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Druck im Yasni Exposé von Wieland von Hodenberg

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Kriege weltweit ächten! Atomwaffen abschaffen! Alle AKW stilllegen!
Homepage: hodenberg.de
Spitzname: "Einstein", Land: Deutschland, Sprache: Deutsch
Ich biete: Friedensaktivist und Autor, auch verantwortl. für Pressearbeit - / Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, Bleiberecht für Flüchtlinge, Schutz für Deserteure vor Verfolgung und Einsatz für die universellen Menschenrechte. Außerdem Liebhaber klassischer Musik, Barockmusik, Jazz und Literatur. Sportlich: Tourenradler mit viel Langstreckenerfahrung - und Frischluftfanatiker!
Wieland von Hodenberg @ Solidarische Hilfe e.V., 28277 Bremen

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Juni 08  +
Wieland von Hodenberg - Wieland von Hodenberg
Okt 10  1

1113 Informationen zu Wieland von Hodenberg

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im Dezember

Schon wieder neigt sich mit raschen Schritten das Jahr dem Ende zu. Der Dezember birgt noch ein paar Überraschungen, z.B. dass Sie gleich am 3. die unverhoffte Gelegenheit haben, unseren Freund Florian Donderer in seiner neuen Rolle als Primarius des Signum Quartetts zu erleben. Oder dass Sie so unterschiedliche Cellisten wie Alexander Baillie (mit John Thwaites am 7.12.) und Ernst Reijseger (mit Harmen Fraanje und Mola Sylla am 9. Dezember) innerhalb so kurzer Zeit hören können. Und den Altmeister am Vibraphon Wolfgang Schlüter noch einmal erleben (11.12.). Infos zu allen Konzerten im Dezember und auch noch einem im November mit dem famosen Detmolder Kammerorchester finden Sie weiter unten. Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Zeit in diesen verrückten Zeiten und heiße Sie Herzlich willkommen im Sendesaal Für heute allerbeste Grüße Peter Schulze   Inhalt 30.11. Detmolder Kammerorchester 01.12. Patricia Barber 03.12. residenz@sendesaal: Signum Quartett 07.12. Kammermusikabend mit Alexander Baillie & John Thwaites 08.12. Gabriele Hasler & Günter "Baby" Sommer 09.12. Trio Reijseger Fraanje Sylla 10.12. Songs & Whispers Special@Sendesaal 11.12. Wolfgang Schlüter - Boris Netsvetaev Duo 16.12. Die Grenzgänger 17.12. Michy Reincke - Wir sind die Flut Tour 2016 30.11. Detmolder Kammerorchester Mittwoch, 30. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Detmolder Kammerorchester unter der Leitung von Alfredo Perl hat für seinen diesjährigen Abstecher in den Sendesaal Mozarts Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott sowie Max Regers Violinkonzert op. 101 im Gepäck. Detmolder Kammerorchester Linus Roth - Violine Alfredo Perl - Leitung und Klavier Programm: Wolfgang Amadeus Mozart: Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, KV 452 Max Reger (1873-1916): Violinkonzert op. 101 in der Fassung für Kammerorchester und Violine solo von Rudolf Kolisch für Schönbergs "Verein für musikalische Privataufführungen" in Wien Ein Kammerorchester der besonderen Art! In diesem Jahr mit einem ECHO Klassik für seine Einspielung von Mahlers Das Lied von der Erde ausgezeichnet, weckt das Detmolder Kammerorchester seit nunmehr 60 Jahren durch mitreißende Musizierfreude die Begeisterung seiner Zuhörer. Mit vielseitigen Programmen und einem lebendigen Umgang mit der Konzerttradition entführen die internationalen Musiker ihr Publikum an bekannte und weniger bekannte Orte der Musikwelt. Im Detmolder Kammerorchester musizieren Studierende und junge Absolventen der Hochschule für Musik Detmold. Hervorgegangen aus dem renommierten Kammerorchester Tibor Varga besteht das Detmolder Kammerorchester seit 1954, in der heutigen Trägerschaft eines eingetragenen Vereins seit 1989. Nach Christoph Poppen und Eckhard Fischer ist seit 2009 Alfredo Perl Künstlerischer Leiter des Ensembles. Unter ihren Dirigaten hat sich das Orchester in einer eigenen Abonnementreihe im Konzerthaus Detmold regional einen hohen Bekanntheitsgrad erworben. Aber auch bei überregionalen Konzerten (u.a. Sendesaal Bremen, Festival classic con brio Osnabrück, Festival Musica S. Paderborn) und im europäischen und außereuropäischen Ausland (z. B. in Belgien, Peru, der Schweiz und Türkei) hat das Detmolder Kammerorchester als geachteter Botschafter der Musikstadt Detmold seine Vielfalt und Spielfreude unter Beweis gestellt. Konzertmitschnitte wurden vom Deutschlandradio Kultur und von Radio Bremen gesendet. Wichtiger Teil des DKO-Profils ist seit 2010 die Musikvermittlung. Hier begeistert das DKO unter unter Projektleitung von Guido Mürmann ein junges Publikum für klassische Musik. Mit den Musikvermittlungskonzerten ist das DKO in Grundschulen zu Gast und lädt in Kooperation mit dem Programm Kulturstrolche der Stadt Detmold die ganz jungen Zuhörer in seinen Orchesterprobenraum ein. Inzwischen wurde das Format um Workshops für Oberstufenschüler erweitert. Das Detmolder Kammerorchester hat mehrere CDs veröffentlicht, zuletzt bei Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (MDG) Gustav Mahler Das Lied von der Erde in der Fassung für Kammerensemble von A. Schönberg und R. Riehn. Für diese Einspielung ist das DKO mit dem ECHO Klassik 2015 ausgezeichnet worden. Hier gibt es ein Video vom DKO Künstlerische Leitung: Alfredo Perl 1965 in Santiago (Chile) geboren, studierte er zunächst in seiner Heimatstadt bei Carlos Botto und später bei Günter Ludwig in Köln und Maria Curcio in London. Seit seinem ersten Auftritt im Alter von neun Jahren gab der Künstler weltweit zahlreiche Konzerte, die ihn, Preisträger bedeutender Wettbewerbe, bald zu einem der führenden Pianisten seiner Generation werden ließen. Alfredo Perls weltweite Konzerttätigkeit führte ihn in die bedeutendsten Konzertsäle, unter anderem Barbican Centre London, Concertgebouw Amsterdam, Rudolfinum Prag, Großer Musikvereinssaal und Konzerthaus Wien, Herkulessaal München, Hamarikyu Asahi Hall Tokio, Teatro Colón Buenos Aires, Sydney Town Hall, Konzerthaus Berlin, Hamburger Musikhalle, Gewandhaus zu Leipzig, Alte Oper Frankfurt. Bei den renommierten Festivals wie dem Bath International Music Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Beethovenfest Bonn, dem Schleswig-Holstein Festival, dem classic con brio Osnabrück und den Haydn Festspielen in Eisenstadt ist er ein gern gesehener Gast. Als bemerkenswert vielseitiger Künstler spielte Alfredo Perl mit verschiedenen namhaften Orchestern, darunter London Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, Hallé Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Residentieorkest Den Haag, Melbourne und Sydney Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig sowie Mozarteumorchester Salzburg und MDR-Sinfonieorchester Leipzig. 1997 gab er sein Debüt bei den Promenade Concerts in der Royal Albert Hall in London. Neben seinen aufsehenerregenden Beethoven-Aufnahmen kann man Alfredo Perl mit Klavierwerken von Franz Schubert und Franz Liszt – darunter die Klavierkonzerte mit dem BBC Symphony Orchestra unter Yakov Kreizberg – auf CD hören. Er nahm kürzlich das gesamte Klavierwerk von Ravel für das Label Celestial Harmonies auf. Für BBC Television nahm er die 24 Préludes von Chopin auf DVD auf. Die laufende Saison führte ihn unter anderem erneut in den Herkulessaal München, die Semperoper Dresden, das Gewandhaus zu Leipzig sowie zum Rheingau Musikfestival. Perl ist Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Detmold und seit 2009 Künstlerischer Leiter des Detmolder Kammerorchesters. 01.12. Patricia Barber Donnerstag, 01. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die große Chicagoer Songpoetin und Pianistin Patricia Barber kommt mit ihrem Trio zum zweiten Mal in den Sendesaal. Patricia Barber - Piano, Stimme Patrick Mulcahy - Kontrabass Jon Deitemyer - Schlagzeug Nach ihrem Studium an der Universität von Iowa, trat die in Chicago geborene Particia Barber in die Fußstapfen ihres Vaters, des Jazzmusikers “Shim” Barber und ging zurück nach Chicago. 1984 hatte sie dort einen gig, der sie auf die Landkarte der nationalen Jazzszene katapultierte: 5 Tage die Woche in der intimen Gold Star Sardine Bar. Ihre ersten beiden CDs machten sie zu einem internationalen Star: Barber verkaufte mehr als 120.000 Exemplare von der CD Modern Cool, die aussschließlich ihre eigenen Kompositionen enthielt. 2002 unterzeichente sie einen Exklusivvertrag mit dem legendären Label Blue Note und machte dort 3 Alben, darunter auch Mythologies, einen genre-sprengenden Songzyklus basierend auf Gedichten des altrömischen Poeten Ovid, ein Projekt, das 2003 auch mit einem Guggenheim Stipendium für Komposition untersützt wurde (dem ersten überhaupt für eine nicht-klassische Liedkomponistin). Ihre letzte Studio-CD Smash (Concord Jazz) wurde von der Kritik einhellig gefeiert, die Rezensenten waren sich einig, dass Patricia die Songwriterin unserer Zeit sei, ohne Vorbild. Sänger aus aller Welt singen ihre Songs und seit kurzem nehmen auch klasische Musiker sie in ihr Konzertrepertoire. In ihrem ARTSONGbook veröffentlicht Barber ihre Songs daher auf zweierlei Weise: für Jazzsänger als Lead-Sheet mit Harmonieangaben zum Improvisieren und für klassische Sänger mit auskomponierter Klavierbegleitung. Im Oktober 2016 wird Patricia Barber im Pritzker Pavilion in Chicago das EAR TAXI NEW MUSIC FESTIVAL eröffnen. 03.12. residenz@sendesaal: Signum Quartett Samstag, 03. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets PROGRAMMÄNDERUNG: Das Konzert Lamento und Liebe mit Gunilla Süssmann (Piano), Florian Donderer (Violine) und Fritz Pahlmann (Horn) muss leider aus organisatorischen verschoben werden. Stattdessen gibt es - mit klassischem Programm - das Signum Quartett zu erleben, dessen neuer Primarius Florian Donderer ist. Nutzen Sie die überraschende Gelegenheit es kennenzulernen. Signum Quartett Florian Donderer - Violine Annette Walther - Violine Xandi van Dijk - Viola Thomas Schmitz - Violoncello Programm: Joseph Haydn: Streichquartett op. 20 Nr. 2 C-Dur Ludwig van Beethoven: Streichquartett op. 18 Nr. 6 B-Dur Franz Schubert: Streichquartett Nr. 13 a-Moll D. 8o4 "Rosamunde“ Das Signum Quartett hat durch seine mitreißend lebendigen Interpretationen ein Zeichen in der internationalen Quartettszene gesetzt und sich mit seinen individuellen Programmkonzeptionen als eines der profiliertesten Ensembles seiner Generation etabliert. Florian Donderer, Kurator der Konzertreihe residenz@sendesaal, ist seit 2016 der neue Primarius des Quartetts und stellt seine Freunde nun erstmals und spontan in der Reihe vor. Intensive Studien mit dem Alban Berg Quartett, dem Artemis Quartett und dem Melos Quartett sowie die Zusammenarbeit mit György Kurtág, Walter Levin, Alfred Brendel, Leon Fleisher und Jörg Widmann prägen die künstlerische Entwicklung des Signum Quartetts, das zahlreiche Preise gewonnen (Deutscher Musikwettbewerb, Premio Paolo Borciani, London International String Quartet Competition) und vielfach Förderung erfahren hat (u.a. BBC New Generation Artists). Ihre CD ‘No.3’, welche im Mai 2013 veröffentlicht wurde, präsentiert Quartette von Bartók, Schnittke und Berg und wurde mit dem International Classical Music Awards 2014 als beste Aufnahme in der Kategorie Kammermusik ausgezeichnet. Konzertauftritte führen das Signum Quartett auf internationale Podien von Madrid und Barcelona bis Basel und Paris, von der Hamburger Laeiszhalle, dem Konzerthaus und der Philharmonie Berlin, dem Gewandhaus Leipzig, der Philharmonie Luxemburg, dem Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall London, der Bostoner Harvard Musical Association bis hin zum Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, den Schwetzinger Festspielen und den BBC Proms. Zu den Kammermusikpartnern des Quartetts zählen Jörg Widmann, Igor Levit, Nils Mönkemeyer, Adrian Brendel und Dominique Horwitz. 07.12. Kammermusikabend mit Alexander Baillie & John Thwaites Mittwoch, 07. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets NEU IM PROGRAMM: Der bekannte Bremer Cello-Professor Alexander Baillie spielt im Duo mit seinem langjährigen Partner John Thwaites u.a. Britten, Schubert und Brahms. Kammermusikabend Alexander Baillie - Violoncello John Thwaites - Piano Programm: Benjamin Britten: Cello Sonate op 65 Franz Schubert: Arpeggione Sonate Richard Rodney Bennett: Cello Sonate (Deutsche Erstaufführung) Johannes Brahms: Sonate in F-Dur op 99 Alexander Baillie wurde im Jahre 1956 geboren, begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Cellospielen, wobei er sich stark von der legendären Jacqueline du Pré inspirieren ließ. Mit 16 Jahren begann er das Studium, zunächst in London am Royal College of Music, später mit einem Auslandsstipendium bei André Navarra in Wien. Alexander Baillie ist regelmäßig zu Gast bei renommierten Orchestern weltweit. Er hat u.a. mit Sir Simon Rattle und Sir John Elliot Gardiner gearbeitet und tritt regelmäßig als Solocellist in Konzerten, Recitals und internationlen Festivals auf. Kürzlich führte er das Elgar-Cellokonzert mit dem Philharmonia Orchestra im Londoner Barbican Center auf. Seine Zusammenarbeit mit dem Boston Philharmonic Orchestra unter Benjamin Zander erzielte mit Elgars Cellokonzert in vier amerikanischen Städten ausverkaufte Häuser. Seine Interpretation der Britten Cello Suiten honorierte die New Yorker Presse mit höchster Anerkennung. Alexander Baillie verfügt über ein phänomenal weitreichendes Repertoire. Zu seinen diversen Uraufführungen gehören u.a. Werke wie Hans Werner Henzes “Sieben Liebeslieder“ und die kanadische Premiere von Pendereckis zweitem Cellokonzert . Außerdem gibt es unzählige CD-Einspielungen des Künstlers. Er ist seit 1994 Professor für Violoncello an der Hochschule für Künste Bremen und seit diesem Herbst International Chair of Cello am Birmingham Conservatoire. Alexander Baillie und John Thwaites wuchsen beide in St. Albans, einer Kathedralenstadt,  in der Nähe von London auf.  Sie konzertieren seit 30 Jahren zusammen. Dieses Jahr haben sie u.a. in China konzertiert und eine Brahms CD für Somm Records herausgebracht. Sie konzertieren regelmässig in England. Kritiker Michael Tumelty schrieb nach einer  BBC-Live Übertragung: "Baillie ist einer der besten Cellisten im business und in völliger Einheit mit ihm war der excellente Pianist John Thwaites. Reinstes Musizieren von zwei mächtigen, selbstbewussten Instrumentalisten, höchste Freude für die Zuhörer.“ Über die Brahms CD schrieb Tully Potter in der Strad: "Obwohl er einer unserer top Cellisten ist, macht Alexander Baillie selten Aufnahmen. Diese ist umwerfend. Er und Pianist John Thwaites haben Brahms's Op.38 Sonata aufgenommen, die so inspirierend ist, dass ich mir wünschte, die op 99 wäre auch dabei". Und die hören Sie in diesem Konzert. 08.12. Gabriele Hasler & Günter "Baby" Sommer Donnerstag, 08. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets release concert für die CD fundstücke, die die Sängerin Gabriele Hasler und der Perkussionist  Günter "Baby" Sommer im Frühjahr im Sendesaal eingespielt haben. Die CD erscheint Ende Oktober 2016 bei Laika Records. fundstücke Gabriele Hasler - Stimme(n), Texte, Elektronik Günter "Baby" Sommer - Schlagzeug, Vibrafon, diverse Klangerzeuger Die Begegnung zweier Spitzenmusiker der zeitgenössischen Improvisationsmusik steht für ein spannendes Konzerterlebnis. Aus Haslers Texten und Songpartikeln sowie Sommers atmosphärischen Perkussionsstrukturen entstehen aufregende und intensive, berührende und humorvolle Soundscapes. ...er pinselt, schlegelt, trommelt, paukt, basst und wummert ...sie säuselt, summt, quietscht, haucht, fiepst und brummelt... Die Zusammenarbeit von Hasler und Sommer begann in den frühen 90er Jahren. Nun legen sie ihre erste gemeinsame CD vor, die von Radio Bremen aufgenommen und von LaikaRecords produziert wurde. Beide Musiker eint die Leidenschaft für die Musikalität von Sprache. Baby Sommer arbeitet(e) mit Dichtern wie Günter Grass, Rafik Schami oder Nora Gomringer, Gabriele Hasler war viele Jahre musikalische Partnerin des Dichters Oskar Pastior. Gabriele Hasler - Stimme, Texte, Elektronik erhielt ihre Ausbildung u.a. am Berklee College of Music, Boston, USA. Seit ca. 1983 ist sie als Sängerin/Komponistin /Lyrikerin  im  Bereich  Jazz und  improvisierter Musik tätig und gilt als eine der kreativsten und eigenständigsten Stimmen in der Europäischen Szene. Mit ihrem langjährigen Quartett Gabriele Hasler & Foolish Heart war sie bei zahlreichen internationalen Festivals zu Gast. 1985 erhielt sie den SWF Jazzpreis. 1986 gründete sie ihr eigenes Plattenlabel "Foolish Music", auf dem bisher 18 Produktionen erschienen sind. Für das Goetheinstitut war sie in Nordafrika, Südasien, Togo und in der Türkei unterwegs. Sie erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge, u.a. “Crossfade“ für das Mutare Musiktheater Frankfurt (1994) sowie das Kinderoratorium “Die Stunde Welt“ für die Kinder-und Jugendchöre des Bremer St. Petridoms (2007). Mit ihrer Soloperformance “G.bete 365“ war Gabriele Hasler u.a. für das Goethe Institut zu Gast beim LEM Festival Barcelona (E) und beim Festival für Neue Musik, Museo Vostell, Caceres (E). Sie arbeitete u.a. mit Anders Jormin, Louis Sclavis, Jaap Blonk, Lindsay Cooper, Christof Lauer, Bobo Stenson, Claudio Puntin, Roger Hanschel, Elvira Plenar, Han Bennink, Reggie Workman und Andrew Cyrille. http://www.gabrielehasler.de Günter "Baby" Sommer - Schlagzeug, Perkussion, Vibraphon, diverse Klangerzeuger ...ist  einer der bedeutendsten Vertreter des Zeitgenössischen europäischen Jazz, der mit einem hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat. Sommer wurde 1943 in Dresden geboren und studierte an der Hochschule für Musik ,Carl Maria von Weber‘. Seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten Jazzgruppen der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowksy-Trio, dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten Sommer den Einstieg in die internationale Szene. So arbeite Sommer nicht nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald sondern traf mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred van Hove, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker und Cecil Taylor zusammen. Sommers Solospiel sensibilisierte ihn für Kolloborationen mit Schriftstellern wie Günter Grass. Sommers Diskografie umfasst über 100 veröffentlichte Audio-Datenträger. Als Professor an der Musikhochschule in Dresden nahm er Einfluss auf die professionelle Vermittlung des zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden Generationen. http://www.babysommer.com 09.12. Trio Reijseger Fraanje Sylla Freitag, 09. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Kombination von Ernst Reijseger (Cello), Harmen Fraanje (Piano) und Mola Sylla (Stimme) verspricht ein perfektes Amalgam von Jazz, Afrikanischer Musik und Klassischer Musik, eindrücklich und spirituell. Trio Reijseger Fraanje Sylla Ernst Reijseger - Cello Harmen Fraanje - Piano Mola Sylla - Stimme und Perkussion Die Musik des Trios Reijseger Fraanje Sylla ist am besten zu beschreiben als das perfekte Amalgam von Jazz, Afrikanischer Musik und Klassischer Musik. Der Cellist Ernst Reijseger, Pianist Harmen Fraanje und der Senegalesische Sänger und Perkussionist Mola Sylla kreieren auf der Bühne ihre absolut eigene unverwechselbare Sprache. Und obwohl sie vielleicht nicht direkt verstehbar ist, kann sie doch klar erfühlt werden. Das Trio, das bisher 2 CDs rausgebracht hat und Musik für einige der Filme von Werner Herzog einspielte, macht Musik, die so wild wie schön ist und auch melancholisch, immer getragen von der wunderbaren Stimme seines afrikanischen Sängers. Das überbordende improvisierte Klavierspiel von Harmen Fraanje und die subtilen Melodien des Cellisten Ernst Reijseger sorgen für ein eklektisches, spirituelles Ganzes, bei dem nichts so ist wie es scheint… 10.12. Songs & Whispers Special@Sendesaal Samstag, 10. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 14 Euro (ermäßigt 8 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Im Zentrum dieser Ausgabe von Songs & Whispers Special@Sendesaal stehen die englische Singer-songwriterin DAISY CHAPMAN (UK) und ROSY DAZE aus Bremen. Songs & Whispers Special@Sendesaal DAISY CHAPMAN und ROSY DAZE ROSY DAZE Silke Gutzeit - Gesang, Gitarre Marc Gutzeit - Bass, Gitarre, Gesang Das Bremer Duo Rosy Daze schreibt und singt bewusst reduzierte Songs zwischen Americana und zeitlosem Songwriter-Pop. Live beeindrucken Rosy Daze mit anrührenden zweistimmigen Gesängen. Klingt es so schön, weil da zwei Eheleute miteinander singen? Könnte sein. Jedenfalls geht es bei Rosy Daze um tief empfundene, handgemachte  Musik, die ganz ohne Moden und aufgesetzte Attitüden auskommt.“ DAISY CHAPMAN Daisy Chapman - Stimme, Klavier Sue Lord - Geige Martin Denzin - Schlagzeug Die selbsternannte „Sinner-Songwriterin“ Daisy Chapman gehört mittlerweile zur ersten Liga der Singer-Songwriter. Mit der Wucht ihrer Stimme, der Perfektion ihrer kammermusikalischen Arrangements und der Genialität ihrer Songtexte, erzählt sie persönliche Geschichten. Zu berichten hat Chapman viel, denn  in den letzten zwei Jahren verging für sie kein Monat ohne ein Konzert. Darunter fielen etwa Support-Auftritte für den US-amerikanischen Country-Shootingstar Jenn Bostic. So ist „Shameless Winter“, ihr letztes Album, entstanden - auf Tour, beinahe eine Art Tagebuch. Es ist ein ehrlicher Bericht über Rastlosigkeit, Sehnsucht und Träume. Ob es ein Lied ist, welches die bitterkalten Winter in Europa beschreibt, während man alleine die Straßen durchquert oder ob sie eine schwarzhumorige Geschichte über vom Pech verfolgte Reisen erzählt - die Songs von diesem Album sind sowohl klug als auch wunderschön. Produziert wurde „Shameless Winter“ von einem Mann, der sich mit starken Frauen auskennt – Ali Chant arbeitete bereits mit KT Tunstall, Portishead und PJ Harvey zusammen. Er verlieh dem Album die nötige Tiefe und Dynamik. Um ihre musikalische Entwicklung und Vielseitigkeit zu  nachvollziehbar zu machen, wurde das Album „Gathering of the Haunted“ (zuerst 2007) ihrer ehemaligen Band Scarlatti Tilt im Mai 2014 erneut veröffentlicht. Hier zeigt sich Daisy Chapman von einer weitaus düsteren, beinahe sogar makaberen Seite, während sie bei einer erfolgreichen Europa Tournee als Pianistin der englischen Rockband „Crippled Black Phoenix“ beweist, dass sie auch härtere Töne anschlagen kann. Stets an ihrer Seite die Violinistin Sue Lord. Die aus Bath stammende Lord bekam bereits mit acht Jahren eine Violine in die Hand uns hat sie seitdem nicht mehr losgelassen. Nach dem Abschluss der klassischen Ausbildung am Royal Welsh College of Music and Drama spielt sie nicht nur in zahlreichen klassischen Streich-Quartetten, sondern auch für zeitgenössische Größen wie Newton Faulkner, Peter Gabriel, The Heavy, Duotone und Crippled Black Phoenix.  Neben Piano, Loop-Station und ihrem stärksten Instrument, der Stimme, ist das vom BBC-Moderator Johnny Coppin hoch gelobte Album „Shameless Winter“ ihr wichtigstes Reise-Utensil. Im UK, in Deutschland, Frankreich oder gar in China hat sie sich durch unermüdliches Touren einen respektablen Namen erspielt. Und sie hat Geschichten gesammelt, unzählige Geschichten, die sie uns erzählen will. Auf ihre Art. Im Gepäck das schonungslose Storytelling eines Nick Cave, die seichten Akkorde und unvergesslichen Melodien einer Regina Spektor und doch mit einer Kraft gesegnet, die ihresgleichen sucht, fasziniert Chapman das Publikum im UK und Norddeutschland. Aber ihr Weg geht weiter. Die BBC hat’s erkannt: „Watch this woman, she’ll go far!” Eine Veranstaltung von Songs & Whispers 11.12. Wolfgang Schlüter - Boris Netsvetaev Duo Sonntag, 11. Dezmber 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der rüstige Altmeister des Vibraphons, Wolfgang Schlüter, feiert in einem seiner mittlerweile raren Konzerte die Veröffentlichung seines neuen Albums Breathing As One im Duo mit dem Pianisten Boris Netsvetaev. Wolfgang Schlüter - Vibraphon Boris Netsvetaev - Piano Nur wenige Legenden hat der deutsche Jazz der Nachkriegszeit hervorgebracht. Der Vibraphonist Wolfgang Schlüter ist sicher eine von ihnen, er hat es sogar bis in den Downbeat Critics Poll geschafft. Ein Urgestein der deutschen Jazzgeschichte, “in dem fast alle Vibraphonisten der Welt durchschimmern”. (M. Naura). Zu seinen großen Einflüssen gehören sicherlich Lionel Hampton und Milt Jackson. Er gehört zweifellos zu den wichtigsten Vertretern seines Instruments in Europa und hat einen substantiellen Beitrag zur Entwicklung des Vibraphonspiels geleistet. Seit den 50er Jahren verband ihn eine langjährige Partnerschaft mit dem Pianisten Michael Naura, drei Jahrzehnte gehörte er auch der NDR-Big Band an. Für sein aktuelles Album Breathing As One hat Wolfgang Schlüter nach eigenen Aussagen in einem Maße wie noch nie den Mut aufgebracht, sein Instrument „schön“ erklingen zu lassen, nicht nur die Virtuosität sondern vor allem auch die Poesie in den Vordergrund zu stellen. Und so erstrahlen neue Eigenkompositionen, die sein Spätwerk noch heller erscheinen lassen,  in gelungenem Brückenschlag mit einigen Standards, die Schlüter „schon immer mal aufnehmen wollte“. Kongenialer Partner ist sein ehemaliger Student und heute langjähriger Wegbegleiter, der in St. Petersburg geborene aber seit vielen Jahren in Hamburg lebende Pianist Boris Netsvetaev. Die Art und Weise, wie er dezent begleitet und unterstützt aber auch solistisch brilliert, macht ihn zur perfekten Wahl für die dieses Duo Abenteuer. Dieses Konzert feiert den release der CD, die im Oktober 2016 erscheinen wird. Wolfgang Schlüter kehrt übrigens somit im Duo an den Ort zurück, an dem er 1977 mit Michael Naura die LP Country Children aufnahm - in den Sendesaal. 16.12. Die Grenzgänger Freitag, 16. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets NEU IM PROGAMM: Die Grenzgänger aus Bremen feiern die Premiere ihres neuen Programms: Brot & Rosen - von der Liebe und ihren Bedingungen im Alltag. Livemitschnitt Die Grenzgänger Michael Zachcial - Gesang, Gitarre, Rezitation Annette Rettich - Cello, Gesang Felix Kroll - Akkordeon, Gesang Frederic Drobnjak - Gitarre, Gesang Mit Cello, Akkordeon und zwei Gitarren zaubert das Quartett um den Bremer Liedermacher Michael Zachcial Lieder und Geschichten von der Liebe aus acht Jahrhunderten auf die Bühne: Von Leichtmatrosen und gefallenen Mädchen, Königskindern und falschen Nonnen, Märchen aus uralten Zeiten, gebrochenen Herzen aber ewiger Treue. In der aktuellen Besetzung klingen die Grenzgänger so druckvoll und virtuos wie selten, Frederic Drobnjak an der Gitarre spielt im Stile eines Django Reinhardt groß auf, Felix Kroll zaubert am Akkordeon ein ganzes Orchester auf die Bühne, Annette Rettich berührt am Cello und verschmilzt mit der Stimme von Michael Zachcial, der auf unverwechselbare Art die alten Lieder mit dem Hier und Jetzt verbindet Fünfmal gab es bisher den Preis der deutschen Schallplattenkritik, die Grenzgänger spielten vor mehr als tausend Zuschauern auf grossen Festivals ebenso wie in kleinen Theatern und Bürgerhäusern. Etliche Male waren sie auf Platz eins der Liederbestenliste, für das Goethe-Institut unterwegs in Halb-Europa. Die Musiker: Michael Zachcial (Gesang, Gitarre, Mundharmonika) gehört zu den ganz wenigen Künstlern, die sowohl für ein Kinder- als auch für ein Erwachsenenpublikum auftreten und dabei gleichermaßen großen Erfolg haben. Er gründete 1988 nach vielen Jahren als Strassenmusiker und Liedermacher die Grenzgänger und ist hauptsächlich verantwortlich für das künstlerische Konzept. Neben einem Programm mit eigenen Liedern und Chansons spielt Michael Zachcial seit 1993 noch Kinderlieder mit dem Duo Zaches & Zinnober (gemeinsam mit Ralf Siebenand), der auch auf einigen CDs der Grenzgänger als Saxophonist und Pianist zu hören ist. Felix Kroll (Akkordeon, Gesang) begann mit zahlreichen Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten, u.a. Friedrich Goldmann, Georg Katzer, Peter Weirauch und Hannes Zerbe. 2005 erhielt er mit seinem Trio den ersten Preis im Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« und ein Jahr darauf begann er sein Studium an der Hochschule für Künste Bremen bei Margit Kern. Außerhalb der Hochschule erarbeitete er bereits größere Musik-Theaterstücke u.a. mit Wolfgang Krause Zwieback, wirkte bei mehreren Opernuraufführungen im Rahmen der Neuköllner Originaltöne mit und gibt Konzerte in den verschiedensten Besetzungen im In- und Ausland (z.B. Schweiz, Seoul-Korea, Russland). Seit Frühjahr 2009 bei den Grenzgängern. Annette Rettich (Cello, Gesang) ist seit Januar 2009 bei den Grenzgängern, klassisch bestens ausgebildet und macht wie viele andere, die für den Arbeitsmarkt schlicht überqualifiziert sind, aus der Not eine Tugend! Annette Rettich gewann mehrere erste und Sonderpreise in verschiedenen Kategorien beim Bundeswettbewerb "Jugend Musiziert", absolvierte diverse Meisterkurse, nahm an zahlreichen Rundfunkaufnahmen teil und spielte zuletzt im Schleswig Holstein Festival Orchester. Frederic Drobnjak ( Gitarre, Gesang) Seit Anfang 2014 als Saitenzauberer bei den Grenzgängern. Begann seine Entdeckungsreise auf der E-Gitarre als Autodidakt. Lehramtsstudium Musik an der Universität Bremen, ab 2002 Hochschule für Künste Bremen, Studium Jazz-Gitarre, Solistenförderpreis beim Bundesjugend-Jazzfestival in Erfurt. Teilnahme an Masterclasses von Jennifer Batten, Peter Fischer, John Stowell, sowie am Stephane-Grappelli-Camp. Dozent für Gitarre an der Music Academy Bremen. Pressestimmen: „Die Grenzgänger“ verwandeln Jahreszahlen in Menschen-Geschichte– die Besucher konnten nicht anders als überzeugt mehrere Zugaben einfordern." Kreis Anzeiger Hessen „...so viel gelassene Beiläufigkeit und selbstverständliche Perfektion kriegen nur echte Könner auf die Reihe.... Die Grenzgänger sind allemal einen kostbaren Abend wert.“ Backnanger Kreiszeitung Eine Veranstaltung der Grenzgänger 17.12. Michy Reincke - Wir sind die Flut Tour 2016 Samstag, 17. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 18 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der Hamburger Songschreiber Michy Reincke stellt bei dieser Tour sein aktuelles Album "Sie haben den Falschen" vor. MICHY REINCKE - „WIR SIND DIE FLUT“ TOUR 2016 Michy Reincke - Stimme und Gitarre Jörn Heilbut - Gitarre Martin Meyer - Piano Für seine letzten Chart-Alben erhielt der Hamburger Songschreiber Michy Reincke von den Medien und Fans überragende Kritiken. So schreibt beispielsweise der Rolling Stone „Wenige deutsche Platten sind so brillant“ und das Penthouse sagt es eben so: „während die meisten textlich am Niveau eines Grundschülers vor sich hin stolpern, nimmt Reincke narrative Hürden mit Bravour, er-urknallt sich mit jedem neuen Album sein ganz persönliches Wurmloch, in dessen eloquent-lyrischen Tiefen nur er zu verschwinden weiß. Der ist nicht von hier, das steht fest“. Und der Musiker und Entertainer Michy Reincke ist ein Garant für originelle Konzerterlebnisse. Bei den Liebhabern seiner Musik stehen sein Humor, seine Art die Dinge zu sehen und sein schier unermesslicher Vorrat an Anekdoten wenigstens auf gleicher Stufe mit seinen Songs, großen Melodien und klugen Texten, um sich begeistern und wunderbar unterhalten zu lassen. Mit seinen langjährigen musikalischen Mitstreitern inspiriert Michy Reincke auch sein Publikum immer wieder dazu nicht nur auf ausgetretenen Pfaden zu wandeln, sondern sich selbst zu überraschen und neu zu sein. Er selbst ist dafür ein leuchtendes Beispiel und so ist es auch kein Wunder, dass Michy Reincke einer der beliebtesten Popmusiker Norddeutschlands ist. Neben den brandneuen Songs seines aktuellen Albums „SIE HABEN DEN FALSCHEN“ und den Singles „Erzähl mir nicht dass du nur tust was man dir sagt“ oder „Steh auf & scheine“ der hochgelobten Vorgänger-Alben, runden auch Song-Klassiker seines Schaffens wie „Taxi nach Paris“ oder „Valérie, Valérie“ das neue Programm ab. Wer einen Abend mit Songs und Geschichten von Michy Reincke erleben möchte, muss allerdings vom Sofa hoch. Der Musiker verweigert vehement die Aufnahme oder Veröffentlichung von Live-Konzerten. Die Frage nach dem Warum kann man sich ganz gut aus einem seiner Songs beantworten: „Wir alle bauen nur Sandburgen vor die Flut...wie soll das gehen zu bleiben...“ Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 26.11.16  +  

Connection e.V. und Pro Asyl: Eindruck der Voreingenommenheit im Asylverfahren

Die Klage gegen den ablehnenden Bescheid im Verfahren des US-Deserteurs André Shepherd wurde in der heute veröffentlichten Entscheidung des Verwaltungsgerichtes abgewiesen. In einer fünfstündigen Verhandlung hatte das Verwaltungsgericht gestern unter Beachtung eines Grundsatzentscheides des Europäischen Gerichtshofes den Fall überprüft. Es stellte sich heraus, dass die fünfköpfige Kammer sich einzig und allein auf die Glaubhaftigkeit des Klägers konzentrierte, Sachverhalte abfragte, die bis zu zwölf Jahre zurückliegen und meinte, das Gewissen des Klägers zu jeder Zeit messerscharf prüfen zu können. Einerseits wurde vom Kläger erwartet, dass er seine Sicht aus damaliger Situation heraus schildert, andererseits wurden die von ihm damals getroffenen Entscheidungen von der Kammer aus heutiger Sicht bewertet. "Würde man den Maßstab des Gerichts anlegen, müsste ein Verweigerer eines völkerrechtswidrigen Krieges oder von völkerrechtswidrigen Handlungen von Anfang an völlig stringent und kompromisslos vorgehen", so Bernd Mesovic von PRO ASYL. "Dass sich eine Gewissensentscheidung über längere Zeiträume entwickelt, hat in der Logik des VG München keinen Platz." Nach der langen Befragung sagte André Shepherd: "Ich habe von Anfang an umfassend alle wesentlichen Sachverhalte dargestellt. Ich hätte mir gewünscht, das Gericht hätte den schwierigen Weg innerhalb des US-Militär, eine meinem Gewissen entsprechende Haltung herauszubilden. gewürdigt." Weiter erklärte er: "Es sollte bei der Anhörung doch darum gehen, meine Gründe darzulegen, warum ich aus den gegebenen Tatsachen heraus das Militär verlassen musste. Dass das Gericht stattdessen auf hypothetische Szenarien abzielte, die nichts mit den vorliegenden Tatsachen und Erfahrungen zu tun haben, hinterlässt bei mir den Eindruck, dass sie mich schlicht und einfach nicht anhören wollten." In seiner heutigen Pressemitteilung weist das Gericht insbesondere auf eine scheinbar fehlende Auseinandersetzung mit der Möglichkeit der Kriegsdienstverweigerung hin. Dabei hatte André Shepherd in der gestrigen Anhörung sehr deutlich erklärt, dass er mit seiner Auffassung, dass er für "notwendige Kriege zum Schutz der eigenen Bevölkerung" auch zur Verfügung gestanden hätte, nicht unter die sehr eindeutig formulierten Richtlinien für eine Anerkennung als Kriegsdienstverweigerer gefallen wäre. "Auch der Umgang mit anderen US-Kriegsdienstverweigerern, wie Agustín Aguayo, der trotz seiner Verweigerung ins Kriegsgebiet geschickt und schließlich wegen Desertion verurteilt wurde, waren für mich ein klares Zeichen, dass dies kein Weg sein kann." "Eigentlich hat das Gericht nur einen Satz im Urteil des Europäischen Gerichtshofes zugrunde gelegt, in dem darauf abgestellt wird, dass hohe Maßstäbe bei Asylanträgen von Soldaten angenommen werden müssten, wenn Sie sich freiwillig zum Militär melden", erklärte Rechtsanwalt Reinhard Marx im Anschluss an die Anhörung. "So eng interpretiert hätte damit kein Berufssoldat jemals eine Chance Asyl zu erhalten." Weiter machte er deutlich: "Ganz offensichtlich wollte das Gericht durch diese Art der Sachaufklärung vermeiden, die nicht zu bestreitenden Kriegsverbrechen der US-Armee während des Zeitraums seit 2007 zu behandeln." "Die Verhandlungsführung war von Voreingenommenheit geprägt", so Rudi Friedrich von Connection e.V. "Als Beobachter konnte man sich nicht dem Eindruck verschließen, dass schon vorher ein Urteil feststand und die Kammer die Entscheidung und den Asylantrag von André Shepherd völlig abgelöst sehen wollte von der Realität des Krieges im Irak." Rechtsanwalt Reinhard Marx machte abschließend deutlich, dass er für seinen Mandanten eine Berufungsklage vorbereiten werde.   gez.Bernd Mesovic, PRO ASYL (069 2423 1430)Rudi Friedrich, Connection e.V. (069 8237 5534) ******************************* Beitr ag Weiterempfehlen im SocialNetwork --- Facebook --- Google --- Linkedin --- StudiVZ --- Twitter --- ******************************* Connect ion e.V., Von-Behring-Str. 110, D-63075 Offenbach Tel.: 069-8237 5534, Fax: 069-8237 5535 eMail: office@Connection-eV.org, Website: www.Connection-eV.org *************
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yasni 17.11.16  +  

