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Druck im Yasni Exposé von Wieland von Hodenberg

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Kriege weltweit ächten! Atomwaffen abschaffen! Alle AKW stilllegen!
Homepage: hodenberg.de
Spitzname: "Einstein", Land: Deutschland, Sprache: Deutsch
Ich biete: Friedensaktivist und Autor, auch verantwortl. für Pressearbeit - / Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, Bleiberecht für Flüchtlinge, Schutz für Deserteure vor Verfolgung und Einsatz für die universellen Menschenrechte. Außerdem Liebhaber klassischer Musik, Barockmusik, Jazz und Literatur. Sportlich: Tourenradler mit viel Langstreckenerfahrung - und Frischluftfanatiker!
Wieland von Hodenberg @ Solidarische Hilfe e.V., 28277 Bremen

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Wieland von Hodenberg - Wieland von Hodenberg
Juni 08  1
Wieland von Hodenberg - Wieland von Hodenberg
Okt 10  2

930 Informationen zu Wieland von Hodenberg

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte zum Ende der Saison

Hier nun die letzten Konzerte dieser Saison für Sie. Nach 110 Konzerten gönnen wir uns dann 2 Wochen Pause, um bereits am 26. August mit einem Highlight (Christian Tetzlaff und Lars Vogt spielen sämtlich Brahms Violinsonaten) in die neue Saison zu starten.... Kommen Sie einstweilen gut durch die Hitze Für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze Es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass die Verweilqualität vor und nach den Konzerten im Sendesaal sich durch das öffentliche Restaurant Geerdes am Sendesaal sehr erhöht hat. Geben Sie sich die Zeit. Ein Besuch lohnt sich. Das Geerdes ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de. Wir werden übrigens demnächst gemeinsam ein Programm "Menü & Konzert" anbieten. Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Inhalt 10.07. Abschlusskonzert des Dirigentenforums 11.07. und 12.07. Hochschulchor IntoNation 15.07. atos trio 17.07. Engstfeld/Weiß Quartett 09.08. Jugendbarockorchester Michaelstein 26.08. Christian Tetzlaff und Lars Vogt spielen Brahms 10.07. Abschlusskonzert des Dirigentenforums Freitag, 10. Juli 2015 | 20:00 Uhr | Eintritt frei Alle zwei Jahre führt der Deutsche Musikrat auch in Bremen einen Workshop für junge, talentierte Nachwuchsdirigenten durch. In diesem Jahr zum letzten Mal unter der Anleitung des Bremer GMD Markus Poschner. Bremer Philharmoniker Künstlerische Leitung: Markus Poschner Es dirigieren Stipendiaten des DIRIGENTENFORUMs: Fergus Macleod (Charles Mackerras Fellowship, English National Opera) Christian Reif (Conducting Fellow, New World Symphony Miami) Lorenzo Viotti (Student, Hoschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar) Vladimir Yaskorski (Dirigent, freiberuflich) Im Rahmen einer Dirigierwerkstatt mit den Bremer Philharmonikern unter Leitung von GMD Markus Poschner erarbeiten vier junge und vom Deutschen Musikrat geförderte Dirigenten ein Konzertprogramm mit Johannes Brahms‘ 1. und 2. Sinfonie, das im Sendesaal Bremen zur Aufführung gebracht wird. Das DIRIGENTENFORUM ist das Förderprogramm des Deutschen Musikrates für den dirigentischen Spitzennachwuchs, das durch Meisterkurse junge Talente fördert und für die künstlerische Begegnung der jungen Dirigentengeneration mit national wie international renommierten Dirigentenpersönlichkeiten steht. Im Rahmen von Meisterkursen können sich die Stipendiaten des Förderprogramms unter professionellen Bedingungen weiterbilden und werden so auf ihrem Weg ins Berufsleben begleitet. Kursleiter Markus Poschner wurde selbst über mehrere Jahre durch das DIRIGENTENFORUM gefördert. Der Eintritt zu diesem Werkstattkonzert ist kostenlos. Eine Voranmeldung per mail an info@sendesaal-bremen.de oder telefonisch unter 0421-33005767 wird aber empfohlen. 11.07. und 12.07. Hochschulchor IntoNation Samstag, 11. Juli 2015 | 19:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) Sonntag, 12. Juli 2015 | 18:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) IntoNation - Chor der Hochschule Bremen Instrumentalensemble Leitung: Julio Fernández, Mikolaj Kapala Programm W.A. Mozart: Krönungsmesse Antonio Salieri: De Profundis Z. Randall Stroope: I am not yours; I carry your heart with me; Amor de mi alma Morton Johannes Lauridsen: Dirait-on Ola Gjeilo: Dark night of the soul „Klassisch mit Seele“ - In zwei Semesterabschlusskonzerten des Hochschulchores IntoNation wird ein musikalischer Bogen gespannt von dem „Klassiker“, der Krönungsmesse von Mozart, über die Erstaufführung seit 1815 von Salieris De Profundis in g-moll bis hin zu den mit Seele erfüllten Werken noch lebender Künstler wie Stroope, Lauridsen und Gjeilo. Eine Veranstaltung der Hochschule Bremen 15.07. atos trio Mittwoch, 15. Juli 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das famose atos trio aus Berlin nimmt seine neue CD mit Klavier-Trios tschechischer Komponisten (Novak, Dvorak, Smetana) im Sendesaal auf und gibt zum Abschluß dieses Produktionskonzert. "Drei Stimmen, ein Klang: Es ist diese absolut perfekte Einheit in Phrasierung, Klang, Gefühl und Interpretation die das ATOS Trio von allen anderen unterscheidet." Detroit Free Press atos trio Annette von Hehn - Violine Stefan Heinemeyer - Violoncello Thomas Hoppe - Klavier Programm: Vitezslav Novak (1870-1949): Trio quasi una ballata, op.27 (1902)            Antonin Dvorak (1841-1904): Trio Nr.4 in e-moll, op.90 „Dumky“ Bedrich Smetana (1824-1884): Trio in g-moll, op.15 atos trio Gerade zurück von einer Südamerika-Tournee nimmt das atos trio bei uns Werke tschechischer Komponisten auf. Annette von Hehn, Thomas Hoppe und Stefan Heinemeyer haben gemeinsam seit 2003 weltweit die großen Konzertreihen erobert. Rund um den Globus wird das atos trio vom Publikum bejubelt und von der Kritik gefeiert. "Ein Ensemble im wahrsten Sinne des Wortes, bei dem auf bewundernswerte Weise die Stimmen verschmelzen und das die Gabe hat, ausdrucksstarke Tiefe zu finden." schreibt The Age, Melbourne Vom 'Kalichstein-Laredo-Robinson International Trio Award', dem maßgeblichen US-amerikanischen Preis für die Gattung, bis zur höchst exklusiven Auszeichung als 'New Generation Artists' durch die BBC. Vom 1.Preis, Publikumspreis und Grand Prize in Melbourne bis zum 1.Preis in Graz. Von der Carnegie Hall über die großen Festivals bis nach Ozeanien. Das atos trio geht in Ausdruck und Dynamik an die Grenzen. Und mit seinem unerhört warmen, homogenen, singulär expressiven Trio-Klang oft weit über das Gewohnte, Gehörte, Erwartete hinaus. Die vollkommene Hingabe an die Musik, die Spielfreude, die fast magisch differenzierte Interpretation setzen Maßstäbe. Auf Festivals wie City of London, Cheltenham, Budapest Spring und Bemus Festival Belgrad. In der Wigmore Hall London, dem Concertgebouw Amsterdam und beim Enescu-Festival in Bukarest. Beim Schleswig-Holstein Musik Festival, Rheingau Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, den Ludwigsburger Schlossfestspielen. Auf begeistert aufgenommenen CD-Einspielungen der Klassik und Romantik (Beethoven, Brahms, Schubert, Schumann, Mendelssohn). Auf der Furore machenden Erforschung Heinrich Herzogenbergs, Josef Suks und Leon Kirchners und der Feier der französischen Moderne ("The French Album"). Nun folgt "The Czech Album", das gerade im Sendesaal entsteht. Annette, Thomas' und Stefans differenziertes Herangehen an die verschiedenen Musikstile und -epochen und ihr wunderbares künstlerisches Miteinander-Kommunizieren erweckt Musik aus ihrem Dornröschenschlaf. Beseelt Töne, die ihre eigne Kraft lang verloren glaubten. Und macht aus sehr ernster Musik ein köstliches, oft humorvolles, immer sehr lebendiges Fest. Im Rahmen des Projektes 'Rhapsody in School' übrigens auch dort, wo der Geist der Musik schon lange aufgegeben ward: in den Schulen. Zu den Komponisten von "The Czech Album": Vitezslav Novak: Gleichzeitiges Studium der Rechtswissenschaften und Musik. Schüler von Dvorak. Einfluss von tschechischer Volksmusik, ab 1920er Jahren auch Auseinandersetzung mit westeuropäischer Musik. Als Pädagoge grosser Einfluss auf die nachfolgenden Generationen tschechischer Komponisten. Sein Werk enthält u.a. sinfonische Dichtungen, 4 Opern, Kammermusik, Lieder, Kirchenwerke. Nach seinem Tode geriet sein Werk in Vergessenheit und findet sich heutzutage kaum noch auf musikalischer Bühne wieder. Antonin Dvorak: Dvorak gilt als der repräsentativste böhmische Komponist. Werke wie die 9.Sinfonie „Aus der neuen Welt“ oder das Cellokonzert wurden schon zu Lebzeiten international berühmt und gelten seitdem als Publikumsmagneten. Das „Dumky“ Trio wurde mit dem Komponisten am Klavier uraufgeführt, und so gut aufgenommen, dass es bei 40 aufeinanderfolgenden Konzerten in ganz Böhmen auf dem Programm stand. Die Probedrucke (Dvorak weilte während der Drucklegung in Amerika) wurden von keinem geringeren als Johannes Brahms überprüft! Eine „Dumka“ ist eine ukrainische Volkslied-Ballade mit epischem, schmerzvollen Ton, ein Trauergesang. Bei Dvorak eher Charakterstück mit wechselndem emotionalen Inhalt, bei dem auch heitere und feurige Tänze zum Ausdruck kommen. Das Trio op.90 ist völlig unkonventionell in der Form, bricht mit der traditionellen, 4-sätzigen Form, welche Beethoven ins Leben gerufen hatte. Die ersten drei der insgesamt sechs Dumkas sind durch attacca verbunden, die letzten 3 stehen einzeln. Ein zusammenhaltender Gedanke besteht eher in dem Wechsel zwischen Licht und Dunkel, Dur und Moll. Bedrich Smetana: Der grosse Tragiker unter den böhmischen Komponisten des 19.Jahrhunderts. Viele seiner Werke stehen in starkem autobiographischen Zusammenhang, und unter jenen Werken nimmt das einzige Klaviertrio einen besonderen Rang ein: Smetana schrieb es kurz nach dem Tode seiner geliebten Tochter Bedriska, die im Alter von vier Jahren starb. Die Verarbeitung der Ohnmacht und des Schmerzes in dieser Musik sind erschütternd. 17.07. Engstfeld/Weiß Quartett Freitag, 17. Juli 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Im Engstfeld/Weiß Quartett begegnen Bremer Jazzfreunden gute alte Bekannte: der Saxophonist Wolfgang Engstfeld ebenso wie Schlagzeuger Peter Weiß, Hendrik Soll (Piano) und Christian Ramond (Bass). Engstfeld/Weiß Quartett Wolfgang Engstfeld - Saxophon Hendrik Soll - Klavier Christian Ramon - Bass Peter Weiß - Schlagzeug Durch die langjährige, fast vier Jahrzehnte dauernde intensive Zusammenarbeit der beiden Leader hat  das Düsseldorfer Engstfeld/Weiss-Quartett einen spezifischen, einmaligen Gruppensound,entwickeln können. Besonders die Fähigkeit, verschiedenstes musikalisches Material von Standards, Eigenkompositionen sowie Bearbeitungen klassischer Musik in ein unverwechselbares Klangbild zu verwandeln, wird ihr von vielen Kritikern, Kollegen und Zuhörern bestätigt. Seit zehn Jahren bereits gehören auch der Kontrabassist Christian Ramond und der Pianist Hendrik Soll der Band an. Die Fundamente des fast ausschließlich aus Eigenkompositionen bestehenden Programms bilden der energiereiche Hardbop, Einflüsse des Latinjazz und freiere rhythmische Strukturen, wie sie vor allem im modernen Jazz der 70er und 80er Jahre aufkamen. Neben ihrer Konzert-Tätigkeit in Deutschland hat die Band auch zahlreiche erfolgreiche Auslandsauftritte vorzuweisen (850 Jahrfeier Moskau, Japan-Tournee im Herbst 1997). 1999 gastierten sie unter anderem in Australien und China, im Herbst 2002 folgten Gastspiele in Portugal. Im Frühjahr 2003 gab es erneute Konzerte in Moskau, 2004 reiste die Gruppe nach Polen und Süd-Afrika. 2006 standen ein Aufenthalt in Portugal und eine erneute Zusammenarbeit mit Randy Brecker an. 2008 fanden mehrere erfolgreiche Konzerte in Brasilien statt, u.a. beim „Savassi Festival“ in Belo Horizonte. 2011 konnte man die Band bei Auslandsauftritten in Toulouse und Izmir hören. 09.08. Jugendbarockorchester Michaelstein Sonntag, 09. August 2015 | 16:00 Uhr | Tickets 20 Euro (15 Euro /5 Euro) Im Jugendbarockorchester Michaelstein „Bachs Erben“ präsentieren junge Musiker gemeinsam mit renommierten Solisten lebendige Barockmusik von Bach und Lully. Jugendbarockorchester Michaelstein „Bachs Erben“ Solisten: Marie Luise Werneburg, Sopran / Amélie Saadia, Mezzosporan / Kai Rotherberg, Tenor / Jakob Ahles, Bariton Künstlerische Leitung: Raphael Alpermann Johann Sebastian Bach (1685 – 1750): Orchestersuite D-Dur BWV 1068 Jean-Baptiste Lully (1632 - 1687):Suite aus Phaeton Joseph Haydn (1732 - 1809): Sinfonie Nr.6, „Le Matin“ Johann Sebastian Bach (1685 - 1750): Kantate "Gott ist mein König" BWV 71 „Bach und der Sonnenkönig“ 1715 starb der bis heute am längsten regierende Monarch der Welt: Ludwig XIV. (1638–1715) – genannt der „Sonnenkönig“. Bereits als Vierjähriger inthronisiert, hatte Ludwig nicht weniger als 72 Jahre die Geschicke Frankreichs gelenkt. Seine prunkvolle Hofhaltung war zum Vorbild für die Fürstenhäuser Europas geworden, und auch der französische Musikstil beeinflusste über Jahrzehnte die Musikwelt. BACHS ERBEN zeichnen eine Musikentwicklung nach von Ludwigs Hofkomponisten Jean-Baptiste Lully über den eigenen Namenspatron Bach bis hin zur Wiener Klassik. „Bachs Erben“ sind Deutschlands erstes und einziges Jugendorchester für Barockmusik. Im Sommer 2006 wurde es von der Musikakademie Sachsen-Anhalt im Kloster Michaelstein mit Unterstützung des Vereins „Mitteldeutsche Barockmusik“ e.V. ins Leben gerufen. Seitdem trifft sich das aus Schülern und Studenten zusammengesetzte überregionale Ensemble mehrmals jährlich zu Arbeitsphasen, um gemeinsam mit renommierten Musikern zu arbeiten, allen voran mit einem Dozententeam der „Akademie für Alte Musik Berlin“ unter der Gesamtleitung von Raphael Alpermann.
 Reisen nach China, Bulgarien und Kolumbien stehen in der Vita des Orchesters, bereits mehrmals wurden Konzerte des Ensembles von MDR FIGARO mitgeschnitten und in der Reihe „Die nächste Generation“ gesendet. Und nicht zuletzt wurden BACHS ERBEN für mehrere repräsentative Veranstaltungen der Landesregierung Sachsen-Anhalts als Konzertensemble ausgewählt.
 Nach ihren Anfängen auf modernem Instrumentarium haben sich BACHS ERBEN stetig weiterentwickelt und spielen immer mehr Projekte auf historischen Instrumenten.
 Das Jugendbarockorchester Michaelstein spielt dieses Programm allerdings auf modernen Instrumenten. Die Verantwortung für die geprobte Interpretation wird soweit wie möglich den jungen Instrumentalisten übergeben und so musiziert das Orchester entsprechend der Aufführungspraxis der Barockzeit in der Regel ohne Dirigent. Die gebürtige Dresdnerin Marie Luise Werneburg lebt in Bremen, von wo aus sie Konzerte mit Weser Renaissance Bremen, der Lautten Compagney Berlin, der Rheinischen Kantorei, Bell'Arte Salzburg und anderen unternimmt. In 2015 erwarten sie Auftritte in der Berliner Philharmonie ebenso wie bei der Styriarte in Graz, daneben ein Solo-Recital mit Hille Perl in Zürich. Amélie Saadia wuchs in Frankreich auf und machte dort in 2005 ihr Abitur mit dem Schwerpunkt Literatur und Musik, zugleich schloß sie erfolgreich ihr  Klavier-, Korrepetitions- und Gehörbildungstudium an der Ecole Nationale de Musique et de Danse (ENMD) in Evry ab.  Nach ihrem Studium an der UdK in Berlin wurde sie am Theater in Heidelberg engagiert. Die Solisten Kai Roterberg und Jakob Ahles wurden beide an der Hanns-Eisler-Hochschule für Musik in Berlin ausgebildet. Kai Roterberg studierte dort Kontrabass und Gesang und ist seit 1993 festes Mitglied des RIAS-Kammerchors in Berlin. Jakob Ahles erhielt seine Gesangsausbildung bei Prof. Thomas Quasthoff. Er gastiert in der laufenden Saison an der Deutschen Staatsoper in Berlin und trat bei diversen Festivals wie Schleswig-Holstein Musik Festival, Festival Junger Künstler Bayreuth, Abu Gosh-Festival auf. Veranstaltet gemeinsam mit dem Nordwestradio 26.08. Christian Tetzlaff und Lars Vogt spielen Brahms Mittwoch, 26. August 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (Ermäßigt 2: 15 Euro Christian Tetzlaff und Lars Vogt begeisterten in den letzten Jahren mit Sonaten von Schumann und Mozart das Publikum im Sendesaal. Sie kehren zurück, um Violinsonaten von Johannes Brahms aufzunehmen und in diesem Produktionskonzert der Reihe residenz@sendesaal zum Auftakt unserer Konzertsaison 2015/16 vorzustellen. Christian Tetzlaff - Violine Lars Vogt - Klavier Programm: BRAHMS, Johannes: Sonate für Klavier und Violine Nr. 1 G-Dur op. 78 (´´Regenliedsonate´´) BRAHMS, Johannes: Sonate für Klavier und Violine Nr. 2 A-Dur op. 100 BRAHMS, Johannes: Sonate für Klavier und Violine Nr. 3 d-Moll op. 108 Christian Tetzlaff, Violine 
 “One of the most brilliant and inquisitive artists of the new generation“, nennt die New York Times den Geiger Christian Tetzlaff, gefragter Gast auf allen Konzertpodien der Welt. Gleichermaßen heimisch im Repertoire der Klassik und Romantik sowie im 20. Jahrhundert, setzt Christian Tetzlaff Maßstäbe mit seinen Interpretationen der Violinkonzerte von Beethoven, Brahms, Tschaikowsky, Berg, Schönberg, Schostakowitsch und Ligeti ebenso wie mit seinen unvergleichlichen Aufführungen der Solosonaten und -partiten von Bach. Musical America kürte ihn 2005 zum „Instrumentalist of the Year“. Er gibt regelmäßig Duoabende mit Leif Ove Andsnes und Lars Vogt. Als Solist und Kammermusiker gastiert er regelmäßig in allen internationalen Musikmetropolen wie der New Yorker Carnegie Hall und Lincoln Center, Concertgebouw Amsterdam, Konzerthaus und Musikverein Wien, London, Paris, Berlin und München. Christian Tetzlaff spielt eine Violine des deutschen Geigenbauers Peter Greiner. Lars Vogt wurde als erster Pianist zum „Pianist in Residence“ bei den Berliner Philharmonikern ernannt. Zusammen mit dem Orchester und dem Dirigenten Sir Simon Rattle gab er Konzerte in Salzburg und Berlin und erfreut sich inzwischen eines beachtlichen internationalen Renommées als Kammermusikpartner.
 Auch als Gründer und Leiter des Kammermusikfestivals „Spannungen” in Heimbach/Eifel macht Lars Vogt seit 1998 von sich reden. Das Festival hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem der interessantesten Kammermusikfestivals in Deutschland entwickelt.
 Außerdem ist Lars Vogt Initiator von Rhapsody in School - Musiker zum Anfassen, einer Organisation, die bekannte Künstler am Tage ihres Konzertes in Schulen ihres Konzertortes vermittelt, wo Schüler so in unmittelbaren Kontakt mit lebendiger Musik und lebendigen Musikern treten können. Foto ©Giorgia Bertazzi Mit freundlicher Unterstützung der Heinz-Peter und Annelotte Koch-Stiftung Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de.
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JA zu Demokratie und Volksabstimmung in Griechenland - NEIN zur Erpressung Griechenlands durch IWF, EU und Berliner Regierung

Von Elmar Altvater, Berlin (Altvater ist Politikwissenschaftler, Autor und emeritierter Professor am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin) Das demokratische und soziale Europa, ohnehin ein unvollendetes Projekt, befindet sich Ende 2015 am Abgrund: Doch die einen leben als Kreditgeber in einem Grand Hotel in großem Luxus mit schöner Aussicht, die anderen sitzen als Schuldner auf einer Klippe, immer vom Absturz in den Bankrott bedroht. Eine sogenannte Troika von mächtigen Institutionen sorgt dafür, dass die Drohung zur Erpressung wird. Schuldnern wie Griechenland wird keine Chance gegeben, der drohende Sturz in den Bankrott soll die Regierung gefügig machen. Soziale und politische Alternativen zur verordneten Austerity sind tabu. Selbst die von der Syriza-Regierung vorgeschlagene Abstimmung über das von der Troika verordnete Sparpaket interpretieren die Finanzminister der Eurogruppe - ein technokratischer Verein, kein politisches, den Wählern verantwortliches Gremium - als eine Provokation. Sie bestrafen Syrizas demokratische Initiative mit dem Ausschluss des griechischen Finanzministers aus den Beratungen der sogenannten Eurogruppe. Sie sind dabei schamlos genug, europäisches Recht zu brechen, um ihr neoliberales Mütchen zu kühlen. Das Schauspiel, das Schäuble, Dijsselblom und die anderen bieten, wird in die europäische Geschichte eingehen als das Spektakel eines grandiosen Selbstmordattentats der politischen Elite, gerichtet gegen das europäische Integrationsprojekt. Die Austeritätspolitik, mit der Staatshaushalte ruiniert und Gesellschaften zerstört werden, betreiben der IWF, die Europäische Zentralbank und die EU-Kommission zusammen mit der Eurogruppe in Absprache mit den großen Wirtschaftsmächten Europas - Deutschlands große Koalition der Schäuble, Gabriel und Merkel ist dabei die treibende Kraft. Sie haben mit ihrer Austerity-Politik des sozialen Kahlschlags, der Blockade von Investitionen zur wirtschaftlichen Erneuerung, des Drucks auf die Masseneinkommen und der Schwächung der Gewerkschaften dafür gesorgt, dass sich in Griechenland die Arbeitslosigkeit von 2007 bis 2014 auf fast 30 Prozent verdreifacht hat. Die Jugendarbeitslosigkeit hat sich auf rund 60 Prozent nehr als verdoppelt. Kein Wunder, dass das Bruttoinlandsprodukt um ein Vietel niedriger, die private Verschuldung um 66% höher ist als vor der Krise und die Staatsschuldenquote fast auf 180% angestiegen sind. Überall in Europa hat sich die soziale und ökonomische Lage der Menschen verschlechtert, in Griechenland aber in besonders zugespitzter Weise. Es ist angesichts dieses durchschlagenden Misserfolgs der Troika-Politik verständlich und richtig, dass die griechische Regierung die Notbremse zieht und eine andere als die im Grandhotel Abgrund vorgeplante Route einschlagen will, zumal die Regierungen vor Syriza keinerlei Erfolge vorweisen können, obwohl sie den Troika-Vorgaben brav gefolgt sind. Syriza handelt dabei nicht nur im Interesse Griechenlands. Ganz offensichtlich ist eine Fehlkonstruktion des "europäischen Hauses" zu korrigieren: Seine Bewohnerinnen und Bewohner sind nicht Bürgerinnen und Bürger mit gleichen Rechten (und Pflichten), sondern Vermögende hier, deren Reichtum auch in der Krise wächst, und Schuldner da, deren Schuldenlast in der Krise und wegen der Krise sich ständig vergrößert. Im Europa des Jahres 2015 kann gelernt werden, was der große griechische Philosoph Aristoteles lehrte: Geld spaltet, man kann daher keine freie demokratische Gesellschaft der Logik des Geldes folgend, auf einer Währungsunion gründen. Ein "gemeinsames Haus" verlangt mehr als eine gemeinsame von "Institutionen" verwaltete Kasse, zumal, wenn deren Repräsentanten unfähig und hasserfüllt gegen demokratische Alternativen sind. Die euroliberale Politik der vergangenen zweieinhalb Jahrzehnte seit dem Gründungsdokument des Euroraums, dem Maastricht-Vertrag von 1991, hat zur Spaltung der europäischen Gesellschaft beigetragen. Griechenland ist das dramatischste Beispiel. Andere sind vorausgegangen. Weitere werden folgen. Daher haben die Syriza-Regierung und Alexis Tsipras Recht, Respekt vor den Interessen des griechischen Volkes einzufordern und die Achtung der Würde der Menschen und die Stärkung demokratischer Partizipation einzuklagen. Eine demokatische Abstimmung darüber ist ein Muss. Sie ist ein Fortschritt im Vergleich zu den alternativlosen Auflagen der Troika, die den demokratischen Entscheidungsspielraum gegen Null tendieren lassen. Es geht nicht nur nur um eine griechische Angelegenheit. Die aktuellen Ereignisse um Griechenland gehen alle Europäerinnen und Europäer an. Die Initiative zur Volksabstimmung über das weitere Vorgehen in der Schuldenkrise gewinnt einen Teil der demokratischen Rechte zurück, die unter die Räder des Troika-Gefährts geraten sind. Wir wenden uns gegen gegen die Versuche der Euro-Finanzminister, jenes kleine griechische Volk aus Europa herauszuamputieren, ein Volk, "dessen universelle Begabung und Betätigung ihm einen Platz in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit gesichert hat, wie kein anderes Volk ihn je beanspruchen kann" - so Friedrich Engels, dessen Todestag sich 2015 zum 120. Mal jährt. Was bleibt von Europa ohne Griechenland? Eine kulturlose neoliberal kontaminierte, von "den Institutionen" autoritär verwaltete Wüstenei. Es sollte selbstverständlich sein, dass die demokratische Abstimmung über die Troika-Politik in Griechenland und in anderen europäischen Ländern von den "Institutionen respektiert wird. Alle Androhungen, die in diesen Tagen aus der Eurogroup, seitens der EZB und der Berliner Regierung zu hören sind, man werde die erforderliche Unterstützung für Athen umgehend einstellen, sind unverantwortlich und undemokratisch. Hier wird offen mit Finanzchaos gedroht, um auf diesem Weg Demokratie abzuwürgen. Zeit ist Geld, lautet die oberste Regel der Euro-Finanzpolitiker. Sie verstehen noch nicht einmal, dass demokratische Verfahren Zeit brauchen, dass man sich die Muße nehmen muss, um zu breit akzeptierten Resultaten zu gelangen. Lösungen für die gegenwärtige schwere Krise dürfen nicht einseitig die Schuldner mit harten, ja brutalen und unerfüllbaren Austerity-Auflagen belasten. Die Gläubiger sind an den Kosten der Krise zu beteiligen. Eine Insolvenz, eine Krise muss einvernehmlich geregelt werden, nicht durch einseitige Schuldzuweisungen und die Austerity-Belastungen der Menschen in einem Schuldnerland. Man sollte in den Salons des Grand Hotel Abgrund nicht vergessen, dass für die Misere der Schuldenkrise die Finanzjongleure und ihre politischen Handlanger die Hauptverantwortung tragen. Die Finanzminister der Eurogruppe haben dies vergessen. Sie sind für ein selbst erzeugtes Desaster verantwortlich, das nun die griechische Bevölkerung auszubaden hat und das mit Zeitverzögerung auch andere Völker Europas treffen wird. Schande über die polititische Klasse in der Europäischen Union! Solidarität mit der Bevölkerung in Griechenland! Unsere Hochachtung gilt der demokratisch gewählten und Demokratie praktizierenden Regierung in Athen. (Initiative von: Elmar Altvater, Berlin)  
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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Schweizer Studie offenbart: Jeder fünfte Suizid steht in Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit

In Deutschland wurde der Zusammenhang zwischen Suizide, Erwerbslosigkeit und Hartz IV bislang kaum untersucht. Nun haben Forscher der Universität Zürich eine Studie erstellt, die sich die Situation in 63 Ländern genauer anschaute. Jährlich nehmen sich rund 45'000 Menschen das Leben, weil sie keine Arbeit haben oder jemand in ihrem Umfeld von Arbeitslosigkeit betroffen ist. Die Untersuchung zeigt, dass die Zahl aller Suizide, die in der Finanzkrise im Jahr 2008 direkt oder indirekt mit der Arbeitslosenrate im Zusammenhang standen, neunmal so hoch ist wie bislang angenommen. Arbeitslosigkeit kann Menschen in den Suizid treiben. Dass die existentielle Bedeutung von Arbeitslosigkeit für die Gesundheit gross ist und der (drohende) Verlust einer Arbeitsstelle sowie lange Arbeitslosigkeit eine ernste Situation für die Betroffenen und deren Angehörige darstellt, haben zahlreiche Studien nachgewiesen. Die Debatte über den traurigen Zusammenhang wurde durch die ökonomische Krise und die nachfolgende Sparpolitik vieler Länder im Jahr 2008 neu entfacht. Während viele Untersuchungen lediglich Krisenjahre und oft nur einzelne geographische Regionen einbezogen, können jetzt Carlos Nordt, Ingeborg Warnke, Erich Seifritz und Wolfram Kawohl von der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich erstmals ein Bild über vier Weltregionen für die Zeit von 2000 bis 2011 zeichnen. Mit folgendem Schluss: «Pro Jahr steht weltweit etwa jeder fünfte Suizid direkt oder indirekt mit Arbeitslosigkeit in Verbindung», sagt Erstautor Carlos Nordt. Die Studie ist nun in der Zeitschrift «The Lancet Psychiatry» online publiziert.Alle vier Weltregionen betroffenFast eine Million Menschen sterben weltweit pro Jahr durch Suizid. Um herauszufinden, wie viele der Suizide im Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit stehen, haben die UZH-Forschenden Daten von 63 Ländern der Jahre 2000 bis 2011 in ihre Studie einbezogen. Die Länder wurden in die vier Weltregionen Nord- und Süd-Amerika, Nord- und West-Europa, Süd- und Ost-Europa sowie Nicht-Amerika und Nicht-Europa eingeteilt. Nicht verfügbar waren Daten aus China und Indien. «Trotz länderspezifischer Besonderheiten fanden wir in allen vier Weltregionen einen ähnlich starken Zusammenhang zwischen Arbeitslosen- und Suizidrate», fasst Soziologe Carlos Nordt zusammen. Dieser Effekt unterscheide sich ausserdem weder nach Geschlecht noch nach Altersgruppe.Jeder fünfte Suizid pro Jahr konnte direkt oder indirekt mit Arbeitslosigkeit in Verbindung gebracht werden. Und: «Nach dem Krisenjahr 2008 stieg die Zahl der Suizide kurzfristig um 5000 Fälle an», sagt Nordt. Diese Zahl hatten bereits andere Studien festgestellt. Nicht bekannt aber bisher war, dass in diesem Jahr gesamthaft rund 46’000 Suizide mit der Arbeitslosenrate verbunden waren: «Damit war die Zahl der Suizide mit diesem Hintergrund neunmal grösser als der bisher bekannte Anstieg», so Nordt.Auf eine Krise wird bereits im Vorfeld reagiertIn Ländern mit allgemein tieferer Erwerbslosigkeit war der Zusammenhang von Arbeitslosigkeit und Suizid stärker ausgeprägt. Deshalb sind gemäss den Forschenden auch in Ländern mit tieferer Arbeitslosigkeit unbedingt Investitionen in Programme erforderlich, die Personen in den Arbeitsmarkt integrieren und ein gesundes Arbeitsklima fördern. Interessanterweise zeigt die Studie zudem, dass der Anstieg der Suizidrate dem der Arbeitslosenrate um etwa sechs Monate vorausging. Das heisst: «Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt wurde offensichtlich antizipiert und bereits die Verunsicherung über die Entwicklung der ökonomischen Situation scheint negative Konsequenzen zu haben», folgert Psychiater und Seniorautor Wolfram Kawohl. So könne zunehmender Druck am Arbeitsplatz, etwa durch Restrukturierungen, Suizide begünstigen. «Es bedarf einer Schulung von Fachpersonal, etwa in den Personalabteilungen, damit dieses erhöhte Suizidrisiken bei betroffenen erwerbstätigen und nichterwerbstätigen Personen besser erkennt und beim Umgang mit der Problematik helfen kann», empfiehlt Kawohl.Es ist bekannt, dass besonders vulnerable Personen ein höheres Suizidrisiko haben; in diese Studie konnten jedoch solche Faktoren, wie zum Beispiel psychische Störungen, aufgrund mangelnder Verfügbarkeit spezifischer Daten nicht einbezogen werden.Das soziale Umfeld ist betroffenWichtig zu erkennen ist gemäss Kawohl ebenfalls, dass sich die Probleme wegen Arbeitslosigkeit nicht nur auf die Direktbetroffenen auswirken: Die Resultate in Bezug auf Suizide und Arbeitslosigkeit zeigen etwa, dass auch Personen über 65 Jahre betroffen sind – also Menschen, die oftmals nicht mehr aktiv im Arbeitsmarkt stehen. Die UZH-Forschenden fordern deshalb dazu auf, «bereits Befürchtungen in der Bevölkerung vor wirtschaftlichen Veränderungen ernst zu nehmen und geeignete suizidpräventive Massnahmen zu entwickeln und voranzutreiben», so Kawohl. (sb, pm) http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueb erhartziv/studie-jeder-5-suizid-durch-arbeits losigkeit-90016608.php
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Robert Schumann war ein leidenschaftlicher Musiker, Komponist, Schriftsteller und Übersetzer. Aber er nahm nie Stellung zu den politischen Problemen seiner Zeit

