammerorchester Samstag, 29. November 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das renommierte Detmolder Kammerorchester unter Alfredo Perl ist bereits zum dritten Mal im Sendesaal. Solistin der auf Kammermusikstärke reduzierten 4. Sinfonie von Gustav Mahler ist die Sopranistin Catalina Bertucci. Detmolder Kammerorchester Leitung: Alfredo Perl Catalina Bertucci - Sopran Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur Arnold Schönberg: 6 Orchesterlieder op. 8 Beim dritten Gastspiel des DKO im Sendesaal ist die chilenische Sopranistin Catalina Bertucci die Solisten des Abends, in dem das Detmolder Ensemble erneut ein sinfonisches Werk von Gustav Mahler in einer Bearbeitung für Kammerorchester aufführen wird. Die 4. Sinfonie schwankt im Ausdruck zwischen kindlicher Heiterkeit, groteskem Humor und verstörender Klage. Catalina Bertucci hat dieses Werk kürzlich für das New Yorker Label „Mode records" auf CD eingesungen. Die den Abend ergänzenden Orchesterlieder mit Schönbergs frühem opus 8 stehen noch unter dem harmonischen und melodischen Einfluss Richard Wagners und sind hier in der Fassung für Gesang und Kammerensemble zu hören.   Mitschnitt Deutschlandradio Kultur und Radio Bremen     04.12. konzert im dunkeln: Duo Kairos Donnerstag, 04. Dezember 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Nach dem konzert im dunkeln mit dem Kairos Quartett im Oktober kommt nun ein zweites Projekt mit dem Namen Kairós in das Dunkel des Saales. Als richtiger Zeitpunkt der Entscheidung zielt Kairos auf den Moment und nicht auf die Dauer. Der Obertonsänger Reinhard Schimmelpfeng und der Shakuhachi-Spieler Dieter Weische haben ein Gespür für den richtigen Zeitpunkt. Reinhard Schimmelpfeng - Obertongesang Dieter Weische - Shakuhachi Die Frage, wie sich die Klänge der japanischen Bambusflöte mit chinesischer Windharfe, australischem Didgeridoo, indischer Tambura, tibetischem Muschelhorn und Obertongesang verbinden, beantworten Dieter Weische und Reinhard Schimmelpfeng gleich im ersten Ton ihres Zusammenspiels. Im rauschigen Klang der Shakuhachi spielt der Atem als eigenständiges Klangelement eine zentrale Rolle. Jeder Ton eine Kostbarkeit, geschmeidig, variabel, erfühlt und erfüllt in einer Dynamik, die von gehauchter Tongebung bis zu aufbrausenden Episoden reicht. Die Obertonlinien von Reinhard Schimmelpfeng beeindrucken durch ihre strahlende Leuchtkraft. Dabei reicht die Variabilität seiner Stimme von mittelalterlichen Gesängen bis zu tibetischem Untertongesang. Wir spüren, wie der Künstler tief in die Klänge hineinlauscht, sich mit ihnen verbindet und ihr Wesen in eine musikalische Aussage formt. Kairos ist ein Begriff aus der griechischen Mythologie und meint den günstigen Augenblick, das rechte Maß für eine Entscheidung, für die Erledigung einer Aufgabe und den Moment des Seins - im Unterschied Chronos, der die vergängliche Zeit misst. Unsere Musik möchte die Hörer einladen, mit den Klängen mitzuschwingen und dabei etwas von der lebendigen Atemkraft dieses kairos zu erfahren. Dieter Weische studierte Querflöte und erlernte die traditionelle Spielweise der Shakuhachi in der Schweiz, in Japan und Deutschland. Er arbeitet als Musiker und Musikpädagoge. Reinhard Schimmelpfeng arbeitet als freier Obertonkünstler, Komponist und Klangtherapeut. Umfangreiche Konzert- und Seminartätigkeit in Deutschland und dem benachbarten Ausland. „Als ich vor 27 Jahren bei einem der ersten Obertonkonzerte überhaupt mit Obertönen in Berührung kam, öffnete sich mir eine bis dahin völlig neue Klangwelt, die sich durch ihre Kraft und Reinheit, ihre Tiefe und Energie sowie durch ihre Ausbreitung im Raum und in mir selbst von all dem, was ich bislang gehört hatte, vollkommen unterschied. Seit meinem fünften Lebensjahr mache ich Musik und hatte doch bis dahin diese tiefe innere Verbindung mit den Klängen nicht gefunden, blieb meist äußerer Betrachter und Kritiker, auch beim Musizieren selbst. In meinem Instrumentalunterricht überwogen die technischen Aspekte. Und dann dieses Erlebnis, das eine bis dahin ungeahnte Sehnsucht in mir berührte – Kommunion mit Klang, Einverstandensein, Stimmigkeit. Ich hatte das Gefühl, dass diese Klänge mir zuhörten und nicht umgekehrt. Seitdem erlebe ich Musik nicht nur als Folge von Tönen, sondern vor allem als Anordnung von Räumen, die zu durchschreiten, zu durchgleiten sind – geladene und entspannte, intensivst gefüllte oder auch leere, vibrierende, plastische, formbare Klangräume, die zwischen den Tönen zu entdecken sind. Musik, die atmet, die mich atmen lässt und einlädt, auch meine inneren Räume zum Schwingen zu bringen." Mit freundlicher Unterstützung der Waldemar Koch Stiftung Foto © Frank Pusch 06.12. Saltarello: Karol Gajda Samstag, 06. Dezember 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro / 5 Euro) Erstmals bei der Konzertreihe mit Ausnahmetalenten im Sendesaal ein Posaunist als Solist: der junge polnische Musiker Karol Gajda. Karol Gajda - Posaune Mariya Kim - Klavier Programm: Paul Hindemith - Sonata Johann Georg Albrechtsberger - Konzert B-Dur für Altposaune Folke Rabe - Basta für Posaune solo Pause Launy Gröndahl - Concerto Zygmunt Stojowski - Fantasie Jacques Castérède - Sonatina Karol Gajda Der 1991 in Polen geborene Karol Gajada studierte zunächst in Krakau und zur Zeit in Hannover.  Der Stipendiat des polnischen Kulturministeriums ist Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe; so gewann er erste Preise 2011 beim Internationalen Wettbewerb „Citta di Porcia“ und 2010 beim Internationalen Wettbewerb Markneukirchen, einen dritten Preis beim Prager Frühling 2011 sowie weitere Auszeichnungen. Mit dem Gustav Mahler Jugendorchester und dem Schleswig-Holstein-Festivalorchester sammelte er Orchestererfahrungen, und schon am Anfang seiner jungen Karriere trat Karol als Solist auf mit dem Prager Kammerorchester, der Vogtland Philharmonie, der Chursächsischen Philharmonie, dem Baltic Philharmonic und dem Jupiter Chamber Orchestra. Mit Solo-Recitals, wie er es im Sendesaal spielen wird, präsentierte er sich u.a. in Hannover, Texas und Paris. Mariya Kim Geboren in einer Musikerfamilie in Sevastopol (Ukraine), erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht in Sevastopol und studierte später in Hannover und Warschau. Sie erhielt erste Preise bei Internationalen Wettbewerben in der Ukraine, in Frankreich, Polen, Italien, Griechenland, China, Korea, den USA... Konzertengagements führten sie durch viele weitere Länder sowohl als Solistin mit namhaften Orchestern als auch mit Klavierabenden. Ihre Debüt-CD mit Werken von Schumann ist bei Naxos erschienen. 07.12. DuoKlavitarre Sonntag, 07. Dezember 2014 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Aus Polen stammt das Duo von Klavier und Gitarre, das sich Bearbeitungen polnischer und südamerikanischer Musik widmet. DuoKlavitarre Jolanta Ziemska - Klavier Maciej Ziemski - Gitarre Programm: Astor Piazzolla (1921 - 1992) -  Oblivion     Astor Piazzolla (1921 – 1992)  - Adios Nonino     Astor Piazzolla (1921 – 1992)   -  Libertango Claude Debussy (1862 – 1918) -   Golliwogg’s  cake–walk     Owen Middleton (1941) -    Variations on a Nursey Luigi Boccherini (1743 – 1805)  -  Introduction and Fandango   Vittorio Monti (1868-1922)  - Czardas                                         * Pause * Johann Kaspar Mertz (1806 – 1856)  - Divertissement über Motive der Oper "Rigoletto" von Giuseppe Verdi Op. 60 Fryderyk Chopin (1810 – 1849)  – Walc cis-moll     Op. 64 nr2        Fryderyk Chopin (1810 – 1849) –  Nokturn Es-Dur  Op. 9 nr 2      Fryderyk Chopin (1810 – 1849) – Mazurek g-moll Paulo Bellinati (1950)  - Jongo          Stanley Myers (1933 – 1993) -  Cavatina Gerhard Schwertberger (1941 - 2014) -   Cuatro piezas para dos         Roland Dyens (1955)   Tango en skai Nicht nur ein Ehepaar, sondern auch ein erfolgreiches Duo sind die aus Polen stammenden Musiker Jolanta Ziemska (Klavier) und Maciej Ziemski (Gitarre). Das Duo Klavitarre existiert seit zwölf Jahren. Beide Künstler absolvierten mit Auszeichnung die Musikakademie in Lodz, wo sie ihre Liebe und die Liebe zum gemeinsamen Spiel entdeckten. Jolanta Ziemska hat mit viel Erfolg an Wettbewerben und Festivals teilgenommen (u. a. bekam sie eine Auszeichnung beim Chopinwettbewerb in Lodz ( 2000). Die Künstlerin gibt Solokonzerte und spielt auch in Kammerensembles sowohl in Polen als auch in mehreren Ländern Europas: Deutschland, Frankreich, Spanien, Dänemark, Italien, Bulgarien, und auch in Kanada und in den USA. Maciej Ziemski war während der Studienzeit Stipendiat des polnischen Ministers für Kultur und Kunst. Fortsetzend studierte er an der Hochschule für Künste in Bremen in der Meisterklasse von Jens Wagner und absolvierte sein Konzertexamen bei Prof. Bernard Hebb. Er machte etliche Aufnahmen für Radio und Fernsehen, darunter einige Uraufführungen der Modernen Musik ( Z. Szostak, S. Zamuszko, J. Bauer, C. Atilano, M. Bialas, R. Dantello…) Maciej ist nicht nur Konzertgitarrist sondern unterrichtet als Dozent gegenwärtig an der Hochschule für Künste in Bremen. Jolanta und Maciej haben die Internationalen Festivals in Grotniki und Jaroslaw (Polen) geleitet. Außerdem haben sie in Bremen die eigene Musikschule (ConTakte) gegründet. Als Duo Klavitarre bieten sie instrumentale Virtuosität, gepaart mit Spontaneität und traumhaft sicherem Zusammenspiel. Die ungewöhnliche Kombination ihrer Instrumente sowie überraschende Arrangements versprechen ein spannendes und abwechslungsreiches Programm. Das Repertoire umfasst Barock, Klassik, Romantik und Moderne. 11.12. Russische Abende II: Anna Gorbachyova, Sopran, Evgeny Cherepanov, Klavier Donnerstag, 11. Dezember 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) Am zweiten Russischen Abend erleben Sie Romanzen und Lieder zusammen mit der russischen Sopranistin Anna Gorbachyova und dem Pianisten Evgeny Cherepanov am Klavier. Russische Abende II Anna Gorbachyova - Sopran Evgeny Cherepanov - Klavier Auf dem Programm stehen u.a. 6 Romanzen von Sergei Rachmaninow op. 38 und ausgewählte Romanzen von Peter Tschaikowski Anna Gorbachyova (Sopran) wurde im sibirischen Schuschenskoje geboren, studierte an der Royal Academy Opera in London bei L. Watson und A. Hyland. Schon während ihres Studiums debütierte sie erfolgreich als Musetta in Puccinis „La Bohème“ in der ungarischen Staatsoper, als Zhou bei der Weltpremiere von Davies „Kommilitonen!“ und als Königin der Nacht in Mozarts „Die Zauberflöte“ in der Royal Academy Opera, als Calisto in Cavallis „La Calisto“ bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, als Nymphe bei der Weltpremiere von Auerbachs „Gogol“ im Theater an der Wien und in der Hauptrolle in Strawinskis „Le Rossignol“ in der Lyon Oper. Gorbachyova ist die Gewinnerin der Gesangswettbewerbe in Innsbruck und Karlsbad und interessiert sich leidenschaftlich für Kammermusik. Sie trat beim internationalen Kammermusikfestival in Nürnberg, sowie beim Festival „Vier Jahrhunderte der französischen Musik“ im Moskauer Kreml auf. Evgeny Cherepanov (Klavier) wurde in Sverdlovsk Russland geboren, studierte am Ural Staatskonservatorium und an den Musikhochschulen in Hannover und Berlin bei den Professoren Arie Vardi und Gabrielle Kupfernagel. Seit 2010 lebt er mit seiner Familie in Bremen. Nachdem Evgeny Cherepanov den 2. Preis beim G. Enescu internationalen Musikwettbewerb und den 1. Preis beim L. Janacek internationalen Musikwettbewerb gewonnen hat, ist er nach Frankreich, Japan, Österreich, Rumänien und weiteren Ländern eingeladen worden und ist unter anderem unter Dirigenten wie Misha Katz, Nicholas Carthy und Emil Simon aufgetreten. Eine Veranstaltung von Evgeny Cherepanov 13.12. Fjarill: Leise Zeit Samstag, 13. Dezember 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Aino Löwenmark und Hanmari Spiegel, diesmal wieder als Duo im Sendesaal, treffen die vorweihnachtliche Stimmung perfekt: Leise Zeit. Fjarill Aino Löwenmark - Gesang, Flügel Hanmari Spiegel - Violine, Gesang Leise Zeit Tour Nach der rhythmischen Tiden-Tournee Anfang des Jahres 2014, die sie auch in den Sendesaal führte, lässt Fjarill das Ende des Jahres ganz besinnlich ausklingen mit dem Leitgedanken „Leise Zeit“. Sehr intim und sanfter denn je spielen Hanmari Spiegel (Südafrika) und Aino Löwenmark (Schweden) sowohl unveröffentlichte als auch bekannte Fjarillsongs, wie die Fans sie lieben. Es geht um die Ruhe, sphärische Klänge und den Blick nach innen. „Das Wesen ist an und es spürt sich selbst“, wie die Schwedin Aino Löwenmark die innere Wahrnehmung beschreibt. „Das Wesen kann die Seele, aber es kann auch ein Schmetterling sein. Wenn Hanmari und ich zusammenspielen, sind wir ganz nah bei uns selbst, so wie wir sind, ganz ohne Ablenkung. Mit unserer Musik kommen wir unserem Inneren näher.“ In feinen Arrangements wird das Publikum in der träumerische Klangwelt von Fjarill auf eine harmonische zeitlose Reise mitgenommen. www.fjarill.com Foto © Tristan Ladwein 14.12. Komponistenpolyphonie: Fabian Panisello Sonntag, 14. Dezember 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das jährliche Porträtkonzert des Instituto Cervantes, in dem ein zeitgenössischer spanischer Komponist vorgestellt wird. In diesem Jahr ist es Fabian Panisello. Es spielt das Plural Ensemble Leitung: Fabian Panisello Iwona Sobotka - Sopran (als Gast) Rui Borges - Flöte Carmen Domínguez - Klarinette Ema Alexeeva - Violine Ana Maria Alonso - Viola David Apellaniz - Violoncello Alberto Rosado - Klavier Programm: Fabián Panisello Responsoriales für Violine und Klavier Fabián Panisello Cadenza  für Violine solo Fabián Panisello Canciones de Silvia  für Stimme und Klavier Fabián Panisello Cinco piezas métricas für Flöte, Klarinette, Violine, Viola und Violoncello Pause Fabián Panisello Moment Hebel  für Violine, Cello und Klavier, Chaos’ Dream für Violoncello und Klavier Fabián Panisello Estudios für Klavier Fabián Panisello Poemas de Alejandra Pizarnik für Stimme, Viola und Klavier   Fabián Panisello L’ ineluttabile destino di ogni cosa für Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello und Klavier Fabián Panisello wurde 1963 in Buenos Aires geboren und wuchs dort auf. Er studierte am Mozarteum in Salzburg. Heute lebt und arbeitet er in Madrid. Zu seinen Lehrern zählen Francisco Kröpf, Boguslaw Schaeffer, Elliott Carter, Franco Donatoni, Brian Ferneyhough und Luis de Pablo. Durch Peter Eötvös kam er zum Dirigieren; Fabián Panisello gründete sein eigenes Ensemble, das Plural Ensemble. Als Komponist erhielt er u.a. Aufträge durch das Orquesta Nacional de España, das Orchester der Comunidad de Madrid und das Arditti Quartet. Sein Stück Cuadernos para Orquesta erhielt 2004 den Rodolfo Halffter Preis. Heute zählt Panisello zu den führenden Persönlichkeiten in Madrids Musikleben; er ist Akademischer Direktor der Escuela Superior de Música Reina Sofía und des Instituto Internacional de Música de Cámara. Panisello ist außerdem Mitglied der Gruppe Música Presente, die herausragende Komponisten und Interpreten zusammenbringt, um die zeitgenössische Musik zu fördern und in der Gesellschaft präsenter zu machen. Mitschnitt Radio Bremen/Nordwestradio 21.12. residenz@sendesaal: Süssmann Trio Sonntag, 21. Dezember 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) Für dieses vorweihnachtliche Konzert holen sich Tanja Tetzlaff und Florian Donderer ihre langjährige Kammermusikfreundin, die norwegische Pianistin Gunilla Süssmann, als Partnerin. Florian Donderer - Violine Tanja Tetzlaff - Violoncello Gunilla Süssmann - Klavier Programm: Lili Boulanger: Deux pièces en trio (Piano Trio) (1918) Frank Martin: Klaviertrio über irische Volkslieder (1925) Felix Mendelssohn-Bartholdy: Trio d-Moll für Violine, Violoncello und Klavier, op. 49 (1839) Kurz vor Weihnachten sind wir sehr glücklich, unsere liebe Freundin  Gunilla Süssmann wieder im Sendesaal zu Gast zu haben, und das mit einem uns sehr ans Herz gewachsenen Trioprogramm, das wir immer wieder, auch in ihrer Heimat Norwegen, gern gespielt haben. Die zwei Stücke der hochbegabten, leider viel zu früh verstorbenen Lili Boulanger waren für uns echte Entdeckungen und führen einen von tiefster Verzweiflung zu der Fröhlichkeit eines unbesorgten Frühlingsmorgens. Das Trio von Martin basiert auf Themen und Rhythmen irischer Volksmusik und macht dementsprechend einen Riesenspass beim Spielen (endlich Fiddelmusik spielen dürfen!) und Zuhören ...Und wie so oft bei Mendelssohn rührt auch das d- Moll Trio auf ganz besondere Weise  an und drückt tief menschliche und verletzliche Seelenzustände aus. Wie wünschen allen  mit diesem Abend einen abwechslungsreichen Übergang in die Weihnachts- und Winterzeit !! Tanja Tetzlaff und Florian Donderer Mit freundlicher Unterstützung der Heinz-Peter und Annelotte Koch Stiftung
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 30.11.14  +  