Was wir von den Wahlen in den USA lernen können - und müssen

Vergangenen Dienstag waren die Menschen in den USA aufgefordert, eine neue Regierung zu wählen. Zur Überraschung vieler wählten sie den Immobilienmogul und Fernsehstar Donald Trump zum Präsidenten und bescherten seiner Partei eine für die USA seltene Machtfülle mit satten Mehrheiten im Senat und dem Repräsentantenhaus. Nach allem was wir wissen, verlief die Wahl ordnungsgemäß. Wir, der Rest der Welt, müssen die Resultate dieser demokratischen Wahl akzeptieren. Wir müssen aber auch mit ihnen leben. Denn die USA sind weiterhin die einzige globale Supermacht – militärisch, politisch, wirtschaftlich, kulturell – daher kann es niemandem egal sein, wer sie regiert. Viele von uns sind vom Wahlausgang enttäuscht, niedergeschlagen, blicken mit Sorge in die Zukunft, haben Angst. Die meisten können es immer noch nicht glauben, dass die USA, das Mutterland der modernen Demokratie, jemanden wie Donald Trump zum Präsidenten machen würden – unbeherrscht, hitzköpfig, rassistisch, ausländerfeindlich, sexistisch, politisch gänzlich unerfahren, ein Lügner, Steuerhinterzieher, ein Gewaltverherrlicher, ein Demagoge, scheinbar ohne Respekt für die Institutionen und Gepflogenheiten der US-amerikanischen Demokratie. Ein gewisser Trost liegt in den Zahlen. Die USA haben mehr als 318 Millionen Bürgerinnen und Bürger – 231,6 davon waren letzte Woche wahlberechtigt. An der Wahl beteiligt haben sich letzten Angaben zufolge gerade einmal 131,7 Millionen, also etwa 57%. 60,5 Millionen stimmten dabei für Hillary Clinton ab, 60,1 Millionen für Donald Trump – nur knapp 400.000 Menschen weniger (Quelle: CNN, 11.11.16). Drei Dinge werden durch diese Zahlen deutlich: zum einen, dass die USA auch weiterhin ein zutiefst gespaltenes und polarisiertes Land sind, zum zweiten, dass die knapp 100 Millionen Nichtwähler die mit Abstand größte Wählergruppe bilden und zum dritten, dass Trump die Mehrheit der Menschen nicht überzeugen konnte. Doch auch wenn Hillary Clinton die Mehrheit der „popular vote“ gewinnen konnte, gelang es ihr nicht, die Mehrheit der Wahlmänner und -frauen zu erreichen und Trump die Präsidentschaft streitig zu machen. So ist das amerikanische Wahlsystem. Auch George W. Bush gewann damals auf ähnliche Art und Weise gegen Al Gore. Doch nicht jeder ist durch Trumps Sieg erschüttert. Einige sind auch froh, dass die ausgewiesene Falken-Politikerin Hillary Clinton verhindert werden konnte. Und tatsächlich ist nicht auszumachen, wie sich die Politik der USA unter Clinton gestaltet hätte – insbesondere bei der Nahostpolitik und der Haltung gegenüber Russland, aber auch der Handelspolitik gab es gute Gründe, Hillary Clinton als Präsidenten abzulehnen. Auch wenn sie viele Werte vertritt, die wir teilen und bei Trump so bitterlich vermissen - sie war nie eine ausreichend gute Alternative. Das ist vielleicht die traurigste Wahrheit des letzten Dienstags – dass es eine Wahl zwischen zwei Übeln war und es den meisten Wählern mehr darum ging, den anderen Kandidaten zu verhindern, als den eigenen wirklich ins wichtigste politische Amt der Welt zu hieven. Wie bedeutend dieses Amt ist, wurde uns immer wieder vor Augen geführt: Wir haben gesehen, wie ein Präsident George W. Bush sein Land und zahlreiche Verbündete kurzerhand in völkerrechtswidrige Kriege im Nahen Osten und Zentralasien gestürzt hat. Wir haben aber auch gesehen, wie ein Präsident und Friedensnobelpreisträger Barack Obama die Drohnenkriegsführung massiv ausgeweitet und außergesetzliche Exekutionen und Kriegsverbrechen in vielen Ländern verantwortet hat. Nicht von der Hand zu weisen, dass eine Präsidentin Clinton ebenfalls als außenpolitische Hasardeurin aufgefallen wäre. Wir werden es nie wissen. Was wir nun in den kommenden vier Jahren erleben werden ist die Präsidentschaft von Donald Trump – und die macht vielen von uns Angst – eine Angst, die vor allem dadurch verstärkt wird, dass das Phänomen Trump nicht auf die USA begrenzt ist. Die rassistischen und ausländerfeindlichen Untertöne der Brexit-Kampagne, das Erstarken rechter Parteien in ganz Europa, insbesondere des Front National in Frankreich, aber auch ähnlicher antieuropäischer, antimuslimischer, demokratiefeindlicher Bewegungen in den Niederlanden, Polen, Ungarn, Österreich, der Schweiz, der stete Abbau der Demokratie in unseren Nachbarstaaten wie Russland, der Ukraine, der Türkei oder Israel, und nicht zuletzt die Erfolge der organisierten Rechten in Deutschland - sie alle kulminieren zu einer gefühlten Renaissance braunen Gedankenguts quer über unseren Kontinent. Insbesondere unsere eigene rechte Bewegungen – von den Identitären über die Reichsdeutschen, PEGIDA und ihre Ableger, die AfD und die immer tiefer im braunen Sumpf fischende CSU – lassen den Rechtsruck in den USA so gefährlich für uns erscheinen: Droht uns bald auch ein ähnlicher Erdrutsch der Rechten? Um diese Frage zu beantworten, lohnt es sich, noch einmal den Blick auf die US-Wahl zu wenden. Trumps Erfolg beruht neben seinem Geschick als Entertainer und seiner Tabubrüche nämlich auch darauf, dass er brennende Themen gesehen und angesprochen hat, die von beiden Volksparteien viel zu lange ignoriert wurden - vor allem die Sorgen der „vergessenen Generation“ der arbeits- und hoffnungslosen weißen Unterschicht, die durch die Globalisierung, die Deindustrialisierung und nicht zuletzt durch die Finanzkrise ins gesellschaftliche Abseits befördert wurden. Die immer heterogener und bunter werdende US-amerikanische Gesellschaft und nicht zuletzt die Wahl eines schwarzen Präsidenten vor acht Jahren hat ihre Angst zunächst in Frust und später auch in Wut und Hass umgewandelt. Ihnen hat Trump immer wieder versprochen, Amerika wieder „zu alter Größe“ zurück zu führen („Make America great again“), ihnen „ihr Land zurückzugeben“ („Take our country back“). Auf diesen Menschen basiert sein Wahlsieg: in ihrer Mehrheit ältere weiße Männer ohne Collegeabschluss aus dem Herzland der USA. Sie versprechen sich von ihm eine Besserung ihrer Situation, sie sind nach seinem Sieg heute euphorisch und ermutigt. Verloren und verängstigt fühlen sich heute die Millionen von Afroamerikanern, Hispanics, Moslems und generell „people of color“, auf deren Kosten Trump seinen Wahlkampf führte und die von ihm zu Außenseitern im eigenen Land gemacht wurden. Sie sind es, die in den Augen vieler Trump-Wähler ihnen „ihr“ Land weg genommen haben. Viele von ihnen fragen sich, in was für einem Land ihre Kinder nun aufwachsen werden – einem toleranten oder einem bigotten? Einem, in dem sie als gleichberechtigte BürgerInnen wahrgenommen werden oder einem, in dem ihr Leben weiterhin weniger zählt als das von weißen AmerikanerInnen? Sie sind es, die trauern, weil sie den Eindruck haben, dass durch die Wahl Trumps der Hass, die Diskriminierung und die Ausgrenzung, die sie für überwunden gehalten hatten, nun demokratisch legitimiert und institutionalisiert wurden. Das zweite großes Thema, mit dem Trump das politische Establishment vorführte, ist die real existierende und weitgreifende Korruption des US-amerikanischen Politikbetrieb. Diese hat Trump gegen den Willen seiner eigenen Partei offen angeprangert, ebenso wie die Machenschaften der Wall Street und die verheerende Rolle der Finanzindustrie und die Auswirkungen einer ungezügelten Globalisierung auf die Lebensrealität der einfachen Menschen im Land. Wie glaubhaft diese Kritik aus dem Mund des Milliardärs Trump ist – für seine Anhänger geschenkt. Was zählt ist, dass er ein tatsächliches Problem anspricht - und einfache Lösungen verspricht. Damit hat er sich seinen Sieg gesichert. Ob er auf seine Ankündigungen tatsächlich effektive politische Taten folgen lässt ist dabei völlig offen – denn parallel zu seinen Tiraden gegen Finanzjongleure an der Wall Street hat Trump eben diesen Lockerungen und Deregulierungen versprochen. Welche seiner Versprechen er schlussendlich zu halten gedenkt wird man im kommenden Jahr sehen. Neben diesen beiden wiederkehrenden Themen seines Wahlkampfs sind es besonders Trumps Positionen zu unseren Kernthemen, die für uns als deutsche IPPNW von Interesse sein dürften: Atomwaffen, Frieden, Energiewende, Flucht und Vertreibung. Seine Haltung zu Atomwaffen ist wechselhaft und oft widersprüchlich. Ein Donald Trump am atomaren Drücker? Für viele ein Szenario wie aus einem Horrorfilm. Einem Mann, der mitten in der Nacht über Twitter wüste Beschimpfungen über Journalisten, politische Gegner oder Schönheitsköniginnen verschickt, soll der Nuclear Football anvertraut werden? Wie nah an Mitternacht kann die Weltuntergangs-Uhr gestellt werden? Unabhängig, wer in Russland und den USA am Drücker sitzt, drängt die Zeit zur Ächtung und Abschaffung von Atomwaffen – aber mit einem Donald Trump im Weißen Haus steigt die Sorge, dass wir mit unseren Bemühungen zu spät sein könnten. Wie sich Präsident Trump in Fragen von Krieg und Frieden verhalten wird? Seine diplomatische Unerfahrenheit und weltpolitische Naivität sorgen für Stirnrunzeln und Sorgenfalten – nicht nur in Berlin und Brüssel, sondern weltweit: Wie soll er als politischer Neuling in den zahlreichen Krisen und Konflikten rund um den Globus den Überblick behalten? Die Liste reicht von der Ostukraine über Libyen, Syrien, den Irak, Jemen, Afghanistan, den indischen Subkontinent, die koreanische Halbinsel bis ins Südchinesische Meer. In vielen dieser Konflikte stehen sich zudem Atomwaffenmächte gegenüber. Die USA sehen sich gerne als Weltpolizist, der „sanft spricht, aber einen großen Stock trägt“ („speak softly but carry a big stick“). Wie soll ein Donald Trump dieser Rolle entsprechen? Wird er mit der ungeheuren US-amerikanischen Militärmacht noch mehr Chaos und Leid verursachen als seine Vorgänger? Die Aktienkurse von Rüstungsfirmen stiegen jedenfalls nach der Wahl deutlich an – auch hier in Deutschland. Den Klimawandel hat Trump wiederholt als Erfindung der Chinesen abgetan, die die US-amerikanische Wirtschaft schwächen soll. Fracking, Atomenergie, Kohle und Gas - und eine Rücknahme von bereits erlassenen Umweltgesetzen und Klimavereinbarungen: das könnte der Weg des Donald Trump sein, wenn man seinen Äußerungen während des Wahlkampfs Glauben schenkt. Wegweisende Schritte in Richtung einer Energiewende sind von ihm nicht zu erwarten. Der weltgrößte Kohleförderer, Peabody Energy, legte an den Börsen jedenfalls schon mal deutlich zu. Trumps verstörender Hang zu Sozialdarwinismus und seine ausländerfeindlichen, rassistischen und verletzenden Äußerungen MigrantInnen gegenüber – sie sind Gift nicht nur für die USA, sondern auch für den gesellschaftlichen Diskurs hierzulande, insbesondere da Trump Deutschland und seine Migrationspolitik immer wieder als Negativbeispiel angeführt hat. Gefundenes Fressen für die antimuslimischen und ausländerfeindlichen Bewegungen hierzulande. Was also können, was müssen wir als deutsche IPPNW nun tun? Sollten wir unsere Strategien und unsere Prioriäten ändern? Dieser Diskussion müssen wir uns, gemeinsam mit unseren Schwesterorganisationen und vor allem Physicians for Social Responsibility (PSR) in den USA, stellen - auch wenn es für Antworten auf diese Fragen jetzt noch zu früh ist. Trump wird erst Ende Januar im Amt sein – für die ersten 100 Tage hat eine Reihe umwälzender politischen Entscheidungen angekündigt, die das Gesicht der USA ändern sollen. Im Frühjahr 2017 können wir uns dann vermutlich ein Bild davon machen, was uns in den nächsten vier Jahren erwartet. Was wir jedoch jetzt sofort tun können und sollten, ist dem Hass und der Ausgrenzung die Konzepte der universellen Menschlichkeit und der Ehrfurcht vor dem Leben entgegenzusetzen und die Abschaffung von Waffen beschleunigen, deren Konsequenzen wir nicht verantworten können. Und wir müssen versuchen, aus dem Wahlsieg Trumps zu lernen: Wie konnte ein politischer Außenseiter wie Trump Präsident des mächtigsten Staats der Welt werden? Welche Faktoren für seinen Wahlsieg sind für uns in Deutschland übertragbar? Wie können wir als IPPNW, als Mediziner, als Bürgerinnen und Bürger, dazu beitragen, einen gesellschaftlichen Rechtsruck wie in den USA abzuwenden? Wie können wir verhindern, dass sich auch hier in Deutschland eine „vergessene Generation“ frustrierter, abgehängter Menschen herausbildet, die Politiker wie Trump an die Macht bringen? Wie können wir helfen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und innerhalb des demokratischen Systems Lösungen für die Probleme der BürgerInnen zu entwickeln, damit sie nicht den einfachen Losungen rechter Rattenfänger hinterherlaufen? Wir sollten uns dabei bewusst sein, dass ein wesentlicher Faktor von Trumps Erfolg die Abkehr vom faktenbasierten rationalen Diskurs war. So schwer das für uns Europäer und vor allem für uns Deutsche manchmal vorstellbar ist: Trump hat es geschafft, seinen Wahlkampf jenseits von Fakten zu führen; durch eine gefährliche Mischung aus Wahrheit, Halbwahrheit und regelrechten Lügen. Mit dieser Art von Information (oder besser Desinformation) hat er seine Gegner allesamt vorgeführt – seine MitkandidatInnen bei den Republikanern, seine Kontrahentin Clinton, JournalistInnen und KommentatorInnen. Es ist bereits vom „postfaktischen Zeitalter“ die Rede, wo Fakten nichts mehr zählen, sondern nur noch Emotionen. Trump und seine Sprachrohre, rechte Blogs, Radio-Talkshows und Internetzeitungen, wurden nicht müde, Unwahrheiten und haarsträubende Übertreibungen zu verbreiten, Tabus zu brechen und gegen jegliche Gepflogenheit der Politik zu verstoßen - und das in einer Geschwindigkeit, mit einer Dreistigkeit und einer Vehemenz, mit der schlicht und einfach niemand mithalten konnte. Am Ende war es egal, was er sagte und ob es stimmte oder nicht. Selbst bei leicht überprüfbaren Tatsachen scheute er sich nicht davor, laut und vor allen Augen die Unwahrheit zu verkünden. Fakten und das Überprüfen von Aussagen interessierten offenbar viele Menschen einfach nicht mehr. Mit rationalen Argumenten waren seine Anhänger ohnehin nicht mehr zu erreichen – auch weil sie durch die neuen rechten Medien komplett vom Rest der Gesellschaft abgekoppelt werden konnten. Wir als deutsche IPPNW sollten uns dieser neuen Realität bewusst werden, denn auch in Deutschland sehen wir, dass langsam eine parallele Medienwelt entsteht und sich Menschen so aus dem gesellschaftlichen Diskurs abkoppeln. In der Debatte um Zuwanderung und Asyl erleben wir auch hierzulande, dass Fakten immer weniger zählen und dafür immer mehr mit Emotionen und Stimmungen gearbeitet wird. Wir sollten uns für diesen Diskurs wappnen, Fakten prüfen, bevor wir sie verbreiten und unsere eigenen Aussagen als IPPNW immer auf den Prüfstand stellen, um der Versuchung nicht zu erliegen, uns ebenfalls ins postfaktische Zeitalter aufzumachen und so unsere Glaubwürdigkeit als Medizinerorganisation zu verlieren. Die kommenden Monate und Jahre werden uns einige Überraschungen bescheren. Es ist nicht auszuschließen, dass ein Präsident Trump direkt oder indirekt auch Positives bringen wird. Schon jetzt organisiert sich eine breite politische Widerstandsbewegung – die vor allem die Jugend mitreißt, die in ihrer überwiegenden Mehrheit gegen Trump gestimmt hat und eine progressivere Politik in ihrem Land wünscht – sie sind die Zukunft. Seine Ablehnung von TTIP, der angekündigte versöhnlichere Kurs gegenüber Russland, sein Vorschlag, die Rolle der USA innerhalb der NATO zurückzufahren und sich insgesamt mehr aus den Konflikten anderer Länder herauszuhalten – es liegen bei aller Unberechenbarkeit und Willkür seiner Ankündigungen auch Chancen in einer Präsidentschaft Trumps – wenn man seinen Ankündigungen jetzt schon Glauben schenken mag. Dabei sollten wir uns nicht darüber hinwegtäuschen, dass er US-amerikanische (und seine eigenen) Interessen immer vor die der Weltgemeinschaft stellen wird. Und wir sollten diejenigen nicht vergessen, die Opfer seines Wahlkampfs wurden. Ob er es sich als Präsident leisten kann, weiterhin die Mehrheit im Land auszugrenzen und zu diffamieren und welche Auswirkungen seine Präsidentschaft auf den ohnehin brüchigen gesellschaftlichen Zusammenhalt in den USA haben wird – all das wird die Zeit zeigen. Wir sollten dabei auch die deutsche Geschichte nicht vergessen und unsere eigenen Erfahrungen mit Demagogen und Menschenfängern: Für Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihre Großeltern oder lesen Sie ein Geschichtsbuch. Dr. Alexander Rosen
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yasni 13.11.16  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im November

Bevor wir Sie nun auf unser Programm im November hinweisen, wollen wir Ihnen noch sagen, dass wir uns sehr freuen, dass der Sendesaal von Kulturstaatsministerin Monika Grütters letzte Woche nach 2014 zum zweiten Mal für sein "kulturell herausragendes Programm" mit dem Spielstättenprogrammpreis APPLAUS ausgezeichnet wurde. Der mit 15.000€ dotierte Preis wird diesem Programm voll zugute kommen. Und hier sind nun unsere Konzerte im November. Zwischen intim Unbekanntem wie dem Trio von Sängerin Lucia Cadotsch (10.11.) und großen Namen wie dem Saxophonisten Charles Lloyd (14.11.) ist hoffentlich auch für Sie wieder etwas dabei, das auf Ihr Interesse stößt. Vielleicht finden Sie ja in der Stunde, die Sie durch die Zeitumstellung heute Nacht gewonnen haben, Zeit und Muße, sich unsere Angebote genauer anzuschauen. Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Herzlich willkommen dann im Sendesaal Für heute allerbeste Grüße Peter Schulze   Inhalt 04.11. Jazzchor Freiburg 10.11. Lucia Cadotsch Speak Low 12.11. Saltarello: Theo Plath und Fabian Müller 13.11. Matinee: Althastedter Kammerorchester 13.11. Håkon Kornstad Ensemble 14.11. Charles Lloyd 17.11. Omer Klein Trio 18.11. konzert im dunkeln: Josep-Maria Balanya 22.11. Amaryllis Quartett: amaryllis 3 x 3 25.11. 19. Festival der pgnm - 1. Konzert 26.11. 19. Festival der pgnm - 3. Konzert 30.11. Detmolder Kammerorchester 04.11. Jazzchor Freiburg Freitag, 04. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Mit einem runderneuerten Konzertprogramm ist der Jazzchor Freiburg wieder zu Gast im Sendesaal. „Schwing!“ bleibt das Motto, die programmatische Klammer des Konzerts – wie schon vor zwei Jahren, als die Freiburger zuletzt vor ausverkauftem Haus begeisterten. SCHWING! - reloaded Jazzchor Freiburg - auf Tour mit Swing im Gepäck Jazzchor Freiburg Helmut Lörscher - Klavier Klaus Frech - Bass Michael Heidepriem - Perkussion Leitung: Bertrand Gröger Mit einem runderneuerten Konzertprogramm ist der Jazzchor Freiburg wieder zu Gast im Sendesaal. „Schwing!“ bleibt das Motto, die programmatische Klammer des Konzerts an der Bürgermeister-Spitta-Allee – wie schon vor zwei Jahren, als die Freiburger zuletzt vor ausverkauftem Haus begeisterten. Aber im Unterschied zu 2014 wird Chorleiter Bertrand Gröger dem Bremer Publikum diesmal einen Ausblick auf das kommende Repertoire bieten: „Infusion“. Kaum eine Entwicklung im Jazz hatte eine vergleichbare Breitenwirkung wie seine Verschmelzung mit Rock, Funk und Latin zu „Fusion“ – Persönlichkeiten wie Miles Davis, Pat Metheny oder Joe Zawinul haben unsere Hörgewohnheiten tiefgreifend verändert. Gröger und der langjährige „Hofarrangeur“ des Jazzchors, Klaus Frech, haben etliche der ursprünglich instrumentalen Titel erstmalig singbar gemacht. Im Sendesaal präsentiert der Jazzchor Freiburg ein Programm, das auch dem Jazz-fernen Publikum einen unkomplizierten Zugang bietet und seine mitreißende Energie nicht zuletzt aus den Brüchen und Reibungen der unterschiedlichen musikalischen Sprachen und Idiome bezieht. Begleitet wird der Chor dabei von seinem bewährten Jazz-Trio an Klavier, Kontrabass und Schlagzeug. www.jazzchorfreiburg.de www.facebook.com/jazzchorfreiburg Eine Veranstaltung von Jazzchor Freiburg 10.11. Lucia Cadotsch Speak Low Donnerstag, 10. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets SPEAK LOW ist die neue Working Band der Zürcher Wahlberlinerin und Sängerin Lucia Cadotsch. In minimalistischer Besetzung mit Saxophon und Bass bringen sie ihre eigenen Versionen bekannter Standards wie Gloomy Sunday oder Strange Fruit. Sie nennen das Acoustic Retro-Futurism - und damit sind sie im Sendesaal goldrichtig. Dieses Konzert ist neben dem Auftritt beim JazzFest Berlin am 5.11. die letzte Gelegenheit des Jahres die Band in Deutschland zu hören. LUCIA CADOTSCH SPEAK LOW acoustic-retro futurism The Art of keeping it simple and raw! Lucia Cadotsch (CH) - Stimme Otis Sandsjö (SE) - Tenorsaxophon Petter Eldh (SE) - Kontrabass SPEAK LOW ist die neue Working Band der Zürcher Wahlberlinerin Lucia Cadotsch. Sie singt mit Petter Eldh am Kontrabass und Otis Sandsjö am Tenor eine berückend schöne Sammlung von modern Traditionals, wie Gloomy Sunday, Strange Fruit und Moon River. In Versionen, die unverkennbar den Stempel Berlin 2016 tragen. Live, minimalistisch, symphonisch! Raw like Ceviche! Analog ist das neue Berghain! "We ́re putting all our ideas into one rocket, we fire that off, it explodes and spreads out all over the fucking place but some of the stuff is gonna land right where we ́re standing and what is left, is what we use.“ So formuliert Petter Eldh die Magie von Speak Low. Man könnte aber auch sagen: Das besondere an diesem Trio ist, es gibt weder ein Rhythmus- noch ein Harmonie-Instrument. Aber wer denkt, sie seien somit in ihrem Ausdruck limitiert, irrt. Die Drei haben alles, was sie brauchen, um diese wunderschönen Songs auf ihre ureigenste, aufwühlende, sehr heutige Art zu interpretieren. Hier hörst du das Saxophon und denkst an einen Vintage-Synth, dort klingen die Saiten und das Holz des Basses wie die Kick und die Claps einer 808. Aber: No effects, it`s a Band und zwar eine, die mit allem spielen kann und es tut. Darin und darüber singt Lucia Cadotsch frei, direkt und stolz, wie ein Instrument und wie eine Erzählerin. Was sie singt, klingt immer echt, weil der Song und ihr Herz es ihr genau so flüstern. Die ZEIT sieht in der Schweizerin eine der wichtigen Protagonistinnen „der Wiederbelebung des Jazz-Gesangs jenseits der abgenutzten Standards und Singer-/Songwriterinnen-Klischees. Die Zürcher Wahlberlinerin, hat mit dem Musikerkollektiv Schneeweiss + Rosenrot drei Alben aufgenommen. 2012 gewann sie mit ihnen den neuen deutschen Jazzpreis. Mit Wanja Slavin (Echopreisträger Bester Saxophonist National 2014) betreibt sie die Liun and the Science Fiction Band, Synthpop für die Menschen von übermorgen. Allein letztes Jahr hat sie mit der Gruppe Yellow Bird ein super-dada Bluegrass-Album herausgebracht und mit Hayden Chisholm und dem Lucerne Jazz Orchester den Big-Band-Swing alter Prägung ins 21ste Jahrhundert geholt. Der schwedische Bassist und sein Landsmann Otis sind beide keine Unbekannten auf der Jazzszene. Petter spielt etwa beim Django Bates Trio, AMOK AMOR (mit Peter Evans), Kit Downes und unzähligen anderen Formationen, veröffentlicht wie ein Wilder, inzwischen auch auf seinem eigenen Label (Galatea Records) und spielt jährlich über 100 Konzerte auf internationalen Bühnen. Otis, Mitglied der Bands Farvel und Gothenburg Gadjos ist dabei, sich durch sein aussergewöhnliches Spiel auf dem Saxophon einen eigenen Namen in der Szene zu machen. Zusammen auf der Bühne sind jene drei eine Macht, die die Geschicke jedes Abends lenken kann. Die Songs, die sie spielen bilden das Herz ihrer Performance aber darin und dazwischen ist alles möglich. Einige Pressestimmen: "Hinter dieser Musik steht nicht nur ein Sound, den man so noch nicht gehört hat, sondern eine musikalische Haltung, vor deren Klarheit und Kompromisslosigkeit man sich spontan verbeugen möchte. Ich habe lange nichts derart Beeindruckendes mehr gehört. Schon jetzt eines der besten Vocal Jazz Alben des noch jungen Jahres." Volker Doberstein, JAZZPODIUM 03/16 "Speak Low, Strange Fruit, Ain't got no, i got life, Don't Explain, Gloomy Sunday, Slow Hot Wind und Moon River, hier wird nichts ausgelassen (…) und trotzdem klingen alle Songs, als hörte man sie zum ersten Mal." bak, CONCERTO 1/2016 "Kollossal." JAZZTHING «Hier singen die Liebe und der Schmerz, sie klingen wahr und man glaubt ihnen, dass sie sich behaupten können im Gerumpel unserer Zeit.» Francesco Wilking "Mit dem Tenorsaxofonisten Otis Sandsjö und dem Bassisten Petter Eldh hat Cadotsch für jeden Song eine spezifische und doch flexible Herangehensweise erarbeitet, die in jedem Fall klangliche Extravaganzen mit starker emotionaler Wirkung beinhaltet – mal werden die Basssaiten aufs Griffbrett gepeitscht, mal klingt das Saxofon so, als werde es richtiggehend stranguliert. In diesem Kontext entfaltet die lyrisch-kraftvolle Stimme von Lucia Cadotsch einen sinnlichen Zauber ohne Zuckerguss." Tom Gsteiger, DER BUND (CH), 17.03.2016 "Ihre Auftritte sind beeindruckend...sobald sie zu singen beginnt, breiten sich Energien aus, die Räume öffnen. Etwas Unfassbares schwingt mit in der warmen Alt-Stimme der 31-jährigen Zürcherin (…)" Frank von Niederhäusern, Kulturtipp “In its best and most positive sense, Lucia can sing the shit out of any melody. She can phrase like a Grande Dame and she displays an experience and liberty with Time and the melody line which belie her age. Hearing her sing and playing behind and with her make you catch your breath and re-discover a song which you've played so many times before. Sophisticated Lady, indeed.” Uli Kempendorff, ICE, January 1st, 2016 "Eine ganz und gar ungewöhnliche und brilliante Interpretation berühmter Jazzstandards." jn, Kulturnews 3/2016 "Lucia's voice possesses for me the necessary subtlety and understatement to deliver such traditional jazz songs in our times. It is hard for me to imagine another contemporary vocalist with the ability to sing these tunes with such grace and controlled emotion." Hayden Chisholm, 2. November 2015 Unterstützt von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung 12.11. Saltarello: Theo Plath und Fabian Müller Samstag, 12. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 5 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Dieses saltarello-Konzert präsentiert zwei junge Ausnahmekünstler mit ausgefallenem Programm: den Fagottisten Theo Plath und Fabian Müller am Klavier. Saltarello - Ausnahmetalente im Sendesaal Theo Plath - Fagott Fabian Müller - Klavier Programm: Alexandre Tansman (1897-1986): Sonatine pour basson et piano Camille Saint-Saens (1835-1921): Sonate Op.168 ca Maurice Ravel (1875-1937): Alborada del gracioso Marcel Bitsch (1921-2011): Concertino pour basson et piano Heinz Holliger (*1939): Drei Stücke für Fagott solo Ludwig van Beethoven (1770-1827): Auswahl aus den Bagatellen Op.33 Roger Boutry (*1932): Interférences I Theo Plath, 1994 in Koblenz geboren, erhält seinen ersten Fagottunterricht bei Nikolaus Maler und studiert derzeit bei Prof. Dag Jensen an der Hochschule für Musik und Theater München. Wichtige künstlerische Impulse erhält er zudem auf Meisterkursen bei Prof. Dag Jensen, Prof. Sergio Azzolini und Prof. Klaus Thunemann. Von 2007 bis 2013 ist er Mitglied im Bundesjugendorchester, wo er unter bedeutenden Dirigenten wie Sir Simon Rattle und Kirill Petrenko spielt. Theo Plath gewinnt zahlreiche Preise, darunter die 1. Preise des Aeolus-Wettbewerbs, des Crusell-Wettbewerbs und des Gasteig-Musikpreises München. 2009 wird ihm der Hans-Sikorski-Gedächtnis-Preis der Deutschen Stiftung Musikleben für die „Beispielhafte Interpretation eines zeitgenössischen Werkes“ verliehen. 2015 und 2016 gewinnt er ein Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs, 2015 als Solist, 2016 mit seinem Bläserquintett, dem Monet-Bläserquintett. Theo Plath ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und der Studienstiftung des Deutschen Volkes, zudem wird er seit 2014 als Stipendiat von der Mozart Gesellschaft Dortmund unterstützt. Nach seinem Orchesterdebüt 2010 mit den Bergischen Symphonikern tritt er unter anderem mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, den Nürnberger Symphonikern und den Dortmunder Philharmonikern auf. Er ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Festival „Spannungen“ in Heimbach und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, seine umfangreiche Konzerttätigkeit führte ihn bislang unter anderem nach Japan, Südafrika und Südamerika. Im Februar 2015 erschien seine erste CD, auf der mit Ramón Ortega Quero, Sebastian Manz, Marc Gruber und der Württembergischen Philharmonie Reutlingen unter der Leitung von Ola Rudner die Sinfonia concertante von W. A. Mozart zu hören ist. »Ausnahme-Pianist« (WAZ) und »Tastenkünstler mit großer Zukunft« (General-Anzeiger) – sowohl Presse als auch Publikum zeigen sich begeistert und sind sich einig: Fabian Müller steht am Anfang einer aussichtsreichen Karriere. Der junge Pianist hat seine Begabung in jüngster Zeit vielfach unter Beweis stellen können. Als erster Preisträger beim Frankfurter Wettbewerb Ton und Erklärung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im Januar 2015, der Wahl von der International Holland Music Sessions zur Teilnahme an der Reihe New Masters on Tour, mit dem vielbeachteten Education-Projekt Ein Jahr mit György Ligeti beim Klavier-Festival Ruhr, bei dem er die musikalische Verantwortung hatte und das mit dem Junge Ohren Preis 2014 ausgezeichnet wurde, oder auch seiner Aufnahme in die Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung für die Konzertreihe Best of NRW konnte Fabian Müller viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Seine Erfolge öffneten ihm die Tür zu einem verheißungsvollen Konzertjahr 2015/16, das mit zahlreichen Höhepunkten aufwarten kann und in dem neben Recitals beim Klavier-Festival Ruhr, beim Heidelberger Frühling, beim Winners & Masters Gasteig, im Concertgebouw Amsterdam und in der Philharmonie Bratislava auch die Produktion seiner Debüt-CD Out of Doors ansteht. Fabian Müller, geboren 1990 in Bonn, begann im Alter von nur vier Jahren mit dem Klavierspiel. Seinen ersten Unterricht erhielt er von Rose Marie Zartner. Die außerordentliche Begabung des jungen Pianisten wurde bald erkannt und fand in zahlreichen 1. Preisen beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert ihre Bestätigung, denen kurz darauf weitere Auszeichnungen wie der Ibach-Preis, der Sonderpreise der Deutschen Stiftung Musikleben und der Jürgen-Ponto-Stiftung sowie 2011 der 1. Preis beim Prix amadéo de piano in Aachen  folgten. Das musikalische Flair seiner Heimatstadt hatte auf Fabians Entwicklung einen entscheidenden Einfluss. Aufgewachsen in der Brahmsstraße, unweit von Schumanns Sterbehaus und dem Geburtshaus Beethovens, kam er schon als Kind mit den deutschen Komponistengrößen in Berührung. Nach seinen ersten Konzerten an diesen besonderen Orten erhielt er mit 14 Jahren den Beethoven Bonnensis-Förderpreis der Bürger für Beethoven und entwickelte eine enge Verbindung zu dieser Musik, die schnell zum Zentrum seines Repertoires wurde. Mit 15 Jahren nahm Fabian Müller sein Studium an der Musikhochschule Köln bei Pierre-Laurent Aimard und Tamara Stefanovich auf und besuchte Meisterkurse bei Menahem Pressler, Pavel Gililov und Leon Fleisher. Besonders seinem Lehrer Aimard und dessen Kontakt zu vielen bedeutenden Komponisten der letzten Jahrzehnte ist es zu verdanken, dass der junge Pianist auch eine enge Beziehung zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts aufbauen konnte. Dies stellte er unter anderem im Jahr 2013 unter Beweis, als er Preisträger beim Ferruccio Busoni Klavierwettbewerb in Bozen wurde und darüber hinaus den Sonderpreis für die Interpretation zeitgenössischer Klaviermusik, den Internationalen Pressepreis sowie einen Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Ferruccio Busoni erhielt. Fabian Müllers Konzertengagements führten ihn bereits in die Philharmonie Köln, die Tonhalle Düsseldorf, die Beethovenhalle in Bonn und zu zahlreichen Auftritten ins europäische Ausland. Daneben gastierte er bei renommierten Festivals wie der Musikwoche Hitzacker, dem Aldeburgh Festival in England, den Musikfestspielen Mecklenburg-Vorpommern sowie den Schwetzinger Festspielen und spielte mit der Deutschen Streicher-Philharmonie, dem hr-Sinfonieorchester, dem WDR Sinfonieorchester und dem Beethoven Orchester Bonn. Zusammen mit der Klassischen Philharmonie Bonn tourte er 2012 durch Deutschland und trat unter anderem im Berliner Konzerthaus, der Glocke Bremen und dem Herkulesaal in München auf. 13.11. Matinee: Althastedter Kammerorchester Das Alt-Hastedter Kammerorchester unter der Leitung von Grigori Pantijelew bringt erneut ein anspruchsvolles Programm in den Sendesaal: John Cage und Wolfgang Amadeus Mozarts Posthorn-Serenade sowie Opernarien von Mozart, gesungen von Alexandra Lecce. ALT- HASTEDTER KAMMEROCHESTER Alexandra Lecce - Sopran Leitung - Grigori Pantijelew Programm: John Cage - Thirteen (1992) Wolfgang Amadeus Mozart - Opernarien Wolfgang Amadeus Mozart - Posthorn-Serenade KV 320 Das Alt-Hastedter Kammerorchester besteht seit 1983. Hier treffen sich Amateurmusiker, Musikstudenten und Berufsmusiker zu wöchentlichen Proben in der Alt-Hastedter Kirche in Bremen, um anspruchsvolle Stücke zu erarbeiten. Der damalige Domkantor Prof. Heintze setzte als Gründungsdirigent die Maßstäbe. Seitdem finden jährlich ein bis zwei Konzerte statt. Seit 2003 spielt das Orchester unter der Leitung des heutigen Dirigenten Grigori Pantijelew. Grigori Pantijelew studierte in Moskau Musikwissenschaft, Klavier und Dirigieren bis zum Abschluss 1983. Anschließend unterrichtete er an der Gnessin-Musikhochschule (heute Russische Musikakademie), führte Forschungsarbeiten durch, u.a. über Bach, und promovierte 1991 mit einer Dissertation über die bundesdeutsche Oper. Seit 1994 Bremer Bürger, unterrichtet er an der Universität und an der Volkshochschule. Mit dauerndem Erfolg lief 1996 bis 2008 im Bremer Theater am Goetheplatz „Die Dreigroschenoper“ unter seiner musikalischen Leitung. Darüber hinaus arbeitet er mit Sängerinnen und Sängern, gibt Konzerte. Mit großem Engagement arbeitet er auch mit musikalischen Laien, Orchestern und Chören. Alexandra Lecce wurde in Russland geboren, studierte an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Minsk ( Belarus ) bei Maria Guleghina und hat ihre Kenntnisse im Italienischen Gesang durch Meisterkurse in Italien mit Mirella Freni und Patrizia Morandini erweitert. Am National Theater für Opera und Ballet ( Minsk ) sang sie Partien im Lyrischen und Jugendlich-Dramatischen Stimmfach: Sie nahm an den Sommerfestspielen in Erewan (Armenien), Minski Herbst (Weißrussland) und Schleswig-Holstein teil. „Sie verfügt über eine gesunde, kraftvolle Stimme, die alle Nuancen vorstellt, und sie erreicht mühelos eine glanzvolle Höhe und ein großes Volumen. Sie betört uns mit ihrer hellen und warmen, atemklugen Stimme. Technische Virtuosität und akkurate Stimmführung sind selbstverständlich. Ihr leuchtender Sopran zeigt Sentimentalisches, Esprit und Anmut, Frische und eine vorbildlich gesunde Stimme.“ Professor Walter Gehlert, Juror internationaler Gesangswettbewerbe. Eine Veranstaltung des Alt-Hastedter Kammerorchesters 13.11. Håkon Kornstad Ensemble Sonntag, 13. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Håkon Kornstad's Tenor Battle war die Sensation bei der jazzahead! clubnight im Sendesaal. Im vollbesetzten Saal waren unverstärkte Stimme, Saxophon, Cembalo, Harmonium, Bass und Schlagzeug einfach atemberaubend und entrückend. Nun sind sie für ein volles Konzert zurück. Herzlich willkommen! Håkon Kornstad Ensemble Håkon Kornstad - Tenorsaxofon, Tenorstimme, Flöte Lars Henrik Johansen - Cembalo Frode Haltli - Akkordeon Per Zanussi - Kontrabass, singende Säge Øyvind Skarbø - Schlagzeug Håkon Kornstads Tenor Battle war die absolute Sensation bei der jazzahead clubnight im Sendesaal im April dieses Jahres. Selbst hartgesottene Kritiker wie Jon Newey (Jazzwise UK) rührte sein Auftritt zu Tränen. Håkon selber erinnert sich: "Als wir das letzte Mal bei der jazzahead von der Bühne des Sendesaales gingen, guckte sich die ganze Band an und sagte: WOW! Was für ein Saal! Der nahm unsere Musik,  schüttelte sie und warf sie auf eine akustisch phantastische Weise wieder aus. Ich bin so froh, dass wir nun wieder eingeladen wurden, in diesem wundervollen Saal ein volles Konzert zu geben. Er passt wie ein Handschuh zu unserem Mix von Jazz und Klassischen Liedern." Für Kritiker ist er das Aushängeschild des norwegischen Jazz. Obendrein ist er einer der wenigen Norweger, die im “Critics Poll” des US-Jazzmagazins Down Beat geführt worden sind. Er leitet die einflussreichen Wibutee und das Kornstad Trio, spielte mit Pat Metheny und Joshua Redman, und war eine der zentralen Figuren in Bugge Wesseltofts New Conception of Jazz. Håkon Kornstads Karriere schien auf ihrem Höhepunkt zu sein. 2009 ist der Musiker für ein paar Wochen in New York City, schaut sich Pietro Mascagnis Oper Cavalleria Rusticana an. Kurz darauf nimmt er erste Gesangsstunden. Es stellt sich heraus, dass in dem Mann, der als Saxophonist mehrfach für den norwegischen Grammy nominiert wurde, ein veritabler Tenorsänger steckt. Sechs Jahre später hat Kornstad einen Master-Abschluss der norwegischen Opernakademie und mehrere erfolgreiche Gesangsrollen. Hat der gebürtige Osloer das Saxophon jetzt vergessen? Wenn zwei Saxophonisten einer Session in den 50er Jahren um die Rolle des schnellsten und lautesten konkurrierten, nannte man das einen “Tenor Battle”. In Håkon Kornstads neuem Ensemble bekommt der Ausdruck eine gänzlich neue Bedeutung: eine frisch gefundene Tenorstimme trifft auf ein einzigartiges Tenorsaxophon. Wer wollte, könnte nun Schubladen aufmachen. Caruso trifft Coltrane? Björling trifft Garbarek? Opernarien von Massenet, Gluck und Bizet, sowie klassische Kunstlieder, gehen nahtlos in skandinavischen Jazz über. Håkon Kornstad singt auf Italienisch, Französisch und Deutsch, mit einer eindringlichen, hellen Tenorstimme. Wer “Tenor Battle” auflegt, wird sich auch an die Salonorchester der Schellack-Ära erinnert fühlen. Die Musiker in Kornstads Ensemble kommen aus Jazz, Folk und Klassik. Vier Jahre sind vergangen, seitdem sie zum ersten Mal aufeinander trafen. Sie haben ihrem Sound durch intensives Proben und ausgedehnte Konzerttouren in Norwegen Zeit gegeben, sich organisch zu entwickeln. Respektvoll und spielerisch zugleich ist das Quintett daran gegangen, instrumentale Stücke und klassische Arien zu arrangieren und dazu zu improvisieren. Das wahrhaft Genre-übergreifende Album Tenor Battle ist gleichzeitig das Debüt eines vielversprechenden klassischen Sängers. “Einer der besten Saxophonisten der Welt gibt sich als absolut einzigartiger und zutiefst intimer Sänger zu erkennen. Kaum jemals zuvor hat es ein Künstler geschafft, zwei so verschiedene musikalische Ausdrucksformen auf solch hohem Niveau zu verbinden, und zur gleichen Zeit ein so klares und kohärentes Werk zu schaffen.” KETIL BJØRNSTAD Hier erzählt Håkon Kornstad in einem kurzweiligen TED-Talk über seine Wandlung vom Tenorsaxophonisten zum Tenorsänger. 14.11. Charles Lloyd Montag, 14. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 30 Euro (ermäßigt 20 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der legendäre Saxophonist CHARLES LLOYD kommt mit seinem aktuellen Quartett wieder in den Sendesaal. CHARLES LLOYD Charles Lloyd - Saxophon, Flöte, Taragato Gerald Clayton - Piano Reuben Rogers - Bass Kendrick Scott - Schlagzeug Der Saxophonist Charles Lloyd, einer der großen spirituellen Musiker unserer Zeit, kommt mit seiner aktuellen Gruppe erneut in den Sendesaal. Er ist seit über 50 Jahren auf der Szene und war 2015 NEA Jazz Master (National Endowment for the Arts), was so etwas wie die Hall Of Fame für lebende Legenden des Jazz in den USA ist. 17.11. Omer Klein Trio Donnerstag, 17. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Bereits zum dritten Mal im Sendesaal: das neue Trio des israelischen Pianisten Omer Klein, mit Haggai Cohen-Milo am Bass und Amir Bresler, Schlagzeug. Omer Klein Trio Omer Klein – Piano Haggai Cohen-Milo – Kontrabaß Amir Bresler – Schlagzeug Omer Klein, häufig und gern gesehener Gast im Sendesaal, wächst in Israel auf und gilt in seinem Heimatland als “One of the most fascinating artists that have emerged from this country in the last decade” (City Mouse, Tel Aviv) Er studiert am New England Conservatory in Boston bei Danilo Perez sowie in New York unter Fred Hersch. In New York wird er sehr bald zu einem viel beachteten und angesehenen Mitglied der dortigen Jazzszene und spielt als Bandleader an so prestigeträchtigen Orten wie The Blue Note und Jazz At Lincoln Center. Heute lebt Klein in Deutschland, wurde mehrfach für Showcases bei der jazzahead! ausgewählt, tourt weltweit und ist daneben ein begehrter Dozent für Master Classes seines Fachs. Sein neues Trio mit mit Bassist Haggai Cohen-Milo und dem jungen Schlagzeuger Amir Bresler gastiert bereits zum dritten Mal im Sendesaal. Beide Musiker stammen wie er aus Israel. Mit Cohen-Milo, der heute in New York lebt, verbindet ihn eine lange musikalische Geschichte und Freundschaft. Amir Bresler kennen die beiden Musikern schon aus ihrer Schulzeit in Tel Aviv, wo Bresler heute noch lebt. Diese tiefe Verbundenheit gepaart mit der sprühenden Kreativität der einzelnen Musiker sind in jedem der Stücke zu spüren. Während ihrer Europa-Tournee in 2014 wächst dieses Trio um Omer Klein zu einer feinnervigen, gegenseitig auf kleinste Schwingungen reagierenden Einheit zusammen, die weltweit ihresgleichen sucht. Mit FEARLESS FRIDAY, dem aktuellen Programm und Album, spielen sich Omer Klein und sein neues Trio sicher nach oben in die Top-Liga des Jazz! „I feel that this trio, on this record, has reached the climax of what I've been trying to achieve with my music in the recent years: each song having a strong atmosphere and a distinct character, and each improvisation being open, fearless, daring, taking chances, embracing mystery and surprise.“, so Omer Klein in einem Interview. Mehr Informationen unter www.omerklein.com 18.11. konzert im dunkeln: Josep-Maria Balanya Freitag, 18. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Ein konzert im dunkeln mit dem katalanischen Pianisten Josep-Maria Balanyà. konzert im dunkeln Josep-Maria Balanyà - Piano Hier sind Josep-Maria Balanyàs Überlegungen zu seinem Konzert im Dunkeln: Eine nackte Improvisation Wenn Du keine blinde Person bist, fühlst Du Dich im Dunkeln vielleicht nackt, ohne das Klavier zu sehen, die Saiten, die Noten… Auf der anderen Seite: wenn Du nackt bist in der Natur, in der See, auf dem Feld, dann fühlst Du Dich frei von sozialen Zwängen, frei von Regeln, Du fühlst Dich einfach vollkommen frei. In einem dunklen Saal mit Publikum kann Improvisation auf dem Piano eine ganz andere Richtung nehmen als in einem hellen Saal. Ich glaube, diese Erfahrung hat nichts damit zu tun, wie es ist mit geschlossenen Augen zu spielen. Natürlich kannst Du in einem hellen Saal mit geschlossenen Augen spielen, aber Du weißt, dass, wenn Du die Augen aufmachst, Du wieder sehen kannst. Tatsächlich machst Du die Augen manchmal oder sogar häufig auf und zu während eines Konzertes, oder Du spielst die ganze Zeit mit geöffneten Augen. Aber: wenn Du die Augen aufmachst und siehst absolut nichts, dann wirst Du die Improvisation von einem anderen Blickwinkel her angehen. Für einen nicht-blinden Hörer kann es auch eine andere Erfahrung sein. Erstens schließen einige oder sogar viele Hörer ihre Augen während eines Konzertes. Zweitens müssen sie kein Instrument spielen, sondern bleiben auf ihrem Platz sitzen. Sie sind mit Sicherheit geschützt durch die Dunkelheit. Im Gegensatz dazu ist der Musiker mehr ausgesetzt, die leiseren Klänge erreichen die Ohren der Hörer ohne jede visuelle Beeinträchtigung. In solchen Umständen, in denen wir uns selber eines unserer Sinne berauben, werden wir eine andere Wirklichkeit leben und die Wahrnehmung von „normaler“ Zeit wird verzerrt werden. Um diese Erfahrung vollkommen zu machen und um auch nur die geringste Möglichkeit von Licht zu vermeiden, wird dem Publikum empfohlen, Scheuklappen mitzubringen. Eine nackte Improvisation aus meiner musikalischen Sprache, eine pure Hörerfahrung. Josep-Maria Balanyà, geboren im Juli 1949 in Barcelona, bekommt schon früh Klavierunterricht, singt im Kirchenchor, spielt bei verschiedenen Musikgruppen der musikalischen Bewegung "Música Laietana" und studiert Ende der siebziger Jahre in der Schweiz an der "Swiss Jazz School" u.a. bei Fritz Pauer und Joe Haider. Nach dem Studium verlässt er die Schweiz in Richtung Mexiko wo er im Radio und an Universitäten Vorträge über sein Projekt "Ökologischer Jazz" hält. Ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit Biologen und Meereskundlern entstand. Er tritt auf internationalen Festivals auf, produziert mehrere CDs u.a. mit Joachim Kühn, Walter Quintus und Michiel Borstlap und erforscht die Klangfülle und Akustik des Klaviers. Zurück in Barcelona arbeitet er an neuen Konzepten für Solo-Klavier. Tourneen quer durch die Welt folgen. 22.11. Amaryllis Quartett: amaryllis 3 x 3 Dienstag, 22. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 10 Euro) Abo für alle drei Konzerte der Reihe amaryllis 3 x 3: 50 Euro Hier geht es zu den online-Tickets Das Amaryllis Quartett gestaltet seine Steichquartett-Reihe amaryllis 3x3 gewohnt ambitioniert: Unter dem Motto "Aufbruch" stellt es zwei der ganz großen Streichquartette von Ludwig van Beethoven und Bela Bartok vor. Amaryllis Quartett - „Aufbruch“ Gustav Frielinghaus - 1. Violine Lena Sandoz - 2. Violine Tomoko Akasaka - Viola Yves Sandoz - Violoncello Programm: Ludwig van Beethoven: Streichquartette op. 18/6 und op. 130 Béla Bartók: Streichquartett  Nr. 3 Unter dem Motto 3x3 gestaltet das Amaryllis Quartett eine Streichquartett Reihe mit drei Konzerten pro Saison in Hamburg, Lübeck und Bremen. Das mit Aufbruch betitelte Programm stellt Werke von zwei der wichtigsten Streichquartett Komponisten gegenüber, die mit Ihren Quartetten jeweils neue Wege und klangliche Ausdrucksmöglichkeiten ausloteten. Schon in seinem Jugendwerk op. 18/6 weisst Beethoven im vierten Satz „La Malinconia“ mit seinen rätselhaft schroffen Wechseln der unterschiedlichen Ausdruckscharaktere auf die Kompositionsweise seiner späten Quartette hin. Im Finalsatz seines op. 130 sprengt er mit der „Großen Fuge“ alles bis dahin Geschaffene in Form und Ausdruck und scheint direkt zu Bartók und in unsere Zeit aufgebrochen zu sein. Auch für das Amaryllis Quartett selbst wird das Konzert zum Aufbruch: Nach zehn gemeinsamen Jahren in unveränderter Besetzung hat im vergangenen April Tomoko Akasaka die Position der Bratschistin übernommen. Das Quartett zählt nach großen Wettbewerbsgewinnen und der ECHO Klassik Auszeichnung 2012 zu den besten Quartetten seiner Generation. Im Bremer Sendesaal produzierte das Quartett seine erfolgreiche CD-Farbenreihe mit Red, Green, Blue und Yellow (Veröffentlichung im Oktober 2016). Durch Erwerb eines Abonnements erhalten Sie Karten für drei Konzerte zum Preis von zwei Veranstaltungen. Eine Veranstaltung des Amaryllis Quartetts 25.11. 19. Festival der pgnm - 1. Konzert Freitag, 25. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Maul ist der Text - ist dieses 19. Festival der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) überschrieben. Es geht um Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen. Dabei zu hören in diesem ersten Konzert ist z.B. Shelley Hirsch. 19. Festival der projektgruppe neue musik bremen Das Maul ist der Text - Konzert 1 Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen Ausführende: Neue Vocalsolisten Stuttgart MAM.Manufaktur für aktuelle Musik (Deutschland) Shelley Hirsch (USA) - Stimme Joke Lanz (Schweiz/Deutschland) - Turntables/Live-Elektronik Paul Hübner (Deutschland) - Trompete Programm: György Ligeti: Aventures I (1962-65) - für drei Sänger und sieben Instrumentalisten Shelley Hirsch / Joke Lanz: Duo Frank Cox: Entstehung II (2001) - für 6 Stimmen Aaron Cassidy: "What then renders these forces visible is a strange smile" (2008) - for solo trumpet Hannes Seidl: Dies ist die Geschichte von einem Mann … (2013) - für Ensemble und Playback Nähere Informationen gibt es unter www.pgnm.de Eine Veranstaltung der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) Mitschnitt Radio Bremen/Nordwestradio 26.11. 19. Festival der pgnm - 3. Konzert Samstag, 26. November 2016 | 20:30 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Maul ist der Text - Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen. Im 3. Konzert des 19. Festivals der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) ist dabei u.a. die französische Bassistin und Stimmartistin Joëlle Léandre zu hören. 19. Festival der projektgruppe neue musik bremen Das Maul ist der Text - Konzert 3 Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen Ausführende: Neue Vocalsolisten Stuttgart Christoph Ogiermann (Bremen) - Klangregie Joëlle Léandre (Paris) - Stimme/Kontrabass MAM.Manufaktur für aktuelle Musik (Deutschland) Programm: Samir Odeh-Tamimi: Jarich (Mondgott) (2013/14) - für drei Frauenstimmen Joëlle Léandre: Solo Zad Moultaka: Hummus (2013/14) - für sieben Stimmen Eduardo Moguillansky: Bandskizzen (2010/11) - für sechs Megaphone und Zuspiel Christoph Ogiermann: Parole (2012) - für vier verstärkte Solostimmen mit 4-kanaligem Zuspiel Nähere Informationen unter www.pgnm.de Eine Veranstaltung der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) Mitschnitt Radio Bremen/Nordwestradio 30.11. Detmolder Kammerorchester Mittwoch, 30. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Detmolder Kammerorchester unter der Leitung von Alfredo Perl hat für seinen diesjährigen Abstecher in den Sendesaal Mozarts Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott sowie Max Regers Violinkonzert op. 101 im Gepäck. Detmolder Kammerorchester Linus Roth - Violine Alfredo Perl - Leitung und Klavier Programm: Wolfgang Amadeus Mozart: Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, KV 452 Max Reger (1873-1916): Violinkonzert op. 101 in der Fassung für Kammerorchester und Violine solo von Rudolf Kolisch für Schönbergs "Verein für musikalische Privataufführungen" in Wien Ein Kammerorchester der besonderen Art! In diesem Jahr mit einem ECHO Klassik für seine Einspielung von Mahlers Das Lied von der Erde ausgezeichnet, weckt das Detmolder Kammerorchester seit nunmehr 60 Jahren durch mitreißende Musizierfreude die Begeisterung seiner Zuhörer. Mit vielseitigen Programmen und einem lebendigen Umgang mit der Konzerttradition entführen die internationalen Musiker ihr Publikum an bekannte und weniger bekannte Orte der Musikwelt. Im Detmolder Kammerorchester musizieren Studierende und junge Absolventen der Hochschule für Musik Detmold. Hervorgegangen aus dem renommierten Kammerorchester Tibor Varga besteht das Detmolder Kammerorchester seit 1954, in der heutigen Trägerschaft eines eingetragenen Vereins seit 1989. Nach Christoph Poppen und Eckhard Fischer ist seit 2009 Alfredo Perl Künstlerischer Leiter des Ensembles. Unter ihren Dirigaten hat sich das Orchester in einer eigenen Abonnementreihe im Konzerthaus Detmold regional einen hohen Bekanntheitsgrad erworben. Aber auch bei überregionalen Konzerten (u.a. Sendesaal Bremen, Festival classic con brio Osnabrück, Festival Musica S. Paderborn) und im europäischen und außereuropäischen Ausland (z. B. in Belgien, Peru, der Schweiz und Türkei) hat das Detmolder Kammerorchester als geachteter Botschafter der Musikstadt Detmold seine Vielfalt und Spielfreude unter Beweis gestellt. Konzertmitschnitte wurden vom Deutschlandradio Kultur und von Radio Bremen gesendet. Wichtiger Teil des DKO-Profils ist seit 2010 die Musikvermittlung. Hier begeistert das DKO unter unter Projektleitung von Guido Mürmann ein junges Publikum für klassische Musik. Mit den Musikvermittlungskonzerten ist das DKO in Grundschulen zu Gast und lädt in Kooperation mit dem Programm Kulturstrolche der Stadt Detmold die ganz jungen Zuhörer in seinen Orchesterprobenraum ein. Inzwischen wurde das Format um Workshops für Oberstufenschüler erweitert. Das Detmolder Kammerorchester hat mehrere CDs veröffentlicht, zuletzt bei Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (MDG) Gustav Mahler Das Lied von der Erde in der Fassung für Kammerensemble von A. Schönberg und R. Riehn. Für diese Einspielung ist das DKO mit dem ECHO Klassik 2015 ausgezeichnet worden. Hier gibt es ein Video vom DKO Künstlerische Leitung: Alfredo Perl 1965 in Santiago (Chile) geboren, studierte er zunächst in seiner Heimatstadt bei Carlos Botto und später bei Günter Ludwig in Köln und Maria Curcio in London. Seit seinem ersten Auftritt im Alter von neun Jahren gab der Künstler weltweit zahlreiche Konzerte, die ihn, Preisträger bedeutender Wettbewerbe, bald zu einem der führenden Pianisten seiner Generation werden ließen. Alfredo Perls weltweite Konzerttätigkeit führte ihn in die bedeutendsten Konzertsäle, unter anderem Barbican Centre London, Concertgebouw Amsterdam, Rudolfinum Prag, Großer Musikvereinssaal und Konzerthaus Wien, Herkulessaal München, Hamarikyu Asahi Hall Tokio, Teatro Colón Buenos Aires, Sydney Town Hall, Konzerthaus Berlin, Hamburger Musikhalle, Gewandhaus zu Leipzig, Alte Oper Frankfurt. Bei den renommierten Festivals wie dem Bath International Music Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Beethovenfest Bonn, dem Schleswig-Holstein Festival, dem classic con brio Osnabrück und den Haydn Festspielen in Eisenstadt ist er ein gern gesehener Gast. Als bemerkenswert vielseitiger Künstler spielte Alfredo Perl mit verschiedenen namhaften Orchestern, darunter London Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, Hallé Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Residentieorkest Den Haag, Melbourne und Sydney Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig sowie Mozarteumorchester Salzburg und MDR-Sinfonieorchester Leipzig. 1997 gab er sein Debüt bei den Promenade Concerts in der Royal Albert Hall in London. Neben seinen aufsehenerregenden Beethoven-Aufnahmen kann man Alfredo Perl mit Klavierwerken von Franz Schubert und Franz Liszt – darunter die Klavierkonzerte mit dem BBC Symphony Orchestra unter Yakov Kreizberg – auf CD hören. Er nahm kürzlich das gesamte Klavierwerk von Ravel für das Label Celestial Harmonies auf. Für BBC Television nahm er die 24 Préludes von Chopin auf DVD auf. Die laufende Saison führte ihn unter anderem erneut in den Herkulessaal München, die Semperoper Dresden, das Gewandhaus zu Leipzig sowie zum Rheingau Musikfestival. Perl ist Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Detmold und seit 2009 Künstlerischer Leiter des Detmolder Kammerorchesters.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 13.11.16  +  