    Robert Schumann (geb. 1810 in Zwickau, gest. 1856 in Bonn-Endenich) Robert Schumann kam am 8. Juni 1810 als sechstes und letztes Kind wohlhabender Eltern in Zwickau zur Welt, wohin die Familie wenige Jahre zuvor aus dem thüringischen Ronneburg hingezogen war. Der Vater August Schumann (1773-1826) hatte sich als Romanschriftsteller und Verfasser kaufmännischer Kompendien die Mittel zum Aufbau eines Verlagsunternehmens erworben und sich mit der Herausgabe von Lexika und Sammelwerken, volkstümlichen Ausgaben deutscher und ausländischer Klassiker (für die er auch selbst aus dem Englischen übersetzte) und mit den viel gelesenen „Erinnerungsblättern für gebildete Stände“ einen geachteten Namen gemacht. Sein Einfluß und seine hohe literarische Bildung waren prägend für Roberts Kinder- und Schuljahre, so daß er von sich sagen konnte, es seien ihm schon damals „die bedeutendsten Dichter ziemlich aller Länder ... geläufig“ gewesen. Es blieb nicht beim passiven Aufnehmen von Literatur, sondern es kam zu eigenen dichterischen Versuchen und zur Gründung eines literarischen Schülerzirkels, in dem Robert den Ton angab. Starken, fortwirkenden Eindruck hinterließ bei ihm gegen Ende der Gymnasialzeit die Lektüre der Werke Jean Pauls. Ihren Stil kopierte er zunächst in seinen romantischen Erzählfragmenten, sie wirkten aber auch, teils direkt-anregend, teils mehr untergründig, auf sein späteres Komponieren ein, so daß er scherzhaft-überspitzt bekannte, von „Jean Paul mehr Kontrapunkt gelernt zu haben als von seinem Theorielehrer“, und diese beförderten die poetische Qualität seiner musikschriftstellerischen Arbeiten. Kurzum: Schumann war ein Universalgenie!  
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yasni 18.06.15  +  

Presseerklärung: > Bremer Friedensforum gegen neue Rüstungsrunde durch MEADS

Das Bremer Friedensforum verurteilt die Entscheidung des Verteidigungsministeriums, das "Patriot"-System durch das von den USA, Deutschland und Italien entwickelten "Medium extended Air Defense System" (MEADS) zu ersetzen. Damit werden nicht nur erneut Milliarden Euro verschleudert, sondern die Aufrüstungsspirale wird in eine Runde gebracht und die zurzeit schwierigen Beziehungen zu Russland werden in unverantwortlicher Weise weiter belastet. Denn gegen kein anderes Land kann dieses Waffensystem gerichtet sein. Schon vor zehn Jahren forderte der Bremer Rechtsanwalt Volker Kröning, damals Bundestagsabgeordneter der SPD, sowie die GRÜNEN, sich dem Druck, der von der Rüstungsindustrie und den USA ausginge, nicht zu beugen. Kröning nannte damals die vom Bundesrechnungshof geschätzten Kosten in Höhe von sechs bis sieben Milliarden Euro, fast das Doppelte von der jetzt genannten Summe des Verteidigungsministeriums. Dabei ist die damals vom Bundesrechnungshof kalkulierte Summe nach allen Erfahrungen von Rüstungsprojekten als realistischer anzusehen. Kröning machte damals für seine Ablehnung die hohen Kosten geltend und auch die Tatsache, dass das „Patriot“-System ausreiche. Die auch in Bremen ansässige Firma Airbus, damals EADS, ist an dem Luftabwehrsystem MEADS durch die Produktion der Sende-/Empfangs-Module (sogenannte T/R-Module) mit der dazugehörigen Elektronikausrüstung für das multifunktionale MEADS-Feuerleitradar MFCR (Multifunction Fire Control Radar) beteiligt.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 09.06.15  +  

Erinnern - bewahren - Frieden: > Der "Schwur von Buchenwald" ist hochaktuell

Es waren vielleicht die bewegensten Eindrücke des 8. und 9. Mai 2015: zehntausende Menschen, Familien, Junge und Alte, Deutsche und ausländische MitbürgerInnen zogen stundenlang durch Berlin zu den beiden Mahnmalen im Tierpark und im Treptower Park. Sie legten Blumen nieder – „Blumen für den Frieden“. Sie verharrten in Ruhe, Gedenken sowie Trauer und dachten der Toten des 2. Weltkrieges, sicher besonders der 27 Millionen Toten der Sowjetunion. Die Menschen waren aber auch fröhlich und optimistisch, sie erinnerten sich an die Befreiung Europas von der Geisel des Faschismus und feierten diesen Sieg der Völker. Eine tiefe Sehnsucht nach Frieden prägte die stundenlangen Züge von Menschen an beiden Ehrenmälern. Besorgnis über die  aktuelle Situation prägte viele Gespräche. Immer wieder wurde betont: Friede und Partnerschaft mit Russland ist das Unterpfand einer friedlichen Entwicklung in Europa. Eine tiefe Friedenssehnsucht prägte diese oft spontanen, familiären Friedensmanifestationen. Viele – aber lange nicht alle – kamen aus den verschiedenen Ländern der ehemaligen Sowjetunion. Ausländische KollegInnen, oft aus Ländern, die 1945 noch kolonial unterjocht waren, nahmen aktiv teil.  Bringen Sie einen neuen Friedenwillen in die deutsche Gesellschaft, werden auch sie aktiver, engagierter für den Frieden? Gedanken, die einer vertiefenden Diskussion bedürfen. Matthias Platzeck sprach am Ehrenmal im Berliner Tiergarten der Initiative KONTAKTE-KOHTAKTbI und warnt davor, diesen Tag umzudeuten. Wenn schon unsere östlichen Wertenachbarn sich alle Mühe geben, einige Seiten aus dem Geschichtsbuch zu zerren, sollten wir [Deutschland] uns der Verantwortung umso mehr stellen. Im Treptower Park feierten am 9.5. schon traditionell viele u.a. mit der VVN-BdA (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten) unter dem Motto „Wer nicht feiert, hat verloren“. Beeindruckend, vor allem durch die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die spontan vorbeikamen und dabei blieben, war das Friedensfestival, das vom 8.-10.5. auf dem Breidscheidplatz mit der Unterstützung der Gemeinde der Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kirche durchgeführt wurde. Tausende TeilnehmerInnen diskutierten aktuelle friedenspolitische, aber auch humanistische Herausforderungen und beteiligten sich aktiv und passiv an vielfältigen kulturellen Aktivitäten. Eine sinnvolle Veranstaltung, gerade um Interessierte aber noch nicht aktive einzubeziehen und die Gesellschaft weiterhin für den Frieden zu sensibilisieren. Über 60 dezentrale Veranstaltungen vervollständigen das Berliner Programm. Beendet wurden diese vielfältigen Erinnerungs- und Friedensaktionen in Berlin durch die Demonstration, die von der Berliner Friedenskoordination organisiert wurde und auf eine breite Unterstützung durch viele Friedensinitiativen und Organisationen weit über Berlin hinaus stieß. In ihrem Mittelpunkt standen unter dem Motto „70 Jahre Befreiung – Nein zu Krieg und Faschismus. Für eine Politik der Verständigung und Konfliktlösung“ die aktuellen friedenspolitischen Herausforderungen. 2.000 Menschen demonstrierten am 10.5. durch Berlin. Ihre zentrale Aussage war: Wir müssen den Frieden, die Abrüstung und besonders das Nein zum Krieg gegen die offizielle Politik durch mehr Druck auf der Straße erstreiten. In den beeindruckenden Worten der 90 jährigen Antifaschistin Erika Baum hieß es: „Ihr müsst den Frieden fest in Eure Hände nehmen, das ist die Lehre des 8. Mai 1945.“ Peter Sodann, unterstützt von Dieter Dehm, verwies (auch in sehr persönlichen Erinnerungen) auf die Notwendigkeit der Freundschaft mit Russland heute und die Zurückweisung der interessensgebundenen Hetze.  Per Video zugeschaltet, sprach Oskar Lafontaine von der Notwendigkeit, die Friedensbewegung neu zu entwickeln und zu stärken. Sein Verweis auf den französischen Sozialisten Jean Jaures unterstrich den untrennbaren Zusammenhang von Kapitalismus und Krieg. Rolf Becker, Schauspieler und aktiver Gewerkschafter, verdeutlichte in eindringlichen Worten den Zusammenhang von Krieg und Faschismus. Antifaschismus ist die Grundlage allen Friedensaktionen, in Worten und Taten zog sich dieses wie ein roter Faden durch die Redebeiträgen und die beeindruckenden kulturellen Beiträge dieser Demonstration.Deutlich war auf der Demonstration auch die Trennung von allen, die nicht zur Friedensbewegung gehören. Diese Demonstration war der Abschluss eines intensiven Aktionswochenendes der Friedensbewegung – auch in Berlin. Ein Satz nur zu den Rechtsradikalen und Faschisten: Die großspurigen Ankündigungen in Berlin zum 8.5. aufzumarschieren und den Reichstag „zu stürmen“ waren Luftblasen. Die Anzahl der Rechtsradikalen war minimal. Es bleibt aber die Notwendigkeit tagtäglicher Aufmerksamkeit – „Wehret den Anfängen“. Viele der Aktionen in Deutschland wurden in breiten Bündnissen und Koalitionen vorbereitet, die oft von der VVN-BdA initiiert wurden. Einen vollständigen Überblick darzulegen ist uns wenige Tage nach dem 8.5. leider nicht möglich. Wir verweisen auf die Webseiten der VVN-BdA oder der Friedenskooperative in Bonn. Wir möchten einige Beispiele kurz skizzieren, von denen uns Informationen vorliegen. Frankfurt am Main: Eine Aktionswoche mit dem Abschluss einer Demonstration zum Römer und einem Konzert prägten die Aktionen in Frankfurt. Stuttgart: Eine Demonstration am 9. Mai in Stuttgart „Tag der Befreiung. Unser Auftrag für Demokratie, Solidarität und Frieden“ war der Höhepunkt vielfältiger Aktionen, die ein breites Bündnis vorbereitete. Tübingen: Demonstration und Kundgebung prägten auch die Aktionen in der Universitätsstadt. Düsseldorf: Ca. 300 TeilnehmerInnen zogen in einer antifaschistischen Friedensdemonstration, die ein breites Bündnis neben einer ganzen Reihe von Veranstaltungen vorbereitete, durch Düsseldorf. Besonders hervorzuheben ist sicher die Demonstration in Bochum, zu der die neu gegründete Initiative „Gewerkschaftlerinnen und Gewerkschaftler für Frieden und Solidarität“ am 9.5. nach Bochum aufgerufen hatte. Ca. 500 TeilnehmerInnen folgten diesem Aufruf. In seiner Rede sprach sich das ehemalige Vorstandsmitglied der IG Metall Horst Schmitthenner eindringlich für eine engere Zusammenarbeit von Friedens- und Arbeiterbewegung, für eine friedliche, solidarische und humane Gesellschaft aus. Viele weitere dezentrale – oft kleinere Aktionen – prägten in zahlreichen Städten und Dörfern das Bild des 70. Jahrestages der Befreiung. Geprägt vom Dank an die Befreier und tiefer Sorge um die Bedrohung des Friedens, besonders durch den Konfrontationskurs des Westens gegenüber der Ukraine, waren diese Veranstaltungen und Aktionen die Antwort auf die Politik der Bundesregierung, diesen Tag mehr zur Anklage gegen Russlands als zur Entwicklung einer Politik des Dialogs und der gemeinsamen Sicherheit umzudefinieren. Offizielle Feierlichkeiten, z.B. in Städten und Kommunen, waren eher die Ausnahme, gewerkschaftliches und kirchliches Engagement eher selten. In das Bild der Verweigerung des Dankes an die Befreier, passt der sogenannte „Ball des Heeres“ am 9.5. in Berlin, um den Beitritt der BRD zur NATO vor 60 Jahren zu feiern. Über 100 Friedenaktivistinnen machten mit ihrem Protest und besonders mit lauten Trillerpfeifen deutlich, was sie davon hielten. Die Gefahr der Uminterpretation des 8. Mai und die vielfältigen Gefahren eines Geschichtsrevisionismus sind bei vielen offiziellen und medialen Diskussionen um den 8. Mai deutlicher als zuvor hervorgetreten. Ihnen gilt es überall entschieden entgegenzutreten, sind sie doch auch untrennbar mit einer weiteren Militarisierung der Gesellschaft verbunden. Die aktuellen Kriege und die Gefahren, die von einer Politik der Konfrontation des Westens gegen Russland ausgehen, sind aktuell drängende und bewegende friedenspolitische Herausforderungen. Werden wir diesen Herausforderungen als Friedensbewegung gerecht? Diese Fragen stellen, heißt sie auch im Zusammenhang  mit den Aktionen um den 8. Mai, angesichts der doch relativ eingeschränkten Teilnehmerzahlen, mit nein zu beantworten. Ein Blick in die Geschichte des 50. und 60. Jahrestages der Befreiung zeigt, dass gerade diese mit großen, eindrucksvollen Demonstrationen unter Beteiligung der Friedensbewegung verbunden waren. Geschichte wiederholt sich nicht, aber wir können möglicherweise aus ihr lernen, dass wieder mehr und gemeinsame Aktionen sinnvoll wären. Ein gemeinsamer Artikel von Kristine Karch, International Network of Engineers and Scientists for Global Responsibility (INES); Reiner Braun, International Association Of Lawyers Against Nuclear Arms (IALANA); Pascal Luig, NaturwissenschaftlerInnen-Initiative (NatWiss); Lucas Wirl NaturwissenschaftlerInnen-Initiative (NatWiss)
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 27.05.15  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im Juni

Liebe Freunde des Sendesaales, hier kommt der prall volle Veranstaltungskalender mit 13 Konzerten im Juni. Aufmerksames Lesen lohnt sich, denn dabei sind allein 3 Konzerte, die Sie in unserem gedruckten Programm der zweiten Saisonhälfte nicht finden, einfach weil sie erst nach Drucklegung des Heftes abgemacht wurden: neu im Programm am 3. Juni das phänomenale israelische Gespann der Sängerin und Schauspielerin Irit Dekel und des Multiinstrumentalisten Eldad Zitrin mit ihren eigenwilligen  Last Of Songs, die eine ihrer wenigen Präsentationen in Deutschland bei uns im Sendesaal machen, am 4. Juni die drei vitalen kosmopolitischen Frauen von Sormeh, und am 5. Juni das record release concert für Uli Beckerhoff's neue CD Heroes. Und auch ansonsten gibt es eine Reihe interessanter Konzerte: z.B. wenn der als musikalischer Direktor von Mikis Theodorakis und Zülfü Livaneli bekannte Pianist Henning Schmiedt eines seiner raren Solokonzerte gibt (5.6.),  die als Schauspielerin und Tatortkommissarin bekannte Meret Becker einen Liederabend macht (19.6.) oder einfach die fantastische Folkstimme von June Tabor wieder im Sendesaal erklingt (23.6.). Also: lesen Sie aufmerksam und kommen Sie gerne und zahlreich! Es lohnt sich. Für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze Es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass die Verweilqualität vor und nach den Konzerten im Sendesaal sich durch das öffentliche Restaurant Geerdes am Sendesaal sehr erhöht hat. Geben Sie sich die Zeit. Ein Besuch lohnt sich. Das Geerdes ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Inhalt 02.06. Ensemble New Babylon 03.06. neu: Last Of Songs: Irit Dekel und Eldad Zitrin 04.06. neu: Sormeh 05.06. Solo Piano: Henning Schmiedt 06.06. neu: Uli Beckerhoff Quartett 11.06. Lucerne Jazz Orchestra 12.06. Bremer Barockorchester 13.06. Kleine Sommernacht der Lieder 14.06. Amaryllis Quartett 17.06. Saltarello: Silver Piano Trio 19.06. Meret Becker 20.06. residenz@sendesaal: Das Bremer Konzert 23.06. Quercus 02.06. Ensemble New Babylon Dienstag, 02. Juni 2015 | 19:30 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 15 Euro / 6 Euro) ANAMORPHOSIS Ensemble New Babylon - Das Bremer Ensemble für Neue Musik
 Flöte: Erik Drescher Oboe: Benjamin Fischer Klarinette: Sebastian Wendt Violine: Benedikt Bindewald Viola: Hannah Craib Violoncello: Lynda Anne Cortis Klavier: Daria-Karmina Iossifova Schlagzeug: Johannes von Buttlar Dirigent: René Gulikers Musik im Jetzt, Musik im Raum, Musik unter Menschen. Ein Konzert, das das Hören und Sehen neu beleuchtet und dem Ungewohnten Platz gewährt. Eine akustische Reise in die Vielfalt fremder Klangregionen.
 Werke von: Michael Quell (*1960): Anamorphosis II (2002/03) für Flöte (+ Bassfl.), Oboe, Klarinette (+ Basskl.), Klavier, Schlagzeug, Violine, Viola, Violoncello Art-Oliver Simon (*1966): HM-MG (2000) für Flöte, Klarinette, Klavier, Violine, Violoncello und Video Alexander F. Müller (*1987): Auftragskomposition (Uraufführung) für Oboe (+ Englischhorn), Klarinette (+ Basskl.), Violine, Viola Katarzyna Szwed (*1980): No title yet, sorry (for R.) (2013) für Klarinette, Klavier, Schlagzeug, Violine, Viola, Violoncello und Tape Jagoda Szmytka (*1982): just before after (2010) für Flöte (+ Altfl.), Klarinette (+ Basskl.), Klavier, Schlagzeug, Violine, Violoncello Mateusz Ryczek (*1986): Auftragskomposition (Uraufführung) für Flöte, Oboe, Viola, Violoncello Es ist ein festes Anliegen des international besetzten Ensembles, durch die Kraft der Musik für mehr Toleranz und Verständnis gegenüber dem "Anderen" zu sorgen. Für das aktuelle Projekt „Anamorphosis“ hat sich das Ensemble entschieden, ein deutsch-polnisches Programm mit Konzerten in Deutschland und Polen aufzuführen. Das Programm wird zur Hälfte mit deutschen und zur Hälfte mit jungen polnischen Komponisten gestaltet. Zum einen, um in Deutschland, aber auch in Polen, auf hervorragende und talentierte polnische Komponisten aufmerksam zu machen, die viel zu wenig Berücksichtigung im allgemeinen Kulturbetrieb erhalten, zum anderen aber auch, um selbst mit polnischen Komponisten und Kulturveranstalter in Kontakt zu treten und so einen international zirkulierenden Musikfluss aufbauen zu können. Im Sendesaal Bremen werden Werke von drei polnischen und drei deutschen Komponisten zu Gehör gebracht, unter anderem zwei Welturaufführungen. Diese zwei Auftragskompositionen wurden an zwei junge Komponisten erteilt. Eines an den deutschen Komponisten Alexander F. Müller (*1987) und eines an den polnischen Komponisten Mateusz Ryczek (*1986). Des Weiteren werden Werke der deutschen Komponisten Michael Quell (*1960) und Art-Oliver Simon (*1966) aufgeführt und Werke von den jungen, aufstrebenden polnischen Komponistinnen Katarzyna Szwed (*1980) und Jagoda Szmytka (*1982). Die musikalische Leitung hat der holländische Dirigent René Gulikers inne. 03.06. neu: Last Of Songs: Irit Dekel und Eldad Zitrin Mittwoch, 03. Juni 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Erstmals in Deutschland Die israelische Sängerin und Schauspielerin Irit Dekel und der Multiinstrumentalist Eldad Zitrin machen in ihren Last Of Songs eine einzigartige und wilde Mischung aus Jazz, orientalischem Folk und Musik der 20er Jahre. Auf ihrer ersten Deutschlandpräsentation machen sie auch Station im Sendesaal. Es ist noch nicht lange her, dass die Sängerin und Schauspielerin Irit Dekel nach einem idealen Partner Ausschau hielt, dem sie ihre über Jahre gesammelten Lieder anvertrauen konnte. Eldad Zitrin war während seiner formativen Jahre eher ein Jazzpurist, bevor er sich davon trennte und in die abenteuerlichsten Rock- und Pop-Produktionen eintauchte. Was als wichtige Künstler/Produzenten Beziehung begann, entwickelte sich in eine unerwartete, wunderbare musikalische Ehe, die auf fraglos gegenseitiger  Bewunderung aufbaute. Dieses vollkommene Vertrauen in die Fähigkeiten des anderen bedeutete für Eldad Zitrin totale kreative Freiheit in diesem Prozeß und versetzte ihn in die Lage, wieder einige Jazzharmonien, die für ihn früher so wichtig gewesen waren, einzubauen in diese neuen Kompositionen. Das Ergebnis ist eine zuweilen an Vaudeville erinnernde Show mit bezaubernden Coverversionen, die zugleich nostalgisch als auch heutig klingen. 04.06. neu: Sormeh Donnerstag, 04. Juni 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Trio Sormeh – Ein Lidstrich von New York bis Teheran – Drei Frauen, kosmopolitisch, eigenwillig und voll Improvisationslust! Golnar Shahyar – Gesang, Daf, Berimbau Mona Matbou Riahi – Klarinette, Baß-Klarinette, Gesang Jelena Popržan – Viola, Gesang, Setar, Loops Golnar Shahyar, Mona Matbou Riahi aus dem Iran und Jelena Popržan aus Serbien haben in Wien zu einem vielversprechenden Trio zusammengefunden, das – einen Bogen spannend von orientalischer zu balkanischer Musik – seinen kosmopolitischen Kompromiss findet in jüdischen Musiktraditionen sowie eigenwilligen Arrangements und Improvisationslust. Kennengelernt haben sich die drei Musikerinnen beim Oficina Art Orchestra unter Leitung Alegre Corrêas. Riahi und Shahyar interpretierten schon zuvor mit ihrem Trio Gabbeh persische Musik, mit der Band Choub konzentriert sich Golnar Shahyar auf von persischer Tradition inspirierten Jazz, Mona Matbouh Riahi, jüngstes Mitglied und Hauptpoetin der Band, hat bereits mit Größen wie Alim Qasimov, Djivan Gasparyan und Aynur Doğan auf der Bühne gestanden, und Jelena Popržan ist seit einigen Jahren mit ihrem Duo Catch-Pop-String-Strong und dem Quartett Popržan/Jokic/Neuner/Petrova eine Fixgröße der österreichischen Musiklandschaft. Dem vielversprechenden Trio kommen ihre Erfahrungen in Klassik und Jazz zugute, auch wenn sie trotz aller Innovationen tiefen Respekt vor der Tradition ausdrücken: bulgarische, armenische, griechische und persische Musik, jiddische Cabaret-Songs aus New York und sephardische Canciones aus der Levante, schräge instrumentale Klezmer- und Balkan-Attacken sowie vertonte Lyrik, zeitlose wie zeitgenössische Chansons und Eigenkompositionen. Ihre Musik ist tiefgründig und magisch. Sormeh (persisches Wort für Lidstrich) lassen geografische, geistige sowie musikalische Grenzen verschwinden, als wäre es das Natürlichste auf der Welt. Dabei spannt das Trio einen Bogen von persischer zu balkanischer Musik, von der Überschwänglichkeit Südeuropas bis hin zu den mystisch-melancholischen Weisen des Mittleren Ostens. Gemeinsamkeiten finden die drei Musikerinnen in der jüdischen Musiktradition sowie in modernen, höchst ausgeklügelten Arrangements. Alle drei Frauen gehören zu einer Generation junger Musikerinnen, die keine Scheu haben, Genregrenzen zu überschreiten, um unbefangen Klassik, Pop, Jazz und verschiedene Kulturen miteinander zu kombinieren. 2011 und 2014 war das Trio Sormeh im Finale des „Austrian World Music Awards“! 05.06. Solo Piano: Henning Schmiedt Freitag, 05. Juni 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Man kennt ihn als musikalischen Direktor von Mikis Theodorakis, Maria Farantouri oder Zülfü Livaneli. Aber er hat auch ein Leben als Solist: Henning Schmiedt. Henning Schmiedt - Piano Ma- Zwischenräume Während eines Studienaufenthaltes in Japan entstand das Konzept für die Solo-Performance “MA”. Ma steht in der japanischen Kunst für den Zwischenraum- in der Musik für den Klang zwischen Tönen-. Die Musik wird entschleunigt, Klangäume öffnen sich für Bilder und die eigene innere Reise in den Klang. Henning Schmiedt ist ein versatiler Künstler, der weltweit seine Musik präsentiert. Sein künstlerisches Schaffen entzieht sich den üblichen Schubladen und lässt sich nicht einfach einordnen. es ist SEINE Musik – Er spielte mit Klassischen, Welt- und Jazzmusikern, ist Produzent für CD- Produktionen, arrangiert für Orchester, Kammerensemble, schreibt für Film und Theater. Wichtig und prägend waren ebenso seine Arbeiten für den Komponisten Mikis Theodorakis sowie seine langjährige Zusammenarbeit mit Zülfü Livaneli und der Sängerin Maria Farantouri als Pianist, wie auch Arrangeur und Solist. Im Sendesaal wird Henning Schmiedt eigene Stücke aus seinen mittlerweile fünf Klavier Solo Alben Stücke präsentieren, die gleichermassen Post Classical, Ambient und Jazz zugeordnet werden. HENNING SCHMIEDT ( Pianist, Komponist, Arrangeur) Henning Schmiedt wurde 1965 in Schlema /Sachsen geboren. Als Komponist, Arrangeur, Interpret wirkte er seit 1985 auf über 70 CDs mit internationalen Künstlern wie Mikis Theodorakis, Maria Farantouri, Zülfü Livaneli, Jocelyn B. Smith. 
 Er komponierte zahlreiche Werke für zeitgenössische Jazz und Weltmusik- Ensembles, ein Requiem, sowie diverse Filmmusiken für Internationale Kinofilme/Dokumentarfilme. Fünf Solo Piano CD Produktionen und zahlreiche internationale Konzerte mit Musik im Grenzbereich zwischen Welt-, Jazz- und Neoklassischer Musik. Wichtige Konzerte der letzten 2 Jahre 2012
 Konzerte mit Zülfü Livaneli und New York Gypsy Allstars in Nordamerika New York, Washington, Chicago, Toronto Japan Tournee Solo Piano – 11 Konzerte u.a in Tokio, Kyoto, Sendai, Fukuoka Konzert mit Maria Farantouri in München Eröffnungskonzert des Deutsch-Türkischen Filmfestivals in Dortmund mit Zülfü Livaneli 2013 CD “Schnee” Solo Piano flau records Tokio Konzerte in London, Istanbul mit Zülfü Livaneli
 Solo Piano Suite im Harbiye Amphitheater Istanbul Konzerte mit Maria Farantouri in Antwerpen, Brugge, Luxemburg, München Eternal day- Rumi Projekt von Zülfü Livaneli arrangiert und produziert von Henning Schmiedt Piano/Leitung
u.a. mit Romy Kamerun . Vocal / Burcu Karadag Ney / Uli Beckerhoff tpt 2014 Japan Tournee Solo Piano – 14 Konzerte u.a in Tokio, Kyoto, Fukuoka, Kobe
 Konzerte in Sydney,Melbourne, Paris, Amsterdam, Basel, Berlin u.a. mit Zülfü Livaneli Eröffnungskonzert des Istanbul Jazz Festival mit dem Henning Schmiedt Ensemble 06.06. neu: Uli Beckerhoff Quartett Samstag, 06. Juni 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Dies ist das record release concert der CD Heroes von Uli Beckerhoff's Quartett. Uli Beckerhoff Quartett Uli Beckerhoff - Trompete/Flügelhorn Richard Brenner - Piano Moritz Götzen - Bass Niklas Walter - Schlagzeug Der Trompeter Uli Beckerhoff, mittlerweile emeritierter Professor der Folkwang Hochschule in Essen, hat immer den Kontakt zu jungen Musikern gehalten, was ihn auch stilistisch immer jung erhalten hat. Mit diesem Trio aus hervorragenden gegenwärtigen und ehemaligen Studenten von Folkwang hat er seine neue CD aufgenommen, die gerade beim amerikanischen Dot Time Label erschienen ist. Dieses Konzert findet anläßlich der Veröffentlichung der CD statt. Uli Beckerhoff Seit über 30 Jahren gehört Uli Beckerhoff zu den namhaftesten Trompetern in Europa. Als Trompeter und Komponist ist er auf mehr als 40 LPs / CDs vertreten, viele davon unter eigenem Namen. Er spielte auf nahezu allen großen Festivals in Europa und gastierte für das Goethe-Institut in elf afrikanischen Staaten und ganz Europa. Zusammenarbeit u.a. mit Albert Mangelsdorff, Charlie Mariano, John Scofield, Norma Winstone, John Taylor, Maria João, Adam Nussbaum, Marilyn Mazur, Arild Andersen, Anders Jormin, John Abercrombie, Dave Liebman und Michael Gibbs. Er komponiert Film-, Theater- und Hörspielmusik für diverse Ensembles, Big Bands und Sinfonieorchester. Er arbeitete mit namhaften Regisseuren wie Werner Schroeter, Hans Kresnik und Rudolf Thome zusammen. Er war Professor für Jazztrompete an der renommierten Folkwang Hochschule in Essen und Dozent bei nationalen und internationalen Jazzworkshops. Er war künstlerischer Berater bei der Kulturhauptstadt Europas (Weimar 1999) und ist "artistic director" von jazzahead!, dem großen internationalen Festival und Forum für Jazz in Bremen. www.ulrich-beckerhoff-jazz.com 11.06. Lucerne Jazz Orchestra Donnerstag, 11. Juni 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Mit dem Lucerne Jazz Orchestra kommt eine der interessantesten Europäischen Großformationen in den Sendesaal. Lucerne Jazz Orchestra Karin Meier - Gesang Florian Egli,  Tobias Meier - Altsaxophon Rafael Schilt, Tobias Pfister - Tenorsaxophon Matthias Tschopp - Baritonsaxophon David Blaser, Matthias Spillmann, Martial In-Albon, Aurel Nowak - Trompete Lukas Wyss, Maurus Twerenbold, Silvio Cadotsch, Lucas Wirz - Posaune Dave Gisler - Gitarre Luzius Schuler - Piano Lukas Traxel - Bass Jonas Ruther - Schlagzeug David Grottschreiber - Leitung Vielleicht liegt es am gefährdeten Bankgeheimnis, vielleicht am schwindenden Absatzmarkt für die heimischen Milchprodukte, aber ausgerechnet die beschauliche Schweiz hat eine Jazzszene hervorgebracht, die zunehmend auch als neues «Exportprodukt» international Beachtung findet. Auf diesem Nährboden gedeiht nun seit mehr als acht Jahren auch das Lucerne Jazz Orchestra, besetzt mit vielen Protagonisten der jungen Szene. Das Ergebnis sind vier veröffentlichte CDs, an die 100 Konzerte im In- und Ausland, Kollaborationen mit namhaften Musiker wie Dave Douglas, Hayden Chisholm oder Ohad Talmor, und nicht zuletzt ein ständig wachsendes Repertoire an Eigenkompositionen, die das vielfältige Spektrum dessen abbilden, was Musik für Jazzorchester im 21. Jahrhundert sein kann. So wird auf der aktuellen Tour ein neues Programm präsentiert: zugeschnitten auf die Solisten, dynamisch und wild, aber auch intim und warm – ein Geheimtip aus dem Nachbarland! David Grottschreiber Geboren 1982 bei Hamburg, begann mit elf Jahren Posaune zu spielen und studierte Jazzposaune und Komposition in Hamburg, Rotterdam und Luzern. Er war u.a. Mitglied im Bundesjazzorchester unter der Leitung von Peter Herbolzheimer und studierte u.a. bei Bart van Lier und Nils Wogram, Ed Neumeister, Rainer Tempel, John Hollenbeck und Dieter Ammann. David Grottschreiber wurde mit einer Vielzahl von internationalen Preisen ausgezeichnet; von Stadt und Kanton Luzern erhielt er den Werkbeitrag in der Sparte komponierte Musik. Er unterrichtet als Dozent an der HSLU Musik und arbeitete unter anderem mit dem Sunday Night Orchestra, der Bigband Fette Hupe Hannover, dem Berlin Art Orchestra, dem Metropole Orchestra, dem Swiss Jazz Orchestra und der NDR Bigband. www.ljo.ch Foto©Moritz Bichler 12.06. Bremer Barockorchester Freitag, 12. Juni 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das neu gegründete Bremer Barockorchester gibt sein Debut im Sendesaal. Bremer Barockorchester Edoardo Torbianelli – Hammerflügel „Er ist der Vater, wir sind die Bub’n…“ W.A. Mozart & C.P.E. Bach - zwei Originalgenies W.A. Mozart Adagio & Fuge c-moll KV 546                   Klavierkonzert No.4  G-Dur KV41                  Sinfonia A- Dur No. 21 KV 134   C.P.E. Bach Sinfonia G-Dur Wq 182/1                    Doppelkonzert Es-Dur Wq 47 „…Wer von uns was Rechts kann, hat von ihm gelernt [...].“ So schwärmte Mozart wohl nach seinem Besuch in Hamburg über C.P.E. Bach. Er hatte den damals „großen Bach“ genannten Komponisten am Flügel gehört und war sichtlich beeindruckt. Doch auch er selbst faszinierte mit seiner Kunst bekanntermaßen schon früh Zuhörer in ganz Europa. Hören Sie in diesem Konzert Werke der beiden Superstars des 18.Jahrhunderts, die –innerhalb zweier Jahrzehnte komponiert – sowohl durch „väterliches“ Genie als auch „bübischen“ Erfindungsreichtum gleichermaßen begeistern. Das neu gegründete Bremer Barockorchester stellt sich 2015 mit einer eigenen Konzertreihe erstmals dem Bremer Publikum vor. Unterstützt wird das Orchester durch den vielfach ausgezeichneten italienischen Ausnahmepianisten Edoardo Torbianelli, dessen Konzerte und preisgekrönte CD Einspielungen die internationale Presse immer wieder begeistern. 13.06. Kleine Sommernacht der Lieder Samstag, 13. Juni 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) ....die kleine Schwester der jährlichen Flensburger Kultproduktion „Nacht der Lieder“ um die Hamburger Songwriterin Regy Clasen und den Saxophonisten Richard Wester macht erstmals sommerlich leicht im Sendesaal Station. Regy Clasen - Klavier/Stimme George Nussbaumer - Klavier/Stimme Richard Wester - Saxophone/Flöten Wolfgang Stute - Gitarre/Perkussion Regy Clasen (Klavier/Stimme) -  ist eine der angesehensten Songwriterinnen in Hamburg. Ihre Texte und Lieder gelten als herausragend, tiefgehend und berührend. Dazu hat sie eine Stimme zum Dahinschmelzen. Nicht umsonst gab ihr das Abendblatt den Titel "Hamburger Soul-Perle“. Seit ihrem Album "Wie tief ist das Wasser" auf dem Label "Rintintin Musik" von  Michy Reincke balanciert sie auf dem schmalen Grad zwischen Geheimtipp und nationalem Pop-Act. Sie war im vergangenen Jahr umjubelter Überraschungsgast der Nacht der Lieder. Die Frankfurter Rundschau schreibt: Wenn alles mit rechten Dingen zugehen würde in dieser Welt, dann müsste Regy Clasen kommerziell momentan ganz oben sein. Sie macht das, was eigentlich schwer en vogue ist: Musik mit deutschen Texten, die nicht blöde sind und  stellenweise gar recht klug, dazu eine schwer zu katalogisierende Mischung aus Chanson, Pop und Soul mit einer Prise Jazz. http://www.regyclasen.de George Nussbaumer (Klavier / Stimme )– die „schwärzeste Stimme Österreichs“ wurde einem breiteren Publikum bekannt durch seine Mitwirkung beim Grand Prix International 1996 in Oslo, wo er für Österreich den 10. Platz belegte. Neben seinen Eigenkompositionen interpretiert der  blinde Pianist und Sänger in seiner unnachahmlichen Art Blues-Klassiker von Bob Dylan bis Randy Newman. In Deutschland gilt er als ein echter Geheimtip. www.george.ch Richard Wester (Saxophone / Flöten), zuhause bei Flensburg, ist mit seinem unverwechselbaren Ton und seiner Vita einer der bedeutenden Saxophonisten  des Landes. Er spielte u.a. bei und mit Ulla Meinecke, BAP, Reinhard Mey oder Udo Lindenberg. Seit 1986 hat er 17 eigene CDs veröffentlicht und er komponiert aufwendige Cross-Over-Musiken, so zuletzt die „Medea“ für das Ballett des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters. www.richardwester.de Wolfgang Stute (Gitarre/Perkussion) war lange Jahre künstlerischer Leiter verschiedenster Musicals und Theater, u.a. für das von Heinz-Rudolf Kunze geschriebene Musical zu Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ in den Herrenhäuser-Gärten Hannovers. Der begnadete Akustik-Gitarrist ist seit Jahren Mitstreiter von Heinz-Rudolf Kunze, Purple Schulz oder Matthias Brodowy, mit dem er 2013 den Deutschen Kleinkunstpreis erhielt. www.wolfgangstute.de 14.06. Amaryllis Quartett Sonntag, 14. Juni 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 25 Euro / 10 Euro) "Auf Flügeln des Gesanges" ist das dritte Konzert des Amaryllis Quartetts in seiner eigenen Konzertreihe amaryllis 3x3 betitelt, mit Werken von Mendelssohn, Schumann und Reimann. Amaryllis Quartett Gustav Frielinghaus - 1. Violine
 Lena Sandoz - 2. Violine
 Lena Eckels - Viola
 Yves Sandoz - Violoncello
 Katharina Persicke - Sopran "Auf Flügeln des Gesanges" Mendelssohn: Streichquartett Es-Dur, op. 12 Mendelssohn/Reimann: "… oder soll es Tod bedeuten?" Schumann: Streichquartett a-Moll, op. 41/1 Ganz im Zeichen der Romantik kommt der dritte Abend des Amaryllis Quartetts in dieser Saison „auf Flügeln des Gesanges“ daher und stellt zwei bekannten Streichquartetten von Mendelssohn und Schumann Lieder ebendieser Komponisten gegenüber. Die Bearbeitung dieser Lieder für Streichquartett von Aribert Reimann, geboren 1936, fügt den süßen romantischen Klängen immer wieder ein wenig Gewürz aus dem 20. Jahrhundert bei; die hinzukomponierten Zwischenspiele kosten in den Mendelssohn-Liedern das klangliche Spannungsfeld zwischen 19. und 20. Jahrhundert voll aus. www.amaryllis-quartett.com Eine Veranstaltung der „Freundes des Amaryllis Quartett e.V.“ 17.06. Saltarello: Silver Piano Trio Mittwoch, 17. Juni 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro / 5 Euro) Die halblettische Geigerin Christa-Maria Stangorra überzeugte Kurator Stephan Schrader beim TONALi Grand Prix 2014 so, dass er sie mit ihrem Silver Trio zu Saltarello einlud. Silver Piano Trio Christa-Maria Stangorra - Violine
 Akito Goto - Violoncello
 Susana Gómez Vázquez - Klavier Programm: Ludwig van Beethoven: Trio c-moll op.1/3 Bederich Smetana: Trio g-moll op15
 Maurice Ravel: Trio a-moll
 Die in Deutschland geborene Violinistin und Halblettin Christa-Maria Stangorra erhielt ihre erste Geige mit zweieinhalb Jahren, ihr erstes Konzert von Antonio Vivaldi spielte sie wenig später. Sie war 2011-13 Schülerin von Prof. Berent Korfker an der berühmten 'Purcell School' in London und setzt derzeit ihre Studien in der Violinklasse von Prof. Tanja Becker-Bender an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg fort. Meisterkurse u.a. bei Petru Munteanu, Latica Honda-Rosenberg, Igor Ozim und  Konstanty Andrzej Kulka ergänzten ihre Ausbildung. 2011 war sie Teilnehmerin eines Kammermusik-Projekts (West-Eastern Divan Orchestra) in Berlin und wurde von Daniel Barenboim unterrichtet. Christa-Maria ist Stipendiatin der Bischöflichen Studienförderung „Cusanuswerk“ und wurde im April 2014 in die Studienstiftung des deutschen Volkes aufgenommen. Sie erhält weiterhin ein Stipendium der Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung Herdecke. Zudem wird sie von der Firma Pirastro in Form von Saiten gesponsert und ist TONALi14-Stipendiatin.