Von Uri Avnery, dem israelischen Friedenspreisträger: >> "Wein, Blut und Benzin"

    Uri Avnery, 15.11.14 KAFR KANNA, ein Dorf in der Nähe von Nazareth, ist wahrscheinlich der Platz, wo Jesus – gemäß dem Neuen Testament – Wasser in Wein verwandelt hat. Nun ist es das arabische Dorf, wo die israelische Polizei Steine in Blut verwandelt. An dem verhängnisvollen Tag wurde die Polizei mit einer Gruppe junger Araber konfrontiert, die gegen die israelischen Bestrebungen protestierte, den Status Quo auf dem Tempelberg (von den Muslimen „das edle Heiligtum“ genannt) zu verändern. Derartige Demonstrationen fanden an diesem Tag in vielen arabischen Städten und Dörfern überall in Israel statt, insbesondere im besetzten Ostjerusalem. Laut der ersten Polizeiaussage hat der 22-jährige Araber, Kheir-a-Din Hamdan, die Polizei mit einem Messer angegriffen. Sie hatten keine andere Wahl, als auf ihn zu schießen und ihn zu töten. Wie so häufig bei Polizeiberichten, so war auch dies ein Bündel Lügen. UNGLÜCKLICHERWEISE (für die Polizei) wurde der Vorfall von Sicherheitskameras aufgenommen. Die Bilder zeigten deutlich, wie Hamdan sich einem Polizeiauto nähert und mit einem Gegenstand gegen dessen Fenster schlägt, möglicherweise mit einem Messer. Als er sah, dass dies keine Wirkung zeigte, drehte Hamdan sich um und begann, fortzugehen. In diesem Moment sprangen die Polizisten aus dem Auto und schossen direkt auf den Rücken Hamdans, der getroffen zu Boden fiel. Die Polizisten stellten sich um ihn herum und begannen, nach einigem Zögern – offensichtlich eine kurze Beratung – den verletzten Jugendlichen über den Boden in Richtung des Patrouillenautos zu schleifen, als ob er ein Sack Kartoffeln sei. Sie warfen ihn auf den Boden des Autos und fuhren davon (zu einem Krankenhaus, wie es schien) mit ihren Füßen auf oder neben dem sterbenden Jungen. Die Bilder zeigten für jeden deutlich erkennbar, dass die Polizisten die für die Feuereröffnung bestehenden Polizeibefehle missachtet hatten: Sie befanden sich in keiner unmittelbaren tödlichen Gefahr, riefen keine Warnungen, schossen nicht zuerst in die Luft, zielten nicht auf den unteren Teil des Körpers und riefen keinen Krankenwagen. Der Junge verblutete. Es war ein kaltblütiger Mord. Es gab einen Aufschrei. Arabische Bürger randalierten vielerorts. Unter diesem Druck leitete das polizeiliche Untersuchungskomitee (das zu dem Justizministerium gehört) eine Untersuchung ein. Die erste Untersuchung deckte bereits mehrere Fakten auf, die den Vorfall sogar noch schwerwiegender machten. Bevor die Kameras die Szene aufgezeichneten hatten, hatte die Polizei anscheinend Hamdans Cousin verhaftet und in das Auto gezogen. Offenbar wollte Kheir-a-Din, dass sie seinen Cousin freilassen und schlug deshalb gegen das Auto. Der Cousin sah, wie er erschossen und auf den Boden des Autos geworfen wurde, in dem er selbst saß. Die erste Reaktion des Polizeikommandos war, das Verhalten der Polizisten zu rechtfertigen, deren Namen und Gesichter geheim gehalten wurden. Sie wurden schnell zu einer anderen Polizeieinheit versetzt. ICH BESCHREIBE den Vorfall ausführlich, nicht, weil dieser einmalig ist, sondern im Gegenteil – weil er so typisch ist. Das, was daran besonders war, war, dass niemand von dem Vorhandensein der Kamera wusste. Mehrere Kabinettminister lobten das beispielhafte Verhalten der Polizei bei diesem Vorfall. Dies kann als Schlagzeilenjagd extrem rechter Demagogen abgetan werden, die glauben, dass ihre Wähler jegliches Schießen auf Araber befürworten. Das sollten sie ja wissen. Jedoch eine öffentliche Äußerung kann nicht so einfach abgetan werden: die vom Minister für Heimatsicherheit. Ein paar Tage vor dem Vorfall erklärte Minister Yitzhak Aharonowitz, ein Protégé von Avigdor Lieberman und selbst ehemaliger Polizeioffizier, dass er nicht wolle, dass irgendein Terrorist einen Anschlag überlebe. Das ist eine deutlich illegale Aussage. In der Tat ist dies eine Aufforderung zu Verbrechen. Nach dem Gesetz dürfen Polizisten keine, „Terroristen“ oder irgendjemanden anderen einfach erschießen, nachdem sie sie verhaftet haben, besonders dann nicht, wenn sie verwundet sind und keine „tödliche Gefahr“ darstellen. Aharonowitz erscheint immer als netter Kerl. Er hat ein seltenes Talent, nämlich, bei jedem berichtenswerten Vorfall vor den Kameras aufzutauchen, ob bei einem schweren Straßenunfall, einem politischen Verbrechen oder einem Feuer. Gott weiß, wie ihm dies gelingt. In Wahrheit hat der Minister für Heimatsicherheit (vorher als Polizeiminister bekannt) praktisch keine Funktion. Seit den Tagen des britischen Mandats ist der Kommandeur der Polizei der Generalinspektor, ein uniformierter Berufsoffizier. Die einzige Polizeifunktion des Ministers ist, der Regierung die Ernennung eines neuen Kommandeurs zu empfehlen. Aber für gewöhnliche Polizisten klingt eine Aussage des Ministers wie ein Befehl. Mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit war die verantwortungslose Äußerung des Ministers eine direkte Anstiftung zu dem Verbrechen von Kafr Kanna, insbesondere, weil weder der Generalinspekteur, noch der Premierminister diese verurteilt hat. All das erinnert einen an die verhängnisvolle Äußerung des damaligen Premierministers, Yitzhak Shamir, 1984. Auch er hatte gesagt, dass nach einem Anschlag kein Terrorist am Leben bleiben solle. Das direkte Ergebnis war die „Bus-Linie 300“-Affäre, bei der vier arabische Jungen, die keinerlei Waffen bei sich trugen, einen israelischen Bus entführt haben. Sie wurden angehalten, zwei wurden während der Rückeroberung erschossen und die beiden anderen überlebten und wurden verhaftet. Einer von ihnen wurde vom Chef des Shin Bets, Avraham Shalom, persönlich ermordet. Er hat seinen Schädel mit einem Stein zertrümmert. Als die Bilder veröffentlicht wurden (zuerst von mir), wurden Shalom und seine Kollegen begnadigt. Shamir leugnete jegliche Verantwortung. ZURÜCK ZU den Vorfällen der Gegenwart. Ist das nun die seit langem erwartete „Dritte Intifada“? Ja? Nein? Armee und Polizeioffiziere, Politiker und besonders Medienkommentatoren versuchen eifrig, diese Frage zu beantworten. (Intifada bedeutet wortwörtlich: „abschütteln“) Das ist nicht nur ein semantisches Spiel. Die Definition bringt operative Konsequenzen mit sich. Tatsache ist, dass das gesamte Land nun in Flammen steht. Ostjerusalem ist bereits zum Kampfgebiet geworden, mit täglichen Demonstrationen, Unruhen und Blutvergießen. In Israel selbst nehmen nach dem Mord in Kafr Kanna tägliche Streiks und Demonstrationen zu. In der Westbank gab es einige Demonstrationen, eine jüdische Frau wurde erstochen und ein Araber erschossen. Mahmoud Abbas tut alles in seiner Macht stehende, um einen allgemeinen Aufstand zu verhindern, der mit ziemlicher Sicherheit sein Regime gefährden könnte. Aber der Druck von unten her steigt. Der Volksmund hat bereits einen Namen für die Situation gefunden: „Die Intifada der Einzelpersonen.“ Für die israelischen Sicherheitschefs ist dies ein Albtraum. Sie sind auf eine organisierte Intifada vorbereitet. Sie wissen, wie sie diese mit Gewalt niederdrücken können - wenn es sein muss, mit noch mehr Gewalt. Aber, was macht man mit einer Intifada, die gänzlich von unabhängigen Einzelpersonen durchgeführt wird, ohne Befehle von irgendeiner Organisation, ohne Gruppierungen, die von Kollaborateuren des Informationsnetzes des Shin Bet infiltriert werden können? Ein individueller Araber hört die Nachrichten, gerät in Wut wegen der letzten Verletzung der Heiligtümer und rast mit seinem Auto in die nächste Gruppe israelischer Soldaten oder Zivilpersonen. Oder er nimmt ein Messer aus der Küche des israelischen Restaurants, wo er das Geschirr abwäscht und sticht wahllos auf Menschen auf der Straße ein. Keine vorherige Information. Kein Netzwerk, das infiltriert werden muss, ziemlich frustrierend. Das Zentrum des Sturms ist der Tempelberg. Die Al-Aqsa Moschee („ die weit entfernte“) der drittheiligste Ort des Islams steht unter Belagerung. Einmal betraten israelische Soldaten - mit ihren Stiefeln! - die Moschee bei der Verfolgung Steine werfender Demonstranten. WOHIN GEHEN wir? Bereits seit Jahrzehnten ist eine Gruppe israelischer Fanatiker damit beschäftigt, einen neuen jüdischen Tempel zu planen, der an Stelle der Al-Aqsa-Moschee und dem fantastischen Felsendom erbaut werden soll. Sie bereiten Gewänder für Priester vor und treffen die notwendigen Vorbereitungen für Tieropfer. Bis vor kurzem wurden sie als Kuriosum betrachtet, doch jetzt nicht mehr. Mehrere Kabinett-Mitglieder und Knesset-Mitglieder haben die heilige Anlage betreten, um zu beten, unter Missachtung des etablierten Status Quo. In der gesamten islamischen Welt löste dies Alarm aus. Palästinenser in Ostjerusalem, der Westbank, im Gazastreifen und im eigentlichen Israel sind außer sich vor Wut. Netanjahu verspricht, die Ruhe wieder herzustellen. Aber er tut genau das Gegenteil. Jesus hat Wasser in Wein verwandelt. Netanjahu verwandelt Wasser in Benzin und gießt es in die Flamme. (Aus dem Englischen: Inga Gelsdorf, vom Verfasser autorisiert)  
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 26.11.14  +  