Nachrichten von "KünstlerInneninitiative Unruhestiften"

Das bundesweite Büro für Offensivkultur - gegründet von Konstantin Wecker und Heinz Ratz - gibt es seit einigen Wochen. Es soll als schnelle Eingreiftruppe agieren bei kurzfristig zu organisierenden Auftritten gegen Nazis und Rassismus + gegen Kriegseinsätze (Näheres dazu s.u.). Die KünstlerInneninitiative Unruhestiften unterstützt dieses neue Netzwerk von ganzem Herzen und ruft alle KünstlerInnen und Kulturschaffenden auf, selbst aktiv mitzumachen und das wichtige Anliegen zu verbreiten. Laßt uns gemeinsam vor Ort eine neue Qualität entwickeln im Widerstand gegen rechts, im Organisieren von spontanen Protestaktionen. Zum Beispiel dort, wo es keine örtliche Infrastruktur gibt zur Durchführung kultureller Aktionen gegen Nazis, gegen Rassismus, gegen Kriegseinsätze. „Gegen das Starre – Sprungbereit: Bereits 2006 machten die Liedermacher Konstantin Wecker und Heinz Ratz in einer gemeinsamen Tour auf die fast unmerklich wachsende Neonazi-Szene aufmerksam. Schon damals schlug ihnen heftiger Widerstand entgegen. So sagte z.B. der Landrat in Halberstadt auf Druck der NPD das Konzert der beiden Künstler ab. In Hoyerswerda erklärte man, keine Neonazis mehr in der Stadt zu haben. Heute gehören brennende Flüchtlingsheime, rechte Drohungen und öffentliche faschistische Äußerungen fast schon zum Alltag. An Unmenschlichkeit aber darf man sich niemals gewöhnen. Deshalb wollen Wecker und Ratz nun erneut ein Zeichen setzen. 10 Jahre nach ihrer Antifa-Tour gründen sie das BOK (Büro für Offensivkultur), das als eine Art schnelle musikalische Eingreiftruppe agieren soll. Angestrebt wird ein pazifistisches, antifaschistisches Netzwerk aus Künstlern, Veranstaltern und lokalen Vereinen, das ein sofortiges Reagieren auf Menschenrechtsverletzungen, rechte Bedrohung oder Umweltdelikte möglich machen soll.“ (Aus der Information des Büros für Offensivkultur) http://offensivbuero.de/
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 13.11.16  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im Oktober