Neben dem 1. Preis beim Bundeswettbewerb Jugend musiziert 2013 in der Kategorie Violine solo  gewann sie zahlreiche weitere nationale und internationale Preise. So erspielte sie sich im Mai 2014 den 1. Preis beim Wettbewerb der Elise-Meyer-Stiftung in Hamburg sowie einige Wochen zuvor den Musikpreis der Gesellschaft zur Förderung der Westfälischen Kulturarbeit (GWK) in Münster/ Westf. Im Herbst 2013 errang sie den WESPE-Sonderpreis der Irino-Foundation (Tokyo) für die „Beste Interpretation eines zeitgenössischen Werks“ sowie kurz darauf den 3. Preis beim Internationalen Königin Sophie Charlotte Wettbewerb 2013 in Mirow/ MV. Im April 2013 wurde sie beim Int. Violinwettbewerb „Leopold Mozart“ in Augsburg mit dem Jugendförderpreis ausgezeichnet. 2012 bekam sie ein Diplom beim Int. Balys Dvarionas Violinwettbewerb in Vilnius/ LT ein Jahr zuvor den 2. Preis beim Int. Violinwettbewerb „Young Paganini“ in Legnica/ PL und 2009 erhielt sie eine Förderprämie beim „Internationalen Violinwettbewerb Kloster Schöntal“. Konzertiert hat die junge Violinistin bereits auf zahlreichen nationalen und internationalen Podien: Neben mehrfachen Auftritten in der Londonder Wigmore Hall war sie im Sommer 2013 beim Schleswig-Holstein-Musikfestival zu hören. In den Jahren davor trat sie beim Festival Mecklenburg-Vorpommern auf. Beim Neujahrskonzert 2013 des Staatstheaters Darmstadt spielte sie mit dem Staatsorchester unter der Leitung von GMD Martin Lukas Meister. Sie konzertierte darüber hinaus mit weiteren Orchestern wie der polnischen Kammerphilharmonie sowie mit dem „Jungen Philharmonischen Orchester Niedersachsen“. 2011 gab sie ihr Solo-Debüt mit der Sinfonietta Darmstadt, 2010 ihr Debüt-Recital im Congress Park, Hanau. Beim Landesjugend Sinfonieorchester Hessen ist Christa-Maria für drei Konzerte 2016 unter der Leitung von Nicolás Pasquet engagiert und wird dort das Violinkonzert von Peter Tschaikowski präsentieren. Christa-Maria Stangorra spielt auf einer Violine mit dem Zettel „Giovanni Grancino 1731" aus Schleswig-Holsteinischem Privatbesitz, die ihr freundlicherweise aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt wird. Akito Goto (geb. 1995 in Tokyo/ Japan) erhielt seinen ersten Cello-Unterricht im Alter von fünf Jahren und wurde bereits früh an das „Toho Guakuen College of Drama and Music“ in Tokyo/ Japan aufgenommen, an dem er von Prof. Hakuro Mori unterrichtet wurde, bevor er 2008 an die Purcell School/ London wechselte, wo er von Prof. Pal Banda musikalisch betreut wurde. Seit 2013 studiert er in der Klasse von Prof. Louise Hopkins an der „Guildhall School of Music and Drama“ in London/ UK. Akito hat zahlreiche Preise und Auszeichnungen erhalten, so zuletzt den 1. Preis beim „Windsor and Maidenhead Symphony Orchestra - Young Musicians' Competition“ 2012, mit dessen Orchester er 2013 bereits solistisch mit Prokofievs „Sinfonia Concertante“ auftrat und im Juni 2015 zusammen mit Christa-Maria Stangorra (Violine) das Brahms Doppelkonzert aufführen wird. Er ist Preisträger des „Tunbridge Wells Competition“ 2012 und erhielt als jüngster Gewinner den „Encouragement Award“ der Ishikawa Music Academy. 2008 gewann er den 1. Preis beim „Japan Player's Contest“ in der Kategorie Violoncello, 2007 den „Gold Prize“ als jüngster Teilnehmer des „Izuminomori Junior Cello Contest for Junior High School“ in Tokyo/ Japan, zwei Jahre zuvor den „Silver Prize“. Zudem war er 2009 der jüngste Teilnehmer beim „Concours de violoncelle Rostropovitch“ in Paris. Er nahm an etlichen Meisterkursen teil und erhielt Unterricht von nahmhaften Größen wie Natalia Gutman, Ralph Kirshbaum, Alexander Baillie, Miklos Perenyi, Pierre Doumenge, Robert Cohen, Cyaba Onczai und Colin Carr. 
 Akito führt seit frühem Alter eine rege Konzerttätigkeit sowohl in Japan als auch in England. Er präsentierte sich u.a. mehrfach in der Londoner Wigmore Hall, der Royal Festival Hall, Queen Elisabeth Hall, dem Watford Colosseum und im „Sage Gateshead“ (Newcastle/ UK). 2012 debütierte er in „St. Martin's in the field“/ UK, 2013 trat er beim „Holocaust Memorial Day“ in Hertsmere/ UK auf. In seinem Heimatland konzertierte er mehrfach in der „Hakuju Hall“ sowie in der „Hamarikyu Asahi Hall“/ Tokyo. Susana Gómez Vázquez (geb. 1995 in Alcalá de Henares/ Spanien) studiert derzeit als Stipendiatin an der Royal Academy of Music in London bei Prof. Hamish Milne. Bis 2013 besuchte sie die Purcell School in Bushey/ London, wo sie neben dem Klavierunterricht bei Prof. Patsy Toh auch Kompositionsunterricht bei Simon Spears und Gesangsunterricht bei Tom Marandola erhielt. Susana konnte auf Wettbewerben bereits zahlreiche Erfolge erzielen. So ist sie erste Preisträgerin beim International Piano Competition "Ciutat Carlet", dem “Royal Academy of Music Iris Dyer Piano Competition”, beim “Madrid Junior and Senior Intercentros Hazen Piano Competition” und beim “Chamber Music Hazen Competition”. Zuletzt erhielt sie den “Senior Piano Prize” der Purcell School of Music. Seit 2004 gibt Susana regelmäßig Konzerte in Spanien, Italien und England, darunter mehrmals in der Londoner Wigmore Hall, St. Martin in the Fields, Steinway Hall und anderen. Privatunterricht sowie Meisterkurse besuchte sie bei renommierten Professoren wie Fou Ts’ong, Cristina Ortiz, Tatiana Sarkissova, Julian Martin, Martino Tirimo, Yong-Hi Moon, Kenneth Weiss, Dimitri Alexiev, Mikhail Petukhov, Stephen Montague und Pascal Devoyon. Neben dem konventionellen Repertoire widmet sich Susana besonders der Neuen Musik. So konnte sie bereits mit Komponisten wie Antonio Plaza, Stephen Montague und Oliver Knussen zusammenarbeiten und Uraufführungen bestreiten. Des Weiteren präsentierte sie sich als Ensemble Mitglied mit John Cages “Sonatas and Interludes” im Purcell Room, Southbank/ London. Auch als Komponistin hat Susana bereits für Aufmerksamkeit gesorgt. Ihre Werke wurden u.a. in der Wigmore Hall, der Royal Academy of Music, der Amaryllis Fleming Concert Hall und der Purcell School von Klangkörpern wie dem Milton Keynes Orchestra und dem Aurora Orchester auggeführt. Sie gewann den 1.Preis beim “North London Festival of Music and Drama Senior Composition Competition” und war “highly commended” beim “BBC Proms Inspire Young Composers Competition” (Junior Kategorie). Zuletzt erhielt sie den 1. Preis beim “Purcell School Composition Competition”, worauf ihre Gewinnerkomposition in der Queen Elisabeth Hall uraufgeführt wurde. Die Konzertreihe Saltarello - Ausnahmetalente im Sendesaal wird freundlicherweise gefördert von der Heinz-Peter und Annelotte Koch-Stiftung 19.06. Meret Becker Freitag, 19. Juni 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) Die Schauspielerin und Sängerin Meret Becker präsentiert ihr Programm Deins&Done. Wer CocoRosie mag und Tom Waits, der wird sich auch hier zuhause fühlen,   in   dem   kargen,   spartanischen   Großstadtblues   Meret   Beckers,   der   in   seinem Existenzialismus  bisweilen  klingt  wie  die  akustischen  Einstürzenden  Neubauten. Meret Becker - Gesang, Gitarre , singende Säge Buddy Sacher - Gitarren Uwe Breunig - Perkussion David Gaffney/Christiane Hommelsheim -Backgroundgesang Deins&Done hieß die CD, die Meret Becker 2014 herausbrachte, und so heißt auch das Programm, das sie live präsentiert. Wie ein großer Spannungsbogen reitet „Deins & Done“ die Assoziationen urbaner Sehnsüchte  und  Projektionen  ab,  ist  es  ein  Album,  das  zunächst  angesichts  seiner  Verspielt-­‐ und Direktheit verstören mag, um den Hörer nur wenig später umso gewaltiger in den Bann zu ziehen. Höhepunkt des Albums ist „Grau“, einer der sogkräftigsten Songs, die Meret Becker je geschrieben  hat.  Eine  singende  Säge,  die  Freizeichen  einer  Telefonverbindung  nach  Belgrad, die klagenden Töne einer mit dem Bogen gespielten Gitarre, Merets Gesang und ein Gedicht, vorgetragen von Lenn Kudrjawizki in russischer Sprache, verdichten sich zu einer Kunstmusik, die für die Ewigkeit gemacht scheint. Produziert wurde „Deins & Done“ neben Meret Becker wieder von Buddy Sacher, Ingo Krauss und Thomas Stern in Berlin. Das sind genau die musikalischen Wegbegleiter, die schon immer dabei waren, in diesem Sinne ist dieses Album eine Family Affair. 20.06. residenz@sendesaal: Das Bremer Konzert Samstag, 20. Juni 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) Wie jedes Jahr laden die beiden Kuratoren Tanja Tetzlaff und Florian Donderer zum Abschluss der Saison Bremer Kammermusikfreunde auf ein residenz-Konzert ein: Marco Thomas - Klarinette Florian Donderer, Hozumi Murata - Violine Annette Stoodt - Viola Tanja Tetzlaff, Benjamin Stiehl - Violoncello Programm: Johann Nepomuk Hummel: Quartetto Es - Dur Younghi Pagh - Paan: Man- am 1 Johannes Brahms - Klarinettenquintett h-Moll op 115 "Wie in jeder Saison gibt es auch in diesem Jahr wieder ein " Bremer Konzert " mit Instrumentalisten aus dem großen Pool von wunderbaren Musikern, die in Bremen leben und normalerweise in unterschiedlichen Formationen spielen. Diese Tradition knüpft an die Zeit an,als der Sendesaal höchst gefährdet war und kurz vor dem Abriss stand und immer wieder Musiker aus Bremen durch Konzerte und Aktionen darauf hinwiesen , dass der Sendesaal ein unverzichtbarer und fantastischer Ort für das Musikleben in der Region ist und bleiben muss. Wir haben damals festgestellt , wie schön es ist, miteinander Musik zu machen und wollen das auch in Zukunft in diesem Rahmen aufrecht erhalten!!" Tanja Tetzlaff und Florian Donderer Mit freundlicher Unterstützung der Heinz-Peter und Annelotte Koch- Stiftung 23.06. Quercus Dienstag, 23. Juni 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Nach ihrem letztjährigen Erfolg kommt die großartige Folksängerin June Tabor erneut in den Sendesaal - in Begleitung ihrer Kollegen Huw Warren - Piano und Iain Ballamy - Saxophone. Folk at its best! June Tabor - Gesang Huw Warren - Piano Iain Ballamy - Saxophone "Quercus" heißt "Eiche"  auf lateinisch - und die Wurzeln dieses Baums reichen tief in die britische Folkmusik hinab, seine Zweige und Blätter aber richten sich aufwärts, um jazz-inspiriertes lyrisches Improvisieren zu umfassen. Das Trio featured die großartige englische Folksängerin June Tabor, die mit ihrer dunklen Stimme die emotionale Essenz einer Ballade auf fast schon unheimliche Art zu verstärken vermag: "Je älter ich werde, desto mehr verstehe ich die Tiefe der Sorgen und Freuden, die einen Song ausmachen", hat sie einmal gesagt. Am schönsten hat Elvis Costello seine Wahrnehmung ausgedrückt: „Wenn du June Tabor nicht zu schätzen weißt, solltest du aufhören, Musik zu hören.“ Tabor wurde 2012 mit einem BBC Folk Award als Sängerin des Jahres ausgezeichnet. Überfällig nach fast 40-jähriger Karriere. Mit dem walisischen Jazzpianisten und Komponisten Huw Warren arbeitet sie bereits seit vielen Jahren zusammen, mit dem englischen Saxophonisten Iain Ballamy spielte sie erstmals 2004 anlässlich eines Auftritts beim JazzFest Berlin. Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
17x
yasni 27.05.15  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im Mai

Liebe Freunde des Sendesaales, .... und schon ist bald der Mai gekommen. Zeit, Sie vorher über unsere Veranstaltungen im Wonnemonat zu informieren. Sollten Sie um Pfingsten herum in Bremen sein, finden Sie bei uns ein reichhaltiges Konzertangebot, u.a. allein 4 Abende mit herausragenden Musikern aus den benachbarten Niederlanden, am 8.5. das Ensembe Fugara mit eher kontemplativer  Musik (als Gast dabei die Sängerin Simin Tander),  am 13. das Kollektiv Batik um den Pianisten Wolfert Brederode, am 14. ein Solokonzert mit der eindrucksvollen Harfenistin Lavinia Meijer u.a. mit Musik von Ludovico Einaudi, und am 29. das Trio des Pianisten Rembrandt Frerichs. Oder noch als kleiner Extratipp für den 9. Mai die sehr unterhaltsame österreichische Klarinettenkapelle Faltenradio. Nähere Informationen zu diesen und 7 weiteren Veranstaltungen finden Sie weiter unten. Kommen Sie gerne und zahlreich! Für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze Es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass die Verweilqualität vor und nach den Konzerten im Sendesaal sich durch das öffentliche Restaurant Geerdes am Sendesaal sehr erhöht hat. Geben Sie sich die Zeit. Ein Besuch lohnt sich. Das Geerdes ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Inhalt 06.05. Lutz Görner, Nadia Singer: Eine italienische Nacht 08.05. FUGARA feat: Simin Tander 09.05. Faltenradio 10.05. salonorchesterweimar 13.05. Musik aus Holland: Batik 14.05. Lavinia Meijer, Harfe 16.05. Rohrer/Erdmann/Möbus/Courtois 21.05. Saltarello: Alexander Kim 22.05. Cyminology 23.05. Shai Maestro Trio 29.05. Rembrandt Frerichs Trio 30.05. Sinfonia Insieme: Eindeutig Vielfältig 06.05. Lutz Görner, Nadia Singer: Eine italienische Nacht Mittwoch, 06. Mai 2015 | 19:30 Uhr | Tickets 28 Euro Nach ihrem erfolgreichen Beethovenabend im November letzten Jahres kehren der Rezitator Lutz Görner und die Pianistin Nadia Singer mit einer italienischen Nacht in den Sendesaal zurück. Eine italienische Nacht Musik und Texte von Rossini, Bellini, Liszt, Donizetti u. Boccaccio Lutz Görner – Rezitation Nadia Singer – Klavier NADIA SINGER Nadia Singer wird, wie bei den Beethovenabenden, auch mit „Italien“ das Publikum zum Staunen, zum Lächeln und zum Jubeln bringen. Nadia Singer, die seit zwei Jahren in Weimar lebt, kommt aus Rostow am Don, wo sie auch studierte und ihr Konzertexamen abgelegt hat. Betreut wird die junge Künstlerin vom berühmten St. Petersburger Pianisten und langjährigem Professor an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar, Grigory Gruzman, der sie innerhalb eines Jahres zum ersten Preis beim internationalen Rachmaninow-Wettbewerb in Frankfurt/M. geführt hat. Die Presse schrieb: „ Ihre ausgeprägte Musikalität verbindet Nadia Singer mit technischer Perfektion. Sie spielt kraftvoll, sinnlich, bildhaft, frech-frivol, spannungsreich, anregend, fantasievoll und virtuos.“ LUTZ GÖRNER Der ehemalige Rezitator versucht seit vier Jahren auch auf musikalischem Gebiet, seinen Zuhörern Freude zu bereiten und Klavierabende wieder für viele attraktiv zu machen. Nach Abenden mit Liszt, Chopin, Wagner und Beethoven hat er die Highlights der italienischen Musik ausgewählt und wird Franz Liszts Briefe aus und über Italien lesen. Ein Ereignis ganz besonderer Art im Zusammenspiel mit Nadia Singer. Eine Veranstaltung der Konzertagentur Karin Kulmer 08.05. FUGARA feat: Simin Tander Freitag, 08. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Kontemplative Musik aus Europa mit Paul van Kemenade (NL, Altsax), Tom Arthurs (UK, Trompete), Stevko Busch (D, Piano) und Markku Ounaskari (FI, Schlagzeug). Als Gast dabei: die Sängerin Simin Tander. Aus der Stille des Sendesaales heraus. FUGARA Tom Arthurs - Trompete Paul van Kemenade - Saxophon Stevko Busch - Piano Markku Ounaskari - Schlagzeug als Gast: Simin Tander - Gesang Fugara 1. (sufi): Menschen die nichts besitzen – und von nichts besessen sind 2. Orgelregister mit dem Klang einer Hirtenflöte Das Glühen im Zentrum Artikel von Henning Bolte Das Quartett des Pianisten Stevko Busch macht Musik mit Einflüssen aus unterschiedlichsten östlichen und westlichen Quellen, die von ihm und den anderen Musikern wohlerwogen gewählt und transformiert werden. Der Pianist erscheint eher als zurückhaltender Musiker, der seine Aufgabe hauptsächlich darin sieht, bei seinen Mitmusikern etwas auf den Weg zu bringen, das diese zum Strahlen bringt und das Zentrum der Musik zum Glühen. Sein Duo mit dem vielseitigen Altsaxofonisten Paul van Kemenade bietet die Keimzelle für die Art der Musik, die auf dem Album CONTEMPLATION zu hören ist. Busch und Van Kemenade verbinden hier die Spiritualität von Abdullah Ibrahims Musik mit der Inbrunst und Versunkenheit orthodoxer Klänge Russlands und anderer östlicher Quellen. Brachte Busch dabei Van Kemenade in eine neue Richtung, so öffnete Van Kemenade der Musik mit seinem bewegenden Saxofonton weiterreichende Klanghorizonte. Hieraus ergab sich eine natürliche Verbindung zu zwei Musikern, von denen jeder auf seine Weise diesen Horizonten Kontur verleihen kann und die Klanglandschaft in zusätzliche wunderbare Lichtschattierungen tauchen lässt. Dies gilt auf Bläserseite für den subtilen und beweglichen Trompetenklang von Tom Arthurs sowie auf der Seite der perkussiven Farbgestaltung für das melodiegerichtete Schlagzeug von  Markku Ounaskari. Beide Musiker tauchen hier in einen musikalischen Zusammenhang ein, der offen für wechselseitige Tönung ist. Diese entsteht aus den verschiedenen Komplementaritäten, etwa der beiden Bläserstimmen oder von Linienführung und Einbettung. Seit seinem Debut 2011 mit Markus Stockhausen hat FUGARA auf internationalen Festivals Erfolge gefeiert. Seit 2014 hat  der jüngere Tom Arthurs dessen Part übernommen, und erweitert damit das Spektrum der Gruppe mit seinem Spiel und seinen Kompositionen um feine Nuancen. 09.05. Faltenradio Samstag, 09. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Aus Österreich kommt diese so hochprofessionelle wie lustig kurzweilige Kapelle von Klarinettisten. Entertainment vom Feinsten! Faltenradio ist übrigens kein Radio zum Falten sondern ein anderer Ausdruck für Ziehharmonika - und die gibt es neben all den Klarinetten auch zu hören. FALTENRADIO Alexander Maurer- Klarinette, Baßklarinette, Harmonika, Perkussion Alexander Neubauer- Klarinette, Bassetthorn, Baßklarinette, Harmonika Stefan Prommegger - Gesang, Baßklarinette, Klarinette, Harmonika Matthias Schorn - Klarinette, Perkussion, Harmonika Lukas Beck - Fotos und Regie Klarinetten, wunderschön gespielt, berühren Sie wie menschliche Stimmen, singen klar und fein, tanzen virtuos und dann … ... dann setzt ein Faltenradio ein…und dann noch ein Faltenradio. Wild und gefährlich, romantisch und edel. Die vier jungen Männer wissen, was Stil hat, darum haben sie sich für ihr erstes Programm auch in einem Elektroboot ablichten lassen. Aber das ist eine andere Geschichte. Wer etwas über Musik weiß, kann bei Faltenradio noch mehr erfahren, miterleben und sogar ein Quiz gewinnen. Wer nichts von Musik versteht, genießt und lernt und genießt. (Regisseur Lukas Beck über Faltenradio) Kritiker und Zuhörer geraten bei Auftritten von Faltenradio gleichermaßen ins Schwärmen. Von „Musikantentum im allerbesten und allerersten Sinne“ ist die Rede, von „Musik, die in keine Schublade passt“ oder von einem „Flirt mit der Musikgeschichte, der anregender nicht sein hätte können“.Wieso hat das österreichische und deutsche Publikum über Jahrzehnte warten müssen, bis sich vier junge Burschen all den Themen, die Bildungspolitikern und Feuilletonjournalisten seit vielen Jahren unter den Nägeln brennen, annehmen? Zum Glück sind sie jetzt ja da, die vier Multiinstrumentalisten aus Salzburg und der Steiermark.Mit ihren bisher zwei Bühnenprogrammen „Faltenradio“ (2009) und „ZOO“ (2012) setzen sie völlig neue Maßstäbe. Die Instrumente werden gewechselt wie die Hemden, die vier Musiker sind eben alles: Kabarettisten, hochbegabte und gut ausgebildete Musikanten, in Volkstänzen bewanderte Akrobaten und allesamt Comedians, die für eine gute Bühnenshow die seltsamsten Positionen einzunehmen bereit sind.Gefeierte Auftritte führten die vier Musiker in den Wiener Musikverein, ins Wiener Konzerthaus oder ins Wiener Radiokulturhaus. Auf Reisen gastiert Faltenradio bei renommierten internationalen Musikfestivals wie Rheingau Musikfestival, Luzern Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Festival Allegro Vivo, Attergauer Kultursommer, Drumherum Regen, Horizonte Landeck, Güssinger Kultursommer, PalmKlang Oberalm oder Diabelli Sommer Mattsee. Faltenradio hat verstanden, dass die Volksmusik es wert ist, auf die  Bühne gebracht zu werden. Musik ist nicht weniger wichtig, nur weil sie aus der Tradition stammt. Und klassische Musik wird durchaus befruchtet und neu beleuchtet, wenn sie sich neben Jazz oder Klezmer platzieren kann. In diesem Sinne ist Faltenradio ein Ensemble mit im wahrsten Sinne des Wortes vier Global Playern, die an das Phänomen Musik glauben! „They serenaded, jazzed and rocked the Mozartsaal – always at the highest professional level.“ (ConcertoNet.com, Juni 2012) Faltenradio sind: ALEXANDER MAURER - Klarinette, Baßklarinette, Harmonika, Perkussion geboren 1985 in Salzburg – Musikstudien in München und Linz Unterrichtstätigkeit im Fach Diatonische Harmonika Moderator und Volksmusikant aus Leidenschaft ALEXANDER NEUBAUER - Klarinette, Bassetthorn, Baßklarinette, Harmonika geboren 1976 in der Steiermark – Musikstudien in Graz und Wien Klarinettist und Bassklarinettist der Wiener Symphoniker Genießer und Volksmusikant aus Leidenschaft STEFAN PROMMEGGER - Gesang, Baßklarinette, Klarinette, Harmonika geboren 1982 in Salzburg – Musikstudien in Salzburg und Linz Unterrichtstätigkeit am Musikum Salzburg Allrounder und Volksmusikant aus Leidenschaft MATTHIAS SCHORN - Klarinette, Perkussion, Harmonika geboren 1982 in Salzburg – Musikstudien in Salzburg und Wien Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker Workaholic und Volksmusikant aus Leidenschaft LUKAS BECK - Fotos und Regie geboren 1967 in Wien – freischaffender Künstler Lichtbildner und Regisseur aus Leidenschaft 10.05. salonorchesterweimar Sonntag, 10. Mai 2015 | 17:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 9 Euro) Berlin - Paris - San Francisco Das salonorchesterweimar setzt vielen bekannten, während des NS-Regimes vertriebenen oder ermordeten jüdischen Künstlern ein musikalisches Denkmal von wunderbarer Leichtigkeit. salonorchesterweimar: Boris Raderschatt - Gesang Justyna Niznik - Violine Franziska Frolik - Violine Klaus Wegener - Klarinette/Saxophon Stefan Rauschelbach - Klavier Martin Lentz - Kontrabass Jürgen Schneider - Schlagzeug Regie: Dominik Wilgenbus Eine unglaubliche Anzahl großartiger jüdischer Künstler ist während der NS-Herrschaft ermordet, ins Exil getrieben und ihrer Heimat, der deutschen Sprache, beraubt worden. Einer dieser fantastischen Textdichter war Fritz Löhner Beda, der unvergessenen Gassenhauern wie 'Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren' oder 'Ausgerechnet Bananen' den sprachlichen Odem einhauchte. Neben Schlagern von Interpreten wie Kurt Gerron, der in den zwanziger Jahren der erste Mackie Messer in Brechts Dreigroschenoper war, erklingen auch Melodien von Walter Jurmann, der als Person fast vergessen ist. Nicht so aber seine Lieder: 'San Francisco', die Hymne der kalifornischen Metropole und 'A message from the man in the Moon', welches Josephine Baker sang, werden vom salonorchesterweimar neu interpretiert. Unter den großartigen Komponisten, die Deutschland verlassen mussten, fanden sich aber auch bekannte Namen wie Friedrich Hollaender, Georg Kreisler und Werner Richard Heymann. In einer bunten, kontrastreichen und ebenso mitreißenden wie bewegenden Reminiszenz erinnert das salonorchesterweimar an diese kreativen Künstler, um ihnen ein musikalisches Denkmal zu setzen. Ohne Schwermut, sondern mit der Leichtigkeit und dem Charme jener wunderbaren kleinen Kunstwerke, die jedem Hörer noch immer ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Begleiten Sie das salonorchesterweimar auf seiner musikalischen Reise von Berlin bis nach San Francisco. Eine Veranstaltung von salonorchesterweimar 13.05. Musik aus Holland: Batik Mittwoch, 13. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das neue Kollektiv um den Pianisten Wolfert Brederode und den Schlagzeuger Joost Lijbart bringt meditative Musik in der Sendesaal. Batik Joost Lijbaart – Schlagzeug/Perkussion Wolfert Brederode - Piano Ed Verhoeff - Gitarre 
 Mark Haanstra - Bass Batik ist ein neues Kollektiv, das hervorgegangen ist aus dem Duo Lijbart und Brederode, welches bereits seit 2005 zusammenspielt. Wobei die Verschmelzung der Instrumente miteinander bei Batik eine neue Dimension gewinnt. Das zeigt sich auf dem neuen Album Headland, das inspiriert wurde von der Stoffkünstlerin Claudy Jongstra, die auf sehr spezielle Weise mit Wolle und Pflanzen und nur mit ihren eigenen Händen  durch filzen sehr lebendige Wandteppiche  herstellt. Es gibt kein besseres Symbol für das, worum es bei Batik geht. Das sagt die Presse über Headland ... The new quartet delivers a beauty of an album .. (4 Sterne, Jasper Jan Tamboer, Parool) …Just wonderful ... (4 Sterne, Gijsbert Room, De Volkskrant) So subtle ... and played with nuance that you get butterflies in your stomach ... (Mattie Poels, Music Frames) ... ein Fest für die Ohren ... (5 Sterne, Dutch Dagblad) 14.05. Lavinia Meijer, Harfe Donnerstag, 14. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Die niederländische Starharfenistin mit koreanischen Wurzeln, Lavinia Meijer, hat schon die Komponisten Philip Glass und Ludovico Einaudi mit ihren Bearbeitungen von deren Kompositionen ins Staunen gebracht. Lavinia Meijer - Harfe spielt Werke von Philip Glass, Erik Satie, Ludovico Einaudi u.a. Lavinia Meijer wurde 1983 in Korea geboren und 1985 von einer holländischen Familie adoptiert. Mit 9 Jahren begann sie Harfe zu spielen, zwei Jahre später studierte sie bereits am Konservatorium in Utrecht und später in Amsterdam. Sie gewann diverse Wettbewerbe in den USA, Frankreich, der Schweiz, Israel und Österreich und konzertiert in den großen Sälen der Welt wie der Carnegie Hall in New York oder dem Musikvereinssaal in Wien. Im Dezember 2014 debütiert sie in der Berliner Philharmonie. Neben dem klassischen Harfenrepertoire experimentiert Lavinia Meijer mit elektronischer Musik, Theatermusik, klassischer Moderne, Jazz und Pop. Einige Komponisten haben ihr Kompositionen gewidmet und Komponisten wie Philip Glass oder Tan Dun preisen ihre hohen technischen Fertigkeiten. Sie erreicht durchaus ein junges Publikum und spielt im traditionellen Concertgebouw in Amsterdam ebenso gerne wie im Rockschuppen Paradiso. 2009 bekam sie in Holland die höchste Auszeichnung für klassische Musiker, den Dutch Music Prize. 2011 folgte der Edison Award für ihr Album Fantasies & Impromptus. Ebenfalls 2011 unterstützte der Komponist Philip Glass persönlich Lavinias Einspielungen seiner Kompositionen für die CD Metamorphosis/The Hours, die höchstes Lob in der Presse erntete und Platinstatus erreichte. Im Funkhaus Nalepastrasse/Berlin nahm der renommierte Tonmeister Andreas Neubronner Lavinia’s CD Passagio mit Kompositionen von Ludovico Einaudi auf. Er produzierte dort auch das aktuelle Album Voyages mit Stücken von Maurice Ravel, Claude Debussy, Érik Satie und Yann Tiersen, das im März 2015 erscheint. 16.05. Rohrer/Erdmann/Möbus/Courtois Samstag, 16. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Der Schweizer Schlagzeuger Samuel Rohrer kommt in den Sendesaal zurück, um mit dem Saxophonisten Daniel Erdmann, dem Gitarristen Frank Möbus und dem Cellisten Vincent Courtois seine neue Produktion „Eleven Songs About Real Utopia“ vorzustellen. Daniel Erdmann -Saxophon Frank Möbus - Gitarre Vincent Courtois - Violoncello Samuel Rohrer - Schlagzeug Dieses Quartett setzt auf den reichhaltigen Schatz der jeweiligen musikalischen Erfahrungen seiner Mitglieder: Rocksounds, Jazzfeeling, Popmusik, Freie Improvisationen ebenso wie klassische Kompositionen - alles braut sich zusammen und führt klanglich organisch zu einer eigenwilligen stilistischen Synthese. Daniel Erdmann spielt sein Saxophon in der ihm eigenen Vielfalt bei doch klarer Identität. Cellist Vincent Courtois wechselt ebenso so schnell von Bogen zu Pizzicato wie von Basslinien zur Melodieführung. Frank Möbus jagt seine Gitarre durch ein ganzes Arsenal von Effektgeräten zu sphärischen Klängen oder heulenden Rocksounds. Co-Leader Samuel Rohrer steuert einige einfallsreiche Kompositionen zum Bandrepertoire bei. Er behandelt sein Schlagzeug als weit mehr als nur rhythmisches als ein melodisches Instrument, das alle dynamischen Möglichkeiten auslotet und sich elastisch und stets punktgenau in den Bandklang einbringt. Ulrich Steinmetzger schreibt zu dem neuen Album Eleven Songs About Real Utopia, das am 17. April 2015 erscheint: Auf dieser wieder imponierenden und nun schon dritten CD schreiben Daniel Erdmann, Samuel Rohrer, Frank Möbus und Vincent Courtois ihre schweizerisch-französisch-deutsche Geschichte fort. Diese Band ist ein Glücksfall. Ihr Spektrum ist breit, es setzt auf Gemeinschaft und nicht auf das Selbstdarstellerische des Einzelnen. Es ist eine gute Nachricht, dass die Band ihr Konzept schlüssig weiterentwickeln konnte. Mal schwelgerisch schwebend, dann wieder enorm zupackend, immer wach und fintenreich und voll von musikalischem Raffinement lädt das in offene Räume ein, die ausgeschritten und bedachtsam gefüllt werden. Die ersten beiden CDs hatten das Schwebende von Wolken im Titel als schöne Metapher für diese Klänge, in denen sich Komposition und Improvisation die Waage halten. Grunge-Einflüsse kann man ebenso hören wie ein kammermusikalisches Cello, auf- und abschwellende Gitarrenmorsezeichen ebenso wie ein emanzipiertes Schlagzeug als Melodieinstrument, das Saxofon kann Rhythmusfunktion übernehmen, aber auch erdig losgehen. Und vor allem spielt diese betörende Band nie am Hörer vorbei. Nun geht es um reale Utopien und den Sound dafür. Es geht nicht darum, ob der nun Jazz, Rock, Pop oder moderne Klassik heißt. Das tritt hinter das Staunen über diese ausgreifende und doch konzise Musik zurück. Es zählt der Gruppenklang, der sich mit erstaunlicher Tiefenschärfe entfaltet, immer schlüssiger wird und in unverbrauchter Weise Stimmungen, Nuancen und Details zum Abheben bringt, ohne allerdings die Bodenhaftung zu verlieren. Die Elastizität dieser mit Drive und Dramaturgie geknüpften Geflechte ist enorm, der Bandorganismus hat etwas Magisches. Aufgerauter Impressionismus in einer unverwechselbaren Formensprache: Jeder der Beteiligten ist in diversen Kontexten als außergewöhnlicher Instrumentalist gefeiert worden. Diese Musik hat das zur Voraussetzung, ohne es ausstellen zu müssen. Sie definiert auf wundersame Art dieses Mehr, das nur gute Kunst zu erzeugen vermag, und muss sich dabei nicht aufdrängen, viel zu bewusst ist sie sich ihrer Mittel. „Ungeahnte tonale Möglichkeiten“, bescheinigte ein Kritiker dem Debüt von 2011, ein anderer hörte „eigentümliche, bei aller Zartheit fesselnde Musik“ als „H.henflüge der verschiedensten Arten“, als „Ereignis“, als „enorm abwechslungsreiche  Gruppenverschränkungen. Erdig, detailprall, rockig, zeitgemäß.“ Der Hörer sei eingeladen, „sich von den coolen Songs das Herz wärmen zu lassen“. Exakt darum geht es. 21.05. Saltarello: Alexander Kim Donnerstag, 21. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro / 5 Euro) Den Saltarello Preis beim TONALi Grand Prix 2014 in Hamburg erhielt der koreanische Geiger Alexander Kim. Dies ist sein Preisträgerkonzert. Alexander Kim - Violine Boris Kusnezow - Piano Programm: Johannes Brahms: 3. Sonate Claude Debussy: Sonate Franz Waxman: Carmen-Fantasie u.a. Alexander Kim wurde 1992 in Südkorea geboren, kam 1996 nach Deutschland und hatte im Alter von 6 Jahren seinen ersten Geigenunterricht bei Herrn Houssam Mayas an der Westfälischen Schule für Musik in Münster. Von 2002 bis 2013 war er Jungstudent an der Musikhochschule in Münster bei Prof. Helge Slaatto. Seit 2013 ist er Student bei Prof. Antje Weithaas an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Weitere musikalische Akzente erhielt er durch Meisterkurse bei Rainer Kussmaul, Ana Chumachenko und Zakhar Bron. 2007 konnte Alexander Kim bei einem Jugendwettbewerb in Kopenhagen, ausgeschrieben von der dänischen Tageszeitung Berlinske Tidende, eine Goldmedaille gewinnen und wurde beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert in der Kategorie Alte Musik mit dem 1. Preis ausgezeichnet. 2010 gewann er beim Bundeswettbewerb „Jugend Musiziert“ in Lübeck den ersten Preis in der Kategorie Violine Solo. Ausserdem erhielt er im September 2012 den Förderpreis Rising Stars des Initiativkreises Mönchengladbach. Auf Empfehlung der Deutschen Stiftung Musikleben spielte er im Sommer 2012 beim Rheingau Musik Festival. 2014 war er Finalist beim „Tonali Grand Prix“ in Hamburg und erhielt zudem den saltarello-Preis. Boris Kusnezow Der Durchbruch des Pianisten Boris Kusnezow begann 2009 mit dem Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs. Zwei Jahre später feierte er sein Debüt in der Carnegie Hall und wurde für eine beeindruckende Interpretation („most impressive interpretation“) von der New York Times hoch gelobt. Boris Kusnezow erhielt erste Preise beim Steinway-Wettbewerb in Hamburg und in Berlin. 2009 war er Preisträger beim internationalen Wettbewerb Concours Grieg in Oslo und beim KlavierOlymp im Rahmen des Kissinger Sommers. 2011 wurde er mit dem ersten Pianistenpreis beim „Paula-Salomon-Lindberg“-Wettbewerb in Berlin ausgezeichnet. Im Jahr 2012 erhielt Boris Kusnezow gemeinsam mit der Geigerin Byol Kang ein Fellowship des renommierten britischen Borletti-Buitoni Trusts. Boris Kusnezow wurde 1985 in Moskau geboren und erhielt seinen ersten Klavierunterricht an der traditionsreichen Gnessin-Akademie. Seit 2004 studiert er bei Prof. Bernd Goetzke an der Musikhochschule Hannover. Dazu ergänzt Boris Kusnezow seine Ausbildung durch ein Studium der Liedbegleitung und Kammermusik bei Prof. Jan Philip Schulze und Prof. Markus Becker. Seine Konzerte führten Boris Kusnezow in zahlreiche europäische Länder sowie nach Asien, die USA und Südafrika. In Deutschland trat er unter anderem im großen Saal der Laeiszhalle Hamburg, im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, im Prinzregententheater sowie im Gasteig München und in der Berliner Philharmonie auf. Boris Kusnezow ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben sowie der Studienstiftung des deutschen Volkes. 22.05. Cyminology Freitag, 22. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das Quartett aus Berlin um die persischstämmige Sängerin Cymin Samawatie präsentiert seine neue CD Phoenix und bringt als Gast den Bratschisten Martin Stegner von den Berliner Philharmonikern mit. Cyminology Cymin Samawatie - Gesang Benedikt Jahnel -­ Piano Ralf  Schwarz -­ Bass    Ketan Bhatti -­ Schlagzeug Special Guest: Martin Stegner -­  Viola (Berliner Philharmoniker) Das Berliner Quartett Cyminology verbindet persische Lyrik und kammermusikalische, zeitgenössische Musik: Ost und West, Alt und Neu in berührender Synthese. Die subtile, doch dynamische und sanft pulsierende Musik der Gruppe (gegründet 2002) entsteht aus dem Klang der persischen Sprache heraus. „Phoenix“ (Frühjahr 2015) ist bereits die dritte Veröffentlichung der Band für das Münchner Label ECM. Cyminology wird auf diesem Album bereichert durch Gastmusiker Martin Stegner (Viola, Berliner Philharmoniker), der auch als special guest bei diesem Konzert dabei sein wird. In den Kompositionen von Cymin Samawatie verschmelzen die Klangfarben des Impressionismus mit der Lebendigkeit des zeitgenössischen Jazz. Sie vereint neue Kompositionsstrukturen mit Kammermusik, freie Improvisationen und Minimalismus mit persischer Lyrik von Rumi, Hafis und Khayyam. Das neue Album „Phoenix“ widmet sich vor allem der persischen Dichterin des 20. Jahrhunderts Forough Farrokhzaad. Cyminology erschafft einen Raum, in dem sich postmigrantische europäische Kultur in Musik und Poesie ausdrückt. Es ist ein spannungsreiches Erlebnis, Cyminology live zu hören und die einfühlsame Interaktion des Ensembles zu erleben. 23.05. Shai Maestro Trio Samstag, 23. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das Trio des israelischen Pianisten Shai Maestro, das im letzten Jahr bei der jazzahead! für Furore sorgte, mit neuem Album unterwegs. Shai Maestro Trio Shai Maestro – Piano Jorge Roeder – Bass Ziv Ravitz – Schlagzeug Als besonders spielfreudiger und einfallsreicher Pianist sorgt der in New York lebende Israeli Shai Maestro bereits in der Band des Bassisten Avishai Cohen international für großes Aufsehen. Nach fünf gemeinsamen Jahren auf den großen Bühnen der Welt trat er 2011 mit seinem eigenen Trio ins Rampenlicht und präsentierte sein Debüt-Album beim renommierten französischen Label Laborie Jazz. Shai Maestro, Jahrgang 1987, lernte ab fünf Jahren Klavier, gewann während und nach seinem Studium in Israel mehrere wichtige Preise sowohl für klassisches als auch Jazz-Piano und kommt nach seinem Studienabschluss mit einem Stipendium nach New York. Das junge Trio mit Musikern aus Brooklyns aktueller Jazzszene, seinem Landsmann Ziv Ravitz  (Zusammenarbeit  u. a. mit Lee Konitz,  Joe Lovano, Florian Weber und  Nicolas Simion) und dem peruanischen Bassisten Jorge Roeder (Zusammenarbeit u. a. mit Gary Burton, Roy Haynes, Steve Lacy und Kenny Werner) bereichert die Tradition des klassischen Jazz-Trios mit vielen eigenen Ideen. Ein starker Fokus auf dem Rhythmus und die vielschichtige Dynamik zeichnen sein Klavierspiel aus. Seine Musik verbindet Pop, Jazz und Improvisation. 
 Shai Maestro wurde international als eines der ganz großen neuen Glanzlichter unter den Jazz-Piano-Virtuosen gefeiert und bereits in 20 Länder eingeladen, um seine Musik zu präsentieren, u. a. bei den großen internationalen Jazzfestivals in  Paris (Jazz à la Villette und St.- Germain des Près), Marciac Jazz Festival, Nice Jazz Festival, Limoges (Festival Eclat d´Email), Chamonix (Cosmos Jazz Fest), Venezia Jazz Festival, Verona (Cantine dell´Arena), Padova Jazz Festival, Stockholm (Skansen Festival), Athen (Municipal Jazz Festival), Madrid Jazz Festival, JazzFestBrno, Ostende (Festival Storm), Saarbrücken (Jazz-Syndikat Festival), Jazzkaar Festival (Tallin, Estland), Montreal Jazz Festival, Sao Paulo (Jazz nos Fundos) und Belo Horizonte (Savassi Festival). Shai Maestros im Herbst 2013 vorgelegtes zweites Album „The Road To Ithaka stellte er im Herbst 2013 und Frühjahr und Sommer 2014 in Europa, Nordamerika und Japan auf großen mehrwöchentlichen Release-Tourneen vor. Das dritte Album des Trios wird im März 2015 ebenfalls wieder bei Laborie Jazz erscheinen. 29.05. Rembrandt Frerichs Trio Freitag, 29. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Zum wiederholten mal im Sendesaal: das Trio des lyrischen Pianisten Rembrandt Frerichs aus den Niederlanden. Rembrandt Frerichs Trio Rembrandt Frerichs - Piano Guus Bakker - Bass Vinsent Planjer - Schlagzeug Rembrandt Frerichs ist ein Pianist mit weitem Horizont. Er ist vertraut mit der amerikanischen Jazztradition, will aber ausgetretene Pfade vermeiden. Es inspiriert ihn sowohl die klassische europäische Musik als auch seine Leidenschaft für arabische Musik, die er in einem 2-jährigen Ägyptenaufenthalt entwickelte. Der jetzt 34-jährige machte mit 23 sein Debut beim North Sea Festival und studierte sowohl in New York als auch in Holland. Bereits sein Debutalbum 2007 wurde für den Edison Award nominiert. 30.05. Sinfonia Insieme: Eindeutig Vielfältig Samstag, 30. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 10 Euro (ermäßigt 10 Euro / 5 Euro) Hochschulorchester der HfK Bremen Solisten:  Han Tol, Harrie Starreveld und andere Leitung:    Thomas Klug Das Semesterkonzert des Hochschulorchesters der HfK Bremen steht unter dem Motto 
„eindeutig vielfältig“. 
Als Orchesterwerk wird die fünfte Sinfonie von Franz Schubert erklingen, die Flötisten Han Tol und Harrie Starreveld werden ein Doppelkonzert von Telemann spielen. Es gibt Jazz und auch noch ein zeitgenössisches Werk. Das genaue Programm finden Sie auf unserer Website www.sendesaal-bremen.de unter Konzerte. Eine Veranstaltung der Hochschule für Künste Bremen Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 30.04.15  +  