Eine andere Republik - Hartz IV und die Folgen

Der frühere Wirtschafts- und Arbeitsminister Wolfgang Clement hat das im Volksmund als „Hartz IV“ bezeichnete Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt seinerzeit die „Mutter aller Reformen“ genannt. Tatsächlich hat sich Deutschland in den zehn Jahren seit Einführung der Arbeitsmarktreform am 1. Januar 2005 tiefgreifend gewandelt: Sowohl die von dem Gesetzespaket unmittelbar Betroffenen wie auch ihre Angehörigen und die mit ihnen in einer „Bedarfsgemeinschaft“ zusammenlebenden Personen werden stigmatisiert, sozial ausgegrenzt und isoliert. Auch für alle übrigen Gesellschaftsmitglieder hat sich die soziale Fallhöhe durch Hartz IV erheblich vergrößert, weshalb die Furcht vor dem materiellen Absturz sogar in der Mittelschicht um sich greift. Die mit den Hartz-Reformen in Gang gesetzte soziale Abwärtsspirale erschwert den normalen Alltag vieler Durchschnittsbürger/innen, beeinträchtigt jedoch auch deren aufrechten Gang. Von Christoph Butterwegge. Aufgrund der damit verbundenen Abkehr von einer aktiven Arbeitsmarkt-, Beschäftigungs- und Sozialpolitik war Hartz IV ein gesellschaftlicher Wendepunkt. Gleichzeitig wiesen die sog. Hartz-Gesetze jedoch auch den Weg in eine andere Republik. Neben den materiellen Einbußen, die Arbeitnehmer/innen (vor allem solche im Niedriglohnsektor) und Erwerbslose hinnehmen mussten, werden die mentalen und psychischen Verletzungen, die man ihnen zufügte, oft übersehen. Vielleicht noch stärker vernachlässigt man im Allgemeinen den aus Hartz IV resultierenden Schaden für die Demokratie. Mit den Hartz-Gesetzen, vornehmlich dem Vierten, hat sich Deutschland stärker sozial, aber auch politisch gespalten. Unterschätzt werden gewöhnlich seine Konsequenzen für die politische Repräsentation von Armen und (Langzeit-)Erwerbslosen bzw. deren bürgerschaftliche Partizipation und die Qualität der parlamentarischen Demokratie. Demokratie und Sozialstaat stehen nämlich in einem Wechselverhältnis zueinander: Ohne demokratische Verfasstheit, eine lebendige Selbstverwaltung und konstruktive Kritik funktioniert das System der sozialen Sicherung nicht, und ohne einen Wohlfahrtsstaat, der seine Bürger/innen durch Sicherung ihrer materiellen Existenz wie durch Gewährleistung eines Mindestmaßes an sozialer Sicherheit zur kontinuierlichen Teilnahme an politischen Willensbildungs- und Entscheidungsprozessen befähigt, stirbt die Demokratie. Gerhard Schröders Agenda 2010 und die Hartz-Gesetze haben den Armen einerseits zusätzliche materielle Probleme beschert und andererseits den auf ihnen lastenden Druck hinsichtlich verschärfter Kontrollmechanismen und Sanktionsdrohungen nach der Leitnorm „Fördern und Fordern“ erhöht, sie auch soziokulturell gedemütigt und politisch weitgehend entmündigt. Unter den Hartz-IV-Betroffenen dürfte sich der Eindruck mangelnder politischer Repräsentation seither noch verstärkt haben. Dies gilt aber nicht bloß für das parlamentarische System und Wahlen, sondern in vergleichbarer Form auch für andere Formen der politischen Partizipation, etwa die Betätigung in Parteien. Hartz IV – ein Pfahl im Fleisch der Demokratie Die rot-grünen Arbeitsmarktreformen haben das Leben von Millionen Erwerbslosen, Geringverdiener(inne)n und ihren Familien erschwert, aber auch deren Partizipationsmöglichkeiten beeinträchtigt und die politische Kultur unseres Landes beschädigt. Von einer angemessenen politischen Repräsentation der Transferleistungsbezieher/innen kann immer weniger die Rede sein, wohingegen die Interessen der „Leistungsträger“, bedingt durch nur Wohlhabenden, Reichen und Superreichen zur Verfügung stehende Einflussmöglichkeiten, signifikant überrepräsentiert sind. Wenn die Finanzmärkte zum politischen Souverän avancieren, wird das durch Hartz IV auf den Verkauf seiner Arbeitskraft um fast jeden Preis zurückgeworfene Individuum entmündigt und die moderne Demokratie entkernt. Das – bei vielen Bürger(inne)n im Schwinden begriffene – Vertrauen zu den etablierten Parteien und Politikern hängt stark von der Schichtzugehörigkeit ab. Mangels besser geeigneter Indikatoren ist die Wahlbeteiligung ein aussagekräftiges Maß für die politische Partizipationsfähigkeit bzw. -bereitschaft der Bürger eines Landes. Obwohl es noch in keinem Bundestagswahlkampf zuvor ähnlich viele Werbekampagnen und Mobilisierungsaktionen mit dem Ziel einer Steigerung der Wahlbeteiligung gab, fiel diese am 22. September 2013 mit 71,5 Prozent enttäuschend niedrig aus. Zugleich hat sich die soziale Schieflage bei der Wahlabstinenz verschärft: Während die Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl 2013 etwa in Köln-Chorweiler, einer Hochhaussiedlung mit ganz wenigen Einfamilienhäusern, nicht einmal mehr 42,5 Prozent erreichte, betrug sie in Köln-Hahnwald, einem noblen Villenviertel, fast 89 Prozent. Ähnlich große Differenzen zeigten sich auch in anderen Großstädten der Bundesrepublik. Wahlabstinenz ist häufig die Konsequenz einer prekären Existenz, wie sie der Arbeitslosengeld-II-Bezug darstellt. Bei der seit geraumer Zeit zunehmenden „Politikverdrossenheit“ sozial Benachteiligter handelt es sich um eine Folge der Repräsentationskrise, die mit einer sich im Hinblick auf die Verteilung von materiellen Ressourcen, Finanzmitteln und begehrten Gütern manifestierenden Ungerechtigkeit zusammenhängt. Wenn der Sozialstaat durch zahllose Reformen in seiner Substanz ausgezehrt wird, sinkt bei den Verlierer(inne)n das Vertrauen in die Institutionen des parlamentarisch-demokratischen Repräsentativsystems. Hartz-IV-Betroffene fühlen sich oft wie Fremde im eigenen Land. Wie den meisten Zuwanderern bleibt ihnen eine politische Repräsentation, die den Namen verdient, verwehrt. Vielen direkt Betroffenen drängt sich das ungute Gefühl auf, von der Gesellschaft, in der sie leben, nicht gebraucht, sondern verachtet zu werden. Zwar gewährt man den Armen heute – anders als im Wilhelminischen Kaiserreich, wo sie noch das preußische Dreiklassenwahlrecht benachteiligte und der Bezug staatlicher Fürsorgeleistungen mit dem Wahlrechtsentzug verbunden war –, die vollen Staatsbürgerrechte, enthält ihnen aber die für deren Wahrnehmung erforderlichen finanziellen Mittel vor. Um auf die Entwicklung des Landes, in dem sie leben, Einfluss nehmen zu können, müssen Bürger/innen die Möglichkeit zur Teilnahme an Demonstrationen und Kundgebungen haben. Wie soll dies jedoch ein Arbeitslosengeld-II-Bezieher tun, dessen Regelleistungsanteil für Mobilität nicht einmal ausreicht, um sich innerhalb der eigenen Stadt fortzubewegen, also etwa eine Monatsfahrkarte für den öffentlichen Nahverkehr zu bezahlen? Prof. Dr. Christoph Butterwegge lehrt Politikwissenschaft an der Universität zu Köln. Heute erscheint Butterwegges neues Buch „Hartz IV und die Folgen. Auf dem Weg in eine andere Republik?“ (290 Seiten; 16,95 Euro) bei Beltz Juventa. Das Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt trat am 1. Januar 2005 in Kraft und wird demnächst 10 Jahre alt. Thesen zum Buch [PDF - 98 KB] http://www.nachdenkseiten.de/?p=23972#mo re-23972  
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 19.11.14  +  

Solidarität mit Kobane und Sengal !

Nachdem die Terrmormiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien und im Irak Gebiete erobert hat, sind seit mehreren Monaten die Stadt Kobanê und die Region Şengal stark umkämpftes Gebiet. Bei den Angriffen in Şengal wurden Tausende, überwiegend yesidische Kurd_innen vom IS ermordet und hunderttausende Menschen sind auf der Flucht. Aktuell drohen weitere Massaker.   In Kobanê leisten die lokalen Selbstverteidigungskräfte YPG und YPJ gemeinsam mit der PKK und verbliebenen Bewohner_innen der Stadt seit Wochen verzweifelt Widerstand. Sollte der IS die Stadt Kobanê einnehmen, droht die ganze Region Rojava zu fallen und damit das friedliche Zusammenleben unterschiedlicher kultureller und religiöser Gruppen vom Terror des IS zerstört zu werden. In Rojava hat sich in den letzten Jahren ein basisdemokratisches Selbstverwaltungsmodell entwickelt, dessen Grundlagen eine gemeinschaftliche Wirtschaftsweise, Ökologie und Gleichberechtigung sind. In Rojava wird versucht, ein alternatives menschlicheres und gerechteres Zusammenleben zu gestalten, das nun in höchster Gefahr ist.   Die Türkei spielt dabei ein doppeltes Spiel: Obwohl sie offiziell Teil der Anti-IS-Allianz ist, blockierte sie wochenlang militärische und humanitäre Hilfe für die bedrohte Stadt Kobanê. An der Grenze werden Flüchtlinge durch türkische Sicherheitskräfte angegriffen. IS-Kämpfer_innen können hingegen die Grenzen ungehindert passieren und nutzen die Türkei als Rückzugs- und Anwerbegebiet. Proteste in der Türkei gegen diesen Kurs der Regierung werden äußerst brutal niedergeschlagen; es gibt bereits zahlreiche tote Demonstrant_innen.   Erdogan will ein unabhängiges, selbstverwaltetes Rojava verhindern. Die türkische Regierung setzt die demokratischen Verteidiger_innen von Rojava offen mit den faschistischen Kämpfer_innen des IS gleich.   Auch in der Bundesrepublik ist die PKK bis heute verboten und Unterstützer_innen werden auch hierzulande juristisch verfolgt. Die Kriminalisierung der PKK, die eine progressive und demokratische Entwicklung in der Region propagiert, wirkt geradezu absurd. Stattdessen verkaufen deutsche Unternehmen Waffen an Saudi Arabien und Katar. Beide Staaten haben den IS finanziert.   Eine Unterstützung durch Bodentruppen der NATO oder der Türkei lehnen die Kämpfer_innen in Kobanê ab. Stattdessen fordern sie eine Ende der Unterstützung des IS durch die Türkei und einen Korridor über die türkische Grenze nach Kobanê für humanitäre und militärische Hilfsgüter.   Noch ist der Widerstand in Kobanê und Şengal nicht gebrochen und es liegt an uns allen, uns solidarisch zu zeigen und alle vom IS-Terror Betroffenen bestmöglich zu unterstützen. Erhöhen wir den Druck – auch hier in Deutschland. Es gilt auch hier IS-Sympathisant_innen und Salafisten entschlossen entgegen zu treten. Genauso stellen wir uns gegen die rassistischen Mobilisierungen gegen den IS, wie aktuell durch rechte Hooligans in Köln, die das Thema für ihre menschenfeindliche Ideologie instrumentalisieren.   Am 1. November werden alle Menschen, die sich mit dem Widerstand von Kobanê und Şengal solidarisieren, dazu aufgerufen, im Rahmen des weltweiten Aktionstages „Global Rally for Kobanê“ auf die Straße zu gehen. Am 1. November soll überall auf der Welt gezeigt werden, dass der Widerstand gegen den IS-Faschismus nicht alleine ist.   Solidarität mit den Menschen in Rojava und Şengal! Unterstützung der basisdemokratischen selbstverwalteten Strukturen in Rojava! Stoppt die Unterstützung des IS! Für die Aufhebung des PKK-Verbotes!
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 29.10.14  +  

Minijobs: 30 Jahre falsche Beschäftigungspolitik und eine fatale Weichenstellung

„Zahl der Minijobber hat sich verdoppelt“, so titelte Der Tagesspiegel und mit ihm eine Reihe anderer Zeitungen am vergangenen Freitag. Gemeint war, das Ende 2013 rund 2,35 Millionen Menschen einem Minijob als zusätzlichem Nebenjob nachgegangen waren, doppelt so viele wie vor zehn Jahren. Die Zahl der insgesamt geringfügig Beschäftigten habe im Dezember 2013 bei knapp 7,65 Millionen gelegen. Die vorab veröffentlichten Zahlen stammen aus einer noch nicht allgemein zugänglichen Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen zur Entwicklung der geringfügigen Beschäftigung. Was für ein Aufreger. Als wären die Minijobs plötzlich wie Pilze aus dem Boden geschossen. Dabei ist die geringfügige Beschäftigung nicht erst seit heute die nach der Teilzeitbeschäftigung am weitesten verbreitete „atypische“ Beschäftigungsform in Deutschland. Von Markus Krüsemann. Schon seit 2011 gehen mehr als 7,4 Millionen Menschen einer geringfügigen Beschäftigung nach, für über 2,5 Millionen von ihnen ist der Minijob ein Zweitjob, Tendenz steigend. Das ist zwar lange bekannt, aber das Thema ist in der an Amnesie leidenden Presse ein medialer Wiedergänger ersten Ranges, auch wenn der Neuigkeitswert gegen Null tendiert – meldete doch zum Beispiel die Saarbrücker Zeitung online bereits am 05.10.2012 und auch kürzlich (25.03.2014) erst, dass die Zahl der Beschäftigten mit einem Minijob als Nebenjob sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt habe. Solche regelmäßig wiederkehrenden Rekordmeldungen sorgen allenfalls kurzfristig für Empörung. Der eigentliche Skandal wird indes nicht thematisiert. Er liegt darin, dass die ständig steigende Zahl der Minijobber die Folge einer seit mehr als dreißig Jahren verfehlten Beschäftigungspolitik– und, ganz besonders, das Resultat einer fatalen Weichenstellung im Jahr 2003 ist. Die Geschichte der geringfügig entlohnten Beschäftigungsverhältnisse beginnt im Jahr 1977. Mit Einführung des Sozialgesetzbuches SGB IV wurde die Möglichkeit geschaffen, einer abgabenbegünstigten geringfügigen Beschäftigung nachzugehen: wer weniger als 15 Stunden pro Woche arbeitete, der wurde von der Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen befreit. Auf die schnell wachsende Nachfrage nach solchen Jobs wie auch auf die bald einsetzende Kritik an dieser Beschäftigungsform reagierte die Politik in den 1980er und 90er Jahren mit einer Reihe von Gesetzesinitiativen. 1981 etwa wollte die damalige sozialliberale Regierungskoalition die Minijobs gleich ganz abschaffen, scheiterte damit jedoch am Widerstand der Verbände-Lobby und konnte am Ende nur eine Verdienstobergrenze von 390 DM durchsetzen. Erst 1999 brachte die rot-grüne Bundesregierung die nächste, wieder nur halbherzige Reform mit dem Ziel durch, eine zu große Ausweitung der Minijobs mit einer Reihe von Auflagen zu begrenzen. So wurde u.a. die Ausübung eines Minijobs als Nebenjob unterbunden, und neben die prinzipiell weiterbestehende Sozialversicherungsfreiheit trat die Erhebung einer Pauschalsozialabgabe. Die Politik der zaghaften Eindämmung war allerdings kaum erfolgreich, die Zahl der Minijobber stieg. Wurden 1987 noch ca. 2,8 Mio. geringfügige Beschäftigungsverhältnisse registriert, so überschritt ihre Zahl im Sommer des Jahres 2000 erstmals die Vier-Millionen-Marke. Eine ebenso gravierende wie fatale Änderung trat 2003 ein, als die damalige rot-grüne Bundesregierung meinte, die Probleme auf dem Arbeitsmarkt durch Beschäftigungsausweitung im Niedriglohnbereich „lösen“ zu können. Das Agenda-Vorhaben, mehr Menschen um jeden Preis in irgendeine Form von Job zu bringen, führte zu einem radikalen Politikwechsel. An die Stelle der Eindämmungspolitik trat die offensive Förderung geringfügiger Beschäftigung. Mit dem 2. Gesetz für Moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt wurde die sozialversicherungsrechtliche und steuerliche Behandlung der Minijobs ab dem 01.04.2003 weitgehend liberalisiert. So wurde nicht nur die Verdienstobergrenze von 325 auf 400 Euro angehoben, auch die nach altem Recht geltende Beschränkung der wöchentlichen Arbeitszeit auf maximal 15 Stunden wurde abgeschafft. Zudem wurde auch wieder die Ausübung einer geringfügig entlohnten Beschäftigung neben einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung ermöglicht. Rot-Grün hatte damit einen bis heute anhaltenden Boom bei den Minijobs ausgelöst. Bereits im ersten Jahr nach der weitrechenden Deregulierung stieg die Zahl der Minijobber im Haupt- und Nebenerwerb von ca. 4,83 Mio. im März 2003 um etwa. 1,37 Mio. bzw. 28 Prozent auf 6,21 Mio. im März 2004. Mittlerweile gibt es mehr als 7,5 Millionen Minijobber, und das Ende des Wachstums ist noch nicht erreicht. Eine politische Kehrtwende der Großen Koalition ist nicht in Sicht, obwohl längst nicht mehr nur den Kritikern klar geworden sein dürfte, dass Minijobs zu Fehlentwicklungen auf dem Arbeitsmarkt zulasten der Beschäftigten führen, dass sie falsche Beschäftigungsanreize setzen, dass sie die Ausweitung von Niedriglohnbeschäftigung befördern, und dass sie, vor allem für Frauen, eine beschäftigungspolitische Sackgasse darstellen. Dass sich jetzt ausgerechnet die Grünen in Gestalt ihrer arbeitsmarktpolitischen Sprecherin, Brigitte Pothmer, für eine „Reform“ (nicht Abschaffung) der Minijobs stark machen, das ist selbst ein starkes Stück, hat die Ökopartei doch zusammen mit der SPD die heute kritisierte Misere erst verursacht. Frau Pothmer selbst kann kein Wendehals-Vorwurf gemacht werden. 2003 saß sie noch für die Grünen im niedersächsischen Landtag. Erst mit der Wahl 2005, bei der die Grünen in die Opposition geschickt wurden, ist sie Mitglied des Bundestages und zugleich Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik der Bundestagsfraktion geworden. Als solche hält sie jetzt eine Reform der Minijobs für dringend erforderlich. Ihre staatliche Förderung, die den Trend zu immer mehr Kleinst-Jobs unterstützt, müsse beendet werden. Auch im eingangs erwähnten Tagesspiegel-Artikel warnt sie vor einer „Niedriglohnfalle“ bei den Minijobs und fordert eine „umfassende Reform“. Über die Fehlentwicklung bei den Minijobs hat Frau Pothmer lange Zeit geschwiegen. Erst im Januar 2010, als vielen wohl nicht mehr so präsent war, wer für die Deregulierung der Minijobs verantwortlich ist, bezieht sie erstmals Stellung: Minijobs gehören abgeschafft, jede weitere Lockerung der Grenzen für Minijobs sei Wahnsinn, sagt sie. Was man von ihr aber auch gerne gehört hätte, das wäre ein Statement, in dem die Grünen sich selbstkritisch zu ihrer Verantwortung bekennen. Quellen: Der Tagesspiegel online vom 25.10.2014 Saarbrücker Zeitung online vom 05.10.2012 Saarbrücker Zeitung online vom 25.03.2014 Geringfügige Beschäftigung. Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Brigitte Pothmer, Beate Müller-Gemmeke, Markus Kurth, Corinna Rüffer, Dr. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Kerstin Andreae, Ekin Deligöz, Britta Haßelmann, Sven-Christian Kindler und der Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, BT-Drucksache 18/2949 (Okt. 2014) [noch nicht veröffentlicht]. Pressemeldung von Brigitte Pothmer vom 14.01.2010 http://www.nachdenkseiten.de/?p=23742
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yasni 29.10.14  2  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im November