Bevor die Herbstferien diesen traumhaften Spätsommer ablösen (oder verlängern?), erfahren Sie in diesem Newsletter, was Sie auch nach den Ferien im Oktober bei uns erwartet (u.a. Nik Bärtsch, Christian Tetzlaff).  Aber eines haben wir noch in diesem Monat:  kommenden Freitag, am 30.9. tritt der grandiose iranische Kemenche-Spieler Kayhan Kalhor mit dem Rembrandt Frerichs Trio im Sendesaal auf. Dann geht es am 1.10. gleich weiter mit einem Songs & Whispers Special. Einzelheiten zu allen Oktober-Konzerten finden Sie weiter unten. Wenn Sie gerne Kulinarisches und Konzertantes genussvoll miteinander verbinden wollen, empfehlen wir Ihnen die Option "Menu & Konzert". Da kombinieren Sie ein 3-Gänge Menu im benachbarten Restaurant Geerdes am Sendesaal mit einem Konzert Ihrer Wahl im Sendesaal. Gut geeignet auch zum Verschenken. Herzlich willkommen im Sendesaal. Für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Das Restaurant Geerdes am Sendesaal ist zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Inhalt 30.09. Rembrandt Frerichs Trio feat Kayhan Kalhor 01.10. Songs & Whispers Special: RIDDLE & THE STARS und RIVERS OF ENGLAND 02.10. Camerata Instrumentale 15.10. Klavierabend - Kurt Seibert spielt Beethoven 16.10. The Waste Land 19.10. SCRIABIN CODE 20.10. Nik Bärtsch's MOBILE 21.10. Mehmet Polat Trio 24. und 25.10. residenz at sendesaal: Christian Tetzlaff spielt sämtliche Bach-Solowerke für Violine 27.10. Annette MayeŽs Vinograd Express & Gianluigi Trovesi 28.10. Marialy Pacheco und Joo Kraus 30.10. Duo Poetico Musicale 30.09. Rembrandt Frerichs Trio feat Kayhan Kalhor Freitag, 30. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der holländische Pianist Rembrandt Frerichs war bereits mehrfach Gast im Sendesaal. Dieses Mal kommt er mit historischen Instrumenten und hat dazu einen sehr besonderen Gast: den grandiosen iranischen Kemenche-Spieler Kayhan Kalhor. Kayhan Kalhor & Rembrandt Frerichs Trio Kayhan Kalhor (Iran)- Kemenche Rembrandt Frerichs - Fortepiano nach Walter, 1790 Tony Overwater - Violone, 17. Jhdt. Vinsent Planjer - Flüstertrommel Weltweit kennt das Publikum Kayhan Kalhor als Solisten der New Yorker Philharmoniker und Mitglied von Yo-Yo Ma's Silk Road Projekt. Auch das Rembrandt Frerichs Trio hat sich nicht nur in der Jazzszene einen Namen gemacht, sondern auch bei Neuer Musik auf Historischen Instrumenten. Diese Kombination schafft ungeahnte Synergien. Ihre erste CD hat das Ensemble 2015 gemacht. Sein Interesse an orientalischen Instrumenten hat Rembrandt zum Fortepiano gebracht, einem Instrument, das Mozart gespielt hat und das von Napoleon ins alte Persien gebracht wurde. Nun bringen Rembrandt Frerichs und Kayhan Kalhor Elemente mittelöstlicher Musik Euopäischen Ohren zurück. Rembrandt: "Seit vielen Jahren schwebt mir schon ein anderer Klaviersound vor, leichter als der Sound des modernen Flügels. In meiner Vorstellung mischte sich dieser neue Klang bestens mit dem melancholischen Sound der Kemenche. Ich bin froh, dass mich meine Vostellung nicht getrogen hat. Auf der Bühne teilen wir unsere Liebe für die Musik und Poesie des mittleren Ostens, improvisieren. Melodien kommen und gehen und unsere Unterhlatung enwickelt sich aus dem Moment heraus." 01.10. Songs & Whispers Special: RIDDLE & THE STARS und RIVERS OF ENGLAND Samstag, 01. Oktober 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 18 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Diese Ausgabe von Songs & Whispers Special ist ein double bill von RIDDLE & THE STARS (AUS/USA) and RIVERS OF ENGLAND (UK) Beide Bands des heutigen Abends stellen ihre gerade veröffentlichten neuen CDs vor „New Coastline“ (RATS) und „Astroyphysics Saved My Life“ (ROE). RIDDLE & THE STARS (AUS/USA) Ben Riddle - Stimme, Gitarre Bobbo Byrnes - Stimme, Gitarre Tracy Byrnes - Stimme, Bass Julian Claus - Schlagzeug Drei Kontinente, zwei Bands, ein Album!
 Riddle & The Stars ist ein gemeinsames Projekt von dem australischen Singer/Songwriter Ben Riddle und The Fallen Stars, einer American Rockband im Stil eines Tom Petty aus dem Süden Kaliforniens. 
Die Drei haben sich auf ihrer „Songs & Whispers“ – Circuit Tournee im Juli 2013 kennen gelernt. Dort teilten sie sich neben einer Wohnung auch das eine oder andere Live Konzert und begannen sich nach einiger Zeit gegenseitig bei ihren Songs zu begleiten. 
Auf einen Vorschlag aus dem „SONGS & WHISPERS“ Team hin, verbrachte die neugeformte Band Zeit im Studio des Musiknetzwerks und nahm dort ein Demo auf. Genau dieses Demo führte am letzten Tourtag zu der spontanen Idee, die Tourerlebnisse in einem gemeinsamen Album zu konservieren, dieses Album im Jahr 2014 auf dem Label „SONGS & WHISPERS“ zu veröffentlichen und die Band erneut einzuladen.
 Kurz darauf trafen sich dann alle drei im Süden von Kalifornien, und produzierten in drei Wochen das gesamte Album. Aufgenommen wurde es in den „Wandering Star Studios“ in Kalifornien von Bobbo Byrnes, Tracey Byrnes, Ben Riddle und einigen befreundeten Musikern. Das Album wurde durch Crowdfunding finanziert.
 Während die Alben von „The Fallen Stars“ durch eine eher klassische und zuweilen opulente Rockinstrumentierung geprägt sind, zeichnet sich „Ben Riddle“ in seinem Solowerk durch reduzierte und rein akustische Stücke aus. 
„This Is Happening“ ist eine musikalische Reise über drei Kontinente. Das Album ist inspiriert durch gemeinsame Erlebnisse auf dem Alten Kontinent, wurde eingespielt durch Musiker der „Neuen Welt“ und bewegt sich fließend zwischen intimen Singer / Songwriter, Americana, Country, Folk und Indie.
 Nun kehren „Riddle & The Stars“ nach Deutschland zurück, an den Ort, wo alles begann und stellen ihr Album New Coastline vor. www.riddleandthestars.com RIVERS OF ENGLAND Rob Spalding - Stimme, Akustische Gitarre Ian White - elektrische Gitarre Jacob Tyghe - Bass Brian Madigan - Schlagzeug Die Band Rivers of England aus Bristol nehmen mit einer Mischung aus Folk, Jazz, Rock und Blues, ihre Zuhörer auf ihrem neuen Album Astroyphysics Saved My Life mit auf eine Reise durch die Galaxien der Erinnerung. Ihre Musik erinnert an die Nick Drake- und John Martyn-Ära. Sie haben einen kraftvollen,  gitarrenlastigen alternativen Akustik-Sound. www.riversofengland.com 02.10. Camerata Instrumentale Sonntag, 02. Oktober 2016 | 19:00 Uhr | Eintritt frei | Spenden erbeten Anmeldung erforderlich über Mail: verena.schoenert@t-online.de oder Tel.: 0421-455891 (AB) Das Herbstkonzert 2016 widmet die Camerata Instrumentale unter Leitung von Jörg Assmann Werken von Robert Schumann und Richard Strauss. Als Solist ist Rodrigo Blumenstock - Oboe zu Gast. Camerata Instrumentale Rodrigo Blumenstock - Oboe Jörg Assmann - Leitung Programm: Robert Schumann (1810-1856): Ouvertüre zu Shakespeare’s « Julius Caesar », op. 128 Richard Strauss (1864-1949): Konzert für Oboe und kleines Orchester D-Dur Die Camerata Instrumentale der Musikschule Bremen ist ein Sinfonieorchester mit etwa 70 Mitgliedern zwischen 15 und 80 Jahren: Schüler, Studenten, Lehrkräfte, Ärzte, Lehrer, Rentner… . In wöchentlichen Proben erarbeitet es jedes Jahr zwei Programme für seine Frühjahrs- und Herbstkonzerte. Beim Laienorchester-Wettbewerb 1986 in Würzburg erspielte sich das Orchester einen ersten Bundespreis, dem beim Wettbewerb 2000 in Karlsruhe der Sonderpreis für die Interpretation eines zeitgenössischen Werkes folgte. Im Mai 2012 nahm die Camerata Instrumentale erfolgreich am deutschen Orchesterwettbewerb in Hildesheim teil. In den Programmen bemüht sich das Orchester, immer andere Soloinstrumente vorzustellen: So hat es z.B. von A. Dvořák das Konzert für Cello und Orchester in H-Moll gespielt, von Richard Strauss das Konzert für Horn und Orchester Nr. 1, von Joseph Haydn das Konzert für Trompete und Orchester in Es-Dur oder von Brahms die Rhapsodie für eine Altstimme, Männerchor und Orchester und diesmal das Oboenkonzert von Richard Strauß. Das Programm der Camerata umfasst Werke von der Romantik bis zur Moderne: So z.B. von Dimitri Schostakowitsch die Suite aus der Filmmusik „Die Stechfliege“, oder 2012 von Dinescu den 1. und 5. Satz der Schostakoviana (Uraufführung). Mit diesem Orchester werden Nachwuchsmusikern als Solisten hervorragende Auftrittsmöglichkeiten geboten. www.camerata-instrumentale.de Rodrigo Blumenstock studierte in Freiburg und Hannover bei Ingo Goritzki, Heinz Holliger und Hans Elhorst. Er ist Solo-Oboist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und war in der gleichen Funktion Gast bei führenden Symphonieorchestern. Als Solist trat er in Frankfurt (Alte Oper), Wien (Konzerthaus), Köln (Philharmonie), München (Herkulessaal), bei der "Bachwoche Ansbach", dem "Shanghai International Radio Music Festival", dem "Kammermusikfest Lockenhaus" (wo er mit Nikolaus Harnoncourt und Gidon Kremer zusammenarbeitete) und dem "Mozart Fest Würzburg" auf, begleitet von der Deutschen Kammerphilharmonie, der Solistengemeinschaft der Bachwoche Ansbach und dem WDR-Sinfonieorchester Köln. Seine musikalischen Aktivitäten reichen vom Spiel auf historischen Instrumenten, der Kammermusik (u.a. mit dem Beaux Arts Trio) und der Pädagogik (Lehraufträge für Oboe, Kammermusik und Bläsersatz an den Musikhochschulen Köln/Wuppertal, Essen und Lübeck) bis zur Neuen Musik. Mehrere Komponisten widmeten ihm Werke, darunter das Oboenkonzert "Extase" des Messiaen-Schülers Qigang Chen. Den Bläsersolisten der Deutschen Kammerphilharmonie wurde der Echo-Preis verliehen. Rodrigo Blumenstock ist Dirigent des Bremer Orchesters „Sinfonia Concertante“, in dem Musiker der Deutschen Kammerphilharmonie mit Bremer Bürgern, befreundeten Musikern und Musikstudenten zusammenspielen. Mit Gidon Kremer als Solisten dirigierte er die Deutsche Kammerphilharmonie auf einer Europa-Tournee in Sälen wie dem Barbican Center (London), dem Chatelêt (Paris) und dem Musikverein (Wien); er leitete zahlreiche Uraufführungen, u.a.  von Sofia Gubaidulina (Kölner Philharmonie), Xiaoyong Chen (Musikhalle Hamburg) und Luca Lombardi (Einweihung Hanse-Wissenschaftskolleg). Mehrmals war er Gastdirigent  der  „Orquestra Sinfônica da Bahia“ (Brasilien). Eine CD der Kammerphilharmonie portraitiert ihn als Oboisten, Kammermusiker und Dirigenten. Eine Veranstaltung der Musikschule Bremen 15.10. Klavierabend - Kurt Seibert spielt Beethoven Samstag, 15. Oktober 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Eine spannende Tour d´Horizon durch das Werk Beethovens in unterschiedlichen Lebensabschnitten verspricht der Pianist Kurt Seibert mit seiner abwechslungsreichen Programmauswahl. Kurt Seibert - Klavier Programm: Ludwig van Beethoven (1770-1827): Rondo C-Dur op.51/1 Sonate Es-Dur op. 7, Gräfin Babette von Keglevics gewidmet Rondo G-Dur, Gräfin Henriette von Lichnowsky gewidmet Sonate c- Moll op. 111, Erzherzog Rudolph von Österreich gewidmet Der Pianist Kurt Seibert hat sich nach seiner Emeritierung dem Klavierwerk Ludwig van Beethovens zugewandt und eine großangelegte Konzertreihe mit Beethovens Klavierwerken konzipiert. Es geht ihm dabei nicht um ein rein enzyklopädisches Vorhaben – etwa die 32 Klaviersonaten chronologisch aufzuführen –, sondern Bezüge zu den künstlerischen und ästhetischen Strömungen seiner Zeit zu verdeutlichen und auch Beethovens Kompositionen sowohl im Fokus seiner eigenen Entwicklung als auch im Fokus der über 200jährigen Beethoven-Rezeption zu beleuchten. Die große Sonate Op. 7 in Es Dur des 26-jährigen Beethoven - damals ein Shootingstar der Wiener Adelsgesellschaft, beliebt und bewundert - und die beiden, etwa zur selben Zeit entstandenen Rondos op. 51 zeigen einen Komponisten und Pianisten, der einerseits dem damals modernen Hammerklavier bisher ungehörte zarte und lyrische Klänge und Stimmungen zu entlocken versteht, anderseits die Klaviertechnik mit neuen, faszinierenden virtuosen Elementen bereichert. Die Sonate c-Moll op. 111, die letzte seiner Klaviersonaten, wenige Jahre vor seinem Tod in einem Lebensabschnitt komponiert, der von seiner fortschreitenden Taubheit und anderen Krankheiten sowie persönlichen Problemen geprägt war, ist zum Mythos geworden. In der Entstehungszeit nur von ganz Wenigen verstanden, hat sie, wie das gesamte Spätwerk im Lauf des 19. Jahrhunderts Kultstatus erhalten, der die Rezeption auch noch heute prägt. Die  dramatischen kompositorischen Modelle seiner frühen Werke, wie sie etwa die berühmte „Sonate pathetique“ prägen und die liebevoll, sehr persönlich ausgestaltete Lyrik etwa der Sonate op. 7, seinem  damaligen Schwarm, der Gräfin von Keglevics gewidmet – sie wurde schon zu seinen Lebzeiten „die Verliebte“ genannt - sind nun zu einer zeitlos gültigen Aussage verdichtet. Die Sonate op.111 hat Künstler, Wissenschaftler und Schriftsteller immer wieder zur Auseinandersetzung herausgefordert:  Ist die Botschaft des Werks: per aspera ad astra, durch Mühsal zur Erlösung? Stehen die beiden Sätze für „Eros und Erkenntnis“, wie es Adorno ausdrückt oder steht die Sonate, wie Alfred Brendel sagt, für ein „abschließende Bekenntnis seiner Sonaten und als ein Präludium des Verstummens“. Thomas Mann setzte dem Werk in seinem Roman Dr. Faustus wohl das bedeutendste Denkmal. Eine Veranstaltung von Kurt Seibert 16.10. The Waste Land Sonntag, 16. Oktober 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Im dritten Konzert der Harmonien der Welt-Reihe präsentiert sich das Berliner "Metamorphosen Musiktheater" mit dem Projekt "The Waste Land" nach T. S. Eliot. June Telletxea - Sopran / Klavier Andreas Arend - Theorbe / Laute Niklas Trüstedt - Rezitation / Violone Das Gedicht „Das wüste Land“ (englischer Originaltitel: The Waste Land) entstand in den frühen 1920er Jahren im Zuge einer persönlichen Krise des späteren Literatur-Nobelpreisträgers T. S. Eliot. Seine Form resultiert aus der engen Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Lyriker Ezra Pound. Die Zeilen stecken voller Zitate, Andeutungen, und vielschichtiger Verbindungen. Mit seiner eigenartigen Stimmung geht das epische Gedicht dem Leser bis heute an´s Herz und gilt im englischsprachigen Raum weithin als eines der bedeutendsten des 20. Jahrhunderts. Die musikalische Annäherung an den Text erfolgt von zwei Seiten: Englischen Madrigalen der Spätrenaissance stehen eigene Kompositionen für altes Instrumentarium gegenüber. Es entsteht ein dichtes Gewebe aus Erzählung, Allusion, und Klang. So werden Bereiche des Gedichtes kontrastierend ausgelotet, die als Überlagerung von Zeit und Raum angelegt sind. Eine Aufführung in der Literatur-Musik-Reihe „Epos - die Erzählung geht weiter“, die das Trio in Berlin betreibt, wurde dort in 2015 mit Begeisterung aufgenommen. Eine spezielle Fassung für den Sendesaal nutzt die besonderen Möglichkeiten von Raum und Radio. 19.10. SCRIABIN CODE Mittwoch, 19. Oktober 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Farben hören, Töne sehen. Das war schon vor über 100 Jahren das Ideal des Komponisten Alexander Scriabin. Das Stuttgarter Ensemble SCRIABIN CODE hat darauf ein neues, spannendes Konzertformat entwickelt. Das Ensemble: Daniel Prandl - Piano Martin Albrecht - Klarinetten, Electronics Dirik Schilgen - Schlagzeug Katharina Groß - Kontrabass Featuring Asli Kilic - Piano Visuals: Reinhard Geller Farben hören, Töne sehen – eine verkehrte musikalische Welt? Nein, ein neuer Kosmos voller Ideen und Entfaltungsmöglichkeiten! In einem innovativen Konzertformat zeichnet Martin Albrechts SCRIABIN CODE ein einmaliges audiovisuelles Seismogramm. Bereits der vor 100 Jahren verstorbene Pianist und Komponist Alexander Skrjabin hatte die Vision eines Gesamtkunstwerks. Er träumte davon, seine Musik mit allen Sinnen erlebbar zu machen. Diese Idee greift das Ensemble des SCRIABIN CODE auf, entschlüsselt die Klänge der klassischen Vorlage, denkt sie weiter und verwandelt sie in Neues. Zugleich erleben die Zuhörer, wie sich diese faszinierende Klangwelt in einer Live-Visualisierung zu einem bewegenden Sinnenrausch entfaltet. www.scriabincode.com 20.10. Nik Bärtsch's MOBILE Donnerstag, 20. Oktober 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der Schweizer Zen Funk Meister Nik Bärtsch kommt mit seiner neuen alten Gruppe MOBILE in den Sendesaal - gänzlich unverstärkt, unplugged. NIK BÄRTSCH'S MOBILE Nik Bärtsch - Piano, Komp. Sha - Baß- und Kontrabaßklarinette Kaspar Rast - Schlagzeug, Perkussion Nicolas Stocker - Schlagzeug, Perkussion Das 1997 entstandene akustische Quartett MOBILE ist die Quelle der Ästhetik von Nik Bärtschs ritueller Musikhaltung. Eine Haltung, die neben der Beschäftigung mit Konzepten der Reduktion und Repetition auch durch Bärtschs Faszination an der japanischen Kultur und Kampfkunst geprägt wurde. Musikalische Texturen aus Jazz, Funk, Neuer Musik, Minimalismus wie auch ritueller und sakraler Musik werden organisch verflochten und gebündelt. Dabei geht es Bärtsch und seinen musikalischen Partnern Kaspar Rast, Sha und Nicolas Stocker nicht um solofokussierte Virtuosität, sondern um das Ausloten eines energetischen Gruppenklanges. Hinter Bärtschs Entscheidung, aus konventionell interagierenden ad-hoc Ensembles auszusteigen, steckt das Anliegen, mit einem auf Kontinuität ausgerichteten Ensemble musikalische und soziale Energien von Grund auf neu zu befragen und zu erforschen. Diese „Musik-fokussierte Communitytruppe“, so Bärtsch, hat Konzerte von bis zu 36 Stunden absolviert, in denen jeweils Musik, Raum- und Lichtgestaltung, Video und Schwertkunst vereint wurden. Nach den sehr aufwändigen Musikritualen mit MOBILE wurde 2001 die Band RONIN gegründet, um mit dem erarbeiteten Material flexibler, direkter und elektrisch verstärkt musizieren zu können. Mit RONIN folgten drei ECM Studio-Alben Stoa (2006), Holon (2008) und Llyrìa (2010), und die CD Live (2012) mit Mitschnitten aus Konzerten der Jahre 2009 bis 2011. Nik Bärtsch verkörpert mit beiden Ensembles hartnäckig einen Pragmatismus, der dem Credo der asiatischen Kampfkunst (Bärtsch betreibt seit langem Aikido) entspricht: übe lange genug und das Geübte wird sich von selber verändern, wenn du wach und bereit bist. Demgemäß liegt in der Kraft des Wiederholens die stetige Entwicklung und das Potential, dass ein musikalisches System eine Eigendynamik annehmen kann. Die Musik entwickelt sich spiralförmig, dabei erinnern die auf Wiederholungen bestimmter Bauteile basierenden Konstruktionen an die pulsierenden Muster des klassischen Minimalismus. Doch im Unterschied zu dessen Klangwelt werden Bärtschs Stücke durch Rhythmen und Beats vorangetrieben, nicht durch schwebende Pulsationen. „Die rhythmische Organisation der Module ist eher verwandt mit Strategien von Stravinsky und Ligeti, des Funk oder gewisser ritueller Musik als mit dem klassischen Minimalismus, der meist auf linearen rhythmischen Pointilismus setzt. Wir gestalten den Rhythmus als dramaturgisches Gefährt: Uns interessiert sein Spin und sein Potential als akustisches Vexierbild“, resümiert Bärtsch. Ein wichtiger Einfluss für Bärtsch ist ein frühes Stück von György Ligeti: „Continuum für Cembalo solo“ von 1968. Ligetis rhythmische Raffinesse, das Interesse an neuer Musik und die Suche nach Lösungen, alte mit neuer Musik zu verbinden, entspricht dabei Nik Bärtschs Haltung. So konsequent die Musik auch Bärtschs konzeptionellen Vorstellungen folgt, hat sie doch auch eine sinnliche Ausstrahlung, sucht nach umfassender Freiheit durch klare, dabei flexible Systeme und lebt so von Struktur und Überraschung, Pathos und Ironie. http://www.nikbaertsch.com/de/mobile 21. 10. Mehmet Polat Trio Freitag, 21. Oktober 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der in Amsterdam lebende türkische Oud Spieler Mehmet Polat wurde mit der Grupp Arifa bekannt. Jetzt präsentiert er sein neues Trio mit Kora und Ney. Mehmet Polat Trio Mehmet Polat – Oud Dymphi Peeters – Kora Pelin Başar – Ney Das Mehmet Polat Trio ist ein ebenso spirituelles wie abenteuerliches Zusammentreffen von drei Virtuosen auf magischen Instrumenten: Ney, Kora und Oud. Mit Wurzeln im Osmanischen, im alten Anatolien, dem Balkan und West-Afrikanischen Traditionen und zugleich von hoher musikalischer Authentizität. Die Eigenkompositionen sind voller Farben, waghalsigen Improvisationen und Grooves, präsentiert in einer geradezu kammermusikalischen Atmosphäre. Das Mehmet Polat Trio lädt das Publikum ein auf eine ernsthafte musikalische Reise  von der traditionellen Vergangenheit zu einer innovativen Gegenwart. Mehmet Polat wuchs in seiner Heimatstadt Urfa im Süden der Türkei  auf und studierte dann die traditionelle Osmanische Musik in Istanbul. Seine unkonventionelle Art Oud zu spielen brachte ihn 2007 nach Amsterdam, wo er mit Musikern aus der ganzen Welt zusammenarbeitete und experimentierte. Nach einem Studium der Indischen Musik und Erfahrungen in Persischer, Arabischer, und Flamenco-Musik entdeckte Mehmet Polat die innere Welt und spirituelle Seite der afrikanischen  Musik. Mit der Kora als erdigem Element, der Oud als Raum und der Ney als luftigem Element war die Grundidee des Mehmet Polat Trios geboren. Die drei Instrumente spielen die Hauptrolle – mit reichlich Freiheit deren Möglichkeiten einzeln sowie im Zusammenspiel zu erforschen. Pelin Başar ist die neue Neyspielerin. Sie studierte Klassische Türkische Musik in Istanbul, begleitete den Staatschor in Samsun und zog kürzlich um nach Paris. Die Koraspielerin Dymphi Peeters studierte Flöte, Operngesang und Erziehungswissenschaft und so manche spirituelle Praxis bevor sie anfing Ngoni und Kora zu spielen, und dies mit den Traditionen der Volksmusik vom Balkan zu verbinden.   Das Trio at mittlerweile 2 CDs gemacht, Ask Your Heart ist gerade frisch erschienen. 24. und 25.10. residenz at sendesaal: Christian Tetzlaff spielt sämtliche Bach-Solowerke für Violine Montag, 24. und Dienstag 25. Oktober 2016 | jeweils um 20:00 Uhr Tickets je Abend 30 Euro (ermäßigt 20 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets An zwei Abenden wird der großartige Christian Tetzlaff Residenz im Sendesaal nehmen und sämtliche Solosonaten und -partiten für Violine aufführen. Christian Tetzlaff - Violine Johann Sebastian Bach: Sonaten und Partiten für Violine solo erster Abend: Sonate I g-Moll BWV 1001 Partita I h-Moll, BWV 1002 Sonate II a-Moll BWV 1003 zweiter Abend: Partita II d-Moll, BWV 1004 Sonate III C-Dur, BWV 1005 Partita III Es-Dur, BWV 1006 "Meine erste Aufnahme der 6 Bach Solosonaten und -partiten  habe ich vor 22 Jahren in einer Kirche in England gemacht . Die zweite in einer Kirche in Norwegen. Die dritte nun wird in meiner persönlichen Kirche, dem sendesaal Bremen, stattfinden. Dort habe ich schon für meine fünf letzten Kammermusik-CDs die Andacht, Stille und Wärme des Klanges gefunden, die diese Arbeit zur Freude macht - ergänzt durch ein wunderbares Team mit Betreuung in wirklich allen Belangen." Christian Tetzlaff 27.10. Annette MayeŽs Vinograd Express & Gianluigi Trovesi Donnerstag, 27. Oktober 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Kölner Klarinettistin Annette Maye hat sich mit ihrem italienischen Kollegen Gianluigi Trovesi zusammengetan für einen eigenen Blick auf John Zorns Massada Songbook. Mit ihrem neuen Projekt “Vinograd Express“ hat sich die Klarinettistin Annette Maye das Masada Songbook des New Yorker Avantgarde-Komponisten John Zorn vorgenommen. Eine Arbeitsweise, die beispielhaft für die Musikerin ist und für welche sie jüngst in 2016 den „Künstlerinnenpreis NRW“ des Landes Nordrhein-Westfalen erhielt: fremdes Material so umzuformen, dass dieses passgenau in den eigenen Kreativkosmos integriert wird. Maye, die auch Gründungsmitglied und Klarinettistin des Freiburger „ensemble FisFüz“ ist, sucht zusammen mit ihren hochkarätigen Mitmusikern spielerisch eine Verbindung orientalischer Musikelemente mit Free Jazz, Rock und anderen modernen Genres. Dabei nimmt sie Bezug auf die legendären Aufnahmen des Masada Quartet und ergänzt das Programm mit stilübergreifenden Eigenkompositionen. Im Jahr 2015 erschien hierzu die CD „Remembering Masada“, die im legendären MPS-Studio in Villingen/Schwarzwald aufgenommen wurde. Mit von der Partie ist der vielfach ausgezeichnete italienische Jazz-Klarinettist und legendäre Klangzauberer Gianluigi Trovesi, mit dem Maye seit Jahren in gemeinsamen Projekten zusammenarbeitet. Hinzu gesellen sich zwei innovative deutsche Improvisationsmusiker, Janko Hanushevsky am E-Bass und der Trompeter Udo Moll, beide gleichermaßen in den Bereichen Improvisation, Komposition und elektronische Musik tätig. Weiterhin dabei ist Bernd Oezsevim am Schlagzeug. Mit seinem energievollen Spiel zwischen Jazz, Rock, zeitgenössischer Komposition und improvisierter Musik gewann er viermal den JazzWerkRuhrPreis und war mehrfach Finalist beim Neuen Deutschen Jazzpreis. Besetzung: Annette Maye - Klarinette, Bassklarinette Gianluigi Trovesi - alto clarinet Udo Moll - trumpet Janko Hanushevsky - electric bass Bernd Oezsevim - drums Als Klarinettistin und in ihren Kompositionen befasst sich Annette Maye mit Jazz, Weltmusik, Zeitgenössischer Musik und Improvisation. Sie spielte mit international renommierten Musikern wie u.a. Gianluigi Trovesi, Michel Godard, Günter Baby Sommer, Glen Velez, Giora Feidman, Mohamed Mounir, dem Tonkünstlerorchester Niederösterreich und dem südkoreanischen Ensemble Noreum Machi zusammen. Weitere Bandprojekte sind u.a. ensemble FisFüz, Duo Doyna, Tabadoul Orchestra, Multiple Choice Orchestra. Nach dem Studienabschluss in Osteuropäischer Geschichte, Musikwissenschaft und Russisch absolvierte sie ein Jazz-Klarinettenstudium bei Claudio Puntin, Frank Gratkowski und Riccardo del Fra an den Musikhochschulen Köln und Paris. 2016 erhielt sie in Kooperation mit dem WDR-Jazzpreis den „Künstlerinnenpreis NRW“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Ferner gewann sie den SWR-Weltmusikpreis mit ensemble FisFüz. Konzertreisen führten durch ganz Europa, in die Türkei, nach Zypern, Marokko, Tunesien, Ägypten, Sudan, Jordanien, Libanon, Nordirak, Vereinigte Arabische Emirate, Indien, Japan, Südkorea, Taiwan, Russland und in die USA. Mitwirkung bei zahlreichen TV- und Radioproduktionen, u.a. ARD, ZDF, BR, WDR, SWR. Seit 2013 ist Annette Maye künstlerische Leiterin des weltweit viel beachteten Klarinettenfestivals „Multiphonics Festival“ in Köln mit dem Schwerpunkt Jazz, Weltmusik und Improvisierte Musik. Mit seinem Trio sowie seinem Oktett erarbeitete sich der italienische Klarinettist und Saxophonist Gianluigi Trovesi eine internationale Reputation, indem er seine eigene Stilistik aus einer Mixtur aus Jazz und verschiedenster klassischer und populärer Musikstile Europas kreierte, die ihn gleichermaßen einzigartig wie auch sofort erkennbar macht. Einige der bedeutendsten europäischen Jazz-Orchester luden ihn ein Konzerte auf Grundlage seiner Eigenkompositionen zu spielen (u.a. WDR Big Band Köln, Bergen Big Band/Norwegen). Das Barga Jazz Festival widmete seine gesamte Festivalausgabe 2001 Trovesi und seiner Musik. Trovesi erhielt zahlreiche nationale und internationale Preise und Anerkennungen, darunter fünf Sterne (Höchstwert) im amerikanischen Magazin “Down Beat” für “From G To G” (1993), “Platte des Jahres“ der deutschen Schallplattenkritik für „Dedalo“ (2003), “Django d´or” Preis als bester italienischer Jazz Musiker (1999, 2001), um hier nur einige wenige zu nennen. Für seine künstlerischen Aktivitäten verlieh ihm der italienische Staat 2001 den Ehrentitel „Ufficiale della Repubblica Italiana“. Der in Köln beheimatete Jazzmusiker und Improvisator Udo Moll (Trompete, Melodica, Cello, Electronics) studierte zunächst an der  Universität Tübingen empirische Kulturwissenschaften. 1992 nahm er das Studium von Trompete und Komposition an der Hochschule für Musik Köln bei Manfred Schoof und Johannes Fritsch auf. Moll arbeitete u.a. mit Guildo Horn, Hella von Sinnen, Frank Köllges, Matthias Schubert, Sidsel Endresen, Nils Wogram, Gerry Hemingway, Jpohn Tilbury, Elliott Sharp, Sebastian Gramss und Moritz Eggert zusammen. Mit seinem Septett Novotnik 44 gewann er den 2. Preis beim Internationalen Jazzfestival in Getxo/Spanien und war Finalist bei der International Jazz Competition der Leverkusener Jazztage. Er gründete La Banda Metafisica zusammen mit Nicolao Valiensi. Weiterhin ist er Mitglied des Tabadoul Orchestra und des Multiple Choice Orchestra. Aktuell ist er mit seinem Solo-Projekt VANITAS (Trompete, live electronics, modular synthesizer) und im elektro-akustischen Duo "infinite loop" mit dem Pianisten Florian Ross unterwegs. Im Jahr 2015 war Udo Moll als Komponist Stipendiat der Villa Aurora in Los Angeles/USA. Janko Hanushevsky wurde 1978 in Linz/Österreich geboren. Als Kind lernte er Cello, seit 1994 E-Bass. Zwischen 1997 und 2002 Jazzbassstudium am Konservatorium der Stadt Wien, außerdem langjähriger Unterricht bei dem Kontrabassvirtuosen und Komponisten Peter Herbert. Seit 2001 beschäftigt er sich intensiv mit „extended techniques“, der Erforschung alternativer Klangerzeugung am präparierten E-Bass. Janko spielt seit Jahren zahlreiche Konzerte in Deutschland, Österreich, Italien, Polen und der Schweiz, vorwiegend im Bereich zeitgenössischer Jazzmusik und frei improvisierter Musik. Er komponiert Theater- und Hörspielmusik (u.a. schauspielfrankfurt, Münchner Volkstheater). Seit 2002 arbeitet er mit Eva Pöpplein in dem Duo Merzouga. Für die Radioproduktionen von Merzouga schreibt Janko die Manuskripte und führt gemeinsam mit Eva Regie.  Er lebt in Köln. Bernd Oezsevim spielt seit seinem neunten Lebensjahr Schlagzeug. Er lebte zwischen 2002 und 2008 im Ruhrgebiet, wo er an der Folkwang Hochschule ein Jazzstudium absolvierte. Seit 2002 tourte er weltweit mit Gunter Hampel, was auf zahlreichen Ton- und Bildträgern dokumentiert ist. Auch spielte er in den vergangenen Jahren mit Musikern wie Perry Robinson, Rupert Stamm, Matthias Schubert, Steve Swell, Daniel Carter, Sabir Mateen, Florian Weber, Randy Brecker, Uri Caine, Nguyên Lê, Angelika Niescier, Silke Eberhard, Dan Weiss oder Rudresh Mahanthappa. Seit 2010 lebt er in Berlin und gehört zur dortigen Jazzszene. Er war Teil verschiedener Theater- und Tanzproduktionen im In- und Ausland. 28.10. Marialy Pacheco und Joo Kraus Freitag, 28. Oktober 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die hervorragende kubanische Pianistin Marialy Pacheco wieder in einer neuen Konstellation, diesmal mit dem Trompeter Joo Kraus im Duo. Marialy Pacheco - Piano Joo Kraus - Trompete Die Stationen der Karriere von Marialy Pacheco sind beeindruckend: Gleich ihr Debütalbum produzierte sie mit Roberto Fonseca, dem Pianisten des legendären Ibrahim Ferrer (Buena Vista Social Club), und 2012 wurde sie als erste Frau überhaupt mit dem Montreux Jazzfestival Award ausgezeichnet. Zu Recht! In 2014 wurde sie, ebenfalls als erste Jazzpianistin weltweit, von der Firma Bösendorfer als offizieller „Bösendorfer Artist“ berufen. Obwohl ihre Begeisterung für Ruben Gonzales, Oscar Peterson und Keith Jarrett in ihren eigenen Klängen spürbar ist: Marialy Pacheco zaubert etwas Ureigenes und ganz Einmaliges aus dem Klavier. Ihr spezieller Partner bei diesem Konzert ist kein Geringerer als der Trompeter und Echo-Jazz Preisträger Joo Kraus. Bekannt und berühmt geworden ist er durch das Hip-Jazz Projekt Tab Two mit Hellmut Hattler, aber seine Kollaborateure heißen auch Omar Sosa, BAP, Nana Mouskouri, Tina Turner, Xavier Naidoo, Laith Al Deen, Jazzkantine, DePhazz, Fury In The Slaughterhouse, Pee Wee Ellis, Mezzoforte, Klaus Doldinger etc. Nicht erst seit seinem Album Sueno, aufgenommen im altehrwürdigen Egrem-Studio in Havanna, mit Cracks aus dem Klangumfeld des Buena Vista Social Club, ist er einer DER hiesigen Experten für kubanisches Feeling. Historie: Im Sommer 2013 trifft Joo Kraus erstmals Marialy Pacheco und beide Musiker verstehen sich auf Anhieb – menschlich, wie musikalisch. Sofort war klar, daß Joo Kraus auf dem neuen Album „Introducing“ von Marialy Pacheco seinen ganz eigenen musikalischen Stil zu Pacheco’s Kompositionen und Arrangements beitragen soll. Als Gast in ihrem Trio tauchte Joo Kraus im Sendesaal schon vor 2 Jahren auf. Nun zum ersten Mal die beiden ein ganzes Konzert lang im intimen Duo. 30.10. Duo Poetico Musicale Sonntag, 30. Oktober 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Bremer Duo Poetico Musicale mit dem Flötisten Christoph Riedlberger und der Pianistin Minako Schneegass hat im vergangenen Jahr im Sendesaal eine CD mit kaum bekannten Werken für Flöte und Klavier aus dem 20. Jahrhundert eingespielt. Dies ist das Release-Konzert. ”Im Spiegel“ – Hommage an Gustav Scheck Minako Schneegass - Klavier Christoph Riedlberger - Flöte Programm: Endre Szervánszky: Sonatine Sergej Prokofjew: Sonate in D, Op.94 Klaus-Peter Schneegass (*1962): Esquisses oubliées, Op.13 Kurt Hessenberg (1908-1994): Sonate in B, Op.38, Gustav Scheck gewidmet Kurt Hessenberg: Elegie und Burlesque, Op.71/1  (1959) Arvo Pärt (*1935): Spiegel im Spiegel in einer Fassung für Flöte und Klavier Für sein neues Programm ”Im Spiegel“ – Hommage an Gustav Scheck hat das Bremer Duo Poetico Musicale mit dem Flötisten Christoph Riedlberger und der Pianistin Minako Schneegass, kaum bekannte Werke für Flöte und Klavier aus den Fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts wiederentdeckt. Das Projekt ist eine Hommage an einen der bekanntesten Flötisten jener Epoche, Gustav Scheck, dem einige der Werke gewidmet sind. Das Duo, dessen Interpretation sich durch eine außergewöhnliche Kultur des musikalischen Dialogs auszeichnet, hat auf seiner neuen CD Musik von Kurt Hessenberg, Endre Szervánszky u.a. teilweise in Erstaufnahme, im Sendesaal Bremen eingespielt. Ergänzt wird das Programm im Konzert durch die Sonate für Flöte und Klavier Op. 94 von Sergej Prokofjew, sowie der Komposition »Spiegel im Spiegel« von Arvo Pärt, in einer Fassung für Flöte und Klavier. Dieser beging 2015 seinen achtzigsten Geburtstag. Musik als Spiegel der Seele, der Zeit, des Menschseins mit all seinem Unergründlichen, bisweilen Widersprüchlichen, so das Leitmotiv des Projekts.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 13.11.16  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im September

