Druck im Yasni Exposé von Wieland von Hodenberg

Besucher
(32825 seit 13.06.2008)

Person-Info

191
Kriege weltweit ächten! Atomwaffen abschaffen! Alle AKW stilllegen!
Homepage: hodenberg.de
Spitzname: "Einstein", Land: Deutschland, Sprache: Deutsch
Ich biete: Friedensaktivist und Autor, auch verantwortl. für Pressearbeit - / Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, Bleiberecht für Flüchtlinge, Schutz für Deserteure vor Verfolgung und Einsatz für die universellen Menschenrechte. Außerdem Liebhaber klassischer Musik, Barockmusik, Jazz und Literatur. Sportlich: Tourenradler mit viel Langstreckenerfahrung - und Frischluftfanatiker!
Wieland von Hodenberg @ Solidarische Hilfe e.V., 28277 Bremen

2 Bilder von Wieland

Bilder werden geladen...
1 - 2 von 2
Wieland von Hodenberg - Wieland von Hodenberg
Juni 08  +
Wieland von Hodenberg - Wieland von Hodenberg
Okt 10  1

1196 Informationen zu Wieland von Hodenberg

Sendesaal Bremen: Stimmenzauber für Kurzentschlossene

Wir setzen zum stimmenreichen Endspurt des Jahres 2017 an. In den nächsten Tagen wird es ein wahres Feuerwerk interesanter Sängerinnen und Sänger geben. Am Sonnabend 2.12. z.B. wird die wunderbare norwegische Sängerin Torun Eriksen mit dem 13-köpfigen Denada Ensemble ihr einziges Konzert in Deutschland geben. Und am 7. Dezember wird der Schweizer Stimmakrobat Andreas Schaerer mit einem Konzert im Dunkeln dieses Jahr im Sendesaal beschließen. Was es sonst noch Interessantes gibt in diesen Tagen, finden Sie weiter unten. Dazu auch noch die Anregung für  Weihnachten: verschenken Sie doch einfach mal ein Konzert oder ein "Menü & Konzert" im Sendesaal. Es würde mich freuen, Sie im Sendesaal dazu begrüßen zu können. Ich wünsche Ihnen schon jetzt ein frohes Weihnachstsfest, das Sie friedlich genießen mögen und grüße Sie herzlich Ihr Peter Schulze Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de neuerdings auch an allen Vorverkaufsstellen des Nordwest-Tickets oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB) oder an der Abendkasse. Sie können auch weiter unten in diesem Newsletter direkt den Link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Inhalt 30.11. residenz@sendesaal: Quatuor pour la fin du temps 02.12.Ensemble Denada feat Torun Eriksen 03.12. saltarello - Sophie Stein & Yumeka Nakagawa 05.12. 30 years Jubilee Tour: Bulgarian Voices Angelite 06.12. Uli Beckerhoff Quartett & Gäste 07.12. konzert im dunkeln: Andreas Schaerer Geschenke zu Weihnachten I - Konzert-Gutschein Geschenke zu Weihnachten II - Menü und Konzert - Gutschein 30.11. residenz@sendesaal: Quatuor pour la fin du temps Donnerstag, 30. November 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 30 Euro (ermäßigt 20 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Ein lange gehegter Wunsch unserer Kuratoren der residenz-Reihe, Tanja Tetzlaff und Florian Donderer, wird endlich wahr: die Aufführung von Olivier Messiaens ergreifendem Werk vom Ende der Zeit mit der Klarinettistin Sharon Kam und der jungen Pianistin Kiveli Dörken. Olivier Messiaen: Quatuor pour la fin du temps Sharon Kam - Klarinette Florian Donderer - Violine Tanja Tetzlaff - Violoncello Kiveli Dörken - Klavier "Es war uns schon lange ein Anliegen, das "Quatuor pour la fin du temps" von Messiaen in unserer Konzertreihe aufzuführen, ein Werk, das in Zeiten von zunehmenden Konflikten in der Welt und wieder aufbrechenden Ängsten erschreckend aktuell wirkt: Messiaen komponierte es in deutscher Kriegsgefangenschaft und führte es dort mit anderen Lagerinsassen auf.   Das erschütternde aber auch tröstliche Werk endlich hier im Sendesaal mit Sharon Kam und unserer jungen Kammermusikpartnerin Kiveli Dörken zu spielen, gehört zu den Höhepunkten unseres Jahres. In der ersten Hälfte erklingen Werke von Alban Berg, Claude Debussy und Bernd Alois Zimmermann." Tanja Tetzlaff/Florian Donderer 02.12.Ensemble Denada feat Torun Eriksen Samstag, 02. Dezember 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Online-Tickets und weitere Infos hier EXKLUSIVKONZERT IN DEUTSCHLAND Die norwegische Singer-Songwriterin Torun Eriksen trifft auf das 13-köpfige Ensemble Denada. Ensemble Denada / Erlend Skomsvoll / Torun Eriksen Torun Eriksen - Gesang Frank Brodahl, Marius Haltli, Anders Eriksson - Trompeten Even Kruse Skatrud, Nils Andreas Granseth - Posaunen Frode Nymo - Sopransax Börge-Are Halvorsen - Altsax, Flöten Atle Nymo - Tenorsax Shannon Mowday - Baritonsax Olga Konkova - Piano Jens Thoresen - Gitarre Per Mathisen - Bass Håkon Mjåset Johansen - Schlagzeug  Thor-Ivar Lund - Sound Design Musikalische Leitung: Frode Nymo Arrangements: Erlend Skomsvoll Eine Big Band, eine Sängerin und ein Arrangeur. Ein geradezu klassisches Format im Jazz. Aber in dieser Ausgabe gibt es weder Standard-Repertoire noch die üblichen Bläsersätze. Alle Songs sind Originale, die Arrangements speziell gemacht für diese Gelegenheit, denn das Denada Ensemble tritt normalerweise nicht mit Sängern auf. Der Grund dafür ist die Gelegenheit der Konstellation mit singer-songwriter Torun Eriksen und Ensemble Denada auf derselben Bühne, angereichert um die Arrangeurskünste von Erlend Skomsvoll. Jeder für sich repräsentiert eine einzigartige musikalische Welt, und doch begegnen sie sich in ihren musikalischen Herangehensweisen. Allem voran die Fähigkeit, Grenzen zu überschreiten und die Leichtigkeit, mit der sie jegliche Konventionen aus dem Weg räumen. Erlend Skomvolls Arbeit als Arrangeur für Chick Corea hat ihm einige Anerkennung gebracht bei Live Auftritten in Europa und den USA. Hier nun verwandelt er Torun Eriksens selbstproduziertes und hochgeschätztes Album „Grand White Silk“ in ein großes Live-Kollektiv, in dem die Gesangskünste der Komponistin auf das 13-köpfige Ensemble Denada treffen. Wenige Songwriter können ihre Lieder mit derart dezentem Selbstbewusstsein performen wie Torun Eriksen. Und das mit einer der besten europäischen Großformationen, die gerühmt wird für ihren Ensembleklang und eine Handvoll hervorragender Solisten. Textlich geht es um alles zwischen dem Alltäglichen und dem Universellen - um die „kleinen Dinge, die wir nicht wahrnehmen, denen gegenüber wir blind sind, weil sie uns so vertraut sind, die aber wichtig für uns sind". Liebe, Scham, sich selbst annehmen, physische, emotionale und elektronische Verbindungen schaffen, widersprüchliche Gefühle, die in der heutigen Welt vertraut sind. Die Fähigkeit, einfach zu atmen und einen flüchtigen Moment anzunehmen als das, was er ist, ohne Fragen. Das ist auch die Motivation, die drei unterschiedlichen Akteure zusammenzubringen. Hier ist ein Video von der Premiere des Programms beim  diesjährigen Kongsberg Festivals. 03.12. saltarello - Sophie Stein & Yumeka Nakagawa Sonntag, 03. Dezember 2017 | 18:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 5 Euro) Online-Tickets und weitere Infos hier Die saltarello Konzertreihe setzt sich fort mit den jungen Ausnahmetalenten Sophie Stein, Oboe und der Pianistin Yumeka Nakagawa. Ihr Programm beinhaltet Werke von J.W. Kalliwoda, C. Saint-Saens und B. Britten. Sophie Stein, Oboe Yumeka Nakagawa, Klavier Programm: J.W. Kalliwoda: Morceau de Salon op.228 Camille Saint-Saens: Sonate op.166 Benjamin Britten: aus den ,,Six Metarmophoses after Ovid" Sophie Antonia Stein, wurde im Jahr 2000 in Mönchengladbach geboren. An der Musikschule Mönchengladbach nahm sie an der zweijährigen musikalischen Früherziehung teil. Seit ihrem 9.Lebensjahr erhält Sophie Oboenunterricht bei Detlef Groß (Mitglied der Niederrheinischen Sinfoniker) an der Musikschule Viersen. 2012 errang sie einen 2. Preis beim Landeswettbewerb „Jugend Musiziert“ , 2014 einen 3. Preis im Bundeswettbewerb mit ihren Ensemble „Trio d'anches“. Im Jahr 2014 wurde sie Mitglied des Landesjugendorchesters NRW. Im Bundeswettbewerb „Jugend Musiziert 2015“ erhielt sie in der Kategorie Oboe solo einen 1.Preis. Im Wettbewerb, Bühne frei“ 2015 gewann Sophie Stein einen Auftritt als Solist in zwei Konzerten mit den Niederrheinischen Sinfonikern. Sie ist seit 2015 festes Mitglied im Bundesjugendorchester. Seit dem SS 2016 ist Sophie Jungstudentin an der RSH und wird von Prof. Kai Frömbgen unterrichtet. Im Februar 2017 erhielt sie die Möglichkeit, als Solistin mit der Kammerphilharmonie Bremen in der Glocke aufzutreten Yumeka Nakagawa, 2001 in Düsseldorf geboren, spielt seit ihrem 4.Lebensjahr Klavier. Seit 2012 ist sie Jungstudentin der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, seit 2014 Schülerin von Prof. Barbara Szczepanska. Yumeka ist Preisträgerin zahlreicher Klavierwettbewerbe, u.a. Internationaler Steinway Wettbewerb in Hamburg, Westfälischer van Bremen Klavierwettbewerb in Dortmund, Rotary Klavier Wettbewerb Jugend in Essen, Internationaler Rachmaninov Klavierwettbewerb in Frankfurt am Main. Yumeka hat eine Vielzahl von öffentlichen Konzerten gespielt, in und außerhalb der Musikhochschule. Als Solistin spielte sie Klavierkonzerte von Haydn, Mozart und Beethoven, u.a. mit der Sinfonietta Köln unter der Leitung von Cornelius Frowein. Im April 2014 erspielte Yumeka beim Bundeswettbewerb "Jugend musiziert" in Braunschweig einen ersten Preis. Dabei wurde sie mit dem Sonderpreis der Carl Bechstein Stiftung ausgezeichnet. Im November 2014 gewann sie beim 4. Internationalen Franz Liszt Wettbewerb in Weimar den Zweiten Preis. Im Juni 2015 erhielt sie ein Förderstipendium von der Deutschen Stiftung Musikleben. Mit freundlicher Unterstützung der Heinz-Peter und Annelotte Koch Stiftung. 05.12. 30 years Jubilee Tour: Bulgarian Voices Angelite Dienstag, 05. Dezember 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 30 Euro (ermäßigt 20 Euro) Online-Tickets und weitere Infos hier Zum 30-jährigen Jubiläum der Zusammenarbeit zwischen den legendären Bulgarischen Stimmen und der Bremer Firma JARO gibt es dieses Konzert am Vorabend des eigentlichen Jahrestages. Bulgarian Voices Angelite Leitung: Georgy Petkov Am 6. Dezember 1987 fand in der Kirche Unser Lieben Frauen in Bremen ein denkwürdiges Konzert statt, das von Radio Bremen aufgenommen wurde und von der Firma JARO als "A Cathedral Concert" veröffentlicht wurde. Nicht nur wurde dies weltweit eine höchst erfolgreiche Platte. Sie markierte zugleich den Beginn einer nunmehr 30-jährigen Zusammenarbeit zwischen dem Chor und JARO. Das wird mit dieser 30 years Jubilee Tour gebührend gefeiert. Hier ist die bewegende Chronologie einer bewegten Geschichte dieses Chores und seiner Zusammenarbeit mit JARO: 1987: Start der Zusammenarbeit zwischen JARO und Angelite, besiegelt am 6.12.1987 in Bremen. 1988: Erste Tournee und weltweite Promotion durch JARO. Beginn des Siegeszugs des Chores, der damals noch unter dem französischem Namen Mystère des Voix Bulgares auftrat. Erste CD-Veröffentlichung bei JARO: A Cathedral Concert (JARO 4138-2). 1989 – 1991: Zusammenarbeit mit dem Münchener Musikwissenschaftler Dr. Vladimir Ivanoff und dem international besetzten Alte Musik-Ensemble Sarband für die CD Mysteries. 1992: Zusammenarbeit mit der italienischen Rockgruppe Elio E Le Storie Tese. Gemeinsame Aufnahme der Single „Pipppero“. Nr. 1-Singlehit in Italien, Top 40 Niederlande. Neuer Dirigent: Ivan Topalov (verstarb 1993). Musik für einen Fernsehwerbespot des spanischen Energiekonzerns Endessa. Trennung des Chores in einen Radio- und einen Fernsehchor. Übernahme der einen Häfte durch das bulgarische Fernsehen, Privatisierung der anderen Hälfte (als Kollektiv). Dieses Kollektiv bindet sich vertraglich an JARO, um weiter zusammen zu arbeiten. Ausgedehnte Tourneen in ganz Europa. 1993: Interimsdirigentin: Vanja Moneva (1993-1994) Grammy Nominierungen für die beiden CD’s:
The Pop Album: From Bulgaria with Love (JARO 4165-2),
Live-Doppel-CD: Melody, Rhythm and Harmony (JARO 1993-2). 1994: Neuer Dirigent: Nikolai Merdjanow. Aufnahmen dreier Solistinnen (Nadka Karadjova, Anastassia Kostova, Kera Damianova) des Chores für das Feuer-Requiem „Flamma Flamma“ von Nicolas Lens für Sony Belgien. Erstmals Konzerte in Alaska und Mexiko. 1995: Endgültige Umbenennung des Chores in The Bulgarian Voices– Angelite. Musik des Chores für eine Frauen-Kampagne von Amnesty International, Italien.
Erste Tournee in Japan. Zusammenarbeit mit den KODO-Trommlern von den SADO-Inseln.
Aufnahmen mit den tuvenischen Obertonsängern HUUN-HUUR-TU aus dem zentralasiatischen Republik Tuwa unter der Leitung des russischen Pianisten Mikhail Alperin und mit Beteiligung des russischen Sängers Sergej Starostin. 1996: Neuer Dirigent: Valentin Velkov. Erstes Konzert in Istanbul, Türkei mit Huun-Huur-Tu. Aufnahmen mit der amerikanischen Art-Rock Gruppe UK.
Konzert bei der Gala zur Verleihung des Friedensnobelpreises im Nationaltheater in Oslo. Zu diesem Anlass; Zusammenarbeit mit Jan Garbarek. 1997: Tourneen in Europa. Fortführung des gemeinsames Projektes mit Huun-Huur-Tu, Sergej Starostin und Mikhail Alperins Moscow Art Trio. Europäische Festivals.
7. September 1997: Konzert auf dem Roten Platz in Moskau anlässlich der 850 Jahr-Feier von Moskau in einem Programm mit Pavarotti.
Dezember 1997: Aufnahmen zur neuen CD mit Huun-Huur-Tu und dem Moscow Art Trio in den USA.
Nordamerika Tournee mit 15 Konzerten. Zu den begeisterten Konzertbesuchern gehörten Musiker wie Ry Cooder und Stevie Wonder, der sein Interesse an einer späteren Zusammenarbeit bekundete.
 Angelite erhält den „Contemporary A Cappella Recording Award 1997“ – Best Classical Song: „Wave“ vom Album Fly, Fly My Sadness (JARO 4197-2) verliehen von der Contemporary A Capella Society of America. 1998: Veröffentlichung der CD Mountain Tale  von Angelite und dem Moscow Art Trio mit Huun-Huur-Tu. Zur Veröffentlichung der CD Konzerte in Belgien, Italien, Österreich und Deutschland. Premiere eines 45 minütigen Fernsehfilms über drei Sängerinnen des Chores im holländischen und belgischen TV. Welturaufführung von Mercy for the Living. 1999: TV-Produktion für das spanische Fernsehen TVE mit dem spanischen Star-Flamenco-Sänger Enrique Morente. Konzertreisen in Europa, Erscheinen der CD Mercy for the Living. 2000: Konzerte und Festivals in ganz Europa. Veröffentlichung der CD Mountain Tale in den USA. Unter dem Titel Story of Life erscheint zur Nordamerikatournee bei Globe Music eine „Best of“-CD. 2002: Im April erscheint das Konzeptalbum Balkan Passions, auf dem Angelite zusammen mit Maria Farantouri, Sezen Aksu, Okay Temiz und Fanfare Ciocarlia traditionelle Lieder der Balkanregion präsentieren, ein kulturpolitisches Statement über die Gemeinsamkeiten der Balkankultur. Ziel des Albums ist es, das Traditionelle zu bewahren und die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sich Musik des Balkans mit Einflüssen von gestern und heute verbinden kann. 2003: Das Weihnachtsalbum Angel’s Christmas wird veröffentlicht. Auf dieser CD interpretiert der Chor verschiedene traditionelle bulgarische und europäische Weihnachtslieder in seinem unvergleichlichen Stil. Begleitend dazu finden Fernsehauftritte in Deutschland (Bayerischer Rundfunk) und Italien statt. 2004: Hollywood Soundtrack Aufnahmen in Los Angeles  u.a. auf einen Disney Soundtrack mit Phil Collins Musik, unternahmen ein Chorprojekt mit dem Kammerchor des RIAS Berlin und führten ein neues Weihnachtsprogramm mit orthodoxen und westlichen Weihnachtsliedern erstmals in Europa auf. Brühte Konzertorte stehen auf dem Programm – Prinzregententheater München, Konzerthaus Wien, und Royal Festival Hall London. Neues Projekt unter den Namen „Sound of the Balkans“ mit griechischen, serbischen und türkischen Musikern. Premiere im  Heradot Amphy Theater in Athen, Griechenland, mit mehr als  4000 Besuchern, Konzerte  im Cork Cultural Capital of Europe. 2005- 2006: Europäische Konzerte und Festivals in Deutschland, Österreich, Schweiz, Spanien, Ungarn, Italien, Portugal, und Russland. 2007: Europäische Konzerte.  Erste  DVD: „Passion & Tales“ JARO 4288-2. 2008- 2009: Internationale Konzerte u.a. mit Bobby McFerrin 2010: Konzerte in Europa. Veröffentlichung der Doppel CD – „Legend“ mit dem  Moscow Art Trio & Huun-Huur-Tu. 2011: Traten sie u.a. bei der Eröffnung der Wiener Festwochen auf, spielten ein großes Weltmusikprojekt mit TV Aufzeichnung in Danzig und musizierten zusammen mit der legendären ungarischen Sängerin Márta Sebestyén in Budapest. 2013: TV Konzert mit Bobby McFerrin in Gdansk, Weihnachts Tournee 2013 , Aufzeichnung BBC3 06.12. Uli Beckerhoff Quartett & Gäste Mittwoch, 06. Dezember 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Online-Tickets und weitere Infos hier Wir gratulieren Uli Beckerhoff zum heutigen 70. Geburtstag mit einem Konzert, das er selber mit Freunden bei uns gibt. Außer seinem jungen Quartett gratulieren als Gäste  Norma Winstone, Gesang, Matthias Nadolny, Tenorsax, Peter Weiss, Schlagzeug, Henning Berg, Posaune und Glauco Venier, Piano. Uli Beckerhoff Quartett Uli Beckerhoff - Trompete, Flügelhorn Richard Brenner - Piano Moritz Götzen - Bass Niklas Walter - Schlagzeug  ...und als Gäste: Norma Winstone - Gesang Matthias Nadolny - Tenorsax Peter Weiss - Schlagzeug  Henning Berg - Posaune und  Glauco Venier - Piano Manchmal wird Wikipedia tatsächlich dem eigenen Anspruch gerecht, die Enzyklopädie des 3. Milleniums zu sein. „Uli Beckerhoff gilt als virtuoser Trompeter mit einem außergewöhnlichen Tonumfang und interessantem Sound“, steht dort geschrieben – lexikalisch korrekt, nur halt ein bisschen blutleer. Ganz anders als die Musik, welche Beckerhoff auf die Bühne bringt und für die er sich mit einem Trio blutjunger Virtuosen umgibt. Dem Münsteraner, der schon 1966 und 1967 die ersten Preise als Jazztrompeter entgegennahm, ist damit Rares gelungen: Er spielt modernen, risikofreudigen, überraschenden Jazz, ohne dabei jemals zum Ideologen zu werden. Dafür allerdings spricht natürlich auch seine Karriere, denn wer mit so illustren wie unterschiedlichen Kollegen wie John Abercrombie, Albert Mangelsdorff, , Marilyn Mazur, Volker Kriegel, Arild Andersen,John Taylor oder Norma Winstone musizierte, hat sich in keinem formatierten Umfeld eingemauert, der ist vielmehr auf ständiger und neugieriger Suche. Der Journalist Stefan Pieper beschrieb den Reiz eines Konzertes des Uli Beckerhoff Quartetts mit schönen Worten: „Gereifter Jazz, der sich auf Erfahrungen bauend eine hellwache Gegenwart zaubert. Uli Beckerhoff musiziert auf der Trompete und dem Flügelhorn sehr wandlungsfähig und auch dezidiert lyrisch inmitten der jungen Truppe, die sich von soviel charismatischer Ausstrahlung gerne anstecken lässt. Schön, wie selbstverständlich dies Generationen-übergreifend stattfindet.“ Bevor Uli Beckerhoff am heutigen Nikolaustage seinen 70. Geburtstag feiert, wird er mit seinem Quartett auf Tour gewesen sein. Das werden gute Tage für junge, musikbegeisterte Menschen, die hier ihre Furcht davor verlieren können, sich irgendwann von einem wie die Kuh im Morast steckengebliebenen Jazz abwenden zu müssen, der redundant und ohne Witz alte Strickmuster rezitiert. Es geht nämlich auch anders. So wie bei Uli Beckerhoff und seinen famosen drei Mitmusikern - zu denen heute noch diverse Freunde zum Gratulieren kommen. 07.12. konzert im dunkeln: Andreas Schaerer Donnerstag, 07. Dezember 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Online-Tickets und weitere Infos hier Der äußerst kreative Schweizer Stimmakrobat Andreas Schaerer, manchen vielleicht bekannt von seiner Gruppe "Hildegard lernt Fliegen", steckt in vielen Projekten, vom intimen Duo bis zu symphonischen Besetzungen. Aber der heutige Abend ist eine Premiere in doppelter Hinsicht: es ist nicht nur Andreas Schaerers erstes Solokonzert sondern auch sein erstes Konzert in völliger Dunkelheit. Andreas Schaerer - Stimme In diesem Konzert im Dunkeln ist eine der eindrucksvollsten, zugleich experimentellsten und seelenvollsten Stimmen zu erleben, die es in der Welt momentan gibt. Der äußerst kreative Schweizer Stimmakrobat Andreas Schaerer,  manchen vielleicht bekannt von seiner Gruppe "Hildegard lernt Fliegen", steckt in vielen Projekten, vom intimen Duo bis zu symphonischen Besetzungen, und beherrscht mit großer Leichtigkeit alles von Geräuschen über BeatBoxen bis zu hinreißenden Melodien. Aber der heutige Abend ist eine Premiere in doppelter Hinsicht: es ist nicht nur Andreas Schaerers erstes Solokonzert sondern auch sein erstes Konzert in völliger Dunkelheit. Andreas Schaerer wird 1976 in Visp geboren. Seine Kinder- und Jugendjahre verbringt er in Walliser Tälern, auf Alpen beim Schafe hüten, an der Berner Aare in den Hügeln des Emmentals und schliesslich im altehrwürdigen Lehrerseminar Hofwil. Bereits in frühen Kindesjahren experimentiert er oft stundenlang mit seiner Stimme. Auf dem heimischen Kassettenrekorder entstehen erste Hörspiele und Kompositionen wie z.B "Duo für Nähmaschine und Mundharmonika". Erste Bühnenerfahrungen sammelte er in Teenagerjahren als Gitarrist, in der seinerzeit legendären Punkband "Hektor lebt". Nach zwei ausgedehnten Reisen in Süd- und Zentralamerika, beginnt er 2000 das Studium an der Hochschule der Künste in Bern, welches er 2006 abschliesst. Er studiert Gesang bei Sandy Patton und Denise Bregnard, sowie Komposition bei Klaus König, Christian Henking und Frank Sikora. 2007 gründet er gemeinsam mit Marc Stucki und Benedikt Reising die Berner Jazzwerkstatt. Dieses Kollektiv versteht sich als Kommunikationspunkt, der Musiker und Komponisten verschiedener stilistischer als auch geografischer Herkunft zusammenführt und einen künstlerischen Austausch fördert. Als Sänger spielt er regelmässig mit seinen eigenen Projekten. Allen voran mit seinem Sextett "Hildegard Lernt Fliegen", im Duo mit Bänz Oester oder Lucas Niggli. Im Trio mit den beiden Wiener Musikern Martin Eberle und Peter Rom, in Zusammenarbeit mit dem klassischen „ARTE“ Saxophonquartett, sowie mit "Das Beet". Daneben ist er ein gefragter Studiomusiker und Komponist und arbeitet in diversen Stilrichtungen von freier Musik über Hip-Hop bis hin zur Vertonung von Computergames. 2008 gewinnt er mit seinem Sextett "Hildegard Lernt Fliegen" den 1.Preis des renommierten ZKB Jazzpreises. 2009 und 2010 arbeitet er zweimal auf Einladung von Bobby McFerrin, im Rahmen der improvisierten Oper „Bobble“ mit diesem zusammen, diese Kooperation prägt ihn nachhaltig und es ergibt sich dass er im Rahmen des Cully Jazzfestivals 2012 wieder gemeinsam mit Bobby McFerrin auf der Bühne steht. 2011, 2012 und 2014 ist er mit seinem Sextett "Hildegard lernt fliegen" im Programm der prioritären Jazzförderung der Pro Helvetia und erreicht 2014 das Finale des BMW Welt JazzAwards. Seine Konzerte und Tourneen führen in nach ganz Europa, China, Russland und Südafrika. Er arbeitet und performt unteranderem mit Bobby McFerrin, Soweto Kinch, Bänz Oester, Lucas Niggli, Anton Goudsmit, Barry Guy, Mars Williams, Kalle Kalima, Christy Doran’s New Bag, The Ploctones, Kaspar Ewald's Exorbitantes Kabinett, Colin Vallon, Elina Duni, u.v.a. Andreas Schaerer unterrichtet seit 2010 im Rahmen einer Dozentur an der Hochschule der Künste in Bern Jazzgesang, Improvisation und Ensemblespiel. Geschenke zu Weihnachten I - Konzert-Gutschein Gutschein gefällig? KONZERT-GUTSCHEIN Die Gelegenheit in stilvoller Atmosphäre ein Konzert im Sendesaal zu verschenken: Gutscheine mit freier Konzertwahl können Sie online über unsere Website www.sendesaal-bremen.de erwerben. Den Konzert-Gutschein finden Sie dort unter >Konzerte. Den von Ihnen gewünschten Betrag wählen Sie in 5,- Euro Schritten. Von Ihrem angegebenen Konto wird dann der Betrag (zzgl. 3,- Euro Versand) abgebucht und der Gutschein an Ihre angegebene Postadresse versendet. Auch an den Konzertabenden können Sie Gutscheine an der Abendkasse im Sendesaal erwerben, die Sie dort bar bezahlen können. Die Abendkasse ist jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn geöffnet. Hier geht es zu den Konzert-Gutscheinen Geschenke zu Weihnachten II - Menü und Konzert - Gutschein Gutschein MENÜ UND KONZERT Möchten Sie einen Gutschein für ein Menü im Restaurant Geerdes und ein Konzert im Sendesaal Bremen verschenken? Diesen können Sie an den Konzertabenden an der Abendkasse des Sendesaales jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn erwerben. Der Gutschein umfasst eine Eintrittskarte für eine Veranstaltung im Sendesaal inkl. Ticketservice, das "Geerdes 3-Gänge-Menü von der Tafel" und ein Glas Wein Ihrer Wahl im Restaurant Geerdes am Sendesaal am gleichen Abend und hat den Wert von 55 Euro pro Person und Abend. Es gibt den Gutschein auch hier online über unsere Website: www.sendesaal-bremen.de
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
3x
yasni 05.12.17  +  

(Bundesausschuss Friedensratschlag) - Die Friedensbewegung war wieder auf der Straße

Die Friedensbewegung war wieder auf der Straße Nein zu Atomwaffen und Krieg und ja zur Abrüstung Mit Aktionen in mehr als 30 Städten, darunter einer Menschenkette von der US zur nordkoreanischen Botschaft in Berlin, mit Demonstrationen u.a. in Frankfurt, Nürnberg, Tübingen und weiteren vielfältigen Aktivitäten wandten sich Organisationen und Initiativen aus der Friedensbewegung am 18.11.2017 an die Öffentlichkeit und verlangten von den politisch Verantwortlichen. Bunt, vielfältig und auch laut unterstrichen die Beteiligten die zentralen Forderungen aus der Friedensbewegung; die auf einer Aktionskonferenz im Okober gemeinsam vereinbart wurden: Kriege beenden Abrüstung für globale Gerechtigkeit Entspannungspolitik jetzt Atomwaffen abschaffen „Im Mittelpunkt der doch überraschend vielen Aktionen stand die Ablehnung aller Atom­waffen“ so Willi van Ooyen.“ "Dies ist angesichts der immens teuren und destabilisierenden Modernisierung auch der US Atomwaffen in Deutschland mehr als notwendig. Unsere Forderungen an die neue Regierungskoalition bleiben: auch Deutschland muss dem Atomwaffenverbotsvertrag beitreten und die US Atomwaffen müssen umgehend aus Büchel abgezogen werden“ Bei vielen Aktionen wurden Unterschriften unter den gesellschaftlichen Aufruf „abrüsten statt aufrüsten“ gesammelt. „Die nach kurzer Zeit erreichten mehr als 10.000 online und offline Unterschriften sind ein hoffnungsvolles Zeichen des Protestes gegen die ungehemmte Aufrüstungspolitik der NATO und der EU. Die bisher bekannt gewordenen Pläne deuten auf ein ungehemmte Fortsetzung dieses Kurses der Militarisierung auch in unserem Lande. "30 Milliarden mehr für die Rüstung sind tausende weniger Kindergartenplätze und modernisierte Schulen. Nur eine breite gesellschaftliche Bewegung kann den Druck für eine Veränderung hin zu realer Abrüstung erzeugen. Erste Ansätze einer sich entwickelten Protestbewegung sahen wir dazu am Wochenende“ so Reiner Braun. Der bundesweite Aktionstag der Friedensbewegung war ein hoffnungsvoller Beginn für weitere Aktionen gegen Atomwaffen und Krieg und für die Alternativen; Abrüstung und zivile Lösung von Konflikten. Die Organisatoren der Aktionen zeigten sich durch jüngste Ereignisse ermutigt. So die ins Bewusstsein zurückgekehrte Atomkriegsgefahr und die deutlicher werdenden Alternativen dagegen weltweit und bei uns. Aber auch die beeindruckende Unterstützung der Initiative gegen eine weitere Erhöhung der Rüstungsausgaben quer durch Parteien, Kirchen, Verbände und anderen Formationen der Zivilgesellschaft. Wir stellen uns den wachsenden Erfordernissen einer friedlichen, sozial gerechten und globalisierten Welt. Weitere Informationen: Reiner Braun +49 172-231 74 75 Willi van Ooyen +49 170 185 15 17 https://www.friedenskooperative.de/aktion stag18.November
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
3x
yasni 19.11.17  +  