Auch im kommenden Monat ist im Sendesaal Hochsaison. 15 Konzerte erwarten Sie: u.a. das renommierte Amaryllis Streichquartett, das bei uns eine neue eigene Konzertreihe beginnt (herzlich willkommen!), auch der Pianist Evegeny Cherepanov hält den ersten von 3 Russischen Abenden. Der Cellist Stephan Schrader gibt an einem Tag sämtliche Bach Solosuiten. Freunde Neuer Musik kommen auf ihre Kosten: es steht der 90. Geburtstag des Komponisten Klaus Huber mit 2 Konzerten an, und auch 2 Konzerte des Festivals der projektgruppe neue musik (pgnm) finden im Sendesaal statt. Ein eigenes kleines Festival gönnt sich Songs & Whispers zum 5-jährigen Bestehen der Tourneereihe. Uli Beckerhoffs International Škoda Allstar Band macht bei uns Station, ebenso wie der holländische Pianist Rembrandt Frerichs, der norwegische Fiddler Gjermund Larsen und die kubanische Pianistin Marialy Pacheco mit ihren Trios u.a. Einzelheiten finden Sie weiter unten. Es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass die Verweilqualität vor und nach den Konzerten im Sendesaal sich durch das öffentliche Restaurant Geerdes am Sendesaal sehr erhöht hat. Geben Sie sich die Zeit. Ein Besuch lohnt sich. Das Geerdes ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Inhalt 05.11. amaryllis 3x3: Rauschende Klänge 06.11. Russische Abende I: Evgeny Cherepanov, Klavier 07.11. Rembrandt Frerichs Trio (NL) 08.11. Songs & Whispers Pure & Acoustic Special #3 09.11. Geburtstagskonzert zu Klaus Hubers 90. 12.11. International Skoda Allstar Band 13.11. Gjermund Larsen Trio (NO) 16.11. Stephan Schrader spielt sämtliche Bach Cello-Solosuiten 18.11. Sinfonia Insieme 19.11. Triosence 21.11. 18. Festival der projektgruppe neue musik I 22.11. 18. Festival der projektgruppe neue musik III 27.11. Marialy Pacheco Trio feat. Joo Kraus 28.11. Lutz Görner: Beethoven - sein Leben, seine Musik 29.11. Detmolder Kammerorchester 05.11. amaryllis 3x3: Rauschende Klänge Mittwoch, 05. November 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 25 Euro / 10 Euro) amaryllis 3x3, heißt die neue Streichquartett-Reihe, die das renommierte Amaryllis Quartett im Sendesaal macht, das bisher immer nur nicht-öffentlich bei uns seine CDs aufgenommen hat. Amaryllis Quartett Gustav Frielinghaus - 1. Violine Lena Wirth - 2. Violine Lena Eckels - Viola Yves Sandoz - Violoncello "Rauschende Klänge" Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett KV 499 "Hoffmeister" György Ligeti: Streichquartett Nr. 1 Claude Debussy: Streichquartett g-Moll Ganz im Zeichen der rauschenden Klänge, des Klang-Rausches, steht das erste Konzert des Amaryllis Quartetts im Sendesaal. Den Anfang macht Mozarts sogenanntes Hoffmeister-Quartett, das in seiner Harmonik schon auf Schubertsche Wendungen vorausweist. Die Klänge in Ligetis wildem, aufregendem erstem Streichquartett wirken oft orchestral, sind geprägt von Clustern und Glissandi und illustrieren die Orientierung des jungen Komponisten an Bartok und Berg. Debussys Streichquartett, ein impressionistisches Klanggemälde, in dem die Themen in harmonischer Mehrdeutigkeit schillern und ständigen Veränderungen unterworfen sind, das aber auch voller rhythmischer Finessen steckt, beschließt den Abend. Veranstalter: Freunde des Amaryllis Quartetts e.V. 06.11. Russische Abende I: Evgeny Cherepanov, Klavier Donnerstag, 06. November 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) In drei Russischen Abenden wird Ihnen Evgeny Cherepanov vor allem die Stücke von russischen Komponisten präsentieren, die man in Konzerten eher seltener erleben kann. Den Anfang macht er in einem Klavierabend mit Stücken von Skrjabin, Borodin und Rachmaninow. Russische Abende I Evgeny Cherepanov - Klavier Programm Alexander Skrjabin: 24 Präludien op. 11 Klaviersonate No. 4 op. 30 Pause Alexander Borodin: Aus Petite Suite Sergei Rachmaninow: Klaviersonate No. 2 op. 36 (1. Fassung, Jahr 1913) Evgeny Cherepanov (Klavier), wurde in Sverdlovsk Russland geboren, studierte am Ural Staatskonservatorium und an den Musikhochschulen in Hannover und Berlin bei den Professoren Arie Vardi und Gabrielle Kupfernagel. Seit 2010 lebt er mit seiner Familie in Bremen. Nachdem Evgeny Cherepanov den 2. Preis beim G. Enescu internationalen Musikwettbewerb und den 1. Preis beim L. Janacek internationalen Musikwettbewerb gewonnen hat, ist er nach Frankreich, Japan, Österreich, Rumänien und weiteren Ländern eingeladen worden und ist unter anderem unter Dirigenten wie Misha Katz, Nicholas Carthy und Emil Simon aufgetreten. Eine Veranstaltung von Evgeny Cherepanov 07.11. Rembrandt Frerichs Trio (NL) Freitag, 07. November 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Nach seinem eindrucksvollen Konzert im Dunkeln im letzten Jahr ist das Trio des holländischen Pianisten Rembrandt Frerichs nun im Hellen zu hören. Rembrandt Frerichs Trio Rembrandt Frerichs - Piano Guus Bakker - Bass Vinsent Planjer - Schlagzeug Rembrandt Frerichs ist ein Pianist mit weitem Horizont. Er ist vertraut mit der amerikanischen Jazztradition, will aber ausgetretene Pfade vermeiden. Es inspiriert ihn sowohl die klassische europäische Musik als auch seine Leidenschaft für arabische Musik, die er in einem 2-jährigen Ägyptenaufenthalt entwickelte. Der jetzt 34-jährige machte mit 23 sein Debut beim North Sea Festival und studierte sowohl in New York als auch in Holland. Bereits sein Debutalbum 2007 wurde für den Edison Award nominiert. 08.11. Songs & Whispers Pure & Acoustic Special #3 Samstag, 08. November 2014 | 16:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro) Zu 5 Jahre Songs & Whispers gibt es dieses kleine Festival, in dem ab 16:00 Uhr einige der Protagonisten der Reihe an einem Abend auftreten werden. Line-Up (alphabetisch): AIREENE ESPIRITU  (US) AXEL KRUSE  (GER) BREMER UKULELENORCHESTER (GER) DAISY CHAPMAN  (UK) JAIMI FAULKNER  (AU) OLLY WILLS (THE EPSTEIN)  (UK) RICHARD NEUBERG (VIAROSA)  (UK) SOMEDAY JACOB  (GER) TOM CORBETT (US) Die Songs & Whispers-Konzerte im Bremer Sendesaal sind längst kein Geheimtipp mehr und zählen zu den jährlichen Höhepunkten des Musiknetzwerks. Anlässlich seines fünf-jährigen Bestehens macht das Musiknetzwerk Songs & Whispers ein ganzes Festival. In der dritten Ausgabe unter dem Motto „Pure and Acoustic“ werden sowohl Künstler auftreten, die seit der Gründung im Jahr 2009 Teil des Netzwerks sind, aber auch jene, die in den letzten ein oder zwei Jahren hinzugekommen sind. Allen gemeinsam sind Bestrebungen nach zukünftigen Projekten mit Bremens Ausnahme-Kulturprojekt. „Das Programm ist so bunt, wie das Regenbogen-Logo von Songs & Whispers - eine Mischung aus alten Songs & Whispers-Hasen und neu dazugekommenen Künstlern aus verschiedenen Musikrichtungen!“, so Veranstalter Heiko Grein über das Geburtstags-Festival. "Fünf Formationen - vom Duo bis hin zum Ukulelenorchester - aus drei Kontinenten werden handgemachte Musik aus den Bereichen Folk, Indie, Bluegrass und einem Hauch Country präsentieren.“ Die selbsternannte „Sinner-Songwriterin“ DAISY CHAPMAN in Begleitung ihrer Violinistin Sue Lord sind in Deutschland längst keine Unbekannten mehr, so blicken beide auf ausverkaufte Konzerte im Sendesaal, aber auch in anderen renommierten Spielstätten zurück. Derartige Erfolge mündeten unlängst in einer Nominierung für die American Songbirds und Guests im März 2015. Ein Heimspiel haben die Bremer AXEL KRUSE und Jörn Schlüter alias SOMEDAY JACOB, die beide ihre Bandmitgleider aus ganz Deutschland zusammen trommeln. Someday Jacob, der einst das allererste Songs & Whispers Konzert bestritt, bekommt Besuch auf der Bühne; zwei weitere Musiker aus der Anfangszeit haben sich als Special Guests angekündigt: Richard Neuberg alias VIAROSA und Olly Wills, Bandleader von THE EPSTEIN. Kruse knüpft mit seiner Performance an seinen Sendesaal-Auftritt aus dem November 2013 an und kündigt an: „Es wird noch mehr krachen als beim letzten Mal!“. Die gebürtige Filipina und Ukulelen-Virtuosin AIREENE ESPIRITU staunte nicht schlecht, als sie in ihrer Wahlheimat USA die Worte „Songs & Whispers“ in einem Vortrag von TOM CORBETT hörte. Der Mandolinen-Spieler Corbett und Espiritu waren unabhängig voneinander in Deutschland auf Tour und fanden in der Ferne dank ihrer gemeinsamen Erfahrung zusammen. Nun haben sie speziell für das Konzert am 8. November gemeinsame Songs eingeübt, die sogar das Interesse des Bremer Ukulelenorchesters geweckt haben, das zusammen mit den beiden Musikern auf der Bühne stehen wird. 09.11. Geburtstagskonzert zu Klaus Hubers 90. Sonntag, 09. November 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Q3G dreigenerationenquartett spielt zum 90.Geburtstag des Komponisten Klaus Huber. Q3Gdreigenerationenquartett Egidius Streiff - Violine Daphné Schneider - Violine Mariana Doughty - Viola Walter Grimmer - Cello Programm: Klaus Huber - „Von Zeit zu Zeit“ 2. Streichquartett (1985)   Wolfgang Amadeus Mozart - Streichquartett in C, KV465 „Dissonanzenquartett“ *************** Klaus Huber . Moteti – Cantiones, 1. Streichquartett (1963) Klaus Huber (geb. 30.11.1924 in Basel) ist einer der wichtigsten lebenden Komponisten und vor allem Kompositionslehrer. Generationen von heute prägenden Komponisten sind durch seine Schulen in Basel, Boswil und Freiburg  gegangen. Ein weiteres Konzert zu Klaus Hubers 90. Geburtstag findet am 18. November bei uns statt. Das Q3Gdreigenerationenquartett wurde von Walter Grimmer ins Leben gerufen: Der Doyen unter den Schweizer Cellisten spielt zusammen mit dem Geiger Egidius Streiff, der Solobratschistin des Kammerorchester Basel Mariana Doughty sowie mit der jungen Daphné Schneider, die gegenwärtig bei Adelina Oprean ihr Masterstudium abschliesst. Grimmer beschreibt das Vorhaben so: „Über die Generationen hinweg suchen wir einen neuen Zugang zu Klaus Hubers Musik als Geburtstagsgeschenk –  für ihn wie für uns!“ Walter Grimmer studierte in Bern bei Richard Sturzenegger. Bern war auch sein erster Wirkungsort, zuerst als Solocellist des Berner Symphonieorchester und der Camerata Bern,  sowie als Professor der Musikhochschule und später als Cellist im Berner Streichquartett und im Trio mit Igor Ozim und Ilse von Alpenheim. Ebenso wichtig war sein Einfluss als Pädagoge in Bern und später an der ZHdK in Zürich, liest sich seine Schülerliste doch wie ein Who’s who der Schweizer Celloszene: Demenga, Rosenfeld, Schneider, Singer, Nyffenegger u.v.a.m. Seine enge Zusammenarbeit mit Komponisten wie Holliger, Yun und insbesondere Klaus Huber führte zu gefeierten Uraufführungen, so z. B. mit "...die Seele muss vom Reittier steigen“ in Donaueschingen. www.waltergrimmer.com Mariana Doughty wurde in Cornwall geboren spielte schon früh Geige und seit ihrem zwölften Lebensjahr Bratsche.  Sie erhielt ihre Ausbildung in der Chethams School of Music in Manchester und erwarb einen MA in Cambridge. Sie ist jetzt in Basel zu Hause und genießt die Abwechslung zwischen zeitgenössischer und alter Musik, sowie zwischen Orchester- und Kammermusik. Mit dem Streiff Trio und dem Ensemble Antipodes war sie an den meisten wichtigen Festivals zu hören. Mariana ist seit zehn Jahren Solobratschistin des Kammerorchesters Basel und unterrichtet an der Musik Akademie Basel. Daphné Schneider (1991) erhielt ihren ersten Geigenunterricht im Alter von 4 Jahren an der Musik-Akademie Basel. Gegenwärtig absolviert sie einen Master of Performance bei Prof. Adelina Oprean an der Hochschule für Musik Basel, welchen sie im Frühjahr 2014 abschliessen wird. Zugleich studiert sie Barockvioline an der Schola Cantorum Basiliensis bei David Plantier. Daphnés besondere Liebe fliegt zur Kammermusik, so hat sie in verschiedenen Formationen gewirkt, u.a. im La Strada Quartett. Sie gewann mehrere Preise beim schweizerischen Jugendmusikwettbewerb und nahm an diversen Meisterkursen teil, so erhielt sie wichtige musikalische Impulse u.a. von Rainer Schmidt, Gerhard Schulz, Ernst Kovacic, John Holloway und Silvia Simionescu. Egidius Streiff studierte bei Hansheinz Schneeberger. Seither hat er unzählige zeitgenössische Werke zur Uraufführung gebracht, so Wang Xilings Violinkonzert op. 39 mit dem China National Symphony Orchestra in Beijing, Lothar Voigtländers Violinkonzert „Emphasis“ in Dresden, oder auch im September 2012 das zweite Violinkonzert von Harry Crowl mit dem Orquestra de Parana in Curitiba. Bis 2007 war er künstlerischer Leiter des Ensemble Antipodes (ISCM Ensemble in residence2006) und Kurator der international beachteten Ausstellung „Adolf Busch in Riehen“ (2009). Er ist Gründer der mongolischen Chuluun Stiftung für den zentralasiatischen Austausch und Initiant des innerkoreanischen Begegnungsprojekt „parallel worlds“ unter dem Patronat der Schweizer Aussenministerin Micheline Calmy-Rey: Unvergesslich bleibt die Aufführung von Schoecks Violinkonzert mit dem YII-Orchester Pyöngyang in 2005, und das daraus resultierende Projekt pyongyangklang.ch vom November 2008 gilt als Meilenstein der kulturellen Zusammenarbeit mit Nordkorea. 2012 gründet er mit dem inhaltsorientierten Genossenschaftslabel streiffzug.com einen Gegenentwurf zur rein gewinnorientierten CD-Produktion. www.streiffzug.com Mit freundlicher Unterstützung der Ernst von Siemens-Stiftung und Pro Helvetia 12.11. International Skoda Allstar Band Mittwoch, 12. November 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Spiritus rector der International Škoda Allstar Band, die seit Jahren in wechselnden Besetzungen namhafter Europäischer Jazzmusiker auftritt, ist der Trompeter Uli Beckerhoff. Als Gast dabei diesmal die Sängerin Norma Winstone. Besetzung: Uli Beckerhoff – Trompete / Deutschland Matthias Nadolny – Saxofon / Deutschland Peter O`Mara – Gitarre / Australien Glauco Venier – Piano / Italien Ingo Senst – Bass / Deutschland Bruno Castellucci – Schlagzeug / Belgien als Gast:  Norma Winstone – Gesang / England Die Musiker der International Škoda Allstar Band kennen sich untereinander schon seit vielen Jahren und haben in den unterschiedlichsten Besetzungen miteinander gearbeitet. In dieser Besetzung trafen sie sich zum ersten Mal beim internationalen Workshop des Jazzclubs Eurocore in Trier, der sie dreizehn Jahre lang als Dozententeam verpflichtet hat. Bei den alljährlichen Dozentenkonzerten in Trier entstand die Idee, mit dieser Band weitere Konzerte in Deutschland zu geben. So traten in den vergangenen Jahren die Musiker gemeinsam bei mehr als 90 Konzerten auf Festivals, Fernsehkonzerten und in Theatern, Philharmonien und auch mit dem Symphonie-Orchester der Stadt Trier beim europäischen Kulturstadt-Jahr 2007 in Luxemburg und Trier mit großem Erfolg auf. Mit Unterstützung des Kulturpartners Škoda Auto Deutschland gibt die Band im November wieder Konzerte in Deutschland. Nach vielen renommierten Stars der internationalen Jazzszene wie John Taylor, Maria Pia DeVito, Ack van Rooyen, Sonnica Yepes, Rosani Reis und Charlie Mariano konnte für die Tournee im Jahre 2014 die Sängerin Norma Winstone als Gaststar gewonnen werden. Die Musik der International Škoda Allstar Band ist so vielfältig wie die unterschiedlichen musikalischen und kulturellen Einflüsse der einzelnen Bandmitglieder. Sie bezieht ihre Quellen aus dem zeitgenössischen Jazz, der klassischen Musik des 20. Jahrhunderts und dem „american songbook“.  Das Programm besteht überwiegend aus Kompositionen der einzelnen Musiker und wird in den unterschiedlichsten Besetzungen vom Duo bis zum Septett dargeboten. Da alle Gruppenmitglieder vom Publikum und den Journalisten als große Persönlichkeiten und Stilisten auf ihren Instrumenten angesehen werden, kann man diese Formation durchaus als ein musikalisches Großereignis ansehen. So erwartet das Publikum  bei den Konzerten dieser außergewöhnlichen Gruppe ein Abend von großer musikalischer Ausdruckskraft, Intensität und Kreativität, stupenden instrumentalen Fähigkeiten, großer musikalischer Vielfalt, Spielfreude und Humor. Als diesjähriger Gast ist dabei:
 Norma Winstone - Gesang Norma Winstone ist die erste Europäerin, die eine weltweite Karriere als Jazzsängerin gemacht hat. Sie ist die erste. Die die Voraussage ihres berühmten Kollegen Jon Hendricks in die Tat umgesetzt hat: „ Eines Tages wird ein/e Sänger/in zugleich über Lyrics und Musik improvisieren können.“ Sie hat einen unverwechselbaren Sound und Ausdruck mit Ihrer Stimme entwickelt, der die Kritiker weltweit zu Lobeshymnen hinreißt und den das Jazzjournal International schreiben lässt: „ Norma Winstone`s voice is one oft he glories of contemporarry jazz ! „ Norma Winstone studierte am Trinity College in London Piano und Orgel und gegann gleichzeitig eine Karriere als Jazzsängerin. Durch Auftritte im berühmten Ronnie Scott`s Club machte sie sich schnell einen Namen in der englischen Jazzszene. So arbeitete sie u.a. zusammen mit Musikern wie Michael Garrick, Mike Westbrook, John Taylor, Michael Gibbs und John Surman. Sehr schnell führte sie dann die die Listen der besten Jazzsängerinnen in Jazz-Polls internationaler Magazine an. Gemeinsam mir Kenny Wheeler und John Taylor gründete sie die Gruppe Azymuth, die weltweit, unterstützt durch viele Veröffentlichungen auf dem renommierten Label ECM, Konzerte gab. Ihr eigenes, legendäres Album   „ Somewhere called home „ , ebenfalls auf ECM, gilt mittlerweile als Klassiker. Ihre Stimme wurde ein wichtiger Klang in der Musik des Trompeters Kenny Wheeler, was besonders auf der CD „ Music for small and large ensemble „ (ECM) von Kenny Wheeler deutlich wird. Darüberhinaus hat Norma Winstone mit ausdrucksstarken und poetischen Lyrics für Kompositionen von u.a. Ralph Towner, Egberto Gismonti, Kenny Wheeler, Ivan Lins und Steve Swallow zum weltweiten Erfolg vieler Titel beigetragen. Sie arbeitete zusammen u.a. mit Dave Holland, Peter Erskine, John Abercrombie, Fred Hersch, Gary Burton sowie vielen Radio Big Bands in Europa. Mit Colin Towns  und der NDR Big Band verbindet sie eine äußerst erfolgreiche Produktion „ It is later than you think „ , die bei vielen Live-Konzerten in Deutschland und Europa aufgeführt wurde. Im Jahr 2007 war sie Solistin bei einer  großen Produktion von Michael Gibbs und der INTERNATIONAL SKODA ALLSTAR BAND mit dem Sinfonieorchester der Stadt Trier anläßlich der europäischen Kulturhauptstadt Luxembourg 2007. Im gleichen Jahr wurde Norma Winstone als erste Musikerin  von der englischen Königin persönlich mit dem MBE Award ausgezeichnet. Seit vielen Jahren arbeitet sie im Trio mit dem italienischen Pianisten Glauco Venier und dem deutschen Saxophonisten Klaus Gesing zusammen und hat drei Alben bei ECM veröffentlicht. Mit diesem Trio erhielt sie 2009 eine Grammy Nominierung. Im Jahr 2012 war sie Solistin gemeinsam mit Uli Beckerhoff, Matthias Nadolny und Glauco Venier bei Veniers Kompositionen für Sinfonieorchester und Big Band. Diese wurden aufgeführt im Theater in Udine und sind 2014 als DVD und CD erschienen. Mehr Infos unter: www.normawinstone.com Uli Beckerhoff - Trompete/Flügelhorn Seit über 30 Jahren gehört Uli Beckerhoff zu den namhaftesten Trompetern in Europa. Als Trompeter und Komponist ist er auf mehr als 40 LPs / CDs vertreten, viele davon unter eigenem Namen. Er spielte auf nahezu allen großen Festivals in Europa und gastierte für das Goethe-Institut in elf afrikanischen Staaten und ganz Europa. Zusammenarbeit u.a. mit Albert Mangelsdorff, Charlie Mariano, John Scofield, Norma Winstone, John Taylor, Maria João, Adam Nussbaum, Marilyn Mazur, Arild Andersen, Anders Jormin, John Abercrombie, Dave Liebman und Michael Gibbs. Er komponiert Film-, Theater- und Hörspielmusik für diverse Ensembles, Big Bands und Sinfonieorchester. Er arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Werner Schroeter, Hans Kresnik und Rudolf Thome zusammen. Er ist Professor für Jazztrompete an der renommierten Folkwang Hochschule in Essen und Dozent bei nationalen und internationalen Jazzworkshops. Er war künstlerischer Berater bei der Kulturhauptstadt Europas (Weimar 1999) und ist "artistic director" von jazzahead!, dem großen internationalen Festival und Forum für Jazz in Bremen. www.ulrich-beckerhoff-jazz.com Matthias Nadolny -  Tenorsaxofon   Tourneen, Konzerte und Festivalauftritte führten ihn durch ganz Europa. Als Solist in Bands verschiedenster Stilistiken arbeitete u.a. zusammen mit Toto Blanke, John Taylor, Eje Thelin, John Abercrombie, Trilok Gurtu, Benny Bailey, Lee Konitz, Norma Winstone, Glauco Venier und Maria de Fátima. Er ist Dozent an der renommierten Folkwang Hochschule in Essen und bei diversen Jazzworkshops in Italien, Holland und Deutschland. Immer wieder rühmt die Kritik seinen rauchigen, sonoren und unverwechselbaren Tenorsound, der auf vielen CD-  und Rundfunkproduktionen u.a. mit Gunnar Plümer, Silvia Droste, Maria de Fátima und Uli Beckerhoff zu bewundern ist. Im Duo mit Gunnar Plümer produzierte er die CD "You`ll never walk alone" und trat mit großem Erfolg beim Jazzfest Berlin 1996 auf. In den letzten Jahren trat er auch im Duo mit den Pianisten John Taylor und Glauco Venier auf. Peter O’Mara - Gitarre Peter O`Mara gehört zu den gefragtesten Gitarristen in Europa. Geboren in Sydney, Australien, ging er nach New York, von wo aus er 1981 nach München übersiedelte. Er war und ist als Gitarrist und Komponist beteiligt an mehr als 30 CD-Produktionen, bei den meisten davon als Bandleader. Unter seinem Namen spielten Musiker wie Dave Holland, Adam Nussbaum, Anthony Jackson, Russel Ferrante, Henning Sieverts, Kenny Wheeler, Joe Lovano und Alex 