Nach kurzfristigem Ausfall unserer Telefonanlage sind wir jetzt wieder ganz normal erreichbar für Anfragen und vor allem für telefonische Ticketbestellungen (0421-33005767). Denn im September erwarten Sie bei uns wieder hochkarätige Konzerte, z.B. zwei ausgewachsene Klavierabende mit der hochbegabten Sophie Pacini (13.9.) und mit Elizaveta Ukrainskaia, der ersten Preisträgerin des Europäischen Klavierwettberwerbes Bremen 2016 (18.9.). Los geht es gleich mit zwei ganz unterschiedlichen Projekten: am 2.9. mit der Soulband Mo' Blow, die sich nach 10 Jahren lautstark von der Bühne verabschiedet und am 4.9. mit den leisen jahrhundertealten Klagegesängen vom Lamento Project des Klarinettisten Claudio Puntin. Wie sich der Monat weiter entwickelt sehen Sie weiter unten. Einen Ausfall  müssen wir leider vermelden: Der für den 24.9. geplante dritte Klavierabend des Monats  mit  dem Pianisten Sándor Falvai aus Ungarn kann krankheitsbedingt leider nicht stattfinden. Wenn Sie gerne Kulinarisches und Konzertantes genussvoll miteinander verbinden wollen, empfehlen wir Ihnen die Option "Menu & Konzert". Da kombinieren Sie ein 3-Gänge Menu im benachbarten Restaurant Geerdes am Sendesaal mit einem Konzert Ihrer Wahl im Sendesaal. Gut geeignet auch zum Verschenken. Herzlich willkommen im Sendesaal. Für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Das Restaurant Geerdes am Sendesaal ist zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Inhalt 02.09. Mo' Blow - CD Release & Farewell Tour 04.09. Harmonien der Welt I: Lamento Project 12.09. musica assoluta, Solisten Isabelle und Boris Faust 13.09. release Konzert: Sophie Pacini 15.09. Aino Löwenmark - Human 16.09. Emiliano Sempaio Meretiro (BR) 18.09. Klavierabend: Eilzaveta Ukrainskaia 22.09. konzert im dunkeln: Maria Pia De Vito und Huw Warren 23.09. Harmonien der Welt II: Special Night Fällt leider aus: 24.09. Klavierabend Sándor Falvai 30.09. Rembrandt Frerichs Trio feat Kayhan Kalhor 02.09. Mo' Blow - CD Release & Farewell Tour Freitag, 02. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Nach 10 Jahren verabschiedet sich die kraftvolle Berliner Funkband Mo' Blow von der Bühne - und besucht dabei erstmals den Sendesaal. Mo' Blow - CD Release & Farewell Tour Besetzung: Felix Falk - Saxofone, Didgeridoo, Perkussion Matti Klein - Rhodes Tobias Fleischer - Bass André Seidel - Schlagzeug Ein letztes Mal zaubert Mo' Blow ihr mörderisch groovendes Funk Feuerwerk auf die Bühne. Mit ihrem brandaktuellen Album "Live in Berlin" und einer Tournee verabschiedet sich die Band nach über 10 Jahren und hunderten Konzerten in mehr als 20 Ländern. „Party! Nicht mit Allerweltgrooves, sondern mit Anspruch. Die Jungs haben Power!“ (Süddeutsche Zeitung). "Wir können es kaum erwarten, gemeinsam mit unserem Publikum noch einmal die Bühnen abzubrennen und unvergessliche Abende zu erleben, an die wir uns noch lange erinnern.", verspricht die Band. Ihre für sie so typische musikalische Hochspannung, mit der man problemlos eine Kleinstadt betreiben könnte, ist also garantiert. Keine Panik: Das mit dem Brennen der Bühne ist im Sendesaal nicht ganz wörtich zu nehmen. Hier gibts auch ein Video 04.09. Harmonien der Welt I: Lamento Project Sonntag, 04. September 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Musik, entstanden aus Trauer und Trost, Musik die die Seele berührt - das ist das Thema der vier Musiker des Lamento Project, mit dem der bunte Reigen der diesjährigen Harmonien der Welt-Reihe eröffnet wird. "LAMENTO PROJECT" Catherine Aglibut - Barockvioline Ulrike Becker - Violone Claudio Puntin  - Bassklarinette, Klarinette    Christian Gerber - Bandoneon Der Klang der Klage, er hat in fast jeder musikalischen Tradition einen wichtigen Platz. Musik, die Trauer und Trost in ein Klangkostüm kleidet, ist meistens mit Worten verbunden, doch ihr Gefühl ist viel ergreifender als alle Worte. Die Musik die aus diesen Zuständen von Menschen geschaffen wurde, berührt unsere Seele direkt. Ausgehend von einigen der wichtigsten Klagegesänge des 17. Jahrhunderts, beleuchten die vier Musiker des LAMENTO PROJECTs verschiedene Zustände der Trauer, des Kummers und des Trostes auf persönliche Weise. Werke alter Meister aus dem lange verschollenen "Alt-Bachischen Archiv" stehen neben eigenen, aus dem gleichen Empfinden heraus entstandenen Kompositionen und Improvisationen, und bilden ein Repertoire, welches die meditative Intensität und Kraft der Transzendenz in sich trägt. "Diese Musik ist wie eine Kur aus Sound. Ganz grosses Kino!" (F. Uhde, Radialsystem Berlin) Eine Veranstaltung von Radio Bremen/Nordwestradio 12.09. musica assoluta, Solisten Isabelle und Boris Faust Montag, 12. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Ensemble musica assoluta unter Leitung des Komponisten Thorsten Encke ist regelmäßig bei uns zu Gast, wie immer mit hochkarätigen Solisten, diesmal mit der Geigerin Isabelle Faust und ihrem Bruder Boris Faust an der Bratsche und einer Hommage anläßlich des 100. Geburtstages von Henri Dutilleux. ECHOS zum 100. Geburtstag von Henri Dutilleux Isabelle Faust - Violine Boris Faust - Viola musica assoluta Thorsten Encke - Dirigent Programm: Henri Dutilleux (1916-2013): Mystère de l'Instant (1989) Thorsten Encke (*1966): Echos für Violine, Viola und Orchester (UA) Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Sinfonia Concertante Es-Dur KV 364 Dutilleux’ Mystère de l’Instant, ein Stück von magischer Erzählkraft, ist eines der schönsten Beispiele für die vielfältige Klangfarbenpalette des französischen Komponisten, die er in zehn Momenten - „Instants“ - zeigt. Die neue Komposition Echos von Thorsten Encke setzt hier an: Die Stimmen der Solovioline und Soloviola treten in den Dialog mit sich und ihrer Umgebung. Als Solisten konnte die international renommierte Geigerin Isabelle Faust sowie ihr Bruder Boris Faust, Viola, gewonnen werden. Das Stück komponiert Thorsten Encke den Solisten und dem Ensemble musica assoluta gleichsam auf den Leib. Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonia Concertante beschließt das Konzert - ein Klassiker für Violine, Viola und Kammerorchester. Isabelle Faust - Violine Als Preisträgerin des Leopold-Mozart-Wettbewerbs in Augsburg und des Paganini- Wettbewerbs in Genua musizierte sie bereits in jungen Jahren mit bedeutenden Orchestern in aller Welt, wie den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Freiburger Barockorchester oder dem Chamber Orchestra of Europe. Isabelle Faust spielt ein Repertoire, das von J.S. Bach bis hin zu Werken zeitgenössischer Komponisten wie Ligeti, Lachenmann oder Widmann reicht. Ihre künstlerische Aufgeschlossenheit eröffnet ihr Wege zu vielfältigen musikalischen Partnerschaften. Neben den großen sinfonischen Violinkonzerten führt sie beispielsweise Brahms’ und Mozarts Klarinettenquintette mit historischen Instrumenten auf. Regelmäßig arbeitet sie mit Dirigenten wie Frans Brüggen, Mariss Jansons, Giovanni Antonini,  Philippe  Herreweghe,  Daniel  Harding,  Bernard  Haitink  und   Andris   Nelsons zusammen. Ihr unmittelbarer Zugang zur Musik lässt Isabelle Faust zum Wesentlichen der Werke vordringen. Das Publikum spürt ihre natürliche Musikalität ebenso wie den Drang, die Kenntnis des Repertoires durch ein genaues Studium der Partituren und musikhistorische Recherchen zu vertiefen. Eine besonders enge Beziehung verband sie in den letzten Jahren mit Claudio Abbado, mit dem sie in mehreren Ländern konzertierte und für „harmonia mundi“ eine mehrfach preisgekrönte CD mit den Violinkonzerten Beethovens und Bergs einspielte. Die  Aufnahme mit dem Orchestra Mozart wurde mit dem „Diapason d’or“, einem „Echo Klassik“, dem „Gramophone Award 2012“ und dem japanischen „Record  Academy  Award“ ausgezeichnet. Mit ihrem Kammermusikpartner Alexander Melnikov hat sie für „harmonia mundi“ zahlreiche Alben eingespielt, wie die letzte Aufnahme des Duos mit Sonaten für Violine und Klavier von Brahms, die im September 2015 erschienen ist. Im August 2015 wurde ausserdem die zweite Folge der Schumann-Trilogie mit Alexander Melnikov, Jean-Guihen Queyras, dem Freiburger Barockorchester und Pablo Heras-Casado veröffentlicht, mit Schumanns Klavierkonzert und dem Klaviertrio Nr. 2 op. 63. Die dritte und letzte Einspielung setzt sich mit Schumanns Cellokonzert und das Klaviertrio Nr. 1  auseinander. Isabelle Faust spielt die „Dornröschen“-Stradivari von 1704, eine Leihgabe der L-Bank Baden-Württemberg. „Ihr Klang hat Leidenschaft, er hat Biss und er elektrisiert, aber er ist auch von einer entwaffnenden Wärme und Süße, die den verborgenen Lyrismus der Musik sichtbar werden lässt…“ The New York Times Boris Faust - Viola Geboren am 25.1.1970 in Esslingen, studierte er Viola bei Prof. Matthias Buchholz in Köln und bei Prof. Kim Kashkashian in Freiburg. 1994 Abschlussdiplom an der Musikhochschule Freiburg, danach Konzertexamen bei Prof. Hatto Beyerle in der Soloklasse der Musikhochschule Hannover. Er ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe, u.a. in England beim Lionel-Tertis-Wettbewerb und in Italien beim Vittorio-Gui-Wettbewerb sowie beim Wettbewerb der Deutschen Industrie. 1992 erhielt er ein Stipendium beim Deutschen Musikwettbewerb. Als Solist unternahm er Konzerte und Einspielungen mit verschiedenen Orchestern, u.a. mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Heilbronner Kammerorchester, der Philharmonie Baden-Baden und dem Landesjugendorchester Baden-Württemberg. Als gefragter Kammermusiker konzertierte er auf Festivals wie dem Edinburgh-Festival, dem Kronberg-Festival, dem Internat. Mendelssohn-Festival u.v.a. mit namhaften Solisten wie Boris Pergamenschikow, Andras Schiff, Kim Kashkashian, Rainer Kussmaul Jean-Guihen Queyras. Seit 1997 ist Boris Faust 1. Solobratschist der Bremer Philharmoniker und war als Solobratschist Gast bei Hamburger Philharmonikern, Hessischem Rundfunk, Dresdner Staatskapelle, Dresdner Philharmonie, Basler Sinfonieorchester, NDR Hannover, Staatsoper Hannover und weiteren.
Daneben spielte er bei den Bayreuther Festspielen und lernte so die Wagner-Opern kennen.
 Boris Faust geht seit 1993 einer regelmäßigen Lehrtätigkeit nach. 
Seit 2014 ist er Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Thorsten Encke - Dirigent 1966 in Göttingen geboren, studierte Thorsten Encke zunächst Violoncello und Dirigieren in Hannover und Los Angeles, sammelte Erfahrungen auf allen Feldern der klassischen Musik und spielte als Solist, Kammer- und Orchestermusiker. 1999 entschied er sich für eine Zukunft als freier Musiker. Mit dem Gewinn des Wettbewerbs in Prades 2005 verlagerten sich Thorsten Enckes musikalische Aktivitäten mehr und mehr auf kompositorische Projekte, verbunden mit dem Dirigat eigener Werke. Seitdem erhält er zahlreiche Kompositionsaufträge. Seine Werke werden von Künstlern wie Paavo Järvi, Christian Tetzlaff, Sharon Kam, Julian Steckel, dem Quartetto di Cremona, dem Stockholm Chamber Brass, Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der NDR Radiophilharmonie und vielen anderen international agierenden Musikern aufgeführt. Mitschnitte von Radio France Musique, vom Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, dem Norddeutschen Rundfunk und Radio Bremen geben ein Bild von der Verbreitung seiner Musik. Gemeinsam mit befreundeten Musikern gründete Thorsten Encke 2011 das Orchester musica assoluta. Als dessen Dirigent und künstlerischer Leiter engagiert er sich für neue Formen des Konzertierens und impulsgebende Konzerterlebnisse. Bekannt für seine unkonventionellen Auftritte und Programme hat sich das junge und vitale Ensemble innerhalb kürzester Zeit viel Begeisterung bei Publikum und Presse sichern können. musica assoluta Mut und Neugier, Leidenschaft und der Blick über die Grenzen des eigenen Horizontes hinaus: Seit nunmehr vier Jahren und mit einer Vielzahl ungewöhnlicher Konzerte beweist das in Hannover ansässige Orchester musica assoluta um den Komponisten und Dirigenten Thorsten Encke, dass Erneuerung in der Musik möglich ist. Erfrischend der Zugang der Musiker zu bekannten Werken, erfrischend die stete Suche des Ensembles nach außergewöhnlichem Repertoire und neuen Darstellungsformen – stilübergreifend, universell, modern. Besetzt mit exzellenten, vielfach ausgezeichneten jungen Musikern hat das Ensemble seine eigene Konzertreihe in Hannover gegründet, hat mit programmatischer Dichte und Unmittelbarkeit Furore gemacht und reagiert mit konsequenter Arbeit an Schulen und der Förderung von Nachwuchstalenten auf ein spürbares Bedürfnis nach einer Veränderung von Konzert- und Hörgepflogenheiten. Das Orchester hat mit namhaften Solisten wie Sharon Kam, Benjamin Schmid, Ragna Schirmer und german hornsound zusammengearbeitet und ist gern gesehener Gast auf internationalen Festivals wie den Niedersächsischen Musiktagen, den KunstFestSpielen Herrenhausen und dem Klangbrücken Festival. Rundfunk- und CD Aufnahmen geben einen Eindruck von der programmatischen Vielseitigkeit und der exzellenten Spielqualität des Ensembles. 13.09. release Konzert: Sophie Pacini Dienstag, 13. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die hochbegabte deutsch-italienische Pianistin Sophie Pacini gibt einen Klavierabend anläßlich der Veröffentlichung ihrer CD, die sie im Frühjahr dieses Jahres im Sendesaal aufgenommen hat. Sie spielt Werke von Chopin, Beethoven und Liszt. Sophie Pacini - Klavier Programm: Frederic Chopin: Nocturne in B flat minor, Op. 9 No.1 Frederic Chopin: Nocturne in E flat, Op. 9 No. 2 Frederic Chopin: Scherzo No. 2 in B flat minor, Op.31 Ludwig van Beethoven: Sonata for Piano No. 21 in C major, Op. 53 “Waldstein” Franz Liszt: Consolations, S. 172 (Nos. 1, 2 and 3) Franz Liszt: Réminiscences de Don Juan, S. 418 "Bewundernswert eigenständige Interpretationen von leuchtender Transparenz, fesselnder Intensität und bezwingender musikalischer Logik“ – so begründete die Jury die Entscheidung für den „Förderpreis Deutschlandfunk“, mit dem die junge deutsch-italienische Pianistin Sophie Pacini 2011 ausgezeichnet wurde. Im Alter von 10 Jahren begann Sophie Pacini ihre Ausbildung bei Karl-Heinz Kämmerling am Salzburger Mozarteum, wo sie zwei Jahre später in das neu gegründete Hochbegabteninstitut aufgenommen wurde. Ab 2007 setzte Sophie Pacini ihr Studium in der Meisterklasse bei Pavel Gililov fort, das sie 2011 mit Auszeichnung abschloss. Meisterkurse bei Dmitri Bashkirov und Fou Ts’ong gaben ihr überdies wichtige Impulse. 2010 lernte sie Martha Argerich kennen, die sie ein Jahr später zu einem Rezital im Rahmen des Progetto Martha Argerich nach Lugano einlud und seither zu einer wichtigen Wegbegleiterin geworden ist. Im Jahr 2000, mit gerade einmal 9 Jahren, gab Sophie Pacini ihr Konzertdebüt mit Haydns Klavierkonzert D-Dur. Seitdem spielt die gebürtige Münchnerin in vielen bedeutenden Konzertsälen, darunter Konzerthaus Dortmund, Laeiszhalle Hamburg, Beethovenhalle Bonn, Tonhalle Zürich, Meistersingerhalle Nürnberg, Liederhalle Stuttgart, Herkulessaal München und Konzerthaus Berlin. Sie gab gefeierte Klavierabende im Rahmen internationaler Festivals wie Lucerne Piano Festival, Klavierfestival Ruhr, Schwetzinger Festspiele, Mozartfest Würzburg, Piano Festival aux Jacobins Toulouse, Kammermusikfest Lockenhaus mit Gidon Kremer und die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Als Solistin war Sophie Pacini zu Gast bei Orchestern wie Camerata Salzburg, Dresdner Philharmoniker, Luzerner Sinfonieorchester, Orchester des Maggio Musicale Fiorentino, Wiener Kammerorchester, Mozarteum-Orchester Salzburg sowie Tokyo Philharmonic Orchestra in Suntory Hall und Orchard Hall. In der Saison 2015/16 ist Sophie Pacini unter anderem in Klavierabenden im Wiener Konzerthaus sowie im Rahmen des Berliner Klavierfestivals im Konzerthaus Berlin zu hören. Mit den Münchner Symphonikern wird sie Saint-Saens‘ 5. Klavierkonzert im Münchner Prinzregententheater spielen, mit dem Armenian National Philharmonic Orchestra ist sie mit Chopins 1. Klavierkonzert in Ludwigshafen zu hören. Sophie Pacini wurde mit einer Reihe bedeutender Preise ausgezeichnet, darunter der ECHO Klassik in der Kategorie Nachwuchskünstlerin des Jahres 2015 (Klavier) und drei Auszeichnungen im Jahr 2011, als ihr bei den Sommets Musicaux de Gstaad unter dem Vorsitz von Dmitri Bashkirov der Prix Groupe Edmond de Rothschild verliehen wurde und sie die Förderpreise des Deutschlandfunks und des Bremer Musikfests erhielt als „eine der größten Begabungen ihrer Generation“. Seit 2013 ist Sophie Pacini Stipendiatin der Mozart- Gesellschaft Dortmund. Zu ihren vielfach ausgezeichneten CD-Einspielungen gehören Schumanns Klavierkonzert a- Moll und Mozarts Klavierkonzert Es-Dur mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland- Pfalz unter Radoslaw Szulc (Onyx, 2012), eine Solo-CD mit Werken von Schumann und Liszt (CAvi Music, 2012) sowie eine Einspielung der Solowerke Chopins (CAvi Music, 2014). 15.09. Aino Löwenmark - Human Donnerstag, 15. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Aino Löwenmark war mehrfach im Duo Fjarill im Sendesaal. Human ist ihre erstes Programm unter eigenem Namen. Aino Löwenmark - Piano, Gesang Jürgen Spiegel - Schlagzeug Nils Westermann - Gitarren, Bass „Ich hatte das Gefühl, dass es noch andere kreative Facetten in mir gibt, die sich ausdrücken wollten“, erklärt Aino Löwenmark den Impuls zu Human, dem ersten Album unter ihrem eigenem Namen. In den letzten 10 Jahren feierte die Sängerin, Pianistin und Komponistin im Duo Fjarill internationale Erfolge. Dessen bislang letztes Album „Tiden“ erschien 2013, am Ende der dazugehörigen Tournee nahmen sich Aino Löwenmark und Hanmari Spiegel eine künstlerische Pause, ohne Fjarill endgültig aufzulösen. „Hanmari und ich harmonieren perfekt und so sind natürlich auch unsere gemeinsamen Platten sehr harmonisch“, stellt Aino Löwenmark fest. „Bei meinem eigenen Album wollte ich neue Klangwelten kreieren und die bekannte Kombination von Klavier, Geige und Gesang erweitern.“ Dafür zog die in Schweden geborene und in Hamburg lebende Musikerin schon früh ihren Lebenspartner hinzu, den unter anderem vom Tingvall Trio bekannten Schlagzeuger Jürgen Spiegel. „Nachdem ich die ersten zehn Songs geschrieben und aufgenommen hatte, gingen mir diese noch nicht weit genug in die Richtung, die mir vorschwebte“, erinnert sich Löwenmark. In der Folge steuerte Spiegel neue Ideen bei und wurde schließlich zum Co-Komponisten. Darüber hinaus suchten die beiden weitere Musiker und schufen sich neue Strukturen. „Diesmal haben wir die Musik bei uns zuhause richtig produziert. Dafür verwandelten wir unsere Wohnung für ein halbes Jahr in ein Studio, voll mit Instrumenten, Geräten und Kabelchaos“, erklärt Aino Löwenmark einen wesentlichen Unterschied zur vergleichsweise spontanen Fjarill-Arbeitsweise. Die musikalische Ästhetik von Human markiert für Aino Löwenmark eine Wende, „hin zu mehr Gitarren und kraftvolleren Rhythmen.“ Stilistisch vereinen die Songs die unmittelbare Wärme des Folk mit der Präzision einer Pop-Produktion und sorgfältig eingestreuten Rock-Energieschüben. „Der rote Faden des Programms ist das Mysterium, Mensch zu sein“, lächelt Aino Löwenmark und präzisiert: „ich beschäftige mich mit den verschiedenen Aspekten von Menschlichkeit. Jeder Mensch ist anders, trotzdem haben wir alle ein Gehör und ein Gespür, um uns zu verstehen. Außerdem tragen wir alle einen Ton, einen Urklang in uns, der uns einerseits Halt gibt, andererseits mit der Welt resoniert.“ In gewisser Weise hat Löwenmark, sagt sie, auf Human nun auch einige ihrer inneren Stimmen befreit, die bislang noch nicht zu Wort kamen. 16.09. Emiliano Sempaio Meretiro (BR) Freitag, 16. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der brasilianische Gitarrist, Posaunist, Komponist und Arrangeur Emiliano Sempaio lebt mittlerweile in Graz, bringt aber nun zur Veröffentlichung des Albums Obvio zum zweiten Mal sein brasilianisches Trio nach Europa. Meretrio Emiliano Sampaio - Gitarre Gustavo Boni - Bass Luis André - Schlagzeug Das Meretrio wurde 2004 in Sao Paulo mit nur einem Ziel ins Leben gerufen: der Erforschung der vielfältigen brasilianischen Popular-Musik. Seit seiner Gründung hat die Gruppe jedoch ihre kreative Arbeit kontinuierlich erweitert: brasilianische Rhythmen vermischen sich mit Elementen aus dem Jazz und der Kammermusik. Und nicht nur als Trio wurden diverse Alben veröffentlicht: in Kooperation mit dem Komponisten und Pianisten Pedro Assad, der englischen Songwriterin Rebecca Sharp sowie weiteren zahlreichen brasilianischen Hornspielern entstanden beeindruckende Werke. 
Durch den Dialog mit anderen Trios der Vergangenheit und Gegenwart entwickelt das Meretrio seine Musik stetig weiter, doch nie, ohne einen gewissen Sinn für Humor, Kreativität und Freude an der Musik zu verlieren. 2015 hat das Meretrio wichtige Konzerte in Europa gespielt, z.B. beim 34. Bayerischen Jazz Festival (Regensburg), beim Festival Summer Jazz Cologne (Köln) und auf dem Mikulassky Jazzovy Festival (Slowakei). 2016 veröffentlicht das Meretrio die neue CD "Óbvio" mit originellen Kompositionen und mit dem Saxophonist Henrich Von Kalnein (Jazz Bigband Graz) als Special Guest. und hier gibt es auch ein Video vom Trio 18.09. Klavierabend: Eilzaveta Ukrainskaia Sonntag, 18. September 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die 20-jährige Pianistin Elizaveta Ukrainskaia überzeugte mit ihrer so fulminanten wie berührenden Bühnenpräsenz Jury wie Publikum beim Europäischen Klavierwettbewerb Bremen 2016. Sie bekam den 1. Preis. Dies ist ihr Preisträgerkonzert im Sendesaal, wo im Februar auch der Wettbewerb stattgefunden hatte. Elizaveta Ukrainskaia - Klavier Programm: Jean-Philippe Rameau: Nouvelles suites de pièces de clavecin (Suite in G-Dur/g-Moll, RCT 6)
 Johannes Brahms: Variationen und Fuge über ein Thema von Händel, Op.24
 Isaac Albeniz: Cantos de España, Op. 232 Franz Liszt: Rhapsodie Espagnole, S. 254 Elizaveta Ukrainskaia wurde 1996 in Offenbach am Main geboren. Aufgewachsen in Sankt Petersburg (Russland), begann im Alter von fünf Jahren ihre musikalische Ausbildung. Bereits im Kindesalter gewann sie  verschiedene Preise bei nationalen Wettbewerben. Mit 15 Jahren erhielt sie Unterricht am Sankt Petersburger Konservatorium N. A. Rimskij-Korsakov in der Klasse von Ljubov Rudova. In den vergangenen Jahren gewann sie verschiedene Preise bei internationalen Wettbewerben und studiert seit 2015 am St. Petersburger Konservatorium in der Klasse von Prof. Alexander Sandler. 2016 erhielt Sie neben dem 1. Preis drei weitere Dotierungen im renommierten Europäischen Klavierwettbewerb Bremen. Elizaveta konzertiert sowohl solistisch, als auch in Kammermusik- und Orchesterkonzerten in Russland, Tschechien, Deutschland, Slowenien, der Schweiz und den USA. 22.09. konzert im dunkeln: Maria Pia De Vito und Huw Warren Donnerstag, 22. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das erste konzert im dunkeln der Saison bestreiten die neapolitanische Sängerin Maria Pia De Vito und der walisische Pianist Huw Warren. Maria Pia De Vito - Gesang Huw Warren - Piano Die neapolitanische Sängerin und Komponistin Maria Pia De Vito zeichnet sich aus duch ein besonderes Timbre und Temperament. Sie hat lange zusammengearbeitet mit dem kürzlich verstorbenen Pianisten John  Taylor, dem Gitarristen Ralph Towner, Enrico Rava, Colin Towns und Rita Marcotulli. Auch mit dem walisischen Pianisten Huw Warren, der seinerseits mit so hervorragenden Sängerinnen wie June Tabor arbeitet, verbindet sie eine lange und intensive künstlerische Freundschaft. Genug Vertrauen also um ein gemeinsames Konzert in völliger Dunkelheit zu wagen. Zwei Künstler mit starker Persönlichkeit und dem Hang, neue Wege zu gehen, haben sich entschlossen, ihre lange kompositorische und improvisatorische Praxis zusammenzudenken in einem Projekt vokaler und linguistischer Kreativität, mit unendlichen dialektischen Möglichkeiten zwischen Neapel und Wales. "Es ist die Synthese zwischen klassischer Musik und vitaler Improvisation, ethnischen Wurzeln und Avantgarde, die zu einem Balanceakt wird, einer Mixtur, die Herz und Verstand befriedigt und nie abstrakt oder distanziert wird." Vittorio Formenti 23.09. Harmonien der Welt II: Special Night Freitag, 23. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das zweite Konzert der Harmonien der Welt ist mit einer special night 50 Jahren celestial harmonies gewidmet. Es spielen Peter Michael Hamel auf präpariertem Klavier, das Asian Art Ensemble und das Damsaz Duet mit Hamid Motebassem und Samira Golbaz. special night: 50 Jahre celestial harmonies Vor 50 Jahren nahm Eckart Rahn seine erste Jazz-Schallplatte auf, als frischer Schulabbrecher von der Vision getrieben, dass nur Musik Lebenserfüllung sein könne. "Swinging Macedonia" entstand ohne die Sicherheit, ein Label für die Produktion zu finden, schlug aber bei Philips voll ein. Folgerichtig baute Rahn kurz danach sein eigenes Label "Kuckuck" auf, wechselte 1980 in die USA  und gründete dort "celestial harmonies". Als einer der ersten weltweit veröffentlichte er 1981 eine digitale Compact Disc. Nach und nach erweiterte er den Jazz-Katalog des Labels mit New Age, Weltmusik, und Klassik. Die australische Presse nannte ihn den "Indiana Jones of music". Rahns Credo über nun 50 Jahre: "Wer eine andere Kultur verstehen möchte, für den bietet Musik den optimalen Zugang." Im heutigen Konzert kommen Musiker aus Iran, Japan, Korea, China, und Deutschland zusammen, um 50 Jahre "celestial harmonies" zu feiern. Peter Michael Hamel: "MANDALA" 1972/2016 (Hans Otte gedenkend) Prepared Piano Performance Die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Komponisten John Cage Anfang der 1970er Jahre auch bei Hans Otte in Bremen ("Pro Musica Nova") hat den damals 25jährigen PMH zu seiner eigenen Klavierpräparation inspiriert, erstmals 1972 präsentiert mit der Aufführung seines "Mandala".  Es handelt sich auch nach 45 Jahren in jeder Aufführung um eine andersartige Version dieses "work in progress". Durch die Präparation des Flügels und die repetitive "minimalistische" Spielweise ergeben sich immer wieder neue Klänge. DAMSAZ DUET: "PARVANEH" (Der Schmetterling) Hamid Motebassem -Tar  Samira Golbaz - Tar und Stimme: Improvisationen und Kompositionen von Hamid Motebassem Die persische Tar ist das charakteristische Instrument der klassischen Musik Irans. Hamid Motebassem gründete seit seiner Emigration 1986 mehrere Ensemble für persische Musik in Europa und spielt die durch einen metallischen, leicht vibrierenden Klang charakterisierte tar auch als Virtuose in zahllosen Werken zeitgenössischer iranischer Komponisten. In 2012 gab er mit seinem Mezrab Ensemble ein vielbeachtetes Konzert in der Bremer Glocke. ASIAN ART ENSEMBLE : "SHIM" (Herz) Musik für Sheng, Daegum, Koto, Janggu, Violine, Viola, Cello, Baß, und Klavier Als "Ensemble für Neue Weltmusik" ist das AAE weltweit einzigartig in seiner Kombination von traditionellen asiatischen und europäischen Instrumenten. Mittels neu komponierter Werke und in Improvisationen begeistern die Musiker durch die Verbindung der unterschiedlichen Tonsysteme und rhythmischen Energien, der Instrumentenfarben und der melodischen Motivik der Kontinente, bis dem Zuhörer die Bedeutung von Zeit und Raum aufgehoben scheint. 2012 erhielt das AAE den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Eine Veranstaltung von Radio Bremen/Nordwestradio Fällt leider aus: 24.09. Klavierabend Sándor Falvai Samstag, 24. September 2016 | 20:00 Uhr | Dieses in unserem Programmheft angekündigte Konzert mit dem Pianisten Sándor Falvai anlässlich des 50. Berufsjubiläums des Produzenten Eckart Rahn musste leider wegen Erkrankung des Künstlers abgesagt werden.   Und dies war geplant:   Programm: Joseph Haydn (1732 – 1809): Variationen f-moll Hob. XVII: 6 (1793) Robert Schumann (1810 – 1856): Fantasie C-Dur op. 17 (1836 – 38) Franz Liszt (1811 – 1886): Sonate h-moll (1852/53) Sandor Falvai, 66, wurde in Ungarn geboren und hat in Budapest und Moskau studiert, unter anderem bei Mihaly Bächer. Von 1997-2004 war er Rektor der Liszt-Akademie in Budapest, der ersten Institution seines Landes; Pianisten aus vielen Ländern haben ihm vieles zu verdanken, und er wird in den Lebensläufen zahlreicher Pianisten mit Dankbarkeit erwähnt. Falvai hat zwei Töchter, Katalin und Anna; beide sind Pianisten. Und deren Mutter ist natürlich auch Pianist. Das gibt es wohl nur einmal auf der Welt. Im Haus der Falvais kann man sich kaum bewegen, weil alles voller Flügel steht. Neben seiner Lehrtätigkeit in Budapest ist Falvai auch Professor in Nagoya/Japan. Als Solist ist er mit Dirigenten wie Mariss Jansons und als Kammermusiker mit Musikern wie János Starker aufgetreten. Falvai ist regelmäßig in der Jury des Internationalen Franz-Liszt-Klavierwettbewerbs tätig. Seine neue CD mit dem 1. Brahms-Klavierkonzert mit der Ungarischen Nationalphilharmonie und Zoltán Kocsis wird wohl bis zum Konzerttermin vorliegen.   Eine Veranstaltung von celestial harmonies Mitschnitt Radio Bremen/Nordwestradio 30.09. Rembrandt Frerichs Trio feat Kayhan Kalhor Freitag, 30. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der holländische Pianist Rembrandt Frerichs war bereits mehrfach Gast im Sendesaal. Dieses Mal kommt er mit historischen Instrumenten und hat dazu einen sehr besonderen Gast: den grandiosen iranischen Kemenche-Spieler Kayhan Kalhor. Kayhan Kalhor & Rembrandt Frerichs Trio Kayhan Kalhor (Iran)- Kemenche Rembrandt Frerichs - Fortepiano nach Walter, 1790 Tony Overwater - Violone, 17. Jhdt. Vinsent Planjer - Flüstertrommel Weltweit kennt das Publikum Kayhan Kalhor als Solisten der New Yorker Philharmoniker und Mitglied von Yo-Yo Ma's Silk Road Projekt. Auch das Rembrandt Frerichs Trio hat sich nicht nur in der Jazzszene einen Namen gemacht, sondern auch bei Neuer Musik auf Historischen Instrumenten. Diese Kombination schafft ungeahnte Synergien. Ihre erste CD hat das Ensemble 2015 gemacht. Sein Interesse an orientalischen Instrumenten hat Rembrandt zum Fortepiano gebracht, einem Instrument, das Mozart gespielt hat und das von Napoleon ins alte Persien gebracht wurde. Nun bringen Rembrandt Frerichs und Kayhan Kalhor Elemente mittelöstlicher Musik Euopäischen Ohren zurück. Rembrandt: "Seit vielen Jahren schwebt mir schon ein anderer Klaviersound vor, leichter als der Sound des modernen Flügels. In meiner Vorstellung mischte sich dieser neue Klang bestens mit dem melancholischen Sound der Kemenche. Ich bin froh, dass mich meine Vostellung nicht getrogen hat. Auf der Bühne teilen wir unsere Liebe für die Musik und Poesie des mittleren Ostens, improvisieren. Melodien kommen und gehen und unsere Unterhlatung enwickelt sich aus dem Moment heraus." Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 26.08.16  +  

Wichtige Informationen zu der Friedensdemo am 8. Oktober in Berlin

Die Ferienzeit neigt sich dem Ende entgegen, nicht aber unser Engagement. Die immer bedrohlicher werdende politische Situation erfordert eine geeinte und erstarkte Friedensbewegung. Wir sind zwar noch weit davon entfernt, den Kriegstreibern wirklich Schrecken einzujagen und deren Wahlchancen ernsthaft zu minimieren. Gleichwohl sind wir über das erste Echo ermutigt, das unser Aufruf zur bundesweiten Demonstration in Berlin „Die Waffen nieder“ gefunden hat. Deshalb sollten wir in den nächsten Wochen große Anstrengungen unternehmen, um die Friedensbewegung wieder als wichtigen Ausdruck des Friedenswillens der Bevölkerung ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Mehr als 600 bundesweite, regionale und örtliche Friedensinitiativen und Personen tragen den nach gründlichen Diskussionen verabschiedeten gemeinsamen Aufruf mit. Es wächst also wieder zusammen, was auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges einmal zusammen war. Wir achten sehr hoch, was friedenspolitisch in letzter Zeit geschah, die Ostermärsche, die Aktion Stopp Ramstein, die Hiroshima - Aktionen und was zum Antikriegstag angelegt ist. Das alles wird in der Öffentlichkeit registriert. Und das ist gut. Aus unserer Sicht besteht nicht nur die Notwendigkeit in Berlin erkennbar aufzutreten, wir haben dazu auch die Möglichkeit. Wir müssen noch mehr MitstreiterInnen gewinnen, verzagte zurückholen und eine Art Aufbruchsstimmung erzeugen. Wir schaffen das.
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yasni 23.08.16  +  