Klöckner - Eine Hütte und ihre Geschichte

  Zwei Männer aus der Berliner Studentenbewegung wollten vom Stahlwerk aus die Revolution anzetteln. Stattdessen schlossen sie sich mit Vorstand und Politik zusammen – und retten die Hütte. 0 0 Proteste für den Erhalt des Bremer Stahlwerks im Jahr 1994. (Michael Koch/NDR) Als Peter Sörgel und Eike Hemmer Anfang der 1970er-Jahre nach Bremen kamen, waren sie voller Ideen. Sie wollten die Revolution von unten, die Arbeiterklasse mobilisieren. Und wo, so dachten sie, könnte  das besser gehen als in der Hansestadt? „Wir waren fasziniert von der Bremer Hütte“, erinnert sich Hemmer. Die massiven Auseinandersetzungen in den Stahlwerken hatten sich bis in die Berliner Studentenbewegung herumgesprochen. „Da passiert etwas, da müssen wir hin“, so dachten Sörgel und Hemmer damals. Sörgel, heute 75 Jahre alt, hat seine Kindheit in Garmisch-Partenkirchen verbracht, ging später zum Studieren nach Berlin. Hemmer, gebürtig aus Bochum, war ebenfalls als Student in die Hauptstadt gekommen. Beide schlossen sich der Studentenbewegung an. Ein Ziel war, mit der Arbeiterklasse in Kontakt zu kommen. Denn die Enttäuschung über die Entwicklungen in Nachkriegsdeutschland war groß. „Wir hatten das Gefühl, dass wir in einem Staat leben, der den Faschismus nicht überwunden hat“, sagt Hemmer. Mit Hilfe der Arbeiterklasse sollte der große Umschwung kommen. „Zusammen können wir die Welt auseinandernehmen“, so die Hoffnung der Studenten. Arbeiterklasse nun doch in Bewegung Als die Bemühungen, zu kooperieren, allerdings flächendeckend gescheitert waren, hätten viele der Bewegung den Rücken gekehrt, erinnert sich Sörgel. Doch dann kamen plötzlich die Nachrichten aus Bremen: Es gab Kundgebungen und Streiks, Betriebsräte sollten entlassen werden – die Arbeiterklasse, dachten die beiden Berliner, sei nun doch in Bewegung. Also gingen Sörgel und Hemmer 1973 in die Hansestadt, in den Schichtdienst in der Hütte an der Weser. „Wir hatten so viele Illusionen, so viel Enthusiasmus“, erinnert sich Sörgel. Die Idee war, selbst ein Teil der Arbeiterklasse zu werden, um sie zu verstehen. „Wir haben wirklich gedacht, dass ein paar Parolen reichen, um die Kollegen zu mobilisieren.“ Peter Sörgel (v.l.), Eike Hemmer und Karl Lauschke haben gemeinsam an dem Buch über die Historie des Stahlwerks gearbeitet. (Christina Kuhaupt) Doch die Realität sah anders aus. „Die Kollegen hatten ganz andere Probleme: zum Beispiel mit ihren Vorarbeitern oder ihren Familien – aber nicht mit dem Staat.“ Tatsächlich hatte das Bremer Stahlwerk zu jenem Zeitpunkt schon eine bewegte Geschichte hinter sich. Seit 1908 wurde in der Norddeutschen Hütte Roheisen hergestellt, das dann in anderen Werken weiterverarbeitet wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren dort noch gut 600 Menschen beschäftigt, während der Kriegshandlungen waren es doppelt so viele, auch, weil Zwangsarbeiter im Werk arbeiten mussten. Hemmer hat später dazu geforscht und zusammen mit Kollegen für ein Mahnmal auf dem Werksgelände gekämpft. Die Bremer blieben standhaft Im Betriebsrat gab es nach dem Krieg vor allem zwei Strömungen: die Anhänger der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) und die der SPD. In vielen anderen Unternehmen seien die Kommunisten nach und nach aus den Betriebsräten herausgedrängt worden, erinnert sich Sörgel. Auch, weil die Konkurrenz innerhalb der linken Kräften massiv war. In den Stahlwerken sei es trotz mehrfacher Versuche aber nie gelungen, sich von den Kommunisten zu trennen. „Bei uns haben sich linke Kräfte aller Couleur zusammengerauft, um sich gemeinsam für die Belegschaft einzusetzen“, sagt Hemmer, „das ist einmalig gewesen.“ Nach den Boomjahren in den 1960er-Jahren erfasste die Stahlkrise in den 1970er-Jahren auch die Bremer Hütte, die längst mit Hochofen, Stahl-, Warmwalz- und Kaltwalzwerk ausgestattet war. Viele Unternehmen gerade aus dem Ruhrgebiet überlebten diese Zeit nicht. Doch die Bremer blieben standhaft. "Der Druck auf die Belegschaft war riesig." Sörgel und Hemmer wurden Mitte der 1980er-Jahre selbst Teil des Betriebsrates, Sörgel später sogar Betriebsratsvorsitzender. Immer wieder gab es Auseinandersetzungen mit der Unternehmensführung, die sparen wollte. Kurzarbeit, Stellenabbau, Rationalisieren, Outsourcen – so sah nach Angaben der beiden früheren Arbeitnehmervertreter die Idee der Firmenleitung aus, um die Kosten immer weiter zu drücken. Der Betriebsrat habe dagegengehalten, aber, wenn es nicht anders ging, auch eingelenkt. „Ziel war, alle Arbeitsplätze zu erhalten“, sagt Sörgel, daher habe man eine Zeit lang etwa eine Arbeitszeitverkürzung unterstützt. Auch vor Gericht wurde der Streit zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite mehrfach ausgefochten. „Der Druck auf die Belegschaft war riesig.“ Und er wurde auch in den Folgejahren nicht weniger. Wegen der Überkapazitäten auf dem europäischen Markt führte Klöckner als Betreiber der Bremer Hütte immer wieder Fusionsgespräche mit anderen Unternehmen, etwa mit dem früheren niederländischen Stahlkonzern Hoogovens. Ein Zusammenschluss hätte mit großer Wahrscheinlichkeit das Aus für die beiden Bremer Hochöfen und damit für damals noch 3000 Arbeitsplätze gesorgt. 1992 meldet die Klöckner Werke AG Insolvenz an. Tanz mit dem Teufel In dieser Zeit passiert etwas, das eher selten vorkommt: Betriebsrat, der Bremen Vorstand, Mitarbeiter, Gewerkschaft  und Politik verbünden sich und kämpfen über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr für das Werk. „Wir haben überall nach Bündnissen gesucht und hätten damals mit dem Teufel getanzt, um die Hütte zu retten“, sagt Sörgel. Ein Kraftakt sei es gewesen, die Spannung über eine so lange Zeit aufrecht zu erhalten. Permanent wurde über die Medien informiert, die Belegschaft und vor allem die Bevölkerung immer wieder neu zu mobilisieren. Am Ende ist der Vergleich bekanntlich geglückt, die Hütte wurde gerettet. „Die Zeit gehört definitiv zu den aufregendsten meines Lebens“, sagt Hemmer. „Wir haben immer agieren können. Und wenn es mal anstrengend war, dann hat uns die Belegschaft wieder aufgerichtet – weil man gemeinsam kämpft.“ Die Revolution, wie ursprünglich gedacht, habe man zwar nicht anzetteln können, sagt Sörgel, „Aber unterm Strich haben wir doch etwas Vernünftiges geschafft. Sofort fasziniert von der Historie Hemmer hat den Betriebsrat im Jahr 2000 verlassen, Sörgel bereits 1995. Vor sieben Jahren haben die beiden das erste Mal darüber gesprochen, die Geschichte der Hütte bis zu ihrer Rettung aufzuarbeiten. „In Nordrhein-Westfalen ist Stahlwerk um Stahlwerk geschlossen worden. Wir haben überlebt“, sagt Sörgel. „Aber wir haben uns immer gefragt: Warum eigentlich?“ Darüber folgten zahllose Diskussionen und die Einsicht, dass sie das Schreiben und die Finanzierung eines Buches allein nicht stemmen können. Mit Unterstützung des Betriebsrates, der IG Metall und der Hans-Böckler-Stiftung wurde das Projekt schließlich umgesetzt und der Wissenschaftler Karl Lauschke hinzugezogen. Der Dortmunder hat in der Vergangenheit immer wieder über die Mitbestimmung in den Eisen- und Stahlbetrieben geforscht – hauptsächlich aber mit Schwerpunkt Ruhrgebiet. Von der Historie der Bremer Hütte war er daher sofort fasziniert. Gut fünf Jahre hat Lauschke Material gesichtet und aufgearbeitet, Interviews geführt und am Ende aufgeschrieben, wie Widerstand dabei geholfen hat, die Stahlproduktion in Bremen zu retten. Es ist die Geschichte von Sörgel, Hemmer und vielen anderen.  
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
3x
yasni 18.11.17  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im November

Anbei finden Sie den mit 16 Konzerten prall gefüllten Veranstaltungskalender im November. Gleich nach Christian Muthspiel und der Bass-Legende Steve Swallow beginnt unser Alte Musik-Festival musicadia, das sich in dieser Ausgabe 500 Jahren Gambenentwicklung widmet mit Größen der Alten Musik Szene wie Paolo Pandolfo, Hille Perl oder Dorothee Oberlinger. Informationen hierüber und über alle weiteren Konzerte im November finden Sie weiter unten. Es würde mich freuen, Sie im Sendesaal dazu begrüßen zu können. Herzlich Ihr Peter Schulze Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de neuerdings auch an allen Vorverkaufsstellen des Nordwest-Tickets oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB) oder an der Abendkasse. Sie können auch weiter unten in diesem Newsletter direkt den Link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Inhalt 01.11. Christian Muthspiel & Steve Swallow: Simple Songs 02-05.11. musicadia - Tage für Alte Musik 02.11. musicadia I - Paolo Pandolfo Group 03.11. musicadia II - Bremer Barock Consort der HfK Bremen, Leitung Hille Perl 03.11. musicadia III - Born to be mild: Hille Perl, Marthe Perl und Lee Santana 04.11. musicadia IV - Dorothee Oberlinger, Vittorio Ghielmi und Luca Pianca 05.11. musicadia V - ORLANDOviols 11.11. Northern Spirit: Two Skies 12.11. Liederabend Gerhild Romberger 15.11. Dahmwahl: Essence Of Influence 16.11. Das Naghash Ensemble aus Armenien 17.11. Johannes Motschmann Trio 19.11. Matinée Althastedter Kammerorchester 22.11. Detmolder Kammerorchester 23.11. Amaryllis Quartett 3x3 feat Nobuko Imai 25.11. Songs & Whispers Special: Daisy Chapman 30.11. residenz@sendesaal: Quatuor pour la fin du temps 01.11. Christian Muthspiel & Steve Swallow: Simple Songs Mittwoch, 01. November 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Online-Tickets und weitere Infos hier Die beiden Komponisten Christian Muthspiel und Steve Swallow bürgen für intelligentes Interplay. Christian Muthspiel - Posaune, Klavier, Flöten etc Steve Swallow - Bass Der 1962 in Judenburg (Österreich) geborene Komponist, Dirigent, Posaunist, Pianist und Maler Christian Muthspiel ist sowohl im Bereich des Jazz und der improvisierten Musik als auch im Kontext der komponierten und Neuen Musik international unterwegs. Im Bereich des Jazz ist seit 2012 „Christian Muthspiel 4 featuring Steve Swallow“ mit einem John Dowlands Musik gewidmeten Programm sein Hauptprojekt. Steve Swallow (Jahrgang 1940) ist mittlerweile eine Legende als Elektrobassist und Komponist. Mit Paul Bley gehörte er 1961 zum Jimmy Giuffre Trio (da war er übrigens zum ersten Mal im Sendesaal zu hören!) Ende der 60er Jahre spielte er im epochemachenden Gary Burton Quartet. Er spielte lange Jahre in den Bands von John Scofield, Paul Motian, Kip Hanrahan und immer wieder mit Carla Bley, mit der er seit 1991 zusammenlebt. Zudem ist er selbst ein vorzüglicher Komponist, dessen Stücke von Leuten wie Chick Corea, Stan Getz, Jim Hall oder Pat Metheny gespielt werden. 02-05.11. musicadia - Tage für Alte Musik Donnerstag 02. - Sonntag 05. November 2017 | Festival-Ticket 90 Euro (ermäßigt 60 Euro) Online-Tickets und weitere Infos hier musicadia - Tage für Alte Musik 2017 Fünf Konzerte im Sendesaal vom 2.-5. November Die Viola da Gamba im Kontext des 21. Jahrhunderts: Sieben Saiten und noch viel mehr! Das ist das Thema des diesjährigen Festivals, das die Gambistin Hille Perl und Renate Wolter-Seevers kuratieren. Aus dem arabischen Raum über Andalusien in die Mitte Europas, so ging wohl der Weg der frühen 'Vihuelas', die mehr und mehr in der Form von Veilchenblüten gebaut wurden, weswegen man sie dann auch Viola oder Violeta nannte. 1542 erschien das erste gedruckte Lehrwerk für die Gambe mit Anweisungen, wie man sich selbst auf der Viola da Gamba zum Gesange begleitet. Zur Mitte des 16. Jahrhunderts schon ist die Gambe vielseitig eingesetzt: solistisch, im Consort, als Gesangsersatz in Ensembles, als Improvisationsmaschine mit größerem Tonumfang als herkömmliche Melodieinstrumente zu bieten hatten, und auch zum akkordischen Spiel ist sie in Gebrauch. Consortmusik diente vornehmlich als clevere Kommunikation auf Augenhöhe zwischen gebildeten Menschen. Es findet sich kaum ein Werk in diesem Genre, wo man von übergeordneten oder untergeordneten Stimmen sprechen kann: gelebte Demokratie im Ensemblespiel! Hille Perl, international renommierte Gambistin, leidenschaftliche Professorin einer Gambenklasse an der Hochschule für Künste in Bremen und zudem Kuratorin der musicadia-Reihe im Sendesaal, hat in diesem Jahr Gambistenkollegen der europäischen Top-Liga nach Bremen eingeladen, um die Vielfalt des Instruments in  ganz verschiedenen musikalischen Konstellationen auskosten zu können. In Zusammenarbeit mit Deutschlandfunk Kultur und Radio Bremen Die einzelnen Konzerte finden Sie im Folgenden aufgeführt 02.11. musicadia I - Paolo Pandolfo Group Donnerstag, 02. November 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Online-Tickets und weitere Infos hier Die musicadia wird eröffnet von einem der weltbesten Gambisten, dem Italiener Paolo Pandolfo. Er lässt des "Das Goldene Zeitalter der Gambe am Hofe Louis XIV und XV" lebendig werden. Das Goldene Zeitalter der Gambe am Hofe Louis XIVund XV Werke von Marais, Couperin und Forqueray Paolo Pandolfo Group Paolo Pandolfo - Viola da Gamba Amélie Chemin - Viola da Gamba Markus Hünninger - Cembalo Thomas Boysen - Theorbe Paolo Pandolfo startete seine Karriere als Gambist schon in jungen Jahren und blickt heute auf eine fast 40jährige Karriere zurück, in der er mit etlichen CD-Einspielungen sowie als Ensemblegründer größte Beachtung fand. Zuweilen wurde er als "Yo Yo Ma der Gambe" tituliert und wird für seine Akkuratesse und sein Feingefühl, gepaart mit technischer Souveränität hoch gelobt. Seit 1990 ist er an der berühmten Schola Cantorum Basiliensis tätig, ebenso wie sein Ensemblekollege Markus Hunninger. Zusammen mit Thomas Boysen und Amélie Chemin widmen sie sich seit einigen Jahren dem Gambenwerk französischer Komponisten. Marin Marais, der große Gambist des Versailler Hofes steht dabei im Mittelpunkt dieses Programmes. Er studierte vermutlich bereits als Jugendlicher bei dem legendären Monsier de Sainte-Colombe, welcher für die Entwicklung des virtuosen Gambenspiels - und womöglich als Erfinder der siebensaitigen Gambe - von enormer Bedeutung war. Als Ausnahmekünstler auf seinem Instrument bringt Paolo Pandolfo zudem einige Werke von Antoine Forqueray mit, die als technisch hoch anspruchsvoll und zur Zeit ihrer Entstehung als nahezu unspielbar galten. Das Konzert wird von Radio Bremen und Deutschlandfunk Kultur aufgezeichnet. 03.11. musicadia II - Bremer Barock Consort der HfK Bremen, Leitung Hille Perl Freitag, 03. November 2017 | 19:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Online-Tickets und weitere Infos hier "Concerto di Viole et per Voce"- das Barock Consort der HfK Bremen zeigt unter Leitung von Hille Perl in diesem 2. Konzert der musicadia die Kunst der instrumentalen Verzierungen. Concerto di Viole et per Voce Werke von John Dowland, William Byrd, Giovanni Legrenzi, Luca Marenzio u.a. Bremer Barock Consort der HfK Bremen Leitung Hille Perl Das Consortspiel von Gambeninstrumenten steht in der direkten Tradition des im 15. und 16. Jahrhundert weitverbreiteten Madrigalgesanges. Insbesondere in England entwickelte sich das Genre des Consort-Songs, wo mehrere Gamben in kontrapunktisch gleichberechtigter Weise mit Sängern zusammenwirken, immer orientiert am italienischen Madrigalstil. Giovanni Legrenzis Sonaten für vier Gamben zählen hingegen zu den spätesten Werken für Gambenconsort im Italien des späteren 17. Jahrhundert. Durch ihren großen Tonumfang haben Gamben den Vorteil, über alle Stimmen eines Madrigals ihre Verzierungen und Improvisationen auf höchst virtuose Weise vortragen zu können. Madrigaldiminutionen sind denn auch unter den ersten überlieferten Beispielen für instrumentale Verzierungskunst zu finden. In diesem Konzert zeigen Studenten der Klasse von Hille Perl die große Vielseitigkeit des Gambeninstruments. Das Konzert wird von Radio Bremen aufgezeichnet. 03.11. musicadia III - Born to be mild: Hille Perl, Marthe Perl und Lee Santana Freitag, 03. November 2017 | 21:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Online-Tickets und weitere Infos hier "Born to be mild" - Die Welt zu Dritt auf 20 Saiten. Die Gambe im 21. Jahrhundert mit Hille Perl, Marthe Perl und Lee Santana - alle unter Strom. "Born to be mild" - Die Welt zu Dritt auf 20 Saiten Werke von Ortiz, Forqueray, Playford, Soler, Lee Santana, Egberto Gismonti, Charlie Haden u.a. Hille Perl - E-Gambe Marthe Perl - E-Gambe Lee Santana - E-Gitarre Hille Perl über dieses Programm: Wie viele andere meiner MusikerkollegInnen bin ich in einer Welt mit wohlsortierten Schubladen aufgewachsen. Meine musikalische Erziehung war darauf angelegt, mir die Unterschiede der Epochen und Stile einzuprägen und Musik in ihren ursprünglichen historischen Kontexten zu verstehen. Das ist bis heute so - und dennoch hat sich mein Blickwinkel diesbezüglich erweitert. In diesem Programm haben wir uns auf eine kleine musikalische Expedition begeben. Wir haben uns an Genre- und Repertoiregrenzen herangewagt, haben mit Stilen quer durch die Jahrhunderte gespielt und sie gelegentlich überzeichnet. Wir haben gemeinsame eigene Stücke kreiert und haben uns ein paar unserer gemeinsamen All time favourites im besten Sinne zu Herzen genommen und daraus unsere eigenen, zutiefst persönlichen Versionen gestrickt. Herausgekommen ist am Ende eine Art kultureller Melange und die nahezu magische Verbindung von Stilen und Epochen auf einem wahrhaft zeitlosen Instrument. Das Konzert wird von Radio Bremen aufgezeichnet. 04.11. musicadia IV - Dorothee Oberlinger, Vittorio Ghielmi und Luca Pianca Samstag, 04. November 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Online-Tickets und weitere Infos hier "Le Grand Tour"- Ein Abend der großen Virtuosen Dorothee Oberlinger - Blockflöten, Vittorio Ghielmi - Viola da Gamba und Luca Pianca - Laute Le Grand Tour Werke von Couperin, Forqueray, Vivaldi, Telemann, Debussy, Ghielmi, Pianca u.a. Dorothee Oberlinger - Blockflöten Vittorio Ghielmi - Viola da Gamba Luca Pianca - Laute                                                Dies wird ein Abend der großen Virtuosen! "Die Königin der Blockflöte" Dorothee Oberlinger und ihre Triokollegen Vittorio Ghielmi, der von Musikkritikern mit Jasha Heifetz und Pablo Casals verglichen wird, sowie Luca Pianca, Mitbegründer des berühmten italienischen Barockensembles "Il Giardino Armonico", zeigen sich in diesem Konzert nicht nur als Topleute ihres Fachs, die bereits zahllose Auszeichnungen und Schallplattenpreise im Bereich der Barockmusik erhielten. Neben ihrem Schwerpunkt in der Barockmusik sind alle drei Musiker auch auf anderen Feldern aktiv: Vittorio Ghielmi ist in Projekten mit Jazz- und Weltmusik zu finden, Luca Pianca trat mit dem Popmusiker Sting auf, Dorothee Oberlinger leitet stellvertretend das Institut für Neue Musik am Konservatorium Mozarteum in Salzburg. Daher schlagen sie auch in diesem Konzert einen Bogen zur Moderne und demonstrieren, wie stark die "Alte" Musik mit der Formulierung eigener musikalischer Standpunkte verknüpft ist. Das Konzert wird von Radio Bremen aufgezeichnet. 05.11. musicadia V - ORLANDOviols Sonntag, 05. November 2017 | 17:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Online-Tickets und weitere Infos hier Zum Abschluss der musicadia gibt es "Harmony of the Spheres" - Ein Konzert über Raum und Struktur für fünf Violen da Gamba und Elektronik mit den ORLANDOviols. Harmony of the Spheres - Ein Konzert über Raum und Struktur für fünf Violen da Gamba und Elektronik Werke von Palestrina, Picforth, Bach, John Cage, Arvo Pärt, Steve Reich u.a. ORLANDOviols Júlia Vető, Marthe Perl, Claas Harders, Giso Grimm, Hille Perl -  Violen da Gamba Mathematische und astronomische Gesetzmäßigkeiten inspirierten Komponisten seit der Renaissance dazu, die Bewegung der Gestirne in ihren Werken zu versinnbildlichen. Die einzelnen Stimmen repräsentieren die Planeten, Zahlensymbolik durchzieht die gesamte Struktur der Stücke. In der Aufführung von ORLANDOviols wird der Klang der Gamben elektronisch aufbereitet und über zehn Lautsprecher in den Raum projiziert. Dabei folgt der Klang eigenen, aufwendig erarbeiteten Choreographien, welche Planetenbewegungen nachzeichnen und der Werkinterpretation eine weitere Dimension verleihen. Das Konzert wird von Radio Bremen aufgezeichnet. 11.11. Northern Spirit: Two Skies Samstag, 11. November 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 10 Euro) Online-Tickets und weitere Infos hier Ein neues a cappella Programm des kreativen Nordbremer Kammerchores Northern Spirit. Northern Spirit – Two Skies Leitung: Jaret Choolun Der junge Bremer Kammerchor unter der Leitung des Australischen Komponisten und Dirigenten Jaret Choolun krönt ein erfolgreiches Jahr mit zweitägigen Aufnahmen und einem anschließenden Konzert im Sendesaal Bremen. Im Juli noch mit zweifachem Gold für seine Klangvielfalt und präzise Intonation bei den European Choir Games in Riga ausgezeichnet, wird Northern Spirit nun im Sendesaal ein sehr vielseitiges Programm präsentieren. Stücke zeitgenössischer internationale Komponisten wie Stephen Leek und Gordon Hamilton gehören ebenso zum Repertoire, wie klassische Chorwerke von Max Reger und Josef Rheinberger und neu arrangierte Volkslieder aus der Feder Jaret Chooluns. Die jungen Sängerinnen und Sänger und ihr Dirigent schaffen es durch ihre einzigartige Kommunikation und Bühnenpräsenz, Chorwerke aus drei Jahrhunderten, von Komponisten aus acht verschiedenen Nationen authentisch zu präsentieren und gleichzeitig immer wieder neu zu interpretieren. Im Zentrum der Konzertreihe „Two Skies“ steht Chooluns neuestes Werk, das den Himmel und das Meer beschreibt, das ihn widerspiegelt. Um diese aufregende Komposition herum finden Sie Lieder zum Lachen und Weinen, zum Träumen und Staunen, und zum Genießen. 12.11. Liederabend Gerhild Romberger Sonntag, 12. November 2017 | 18:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Online-Tickets und weitere Infos hier Unter dem Titel „Abglanz der Wiener Jahrhundertwende“ singt die Mezzosopranistin Gerhild Romberger, begleitet von Alfredo Perl, Lieder von Mahler, Schreker, Zemlinsky und Korngold. Gerhild Romberger - Mezzosopran Alfredo Perl - Klavier Das „Fin de Siècle“ war in ganz Europa eine Zeit der verlockenden Vielfalt prallen, urbanen Lebens, ein Nebeneinander von beschwingter Lebenslust, von apokalyptischer Endzeitstimmung und Vorahnungen des ersten Weltkrieges, was sich vielgestaltig im Liedschaffen der befreundeten Wiener Komponisten Korngold, Mahler, Schreker und von Zemlinsky niederschlägt, die an diesem Abend zu hören sein werden. Die Altistin Gerhild Romberger, aufgewachsen im Emsland, hat sich immer auf den Konzertgesang konzentriert. Schwerpunkte ihrer Arbeit bilden Liederabende unterschiedlichster Thematik sowie die Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik. Mittlerweile lebt sie mit ihrer Familie in Detmold, wo sie seit langem als ungemein beliebte Professorin für Gesang an der Hochschule für Musik unterrichtet. Der chilenische Pianist Alfredo Perl ist seit 1991 regelmäßiger Gast im Sendesaal. Mehr als 25 CDs mit Solorepertoire und Kammermusik hat er hier eingespielt und bei Arte Nova, Labels Oehms Classics, celestial harmonies u.a. veröffentlicht. Der in Berlin lebende Pianist ist seit 2009 als Professor für Klavier an der Detmolder Musikhochschule tätig. Als Dirigent des Detmolder Kammerorchesters bringt er zudem seit einigen Jahren selten aufgeführte Orchesterwerke in den Bremer Sendesaal. 15.11. Dahmwahl: Essence Of Influence Mittwoch, 15. November 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Sonst meist im Bremer Westend zu Hause, kommt der Saxophonist Peter Dahm mit seinem neuen Ensemble Dahmwahl mal nach Schwachhausen "auf Tour". Peter Dahm - Saxophone Mustafa Boztüy - Perkussion Susanne Paul - Cello Jan-Olaf Rodt - Gitarre Seit vielen Jahren beschäftigt sich der Saxofonist und Komponist Peter Dahm mit einer Musik, die Grenzen aufweicht. Das Dialogische in der Musik steht dabei für Peter Dahm immer im Zentrum seines musikalischen Handelns. Folgerichtig spielt es eine große Rolle für ihn, mit wem er auf der Bühne steht. Er hat gewählt: Erstens eine Instrumentierung, die er sich schon lange gewünscht hat - Perkussion/Cello/Gitarre/Saxophon und zweitens Mitmusiker, denen er auf seinem Weg begegnet ist, denen nicht nur ein hoher Grad an Musikalität zu eigen ist, sondern auch noch eine ausgesprochen sympathische Art, die Lust auf gemeinsames Musizieren macht. www.peter-dahm.de 16.11. Das Naghash Ensemble aus Armenien Donnerstag, 16. November 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Mittelalterlich anmutende spirituelle Klänge aus Armenien basierend auf Texten aus dem 15. Jahrhundert bringt das Naghash Ensemble aus Yerevan. Hasmik Baghdasaryan - Sopran Tatevik Movsesyan - Sopran Arpine Ter-Petrosyan - Alt Tigran Hovhannisyan - Dhol Aram Nikoghosyan - Oud Emmanuel Hovhannisyan - Duduk John Hodian - Piano/Komponist Das Naghash Ensemble aus Yerevan. Es spielt Kompositionen neuer Musik von John Hodian, die auf den Texten des mittelalterlichen armenischen Dichters und Priesters Mkrtich Naghash basieren. Das Ensemble vereint einige der besten Musiker Armeniens: Drei klassische Sängerinnen, drei Instrumentalisten an Duduk, Oud, Dhol und Hodian selbst am Flügel erschaffen gemeinsam eine Musik, die teils Folk ist, teils Klassik – und zutiefst bewegend. „Komponist John Hodian erweckt die Gedichte des armenischen Priesters und Dichters Mkrtich Naghash zu neuem Leben. Die Stücke sind unverkennbar armenisch und zugleich wie nicht von dieser Welt.“ Armenisch-Deutsche Korrespondenz www.naghashensemble.com 1 7.11. Johannes Motschmann Trio Freitag, 17. November 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Johannes Motschmann, Berliner Pianist und Komponist mit Bremer Wurzeln, kommt mit seinem Trio erstmals in die Stadt um sein Album Electric Fields zu präsentieren. Johannes Motschmann - Piano Boris Bolles - Violine, Synthesizer David Panzl - Schlagzeug, Perkussion Johannes Motschmann, der junge Berliner Komponist mit Bremer Wurzeln vereint in seinem elektro-akustischen Trio große Traditionslinien der deutschen Musikgeschichte: Klassik und Elektronische Musik. Rau, melancholisch und dunkel ist dieser live gespielte Elektrosound, in dem sich analoge Synthesizer, ein altes Wurlitzer-Klavier und das berühmte CP-70-Piano mit einem riesigen Multiperkussionset und Geigenklängen rhythmisch verschachteln und in Flächen verlieren. Bezüge zu Tangerine Dream und anderen Vertretern der Berliner Schule sind hörbar. In dieser Musik spiegelt sich der Werdegang von Johannes Motschmann, der Komposition,Klavier und elektronische Musik studierte und bereits für große Orchester komponiert hat. An dessen Seite stehen der Multiperkussionist David Panzl und der Tonmeister Boris Bolles, der neben weiteren Synthesizerparts auch Violin-Melodien beisteuert. www.johannes-motschmann.de 19.11. Matinée Althastedter Kammerorchester Sonntag, 19. November 2017 | 11:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets In diesem Herbstkonzert des Althastedter Kammerorchesters unter der Leitung von Grigori Pantijelew werden Werke von Franz Schubert und William Sterndale Bennett im Mittelpunkt stehen. Solist ist der Bassbariton Christoph Heinrich. Althastedter Kammerorchester Christoph Heinrich – Bassbariton  Leitung – Grigori Pantijelew Programm:  Franz Schubert (1797-1828): Elf Lieder aus dem Zyklus „Schwanengesang“ (1828)  William Sterndale Bennett (1816-1875): Symphonie g-moll, op. 43 (1864)  Christoph Heinrich, 1985 in Wittenberg geboren, schloss 2012 seine Ausbildung an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig mit Auszeichnung ab. Ein erfolgreich absolviertes Meisterklassenstudium an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig sowie zahlreiche Meisterkurse ergänzten seine Ausbildung. 2010 war er Preisträger des Internationalen Gesangswettbewerbs der Kammeroper Schloss Rheinsberg. 2011 wurde er mit dem Richard Wagner Stipendium ausgezeichnet. Neben dem Opernrepertoire beschäftigt sich der junge Bassbariton mit der Interpretation der internationalen Liedkultur. Eine Veranstaltung des Althastedter Kammerorchesters 22.11. Detmolder Kammerorchester Mittwoch, 22. November 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Detmolder Kammerorchester unter der Leitung von Alfredo Perl kommt mindestens einmal im Jahr in den Sendesaal, dieses Mal mit Olivia Vermeulen mit der kammermusikalische Bearbeitung von Debussys Prélude à l’après-midi d’un faune. Detmolder Kammerorchester Olivia Vermeulen - Mezzosopran  Alfredo Perl - Leitung  Werke von Claude Debussy, Maurice Ravel, Luciano Berio, Witold Lutoslawski, György Ligeti Das Detmolder Kammerorchester (DKO) unter der Leitung von Alfredo Perl kommt mindestens einmal im Jahr in den Sendesaal, dieses Mal mit Olivia Vermeulen. Nach Mahlers 4. Sinfonie, dem Lied von der Erde, für dessen CD-Einspielung das DKO 2015 einen ECHO-Klassik erhielt, und dem Violinkonzert von Max Reger bringt das DKO nun die kammermusikalische Bearbeitung von Debussys Prélude à l’après-midi d’un faune. Die sinfonische Dichtung bezieht sich auf das gleichnamige Gedicht von Stéphane Mallarme wie auch die Trois poèmes de Stéphane Mallarmé von Maurice Ravel, die ebenfalls auf dem Programm stehen. Auch György Ligeti greift für sein Kammerkonzert auf eine kammermusikalische Formation zurück. Jedes Instrument behandelt er wie einen Solisten, so dass jeder einzelne Musiker im Ensemble dankbare Aufgaben hat. Aber auch für das Publikum ist dieses Werk ein Faszinosum, das Interpreten und Zuhörer unmittelbar fesselt, obwohl es extrem komplex ist. www.detmolder-kammerorchester.de 2 3.11. Amaryllis Quartett 3x3 feat Nobuko Imai Donnerstag, 23. November 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (erm.10 Euro für Schüler und Studenten) Abo-Ticket für alle drei Konzerte der Konzertreihe amaryllis 3x3: 50 Euro (erm. 20 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Wieder dürfen wir das Amaryllis Quartett mit seiner 3x3 Streichquartett-Reihe bei uns im Sendesaal zu Gast heißen. Für die Gegenüberstellung je eines Streichquintettes von Mozart und Brahms hat das Quartett einen berühmten Gast an der Bratsche: Nobuko Imai. Amaryllis Quartett Gustav Frielinghaus - 1. Violine  Lena Sandoz - 2. Violine  Tomoko Akasaka - Viola  Yves Sandoz – Violoncello  Gast: Nobuko Imai - Viola  Programm:  Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett c-Moll, KV 406  Johannes Brahms: Streichquintett F-Dur, op. 88 Das Amaryllis Quartett zählt nach großen Wettbewerbsgewinnen und der ECHO Klassik Auszeichnung 2012 zu den besten Streichquartetten seiner Generation. Im Bremer Sendesaal produzierte das Quartett seine erfolgreiche CD-Farbenreihe für Genuin Classics mit Red, Green, Blue und Yellow (Veröffentlichung im Oktober 2016). Unter dem Motto 3x3 gestaltet das Amaryllis Quartett eine Streichquartett Reihe mit drei Konzerten pro Saison in Hamburg, Lübeck und Bremen. Durch Erwerb eines Abonnements erhalten Sie Karten für drei Konzerte zum Preis von zwei Veranstaltungen. www.amaryllis-quartett.com Eine Veranstaltung der Freunde des Amaryllis Quartetts e.V. 25.11. Songs & Whispers Special: Daisy Chapman Samstag, 25. November 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 18 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das dritte Songs & Whispers Special in diesem Jahr gehört ganz der englischen Singer/Songwriterin Daisy Chapman, die uns Geschichten auf Ihre ganz eigene Art erzählt. Daisy Chapman - Gesang, Piano Sue Lord - Violine Perfekte kammermusikalische Arrangements gekoppelt mit Loops und eine wuchtige Stimme sind Daisy Chapmans Markenzeichen. In UK, Deutschland, Frankreich und sogar in China hat sie sich durch unermüdliches Touren einen respektablen Namen erspielt. Und sie hat Geschichten gesammelt. Unzählige Geschichten, die sie uns erzählen will. Stets an Chapmans Seite ist die Violinistin Sue Lord. Gemeinsam gewähren sie exklusive Einblicke in das Ende 2017 erscheinende Album „Good Luck Songs“. Die Titel des fünften Studioalbums umfassen Theorien von Glück und Glückwünschen aus der ganzen Welt. Der Song „Home Fires“ etwa beschreibt den Kreislauf des Lebens von der Kindheit bis zur Gründung der eigenen Familie und geht kompositorisch zurück zu Chapmans Wurzeln – simple, aber wirkungsvolle Klavier- und Cello-Passagen, die Vergleiche zu Max Richter, Soap&Skin und Agnes Obel zulassen. “Instantly captivating.” - The Independent “Watch this woman, she’ll go far.” - BBC Introducing www.daisychapman.com Eine Veranstaltung von Songs & Whispers 30.11. residenz@sendesaal: Quatuor pour la fin du temps Donnerstag, 30. November 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 30 Euro (ermäßigt 20 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Ein lange gehegter Wunsch unserer Kuratoren der residenz-Reihe, Tanja Tetzlaff und Florian Donderer, wird endlich wahr: die Aufführung von Olivier Messiaens ergreifendem Werk vom Ende der Zeit mit der Klarinettistin Sharon Kam und der jungen Pianistin Kiveli Dörken. Olivier Messiaen: Quatuor pour la fin du temps Sharon Kam - Klarinette Florian Donderer - Violine Tanja Tetzlaff - Violoncello Kiveli Dörken - Klavier "Es war uns schon lange ein Anliegen, das "Quatuor pour la fin du temps" von Messiaen in unserer Konzertreihe aufzuführen, ein Werk, das in Zeiten von zunehmenden Konflikten in der Welt und wieder aufbrechenden Ängsten erschreckend aktuell wirkt: Messiaen komponierte es in deutscher Kriegsgefangenschaft und führte es dort mit anderen Lagerinsassen auf.   Das erschütternde aber auch tröstliche Werk endlich hier im Sendesaal mit Sharon Kam und unserer jungen Kammermusikpartnerin Kiveli Dörken zu spielen, gehört zu den Höhepunkten unseres Jahres. In der ersten Hälfte erklingen Werke von Alban Berg, Claude Debussy und Bernd Alois Zimmermann." Tanja Tetzlaff/Florian Donderer
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
3x
yasni 31.10.17  +  