Schuldenschnitt für Griechenland! Rückzahlung des Nazi-Zwangskredits / Begleichung der griechischen Reparationsschäden

Der Entschluss zu dieser Plattform wurde am 13. März 2015 in Stuttgart auf einer Veranstaltung über Griechenland gefasst. Die InitiatorInnen wollen die politische Unterstützung für den großartigen Widerstand des griechischen Volkes und seiner Regierung gegen die neoliberale Ausplünderungspolitik von EU und IWF sichtbar machen. Wir wollen zeigen, dass viele Deutsche und Nichtdeutsche nicht hinter der skrupellosen Umverteilungspolitik der deutschen Regierung bzw. der EU-Kommission stehen. Als politischer Arm von Banken, Konzernen und Superreichen überziehen diese unter dem Deckmantel des Sparzwangs ganz Europa mit Vorschriften und Gesetzen, die jegliche demokratische Mitbestimmung ausschalten und die nationalen Parlamente entrechten. Es ist dasselbe Vorgehen, das in den 70er und 80er Jahren unzählige Länder der Dritten Welt in Verarmung und Abhängigkeit von IWF und Weltbank gestürzt hat - die neue Form des Kolonialismus. Ausdruck der Ungleichheit der Länder Europas ist ebenso, dass Deutschland Schulden von Griechenland unter Einsatz von Sanktionen einfordert, selbst aber nicht bereit ist, seine eigenen Schulden zu begleichen. Griechenland kämpft stellvertretend für alle Länder Europas. Denn nach dem derzeitigen Strickmuster der EU mit Nullverschuldung und Rettungsschirm wird jedes Land früher oder später unter dem Knebel der Austeritätspolitik landen. Wir werden die griechische demokratische Bewegung sowie alle Bundestagabgeordneten und die deutsche Regierung regelmäßig über das Wachsen dieser Plattform informieren. Stellt Euch hinter die Forderung nach einem Schuldenschnitt für Griechenland! Für ein demokratisches, soziales Europa! ► Zur Unterzeichnung
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yasni 26.04.15  +  

Newsletter Sendesaal Bremen: >> Unsere Konzerte im April

Liebe Freunde des Sendesaales, Produktionen aus dem Sendesaal erlangen immer häufiger internationale Anerkennung. Das freut uns sehr. Die Produktion der Kammeroper La Descente D'Orphée Aux Enfers von M. A. Charpentier, die im Juli 2013 mit dem Boston Early Music Festival Orchestra im Sendesaal entstand, wurde von der amerikanischen Recording Academy in Los Angeles mit einem Grammy als weltbeste Opernaufnahme des Jahres ausgezeichnet. Die Nachfolgeproduktion Niobe, die im Januar 2015 veröffentlicht wurde, erhielt im Februar in Frankreich den begehrten Diapason d'or und wurde im März in England Record of the Month im Gramophone Magazine. Ebenfalls einen Diapason d'or erhielt im März die neue CD des Tetzlaff Quartetts, die 2013 im Sendesaal aufgenommen worden war - und eine ravisante Rezension im Gramophone Magazine dazu. Herzlichen Glückwunsch allen Beteiligten an dieser Stelle, besonders auch den beiden Produzenten Renate Wolter-Seevers und Christoph Franke. Nun zu unseren Konzerten im April. Neben zwei Liederabenden mit Armin Kolarczyk (11.4.) und Julian Prégardien (21.4.) gibt es im wesentlichen Konzerte aus dem weiten Bereich des Jazz: z.B. den finnischen Pianisten Iiro Rantala (12.4.), das angesagte Trio Phronesis (18.4.), das Andromeda Mega Express Orchestra (22.4.) und während der jazzahead! clubnight (25.4.) ein besonderer Höhepunkt: die renommierte Plattenfirma ECM präsentiert gleich vier ihrer neuesten Veröffentlichungen live auf der Bühne des Sendesaales. Alles Nähere finden Sie weiter unten. Für heute allerbeste Grüße und ein frohes Osterfest einstweilen Ihr Peter Schulze Es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass die Verweilqualität vor und nach den Konzerten im Sendesaal sich durch das öffentliche Restaurant Geerdes am Sendesaal sehr erhöht hat. Geben Sie sich die Zeit. Ein Besuch lohnt sich. Das Geerdes ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Inhalt 11.04. Liederabend: Armin Kolarczyk 12.04. Solopiano: Iiro Rantala 17.04. Michael Jaeger KEROUAC (CH) 18.04. Phronesis 19.04. Christian Lillingers GRUND 21.04. residenz@sendesaal: Julian Prégardien „An die Geliebte“ 22.04. Andromeda Mega Express Orchestra 25.04. jazzahead! ECM clubnight 11.04. Liederabend: Armin Kolarczyk Samstag, 11. April 2015 | 19:30 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) In seinem neuen Liederabend beschäftigt sich der Bariton Armin Kolarczyk unter dem Titel "Wie das Meer ist die Liebe" mit Alma Mahler-Werfel. Begleitet wir er von seiner neuen Pianistin Jeannette La Deur. Armin Kolarczyk - Bariton Jeannette La Deur - Klavier Liederabend „Wie das Meer ist die Liebe“ Alma und Gustav Mahler Alexander Zemlinsky Alma Mahler-Werfel gehört zu den bemerkenswertesten und zugleich umstrittensten Frauengestalten des 20. Jahrhunderts. Sie hatte enge Beziehungen nicht nur zu Gustav Mahler, Franz Werfel und Alexander Zemlinsky, sondern auch zu Gustav Klimt, Walter Gropius und Oskar Kokoschka. Franz Werfel sagte über sie: "Sie gehört zu den ganz wenigen Zauberfrauen, die es gibt." Anlässlich ihres 50. Todestages präsentieren der Bariton Armin Kolarczyk und die Pianistin Jeannette La-Deur Lieder von Alma Mahler-Werfel, Gustav Mahler und Alexander Zemlinsky. Der Bariton Armin Kolarczyk ist aus seiner Bremer Zeit am Theater in bester Erinnerung Er wurde in Trento (Italien) geboren und wuchs zweisprachig italienisch/deutsch auf. Zunächst studierte er Violine am Konservatorium in Trento und schloss das Studium 1986 ab. Ein Jahr später begann er sein Gesangsstudium bei Ada Zapperi in München. Es wurde ergänzt durch den Besuch verschiedener Meisterklassen bei Ada Zapperi, Erik Werba, Giuseppe Taddei und anderen. Parallel widmete sich Armin Kolarczyk dem Jurastudium, das er 1992 an der Universität in Innsbruck zum Abschluss brachte. Nach dem juristischen Examen sah er seinen Schwerpunkt ausschließlich im Gesang. Von 1997 bis 2007 gehörte er dem Ensemble des Bremer Theaters an, wo er viele große Partien seines Faches sang. Gastspiele führten ihn an viele Theater wie Köln, Wiesbaden, Essen und Kopenhagen. 
 Neben seinen Verpflichtungen auf der Musiktheaterbühne widmet sich Armin Kolarczyk dem Liedgesang und gibt im Sendesaal bereits seinen vierten Liederabend. Darüber hinaus tritt er regelmäßig als Solist in Opern- und Oratorienkonzerten sowie in Konzerten mit zeitgenössischer Musik in Erscheinung. Seit März 2007 ist er am Badischen Staatstheater Karlsruhe engagiert. Jeannette La-Deur wuchs im Raum Hamburg auf und studierte an den Musikhochschulen Hamburg und Würzburg. Als Kammermusikpartnerin konzertiert sie mit Solisten zahlreicher großer Orchester darunter SWR-Sinfonieorchester, Staatsoper Darmstadt, Beethovenorchester Bonn. In den Kammerkonzerten des Badischen Staatstheaters Karlsruhe ist Jeannette La-Deur seit vielen Jahren ständiger Gast in diversen Ensembles, zuletzt bei den Internationalen Händelfestspielen Karlsruhe mit dem von ihr mitgegründeten „Trio La- Deur“. Darüber hinaus ist sie eine gefragte Pianistin für Liedinterpretation und arbeitet regelmäßig mit namhaften Sängern wie Armin Kolarczyk, Bernhard Berchtold, Diana Tomsche, Berit Barfred-Jensen u.a. zusammen. Ihr weitgefächertes Repertoire umfasst neben klassischen und romantischen Liedern auch die Werke unbekannter Komponisten und der Moderne. Seit 2011 beschäftigt sie sich intensiv als Herausgeberin, Pianistin und Projektleiterin mit der Wiederentdeckung der Karlsruher Komponistin Margarete Schweikert. Zwei vom SWR produzierte CDs mit Liedern und Kammermusikwerken, sowie begleitende Konzerte und Rundfunksendungen finden auch international große Beachtung. 12.04. Solopiano: Iiro Rantala Sonntag, 12. April 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Der phänomenale finnische Pianist Iiro Rantala kommt nach vier Jahren zum zweiten Mal in den Sendesaal. Iiro Rantala - Piano Iiro Rantala ist ein „Naturereignis an den Tasten“ (Jazzthing), ein Alleskönner, von dem der New Yorker Pianist und Arrangeur Gil Goldstein völlig zu Recht sagt: „Iiro Rantala ist eine pianistische Sensation und der stärkste mir bekannte Grund, an Reinkarnation zu glauben: Weil seine Technik wie sein musikalischer Sensus aus Tiefen spricht, die unmöglich in einem Leben alleine ergründet sein können.“ Bislang war der Name Rantala vor allem mit dem Trio Töykeät verbunden, einem der wildesten, witzigsten und visionärsten Klaviertrios der internationalen Jazzszene: Da lotete der finnische Pianist alle Möglichkeiten dieser klassischen Besetzung aus, mal als energiegeladener Tastenlöwe, mal als feinfühliger Romantiker, dann wieder als burlesker Spaßvogel. Sein Spiel sprengte zwar alle Stile und war ebenso kompromisslos wie zugleich unterhaltsam, doch wurde es stets von einem magischen Dreieck zusammengehalten: grenzenlose Technik, Sinn für Humor und untrüglicher Geschmack. Qualitäten, die sich Rantala bewahrt hat, auch nachdem er 2006 das Trio Töykeät nach 18 Jahren aufgelöst hatte, um sich auf seine Solokarriere zu konzentrieren. Diese kam in Schwung als Rantala mit Lost Heroes 2011 seine erste Soloplatte herausgab, die er im selben Jahr auch bereits im Sendesaal präsentiert hatte. Darauf zollt der Finne seinen musikalischen Helden von Jean Sibelius, Esbjörn Svensson bis hin zu Luciano Pavarotti mit Eigenkompositionen Tribut. Rantala vermeidet dabei jegliche Sentimentalitäten zugunsten einer großen, ehrlichen Geste der Verehrung, und bleibt dabei ganz er selbst: Einer der souveränsten Pianisten des skandinavischen Jazz. Die Einspielung wurde als eine der besten Pianosolo-Aufnahmen der letzten Jahre begeistert gefeiert. Die Süddeutsche Zeitung sprach von einem „Meisterstück“, die Deutsche Schallplattenkritik kürte Lost Heroes zum Jazzalbum des Jahres und Rantala wurde im Juni 2012 mit dem ECHO Jazz als bester internationaler Pianist geehrt. 17.04. Michael Jaeger KEROUAC (CH) Freitag, 17. April 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Die Working Band um den Züricher Tenorsaxophonisten Michael Jaeger steht für ausgesprochen kreativen  Jazz aus Europa. KEROUAC ist mit eigenständigen und bekannten Exponenten der aktuellen Schweizer Jazzlandschaft spektakulär besetzt. KEROUAC Michael Jaeger- Tenorsax, Baßklarinette Vincent Membrez – Piano Luca Sisera – Bass Norbert Pfammater – Percussion, Schlagzeug „Kerouac spielt mit Rhythmen und Klängen und Räumen», schreibt der Jazzkritiker Bert Noglik in den Linernotes zur aktuellen CD Dance Around in Your Bones. «Ohne jeden Zweifel, Kerouac, die Band, ist schon auf einem Hochplateau angelangt, doch noch immer on the road.» «Groove ist ein Schlüsselbegriff für dieses Album – eine physische Bewegungsenergie, die die Gedanken und die Knochen in Schwingungen versetzt. Das Rhythmische verknüpft sich mit dem Magischen, zuweilen auch mit dem Ekstatischen, mit der Beschwörung eines Rituals … Michael Jaeger spielt aus dem Geist schwarzer Balladen. Es sind heutige Geschichten, die da erzählt werden und die sich verzweigen. Wenn es hier einen Anklang an John Coltrane, dort eine Annäherung an Evan Parker und schließlich auch eine kleine Hommage an Jimmy Giuffre gibt, dann geht es weder um das Ausborgen von Idiomen noch ums Zitieren, sondern um das Spiel mit dem Reichtum der Erfahrungen.» «Jaeger knüpft bei Coltrane an, wo der am abgeklärtesten, am serensten war. Er ist ein grosser Melodiker. » Die Weltwoche; Peter Rüedi, Nov. 2007 Die Working Band um den Züricher Tenorsaxophonisten Michael Jaeger steht für ausgesprochen kreative progressive Jazzmusik aus Europa, für – „the sound of surprise“ (Die Weltwoche, Peter Rüedi).  KEROUAC ist mit eigenständigen und bekannten Exponenten der aktuellen Schweizer Jazzlandschaft spektakulär besetzt. Seit 2006 war KEROUAC auf sechs internationalen Tourneen erfolgreich durch Europa unterwegs, war zu Gast an verschiedenen Festivals und hat mit internationalen Musikerpersönlichkeiten wie Greg Osby oder Urs Leimgruber zusammen gearbeitet. Michael Jaeger - Tenorsaxophon, Klarinette Michael Jaeger, 1976 in Zürich geboren, 1999-2004 Studium bei Nat Su an der Hochschule Luzern am Institut Jazz mit Auszeichnung abgeschlossen. Michael Jaeger fällt schnell durch die Individualität seines Improvisationsstils und seines Spielkonzepts auf. Seit 2004 ist er in der schweizerischen und europäischen Jazzszene aktiv. Zusammenarbeit unter anderem mit Greg Osby, Urs Leimgruber, Tom Rainey oder Philipp Schaufelberger. Mit seinem Quartett Michael Jaeger KEROUAC veröffentlichte er zwei CDs, die national und international viel Begeisterung auslösten. Zahlreiche interdisziplinäre Projekte in den Bereichen Tanz, Theater, Elektronik und Literatur. Tourneen führen ihn auch ausserhalb Europas nach Ägypten und in die USA. Luca Sisera - Kontrabass 1998 – 2004 Doppelstudium Performance und Pädagogik Musikhochschule Luzern (Fak.III Jazz). Unterricht und Masterclasses bei Heiri Känzig, Jan Schlegel, Wolfgang Zwiauer, Herbie Kopf, Peter Herbert, Marc Dresser. 2004 Annerkennungspreis der Axelle und Max Koch Kulturstiftung für Diplomabschluss. 2005 Kulturförderpreis des Kantons Graubünden. 2009 6-monatiger „Artist in Residence – Aufenthalt in Kairo. 2012 Literarischer Werkbeitrag der Stadt Chur. 2012 Anerkennungspreis der Stadt Chur. Seit ca. acht Jahren ein gefragter Bassist der Schweizer Jazzszene. Im In- und Ausland auf diversen Festival- und Jazzclubbühnen anzutreffen. Bis anhin wurden fünfundzwanzig Tonträger mit seiner Beteiligung veröffentlicht. Spielt und spielte mit: Urs Leimgruber, Irène Schweizer, Co Streiff, Peter Landis, Greg Osby, Philipp Schaufelberger, Kurt Rosenwinkel, Silvio Cadotsch, u.v.a. Vincent Membrez - Piano Ausgehend von einem Ideal des Klanges, in dem der Musiker sich ausblendet um die Musik sich befreien zu lassen, erforscht Vincent Membrez dieses Gleichgewicht seit mehreren Jahren in allen Projekten an denen er beteiligt ist. Sowohl am Piano, als auch am analogen Synthesizer, entwickelt er eine eigene Sprache, in der Spontanität, Energie und Groove einige Schlüsselbegriffe bilden. Seine Vielseitigkeit und sein Interesse für jegliche musikalische Genres haben ihm die Zusammenarbeit mit namhaften Musikern im Bereich des akustischen Jazz, des Rock, der zeitgenössischen Musik und der freien Improvisation in der Schweiz und in Europa ermöglicht. Norbert Pfammatter - Schlagzeug Norbert Pfammatter wurde am 12. September 1959 in Visp geboren. Mit etwa 11 Jahren beginnt er autodidaktisch Schlagzeug zu spielen und entdeckt nach ersten Erfahrungen in Rock Bands schon bald sein Interesse für Jazz und Improvisation. 1980 zog es ihn nach Bern, um dort bis 1985 an der Swiss Jazz School bei Billy Brooks zu studieren.  Seit 1994 ist er Dozent für Schlagzeug an der Hochschule Luzern. Er ist Autor der «Rhythm Lines», einer umfangreichen Sammlung von didaktisch strukturierten Rhythmustexten. Seit den 80er Jahren ist er als vielbeschäftigter Sideman und Coleader an unzähligen Projekten im Bereich Jazz und Improvisation beteiligt. Tourneen und Festival Auftritte führten ihn durch Europa, nach Australien, Afrika, Asien, Südamerika. Er arbeitete mit den meisten Exponenten der nationalen Szene, sowie mit vielen grossen und kleinen Stars der internationalen Jazz – und Improszene. Diese Arbeit ist mittlerweile auf über 50 CD’s dokumentiert. 18.04. Phronesis Samstag, 18. April 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) "Augenblicklich eine der aufregendsten Formationen auf dem Planeten!" (Jazzwise,UK) Nach ihrem ersten Konzert im Dunkeln vor 2 Jahren kommt das Power-Trio nunmehr im Hellen in den Sendesaal. Phronesis Jasper Høiby (Dänemark) – Kontrabass Ivo Neame (GB) – Piano Anton Eger (Schweden) - Schlagzeug Das Trio wird das fünfte Album der Band Life to Everything präsentieren. Energisch vorwärts treibender grooviger Sound, der sich trotz seiner hochkomplexen Strukturen erstaunlich zugänglich zeigt. Diese Musik hat mitreißende Pop-Power und ist zugleich Kunst für Kenner, die unbedingte Konzentration einfordert. 19.04. Christian Lillingers GRUND Sonntag, 19. April 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Die Großformation des aufsehenerregenden Berliner Schlagzeugers Christian Lillinger. Christian Lillingers Grund Tobias Delius - Tenorsax Pierre Borel - Tenorsax Achim Kaufmann - Piano Christopher Dell - Vibraphon Robert Landfermann - Bass Jonas Westergaard - Bass Christian Lillinger - Schlagzeug, Kompositionen Hierbei handelt es sich um Christian Lillingers persönliche Traumbesetzung. Alle Musiker waren und sind in unterschiedlichen Besetzungen verknüpft und haben alle international einen hohen Anerkennungsgrad erlangt. Wir haben hier unterschiedliche Lager, die sich wiederum innerhalb der Musik unterschiedlich verschalten. GRUNDlage sind Kompositionen, die alles zulassen und den Solisten (in diesem Falle allen) sehr viel  uneingeschränkten Platz lassen. Das bedeutet: Energiefelder innerhalb einer Improvisation nehmen zur gleichen Zeit an Spannung zu und ab. „Ich sehe diese Band als ein kompromissloses Organ“, so Lillinger. GRUNDs GRUNDmaterialien sind komplexer Architektur, reichen vom Jazz bis zur kompletten Dekonstruktion, verlangen dem Hörer einiges an Konzentration ab und bereichern ihn zugleich mit einer Fülle von Licht. DIE ZEIT vom 29. November 2012: „Drum-Revoluzzer“ Spiegel Online vom Januar 2013: „Wunderschlagzeuger“