Acuña. Er war Mitglied des Jazz und Rock Ensembles und ist Gitarrist der aktuellen Band Passport von Klaus Doldinger. Er ist Professor an der Anton-Bruckner-Hochschule in Linz und am Richard-Strauss-Konservatorium in München. Er unterrichtet bei verschiedenen Jazzwork-shops in Australien, Deutschland, Italien und Österreich und ist Verfasser von Schulen für Jazzgitarre und Improvisation. Glauco Venier - Piano Er ist einer der bekanntesten Pianisten und Komponisten in Italien. Er bestreitet Konzerte in Europa, Südamerika und Asien und wurde als Pianist mit diversen Preisen bei Wettbewerben in Paris, Washington und Vienne ausgezeichnet. Er war an diversen CD-Produktionen beteiligt und arbeitete u.a. mit Kenny Wheeler, Paolo Fresu, Dave Liebman, Charlie Mariano, Enrico Rava und Eric Vloeimans. Er komponiert Film- und Ballettmusik und ist Professor am Konservatorium in Triest. Als Dozent unterrichtet er bei internationalen Jazzworkshops in Deutschland, Italien, Kroatien und Slowenien. Rundfunk- und Fernsehproduktionen u.a. in Italien, England, Russland, Österreich und Deutschland. Im Trio mit der englischen Sängerin Norma Winstone und dem deutschen Saxophonisten Klaus Gesing kam im Frühjahr  2008 die neue CD bei dem renommierten Label ECM auf den Markt. Mit diesem Trio war er 2009 für einen Grammy in Los Angeles nominiert. Bruno Castellucci - Schlagzeug Bruno Castellucci ist einer der meist beschäftigten und vielseitigsten Drummer der europäischen Jazzszene. Schon in jungen Jahren mit Preisen ausgezeichnet, wurde er sehr schnell zu einem der europäischen Stars am Schlagzeug. Die Namen der Musiker, mit denen er zusammen arbeitete, liest sich wie ein "who is who " der internationalen Musikszene: Johnny Griffin, Joe Pass, Jan Akkerman, Niels-Henning Ørsted-Pedersen, Bobby McFerrin, Jaco Pastorius, Lee Konitz, Toots Thielemans, Chet Baker, Freddie Hubbard, Richard Galliano, John Taylor, Quincy Jones, Chaka Khan und viele mehr. Er spielte mit den Big Bands von Bob Mintzer, Peter Herbolzheimer sowie BRT Radio Jazzorchestra, NDR Big Band u.a. 
Er ist Professor am Conservatoire de Bruxelles und unterrichtet bei Jazzworkshops weltweit. Ingo Senst - Bass Er ist einer der vielseitigsten und meistbeschäftigten Bassisten in Deutschland. Er begann mit einer klassischen Ausbildung am Kontrabass in Braunschweig und studierte danach in Holland  an der Jazzabteilung des Konservatorium der Stadt Hilversum. Er wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet: in Deutschland mit dem Jazzförderpreis und Solistenpreis der Stadt Celle sowie als Preisträger des Jazzpodiums des Landes Niedersachsen. In Holland bekam er den Großen Preis der Niederlande mit der Gruppe "Raise the Roof " und war Sieger im Heineken Crossover Award, der mit einer Konzertreise nach New York verbunden war. Er ist festes Mitglied der Gruppen Triosence, Cologne Concert Big Band, des Glenn Miller Orchestras sowie Interzone und Raise the Roof. Zusammenarbeit u.a. mit Benny Bailey, Ramesh Shotham, Tony Lakatos, Philip Catherine, Ack van Rooyen, Stefan Bauer und dem Modern String Quartet. 13.11. Gjermund Larsen Trio (NO) Donnerstag, 13. November 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Zum zweiten Mal im Sendesaal zu Gast: das sensibel elegische Folktrio des norwegischen Fiddlers Gjermund Larsen. Gjermund Larsen Trio Gjermund Larsen - Fiddle Andreas Utnem - Piano, Harmonium Sondre Meisfjord -   Kontrabass Manchmal könnte man meinen, dass man in den weiten Fjordlandschaften Norwegens nicht viel von dem, was in der Welt vor sich geht, mitbekommt. Und tatsächlich machen die Norweger nicht jeden Trend mit und besinnen sich lieber auf ihre eigenen reichen Traditionen. Trotzdem treibt gerade die norwegische Folkmusikszene eine ungeheure Neugier an, verbunden mit der bezaubernden Fähigkeit, verschiedene Einflüsse in ihre Musik einzubauen. Gjermund Larsen ist das beste Beispiel dafür. In seiner bedachten, gefühlvollen Musik findet der Geiger eine Balance zwischen Klassik, Jazz und den Volksliedern seiner Heimat. Die norwegische Musik klingt für mitteleuropäische Ohren vertraut und fremd zugleich. Manchmal möchte man an irische oder schottische Melodien denken, nur um im nächsten Moment durch eine neue Wendung überrascht zu werden. Gjermund Larsen ist Preisträger des „FolkFidel Awards“ und des „Spellemanprisen“, dem norwegischen Grammy. Er ist mit seinem Trio bereits zum zweiten Mal im Sendesaal zu Gast. Hier geht's zur website der Künstler 16.11. Stephan Schrader spielt sämtliche Bach Cello-Solosuiten Sonntag, 16. November 2014 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Stephan Schrader, Cellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und Sendesaalaktivist der ersten Stunde, spielt an einem Abend sämtliche 6 Bach Solosuiten für Violoncello. „Wie ein Fest!“ - J.S. Bach: Alle sechs Cello-Suiten an einem Tag Stephan Schrader - Violoncello Stephan Schrader, der vielseitige Cellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, erfüllt sich einen alten Wunsch und tourt mit diesem außergewöhnlichen Programm durch Litauen, Schweden, Dänemark und verschiedene deutsche Städte. Die sechs Cello-Suiten von Bach in ihrer Reihenfolge hintereinander zu hören, eröffnet auch Kennern dieser wunderbaren Musik neue Perspektiven. Jede Suite wird eingeordnet in den Kontext eines Zyklus', die Entwicklung von der recht kurzen ersten Suite mit ihrem heiter idyllischen Grundcharakter zu der langen sechsten Suite, die (für ein 5saitiges Instrument geschrieben) mit ihrem erweiterten Tonumfang ein Höhepunkt der Virtuosität und des Jubels ist, wird zu einem sogartigen Erlebnis: jede Suite bietet einen Kontrast zur vorhergehenden, Umfang und Komplexität nehmen stetig zu. „Jede Suite hat eine eigene Persönlichkeit“, sagt Stephan Schrader, „jedes Präludium und die darauf folgenden fünf Tänze zeigen uns verschiedene, aber zusammengehörende Aspekte eines Grundcharakters. Und die sechs Grundcharaktere ergänzen sich wie die Mitglieder einer Familie!“ Stephan Schrader spielt ein Cello von Pieter Rombouts, Amsterdam ca. 1710. Das überlange Konzert hat zwei Pausen, in denen Gelegenheit für einen Imbiss im benachbarten Restaurant Geerdes besteht. Ablauf des Abends: 18:00 Suiten 1 (G), 2 (d), 3 (C) 19:30 Suiten 4 (Es), 5 (c) 21:00 Suite 6 (D) 18.11. Sinfonia Insieme Dienstag, 18. November 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 10 Euro (ermäßigt 8 Euro / 5 Euro) Auch das Hochschulorchester der HfK Bremen widmet sein Herbstkonzert in Kooperation mit dem Atelier Neue Musik dem 90. Geburtstag des Komponisten Klaus Huber. Orchester der Hochschule für Künste Bremen Leitung: René Gulikers und Marco Thomas Programm Anton Webern: Fünf Stücke für Orchester op. 10 (1913) W. A. Mozart: Konzert für Klavier und Orchester B-Dur KV 595 (1791) Patrick O’Byrne - Klavier Klaus Huber: Intarsi - Kammerkonzert für Klavier und siebzehn Instrumente (1994) Hwa-Kyung Yim - Klavier Dieses außergewöhnliche Konzert, das die Fachgruppe Orchester der HfK gemeinsam mit dem Atelier Neue Musik zum neunzigsten Geburtstag des Komponisten Klaus Huber veranstaltet, umfasst drei herausragende Werke unterschiedlicher Epochen, denen im wesentlichen der Verzicht auf äußerliches Auftrumpfen gemein ist, Werke ohne lautstarke Reklame für sich selbst, ohne „Event-Charakter“, Musik, die aber gerade deshalb um so intensiver aus ihrem Innern heraus leuchtet. Weberns radikal reduzierte musikalische Signale eines solistisch besetzten Orchesters heben den Unterschied zwischen Orchester- und Kammermusik auf. Mozart verzichtet in seinem letzten Klavierkonzert auf alle bloß äußerlichen Effekte zugunsten einer quasi ins Innere gerichteten Virtuosität. Klaus Huber schließlich bezieht sich in seinem Kammerkonzert direkt auf dieses Mozartsche Konzert und stellt damit bewusst gewisse Klischees „avantgardistischer“ Klaviermusik in Frage. 19.11. Triosence Mittwoch, 19. November 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das Trio des zur Zeit in Bremen lebenden Pianisten Bernhard Schüler feiert den release seiner neuen CD One Summer Night mit einem Konzert bei uns. Triosence Bernhard Schüler - Piano     Matthias Nowak - Bass     Stephan Emig - Schlagzeug Seit Entstehung der Band im Jahr 1999 hat triosence in Deutschland so ziemlich alles abgeräumt, was es an Jazzpreisen zu gewinnen gibt. Nach dem ersten Preis beim Bundeswettbewerb „Jugend jazzt“ folgte der Ostsee-Jazz-Förderpreis, der Studiopreis des Deutschlandfunks, der Kulturförderpreis der Stadt Kassel und viele andere, bis hin zur Nominierung zum Preis der deutschen Schallplattenkritik und dem besten Neueinstieg in die Internationalen Jazzcharts in Deutschland. In Japan zählt die Band seit ihrer Debüt-CD „First Enchantment“ sogar zu den besten Jazz-Newcomern und „der Band die den Eindruck vom steifen deutschen Jazz weggewischt hat.“ (Swingjournal, Japan 2005) Was die Musik des Trios neben der Gleichberechtigung der Instrumente vor allem auszeichnet sind die Stärke und Klarheit ihrer Melodien. Zu einem hohen Grad lyrisch und poetisch bilden sie den Kern aller Kompositionen. In Kombination mit der stilistischen Bandbreite, die von Jazz über Fusion, Folk, Pop und Worldmusic reicht, definiert die Band dadurch einen ganz eigenen Stil, den sie selbst als „songjazz“ bezeichnet. Die „Trio-Essenz“ liegt in der Gleichberechtigung von Klavier, Bass und Schlagzeug; sie wird erreicht durch die Kompositionen von Bernhard Schüler und die starke Individualität der drei Musiker. Jedes Instrument kann in den Vordergrund gerückt werden, wodurch ein wesentlich größeres Klangspektrum entsteht als bei traditionellen Trios dieser Art. Das begeistert nicht nur Kenner, sondern auch jene, die mit Jazz bislang wenig anfangen konnten. 21.11. 18. Festival der projektgruppe neue musik I Freitag, 21. November 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) escape≃enter reProduzieren als Erfahrung zeitgenössischer Musik Ausführende: Nadar Ensemble (Belgien) MAM. Manufaktur für aktuelle Musik (Deutschland) idm theft able (USA) Musiker/Performer Programm: Luigi Nono: Omaggio a Vedova (1960) für Tonband Michael Beil: exit to enter (2013) für Ensemble mit Live-Audio & Live-Video Mark Andre S1 (2012) für zwei Klaviere id m theft able Stimme und Elektronik Alexander Schubert: Point Ones (2012) für erweiterten Dirigenten, kleines Ensemble und Live-Elektronik escape≃enter reProduzieren als Erfahrung zeitgenössischer Musik escape fast gleich enter. Eine Bewegung, die „fast“ an ihren Ausgangspunkt zurückkehrt. Zwei Computerbefehle – verbunden durch ein mathematisches Zeichen – ergeben den Titel des diesjährigen Festivals. Zusammen mit dem ergänzenden Untertitel „reProduzieren als Erfahrung zeitgenössischer Musik“ stellt das Festival Strömungen aktuellen Komponierens vor: Bereits vorhandenes Material wird aufgegriffen, kopiert, umgeformt und rekombiniert, so dass sich die Klangphänomene und ihre Kontexte ändern. Welches Selbstverständnis der KomponistInnen ergibt sich daraus und wie ändert sich das Komponieren, wenn das Material selbst nicht mehr neu sein muss und wenn alles Material werden kann? Wie wandelt sich die Rolle der Interpret/innen durch die genutzten Medien? Ist die Eigengesetzlichkeit der Klänge als Maßgabe für die Kunstmusik infrage gestellt? Wie verhält es sich mit Musik, die nicht auf bereits vorhandenes Material zurückgreift? In den Konzerten korrespondieren Kompositionen aus diesem aktuellen Spektrum des „Neuen“ mit älteren Werken der instrumentalen und elektronischen Musik, deren bahnbrechende Neuerungen heute noch spürbar sind. Das Konzert wird von Radio Bremen/Nordwestradio mitgeschnitten Eine Veranstaltung der projektgruppe neue musik (pgnm) 22.11. 18. Festival der projektgruppe neue musik III Samstag, 22. November 2014 | 20:30 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) escape≃enter reProduzieren als Erfahrung zeitgenössischer Musik Ausführende: Nadar Ensemble (Belgien) Mark Knoop (England) - Klavier MAM.Manufaktur für aktuelle Musik (Deutschland) Thomas Hummel (Deutschland) - Komponist/Klangregie Programm: Valdimir Gorlinsky: Beiklang III.Sun.Disc.Minotaurus (2010) für Ensemble und Elektronik Steven Kazuo Takasugi: Die Klavierübung: 1st Movement (2007/09) UA  Live-Version for Solo Pianist and Electronic Playback (2014) Thomas Hummel: Sinaida Kowalenko(2014) UA für 6 Instrumente und ePlayer-Orchester Steven Kazuo Takasugi: Die Klavierübung: 3rd+4th Movement (2007/09) Johannes Kreidler: Der Weg der Verzweiflung (Hegel) ist der chromatische. (2011/12) für 9 Instrumente, Audio und Video Playback Eine Veranstaltung der projektgruppe neue musik (pgnm) Das Konzert wird von Radio Bremen/Nordwestradio mitgeschnitten 27.11. Marialy Pacheco Trio feat. Joo Kraus Donnerstag, 27. November 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Marialy Pacheco, immer wieder gern gesehener Gast im Sendesaal, mit ihrem aktuellen Trio und dem Trompeter Joo Kraus als Gast. Marialy Pacheco - Piano Juan Camilo Villa Robles - Bass Miguel Altamar de la Torre - Schlagzeug. special guest: Joo Kraus -Trompete In diesem Konzert wird die wunderbare kubanische Pianistin Marialy Pacheco ihre neue CD "Introducing" vorstellen, auf der sie mit ihren beiden kolumbianischen Triokollegen kubanische Komponisten wie wie Eliseo Grenet, Moises Simons, Felipe Rosario Goyco und Antonio María Romeu vorstellt. Neben ihrem Trio ist auf der CD und im Konzert auch der Trompeter Joo Kraus zu hören. Mal wieder eine neue Besetzung, mit der sie im Sendesaal auftritt nach diversen anderen Konstellationen. In der Zwischenzeit hat sie nicht nur als erste Frau den Montreux Jazz Solo Piano Competition gewonnen. Sie hat im August 2014 auch in Australien als klassische Pianistin debütiert mit dem Queensland Symphony Orchestra und einem Klavierkonzert von J.S. Bach. Immer für Überraschungen gut. 28.11. Lutz Görner: Beethoven - sein Leben, seine Musik Freitag, 28. November 2014 | 19:30 Uhr | Tickets 28 Euro Lutz Görner präsentiert Ludwig van Beethoven - und Nadia Singer Lutz Görner - Rezitation Nadia Singer - Piano Seit drei Jahren begeistert ‘die lyrische Stimme Deutschlands‘, wie die FAZ Lutz Görner nennt, sein Publikum, mit den von ihm erfundenen Klavierabenden. Diese Abende sind immer eine Mischung aus Literatur und Musik. Literatur von und über den Komponisten, dessen Musik Sie hören. Lutz Görner vertieft durch seine Textauswahl das Verständnis für diese Musik, die ja nie aus heiterem Himmel gefallen ist, sondern immer an eine bestimmten Zeitgeschmack und eine Lebensepoche des jeweiligen Komponisten gebunden ist. Was für Welten liegen zum Beispiel zwischen dem C-Dur Rondo des 12-jährigen Ludwig und dem C-Dur Rondo aus der Waldstein-Sonate des 32-jährigen van Beethoven! Lutz Görner fragt nach, versucht in seinen Programmen eine solche Entwicklung für sein Publikum nachvollziehbar und verständlich zu machen. Und so ist aus dem ‘poetischen Staubwedel‘, wie ihn der ‘Spiegel‘ auf Grund seiner ‘Lyrik für alle‘-Serie bei 3sat nannte, die Woche für Woche siebzehn Jahre lang ausgestrahlt wurde, der ‘musikalische Staubwedel‘ geworden, der ein wenig frischen Wind in die Klavierabende bringen will, um sie für viele Menschen genussreicher zu machen. In seinem neuesten Programm erzählt Lutz Görner Beethovens Leben anhand der Briefe des Komponisten und zahlreicher Zitate über ihn. Zitate von Liszt, Chopin, Czerny, Grillparzer, Bettine Brentano und Goethe. Auf diese Weise spürt der Rezitator den Menschen hinter dem Jahrtausend-Komponisten auf und macht die große Schere sichtbar zwischen Beethovens musikalischem Genie und seinem elenden, tagtäglichen Leben, das schon mit sechsundfünfzig Jahren ein von langer Krankheit geprägtes Ende fand. Theodor W. Adorno sagt über ihn: „Beethoven war ein Kraftgenie. Launisch, ungestüm, sonderbar, bengelhaft, roh, unbescheiden, stolz, eitel, wankelmütig, heute fremd und kalt, morgen der wärmste Freund. Aber dabei dennoch auch gutmütig, edel und empfindsam.“ Nadia Singer ist die Entdeckung des Sommers 2014! Jung, dynamisch, lebensfroh und mit unglaublicher Technik und Spielsicherheit ausgestattet, wird Nadia Singer das Publikum zum Staunen, zum Lächeln und zum Jubeln bringen. Wie schon bei den wenigen Voraufführungen, als die Presse über sie schrieb: „ Ihre ausgeprägte Musikalität verbindet Nadia Singer mit technischer Perfektion. Sie spielt kraftvoll, sinnlich, bildhaft, frech-frivol, spannungsreich, anregend, fantasievoll und virtuos.“ Nadia Singer, die seit knapp zwei Jahren in Weimar lebt, kommt aus Rostow am Don, wo sie auch studierte und ihr Konzertexamen abgelegt hat. Sie entstammt einer deutschen Familie die vor langer Zeit nach Russland ging. Mit drei Jahren begann sie mit dem Klavierspielen und schnell schon wurde ihr Talent sichtbar und dementsprechend, seit sie fünf war, gefördert.Doch als Teenager ging sie lieber in die Clubs der Millionenstadt Rostow, um dort Jazz-Standards zu singen. Vielleicht hat ihr diese kurze Phase geholfen, locker zu bleiben und die so genannte Klassik nicht mit allzu strengen Augen anzuschauen und dadurch ihre eigene Individualität und das Ihr-Gemäße zu finden.Betreut wird sie vom berühmten St. Petersburger Pianist und langjährigem Professor an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar, Grigory Gruzman, der sie innerhalb eines Jahres zum ersten Preis beim internationalen Rachmaninow-Wettbewerb in Frankfurt/M. geführt hat. Eine Veranstaltung der Konzertagentur Karin Kulmer Foto Lutz Görner und Nadia Singer © Felix Hüsch-Waligura 29.11. Detmolder Kammerorchester Samstag, 29. November 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das renommierte Detmolder Kammerorchester unter Alfredo Perl ist bereits zum dritten Mal im Sendesaal. Solistin der auf Kammermusikstärke reduzierten 4. Sinfonie von Gustav Mahler ist die Sopranistin Catalina Bertucci. Detmolder Kammerorchester Leitung: Alfredo Perl Catalina Bertucci - Sopran Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur Arnold Schönberg: 6 Orchesterlieder op. 8 Beim dritten Gastspiel des DKO im Sendesaal ist die chilenische Sopranistin Catalina Bertucci die Solisten des Abends, in dem das Detmolder Ensemble erneut ein sinfonisches Werk von Gustav Mahler in einer Bearbeitung für Kammerorchester aufführen wird. Die 4. Sinfonie schwankt im Ausdruck zwischen kindlicher Heiterkeit, groteskem Humor und verstörender Klage. Catalina Bertucci hat dieses Werk kürzlich für das New Yorker Label „Mode records" auf CD eingesungen. Die den Abend ergänzenden Orchesterlieder mit Schönbergs frühem opus 8 stehen noch unter dem harmonischen und melodischen Einfluss Richard Wagners und sind hier in der Fassung für Gesang und Kammerensemble zu hören.   Mitschnitt Deutschlandradio Kultur und Radio Bremen     Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de.
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Geplantes Gesetz bedrohnt medizinische Versorgung in Bremen: Wegfall von 350 Praxen befürchtet