Unterschriften gegen die Rüstungsindustrie: Bremen rüstet weiter auf

Das entwicklungspolitische Netzwerk macht mobil gegen Rüstungsproduktionen in Bremen. Fast fünf Prozent der Wirtschaftsleistung gehören zur Rüstungsindustrie Protest mit Tradition: gegen die Rüstungsindustrie wird in Bremen schon lange demonstriert Foto: dpa Das Bremer entwicklungspolitische Netzwerk (BEN) hat eine Unterschriftenkampagne gegen die Rüstungsproduktion des Landes Bremen organisiert: 600 Unterschriften wurden diesen Sommer gesammelt. Sie sollen am heutigen Freitag Ulrike Hiller (SPD), Staatsrätin für Europaangelegenheiten und Entwicklungszusammenarbeit, vor dem Rathaus übergeben werden. Fregatten, Torpedos, logistische Systeme oder Satelliten: Die fünf größten Rüstungsunternehmen in Bremen – Atlas, EADS, Rheinmetall, Lürssen und OHB – produzierten in den letzten Jahren im Durchschnitt Rüstungsgüter im Wert von 1,15 Milliarden Euro pro Jahr. Das sind mehr als sieben Prozent der gesamten deutschen Rüstungsproduktion. Anzeige Die städtische Wirtschaftsförderung wirbt laut BEN damit, „die produktivste Region Europas in der Branche zu sein“. Die 4.000 Rüstungsarbeitsplätze in Bremen machen fünf Prozent aller Arbeitsplätze in der bundesweiten Rüstungsindustrie aus. Und während deren Produktion im Bund 0,64 Prozent an der gesamten Wirtschaftsleistung ausmacht, sind es in Bremen 4,8 Prozent. „Die Rüstungsdichte ist somit in Bremen siebeneinhalb Mal höher als im Bundesdurchschnitt“, sagt Christopher Duis, Geschäftsführer des BEN. Das BEN fordert mit seiner Unterschriftenaktion eine Rüstungskonversion, also die Umstellung industrieller militärischer Produktion auf eine zivile Fertigung. Diese hat es in Bremen bereits zwischen 1991 und 2000 gegeben und wurde mit nachlassendem Reformdruck wieder fallengelassen. Duis fordert, dass sich Bremen an den globalen Nachhaltigkeitszielen der UN orientiert, die fordern, den Frieden und die Gerechtigkeit zu wahren. Daran müsse sich auch Bremen orientieren, sagt Duis. Ulrike Hiller, die die gesammelten Unterschriften entgegennimmt, stimmt einer Rüstungskonversion zu. Sie wünsche sich, sagt sie, in ganz Europa einen Strukturwandel der Unternehmen, weg von der Rüstungsproduktion hin zur Produktion von Technologien für zivile Zwecke. Es sei wichtig zu überlegen, wofür die Technologien fernab von Rüstungsproduktion noch verwendet werden könnten, so Hiller. Sie spricht sich außerdem dafür aus, die begonnene Forderung nach Transparenz des damaligen Wirtschaftsministers Sigmar Gabriel (SPD) unter anderem auch bei der Verschiffung von Rüstungsgütern über die Bremer Häfen fortzuführen. Das erweist sich laut Ekkehard Lentz vom Bremer Friedensforum häufig als schwierig. Eine Vielzahl von Rüstungsexporten könne statistisch nicht erfasst werden, da die Güter nicht unter das Gefahrengutrecht fielen, sagt er. Damit unterlägen sie nicht der Meldepflicht beim Hafenamt, weil von ihnen keine Explosionsgefahr ausgehe. Zu diesen Gütern zählen ungeladene Sturmgewehre oder Panzer, die ohne Munition verschifft werden. Fünf Prozent aller Arbeitsplätze in Deutschlands Rüstungsindus-trie befinden sich in Bremen Mit bundesweit 80.000 Arbeitsplätzen in der Rüstungsproduktion sei Deutschland nicht auf Rüstung angewiesen, argumentiert Lentz. „So lange die Nachfrage jedoch da ist und dies für die Bremer Unternehmen sichere Aufträge bedeutet, wird eine Rüstungskonversion schwierig sein“, sagt er. Die Linksfraktion im Bundestag fordert in einer parlamentarischen Anfrage vom Oktober dieses Jahres eine größere Transparenz und Aufklärung über Export von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern aus Bremen. „Wir fordern einen Umdenkprozess“, so Birgit Menz, Bundestagsabgeordnete der Linken. Mit parlamentarischen Anfragen müsse zum einen eine größere Transparenz für bestehende Exporte von Rüstungsgütern geschaffen werden und zum anderen auf mögliche zivile Umnutzung der Technologien hingewiesen werden. In Bremen korrelieren politische Ideale und wirtschaftliche Interessen. Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) promovierte zu Rüstungskonversion und war Kriegsdienstverweigerer. Auf Nachfrage der taz wollte er zur Rüstungsproduktion in Bremen jedoch nicht Position beziehen. Auch eine entsprechende Nachfrage an das Ressort für Wirtschaft, Arbeit und Häfen blieb unbeantwortet.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
4x
yasni 29.10.17  +  

Hat Merkel gewonnen? - Ein Gedicht von Valentina Schneider (Bremer Montagsdemo)

Aus dem Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland, Artikel 65: „Der Bun­des­kanz­ler bestimmt die Richtlinien der Politik und trägt dafür die Verantwortung.“ Dieses Land ist wieder krank: In der Luft steht ein Gestank, Ein Gestank von Hass und Gier, Und der Mensch, er wird zum Tier, So wie Ratten oder Geier. Und hier helfen keine Schleier, Keine Burkas, sondern List: Mit der verstecken sie den Mist, Den Mist, der hier schon lange stinkt, Dem der Nazismus fröhlich winkt. Menschenrechte sind vergessen, Hartz-IV-Kinder haben nichts zu essen, Menschen leben unter Brücken, Die ganze Habe auf dem Rücken, In Krankenhäusern Killerkeime, Für die Alten schlechte Heime! Schlechte Schulen, schlechte Straßen, Viele Dörfer sind verlassen, Keine Arbeit, schlechte Bildung, Zwischen Menschen keine Bindung. Nur den „Merkels“ geht es gut, Aber Bürger sind in Wut, Und wenn er kocht, der Nazitopf, Wissen wir: Fisch stinkt vom Kopf. Das hat die Bundeskanzlerin Frau Merkel nach ihrer Amtszeit hinterlassen. Hat sie überhaupt das Recht zu bleiben, nach dem, was in diesem Land passiert? Valentina Schneider
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
6x
yasni 17.10.17  +  

.ausgestrahlt-News: Atomstrom verstopft das Netz

Die Wahl ist entschieden und alle Zeichen weisen in Richtung Jamaika. Ob das schwarz-gelb-grüne Farbspiel gefällt oder nicht, ist jetzt erst mal zweitrangig. Wichtig ist, dass die kommende Regierung die Energiewende vorantreibt – mehr Tempo fordert im Übrigen auch die Mehrheit der Bevölkerung. Momentan sind die Zeiten für Erneuerbare jedoch denkbar schlecht: Atomstrom blockiert die Netze und verhindert den weiteren Ausbau regenerativer Energien. Dabei wäre es möglich, alle noch laufenden AKW sofort abzuschalten. Doch die Atomkonzerne dominieren nach wie vor die Energiepolitik – zu Lasten der Sicherheit, zu Lasten der Energiewende. Damit muss Schluss sein! Daher gehört folgende Forderung unbedingt in die Koalitionsverhandlungen und in das zukünftige Regierungsprogramm: AKW jetzt vom Netz, damit der Ausbau der Erneuerbaren Energien vorangehen kann! Mit Deiner Unterschrift kannst Du dazu beitragen, dass diese Forderung auf dem Verhandlungstisch für die kommende Regierungskoalition landet. Mach mit bei der Unterschriftensammlung und leite diese Aktion in Deinem Umfeld weiter! Du kannst Dir auch Unterschriftenlisten ausdrucken und reichst sie bei Freund*innen und Bekannten durch.Wichtig: Spätestens am 31. Oktober müssen die ausgefüllten Listen wieder an .ausgestrahlt zurückgeschickt werden, damit die Übergabe an die Koalitionswilligen rechtzeitig stattfinden kann. Hintergrundinformationen zu der Aktion findest Du hier. Den möglichen Koalitionären geben wir noch weitere Worte mit auf den Weg. Eine Übersicht der Forderungen und Hebel für eine bessere atompolitische Ausrichtung gibt es hier. Weitere aktuelle Informationen in diesem Newsletter:1. Tag X auf dem Neckar2. Jugend trifft Erfahrung: Workshop #23. Protestaktion in Grohnde am 21. Oktober Herzliche Grüße Jochen Stay, Angela Wolffund das ganze .ausgestrahlt-Team 1.  Tag X auf dem Neckar Die Vorbereitungen für den nächsten Castor-Transport auf dem Neckar laufen. Wir rechnen mit der ersten oder zweiten Oktoberwoche. Wenn es so läuft wie bei den ersten beiden Transporten, fällt der Tag X wieder auf einen Mittwoch. Dann werden vor Ort wieder Mitstreiter*innen mit kreativen Protestideen gebraucht. Der kostenlose SMS-Alarm informiert Dich, sobald es losgeht. 2.  Jugend trifft Erfahrung: Workshop #2 Vom 12. bis 14. Oktober findet der zweite Workshop der Veranstaltungsreihe „Jugend trifft Erfahrung“ der BUNDjugend und des Trägerkreises „Atommüllreport“ statt, in dem auch .ausgestrahlt mitarbeitet. Erneut treffen Jugendliche zwischen 18 und 28 Jahren zum Austausch mit erfahrenen Atomkraftkritiker*innen zusammen. Diesmal dreht sich alles um das Thema Atommülllagerung. Ein Programmpunkt ist der Besuch der Kerntechnischen Entsorgung Karlsruhe GmbH. Workshop-Interessierte können sich hier informieren und anmelden. 3. Protestaktion in Grohnde am 21. Oktober Am 21. Oktober formieren sich Atomkraftgegner*innen vor dem AKW Grohnde maßstabsgetreu zu einem Airbus 380. Atomkraftwerke sind nicht gegen die Gefahren durch Flugzeugabstürze geschützt; die Aktionsteilnehmer*innen fordern die Entziehung der Betriebsgenehmigung für das AKW Grohnde. Damit die Aktion funktionieren kann, werden viele Menschen benötigt. Sei dabei! Nähere Infos findest Du hier. ###################################### ###################### .ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation. Wir unterstützen Atomkraftgegner*innen, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen. Mit diesem Newsletter informieren wir über Kampagnen, Aktionen und politische Entwicklungen.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
10x
yasni 29.09.17  +  

Trotz Schikanen der Stadt Köln: Erfolgreicher Verlauf des 25. Internationalen kurdischen Kulturfestivals

Am heutigen 16. September kamen mehr als 30.000 Menschen beim 25. Internationalen Kurdischen Kulturfestival in Köln zusammen. Die Organisatoren des Demokratischen Gesellschaftskongresses der KurdInnen in Deutschland (NAV-DEM) sprachen trotz skandalöser Auflagen der Stadt und dem provokativem Verhalten der Polizei von einem rundum erfolgreichen Verlauf der Veranstaltung. Ayten Kaplan, Co-Vorsitzende von NAV-DEM, bedankte sich bei allen Unterstützern und Teilnehmern des Festivals. „Am heutigen Tag sind mehrere zehntausend Menschen aus ganz Europa nach Köln gereist, um gemeinsam mit uns das Festival zu feiern und ihren politischen Willen zum Ausdruck zu bringen“, so Kaplan. Sie kritisierte abermals das Verhalten der Ordnungsbehörden der Stadt, die den Verkauf und das Verteilen von Essen und Trinken auf dem Festival untersagt hatten. Auch andere Verkaufsstände wie für Bücher oder Musik-CDs waren von dem Verbot betroffen. Diese Auflagen seien rigoros umgesetzt worden. Laut Angaben von Teilnehmern patrouillierten Polizeimannschaften über den ganzen Tag hinweg auf dem Festivalgelände, um die Auflagen durchzusetzen. Dabei sei es mehrfach zu provokativen Zwischenfällen gekommen, bei denen die Polizisten Fahnen von Teilnehmern beschlagnahmten. Die Organisatoren loben allerdings das Verhalten der Teilnehmer, die sich von diesen Zwischenfällen nicht haben provozieren lassen. Auch Tahir Köcer, der zweite Co-Vorsitzende von NAV-DEM, drückte den Teilnehmern des Festivals seinen Dank aus, die trotz der Schwierigkeiten aufgrund der Auflagen für gute Stimmung auf der Deutzer Werft gesorgt hätten. „Insgesamt gab es ein ständiges Hin und Her auf dem Festivalgelände, weil viele Teilnehmer sich auf dem Weg machen mussten, um Essen und Trinken für sich und ihre Bekannten zu besorgen. Selbst einige Musiker auf der Bühne mussten ihren Auftritt ohne einen Schluck Wasser hinlegen. Das ist natürlich eine lächerliche Situation, aber wir haben das Gefühl, dass die Behörden mit allen Mitteln uns heute das Leben schwer machen wollten. Dennoch war der Festivalsplatz stets gut gefüllt, die Menschen hatten gute Laune und die Stimmung war sehr gut. Wir danken allen Menschen, die den Weg zu uns heute gefunden haben und sich durch die Schikanen nicht bedrücken ließen“, so Köcer. Neben einem breiten kulturellen Programm wurden auf dem Festival, das unter dem Motto „Freiheit für Öcalan, Status für Kurdistan, Demokratie für den Mittleren Osten“ stattfand, auch zahlreiche politische Reden gehalten. Es sprachen u.a. Vertreter von NAV-DEM, dem Demokratischen Kongress der Völker in Europa (HDK-A), die Bundestagskandidatin der LINKEN Gökay Akbulut sowie der Linkspartei Abgeordnete Andrej Hunko zu den Anwesenden.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
9x
yasni 21.09.17  +  

"Es ist Zeit: Ächtet die Atomwaffen!"

  Bremer Mahnwache am Hiroshima-Tag Friedensreigen und Basteln von Kranichen als Zeichen der Hoffnung Wie jedes Jahr erinnerte eine Mahnwache auf dem Bremer Marktplatz auch dieses Jahr wieder an den US-Einsatz der Atombomben 1945 in Hiroshima und Nagasaki. Etwa 200 Bremerinnen und Bremer hatten sich eingefunden, um dem Motto „Time to go – ban nuclear weapons!“ Ausdruck zu verleihen. 130 Staaten, die Mehrheit der in der UNO zusammengeschlossenen Nationen, haben kürzlich auf einer UNO-Konferenz beschlossen, dass alle Nuklearwaffen abgerüstet werden sollen. Nicht nur alle Atommächte entzogen sich dieser Konferenz, sondern auch die NATO-Länder außer die Niederlande. Dr. med. Lars Pohlmeier, Mitglied der Vereinigung der Ärzte gegen Atomwaffen IPPNW, der die Rede hielt, hat die Nichtteilnahme Deutschlands bedauert und sagte, dass große Anstrengungen notwendig seien, damit unsere Nation sich diesem Vertrag der UNO-Konferenz anschließt. Er sagte wörtlich: „Die vollständige Abschaffung der Atomwaffen ist der einzige Weg, um zu garantieren, dass diese Waffen niemals und unter keinen Umständen mehr eingesetzt werden.“ Als zweite Person sprach der Mediziner Joachim Streicher, auch Mitglied der IPPNW, und berichtete von den Eindrücken seiner Teilnahme an den Protestwochen gegen die in Deutschland lagernden US-Atomwaffen auf dem Militärstützpunkt Büchel. Er sprach von der an sich friedlichen Mosellandschaft, die ständig von den Tornado-Übungsflügen der Bundeswehr gestört wird, mit denen der mögliche Einsatz der Atomwaffen geprobt wird. Ein Höhepunkt der Mahnwache war der Friedensreigen, der nach einem stillen Gedenken unter der Regie von Helene Streicher um das von Blumen gestaltete Peace-Zeichen herum getanzt wurde. Japanerinnen, die in Bremen leben, hatten eine Stellwand aufgerichtet, die nicht nur über die Folgen der damaligen Ereignisse informierte, z.B. mit Fotos über junge Menschen, die durch die Verstrahlung dem Tode geweiht waren, sondern auch über hoffnungsvolle Zeichen, die den Weg zum Einsatz für eine friedliche Zukunft bahnen. So konnten an einem Tisch Kinder und Erwachsene Friedenskraniche basteln, die in Japan unseren Friedenstauben entsprechen. Jens Volker Riechmann las Friedensgedichte u. a. von Ringelnatz und Gerd Semmer. Vom Letzteren ist das Lied: „Gott hat die Bombe nicht gemacht.“ Eva Böller vom Sprecherkreis des Bremer Friedensforums moderierte die Veranstaltung. Text und Fotos: Hartmut Drewes
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
11x
yasni 08.08.17  +  

Sendesaal Bremen: Konzerte zur neuen Saison

Wir hoffen, Sie haben den Sommer sonniger verbracht. als er sich im Moment darstellt und begrüßen Sie herzlich zur neuen, mittlerweile bereits neunten Saison, in der wir den Sendesaal nach seiner Rettung  vor dem Abriss betreiben. In der nächsten Woche wird das Programmheft erscheinen, das die über 50 Veranstaltungen des nächsten halben Jahres enthält. Das finden Sie dann überall in der Stadt ausgelegt. Auf Wunsch senden wir es Ihnen aber auch gerne ganz einfach per Post zu. Hier finden Sie jetzt erst einmal vorab schon die Konzerte bis Ende September. Der syrische Poet Adonis eröffnet die Saison bereits am 16. August, der großartige Kontrabassist Renaud Garcia-Fons holt am 24. sein im März veschobenes Konzert nach, und auch das Boston Early Music Festival Ensemble gibt sich die Ehre, bei uns am 31. im Rahmen des Musikfest Bremen eine besondere Matthäus-Passion erklingen zu lassen. Einzelheiten zu diesen und allen weiteren Konzerten finden Sie weiter unten. Es würde mich freuen. Sie bei Ihrem nächsten Konzert im Sendesaal begrüßen zu können. Einstweilen wünsche ich Ihnen noch einen schönen Rest-Sommer Ihr Peter Schulze Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten in diesem Newsletter direkt den Link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Inhalt 16.08. Funun Festival: Adonis - Lyrische Lesung 19.08. Songs & Whispers Special: Simon Hudson (AUS) & Troy Petty (USA) 24.08. Renaud García-Fons Revoir Paris 31.08. »Wortspiel – Das Musik-Gespräch« zur Matthäus-Passion von Johann Sebastiani 31.08. Boston Early Music Festival: Matthäus-Passion (1672) nach Johann Sebastiani 02.09. Bossier Quartet 16.09. CD Präsentationskonzert: Florian Heinisch spielt Sidney Corbett 17.09. residenz@sendesaal: Sarah Christian 22.09. Carolin No - Ehrlich gesagt, die Duo-Show 23.09. Tim MacMillan 24.09. Wolfert Brederode Trio 16.08. Funun Festival: Adonis - Lyrische Lesung Mittwoch, 16. August 2017 | 19:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Ein musikalisch-literarischer Abend beim 2. Funun-Festival mit dem großen syrischen Poeten Adonis Adonis - Rezitation Stephan Weidner - Übersetzungen Taufik Mirkhan - Qanun "Die Poesie hat mich geschaffen, sie ist meine Schöpferin«, sagt der 85-jährige Dichter Adonis heute mit Blick auf die fast schon märchenhafte Geschichte aus seiner Jugend. »Ein einziges Gedicht hat aus mir gemacht, was ich heute bin. Ich bin der Poesie dankbar. Die Poesie ist eine Reise, die mich fortwährend auf weitere Reisen schickt.« Ali Ahmad Said Eber, wie Adonis mit bürgerlichem Namen heißt, wurde 1930 in dem syrischen Dorf Qassabin geboren.  Durch einen glücklichen Zufall konnte Adonis das französische Internat in der Hafenstadt Latakia besuchen. Darauf folgen Abitur und Studium an der philosophischen Fakultät in Damaskus. Seit 1986 lebt und arbeitet er in Paris. Adonis schreibt seit fast 70 Jahren Gedichte und hat sich als Lyriker der arabischen Dichtung weltweit einen Namen gemacht. Für seine lyrische Arbeit erhielt er zahlreiche Preise und gilt schon seit Jahren als Favorit für den Literaturnobelpreis. An diesem Abend wird Adonis uns auf eine lyrische Reise mitnehmen, musikalisch begleitet von Taufik Mirkhan auf dem Qanun. Die deutsche Übersetzung wird von Stephan Weidner gelesen. Veranstalter SEKu e.V. 19.08. Songs & Whispers Special: Simon Hudson (AUS) & Troy Petty (USA) Samstag, 19. August 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 18 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Songs & Whispers Special -Reihe im Sendesaal startet in die Wintersaison 2017 mit Gitarrist und Sing/Songwriter Simon Hudson (AUS) und Troy Petty (USA). Simon Hudson - Gesang, Gitarre Troy Petty - Gesang, Gitarre Simon Hudson (AUS), Gitarrist und Singer/Songwriter aus Melbourne, erschafft mit seiner Musik eine faszinierende Kombination aus originellem Songwriting und funkigen Latin-Rhythmen. Von Worldmusic und Roots bis hin zu Folk ist alles darin zu finden - quasi Weltmusik 2.0. Sein Musikerleben begann bereits in der Kindheit: Ein Freund drückte dem Australier eines Tages eine Gitarre in die Hand und bat Hudson darum, dass er darauf den „Ententanz“ vorspielen solle. In musikalischer Hinsicht deutlich prägender war jedoch der Moment, als ein Schlagzeug Einzug in sein Leben hielt. Damit begann eine Reise in die weite Welt der Percussion inklusive Stationen bei afrikanischen Trommelmeistern, Auftritten bei den olympischen Spielen und mit Tanztruppen in ganz Australien. Mit der Veröffentlichung ihrer EP „Time and Space“ 2012 haben Simon Hudson und seine Band bereits ein außergewöhnliches Talent an Songwriting mit ehrlichen Texten und groovigen Beats bewiesen. Dieser Meinung ist nicht nur die Fachpresse, sondern auch die stetig wachsende Fanbase der Band. Mit ihrer Hilfe hat die Band über die Crowdfunding Plattform „Pozible“ mehr als 10.000$ gesammelt und konnte damit das aktuelle Album „Earthman“ finanzieren. Viele der neuen Songs schrieb Hudson in einer Selbstfindungsphase. Ergebnis dieses Prozesses waren schlussendlich zehn wunderbar authentische Songs, die den Soundtrack zu den unterschiedlichsten Lebenslagen bilden können. Die „Flight of the Earthman“-Tour begann schon 2016 in Australien und Europa und findet nun ihre Fortsetzung. Live ist Hudson– je nach Anforderung – vom Solo-Künstler bis hin zum Roots-Trio unterwegs. Einflüsse: Paul Simon, Carlinhos Brown, Jose Gonzales, Neil Finn, Yo-Yo Ma. The Cat Empire Earthman ist ein richtig gut gemachtes Album, dessen Musik sich irgendwo zwischen entspanntem Soul, Pop und Weltmusik bewegt. Die Qualität der Musik überzeugt. -Polyprisma.de “I just love the vibe that this track has to offer. It’s fulfilling, tuneful, entertaining and uplifting. This song has a lot of soul…” -Do Me A Favour review, ReverbNation www.simonhudson.com.au Troy Petty (USA) Mit einer sanften, doch imposanten Ausdrucksweise und einer Stimme, die an einen nicht ganz so finsteren Brian Molko (Placebo) erinnert, liefert Troy Petty starke Argumente dafür, gegenwärtig einer der dynamischsten Performer zu sein. REM und Placebo gechannelt durch Jeff Buckley, so könnte man seinen Sound charakterisieren. Jedoch lässt sich seiner Musik kein Label auflegen, Pettys Authentizität schwingt in jedem seiner Songs mit. Sein jüngster Streich nennt sich „Departure“ und erzählt von persönlichen und professionellen Turbulenzen und der dadurch gewonnenen Lebenserfahrung. Die Kritiker meinen, seine Lyrics klängen irgendwie weiser und die Musik und Produktion seines neuen Albums muten triumphierend an. „Departure“ handelt vom Loslassen, vom Vertrauen in die eigene Intuition und davon, die eigene Bedeutung von Komfortzone zu finden, so Petty. Sein aktueller Wohnsitz Columbus, Ohio ist auch der Ort, an dem er seinen Sound neu erfunden hat und als Trio bzw. Solo-Künstler, ausgestattet mit Vocal-Effekten und hallenden Akustikgitarren, einen neuen persönlichen Höhepunkt erreicht hat. Das Album „So The Past Shall Pass“ brachte ihm 2001 die Anerkennung des Chicago Magazins und des Kritikers Jim DeRogatis ein. Vier Jahre später erschien das Doppelalbum „Gemini“, das ihm ermöglichte, sowohl eine CD für seine akustische, als auch seine elektronische Seite, zu veröffentlichen. 2012 gründete er das Kurzzeitprojekt „The Last Dark Show“, mit dem er seinen Umzug nach Columbus einleitete. „Departure“ erscheint als Extended Edition untel dem Titel „DepartureS“ am 28.7.2017 auf dem Bremer Label „SONGS & WHISPERS“. “Through stories of survival, escape, redemption and regret, tunesmith Troy Petty pens lyrics that sting as well as soothe atop a flawless mix of Indie and polished alternative pop.” - Jim Hanke, Forest Bride PR “Love at first listen. What an incredible talent.” - Jer, Sleeping Bag Studios “Departure is an EP that manages to get the balance between strife, melancholy and hope right. Petty’s music is a timestamp to the struggles and changes he was going through and there is genuine honesty throughout that can’t be manufactured.” -  Matt Jensen, The Even Ground www.troypettymusic.com Eine Veranstaltung von Songs & Whispers   24.08. Renaud García-Fons Revoir Paris Donnerstag, 24. August 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der phänomenale Kontrabassist Renaud García-Fons besinnt sich mit seinem neuen Projekt Revoir Paris auf die Klänge seiner Heimatstadt. Er holt nun sein bereits für März angekündigtes Konzert nach, das seinerzeit aus Krankheitsgründen veschoben werden musste. Bereits erworbene Karten behalten für dieses Konzert ihre Gültigkeit. Revoir Paris Renaud García-Fons - Kontrabass  Stephan Caracci - Vibraphon, Perkussion David Ventitucci - Akkordeon „Das gibt es nicht gar zu oft, dass einem nach wenigen Tönen schon das Herz aufgeht und dieses Gefühl anhält – je länger, je lieber.“ (Jazzthing über “Silk Moon”) Der „Paganini des Kontrabass“, Renaud García-Fons, zählt zu den außergewöhnlichsten Musikern der Jazz- und Weltmusikszene. Als einer der virtuosesten Kontrabassisten der Gegenwart übertrifft der Franzose „auf dem Fünfsaiter […] alles, was im Jazz bis dato […] möglich schien“ (Jazz-Lexikon 2002). Er verfügt auch in höchsten Lagen über eine perfekte Intonation: Sein Anspruch, im Grunde „auf dem Bass singen” zu wollen, ließ ihn eine beispiellose Virtuosität erlangen und zur Weltspitze aufsteigen. Ein herkömmlicher Kontrabass genügte seinen Ansprüchen hierfür bald nicht mehr: „Schon früh fügte ich eine hohe fünfte Saite hinzu um den Tonumfang zu vervollständigen“, erläutert der Ausnahmemusiker. Seine musikalische Suche ließ ihn immer mit neuen Klängen experimentieren. Die Karriere in der internationalen Szene bildet den Boden für seine eigenen Kreationen, in denen er die „unüberwindlichen Grenzen“ der verschiedenartigen Musik überwindet. Von syrischer Musik über den Flamenco und andalusische Weltmusik nimmt García-Fons Strömungen der verschiedensten Richtungen in sich auf und kehrt dabei doch immer wieder zum Jazz zurück: „Meine Einflüsse erstrecken sich von diversen Richtungen traditioneller Musik bis zur Klassik. Ich habe das tiefe Empfinden, dass es nur eine Musik gibt. Die Musik ist wie ein Diamant und jede ihrer Facetten nur eine andere Brechung des Lichtes in diesem Stein.“ 2009 wurde er mit dem Solo Performing Award der International Society of Bassists (USA) ausgezeichnet, 2010 erhielt er den deutschen Echo Jazz-Preis in der Kategorie Bester Internationaler Instrumentalist (Kategorie Kontrabass) für sein Album „La Línea del Sur“. Daneben veröffentlichte er seit 1992 zwölf Alben, zuletzt „Beyond the Double Bass” (2013) und „Silk Moon“ (2014). Letzteres nahm Renaud Garcìa-Fons gemeinsam mit dem Streichlautenspieler Derya Türkan auf. Ein kongeniales Duo, das eine „leidenschaftliche, imaginäre Folklore zwischen Bosporus und Mittelmeer“ (Badische Zeitung) erschafft. Mit seinem neuestes Projekt besinnt er sich jedoch zurück auf seinen eigenen Wurzeln: Mit David Ventucci (Akkordeon) und Stephan Caracci (Vibraphon und Drums) schafft er mit „Revoir Paris“ eine tiefempfundene Hommage an seine Heimatstadt. „Revoir Paris“ ist García-Fons ganz persönliche Ode an das Paris, das er liebt, das Paris der Träume, voller musikalischer Einflüsse des französischen Chansons, des Gypsy-Jazz, der großen französischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, aber auch dem Schmelztiegel zahlreicher Kulturen. All seine musikalischen Reisen durch die Welt führen ihn zurück zu dem enormen Reichtum und Vielfalt der Musik seiner Heimatstadt, dem einzigartigen Kontrast von Alt und Neu, was sich doch vereint. Eine traumhafte, gefühlvolle Reise, bei der wir Renaud García-Fons ganz persönlich begleiten dürfen… 31.08. »Wortspiel – Das Musik-Gespräch« zur Matthäus-Passion von Johann Sebastiani Donnerstag, 31. August 2017 | 18:00 Uhr | Tickets 12 Euro (ermäßigt 9,60 Euro) Kombi-Ticket mit Konzert um 20 Uhr: 33 Euro (ermäßigt 26,40 Euro)
 Hier geht es zu den online-Tickets Eine Einführung von Christoph Schmitz (Deutschlandfunk) mit den Musikern des Boston Early Music Festival Chamber & Vocal Ensemble zur Matthäus-Passion von Johann Sebastiani. Das Werk wird anschließend im Sendesaaal Bremen präsentiert werden. An jedem zweiten Mittwoch im Monat widmet sich im Deutschlandfunk die Sendung »Spielweisen« dem »Wortspiel – Das Musik-Gespräch«. Boston Early Music Festival Chamber & Vocal Ensemble
 Christoph Schmitz Moderation Programm:
 »Wortspiel – Das Musik-Gespräch« zur Matthäus-Passion von Johann Sebastiani

 Das »Wortspiel« möchte die Klanglandschaft einer Komposition erkunden. Im Gespräch mit den Musikern an den Instrumenten wird dem Publikum vorgestellt, wie der Komponist sein Werk »gebaut« und seine Themen und Motive, Spannungsbögen und Höhepunkte entwickelt hat. Christoph Schmitz, Abteilungsleiter Musik beim Deutschlandfunk, spricht mit Instrumentalisten und Sängern des Boston Early Music Festival Chamber & Vocal Ensembles, die mit zahlreichen Musikbeispielen versehen die Matthäus-Passion von Johann Sebastiani vorstellen und dem Geist des Werkes auf die Spur kommen.