Sendesaal Bremen: Erste Konzerte der neuen Saison

Kaum sind die Ferien vorbei, steht die nächste Saison im Sendesaal an. Eingetroffen ist das neue Programmheft mit über 50 Konzerten bis Januar 2017, das ab sofort im Sendesaal und an diversen Stellen in Bremen ausliegt. Auf Wunsch schicken wir es Ihnen auch gerne zu. Informationen zu den Konzerten im August und September finden Sie jedenfalls schon mal in diesem Newsletter. Allein vier ausgewachsene Klavierabende erwarten Sie in dieser Zeit ebenso wie Musik aus Syrien, Persien und Korea, Jazz, Kammermusik und Songs. Wenn Sie gerne Kulinarisches und Konzertantes genussvoll miteinander verbinden wollen, empfehlen wir Ihnen die Option "Menu & Konzert". Da kombinieren Sie ein 3-Gänge Menu im benachbarten Restaurant Geerdes am Sendesaal mit einem Konzert Ihrer Wahl im Sendesaal. Gut geeignet auch zum Verschenken. Herzlich willkommen in der achten Saison. Für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze Karten erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Inhalt 17.08. Max Reger Klavierduo - Hommage á Reger 18.08. Saltarello: Streichquartett Opus 4 19.08. Broukar - Ein Hauch von Damaskus 02.09. Mo' Blow - CD Release & Farewell Tour 04.09. Harmonien der Welt I: Lamento Project 12.09. musica assoluta, Solisten Isabelle und Boris Faust 13.09. release Konzert: Sophie Pacini 15.09. Aino Löwenmark - Human 16.09. Emiliano Sempaio Meretiro (BR) 18.09. Klavierabend: Eilzaveta Ukrainskaia 22.09. konzert im dunkeln: Maria Pia De Vito und Huw Warren 23.09. Harmonien der Welt II: Special Night 24.09. celestial harmonies special: Klavierabend Sándor Falvai 30.09. Rembrandt Frerichs Trio feat Kayhan Kalhor 17.08. Max Reger Klavierduo - Hommage á Reger Mittwoch, 17. August 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Max Reger Klavierduo, bestehend aus Katja und Boris Cepeda, führt die Hommagen anlässlich Max Regers 100. Todestag weiter und spielt seine großen Werke für zwei Klaviere und Variationen von Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart. Max Reger Klavierduo - Hommage á Reger Katja Cepeda - Klavier Boris Cepeda - Klavier Programm: Variationen und Fuge über ein Thema von Beethoven, op. 86 Für zwei Klaviere zu vier Händen Herrn Theo Rikoff zugeeignet Komponiert 1994 in Berg am Starnberger See Variationen und Fuge für zwei Klaviere über ein Thema von W.A. Mozart, op. 132 a Der Meininger Hofkapelle zur Erinnerung Komponiert 1914 in Schneewinkl bei Berchtesgaden Thema (aus Mozarts Klaviersonate A-Dur Köch. Verz.331) Andante grazioso Introduktion, Passacaglia und Fuge für zwei Klaviere zu vier Händen, op. 96 Frau Henriette Schnelle zugeeignet Komponiert 1906 in Prien am Chiemsee Das Max Reger Klavierduo wurde 1998 von Katja und Boris Cepeda gegründet. Angeregt durch ein Klavierprojekt  von Prof. Kurt Seibert an der Hochschule für Künste in Bremen beginnt ihre Beschäftigung mit der Klaviermusik von Max Reger, dem Namenspatron des Duos, von dessen Musik sie bis heute fasziniert sind. Ihr erstes Konzert fand 1998 in Bremen statt, daraufhin folgten Konzertreisen nach Ecuador, Nord- und Südamerika sowie Südostasien. Seitdem erarbeiteten sie die wichtigsten Werke Max Regers und ein umfangreiches Repertoire für Klavier zu vier Händen, aber auch für zwei Klaviere.Das Max Reger Klavierduo hat u.a. die Mozart-Variationen für zwei Klaviere von Max Reger für Radio Bremen produziert. Katja Cepeda, geboren in Warendorf mit deutsch-tschechischen Wurzeln, erhielt schon früh ihren  ersten Klavierunterricht, studierte Klavier an der Hochschule für Künste Bremen bei Prof. Kurt Seibert und schloss ihr Studium   mit der künstlerischen Diplomprüfung ab. Sie wirkte als Solistin und Kammermusikbegleiterin bei dem Festival „Weidener Max  Reger Tage“ mit und nahm an viel beachteten Klavierprojekten zu Musik von Beethoven, Brahms und Eisler teil. In diesem Zusammenhang spielte sie Hanns Eislers Klavierstücke op.8 auf CD ein. Seit 2005 ist Katja Cepeda als Keyboarderin im Musicalbereich tätig. In dieser Funktion war sie an nahezu allen bedeutenden Spielorten tätig. Seit 2013 ist Katja Cepeda auch als Klavierpädagogin tätig. Boris Cepeda, geboren in Quito, studierte Klavier an der Hochschule für Künste in Bremen als Stipendiat der  Waldemar Koch Stiftung Bremen in der Klasse von Prof. Kurt Seibert. Als Solist, Liedbegleiter und Kammermusikpartner trat er in Europa, Asien, Nord, Mittel- und Südamerika auf. Boris Cepedas Weg wurde durch diverse Auszeichnungen begleitet. So errang er bereits mit nur 7 Jahren den 1. Platz beim Nationalen Musikwettbewerb in Cuenca, Ecuador, dem 1985 und 1989 weitere erste Preise bei dem nationalen Klavierwettbewerb „Guillermo Wright Vallarino“ in Quito folgten. Er war Stipendiat der Philharmonischen Gesellschaft Quito, der Stiftung Guayasamín, der Stiftung Juan Esteban Cordero, der Stiftung Zaldumbide-Rosales, der Deutschen Schule Quito, des Deutschen Pädagogischen Austauschdienstes, des Richard-Wagner-Verbandes sowie der Stiftung Esquel Ecuador. 2004 wurde dem Pianisten der Orden »Vicente Rocafuerte« verliehen – die höchste Auszeichnung des ecuadorianischen Parlaments für kulturelle und künstlerische Verdienste. Von 2009 war Boris als Solorepetitor und stellvertretender Studienleiter am Anhaltischen Theater Dessau tätig und wechselte 2016 als Studienleiter an das Theater Münster. Dort hat er auch die Leitung des renommierten Konzertchores Münster übernommen. Eine Veranstaltung des Max Reger Klavierduos 18.08. Saltarello: Streichquartett Opus 4 Donnerstag, 18. August 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 5 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Als Ausnahmetalent stellt sich in diesem Saltarello-Konzert das blutjunge und hochbegabte Streichquartett Opus4 aus Lausanne vor. Quartett Opus 4 Samuel Hirsch und Léa Al-­‐Saghir - Violine Son Pham Ba - Viola Marie Auslaender - Violoncello Programm: Joseph Haydn (1732 - 1809): Quartett Opus 77, Nr. 2 in F-Dur Igor Stravinsky (1882 ­‐1971): Drei Stücke für Streichquartett Maurice Ravel (1875 ­‐1937): Quartett F-Dur Marie Ausländer, Léa Al-­‐Saghir und Samuel Hirsch kennen sich, seit sie sieben Jahre alt sind und sie bei den "Ministrings" unter der Leitung von Tina Strinning mitwirken durften. In dieser Besetzung haben sie sich gemeinsam oder als Solisten in vielen Konzerten einiges an Bühnenerfahrung erspielt. Eine Konzerttournee hat sie bis nach Istanbul geführt, wo sie vielen jungen Musikern begegnet sind. Im Jahre 2009 begannen Marie, Léa und Samuel zusammen mit dem Bratschisten Hans Egidi, ihrem Lehrer am Konservatorium Lausanne, Quartett zu spielen. Hans Egidi ist der Bratschist des Quartetts Sine Nomine. Seit 2012 spielt Son Pham Ba, junger Bratschist und Jungstudent an der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne, mit dem Quartett zusammen. Die vier Musiker verstehen sich sehr gut und erweitern stetig ihr Repertoire. Im Mai 2016 haben sie in Rheinau den ersten Preis in der Kategorie Kammermusik beim schweizerischen Musikwettbewerb mit Auszeichnung gewonnen. 19.08. Broukar - Ein Hauch von Damaskus Freitag, 19. August 2016 | 19:00 Uhr | Tickets 16 Euro (ermäßigt 9 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Im Rahmen des FUNUN Festivals - Syrische Kultur in Bremen findet im Sendesaal das Konzert von Broukar statt, einem Ensemble, das 2007 in Damaskus gegründet worden ist und mit drei bis fünf Musikern und einem Derwisch-Tänzer die Zuschauer in arabische Sufi-Traditionen entführt. Broukar - Ein Hauch von Damaskus Taufik Mirkhan - Quanun Bayan Rida - Oud und Gesang Hadil Mirkhan - Cello George Oro - Arabische Perkussion Ahmad Alkhatib- Derwisch-Tänzer Das Ensemble, das 2007 in Damaskus gegründet wurde, besteht aus vier Musikern und einem Derwisch Tänzer für Sufi-Tanz und spielt traditionelle Maqam-Musik. Mit ihren Instrumenten Qanun, Oud, Riq und Cello gemeinsam mit dem Derwisch Tänzer entführt Broukar die Zuhörer in die älteste Stadt der Welt, wo Moderne und Tradition aufeinandertreffen. Eine Stadt, die lange Zeit als das Zentrum der arabischen Kulturszene galt - Damaskus. Eine Veranstaltung des Syrischen Exil-Kulturvereins SEKu e.V. 02.09. Mo' Blow - CD Release & Farewell Tour Freitag, 02. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Nach 10 Jahren verabschiedet sich die kraftvolle Berliner Funkband Mo' Blow von der Bühne - und besucht dabei erstmals den Sendesaal. Mo' Blow - CD Release & Farewell Tour Besetzung: Felix Falk - Saxofone, Didgeridoo, Perkussion Matti Klein - Rhodes Tobias Fleischer - Bass André Seidel - Schlagzeug Ein letztes Mal zaubert Mo' Blow ihr mörderisch groovendes Funk Feuerwerk auf die Bühne. Mit ihrem brandaktuellen Album "Live in Berlin" und einer Tournee verabschiedet sich die Band nach über 10 Jahren und hunderten Konzerten in mehr als 20 Ländern. „Party! Nicht mit Allerweltgrooves, sondern mit Anspruch. Die Jungs haben Power!“ (Süddeutsche Zeitung). "Wir können es kaum erwarten, gemeinsam mit unserem Publikum noch einmal die Bühnen abzubrennen und unvergessliche Abende zu erleben, an die wir uns noch lange erinnern.", verspricht die Band. Ihre für sie so typische musikalische Hochspannung, mit der man problemlos eine Kleinstadt betreiben könnte, ist also garantiert. Keine Panik: Das mit dem Brennen der Bühne ist im Sendesaal nicht ganz wörtich zu nehmen. Hier gibts auch ein Video 04.09. Harmonien der Welt I: Lamento Project Sonntag, 04. September 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Musik, entstanden aus Trauer und Trost, Musik die die Seele berührt - das ist das Thema der vier Musiker des Lamento Project, mit dem der bunte Reigen der diesjährigen Harmonien der Welt-Reihe eröffnet wird. "LAMENTO PROJECT" Catherine Aglibut - Barockvioline Ulrike Becker - Violone Claudio Puntin  - Bassklarinette, Klarinette    Christian Gerber - Bandoneon Der Klang der Klage, er hat in fast jeder musikalischen Tradition einen wichtigen Platz. Musik, die Trauer und Trost in ein Klangkostüm kleidet, ist meistens mit Worten verbunden, doch ihr Gefühl ist viel ergreifender als alle Worte. Die Musik die aus diesen Zuständen von Menschen geschaffen wurde, berührt unsere Seele direkt. Ausgehend von einigen der wichtigsten Klagegesänge des 17. Jahrhunderts, beleuchten die vier Musiker des LAMENTO PROJECTs verschiedene Zustände der Trauer, des Kummers und des Trostes auf persönliche Weise. Werke alter Meister aus dem lange verschollenen "Alt-Bachischen Archiv" stehen neben eigenen, aus dem gleichen Empfinden heraus entstandenen Kompositionen und Improvisationen, und bilden ein Repertoire, welches die meditative Intensität und Kraft der Transzendenz in sich trägt. "Diese Musik ist wie eine Kur aus Sound. Ganz grosses Kino!" (F. Uhde, Radialsystem Berlin) Eine Veranstaltung von Radio Bremen/Nordwestradio 12.09. musica assoluta, Solisten Isabelle und Boris Faust Montag, 12. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Ensemble musica assoluta unter Leitung des Komponisten Thorsten Encke ist regelmäßig bei uns zu Gast, wie immer mit hochkarätigen Solisten, diesmal mit der Geigerin Isabelle Faust und ihrem Bruder Boris Faust an der Bratsche und einer Hommage anläßlich des 100. Geburtstages von Henri Dutilleux. ECHOS zum 100. Geburtstag von Henri Dutilleux Isabelle Faust - Violine Boris Faust - Viola musica assoluta Thorsten Encke - Dirigent Programm: Henri Dutilleux (1916-2013): Mystère de l'Instant (1989) Thorsten Encke (*1966): Echos für Violine, Viola und Orchester (UA) Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Sinfonia Concertante Es-Dur KV 364 Dutilleux’ Mystère de l’Instant, ein Stück von magischer Erzählkraft, ist eines der schönsten Beispiele für die vielfältige Klangfarbenpalette des französischen Komponisten, die er in zehn Momenten - „Instants“ - zeigt. Die neue Komposition Echos von Thorsten Encke setzt hier an: Die Stimmen der Solovioline und Soloviola treten in den Dialog mit sich und ihrer Umgebung. Als Solisten konnte die international renommierte Geigerin Isabelle Faust sowie ihr Bruder Boris Faust, Viola, gewonnen werden. Das Stück komponiert Thorsten Encke den Solisten und dem Ensemble musica assoluta gleichsam auf den Leib. Wolfgang Amadeus Mozarts Sinfonia Concertante beschließt das Konzert - ein Klassiker für Violine, Viola und Kammerorchester. Isabelle Faust - Violine Als Preisträgerin des Leopold-Mozart-Wettbewerbs in Augsburg und des Paganini- Wettbewerbs in Genua musizierte sie bereits in jungen Jahren mit bedeutenden Orchestern in aller Welt, wie den Berliner Philharmonikern, dem Boston Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra Tokyo, dem Freiburger Barockorchester oder dem Chamber Orchestra of Europe. Isabelle Faust spielt ein Repertoire, das von J.S. Bach bis hin zu Werken zeitgenössischer Komponisten wie Ligeti, Lachenmann oder Widmann reicht. Ihre künstlerische Aufgeschlossenheit eröffnet ihr Wege zu vielfältigen musikalischen Partnerschaften. Neben den großen sinfonischen Violinkonzerten führt sie beispielsweise Brahms’ und Mozarts Klarinettenquintette mit historischen Instrumenten auf. Regelmäßig arbeitet sie mit Dirigenten wie Frans Brüggen, Mariss Jansons, Giovanni Antonini,  Philippe  Herreweghe,  Daniel  Harding,  Bernard  Haitink  und   Andris   Nelsons zusammen. Ihr unmittelbarer Zugang zur Musik lässt Isabelle Faust zum Wesentlichen der Werke vordringen. Das Publikum spürt ihre natürliche Musikalität ebenso wie den Drang, die Kenntnis des Repertoires durch ein genaues Studium der Partituren und musikhistorische Recherchen zu vertiefen. Eine besonders enge Beziehung verband sie in den letzten Jahren mit Claudio Abbado, mit dem sie in mehreren Ländern konzertierte und für „harmonia mundi“ eine mehrfach preisgekrönte CD mit den Violinkonzerten Beethovens und Bergs einspielte. Die  Aufnahme mit dem Orchestra Mozart wurde mit dem „Diapason d’or“, einem „Echo Klassik“, dem „Gramophone Award 2012“ und dem japanischen „Record  Academy  Award“ ausgezeichnet. Mit ihrem Kammermusikpartner Alexander Melnikov hat sie für „harmonia mundi“ zahlreiche Alben eingespielt, wie die letzte Aufnahme des Duos mit Sonaten für Violine und Klavier von Brahms, die im September 2015 erschienen ist. Im August 2015 wurde ausserdem die zweite Folge der Schumann-Trilogie mit Alexander Melnikov, Jean-Guihen Queyras, dem Freiburger Barockorchester und Pablo Heras-Casado veröffentlicht, mit Schumanns Klavierkonzert und dem Klaviertrio Nr. 2 op. 63. Die dritte und letzte Einspielung setzt sich mit Schumanns Cellokonzert und das Klaviertrio Nr. 1  auseinander. Isabelle Faust spielt die „Dornröschen“-Stradivari von 1704, eine Leihgabe der L-Bank Baden-Württemberg. „Ihr Klang hat Leidenschaft, er hat Biss und er elektrisiert, aber er ist auch von einer entwaffnenden Wärme und Süße, die den verborgenen Lyrismus der Musik sichtbar werden lässt…“ The New York Times Boris Faust - Viola Geboren am 25.1.1970 in Esslingen, studierte er Viola bei Prof. Matthias Buchholz in Köln und bei Prof. Kim Kashkashian in Freiburg. 1994 Abschlussdiplom an der Musikhochschule Freiburg, danach Konzertexamen bei Prof. Hatto Beyerle in der Soloklasse der Musikhochschule Hannover. Er ist mehrfacher Preisträger internationaler Wettbewerbe, u.a. in England beim Lionel-Tertis-Wettbewerb und in Italien beim Vittorio-Gui-Wettbewerb sowie beim Wettbewerb der Deutschen Industrie. 1992 erhielt er ein Stipendium beim Deutschen Musikwettbewerb. Als Solist unternahm er Konzerte und Einspielungen mit verschiedenen Orchestern, u.a. mit der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, dem Heilbronner Kammerorchester, der Philharmonie Baden-Baden und dem Landesjugendorchester Baden-Württemberg. Als gefragter Kammermusiker konzertierte er auf Festivals wie dem Edinburgh-Festival, dem Kronberg-Festival, dem Internat. Mendelssohn-Festival u.v.a. mit namhaften Solisten wie Boris Pergamenschikow, Andras Schiff, Kim Kashkashian, Rainer Kussmaul Jean-Guihen Queyras. Seit 1997 ist Boris Faust 1. Solobratschist der Bremer Philharmoniker und war als Solobratschist Gast bei Hamburger Philharmonikern, Hessischem Rundfunk, Dresdner Staatskapelle, Dresdner Philharmonie, Basler Sinfonieorchester, NDR Hannover, Staatsoper Hannover und weiteren.
Daneben spielte er bei den Bayreuther Festspielen und lernte so die Wagner-Opern kennen.
 Boris Faust geht seit 1993 einer regelmäßigen Lehrtätigkeit nach. 
Seit 2014 ist er Professor an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Thorsten Encke - Dirigent 1966 in Göttingen geboren, studierte Thorsten Encke zunächst Violoncello und Dirigieren in Hannover und Los Angeles, sammelte Erfahrungen auf allen Feldern der klassischen Musik und spielte als Solist, Kammer- und Orchestermusiker. 1999 entschied er sich für eine Zukunft als freier Musiker. Mit dem Gewinn des Wettbewerbs in Prades 2005 verlagerten sich Thorsten Enckes musikalische Aktivitäten mehr und mehr auf kompositorische Projekte, verbunden mit dem Dirigat eigener Werke. Seitdem erhält er zahlreiche Kompositionsaufträge. Seine Werke werden von Künstlern wie Paavo Järvi, Christian Tetzlaff, Sharon Kam, Julian Steckel, dem Quartetto di Cremona, dem Stockholm Chamber Brass, Orchestern wie der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der NDR Radiophilharmonie und vielen anderen international agierenden Musikern aufgeführt. Mitschnitte von Radio France Musique, vom Deutschlandfunk, Deutschlandradio Kultur, dem Norddeutschen Rundfunk und Radio Bremen geben ein Bild von der Verbreitung seiner Musik. Gemeinsam mit befreundeten Musikern gründete Thorsten Encke 2011 das Orchester musica assoluta. Als dessen Dirigent und künstlerischer Leiter engagiert er sich für neue Formen des Konzertierens und impulsgebende Konzerterlebnisse. Bekannt für seine unkonventionellen Auftritte und Programme hat sich das junge und vitale Ensemble innerhalb kürzester Zeit viel Begeisterung bei Publikum und Presse sichern können. musica assoluta Mut und Neugier, Leidenschaft und der Blick über die Grenzen des eigenen Horizontes hinaus: Seit nunmehr vier Jahren und mit einer Vielzahl ungewöhnlicher Konzerte beweist das in Hannover ansässige Orchester musica assoluta um den Komponisten und Dirigenten Thorsten Encke, dass Erneuerung in der Musik möglich ist. Erfrischend der Zugang der Musiker zu bekannten Werken, erfrischend die stete Suche des Ensembles nach außergewöhnlichem Repertoire und neuen Darstellungsformen – stilübergreifend, universell, modern. Besetzt mit exzellenten, vielfach ausgezeichneten jungen Musikern hat das Ensemble seine eigene Konzertreihe in Hannover gegründet, hat mit programmatischer Dichte und Unmittelbarkeit Furore gemacht und reagiert mit konsequenter Arbeit an Schulen und der Förderung von Nachwuchstalenten auf ein spürbares Bedürfnis nach einer Veränderung von Konzert- und Hörgepflogenheiten. Das Orchester hat mit namhaften Solisten wie Sharon Kam, Benjamin Schmid, Ragna Schirmer und german hornsound zusammengearbeitet und ist gern gesehener Gast auf internationalen Festivals wie den Niedersächsischen Musiktagen, den KunstFestSpielen Herrenhausen und dem Klangbrücken Festival. Rundfunk- und CD Aufnahmen geben einen Eindruck von der programmatischen Vielseitigkeit und der exzellenten Spielqualität des Ensembles. 13.09. release Konzert: Sophie Pacini Dienstag, 13. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die hochbegabte deutsch-italienische Pianistin Sophie Pacini gibt einen Klavierabend anläßlich der Veröffentlichung ihrer CD, die sie im Frühjahr dieses Jahres im Sendesaal aufgenommen hat. Sie spielt Werke von Chopin, Beethoven und Liszt. Sophie Pacini - Klavier Programm: Frederic Chopin: Nocturne in B flat minor, Op. 9 No.1 Frederic Chopin: Nocturne in E flat, Op. 9 No. 2 Frederic Chopin: Scherzo No. 2 in B flat minor, Op.31 Ludwig van Beethoven: Sonata for Piano No. 21 in C major, Op. 53 “Waldstein” Franz Liszt: Consolations, S. 172 (Nos. 1, 2 and 3) Franz Liszt: Réminiscences de Don Juan, S. 418 "Bewundernswert eigenständige Interpretationen von leuchtender Transparenz, fesselnder Intensität und bezwingender musikalischer Logik“ – so begründete die Jury die Entscheidung für den „Förderpreis Deutschlandfunk“, mit dem die junge deutsch-italienische Pianistin Sophie Pacini 2011 ausgezeichnet wurde. Im Alter von 10 Jahren begann Sophie Pacini ihre Ausbildung bei Karl-Heinz Kämmerling am Salzburger Mozarteum, wo sie zwei Jahre später in das neu gegründete Hochbegabteninstitut aufgenommen wurde. Ab 2007 setzte Sophie Pacini ihr Studium in der Meisterklasse bei Pavel Gililov fort, das sie 2011 mit Auszeichnung abschloss. Meisterkurse bei Dmitri Bashkirov und Fou Ts’ong gaben ihr überdies wichtige Impulse. 2010 lernte sie Martha Argerich kennen, die sie ein Jahr später zu einem Rezital im Rahmen des Progetto Martha Argerich nach Lugano einlud und seither zu einer wichtigen Wegbegleiterin geworden ist. Im Jahr 2000, mit gerade einmal 9 Jahren, gab Sophie Pacini ihr Konzertdebüt mit Haydns Klavierkonzert D-Dur. Seitdem spielt die gebürtige Münchnerin in vielen bedeutenden Konzertsälen, darunter Konzerthaus Dortmund, Laeiszhalle Hamburg, Beethovenhalle Bonn, Tonhalle Zürich, Meistersingerhalle Nürnberg, Liederhalle Stuttgart, Herkulessaal München und Konzerthaus Berlin. Sie gab gefeierte Klavierabende im Rahmen internationaler Festivals wie Lucerne Piano Festival, Klavierfestival Ruhr, Schwetzinger Festspiele, Mozartfest Würzburg, Piano Festival aux Jacobins Toulouse, Kammermusikfest Lockenhaus mit Gidon Kremer und die Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. Als Solistin war Sophie Pacini zu Gast bei Orchestern wie Camerata Salzburg, Dresdner Philharmoniker, Luzerner Sinfonieorchester, Orchester des Maggio Musicale Fiorentino, Wiener Kammerorchester, Mozarteum-Orchester Salzburg sowie Tokyo Philharmonic Orchestra in Suntory Hall und Orchard Hall. In der Saison 2015/16 ist Sophie Pacini unter anderem in Klavierabenden im Wiener Konzerthaus sowie im Rahmen des Berliner Klavierfestivals im Konzerthaus Berlin zu hören. Mit den Münchner Symphonikern wird sie Saint-Saens‘ 5. Klavierkonzert im Münchner Prinzregententheater spielen, mit dem Armenian National Philharmonic Orchestra ist sie mit Chopins 1. Klavierkonzert in Ludwigshafen zu hören. Sophie Pacini wurde mit einer Reihe bedeutender Preise ausgezeichnet, darunter der ECHO Klassik in der Kategorie Nachwuchskünstlerin des Jahres 2015 (Klavier) und drei Auszeichnungen im Jahr 2011, als ihr bei den Sommets Musicaux de Gstaad unter dem Vorsitz von Dmitri Bashkirov der Prix Groupe Edmond de Rothschild verliehen wurde und sie die Förderpreise des Deutschlandfunks und des Bremer Musikfests erhielt als „eine der größten Begabungen ihrer Generation“. Seit 2013 ist Sophie Pacini Stipendiatin der Mozart- Gesellschaft Dortmund. Zu ihren vielfach ausgezeichneten CD-Einspielungen gehören Schumanns Klavierkonzert a- Moll und Mozarts Klavierkonzert Es-Dur mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland- Pfalz unter Radoslaw Szulc (Onyx, 2012), eine Solo-CD mit Werken von Schumann und Liszt (CAvi Music, 2012) sowie eine Einspielung der Solowerke Chopins (CAvi Music, 2014). 15.09. Aino Löwenmark - Human Donnerstag, 15. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Aino Löwenmark war mehrfach im Duo Fjarill im Sendesaal. Human ist ihre erstes Programm unter eigenem Namen. Aino Löwenmark - Piano, Gesang Jürgen Spiegel - Schlagzeug Nils Westermann - Gitarren, Bass „Ich hatte das Gefühl, dass es noch andere kreative Facetten in mir gibt, die sich ausdrücken wollten“, erklärt Aino Löwenmark den Impuls zu Human, dem ersten Album unter ihrem eigenem Namen. In den letzten 10 Jahren feierte die Sängerin, Pianistin und Komponistin im Duo Fjarill internationale Erfolge. Dessen bislang letztes Album „Tiden“ erschien 2013, am Ende der dazugehörigen Tournee nahmen sich Aino Löwenmark und Hanmari Spiegel eine künstlerische Pause, ohne Fjarill endgültig aufzulösen. „Hanmari und ich harmonieren perfekt und so sind natürlich auch unsere gemeinsamen Platten sehr harmonisch“, stellt Aino Löwenmark fest. „Bei meinem eigenen Album wollte ich neue Klangwelten kreieren und die bekannte Kombination von Klavier, Geige und Gesang erweitern.“ Dafür zog die in Schweden geborene und in Hamburg lebende Musikerin schon früh ihren Lebenspartner hinzu, den unter anderem vom Tingvall Trio bekannten Schlagzeuger Jürgen Spiegel. „Nachdem ich die ersten zehn Songs geschrieben und aufgenommen hatte, gingen mir diese noch nicht weit genug in die Richtung, die mir vorschwebte“, erinnert sich Löwenmark. In der Folge steuerte Spiegel neue Ideen bei und wurde schließlich zum Co-Komponisten. Darüber hinaus suchten die beiden weitere Musiker und schufen sich neue Strukturen. „Diesmal haben wir die Musik bei uns zuhause richtig produziert. Dafür verwandelten wir unsere Wohnung für ein halbes Jahr in ein Studio, voll mit Instrumenten, Geräten und Kabelchaos“, erklärt Aino Löwenmark einen wesentlichen Unterschied zur vergleichsweise spontanen Fjarill-Arbeitsweise. Die musikalische Ästhetik von Human markiert für Aino Löwenmark eine Wende, „hin zu mehr Gitarren und kraftvolleren Rhythmen.“ Stilistisch vereinen die Songs die unmittelbare Wärme des Folk mit der Präzision einer Pop-Produktion und sorgfältig eingestreuten Rock-Energieschüben. „Der rote Faden des Programms ist das Mysterium, Mensch zu sein“, lächelt Aino Löwenmark und präzisiert: „ich beschäftige mich mit den verschiedenen Aspekten von Menschlichkeit. Jeder Mensch ist anders, trotzdem haben wir alle ein Gehör und ein Gespür, um uns zu verstehen. Außerdem tragen wir alle einen Ton, einen Urklang in uns, der uns einerseits Halt gibt, andererseits mit der Welt resoniert.“ In gewisser Weise hat Löwenmark, sagt sie, auf Human nun auch einige ihrer inneren Stimmen befreit, die bislang noch nicht zu Wort kamen. 16.09. Emiliano Sempaio Meretiro (BR) Freitag, 16. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der brasilianische Gitarrist, Posaunist, Komponist und Arrangeur Emiliano Sempaio lebt mittlerweile in Graz, bringt aber nun zur Veröffentlichung des Albums Obvio zum zweiten Mal sein brasilianisches Trio nach Europa. Meretrio Emiliano Sampaio - Gitarre Gustavo Boni - Bass Luis André - Schlagzeug Das Meretrio wurde 2004 in Sao Paulo mit nur einem Ziel ins Leben gerufen: der Erforschung der vielfältigen brasilianischen Popular-Musik. Seit seiner Gründung hat die Gruppe jedoch ihre kreative Arbeit kontinuierlich erweitert: brasilianische Rhythmen vermischen sich mit Elementen aus dem Jazz und der Kammermusik. Und nicht nur als Trio wurden diverse Alben veröffentlicht: in Kooperation mit dem Komponisten und Pianisten Pedro Assad, der englischen Songwriterin Rebecca Sharp sowie weiteren zahlreichen brasilianischen Hornspielern entstanden beeindruckende Werke. 
Durch den Dialog mit anderen Trios der Vergangenheit und Gegenwart entwickelt das Meretrio seine Musik stetig weiter, doch nie, ohne einen gewissen Sinn für Humor, Kreativität und Freude an der Musik zu verlieren. 2015 hat das Meretrio wichtige Konzerte in Europa gespielt, z.B. beim 34. Bayerischen Jazz Festival (Regensburg), beim Festival Summer Jazz Cologne (Köln) und auf dem Mikulassky Jazzovy Festival (Slowakei). 2016 veröffentlicht das Meretrio die neue CD "Óbvio" mit originellen Kompositionen und mit dem Saxophonist Henrich Von Kalnein (Jazz Bigband Graz) als Special Guest. und hier gibt es auch ein Video vom Trio 18.09. Klavierabend: Eilzaveta Ukrainskaia Sonntag, 18. September 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die 20-jährige Pianistin Elizaveta Ukrainskaia überzeugte mit ihrer so fulminanten wie berührenden Bühnenpräsenz Jury wie Publikum beim Europäischen Klavierwettbewerb Bremen 2016. Sie bekam den 1. Preis. Dies ist ihr Preisträgerkonzert im Sendesaal, wo im Februar auch der Wettbewerb stattgefunden hatte. Elizaveta Ukrainskaia - Klavier Programm: Jean-Philippe Rameau: Nouvelles suites de pièces de clavecin (Suite in G-Dur/g-Moll, RCT 6)
 Johannes Brahms: Variationen und Fuge über ein Thema von Händel, Op.24
 Isaac Albeniz: Cantos de España, Op. 232 Franz Liszt: Rhapsodie Espagnole, S. 254 Elizaveta Ukrainskaia wurde 1996 in Offenbach am Main geboren. Aufgewachsen in Sankt Petersburg (Russland), begann im Alter von fünf Jahren ihre musikalische Ausbildung. Bereits im Kindesalter gewann sie  verschiedene Preise bei nationalen Wettbewerben. Mit 15 Jahren erhielt sie Unterricht am Sankt Petersburger Konservatorium N. A. Rimskij-Korsakov in der Klasse von Ljubov Rudova. In den vergangenen Jahren gewann sie verschiedene Preise bei internationalen Wettbewerben und studiert seit 2015 am St. Petersburger Konservatorium in der Klasse von Prof. Alexander Sandler. 2016 erhielt Sie neben dem 1. Preis drei weitere Dotierungen im renommierten Europäischen Klavierwettbewerb Bremen. Elizaveta konzertiert sowohl solistisch, als auch in Kammermusik- und Orchesterkonzerten in Russland, Tschechien, Deutschland, Slowenien, der Schweiz und den USA. 22.09. konzert im dunkeln: Maria Pia De Vito und Huw Warren Donnerstag, 22. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das erste konzert im dunkeln der Saison bestreiten die neapolitanische Sängerin Maria Pia De Vito und der walisische Pianist Huw Warren. Maria Pia De Vito - Gesang Huw Warren - Piano Die neapolitanische Sängerin und Komponistin Maria Pia De Vito zeichnet sich aus duch ein besonderes Timbre und Temperament. Sie hat lange zusammengearbeitet mit dem kürzlich verstorbenen Pianisten John  Taylor, dem Gitarristen Ralph Towner, Enrico Rava, Colin Towns und Rita Marcotulli. Auch mit dem walisischen Pianisten Huw Warren, der seinerseits mit so hervorragenden Sängerinnen wie June Tabor arbeitet, verbindet sie eine lange und intensive künstlerische Freundschaft. Genug Vertrauen also um ein gemeinsames Konzert in völliger Dunkelheit zu wagen. Zwei Künstler mit starker Persönlichkeit und dem Hang, neue Wege zu gehen, haben sich entschlossen, ihre lange kompositorische und improvisatorische Praxis zusammenzudenken in einem Projekt vokaler und linguistischer Kreativität, mit unendlichen dialektischen Möglichkeiten zwischen Neapel und Wales. "Es ist die Synthese zwischen klassischer Musik und vitaler Improvisation, ethnischen Wurzeln und Avantgarde, die zu einem Balanceakt wird, einer Mixtur, die Herz und Verstand befriedigt und nie abstrakt oder distanziert wird." Vittorio Formenti 23.09. Harmonien der Welt II: Special Night Freitag, 23. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das zweite Konzert der Harmonien der Welt ist mit einer special night 50 Jahren celestial harmonies gewidmet. Es spielen Peter Michael Hamel auf präpariertem Klavier, das Asian Art Ensemble und das Damsaz Duet mit Hamid Motebassem und Samira Golbaz. special night: 50 Jahre celestial harmonies Vor 50 Jahren nahm Eckart Rahn seine erste Jazz-Schallplatte auf, als frischer Schulabbrecher von der Vision getrieben, dass nur Musik Lebenserfüllung sein könne. "Swinging Macedonia" entstand ohne die Sicherheit, ein Label für die Produktion zu finden, schlug aber bei Philips voll ein. Folgerichtig baute Rahn kurz danach sein eigenes Label "Kuckuck" auf, wechselte 1980 in die USA  und gründete dort "celestial harmonies". Als einer der ersten weltweit veröffentlichte er 1981 eine digitale Compact Disc. Nach und nach erweiterte er den Jazz-Katalog des Labels mit New Age, Weltmusik, und Klassik. Die australische Presse nannte ihn den "Indiana Jones of music". Rahns Credo über nun 50 Jahre: "Wer eine andere Kultur verstehen möchte, für den bietet Musik den optimalen Zugang." Im heutigen Konzert kommen Musiker aus Iran, Japan, Korea, China, und Deutschland zusammen, um 50 Jahre "celestial harmonies" zu feiern. Peter Michael Hamel: "MANDALA" 1972/2016 (Hans Otte gedenkend) Prepared Piano Performance Die Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Komponisten John Cage Anfang der 1970er Jahre auch bei Hans Otte in Bremen ("Pro Musica Nova") hat den damals 25jährigen PMH zu seiner eigenen Klavierpräparation inspiriert, erstmals 1972 präsentiert mit der Aufführung seines "Mandala".  Es handelt sich auch nach 45 Jahren in jeder Aufführung um eine andersartige Version dieses "work in progress". Durch die Präparation des Flügels und die repetitive "minimalistische" Spielweise ergeben sich immer wieder neue Klänge. DAMSAZ DUET: "PARVANEH" (Der Schmetterling) Hamid Motebassem -Tar  Samira Golbaz - Tar und Stimme: Improvisationen und Kompositionen von Hamid Motebassem Die persische Tar ist das charakteristische Instrument der klassischen Musik Irans. Hamid Motebassem gründete seit seiner Emigration 1986 mehrere Ensemble für persische Musik in Europa und spielt die durch einen metallischen, leicht vibrierenden Klang charakterisierte tar auch als Virtuose in zahllosen Werken zeitgenössischer iranischer Komponisten. In 2012 gab er mit seinem Mezrab Ensemble ein vielbeachtetes Konzert in der Bremer Glocke. ASIAN ART ENSEMBLE : "SHIM" (Herz) Musik für Sheng, Daegum, Koto, Janggu, Violine, Viola, Cello, Baß, und Klavier Als "Ensemble für Neue Weltmusik" ist das AAE weltweit einzigartig in seiner Kombination von traditionellen asiatischen und europäischen Instrumenten. Mittels neu komponierter Werke und in Improvisationen begeistern die Musiker durch die Verbindung der unterschiedlichen Tonsysteme und rhythmischen Energien, der Instrumentenfarben und der melodischen Motivik der Kontinente, bis dem Zuhörer die Bedeutung von Zeit und Raum aufgehoben scheint. 2012 erhielt das AAE den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Eine Veranstaltung von Radio Bremen/Nordwestradio 24.09. celestial harmonies special: Klavierabend Sándor Falvai Samstag, 24. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der 50. Geburtstag des Labels von Eckart Rahn, celestial harmonies, wird mit einem special mit dem Pianisten Sándor Falvai und Musik von Haydn, Schumann und Liszt im Sendesaal gebührend gefeiert. Sándor Falvai - Klavier Programm: Joseph Haydn (1732 – 1809): Variationen f-moll Hob. XVII: 6 (1793) Robert Schumann (1810 – 1856): Fantasie C-Dur op. 17 (1836 – 38) Franz Liszt (1811 – 1886): Sonate h-moll (1852/53) Sandor Falvai, 66, wurde in Ungarn geboren und hat in Budapest und Moskau studiert, unter anderem bei Mihaly Bächer. Von 1997-2004 war er Rektor der Liszt-Akademie in Budapest, der ersten Institution seines Landes; Pianisten aus vielen Ländern haben ihm vieles zu verdanken, und er wird in den Lebensläufen zahlreicher Pianisten mit Dankbarkeit erwähnt. Falvai hat zwei Töchter, Katalin und Anna; beide sind Pianisten. Und deren Mutter ist natürlich auch Pianist. Das gibt es wohl nur einmal auf der Welt. Im Haus der Falvais kann man sich kaum bewegen, weil alles voller Flügel steht. Neben seiner Lehrtätigkeit in Budapest ist Falvai auch Professor in Nagoya/Japan. Als Solist ist er mit Dirigenten wie Mariss Jansons und als Kammermusiker mit Musikern wie János Starker aufgetreten. Falvai ist regelmäßig in der Jury des Internationalen Franz-Liszt-Klavierwettbewerbs tätig. Seine neue CD mit dem 1. Brahms-Klavierkonzert mit der Ungarischen Nationalphilharmonie und Zoltán Kocsis wird wohl bis zum Konzerttermin vorliegen.   Eine Veranstaltung von celestial harmonies Mitschnitt Radio Bremen/Nordwestradio 30.09. Rembrandt Frerichs Trio feat Kayhan Kalhor Freitag, 30. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der holländische Pianist Rembrandt Frerichs war bereits mehrfach Gast im Sendesaal. Dieses Mal kommt er mit historischen Instrumenten und hat dazu einen sehr besonderen Gast: den grandiosen iranischen Kemenche-Spieler Kayhan Kalhor. Kayhan Kalhor & Rembrandt Frerichs Trio Kayhan Kalhor (Iran)- Kemenche Rembrandt Frerichs - Fortepiano nach Walter, 1790 Tony Overwater - Violone, 17. Jhdt. Vinsent Planjer - Flüstertrommel Weltweit kennt das Publikum Kayhan Kalhor als Solisten der New Yorker Philharmoniker und Mitglied von Yo-Yo Ma's Silk Road Projekt. Auch das Rembrandt Frerichs Trio hat sich nicht nur in der Jazzszene einen Namen gemacht, sondern auch bei Neuer Musik auf Historischen Instrumenten. Diese Kombination schafft ungeahnte Synergien. Ihre erste CD hat das Ensemble 2015 gemacht. Sein Interesse an orientalischen Instrumenten hat Rembrandt zum Fortepiano gebracht, einem Instrument, das Mozart gespielt hat und das von Napoleon ins alte Persien gebracht wurde. Nun bringen Rembrandt Frerichs und Kayhan Kalhor Elemente mittelöstlicher Musik Euopäischen Ohren zurück. Rembrandt: "Seit vielen Jahren schwebt mir schon ein anderer Klaviersound vor, leichter als der Sound des modernen Flügels. In meiner Vorstellung mischte sich dieser neue Klang bestens mit dem melancholischen Sound der Kemenche. Ich bin froh, dass mich meine Vostellung nicht getrogen hat. Auf der Bühne teilen wir unsere Liebe für die Musik und Poesie des mittleren Ostens, improvisieren. Melodien kommen und gehen und unsere Unterhlatung enwickelt sich aus dem Moment heraus."
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yasni 21.08.16  +  

Wie die Jobcenter Arbeitslose in die Insolvenz drängen

Wer der Arbeitsagentur Geld schuldet, darf nicht auf Milde hoffen. Das Bundesarbeitsministerium verbietet in der Regel außergerichtliche Einigungen über die Ausstände. Seit Jahresbeginn hat die Behörde sogar einen eigenen Inkassodienst beauftragt. Dabei sind gerade Arbeitslose besonders häufig von der Privatinsolvenz betroffen - und finden dann auch noch schwerer einen neuen Job. Von Kristiana Ludwig, Berlin Wer seinen Job verliert und plötzlich auf sein Gehalt verzichten muss, der macht schnell Schulden. Arbeitslosigkeitist die wichtigste Ursache für Überschuldung, für jeden fünften deutschen Schuldner war sie im vergangenen Jahr der Hauptauslöser für ihre finanzielle Notlage, erhob das Statistische Bundesamt. Zugleich verhindern Schulden oft, dass ein Arbeitsloser wieder einen Job findet: Arbeitgeber schreckt es meist ab, wenn ihr Bewerber in einem Insolvenzverfahren steckt. Dies sei "natürlich ein absolutes Vermittlungshemmnis", sagt eine Sprecherin der Bundesagentur für Arbeit. Nicht umsonst schicken viele Jobcenter die Hartz-IV-Empfänger zur Schuldnerberatern. Deren Aufgabe ist es, mit den Gläubigern der Menschen zu verhandeln und sich mit ihnen auf kleinere Summen zu einigen. Ganz anders verhält sich die Arbeitsagentur jedoch, wenn sie selbst die Gläubigerin ist und auf einen Teil ihres Geldes verzichten müsste, um einem überschuldeten Arbeitslosen zu helfen. Ein Papier aus dem Haus von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD), das der Süddeutschen Zeitungvorliegt, schreibt der Agentur vor, dass sie sich nicht mehr auf außergerichtliche Einigungen einlassen darf - außer in besonderen Härtefällen. Damit ist bei allen verschuldeten Arbeitslosen, die auch bei der Arbeitsagentur in der Kreide stehen, ein Insolvenzverfahren programmiert. Denn bei diesen vorgerichtlichen Einigungen gilt: Entweder machen alle Gläubiger mit - oder keiner. An Hartz-IV-Empfänger wird immer mehr Geld verliehen Dabei verleihen gerade die Jobcenter immer mehr Geld an Arbeitslose. Im vergangenen Jahr erreichten die Darlehen, die Hartz-IV-Empfänger für Anschaffungen wie etwa einen Kühlschrank bekamen, eine Rekordsumme von86,4 Millionen Euro - vor neun Jahren waren es noch 33 Millionen Euro. Auch die Summe, die einzelne Arbeitslose im Schnitt bekommen und dann an das Jobcenter zurückzahlen müssen, hat sich seitdem verdoppelt, auf 430 Euro. Auch Aufstocker häufen oft Schulden beim Jobcenter an, weil ihr Einkommen und damit die Unterstützung vom Amt schwankt und sie ihm zeitverzögert Geld zurückzahlen müssen. Aufstocker, errechnete das Statistische Bundesamt, seien "überproportional häufig überschuldet". Warum viele Menschen ihre Schulden nicht begleichen können Gerade sehr junge Menschen und Rentner geraten häufig in die Schuldenfalle - aber aus ganz unterschiedlichen Gründen. Welche Rolle Inkassofirmen dabei spielen. Von Benedikt Müller mehr ... Seit Anfang dieses Jahres hat die Arbeitsagentur einen eigenen Inkasso-Dienst aktiviert, der sich verstärkt um solche Forderungen kümmern soll. Die Behörde verspricht sich dadurch Mehreinnahmen von rund 70 Millionen Euro im Jahr. Bundesweit machen Schuldnerberater seither die Erfahrung, dass sich Jobcenter nun auf keine Verhandlungen mehr einlassen. "Wir haben de facto mit dem Inkasso-Service keinen Partner, der Vergleiche schließt", sagt Matthias Butenob von der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg. Er hat sich die Einsicht in das Dokument, mit dem Nahles solche Einigungen einschränkt, unter Berufung auf das Informationsfreiheitsgesetz erstritten. Nahl es' Sprecher erklärt, man werde weiterhin jeden Einzelfall prüfen. Wenn die wirtschaftliche Existenz des Betroffenen ernsthaft bedroht sei oder die Überschuldung ihn "dauerhaft demotiviert und ihn unter dem Druck der Verhältnisse sozial abgleiten" lasse, sei eine Einigung noch immer möglich. Nach Einschätzung des Rechtsanwalts Marcus Köster von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen wird es für Arbeitslose jedoch schwer, eine solch starke Belastung zu beweisen: "Für so einen Beleg müsste man einen Arzt einschalten und ein Attest liefern", sagt er. Den Preis für die harte Linie von Andrea Nahles zahlen nicht nur die Arbeitssuchenden, sondern auch die Bundesländer. Etwa 2000 Euro kostet ein Insolvenzverfahren, das den Menschen bei einer gescheiterten Einigung bevor steht - bei mittellosen Bürgern müssen die Länder diese Kosten übernehmen. Eigentlich will das Bundesjustizministerium diese teuren Verfahren vermeiden, eben deshalb gibt es eine Verhandlungspflicht. Man verhandle ja, sagt der Sprecher der Arbeitsministerin. Doch auf Geld verzichten werde man nur dann, "wenn dies für den Bund zweckmäßig und wirtschaftlich ist". Wie Konzerne an verschuldeten Menschen verdienen Geld einzutreiben ist für Unternehmen wie Bertelsmann und Otto ein gutes Geschäft - auf Kosten der Schuldner.Von Kristiana Ludwig mehr ... Reporthttp://www.sueddeutsche.de/politik/hart z-iv-wie-die-jobcenter-arbeitslose-in-die-ins olvenz-draengen-1.3088836?source=rssLG Elisabeth
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yasni 23.07.16  +  

Mein neuer Radfahr - Rekord am 19.07.2016:

Ich habe jetzt mit meinem schwarz-roten Friedensfahrrad sogar einen Kilometerstand von knapp 60.200 erreicht. Das ist deutlich mehr als der Erdumfang von 40.000 km. Nach wie vor visiere ich die 100.000 km an. Dazu brauche ich ein paar lange Touren z.B. durch das Weserbergland - und ein stabiles sommerliches Hochdruckgebiet!
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yasni 19.07.16  +  

Sanktionierten alleinerziehenden Müttern droht Kindesentzug

Mütter, die im ALG II-Bezug stehen und mindestens eine 30 %ige Sanktion bekommen, werden vom Jobcenter Zwickau und seinen Außenstellen dem Jugendamt gemeldet. So erfuhr Gegenwind e.V. bei einem Beistandsbesuch vom Arbeitsvermittler. Auf eine Nachfrage beim Jobcenter teilte die Teamleiterin des Servicebereiches mit, dass es eine Vereinbarung zwischen dem Jobcenter und dem Landkreis diesbezüglich gäbe. Eine Anfrage hinsichtlich dieser Zusammenarbeit beim Landrat Herrn Scheurer ergab lediglich, dass der Landkreis die gesetzlich zugewiesene Aufgabe, die Sicherung des Kindeswohles, mit dieser Kooperation wahrnehme und diese Anfrage an das zuständige Jugendamt weitergeleitet hat. Da der Landrat Herr Scheurer Kenntnis haben muß und die Anfrage dennoch weiterleitet, ohne eine befriedigende Antwort zu geben, läßt vermuten, dass mit der Zuständigkeitsverschieberei etwas vertuscht werden soll, oder von der Öffentlichkeit ferngehalten werden soll. Jedenfalls steigt bei den betroffenen Müttern der psychische Druck und die Angst zusätzlich enorm an. Solche Maßnahmen sind aus unserer Sicht nicht hinnehmbar, auch wenn es mit dem vorgeschobenen Argument des Kindeswohles geschieht. Sorgt man sich wirklich um das Wohl des Kindes, schafft man diese unwürdigen Sanktionen ab und versucht nicht, Müttern mit dem Schlimmsten was ihnen passieren kann, nämlich den Verlust ihres Kindes, noch mehr in die Enge zu treiben.   Quelle: Pressemitteilung Gegenwind e.V http://kindesentzug24.com/sanktionierten -alleinerziehenden-muettern-droht-kindesentzu g/
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yasni 21.06.16  +  

Neues Deutschland: Zur hohen Arbeitslosigkeit unter Älteren

Berlin (ots) - Je länger jemand ohne Arbeit ist, desto schwerer findet er wieder einen Einstieg ins Berufsleben, das zeigen viele Studien. Ist der oder die Erwerbslose dann auch noch älter als 55, kann der Traum von der neuen Stelle von vornherein als gescheitert gelten. Eine merkwürdige Situation in einem Land, in dem Politiker die Rente mit 75 fordern, gleichzeitig aber nur wenige Unternehmen bereit sind, erfahrene ältere Arbeitnehmer einzustellen, und die staatlichen Behörden Arbeitsuchende in kaum einer Weise unterstützen. Während Unterstützungseinrichtungen wie die Jobcenter ältere Langzeitarbeitslose gleich komplett aufgeben und die Politik sich hauptsächlich damit befasst, wie sie Ältere und Kranke am besten aus der Statistik herausrechnen kann, bleiben die Betroffenen und ihre Bedürfnisse außen vor. Sie werden unter Druck gesetzt, einer Zwangsverrentung mit hohen Abschlägen zuzustimmen, bekommen kaum Weiterbildungen angeboten und noch weniger Beschäftigungsmöglichkeiten, obwohl der Arbeitsmarkt konjunkturbedingt gerade sehr entspannt ist. Der einzig mögliche Schluss ist, dass Ältere als Wähler keine so große Rolle spielen. Möglicherweise liegt auch die arbeitsmarktrelevante Zielgruppe - analog zum Werbefernsehen - nur zwischen 14 und 49. So viele Menschen aber einfach vom Arbeitsmarkt auszuschließen, birgt die große Gefahr weiterer gesellschaftlicher Spaltung. Die aber wird nicht nur den Älteren auf die Füße fallen. Originaltext: neues deutschlandnewsroom: http://www.presseportal. de/nr/59019 newsroom via RSS: http://www.presseportal.de/rss/pm_59019. rss2
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yasni 21.06.16  +  

5000 Menschen protestierten in Ramstein - Drohnenkrieg ist Mord. Wir kommen wieder !

Es war die größte Protestaktion gegen Drohneneinsätze, es waren die größten Aktionen der Aufklärung und Information in der Geschichte des jahrzehntelangen Protestes gegen die Militärbasis der USA in Ramstein. Wir haben die Stimmung in der Region zugunsten von Frieden verändert. Das ist das Resümee der vielfältigen Aktivitäten in Ramstein vom 09. bis 12.06.2016. Die Aktionen waren jung. Gleichzeitig war es toll, auch viele langjährige AktivistInnen wieder zu treffen. 5.000 Menschen  bildeten bei strömenden Regen eine (fast) geschlossenen Menschenkette durch die Ortschaften um die Air Base Ramstein und der abschließenden Kundgebung am Kreisel vor den Toren der Base. Hand in Hand standen die Menschen an der mehr als 10 Kilometer langen Menschenkette, die bis auf kleine Lücken überall realisiert wurde. Der Dauerregen verhinderte eine noch größere Beteiligung. Die Abschlussmanifestation am Kreisel vor der Air Base brachte den ganzen Optimismus, das Bunte, das Vielfältige und Kreative der 5.000 Teilnehmenden zum Ausdruck. Hier wurde die Kraft dieser neuen Bewegung eindrucksvoll sichtbar. Dieser Optimismus und das Engagement der vielen werden weiterwirken. Das Mitwirken von Oskar Lafontaine und Tabea Rößner (MdB Bündnis 90/ Die Grünen) unterstrich die politische Bedeutung dieser Aktionen. Mehr als 600 Menschen beteiligten sich an der öffentlichen Abendveranstaltung am Freitag in der Versöhnungskirche mit Willy Wimmer und Albrecht Müller. Die Kirche war überfüllt. Die Diskussionen brachten ein klares Nein zum Krieg, zu Drohnen und Atomwaffen und einen geradezu leidenschaftlichen Appell für neue kooperative Beziehungen zu Russland zum Ausdruck. Die Erfahrungen zweier großer politischen Männer gipfelte in der Aussage: „Lasst uns Russland nicht wieder zum Feind machen“. Mehr als 500 TeilnehmerInnen fanden sich zu vielfältigen Diskussionen im Friedenscamp zusammen und erzeugten damit neue, unerwartete, insgesamt aber kleine logistische Probleme. Das Friedenscamp, am Ende - trotz permanenten Regens - völlig überfüllt, war vielleicht der Höhepunkt des gesamten Wochenendes. Aktiv, bunt, offen und engagiert, so war die Stimmung trotz Regens. Das Versprechen „Wir kommen im nächsten Jahr wieder und bringen noch viele mit“ untermalt den optimistischen Grundtenor dieses so beeindruckenden Camps. Die Wiese des Camps stellte ein örtlicher Landwirt kostenfrei zur Verfügung; ebenso wurde Infrastruktur durch Anwohner bereitgestellt. Dies wäre vor Jahren noch undenkbar gewesen und unterstreicht die Veränderung des Klimas vor Ort. Auch die inhaltlichen Veranstaltungen am Informationstag am Freitag waren überfüllt. Wann hat es in Kaiserslautern schon einmal an einem Nachmittag drei Veranstaltungen zu gesellschaftlich kontroversen Themen gegeben, die mit je mehr als 150 TeilnehmerInnen überfüllt waren? Diskutiert wurde u.a. über die Zukunft der NATO, den Drohnenkrieg und wie diese überwunden werden können sowie über die gleichzeitig in Dresden stattfindende Bilderberger Konferenz. 10.000 Flugblätter und weiteres Informationsmaterial wurden zusätzliches an die örtliche Bevölkerung verteilt. In den letzten Monaten hat sich das öffentliche Bewusstsein massiv zugunsten des Friedens verändert. Speziell entlang der Strecke der Menschenkette wurde intensiv und nicht ohne Erfolg bei den dort lebenden Menschen für eine Teilnahme geworben. Erstmals nahmen internationale Gäste aus einer ganzen Reihe von Ländern an der Menschenkette teil. Sie ergriffen auf den verschiedenen Kundgebungen das Wort. Die Internationalität der Veranstaltungen durch TeilnehmerInnen aus den USA, Großbritannien, Frankreich, der Schweiz, Belgien, Luxemburg und Österreich unterstreicht die große Bedeutung dieser Aktionen. Der Film „Ramstein, das letzte Gefecht“, der mit maßgeblicher Unterstützung der langjährigen  FriedensaktivistInnen und KlägerInnen gegen die US Air Base, Wolfgang Jung und Fee Strieffler, entwickelt wurde, wurde am Freitag in Kaiserslautern welturaufgeführt. Mehr als 10 regionale Initiativen Stopp Ramstein haben sich bundesweit bisher gegründet. 13 Busse kamen voll mit Menschen nach Ramstein. „Von deutschem Boden geht Krieg aus und wir fordern von der Bundesregierung, diese völkerrechtswidrige Kriegsführung der USA-Regierung zu beenden“, so Oskar Lafontaine, Eröffnungsredner auf einer der drei Auftaktkundgebungen. Alle Rednerinnen und Redner unterstrichen die zentralen Anliegen der Demonstrierenden: Schluss mit dem völkerrechtswidrigen Drohnenkrieg! Die Air Base mit ihren zentralen Kommandostrukturen, u.a. für den Atomkrieg und die Raketenabwehr, muss in einem längeren Prozess geschlossen werden. Durch ein umfassendes Konversionsprogramm müssen die militärischen Arbeitsplätze in zivile umgewandelt werden. Die Beteiligung Deutschlands an Interventionskriegen muss beendet und alle Aufrüstungsprogramme gestoppt werden. Die Demonstrierenden bekundeten ihre Solidarität mit den Flüchtlingen, die wegen der Kriege der USA und der NATO, zu uns kommen müssen. „Der tägliche Tod im Mittelmeer“ ist unerträglich und eine politische und moralische Anklage an die Politik der westlichen Staaten. Völlig neu und in dieser positiven Dimension auch unerwartet war die eindrucksvolle, breite und vielfältige Medienresonanz. Reuters produzierte einen Video-Clip, der auch auf BILD.de und stern online gezeigt wurde. dpa und epd informierten umfassend, Berichte u.a. der Deutschen Welle , der Frankfurter Rundschau, von FOKUS, n-tv, dem Deutschlandfunk und Deutschland Radio Kultur, des Neuen Deutschland und vieler überregionaler Tageszeitungen, fast tägliche Berichte in der letzten Woche in der örtlichen Monopolzeitung Rheinpfalz, zwei große Artikel in der US-Zeitung der Region stars and stripes, fast laufende Radioberichte und mehrere regionale Fernsehberichte (u.a. SWR-Landesschau) sind nur ein kleiner Ausschnitt der medialen Aufmerksamlkeit. Sie können auf der Webseite der Kampagne eingesehen werden. Peinlich war die Berichterstattung in der jungen Welt. Undenkbar wären die Veranstaltungen und ihre intensive Vorbereitung gewesen ohne die Unterstützung der neuen alternativen Medien: NachDenkSeiten, KenFM, Weltnetz.tv, RT, alternative Radiosender u.a. Diese enge Zusammenarbeit ist ein Unterpfand auch weiterer erfolgreicher Aktionen der Friedensbewegung; sie sollte ausgebaut und erweitert werden. Die Aktionen wurden in der Vorbereitung kontrovers, manchmal hämisch, einige Male auch verleumderisch diskutiert. Das Wochenende hat eindrucksvoll und überzeugend bewiesen: Es war die Friedensbewegung, in ihrer Breite und Vielfalt – von Amnesty International über DFG-VK und Attac bis hin zu  den sich seit Frühjahr 2014 entwickelnden neuen Organisationen und Initiativen – in ihrer Unterschiedlichkeit, aber auch in der Eindeutigkeit der inhaltlichen Grundpositionen, die in und um Ramstein demonstrierte. Was sicher die Teilnehmenden einte, war der Wille zum Frieden in einer gefährlichen Situation, war das NEIN zu Krieg und Militarismus, war die eindeutige Opposition zur regierenden Politik. Es kann nur ein Appell sein, aber es soll auch an dieser Stelle deutlich gesagt werden: Lasst uns wieder zurückkommen zu mehr Gemeinsamkeit und Solidarität! Ramstein im Juno 2016 war dafür ein starkes eindeutiges Zeichen. Die Veranstaltungen waren eine große logistische und organisatorische Herausforderung. Sie wurden durch viele Helferinnen und Helfer, durch die engagierte Initiative Stopp Ramstein Kaiserslautern (das ist die regionale Initiative) überzeugend gelöst. Die kleinen Probleme, die wir naturgemäß hatten, sind unsere und werden beim nächsten Mal keine mehr sein. Dank an alle, die mitgeholfen haben. Es waren viele! Ohne sie wären die beeindruckenden Aktionen vom Wochenende nicht möglich gewesen. „Wir werden wiederkommen“ war der einheitliche Tenor der von inhaltlichen Beiträgen und Kultur geprägten Abschlusskundgebung. Die Drohneneinsätze von Ramstein aus zu beenden, ist eine lange  Auseinandersetzung, die mit noch größerer Intensität geführt werden muss. Wir sind dazu bereit! Wir müssen mit unserer Aufklärungs- und Informationsarbeit sowie mit weiteren Aktionen unsere Sympathiewerbung für den Frieden bei der Bevölkerung fortsetzen. Wir werden uns weiter gegen demokratiefreie Zonen um die Air Base Ramstein wenden. Die Kampagne Stopp Ramstein hat gerade erst richtig begonnen. Ist dies der Anfang einer wiederbelebten, erneuerten Friedensbewegung? Das wird die Zukunft zeigen. Wir setzen uns weiterhin dafür aktiv ein. Weitere Informationen sind auf www.ramstein-kampagne.eu zu finden. Reiner Braun, Juliane Drechsel-Grau, Pascal Luig, Amela Skiljan, Lucas Wirl (Berliner Aktionsbüro Kampagne Stopp Ramstein) 13.06.2016
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 13.06.16  +  