Bremen. Ein geplantes Gesetz könnte dazu führen, dass künftig bis zu 350 Arzt- und Psychotherapeutenpraxen in Bremen schließen müssen. Davor warnt die Kassenärztliche Vereinigung Bremen (KVHB) und fordert den Gesundheitssenator auf, dagegen einzuschreiten. © dpa Die Kassenärztliche Vereinigung Bremen warnt vor drohenden Praxenschließungen in Bremen. „Wenn dieses Gesetz so kommt, müssen in Bremen und Bremerhaven nach und nach bis zu 350 Ärzte und Psychotherapeuten aus der Versorgung verschwinden, das wäre jeder fünfte Arztsitz“, sagt Günter Scherer. Was den stellvertretenden Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen (KVHB) so verärgert, ist ein Arbeitsentwurf für ein Gesetz, das gestern aus dem Bundesgesundheitsministerium an die Öffentlichkeit gelangt ist. Darin wird der Abbau von Arztpraxen in überversorgten Gebieten gefordert. „Als überversorgt gilt eine Region dann, wenn sie den Höchstwert von 110 Prozent beim Versorgungsgrad erreicht hat“, erklärt Scherer. Wie die meisten anderen Großstädte und Ballungszentren im Bundesgebiet wird dieser Wert nach der aktuellen Statistik der KVHB in fast allen Arztgruppen erreicht. Geht ein Mediziner aus Altersgründen in den Ruhestand oder wird die Praxis aus anderen Gründen aufgegeben, soll es keinen Nachfolger mehr geben, so sieht es der Entwurf aus dem Ministerium vor. Gesetz soll 2015 in Kraft treten Die Absicht dahinter: Mehr Ärzte sollen sich künftig anstatt in den lukrativeren und attraktiveren Städten in unterversorgten ländlichen Gebieten niederlassen. Für Scherer der falsche Lösungsansatz: „Dieses Gesetz bedeutet eine drastische Verschlechterung der medizinischen Versorgung für die Menschen in Bremen und Bremerhaven.“ Besonders absurd sei, dass der Entwurf gleichzeitig den Abbau von Wartezeiten auf Arzttermine vorsieht. Hierfür sollen die Kassenärztlichen Vereinigungen einen Service einrichten, der Patienten einen Termin bei einem Facharzt binnen vier Wochen garantiert. „Das funktioniert nicht. Denn sollte das Gesetz so kommen, entfielen in Bremen jährlich 1,2 Millionen Arzttermine, weil es die Ärzte schlicht und ergreifend nicht mehr gibt“, so Scherer. Zum 1. Januar 2015 solle es in Kraft treten. Besonders betroffen wären die Psychotherapeuten, fast 160 Praxen müssten wegfallen. „Das wäre eine Katastrophe für die Patienten“, sagt Karl Heinz Schrömgens, Präsident der Bremer Psychotherapeutenkammer. „Diese rein rechnerische Überversorgung spiegelt nicht den tatsächlichen Bedarf wieder. Die Wartezeit auf ein Erstgespräch bei einem Psychotherapeuten liegt derzeit bei neun Wochen, die auf Therapiebeginn bei 20 Wochen.“ Zudem versorge Bremen auch das Umland mit. Auch bei den Kinder- und Jugendärzten ist der Schock groß. Ihr Vorsitzender Stefan Trapp kritisiert, dass die „am grünen Tisch ermittelten Zahlen die tägliche Versorgungsrealität nicht widerspiegeln“. Trapp: „Angesichts brechend voller Praxen dürften Eltern und Großeltern kaum den Eindruck haben, dass es viel zu viele Kinderärzte gibt.“ Eine Umsetzung des Entwurfs würde bedeuten, dass in Bremen jeder dritte Arzt bereits in naher Zukunft verschwinden würde. Laut Trapp ist das Durchschnittsalter bei den Kinder- und Jugendärzten hoch, sodass in den nächsten fünf bis zehn Jahren in vielen Praxen ein Wechsel anstünde. Für die tägliche Versorgung würde der Wegfall bedeuten, dass die Ärzte deutlich weniger Zeit für die Patienten hätten und beispielsweise nur noch chronisch und schwerkranke Kinder und Jugendliche betreuen könnten. „Das Gesetz droht, große Löcher in die Versorgung zu reißen, ohne damit tatsächlich Lösungen für unterversorgte Gebiete zu schaffen“, warnt der Mediziner. Die Kassenärztliche Vereinigung fordert die Landespolitik und damit Gesundheitssenator Hermann Schulte-Sasse (parteilos) auf, sich auf Bundesebene für eine Veränderung des geplanten Gesetzes einzusetzen. Der Senator reagiert in einer Stellungnahme mit Unverständnis auf die Forderung der KV. „Kein Arzt muss durch das neue Gesetz befürchten, seine Praxis zu verlieren, und kein Patient muss ab dem nächsten Jahr auf seinen bekannten Arzt verzichten“, heißt es. Die tatsächlichen Folgen des ersten Arbeitsentwurfs aus dem Bundesministeriums ließen sich derzeit nur schwer abschätzen. „Auch aufgrund der Tatsache, dass die KV Bremen bislang nicht von ihren gesetzlichen Möglichkeiten zu einer kleinräumigeren Bedarfsplanung für bestimmte Arztgruppen Gebrauch gemacht hat“, so Schulte-Sasse. Es sei durchaus denkbar, dass in Bezug auf das gesamte Stadtgebiet eine Überversorgung errechnet werde, die Betrachtung für einzelne Arztgruppen jedoch weitaus differenzierter sei, wenn die Berechnungen auf einzelne Stadtteile heruntergebrochen würden, so der Gesundheitssenator. http://www.weser-kur ier.de/bremen_artikel,-Wegfall-von-350-Praxen -befuerchtet-_arid,966194.html
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 15.10.14  +  