 “Schlagzeuger Christian Lillinger, ein stupender Spieler mit grandioser Technik und ungeheuer facettenreicher Musikalität” Beate Sampson BR März 2012 Märkische Oderzeitung 18.Mai 2013: “Christian Lillinger zählt zu den ganz großen Jungtalenten des Jazz” “Grund ist die erste eigene Band des Berliner Schlagzeugers Christian Lillinger. Der 26-Jährige, Meisterschüler von "Baby" Sommer, ist eines der größten Talente der deutschen Jazzszene und gibt vor allem der freien Improvisation neue Impulse.” Freiberger Jazztage 2010 „(...) one of the most ascendant and exciting players to emerge in recent years  (...)“ Downbeat, 2011 21.04. residenz@sendesaal: Julian Prégardien „An die Geliebte“ Dienstag, 21. April 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) Der erste Liederabend in der residenz@sendesaal Reihe mit dem grandiosen Tenor Julian Prégardien, am Flügel begleitet von Christoph Schnackertz. "An die Geliebte" - ein Liederabend mit Julian Prégardien - Tenor Christoph Schnackertz - Piano "Ein ganz besonderes Ereignis wird für uns der erste Auftritt eines Sängers in unserer Reihe ! Wir Instrumentalisten schauen immer mit Neid auf die unmittelbare emotionale Wucht , die der Gesang  auf die Zuhörenden ausüben kann - leider finden sich nicht allzu oft Berührungspunkte in der Kammermusikwelt-- aber als wir Julian Pregardien bei einer Produktion von Beethovens Fidelio trafen (er sang den jungen Joaquino) waren wir so begeistert von der schlanken, ausdrucksvollen Art diesen Part zu gestalten, dass  sofort der Wunsch aufkam, zusammen Musik zu machen und ihn zuerst einmal hier bei uns im Sendesaal mit einem Liederabend zu erleben." Tanja Tetzlaff/Florian Donderer Programm: Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) An die ferne Geliebte opus 98 Carl Maria von Weber (1786 - 1826)
 Die vier Temperamente beim Verluste der Geliebten opus 46 Richard Strauss (1864 - 1949) Mädchenblumen opus 22 Hugo Wolf (1860 - 1903) Lieder nach Eduard Mörike Was ich seitdem, von Lust und Leid bezwungen, geliebt, geirrt, gesungen: ich knie vor Dir in all den tausend Bildern. (aus "An die Entfernte", Joseph von Eichendorff) 22.04. Andromeda Mega Express Orchestra Mittwoch, 22. April 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Kurz vor seinem showcase auf der jazzahead! macht das quicklebendige Andromeda Mega Express Orchestra noch einmal Station mit einem vollen Konzert im Sendesaal. Andromeda Mega Express Orchestra Daniel Glatzel - Komposition, Klarinetten, Saxophone Oliver Roth - Flöten Laure Mourot - Flöten Sebastian Hägele - Fagott Johannes Schleiermacher - Saxophone, Flöte Ritsche Koch, Magnus Schriefl - Trompete Maria Schneider - Vibraphon, Percussion Jörg Hochapfel - SynthesizerSampler, Klavier Anna Viechtl - Harfe Kalle Zeier - Gitarre Matthias Pichler - Kontrabass Andi Haberl - Schlagzeug Matthew Lonson - Violine Grégoire Simon - Violine Johannes Pennetzdorfer - Bratsche, Blockflöte Martin Stupka - Bratsche, Blockflöte Isabelle Klemt - Cello Das Berliner Andromeda Mega Express Orchestra besteht aus 18 jungen Musikern unterschiedlichster musikalischer und kultureller Herkunft. Gegründet 2006, spielt diese außergewöhnliche Formation Kompositionen des Ensembleleiters und Saxophonisten Daniel Glatzel. „Seine Musik passt in keine Schublade, changiert zwischen Jazz und Neuer Musik mit kräftigen Griffen in die traditionelle Zitatenkiste, voll verblüffender, verrückter Wendungen und von erfrischender Ironie." (nmz) Nach dem großen Erfolg des Albums Take Off! erschien im Mai 2012 das zweite Album BUM BUM bei alien transistor und wurde von Publikum und Presse begeistert aufgenommen. „Bei einigen der Stücke läuft das so: Kaum hat uns ein Groove, eine Tonfolge, eine Harmonik gepackt, wirft eine Stimme aus einer ganz anderen Klangwelt uns wieder aus der Bahn. Zur musikhistorischen Einordnung des eben gehörten bleibt keine Zeit, denn das Orchester schraubt sich in Schwindel erregende Höhen. Lustgewinn durch Überforderung.“ (Guido Möbius) Das Andromeda Mega Express Orchestra wurde von Kritikern (Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit, Neue Zürcher Zeitung …) gefeiert und spielte unter anderem beim Jazzfest Berlin, Philharmonie/Berlin, Volksbühne Berlin, Kampnagel Hamburg, Paradiso/Amsterdam, jazzahead!/Bremen, Gasteig München, Philharmonie Köln, Porgy & Bess/Wien, Dresdner Jazztage, JazzBaltica, Gare du nord/Basel, Moods/Zürich und auf Touren in Südkorea, Kasachstan und Südamerika. In den Sendesaal kommt es nun zum zweiten Mal, diesmal in Vorbereitung seines showcases bei der German Jazz Expo auf der jazzahead! zwei Tage später. 25.04. jazzahead! ECM clubnight Samstag, 25. April 2015 | 20:30 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) | clubnight-Ticket (25 Euro / ermäßigt 20 Euro) Bereits zum fünften Mal findet auch im Sendesaal die jazzahead! clubnight statt. in diesem Jahr geben wir dem renommierten ECM Label Gelegenheit, einige ihrer neuesten Produktionen live vorzustellen: das Trio des dänischen Gitarristen Jakob Bro, das Mathias Eick Quintet aus Norwegen, das italienische  Giovanni Guidi Trio und das Quartett des englischen Saxophonisten Andy Sheppard. 20:30 - 21:30 Jakob Bro/Thomas Morgan/Jon Christensen Jakob Bro – guitar Thomas Morgan – double bass 
 Jon Christensen - drums
 21:45 - 22:45 Mathias Eick Quintet Mathias Eick - trumpet
 Ola Kvernberg – violin Andreas Ulvo - piano
 Audun Erlien - double bass
 Torstein Lofthus - percussion 23:00 - 24:00 Giovanni Guidi Trio Giovanni Guidi - piano
 Thomas Morgan – double bass 
 Joao Lobo - drums

 

 00:15 – 01:15 Andy Sheppard Quartet Andy Sheppard - saxophone
 Eivind Aarset - guitar
 Michel Benita - double bass
 Sebastian Rochford – drums

 Die Konzerte können sowohl mit einem Sendesaal-Ticket als auch mit einem clubnight-Ticket besucht werden.Das clubnight-Ticket (25 Euro / ermäßigt 20 Euro) gilt für alle Clubs an dem Abend Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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In memoriam Günter Grass: >> Eine ausführliche Chronologie als Nachruf

Günter Grass (* 16. Oktober 1927 in Danzig-Langfuhr, Freie Stadt Danzig; † 13. April 2015 in Lübeck[1]) war ein deutscher Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker. Grass war Mitglied der Gruppe 47 und gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Im Jahr 1999 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.   Lebenslauf Herkunft und Familie Günter Grass (zur Zeit seiner Geburt „Graß“ geschrieben) war der Sohn eines protestantischen Lebensmittelhändlers und einer Katholikin kaschubischer Abstammung und verbrachte seine Kindheit in Danzig in einfachen Verhältnissen. Die Eltern betrieben ein Kolonialwarengeschäft im Danziger Stadtteil Langfuhr (heute: Wrzeszcz). Die kleine Zweizimmerwohnung hatte kein eigenes Bad. Durch seine katholische Mutter geprägt, wurde Günter Grass Messdiener. Später geriet er unter den Einfluss der NS-Ideologie, obwohl er nach eigenen Angaben von der Hitlerjugend nicht begeistert war.[2] Kindheit und Jugend Im Zweiten Weltkrieg meldete er sich mit 15 Jahren – nach eigenen Angaben, um aus der familiären Enge zu entkommen – freiwillig zur Wehrmacht.[3][4] Nach dem Einsatz als Luftwaffenhelfer und der Ableistung des Reichsarbeitsdienstes wurde er am 10. November 1944 im Alter von 17 Jahren zur 10. SS-Panzer-Division „Frundsberg“ der Waffen-SS einberufen.[5] Nach einer Verwundung am 20. April 1945 bei Spremberg wurde Grass am 8. Mai 1945 bei Marienbad gefangen genommen und war bis zum 24. April 1946 in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Es ist umstritten, ob er als Gefangener in Bad Aibling mit Joseph Ratzinger zusammengetroffen ist.[6][7][8][9] Grass gab sich bei seiner Gefangennahme den Amerikanern gegenüber als Angehöriger der Waffen-SS zu erkennen. In den bis 2006 veröffentlichten Biografien des Schriftstellers hieß es stets, er sei 1944 Flakhelfer geworden und danach als Soldat in die Wehrmacht einberufen worden. In seinem autobiografischen Werk Beim Häuten der Zwiebel aus dem Jahr 2006 gab Grass bekannt, dass er sich freiwillig zur Wehrmacht gemeldet und daraufhin im Alter von 17 Jahren zur Waffen-SS eingezogen worden sei.[10][11] Seit Oktober 2014 zeigt das Lübecker Günter-Grass-Haus ein neues Dauerausstellungsmodul: „Grass als Soldat“. In einer Multimedia-Installation lassen sich unter anderem die Marschroute jener SS-Panzerdivision, der Grass angehörte, abrufen sowie seine Kriegsgefangenenakte und Fotografien des Jugendlichen 1944 in Uniform des Reichsarbeitsdienstes. Eine Vitrine zeigt Seiten des Originalmanuskripts von Beim Häuten der Zwiebel, sie verdeutlichen den Schreibprozess. Tagebuchnotizen von Klaus Wagenbach aus dem Jahr 1963 belegen, dass Grass ihm damals von seiner Mitgliedschaft in der Waffen-SS erzählt hatte.[12] Ausbildung und Beziehungen In den Jahren 1947/1948 absolvierte er ein Praktikum bei einem Steinmetz in Düsseldorf. Danach studierte er von 1948 bis 1952 an der Kunstakademie Düsseldorf Grafik und Bildhauerei. Seinen Lebensunterhalt verdiente er zusammen mit dem später bekannt gewordenen Maler Herbert Zangs als Türsteher im Lokal Csikos auf der Andreasstraße in der Düsseldorfer Altstadt. Später verewigte er Herbert Zangs, der wie Grass im Krieg Soldat war, als eigenwilligen Maler Lankes in der Blechtrommel. Das Studium setzte er von 1953 bis 1956 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin als Schüler des Bildhauers Karl Hartung fort. Danach lebte er bis 1959 in Paris. 1960 zog er erneut nach Berlin-Friedenau, wo er bis 1972 wohnte. Von 1972 bis 1987 lebte er in Wewelsfleth in Schleswig-Holstein. 1954 heiratete Grass die Schweizer Ballettstudentin Anna Schwarz, aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Die Zeit von Anfang 1956 bis Anfang 1960 verbrachte er mit Anna Schwarz in Paris, wo auch das Manuskript für Die Blechtrommel entstand. 1957 wurden dort die Zwillinge Franz und Raoul geboren. 1961, nach der Rückkehr nach Berlin, folgte die Tochter Laura, 1965 wurde der Sohn Bruno geboren. 1972 trennten sich Günter Grass und Anna Schwarz. Die Schauspielerin Helene Grass, geboren 1974, ist die gemeinsame Tochter mit der Architektin und Malerin Veronika Schröter, mit der Grass in den 1970er-Jahren eine mehrjährige Beziehung hatte. 1979 wurde Nele Krüger, Grass’ Tochter mit der Lektorin Ingrid Krüger, geboren. Im selben Jahr heiratete er in zweiter Ehe die Organistin Ute Grunert, die selbst zwei Söhne in die Ehe mitbrachte. In dem autobiographischen Roman Die Box lässt Grass seine sechs leiblichen Kinder und die Söhne von Ute Grunert als „seine acht Kinder“ auftreten.[13][14] Von August 1986 bis Januar 1987 lebte Günter Grass zusammen mit Ute Grunert in Indien, meist in Kalkutta. Schaffenszeit und politische Aktivitäten In den Jahren 1956/57 begann Grass neben ersten Ausstellungen von Plastiken und Graphiken in Stuttgart und Berlin schriftstellerisch tätig zu werden. 1956 debütierte er als Lyriker, 1957 als Dramatiker und Librettist von Balletten.[15] Bis 1958 entstanden vor allem Kurzprosa, Gedichte und Theaterstücke, die Grass dem poetischen oder absurden Theater zuordnet. Mit seinem ersten Roman Die Blechtrommel gelang 1959 dem damals 31-jährigen der literarische Durchbruch. Der Entwicklungsroman, der später auch von Regisseur Volker Schlöndorff erfolgreich verfilmt wurde, repräsentiert ein Stück deutscher Zeitgeschichte: er umspannt die fünf Jahrzehnte von 1899 bis in die Anfänge der Bundesrepublik. In seinem Werk thematisiert er auch die kollektive Verdrängung der Zeit während des Dritten Reiches durch die deutsche Bevölkerung. Grass ging es dabei auch um eine Kritik an der mangelnden Aufarbeitung dieser Zeit.[16] In der Wohnung von Grass’ Nachbarn und Freund Uwe Johnson in Berlin-Friedenau, der sich zu jener Zeit in New York aufhielt, zogen am 19. Februar 1967 die Mitglieder der zum Jahresanfang gegründeten Kommune I ein. Es war Johnsons West-Berliner Atelier- und Arbeitswohnung, die er neben seiner eigentlichen Wohnung in der Stierstraße 3 unterhielt und während seines Auslandsaufenthaltes an Ulrich Enzensberger untervermietet hatte. Johnson erfuhr davon erst aus der Zeitung. In der Wohnung wurde das „Pudding-Attentat“ auf US-Vizepräsident Hubert H. Humphrey geplant. Es flog auf, führte aber zu ausführlicher Medienberichterstattung. Auf Bitte Johnsons, der zu der Zeit nicht in Deutschland weilte, ließ Günter Grass die Wohnung von der Polizei räumen. Nach einer Lesung von Grass auf dem Evangelischen Kirchentag 1969 in Stuttgart nahm sich ein ehemaliges SS-Mitglied mit Zyankali das Leben. Den Vater der späteren Journalistin und Politologin Ute Scheub hat Grass im Tagebuch einer Schnecke in der Figur des „Manfred Augst“ geschildert.[17][18] Im November 1971 nahm Grass an einer Woche der Deutschen Kultur in Tel Aviv teil und wurde von der israelischen Ministerpräsidentin Golda Meir zu einem Gespräch empfangen.[19] Grass unterstützte oft die SPD in den Wahlkämpfen und wurde 1982 deren Mitglied. 1965 veröffentlichte er das Taschenbuch dich singe ich demokratie - loblied auf willy;[20] Willy Brandt hatte er 1961 kennengelernt. Dann rief er mit anderen das „Wahlkontor deutscher Schriftsteller“ ins Leben.[21] Er war enttäuscht, als Willy Brandt ihn nach seinem Wahlsieg nicht mit einer Aufgabe betraute.[22] 1974 trat Grass aus Protest gegen die Haltung der Bischöfe in der Frage des Abtreibungsrechts und der geforderten Abschaffung des § 218 aus der Kirche aus.[23] Mit seinen Ansichten eckte er unter anderem innerhalb der SPD oftmals an. So sprach er sich im Februar 1990 gegen die Wiedervereinigung und für eine Konföderation der beiden deutschen Staaten aus, um dem Osten die Möglichkeit zu geben, „sich wirtschaftlich und demokratisch [zu] festigen“.[24] 1992 kündigte Grass aus Protest gegen den Asylkompromiss[25] seine SPD-Mitgliedschaft wieder auf. Gleichwohl war er auch danach politisch tätig und setzte sich für die Ideen der Sozialdemokraten ein: 2005 unterstützte er die schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis in ihrem Wahlkampf und warb für die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer für Besserverdienende. Als Mitgründer des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS), heute in ver.di, gehörte Grass zu den Kritikern der Verbandspolitik, die seiner Meinung nach unter Vorsitz von Bernt Engelmann gegen osteuropäische Diktaturen oft allzu duldsam war. Auf der Bundesdelegiertenkonferenz in Hamburg (24. bis 26. September 1987) ließ er sich in den Bundesvorstand wählen, trat aber auf dem Kongress in Stuttgart 1988 mit dem gesamten Vorstand zurück, weil eine Diskussion über Alternativen zum Beitritt des Verbandes in die IG Medien – Grass hatte eine eigene Autorengewerkschaft unter dem Dach des DGB vorgeschlagen – ausblieb. Mit ihm verließen die VS-Bundesvorsitzende Anna Jonas und rund 50 weitere Autorinnen und Autoren den Verband.[26][27] Seit 1968 war Grass Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, dessen Ehrenpräsident er seit 2009 war.   Grass war 1996 Mitunterzeichner der Frankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform. Auch in neueren Werken verwendete Grass weiterhin die traditionelle Rechtschreibung. 1999 erhielt Günter Grass im Alter von 72 Jahren den Nobelpreis für Literatur für sein Lebenswerk. 2005 gründete er den Autorenzirkel Lübeck 05. Grass engagierte sich außerdem gegen Atomkraft, z. B. bei einer Lesung vor dem Kernkraftwerk Krümmel im April 2011.[29] Günter Grass lebte bis zu seinem Tod in Behlendorf im Kreis Herzogtum Lauenburg in der Nähe der Kreisstadt Ratzeburg und etwa 25 Kilometer südlich von Lübeck. In Lübeck befindet sich das Günter-Grass-Haus mit dem überwiegenden Teil seiner literarischen und künstlerischen Originalwerke. Werk und Wirken Schreiben gegen das Vergessen Als Intention der Werke Grass’ ist das „Schreiben gegen das Vergessen“ auszumachen. Seine Werke thematisieren Nationalsozialismus bzw. handeln vor dessen Hintergrund. Auch die Werke Grass’, die in der Nachkriegszeit spielen (beispielsweise Im Krebsgang, 2002), behandeln die Thematik des Vergessens und die der Schuld. Laut Begründungsschrift des Komitees für seinen Nobelpreis wurde er dafür geehrt, dass er „in munterschwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat.“[30] Erzählende Werke Der Roman Die Blechtrommel (1959) ist in einer sehr bildlichen Sprache geschrieben. Er handelt von dem infantilen Sonderling Oskar Matzerath, der von seiner „Kinderperspektive“ aus die Erwachsenenwelt beschreibt und dank seiner Blechtrommel auch über Ereignisse berichten kann, an denen er nicht unmittelbar beteiligt war, wie zum Beispiel die Geburt seiner Mutter. Mit der Blechtrommel, in der Grass erstmals historische Ereignisse mit seiner surreal-grotesken Bildersprache konfrontierte, hatte er seinen Stil gefunden. Als einer der ersten deutschsprachigen Schriftsteller stellte er sich den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges und entschied sich bewusst für die gegenständliche Beschreibung des historischen Zusammenhangs. Auch die Kaschubei fand durch dieses Werk Aufnahme in die Weltliteratur. Für den Roman erhielt Grass, nach Lesung aus dem noch unveröffentlichten Manuskript, 1958 den Preis der Gruppe 47, deren Mitglied er seit 1957 war. 1960 wollte die Jury des Bremer Literaturpreises Grass für die Blechtrommel prämieren, was aber vom Bremer Senat verhindert wurde. In diesem und dem folgenden Jahr wurde der Preis nicht verliehen. Die Blechtrommel wurde 1979 von Volker Schlöndorff verfilmt. Sein ebenfalls im Danzig des Zweiten Weltkrieges spielendes zweites Buch Katz und Maus, in dem er die Geschichte des Jungen Joachim Mahlke erzählt, wurde dagegen zunächst Anlass eines Skandals. Hauptsächlich wegen einer „Onanierszene“ beantragte der hessische Minister für Arbeit, Volkswohlfahrt und Gesundheitswesen 1961 bei der Bundesprüfstelle, die Novelle wegen unsittlichen Inhalts zu indizieren. Auf Protest der Öffentlichkeit und anderer Schriftsteller wurde der Antrag allerdings wieder zurückgezogen. Zwei Jahre später erschien Hundejahre, das letzte Werk der Danziger Trilogie. Mit Die Plebejer proben den Aufstand erschien 1966 ein weiteres Drama von Grass, das sein bekanntestes Theaterstück wurde. Es thematisiert den Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR und die Rolle der marxistischen Intellektuellen. Die Hauptfigur des „Chefs“ ist mit zahlreichen Zügen von Bertolt Brecht ausgestattet. Gegen eine Deutung, die das Drama auf ein Anti-Brecht-Stück reduziert, hat sich Grass jedoch stets verwahrt. 1968 veröffentlichte Grass das Buch Briefe über die Grenze, ein Dialog zwischen dem tschechischen Schriftsteller Pavel Kohout und Grass zum Thema „Prager Frühling“. 1969 erschien Grass’ Roman örtlich betäubt. Hierin verteilte der Autor seine eigene (anarchistische und sozialdemokratische) politische Einstellung auf verschiedene Personen, im Mittelpunkt ein Zahnarzt, die sich mit aktuellen Problemen auseinandersetzen. Es war das erste Mal, dass Grass über ein aktuelles Thema schrieb (Studentenbewegung). Andere Bücher hatten immer einen starken Vergangenheitsbezug. In den USA wurde das Buch euphorisch aufgenommen, während sich in Deutschland die Kritiker eher zurückhielten.[31] Nach dem Erscheinen der Erzählung Aus dem Tagebuch einer Schnecke (1972), welche den Bundestagswahlkampf 1969 beschreibt, zog Grass sich vorübergehend aus dem politischen Leben zurück. 1977 wurde Grass’ Roman Der Butt veröffentlicht, der seinen internationalen Ruf als Epiker untermauerte. Zwei Jahre später brachte Grass die Erzählung Das Treffen in Telgte heraus. Einige Poeten der Barockzeit treffen sich dort im Jahr 1647 während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden. Das Treffen verläuft weitgehend nach den Gepflogenheiten der 300 Jahre später von Hans Werner Richter ins Leben gerufenen Gruppe 47. Die Erzählung ist Richter gewidmet. Der erste Satz von Der Butt („Ilsebill salzte nach.“) wurde 2007 von einer Prominenten-Jury zum schönsten ersten Satz der deutschsprachigen Literatur gewählt. Eine Asienreise inspirierte Grass 1980 zu Kopfgeburten oder Die Deutschen sterben aus, einem erzählenden Werk, welches unter anderem damalige politische Ereignisse behandelt. Acht Jahre später folgte das Prosawerk Die Rättin, das 1997 verfilmt wurde und ein apokalyptisches Feature über den Selbstmord der Menschheit zeichnet. 1992 erschien die Erzählung Unkenrufe, die Grass’ Bemühen um die Versöhnung der Deutschen mit sich und den östlichen Nachbarn zeigt. Sein bisher letzter Roman, Ein weites Feld, erschien 1995. Er spielt in Berlin zwischen Mauerbau und Wiedervereinigung und ist ein Panorama deutscher Geschichte von der Revolution von 1848 bis zur Gegenwart. Eine bis heute nicht nachlassende Langzeitwirkung entfaltete der Roman durch den zum geflügelten Wort gewordenen Satz über die DDR: „Wir lebten in einer kommoden Diktatur“. Für dieses heftig umstrittene, politisch orientierte Buch erhielt Grass den Hans-Fallada-Preis. Der Protagonist des Romans, Fonty, ist an das Alter Ego von Theodor Fontane angelehnt und schlägt so den Bogen vom 19. Jahrhundert bis heute. Das Buch wurde in der Öffentlichkeit stark diskutiert, was unter anderem dazu führte, dass bereits nach acht Wochen die fünfte Auflage in Druck ging. 2002 erschien die Novelle Im Krebsgang, die den Untergang des mit Flüchtlingen besetzten Schiffs Wilhelm Gustloff am Ende des Zweiten Weltkrieges behandelt. Ein Jahr später erschien Letzte Tänze, eine Sammlung vorwiegend erotisch geprägter Gedichte und Zeichnungen. Beim Häuten der Zwiebel, ein autobiografisch geprägtes Buch ohne explizite Gattungsbezeichnung, erschien im August 2006. In diesem Erinnerungsbuch „häutete“ sich der Autor, indem er Schichten seiner Jugenderinnerungen freilegte. Beim Freilegen einer dieser „Häute“ sorgte Grass damit für Aufsehen, dass er nach über 60 Jahren bekannt gab, im Herbst 1944 als 17-jähriger zur Waffen-SS eingezogen worden zu sein.[32] Dieser Umstand wurde der Öffentlichkeit jedoch schon kurz vor Erscheinen des Buches durch ein Interview bekannt, das Grass der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gab.[33][3] Lyrische Werke Neben seinen Romanen schrieb Grass auch einige Gedichtbände, die er mit eigenen Bildern und Zeichnungen ergänzte. Später erklärte er, am meisten liege ihm die Lyrik, von der er eigentlich komme. Sie erschien ihm als die Form des Schreibens, die am klarsten und deutlichsten sei und mit der er sich selber am besten in Frage stellen und ausmessen könne. Sein literarischer Werdegang begann im Frühjahr 1955, als er Gedichte an einen Lyrikwettbewerb des Süddeutschen Rundfunks schickte und dort auf Anhieb den dritten Preis gewann. Von der Preisverleihung zurückgekehrt, fand er ein Telegramm von Hans Werner Richter vor, mit dem er zur Tagung der Gruppe 47 in Berlin eingeladen wurde. Seine Lesung weckte das Interesse Walter Höllerers. In der Folge veröffentlichte der Luchterhand-Verlag 1956 sein erstes Buch.[34] Die Vorzüge der Windhühner verkaufte sich in den ersten Jahren zwar nur 700 mal, doch beurteilten Kritiker das Buch recht positiv als einen „Weg zur realistischen Darstellung des Alltags“. Im 1960 erschienenen Gleisdreieck geht er auf die damals gerade erschienene Blechtrommel ein. Neben große und düstere Kohlezeichnungen gesellen sich 55 Gedichte, die sehr stark die Wirklichkeit einbeziehen oder Gegenstände beschreiben. Er erzählt von Berlin. Im nächsten Lyrikband, Ausgefragt von 1967, bezieht sich Grass besonders auf zwei Dinge: Biographisches und Politisches. Er dichtet über persönliche Erfahrungen und verarbeitet den 1965er Wahlkampf, in dem er für die SPD und Willy Brandt eintrat. Neben einigen weniger eminenten Werken (zum Beispiel Liebe geprüft) und einigen Sammelbänden, erschien 1983 Ach Butt, dein Märchen geht böse aus. In diesem Werk wurden überwiegend die Gedichte aus den Romanen Der Butt und Die Rättin zusammengetragen. Inhaltlich beschreiben sie zum Teil detailliert Nahrungsmittel oder den Kot (als menschliches Endprodukt). Grass’ Gedichte sind realistisch geprägt, aber oft mit typisch scharfer Ironie gewürzt, wie auch sein kürzestes Gedicht Glück: Ein leerer Autobus stürzt durch die ausgesternte Nacht. Vielleicht singt sein Chauffeur und ist glücklich dabei. (Ironisches Schlüsselwort des Gedichtes ist das Wort Vielleicht. In dem Verbinden eines sinnlosen Geschehens mit einem Glücksgefühl des an diesem Geschehen Beteiligten verweist es auf religiöse, metaphysische Spekulationen, bei welchen trotz eines sinnlosen Erdendaseins auf ein jenseitiges Glück spekuliert wird.[35]) Im Jahr 2012 veröffentlichte Grass in verschiedenen Tageszeitungen die politischen Gedichte Was gesagt werden muss und Europas Schande.[36][37] Grass als politisch aktiver Intellektueller Auch außerhalb seines literarischen Schaffens war Grass politisch aktiv. Er kommentierte häufig das politische und gesellschaftliche Tagesgeschehen. Grass nutzte seine Popularität als Schriftsteller von Weltrang, um für die SPD zu werben. Er selbst wurde besonders beeinflusst von Kurt Schumachers Reden von 1947 bis 1950. Sein politischer Standpunkt ist irgendwo links von der Mitte. Er begrüßte die rot-grüne Regierung unter Kanzler Schröder. Nach eigener Aussage war er schon immer politisch, was man auch in der Danziger Trilogie erkennen könne. Im 1961er-Wahlkampf unterstützte er Willy Brandt (SPD), indem er dessen Reden redigierte. Beim nächsten Wahlkampf (1965) sprach Grass zum Thema „Es steht zur Wahl“ in 50 Städten. Seine politischen Ziele waren in viele kleine Forderungen untergliedert (zum Beispiel die Abschaffung der 5%-Klausel). Nachdem die CDU ein weiteres Mal die Mehrheit bekam, wurde der Autor Grass immer mehr zum Politiker. Im Dezember 1966 äußerte er sich kritisch zur Wahl von Kurt Georg Kiesinger zum Bundeskanzler: „Wie sollen wir der gefolterten und ermordeten Widerstandskämpfer, wie sollen wir der Toten von Auschwitz und Treblinka gedenken, wenn Sie, der Mitläufer von damals, es wagten, heute hier die Richtlinien der Politik zu bestimmen?“[38] Grass verarbeitete seine Kritik später im Roman örtlich betäubt. Im Bundestagswahlkampf des Jahres 1969 reiste er 31.000 Kilometer durch Deutschland und hielt an verschiedenen Orten insgesamt 94 Reden zugunsten des im selben Jahr zum Bundeskanzler gewählten SPD-Politikers Brandt.[4] Im Buch Tagebuch einer Schnecke berichtete Grass biografisch von Wahlkämpfen und Politik. Brandts Kniefall von Warschau am 7. Dezember 1970 kommentierte er in mehreren Schriften.[39] Als Brandt wegen seiner Spionageaffäre zurücktreten musste, äußerte sich Grass enttäuscht und zornig über seinen politischen Lehrer. Grass wurde erst 1982 Mitglied der SPD, verließ sie aber wegen der Asylpolitik nach zehn Jahren wieder. 1985 machte Grass seine Ablehnung gegen den Besuch eines Bitburger Soldatenfriedhofs durch den damaligen Bundeskanzler Kohl (CDU) und den amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan deutlich. Er warf Helmut Kohl „Geschichtsklitterung“ vor und wendete sich gegen das Ausstellen von „Unschuldszeugnissen“. Seiner Meinung nach spricht Unwissenheit nicht frei. „Sie ist selbst verschuldet, zumal die besagte Mehrheit wohl wußte, daß es Konzentrationslager gab […] Kein selbstgefälliger Freispruch hebt dieses Wissen auf. Alle wußten, konnten wissen, hätten wissen müssen.“[40] Auf dem Soldatenfriedhof liegen deutsche und amerikanische Soldaten, aber auch 49 Männer der Waffen-SS begraben. 32 der dokumentierten Waffen-SS-Gefallenen waren unter 25 Jahre alt.[40] (Siehe zu Grass’ persönlichem Dilemma das folgende Kapitel). Grass äußerte sich 2006 zur Reaktion von Muslimen auf Mohammed-Karikaturen dänischer und französischer Zeitungen mit den Worten „Woher nimmt der Westen diese Arroganz, vorzugeben, was gemacht werden muss und was nicht?“[41] und wurde daraufhin kritisiert. In der Monopolisierung des Zeitungsmarktes sieht Grass einen „tagtäglich am Kiosk“ vollzogenen Verfassungsbruch, da die den Zeitungsmarkt beherrschenden Konzerne keine Meinungsvielfalt mehr zuließen.[42] Im April 2010 forderte Grass bei einer Rede in Tarabya eine Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern durch die Republik Türkei und vertrat die Auffassung, es sei „von höchster Stelle der Türkei eine Entschuldigung bei den Armeniern fällig.“ In türkischen Medien wie der Tageszeitung Hürriyet wurde die Stellungnahme positiv kommentiert. Hürriyet kommentierte, Grass habe seine Erfahrungen darüber offenbart, wie „die Menschheit in Frieden leben könne.“[43] Grass gehörte im Dezember 2010 zu den Künstlern, die sich – erfolglos – bei der israelischen Regierung dafür einsetzten, dass Mordechai Vanunu ausreisen dürfe, um die Carl-von-Ossietzky-Medaille von der Internationalen Liga für Menschenrechte entgegenzunehmen.[44] Zugehörigkeit zur Waffen-SS Als Grass im August 2006 bekanntmachte, mit 17 Jahren der Waffen-SS angehört zu haben, begann eine umfangreiche Debatte um seine Rolle als moralische Instanz im Nachkriegsdeutschland. Er sprach darüber zuerst in einem Interview aus Anlass des Erscheinens seines autobiographischen Werkes Beim Häuten der Zwiebel.[45] In dem Buch schrieb Grass, er werde die Waffen-SS in seiner Jugend „als Eliteeinheit“ gesehen haben, „die doppelte Rune am Uniformkragen“ sei ihm „nicht anstößig“ gewesen.[46] Er war nach eigenen Angaben während seiner Zugehörigkeit zur Waffen-SS an keinen Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkrieges beteiligt, er habe darüber hinaus keinen Schuss abgegeben. Nach eigenen Angaben war er Ladeschütze und somit für das Nachladen, nicht aber für das Schießen zuständig.[47] Er hatte seine SS-Mitgliedschaft auch bei seiner Gefangennahme am 8. Mai 1945 gegenüber der US-Army angegeben.[48] Bereits 20 Jahre vor Beim Häuten der Zwiebel hat Grass mehreren Schriftstellerkollegen seine Zeit bei der Waffen-SS zur Kenntnis gegeben, darunter dem 1944 geborenen österreichischen Lyriker, Autor und Regisseur Robert Schindel und dem gleichaltrigen Theaterautor Peter Turrini.[49] In Reaktion auf die Aussagen Grass’ bezüglich seiner Vergangenheit gab es zahlreiche, sowohl kritische als auch milde, Kommentare: Charlotte Knobloch (Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland) sah das Bekenntnis von Grass als PR-Maßnahme an und sagte: „Die Tatsache, dass dieses späte Geständnis so kurz vor der Veröffentlichung seines neuen Buches kommt, legt […] die Vermutung nahe, dass es sich dabei um eine PR-Maßnahme zur Vermarktung des Werkes handelt.“[50] Der Journalist und Hitler-Biograf Joachim Fest äußerte sein Unverständnis, „wie sich jemand 60 Jahre lang ständig zum schlechten Gewissen der Nation erheben kann, gerade in Nazi-Fragen – und dann erst bekennt, dass er selbst tief verstrickt war“.[51] Klaus Staeck (Präsident der Akademie der Künste in Berlin) vertrat den Standpunkt, dass „das künstlerische Werk und auch seine politische und moralische Integrität auch nach seinem Bekenntnis außer Zweifel“ ständen.[4] Zu seiner Verteidigung wird zudem angeführt, gegnerische Publizisten wie Hannes Stein und Henryk Broder hätten folgenreich Interview-Äußerungen ungenau und missverständlich, wenn nicht verfälschend, dargestellt.[52] Weiterhin gab es auch Forderungen nach der Aberkennung oder Rückgabe von verliehenen Auszeichnungen. So forderte der polnische Politiker Lech Wałęsa zunächst, Grass solle die Ehrenbürgerschaft der Stadt Danzig ablegen.[53] Die CDU-Politiker Wolfgang Börnsen und Philipp Mißfelder forderten ihn zur Rückgabe seines Nobelpreises auf.[54][55] Nach einem Reue bekennenden Schreiben an die Stadt Danzig und dem Anerkennen der Reue durch Lech Wałęsa verebbte die Diskussion. Wałęsa nahm seine Kritik wieder zurück.[56] Nach einer Umfrage vom August 2006 unter den Einwohnern der Stadt Danzig sprachen sich zwei Drittel der Bevölkerung dagegen aus, Grass die Ehrenbürgerschaft abzuerkennen. Der Danziger Bürgermeister Paweł Adamowicz äußerte, dass das späte Bekenntnis von Grass nichts an der Qualität seiner Literatur und seinen Verdiensten für die deutsch-polnische Aussöhnung ändere.[57] Auch das Nobelpreiskomitee schloss eine Aberkennung des Nobelpreises aus.[58] Max A. Höfer, Co-Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, zitierte im Frühjahr 2007 die Neue Zürcher Zeitung, der „penetrante moralische Rigorismus“ von Grass sei eine „Ersatzhandlung“, „deren Polemiken vielleicht nie ausschließlich und allein auf die Sache zielten, die sich vielmehr aus dem Glutkern von verschwiegener Scham und Schuld speiste“, und hoffte, von Grass werde „sich wohl niemand mehr die Leviten lesen lassen“.[59] Im November 2007 erhob Grass durch seinen Anwalt Unterlassungsklage gegen die Verlagsgruppe Random House, zu der der Goldmann Verlag gehört. Die Klage zielte gegen die Behauptung, Grass habe sich freiwillig zur Waffen-SS gemeldet, in einer aktualisierten, bei Goldmann erschienenen Fassung der Grass-Biografie von Michael Jürgs.[60] Zu einer Gerichtsverhandlung kam es nicht. Grass und Random House einigten sich auf einen Vergleich, wonach sich Jürgs verpflichtete, den strittigen Passus in einer Neuauflage dahingehend zu ändern, dass Grass in seiner Autobiographie geschrieben habe, als Siebzehnjähriger im Herbst 1944 zur Waffen-SS-Division „Frundsberg“ eingezogen worden zu sein.[61] Dies entsprach auch der Darstellung von Robert Schindel, wonach Grass – nachdem er sich freiwillig zur U-Boot-Truppe gemeldet hatte und dort nicht genommen worden war – zur Waffen-SS rekrutiert wurde.[49] Beobachtung durch die Stasi 2010 veröffentlichte Kai Schlüter eine Dokumentation mit dem Titel Günter Grass im Visier. Die Stasi-Akte. Die Dokumentation enthält auch Kommentare von Günter Grass und von Zeitzeugen. Schlüter bereitet darin Grass’ Stasi-Akte auf. Die Stasi begann diese Akte kurz nach dem Mauerbau im August 1961. Sie ließ Grass bis Herbst 1989 nicht mehr aus den Augen, sammelte Material über ihn und die Gruppe 47 und überwachte ihn bei seinen Besuchen in der DDR.[62] Grass wäre im August 1961 beinahe von der Stasi festgenommen worden.[63] Verhältnis zum Springer-Konzern Um die seit 1967 bestehende Gegnerschaft zwischen der Gruppe 47 und der Axel Springer AG beizulegen, unternahm deren Vorstandschef Mathias Döpfner 2006 einen Vorstoß bei Grass. Dieser hielt sich weiterhin an den von der Gruppe im Oktober 1967 beschlossenen Boykott von Springer-Zeitungen. Die Schriftsteller befürchteten eine „Einschränkung und Verletzung der Meinungsfreiheit“ und eine „Gefährdung der Grundlagen der parlamentarischen Demokratie in Deutschland“ durch die Marktmacht des Konzerns. Grass hatte nach Jahrzehnten zu verstehen gegeben, von dem Boykott abrücken zu wollen, wenn sich der Konzern für die verletzende Art entschuldige, mit der die Zeitungen des Konzerns das Werk von Heinrich Böll begleitet hätten. Grass erklärte sich bereit, Döpfner in seinem Haus in Behlendorf bei Lübeck zu empfangen. Das Treffen fand am 27. März 2006 statt. Über den Inhalt des Gesprächs gab es keine Auskunft, doch kam es Ende April 2006 zu einem weiteren Gespräch, das Grass und Döpfner wiederum in Behlendorf führten. Auszüge des Streitgesprächs, das der Publizist Manfred Bissinger moderierte, wurden im Juni 2006 im Spiegel (25/2006) abgedruckt. Zwar blieb Grass bei seiner grundsätzlichen Kritik am Springer-Verlag, doch sei seine Ablehnung nichts Festgefügtes. Er wünsche sich, dass Döpfner „ein größeres Differenzieren“ im Verlag durchsetze. Döpfner erklärte sich bereit, „im Hinblick auf 1968 für den Axel Springer Verlag eine selbstkritische Revision zu führen“.[64] Das Gespräch wurde im August/September 2006 im Steidl-Verlag unter dem Titel Die Springer-Kontroverse als Taschenbuch herausgegeben. Kontroverse über das israelkritische Gedicht Was gesagt werden muss → Hauptartikel: Was gesagt werden muss Am 4. April 2012 löste Grass’ in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichtes Prosagedicht Was gesagt werden muss eine breite gesellschaftliche und mediale Diskussion aus. In diesem Text wirft er Israel vor, mit seinen Kernwaffen den „ohnehin brüchigen Weltfrieden“ zu gefährden und einen „Erstschlag“ gegen den Iran zu planen, „der das … iranische Volk auslöschen könnte“ und kritisiert im gleichen Zusammenhang die Lieferung von deutschen Unterseebooten an Israel. Zugleich setzt sich Grass mit einer von ihm behaupteten Tabuisierung eines unkontrollierten Kernwaffenarsenals Israels auseinander. Die Missachtung dieses Tabus würde als Antisemitismus beurteilt.[65] Am Folgetag gab Grass mehrere Interviews. So sagte er zur israelischen Politik bezüglich des Westjordanlands: „Es gibt nur wenige Länder, die UNO-Resolutionen so missachten wie Israel. Es ist oft genug von der UNO darauf hingewiesen worden, dass diese Siedlungspolitik beendet werden muss. Sie geht weiter.“ Er führte weiter aus: „Dieses Aussparen, dieses feige sich Wegducken, das schlägt schon in Nibelungentreue. ‚Ja keine Kritik an Israel‘ ist das schlimmste, was man Israel antuen kann“ und: „Israel ist nicht nur eine Atommacht, sondern hat sich auch zur Besatzungsmacht entwickelt.“[66] Das Gedicht wurde nach seiner Veröffentlichung von israelischer Seite, Vertretern des Judentums in Deutschland, deutschen Politikern[67] sowie den meisten deutschen Medien ablehnend aufgenommen und zum Teil als israelfeindlich und antisemitisch kritisiert.[68][69] Am 8. April 2012 erklärte die israelische Regierung Günter Grass, aus juristischen Gründen, offiziell aufgrund seiner Mitgliedschaft in der Waffen-SS, zur Persona non grata und verhängte ein Einreiseverbot.[70] Die Reaktionen von israelischer Seite wurden von einem Teil der israelischen Medien als übertrieben und hysterisch bezeichnet.[71][72] Das deutsche P.E.N.-Zentrum lehnte im Mai 2012 einen Antrag auf Aberkennung der Ehrenpräsidentschaft von Grass ab. Da sich die Vereinigung der Freiheit des Wortes verschrieben habe, werde sie sich auch nicht inhaltlich zu dem Gedicht äußern.[73] Rezeption Günter Grass’ Werk wird als bedeutsamer Teil des literarischen Kanons betrachtet. Die Romane, nicht nur Die Blechtrommel, sind weltweit bekannt. An seinen „pikaresken“ Schreibstil knüpften unter anderem solche Autoren wie John Irving und Salman Rushdie an. Letzterer setzte sich insbesondere auch mit Grass’ Verarbeitung des Heimatverlustes auseinander, was sich zum Beispiel in Rushdies Roman Mitternachtskinder zeigt, der deutlichen Bezug auf die Blechtrommel nimmt – etwa in der Verarbeitung der Geburtsszene, die wiederum auf einer Verfremdung der Goetheschen Darstellung seiner Geburt in Dichtung und Wahrheit beruht. Seine öffentliche Wirkung zeigt sich auf der Cicero-Liste der führenden 500 Intellektuellen im deutschsprachigen Raum, auf der er 2013 auf dem ersten Platz rangierte.[76] Günter Grass erhielt im Jahr 1999 den Nobelpreis für Literatur, weil er – so die Begründung der Jury – „in munterschwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat“ (“[he is the author] whose frolicsome black fables portray the forgotten face of history”). Darüber hinaus hat Grass noch etliche Auszeichnungen erhalten, von denen im Folgenden einige genannt werden. 1958 erhielt Grass den Förderpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V.,[77] 1965 wurde ihm der Georg-Büchner-Preis verliehen, „für sein Werk in Lyrik und Prosa, worin er kühn, weitausgreifend und kritisch das Leben unserer Zeit darstellt und gestaltet.“ 1967 wurde er mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ausgezeichnet, 1968 mit dem Fontane-Preis. 1969 erhielt er den Theodor-Heuss-Preis. 1994 verlieh ihm die Bayerische Akademie der Schönen Künste ihren Großen Literaturpreis. 1995 wurde Grass mit der Hermann-Kesten-Medaille ausgezeichnet, im Jahr darauf mit dem Thomas-Mann-Preis der Stadt Lübeck (...)     (Entnommen aus der "Wikipedia"-Seite)
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Nato von den USA gefoppt: Moskau plante nie Invasion in der Ukraine