Ein griechischer Arzt berichtet: "Wer kein Geld hat, der stirbt"

Griechenland muss sparen, und das sieht so aus: Krebskranke bleiben ohne Hilfe, Polio kehrt zurück, Diabetiker erblinden. Georgis Vichas berichtet aus der Praxis. GIORGIOS VICHAS, 53, ist Arzt und Herzspezialist in einem Athener Krankenhaus. Nebenbei leitet er seit vier Jahren eine Poliklinik, wo Ärzte und andere medizinische Fachkräfte in ihrer Freizeit allen Patienten ohne Krankenversicherung kostenlos Hilfe bieten. Vichas ist verheiratet und hat zwei Töchter. Herr Vichas, müssen Sie fürchten, bald einen Herzinfarkt zu bekommen? Nein, warum sollte ich? Weil Sie zwei Vollzeitjobs gleichzeitig machen. Sie sind fest angestellter Kardiologe in einem Krankenhaus und leiten auch noch eine Einrichtung, wo Sie und Ihre Kollegen ehrenamtlich tausende Patienten behandeln, die ansonsten keine medizinische Hilfe mehr bekämen. Das hält niemand auf Dauer durch.Ich arbeite viel und schlafe nur fünf Stunden pro Tag, das stimmt. Aber ich bin fit, und ich würde ganz bestimmt richtig krank werden, wenn ich es nicht tun und abseitsstehen würde, während viele unserer Landsleute so hart kämpfen müssen und leiden. Ihre Familie macht das mit?Meine Töchter haben vor einem halben Jahr aufgehört zu fragen, wann die Krise mal zu Ende ist. Und meine Frau arbeitet selbst bei uns mit, sie sieht, wie nötig wir gebraucht werden. Wie kamen Sie dazu, eine Klinik mit Freiwilligen für kostenlose Behandlungen zu gründen?Ich arbeite seit vielen Jahren in einem öffentlichen Krankenhaus, und so sah ich im Frühjahr 2011 die Folgen, als die Menschen plötzlich zu Hunderttaussenden ihren Job und damit auch ihre Krankenversicherung verloren. Damals hatte ich einen 52-jährigen herzkranken Patienten, der fast gestorben wäre, weil er ein halbes Jahr lang die nötigen Medikamente nicht bekommen konnte. Das hat mich tief getroffen, ich fühlte mich schuldig. Warum? Sie konnten doch nichts dafür.Ich sah, wie die Menschen litten, und tat nichts dagegen, weil ich nicht wusste, wie. Das änderte sich erst im August 2011. Ich war bei einem Konzert mit Mikis Theodorakis, unserem großen Komponisten. Er hielt eine leidenschaftliche Rede und sagte unter anderem, was ich die ganze Zeit schon dachte, nämlich dass die Ärzte endlich etwas unternehmen sollten, um den Menschen ohne Versicherungsschutz in ihrer Not und Angst beizustehen. Das hat mich kalt erwischt. Das Konzert fand hier auf dem Gelände des alten Flughafens statt, und dann kam mir die Idee: Es gab all die leer stehenden Gebäude, und ich dachte, in einem können wir vielleicht ein freies Ambulatorium einrichten. Zum Glück hat uns dann der Bürgermeister des Bezirks unterstützt. Er überließ uns dieses Haus, Strom und Wasser werden bezahlt. Lässt denn Ihr Arbeitgeber Sie einfach eine weitere Arbeit machen?Der Geschäftsführer unseres Krankenhauses war der Erste, den ich überzeugte. Er sah ja die Not und arbeitet selbst mit. Die Mittel für den staatlichen Gesundheitsdienst sind mit den Auflagen der Kreditgeber und ihrer Troika aus Internationalem Währungsfonds, EZB und EU-Kommission um mehr als 40 Prozent gekürzt worden. Die Hälfte aller Ärzte in den öffentlichen Krankenhäusern und Ambulatorien wurde entlassen. Gleichzeitig verlor rund ein Viertel der Bevölkerung mit den Jobs auch ihre Krankenversicherung. Und selbst jene, die noch Löhne oder Renten bekamen, haben oft so wenig, dass sie die hohen Zuzahlungen für die Medikamente oder Behandlungen nicht zahlen können. Was heißt das praktisch, wenn jemand nicht mehr versichert ist?Stellen Sie sich vor, Sie werden krank und müssen wegen einer Operation oder Behandlung ins Krankenhaus. Dann bekommen Sie eine Rechnung über ein paar tausend Euro. Und wenn Sie nicht bezahlen, dann rechnet Ihnen das Finanzamt das als Schulden gegenüber dem Staat an, und die Beamten eröffnen ein Verfahren gegen Sie, mit dem sie Ihr Haus oder Ihre Rente pfänden oder Sie sogar ins Gefängnis werfen lassen können. Und das geschieht wirklich?Zum Glück nur ab und zu. Die Drohung ist jedoch real und hat schlimme Folgen: Die Menschen vermeiden jede Behandlung, solange sie nur können, und machen damit ihre Krankheit häufig viel schwerer, als sie sein müsste. In Griechenland sterben Menschen, nur weil sie nicht mehr versichert sind?Ja, so ist das. Nur wird das von keiner Statistik erfasst. Doch wir haben es in unserer Praxis erfahren. Wir hatten in den ersten drei Jahren 200 Krebspatienten. Davon kamen zehn Prozent erst in einem sehr späten Stadium der Krankheit, die Hälfte von ihnen ist gestorben, weil sie nicht rechtzeitig therapiert wurde. Und die gleichen Erfahrungen berichten Kollegen aus den anderen Freiwilligen-Kliniken. Wir müssen davon ausgehen, dass Tausende gestorben sind, weil sie nicht behandelt wurden. Griechenland muss sparen, und das sieht so aus: Krebskranke bleiben ohne Hilfe, Polio kehrt zurück, Diabetiker erblinden. Georgis Vichas berichtet aus der Praxis. "Was bei Diabetikern gespart wurde, wird künftig 200 Millionen Euro Kosten verursachen" Gibt es Krankheiten, die typisch für die Krise sind?Aids, Tuberkulose und Hepatitis. Die Infizierten sind oft gerade die Armen, die sich keine Behandlung leisten können. Darum stecken sie weitere an, und die Infektionen breiten sich aus. Hart trifft es auch Diabetiker, die ihre Diät nicht halten können oder nicht genügend Insulin bekommen, ihnen drohen Blindheit oder Amputationen. Und viel häufiger als früher sehen wir unterernährte Mütter, Babys und Kinder. Das wird viele Kinder für ihr ganzes Leben schädigen. Wenn das stimmt, dann sind die Kürzungen selbst gemessen an rein ökonomischen Kriterien völlig unsinnig.Das ist ja das Absurde. Diese Sparmaßnahmen werden die griechische Volkswirtschaft am Ende mehr kosten, als sie der Staatskasse insgesamt einbringen. Allein was bei den Diabetikern in den drei Jahren nach 2010 gespart wurde, wird künftig 200 Millionen Euro an zusätzlichen Kosten verursachen. Das wurde in einer Studie genau vorgerechnet. Hat das die Verantwortlichen nicht ins Grübeln gebracht?Hören Sie, wir hatten hier bis August vergangenen Jahres einen Gesundheitsminister, der hat sogar verfügt, dass die Krankenhäuser den Müttern ihre neugeborenen Babys nicht geben, bis sie ihre Rechnung bezahlt haben. Den interessierte das nicht! Sie übertreiben.Das ist tatsächlich geschehen, sechs Monate lang wurde das in den öffentlichen Kliniken praktiziert. Und noch schlimmer ist, dass sogar bei den Impfungen gespart wird. Die meisten Kinder, die zu uns kommen, sind nicht geimpft. Darum müssen wir nun damit rechnen, dass die Polio, die Kinderlähmung, wieder ausbricht. Das ist ein Risiko für ganz Europa. Die Erreger werden nicht an den Grenzen haltmachen. Haben Sie je mit Vertretern der Kreditgeber aus der Eurozone oder der Troika darüber gesprochen, wie kontraproduktiv die Kürzungen sind?Nur mit Abgeordneten aus den nationalen Parlamenten und dem Europaparlament. Gerade erst war eine Delegation aus dem deutschen Bundestag hier. Die haben dann zugegeben, dass sie selbst schlechte Erfahrungen mit Sparmaßnahmen haben, die darum wieder zurückgenommen werden mussten. Ich sagte ihnen, dann sollten sie doch die Regierung von Frau Merkel dazu bringen, auch auf Rücknahme der Kürzungen im griechischen Gesundheitswesen zu drängen. Da bekam ich von den Abgeordneten die Antwort, dafür sei die Troika verantwortlich, nicht die deutsche Regierung. Aber sie ist es, die gemeinsam mit den Regierungen der anderen Eurostaaten die Troika beauftragt hat, diese Maßnahmen in Griechenland durchzusetzen.Richtig. Die Abgeordneten fühlten sich trotzdem nicht zuständig. Auch nicht die aus den Regierungsparteien CDU und SPD?Nein, selbst die nicht. Stattdessen haben sie uns Spenden für die Klinik hier angeboten. Es gab gute Gründe, das alte System gründlich zu reformieren. Schließlich war es hochgradig verschwenderisch und korrupt.Sicher, Reformen waren dringend nötig, es wurde jedoch nicht reformiert, das ganze System wurde zerstört. Man hätte die Ärzte und Praxen besser im Land verteilen müssen, man hätte den Einkauf von Medikamenten billiger machen und den Einfluss der Pharmafirmen zurückdrängen müssen. Und natürlich musste die Korruption bekämpft werden. Das ist alles nicht geschehen, sondern es kam einfach nur zu Kürzungen und Entlassungen. Aber war das die Schuld der Gläubiger aus Deutschland und der Eurozone? Die Verantwortung dafür liegt doch vielmehr bei der früheren griechischen Regierung aus Konservativen und Sozialdemokraten.Formal liegt die Hauptverantwortung sicher bei den früheren griechischen Regierungen. Und die Beamten der Troika werden das auch immer so sagen. Nur, wenn Sie die Memoranda und Berichte der Troika lesen, dann sehen Sie, dass sie dieses brutale Programm bis ins Detail geplant hat. Warum sollten unbeteiligte Beamte aus Brüssel oder Washington so etwas wollen, wenn es gar nichts bringt?Das habe ich mich auch oft gefragt. Warum erzwingen sie eine so radikale Ausgabenkürzung, obwohl es doch nur zu noch mehr Schulden führt? Am Ende blieb nur eine Erklärung übrig: Hier ging es darum, eine Ideologie umzusetzen, die sagt: Wer Geld hat, darf leben, wer keines hat, stirbt. Griechenland muss sparen, und das sieht so aus: Krebskranke bleiben ohne Hilfe, Polio kehrt zurück, Diabetiker erblinden. Georgis Vichas berichtet aus der Praxis. "Viele schämen sich für das, was ihre Regierungen in Griechenland durchgesetzt haben" Früher haben griechische Ärzte zusätzlich zu ihrem staatlichen Gehalt auch von den Patienten noch Geld gefordert. Sie auch?Nein, habe ich nicht. Das Unerträgliche ist, dass es sogar heute noch vorkommt – und keiner von denen bisher vor Gericht gestellt wurde, nicht ein einziger. Ich versuche seit Monaten, im Ärzteverband die dafür zuständigen Ausschüsse dazu zu bringen, dagegen vorzugehen. Leider bisher ohne Erfolg. Gleichzeitig gibt es aber auch viele, die etwas gegen das Elend tun. Wie viele Ärzte arbeiten hier unbezahlt?Wir sind 100 Ärzte aus allen Fachrichtungen und dazu 200 Schwestern, Pfleger und Fachkräfte. Und wie viele dieser kostenlosen Ambulatorien für Notleidende gibt es?In ganz Griechenland sind es 50, davon acht in Athen. Wie finanzieren Sie das?Wir nehmen grundsätzlich kein Geld an, nur Sachspenden. Davon bekommen wir zum Glück sehr viel von Bürgern aus ganz Europa, vor allem aus Deutschland und Österreich. Ein kleinerer Teil kommt auch aus Frankreich und Italien. Vergangen Monat konnten wir mit dem Material unserer Spender sogar zwei ganze Lastwagenladungen an öffentliche Krankenhäuser weitergeben. Die Spenden kommen von den Exilgriechen?Nein, nicht von Griechen, unsere Spender sind ganz normale Leute aus anderen europäischen Ländern. Da leisten also Bürger die Solidarität, die ihre Regierungen verweigern?Es gibt eben auch in Deutschland oder Frankreich jene, die nicht mit dieser Politik einverstanden sind. Ich habe viele getroffen, die sich schämen für das, was ihre Regierungen in Griechenland durchgesetzt haben. Können Sie und Ihre Kollegen in den anderen Freiwilligen-Gesundheitszentren nun die Versorgung leisten, die wegen der Kürzungen im öffentlichen System fehlt?Ach, da ist gar nicht dran zu denken. Wir können das Leid lindern, aber das ersetzt keine ordentliche Gesundheitsversorgung. Es ist wirklich eine Tragödie. In den öffentlichen Krankenhäusern fehlt es an allem, nicht nur an Ärzten, sondern sogar an Verbandsmaterial oder Desinfektionsmitteln. Das hat oft schlimme Folgen. Vergangenes Jahr gab es zum Beispiel in einer Geburtsklinik im Norden Griechenlands über Monate keine richtigen Nabelschnurklemmen. Das hat viele Babys fast das Leben gekostet. Wenn die Lage so schlimm ist, rufen vermutlich jeden Tag viele Leute bei Ihnen an, und bitten dringend um Hilfe. Wie halten Sie das aus?Manchmal ist es furchtbar. Dann wache ich mitten in der Nacht auf und denke zum Beispiel an die Mutter, die ihr Kind nicht retten kann, oder den Krebskranken, der eigentlich eine teure Behandlung braucht, die wir ihm nicht bieten können. Es gibt Tage, da fühle ich mich sehr frustriert und deprimiert. Die neue Linksregierung hat versprochen, diese humanitäre Notlage zu bekämpfen. Hat sich die Lage seit deren Amtsantritt im Februar nicht gebessert?Na ja, wenn ein Wagen mit Vollgas bergab fährt, und man wechselt den Fahrer, dann ist die Fahrt in den Abgrund noch lange nicht vorbei. Immerhin gibt es jetzt Nahrungsmittelgutscheine und Strom für die ganz Armen. Die neue Regierung hat außerdem ein Gesetz verabschiedet, wonach auch die Nichtversicherten Zugang zu den öffentlichen Kliniken haben. Praktisch ist das allerdings noch keine wirkliche Hilfe, weil das öffentliche System mangels Personal und Ausrüstung völlig überfordert ist. Es fehlen Ärzte und Pfleger.Ja, sicher. 4000 Ärzte sind ins Ausland gegangen, davon 2500 nach Deutschland. Und selbst wenn die Menschen einen Termin bekommen, heißt es nicht, dass ihnen auch geholfen wird. Oft fehlen die nötigen Geräte, oder die Medikamente sind unbezahlbar teuer. Wir müssen also weiter kämpfen und die Regierung unter Druck setzen. Die Chance auf Besserung der Lage ist gering?Ehrlich gesagt, ich erwarte wenig von den Regierungen, sowohl hier als auch im übrigen Europa. Die Lage ist zu verfahren und aufgeheizt. Am meisten Hoffnung schöpfe ich aus der ungeheuren Solidarität der Menschen untereinander bei uns und aus der großen Unterstützung unserer Freunde in Deutschland und anderen europäischen Ländern. Das macht mir Mut. Haben Sie je erwogen, selbst in die Politik zu gehen, um das System auf diesem Weg zu ändern?Ja, ich habe darüber nachgedacht. Mehr aus Verzweiflung als aus Überzeugung. Ich habe mich sogar für Syriza bei der vergangenen Wahl nominieren lassen, weil ich mich verpflichtet fühlte. Aber ich habe dann keinem Journalisten davon erzählt, keinerlei Wahlkampf gemacht und bin auch nicht gewählt worden. Darüber bin ich jetzt ganz froh. Mein Platz ist bei den Kranken, die brauchen mich. http://m.tagesspiegel.de/polit ik/ein-griechischer-arzt-berichtet-wer-kein-g eld-hat-der-stirbt/11844930.html
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 05.06.16  +  

Sendesaal Bremen: > Unsere Konzerte im Mai

Liebe Freunde des Sendesaales, anbei finden Sie unsere Veranstaltungen im Mai. Eingerahmt von zwei tollen Piano-Trios von Kenny Werner (USA) (5.5.) und David Helbock (A) (26.5.) gibt es diesmal sogar Pfingsten Programm: die koreanische Pianistin Soo Choo mit dem argentinischen Saxophonisten Javier Girotto (14.5.) und am Pfingstsonntag die phänomenale Klarinettisten-Truppe Faltenradio aus Wien (15.5.). Was wir sonst noch zu bieten haben, finden Sie weiter unten. Im benachbarten Restaurant Geerdes am Sendesaal gibt es auch ein Programm: "Menü & Konzert". Sie suchen sich ein Konzert Ihrer Wahl aus und gönnen sich oder Ihren Lieben vorher (wahlweise auch hinterher) ein 3-Gänge-Menü im Geerdes. Wenn Sie gerne Kulinarisches und Konzertantes genussvoll miteinander verbinden wollen, sind Sie da richtig. Für heute allerbeste Grüße und die besten Wünsche für einen - auch wenn es gegenwärtig nicht danach aussieht - wonnigen und sonnigen Monat Mai. Ihr Peter Schulze Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Das benachbarte Restaurant Geerdes am Sendesaal ist zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de.   Inhalt 04 .05. Afenginn 05.05. Kenny Werner Trio 07.05. Florian Hoefner Solo 11.05. Hommage á Max Reger zum 100. Todestag 14.05. Soo Cho & Javier Girotto 15.05. Faltenradio: ZOO 18.05. Malte Dürrschnabel Quartett: Hommage à Michel Legrand 19.05. fatsO 21.05. JSO Bremen-Nord - Wiener Klassik 26.05. David Helbock Trio 28.05. Göttinger Barockorchester, Ltg. Benjamin-Gunnar Cohrs 04.05. Afenginn Mittwoch, 04. Mai 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die dänische Folkrock-Gruppe Afenginn, immer ein Garant für äußerst vitale Livemusik, kommt zum wiederholten Mal in den Sendesaal. AFENGINN Kim Rafael Nyberg - Mandoline Kristoffer Viktor Nybye- Klarinetten Alexander Kraglund - Geige Nils Davidsen - Bass Knut Finsrud - Schlagzeug Kaare Munkholm - Marimbaphon Mit einer dreizehnjährigen Bandgeschichte, fünf Alben, zahlreichen Preisen und über 500 energiegeladenen Konzerten weltweit gehören Afenginn heute zu den Schwergewichten von Europas zeitgenössischer Folk- und Weltmusikszene. Sie sind ständig auf der Suche nach neuen Herausforderungen und Projekten und waren in den letzten Jahren fast ununterbrochen auf der Bühne. Gegründet wurde Afenginn im Jahr 2002 in Kopenhagen. Das Wort AFENGINN bedeutet Stärke und Begeisterung und so hat sich die Band mit ansteckender Spielfreude und grenzüberschreitenden musikalischen Ideen einen Ruf für Virtuosität und fantastische Livekonzerte erarbeitet. Charakteristisch für die zwanglos-regelwidrige, oft verwegene oder melancholisch-bildhafte Art der Musik sind die unerwarteten Tempowechsel und verzwickten Rhythmen - widergespiegelt in der explosiven und verblüffenden Live- Performance. Afenginn sind immer offen für Abenteuer. So traten sie mehrmals zusammen mit Frank London auf, aber auch mit einem Chor, einen Symphonieorchester und zuletzt mit dem Ballett "Soma", einer großen modernen Ballettproduktion im Bellevue Theater Kopenhagen mit der Musik von Afenginn. 2009 wurden Afenginn als Beste Folkband mit einem Danish Music Award ausgezeichnet und 2010 für das Beste Weltmusik Album des Jahres. PRESSESTIMMEN: "Als Gruppe hat Afenginn ein einzigartiges Kontaktvermögen zum Publikum und die Musiker sind alle hervorragende Instrumentalisten." (Folkworld) "Als Hörer ist man gefordert, genau hinzuhören, denn was da musikalisch auf einen zukommt, ist dicht gepackt mit originellen Ideen, verwegenen Melodien und vertrackten Rhythmen." (weltmusik.net) "…schnörkellos, ohne Umschweife und ohne jede Arroganz ist die Musik: Funkensprühend ist wohl das richtige Wort. Und: Die fünf nordländer Jungs sind durchaus qualifiziert und Meister ihres Fachs." (Folkmusiksuite101) 05.05. Kenny Werner Trio Donnerstag, 05. Mai 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Kenny Werner Trio ist eines der beständigsten Ensembles des modernen Jazz. Neben vielen anderen Projekten spielt der Pianist seit 1999 in dieser Formation mit dem Bassisten Johannes Weidenmüller und dem Schlagzeuger Ari Hoenig. Kenny Werner Trio Kenny Werner - Piano Johannes Weidenmüller - Bass Ari Hoenig - Schlagzeug Kenny Werner ist fraglos einer der seit Jahren gefragtesten Pianisten der amerikanischen Jazzszene. Mit Ratzo Harris und Tom Rainey gründete er 1981 sein erstes eigenes Trio. Er arbeitete mit Archie Shepp, dem Mel Lewis Orchestra, Tom Harrell, Joe Lovano, Toots Thielemans und vielen anderen zusammen. Auch mit führenden europäischen Big Bands wie der WDR Big Band, Danish Radio Big Band, dem Metropole Orchestra und jüngst dem Brussels Jazz Orchestra hat Kenny Werner immer wieder gearbeitet. Sein bahnbrechendes Buch über Improvisation Effortless Mastery - (Mühelose Meisterschaft  - den Musikmeister in sich befreien) erschien 1996. Er benutzt darin seine Lebenserfahrungen wie ein Mikroskop, mit dem er in den Geist eines Künstlers schaut. Das Buch ist ein Guide durch die emotionalen, spirituellen und psychologischen Aspekte des Künstlerlebens. Es ist eines der am weitesten verbreiteten Bücher über Musik und Improvisation, das tausenden von Musikern weltweit hilft, ihr Talent und Potential zu entfesseln. Es ist Pflichtlektüre an vielen Universitäten. Gänzlich unbeabsichtigt hat Kenny Werner damit eine Revolution losgetreten und Musiker inspiriert zu innerer Arbeit an Geist, Körper und Seele beim Versuch ihre musikalischen Erfahrungen von der Banalität zu mehr Tiefe zu führen. 2010 erhielt Kenny Werner den Guggenheim Fellowship Award für sein wegweisendes Stück No Beginning No End.  Dies ist eine musikalische Reise durch Tragik und Verlust, Tod und Übergang und den Weg von einem zum nächsten Leben. Ein Stück praktischer Heilung durch Musik, die dem Verlust seiner eigenen Tochter bei einem Verkehrsunfall folgte. Hier gibt es auch ein Video zu sehen: das Kenny Werner Trio spielt Bach in Thailand. 07.05. Florian Hoefner Solo Samstag, 07. Mai 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der im kanadischen Neufundland lebende deutsche Jazzpianist und Komponist Florian Hoefner spielt gerade bei uns im Sendesaal seine erste Solo-CD ein. Dieses Konzert ist Teil der Aufnahmesession. Seien Sie dabei. Florian Hoefner - Piano Florian Hoefner gehört zu den wenigen deutschen Musikern, die erfolgreich den Sprung über den Atlantik geschafft haben. Von 2008 bis 2014 lebte der gebürtige Nürnberger in New York City und erspielte sich dort einen guten Namen. Das zeigt sich zum einen an Auftritten mit Künstlern wie Rich Perry, Seamus Blake, John Riley und Tim Ries, zum anderen am Erfolg seiner eigenen Gruppe, der Florian Hoefner Group. Das Quartett, mit dem er seit 2011 arbeitet, hat bereits drei von der Presse gefeierte CDs beim amerikanischen Label, Origin Records veröffentlicht und hat eine Vielzahl von Konzerten in den USA, Kanada und Europa absolviert. 2013 wurde die Gruppe mit dem Ravensburger Kleinkunstpreis ausgezeichnet. Nach dem Konzert mit der Band beim Montreal Jazz Festival 2015 erhielt Florian den Stingray Rising Star Award für seine Komposition, Newfound Jig, sowie für sein Gesamtwerk. In Deutschland ist er nach wie vor als Pianist der Gruppe Subtone aktiv. Die Band hat gerade ihre vierte CD „Roswitha’s Revenge“ bei Laika Records veröffentlicht und blickt auf zahlreiche Konzerttourneen in Deutschland, Europa, aber auch Nord- und Südamerika und den Gewinn des internationalen Jazzwettbewerbs „Tremplin Jazz d’Avignon“ zurück. Als Komponist konnte Florian Hoefner zweimal hintereinander den ASCAP Young Jazz Composers Award gewinnen. Als Mitglied des BMI Jazz Composers Workshop unter Jim McNeely wurde er für den Charlie Parker Kompositionspreis nominiert. Nach Jahren der Arbeit mit verschiedenen Ensembles führte eine Einladung zu den „Piano Jazz Series“ in der Blues Alley in Washington, D.C. im April 2014 zur Uraufführung von Florians erstem abendfüllenden Solopianoprogramm. Seitdem hat er das Programm immer wieder aufgeführt und ständig weiterentwickelt. 2015 erhielt er ein Stipendium aus dem Kulturförderprogramm in seiner neuen Heimat, der kanadischen Provinz Neufundland und Labrador, um neues Repertoire für Solopiano zu komponieren und aufzunehmen. Als Ort für die Aufnahme wählte er den Sendesaal Bremen. Dieses Konzert ist Teil der Aufnahmesession und wird live mitgeschnitten. Die neuen Stücke sind speziell für Solopiano geschrieben und verbinden Florians virtuoses und rhythmisch präzises Pianospiel mit seiner einzigartigen kompositorischen Handschrift. Wir bedanken uns für die Unterstützung durch ArtsNL, dem Kulturförderprogramm der Provinz, Neufundland und Labrador, das im letzten Jahr 2.5 Millionen Dollar in die Förderung der Künste investiert hat. 11.05. Hommage á Max Reger zum 100. Todestag Mittwoch, 11. Mai 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der Tod des Komponisten Max Reger jährt sich am 11. Mai zum 100. Mal. Diesen Jahrestag hat der ausgewiesene Reger-Experte Kurt Seibert zum Anlass genommen, gemeinsam mit Studenten der Hochschulen München und Leipzig ein Programm mit einigen der wichtigsten Werke Regers zu gestalten. Max Reger: Acht Lieder für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte op.43 Josephine Renelt - Sopran Mayuko Obuchi - Klavier Hochschule für Musik und Theater München Max Reger: Variationen und Fuge über ein Thema von Bach op. 81 für Klavier zu zwei Händen Herrn Professor August Schmidt Lindner zugeeignet Kurt Seibert - Klavier Max Reger: Nachgelassenes Quintett c-Moll für 2 Violinen, Viola, Violoncello und Klavier Kurt Seibert - Klavier Lipsia Quartett Die Mitglieder des Ensembles studieren an der Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" Leipzig und können bereist auf eine erfolgreiche Konzerttätigkeit verweisen. Studenten der Hochschulen München und Leipzig gestalten zusammen mit Kurt Seibert  die Auftaktveranstaltung der Hommage á Max Reger. Eins der bedeutendsten Werke der „klassischen Moderne“, die monumentalen „Variationen und Fuge über ein Thema von Bach“ für Klavier solo und ein himmelstürmendes, den Geist von Johannes Brahms atmendes Klavierquintett des jungen Regers werde ebenso zu hören sein wie ein hochromantischer Liederzyklus des Siebenundzwanzig jährigen. Der zu seiner Zeit vielgespielte und hochgeschätzte Komponist ist heute hauptsächlich als Komponist großer Orgelwerke bekannt. Nahezu vergessen ist sein umfangreiches Kammermusikwerk und seine dreihundert Liedkompositionen und – mit Ausnahme seiner „Mozart-Variationen“ auch seine Werke für Orchester. Paul Hindemith nannte ihn den „letzten Riesen“ in der Musik, von dem er viel gelernt habe und auch Arnold Schönberg schätzte ihn sehr. Er selbst sah sich immer als Avantgardist blieb aber auch der großen deutschen Musiktradition verbunden. Er wollte, wie er einmal sagte die „Weiterentwicklung des Stils“ und nicht „den Umsturz predigen“ Sein Motto war: Bach ist Anfang und Ende aller Musik. Er erlebte den kulturellen Umbruch nach dem ersten Weltkrieg nicht mehr und nicht er, sondern Arnold Schönberg der mit  seiner „Zwölftonmusik“ das Jahrhunderte alte harmonische Dur-Moll System endgültig beseitigte, wurde eine der Leitfiguren der „Neuen Musik. Max Reger Musik am „Aufbruch zur Moderne“, seine Auseinandersetzung mit Johannes Brahms und Johann Sebastian Bach, aber auch seine kühne Weiterentwicklung der musikalischen Formen und der Harmonik wird in unseren Programmen hörbar. Kurt Seibert, wegen seiner Verdienste um das Werk Max Regers mit mehreren Preisen, unter anderem mit dem Fritz Bauer- Preis der Bayerischen Akademie der schönen Künste ausgezeichnet, hat unter der Federführung seines  Leipziger Kollegen Hanns Martin Schreiber ein umfangreiches Projekt mitgestaltet, in das auch junge, bereits erfolgreiche Künstler der Städte, die für Max Reger prägend waren – München und vor allem Leipzig – eingebunden sind. Das Konzert mit sowohl schwierig einzustudierenden als auch im normalen Konzertleben selten oder gar nicht gespielten Werken wäre ohne die engagierte und kompetente Betreuung durch die Professoren Aitzol Iturriagagoitia, Tatjana Masurenko Peter Bruns, Frank Reinecke und Tobias Truniger, dem musikalischen Leiter des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper, nicht zustande gekommen. Ein weiteres Konzert der Reihe findet am 12. Mai um 20 Uhr in der Stadtwaage Bremen statt. David Hausdorf, ausgewiesener Regerkenner und Mitglied der Münchner Philharmoniker und sein langjähriger Partner, der Bremer Pianist Markus Blume spielen Kammermusik- und Solowerke von Max Reger. Eine Veranstaltung von Kurt Seibert, gefördert von der Waldemar Koch-Stiftung 14.05. Soo Cho & Javier Girotto Samstag, 14. Mai 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Tango-infizierter Jazz vom Feinsten mit der in Amsterdam lebenden koreanisch-stämmigen Pianistin Soo Cho und dem in Italien lebenden argentinischen Saxophonisten Javier Girotto. Soo Cho - Klavier Javier Girotto - Saxophon Die Pianistin Soo Cho reduziert den muskulösen und akrobatischen Ansatz vieler ihrer jungen Kollegen und erreicht dennoch eine starke Intensität des Ausdrucks. Die in Korea geborene Pianistin begann mit 3 Jahren Klavier zu spielen. Als sie den Jazz entdeckte, ging sie nach Holland, um in Amsterdam zu studieren. Sie betreibt ihr eigenes Trio und arbeitet seit drei Jahren im Duo mit Javier Girotto zusammen. Der Saxophonist Javier Girotto aus Italien mischt Jazz mit dem Tango seiner Heimat Argentinien. Er gewann besondere Anerkennung mit seiner Gruppe Aires Tango und hat mit allen namhaften Jazzmusikern in Italien zusammengespielt. er traf die Pianistin und Komponistin Soo Cho, las ihre Partituren und entschloss sich sofort mit ihr zusammenzuarbeiten. „Diese Frau schreibt wunderbar“, sagt er. "Das Duo einer klassisch ausgebildeten Jazzpianistin und eines tangoinfizierten Saxophonisten. Cho’s Spiel ist glasklar und warm zugleich. Javier Girotto ist ein wunderbarer Geschichtenerzähler" (de Volkskrant) 15.05. Faltenradio: ZOO Sonntag, 15. Mai 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Zum zweiten Mal sorgt im Sendesaal die phänomenale österreichische Klarinettistentruppe Faltenradio für intelligente Kurzweil - diesmal mit ihrem Programm aus dem Tierreich: ZOO. Faltenradio ZOO Alexander Maurer - Klarinette, Baßklarinette, Harmonika, Perkussion Alexander Neubauer - Klarinette, Bassetthorn, Baßklarinette, Harmonika
 Stefan Prommegger - Gesang, Baßklarinette, Klarinette, Harmonika
 Matthias Schorn - Klarinette, Perkussion, Harmonika
 Lukas Beck - Fotos und Regie Faltenradio, der Privatsender aus dem Tiergarten ist die Stimme seines Volkes. Raffiniert, wie die jungen Geparden Vogelstimmen imitieren und damit - ohne mit der Wimper zu zucken - ausgewachsene Löwen an der Nase herumführen. Ihre Hörer jedoch dürfen sich über die gewissenhafte Erfüllung des Bildungsauftrags freuen, der Faltenradio mit Begeisterung nachkommt. Ungetrübter Hörgenuss, verzichtet Faltenradio doch auch in schwierigen Zeiten selbst auf versteckte Werbeeinschaltungen. Das Stimmenspektrum soll angeblich sogar um einige Facetten reicher werden. Und wer weiß, vielleicht verrät ein Tier aus dem Zoo im zweiten Programm des Faltenradios sogar die Bedeutung des Namens "Faltenradio"? (Regisseur Lukas Beck über ZOO) Hier gibts die Jungs auch im Video zu sehen. 18.05. Malte Dürrschnabel Quartett: Hommage à Michel Legrand Mittwoch, 18. Mai 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Malte Dürrschnabel widmet sich mit seinem Quartett nach "Strayhorn" bereits zum zweiten Mal einem der großen Songwriter des 20. Jahrhunderts, dem Franzosen Michel Legrand, der so grandiose Titel schrieb wie "Windmills Of Your Mind". Hommage à Michel Legrand Malte Dürrschnabel - Klarinetten, Saxophone Henning Gailing - Bass Rainer Böhm - Piano Silvio Morger - Schlagzeug In einem Zeitalter, in dem die Musikindustrie nach plakativen Innovationen durstet, setzt das Malte Dürrschnabel Quartett dazu mit ausdrucksstarken Interpretationen des Werkes großer Songwriter des 20. Jahrhunderts  einen raffinierten Gegenpol und ist dabei nicht minder innovativ. Dass die Besinnung auf Groove, Transparenz und starke Melodien sich als als Nährboden für tiefsinnige Improvisationen  hervorragend eignet, haben die vier vielfach preisgekrönten Musiker bereits mit ihrer ersten Veröffentlichung "Strayhorn" bewiesen.  Mittlerweile haben sie sich mit dem Oeuvre des berühmten französischen Filmmusikkomponisten Michel Legrand auseinandergesetzt und die stärksten Songs für ihre Besetzung arrangiert. So entstehen frische Versionen, welche die französische Leichtigkeit mit erdigem Groove und bluesgetränkter Harmonik verbinden. Malte Dürrschnabel - Saxophone, Klarinetten, Flöte Malte Dürrschnabel studierte Jazz-Saxophon in Berlin, Brüssel und Den Haag und hat daneben alle wichtigen Stationen der deutschen Jazzausbildung wie z.B. das Bundesjazzorchester (BuJazzO) durchlaufen. Für sein Spiel ist er bereits mehrfach international ausgezeichnet worden (u.a. Preis für den besten Instrumentalisten beim "Tremplin Jazz d’Avignon" und Bundessieger bei „Jugend Jazzt“). Neben seiner Tätigkeit im "The world famous Glenn Miller Orchestra", das jährlich über 160 mal weltweit in den renommiertesten Konzertsälen gastiert, ist er Gründungsmitglied der des Quintetts „Subtone“ und Leader seines eigenen Quartetts. Aufgrund seiner Vielseitigkeit als Instrumentalist und Improvisator ist er darüber hinaus gefragter Sideman in zahlreichen weiteren Projekten (WDR Bigband, HR Bigband, Oper Köln, Heavytones, Sunday Night Orchestra, Bad Hersfelder Festspiele, etc.) und an unzähligen Aufnahmen beteiligt. So stand er bereits mit Größen wie Ron Carter, Bob Mintzer, David Liebman, Benny Golson, Lalo Schifrin, Kurt Elling, etc. auf einer Bühne. Als Gastprofessor war er bereits an der PUJ-Universität in Bogotá und als Lehrbeauftragter für Jazz-Saxophon an der Hochschule in Osnabrück tätig. Silvio Morger - Schlagzeug Silvio Morger studierte an den Musikhochschulen in Mainz und Köln Jazz-Schlagzeug. Während des Studiums war er Mitglied im Landesjugendjazzorchester Hessen und im BujazzO. Später folgte ein Aufenthalt in New York, wo er als DAAD Stipendiat am Queens College studierte. Silvio wurde 2012 mit dem Solistenpreis des Festivals "Tremplin Jazz d´Avignon" ausgezeichnet und erhielt 2013 den Förderpreis der Stadt Hilden. Als vielbeschäftigter Drummer hat er bereits in verschiedensten Formationen mit Größen wie Lalo Schifrin, Dee Dee Bridgewater, Antonio Hart, David Binney, Will Vinson, Peter Herbolzheimer, Bill Dobbins, Bob Mintzer, Nils Wogram, Toni Lakatos u.v.a. zusammengearbeitet. Rainer Böhm - Piano Rainer Böhm studierte in Mannheim und New York Jazzpiano und wurde bereits in jungen Jahren mit Preisen überhäuft, zu denen neben vielen anderen der Vierteljahrespreis der Deutschen Schallplattenkritik und der Landesjazzpreis Baden-Württemberg zählen. Mittlerweile gehört Rainer Böhm unumstritten zur "Crème de la Crème" der deutschen Jazzpianisten und hat folglich schon mit unzähligen Jazzgrößen aufgenommen und gespielt, unter anderem mit Dave Liebman, Albert Mangelsdorff, Kurt Rosenwinkel, Ari Hoenig, Donny McCaslin und Randy Brecker. Neben seiner Konzerttätigkeit ist er Dozent an den Musikhochschulen in Mainz und Mannheim. Henning Gailing - Bass Henning Gailing zählt seit über 20 Jahren zu den gefragtesten Bassisten in Deutschland und spielte bereits mit allen, die in der Szene Rang und Namen haben, u.a. mit Lee Konitz, Mark Murphy, Kevin Mahogany, Jimmy Cobb, Vincent Herring, Peter Bernstein, Dennis Mackrel, Philipe Catherine, die ihn alle wegen seines zupackend-erdigen Pulses schätzen. Neben seiner Konzerttätigkeit vermittelt er sein Können und seine Erfahrung auch als Dozent an der Musikhochschule Mainz. "Gailing is certainly one of the few modern bass players saturated with the sounds of Oscar Pettiford, Paul Chambers and Israel Crosby." (John Goldsby) 19.05. fatsO Donnerstag, 19. Mai 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Sie waren die Sensation der jazzahead Overseas Night 2015, die kolumbianische Band fatsO um den charismatischen singenden Bassisten Daniel Restrepo. Jetzt kommen sie das erste Mal auf Europatour - und natürlich auch in den Sendesaal. fatsO Daniel Restrepo - Bass / Gesang Daniel Linero - Saxophon, Klarinette Pablo Beltran - Saxophon Cesar Daniel Caicedo - Saxophon Elkin Hernandez - Saxophon, Klarinette Cesar Morales - Drums Gegründet wurde fatsO von dem in Bogota lebenden Kolumbianer Daniel Restrepo. Daniel gilt als Multitalent; schreibt und arrangiert die Musik, spielt selbst Kontrabass und singt mit einer Reibeisenstimme, die Erinnerungen an die guten alten amerikanischen Blues- und Folksänger weckt.  Die Bandmitglieder stammen alle aus Bogotas Musikszene und bringen ihrerseits Einflüsse aus eigenen Rock-, Elektronika-, Jazz-, Traditionals und Avantgarde-Projekten mit. Der Kern von fatsOs Musik ist eine Mischung aus Blues, Jazz und Soul, bei der aber immer wieder auch ein wenig die Rockmusik durchschimmert. Auf seinem Weg hat sich Restrepo, der seine Kindheit und Teile seiner Jugend in den Vereinigten Staaten verbracht hat, viel mit seiner Herkunft und seinen familiären wie musikalischen Wurzeln beschäftigt. Während dieser Zeit ist Daniel auch auf den Kontrabass seiner Träume gestoßen, der allerdings nur in Havanna, Kuba, hergestellt wird. Leider war dieser bei Lieferung nahezu komplett zerstört und unspielbar. Daniel hat darauf den Bass liebevoll repariert und renoviert und sich mit seinem Instrument komplett zurückgezogen, um an ersten eigenen Songs zu arbeiten. Während dieser sechs Monate hat Daniel dann tatsächlich viele Lieder in Ruhe komponiert und dazu die Arrangements und Texte geschrieben. Danach ging es mit der gesamten Band ins Studio und herausgekommen ist das selbstbetitelte Album „fatsO“. Warum der Name? Diesen Namen hat Daniel seinem Kontrabass gegeben. Beim Anhören von fatsOs Musik ist schnell herauszuhören, dass der Sound der Band von Künstlern wie Leonard Cohen, Tom Waits, The Police und Radiohead geprägt ist. Mit dem Song „I’ll be fine“ zollt Restrepo diesen Musikern seinen Tribut, ohne in irgendeiner Weise anmaßend klingen zu wollen. 2013 gab die Band ihr Livedebüt bei dem Festival „Jazz In The Park“ in Bogota. Die Reaktionen des Publikums waren so überwältigend, dass fatsO umgehend zu weiteren Jazz- und sogar Rockfestivals in Kolumbien eingeladen wurde. Und der Hype nahm seinen Lauf. Auf der Jazzahead 2015 spielte die Band dann endlich ihr Europadebüt. Ihr Showcase im Schlachthof Bremen wurde mit stehenden Ovationen gefeiert und machte die Band schlagartig zu einem der Gesprächsthemen auf der Messe. Ende März 2016 wird das Label „Jazzhaus Records“ das Debütalbum, das bisher nur in Südamerika erhältlich war, weltweit veröffentlichen. 21.05. JSO Bremen-Nord - Wiener Klassik Samstag, 21. Mai 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 12 Euro (ermäßigt 6 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Jugendsinfonieorchester Bremen-Nord geht unter der Leitung von Martin Lentz mit der "Wiener Klassik" und Werken von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart und anderen in den Frühling. "Wiener Klassik und mehr" JSO Bremen-Nord Martin Lentz - Leitung Programm u.a.: Joseph Haydn - Klavierkonzert D-dur Wolfgang A. Mozart - Sinfonie Nr. 30 KV 202 Das Frühjahrskonzert im Sendesaal widmen die jungen Musiker des Jugendsinfonieorchesters Bremen-Nord gewohnt schwungvoll der Wiener Klassik und neben anderen Musikern ihren beiden großen Namen Haydn und Mozart. Eine Veranstaltung des JSO Bremen-Nord 26.05. David Helbock Trio Donnerstag, 26. Mai 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Auch der österreichische Pianist David Helbock war mit seinem multiinstrumentalen Trio Random/Control eine der Sensationen bei der jazzahead! 2015. Nun ist er mit seinem neuen Trio unterwegs. Man kann gespannt sein. David Helbock Trio David Helbock - Piano Raphael Preuschl - Bassukulele Herbert Pirker - Drums Seit 2010 sorgte der vielfach ausgezeichnete 30-jährige österreichische Pianist David Helbock vor allem mit seinem nonkonformistischen Trio Random/Control international für Aufsehen. Auch Helbocks aktuelles Trio zeigt unkonventionelle und humorvolle Facetten. Raphael Preuschl (*1977) zupft nicht etwa Kontra- oder E-Bass, sondern eine Bass-Ukulele. „Sie klingt sehr laut und perkussiv, in gewisser Weise recht afrikanisch, was gut zu meiner Musik passt“, freut sich David Helbock. Entsprechend dynamisch, mitunter beinahe eruptiv spielt Herbert Pirker (*1981) sein Schlagzeug. In lyrischen Passagen ausgesprochen sensibel, in schnellen Momenten mit pointierter Energie und harten Beats, die sich fast schon Rock-Ästhetik nähern. Absichtsvoll lichtete das Trio im Lauf der Zeit immer mehr die Instrumentierung. Raphael Preuschl konzentrierte sich irgendwann ganz auf die Bass-Ukulele, David Helbock ließ alle Keyboards und Elektronik weg. „Eine Zeit lang suchte ich nach neuen Sounds und probierte viel aus. Letztlich kam ich aber zu dem Ergebnis, dass ich interessantere Klänge kreieren kann, indem ich die Klaviersaiten manipuliere“, beschreibt David Helbock seine derzeitige Fokussierung auf die mechanischen Möglichkeiten des Flügels. Helbock orientiert sich an Ideen George Crumbs. „Ich benutze nur solche Manipulationen, die ich schnell wieder entfernen kann“, erklärt er, „und wenn ich die Saiten mit der Hand zupfe oder Akkorde streiche, markiere ich mir vorher genau die Stellen, an denen ein bestimmter Klang entsteht.“ Bei jeder neuen Produktion überrascht der variable Virtuose mit persönlichen Ideen, die dem Zeitgeist eine Nase drehen und eindrucksvolles Profil zeigen. David Helbock - Piano Zweimal Preisträger und der Publikumspreis beim weltweit größten Jazz-Piano-Solo-Wettbewerb des Jazzfestivals Montreux, begeisterte/internationale Kritiken für seine CDs und der wichtigste Förderpreis des Bundes Österreich 2011 - der "Outstanding Artist Award" - der aus dem kleinen österreichischen Dorf Koblach stammende Pianist David Helbock ist zweifellos auf dem besten Weg zu einer internationalen Karriere. Helbock ist aber nicht nur ein hervorragender Pianist, sondern auch ein eigenwilliger Denker, der in seine Projekte nicht nur außerordentliche Fingerfertigkeit, sondern auch jede Menge Hirnschmalz investiert. David Helbock, am 28. Januar 1984 geboren, begann im Alter von sechs Jahren Klavier zu spielen.
Er studierte am Konservatorium Feldkirch bei Prof. Ferenc Bognar Klavier, wo er 2005 sein klassisches Konzertfach-Diplom mit Auszeichnung abschloss und nahm seit 2000 zusätzlich Unterricht beim New Yorker Jazzpianisten Peter Madsen, der sein Lehrer, Mentor und Freund wurde. David Helbock spielte Konzerttourneen und Aufnahmen in Länder wie den USA, Australien, Mexiko, Russland, Kasachstan, Kirgisistan, China, Mongolei, Südafrika, Äthiopien, Kenia, Senegal, Marokko, Indonesien, Malaysia, Indien, Brasilien, Argentinien, Chile und überall in Europa. David Helbock ist seit Beginn seiner Musikerlaufbahn außerdem als Komponist sehr aktiv. Zu seinen Werken zählt ein großes „Jahreskompositionsprojekt“ in dem er für ein Jahr lang jeden Tag ein neues Stück geschrieben hat (Anfang 2010 ist das "Personal Realbook" mit über 600 Seiten Musik erschienen) Raphael Preuschl - Bassukulele Raphael Preuschl wurde 1977 in Wien geboren. 1998 schloss er sein E-Bass Studium mit Auszeichnung ab und 2003 folgte der Abschluss seines Kontrabass Studiums. Er hat mit Musikern wie Paul Urbanek, Bertl Mayer, Alex Machacek, Dorretta Carter, Flip Philipp, Clemens Salesny, Nouvelle Cuisine, CJOV, Patrizia Ferrara, Peter Rom, Clemens Wenger, Wolfgang Puschnig, Debbie Deane, Helmut Jasbar, Woody Schabata, Daniel Nösig, Robert Riegler, Viola Falb, Wolfgang Schiftner, Herb Pirker, Michi Prowaznik und vielen anderen zusammengearbeitet. Herbert Pirker - Drums Herbert Pirker ist ein professioneller Schlagzeuger, der in Wien lebt. Geboren 1981 und aufgewachsen in der ländlichen Steiermark, begann er im Alter von sechs Jahren Schlagzeug zu spielen. 1999 zog es ihn nach Wien um am Konservatorium bei Walter Grassmann zu studieren. Nach seinem Studium 2004 war er bereits ein integraler Teil der wiener Musikszene. Seitdem ist Herbert durch Länder wie den USA, Russland, Marroko, Kirgistan, Kasachstan, Türkei und überall durch Europa getourt. 28.05. Göttinger Barockorchester, Ltg. Benjamin-Gunnar Cohrs Samstag, 28. Mai 2016 | 19:30 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets »LIEBESLIEDER - LEBENSTÄNZE« Streicher-Romantik - historisch musiziert Göttinger Barockorchester Leitung: Benjamin-Gunnar Cohrs Programm: Ottorino Respighi (1879–1936): Antiche Danze ed Arie per Liuto, Suite III in G (1932) Anton Bruckner (1824–1896): Perger Präludium C-Dur WAB 129 (1884)    Scherzo & Trio g-moll für Streichquartett WAB deest (1862) Edvard Grieg (1843–1907): Drei Vinje-Lieder op. 33/2, 3 & 12 (1878–80) **** Maurice Ravel (1875–1937): Deux Hommages (1904/1909/1922) Edward Elgar (1857–1934): Serenade in E Minor op. 20 (1888-92) Frederick Delius (1862–1934): To be sung of a summer night on the water (1917) Gustav Holst (1874–1934): St. Paul's Suite in D op. 29/2 (1913) Alle Werke wurden vom Dirigenten neu bearbeitet und erklingen in dieser Form erstmals öffentlich. Ein Programm mit romantischen Werken für Streichorchester, musiziert in historisch informierter Aufführungspraxis. Zu Gast ist das Göttinger Barockorchester – ein Ensemble, das 1995 von dem Barock-Geiger Hans-Henning Vater gegründet und im norddeutschen Raum wie auch auf renommierten Festivals bekannt wurde. Es hat einen festen Stamm von professionellen Musikerinnen und Musikern und spielt in variablen Besetzungen Werke vom 16. bis 19. Jahrhundert. In diesem Konzert gibt es Werke spät-romantischer Komponisten, die zwischen 1862 und 1932 entstanden sind und üblicherweise heute nur im süffigen Sound moderner Streichorchester zu hören sind. Dirigent und Orchester finden es deshalb besonders reizvoll, sich den Vorstellungen der jeweiligen Entstehungszeit anzunähern – ein Klang, der geprägt war von den damals üblichen Darmsaiten, vom nur behutsam eingesetzten Vibrato und einer eher beredsamen als sentimentalen Spielweise. Die beiden Geigengruppen werden nach damaligem Vorbild links und rechts auf der Bühne platziert. In den von Edvard Grieg, Anton Bruckner, Edward Elgar, Frederick Delius, Gustav Holst, Ottorino Respighi und Maurice Ravel stammenden Werken treffen unter dem Motto »Liebeslieder – Lebenstänze« alt-italienische Arien und Tänze in all ihrer barocken Pracht auf klassische Menuette, Kunstlieder, Choräle, Folk Songs und Volkstänze. Besonderer Höhepunkt des Programms ist die Weltpremiere eines bislang völlig unbekannten Scherzos in g-moll für Streicher von Anton Bruckner, das erst 2014 öffentlich zugänglich wurde. Alle Werke wurden für dieses Projekt eigens neu bearbeitet oder spielpraktisch eingerichtet und erklingen in Ur- oder Erstaufführung. Die musikalische Leitung hat der in Bremen lebende Dirigent und Musikforscher Benjamin-Gunnar Cohrs, der mit dem Göttinger Barockorchester bereits 2013 anläßlich der Uraufführung seiner Neu-Ausgabe von Mozarts Requiem zusammengearbeitet hatte. Das Konzert wird für spätere Veröffentlichung auf CD mitgeschnitten. Weitere Informationen: www.benjamingunnarcohrs.com; www.goebarock.de Call Send SMS Call from mobile Add to Skype You'll need Skype CreditFree via Skype
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 29.04.16  +  