 Eine Veranstaltung vom Musikfest Bremen in Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk Sendetermin Mittwoch, den 11. Oktober 2017, um 22:05 Uhr im Deutschlandfunk 31.08. Boston Early Music Festival: Matthäus-Passion (1672) nach Johann Sebastiani Mittwoch, 31. Mai 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro) Kombi-Ticket mit »Wortspiel – Das Musik-Gespräch« um 18 Uhr: 33 Euro (ermäßigt 26,40 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Boston Early Music Festival Chamber & Vocal Ensemble kehrt für dieses Musikfestkonzert in seine europäische home base, den Sendesaal zurück. Boston Early Music Festival Chamber & Vocal Ensemble
 Colin Balzer - Tenor (Evangelist)
 Stephen Stubbs und Paul O'Dette - Theorbe und Leitung Programm:
 Matthäus-Passion (1672) nach Johann Sebastiani Johann Sebastiani – mit seinem Namen werden wohl nur wenige ausgewiesene Musikliebhaber etwas anfangen können. 1622 in Weimar geboren, hat er einen großen Teil seines Lebens in Königsberg verbracht, wo er um 1650 eintraf und später zum Hofkapellmeister berufen wurde. Neben zig Gelegenheitskompositionen schuf er 1672 auch eine »Matthäus-Passion« – eine willkommene Ergänzung unseres Bildes von der lutherischen Kirchenmusik, mit der sich die Lücke der Passionsvertonungen zwischen Heinrich Schütz und Johann Sebastian Bach schließt. Stephen Stubbs und Paul O'Dette sowie ihr Boston Early Music Festival Chamber & Vocal Ensemble werden Bremen in bester Erinnerung haben, haben sie doch schon mehrfach im Sendesaal aufgenommen und für ihre Einspielung von Marc-Antoine Charpentiers Barockoper »La Descente d’Orphée aux Enfers« 2015 einen Grammy Award gewonnen. Mit Johann Sebastianis »Matthäus-Passion« erinnern sie nun an die große Tradition des Königsberger Musikschaffens mit Sebastiani als einem seiner Hauptvertreter.



 Eine Veranstaltung vom Musikfest Bremen 02.09. Bossier Quartet Samstag, 02. September 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Quartett des belgischen Klarinettisten Jaan Bossier nimmt sich in seinem neuen Programm der sephardischen Musik und des Flamenco an. Bossier Quartet Jaan Bossier - Klarinette, Arrangements Florian Peelmann - Bratsche Gwen Cresens - Akkordeon Axel Ruge - Kontrabass Special Guest: Amparo Cortés - Flamenco-Gesang Das Bossier Quartet spielt Musik die sich von verschiedenen Quellen inspirieren lässt,  sich verwandelt und entwickelt zu einem höchstpersönlichen Stil, zusammengestellt und komponiert vom Leiter und Klarinettisten Jaan Bossier. Spannend und gut gelaunt gibt Jaan Bossier mit seinen Moderationen Einblicke in das Programm. Beschwingt und mitreißend nehmen der Klarinettist und sein Ensemble das Publikum mit ins musikalische Sentiment. Die vier Musiker stammen aus namhaften Orchestern wie dem Lucerne Festival Orchestra, dem Mahler Chamber Orchestra, dem WDR Sinfonieorchester oder dem Ensemble Modern. Eine Prägung, die sich nicht zuletzt in der Qualität der Darbietungen niederschlägt. 15 Canciones Populares Antiguas: Klänge aus dem Süden. Musik steigt auf aus Poesie. Kaum ein anderes Instrument kommt dem lebendigen Lachen und Weinen der menschlichen Stimme so nah, wie die Klarinette. Im neuen Programm des Bossier Quartets  steht die Leidenschaft des spanischen Dichters Federico García Lorca für den Flamenco im Mittelpunkt. Lorca, der auch ein begabter Pianist war, hatte die Flamenco-Sängerin La Argentinita in andalusischen Bars am Klavier begleitet. Ihre Auftritte waren legendär und wurden 1931 auf einer Schallplatte verewigt. In dieser überschwänglichen und gefühlsbeladenen Zeit ist die Sammlung „15 Canciones Populares Antiguas“ entstanden - eine Fundgrube der Inspiration für Jaan Bossier. Die alten Volkslieder und vergessenen sephardischen Melodien werden im Duktus der Klezmerklarinette zu neuem Leben erweckt. 16.09. CD Präsentationskonzert: Florian Heinisch spielt Sidney Corbett Samstag, 16. September 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der Pianist Florian Heinisch nahm 2016 im Sendesaal seine erste CD mit Werken des amerikanischen Komponisten Sidney Corbett auf, die er, ergänzt um die Bagatellen op.126 von Ludwig van Beethoven, in diesem Konzert präsentieren wird. Florian Heinisch - Klavier Ludwig van Beethoven (1770-1827): Bagatelle op 126 Nr. 1 - Andante con moto Sidney Corbett (geb. 1960): Obèlisque polonaise Ludwig van Beethoven: Bagatelle op 126 Nr. 2 - Allegro Sidney Corbett: Oversexed and underfucked Ludwig van Beethoven: Bagatelle op 126 Nr. 3 - Andante Ludwig van Beethoven: Bagatelle op 126 Nr. 4 - Presto Sidney Corbett: Yorick's Skull Ludwig van Beethoven: Bagatelle op 126 Nr. 5 - Quasi allegretto Sidney Corbett: Postscript (to an unsent letter) Ludwig van Beethoven: Bagatelle op 126 Nr. 6 - Andante amabile e con moto - Tempo I Der Pianist Florian Heinisch (*Eisenach 1990) hat sich in den letzten Jahren als einer der markantesten und individuellsten unter den herausragenden jungen deutschen Pianisten etabliert und steuert derzeit auf eine wunderbare musikalische Karriere zu  - hierzu trug auch die an den 1943 ermordeten Pianisten Karlrobert Kreiten erinnernde Konzertreihe "Das Ungespielte Konzert" bei, die ihm 2016 bundesweite, außerordentliche Anerkennung bescherte und ihn auch in den Sendesaal führte. Florian studiert nach glanzvollem Master-Abschluss derzeit im Sonderstudiengang "Konzertexamen" bei Sontraud Seidel in Karlsruhe. Ein besonderes Augenmerk richtet er auf die Neue und neueste Musik. Mit dem bedeutenden amerikanischen Komponisten und Professor an der Mannheimer Musikhochschule Sidney Corbett (*Chicago 1960), der in den Achtzigerjahren bei György  Ligeti in Hamburg studierte, verbindet Florian Heinisch bereits eine mehrjährige Zusammenarbeit - diese führte im Sommer 2016 zu seiner ersten CD "Postscript" mit sechs Kompositionen Sidney Corbetts aus den Jahren 2004-2015, die im Sendesaal aufgenommen wurde. In diesem CD-Präsentationskonzert wird Florian Heinisch seine CD vorstellen - aber in einem typischen "Heinisch-Programm" werden vier Werke Corbetts im Wechsel mit den 6 Bagatellen op. 126 von Beethoven erklingen. Sidney Corbett wird selbst anwesend sein und im Gespräch über seine Musik, seine Zusammenarbeit mit Florian Heinisch und sein Wirken als Komponist sprechen. 17.09. residenz@sendesaal: Sarah Christian Sonntag, 17. September 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 30 Euro (ermäßigt 20 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Sarah Christian, Konzertmeisterin bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, hat im Sendesaal ihre erste eigene CD produziert, die sie in diesem Konzert vorstellen wird. Sarah Christian - Violine Lilit Grigorian - Piano Programm: Witold Lutoslawski : Partita Sergei Prokofiev: Sonate Nr. 1 f-Moll op. 80 Jörg Widmann: Etüde Nr. 2 für Violine Solo Franz Schubert: Fantasie in C-Dur D934 Sarah Christian, geboren in Augsburg, absolvierte ihr Studium bei Antje  Weithaas  an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Von 2013 bis 2016 hatte sie dort auch einen Lehrauftrag als ihre Assistentin inne. Ihren ersten Studienabschnitt bei Igor Ozim an der Universität Mozarteum Salzburg schloss sie im Alter von 20 Jahren mit höchster Auszeichnung ab. Wichtige musikalische Anstöße erhielt sie in Meisterkursen bei Thomas Brandis, Donald Weilerstein, Rainer Schmidt, Maxim Vengerov und bei Miriam Fried. Internationale  Erfolge  feierte  Sarah  Christian  als  Preisträgerin  zahlreicher  Wettbewerbe.  Zuletzt wurde  sie  2013  beim  Internationalen  Violinwettbewerb  „Michael  Hill“  in  Auckland /Neuseeland mit  einem  2.  Preis und dem  Kammermusikpreis ausgezeichnet. Sie ist Preisträgerin des „Louis Spohr“-  Wettbewerbs und Gewinnerin des internationalen Violinwettbewerbs  „Kocian“  in Tschechien. Es folgten Preise bei den Violinwettbewerben „Henri Marteau“, bei dem sie zusätzlich den Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von W.A.Mozart erhielt, sowie beim Wettbewerb der  Kulturstiftung Hohenlohe in  „Kloster  Schöntal“. Hier ist ebenfalls ein Sonderpreis für das virtuose Werk zu erwähnen. Beim "Johannes Brahms"- Wettbewerb in Österreich erspielte sie sich einen Ersten Preis. Die Stiftung Mozarteum übergab der Preisträgerin anlässlich des 10. Wettbewerbs „W.A.Mozart“ in Salzburg den Förderpreis für die jüngste  Finalistin.  2008 wurde sie mit dem „Best string player of the year“ Award sowie der Yehudi Menuhin Medaille der Universität Mozarteum Salzburg ausgezeichnet.  Sie gewann  den  Violinwettbewerb  „Szymon  Goldberg“  in Meissen und wurde mit der „Szymon Goldberg“ Medaille als Gesamtsiegerin geehrt. Anfang 2012 erspielte sie sich beim „Mendelssohn-Bartholdy“ Wettbewerb in Berlin den 1. Preis sowie den Preis  der  Freunde  Junger Musiker. Sarah  Christian legt besonderen Wert auf ihre kammermusikalische Ausbildung und Entwicklung. Impulsgebend war dafür auch die Zusammenarbeit mit dem Hagen  Quartett.  2010 spielte sie sich beim Deutschen Musikwettbewerb in Bonn im Fach Duo Violine/Klavier ins Finale und wurde als  Stipendiatin  in  die  „Bundesauswahl  Konzerte  Junger  Künstler“  aufgenommen.  Bei  den  Festivals  Spannungen  in Heimbach und den Schwetzinger Festspiele spielte  sie mit u.a. Lars Vogt, Jörg Widmann, Tanja Tetzlaff. 2015 fand zum ersten Mal ihre Kammermusikreihe Freistil in Augsburg statt, die sie als künstlerische Leiterin gemeinsam mit dem Cellisten  Maximilian  Hornung initiiert hat und betreut. Konzerte führten sie bereits in viele Länder Europas, nach China, Japan, Südamerika und die USA führte. Sie spielt als Solistin u.a. mit dem „Via Nova“ Chor München, mit den Philharmonien Hermannstadt und Timisoara/ Rumänien, der Bayerischen Kammerphilharmonie,  der  Camerata Salzburg, der Auckland Philharmonie, dem Sinfonieorchester Klagenfurt, der Deutschen Kammerphilharmonie  Bremen u.a. Seit 2013 ist sie 1.  Konzertmeisterin  der  „Deutschen  Kammerphilharmonie“  Bremen.  Neben Projekten mit renommierten Dirigenten und Solisten genießt sie vor allem auch die Möglichkeit immer wieder selbst vom Pult aus zu leiten. In dieser Position hat sie sich bereits einen Namen gemacht und ist regelmäßig zu Gast bei anderen Orchestern wie zum Beispiel dem „Deutschen Sinfonieorchester“ Berlin, dem BBC Symphony Orchestra oder der Kammerakademie Potsdam. Ihre Debüt CD nahm sie im Sendesaal auf. Sie ist soeben am 2. Juni erschienen bei GENUIN und wird in diesem Konzert präsentiert. Lilit Grigoryan wurde 1985 in Jerewan (Armenien) geboren und erhielt im Alter von sieben Jahren in der Musikschule Al. Spendiaryan bei Arkuhi Harutyunyan ihren ersten Klavierunterricht. Ihre Ausbildung absolvierte sie zu erst am staatlichen Konservatorium Komitas (bei Prof. Sergey Sarajyan) und dann an der Hochschule für Musik und Theater Rostock in der Klasse von Prof. Matthias Kirschnereit. Lilit war auch Residenzkünstlerin an der Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Belgien, unter der Leitung von Maria-Joao Pires.  Lilit Grigoryan ist mehrfache Preisträgerin bei internationalen Wettbewerben. 2008 erhielt sie den renommierten Kulturpreis des armenischen Präsidenten sowie Preise der Russischen Föderation und der Stadt Jerewan. Sie gastierte bei internationalen Musikfestivals, u.a. beim Schleswig-Holstein Festival, bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, Gezeitenkonzerten, beim Young Euro Classics und Kultursommer Nordhessen, beim Auvers-sur-Oise und Menton Festival in Frankreich, beim Verbier und Montreux-Vevey Festival in der Schweiz und beim Festival Midi-Minimes in Belgien. Lilit Grigoryan konzertierte bereits in 27 Ländern weltweit. Klavierabende führten sie in bedeutende Säle wie das Konzerthaus Berlin, Laeiszhalle Hamburg, Philharmonie Essen, Concertgebouw Amsterdam, Salle Cortot und Cité de la musique in Paris, BOZAR und Flagey in Brüssel, Steinway Hallen in New York, London und Hamburg. Als Solistin trat sie mit verschiedenen großen Orchestern auf, u. a. mit der Sinfonia Varsovia, dem Gulbenkian Orchestra, dem Königlichen Philharmonischen Orchester Liège, der Norddeutsche Philharmonie, dem Armenischen Philharmonischen Orchester, dem Wallonischen Königlichen Kammerorchester, der European Camerata. Lilit Grigoryan wurde als Stipendiatin von der Deutschen Stiftung Musikleben und von der Horst-Rahe-Stiftung unterstützt. Einige ihre Konzerte wurden von Deutschlandradio, NDR Kultur, Radio France, France 3, Musique 3 und Public Radio of Armenia aufgezeichnet. 22.09. Carolin No - Ehrlich gesagt, die Duo-Show Freitag, 22. September 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die sympatischen Singersongwriter Carolin No aus Süddeutschland sind diesmal ganz ohne Band, einfach nur im Duo im Sendesaal zu hören. Ehrlich gesagt-Tour 2017 Carolin Obieglo - Gesang Andy Obieglo - Keyboards, Gitarre »Ehrlich gesagt hab ich schon lange nichts mehr ehrlich gesagt und daran was zu ändern ehrlich gesagt kontinuierlich vertagt …« Die Songs von Carolin No berühren. Sie beobachten, beglücken, beschwingen. Sie beschönigen nicht, strahlen aber immer Zuversicht aus – nicht auf laute Art und doch so kraftvoll, niemals angepasst und doch so zeitgemäß. 2007 debütierte das Singer-Songwriter-Duo mit seinem ersten Studioalbum. Heute, zehn Jahre, über ein Dutzend Alben und Hunderte Konzerte später, präsentieren Carolin und Andreas Obieglo mit »Ehrlich gesagt« ihr neues, wie immer in Eigenregie produziertes und einmal mehr überraschendes Studioalbum. Leichtfüßig und mit abenteuerlicher Spielfreude überspringt das Musiker-Ehepaar, das nach Stationen in Berlin und den USA heute fernab der Metropolen seine Songs schreibt, auch auf dem neuen Album die Genre-Grenzen. Als Chronisten des Alltags – des bunten genauso wie auch des grauen – fangen die beiden Multiinstrumentalisten und Songwriter Momente ein und übersetzen diese in Töne. Sie erzählen Geschichten mit ihren Liedern und feiern den Augenblick. Gerne lässt man sich von dieser Musik berühren und verzaubern, denn sie ist, ehrlich gesagt, sehr besonders. »Carolin No machen nicht nur außergewöhnliche Musik, sie haben auch etwas zu sagen.« Mainpost Würzburg »Immer treffen Caro und Andis Lieder mitten ins Herz, ohne dass der Verstand still steht. Ganz selten kann ein Konzert die Besucher so nachhaltig staunen lassen wie dieses.« Aachener Zeitung »Atemberaubend gut!« Weser-ITH News 23.09. Tim MacMillan Samstag, 23. September 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der australische Ausnahme-Gitarrist Tim McMillan diesmal im Duo mit der Geigerin Rachel Snow. Tim McMillan - Gitarre, Gesang Rachel Snow - Violine. Gesang Tim McMillan aus Melbourne, Australien, ist ein abtrünniger Durchschnittsbürger und ein ganz und gar einzigartiger Musiker. Er präsentiert seine virtuosen akustischen Fähigkeiten in nahezu athletischen Gitarrenkniffen und einem scharfsinnigen und melodischen Songwriting. Musiker werden gerne einem bestimmten Genre zugeordnet. In einer Schublade verstaut und bei Bedarf wieder herausgeholt. Doch für Tim McMillan passt keine Schublade. Er ist überall und doch nirgendwo einzuordnen. Tim McMillan vereint eine Vielzahl von Stilen: Folk, Jazz, Klassik, Blues und eine gesunde Prise Heavy Metal beeinflussen seine Musik. Der Gitarrist versteht es nicht nur, die Genre-Grenzen zu sprengen. Er ist auf seinem Instrument ein Virtuose, ein Ausnahmekönner. "Goblincore“ (Goblin bedeutet Kobold) würde der Australier auf seine Schublade schreiben. Die Bezeichnung hat er sich selbst ausgedacht für das ungezähmte, fantastische Element seiner Musik. Seine lebendigen Auftritte, sein Sinn für Humor und seine Fähigkeit das Publikum zu begeistern haben ihn zu einem beliebten Live-Künstler gemacht. In seinem Heimatland Australien hat Tim zahlreiche Preise gewonnen, unter anderem den Maton Young Guitarist of the Year und Cole Clark & Ben Harper Guitar Award als bester Instrumentalist. Tim McMillan wird auf dieser Tournee mit Rachel Snow aus Melbourne sein neues Album „Hiraeth“  präsentieren. Das orientiert sich an früheren Werken und Veröffentlichungen. Die lyrischen Inhalte bleiben dabei wie gewohnt rätselhaft und lassen Raum für Interpretation. Der Gesang (oftmals mehrstimmig) fügt sich weich in die gitarrenorientierten Klänge ein. Seine souveräne Virtuosität erlaubt ihm Erkundungsflüge von Jazz bis Folk, von Heavy Metal bis Flamenco. Bei Tim McMíllan ist es schier unmöglich, beim ersten Durchlauf die Facetten und musikalischen Ebenen der Kompositionen auch nur zu erahnen. Denen jedoch, die bei der ersten Begegnung in abwehrende Ehrfurcht versinken, sei versichert: Aus dem Staunen wird sich schnell Begeisterung entwickeln. 24.09. Wolfert Brederode Trio Sonntag, 24. September 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das neue Trio des sensiblen holländischen Pianisten Wolfert Brederode kommt erstmals in den Sendesaal. Mitschnitt Deutschlandfunk Kultur Wolfert Brederode Trio Wolfert Brederode - Piano Gulli Gudmundsson - Kontrabass Jasper van Hulten - Schlagzeug Wolfert Brederode wurde 1974 bei Den Haag geboren. Seit 1996 hat er sich als Musiker und Komponist zu einer der prominentesten und authentischen Persönlichkeiten der jüngeren holländischen Jazz-Generation entwickelt. Seine Offenheit für unterschiedlichste Musik und sein beständiges Suchen nach neuen Herausforderungen charakterisieren seine Musik. Wolfert Brederode hat u.a. mit Dave Liebman, Arve Henriksen, Yuri Honing, Harry Sokal, Eric Vloeimans, Trygve Seim, Cristina Branco und der Amsterdam Sinfonietta gearbeitet. Tourneen führten ihn nicht nur durch ganz Europa sondern auch nach Afrika, Japan und Südamerika. Seit 2014 spielt er im Trio mit Gulli Gudmundsson und Jasper van Hulten. 2016 erschien bei ECM die CD Black Ice.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
6x
yasni 02.08.17  +  

G20 -- Krass und bitter !

Die krassen und bitteren Bilder vom G20-Gipfel in Hamburg schwirren uns noch immer durch den Kopf. Und schwierige Fragen. Ist es angesichts der massiven Gewalt noch richtig, Politik und Polizei dafür zu rügen, dass sie bereits im Vorfeld das Versammlungsrecht massiv eingeschränkt haben? Oder müssen Protestbewegungen nicht erst einmal viel klarer Nein zur Gewalt sagen? War es richtig, den G20-Gipfel zu begrüßen, wenn so wenig rauskam? Oder ist der G20-Beschluss zum Klima nicht doch einiges wert? Langsam ordnen sich unsere Gedanken, und wir möchten sie mit Ihnen teilen. Wie sehr gewaltsamer Protest unserem Anliegen schadet, das haben uns die letzten Tage in Hamburg noch einmal gezeigt: Die inhaltliche Kritik am G20-Gipfel verschwand völlig hinter der Debatte um gewaltsame Auseinandersetzungen. Mit Gewalt erreicht man nicht die Herzen der Menschen, sondern bringt sie gegen sich auf. Wer Autos anzündet und Polizist/innen attackiert, wer marodierend alles kurz und klein schlägt und Geschäfte plündert, der sabotiert und diskreditiert das Engagement zehntausender Menschen, die ihre Kritik friedlich an der Politik der G20 äußern.[1] Das ist anmaßend. Das ist dumm. Das ist kriminell. Und braucht eine klare Ansage: Mit uns habt ihr nichts gemein. Die Rauchschwaden über Hamburg helfen vor allem Angela Merkel. Links von ihr legen Vermummte alles in Schutt und Asche, rechts von ihr verbreiten Autokraten Angst und Schrecken – und sie kann sich inszenieren als diejenige, die im Sturm noch Sicherheit bietet. So gewinnt man Wahlen. Für Kritik bleibt dann kein Raum: Wie katastrophal Merkels ideologische Sparpolitik für Griechenland und Co. sich auf Europa auswirkt. Wie doppelbödig ihre Klimapolitik ist, wenn sie daheim Kohlekraftwerke munter weiter laufen lässt. Wie sie Politikverdrossenheit fördert, indem sie jede politische Auseinandersetzung einschläfert. Wir wissen nicht, wer sich alles schwarz vermummte, und etliche waren vielleicht schlicht kriminelle Hooligans. Das ist ein Grund mehr, endlich das Geschwurbel mancher Organisatoren des Protests zu beenden, die sich vor einer klaren Distanzierung von Gewalt drücken.[2] Es reicht nicht, wenn sich jetzt einige von „sinnloser Zerstörung“[3] distanzieren oder von einer „Form von Militanz, die sich an sich selbst berauscht hat“.[4] Das impliziert ja, dass es in einer parlamentarischen Demokratie sinnvolle Militanz und Zerstörung gäbe. Auch Fehlverhalten der Polizei rechtfertigt in keinster Weise tätliche Angriffe auf Polizist/innen und Vandalismus. Die Ursachen für das Ausmaß der Gewalt sind aber auch woanders zu suchen: bei den politisch Verantwortlichen für den Polizeieinsatz – bei Angela Merkel, bei Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und auch bei den Grünen, die so tun, als wären sie gar nicht Teil des Senats.[5] Viele Berichte belegen: Statt besonnen und verhältnismäßig vorzugehen, hat die Polizei schon im Vorfeld des Gipfels Auseinandersetzungen provoziert und trat immer wieder martialisch auf.[6] Als dann die Ausschreitungen während des Gipfels eskalierten, war sie völlig überfordert. Ausgerechnet ein bekannter Hardliner, Hartmut Dudde, wurde vom rot-grünen Senat zum Einsatzleiter der Polizei ernannt. Schon mehrmals haben Gerichte ihm Verstöße gegen geltendes Recht attestiert.[7] Hinzu kommt, wie massiv das Versammlungsrecht ausgehebelt wurde, ein Grundpfeiler einer lebendigen und streitbaren Demokratie. Demos pauschal auf 38 Quadratkilometer untersagen.[8] Der Versuch, Camps für Demonstrant/innen generell zu verbieten.[9] Das ist eines Rechtsstaats unwürdig. Wer Trump, Putin und Erdogan, wer Autokraten und Antidemokraten zu sich einlädt, der sollte ihnen sagen: Schaut her, bei uns werden Demos nicht verboten. Hier werden friedliche Demonstranten nicht verprügelt – auch wenn wir wehrhaft gegen Gewalttäter vorgehen. Für uns sind Grundrechte das höchste Gut – und wir sind stolz darauf. Wie soll nach den Tagen von Hamburg eine Bundesregierung noch Erdogan und Putin kritisieren, wenn sie auf friedliche Demonstrant/innen einschlagen lassen? Beide werden diebische Freude an den Bildern von Hamburg haben. Leider stößt das Aushöhlen des Versammlungsrechts und das in etlichen Situationen unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei jenseits der Linkspartei auf wenig Widerspruch. Wo ist die scharfe Kritik einer Katrin Göring-Eckardt, eines Cem Özdemir oder einer Simone Peter von den Grünen, die sonst um keinen Tweet verlegen sind? Wo intervenieren Bürgerrechtler der SPD? Alle auf Tauchstation.[10] Und Olaf Scholz kommt zum irritierend pauschalen Urteil, die Polizei habe alles richtig gemacht.[11] Heribert Prantl, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, schreibt: „Die Hamburger Polizei hat die Demonstranten in toto als Gegner betrachtet, die man wegschieben muss[...]; die Hamburger Polizei – gemeint ist die politische Führung und die Einsatzleitung, nicht die zwanzigtausend Einsatzkräfte – hat schon im Vorfeld allein auf paramilitärische Taktiken gesetzt. Das war, das ist so von gestern wie die Politik von Herrn Trump.“ Ein so klares Statement hätte man sich auch von SPD und Grünen gewünscht.[12] Bewusst haben wir als Campact uns nicht der plakativen Botschaft „No G20“ angeschlossen. Gerade in so krisenhaften Zeiten wie den jetzigen halten wir es für zentral, dass Staatschefs miteinander reden. Gleichzeitig kritisierten wir im Bündnis mit Gewerkschaften, Umwelt- und Eine-Welt-Organisationen scharf die Politik der G20, besonders beim Klimaschutz und der Handelspolitik. Mit 25.000 Menschen demonstrierten wir im Vorfeld des Gipfels und forderten eine ganz andere Politik.[13] Unsere Protestwelle prägte die Abendnachrichten und Schlagzeilen der großen Zeitungen. Tausende Menschen am Ufer, hunderte auf Kanus, Flößen und allem, was schwimmt, boten ein buntes und friedliches Bild des Protests.[14] Die beeindruckende Großdemo mit 75.000 Menschen gegen G20 zum Ende des Gipfels wurde hingegen in den Medien von der Gewaltdebatte und den Bildern der Staatschefs ziemlich überdeckt. Doch was kam raus beim G20, beim Klimaschutz, bei der Handelspolitik? Beim Klimaschutz mehr als zu befürchten war. Trump wurde für seine Abkehr vom Pariser Klimavertrag klar isoliert. Ihm gelang es nicht, eine Koalition der Unwilligen zu formen – mit Russland, Saudi-Arabien, der Türkei, Kanada. Die Gipfelerklärung unterzeichneten alle Staaten außer den USA. Nach dem Gipfel machte allerdings Recep Erdogan einen Rückzieher.[15] Somit steht es jetzt immerhin 18:2. Die USA bekamen dafür die Erlaubnis, anderen Ländern zu helfen „einen Zugang zu fossilen Energien zu bekommen und sie sauberer und effizienter zu nutzen“.[16] Nicht schön, aber so läuft Gipfeldiplomatie. Der Beschluss der G20 ist in Zeiten von Trump ein wichtiger Erfolg. Gleichzeitig ist der G20-Beschluss viel zu wenig: Wenn Trump beim Klimaschutz die Bremse durchtritt, hätten die 18 anderen den Turbogang einlegen müssen. Gerade erst haben namhafte Klimaforscher gewarnt: Wenn die Menschheit die weltweite Erwärmung auf 1,5 bis 2 Grad begrenzen will, darf sie nur noch 600 Gigatonnen CO2 ausstoßen.[17] Derzeit liegen wir bei jährlich 40 Gigatonnen. Sprich: Fangen wir nicht an, massiv einzusparen, haben wir bereits in 15 Jahren alles CO2 in die Atmosphäre geblasen, das die Menschheit noch ausstoßen darf. Als „Klimakanzlerin“ wäre es beim G20 an Angela Merkel gewesen, mutig voranzuschreiten und den Turbogang einzulegen: indem sie endlich für Deutschland den Kohleausstieg verkündet. Doch Mut passt nicht zu Merkel. Beim Welthandel einigten sich die G20 immerhin auf ein klares Bekenntnis gegen Protektionismus.[18] Die Grenzen hochziehen – wie Trump es im Wahlkampf ankündigte – wäre fatal. Doch die G20 propagieren die falsche Alternative: noch mehr Handelsabkommen à la TTIP und CETA. Was wir brauchen sind Abkommen, die Konzernen Regeln verordnen. Verbraucher/innen-Rechte stärken. Umweltgesetze schützen. Arbeitnehmer-Standards ausbauen. Doch nichts gab’s. Die G20 bleiben in Hamburg auf stramm neoliberalem Kurs.Ein klares und trauriges Zeichen für diesen Kurs: In Brüssel wurde letzten Donnerstag symbolisch vor dem G20-Gipfel eine Grundsatzvereinbarung für JEFTA unterzeichnet, das EU-Handelsabkommen mit Japan.[19] Es würde ein Drittel der globalen Wirtschaftsleistung umfassen. JEFTA wäre das neue TTIP: Wieder wird geheim verhandelt. Wieder gibt es eine private Paralleljustiz für Konzerne. Wieder wird das Vorsorgeprinzip, der Grundpfeiler des europäischen Verbraucherschutzes, untergraben. Wie geht es jetzt weiter? G20 zeigt: Es stehen zwei große politische Auseinandersetzungen an. Das ist einmal JEFTA. Bis darüber endgültig entschieden wird, müssen wir das bislang im Geheimen verhandelte Abkommen gesamtgesellschaftlich bekannt machen. So, wie wir es schon zusammen mit unseren Partner/innen bei TTIP und CETA geschafft haben. Ein erster Erfolg: Schon 310.000 Menschen haben unseren Appell gegen das Abkommen unterzeichnet. Die zweite dicke Entscheidung ist der Kohleausstieg. Während der Koalitionsvertrag einer neuen Bundesregierung ausgehandelt wird, findet Anfang November in Bonn der nächste Weltklimagipfel statt. Für uns eine große Chance, einer neuen Regierung den Ausstieg aus der Kohle abzuringen. Zum Auftakt des Klimagipfels planen wir zusammen mit unseren Partner/innen eine Großaktion mit vielen tausenden Menschen. Am gleichen Wochenende wollen die Aktivist/innen von EndeGelände symbolisch die Bagger im Rheinischen Kohlerevier anhalten. Wir finden: eine mutige Aktion des Zivilen Ungehorsams. Denn sie ist vorher öffentlich angekündigt und gewaltfrei. Sie weist mit einer symbolischen Regelverletzung auf einen massiven Missstand hin, da andere legale Protestformen nichts gebracht haben. JEFTA zu stoppen, den Kohleausstieg durchzusetzen und rund um die Bundestagswahl für progressive Politik zu streiten – das werden die Schwerpunkte unserer Arbeit in den nächsten Monaten sein. Wir setzen darauf, Sie dabei an unserer Seite zu haben. Denn so bitter die Bilder der Gewalt in Hamburg auch waren – wir erinnern uns auch an viele andere Eindrücke. Singende und tanzende Menschen. Eine Binnenalster voller Gummiboote, Kajaks und selbst gebauten Flößen. Etliche urige Schilder und Protestbanner. Kinder, die Seifenblasen durch Hamburgs Straßen pusten und alte Freunde, die sich unverhofft auf einer gemeinsamen Demonstration treffen. Auch das sind starke Bilder – Bilder, die bleiben. Mit herzlichen GrüßenChristoph Bautz und Felix Kolb, Vorstand Campact PS: Sie würden gerne diesen Text kommentieren? Und erfahren, was andere Campact-Aktive zum G20-Gipfel denken? Hier können Sie zu diesem Text Ihre Meinung schreiben... [1] „Randalierer verwüsten Schanzenviertel“, Zeit Online, 8. Juli 2017 [2] „‘Ein abgebranntes Auto ist immer noch Sachbeschädigung’“, Zeit Online, 27. April 2017 [3] „Attac lehnt sinnlose Zerstörung ab“, Attac.de, 8. Juli 2017 [4] „Entsetzen über Krawalle in der Schanze“, NDR.de, 8. Juli 2017 [5] „Hamburger Grüne auf Tauchstation“, taz.de, 11. Julie 2017 [6] „Krawall in Hamburg“, Deutschlandfunk, 6. Juli 2017 [7] „Warum Hamburgs Polizei-Einsatzleiter polarisiert“, Süddeutsche Zeitung, 8. Juli 2017 [8] „Allgemeinverfügung“, Freie und Hansestadt Hamburg, 1. Juni 2017 [9] „Polizei verbietet Übernachtungen in Camp“, Handelsblatt, 2. Juli 2017 [10] „‘Das ist politische Feigheit’“, taz.de, 6. Juli 2017 [11] „Scholz lobt ‘heldenhafte’ Arbeit der Polizei“, NDR.de, 9. Juli 2017 [12] „Grundrechte sind kein abstrakter Kokolores“, Süddeutsche Zeitung, 9. Juli 2017 [13] Website der G20-Protestwelle, www.g20-protestwelle.de[14] „Anti-Randal-Auftakt in Hamburg“, Süddeutsche Zeitung, 2. Juli 2017 [15] „Erdogan stellt Klimavertrag infrage“, tagesschau.de, 8. Juli 2017 [16] „G20 Germany 2017. Erklärung der Staats- und Regierungschefs“ [17] „Three years to safeguard our climate“, nature-Magazin, 28. Juni 2017 [18] „Handelskrieg vertagt“, Spiegel Online, 8. Juli 2017 [19] „Pünktlich zum Gipfel auf JEFTA verständigt“, tagesschau.de, 6. Juli 2017
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
5x
yasni 12.07.17  +  

Die "Blöd"-Zeitung erreicht das Rentenalter

Die "Bild" sei "eine große Kanone, die man verantwortungsvoll handhaben muss", sagte der Publizist Stefan Aust vor fünf Jahren, das sich der Geburtstag des Blattes zum 60. Mal jährte. Diese Bemerkung umreißt trefflich Chancen und Risiken eines bunten, lauten und penetranten Organs, das Axel Springer aus "gedruckte Antwort auf das Fernsehen" verstanden wissen wollte - und das heute als stilbildend für die Rhetorik des multimedialen Zeitalters gelten darf. Kein Wunder, dass "Bild" in der Meinungsbranche Pflichtlektüre ist.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
10x
yasni 25.06.17  +  

Streit um Agenda 2010: SPD will nicht an Grundpfeilern rütteln

Nach der harschen Kritik der Kanzlerin stellen die Sozialdemokraten klar: Die wichtigsten Säulen der Agenda 2010 bleiben. "Das ist keine Abkehr, sondern eine Korrektur", erklärt SPD-Generalsekretärin Barley. Und Martin Schulz zitiert einen Prediger. Teilen Twittern Teilen Seite versenden Seite drucken Zur Startseite Die SPD will die Agenda 2010 in Teilen nachbessern, aber nach Angaben von Spitzenpolitikern nicht an den Grundpfeilern der Reform aus dem Jahr 2003 rütteln. "Das ist keine Abkehr, sondern eine Korrektur", sagte Generalsekretärin Katarina Barley im ZDF zu Ankündigungen von Kanzlerkandidat Martin Schulz. Sie widersprach damit Kritik aus der Union, die SPD wolle die Agenda 2010 weitgehend rückgängig machen. Es gehe etwa um die Abschaffung sachgrundloser Befristungen und eine längere Bezugsdauer für das Arbeitslosengeld I, sagte Barley. Auch der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil sagte, die Kernelemente der Agenda stünden überhaupt nicht zur Diskussion. "Die wichtigsten Säulen dieses Konzepts, die sind völlig unstrittig." Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die SPD-Debatte über ein Abrücken von der Agenda 2010 am Wochenende kritisiert. Schulz selbst verteidigte in einem Interview der Zeitungen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) die von ihm beabsichtigten Reformen, ohne aber Details zu nennen. "Alles hat seine Zeit, hat schon der Prediger Salomon gesagt", erklärte er. 2003 habe es in Deutschland fast fünf Millionen Arbeitslose gegeben, heute gebe es Rekordbeschäftigung und Fachkräftemangel."Die Arbeitsmarktpolitik muss immer an die aktuelle Situation angepasst werden." Agenda ist "nicht in Stein gehauen"
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
8x
yasni 07.06.17  +  

"Keine Killerdrohnen, auch nicht unter Wasser!"