Die US-Geheimdienste haben laut dem französischen General Christophe Gomart dank ihrem Einfluss in der Nato die Allianz mit falschen Berichten über eine Invasion russischer Truppen in die Ukraine versorgt. Russland habe in Wirklichkeit keine Handlungen unternommen, die eine militärische Intervention ermöglicht hätten.   „Wir haben in der Tat festgestellt, dass die Russen weder Kommandostellen noch Hinterland-Einrichtungen, etwa Feldspitäler, organisiert hatten, die ihnen eine militärische Intervention ermöglichen würden“, erklärte der General vor der Nationalversammlung des Landes, meldet RIA Novost.   Wenn russische Soldaten in der Ukraine womöglich auch gesichtet sein sollten, so sei dies ein Manöver gewesen, um den ukrainischen Präsidenten unter Druck zu setzen, keinesfalls aber ein Versuch einer militärischen Invasion.   Das Problem der Nato besteht darin, dass die US-Aufklärung das entscheidende Wort in der Allianz zu sagen hat, während die französischen Aufklärungsdienste nur mehr oder weniger berücksichtigt werden“, so der General. „In der Nato wurde erklärt, die Russen planen eine Invasion. Die von der französischen Militäraufklärungsbehörde gewonnenen Daten bestätigten diese Hypothese jedoch in keiner Weise.“   http://de.sputniknews.com/militar /20150411/301871741.html Nato-Übungen in Europa: USA brauchen immer mehr Europäer für Allianz   11.04.2015 Die Alarmierungsübung für die neue superschnelle Eingreiftruppe der Nato ist am Freitag in Tschechien zu Ende gegangen. Einheiten aus Tschechien und Holland sollten dabei zeigen, dass sie innerhalb kürzester Zeit für den Einsatz in einem Krisengebiet bereit sind. In Deutschland dauern bis Monatsende die Militärmanöver "Saber Junction 15" an.   "Militärübungen haben ja immer einen Namen, und die heißt jetzt eben,Gekreuzte Säbel‘ und,15‘ steht für das Jahr 2015“, erklärt im Interview mit Nikolaj Jolkin der Schweizer Historiker Daniele Ganser, der heute das von ihm gegründete Swiss Institute for Peace and Energy Research (SIPER) leitet. Bekannt wurde er mit seiner 2005 publizierten Dissertation über „NATO-Geheimarmeen“.   „Diese Übung gab es schon in den vorhergehenden Jahren. Dabei geht es darum, das verschiedene Länder zusammen üben. Fallschirmtruppen springen ab. Amerikanische Soldaten springen z.B. über Rumänien ab und dann sind rumänische Soldaten am Boden und begrüßen sie. Man versucht zu üben, dass man im Kriegsfall zusammenarbeiten könnte. Die USA verfolgen in den europäischen Ländern eigentlich das Ziel, ihre Macht auszudehnen. Aber man muss schon zur Kenntnis nehmen, dass die USA eigentlich zu wenige Truppen haben, um europäische Länder zu kontrollieren. Sie brauchen immer auch Europäer, die mitmachen. Die Amerikaner versuchen eigentlich seit den letzten 25 Jahren, immer mehr Länder in Europa in die Nato hereinzunehmen.“   Der Experte erinnert an die Wiedervereinigung Deutschlands, als russische Truppen samt aller Panzer aus der ehemaligen DDR abgezogen wurden. Dabei sei kein Schuss gefallen, und Deutschland sei als Ganzes in die Nato reingekommen. Die Nato habe ihr Wort gebrochen, sich nicht auszudehnen. Polen, Rumänien, Bulgarien, Tschechien, die Slowakei, Estland, Lettland, Litauen, Albanien und Kroatien wurden Nato-Mitglieder.   „Da muss man verstehen, dass das Moskau verärgert“, stellt der Historiker mit Bedauern fest. „Denn aus Russland gesehen, ist das ein Vorrücken der Nato an die russische Grenze. Wenn die Nato dann auch noch Übungen macht, jetzt im April 2015, führt das zu noch größerer Irritation. Ich finde es besser, wenn man nicht den Krieg übt, sondern versucht, den Dialog zu stärken.“   Nato-Übungen vor dem Hintergrund der Ereignisse in der Ukraine   „Es gibt einen historischen Kontext, der die ganze Sache noch viel brisanter macht“, meint Daniele Ganser. Nach Janukowitschs Sturz steuert der Präsident Poroschenko zur Nato-Mitgliedschaft. Das ist völlig im Interesse der USA. Der amerikanische General Ben Hodges ist sogar in die Ukraine gefahren und hat verwundeten ukrainischen Soldaten Auszeichnungen der amerikanischen Armee angeheftet. Das ist eigentlich ein Zeichen dafür, dass die Amerikaner sagen:,Wir stehen auf eurer Seite.‘ Wir haben jetzt amerikanische Nato-Einheiten, die die ukrainische Armee von Poroschenko trainieren.“   „Wenn wir bei dieser Übung,Saber Junction 15‘ genau hinschauen, dann sehen wir, dass hier nicht nur 15 verschiedene Nato-Länder involviert sind, sondern es sind auch Militäreinheiten aus Armenien dabei, das doch gar nicht, wie auch die Ukraine, Mitglied der Nato ist. Aber man versucht von Seiten der Nato, diese Länder einzubinden. Und das ist bedenklich, weil das die russischen Sicherheitsinteressen verletzt. Und das wissen die Amerikaner.“ Daniele Ganser meint, dass die Amerikaner tatsächlich provozieren, indem sie die Spannungen weiter anheizen.   Was die Nato-Geheimarmeen in Europa (Titel seiner Dissertation) betrifft, so haben sie im ganzen Kalten Krieg in allen Nato-Ländern existiert. Und sie haben im Verdeckten operiert. Nach wie vor ist die Nato in der verdeckten Kriegsführung aktiv. „Aber das wollen viele Leute nicht wahr haben“, stellt der Historiker fest. Machen Sie sich schlau über die Operation ‚Gladio‘. Dann haben Sie auch einen besseren Blick auf die Nato.“
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Politiker fordern Berufsverbot für Depressive

Vorbemerkung: Was macht denn die Menschen wirklich depressiv? In erster Linie sind es doch die höllische Arbeitsverdichtung und der Stress. Aber der Arbeitgeber hat nichts davon, wenn seine Angestellten die Praxen der NeurologInnen füllen. Weil dann Andere ihre Arbeit mit übernehmen müssen und ebenfalls wegen Überlastung krank werden. Es ist ein aussichtsloser Kreislauf für alle Beteiligten. (Kommentar Wieland 12.04.2015) "Gefahr für Leib und Leben" Die Tragödie um den absichtlich herbeigeführten Absturz der Germanwings-Maschine regt Politiker zu einer drastischen Maßnahme an: Menschen mit Depressionen sollten nur nach Begutachtung arbeiten dürfen. Empfehlen784 Twittern145 Teilen Seite versenden Seite drucken Zur Startseite Vor dem Hintergrund des Germanwings-Absturzes in den französischen Alpen, der vom Copiloten absichtlich herbeigeführt worden sein soll, hält Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) ein Berufsverbot für Menschen mit Depressionen für denkbar. Voraussetzung sei eine "sorgfältige medizinische Begutachtung", sagte Herrmann dem "Focus". Wenn diese Begutachtung zu dem Ergebnis komme, "dass etwa ein Pilot, ein Busfahrer oder ein Taxifahrer dauerhaft nicht mehr geeignet ist, Menschen oder sonstige Güter zu transportieren, ohne dass Gefahr für Leib und Leben anderer besteht, dann kann solchen Personen auch der Führerschein beziehungsweise die Lizenz entzogen werden", sagte Herrmann. MEHR ZUM THEMA 01.04.15Depressive befürchten RückschrittStigmatisierung nützt niemandem 08.04.15Lange vor 4U9525EU kritisierte Kontrollen der Flugtauglichkeit 08.04.15Psychologische Tests für Piloten?Experten warnen vor Aktionismus SPD-Fraktionsvize Karl Lauterbach äußerte sich ähnlich. "Bei bestimmten Formen der Depression könnte ein Berufsverbot unter bestimmten Umständen notwendig sein", sagte Lauterbach dem Magazin. Das hänge aber sehr vom Einzelfall ab. "Wenn etwa eine gefährliche Depression klar diagnostiziert wird und sich der Patient einer Behandlung verweigert, wäre ein Berufsverbot die letzte Konsequenz." In einer Emnid-Umfrage im Auftrag des Magazins befürworteten 58 Prozent der Befragten ein Berufsverbot, wenn die depressiv erkrankten Menschen in sensiblen Berufen arbeiten. Die Weltgesundheitsorganisation geht davon aus, dass bis zum Jahr 2020 Depressionen die weltweit die zweithäufigste Erkrankung sein werden. Laut derStiftung Deutsche Depressionshilfe leiden etwa 4 Millionen Deutsche unter der psychischen Erkrankung - das entspricht einem prozentualen Anteil von über 5 Prozent. Quelle: n-tv.de , lsc/AFP http://www.n-tv.de/panorama/Politike r-fordern-Berufsverbot-fuer-Depressive-articl e14871956.html
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yasni 12.04.15  +  

Rund 300 Menschen gingen beim Bremer Ostermarsch für den Frieden auf die Straße

  Jörn Seidel 05.04.2015 0 Kommentare   Wieland von Hodenberg hat sich in eine regenbogenfarbene Friedensfahne gehüllt. Für den 75-Jährigen ist der Bremer Ostermarsch ein Pflichttermin. Seit den 1980er-Jahren geht der Obervielander jedes Jahr gegen Krieg und Aufrüstung auf die Straße. Bis zu 20 000 Demonstranten waren es einst in Bremen. An diesem Sonnabend spricht die Polizei von 300, ungefähr so vielen wie in den Jahren zuvor. Von Hodenberg ist überzeugt: Die Untergrenze ist erreicht. Dieser harte Kern an Friedensaktivisten werde auch in Zukunft demonstrieren. Doch es fällt auf: Dem Ostermarsch fehlt es an Nachwuchs. Wie die Demo, sind auch viele Teilnehmer in die Jahre gekommen.     Der Marsch, den das Bremer Friedensforum organisiert, beginnt wie immer am Vormittag auf dem Ziegenmarkt im Steintor. Wie die vielen Transparente und Fahnen verraten, ist der Ostermarsch längst ein Sammelsurium für unterschiedlichste Protestbewegungen: gegen Atomkraft, Massentierhaltung und die Verfolgung von Muslimen, für mehr Gerechtigkeit, mehr Offenheit gegenüber Flüchtlingen, für die volle Anerkennung des Staates Palästina und für die Rekommunalisierung der Bremer Abfallentsorgung.   Auf einer roten Fahne tragen Mitglieder der Deutschen Kommunistische Partei (DKP) das Konterfei der Sozialistin Rosa Luxemburg zur Schau. Eine Fahne aus besonders edlem Stoff hält Gerd-Rolf Rosenberger hoch: Sie zeigt ein Bild des im KZ ermordeten Kommunisten Ernst Thälmann. „Die wurde mir 1986 auf dem DKP-Parteitag in Hamburg verliehen, als auch Boris Jelzin von der KPdSU als Gast erschien“, erzählt der Blumenthaler.   Vor allem aber wehen beim Bremer Ostermarsch unzählige Fahnen der Linkspartei. Grüne und Sozialdemokraten, die in den Hoch-Zeiten der Ostermärsche mitdemonstrierten, sucht man vergebens. Vermutlich wären sie bei den meisten Teilnehmern ohnehin nicht willkommen. Denn eine ihrer vielfach formulierten Forderungen lautet: Keine Auslandseinsätze der Bundeswehr. Im Bundestag unterstützt das nur die Linksfraktion. Doch Hauptredner Wolfgang Gehrcke, Frankfurter Bundestagsabgeordneter für die Linke, rät in seiner Ansprache, auch seiner eigenen Partei gegenüber kritisch zu bleiben: „Würde eine Linkspartei Auslandseinsätzen zustimmen, wäre sie nicht mehr links.“   Der 71-jährige Friedensaktivist bleibt sich treu. Bevor er bei der Gründung der DKP mithalf, trat er in die verbotene KPD ein – aber nur, wie er sagt, weil er zuvor aus der SPD ausgeschlossen wurde. Das sei die Strafe der Sozialdemokraten gewesen, weil er mit anderen Aktivisten – wie etwa Detlef Dahlke aus Bremen – zum ersten Ostermarsch in der Bundesrepublik aufgerufen habe, erzählt Gehrcke am Rande der Demo. Damals. im Jahr 1960, ging es im Sternmarsch von Hamburg, Hannover, Braunschweig und Bremen zu Fuß nach Bergen in die Lüneburger Heide, wo zuvor Raketen für Atomwaffen getestet wurden. Dass heute nur noch wenige Menschen mitmarschieren, bedauert Gehrcke. Doch Unterstützer gebe es genug: „Viele junge Friedensaktivisten organisieren sich heute im Internet“, sagt er. Trotzdem seien die Demos wichtig. „Die Ostermärsche versammeln die Knoten des Friedensnetzes, ohne die es sonst nur viele Strippen gäbe.“   Wie Annette Düring vom Bremer DGB und Gerhard Baisch von der Juristenvereinigung Ialana fordert auch Gehrcke in seiner Rede auf dem Marktplatz die weltweite Abrüstung. Es sei unverantwortlich, dass die Verteidigungsministerin den Einsatz bewaffneter Drohnen fordere und die US-Armee in der Eifel immer noch Atomwaffen lagere. Vor allem verurteilt er die Regierung dafür, dass sie in der Ukrainekrise Russland zum Feind mache. So werde ein Krieg riskiert, den Europa nicht überstehen würde, sagt der Politiker und wettert gegen die Nato-Osterweiterung. „Wahrlich, wir leben in finsteren Zeiten.“   Es sind vor allem alte Friedensaktivisten, die sich zum Ostermarsch versammeln. Doch auch junge Leute demonstrieren mit. Andreas Bergmann zum Beispiel, der, aus Buxtehude kommend, über die Feiertage auf Heimatbesuch in Verden ist. Der 36-Jährige erzählt, er habe im Internet von dem Bremer Ostermarsch erfahren. Und da er am Nachmittag ohnehin zum Fußballspiel ins Weserstadion will, nimmt er am Vormittag die Gelegenheit wahr, mitzumarschieren. Denn, wie er sagt, blicke auch er mit Sorge auf die Kriege in der Welt und halte bewaffnete Drohnen für falsch. „Wenn man mit Gleichaltrigen spricht, ist eigentlich jeder dagegen“, so Bergmann, „es sagt nur kaum einer was.“     (Dieser Artikel erschien in der Online-Ausgabe und auch in gedruckter Form des "Kurier am Sonntag" am 05. April 2015)
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yasni 05.04.15  +  

Ein Nachruf: Die Betriebsrätin Emmely war eine großartige und mutige Frau

Barbara Emme, auch bekannt als Emmely, ist in der Nacht von Montag auf Dienstag überraschend an Herzversagen gestorben, sie wurde 57 Jahre alt. Sie hat 1977 begonnen, bei der HO (Handelsorganisation) zu arbeiten, und war damit 38 Jahre im selben Arbeitsverhältnis im Einzelhandel tätig.   Einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde sie durch den Kampf gegen ihre Kündigung. Die Kaiser’s-Tengelmann AG hatte ihr im Februar 2008 kurz nach dem Streik im Einzelhandel gekündigt, Emmely hatte für ihre Gewerkschaft ver.di die Streikliste in ihrer Filiale in Berlin-Hohenschönhausen geführt. Die Kaiser’s-Tengelmann AG kündigte , Emmely wegen des Verdachts, sie habe Pfandbons zu insgesamt 1,30 Euro, die ein Kunde im Laden verloren hatte, zu Unrecht eingelöst. Ihre Gewerkschaft hatte ihr immer wieder geraten, eine Abfindung zu akzeptieren, aber Emmely ging trotz zwei verlorener Verfahren beim Arbeitsgericht und Landesarbeitsgericht in Berlin vor das Bundesarbeitsgericht in Erfurt. Alle drei Gerichte gingen davon aus, dass die Emmely die Pfandbons zu Unrecht eingelöst hatte. Emmely hat diesen Vorwurf immer abgestritten. Trotzdem gab das Bundesarbeitsgericht im Juni 2010 der Klage Emmelys gegen die Kündigung statt, indem es die Kündigung als unverhältnismäßig einstufte und Emmely erhielt ihren Arbeitsplatz zurück. Für Emmely bedeutete der Kampf gegen die Kündigung einerseits viel Unterstützung durch die Öffentlichkeit, neue Bekanntschaften in ganz Deutschland und viele neue Erfahrungen, aber auch eine hohe nervliche Belastung: ständig wollte die Presse mit ihr sprechen, Juristen der Arbeitgeberseite bezeichneten sie als „notorische Lügnerin“, sie musste in eine kleinere Wohnung ziehen und der Ausgang des Verfahrens war ungewiß. Ihre Berühmtheit war ein hohes Risiko: Wer will schon eine engagierte Gewerkschafterin einstellen, die ihre Renitenz sogar in der Show von Johannes B. Kerner bekräftigt? Es war beeindruckend, mit welcher Energie und welchem Trotz, die auch aus Stolz auf die von ihr geleistete Arbeit rührten, sich Emmely gegen die Anschuldigungen gegen sie und dem Verlust ihres Arbeitsplatzes gewehrt hat. Noch am selben Tag, an dem Sie ihren zweiten Prozess verloren hatte und unter Tränen zur Presse sprach, fuhr sie mit ihrem Anwalt, Benno Hopmann, nach Hamburg, um abends im Fernsehen aufzutreten. Niemand von den erfahrenen AktivistInnen, die sie unterstützt haben, hätte dazu den Mut aufgebracht. Wir haben ihr sogar abgeraten, doch Emmely hatte keine Scheu davor. „Jetzt erst recht.“ – dies war die Haltung, die sie ausgestrahlt hat. Nach ihrem Erfolg vor dem Bundesarbeitsgericht erhielt Emmely erst einmal auch den Urlaub und den Lohn für mehr als 2 Jahre und konnte so an der Weltfrauenkonferenz in Venezuela im Jahr 2010 teilnehmen. An ihrem alten neuen Arbeitsplatz erhielt sie weiterhin viel Zuspruch von KundInnen und auch von MitarbeiterInnen, oft erhielt sie kleine Geschenke oder wurde nach Autogrammen gefragt. Sie blieb weiterhin politisch engagiert, hat regelmäßig ihren Bildungsurlaub bei einer von GewerkschafterInnen organisierten Reise nach Frankreich verbracht und lernte dort viele AktivistInnen kennen, die wie sie gegen Ungerechtigkeit und Ausbeutung kämpften. Im Einzelhandelsstreik 2013 hat Emmely sich an Aktionen beteiligt, bei denen Berliner Beschäftigte KollegInnen in Brandenburg mit der Blockade einer Supermarktfiliale unterstützt haben. Bei den Betriebsratswahlen 2014 wurde sie bei Kaisers in den Betriebsrat gewählt. Wenige Monate später hat Kaisers Tengelmann das Aus für die Lebensmittelkette verkündet, die nun zwischen Edeka und Rewe aufgeteilt werden wird. Emmely klagte häufig über lange zehnstündige Schichten, die sie sehr erschöpft haben. Zuletzt hat Emmely sich in einem Bündnis von GewerkschafterInnen gegen das Tarifeinheitsgesetz engagiert. Ihr Bildungsurlaub in Frankreich im April dieses Jahres wurde nach langem Hin und Her mit dem Arbeitgeber genehmigt. Sie kann ihn nicht mehr antreten. Emmely hinterläßt drei Töchter. Wir werden Sie nicht vergessen. An Emmelys Fall wurden Bagatell- und Verdachtskündigungen breit diskutiert und kritisiert. In mehreren Städten der BRD fanden Veranstaltungen statt. Zahlreiche vergleichbare Fälle wurden in den Medien aufgegriffen. Emmelys Erfolg vor dem Bundesarbeitsgericht kam für alle erfahrenen Beobachter völlig überraschend. Unmittelbar danach gewannen mehrere gekündigte ArbeiterInnen ihre Bagatellkündigungen vor Arbeitsgerichten, die zuvor immer zu Gunsten der Arbeitgeber geurteilt hatten. ArbeitsrechtlerInnen beobachteten danach einen Rückgang von Bagatellkündigungen, aber auch eine Anpassung der Arbeitgeber: Die Zunahme von Abmahnungen auf Vorrat und die Hortung von abgelaufenen Abmahnungen in Parallelakten, um ArbeiterInnen weiterhin prozessfest kündigen zu können. Nach unserem gegenwärtigen Wissenstand möchte die Familie eine Beerdigung im kleinen Kreis ohne öffentliche Aufmerksamkeit.
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yasni 26.03.15  +  

"Hilfzahlungen" an Griechenland - Wie die Maintream-Medien die Wahrheit auf den Kopf stellen