Es geht um 23.000 - und um eine Entscheidung

.ausgestrahlt hat sich schon immer große Ziele gesetzt und Großes erreicht: Als 2010 die Idee einer 120 Kilometer langen Menschenkette zwischen den AKW Brunsbüttel und Krümmel entstanden war, wurden wir von vielen MitstreiterInnen für verrückt erklärt. Am Ende kamen 120.000 Menschen und die Kette war geschlossen. Als wir direkt nach Beginn der Fukushima-Katastrophe dazu aufriefen, die damalige schwarz-gelbe Bundesregierung mit Massenprotesten so unter Druck zu setzen, dass die Atomkanzlerin möglichst viele AKW vom Netz nimmt, glaubte fast niemand, dass innerhalb von drei Monaten acht Reaktoren stillgelegt werden. Als 2012 die ersten Entwürfe für ein neues Atommüll-Gesetz kursierten, war überhaupt nicht absehbar,  dass es am Ende gelingen könnte, den Stopp aller Castor-Transporte nach Gorleben und einen Baustopp im dortigen Bergwerk durchzusetzen. Als wir Anfang diesen Jahres damit begonnen haben, den lauter werdenden Rufen nach einer Laufzeitverlängerung für das bayerische AKW Grafenrheinfeld etwas entgegenzusetzen, da meinten viele, CSU und Eon würden sich davon nicht beeindrucken lassen. Jetzt geht das Kraftwerk sogar früher als geplant vom Netz. All das haben wir natürlich nicht alleine erreicht, aber .ausgestrahlt hatte einen nicht unwesentlichen Anteil daran.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 12.10.14  +  

Die Militarisierung ist in allen Bereichen voll im Gange

n Berlin fand am Wochenende vom 3. bis 5. Oktober 2014 im Haus der Demokratie und Menschenrechte die Antikriegskonferenz statt. Rudolph Bauer hat die Konferenz im Wesentlichen konzipiert und organisiert. Viele Organisationen haben die Konferenz ideell und materiell unterstützt. 80 - 100 Teilnehmer hatten sich eingefunden, um am sehr umfangreichen und vielfältigen Programm teilzunehmen. Es referierten: Jörg Wollenberg, Bremen: "Flammenrausch des Vaterlandes": Von den „Ideen von 1914“ zum nationalen Sozialismus – Historischer Beitrag mit Parallelen zur Gegenwart; Susann Witt-Stahl, Hamburg: Krieg und (Populär-)Kultur); Matthias Jochheim, Frankfurt/Main: Regime Change in der Ukraine – die Rolle Deutschlands, der EU und der NATO; Rudolph Bauer, Bremen, und Franz Hamburger, Mainz: Die Schaffung imperialer Normalität. Zum Erlernen des hegemonialen Habitus in der Sekundarstufe – eine Schulbuchanalyse; Werner Rügemer, Köln: „Freihandel“ und Krieg; Thomas Barth, Hamburg: Die Privatisierung der Kriege: Stichwort Blackwater; Rolf Gössner, Bremen: Der Informationskrieg der Geheimdienste und die Militarisierung der ‚Inneren Sicherheit’: Stichwort Heimatschutz; Wolfgang Bittner, Göttingen: Die Strategie der Destabilisierung, Eskalation und Militarisierung - am Beispiel der Ereignisse in der Ukraine; Hans-Jörg Kreowski, Bremen: Die unheilvolle Verquickung von ziviler und militärischer Sicherheit aus Sicht der Informatik – Mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnik wird Krieg zum Cyberkrieg; Michael Schulze von Glaßer, Kassel: Das virtuelle Schlachtfeld – Kriegs-Videospiele und die Verbindung zwischen Militär, Rüstungsindustrie und Videospielbranche; Otto Jäckel, Berlin: ‘Realpolitische’ Konfrontation oder kollektive Sicherheit im Rahmen von Verfassung und Völkerrecht? Friedenspolitische Forderungen; Ulla Jelpke, Berlin und Dortmund: Mobilisierung gegen Krieg und Militarisierung; Volker Eick, Berlin: Überwachen, Kontrollieren und „Intervenieren“ durch Polizei und Militär: Drohnen als Waffe; Sönke Hundt, Bremen: Militär, Kriege und ökonomische Interessen der BRD in der EU; Peter Herrmann, Rom: Die soziale Mobilmachung Europas durch Jugendarbeitslosigkeit, Rassismus und modernisierten Arbeitsdienst; Julian Firges und Claudia Holzner, Kassel: Forschung, Lehre und Studium zwischen Campus, Industrie und Militär. Kunst und Kultur kamen ebenfalls zu ihrem Recht. Vor Beginn fand Freitag eine Ossietzky-Matinée statt und am Sonnabend eine Performance mit kleinen Werken von Karl Valentin bis zu Ernst Jandl. Bei der Fülle der Beiträge ist es schwer, auf einzelne besonders einzugehen. Ich will dennoch drei hervorheben, weil sie auf großes Interesse stießen. - Das war einmal Hans-Jörg Kreowski von der Universität Bremen, der vor den absehbaren Entwicklungen in der Drohnentechnologie warnte. Die USA würden planen, dass in zukünftigen Kriegen ein Drittel der Bewaffnung auf unbemannte Militärvehikel umzustellen. - Susan Witt-Stahl, die jetzige Chefredakteurin von "Melodie & Rhythmus", referierte eindrucksvoll über die Militarisierung und die allgemeine Rechtsentwicklung in der Populärmusik. Entsprechende Musik würde für die Emotionalisierung von Soldaten eine große Rolle spielen und immer mehr gezielt entsprechend eingesetzt werden. Eine linke, oppositionelle, fortschrittliche Musik, anders als in den 60er und 70er Jahren, wäre kaum noch vorhanden. Um so mehr wäre es notwendig, solche Tendenzen zu fördern und zu unterstützen. - Michael Schulze von Glaßer gab mit vielen Videobeispielen in den gigantischen Markt für Computerspiele, hier besonders für die Kriegsspiele. Dabei wäre eine ganz erschreckende Tendenz sichtbar: im Zuge einer Verschmelzung von realer und virtueller "Welten" käme es zu einer immer engeren Zusammenarbeit zwischen Spieleentwicklern, Waffenhersteller und und Spielfilmproduzenten. Was so weit ginge, dass Games-Firmen ein Gefechtszentrum als kostengünstige virtuelle Übungsmaschine für die Bundeswehr entwickeln und im Gegenzug reale Waffensysteme optisch und akustisch in ihre Games einbauen. Eine Veröffentlichung der Beiträge der AKK-Berlin 2014 ist in Vorbereitung. Weitere Informationen sind auf der Website http://www.antikriegskonferenz einzusehen.
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yasni 11.10.14  +  