Protest gegen die weltweit größte Waffenmesse für den Unterwasserkrieg in Bremen Mehr als 80 Unternehmen, darunter Bremer Rüstungsfirmen wie Friedrich Lürssen und Atlas Electronic Defence, bieten in Bremen ihre mörderische Technik an. Eröffnet wurde die Messe vom Inspekteur der Deutschen Marine, Vizeadmiral Andreas Krause. Dagegen protestierten das Bremer Friedensforum und andere Antikriegsorganisationen mit einer Kundgebung unweit der Messehallen. Etwa 80 Bürgerinnen und Bürger aus den verschiedensten Stadtteilen hatten sich trotz der Gewitterschwüle eingefunden, um ihrem Unmut über diese Messe Ausdruck zu verleihen. Eingeleitet wurde die Kundgebung von dem Musikensemble „Rotes Krokodil“, das mit mehreren Beiträgen gleich viel Schwung brachte. Prof. Dr. Hans-Jörg Kreowski, von der Universität Bremen, Mitglied des „Forums InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung“ und des Bremer „Cyberpeace-Teams“, der die ganze Kundgebung moderierte, stellte die Messe für „Undersea Defence Technology (UDT) und die Gefahren, die von dieser dort angebotenen Technik ausgehen, vor. Außerdem sprachen die Bremer Rüstungsexpertin Andrea Kolling zur Werbung der Rüstungsexporte in Bremen, Michael Ahlmann, ehemaliger Betriebsrat, von der Notwendigkeit der Rüstungskonversion, Norbert Schepers von der Rosa Luxemburg-Stiftung über die Gefahren unbemannter Technologie im Krieg, Birgit Ahlmann, ehemalige Betriebsrätin, über Arbeitsplätze, die von Rüstung und Militär abhängig sind, und Günter Matthiessen über autonome Unterwasserfahrzeuge, die sinnvoll für Umwelt-Technologie und –Forschung eingesetzt werden können. Zum Schluss sprach Eva Böller, Sprecherin des Bremer Friedensforums. Sie endete mit den Forderungen: Abbau statt Steigerung der Militärausgaben Ächtung von UDT-Waffen wie sie auch bei biologischen und chemischen erreicht wurde Einhaltung der Zivilklausel an den Bremer Hochschulen und der Universität Bremen Wir brauchen nicht mehr Geld für Rüstung und Militär, sondern für Arbeitsplätze im Bereich neue Energien, Klimaschutz, Umwelt, Soziales, Gesundheit, Bildung und gegen den Hunger von Millionen in der Welt. Das Ensemble „Rotes Krokodil“, das zwischen den Wortbeiträgen immer wieder aufgetreten war, stimmte zum Schluss „We shall overcome“ mit der Aufforderung an, mit einzustimmen. Der Protest fand in den Medien ein großes Echo. (Übernahme von der Website des Bremer Friedensforums)
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
8x
yasni 07.06.17  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im Februar

Liebe Freunde des Sendesaales, das neue Programmheft, das die Veranstaltungen im Sendesaal bis Ende Juni enthält, ist jetzt endlich erhältlich. Die Veranstaltungen stehen jetzt auch online auf unserer website, d.h. Sie können dort bequem die Tickets online buchen. Sie werden dabei feststellen, dass wir die Preise für die Konzerte erhöht haben, sie liegen jetzt in der Regel bei 25€ (ermäßigt 15€). Dies dient dem Wohle der auftretenden Künstler und der langfristigen Sicherung des Sendesaales, den wir ja ohne öffentliche Mittel betreiben. Anliegend finden Sie das Programm für Februar, das gleich losgeht mit den Musikern des Boston Early Music Festivals, die ja hier seit Jahren auch ihre CDs produzieren und sich so manchen Preis verdient haben, u.a. 2015 einen Grammy. Bei ihrem Konzert am 5. Februar bekommen sie "live und in Farbe" den Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik verliehen für die Oper Niobe von Agostino Steffani. Und arte concerts ist dabei, wenn die Bostoner neu aufgefundene Gesangs-Duette von Steffani präsentieren, die sie gerade für ihre neue CD bei uns aufnehmen. Karten hierfür und für sämtliche weiteren Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Ich hoffe Sie bei dem einen oder anderen Konzert zu sehen und sende Ihnen für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze   Inhalt 05.02. Boston Early Music Festival Chamber Ensemble 12.02. release concert: Salaputia Brass 15.02. residenz@sendesaal: Finnische Impressionen 16.02. ADHD 18.02. Eva Klesse Quartett 19.02. Max und Alexander Baillie 23.02. Ola Onabulé Solokonzert 26.02. Camerata Instrumentale 05.02. Boston Early Music Festival Chamber Ensemble Sonntag, 05. Februar 2017 | 18:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Grammy-Gewinner zurück im Sendesaal Nach dem umjubelten Konzert 2013 ist das Boston Early Music Festival Ensemble wieder da: Mit einem Kammerensemble und wiedergefundenen Gesangsduetten von „Liebe und Leidenschaft" des barocken Opernkomponisten Agostino Steffani (1653-1728). Und mit einem Novum für den Sendesaal: Für die preisgekrönte letzte hier produzierte CD "Niobe" wird live der Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik überreicht. BESETZUNG Amanda Forsythe – Sopran Emöke Barath – Sopran Colin Balzer – Tenor Christian Immler – Bariton Boston Early Music Festival Chamber Ensemble Paul O’Dette – Theorbe Stephen Stubbs – Barockgitarre Maxine Eilander – Barockharfe Luca Guglielmi – Cembalo Phoebe Carrai – Violoncello Erin Headley - Viola da gamba Leitung: Paul O´Dette und Stephen Stubbs PROGRAMM: Kammerduette von Liebe und Leidenschaft Agostino Steffani (1653-1728): Tengo per infallibile (Duett für Sopran und Bass) Francesco Corbetta (1615-1681): Sinfonia à due für Gitarre & Continuo Agostino Steffani: Quanto care al cor (Duett für zwei Soprane) Girolamo Frescobaldi (1583-1643): Ciacona für Harfe und Continuo Agostino Steffani: E perchè non m’uccidete (Duett für Sopran und Tenor) Georg Friedrich Händel (1685-1759): Sonata Larghetto HWV 580 / Capriccio HWV 483 / Minuet HWV 434/4 Agostino Steffani: Su, ferisci, alato arciero (Duett für zwei Soprane) Verleihung des Jahrespreises der Deutschen Schallplattenkritik 2015 / Kategorie Oper Die Laudatio hält Bjørn Woll , Juror des PDSK Agostino Steffani: Occhi belli (Duett für Sopran und Tenor) Giovanni Girolamo Kapsberger (1580-1651): Toccata für Theorbe Agostino Steffani: Dir che giovi al mal d’amore (Duett für Sopran und Bass) Agostino Steffani: Gelosia (Duett für Sopran und Tenor) Georg Friedrich Händel: Col partir la bella clori für Viola da gamba Agostino Steffani: Fulminate (Duett für Sopran und Bass) Im Jahr 2015 gewann das Boston Early Music Festival Ensemble mit einer CD-Aufnahme unter Beteiligung von Radio Bremen einen der begehrten "GRAMMYs" in Los Angeles. Im exklusiven Sendesaal-Konzert werden neu ausgegrabene Gesangsduette des barocken Opernkomponisten Agostino Steffani aufgeführt, und wieder bringen die Bostoner dafür einige ihrer auserlesenen Sänger mit, die von der großartigen "NIOBE"-Aufführung im Sendesaal in 2013 in bester Erinnerung sind. Hinzu tritt als Neuentdeckung die junge ungarische Sopranistin Emöke Barath, die regelmäßig in namhaften europäischen Barockensembles u.a. neben Valer Sabadus und Karina Gauvin konzertiert. Ein Essay des englischen Musikologen Colin Timms über die Vorbildfunktion Steffanis für die Kompositionen Georg Friedrich Händels gab den Impuls zu diesem neuen Projekt. In den Kammerduetten setzt Steffani die zu Liebe und Leidenschaft gehörenden Zutaten wie Eifersucht, Wut und Sehnsucht in Klangillustrationen von hoher Komplexität um. Die Gesangssolisten des Abends genießen alle ein großes internationales Renommée und sind bereits an namhaften Opernhäusern wie Covent Garden in London, Théatre des Champs-Elysées in Paris, dem Theater in Wien und an der Bayerischen Staatsoper in München aufgetreten. Sie arbeiten mit Dirigenten wie John Eliot Gardiner, Marc Minkowski, Marcus Creed und Alan Curtis zusammen. Das Boston Early Music Festival sieht es als seine Aufgabe an, einige zu Unrecht vergessenen Komponisten und ihre Werke wieder ins richtige Licht zu setzen. So hat das Bostoner Ensemble inzwischen mit etlichen CD-Aufnahmen von wiederentdeckten Barockopern die wichtigsten europäischen und amerikanischen Preise errungen. Auch die CD-Aufnahme der Oper "Niobe, Regina di Tebe" von Agostino Steffani wurde mit etlichen internationalen Auszeichnungen bedacht, darunter mit dem Echo Klassik sowie mit dem Jahrespreis 2015 der Deutschen Schallplattenkritik, der als einer der wichtigsten unabhängigen Kritikerpreise weltweit gilt. Die Verleihung dieses Preises findet im Rahmen dieses Konzerts auf der Bühne des Sendesaales Bremen statt. www.bemf.org Radio Bremen Nordwestradio zeichnet das Konzert auf und sendet es am 25. März in der Sendung "Nordwestradio in concert". Eine Kooperation mit Radio Bremen/Nordwestradio 12.02. release concert: Salaputia Brass Sonntag, 12. Februar 2017 | 18:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Erfolgsgeschichte des Blechbläserensembles Salaputia Brass begann 2007 mit dem Gewinn des 1. Preises beim Bundeswettbewerb von "Jugend musiziert", damals noch als Quintett. Jetzt begeistern sie zu zehnt das Publikum mit jugendlicher Leichtigkeit, großer Professionalität und Spielwitz. Zu ihrem ersten Konzert im Sendesaal bringen sie die hier produzierte CD "Sounds of Evolution" mit. Salaputia Brass: Anton Borderieux, Markus Czieharz, Peter Dörpinghaus, Jonathan Müller, Lukas Reiß - Trompete Felix Baur - Horn Aaron Außenhofer-Stilz, Felix Eckert, Philip Pineda Resch - Posaune Jonas Burow - Bassposaune Joel Zimmermann - Tuba Severin Stitzenberger - Schlagzeug Programm: Musik von Claudio Monteverdi, Giovanni Gabrieli, George Gershwin, Toru Takemitsu, Duke Ellington sowie Arrangements von Boris Netsvetaev und Peter Dörpinghaus Im Bundesjugendorchester kennengelernt, gründete sich „Salaputia Brass“ 2007 zunächst als Quintett, um bei „Jugend Musiziert“ teilzunehmen. Mit einem 1. Preis auf Bundesebene begann die Erfolgsgeschichte des Ensembles, die sich beim Internationalen Wettbewerb für Blechbläserensembles Passau, bei dem sie als Preisträger hervorgingen, fortsetzte. Darüber hinaus sind sie Stipendiaten der „Erwin-Fricke-Stiftung“ und der renommierten „Deutschen Stiftung Musikleben“. Eine rege Konzerttätigkeit führte das Quintett durch ganz Deutschland, u. a. zum Schleswig-Holstein Musikfestival, aber auch nach Mexiko-City und Washington D.C., wo sie die Verleihung des Eric-M.-Warburg-Preises an Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel umrahmten. Mit Freunden aus dem Bundesjugendorchester wurde 2011 das Quintett zu einem Dezett mit Schlagzeug erweitert. Gleich im ersten Jahr produzierten beide Besetzungen die gemeinsame CD „Sinfonietta“. Es folgten Konzerttourneen und Auftritte in ganz Deutschland, u.a. konzertierten sie beim Mozartfest Würzburg, den Klosterkonzerten Preetz und der Laeiszhalle Hamburg. Mittlerweile spielen viele Mitglieder in bedeutenden deutschen Kulturorchestern an führenden Positionen, wie dem Gewandhausorchester zu Leipzig, dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg, dem Gürzenichorchester Köln, dem Konzerthausorchester Berlin oder den Augsburger Philharmonikern. Die Saison 2015/16 stand ganz im Zeichen gleich zweier CD-Produktionen. Erst im Herbst 2016 wurde die zweite CD des jungen Ensembles „Sounds of Evolution“ bei „audite“ veröffentlicht und das nächste Projekt mit dem internationalen Trompetensolisten und Jazzsänger Jeroen Berwaerts wird Anfang 2017 veröffentlicht werden. Eine Veranstaltung von Salaputia Brass 15.02. residenz@sendesaal: Finnische Impressionen Mittwoch, 15. Febuar 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 30 Euro (ermäßigt 20 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets In diesem residenz@sendesaal Konzert widmen sich Tanja Tetzlaff und Gunilla Süssmann dem kürzlich verstorbenen finnischen Komponisten Einojuhani Rautavaara. residenz@sendesaal: "finnische Impressionen" Tanja Tetzlaff - Violoncello Gunilla Süssmann - Piano Einojuhani Rautavaara: Sonaten  für Cello und Klavier Nr. 1 und 2 Sonate für Cello Solo und weitere Werke Jean Sibelius: Malinconia und andere Werke für Cello und Klavier "Als das finnische Label "Ondine" Tanja Tetzlaff und Gunilla Süssmann  fragte, ob sie eine CD mit den Duo- und Solowerken von Einojuhani Rautavaara aufnehmen wollten, waren sie begeistert - der vor kurzem fast achtzigjährig verstorbene Rautavaara war wohl der bekannteste zeitgenössische Komponist Finnlands. Die stilistisch sehr unterschiedlichen Werke werden als Abschluss der Produktionstage Werken einer anderen von uns geliebten Größe gegenübergestellt: Jean Sibelius,  so dass wir gemeinsam mit Ihnen ganz in die faszinierende Klangwelt des Nordens eintauchen können." Tanja Tetzlaff & Florian Donderer 16.02. ADHD Donnerstag, 16. Februar 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Nach Babypause zurück im Sendesaal: ADHD, die sanften Wikinger aus Island. ADHD Óskar Gudjonsson - Saxofon Ómar  Gudjonsson - Gitarre Davíð Þór Jónsson - Piano, Hammondorgel Magnús Trygvason Eliassen - Schlagzeug Lebenskurven verlaufen unterschiedlich. Auf einer Insel wie Island, auf der nicht nur jeder Einwohner fast jeden anderen Einwohner kennt, sondern jeder Musiker, egal welchen Genres, schon mal mit jedem anderen Musiker, egal welchen anderen Genres, gespielt hat, entfalten sich Lebenskurven ganz anders als an einem multiplen Ort wie Deutschland. Die vierköpfige Band ADHD kommt aus Island. Ihre bisherigen fünf CDs waren Sinnbilder für die unendlichen Weiten des hohen Nordens, dessen freie Sichtachsen höchstens von Vulkanen unterbrochen werden, deren Namen nicht einmal geübte Nachrichtensprecher problemfrei über die Lippen bekommen. Island – ein Land der Extreme. Zu diesen Extremen gehört eben auch eine extrem hohe Musikerdichte, gemessen an der Gesamtbevölkerung. Eine Dichte, die auf kurz oder lang Reibung verursacht. Das Motto von ADHD könnte lauten: „We are family“! Die Musiker kennen sich schon seit ihrer Kindheit. Mehr als alles andere sind sie Freunde, die gemeinsam durch Dick und Dünn gehen. Genau genommen sind sie der kreative Kern einer großen Familie, zu der auch alle anderen Mitglieder – Frauen, Kinder, Freunde, Verwandte, Gleichgesinnte – dieses verschworenen Stammes gehören. Immer was los im Hause ADHD. Diese Suche nach dem gemeinsamen Punkt in der Konzentration der Weite macht die vier Wikinger zu einer unverwechselbaren Einheit. Obgleich die instrumentalen Zuständigkeiten zwischen den Mitgliedern klar verteilt sind, geht es doch immer um den kollektiven Sound, der wiederum so kompakt ist, dass sich das Kollektive in einem unteilbaren Ganzen auflöst. Sie sind eine Band, in der sich die vier Extremisten ausleben können, aber komplett ohne rituelle Muskelspielereien auskommen. Heute klingen die Isländer rauer und direkter als je zuvor. In das zentrale ADHD-Motiv Frieden mischen sich Anklänge von urbaner Wut und Unnachgiebigkeit. Die Musiker führen das auf den Umstand zurück, dass alle vier Bandmitglieder mittlerweile Väter sind, was die gemeinsame Family Affair nochmal mehr in den Mittelpunkt rückt. „Wir wissen inzwischen, worum es im Leben geht. Das schlägt sich in unserer Musik wieder.“ ADHD leugnen keineswegs ihre Wurzeln im Jazz. Improvisation und das spontane Reagieren auf den Augenblick sind immer noch wesentliche Komponenten in ihrer Musik. Doch Musiker von einer Insel, auf der nur 300.000 Menschen leben, müssen vielseitig aufgestellt sein. Insofern leugnen sie überhaupt nichts, sondern öffnen alle Türen, lassen alles zu, was sie auch in anderen Kontexten musikalisch umtreibt. Mit jedem Album, das sie herausbringen, steigern sie die radikale Bewusstheit, mit der sie diese ebenso monolithische wie holistische Musik spielen, und gehen aufs Ganze. Auf ihrem neuen Album„6“, das sie bei dieser Tournee im Gepäck haben, lassen sie vollends alle Regeln und Rücksichten hinter sich und gelangen an einen Punkt, an dem es nur noch um ein unmittelbares Ausleben ihrer selbst im Klang geht. Jeder für sich und alle gemeinsam. 18.02. Eva Klesse Quartett Samstag, 18. Februar 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Quartett der jungen Schlagzeugerin Eva Klesse, das 2015 den ECHO Jazz erhielt und in diesem Jahr bei der jazzahead! einen showcase spielen wird. Hier schon mmal vorab im Sendesaal. Eva Klesse Quartett Evgeny Ring - Saxophon Philip Frischkorn - Klavier Robert Lucaciu - Kontrabass Eva Klesse - Schlagzeug Eva Klesse, geboren 1986 in Werl (NRW), begann ihre schlagzeugerische Ausbildung mit 11 Jahren. Sie studierte das Fach Jazzschlagzeug an den Musikhochschulen Leipzig, Weimar und Paris, und beendete 2013 ihr Studium in Leipzig mit zweifachem Diplom (künstlerisch/pädagogisch) mit Auszeichnung. Von 2014 bis 2016 erhielt sie ein Stipendium des DAAD für ein Studium an der New York University, welches sie im Mai 2016 mit einem Master of Music abschloss. Zur Zeit ist Eva Klesse in einem Meisterklassestudium an der HMT Leipzig immatrikuliert; ihre wichtigsten Lehrer in den letzten Jahren waren und sind u.a. Heinrich Köbberling, Richie Beirach und Ari Hoenig. Eva ist als Musikerin in zahlreichen Projekten tätig, aktuell u.a. in der Jorinde Jelen Band, im Julia Hülsmann Oktett, im Trio No Kissing sowie im Eva Klesse Quartett, für welches sie auch als Komponistin wirkt.
 Konzertreisen führten sie u.a. in die USA, nach Chile, Frankreich, Tschechien und China.
 Mit dem seit Januar 2013 bestehenden Quartett, das Sie an diesem Abend hören werden, spielte sie zahlreiche Konzerte, u.a. bei namhaften Festivals wie dem Berliner Jazzfest, den Leipziger und Dortmunder Jazztagen und machte mehrere Rundfunkaufnahmen (NDR, WDR, BR, Deutschlandfunk). Im Oktober 2014 erschien das Debütalbum XENON bei enja Records, welches mit dem Echo Jazz 2015 in der Kategorie „Newcomer des Jahres“ ausgezeichnet wurde. Evgeny Ring wurde 1987 in Rostow am Don (Russland) geboren. Im Alter von 7 Jahren begann er seine musikalische Ausbildung am Saxophon in der Kim Nazaretow-Kinder-Jazzschule und spielte dort auch in der Children’s Bigband unter der Leitung von Andrey Machnew. Im Oktober 2007 zog Evgeny nach Leipzig, wo er Saxophon an der Hochschule für Musik und Theater studierte. Hier erhielt er Unterricht bei Uwe Plath, Johannes Enders, Richie Beirach und anderen. Im Laufe der Jahre hat Evgeny in verschiedenen Projekten mitgewirkt (z.B. Evgeny Ring Quartet, East West European Jazz Orchestra, Big Jazz Thing, Spielvereinigung Sued, Eva Klesse Quartett). Des Weiteren hat Evgeny an vielen Wettbewerben erfolgreich teilgenommen, so gewann er unter anderem den Russischen Jazz Award 2007. Mit seinem Quartett gewann Evgeny Preise beim „Internationalen Jazzpreis Burghausen“ und beim „Jazzwettbewerb Hoeilaart Belgien“. Philip Frischkorn, geboren 1989 in München, begann mit 6 Jahren Klavier zu spielen. Durch seine Brüder, die beide Streichinstrumente spielen, kam er früh in Kontakt mit klassischer Kammermusik. Als Begleiter nahm er an verschieden "Jugend Musiziert" Wettbewerben teil. Mit Jazz beschäftigte er sich zunächst autodidaktisch. Nach seinem Wechsel auf das musisch geprägte Pestalozzi Gymnasium in München hatte er sowohl Jazzklavier-, als auch Theorie- und Arrangementunterricht. In dieser Zeit fing er verstärkt an zu komponieren und zu arrangieren. 2009 begann Philip ein Philosophiestudium in Berlin. Dort hatte er Jazzklavierunterricht bei Larry Porter. Von 2010 bis 2014 studiert er in der Klasse von Prof. Richie Beirach Jazzklavier an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig. Bei Prof. Michael Wollny hat er seinen Master gemacht. 2014 hat er mit der Band Trio.Diktion den Leipziger  Jazznachwuchspreis gewonnen. Robert Lucaciu kommt aus einem deutsch-rumänischen Musikerhaushalt und ist besonders mit klassischer Musik sozialisiert. Die Ausbildung am Violoncello, das frühe Singen in Chören und das viele Hören von Kammermusik, sakraler Chormusik und Volksliedern prägte sein musikalisches Profil. In Abgrenzung zu seinem Elternhaus hat er seine eigene Musiksprache im Jazz, neuer Musik und freier Improvisation gefunden. Zusammenarbeit mit Achim Kaufmann, Hayden Chisholm, Jürgen Friedrich, Uli Kempendorff, Richie Beirach, Dave Liebman, Johannes Enders u.v.a. Konzertreisen in Deutschland, Österreich, Belgien, Schweiz, Finnland, Tschechien, Großbritannien, Lettland, Frankreich, Portugal und den USA. „...was die Schlagzeugerin Eva Klesse und ihr Team entwickeln, [...] ist in sich reife, klug durchdachte und zugleich empathisch gespielte Musik.“ (Audio) 19.02. Max und Alexander Baillie Sonntag, 19. Februar 2017 | 18:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Fast ein Familienkonzert. Die Familie des Cellisten Alexander Baillie kann mühelos ganze Kammermusikbesetzungen stellen. Hier sind es Vater und Sohn Max. Max Baillie - Violine Alexander Baillie - Violoncello Programm: Bohuslav Martinu:  Duo No.1 für Violine und Violoncello (Paris 1927) Johann Sebastian Bach: Partita No 2 in d-moll für Violine Solo BWV 1004 Johann Sebastian Bach:  Suite für Cello Solo No.5 in c-moll BWV 1011 Zoltan Kodaly:  Duo für Violine und Violoncello Op.7 (Budapest 1914) Sohn Max Baillie ist gleichermassen zu Hause auf Violine und Viola. Er ist in einem weiten musikalischem Spektrum tätig. Als Absolvent der Yehudi Menuhin Schule und der UdK Berlin ist Max Baillie einer der vielseitigsten Instrumentalisten seiner Generation and konzertiert regelmässig auf den Bühnen von Carnegie Hall bis Glastonbury, von Mali bis Moskau. Seit 2007 ist Max Solobratschist des Aurora Orchesters und spielt eine führende Rolle in dessen kreativer Entwicklung. Er ist Curator einer Konzertserie, die Late night ‚Lock-in‘ Konzerte in London’s Kings Place. Das Ensemble ‚Aurora‘ spielt jedes Jahr bei den BBC Prom Konzerten und ist weltweit bekannt als eines der begehrtesten Ensembles seiner Generation. Max spielt in dem als ‚maverick‘ beschriebenen Ensemble ZRI, ‚Zum Roten Igel‘. ZRI spielt Brahms und Schubert Quintette in einer Klangwelt des ‚Folk- und Kletzmer‘ in der sie konzipiert wurden. Seit 10 Jahren leitet Max Kammermusik Kurse ‚Es Muss Sein‘ auf dem Land Großbritannien. Er entwickelt eine online Bibliothek zur Inspiration für junge Streicher. Max geht gerade auf Tournee mit original musikalischen Volkssagen: ‚The Willow Baby and other Tales. Max hat einen Summa cum Laude Masterabschluss in Political Science von Cambridge. Er spielt auf einer 1845 J.B. Vuillaume Geige. Vater Alexander Baillie wurde im Jahre 1956 geboren, begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Cellospielen, wobei er sich stark von der legendären Jacqueline du Pré inspirieren ließ. Mit 16 Jahren begann er das Studium, zunächst in London am Royal College of Music, später mit einem Auslandsstipendium bei André Navarra in Wien. Alexander Baillie ist regelmäßig zu Gast bei renommierten Orchestern weltweit. Er hat u.a. mit Sir Simon Rattle und Sir John Elliot Gardiner gearbeitet und tritt regelmäßig als Solocellist in Konzerten, Recitals und internationlen Festivals auf. Kürzlich führte er das Elgar-Cellokonzert mit dem Philharmonia Orchestra im Londoner Barbican Center auf. Seine Zusammenarbeit mit dem Boston Philharmonic Orchestra unter Benjamin Zander erzielte mit Elgars Cellokonzert in vier amerikanischen Städten ausverkaufte Häuser. Seine Interpretation der Britten Cello Suiten honorierte die New Yorker Presse mit höchster Anerkennung. Alexander Baillie verfügt über ein phänomenal weitreichendes Repertoire. Zu seinen diversen Uraufführungen gehören u.a. Werke wie Hans Werner Henzes “Sieben Liebeslieder“ und die kanadische Premiere von Pendereckis zweitem Cellokonzert . Außerdem gibt es unzählige CD-Einspielungen des Künstlers. Er ist seit 1994 Professor für Violoncello an der Hochschule für Künste Bremen und seit diesem Herbst International Chair of Cello am Birmingham Conservatoire. 23.02. Ola Onabulé Solokonzert Donnerstag, 23. Februar 2017 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der stimmgewaltige britisch-nigerianische Sänger Ola Onabulé, bestens im Sendesaal zu Hause, wagt sich an ein Solokonzert für Stimme - ohne Netz und doppelten Boden. Ola Onabulé - Stimme Ola Onabulé, der britische Sänger und Songwriter mit nigerianischen Wurzeln, ist es gewohnt, von Big Bands begleitet zu werden. Die größten Big Bands in Europa produzieren gerne mit dem stimmgewaltigen Sänger. Er war mit seinem eigenen Quintett bereits mehrfach im Sendesaal, um seine CD It’s The Peace That Deafens vorzustellen und schätzt den intimen Rahmen des Saales sehr. Als er am Ende seines Konzertes im März 2015 als letzte Zugabe gänzlich unverstärkt so bewegend ein Spiritual anstimmte, dass dem Publikum Schauer über den Rücken liefen, entstand der Plan, die Intimität noch zu verstärken durch Verkleinerung der Besetzung. Ola spielte im Februar letzten Jahres ein Konzert im Dunkeln, nur begleitet von dem Pianisten Nick Flade. Diesmal wird es noch intimer und radikaler: Ola kommt zu einem Solokonzert zurück in den Saal. Sein allererstes übrigens. Wir sind sehr gespannt darauf. 26.02. Camerata Instrumentale Sonntag, 26. Februar 2017 | 18:00 Uhr | Eintritt frei. Anmeldung erforderlich. Um Spenden wird gebeten Hier geht es zu den online-Tickets Im ersten Konzert des Jahres der Camerata Instrumentale unter Leitung von Jörg Assmann stehen der österreichische Komponist Heinrich von Herzogenberg und Felix Mendelssohn Bartholdy auf dem Programm. Als Solist ist diesmal der Geiger Daniel Sepec zu Gast. Camerata Instrumentale Daniel Sepec - Violine Leitung - Jörg Assmann Programm: Heinrich von Herzogenberg (1843–1900): Symphonie Nr. 2,  op. 70, B-Dur Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847): Konzert für Violine und Orchester, e-moll, op. 64 Daniel Sepec, 1965 in Frankfurt am Main geboren, bekam seinen ersten Geigenunterricht bei seinem Vater und studierte bei Dieter Vorholz in Frankfurt und Gerhard Schulz in Wien. Seit 1993 ist Daniel Sepec Konzertmeister der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, mit der er ebenfalls regelmäßig solistisch auftritt. Angezogen von der reichen Ausdrucksvielfalt der Barockmusik gewann die Barockvioline für Daniel Sepec zunehmend an Bedeutung. So wirkt er ebenfalls seit langer Zeit als Konzertmeister in dem auf Originalinstrumenten spielenden Balthasar-Neumann-Ensemble unter der Leitung von Thomas Hengelbrock mit. Als Solist trat er unter anderem mit der Academy of Ancient Music unter  Christopher Hogwood, der Wiener Akademie unter Martin Haselböck und dem Orchestre des Champs-Elysées unter Philippe Herreweghe auf. Zusammen mit Antje Weithaas, Tabea Zimmermann und Jean-Guihen Queyras gründete Daniel Sepec 2004 das Arcanto-Quartett, das seitdem in den wichtigen Musikzentren Europas konzertiert. Unter dem Platten-Label Harmonia Mundi France erschienen mit diesem Ensemble Streichquartette von Bartok, Brahms, Debussy, Ravel, Dutilleux, Mozart und das Streichquintett von Franz Schubert. Für seine Aufnahme der Beethoven-Sonaten mit Andreas Staier, die internationale Anerkennung fand, spielte Daniel Sepec auf der wiedergefundenen Violine des Komponisten. Im September 2010 erschien die Aufnahme der Rosenkranz-Sonaten von Heinrich Ignaz Franz Biber, die Sepec zusammen mit Hille Perl (Gambe), Lee Santana (Laute) und Michael Behringer (Orgel) eingespielt hat. Diese Einspielung wurde mit dem Jahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Von 2010 bis 2014 unterrichtete Daniel Sepec als Professor an der Hochschule für Musik in Basel, 2014 bekam er eine Professur an der Musikhochschule Lübeck. Eine Veranstaltung der Musikschule Bremen. Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de. Wenn Sie diesen Newsletter einmal nicht mehr erhalten möchten, schreiben Sie einfach eine E-Mail an sendesaal-unsubscribe@bremen.kulturkurier.de und Sie werden automatisch aus dem Verteiler entfernt. Es ist allerdings unbedingt notwendig, dass Sie diese Anforderung mit der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de absenden.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
12x
yasni 30.01.17  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im Dezember