Die wochenlange Auseinandersetzung zwischen der neuen griechischen Regierung und der Troika hat ein anschauliches Beispiel dafür geliefert, wie die Mainstream-Medien der Politik in die Hände spielen und dabei die öffentliche Meinung in unserem Land zu manipulieren versuchen. Während die Troika Athen durch wirtschaftliche Erpressung unter Druck setzte und ihr jegliche Zugeständnisse verweigerte, starteten die Leitmedien eine breit angelegte Desinformations-Kampagne mit dem Ziel, die Bevölkerung auf die Fortsetzung der bisherigen Sparpolitik einzuschwören.   Zunächst wurde die neu gewählte Regierung in Athen nicht als eine Koalition aus einer liberalen Gruppierung und einer extrem rechts stehenden Partei dargestellt, sondern pauschal und wahrheitswidrig mit den Etiketten „radikal“, „ultralinks“ und „revolutionär“ versehen – in der offensichtlichen Absicht, sie als unmittelbare Gefahr für die bestehende Ordnung erscheinen zu lassen. Dass sich mehr als ein Drittel der griechischen Bevölkerung vom Bündnis Syriza die Beendigung der erdrückenden Sparmaßnahmen erhoffte, wurde weitestgehend aus der Berichterstattung ausgeklammert, die sozialen Notstände - wie die bei sechzig Prozent liegende Jugendarbeitslosigkeit, der Zusammenbruch des Gesundheitswesens oder die Zunahme der Zahl hungernder Rentner - fanden überhaupt keine Erwähnung mehr.   Statt dessen wurde das Bild eines Landes gezeichnet, das jahrelang über seine Verhältnisse gelebt hat, in dem Korruption und Vetternherrschaft den Alltag bestimmen und dessen Bürger die Hand gern aufhalten, es aber mit der Rückzahlung geliehenen Geldes nicht so ernst nehmen. Die an Zins- und Zinseszinszahlungen und zudem an härteste Bedingungen geknüpften Kredite der Troika wurden grundsätzlich und ohne Erwähnung dieser Konditionen als „Hilfszahlungen“ und „Rettungspakete“ bezeichnet. Der griechische Mindestlohn wurde nicht etwa angeprangert, sondern den noch niedrigeren Mindestlöhne in den baltischen Staaten gegenübergestellt – ganz offenbar in der Absicht, am Existenzminimum lebenden griechischen Arbeitern Unverschämtheit und Anspruchsdenken zu unterstellen.   Schließlich wurden nicht nur die griechische Regierung, sondern „die Griechen“ insgesamt zur Einhaltung von Verträgen aufgefordert, die das Land „auf einen guten Weg gebracht hätten“, obwohl der Anstieg der Staatsverschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt von 125 Prozent zu Beginn der Krise auf mittlerweile 175 Prozent das Gegenteil beweist. Den Höhepunkt der Kampagne bildete eine Aktion der Bildzeitung, die einzelne Leser dazu animierte, sich mit einem Titelblatt, auf dem ein klares „Nein“ an Griechenland abgebildet war, fotografieren und der Öffentlichkeit präsentieren zu lassen.   Obwohl die Kampagne verschiedene Bildungsschichten auf unterschiedliche Weise ins Visier nahm, waren drei Ziele durchgehend zu erkennen:   1. Das Ausblenden der sozialen Katastrophe in Griechenland diente dazu, von der moralischen Verwerflichkeit der Politik der Troika abzulenken.   2. Die Darstellung der Schieflage Griechenlands als „selbstverschuldet“ zielte darauf ab, die kriminelle Rolle der Finanzindustrie zu verschleiern.   3. Die ständige Erwähnung von Korruption und Vetternwirtschaft verfolgte die Absicht, die Mehrheit des ums alltägliche Überleben kämpfenden Griechen in den Augen der deutschen Öffentlichkeit als Verschwender und undankbare Empfänger von Hilfsmaßnahmen darzustellen.   Auf der Grundlage dieser umfassenden medialen Vorbereitung geriet die Abstimmung im Bundestag schließlich zu einem Höhepunkt politischer Heuchelei: Die Abgeordneten, die für den Aufschub des Reformprogramms und damit für nichts anderes als eine zeitverzögerte Fortsetzung der brutalen Austeritätspolitik stimmten, stellten sich als Opfer von Gewissenskonflikten dar, die sich angesichts der wenig unterwürfigen Haltung der Griechen nur unter Selbstvorwürfen für weitere „Hilfsmaßnahmen“ entscheiden konnten. Die Abgeordneten, die gegen den Aufschub stimmten, begründeten dies allen Ernstes damit, dass sie dem deutschen Steuerzahler keine weitere Enteignung zumuten könnten – demselben Steuerzahler, dessen Geld sie seit vier Jahren in Milliardenhöhe ohne die geringste Hemmung in die Tresore von Gläubigerbanken geleitet haben!   Der abstoßende Charakter der Kampagne, wie auch der Aufwand und die Vehemenz, mit der sie geführt wurde, sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie kein Zeichen der Stärke, sondern ein klares Indiz für die zunehmende Schwäche einer Branche ist, die an einem rasant fortschreitenden Verfall ihrer Glaubwürdigkeit leidet. So glaubten nach einer Befragung des NDR vom Dezember 2014 zwei Drittel der Nutzer den Leitmedien nicht mehr. Einer bereits im November von Journalisten-Watch veröffentlichten Untersuchung der „Freien Welt“ zufolge hielten 72 Prozent der Nutzer die Leitmedien für „überhaupt nicht vertrauenswürdig“.   Es ist dieser Vertrauensverlust und die explosionsartig zunehmende Verbreitung nicht manipulierter Informationen über die sozialen Netzwerke, die die Mainstream-Medien in zunehmende Bedrängnis bringen und sie dazu zwingen, bei der Wahl ihrer Mittel zu immer plumperen Mitteln zu greifen und sich gleichzeitig immer weiter von der Wirklichkeit zu entfernen – eine Entwicklung, die mit Sicherheit dazu führen wird, dass in Zukunft noch mehr Menschen erkennen, wessen Interessen sie in Wahrheit vertreten und welche Rolle sie in unserer Gesellschaft spielen.     Autor Ernst Wolff bei "scharf-links.de" am 02.03.2015    
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27. Januar 1945 - Befreiung von Auschwitz

Ehre, wem Ehre gebührt. Heute gedenken Menschen auf der ganzen Welt mit dem 27.Januar 1945 des Tages, am dem die Soldaten der Roten Armee auf ihrem Vormarsch Richtung Berlin durch das von Hitler-Deutschland besetzte Polen an einen Ort namens Auschwitz kamen. Auf einer Liste, auf der alle von den Nazis und ihren Helfershelfern verübten Verbrechen stehen würden, steht dieser Name an 1. Stelle. Dieses eine Wort "Auschwitz" steht für Deutschlands immer währende Scham. Ein Synonym für Tod und Terror und unaussprechliches Leiden. Dieser riesige Lagerkomplex, einzig und allein gebaut zur industriellen Vernichtung von Menschen, vereint in sich alle Schrecken und Qualen der dorthin Verschleppten. Eine wahre Hölle auf Erden, betrieben durch die Folterknechte eines menschenverachtenden Terrorregimes. Die dort herrschende Perversität ist an Grausamkeit nicht zu überbieten. Und für uns nach dem 2. Weltkrieg Geborenen nicht fassbar. Und deshalb sind die Soldaten der Roten Armee nicht nur die Befreier der 7.500 Überlebenden, sondern auch deren "Helden". Und haben einen besonderen Platz bei Ehrungen verdient. Nicht nur in den Herzen derjenigen, die überleben konnten, weil die Soldaten der Roten Armee die Tore der Hölle eintraten, sondern hätte auch einen Platz in den Köpfen der Menschen, die nach dem Krieg geboren wurden, einnehmen müssen. Aber in einer Zeit, in der Raubkriege (Irak) oder Eroberungskriege (Serbien, Kosovo, Vietnam) wieder "gesellschaftsfähig" geworden sind und politische Scharlatane auf der Welt -natürlich immer im Namen von Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit- den Völkern vorschreiben, wie sie zu leben haben, wird in diesem Jahr die Ehre nach dem Prinzip des "Gehorsams" verteilt. Und so ist es kaum zu glauben, aber Realität, dass Präsident Putin als Repräsentant der Roten Armee zu den Gedenkfeiern nicht eingeladen wurde. Dagegen hat man den Präsidenten des Tätervolkes als Rechtsnachfolger des Dritten Reiches, den politischen Wirrkopf Joachim Gauck, eingeladen. Seit der Münchener Sicherheitskonferenz für seine Befürwortung von militärischer Gewalt zur Durchsetzung ökonomischer Interessen (etwas abgewandelt: Von deutschem Boden darf nie wieder eine militärische Zurückhaltung ausgehen!) bekannt und von der Nato und den USA hoffiert. Ein Blender und Schaumschläger anstatt des Vertreters des russischen Volkes, dass bereits 2 Mal von Deutschland überfallen wurde und besonders im 2. Weltkrieg unsagbares Leid und Zerstörung erleiden mußte. Ich glaube, 27 Millionen tote Soldaten und Zivilisten (nicht zu vergessen die 3 Millionen sowjetischen Kriegsgefangenen, die man verhungern ließ, um sie als unwertes Leben zu "entfernen", sprechen eine deutliche Sprache. Merkel und ihre Vasallen müssten angesichts dieses Ausmaßes der an der Sowjetunion begangenen Verbrechen vor Scham verstummen. Aber wir dürfen uns nicht mehr wundern. Denn in einer Gesellschaft, in der es inzwischen kein Aufsehen mehr erregt, wenn im Winter alte Menschen, die in unserem reichen Land (Merkel: Deutschland geht es gut ) gezwungen sind, als Obdachlose auf der Straße zu leben, erfrieren, aber eine Baisse um 1,2 Punkte an der Börse Schlagzeilen macht, ist Achtung und Respekt oder eben der Grundsatz EHRE, WEM EHRE GEBÜHRT zur Nebensache geworden. Und wird instrumentalisiert. So wollen wir Kommunisten und aufrechten Linken an die Stelle dieser menschenverachtenden Clique von "Politikern" treten und in stillem Gedenken die Achtung dieser Soldaten mit Ehre erfüllen. Und dabei eines anderen Ereignisses gedenken: Am 27. Januar 1944 endete nach 900 Tagen die Einkesselung von Leningrad durch die Heeresgruppe Nord unter Generalfeldmarschall Ritter von Leeb. Auf besonderen Befehl Hitlers sollte die Stadt als "Wiege der Oktoberrevolution" ausgehungert werden und dann durch Sprengung dem Erdboden gleichgemacht werden. Dieser Befehl kostete 1.000.000 Million Einwohnern das Leben. Gleich zu Anfang gab es keinen Strom mehr, alle Wasserleitungen waren eingefroren. Die tägliche Brotration sank auf 2 Scheiben pro Bewohner. Verteidigungskommissar Schdanow konnte über den im Winter zugefrorenen Ladogasee die sogenannte "Straße des Lebens" errichten, die aber nicht ausreichte. Während Menschen einfach auf der Straße vor Entkräftung tot umfielen, wurde in den Fabriken weiter gearbeitet, Panzer, Geschütze und Munition hergestellt, die direkt zum Kampf gegen die deutschen Okkupanten eingesetzt wurden. Und während der Tod reiche Ernte hielt, waren Theater und Bibliotheken sowie die Eremitage geöffnet, es wurden Konzerte gegeben und Gedichte vorgetragen. Den Hunger und die Unterjochung durch die Faschisten als Antreiber, vollbrachten die Leningrader im Kampf gegen die größte Belagerung im 20. Jahrhundert Unvorstellbares: Aus der Bevölkerung rekrutierte Verteidigungskommissar Schdanow 10 Divisionen als Arbeitermiliz. 32000 Frauen und Mädchen gingen als Krankenpflegerinnen an die Front. 90 % aller Leningrader Komsomolzen, das waren 600 000 Jugendliche, arbeiteten jeden Tag, auch bei -40 Grad Kälte, nur mit Hacke und Schaufel ausgerüstet, an den Verteidigungsanlagen. Sie hoben 700 km Panzergräben aus, bauten 300 km Baumsperren und 5000 Erdbunker. Noch nie vorher und nachher (außer dem Ho Chi Minh Pfad mit seinen Erdbunkern kommt dem gleich) wurde eine solche Leistung zur Verteidigung vollbracht. Und voran die Jugend Leningrads! Wie auch an tausend anderen Stellen in der UdSSR kämpfte und opferte sich die kommunistische Jugend für die Freiheit des Vaterlandes! Von den 11.000 während des Großen Vaterländischen Krieges verliehene Auszeichnung "Held der Sowjetunion" kamen 7.000 Titelträger aus der Komsomol. So hat auch Russland sein eigenes "Auschwitz", wobei ich das Leid nicht gegeneinander bewerten will. So wie es diese Bande von "Staatsmännern" macht, die durch die Ignoranz den Toten unter den Soldaten der Befreier das Leid in "gutes" und "schlechtes" Leid durch die Nichtberücksichtigung der russischen Vertreter macht. Diese Schande, die auch durch Merkel, Gauck und Konsorten nicht gestoppt wird, ist nur ein weiterer Beweis für die Verkommenheit der sogenannten "westlichen Demokratien" und die Bestätigung, um unserem Kampf gegen die Bourgeoisie immer weiter zu führen, um die Herrschenden endlich durch Menschen zu ersetzen. Und weil die Bundesregierung in Europa an der Spitze derjenigen steht, die mit neuen wirtschaftlichen Sanktionen Präsident Putin, also Russland, demütigen will, damit sie sich unterwerfen, sollte unser Platz nicht nur in Auschwitz, sondern auch in Leningrad sein. Und wir sollten verhindern, dass einer dieser westlichen Heuchler weder die Ehre der Soldaten von Auschwitz noch die der Kämpfer von Leningrad beschmutzen. So wie schon Napoleon Bonaparte so hat auch Hitler die Leidensfähigkeit des russischen Volkes unterschätzt. Und so wird auch der Angriff der "geistigen" Nato mit ihrer Ausgrenzung des russischen Volkes an der Kraft der russischen Seele zerschellen. Ich möchte meinen Beitrag mit einem Gedicht beenden, das im Rotfuchs Nr. 204 vom Januar 2015 auf Seite 14 abgedruckt ist. Verfasserin ist die Genossin Eva Ruppert: Kriege, Kriege überall Marschmusik Trompetenhall, deutsche Rüstung liefert gut, Geld fließt stets für fremdes Blut. Dass man gern lässt Säbel brlitzen, kennt man schon vom alten Fritzen. Ja, wir sind jetzt wieder wer, mit dem starken Bundesheer, All das nennt man VATERLAND, auch als DEUTSCHLAND wohlbekannt.   (Verfaßt von einem Mitglied der LINKEN aus Ostfriesland)
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 02.03.15  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im März

Im März gibt es bei uns mal wieder volles Programm. 12 Konzerte, allein 3 hervorragende Streichquartette: das Chiaroscuro Quartet (noch im Februar am 28.), das Nomos Quartett (8.3.) und das Amaryllis Quartett (18.3.), Weltmusik mit dem phänomenalen Sänger Ola Onabulé (7.3.), den Kehlkopfsängern von Huun Huur Tu aus Tuva (12.3.) und den Mundharmonikavirtuosen Sväng aus Finnland (18.3.) um nur einige zu nennen. Näheres zu allen Konzerten finden Sie wie immer weiter unten. Wir heißen Sie gerne willkommen. Für heute allerbeste und immer noch gut gelaunte Grüße Ihr Peter Schulze Es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass die Verweilqualität vor und nach den Konzerten im Sendesaal sich durch das öffentliche Restaurant Geerdes am Sendesaal sehr erhöht hat. Geben Sie sich die Zeit. Ein Besuch lohnt sich. Das Geerdes ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Inhalt 28.02. residenz@sendesaal: Chiaroscuro Quartet 01.03. Gesprächskonzert Teil II: Kurt Seibert und Erik Roßbander 04.03. Florian Hoefner Group 07.03. Ola Onabulé 08.03. Jubiläumskonzert: Nomos Quartett 11.03. Jugendsinfonieorchester Bremen-Nord und Chor 12.03. Huun Huur Tu 18.03. amaryllis 3x3: Amaryllis Quartett 19.03. Preisträgerkonzert Jugend musiziert 20.03. residenz@sendesaal: Tristan Cornut und Claire Huangci 21.03. Sväng 22.03. Matinee: Althastedter Kammerorchester 22.03. konzert im dunkeln: Alan Broadbent 28.02. residenz@sendesaal: Chiaroscuro Quartet Samstag, 28. Februar 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) Das russisch-spanisch-schwedisch-französische Chiaroscuro Quartet ist ganz seinem Namen (chiaroscuro = helldunkel) verbunden. Gegenwärtig nimmt es seine neue CD-Serie mit Streichquartetten von Joseph Haydn im Sendesaal auf. Dies ist das erste von zwei Produktionskonzerten. Chiaroscuro Quartet Alina Ibragimova - Violine  Pablo Hernán Benedí - Violine Emilie Hörnlund - Viola Claire Thirion - Violoncello Joseph Haydn: aus den Sonnenquartetten op 20 1-3 (Es-Dur, C-Dur & G-Moll) Alina Ibragimova, die erste Geigerin des Chiaroscuro Quartetts, lernten wir zuerst als Schülerin meines Bruders Christian Tetzlaff kennen , hatten aber bald schon das große Vergnügen, sie als fantastische Kollegin beim Kammermusikfestival in Heimbach wieder zu treffen und mit ihr Musik zu machen . Alina macht weiterhin neben ihrer Solokarriere sehr viel Kammermusik -  ein Trend , der sich bei der jüngeren Generation großer Musiker zum Glück immer mehr durchsetzt - vor allem in diesem wunderbaren Streichquartett , und wir freuen uns sehr , die Einspielung dieser Haydn Quartette , die nächstes Jahr ihre Fortsetzung findet , unterstützen und miterleben zu dürfen ! Tanja Tetzlaff und Florian Donderer „In dem Kammerstil habe ich außer den Berlinern fast allen Nationen zu gefallen das Glück gehabt. Mich wundert nur, dass die sonst so vernünftigen Herrn Berliner mich in einer Wochenschrift bis an die Sterne erheben, in der andern 60 Klafter tief in die Erde schlagen." Als Joseph Haydn diese Zeilen 1776 schrieb, konnte er nicht ahnen, dass Werke wie seine vier Jahre zuvor entstandenen „Sonnenquartette" einmal einen festen Platz am Kammermusik-Firmament einnehmen würden. Vielmehr sah er sich mitunter harscher Kritik ausgesetzt, weil ihm einige Kritiker seinen Platz an der Sonne offenbar nicht gönnen wollten – getreu dem Motto: da wo Licht ist, ist auch Schatten. Das auf Darmsaiten musizierende Chiaroscuro Quartet weiß dieses Motto produktiv zu nutzen: Seit 2005 durchleuchtet das Ensemble die vielen Facetten der Streichquartettliteratur und macht das Chiaroscuro, das in der Malerei für Hell-Dunkel steht, auf eindrucksvolle Weise und unter großem Beifall seines Publikums hörbar. Mit freundlicher Unterstützung der Heinz-Peter und Annelotte Koch-Stiftung Foto©Agnese Blaubarde 01.03. Gesprächskonzert Teil II: Kurt Seibert und Erik Roßbander Sonntag, 01. März 2015 | 16:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Beethovens Opus Magnum, die Hammerklaviersonate op. 106 steht im Zentrum dieses Gesprächskonzertes. Kurt Seibert - Piano
 Erik Roßbander - Rezitation Ludwig van Beethoven - Hammerklaviersonate op. 106 Kurt Seibert schreibt zu diesem Gesprächskonzert: „Beethovens "Hammerklaviersonate" ist bis heute die umfangreichste Klaviersonate der Literatur. Lange Zeit galt sie als unspielbar. Carl Czerny, der Schüler Beethovens bezeichnet die abschließende Fuge als das schwierigste Klavierstück.  Franz Liszt und vor allem dem Pianisten und Dirigenten Hans von Bülow verdanken wir es, dass Beethovens Spätwerk im Bewusstsein der Musikfreunde den gebührenden Platz gefunden hat. Hans von Bülow ist der "Erfinder" des Klavierabends, wie wir ihn kennen. Bülows Beethoven Programme enthielten das gesamte, damals völlig unbekannte Spätwerk an einem Abend und er spielte manchmal auch die Sonate op.106 zweimal in einem Konzert. Wir wollen uns nicht an einem solchen Beethoven-Marathon beteiligen, folgen aber seiner Idee, die Sonate op.106 zweimal zu spielen.“ Eine Veranstaltung von Kurt Seibert 04.03. Florian Hoefner Group Mittwoch, 04. März 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das international besetzte Quartett des in New York lebenden Jazz-Pianisten Florian Hoefner. Florian Hoefner Group Matt Marantz – Tenor-, Sopransaxophon Florian Hoefner – Piano Sam Anning – Bass Peter Kronreif – Schlagzeug Nach seinen zwei CD-Veröffentlichungen mit seiner Florian Hoefner Group hat sich der in New York lebende Pianist Florian Hoefner endgültig als innovative Kraft in Sachen Modern Jazz etabliert. Die mit einem US-Amerikaner, einem Australier und einem Österreicher international besetzte Gruppe hat sich nach über 50 Live-Konzerten einen Ruf als extrem eingespielte und energetische Live-Band erarbeitet. Dafür sprechen auch die unzähligen Konzertengagements in Nordamerika und Europa. Die Band absolvierte ein umfangreiches Tourprogramm mit von Presse und Publikum gefeierten Konzerten in den USA, Kanada, Deutschland, der Schweiz, Österreich, Belgien, Dänemark und Polen. Für ihren Auftritt in der Zehntscheuer in Ravensburg wurde die Band mit dem Oberschwäbischen Kleinkunstpreis ausgezeichnet. Ihre Alben erhielten glänzende Rezensionen auf beiden Seiten des Atlantiks. „Großartig“ findet Roland Spiegel vom Bayerischen Rundfunk das Debut-Album, „Songs Without Words“ und widmet ihm gleich eine ganze Sendung. „Beeindruckend“, schließt sich Guenter Hottmann vom Hessischen Rundfunk an und stellt die Band gar in eine Reihe mit Mark Turner’s „Fly-Trio“. In den USA schreibt All About Jazz: „Ein absolut eingängiges Album, das eine Freude ist zu hören“. Das Folgealbum, „Falling Up“, ist seit September 2013 erhältlich. Es enthält sieben neue Kompositionen des mit dem ASCAP Young Jazz Composer Award ausgezeichneten Bandleaders und Arrangements des Beatles-Klassikers, „Eleanor Rigby“, und des Folk-Songs, „Black is the Color“. Mit seinen Stücken, schafft Hoefner es, eine Brücke zu schlagen zwischen eingefleischten Jazzfans und Hörern, die erst während des Konzerts entdecken, dass Jazz eigentlich schon immer ihre Musik war. Hierzu noch einmal Roland Spiegel: „...diese Stücke haben meist äußerst einprägsame Themen, stecken allerdings immer auch voller anspruchsvoller Details so dass die Kenner sich nicht langweilen und alle anderen trotzdem sofort Zugang zu dieser Musik finden.” Hoefner’s Mitmusiker tragen einen gehörigen Teil dazu bei. Das findet auch die Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine: „Schlagzeuger Peter Kronreif, der Saxofonist Matt Marantz und Sam Anning am Kontrabass beteiligen sich an diesem Vorhaben mit faszinierendem Ensemblespiel und magischer Improvisationskunst. Großer Applaus.“ „Musik, die rhythmische Raffinesse mit lyrischem Fließen vereint.” Sarah Seidel, Norddeutscher Rundfunk 07.03. Ola Onabulé Samstag, 07. März 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Der wunderbare britisch-nigerianische Sänger Ola Onabulé kommt nach seinem eindrucksvollen und ausstrahlungsstarken Sendesaaldebüt im letzten Jahr zum release concert für sein endlich fertiggestelltes neues Album It's The Peace That Deafens wieder in den Saal. Ola Onabulé - Gesang Martin Scales - Gitarre Patrick Scales - Bass Nick Flade - Piano Guido May - Schlagzeug Oli Savill - Perkussion Der nigerianisch-stämmige Brite Ola Onabulé ist Songwriter, Arrangeur und Produzent in einer Person. Für seine Musik auf den internationalen Festivals als großer Vokalist und begnadeter Entertainer gefeiert, begeisterte er auch hierzulande auf den großen Festivalbühnen und bei Kooperationen mit der WDR Big Band in der Philharmonie Köln, dem Babelsberg Filmorchester im Nikolaisaal Potsdam und erst kürzlich mit der SWR Big Band auf dem Jazzfest in Aalen, bei denen das Publikum in den Genuss kam, seine Arrangements in einem neuen Gewand zu erleben. Aber diesmal kommt er in kleiner Besetzung, um seine neue, endlich fertiggestellte CD “It’s The Peace That Deafens” zu präsentieren, ein Werk der Erforschung aber zugleich auch eine Aussage. 12 aufrüttelnde Songs über Identität, Versöhnung und Nostalgie. Die Worte, Melodien und Rhythmen balancieren auf einem dünnen Drahtseil aus Paradoxen. Sie entstanden zwischen Kindheit und Erwachsensein, in zwei unterschiedlichen Kulturen, auf zwei verschiedenen Kontinenten und zu zwei verschiedenen Zeiten. Olas Stimmung dabei ist resolut und entschlossen, doch auch abschätzend und vorsichtig. 08.03. Jubiläumskonzert: Nomos Quartett Sonntag, 08. März 2015 | 18:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 10 Euro) 30 Jahre Nomos Quartett - ein nachträgliches Festkonzert NOMOS-QUARTETT Martin Dehning – Violine Meike Bertram – Violine Friederike Koch – Viola Sabine Pfeiffer – Violoncello Programm: Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett C-Dur KV 465 Iannis Xenakis: „Tetras“ für Streichquartett (1983) Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett f-Moll op. 80 und Musikalische Überraschungen Bereits während ihrer Studienzeit – u.a. in Berlin, Hannover, Frankfurt, Paris und New York – waren die vier MusikerInnen Mitglieder in Ensembles wie dem „Ensemble Modern” und der „Jungen Deutschen Philharmonie“. 1984 gründeten sie das Nomos-Quartett und gewannen in den folgenden Jahren zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben. Seit 2013 setzt die junge Geigerin Meike Bertram neue Impulse. So überzeugt das Nomos Quartett durch mitreißenden Schwung, Lebendigkeit und Offenheit – und die Reife langjähriger gemeinsamer Erfahrung. Aus Anlass seines 30jährigen Bestehens spielt das Nomos-Quartett herausragende Werke der Streichquartettliteratur: Mozarts „Dissonanzenquartett“ (benannt nach dem harmonisch kühnen Beginn) wirkt ebenso spielerisch wie tiefgründig und ist in seiner perfekten Verbindung von kunstvoller Arbeit und gelassener Heiterkeit vielleicht das vollkommenste seiner Streichquartette. Iannis Xenakis erdenkt in „Tetras“ wilde Klangeruptionen, er experimentiert mit komplizierten Zeitstrukturen und schafft fünfzehn Minuten energievollster Musik. Das f-Moll-Quartett von Mendelssohn Bartholdy ist ein aufwühlendes, mitreißendes Werk, im langsamen Satz von tief berührender Schönheit. Zum Abschluss des Konzerts: Musikalische Überraschungen! The splendidly sensitive and musical Nomos-Quartett gave a glorious performance of the Mozart ‘Dissonance’. The Independent, London Das Nomos-Quartett macht die Seele der Musik hörbar. Eine Veranstaltung des Nomos Quartetts 11.03. Jugendsinfonieorchester Bremen-Nord und Chor Mittwoch, 11. März 2015 | 19:30 Uhr | Tickets 12 Euro (ermäßigt 12 Euro / 8 Euro) Das Jugendsinfonieorchester Bremen-Nord der Musikschule Bremen unter der Leitung von Martin Lentz sowie der Bremer Chor „Sol-la-la“ unter der Leitung von Christian Höffling bestreiten dieses Friedenskonzert im Rahmen der „Nakba“-Ausstellung. Jugendsinfonieorchester Bremen-Nord der Musikschule Bremen Leitung: Martin Lentz Bremer Chor „Sol-la-la“ Leitung: Christian Höffling und internationale Gäste - Weltmusik für den Frieden - Dieses Konzert findet statt in Verbindung mit der „Nakba“-Ausstellung in der Zentralbibliothek Bremen (19.02. – 17.03.2015). Das Konzert wird veranstaltet vom Arbeitskreis „Nakba“, in dem mehrere Bremer Nahost- und Friedensinitiativen für die Vorbereitung und Durchführung der „Nakba“-Ausstellung (mit umfangreichem Rahmenprogramm) zusammenarbeiten. Die beteiligten Organisationen setzen sich ein für eine friedliche Beilegung der Konflikte im Nahen und Mittleren Osten und für einen dauerhaften gerechten Frieden in der Region, insbesondere in Israel / Palästina. Sie sind solidarisch mit all jenen, die sich auf israelischer wie auf palästinensischer Seite für Versöhnung und ein friedliches Zusammenleben aller engagieren. 12.03. Huun Huur Tu Donnerstag, 12. März 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Die archaischen Stimmkünstler aus Tuva. Huun Huur Tu Kaigal-ool Khovalyg– Gesang (Khöömei, Sygyt, Kargyraa), Igil, Doshpuluur Chanzy Radik Tyulyush– Stimme, Byzaanchi, Khomuz, Amarga Sayan Bapa– Gesang (Kargyra, Khöömi), Toschpulur, Igil, Doshpuluur, Marinhuur, Gitarre Alexey Saryglar– Gesang (Sygyt), Tungur (Trommel), Tuyug (Pferdehufen), Dazhaaning Khavy, Igil Sasha Bapa, sein Bruder Sayan und zwei weitere Musiker, Kaigal-ool Khovalyg and Albert Kuvezin gründeten HUUN-HUUR-TU 1992, um sich auf die Präsentation von alten und vergessenen Liedern zu konzentrieren, wie Sasha es ausdrückt. 1993 spielte das Ensemble Huun-Huur-Tu erstmals in Amerika und erzielte binnen kurzer Zeit überwältigende Erfolge. Ihr “Khoomei” oder “Throat singing” – wie die Amerikaner sagen, der Obertongesang ist eine der faszinierendsten Vokaltechniken der Welt. Schnell erreichte das Ensemble einen “Kultstatus” in der neuen Welt, veröffentlichte dort mittlerweile sechs CDs und erfreut sich weiter wachsender Popularität. Die Kultur der Tuvenen ist der mongolischen verwandt und spiegelt den Respekt vor der Natur wieder. Huun-Huur-Tu spielte im Amerika u. a. zusammen mit dem Kronos Quartet, Frank Zappa – dem sie das Lied “Ching Söörtükchülerining Yryzy” (Song of the Caravan Drivers) gewidmet haben – , den Chieftains und L. Shankar. Unüberhörbar gibt es einen rituellen Charakter in dieser Musik, aber alle meditativen Tendenzen tilgt Huun-Huur-Tu durch eine stark rhythmische Ausrichtung. Zutiefst geheimnisvoll bleibt dieser faszinierende Obertongesang, der bis zu drei Melodien gleichzeitig erklingen lassen kann. Während die Mitglieder von Huun-Huur-Tu  sich dem Lernen alter Lieder und Melodien verschrieben haben, zeigen ihre Konzerte die Bedeutung von Tradition und Innovation. So ist es das Anliegen von Huun-Huur-Tu etwas Neues für Tuva: Traditionell wurde tuvenische Musik meist von Solisten vorgetragen und Musiker spezialisierten sich auf ein bestimmtes Genre oder einen Stil. Diese Genres und Stile wiederum haben ihren Ursprung in bestimmten sozialen Anlässen. Huun-Huur-Tu’s eklektische Aufführungen alter Lieder und Melodien dagegen bewegen sich zwischen allen Stühlen tuvenischen Musiklebens. “Wenn eine musikalische Tradition aufhört sich weiterzuentwickeln, ist sie zum Sterben verurteilt.“ Ted Levin “Wir haben Lieder wiederentdeckt, die niemand mehr singt. Wir lernen von den alten Leuten, spielen sogar die tuvenische Internationale, die in den 30iger Jahren sehr populär war, als Tuva eine selbstständige Republik war (Tanna Tuva genannt). Der Text ist zwar sowjetisch, aber die Melodie kommt von einem tuvenischen Volkslied.” Sasha Bapa 18.03. amaryllis 3x3: Amaryllis Quartett Mittwoch, 18. März 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 25 Euro / 10 Euro) amaryllis 3x3 - Die neue Streichquartett-Reihe im Sendesaal Amaryllis Quartett Gustav Frielinghaus - 1. Violine Lena Wirth - 2. Violine Lena Eckels - Viola Yves Sandoz - Violoncello "Kreutzer-Sonate" Ludwig van Beethoven: Streichquartett f-Moll, op. 95 Leos Janáček: Streichquartett Nr. 1 "Kreutzer-Sonate" Leo Tolstoi Auszüge aus der Novelle "Die Kreutzersonate" Thema dieses zweiten von drei Konzerten des Amaryllis Quartetts in dieser Saison ist die Kreutzersonate – Beethovens bekannteste und gewichtigste Violinsonate. Auf sie nimmt Tolstoi in seiner gleichnamigen Novelle Bezug, in der er die unheimliche Verführungskraft der Musik darstellt. Diese wiederum inspirierte Leoš Janáček zu seinem ersten Streichquartett. Den vielfältigen Beziehungen zwischen diesen drei Meisterwerken und ihren Schöpfern soll dieser Abend in Ton und Wort nachspüren. Dafür konnte als special guest der berühmte Bariton Franz Grundheber gewonnen werden, der Ausschnitte aus Tolstois Novelle lesen wird.
 Eine Veranstaltung der „Freunde des Amaryllis Quartett e.V.“ www.amaryllis-quartett.com 19.03. Preisträgerkonzert Jugend musiziert Donnerstag, 19. März 2015 | 20:00 Uhr | Der Eintritt ist frei | Voranmeldung erwünscht Das alljährliche Konzert präsentiert die Preisträger des Landeswettbewerbes Jugend musiziert. Es spielen die Preisträger des diesjährigen Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“ in den ausgeschriebenen Solokategorien: Blasinstrumente, Zupfinstrumente, Bass (Pop) Musical und den Ensemblewertungen: Klavier 4-händig, Duo – Klavier und ein Streichinstrument, Gesang und Schlagzeug – Ensemble. Naturgemäß können wir Ihnen die teilnehmenden jungen Künstler dieses Konzertes erst kurzfristig nennen, da der Landeswettbewerb erst am Wochenende zuvor stattfindet. Die Teilnehmer, die für sich im Landeswettbewerb eine Wertung von 23 und mehr Punkten erzielen konnten und in den Altersgruppen III bis VII - zwischen 14 und 21 Jahren - angetreten sind, fahren zum Bundeswettbewerb nach Hamburg, der wie jedes Jahr um Pfingsten herum stattfindet. Der Senator für Kultur in Bremen, die Sparkasse Bremen und der Landesmusikrat Bremen unterstützen das Konzert, das den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die wertvolle Möglichkeit der Podiumserfahrung ermöglicht. 20.03. residenz@sendesaal: Tristan Cornut und Claire Huangci Freitag, 20. März 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) In der residenz-Reihe spielt der neue Solocellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, Tristan Cornut, mit seiner Kammermusikpartnerin, der chinesisch-amerikanischen Pianistin Claire Huangci. Tristan Cornut - Violoncello Claire Huangci - Klavier Programm Peter Tschaikowsky (1840 - 1893) – Pezzo Capriccioso op 62 Franz Schubert (1797-1828) – Sonate für Arpeggione und Klavier a-moll D 821 Pause Frederic Chopin (1810-1849) - Sonate für Cello & Klavier op.65 Astor Piazzolla (1921-1992) – Le Grand Tango Unser zweites Konzert bestreiten zwei Preisträger des renommierten ARD Musikwettbewerbes. Claire Huangci, die im vorletzten Jahr bereits im Sendesaal im Rahmen der Reihe "Auf schwarzen und weißen Tasten" zu hören war, tritt gemeinsam mit Tristan Cornut auf, der seit kurzem auch Solocellist in der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen ist. Es ist immer herrlich für Tanja, wenn sie mit Tristan am Pult zusammen spielen und seinen vollen Celloton direkt in den Ohren haben kann - jetzt freuen wir uns , ihn " von außen " genießen zu können und das mit einem Programm , das lauter Highlights der Celloliteratur der letzten Jahrhunderte vereint. Tanja Tetzlaff/Florian Donderer Tristan Cornut, geboren in Paris,  erhielt seinen ersten Cellounterricht bei Annie Cochet. Er studierte am  Pariser Konservatorium bei Roland Pidoux und an den Musikhochschulen Stuttgart und Freiburg bei Jean-Guihen Queyras. Er wurde bei verschiedenen internationalen Wettbewerben ausgezeichnet, u.a. bei dem Lutoslawski-Wettbewerb, dem Domnick-Wettbewerb, dem Gaspar Cassado Wettbewerb und dem ARD-Musikwettbewerb, wo er Claire Huangci kennenlernte. Als Kammermusiker musizierte er an der Seite von Antonio Meneses, Salvatore Accardo, Bruno Giuranna und Miguel da Silva und ist Preisträger der Kammermusik Wettbewerbe Melbourne und Trondheim. Tristan trat als Solist auf u.a. mit dem Stuttgarter Kammerorchester, dem Münchner Kammerorchester, dem Ensemble Resonanz, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und dem Philharmonisches Orchester Tokyo.  Seit 2012 ist er Solocellist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Claire Huangci Die junge amerikanische Pianistin chinesischer Abstammung (geb. 1990) hat die Rolle des gefeierten Wunderkindes, das im Alter von zehn Jahren ein Privatkonzert für Präsident Bill Clinton gab, längst hinter sich gelassen und überzeugt durch ausgeprägte künstlerische Reife, mit der sie ihr Publikum in den Bann zu ziehen weiß. Sie vereint technische Brillanz mit musikalischer Ausdrucksstärke, spielerische Virtuosität mit künstlerischer Sensibilität. Und so versteht sie auch ihr ganzes Schaffen: Sie möchte „Musik machen, an die man sich erinnert, nicht weil ich so schnelle Finger hatte, sondern weil sie so schön war – so schön, dass sie zu Tränen rührte.“ Mit neun Jahren startete Claire Huangci eine internationale Karriere mit Stipendien, Konzertauftritten und Preisen – zuletzt erhielt sie als jüngste Teilnehmerin den 2. Preis beim Internationalen ARD Musikwettbewerb (2011). Sie selbst sagt allerdings, dass sie über ihren künstlerischen Werdegang lange unentschlossen blieb. Erst im späten Teenageralter fühlte sie sich mehr und mehr zu dem Instrument berufen. Einen exakten Augenblick für diese Wendung habe es nicht gegeben, sondern viele kleine Momente, die diese dauerhafte, heute fast symbiotische Bindung bewirkten. Wichtige Impulse erhielt sie dabei von ihren Lehrern Eleanor Sokoloff und Gary Graffman am Curtis Institute of Music in Philadelphia, bevor sie 2007 zu Arie Vardi an die Musikhochschule Hannover wechselte. Ein besonderer Wegbereiter für Claire Huangci war Frédéric Chopin, mit dem sie zunächst ambivalente Gefühle verband. Seinen halsbrecherischen Etüden stand sie anfangs skeptisch gegenüber, verliebte sich aber in seine Balladen und Sonaten. Genau dieser Musik verdankt Claire Huangci auch ihren künstlerischen Durchbruch: Im Oktober 2009 erhielt sie den 1. Preis beim Internationalen Chopin-Wettbewerb in Darmstadt, im Februar 2010 den 1. Preis und alle Sonderpreise beim Chopin-Wettbewerb in Miami. So galt Claire Huangci 19-jährig bereits als ausdrucksstärkste Chopin-Interpretin ihrer Generation. Längst sind reine Chopin-Programme passé und Claire Huangci hat sich zu einer vielseitigen und gefragten Musikerin entwickelt. Ihr ungewöhnlich breites Repertoire und ihre große Wandlungsfähigkeit beweist sie bei der Arbeit mit Orchestern wie dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart (unter Roger Norrington), Sinfonieorchester Berlin, Münchner Kammerorchester, China Philharmonic Orchestra, der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken, Indianapolis Symphony, Santa Fe Symphony, Moscow Radio Symphony und Istanbul State Symphony. Mit dem Staatsorchester Darmstadt präsentierte sie äußerst erfolgreich die Uraufführung von Cord Meijerings Klavierkonzert ISIS und zu den Highlights der Saison 2014/15 gehört ihr Auftritt mit dem Mozarteum Orchester Salzburg. Claire Huangci hat bereits in internationalen Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, Tonhalle Zürich, dem Konzerthaus Berlin, Gasteig München, Gewandhaus Leipzig, Salle Cortot, der Oji Hall Tokyo und Symphony Hall Osaka gastiert sowie bei Festivals wie dem Kissinger Sommer, Verbier Festival, Lodz Rubinstein Festival, Menuhin Festival Gstaad, Mozartfest Würzburg, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem MDR Musiksommer und den Schwetzinger Festspielen. Mit ihrer Debüt-CD, die 2013 im Sendesaal aufgenommen wurde und Einspielungen von Solowerken von Tschaikowsky und Prokofjew enthält, präsentiert sich Claire Huangci als eigenständige und beeindruckende Künstlerin. Mit freundlicher Unterstützung der Heinz-Peter und Annelotte Koch-Stiftung 21.03. Sväng Samstag, 21. März 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das phänomenale Mundharmonika-Quartett aus Finnland. SVÄNG Eero Turkka - chromatische und diatonische Harmonikas Eero Grundström - chromatische und diatonische Harmonikas Jouko Kyhälä - Harmonetta, chromatische und diatonische Harmonikas Pasi Leino - Bass-Harmonika Die vier charmanten Herrn von SVÄNG haben in den letzten Jahren neue Standards für das Ensemblespiel auf der Mundharmonika gesetzt – und das sowohl im Hinblick auf Repertoire als auch Spieltechnik. Mit einem ebenso anspruchsvollen, wie unterhaltsamen Programm aus Eigenkompositionen überzeugen die Mundharmonika-Visionäre Publikum und Fachwelt rund um den Globus von den unbegrenzten Möglichkeiten dieses kleinen, oftmals unterschätzten, Instruments. Ihre soeben erschienene, fünfte CD „KARJA-LA“ nimmt auf finnische Volksmusiktraditionen und Balkanrhythmen ebenso Bezug wie auf Vertreter der finnischen Romantik wie Sibelius und Merikanto. Überhaupt fassen Sväng ihr Repertoire undogmatisch weit und laden zu einer außergewöhnlichen Klangreise: eine freigeistig, lustvoll und mit rhythmischer Vitalität zelebrierte Musikmelange, die vom britischen Songlines-Magazin mit dem Attribut des „Mundharmonika-Pendants zum Kronos-Quartet“ geadelt wurde. Zeitgenössische Mundharmonikamusik, die derzeit wohl kein zweites Mal in dieser Kompaktheit und Virtuosität zu finden ist. Drei der Bandmitglieder entstammen der renommierten Sibelius Akademie und verkörpern dennoch das hundertprozentige Gegenteil von Akademismus. Und mit Pasi Leino haben Sväng einen Vertreter der berühmten finnischen Mundharmonika-Orchester-Tradition in ihren Reihen. Jouko Kyhälä beschreibt die Musik des fulminanten Quartetts folgendermaßen: „Unser Background liegt in der Geschichte. Finnland liegt zwischen Ost und West. Sowohl die melancholischen Russen als auch die fröhlichen Schweden beherrschten phasenweise das Land. Also gibt es beide Seiten in der finnischen Mentalität und auch Musik. In uns ist eine tiefe Liebe zum Moll, zur Schwermut. Aber in uns ist auch viel Lebensfreude.“ Sväng tourten neben zahlreichen Konzerten in Finnland intensiv durch Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Japan, Österreich, Italien und viele weitere Länder. In Jools Holland´s legendärer Silvestershow auf BBC 2 begeisterten Sväng am 31.12.2008 ein Millionenpublikum vor den Bildschirmen. Mitglieder: Eero Grundström: spielt neben der Mundharmonika zahlreiche andere Instrumente (v.a.Klavier & Harmonium) und arbeitet – auch für Sväng – als Komponist und Arrangeur. Eero ist ein wahres Improvisations-Genie und in allen musikalischen Gebieten zu Hause: von Rock bis Klassik, von experimentell bis Pop. Er ist einer der bekanntesten experimentellen Harmonium-Spieler Finnlands, und häufiger Gastsolist bei finnischen Symphonieorchestern und auf zahlreichen CD Einspielungen zu hören. Daneben ist Eero ein leidenschaftlicher und hervorragender Fotograf und dokumentiert vor allem die kulinarische Seite des Tourlebens. Geeros Kompositionen beziehen sich häufig auf finnische Komponisten und sind von seinen Bandkollegen ob der vielen Noten gefürchtet. Pasi Leino: ist das älteste Bandmitglied und für die tiefsten Frequenzen zuständig, die er der einem Toaster ähnelnden Bassharmonika entlockt. Pasi ist das einzige Bandmitglied, das nicht die Sibelius-Akademie absolviert hat – gleichzeitig aber der einzige in ganz Finnland, der die Bassharmonika und die drei Bandkollegen meistern kann. Pasi ist ein Vertreter der berühmten finnischen Mundharmonika-Orchester-Tradition und war in den 90ern Mitglied des Raimo Sirkiä Harmonika-Quartett, mit dem er in Trossingen die European Championship of Harmonica Bands gewann. Jouko Kyhälä: hat im Jahr 1999 als erster Mundharmonika-Spieler ein Studium an der Volksmusikabteilung der Sibelius Akademie absolviert. Neben seiner Tourtätigkeit hat er im Jahr 2007 approbiert und trägt den Titel des „Doktor artium der Mundharmonika“ – wohl als erster weltweit und unterrichtet Mundharmonika und Improvisation an der Sibelius Universität. Jouko ist sowohl Geburtshelfer, als auch „master mind“ von Sväng und spielt innerhalb des Quartetts meist die Harmonetta, eine von der Firma Hohner in den 1950er-Jahren entwickelte Kreuzung von Akkordeon und Mundharmonika, auf der sich besonders Akkord-Begleitungen hervorragend spielen lassen. Auf Tour verbringt Jouko viele Stunden mit der Pflege und Reparatur der kleinteiligen Mechanik der Harmonetta. Natürlich ist Jouko auch als Komponist für Sväng tätig, wobei er seine Inspiration oft in der Natur, finnischen Geschichte oder aber auch Comics findet. Eero Turkka: begann sich bereits als Kind für die Blues-Harp zu interessieren, spielte einige Jahre als Straßenmusikant in St. Petersburg und endete auf der Sibelius-Akademie. Anno 2003 war Eeros praktische Diplomarbeit in Komposition und Improvisation an der Sibelius Akademie die Geburtsstunde von Sväng. Seine „Rumänische Suite“ geschrieben und arrangiert für Mundharmonikaquartett war das erste Stück, das Sväng erarbeitete. Eero spricht fließend Russisch und Bulgarisch und hat neben dem Blues eine große Vorliebe für Balkanrhythmen, was bis heute im Repertoire hörbar ist. Neben der Mundharmonika spielt auch er einige andere ethnische Instrumente, widmet sich dem Obertongesang und singt in mehreren Bands. Für seine Duo-CD „Turkka y Paalanen“ mit dem Akkordeonisten Anti Paalanen erhielt er den finnischen Ethno-Emma. 22.03. Matinee: Althastedter Kammerorchester Sonntag, 22. März 2015 | 11:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 8 Euro) In seiner Frühjahrsmatinee widmet sich das Alt-Hastedter Kammerorchesters der ganzen Schauspielmusik, die Edvard Grieg zu Henrik Ibsens Peer Gynt geschrieben hat. ALT-HASTEDTER KAMMERORCHESTER Leitung: Grigori Pantijelew Thomas Ziesch -Rezitator Manja Stephan - Sopran Edvard Grieg: Schauspielmusik Peer Gynt Op. 23 Henrik Ibsen bat Edvard Grieg im Jahr 1874 um Musik für die Bühnenfassung seines erfolgreichen dramatischen Gedichts „Peer Gynt“. Bekannter als die daraufhin komponierte Schauspielmusik sind die beiden Peer Gynt Suiten, die wohl zu den populärsten Werken der romantischen Orchestermusik zählen. Diese Orchestersuiten sind jedoch nur eine Zusammenstellung – heute würde man es eine „Compilation“ nennen -,  die Grieg selbst aus einigen Sätzen der insgesamt 26 Sätze umfassenden Schauspielmusik vorgenommen hat. Das Alt-Hastedter Kammerorchester möchte in diesem Konzert neben der bekannten Musik der Suiten auch unbekanntere Sätze der Schauspielmusik sich selbst und seinem Publikum zugänglich machen. Mit einer Sopranistin und einem Rezitator wird bei der Aufführung ein theatralischer Zusammenhang hergestellt. Eine Veranstaltung des Althastedter Kammerorchesters 22.03. konzert im dunkeln: Alan Broadbent Sonntag, 22. März 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Der langjährige Pianist von Charlie Haden's Quartet West gibt ein Solokonzert im dunkeln. Alan Broadbent - Klavier Alan Broadbent gehört zu den großen Jazz-Pianisten und Jazz-Arrangeuren. Er spielte lange Jahre in Charlie Hadens 'Quartet West', das er mit seinem filigranen und zugleich mühelos wirkenden Spiel mitprägte. Mit zwei Grammys ist er bisher ausgezeichnet. Berühmt geworden ist der 67-Jährige vor allem mit seinen improvisierten Klavier-Soli und seinen Interpretationen von Jazz-Standards. Zu Alan’s 67. Geburtstag ist 2014 die mit der NDR Bigband aufgenommene CD 'America the Beautiful' erschienen. Der Titel ist der Dank Alan’s an ein Land und seine Menschen, die ihm ein "Leben in Musik" ermöglichen. Alan wurde in Neuseeland geboren und kam als Neunzehnjähriger in die Staaten nach Boston. In den dortigen Clubs gastierten damals die wichtigsten Musiker des Jazz. "Jede Woche war was los", erinnert sich Broadbent. "Miles kam mit drei Pianisten: Chick Corea, Herbie Hancock und Wynton Kelly. Bill Evans war mindestens einmal im Vierteljahr da. Dann saß ich unter dem Flügel!" Von seinen 15 CDs unter eigenem Namen erhielten vier Grammy-Nominierungen, drei davon für 'Best Improvised Jazz Solo'. Für das Solo-Album 'Heart to Heart' erhielt er 2013 die seltene 5-Sterne-Bestwertung vom US-Magazin 'Downbeat' und vom britischen 'Jazz Journal'. Sein Solokonzert 2012 auf dem St. Emilion Jazz Festival wurde vom Magazin 'Jazzman' zum besten Solokonzert des Jahres in ganz Frankreich gewählt.
 Alan arbeitet ebenfalls als Arrangeur, Dirigent und Komponist. Er war mit Natalie Cole auf Tour, er ist Diana Krall‘s Leiter für ihre Orchesterkonzerte. Er schrieb Streicher-Arrangements für Paul McCartney’s Grammy Award Album 'Kisses on the Bottom' mit dem London Symphony Orchestra. Zwei Grammys hat er für seine herausragende Arbeit als Arrangeur erhalten, einen für die orchestrale Untermalung von Natalie und Nat King Coles 'When I Fall In Love', den anderen für Shirley Horns Interpretation von Leonard Bernsteins 'Lonely Town'. Der Grund für diesen Erfolg liegt wahrscheinlich darin, dass Alan wie kaum ein anderer es versteht, versteckte Emotionen aus bekannten Stücken hervorzuholen. Mit freundlicher Unterstützung der Waldemar Koch Stiftung
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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Sendesaal Bremen: Ein Grammy für Produktion aus dem Sendesaal