DGB fordert Aktionsprogramm: Kinderarmut nimmt wieder zu

Steigende Kinderarmut in Deutschland: Der Anteil der unter 15-Jährigen, die auf Hartz IV angewiesen seien, hat sich erhöht. Zuvor war der Trend rückläufig. Der DGB fordert schnelles Handeln. Drucken Verschicken Empfehlen Die Kinderarmut nimmt zu: Betroffen sind laut einem Medienbericht 1,64 Millionen Jungen und Mädchen. Quelle: dpa BerlinDie Kinderarmut in Deutschland nimmt einem Pressebericht zufolge wieder zu. Der Anteil der unter 15-Jährigen, die auf Hartz IV angewiesen seien, habe sich bis Mai 2014 auf 15,7 Prozent erhöht, berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (Samstagsausgabe) unter Berufung auf eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA). Betroffen seien damit 1,64 Millionen Jungen und Mädchen. 2012 lag die Hilfequote demnach noch bei 15 Prozent. Zuvor sei der Trend rückläufig gewesen. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordere deshalb ein Aktionsprogramm für Eltern, die mit ihren Kindern schon länger von Hartz IV leben müssen. "Es passt nicht zusammen, über Fachkräftemangel zu diskutieren und zugleich zuzulassen, dass etwa 1,9 Millionen Kinder unter 18 Jahren im Hinterhof unserer Wohlstandsgesellschaft in Hartz-IV-Armut leben müssen", sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der Zeitung. Das Aktionsprogramm soll sich den Angaben zufolge zunächst auf die 450.000 Eltern konzentrieren, die arbeitslos gemeldet sind, Kinder im Haushalt haben, Hartz IV nicht mit einem Zusatzjob aufstocken und an keiner Maßnahme eines Jobcenters teilnehmen. Solche Eltern müssten "eine neue berufliche Perspektive erhalten, auch um ihre Vorbildrolle gegenüber ihren Kindern zu stärken", verlangte Buntenbach. Dem DGB schwebe dabei vor, mehr geförderte Arbeitsplätze zu schaffen, "sofern eine Beschäftigung anders nicht möglich ist". Das Programm müssten Jobcenter, Kommunen, der Bund, Wohlfahrtsverbände und Vereine gemeinsam tragen. http://www.handelsblatt.com/politik/ deutschland/dgb-fordert-aktionsprogramm-kinde rarmut-nimmt-in-deutschland-wieder-zu/1082508 2.html
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yasni 11.10.14  +  

Das Freihandelsabkommen TTIP ist eine schwere Irreführung der VerbraucherInnen

heute wollten wir Sie eigentlich bitten, die Europäische BürgerInneninitiative (EBI) gegen die geplanten „Frei“handelsabkommen TTIP und CETA zu unterstützen. Sie war gründlich vorbereitet und mit Rechtsanwälten abgestimmt. Aber die Europäische Kommission hat die Annahme der von über 230 Organisationen aus 21 Ländern unterstützten Initiative abgelehnt. Das werden wir nicht hinnehmen! Schon die Geheimverhandlungen zu diesen Abkommen sind ein Musterbeispiel an Intransparenz und Politik hinter den Rücken der BürgerInnen. Diese Ablehnung setzt dem Vorgang die Krone auf: Selbst eine EBI, die die EU-Kommission lediglich dazu bewegen kann, sich mit einem Thema zu befassen, wird uns verweigert; selbst das minimalste Mitspracherecht wird uns entzogen! Nicht mit uns! Mit Ihrer Hilfe erkämpfen wir uns demokratische Mitbestimmung und können CETA und TTIP noch stoppen! Wir werden gegen diese Ablehnung angehen. Wir müssen verhindern, dass diese Abkommen gegen den Willen der BürgerInnen mit allen Tricks durchgeboxt werden. Sie haben drastische Auswirkungen auf Demokratie, Sozialstandards, ArbeitnehmerInnenrechte, Verbraucherschutz, Gentechnik-Kennzeichnungspflicht und vieles mehr. Attac ist Teil des EBI-Trägerkreises. In diesem haben wir beschlossen, gegen die Ablehnung juristisch vorzugehen. Und wir lassen uns die Möglichkeit, die Ablehnung der BürgerInnen mit einer EBI sichtbar zu machen, nicht nehmen. Europaweit werden wir gemeinsam mit allen beteiligten Organisationen eine eigene Unterschriftensammlung initiieren – ob die Europäische Kommission will oder nicht. Nur mit größtmöglichem öffentlichen Druck können wir erfolgreich sein! Neben der alltäglichen Informationsarbeit mit Materialien und Veranstaltungen quer durchs Land, den Vorbereitungen zu unserer selbst ermächtigten BürgerInneninitiative, der Zusammenarbeit mit Kulturschaffenden und der Aktion „10.000 TTIP-freie Kommunen“ steht dafür auch schon der nächste große Termin an: Am 11. Oktober 2014 gehen unter dem Motto „Stop TTIP, CETA, TiSA“ AktivistInnen europaweit zum dezentralen Aktionstag auf die Straße. Auch Attacies aus über 100 Gruppen werden sich daran beteiligen! Unterstützen Sie uns jetzt unter www.attac.de/stoppt-ttip mit Ihrer Spende für die benötigten Materialien und die Protest-Aktivitäten! Mit herzlichen Grüßen aus Frankfurt Roland SüßAttac-Projektgruppe TTIP
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yasni 29.09.14  +  

.ausgestrahlt-News: Aktionswoche gegen Atom-"Bad Bank"

Schon über 34.000 Menschen haben bei der Aktion „Wir zahlen nicht für Euren Müll“ gegen die „Bad Bank“-Pläne der AKW-Betreiber mitgemacht. Doch das reicht noch lange nicht. Deswegen ruft .ausgestrahlt zu einer bundesweiten dezentralen Aktionswoche ab dem 14. Juni auf. Inzwischen wurde bekannt, dass der ehemalige Eon-Manager und Ex-Wirtschaftsminister Werner Müller die Verhandlungen zwischen Bundesregierung und den Stromkonzernen führen soll. Müller hatte schon 1998 bis 2000 bei den „Atomkonsens“-Gesprächen zwischen rot-grüner Bundesregierung und der Atomwirtschaft dafür gesorgt, dass im Kleingedruckten die Interessen der AKW-Betreiber optimal verankert wurden. Alleine die Nachricht, dass Müller in Sachen „Bad Bank“ eingeschaltet werden soll, führte zu Kurssprüngen von Eon und RWE an der Börse. Die „Bad Bank“-Pläne der Stromkonzerne sind zwar vorerst von den Titelseiten verschwunden. Verhandelt wird nun im Geheimen. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt dranbleiben und den öffentlichen Druck auf die Bundesregierung verstärken. Mach mit!
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 13.08.14  3  

Digitalcourage-News: > Verleihung "Big Brother Awards", Strafanzeige & mehr....

Preiswürdig sind sie alle, die Datenkraken, die wir bald mit dem BigBrotherAwards auszeichnen werden. Ob diese auch selbst vorbeischauen, wissen wir noch nicht. Wann und wie Sie live dabei sein können, lesen Sie in diesem Newsletter. Viel Vergnügen bei der Lektüre und gerne auch beim Weiterleiten wünschen Rena Tangens und padeluun Inhalt: 1. BigBrotherAwards 2014 – Verleihung am 11. April in Bielefeld und im Live-Stream 2. For..Net-Award - diesmal sind wir Preisträger 3. NSA: Endlich Ermittlungen gegen Bundesregierung? Wir erstatten Strafanzeige. 4. Datenschutz in Europa – Deutschland mit Vollgas auf der Bremse 5. In eigener Sache: Bei Digitalcourage wird eine Stelle frei 6. Termine 1. BigBrotherAwards 2014 - Verleihung am 11. April in Bielefeld und im Live-Stream In nicht einmal drei Wochen ist es so weit: Wir verleihen die BigBrotherAwards, unsere „Oscars für Datenkraken“. Wer die Preisträger in diesem Jahr sind? Die Jury hat eine Shortlist, hält aber alle Umschläge versiegelt – wie bei der richtigen Oscarverleihung. Am 11. April 2014 werden die Umschläge geöffnet und die Preisträger enthüllt. Sicher nicht zur großen Freude der ausgezeichneten Datensünder. Wenn Sie live dabei sein wollen, können Sie in unserem Online-Shop jetzt Karten bestellen: https://shop.digitalcourage.de/bigbrotherawar ds-2014-eintrittskarte.html Wer nicht vor Ort sein kann, kann trotzdem live dabei sein. Wir streamen die BigBrotherAwards auf https://streaming.digitalcourage.de Zusätzlich können Sie auch an unserem gemeinsamen Essen im Anschluss teilnehmen. Wir freuen uns, den Abend gemütlich mit Ihnen ausklingen zu lassen: https://shop.digitalcourage.de/thema/bba/dank eessen.html Einen Eindruck der Verleihungsgala erhalten Sie mit den Videos aus dem letzten Jahr – zu sehen in unserem Youtube-Kanal: https://www.youtube.com/playlist?list=PLJHQUx e-af_e2bLQEuh_Q7qUL58cpjZjw 2. For..Net-Award - diesmal sind wir Preisträger Wir verleihen nicht nur Preise. Manchmal bekommen wir sie auch selbst. Der For..Net Award wird von der Uni Passau für Innovation im Datenschutz verliehen - wir bekommen einen Sonderpreis für unser Engagement. Und den holen wir uns - anders als viele Preisträger der BigBrotherAwards - natürlich persönlich ab. "Die Jury hat vor dem Hintergrund aktueller Geheimdienstskandale entschieden, das herausragende ehrenamtliche Engagement von Digitalcourage e.V., zu honorieren.", heißt es in der Begründung. Die Preisverleihung findet am 3. April 2014 in Passau im Rahmen des 9. Internationalen Symposium der Forschungsstelle für IT-Recht und Netzpolitik statt. Wir nutzen die Gelegenheit, um dafür einzutreten, dass endlich mehr getan werden muss, damit Verschlüsselungstechnoligie ergonomisch und damit massentauglich wird. Vor den Innovationsauszeichnern wird es auch sicher lohnen, auf Datenschutzfreundliche Voreinstellungen zu drängen. ============================================= ===================== Auch Sie können Teil dieser Arbeit werden: Mit einer Mitgliedschaft bei Digitalcourage – die kostet 10 Euro monatlich und bringt das gute Gefühl, sich den Datenkraken und Überwachern entgegenzustellen: https://digitalcourage.de/mitglied Oder Sie spenden: https://digitalcourage.de/spende – auch einmalig hilft es uns bei unserer Arbeit ============================================= ===================== 3. NSA: Endlich Ermittlungen gegen Bundesregierung? Wir erstatten Strafanzeige. Edward Snowden enthüllte Unglaubliches und die Bundesregierung tut genau gar nichts. Sie kommt ihrem Schutzauftrag, nämlich uns vor Überwachung zu schützen, nicht nach und handelt somit gesetzeswidrig. Doch der Generalbundesanwalt hat noch immer keine Ermittlungen aufgenommen. Deshalb haben wir im Februar 2014 zusammen mit der Internationalen Liga für Menschenrechte und dem Chaos Computer Club Strafanzeige gegen die Bundesregierung und Geheimdienstmitarbeiter erstattet. Nun muss der Generalbundesanwalt Farbe bekennen. Aufgrund der großen Nachfrage haben wir eine einfache Möglichkeit eingerichtet, die Klage als Einzelperson zu unterstützen. https://petition.digitalcourage.de/strafanzei ge/ Derzeit werden die Unterstützungsschreiben zusammengestellt, damit sie dem Generalbundesanwalt gesammelt augehändigt werden können. Bei dieser Gelegenheit erinnern wir ihn gleich daran, dass er am Zug ist und hoffentlich bald Ermittlungen aufnimmt. Eine Beteiligung an der Klage ist natürlich auch weiterhin möglich. In einer eigens dafür aufgelegten Broschüre haben wir die Strafanzeige im Volltext und begleitende Pressemitteilungen und Kurzinformationen, sowie einige Medienkommentare und Reaktionen zusammengestellt. https://shop.digitalcourage.de/store-products .php?products_id=636 Die Spähaffäre ist auch ein großes Thema der StopwatchingUs-Demonstration in Köln, die am 12. April 2014 stattfindet. Mehr Infos auf http://cologne.stopwatchingus.info/demo-12-ap ril.html 4. Datenschutz in Europa – Deutschland mit Vollgas auf der Bremse Es ist ein doppeltes Spiel: Öffentlich behauptet die Bundesregierung immer wieder, wie wichtig Datenschutz sei, in den Verhandlungen im europäischen Ministerrat bremst sie eine starke, wichtige Verordnung zum Schutz unserer Rechte aus. Auch der Branchenverband Bitkom bremst. Die Vermutung liegt nahe, dass einige Mitglieder von der Verzögerungstaktik der Bundesregierung profitieren. Ein kleiner Lichtblick: In der letzten Woche hat das Europäische Parlament in der ersten Lesung den Kompromissvorschlag angenommen und damit seine Verhandlungsposition abgesteckt. Zwar ist hier noch einiges nachzubessern, wie wir fordern, aber der Anfang ist gemacht. Nun liegt es an Innenminister Thomas de Maizière, sich im Ministerrat für einen europäischen Datenschutz stark zu machen, der den Namen auch verdient. Mehr Infos: http://digitalcourage.de/blog/2014/eu-datensc hutzverordnung-ist-ein-schrittchen-weiter 5. In eigener Sache: Bei Digitalcourage wird eine Stelle frei Unser Campaigner und Redakteur Dennis Romberg wechselt Anfang April zum Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) nach Berlin und wird dort im Bereich Verbraucherrechte in der digitalen Welt arbeiten. Wir danken Dennis insbesondere für seine großartige Arbeit an der Digitalcourage-Website, seine Beharrlichkeit in Sachen EU-Datenschutzgrundverodnung und seinen Einsatz, die europäischen Partnerorganisationen in Brüssel zusammenzubringen. Wir wünschen Dennis alles Gute im neuen Job und freuen uns, weiter in Verbindung zu bleiben! In Kürze werden wir eine neue Stelle ausschreiben. Interesse? Näheres demnächst auf digitalcourage.de 6. Termine 3. April 2014: Verleihung des For..Net Awards https://www.uni-passau.de/bereiche/presse/pre ssemeldungen/meldung/detail/fornet-award-fuer -engagement-im-datenschutz/ http://www.for-net.info/symposien/symposium-2 014/programm/ 11. April 2014: BigBrotherAwards https://bigbrotherawards.de 12. April 2014: StopWatchingUs Demo in Köln http://cologne.stopwatchingus.info/demo-12-ap ril.html 25. – 27. April 2014: AktiVCongreZ in Hattingen http://digitalcourage.de/blog/2014/aktivkongr ess-2014-25-27-april-in-hattingen 7. Neu im Shop Aktuell haben wir drei neue Broschüren im Shop. Zum einen die bereits oben erwähnte Dokumentation zu unserer Strafanzeige [1], im Rahmen unseres Projektes "Digitale Selbstveteidigung" eine ausführliche Broschüre des Heise Verlages zu sicherer E-Mail [2] und aus der Reihe "AttacBasisWissen" eine Broschüre zum Freihandelsabkommen (TTIP), an der Rena Tangens von Digitalcourage mitgearbeitet hat [3]. [1] link https://shop.digitalcourage.de/store-products .php?products_id=636 [2] link https://shop.digitalcourage.de/kategorie/buec herbroschueren/broschuere-sichere-e-mail.html [3] link https://shop.digitalcourage.de/buch-die-freih andelsfalle.html Wollen Sie mitkämpfen und Mitglied werden? Dann folgen Sie diesem Link: https://digitalcourage.de/mitmachen/foerdermi tglied-werden Wollen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende unterstützen? 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