Schon wieder neigt sich mit raschen Schritten das Jahr dem Ende zu. Der Dezember birgt noch ein paar Überraschungen, z.B. dass Sie gleich am 3. die unverhoffte Gelegenheit haben, unseren Freund Florian Donderer in seiner neuen Rolle als Primarius des Signum Quartetts zu erleben. Oder dass Sie so unterschiedliche Cellisten wie Alexander Baillie (mit John Thwaites am 7.12.) und Ernst Reijseger (mit Harmen Fraanje und Mola Sylla am 9. Dezember) innerhalb so kurzer Zeit hören können. Und den Altmeister am Vibraphon Wolfgang Schlüter noch einmal erleben (11.12.). Infos zu allen Konzerten im Dezember und auch noch einem im November mit dem famosen Detmolder Kammerorchester finden Sie weiter unten. Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Zeit in diesen verrückten Zeiten und heiße Sie Herzlich willkommen im Sendesaal Für heute allerbeste Grüße Peter Schulze   Inhalt 30.11. Detmolder Kammerorchester 01.12. Patricia Barber 03.12. residenz@sendesaal: Signum Quartett 07.12. Kammermusikabend mit Alexander Baillie & John Thwaites 08.12. Gabriele Hasler & Günter "Baby" Sommer 09.12. Trio Reijseger Fraanje Sylla 10.12. Songs & Whispers Special@Sendesaal 11.12. Wolfgang Schlüter - Boris Netsvetaev Duo 16.12. Die Grenzgänger 17.12. Michy Reincke - Wir sind die Flut Tour 2016 30.11. Detmolder Kammerorchester Mittwoch, 30. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Detmolder Kammerorchester unter der Leitung von Alfredo Perl hat für seinen diesjährigen Abstecher in den Sendesaal Mozarts Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott sowie Max Regers Violinkonzert op. 101 im Gepäck. Detmolder Kammerorchester Linus Roth - Violine Alfredo Perl - Leitung und Klavier Programm: Wolfgang Amadeus Mozart: Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, KV 452 Max Reger (1873-1916): Violinkonzert op. 101 in der Fassung für Kammerorchester und Violine solo von Rudolf Kolisch für Schönbergs "Verein für musikalische Privataufführungen" in Wien Ein Kammerorchester der besonderen Art! In diesem Jahr mit einem ECHO Klassik für seine Einspielung von Mahlers Das Lied von der Erde ausgezeichnet, weckt das Detmolder Kammerorchester seit nunmehr 60 Jahren durch mitreißende Musizierfreude die Begeisterung seiner Zuhörer. Mit vielseitigen Programmen und einem lebendigen Umgang mit der Konzerttradition entführen die internationalen Musiker ihr Publikum an bekannte und weniger bekannte Orte der Musikwelt. Im Detmolder Kammerorchester musizieren Studierende und junge Absolventen der Hochschule für Musik Detmold. Hervorgegangen aus dem renommierten Kammerorchester Tibor Varga besteht das Detmolder Kammerorchester seit 1954, in der heutigen Trägerschaft eines eingetragenen Vereins seit 1989. Nach Christoph Poppen und Eckhard Fischer ist seit 2009 Alfredo Perl Künstlerischer Leiter des Ensembles. Unter ihren Dirigaten hat sich das Orchester in einer eigenen Abonnementreihe im Konzerthaus Detmold regional einen hohen Bekanntheitsgrad erworben. Aber auch bei überregionalen Konzerten (u.a. Sendesaal Bremen, Festival classic con brio Osnabrück, Festival Musica S. Paderborn) und im europäischen und außereuropäischen Ausland (z. B. in Belgien, Peru, der Schweiz und Türkei) hat das Detmolder Kammerorchester als geachteter Botschafter der Musikstadt Detmold seine Vielfalt und Spielfreude unter Beweis gestellt. Konzertmitschnitte wurden vom Deutschlandradio Kultur und von Radio Bremen gesendet. Wichtiger Teil des DKO-Profils ist seit 2010 die Musikvermittlung. Hier begeistert das DKO unter unter Projektleitung von Guido Mürmann ein junges Publikum für klassische Musik. Mit den Musikvermittlungskonzerten ist das DKO in Grundschulen zu Gast und lädt in Kooperation mit dem Programm Kulturstrolche der Stadt Detmold die ganz jungen Zuhörer in seinen Orchesterprobenraum ein. Inzwischen wurde das Format um Workshops für Oberstufenschüler erweitert. Das Detmolder Kammerorchester hat mehrere CDs veröffentlicht, zuletzt bei Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (MDG) Gustav Mahler Das Lied von der Erde in der Fassung für Kammerensemble von A. Schönberg und R. Riehn. Für diese Einspielung ist das DKO mit dem ECHO Klassik 2015 ausgezeichnet worden. Hier gibt es ein Video vom DKO Künstlerische Leitung: Alfredo Perl 1965 in Santiago (Chile) geboren, studierte er zunächst in seiner Heimatstadt bei Carlos Botto und später bei Günter Ludwig in Köln und Maria Curcio in London. Seit seinem ersten Auftritt im Alter von neun Jahren gab der Künstler weltweit zahlreiche Konzerte, die ihn, Preisträger bedeutender Wettbewerbe, bald zu einem der führenden Pianisten seiner Generation werden ließen. Alfredo Perls weltweite Konzerttätigkeit führte ihn in die bedeutendsten Konzertsäle, unter anderem Barbican Centre London, Concertgebouw Amsterdam, Rudolfinum Prag, Großer Musikvereinssaal und Konzerthaus Wien, Herkulessaal München, Hamarikyu Asahi Hall Tokio, Teatro Colón Buenos Aires, Sydney Town Hall, Konzerthaus Berlin, Hamburger Musikhalle, Gewandhaus zu Leipzig, Alte Oper Frankfurt. Bei den renommierten Festivals wie dem Bath International Music Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Beethovenfest Bonn, dem Schleswig-Holstein Festival, dem classic con brio Osnabrück und den Haydn Festspielen in Eisenstadt ist er ein gern gesehener Gast. Als bemerkenswert vielseitiger Künstler spielte Alfredo Perl mit verschiedenen namhaften Orchestern, darunter London Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, Hallé Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Residentieorkest Den Haag, Melbourne und Sydney Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig sowie Mozarteumorchester Salzburg und MDR-Sinfonieorchester Leipzig. 1997 gab er sein Debüt bei den Promenade Concerts in der Royal Albert Hall in London. Neben seinen aufsehenerregenden Beethoven-Aufnahmen kann man Alfredo Perl mit Klavierwerken von Franz Schubert und Franz Liszt – darunter die Klavierkonzerte mit dem BBC Symphony Orchestra unter Yakov Kreizberg – auf CD hören. Er nahm kürzlich das gesamte Klavierwerk von Ravel für das Label Celestial Harmonies auf. Für BBC Television nahm er die 24 Préludes von Chopin auf DVD auf. Die laufende Saison führte ihn unter anderem erneut in den Herkulessaal München, die Semperoper Dresden, das Gewandhaus zu Leipzig sowie zum Rheingau Musikfestival. Perl ist Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Detmold und seit 2009 Künstlerischer Leiter des Detmolder Kammerorchesters. 01.12. Patricia Barber Donnerstag, 01. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die große Chicagoer Songpoetin und Pianistin Patricia Barber kommt mit ihrem Trio zum zweiten Mal in den Sendesaal. Patricia Barber - Piano, Stimme Patrick Mulcahy - Kontrabass Jon Deitemyer - Schlagzeug Nach ihrem Studium an der Universität von Iowa, trat die in Chicago geborene Particia Barber in die Fußstapfen ihres Vaters, des Jazzmusikers “Shim” Barber und ging zurück nach Chicago. 1984 hatte sie dort einen gig, der sie auf die Landkarte der nationalen Jazzszene katapultierte: 5 Tage die Woche in der intimen Gold Star Sardine Bar. Ihre ersten beiden CDs machten sie zu einem internationalen Star: Barber verkaufte mehr als 120.000 Exemplare von der CD Modern Cool, die aussschließlich ihre eigenen Kompositionen enthielt. 2002 unterzeichente sie einen Exklusivvertrag mit dem legendären Label Blue Note und machte dort 3 Alben, darunter auch Mythologies, einen genre-sprengenden Songzyklus basierend auf Gedichten des altrömischen Poeten Ovid, ein Projekt, das 2003 auch mit einem Guggenheim Stipendium für Komposition untersützt wurde (dem ersten überhaupt für eine nicht-klassische Liedkomponistin). Ihre letzte Studio-CD Smash (Concord Jazz) wurde von der Kritik einhellig gefeiert, die Rezensenten waren sich einig, dass Patricia die Songwriterin unserer Zeit sei, ohne Vorbild. Sänger aus aller Welt singen ihre Songs und seit kurzem nehmen auch klasische Musiker sie in ihr Konzertrepertoire. In ihrem ARTSONGbook veröffentlicht Barber ihre Songs daher auf zweierlei Weise: für Jazzsänger als Lead-Sheet mit Harmonieangaben zum Improvisieren und für klassische Sänger mit auskomponierter Klavierbegleitung. Im Oktober 2016 wird Patricia Barber im Pritzker Pavilion in Chicago das EAR TAXI NEW MUSIC FESTIVAL eröffnen. 03.12. residenz@sendesaal: Signum Quartett Samstag, 03. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets PROGRAMMÄNDERUNG: Das Konzert Lamento und Liebe mit Gunilla Süssmann (Piano), Florian Donderer (Violine) und Fritz Pahlmann (Horn) muss leider aus organisatorischen verschoben werden. Stattdessen gibt es - mit klassischem Programm - das Signum Quartett zu erleben, dessen neuer Primarius Florian Donderer ist. Nutzen Sie die überraschende Gelegenheit es kennenzulernen. Signum Quartett Florian Donderer - Violine Annette Walther - Violine Xandi van Dijk - Viola Thomas Schmitz - Violoncello Programm: Joseph Haydn: Streichquartett op. 20 Nr. 2 C-Dur Ludwig van Beethoven: Streichquartett op. 18 Nr. 6 B-Dur Franz Schubert: Streichquartett Nr. 13 a-Moll D. 8o4 "Rosamunde“ Das Signum Quartett hat durch seine mitreißend lebendigen Interpretationen ein Zeichen in der internationalen Quartettszene gesetzt und sich mit seinen individuellen Programmkonzeptionen als eines der profiliertesten Ensembles seiner Generation etabliert. Florian Donderer, Kurator der Konzertreihe residenz@sendesaal, ist seit 2016 der neue Primarius des Quartetts und stellt seine Freunde nun erstmals und spontan in der Reihe vor. Intensive Studien mit dem Alban Berg Quartett, dem Artemis Quartett und dem Melos Quartett sowie die Zusammenarbeit mit György Kurtág, Walter Levin, Alfred Brendel, Leon Fleisher und Jörg Widmann prägen die künstlerische Entwicklung des Signum Quartetts, das zahlreiche Preise gewonnen (Deutscher Musikwettbewerb, Premio Paolo Borciani, London International String Quartet Competition) und vielfach Förderung erfahren hat (u.a. BBC New Generation Artists). Ihre CD ‘No.3’, welche im Mai 2013 veröffentlicht wurde, präsentiert Quartette von Bartók, Schnittke und Berg und wurde mit dem International Classical Music Awards 2014 als beste Aufnahme in der Kategorie Kammermusik ausgezeichnet. Konzertauftritte führen das Signum Quartett auf internationale Podien von Madrid und Barcelona bis Basel und Paris, von der Hamburger Laeiszhalle, dem Konzerthaus und der Philharmonie Berlin, dem Gewandhaus Leipzig, der Philharmonie Luxemburg, dem Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall London, der Bostoner Harvard Musical Association bis hin zum Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, den Schwetzinger Festspielen und den BBC Proms. Zu den Kammermusikpartnern des Quartetts zählen Jörg Widmann, Igor Levit, Nils Mönkemeyer, Adrian Brendel und Dominique Horwitz. 07.12. Kammermusikabend mit Alexander Baillie & John Thwaites Mittwoch, 07. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets NEU IM PROGRAMM: Der bekannte Bremer Cello-Professor Alexander Baillie spielt im Duo mit seinem langjährigen Partner John Thwaites u.a. Britten, Schubert und Brahms. Kammermusikabend Alexander Baillie - Violoncello John Thwaites - Piano Programm: Benjamin Britten: Cello Sonate op 65 Franz Schubert: Arpeggione Sonate Richard Rodney Bennett: Cello Sonate (Deutsche Erstaufführung) Johannes Brahms: Sonate in F-Dur op 99 Alexander Baillie wurde im Jahre 1956 geboren, begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Cellospielen, wobei er sich stark von der legendären Jacqueline du Pré inspirieren ließ. Mit 16 Jahren begann er das Studium, zunächst in London am Royal College of Music, später mit einem Auslandsstipendium bei André Navarra in Wien. Alexander Baillie ist regelmäßig zu Gast bei renommierten Orchestern weltweit. Er hat u.a. mit Sir Simon Rattle und Sir John Elliot Gardiner gearbeitet und tritt regelmäßig als Solocellist in Konzerten, Recitals und internationlen Festivals auf. Kürzlich führte er das Elgar-Cellokonzert mit dem Philharmonia Orchestra im Londoner Barbican Center auf. Seine Zusammenarbeit mit dem Boston Philharmonic Orchestra unter Benjamin Zander erzielte mit Elgars Cellokonzert in vier amerikanischen Städten ausverkaufte Häuser. Seine Interpretation der Britten Cello Suiten honorierte die New Yorker Presse mit höchster Anerkennung. Alexander Baillie verfügt über ein phänomenal weitreichendes Repertoire. Zu seinen diversen Uraufführungen gehören u.a. Werke wie Hans Werner Henzes “Sieben Liebeslieder“ und die kanadische Premiere von Pendereckis zweitem Cellokonzert . Außerdem gibt es unzählige CD-Einspielungen des Künstlers. Er ist seit 1994 Professor für Violoncello an der Hochschule für Künste Bremen und seit diesem Herbst International Chair of Cello am Birmingham Conservatoire. Alexander Baillie und John Thwaites wuchsen beide in St. Albans, einer Kathedralenstadt,  in der Nähe von London auf.  Sie konzertieren seit 30 Jahren zusammen. Dieses Jahr haben sie u.a. in China konzertiert und eine Brahms CD für Somm Records herausgebracht. Sie konzertieren regelmässig in England. Kritiker Michael Tumelty schrieb nach einer  BBC-Live Übertragung: "Baillie ist einer der besten Cellisten im business und in völliger Einheit mit ihm war der excellente Pianist John Thwaites. Reinstes Musizieren von zwei mächtigen, selbstbewussten Instrumentalisten, höchste Freude für die Zuhörer.“ Über die Brahms CD schrieb Tully Potter in der Strad: "Obwohl er einer unserer top Cellisten ist, macht Alexander Baillie selten Aufnahmen. Diese ist umwerfend. Er und Pianist John Thwaites haben Brahms's Op.38 Sonata aufgenommen, die so inspirierend ist, dass ich mir wünschte, die op 99 wäre auch dabei". Und die hören Sie in diesem Konzert. 08.12. Gabriele Hasler & Günter "Baby" Sommer Donnerstag, 08. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets release concert für die CD fundstücke, die die Sängerin Gabriele Hasler und der Perkussionist  Günter "Baby" Sommer im Frühjahr im Sendesaal eingespielt haben. Die CD erscheint Ende Oktober 2016 bei Laika Records. fundstücke Gabriele Hasler - Stimme(n), Texte, Elektronik Günter "Baby" Sommer - Schlagzeug, Vibrafon, diverse Klangerzeuger Die Begegnung zweier Spitzenmusiker der zeitgenössischen Improvisationsmusik steht für ein spannendes Konzerterlebnis. Aus Haslers Texten und Songpartikeln sowie Sommers atmosphärischen Perkussionsstrukturen entstehen aufregende und intensive, berührende und humorvolle Soundscapes. ...er pinselt, schlegelt, trommelt, paukt, basst und wummert ...sie säuselt, summt, quietscht, haucht, fiepst und brummelt... Die Zusammenarbeit von Hasler und Sommer begann in den frühen 90er Jahren. Nun legen sie ihre erste gemeinsame CD vor, die von Radio Bremen aufgenommen und von LaikaRecords produziert wurde. Beide Musiker eint die Leidenschaft für die Musikalität von Sprache. Baby Sommer arbeitet(e) mit Dichtern wie Günter Grass, Rafik Schami oder Nora Gomringer, Gabriele Hasler war viele Jahre musikalische Partnerin des Dichters Oskar Pastior. Gabriele Hasler - Stimme, Texte, Elektronik erhielt ihre Ausbildung u.a. am Berklee College of Music, Boston, USA. Seit ca. 1983 ist sie als Sängerin/Komponistin /Lyrikerin  im  Bereich  Jazz und  improvisierter Musik tätig und gilt als eine der kreativsten und eigenständigsten Stimmen in der Europäischen Szene. Mit ihrem langjährigen Quartett Gabriele Hasler & Foolish Heart war sie bei zahlreichen internationalen Festivals zu Gast. 1985 erhielt sie den SWF Jazzpreis. 1986 gründete sie ihr eigenes Plattenlabel "Foolish Music", auf dem bisher 18 Produktionen erschienen sind. Für das Goetheinstitut war sie in Nordafrika, Südasien, Togo und in der Türkei unterwegs. Sie erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge, u.a. “Crossfade“ für das Mutare Musiktheater Frankfurt (1994) sowie das Kinderoratorium “Die Stunde Welt“ für die Kinder-und Jugendchöre des Bremer St. Petridoms (2007). Mit ihrer Soloperformance “G.bete 365“ war Gabriele Hasler u.a. für das Goethe Institut zu Gast beim LEM Festival Barcelona (E) und beim Festival für Neue Musik, Museo Vostell, Caceres (E). Sie arbeitete u.a. mit Anders Jormin, Louis Sclavis, Jaap Blonk, Lindsay Cooper, Christof Lauer, Bobo Stenson, Claudio Puntin, Roger Hanschel, Elvira Plenar, Han Bennink, Reggie Workman und Andrew Cyrille. http://www.gabrielehasler.de Günter "Baby" Sommer - Schlagzeug, Perkussion, Vibraphon, diverse Klangerzeuger ...ist  einer der bedeutendsten Vertreter des Zeitgenössischen europäischen Jazz, der mit einem hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat. Sommer wurde 1943 in Dresden geboren und studierte an der Hochschule für Musik ,Carl Maria von Weber‘. Seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten Jazzgruppen der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowksy-Trio, dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten Sommer den Einstieg in die internationale Szene. So arbeite Sommer nicht nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald sondern traf mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred van Hove, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker und Cecil Taylor zusammen. Sommers Solospiel sensibilisierte ihn für Kolloborationen mit Schriftstellern wie Günter Grass. Sommers Diskografie umfasst über 100 veröffentlichte Audio-Datenträger. Als Professor an der Musikhochschule in Dresden nahm er Einfluss auf die professionelle Vermittlung des zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden Generationen. http://www.babysommer.com 09.12. Trio Reijseger Fraanje Sylla Freitag, 09. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Kombination von Ernst Reijseger (Cello), Harmen Fraanje (Piano) und Mola Sylla (Stimme) verspricht ein perfektes Amalgam von Jazz, Afrikanischer Musik und Klassischer Musik, eindrücklich und spirituell. Trio Reijseger Fraanje Sylla Ernst Reijseger - Cello Harmen Fraanje - Piano Mola Sylla - Stimme und Perkussion Die Musik des Trios Reijseger Fraanje Sylla ist am besten zu beschreiben als das perfekte Amalgam von Jazz, Afrikanischer Musik und Klassischer Musik. Der Cellist Ernst Reijseger, Pianist Harmen Fraanje und der Senegalesische Sänger und Perkussionist Mola Sylla kreieren auf der Bühne ihre absolut eigene unverwechselbare Sprache. Und obwohl sie vielleicht nicht direkt verstehbar ist, kann sie doch klar erfühlt werden. Das Trio, das bisher 2 CDs rausgebracht hat und Musik für einige der Filme von Werner Herzog einspielte, macht Musik, die so wild wie schön ist und auch melancholisch, immer getragen von der wunderbaren Stimme seines afrikanischen Sängers. Das überbordende improvisierte Klavierspiel von Harmen Fraanje und die subtilen Melodien des Cellisten Ernst Reijseger sorgen für ein eklektisches, spirituelles Ganzes, bei dem nichts so ist wie es scheint… 10.12. Songs & Whispers Special@Sendesaal Samstag, 10. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 14 Euro (ermäßigt 8 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Im Zentrum dieser Ausgabe von Songs & Whispers Special@Sendesaal stehen die englische Singer-songwriterin DAISY CHAPMAN (UK) und ROSY DAZE aus Bremen. Songs & Whispers Special@Sendesaal DAISY CHAPMAN und ROSY DAZE ROSY DAZE Silke Gutzeit - Gesang, Gitarre Marc Gutzeit - Bass, Gitarre, Gesang Das Bremer Duo Rosy Daze schreibt und singt bewusst reduzierte Songs zwischen Americana und zeitlosem Songwriter-Pop. Live beeindrucken Rosy Daze mit anrührenden zweistimmigen Gesängen. Klingt es so schön, weil da zwei Eheleute miteinander singen? Könnte sein. Jedenfalls geht es bei Rosy Daze um tief empfundene, handgemachte  Musik, die ganz ohne Moden und aufgesetzte Attitüden auskommt.“ DAISY CHAPMAN Daisy Chapman - Stimme, Klavier Sue Lord - Geige Martin Denzin - Schlagzeug Die selbsternannte „Sinner-Songwriterin“ Daisy Chapman gehört mittlerweile zur ersten Liga der Singer-Songwriter. Mit der Wucht ihrer Stimme, der Perfektion ihrer kammermusikalischen Arrangements und der Genialität ihrer Songtexte, erzählt sie persönliche Geschichten. Zu berichten hat Chapman viel, denn  in den letzten zwei Jahren verging für sie kein Monat ohne ein Konzert. Darunter fielen etwa Support-Auftritte für den US-amerikanischen Country-Shootingstar Jenn Bostic. So ist „Shameless Winter“, ihr letztes Album, entstanden - auf Tour, beinahe eine Art Tagebuch. Es ist ein ehrlicher Bericht über Rastlosigkeit, Sehnsucht und Träume. Ob es ein Lied ist, welches die bitterkalten Winter in Europa beschreibt, während man alleine die Straßen durchquert oder ob sie eine schwarzhumorige Geschichte über vom Pech verfolgte Reisen erzählt - die Songs von diesem Album sind sowohl klug als auch wunderschön. Produziert wurde „Shameless Winter“ von einem Mann, der sich mit starken Frauen auskennt – Ali Chant arbeitete bereits mit KT Tunstall, Portishead und PJ Harvey zusammen. Er verlieh dem Album die nötige Tiefe und Dynamik. Um ihre musikalische Entwicklung und Vielseitigkeit zu  nachvollziehbar zu machen, wurde das Album „Gathering of the Haunted“ (zuerst 2007) ihrer ehemaligen Band Scarlatti Tilt im Mai 2014 erneut veröffentlicht. Hier zeigt sich Daisy Chapman von einer weitaus düsteren, beinahe sogar makaberen Seite, während sie bei einer erfolgreichen Europa Tournee als Pianistin der englischen Rockband „Crippled Black Phoenix“ beweist, dass sie auch härtere Töne anschlagen kann. Stets an ihrer Seite die Violinistin Sue Lord. Die aus Bath stammende Lord bekam bereits mit acht Jahren eine Violine in die Hand uns hat sie seitdem nicht mehr losgelassen. Nach dem Abschluss der klassischen Ausbildung am Royal Welsh College of Music and Drama spielt sie nicht nur in zahlreichen klassischen Streich-Quartetten, sondern auch für zeitgenössische Größen wie Newton Faulkner, Peter Gabriel, The Heavy, Duotone und Crippled Black Phoenix.  Neben Piano, Loop-Station und ihrem stärksten Instrument, der Stimme, ist das vom BBC-Moderator Johnny Coppin hoch gelobte Album „Shameless Winter“ ihr wichtigstes Reise-Utensil. Im UK, in Deutschland, Frankreich oder gar in China hat sie sich durch unermüdliches Touren einen respektablen Namen erspielt. Und sie hat Geschichten gesammelt, unzählige Geschichten, die sie uns erzählen will. Auf ihre Art. Im Gepäck das schonungslose Storytelling eines Nick Cave, die seichten Akkorde und unvergesslichen Melodien einer Regina Spektor und doch mit einer Kraft gesegnet, die ihresgleichen sucht, fasziniert Chapman das Publikum im UK und Norddeutschland. Aber ihr Weg geht weiter. Die BBC hat’s erkannt: „Watch this woman, she’ll go far!” Eine Veranstaltung von Songs & Whispers 11.12. Wolfgang Schlüter - Boris Netsvetaev Duo Sonntag, 11. Dezmber 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der rüstige Altmeister des Vibraphons, Wolfgang Schlüter, feiert in einem seiner mittlerweile raren Konzerte die Veröffentlichung seines neuen Albums Breathing As One im Duo mit dem Pianisten Boris Netsvetaev. Wolfgang Schlüter - Vibraphon Boris Netsvetaev - Piano Nur wenige Legenden hat der deutsche Jazz der Nachkriegszeit hervorgebracht. Der Vibraphonist Wolfgang Schlüter ist sicher eine von ihnen, er hat es sogar bis in den Downbeat Critics Poll geschafft. Ein Urgestein der deutschen Jazzgeschichte, “in dem fast alle Vibraphonisten der Welt durchschimmern”. (M. Naura). Zu seinen großen Einflüssen gehören sicherlich Lionel Hampton und Milt Jackson. Er gehört zweifellos zu den wichtigsten Vertretern seines Instruments in Europa und hat einen substantiellen Beitrag zur Entwicklung des Vibraphonspiels geleistet. Seit den 50er Jahren verband ihn eine langjährige Partnerschaft mit dem Pianisten Michael Naura, drei Jahrzehnte gehörte er auch der NDR-Big Band an. Für sein aktuelles Album Breathing As One hat Wolfgang Schlüter nach eigenen Aussagen in einem Maße wie noch nie den Mut aufgebracht, sein Instrument „schön“ erklingen zu lassen, nicht nur die Virtuosität sondern vor allem auch die Poesie in den Vordergrund zu stellen. Und so erstrahlen neue Eigenkompositionen, die sein Spätwerk noch heller erscheinen lassen,  in gelungenem Brückenschlag mit einigen Standards, die Schlüter „schon immer mal aufnehmen wollte“. Kongenialer Partner ist sein ehemaliger Student und heute langjähriger Wegbegleiter, der in St. Petersburg geborene aber seit vielen Jahren in Hamburg lebende Pianist Boris Netsvetaev. Die Art und Weise, wie er dezent begleitet und unterstützt aber auch solistisch brilliert, macht ihn zur perfekten Wahl für die dieses Duo Abenteuer. Dieses Konzert feiert den release der CD, die im Oktober 2016 erscheinen wird. Wolfgang Schlüter kehrt übrigens somit im Duo an den Ort zurück, an dem er 1977 mit Michael Naura die LP Country Children aufnahm - in den Sendesaal. 16.12. Die Grenzgänger Freitag, 16. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets NEU IM PROGAMM: Die Grenzgänger aus Bremen feiern die Premiere ihres neuen Programms: Brot & Rosen - von der Liebe und ihren Bedingungen im Alltag. Livemitschnitt Die Grenzgänger Michael Zachcial - Gesang, Gitarre, Rezitation Annette Rettich - Cello, Gesang Felix Kroll - Akkordeon, Gesang Frederic Drobnjak - Gitarre, Gesang Mit Cello, Akkordeon und zwei Gitarren zaubert das Quartett um den Bremer Liedermacher Michael Zachcial Lieder und Geschichten von der Liebe aus acht Jahrhunderten auf die Bühne: Von Leichtmatrosen und gefallenen Mädchen, Königskindern und falschen Nonnen, Märchen aus uralten Zeiten, gebrochenen Herzen aber ewiger Treue. In der aktuellen Besetzung klingen die Grenzgänger so druckvoll und virtuos wie selten, Frederic Drobnjak an der Gitarre spielt im Stile eines Django Reinhardt groß auf, Felix Kroll zaubert am Akkordeon ein ganzes Orchester auf die Bühne, Annette Rettich berührt am Cello und verschmilzt mit der Stimme von Michael Zachcial, der auf unverwechselbare Art die alten Lieder mit dem Hier und Jetzt verbindet Fünfmal gab es bisher den Preis der deutschen Schallplattenkritik, die Grenzgänger spielten vor mehr als tausend Zuschauern auf grossen Festivals ebenso wie in kleinen Theatern und Bürgerhäusern. Etliche Male waren sie auf Platz eins der Liederbestenliste, für das Goethe-Institut unterwegs in Halb-Europa. Die Musiker: Michael Zachcial (Gesang, Gitarre, Mundharmonika) gehört zu den ganz wenigen Künstlern, die sowohl für ein Kinder- als auch für ein Erwachsenenpublikum auftreten und dabei gleichermaßen großen Erfolg haben. Er gründete 1988 nach vielen Jahren als Strassenmusiker und Liedermacher die Grenzgänger und ist hauptsächlich verantwortlich für das künstlerische Konzept. Neben einem Programm mit eigenen Liedern und Chansons spielt Michael Zachcial seit 1993 noch Kinderlieder mit dem Duo Zaches & Zinnober (gemeinsam mit Ralf Siebenand), der auch auf einigen CDs der Grenzgänger als Saxophonist und Pianist zu hören ist. Felix Kroll (Akkordeon, Gesang) begann mit zahlreichen Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten, u.a. Friedrich Goldmann, Georg Katzer, Peter Weirauch und Hannes Zerbe. 2005 erhielt er mit seinem Trio den ersten Preis im Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« und ein Jahr darauf begann er sein Studium an der Hochschule für Künste Bremen bei Margit Kern. Außerhalb der Hochschule erarbeitete er bereits größere Musik-Theaterstücke u.a. mit Wolfgang Krause Zwieback, wirkte bei mehreren Opernuraufführungen im Rahmen der Neuköllner Originaltöne mit und gibt Konzerte in den verschiedensten Besetzungen im In- und Ausland (z.B. Schweiz, Seoul-Korea, Russland). Seit Frühjahr 2009 bei den Grenzgängern. Annette Rettich (Cello, Gesang) ist seit Januar 2009 bei den Grenzgängern, klassisch bestens ausgebildet und macht wie viele andere, die für den Arbeitsmarkt schlicht überqualifiziert sind, aus der Not eine Tugend! Annette Rettich gewann mehrere erste und Sonderpreise in verschiedenen Kategorien beim Bundeswettbewerb "Jugend Musiziert", absolvierte diverse Meisterkurse, nahm an zahlreichen Rundfunkaufnahmen teil und spielte zuletzt im Schleswig Holstein Festival Orchester. Frederic Drobnjak ( Gitarre, Gesang) Seit Anfang 2014 als Saitenzauberer bei den Grenzgängern. Begann seine Entdeckungsreise auf der E-Gitarre als Autodidakt. Lehramtsstudium Musik an der Universität Bremen, ab 2002 Hochschule für Künste Bremen, Studium Jazz-Gitarre, Solistenförderpreis beim Bundesjugend-Jazzfestival in Erfurt. Teilnahme an Masterclasses von Jennifer Batten, Peter Fischer, John Stowell, sowie am Stephane-Grappelli-Camp. Dozent für Gitarre an der Music Academy Bremen. Pressestimmen: „Die Grenzgänger“ verwandeln Jahreszahlen in Menschen-Geschichte– die Besucher konnten nicht anders als überzeugt mehrere Zugaben einfordern." Kreis Anzeiger Hessen „...so viel gelassene Beiläufigkeit und selbstverständliche Perfektion kriegen nur echte Könner auf die Reihe.... Die Grenzgänger sind allemal einen kostbaren Abend wert.“ Backnanger Kreiszeitung Eine Veranstaltung der Grenzgänger 17.12. Michy Reincke - Wir sind die Flut Tour 2016 Samstag, 17. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 18 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der Hamburger Songschreiber Michy Reincke stellt bei dieser Tour sein aktuelles Album "Sie haben den Falschen" vor. MICHY REINCKE - „WIR SIND DIE FLUT“ TOUR 2016 Michy Reincke - Stimme und Gitarre Jörn Heilbut - Gitarre Martin Meyer - Piano Für seine letzten Chart-Alben erhielt der Hamburger Songschreiber Michy Reincke von den Medien und Fans überragende Kritiken. So schreibt beispielsweise der Rolling Stone „Wenige deutsche Platten sind so brillant“ und das Penthouse sagt es eben so: „während die meisten textlich am Niveau eines Grundschülers vor sich hin stolpern, nimmt Reincke narrative Hürden mit Bravour, er-urknallt sich mit jedem neuen Album sein ganz persönliches Wurmloch, in dessen eloquent-lyrischen Tiefen nur er zu verschwinden weiß. Der ist nicht von hier, das steht fest“. Und der Musiker und Entertainer Michy Reincke ist ein Garant für originelle Konzerterlebnisse. Bei den Liebhabern seiner Musik stehen sein Humor, seine Art die Dinge zu sehen und sein schier unermesslicher Vorrat an Anekdoten wenigstens auf gleicher Stufe mit seinen Songs, großen Melodien und klugen Texten, um sich begeistern und wunderbar unterhalten zu lassen. Mit seinen langjährigen musikalischen Mitstreitern inspiriert Michy Reincke auch sein Publikum immer wieder dazu nicht nur auf ausgetretenen Pfaden zu wandeln, sondern sich selbst zu überraschen und neu zu sein. Er selbst ist dafür ein leuchtendes Beispiel und so ist es auch kein Wunder, dass Michy Reincke einer der beliebtesten Popmusiker Norddeutschlands ist. Neben den brandneuen Songs seines aktuellen Albums „SIE HABEN DEN FALSCHEN“ und den Singles „Erzähl mir nicht dass du nur tust was man dir sagt“ oder „Steh auf & scheine“ der hochgelobten Vorgänger-Alben, runden auch Song-Klassiker seines Schaffens wie „Taxi nach Paris“ oder „Valérie, Valérie“ das neue Programm ab. Wer einen Abend mit Songs und Geschichten von Michy Reincke erleben möchte, muss allerdings vom Sofa hoch. Der Musiker verweigert vehement die Aufnahme oder Veröffentlichung von Live-Konzerten. Die Frage nach dem Warum kann man sich ganz gut aus einem seiner Songs beantworten: „Wir alle bauen nur Sandburgen vor die Flut...wie soll das gehen zu bleiben...“ Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
11x
yasni 26.11.16  +  