Wir wollen Ihnen die freudige Mitteilung machen, dass die Recording Academy in Los Angeles die Produktion unserer Kollegin Renate Wolter-Seevers, die sie im Juli 2013 mit dem Boston Early Music Festival im Sendesaal gemacht hat, mit einem Grammy ausgezeichnet hat. Näheres dazu weiter unten. Außerdem noch einmal der Hinweis auf unsere weiteren Veranstaltungen im Februar, bei denen es zumindest zwei deutschlandweit exklusive Konzerte gibt: am 12. ein Konzert im Dunkeln mit der unglaublichen Sängerin Sainkho Namtchylak, deren Stimme 7 Oktaven umfasst (für dieses Konzert gibt es nur noch wenige Karten), und am 13.2. die anatolischen und armenischen Wurzeln der Musik von Paul Motian aus der Sicht des Pianisten Stevko Busch, außerdem am 19. Blaumeiers liebenswerten Chor Don Bleu und die beiden spannenden Streichquartette vision string quartet (21.) und Chiaroscuro Quartett (28.). Näheres dazu finden Sie weiter unten. Einstweilen also herzliche Glückwünsche an Renate Wolter-Seevers, die Ensembles des Boston Early Music Festivals, das Label CPO und Radio Bremen für den Grammy. Für heute allerbeste und gut gelaunte Grüße Ihr Peter Schulze Es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass die Verweilqualität vor und nach den Konzerten im Sendesaal sich durch das öffentliche Restaurant Geerdes am Sendesaal sehr erhöht hat. Geben Sie sich die Zeit. Ein Besuch lohnt sich. Das Geerdes ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Inhalt EIN GRAMMY FÜR PRODUKTION AUS DEM SENDESAAL 12.02. konzert im dunkeln: Sainkho Namtchylak 13.02. Stevko Busch: InnerTimeSpaces 19.02. Blaumeier's Chor Don Bleu 21.02. saltarello: vision string quartet 22.02. Camerata Instrumentale 28.02. residenz@sendesaal: Chiaroscuro Quartet EIN GRAMMY FÜR PRODUKTION AUS DEM SENDESAAL Die Produktion der Kammeroper La Descente D'Orphée Aux Enfers von M. A. Charpentier, die im Juli 2013 im Sendesaal entstand und beim Osnabrücker Label CPO als CD erschien, wurde von der amerikanischen Recording Academy mit einem Grammy als weltbeste Opernaufnahme des Jahres ausgezeichnet. Der Tenor Aaron Sheehan ist dabei in der Titelrolle des Orphée zu hören. Es spielen das Boston Early Music Festival Chamber Ensemble und das Boston Early Music Festival Vocal Ensemble unter der Leitung von Paul O'Dette & Stephen Stubbs. Produzentin ist Renate Wolter-Seevers, Tonmeisterin bei Radio Bremen und Kämpferin für den Erhalt des Sendesaales seit der ersten Stunde. Es hat sich gelohnt. Damit findet die seit langen Jahren praktizierte und nachhaltige Zusammenarbeit zwischen Renate Wolter-Seevers und den Ensembles des Boston Early Music Festivals in Kooperation mit dem Sendesaal Bremen und Radio Bremen, die bereits 3 Grammynominierungen verzeichnen konnte, ihren vorläufigen Höhepunkt. Für einen Grammy nominiert zu sein ist schon eine tolle Auszeichnung, einen Grammy zu bekommen aber noch einmal etwas ganz anderes. Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten. 12.02. konzert im dunkeln: Sainkho Namtchylak Donnerstag, 12. Februar 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Die großartige, eindringliche, schamanische Sängerin Sainkho Namtchylak aus Tuwa in ihrem ersten akustischen Solokonzert im Dunkeln. Einziges Konzert in Deutschland. Es gibt nur noch wenige Restkarten. Sainkho Namtchylak - Stimme "Eine Frau - tausend Stimmen! Sie macht nicht nur Oberton- und Kehlengesang, das ist vokaler Schamanismus." Tom Jurek Sainkho Namtchylak wurde 1957 in Kyzyl, Tuwa/Sibirien geboren. Ihre akademische Ausbildung erhielt sie in Moskau. Ihre Stimme hat einen Umfang von 7 Oktaven (mit Ober- und Untertönen). Seit 1987 trat sie im Westen auf, sowohl bei Folkfestivals als auch bei Avantgarde-Festivals oder Technoparties. Auch als bildende Künstlerin hat sie sich einen Namen gemacht. Sie arbeitete mit so unterschiedlichen internationalen Musikern wie Andreas Vollenweider, Peter Kowald, Jan Garbarek, Djivan Gasparyan oder Wolfgang Muthspiel. In ihrer Musik sucht sie heute eine Synthese von traditioneller sibirischer und westlicher Weltmusik.  Sie verbindet Vergangenheit und Zukunft, Einheit mit dem Universum durch Kreativität, die sich an Menschen und die Geister der Natur um uns herum richtet. Die große tuwinische Obertonsängerin Sainkho Namtchylak kommt zu einem Konzert im Dunkeln in den Sendesaal. Warum will sie das? "Erstens habe ich noch nie eine Performance mit diesem Konzept gehabt. Es gab zwar Theaterauftritte, die zumindest teilweise dunkel waren, aber eine ganze Show im Dunkeln, das ist, glaube ich, das erste Mal in meinem Leben. Zweitens: die ganze Aufmerksamkeit ausschließlich auf der Stimme zu haben ist als wäre die Sele nackt. Wenn der Hörer nicht abgelenkt wird von diesen tausend kleinen Dingen auf und um die Bühne, die man normalerweise in Konzerten wahrnimmt, Gesichter, die Farben der Kleidung, Körper, Lichtkegel und Schatten. All das ist weg, nur Stimme! Die nackte Seele eines unsichtbaren Körpers." Sainkho Namtchylak “One Woman – Thousand Voices!” “Tuvan vocalist Sainkho Namtchylak is a singer among singers…This isn't merely throat singing, this is vocal shamanism.” by Thom Jurek "Of all the ex-Soviet musicians of the New Jazz “ … her machine-gun trillings at the upper register and rhythmic grunts put the caterwauling of a Maja Ratjke or a Diamanda Galas to shame.” WFMU (Jercey City, New Jersey, USA) Mit freundlicher Unterstützung der Waldemar Koch Stiftung 13.02. Stevko Busch: InnerTimeSpaces Freitag, 13. Februar 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Die anatolischen und armenischen Wurzeln der Musik von Paul Motian, Komitas u.a. stellt der Pianist Stevko Busch mit einem internationalen Ensemble vor. Einziges Konzert in Deutschland InnerTimeSpaces Armenisch/Anatolische Quellen und die Musik von Paul Motian, Tigran Mansurian und Komitas Vardaped Stevko Busch - Piano Tom Arthurs - Trompete, Flügelhorn Vahe Hovesian - Duduk, Klarinette Christian Thomé - Schlagzeug, Percussion Isambard Khroustaliov - Electronics Keiko Shichijo - Piano, bowed piano spielt Musik von Komitas Das aktuelle Programm des Pianisten Stevko Busch nimmt die einzigartige Spielweise und Klangwelt des amerikanischen Schlagzeugers Paul Motian als Ausgangspunkt. Motian, ein phänomenaler Hörer mit einem tiefen musikalischen Gedächtnis, schuf mit seinem Spiel in der ihm eigenen Weise offene Räume, in denen tiefere Lagen musikalischen Erinnerns angesprochen und freigelegt wurden, wodurch die zugrunde liegenden Quellen in einer neu erlebten Form neue Gestalt und Klarheit erhalten konnten. Darin flossen westliche, afro-amerikanische und östliche Quellen auf einzigartige Weise zusammen. Von diesem Orientierungspunkt ausgehend, erforschen die Musiker Schnittpunkte von ost-westlichen Klängen, interpretieren und improvisieren sie mit östlichen und westlichen Färbungen, Phrasierungen und Timing. Durch die Möglichkeiten der Verformung, Wiederholung und Verschiebung im Raum erhält die Live-elektronik von Isambard Khroustaliov eine zentrale Bedeutung im Hinblick auf den Umgang mit dem musikalischen Gedächtnis. Im Programm erscheinen zwei Pianisten in verschiedenen Rollen. Die japanische Pianistin Keiko Shichijo spielt Werke von armenischen Komponisten verschiedener Epochen, und Stevko Busch verbindet westliche und östliche Spielweisen in seinem  Ensemble. Der Armenier Vahé Hovanesian bringt darin mit der traditionellen armenischen Oboe, der Duduk, die östliche Farbe der Blasinstrumente ein, und der aufstrebende britische Trompeter Tom Arthurs die westliche. Der Schlagzeuger Christian Thomé verbindet mit seinem filigranen und präzisen Spiel gemeinsam mit dem Elektroniker die verschiedenartigen Klangwelten. Entwickelt wurde das Programm von Henning Bolte und Stevko Busch 19.02. Blaumeier's Chor Don Bleu Donnerstag, 19. Februar 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) zu Gast aus dem Bremer Westen: Blaumeier's Chor Don Bleu mit einem Heimatliederabend mit Do, Re, Mi, Sofa und Lati! Chor Don Bleu Was passiert, wenn ein ausgewiesen landgängiger Chor sich dem Genre Shanty widmet, hört man im Heimatliederabend des Chor Don Bleu! Ohrwürmer von Heintje bis zu den Ärzten, Volks- und Seelieder sowie klassisches Liedgut werden aufgetakelt, windschnittig in Schräglage gebracht oder eigens komponiert. Blaumeiers Chor Don Bleu präsentiert im Sendesaal seine frechsten Lieder und überraschende Klänge: Da verliert sich eine heißgeliebte Badebüx in den mystischen Tiefen der Weltmeere, während verzweifelte Eltern in „Junge“, die aussichtslose Zukunft ihres renitenten Sohnes beklagen. Da trifft die strahlende „Königin vom Use Akschn Grill“ auf den „Hamburger Veermaster“ und die unerschütterlicher Mutterliebe eines sehnsüchtigen „Mama“ wird von einem sturmerprobten „Hey haul away“ beantwortet. Und ganz oben auf der Blaumeier-Hitliste beschwört „Selbst ein Fischstäbchen krabbelt weiter“ das Durchhaltevermögen bei schwerer See. Die Lieder bewegen sich in einem weiten Spektrum vom traditionellen „Ave Maria der Berge“ über umgetextete Popsongs bis hin zu eigenen Kompositionen – dabei versprühen Text und Melodie immer eine leichte Prise Ironie. Mit viel musikalischen Witz präsentiert der Chor Don Bleu seine überraschenden Arrangements und bringt mit Charme und Schalk ein skurriles und kurzweiliges Heimatliederprogramm auf die Bühne. 21.02. saltarello: vision string quartet Samstag, 21. Februar 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro / 5 Euro) Als Ausnahmetalent war Jacob Encke bereits mehrfach in Saltarello Konzerten zu hören. Nun kommt er mit dem vision string quartet, einem einzigartigen Quartett, das nicht nur Werke der konventionellen, klassischen Literatur spielt sondern auch improvisierte Musik. vision string quartet Jakob Encke - Violine Daniel Stoll - Violine Sander Stuart - Viola Leonard Disselhorst - Violoncello Programm: Franz Schubert:  Erlkönig (bearbeitet von Jakob Encke) Felix Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett Nr.6 f-Moll op.80 ---- Crossover - Jazz/Pop/Rock nach Ansage Das vision string quartet wurde nach einem Jahr gemeinsamen Jazz-Ensemblespiels im Juni 2012  gegründet. Es ist ein einzigartiges Quartett, welches nicht nur Werke der konventionellen, klassischen Literatur spielt. Stilübergreifend hat das Quartett Eigenkompositionen und Werke der publikumswirksamen neueren Musikformen wie Jazz, Rock und Funk im Repertoire. Die komplexen Rhythmen, Harmonien und Klangfarben zu formen oder gar frei zu improvisieren, ist eine optimale Vorraussetzung, um auch klassische Musik auf spannende und neue Weise zu interpretieren. Das vision string quartet verbindet auf diese Weise traditionelle Klassische Musik und populäre Musik. Energievoll und mit ausgereiftem Klang musizieren die vier jungen Virtuosen zusammen und kreieren mit ihrer Erfahrung, der gewachsenen Sensibilität von Kammermusikern und mit der Freiheit des Jazz einzigartige Musik, wie sie von einem Streichquartett selten gehört wird.  Schon bald nach seiner Gründung besuchte das vision string quartet den Internationalen Kammermusikkurs der Jeunesses-Musicales mit Mitgliedern des Alban Berg Quartett, Artemis Quartett, Vogler Quartett und des Cuarteto Casals. Zusätzlich zum Instrumentalstudium werden die Vier vom Artemis Quartett in Berlin unterrichtet. Höhepunkte ihrer Auftritte sind u.a. Konzerte beim Rheingau Musikfestival im August 2013, die dem Quartett als einem der vielversprechendsten Nachwuchsquartette des weltweit renommierten Kurses der Jeunesses-Musicales vermittelt wurden. Außerdem gastierte das vision string quartet zuvor im März 2013 beim Internationalen Musikfestival „Heidelberger Frühling“ und trat zusammen mit dem Bundesjugendballett unter der Choreographie u.a. von John Neumeier auf. Ebenfalls im Rahmen des Festivals spielten die Musiker ein Konzert mit dem Klarinettisten Jörg Widmann. Auf international renommierten Konzertbühnen spielte das vision string quartet bereits wie bei seinem Debüt im Februar 2014 im Gewandhaus zu Leipzig. Auch unkonventionelle Konzertorte wurden gewählt, beim Musikfest Kassel etwa mitten im Kulturbahnhof Kassel zwischen dem Eisen der Gleise und dem Trubel der reisenden Menschen. Kommende Höhepunkte werden u.a. Konzerte bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Gezeiten-Festival, dem Musikfest Kassel, dem Internationalen Musikfestival Buxtehude und eine ganze Konzertübertragung im SWR. Mit freundlicher Unterstütung der Heinz-Peter und Annelotte Koch-Stiftung 22.02. Camerata Instrumentale Sonntag, 22. Februar 2015 | 18:00 Uhr | Eintritt frei Eine Anmeldung ist erforderlich. Spenden werden erbeten. Das Frühjahrskonzert des Orchesters der Musikschule Bremen Camerata Instrumentale mit Werken von Johannes W. Schäfer, Louis Spohr und Antonin Dvořák. Solist ist Matthew Hunt, Klarinette. Die Leitung hat Jörg Assmann. Camerata Instrumentale                     Orchester der Musikschule Bremen Solist: Matthew Hunt - Klarinette Dirigent: Jörg Assmann Johannes W. Schäfer : ....und träumte bittersüß, op. 53 (2009) Louis Spohr : Konzert für Klarinette und Orchester Nr. 1, op. 26, c-moll Antonin Dvořák: Sinfonie Nr. 6, op. 60, D-Dur Johannes W. Schäfer (Foto) ist ein Bremer Komponist. Er musiziert als Bassist in der Camerata Instrumentale.  Sein Werk "… und träumte bittersüß…", op.53 aus dem Jahr 2009 ist eine spieltechnisch anspruchsvolle, dicht gewebte und nuancenreiche Komposition, in der der Farbenreichtum des Orchesterklanges gekonnt eingesetzt wird. Die Camerata Instrumentale freut sich, die Bremer Erstaufführung spielen zu dürfen. Matthew Hunt, einer der Spitzenklarinettisten Großbritanniens, ist ein profilierter Musiker, der sowohl für die stimmliche Qualität seines Spiels bekannt ist, als auch für seine herausragende Fähigkeit, eine besondere Verbindung mit dem Publikum aufzubauen. Er hält die Stelle des Soloklarinettisten bei der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und ist Mitglied der englischen Kammergruppe Ensemble 360. - Er konnte gewonnen werden, das erste Klarinettenkonzert op. 26 in c-moll von Louis Spohr zu spielen. Die sechste  Sinfonie op. 60 in D-Dur von Antonín Dvořák ist eher selten im Konzert zu hören. Für das Orchester ist es eine Wiederaufnahme nach langer Zeit. 28.02. residenz@sendesaal: Chiaroscuro Quartet Samstag, 28. Februar 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) Das russisch-spanisch-schwedisch-französische Chiaroscuro Quartet ist ganz seinem Namen (chiaroscuro = helldunkel) verbunden. Gegenwärtig nimmt es seine neue CD-Serie mit Streichquartetten von Joseph Haydn im Sendesaal auf. Dies ist das erste von zwei Produktionskonzerten. Chiaroscuro Quartet Alina Ibragimova - Violine  Pablo Hernán Benedí - Violine Emilie Hörnlund - Viola Claire Thirion - Violoncello Joseph Haydn: aus den Sonnenquartetten op 20 1-3 (Es-Dur, C-Dur & G-Moll) Alina Ibragimova, die erste Geigerin des Chiaroscuro Quartetts, lernten wir zuerst als Schülerin meines Bruders Christian Tetzlaff kennen , hatten aber bald schon das große Vergnügen, sie als fantastische Kollegin beim Kammermusikfestival in Heimbach wieder zu treffen und mit ihr Musik zu machen . Alina macht weiterhin neben ihrer Solokarriere sehr viel Kammermusik -  ein Trend , der sich bei der jüngeren Generation großer Musiker zum Glück immer mehr durchsetzt - vor allem in diesem wunderbaren Streichquartett , und wir freuen uns sehr , die Einspielung dieser Haydn Quartette , die nächstes Jahr ihre Fortsetzung findet , unterstützen und miterleben zu dürfen ! Tanja Tetzlaff und Florian Donderer „In dem Kammerstil habe ich außer den Berlinern fast allen Nationen zu gefallen das Glück gehabt. Mich wundert nur, dass die sonst so vernünftigen Herrn Berliner mich in einer Wochenschrift bis an die Sterne erheben, in der andern 60 Klafter tief in die Erde schlagen." Als Joseph Haydn diese Zeilen 1776 schrieb, konnte er nicht ahnen, dass Werke wie seine vier Jahre zuvor entstandenen „Sonnenquartette" einmal einen festen Platz am Kammermusik-Firmament einnehmen würden. Vielmehr sah er sich mitunter harscher Kritik ausgesetzt, weil ihm einige Kritiker seinen Platz an der Sonne offenbar nicht gönnen wollten – getreu dem Motto: da wo Licht ist, ist auch Schatten. Das auf Darmsaiten musizierende Chiaroscuro Quartet weiß dieses Motto produktiv zu nutzen: Seit 2005 durchleuchtet das Ensemble die vielen Facetten der Streichquartettliteratur und macht das Chiaroscuro, das in der Malerei für Hell-Dunkel steht, auf eindrucksvolle Weise und unter großem Beifall seines Publikums hörbar. Mit freundlicher Unterstützung der Heinz-Peter und Annelotte Koch-Stiftung Foto©Agnese Blaubarde
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Mahnende Worte von Attac Deutschland

Nach den Anschlägen auf die Redaktion des Magazins "Charlie Hebdo" und den koscheren Supermarkt in Paris gilt unser Mitgefühl den Angehörigen und Freund_innen der Opfer. Wir gedenken insbesondere des Mitbegründers von Attac Frankreich, Bernard Maris, der bei dem Attentat ermordet wurde. Die Bezeugungen der Solidarität mit den Opfern von Paris rund um den Globus sind eindrucksvoll und ergreifend. Doch nicht alle Stimmen im "Wir sind Charlie"-Chor überzeugen. Denn, religiös motiviert oder nicht, die Anschläge haben ihre Wurzeln auch in einer zerstörerischen neoliberalen Politik der Ausgrenzung, Ausbeutung und Vernichtung fundamentaler Lebensgrundlagen und sozialer Sicherungssysteme. Die derzeitige Politik macht Lebensverhältnisse extrem und zerstörerisch und in ihrer Konsequenz auch die Menschen, die mit ihnen leben.   Die Suche nach Hintergründen und Erklärungsansätzen entbindet niemals von der individuellen Verantwortung der Täter für eine solche Tat. Sinnvolle Konsequenzen können aber nur aus der grundlegenden Auseinandersetzung mit den Ursachen gezogen werden. Davon ist eine auf Gewinner und Verlierer aufbauende neoliberale Politik, die auf Gewalt mit noch mehr Gewalt reagiert und sich vor einer ehrlichen Reflexion drückt, weit entfernt.
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