Connection e.V. und Pro Asyl: Eindruck der Voreingenommenheit im Asylverfahren

Die Klage gegen den ablehnenden Bescheid im Verfahren des US-Deserteurs André Shepherd wurde in der heute veröffentlichten Entscheidung des Verwaltungsgerichtes abgewiesen. In einer fünfstündigen Verhandlung hatte das Verwaltungsgericht gestern unter Beachtung eines Grundsatzentscheides des Europäischen Gerichtshofes den Fall überprüft. Es stellte sich heraus, dass die fünfköpfige Kammer sich einzig und allein auf die Glaubhaftigkeit des Klägers konzentrierte, Sachverhalte abfragte, die bis zu zwölf Jahre zurückliegen und meinte, das Gewissen des Klägers zu jeder Zeit messerscharf prüfen zu können. Einerseits wurde vom Kläger erwartet, dass er seine Sicht aus damaliger Situation heraus schildert, andererseits wurden die von ihm damals getroffenen Entscheidungen von der Kammer aus heutiger Sicht bewertet. "Würde man den Maßstab des Gerichts anlegen, müsste ein Verweigerer eines völkerrechtswidrigen Krieges oder von völkerrechtswidrigen Handlungen von Anfang an völlig stringent und kompromisslos vorgehen", so Bernd Mesovic von PRO ASYL. "Dass sich eine Gewissensentscheidung über längere Zeiträume entwickelt, hat in der Logik des VG München keinen Platz." Nach der langen Befragung sagte André Shepherd: "Ich habe von Anfang an umfassend alle wesentlichen Sachverhalte dargestellt. Ich hätte mir gewünscht, das Gericht hätte den schwierigen Weg innerhalb des US-Militär, eine meinem Gewissen entsprechende Haltung herauszubilden. gewürdigt." Weiter erklärte er: "Es sollte bei der Anhörung doch darum gehen, meine Gründe darzulegen, warum ich aus den gegebenen Tatsachen heraus das Militär verlassen musste. Dass das Gericht stattdessen auf hypothetische Szenarien abzielte, die nichts mit den vorliegenden Tatsachen und Erfahrungen zu tun haben, hinterlässt bei mir den Eindruck, dass sie mich schlicht und einfach nicht anhören wollten." In seiner heutigen Pressemitteilung weist das Gericht insbesondere auf eine scheinbar fehlende Auseinandersetzung mit der Möglichkeit der Kriegsdienstverweigerung hin. Dabei hatte André Shepherd in der gestrigen Anhörung sehr deutlich erklärt, dass er mit seiner Auffassung, dass er für "notwendige Kriege zum Schutz der eigenen Bevölkerung" auch zur Verfügung gestanden hätte, nicht unter die sehr eindeutig formulierten Richtlinien für eine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer gefallen wäre. "Auch der Umgang mit anderen US-Kriegsdienstverweigerern, wie Agustín Aguayo, der trotz seiner Verweigerung ins Kriegsgebiet geschickt und schließlich wegen Desertion verurteilt wurde, waren für mich ein klares Zeichen, dass dies kein Weg sein kann." "Eigentlich hat das Gericht nur einen Satz im Urteil des Europäischen Gerichtshofes zugrunde gelegt, in dem darauf abgestellt wird, dass hohe Maßstäbe bei Asylanträgen von Soldaten angenommen werden müssten, wenn Sie sich freiwillig zum Militär melden", erklärte Rechtsanwalt Reinhard Marx im Anschluss an die Anhörung. "So eng interpretiert hätte damit kein Berufssoldat jemals eine Chance Asyl zu erhalten." Weiter machte er deutlich: "Ganz offensichtlich wollte das Gericht durch diese Art der Sachaufklärung vermeiden, die nicht zu bestreitenden Kriegsverbrechen der US-Armee während des Zeitraums seit 2007 zu behandeln." "Die Verhandlungsführung war von Voreingenommenheit geprägt", so Rudi Friedrich von Connection e.V. "Als Beobachter konnte man sich nicht dem Eindruck verschließen, dass schon vorher ein Urteil feststand und die Kammer die Entscheidung und den Asylantrag von André Shepherd völlig abgelöst sehen wollte von der Realität des Krieges im Irak." Rechtsanwalt Reinhard Marx machte abschließend deutlich, dass er für seinen Mandanten eine Berufungsklage vorbereiten werde.   gez.Bernd Mesovic, PRO ASYL (069 2423 1430)Rudi Friedrich, Connection e.V. (069 8237 5534) ******************************* Beitr ag Weiterempfehlen im SocialNetwork --- Facebook --- Google --- Linkedin --- StudiVZ --- Twitter --- ******************************* Connect ion e.V., Von-Behring-Str. 110, D-63075 Offenbach Tel.: 069-8237 5534, Fax: 069-8237 5535 eMail: office@Connection-eV.org, Website: www.Connection-eV.org *************
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
8x
yasni 17.11.16  +  

Was wir von den Wahlen in den USA lernen können - und müssen

Vergangenen Dienstag waren die Menschen in den USA aufgefordert, eine neue Regierung zu wählen. Zur Überraschung vieler wählten sie den Immobilienmogul und Fernsehstar Donald Trump zum Präsidenten und bescherten seiner Partei eine für die USA seltene Machtfülle mit satten Mehrheiten im Senat und dem Repräsentantenhaus. Nach allem was wir wissen, verlief die Wahl ordnungsgemäß. Wir, der Rest der Welt, müssen die Resultate dieser demokratischen Wahl akzeptieren. Wir müssen aber auch mit ihnen leben. Denn die USA sind weiterhin die einzige globale Supermacht – militärisch, politisch, wirtschaftlich, kulturell – daher kann es niemandem egal sein, wer sie regiert. Viele von uns sind vom Wahlausgang enttäuscht, niedergeschlagen, blicken mit Sorge in die Zukunft, haben Angst. Die meisten können es immer noch nicht glauben, dass die USA, das Mutterland der modernen Demokratie, jemanden wie Donald Trump zum Präsidenten machen würden – unbeherrscht, hitzköpfig, rassistisch, ausländerfeindlich, sexistisch, politisch gänzlich unerfahren, ein Lügner, Steuerhinterzieher, ein Gewaltverherrlicher, ein Demagoge, scheinbar ohne Respekt für die Institutionen und Gepflogenheiten der US-amerikanischen Demokratie. Ein gewisser Trost liegt in den Zahlen. Die USA haben mehr als 318 Millionen Bürgerinnen und Bürger – 231,6 davon waren letzte Woche wahlberechtigt. An der Wahl beteiligt haben sich letzten Angaben zufolge gerade einmal 131,7 Millionen, also etwa 57%. 60,5 Millionen stimmten dabei für Hillary Clinton ab, 60,1 Millionen für Donald Trump – nur knapp 400.000 Menschen weniger (Quelle: CNN, 11.11.16). Drei Dinge werden durch diese Zahlen deutlich: zum einen, dass die USA auch weiterhin ein zutiefst gespaltenes und polarisiertes Land sind, zum zweiten, dass die knapp 100 Millionen Nichtwähler die mit Abstand größte Wählergruppe bilden und zum dritten, dass Trump die Mehrheit der Menschen nicht überzeugen konnte. Doch auch wenn Hillary Clinton die Mehrheit der „popular vote“ gewinnen konnte, gelang es ihr nicht, die Mehrheit der Wahlmänner und -frauen zu erreichen und Trump die Präsidentschaft streitig zu machen. So ist das amerikanische Wahlsystem. Auch George W. Bush gewann damals auf ähnliche Art und Weise gegen Al Gore. Doch nicht jeder ist durch Trumps Sieg erschüttert. Einige sind auch froh, dass die ausgewiesene Falken-Politikerin Hillary Clinton verhindert werden konnte. Und tatsächlich ist nicht auszumachen, wie sich die Politik der USA unter Clinton gestaltet hätte – insbesondere bei der Nahostpolitik und der Haltung gegenüber Russland, aber auch der Handelspolitik gab es gute Gründe, Hillary Clinton als Präsidenten abzulehnen. Auch wenn sie viele Werte vertritt, die wir teilen und bei Trump so bitterlich vermissen - sie war nie eine ausreichend gute Alternative. Das ist vielleicht die traurigste Wahrheit des letzten Dienstags – dass es eine Wahl zwischen zwei Übeln war und es den meisten Wählern mehr darum ging, den anderen Kandidaten zu verhindern, als den eigenen wirklich ins wichtigste politische Amt der Welt zu hieven. Wie bedeutend dieses Amt ist, wurde uns immer wieder vor Augen geführt: Wir haben gesehen, wie ein Präsident George W. Bush sein Land und zahlreiche Verbündete kurzerhand in völkerrechtswidrige Kriege im Nahen Osten und Zentralasien gestürzt hat. Wir haben aber auch gesehen, wie ein Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama die Drohnenkriegsführung massiv ausgeweitet und außergesetzliche Exekutionen und Kriegsverbrechen in vielen Ländern verantwortet hat. Nicht von der Hand zu weisen, dass eine Präsidentin Clinton ebenfalls als außenpolitische Hasardeurin aufgefallen wäre. Wir werden es nie wissen. Was wir nun in den kommenden vier Jahren erleben werden ist die Präsidentschaft von Donald Trump – und die macht vielen von uns Angst – eine Angst, die vor allem dadurch verstärkt wird, dass das Phänomen Trump nicht auf die USA begrenzt ist. Die rassistischen und ausländerfeindlichen Untertöne der Brexit-Kampagne, das Erstarken rechter Parteien in ganz Europa, insbesondere des Front National in Frankreich, aber auch ähnlicher antieuropäischer, antimuslimischer, demokratiefeindlicher Bewegungen in den Niederlanden, Polen, Ungarn, Österreich, der Schweiz, der stete Abbau der Demokratie in unseren Nachbarstaaten wie Russland, der Ukraine, der Türkei oder Israel, und nicht zuletzt die Erfolge der organisierten Rechten in Deutschland - sie alle kulminieren zu einer gefühlten Renaissance braunen Gedankenguts quer über unseren Kontinent. Insbesondere unsere eigene rechte Bewegungen – von den Identitären über die Reichsdeutschen, PEGIDA und ihre Ableger, die AfD und die immer tiefer im braunen Sumpf fischende CSU – lassen den Rechtsruck in den USA so gefährlich für uns erscheinen: Droht uns bald auch ein ähnlicher Erdrutsch der Rechten? Um diese Frage zu beantworten, lohnt es sich, noch einmal den Blick auf die US-Wahl zu wenden. Trumps Erfolg beruht neben seinem Geschick als Entertainer und seiner Tabubrüche nämlich auch darauf, dass er brennende Themen gesehen und angesprochen hat, die von beiden Volksparteien viel zu lange ignoriert wurden - vor allem die Sorgen der „vergessenen Generation“ der arbeits- und hoffnungslosen weißen Unterschicht, die durch die Globalisierung, die Deindustrialisierung und nicht zuletzt durch die Finanzkrise ins gesellschaftliche Abseits befördert wurden. Die immer heterogener und bunter werdende US-amerikanische Gesellschaft und nicht zuletzt die Wahl eines schwarzen Präsidenten vor acht Jahren hat ihre Angst zunächst in Frust und später auch in Wut und Hass umgewandelt. Ihnen hat Trump immer wieder versprochen, Amerika wieder „zu alter Größe“ zurück zu führen („Make America great again“), ihnen „ihr Land zurückzugeben“ („Take our country back“). Auf diesen Menschen basiert sein Wahlsieg: in ihrer Mehrheit ältere weiße Männer ohne Collegeabschluss aus dem Herzland der USA. Sie versprechen sich von ihm eine Besserung ihrer Situation, sie sind nach seinem Sieg heute euphorisch und ermutigt. Verloren und verängstigt fühlen sich heute die Millionen von Afroamerikanern, Hispanics, Moslems und generell „people of color“, auf deren Kosten Trump seinen Wahlkampf führte und die von ihm zu Außenseitern im eigenen Land gemacht wurden. Sie sind es, die in den Augen vieler Trump-Wähler ihnen „ihr“ Land weg genommen haben. Viele von ihnen fragen sich, in was für einem Land ihre Kinder nun aufwachsen werden – einem toleranten oder einem bigotten? Einem, in dem sie als gleichberechtigte BürgerInnen wahrgenommen werden oder einem, in dem ihr Leben weiterhin weniger zählt als das von weißen AmerikanerInnen? Sie sind es, die trauern, weil sie den Eindruck haben, dass durch die Wahl Trumps der Hass, die Diskriminierung und die Ausgrenzung, die sie für überwunden gehalten hatten, nun demokratisch legitimiert und institutionalisiert wurden. Das zweite großes Thema, mit dem Trump das politische Establishment vorführte, ist die real existierende und weitgreifende Korruption des US-amerikanischen Politikbetrieb. Diese hat Trump gegen den Willen seiner eigenen Partei offen angeprangert, ebenso wie die Machenschaften der Wall Street und die verheerende Rolle der Finanzindustrie und die Auswirkungen einer ungezügelten Globalisierung auf die Lebensrealität der einfachen Menschen im Land. Wie glaubhaft diese Kritik aus dem Mund des Milliardärs Trump ist – für seine Anhänger geschenkt. Was zählt ist, dass er ein tatsächliches Problem anspricht - und einfache Lösungen verspricht. Damit hat er sich seinen Sieg gesichert. Ob er auf seine Ankündigungen tatsächlich effektive politische Taten folgen lässt ist dabei völlig offen – denn parallel zu seinen Tiraden gegen Finanzjongleure an der Wall Street hat Trump eben diesen Lockerungen und Deregulierungen versprochen. Welche seiner Versprechen er schlussendlich zu halten gedenkt wird man im kommenden Jahr sehen. Neben diesen beiden wiederkehrenden Themen seines Wahlkampfs sind es besonders Trumps Positionen zu unseren Kernthemen, die für uns als deutsche IPPNW von Interesse sein dürften: Atomwaffen, Frieden, Energiewende, Flucht und Vertreibung. Seine Haltung zu Atomwaffen ist wechselhaft und oft widersprüchlich. Ein Donald Trump am atomaren Drücker? Für viele ein Szenario wie aus einem Horrorfilm. Einem Mann, der mitten in der Nacht über Twitter wüste Beschimpfungen über Journalisten, politische Gegner oder Schönheitsköniginnen verschickt, soll der Nuclear Football anvertraut werden? Wie nah an Mitternacht kann die Weltuntergangs-Uhr gestellt werden? Unabhängig, wer in Russland und den USA am Drücker sitzt, drängt die Zeit zur Ächtung und Abschaffung von Atomwaffen – aber mit einem Donald Trump im Weißen Haus steigt die Sorge, dass wir mit unseren Bemühungen zu spät sein könnten. Wie sich Präsident Trump in Fragen von Krieg und Frieden verhalten wird? Seine diplomatische Unerfahrenheit und weltpolitische Naivität sorgen für Stirnrunzeln und Sorgenfalten – nicht nur in Berlin und Brüssel, sondern weltweit: Wie soll er als politischer Neuling in den zahlreichen Krisen und Konflikten rund um den Globus den Überblick behalten? Die Liste reicht von der Ostukraine über Libyen, Syrien, den Irak, Jemen, Afghanistan, den indischen Subkontinent, die koreanische Halbinsel bis ins Südchinesische Meer. In vielen dieser Konflikte stehen sich zudem Atomwaffenmächte gegenüber. Die USA sehen sich gerne als Weltpolizist, der „sanft spricht, aber einen großen Stock trägt“ („speak softly but carry a big stick“). Wie soll ein Donald Trump dieser Rolle entsprechen? Wird er mit der ungeheuren US-amerikanischen Militärmacht noch mehr Chaos und Leid verursachen als seine Vorgänger? Die Aktienkurse von Rüstungsfirmen stiegen jedenfalls nach der Wahl deutlich an – auch hier in Deutschland. Den Klimawandel hat Trump wiederholt als Erfindung der Chinesen abgetan, die die US-amerikanische Wirtschaft schwächen soll. Fracking, Atomenergie, Kohle und Gas - und eine Rücknahme von bereits erlassenen Umweltgesetzen und Klimavereinbarungen: das könnte der Weg des Donald Trump sein, wenn man seinen Äußerungen während des Wahlkampfs Glauben schenkt. Wegweisende Schritte in Richtung einer Energiewende sind von ihm nicht zu erwarten. Der weltgrößte Kohleförderer, Peabody Energy, legte an den Börsen jedenfalls schon mal deutlich zu. Trumps verstörender Hang zu Sozialdarwinismus und seine ausländerfeindlichen, rassistischen und verletzenden Äußerungen MigrantInnen gegenüber – sie sind Gift nicht nur für die USA, sondern auch für den gesellschaftlichen Diskurs hierzulande, insbesondere da Trump Deutschland und seine Migrationspolitik immer wieder als Negativbeispiel angeführt hat. Gefundenes Fressen für die antimuslimischen und ausländerfeindlichen Bewegungen hierzulande. Was also können, was müssen wir als deutsche IPPNW nun tun? Sollten wir unsere Strategien und unsere Prioriäten ändern? Dieser Diskussion müssen wir uns, gemeinsam mit unseren Schwesterorganisationen und vor allem Physicians for Social Responsibility (PSR) in den USA, stellen - auch wenn es für Antworten auf diese Fragen jetzt noch zu früh ist. Trump wird erst Ende Januar im Amt sein – für die ersten 100 Tage hat eine Reihe umwälzender politischen Entscheidungen angekündigt, die das Gesicht der USA ändern sollen. Im Frühjahr 2017 können wir uns dann vermutlich ein Bild davon machen, was uns in den nächsten vier Jahren erwartet. Was wir jedoch jetzt sofort tun können und sollten, ist dem Hass und der Ausgrenzung die Konzepte der universellen Menschlichkeit und der Ehrfurcht vor dem Leben entgegenzusetzen und die Abschaffung von Waffen beschleunigen, deren Konsequenzen wir nicht verantworten können. Und wir müssen versuchen, aus dem Wahlsieg Trumps zu lernen: Wie konnte ein politischer Außenseiter wie Trump Präsident des mächtigsten Staats der Welt werden? Welche Faktoren für seinen Wahlsieg sind für uns in Deutschland übertragbar? Wie können wir als IPPNW, als Mediziner, als Bürgerinnen und Bürger, dazu beitragen, einen gesellschaftlichen Rechtsruck wie in den USA abzuwenden? Wie können wir verhindern, dass sich auch hier in Deutschland eine „vergessene Generation“ frustrierter, abgehängter Menschen herausbildet, die Politiker wie Trump an die Macht bringen? Wie können wir helfen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und innerhalb des demokratischen Systems Lösungen für die Probleme der BürgerInnen zu entwickeln, damit sie nicht den einfachen Losungen rechter Rattenfänger hinterherlaufen? Wir sollten uns dabei bewusst sein, dass ein wesentlicher Faktor von Trumps Erfolg die Abkehr vom faktenbasierten rationalen Diskurs war. So schwer das für uns Europäer und vor allem für uns Deutsche manchmal vorstellbar ist: Trump hat es geschafft, seinen Wahlkampf jenseits von Fakten zu führen; durch eine gefährliche Mischung aus Wahrheit, Halbwahrheit und regelrechten Lügen. Mit dieser Art von Information (oder besser Desinformation) hat er seine Gegner allesamt vorgeführt – seine MitkandidatInnen bei den Republikanern, seine Kontrahentin Clinton, JournalistInnen und KommentatorInnen. Es ist bereits vom „postfaktischen Zeitalter“ die Rede, wo Fakten nichts mehr zählen, sondern nur noch Emotionen. Trump und seine Sprachrohre, rechte Blogs, Radio-Talkshows und Internetzeitungen, wurden nicht müde, Unwahrheiten und haarsträubende Übertreibungen zu verbreiten, Tabus zu brechen und gegen jegliche Gepflogenheit der Politik zu verstoßen - und das in einer Geschwindigkeit, mit einer Dreistigkeit und einer Vehemenz, mit der schlicht und einfach niemand mithalten konnte. Am Ende war es egal, was er sagte und ob es stimmte oder nicht. Selbst bei leicht überprüfbaren Tatsachen scheute er sich nicht davor, laut und vor allen Augen die Unwahrheit zu verkünden. Fakten und das Überprüfen von Aussagen interessierten offenbar viele Menschen einfach nicht mehr. Mit rationalen Argumenten waren seine Anhänger ohnehin nicht mehr zu erreichen – auch weil sie durch die neuen rechten Medien komplett vom Rest der Gesellschaft abgekoppelt werden konnten. Wir als deutsche IPPNW sollten uns dieser neuen Realität bewusst werden, denn auch in Deutschland sehen wir, dass langsam eine parallele Medienwelt entsteht und sich Menschen so aus dem gesellschaftlichen Diskurs abkoppeln. In der Debatte um Zuwanderung und Asyl erleben wir auch hierzulande, dass Fakten immer weniger zählen und dafür immer mehr mit Emotionen und Stimmungen gearbeitet wird. Wir sollten uns für diesen Diskurs wappnen, Fakten prüfen, bevor wir sie verbreiten und unsere eigenen Aussagen als IPPNW immer auf den Prüfstand stellen, um der Versuchung nicht zu erliegen, uns ebenfalls ins postfaktische Zeitalter aufzumachen und so unsere Glaubwürdigkeit als Medizinerorganisation zu verlieren. Die kommenden Monate und Jahre werden uns einige Überraschungen bescheren. Es ist nicht auszuschließen, dass ein Präsident Trump direkt oder indirekt auch Positives bringen wird. Schon jetzt organisiert sich eine breite politische Widerstandsbewegung – die vor allem die Jugend mitreißt, die in ihrer überwiegenden Mehrheit gegen Trump gestimmt hat und eine progressivere Politik in ihrem Land wünscht – sie sind die Zukunft. Seine Ablehnung von TTIP, der angekündigte versöhnlichere Kurs gegenüber Russland, sein Vorschlag, die Rolle der USA innerhalb der NATO zurückzufahren und sich insgesamt mehr aus den Konflikten anderer Länder herauszuhalten – es liegen bei aller Unberechenbarkeit und Willkür seiner Ankündigungen auch Chancen in einer Präsidentschaft Trumps – wenn man seinen Ankündigungen jetzt schon Glauben schenken mag. Dabei sollten wir uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass er US-amerikanische (und seine eigenen) Interessen immer vor die der Weltgemeinschaft stellen wird. Und wir sollten diejenigen nicht vergessen, die Opfer seines Wahlkampfs wurden. Ob er es sich als Präsident leisten kann, weiterhin die Mehrheit im Land auszugrenzen und zu diffamieren und welche Auswirkungen seine Präsidentschaft auf den ohnehin brüchigen gesellschaftlichen Zusammenhalt in den USA haben wird – all das wird die Zeit zeigen. Wir sollten dabei auch die deutsche Geschichte nicht vergessen und unsere eigenen Erfahrungen mit Demagogen und Menschenfängern: Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihre Großeltern oder lesen Sie ein Geschichtsbuch. Dr. Alexander Rosen
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
10x
yasni 13.11.16  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im November

Bevor wir Sie nun auf unser Programm im November hinweisen, wollen wir Ihnen noch sagen, dass wir uns sehr freuen, dass der Sendesaal von Kulturstaatsministerin Monika Grütters letzte Woche nach 2014 zum zweiten Mal für sein "kulturell herausragendes Programm" mit dem Spielstättenprogrammpreis APPLAUS ausgezeichnet wurde. Der mit 15.000€ dotierte Preis wird diesem Programm voll zugute kommen. Und hier sind nun unsere Konzerte im November. Zwischen intim Unbekanntem wie dem Trio von Sängerin Lucia Cadotsch (10.11.) und großen Namen wie dem Saxophonisten Charles Lloyd (14.11.) ist hoffentlich auch für Sie wieder etwas dabei, das auf Ihr Interesse stößt. Vielleicht finden Sie ja in der Stunde, die Sie durch die Zeitumstellung heute Nacht gewonnen haben, Zeit und Muße, sich unsere Angebote genauer anzuschauen. Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Herzlich willkommen dann im Sendesaal Für heute allerbeste Grüße Peter Schulze   Inhalt 04.11. Jazzchor Freiburg 10.11. Lucia Cadotsch Speak Low 12.11. Saltarello: Theo Plath und Fabian Müller 13.11. Matinee: Althastedter Kammerorchester 13.11. Håkon Kornstad Ensemble 14.11. Charles Lloyd 17.11. Omer Klein Trio 18.11. konzert im dunkeln: Josep-Maria Balanya 22.11. Amaryllis Quartett: amaryllis 3 x 3 25.11. 19. Festival der pgnm - 1. Konzert 26.11. 19. Festival der pgnm - 3. Konzert 30.11. Detmolder Kammerorchester 04.11. Jazzchor Freiburg Freitag, 04. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Mit einem runderneuerten Konzertprogramm ist der Jazzchor Freiburg wieder zu Gast im Sendesaal. „Schwing!“ bleibt das Motto, die programmatische Klammer des Konzerts – wie schon vor zwei Jahren, als die Freiburger zuletzt vor ausverkauftem Haus begeisterten. SCHWING! - reloaded Jazzchor Freiburg - auf Tour mit Swing im Gepäck Jazzchor Freiburg Helmut Lörscher - Klavier Klaus Frech - Bass Michael Heidepriem - Perkussion Leitung: Bertrand Gröger Mit einem runderneuerten Konzertprogramm ist der Jazzchor Freiburg wieder zu Gast im Sendesaal. „Schwing!“ bleibt das Motto, die programmatische Klammer des Konzerts an der Bürgermeister-Spitta-Allee – wie schon vor zwei Jahren, als die Freiburger zuletzt vor ausverkauftem Haus begeisterten. Aber im Unterschied zu 2014 wird Chorleiter Bertrand Gröger dem Bremer Publikum diesmal einen Ausblick auf das kommende Repertoire bieten: „Infusion“. Kaum eine Entwicklung im Jazz hatte eine vergleichbare Breitenwirkung wie seine Verschmelzung mit Rock, Funk und Latin zu „Fusion“ – Persönlichkeiten wie Miles Davis, Pat Metheny oder Joe Zawinul haben unsere Hörgewohnheiten tiefgreifend verändert. Gröger und der langjährige „Hofarrangeur“ des Jazzchors, Klaus Frech, haben etliche der ursprünglich instrumentalen Titel erstmalig singbar gemacht. Im Sendesaal präsentiert der Jazzchor Freiburg ein Programm, das auch dem Jazz-fernen Publikum einen unkomplizierten Zugang bietet und seine mitreißende Energie nicht zuletzt aus den Brüchen und Reibungen der unterschiedlichen musikalischen Sprachen und Idiome bezieht. Begleitet wird der Chor dabei von seinem bewährten Jazz-Trio an Klavier, Kontrabass und Schlagzeug. www.jazzchorfreiburg.de www.facebook.com/jazzchorfreiburg Eine Veranstaltung von Jazzchor Freiburg 10.11. Lucia Cadotsch Speak Low Donnerstag, 10. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets SPEAK LOW ist die neue Working Band der Zürcher Wahlberlinerin und Sängerin Lucia Cadotsch. In minimalistischer Besetzung mit Saxophon und Bass bringen sie ihre eigenen Versionen bekannter Standards wie Gloomy Sunday oder Strange Fruit. Sie nennen das Acoustic Retro-Futurism - und damit sind sie im Sendesaal goldrichtig. Dieses Konzert ist neben dem Auftritt beim JazzFest Berlin am 5.11. die letzte Gelegenheit des Jahres die Band in Deutschland zu hören. LUCIA CADOTSCH SPEAK LOW acoustic-retro futurism The Art of keeping it simple and raw! Lucia Cadotsch (CH) - Stimme Otis Sandsjö (SE) - Tenorsaxophon Petter Eldh (SE) - Kontrabass SPEAK LOW ist die neue Working Band der Zürcher Wahlberlinerin Lucia Cadotsch. Sie singt mit Petter Eldh am Kontrabass und Otis Sandsjö am Tenor eine berückend schöne Sammlung von modern Traditionals, wie Gloomy Sunday, Strange Fruit und Moon River. In Versionen, die unverkennbar den Stempel Berlin 2016 tragen. Live, minimalistisch, symphonisch! Raw like Ceviche! Analog ist das neue Berghain! "We ́re putting all our ideas into one rocket, we fire that off, it explodes and spreads out all over the fucking place but some of the stuff is gonna land right where we ́re standing and what is left, is what we use.“ So formuliert Petter Eldh die Magie von Speak Low. Man könnte aber auch sagen: Das besondere an diesem Trio ist, es gibt weder ein Rhythmus- noch ein Harmonie-Instrument. Aber wer denkt, sie seien somit in ihrem Ausdruck limitiert, irrt. Die Drei haben alles, was sie brauchen, um diese wunderschönen Songs auf ihre ureigenste, aufwühlende, sehr heutige Art zu interpretieren. Hier hörst du das Saxophon und denkst an einen Vintage-Synth, dort klingen die Saiten und das Holz des Basses wie die Kick und die Claps einer 808. Aber: No effects, it`s a Band und zwar eine, die mit allem spielen kann und es tut. Darin und darüber singt Lucia Cadotsch frei, direkt und stolz, wie ein Instrument und wie eine Erzählerin. Was sie singt, klingt immer echt, weil der Song und ihr Herz es ihr genau so flüstern. Die ZEIT sieht in der Schweizerin eine der wichtigen Protagonistinnen „der Wiederbelebung des Jazz-Gesangs jenseits der abgenutzten Standards und Singer-/Songwriterinnen-Klischees. Die Zürcher Wahlberlinerin, hat mit dem Musikerkollektiv Schneeweiss + Rosenrot drei Alben aufgenommen. 2012 gewann sie mit ihnen den neuen deutschen Jazzpreis. Mit Wanja Slavin (Echopreisträger Bester Saxophonist National 2014) betreibt sie die Liun and the Science Fiction Band, Synthpop für die Menschen von übermorgen. Allein letztes Jahr hat sie mit der Gruppe Yellow Bird ein super-dada Bluegrass-Album herausgebracht und mit Hayden Chisholm und dem Lucerne Jazz Orchester den Big-Band-Swing alter Prägung ins 21ste Jahrhundert geholt. Der schwedische Bassist und sein Landsmann Otis sind beide keine Unbekannten auf der Jazzszene. Petter spielt etwa beim Django Bates Trio, AMOK AMOR (mit Peter Evans), Kit Downes und unzähligen anderen Formationen, veröffentlicht wie ein Wilder, inzwischen auch auf seinem eigenen Label (Galatea Records) und spielt jährlich über 100 Konzerte auf internationalen Bühnen. Otis, Mitglied der Bands Farvel und Gothenburg Gadjos ist dabei, sich durch sein aussergewöhnliches Spiel auf dem Saxophon einen eigenen Namen in der Szene zu machen. Zusammen auf der Bühne sind jene drei eine Macht, die die Geschicke jedes Abends lenken kann. Die Songs, die sie spielen bilden das Herz ihrer Performance aber darin und dazwischen ist alles möglich. Einige Pressestimmen: "Hinter dieser Musik steht nicht nur ein Sound, den man so noch nicht gehört hat, sondern eine musikalische Haltung, vor deren Klarheit und Kompromisslosigkeit man sich spontan verbeugen möchte. Ich habe lange nichts derart Beeindruckendes mehr gehört. Schon jetzt eines der besten Vocal Jazz Alben des noch jungen Jahres." Volker Doberstein, JAZZPODIUM 03/16 "Speak Low, Strange Fruit, Ain't got no, i got life, Don't Explain, Gloomy Sunday, Slow Hot Wind und Moon River, hier wird nichts ausgelassen (…) und trotzdem klingen alle Songs, als hörte man sie zum ersten Mal." bak, CONCERTO 1/2016 "Kollossal." JAZZTHING «Hier singen die Liebe und der Schmerz, sie klingen wahr und man glaubt ihnen, dass sie sich behaupten können im Gerumpel unserer Zeit.» Francesco Wilking "Mit dem Tenorsaxofonisten Otis Sandsjö und dem Bassisten Petter Eldh hat Cadotsch für jeden Song eine spezifische und doch flexible Herangehensweise erarbeitet, die in jedem Fall klangliche Extravaganzen mit starker emotionaler Wirkung beinhaltet – mal werden die Basssaiten aufs Griffbrett gepeitscht, mal klingt das Saxofon so, als werde es richtiggehend stranguliert. In diesem Kontext entfaltet die lyrisch-kraftvolle Stimme von Lucia Cadotsch einen sinnlichen Zauber ohne Zuckerguss." Tom Gsteiger, DER BUND (CH), 17.03.2016 "Ihre Auftritte sind beeindruckend...sobald sie zu singen beginnt, breiten sich Energien aus, die Räume öffnen. Etwas Unfassbares schwingt mit in der warmen Alt-Stimme der 31-jährigen Zürcherin (…)" Frank von Niederhäusern, Kulturtipp “In its best and most positive sense, Lucia can sing the shit out of any melody. She can phrase like a Grande Dame and she displays an experience and liberty with Time and the melody line which belie her age. Hearing her sing and playing behind and with her make you catch your breath and re-discover a song which you've played so many times before. Sophisticated Lady, indeed.” Uli Kempendorff, ICE, January 1st, 2016 "Eine ganz und gar ungewöhnliche und brilliante Interpretation berühmter Jazzstandards." jn, Kulturnews 3/2016 "Lucia's voice possesses for me the necessary subtlety and understatement to deliver such traditional jazz songs in our times. It is hard for me to imagine another contemporary vocalist with the ability to sing these tunes with such grace and controlled emotion." Hayden Chisholm, 2. November 2015 Unterstützt von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung 12.11. Saltarello: Theo Plath und Fabian Müller Samstag, 12. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 5 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Dieses saltarello-Konzert präsentiert zwei junge Ausnahmekünstler mit ausgefallenem Programm: den Fagottisten Theo Plath und Fabian Müller am Klavier. Saltarello - Ausnahmetalente im Sendesaal Theo Plath - Fagott Fabian Müller - Klavier Programm: Alexandre Tansman (1897-1986): Sonatine pour basson et piano Camille Saint-Saens (1835-1921): Sonate Op.168 ca Maurice Ravel (1875-1937): Alborada del gracioso Marcel Bitsch (1921-2011): Concertino pour basson et piano Heinz Holliger (*1939): Drei Stücke für Fagott solo Ludwig van Beethoven (1770-1827): Auswahl aus den Bagatellen Op.33 Roger Boutry (*1932): Interférences I Theo Plath, 1994 in Koblenz geboren, erhält seinen ersten Fagottunterricht bei Nikolaus Maler und studiert derzeit bei Prof. Dag Jensen an der Hochschule für Musik und Theater München. Wichtige künstlerische Impulse erhält er zudem auf Meisterkursen bei Prof. Dag Jensen, Prof. Sergio Azzolini und Prof. Klaus Thunemann. Von 2007 bis 2013 ist er Mitglied im Bundesjugendorchester, wo er unter bedeutenden Dirigenten wie Sir Simon Rattle und Kirill Petrenko spielt. Theo Plath gewinnt zahlreiche Preise, darunter die 1. Preise des Aeolus-Wettbewerbs, des Crusell-Wettbewerbs und des Gasteig-Musikpreises München. 2009 wird ihm der Hans-Sikorski-Gedächtnis-Preis der Deutschen Stiftung Musikleben für die „Beispielhafte Interpretation eines zeitgenössischen Werkes“ verliehen. 2015 und 2016 gewinnt er ein Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs, 2015 als Solist, 2016 mit seinem Bläserquintett, dem Monet-Bläserquintett. Theo Plath ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und der Studienstiftung des Deutschen Volkes, zudem wird er seit 2014 als Stipendiat von der Mozart Gesellschaft Dortmund unterstützt. Nach seinem Orchesterdebüt 2010 mit den Bergischen Symphonikern tritt er unter anderem mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, den Nürnberger Symphonikern und den Dortmunder Philharmonikern auf. Er ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Festival „Spannungen“ in Heimbach und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, seine umfangreiche Konzerttätigkeit führte ihn bislang unter anderem nach Japan, Südafrika und Südamerika. Im Februar 2015 erschien seine erste CD, auf der mit Ramón Ortega Quero, Sebastian Manz, Marc Gruber und der Württembergischen Philharmonie Reutlingen unter der Leitung von Ola Rudner die Sinfonia concertante von W. A. Mozart zu hören ist. »Ausnahme-Pianist« (WAZ) und »Tastenkünstler mit großer Zukunft« (General-Anzeiger) – sowohl Presse als auch Publikum zeigen sich begeistert und sind sich einig: Fabian Müller steht am Anfang einer aussichtsreichen Karriere. Der junge Pianist hat seine Begabung in jüngster Zeit vielfach unter Beweis stellen können. Als erster Preisträger beim Frankfurter Wettbewerb Ton und Erklärung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im Januar 2015, der Wahl von der International Holland Music Sessions zur Teilnahme an der Reihe New Masters on Tour, mit dem vielbeachteten Education-Projekt Ein Jahr mit György Ligeti beim Klavier-Festival Ruhr, bei dem er die musikalische Verantwortung hatte und das mit dem Junge Ohren Preis 2014 ausgezeichnet wurde, oder auch seiner Aufnahme in die Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung für die Konzertreihe Best of NRW konnte Fabian Müller viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Seine Erfolge öffneten ihm die Tür zu einem verheißungsvollen Konzertjahr 2015/16, das mit zahlreichen Höhepunkten aufwarten kann und in dem neben Recitals beim Klavier-Festival Ruhr, beim Heidelberger Frühling, beim Winners & Masters Gasteig, im Concertgebouw Amsterdam und in der Philharmonie Bratislava auch die Produktion seiner Debüt-CD Out of Doors ansteht. Fabian Müller, geboren 1990 in Bonn, begann im Alter von nur vier Jahren mit dem Klavierspiel. Seinen ersten Unterricht erhielt er von Rose Marie Zartner. Die außerordentliche Begabung des jungen Pianisten wurde bald erkannt und fand in zahlreichen 1. Preisen beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert ihre Bestätigung, denen kurz darauf weitere Auszeichnungen wie der Ibach-Preis, der Sonderpreise der Deutschen Stiftung Musikleben und der Jürgen-Ponto-Stiftung sowie 2011 der 1. Preis beim Prix amadéo de piano in Aachen  folgten. Das musikalische Flair seiner Heimatstadt hatte auf Fabians Entwicklung einen entscheidenden Einfluss. Aufgewachsen in der Brahmsstraße, unweit von Schumanns Sterbehaus und dem Geburtshaus Beethovens, kam er schon als Kind mit den deutschen Komponistengrößen in Berührung. Nach seinen ersten Konzerten an diesen besonderen Orten erhielt er mit 14 Jahren den Beethoven Bonnensis-Förderpreis der Bürger für Beethoven und entwickelte eine enge Verbindung zu dieser Musik, die schnell zum Zentrum seines Repertoires wurde. Mit 15 Jahren nahm Fabian Müller sein Studium an der Musikhochschule Köln bei Pierre-Laurent Aimard und Tamara Stefanovich auf und besuchte Meisterkurse bei Menahem Pressler, Pavel Gililov und Leon Fleisher. Besonders seinem Lehrer Aimard und dessen Kontakt zu vielen bedeutenden Komponisten der letzten Jahrzehnte ist es zu verdanken, dass der junge Pianist auch eine enge Beziehung zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts aufbauen konnte. Dies stellte er unter anderem im Jahr 2013 unter Beweis, als er Preisträger beim Ferruccio Busoni Klavierwettbewerb in Bozen wurde und darüber hinaus den Sonderpreis für die Interpretation zeitgenössischer Klaviermusik, den Internationalen Pressepreis sowie einen Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Ferruccio Busoni erhielt. Fabian Müllers Konzertengagements führten ihn bereits in die Philharmonie Köln, die Tonhalle Düsseldorf, die Beethovenhalle in Bonn und zu zahlreichen Auftritten ins europäische Ausland. Daneben gastierte er bei renommierten Festivals wie der Musikwoche Hitzacker, dem Aldeburgh Festival in England, den Musikfestspielen Mecklenburg-Vorpommern sowie den Schwetzinger Festspielen und spielte mit der Deutschen Streicher-Philharmonie, dem hr-Sinfonieorchester, dem WDR Sinfonieorchester und dem Beethoven Orchester Bonn. Zusammen mit der Klassischen Philharmonie Bonn tourte er 2012 durch Deutschland und trat unter anderem im Berliner Konzerthaus, der Glocke Bremen und dem Herkulesaal in München auf. 13.11. Matinee: Althastedter Kammerorchester Das Alt-Hastedter Kammerorchester unter der Leitung von Grigori Pantijelew bringt erneut ein anspruchsvolles Programm in den Sendesaal: John Cage und Wolfgang Amadeus Mozarts Posthorn-Serenade sowie Opernarien von Mozart, gesungen von Alexandra Lecce. ALT- HASTEDTER KAMMEROCHESTER Alexandra Lecce - Sopran Leitung - Grigori Pantijelew Programm: John Cage - Thirteen (1992) Wolfgang Amadeus Mozart - Opernarien Wolfgang Amadeus Mozart - Posthorn-Serenade KV 320 Das Alt-Hastedter Kammerorchester besteht seit 1983. Hier treffen sich Amateurmusiker, Musikstudenten und Berufsmusiker zu wöchentlichen Proben in der Alt-Hastedter Kirche in Bremen, um anspruchsvolle Stücke zu erarbeiten. Der damalige Domkantor Prof. Heintze setzte als Gründungsdirigent die Maßstäbe. Seitdem finden jährlich ein bis zwei Konzerte statt. Seit 2003 spielt das Orchester unter der Leitung des heutigen Dirigenten Grigori Pantijelew. Grigori Pantijelew studierte in Moskau Musikwissenschaft, Klavier und Dirigieren bis zum Abschluss 1983. Anschließend unterrichtete er an der Gnessin-Musikhochschule (heute Russische Musikakademie), führte Forschungsarbeiten durch, u.a. über Bach, und promovierte 1991 mit einer Dissertation über die bundesdeutsche Oper. Seit 1994 Bremer Bürger, unterrichtet er an der Universität und an der Volkshochschule. Mit dauerndem Erfolg lief 1996 bis 2008 im Bremer Theater am Goetheplatz „Die Dreigroschenoper“ unter seiner musikalischen Leitung. Darüber hinaus arbeitet er mit Sängerinnen und Sängern, gibt Konzerte. Mit großem Engagement arbeitet er auch mit musikalischen Laien, Orchestern und Chören. Alexandra Lecce wurde in Russland geboren, studierte an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Minsk ( Belarus ) bei Maria Guleghina und hat ihre Kenntnisse im Italienischen Gesang durch Meisterkurse in Italien mit Mirella Freni und Patrizia Morandini erweitert. Am National Theater für Opera und Ballet ( Minsk ) sang sie Partien im Lyrischen und Jugendlich-Dramatischen Stimmfach: Sie nahm an den Sommerfestspielen in Erewan (Armenien), Minski Herbst (Weißrussland) und Schleswig-Holstein teil. „Sie verfügt über eine gesunde, kraftvolle Stimme, die alle Nuancen vorstellt, und sie erreicht mühelos eine glanzvolle Höhe und ein großes Volumen. Sie betört uns mit ihrer hellen und warmen, atemklugen Stimme. Technische Virtuosität und akkurate Stimmführung sind selbstverständlich. Ihr leuchtender Sopran zeigt Sentimentalisches, Esprit und Anmut, Frische und eine vorbildlich gesunde Stimme.“ Professor Walter Gehlert, Juror internationaler Gesangswettbewerbe. Eine Veranstaltung des Alt-Hastedter Kammerorchesters 13.11. Håkon Kornstad Ensemble Sonntag, 13. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Håkon Kornstad's Tenor Battle war die Sensation bei der jazzahead! clubnight im Sendesaal. Im vollbesetzten Saal waren unverstärkte Stimme, Saxophon, Cembalo, Harmonium, Bass und Schlagzeug einfach atemberaubend und entrückend. Nun sind sie für ein volles Konzert zurück. Herzlich willkommen! Håkon Kornstad Ensemble Håkon Kornstad - Tenorsaxofon, Tenorstimme, Flöte Lars Henrik Johansen - Cembalo Frode Haltli - Akkordeon Per Zanussi - Kontrabass, singende Säge Øyvind Skarbø - Schlagzeug Håkon Kornstads Tenor Battle war die absolute Sensation bei der jazzahead clubnight im Sendesaal im April dieses Jahres. Selbst hartgesottene Kritiker wie Jon Newey (Jazzwise UK) rührte sein Auftritt zu Tränen. Håkon selber erinnert sich: "Als wir das letzte Mal bei der jazzahead von der Bühne des Sendesaales gingen, guckte sich die ganze Band an und sagte: WOW! Was für ein Saal! Der nahm unsere Musik,  schüttelte sie und warf sie auf eine akustisch phantastische Weise wieder aus. Ich bin so froh, dass wir nun wieder eingeladen wurden, in diesem wundervollen Saal ein volles Konzert zu geben. Er passt wie ein Handschuh zu unserem Mix von Jazz und Klassischen Liedern." Für Kritiker ist er das Aushängeschild des norwegischen Jazz. Obendrein ist er einer der wenigen Norweger, die im “Critics Poll” des US-Jazzmagazins Down Beat geführt worden sind. Er leitet die einflussreichen Wibutee und das Kornstad Trio, spielte mit Pat Metheny und Joshua Redman, und war eine der zentralen Figuren in Bugge Wesseltofts New Conception of Jazz. Håkon Kornstads Karriere schien auf ihrem Höhepunkt zu sein. 2009 ist der Musiker für ein paar Wochen in New York City, schaut sich Pietro Mascagnis Oper Cavalleria Rusticana an. Kurz darauf nimmt er erste Gesangsstunden. Es stellt sich heraus, dass in dem Mann, der als Saxophonist mehrfach für den norwegischen Grammy nominiert wurde, ein veritabler Tenorsänger steckt. Sechs Jahre später hat Kornstad einen Master-Abschluss der norwegischen Opernakademie und mehrere erfolgreiche Gesangsrollen. Hat der gebürtige Osloer das Saxophon jetzt vergessen? Wenn zwei Saxophonisten einer Session in den 50er Jahren um die Rolle des schnellsten und lautesten konkurrierten, nannte man das einen “Tenor Battle”. In Håkon Kornstads neuem Ensemble bekommt der Ausdruck eine gänzlich neue Bedeutung: eine frisch gefundene Tenorstimme trifft auf ein einzigartiges Tenorsaxophon. Wer wollte, könnte nun Schubladen aufmachen. Caruso trifft Coltrane? Björling trifft Garbarek? Opernarien von Massenet, Gluck und Bizet, sowie klassische Kunstlieder, gehen nahtlos in skandinavischen Jazz über. Håkon Kornstad singt auf Italienisch, Französisch und Deutsch, mit einer eindringlichen, hellen Tenorstimme. Wer “Tenor Battle” auflegt, wird sich auch an die Salonorchester der Schellack-Ära erinnert fühlen. Die Musiker in Kornstads Ensemble kommen aus Jazz, Folk und Klassik. Vier Jahre sind vergangen, seitdem sie zum ersten Mal aufeinander trafen. Sie haben ihrem Sound durch intensives Proben und ausgedehnte Konzerttouren in Norwegen Zeit gegeben, sich organisch zu entwickeln. Respektvoll und spielerisch zugleich ist das Quintett daran gegangen, instrumentale Stücke und klassische Arien zu arrangieren und dazu zu improvisieren. Das wahrhaft Genre-übergreifende Album Tenor Battle ist gleichzeitig das Debüt eines vielversprechenden klassischen Sängers. “Einer der besten Saxophonisten der Welt gibt sich als absolut einzigartiger und zutiefst intimer Sänger zu erkennen. Kaum jemals zuvor hat es ein Künstler geschafft, zwei so verschiedene musikalische Ausdrucksformen auf solch hohem Niveau zu verbinden, und zur gleichen Zeit ein so klares und kohärentes Werk zu schaffen.” KETIL BJØRNSTAD Hier erzählt Håkon Kornstad in einem kurzweiligen TED-Talk über seine Wandlung vom Tenorsaxophonisten zum Tenorsänger. 14.11. Charles Lloyd Montag, 14. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 30 Euro (ermäßigt 20 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der legendäre Saxophonist CHARLES LLOYD kommt mit seinem aktuellen Quartett wieder in den Sendesaal. CHARLES LLOYD Charles Lloyd - Saxophon, Flöte, Taragato Gerald Clayton - Piano Reuben Rogers - Bass Kendrick Scott - Schlagzeug Der Saxophonist Charles Lloyd, einer der großen spirituellen Musiker unserer Zeit, kommt mit seiner aktuellen Gruppe erneut in den Sendesaal. Er ist seit über 50 Jahren auf der Szene und war 2015 NEA Jazz Master (National Endowment for the Arts), was so etwas wie die Hall Of Fame für lebende Legenden des Jazz in den USA ist. 17.11. Omer Klein Trio Donnerstag, 17. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Bereits zum dritten Mal im Sendesaal: das neue Trio des israelischen Pianisten Omer Klein, mit Haggai Cohen-Milo am Bass und Amir Bresler, Schlagzeug. Omer Klein Trio Omer Klein – Piano Haggai Cohen-Milo – Kontrabaß Amir Bresler – Schlagzeug Omer Klein, häufig und gern gesehener Gast im Sendesaal, wächst in Israel auf und gilt in seinem Heimatland als “One of the most fascinating artists that have emerged from this country in the last decade” (City Mouse, Tel Aviv) Er studiert am New England Conservatory in Boston bei Danilo Perez sowie in New York unter Fred Hersch. In New York wird er sehr bald zu einem viel beachteten und angesehenen Mitglied der dortigen Jazzszene und spielt als Bandleader an so prestigeträchtigen Orten wie The Blue Note und Jazz At Lincoln Center. Heute lebt Klein in Deutschland, wurde mehrfach für Showcases bei der jazzahead! ausgewählt, tourt weltweit und ist daneben ein begehrter Dozent für Master Classes seines Fachs. Sein neues Trio mit mit Bassist Haggai Cohen-Milo und dem jungen Schlagzeuger Amir Bresler gastiert bereits zum dritten Mal im Sendesaal. Beide Musiker stammen wie er aus Israel. Mit Cohen-Milo, der heute in New York lebt, verbindet ihn eine lange musikalische Geschichte und Freundschaft. Amir Bresler kennen die beiden Musikern schon aus ihrer Schulzeit in Tel Aviv, wo Bresler heute noch lebt. Diese tiefe Verbundenheit gepaart mit der sprühenden Kreativität der einzelnen Musiker sind in jedem der Stücke zu spüren. Während ihrer Europa-Tournee in 2014 wächst dieses Trio um Omer Klein zu einer feinnervigen, gegenseitig auf kleinste Schwingungen reagierenden Einheit zusammen, die weltweit ihresgleichen sucht. Mit FEARLESS FRIDAY, dem aktuellen Programm und Album, spielen sich Omer Klein und sein neues Trio sicher nach oben in die Top-Liga des Jazz! „I feel that this trio, on this record, has reached the climax of what I've been trying to achieve with my music in the recent years: each song having a strong atmosphere and a distinct character, and each improvisation being open, fearless, daring, taking chances, embracing mystery and surprise.“, so Omer Klein in einem Interview. Mehr Informationen unter www.omerklein.com 18.11. konzert im dunkeln: Josep-Maria Balanya Freitag, 18. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Ein konzert im dunkeln mit dem katalanischen Pianisten Josep-Maria Balanyà. konzert im dunkeln Josep-Maria Balanyà - Piano Hier sind Josep-Maria Balanyàs Überlegungen zu seinem Konzert im Dunkeln: Eine nackte Improvisation Wenn Du keine blinde Person bist, fühlst Du Dich im Dunkeln vielleicht nackt, ohne das Klavier zu sehen, die Saiten, die Noten… Auf der anderen Seite: wenn Du nackt bist in der Natur, in der See, auf dem Feld, dann fühlst Du Dich frei von sozialen Zwängen, frei von Regeln, Du fühlst Dich einfach vollkommen frei. In einem dunklen Saal mit Publikum kann Improvisation auf dem Piano eine ganz andere Richtung nehmen als in einem hellen Saal. Ich glaube, diese Erfahrung hat nichts damit zu tun, wie es ist mit geschlossenen Augen zu spielen. Natürlich kannst Du in einem hellen Saal mit geschlossenen Augen spielen, aber Du weißt, dass, wenn Du die Augen aufmachst, Du wieder sehen kannst. Tatsächlich machst Du die Augen manchmal oder sogar häufig auf und zu während eines Konzertes, oder Du spielst die ganze Zeit mit geöffneten Augen. Aber: wenn Du die Augen aufmachst und siehst absolut nichts, dann wirst Du die Improvisation von einem anderen Blickwinkel her angehen. Für einen nicht-blinden Hörer kann es auch eine andere Erfahrung sein. Erstens schließen einige oder sogar viele Hörer ihre Augen während eines Konzertes. Zweitens müssen sie kein Instrument spielen, sondern bleiben auf ihrem Platz sitzen. Sie sind mit Sicherheit geschützt durch die Dunkelheit. Im Gegensatz dazu ist der Musiker mehr ausgesetzt, die leiseren Klänge erreichen die Ohren der Hörer ohne jede visuelle Beeinträchtigung. In solchen Umständen, in denen wir uns selber eines unserer Sinne berauben, werden wir eine andere Wirklichkeit leben und die Wahrnehmung von „normaler“ Zeit wird verzerrt werden. Um diese Erfahrung vollkommen zu machen und um auch nur die geringste Möglichkeit von Licht zu vermeiden, wird dem Publikum empfohlen, Scheuklappen mitzubringen. Eine nackte Improvisation aus meiner musikalischen Sprache, eine pure Hörerfahrung. Josep-Maria Balanyà, geboren im Juli 1949 in Barcelona, bekommt schon früh Klavierunterricht, singt im Kirchenchor, spielt bei verschiedenen Musikgruppen der musikalischen Bewegung "Música Laietana" und studiert Ende der siebziger Jahre in der Schweiz an der "Swiss Jazz School" u.a. bei Fritz Pauer und Joe Haider. Nach dem Studium verlässt er die Schweiz in Richtung Mexiko wo er im Radio und an Universitäten Vorträge über sein Projekt "Ökologischer Jazz" hält. Ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit Biologen und Meereskundlern entstand. Er tritt auf internationalen Festivals auf, produziert mehrere CDs u.a. mit Joachim Kühn, Walter Quintus und Michiel Borstlap und erforscht die Klangfülle und Akustik des Klaviers. Zurück in Barcelona arbeitet er an neuen Konzepten für Solo-Klavier. Tourneen quer durch die Welt folgen. 22.11. Amaryllis Quartett: amaryllis 3 x 3 Dienstag, 22. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 10 Euro) Abo für alle drei Konzerte der Reihe amaryllis 3 x 3: 50 Euro Hier geht es zu den online-Tickets Das Amaryllis Quartett gestaltet seine Steichquartett-Reihe amaryllis 3x3 gewohnt ambitioniert: Unter dem Motto "Aufbruch" stellt es zwei der ganz großen Streichquartette von Ludwig van Beethoven und Bela Bartok vor. Amaryllis Quartett - „Aufbruch“ Gustav Frielinghaus - 1. Violine Lena Sandoz - 2. Violine Tomoko Akasaka - Viola Yves Sandoz - Violoncello Programm: Ludwig van Beethoven: Streichquartette op. 18/6 und op. 130 Béla Bartók: Streichquartett  Nr. 3 Unter dem Motto 3x3 gestaltet das Amaryllis Quartett eine Streichquartett Reihe mit drei Konzerten pro Saison in Hamburg, Lübeck und Bremen. Das mit Aufbruch betitelte Programm stellt Werke von zwei der wichtigsten Streichquartett Komponisten gegenüber, die mit Ihren Quartetten jeweils neue Wege und klangliche Ausdrucksmöglichkeiten ausloteten. Schon in seinem Jugendwerk op. 18/6 weisst Beethoven im vierten Satz „La Malinconia“ mit seinen rätselhaft schroffen Wechseln der unterschiedlichen Ausdruckscharaktere auf die Kompositionsweise seiner späten Quartette hin. Im Finalsatz seines op. 130 sprengt er mit der „Großen Fuge“ alles bis dahin Geschaffene in Form und Ausdruck und scheint direkt zu Bartók und in unsere Zeit aufgebrochen zu sein. Auch für das Amaryllis Quartett selbst wird das Konzert zum Aufbruch: Nach zehn gemeinsamen Jahren in unveränderter Besetzung hat im vergangenen April Tomoko Akasaka die Position der Bratschistin übernommen. Das Quartett zählt nach großen Wettbewerbsgewinnen und der ECHO Klassik Auszeichnung 2012 zu den besten Quartetten seiner Generation. Im Bremer Sendesaal produzierte das Quartett seine erfolgreiche CD-Farbenreihe mit Red, Green, Blue und Yellow (Veröffentlichung im Oktober 2016). Durch Erwerb eines Abonnements erhalten Sie Karten für drei Konzerte zum Preis von zwei Veranstaltungen. Eine Veranstaltung des Amaryllis Quartetts 25.11. 19. Festival der pgnm - 1. Konzert Freitag, 25. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Maul ist der Text - ist dieses 19. Festival der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) überschrieben. Es geht um Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen. Dabei zu hören in diesem ersten Konzert ist z.B. Shelley Hirsch. 19. Festival der projektgruppe neue musik bremen Das Maul ist der Text - Konzert 1 Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen Ausführende: Neue Vocalsolisten Stuttgart MAM.Manufaktur für aktuelle Musik (Deutschland) Shelley Hirsch (USA) - Stimme Joke Lanz (Schweiz/Deutschland) - Turntables/Live-Elektronik Paul Hübner (Deutschland) - Trompete Programm: György Ligeti: Aventures I (1962-65) - für drei Sänger und sieben Instrumentalisten Shelley Hirsch / Joke Lanz: Duo Frank Cox: Entstehung II (2001) - für 6 Stimmen Aaron Cassidy: "What then renders these forces visible is a strange smile" (2008) - for solo trumpet Hannes Seidl: Dies ist die Geschichte von einem Mann … (2013) - für Ensemble und Playback Nähere Informationen gibt es unter www.pgnm.de Eine Veranstaltung der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) Mitschnitt Radio Bremen/Nordwestradio 26.11. 19. Festival der pgnm - 3. Konzert Samstag, 26. November 2016 | 20:30 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Maul ist der Text - Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen. Im 3. Konzert des 19. Festivals der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) ist dabei u.a. die französische Bassistin und Stimmartistin Joëlle Léandre zu hören. 19. Festival der projektgruppe neue musik bremen Das Maul ist der Text - Konzert 3 Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen Ausführende: Neue Vocalsolisten Stuttgart Christoph Ogiermann (Bremen) - Klangregie Joëlle Léandre (Paris) - Stimme/Kontrabass MAM.Manufaktur für aktuelle Musik (Deutschland) Programm: Samir Odeh-Tamimi: Jarich (Mondgott) (2013/14) - für drei Frauenstimmen Joëlle Léandre: Solo Zad Moultaka: Hummus (2013/14) - für sieben Stimmen Eduardo Moguillansky: Bandskizzen (2010/11) - für sechs Megaphone und Zuspiel Christoph Ogiermann: Parole (2012) - für vier verstärkte Solostimmen mit 4-kanaligem Zuspiel Nähere Informationen unter www.pgnm.de Eine Veranstaltung der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) Mitschnitt Radio Bremen/Nordwestradio 30.11. Detmolder Kammerorchester Mittwoch, 30. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Detmolder Kammerorchester unter der Leitung von Alfredo Perl hat für seinen diesjährigen Abstecher in den Sendesaal Mozarts Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott sowie Max Regers Violinkonzert op. 101 im Gepäck. Detmolder Kammerorchester Linus Roth - Violine Alfredo Perl - Leitung und Klavier Programm: Wolfgang Amadeus Mozart: Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, KV 452 Max Reger (1873-1916): Violinkonzert op. 101 in der Fassung für Kammerorchester und Violine solo von Rudolf Kolisch für Schönbergs "Verein für musikalische Privataufführungen" in Wien Ein Kammerorchester der besonderen Art! In diesem Jahr mit einem ECHO Klassik für seine Einspielung von Mahlers Das Lied von der Erde ausgezeichnet, weckt das Detmolder Kammerorchester seit nunmehr 60 Jahren durch mitreißende Musizierfreude die Begeisterung seiner Zuhörer. Mit vielseitigen Programmen und einem lebendigen Umgang mit der Konzerttradition entführen die internationalen Musiker ihr Publikum an bekannte und weniger bekannte Orte der Musikwelt. Im Detmolder Kammerorchester musizieren Studierende und junge Absolventen der Hochschule für Musik Detmold. Hervorgegangen aus dem renommierten Kammerorchester Tibor Varga besteht das Detmolder Kammerorchester seit 1954, in der heutigen Trägerschaft eines eingetragenen Vereins seit 1989. Nach Christoph Poppen und Eckhard Fischer ist seit 2009 Alfredo Perl Künstlerischer Leiter des Ensembles. Unter ihren Dirigaten hat sich das Orchester in einer eigenen Abonnementreihe im Konzerthaus Detmold regional einen hohen Bekanntheitsgrad erworben. Aber auch bei überregionalen Konzerten (u.a. Sendesaal Bremen, Festival classic con brio Osnabrück, Festival Musica S. Paderborn) und im europäischen und außereuropäischen Ausland (z. B. in Belgien, Peru, der Schweiz und Türkei) hat das Detmolder Kammerorchester als geachteter Botschafter der Musikstadt Detmold seine Vielfalt und Spielfreude unter Beweis gestellt. Konzertmitschnitte wurden vom Deutschlandradio Kultur und von Radio Bremen gesendet. Wichtiger Teil des DKO-Profils ist seit 2010 die Musikvermittlung. Hier begeistert das DKO unter unter Projektleitung von Guido Mürmann ein junges Publikum für klassische Musik. Mit den Musikvermittlungskonzerten ist das DKO in Grundschulen zu Gast und lädt in Kooperation mit dem Programm Kulturstrolche der Stadt Detmold die ganz jungen Zuhörer in seinen Orchesterprobenraum ein. Inzwischen wurde das Format um Workshops für Oberstufenschüler erweitert. Das Detmolder Kammerorchester hat mehrere CDs veröffentlicht, zuletzt bei Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (MDG) Gustav Mahler Das Lied von der Erde in der Fassung für Kammerensemble von A. Schönberg und R. Riehn. Für diese Einspielung ist das DKO mit dem ECHO Klassik 2015 ausgezeichnet worden. Hier gibt es ein Video vom DKO Künstlerische Leitung: Alfredo Perl 1965 in Santiago (Chile) geboren, studierte er zunächst in seiner Heimatstadt bei Carlos Botto und später bei Günter Ludwig in Köln und Maria Curcio in London. Seit seinem ersten Auftritt im Alter von neun Jahren gab der Künstler weltweit zahlreiche Konzerte, die ihn, Preisträger bedeutender Wettbewerbe, bald zu einem der führenden Pianisten seiner Generation werden ließen. Alfredo Perls weltweite Konzerttätigkeit führte ihn in die bedeutendsten Konzertsäle, unter anderem Barbican Centre London, Concertgebouw Amsterdam, Rudolfinum Prag, Großer Musikvereinssaal und Konzerthaus Wien, Herkulessaal München, Hamarikyu Asahi Hall Tokio, Teatro Colón Buenos Aires, Sydney Town Hall, Konzerthaus Berlin, Hamburger Musikhalle, Gewandhaus zu Leipzig, Alte Oper Frankfurt. Bei den renommierten Festivals wie dem Bath International Music Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Beethovenfest Bonn, dem Schleswig-Holstein Festival, dem classic con brio Osnabrück und den Haydn Festspielen in Eisenstadt ist er ein gern gesehener Gast. Als bemerkenswert vielseitiger Künstler spielte Alfredo Perl mit verschiedenen namhaften Orchestern, darunter London Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, Hallé Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Residentieorkest Den Haag, Melbourne und Sydney Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig sowie Mozarteumorchester Salzburg und MDR-Sinfonieorchester Leipzig. 1997 gab er sein Debüt bei den Promenade Concerts in der Royal Albert Hall in London. Neben seinen aufsehenerregenden Beethoven-Aufnahmen kann man Alfredo Perl mit Klavierwerken von Franz Schubert und Franz Liszt – darunter die Klavierkonzerte mit dem BBC Symphony Orchestra unter Yakov Kreizberg – auf CD hören. Er nahm kürzlich das gesamte Klavierwerk von Ravel für das Label Celestial Harmonies auf. Für BBC Television nahm er die 24 Préludes von Chopin auf DVD auf. Die laufende Saison führte ihn unter anderem erneut in den Herkulessaal München, die Semperoper Dresden, das Gewandhaus zu Leipzig sowie zum Rheingau Musikfestival. Perl ist Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Detmold und seit 2009 Künstlerischer Leiter des Detmolder Kammerorchesters.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
8x
yasni 13.11.16  +  

Nachrichten von "KünstlerInneninitiative Unruhestiften"

Das bundesweite Büro für Offensivkultur - gegründet von Konstantin Wecker und Heinz Ratz - gibt es seit einigen Wochen. Es soll als schnelle Eingreiftruppe agieren bei kurzfristig zu organisierenden Auftritten gegen Nazis und Rassismus + gegen Kriegseinsätze (Näheres dazu s.u.). Die KünstlerInneninitiative Unruhestiften unterstützt dieses neue Netzwerk von ganzem Herzen und ruft alle KünstlerInnen und Kulturschaffenden auf, selbst aktiv mitzumachen und das wichtige Anliegen zu verbreiten. Laßt uns gemeinsam vor Ort eine neue Qualität entwickeln im Widerstand gegen rechts, im Organisieren von spontanen Protestaktionen. Zum Beispiel dort, wo es keine örtliche Infrastruktur gibt zur Durchführung kultureller Aktionen gegen Nazis, gegen Rassismus, gegen Kriegseinsätze. „Gegen das Starre – Sprungbereit: Bereits 2006 machten die Liedermacher Konstantin Wecker und Heinz Ratz in einer gemeinsamen Tour auf die fast unmerklich wachsende Neonazi-Szene aufmerksam. Schon damals schlug ihnen heftiger Widerstand entgegen. So sagte z.B. der Landrat in Halberstadt auf Druck der NPD das Konzert der beiden Künstler ab. In Hoyerswerda erklärte man, keine Neonazis mehr in der Stadt zu haben. Heute gehören brennende Flüchtlingsheime, rechte Drohungen und öffentliche faschistische Äußerungen fast schon zum Alltag. An Unmenschlichkeit aber darf man sich niemals gewöhnen. Deshalb wollen Wecker und Ratz nun erneut ein Zeichen setzen. 10 Jahre nach ihrer Antifa-Tour gründen sie das BOK (Büro für Offensivkultur), das als eine Art schnelle musikalische Eingreiftruppe agieren soll. Angestrebt wird ein pazifistisches, antifaschistisches Netzwerk aus Künstlern, Veranstaltern und lokalen Vereinen, das ein sofortiges Reagieren auf Menschenrechtsverletzungen, rechte Bedrohung oder Umweltdelikte möglich machen soll.“ (Aus der Information des Büros für Offensivkultur) http://offensivbuero.de/
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
7x
yasni 13.11.16  +  

Jetzt bewerten

(156)
 156 Bewertungen 
5 Sterne (139)
4 Sterne (13)
3 Sterne (4)
2 Sterne (0)
1 Stern (0)

Ihre Verbindung zu Wieland von Hodenberg

Ich
Ich
Wieland von Hodenberg @ Solidarische Hilfe e.V., 28277 Bremen
Wieland

Sie haben noch kein Exposé bei Yasni.

Wichtige Personen: Heute - Übersicht / Namen: Heute - Übersicht / Person-Suchen: Heute - Übersicht
+1