Freihandel ist Ausdruck kapitalistischer Verhältnisse

Neoliberalismus ist die politische Antwort auf die Tendenz zu Sozialstaat und Verstaatlichung wichtiger Industrien nach 1945, sowie auf die Krise der kapitalisischen Verwertung seit den 1970ern. Private Aneignung von staatlichem Eigentum, von Natur, von zukünftig zu erwirtschaften Gewinnen ist heute die Grundlage des wachsenden Reichtums Weniger. Soziale, ökologische arbeitsrechtliche Schutzrechte werden als Besitzstandswahrung angegriffen und ihre Zerstörung als Deregulierung für alternativlos ausgegeben. Diese Verhältnisse sind unterträglich! Da helfen keine PolitikerInnen, keine Parteien, die uns bestenfalls auf Kosten Anderer eine etwas verträglichere Ausbeutung bieten können.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 18.04.16  +  

ATTAC Deutschland: > "Deutschland fungiert selbst als Steueroase / Staatlich geduldete Steuervermeidung größter Skandal"

  Im Zusammenhang mit den "Panamapapers" wirft Attac der Bundesregierung vor, nicht konsequent gegen Steuerhinterziehung und Steuervermeidung vorzugehen. "Wenn Staatssekretär Michael Meister bei 'Anne Will' behauptet, die Bundesregierung setze sich für ein Abkommen zur Offenlegung von Kontodaten ein, ist das nur die halbe Wahrheit", stellt Attac-Steuerexperte Karl-Martin Hentschel klar. "Die andere Hälfte lautet: Das Bundesfinanzministerium sperrt sich dagegen, Informationen an alle Staaten zu liefern. Entwicklungs- und Schwellenländer etwa sollen außen vor bleiben. Das ist ein Skandal." In der Debatte ebenfalls unter den Tisch falle der Status Deutschlands als Steueroase für Diktatoren und Verbrecher. Karl-Martin Hentschel: "Das Vermögen von ausländischen Staatsbürgern auf Konten deutscher Banken wird auf etwa drei Billionen Euro geschätzt. Ein beträchtlicher Teil dürfte aus kriminellen Aktionen, von verbrecherischen Staatschefs und internationalen Syndikaten stammen. Doch Deutschland liefert an ausländische Steuerbehörden keine Informationen über dieses Geld. Die deutschen Finanzbehörden erheben nicht einmal Daten." Als weiteren zentralen Kritikpunkt nennt Attac die staatlich geduldete Steuervermeidung großer Konzerne. "Jede Diskussion über Steuerhinterziehung ist verlogen, wenn nicht festgestellt wird, dass die wirklich Reichen, die Multimillionäre und Milliardäre sowie die internationalen Konzerne keine Briefkastenfirmen brauchen, da sie Steuern legal vermeiden können – und dies der Gesetzgeber bewusst duldet", sagt Karl-Martin Hentschel. "Das ist der größte Skandal." So konnte die Familie Quandt ihr Vermögen im vergangenen Jahr ohne Steuerzahlung vererben. Und die Bayer AG hat ihre Steuern in den vergangenen zehn Jahren um mehr als drei Viertel gesenkt, indem die Gewinne in Niedrigsteuerländer verlagert wurden. Das Tax Justice Network (TJN) veröffentlicht jährlich den Financial Secrecy Index (Schattenfinanzindex). In Deutschland geschieht das durch das Netzwerk Steuergerechtigkeit, an dem Attac beteiligt ist. Das Auslandsvermögen von Deutschen in Steueroasen wird auf mehrere hundert Milliarden Euro geschätzt. Die bisherigen bekannt gewordenen Fälle machen deutlich, dass diese Vermögen praktisch nie versteuert werden. * Die Kritikpunkte im Einzelnen: - Deutschland hat ein großes Interesse an der Geheimhaltung der Steuerdaten. Das Vermögen von ausländischen Staatsbürgern auf Konten deutscher Ban-ken wird auf ca. drei Billionen Euro geschätzt. Zum Vergleich: Der Gesamtwert aller Vermögen in Deutschland wird von der Deutschen Bundesbank auf zehn Billionen Euro geschätzt. Der größte Teil dieser drei Billionen Euro dürfte nicht versteuert werden, da Deutschland bislang an ausländische Steuerbehörden keine Informationen über diese Gelder liefert. Sie werden ja nicht einmal von den deutschen Finanzbehörden erhoben. Ein beträchtlicher Teil dieser Gelder dürfte aus kriminellen Aktionen, von verbrecherischen Staatschefs und inter-nationalen Syndikaten stammen. - Deutschland profitiert daher in großem Umfang von seinem Status als Steueroase für solche Gelder. - Das Bundesfinanzministerium setzt sich jetzt zwar für ein internationales Abkommen zur Offenlegung von Kontodaten ein. Aber das Bundesfinanzministerium will auch in Zukunft keine Informationen an Staaten liefern, die selbst kei-ne gute Steuerverwaltung haben. Damit dürften die in Deutschland geparkten Gelder zum großen Teil auch in Zukunft geheim bleiben. Das ist ein Skandal, auf den Attac und andere Nichtregierungsorganisationen wie das Netzwerk Steuergerechtigkeit in Briefen an alle Finanzminister und Finanzpolitiker aller Parteien hingewiesen haben. - Insbesondere Entwicklungs- und Schwellenländer sollen auch in Zukunft keine Informationen bekommen. Grund: Deutschland hat Angst, dass diese sonst deutsche Konzerne mehr besteuern, die heute dort nur wenig zahlen. - Eine Weitergabe der Kontodaten ist nur sinnvoll, wenn die natürlichen Konteninhaber beziehungsweise Nutznießer identifizierbar sind. Das muss auch dann gelten, wenn Zwischenhändler, Treuhänder oder Zwischengesellschaften eingeschaltet sind. - Deutschland beziehungsweise die EU könnten das durchsetzen, wenn allen in Deutschland (bzw. der EU) tätigen Banken und tätigen Firmen verboten wird, Geschäfte mit Banken und Gesellschaften in Staaten zu machen, die nicht mit den deutschen (europäischen) Steuerbehörden kooperieren. So machen es die USA. Das Bundesfinanzministerium lehnt das ab, wie Staatssekretär Michael Meister am Sonntag erneut bestätigt hat. - Das Bundesfinanzministerium wehrt sich weiterhin dagegen, dass das Register der Besitzer bzw. Nutznießer, das jetzt im Rahmen der Geldwäscherichtlinie der EU diskutiert wird, öffentlich zugänglich wird. Alle Erfahrungen der vergangenen Jahre haben aber gezeigt, dass nur der öffentliche Druck geeignet ist, eine Durchsetzung der Steuerforderungen sicher zu stellen. Ohne eine Veröffentlichung können weiterhin Wege gefunden werden, die Steuerpflicht zu umgehen. Außerdem ist der Druck auf die Steuerbehörden, mit großen Firmen zu Absprachen zu kommen und Prozesse zu vermeiden, sehr hoch. - Das Bundesfinanzministerium wehrt sich gegen konsequentes Vorgehen gegen Steuervermeidung und Steuerhinterziehung, da deutsche Firmen und deutsche Multimillionäre selbst in erheblichem Umfang davon profitieren. - Deutschland könnte jederzeit ein Gesetz erlassen, dass deutsche Staatsbürger grundsätzlich mit ihrem weltweiten Einkommen steuerpflichtig sind. Die USA machen das und setzen sogar gegen die Schweiz, Liechtenstein und anderen Länder durch, dass alle Banken, Firmen und Steuerbehörden der Finanzbehörde der USA die Daten liefern. Weitere Informationen: * Attac-Handlungsanleitung zur Bekämpfung von "Steuervermeidung und Gewinnverschiebung" (im Januar an Finanzpolitiker und Finanzminister in den Ländern, im Bund und in der EU geschickt): http://t1p.de/Anleitung-Bekaempfung-Steuertri cks -- --------------------------------------------- --- Frauke Distelrath Pressesprecherin Attac Deutschland --------------------------------------------- ---  
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
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yasni 10.04.16  +  

Sendesaal Bremen und jazzahead ! > Eröffnung im April

Liebe Freunde des Sendesaales, ausnahmsweise weisen wir gerne auf eine Veranstaltung hin, die gar nicht bei uns stattfindet: es ist die Auftaktveranstaltung zur diesjährigen jazzahead! im Kleinen Haus des Theater Bremen, die vielleicht auch für Sie interessant sein könnte - jedenfalls wenn Sie eine virtuelle Atlantik Überquerung mit Musik spannend finden. NOVECENTO – DIE LEGENDE DES OZEANPIANISTEN heißt dieser Beitrag des diesjährigen Partnerlandes Schweiz. Sie müssen dazu auch nicht, wie weiland Klaus Kinski alias Fitzcarraldo, ein Schiff über die Berge ziehen... Anbei finden Sie außerdem noch einmal unsere Sendesaal-Konzerte im April, falls ihnen unser letztes mailing oster- oder ferienbedingt entgangen sein sollte. Von denen stehen ja auch zwei oder - wenn Sie so wollen - drei im Zusammenhang mit der jazzahead! Wissen Sie welche?.... ....fragt für heute mit allerbesten Grüßen Ihr Peter Schulze Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Das benachbarte Restaurant Geerdes am Sendesaal ist zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de.   Inhalt 08 .04. Novecento - jazzahead! Eröffnung, nicht im Sendesaal sondern im Theater Bremen/Kleines Haus des 10.04. Ein Abend für Jean Paul 13.04. Preisträgerkonzert Jugend musiziert 14.04. Veronica Harcsa & Balint Gyemant (HU) 16.04. Bobo & Herzfeld meet Zabelov: Liederseelen 17.04. Matinée Althastedter Kammerorchester & Sinfonia Neuss 20.04. Evan Parker: Take The Green Train 23.04. jazzahead! clubnight: 20 years of jazzland recordings 30.04. Franz Liszt - Ein Klavierabend von und mit Lutz Görner 08.04. Novecento - jazzahead! Eröffnung, nicht im Sendesaal sondern im Theater Bremen/Kleines Haus des jazzahead! Festival feiert seinen Auftakt am 8. April um 20 Uhr im Theater Bremen, Kleines Haus mit NOVECENTO – DIE LEGENDE DES OZEANPIANISTEN von Alessandro Baricco, übersetzt von Karin Krieger Ein Musiktheater über das seltsame Leben des Pianisten Novecento, der ein Leben lang als blinder Passagier den Ozean überquert und nie einen Fuß an Land gesetzt hat. Das frühere Bord-Orchester des Dampfers «Virginian» tourt heute als Festland-Band durch die Klubs und Salons Europas. In den Gedanken der Musiker immer mit dabei ist ihr ehemaliger Pianist Danny Boodmann T.D. Lemon Novecento, der in über dreißig Jahren nie den Dampfer verließ und seinen Lebensunterhalt als sagenumwobener Jazzpianist an Bord verdiente. In kleinen Szenen und in Songs erinnert sich der Klarinettist Tom an seinen Musikerfreund und das gemeinsame Leben auf dem Luxusliner. Und am Klavier spielt nun Novecentos Nachfolger die Jazz-Melodien von damals. Oder ist der kraushaarige Pianist doch Danny Boodman T.D. Lemon Novecento...? Protagonist dieser musikalischen Atlantikreise ist der Ehrenpreisträger des Salzburger Stiers 2012 und des Kleinkunstpreises Schweiz 2014 Jürg Kienberger. Ihm zur Seite steht das «Atlantic Jazz-Orchester». Der Auftakt zum jazzahead! Festival 2016 nimmt das Publikum mit auf eine Reise über den Atlantik, in die Roaring Twenties – und irgendwie auch in das Partnerland der jazzahead! 2016: die Schweiz.   Mit: Jürg Kienberger, Nikolaus Schmid, Marco Schädler (Key), Daniel Sailer (Bass), Peter Conradin Zumthor (Perc.) und Laura Lienhard. Musikalisches Arrangement: Ensemble des Atlantic Jazz-Orchester Dramaturgie und Regie: Manfred Ferrari Tickets: 28€, 9€ ermäßigt Nordwestticket und Kasse Theater Bremen 10.04. Ein Abend für Jean Paul Sonntag, 10. April 2016 | 17:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Rainer Iwersen und Uli Beckerhoff machen einen kombinierten Abend mit Musik und Lyrik:  "Jean Paul: Leben des vergnügten Schulmeisterlein Maria Wutz in Auenthal - Eine Art Idylle". Rainer Iwersen - Rezitation Uli Beckerhoff -Trompete, Keyboards „Ob ich gleich nicht weiss, wer unter allen Autoren der Erde die meisten Gleichnisse gemacht, so freut es mich doch, dass ihn niemand übertrifft als ich.“ Jean Paul Jean Paul gehört zu den Größten der deutschen Literatur. Als Sprachmagier und Spracherfinder ohnegleichen gerühmt, ist er in vielerlei Hinsicht der erste moderne Dichter Deutschlands. Seine Ästhetik sucht ihre Wege abseits von Goethe, Schiller und den Romantikern. Schiller selbst sieht Jean Paul wie einen, der aus dem Mond gefallen ist. Rainer Iwersen studierte zunächst Literatur und Philosophie in München, später begann er  an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater ein  Schauspielstudium. Er war 1984 Mitbegründer der Bremer Shakespeare Company und ist Übersetzer vieler Shakespeare-Stücke wie u.a. Romeo und Julia, Macbeth, König Lear, Was ihr wollt und Richard III für den renommierten S.Fischer Verlag. Neben seiner Tätigkeit als Übersetzer arbeitet er als Schauspieler, Regisseur, Rezitator und Sprecher. Uli Beckerhoff ist Jazztrompeter und Komponist und ist auf mehr als 50 CD`s und Schallplatten zuhören, viele dabei unter eigenem Namen. Seine Tourneen führten ihn durch ganz Europa sowie Afrika und Brasilien. Er trat mit vielen internationalen Stars der Jazzszene bei großen Festivals auf und ist beteiligt an vielen Produktionen für Rundfunk, Fernsehen, Theater und Hörspiele. Er war Professor an der Jazzabteilung der renommierten Folkwang Universität der Künste. 13.04. Preisträgerkonzert Jugend musiziert Mittwoch, 13. April 2016 | 20:00 Uhr | Der Eintritt ist frei. Voranmeldung erwünscht Es spielen die Preisträger des diesjährigen Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“ in den ausgeschriebenen Solokategorien: Blasinstrumente, Zupfinstrumente, Bass (Pop) Musical und den Ensemblewertungen: Klavier 4-händig, Duo – Klavier und ein Streichinstrument, Gesang und Schlagzeug – Ensemble. Naturgemäß können wir Ihnen die teilnehmenden jungen Künstler dieses Konzertes erst kurzfristig nennen, da der Landeswettbewerb erst am Wochenende zuvor stattfindet. Die Teilnehmer, die für sich im Landeswettbewerb eine Wertung von 23 und mehr Punkten erzielen konnten und in den Altersgruppen III bis VII - zwischen 14 und 21 Jahren - angetreten sind, fahren zum Bundeswettbewerb nach Hamburg, der wie jedes Jahr um Pfingsten herum stattfindet. Der Senator für Kultur in Bremen, die Sparkasse Bremen und der Landesmusikrat Bremen unterstützen das Konzert, das den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die wertvolle Möglichkeit der Podiumserfahrung ermöglicht. 14.04. Veronica Harcsa & Balint Gyemant (HU) Donnerstag, 14. April 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Veronika Harcsa, Sängerin mit extrem wandelbarer und ausdrucksvoller Stimme, ist in ihrem Heimatland Ungarn ein Star der Elektropop-Szene. Mit dem Gitarristen Bálint Gyémánt hat sie ein feinfühliges Duo, das an die besten Zeiten von Tuck & Patti erinnert. Veronika Harcsa - Gesang Bálint Gyémánt - Gitarre Veronika Harcsa ist in ihrem Heimatland Ungarn bereits ein Star und füllt in Budapest Hallen mit ihrer Elek­tropop Band  Bin-Jip. Mit dem Gitarristen Bálint Gyémánt hat sie ein Duo, das in eine ganz andere musikalische Richtung geht. Sie performen eigene Kompositionen zwischen Jazz und anspruchsvollem Pop, die Veronika Harcsa mit ihrer feinsinnigen und verführerischen Stimme eine außergewöhnliche Qualität verleiht. Veronika pendelt zwischen Budapest und Berlin, wo sie ein eigenes Live-Programm kuratiert, zu dem sie lokale Künstler einlädt. "Ihr Duo mit dem Gitarristen Bálint Gyémánt erzielt mit minimalem Aufwand eine tolle Wirkung." – Der Spiegel 16.04. Bobo & Herzfeld meet Zabelov: Liederseelen Samstag, 16. April 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Wer den Film Sound of Heimat mit dem Saxophonisten Hayden Chisholm gesehen hat, dem dürfte dieses Duo Bobo & Herzfeld mit sehr eigenem Angang an deutsche Traditionen in starker Erinnerung geblieben sein. Nun kommen sie als Trio mit dem neuen Projekt Liederseelen und dem weißrussischen Akkordeonisten Yegor Zabelov als Gast in den Sendesaal. Bobo & Herzfeld meet Zabelov Bobo - Gesang Sebastian Herzfeld - Klavier Yegor Zabelov - Akkordeon Mit ihrem  Album "Liederseelen" wandeln Bobo und Herzfeld weiter auf den Pfaden deutscher Dichtung. Waren es auf dem Vorgängeralbum "Lieder und Liebe und Tod" vor allem deutsche Volkslieder, mit deren innovativen Arrangements sie traditionelles Liedgut zu Weltmusik machten, verschreiben sich die beiden Musiker nun ganz dem Geist der Romantik. Denn hier finden sie ihre spirituelle Heimat; ein Lebensgefühl, das im Wandel der Zeiten in seinem Wesen doch dasselbe geblieben ist. Und so trägt Bobo die Gedichte von Friedrich Rückert, Conrad Ferdinand Meyer oder Joseph v. Eichendorff auf den Flügeln ihres klaren und kraftvollen Gesanges in unsere heutige Zeit.
Ihr langjähriger musikalischer Weggefährte Sebastian Herzfeld orchestriert mit ungewöhnlichem Instrumentarium wie Präpariertem Klavier, Harmonium, Bass und Metallinstrumenten einen magischen Soundtrack zu diesen Liederseelen. Denn jedes Lied hat eine Seele. Und sie wird manchmal, irgendwann, wieder geboren. Bobo wuchs in Sachsen Anhalt als Tochter eines Pfarrers und einer Kirchenmusikerin mit Chorälen und Liedern der Romantik auf, bevor sie Singer/Songwriter, Bands und ihre eigene Leidenschaft für das Singen entdeckte. Später studierte sie in Weimar Gesang und zog dann nach Berlin, wo sie ihre Band Bobo in White Wooden Houses gründete, die mit ihrem melodiösem Gitarren Pop bald bekannt wurde. Zahlreiche Konzerttourneen, weitere Alben und Kollaborationen mit verschiedensten Künstlern gaben ihrer stimmlichen Vielseitigkeit immer wieder neuen Ausdruck, international ist ihre Stimme als Rammsteins Engel bekannt. In den letzten Jahren entdeckte sie ihre Liebe für deutsches Liedgut, mit dem sie auf sehr eigene Weise eine Brücke zu ihren musikalischen Ursprüngen schlägt. Der aus Halle/Saale stammende Sebastian Herzfeld lernte als Kind mehrere Instrumente und spielte schon bald in verschiedenen Jazz Bands. Später studierte er an Berliner Musikhochschule Hanns Eisler Bass. Im Zusammenspiel mit Musikern der internationalen Jazz und Weltmusikszene entwickelte er seine Leidenschaft für fremde Klänge und ungewöhnlichen Rhythmen. Im Laufe der Jahre wandte er sich dann immer mehr der Komposition von Theater - und Filmmusik zu. Als jahrelanger musikalischer Leiter des "Neuen Theater" und Puppentheater Halle komponierte er zahlreiche Schauspielmusiken, die von seinem unverwechselbaren Sound auf dem präparierten Klavier, das er oft gleichzeitig zum Harmonium spielt, geprägt sind. Bobo und Herzfeld verbindet eine jahrelange musikalische Freundschaft, die einst in einer Band in Halle begann und sich viele Jahre später zu dem gemeinsamen Herzensprojekt "Lieder von Liebe und Tod" entwickelte, bei dem die beiden Musiker ihre musikalischen Wurzeln ausgruben und Volkslieder und Texte der Romantik neu vertonten, wofür sie 2008 den Deutschen Weltmusikpreis bekamen. Seit 2014 spielen die beiden im Trio mit Yegor Zabelov, dem wohl bekanntesten Akkordeonisten der weißrussischen Off-Szene. Komponist, Theater- und Filmmusiker und Gründer der Formationen Gurzuf und Yegor Zabelov Trio. Absolvent der staatlichen Musikakademie Belarus gewann er diverse internationale Preise - unter anderem für den fast schwerelos wirkenden Brückenschlag zwischen Rock, Klassik und Jazz, für den Zabelov in seiner aktuellen musikalischen Arbeit steht. 17.04. Matinée Althastedter Kammerorchester & Sinfonia Neuss Sonntag, 17. April 2016 | 11:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Althastedter Kammerorchester geht bei seiner Frühjahrsmatinée neue Wege: Gemeinsam mit der Sinfonia Neuss wird das Konzert unter dem Motto "Zwei Orchester - zwei Dirigenten - ein Komponist" Tschaikowsky gewidmet sein. Althastedter Kammerorchester Sinfonia Neuss Leitung: Grigori Pantijelew und Burkhart Zeller Zwei Orchester – zwei Dirigenten – ein Komponist Programm: Peter Tschaikowsky: Auszüge aus der Ballettmusik "Schwanensee" Variationen über ein Rokoko-Thema Sinfonie Nr. 1 g-moll "Winterträume" Musiker des Alt-Hastedter Kammerorchesters Bremen und der Sinfonia Neuss haben sich zusammengefunden zu einem gemeinsamen Konzert, das ganz und gar Tschaikowsky gewidmet ist. Dem Publikum dürften die Variationen über ein Rokokothema für Violoncello und Orchester bekannt vorkommen. Der Solopart wird vorgetragen von Burkart Zeller, dem Leiter der Sinfonia Neuss. Bekannt sind sicherlich auch Teile der Musik zu dem Ballett "Schwanensee", dem Inbegriff klassischer Tanzkunst. Zwischen der Apotheose des Balletts und dem wuchtigen Schluss der Ersten Symphonie bildet sich ein Reim, typisch für den damals jungen russischen Komponisten. Grigori Pantijelew und Burkart Zeller teilen die Leitung des Konzerts untereinander. Eine Veranstaltung des Althastedter Kammerorchesters 20.04. Evan Parker: Take The Green Train Mittwoch, 20. April 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der legendäre britische Saxophonist Evan Parker begibt sich mit dem Zug auf eine ökologische Konzertreise durch Europa und macht - einen Tag vor der jazzahead! - Station im Sendesaal. Take The Green Train! Evan Parker - Saxophon Im Rahmen des Projektes Take The Green Train des Europe Jazz Networks (einem Zusammenschluss von über 100 europäischen Jazzveranstaltern) macht der englische Saxophonist Evan Parker eine europaweite, ökologisch "korrekte" Tournee mit dem Zug. Parker ist seit über 50 Jahren auf der Szene und hat seine eigene, unverwechselbare Stimme in die Jazzgeschichte eingebracht. Zwei seiner formativen Aufnahmen enstanden sogar in Bremen: 1968 Peter Brötzmanns Machine Gun in der Lila Eule und 1972 Pakistani Pomade mit dem Alexander von Schlippenbach Trio im Sendesaal. Zu dem, was ihn beschäftigt, schreibt Evan Parker: "Wie wird ein Saxophonblatt physisch beeinflusst von dem Raum, in dem die Schwingungen des Blattes durch die konische Luftsäule des Saxophones verstärkt werden? In der letzten Zeit habe ich den Eindruck, dass es da einen direkten Zusammenhang gibt, der es schwer sein lässt unabhängig von der Akustik des Raumes, in dem es schwingt, zu entscheiden, welches ein „gutes Blatt“ ist. Das Verhalten von gebrochenen Säulen - die durch spezielle Griffe, bei denen offene Löcher im oberen Teil der Säule entstehen - eröffnet Wege, Noten oberhalb des eigentlichen Tonumfangs zu spielen, gleichzeitige Mehrklänge und mikrotonale Stimmungen. Das ist Material, mit dem man sich ein Leben lang beschäftigen kann." 2013 erhielt Evan Parker in London den Jazzpreis des Britischen Parlamentes. In der Begründung heißt es: "Wenn Du je in die Versuchung gekommen bist, freie Improvisation zu mögen, dann ist Parker Deine Einstiegsdroge, schrieb der Standup Comedian Stewart Lee 2010 im englischen Guardian. Er meinte nicht Charlie Parker sondern Evan Parker, den revolutionären englischen Saxophonisten, der die Tonbildung und Techniken seines Instrumentes in den späten 60er Jahren gänzlich neu erfunden hat und seither einer der weltweit am meisten bewunderten und einflussreichsten Saxophonisten geworden ist. Er hat das Buch der Klänge, die man auf dem Saxophon herstellen kann seit fast einem halben Jahrhundert neu geschrieben. Er kann sogar mehrstimmige Kontrapunkte spielen auf einem Instrument, das ja eigentlich nur einen Ton zur Zeit von sich geben kann. Er kann elektronik-artige Strukturen akustisch herstellen und eine persönliche Klanglandschaft erzeugen, die konventionelle Melodien vermeidet und dennoch ihre eigene atemberaubende Gefühlswelt hat. Parker hat mit vergleichbar revolutionären Musikern wie John  Zorn und Anthony Braxton gearbeitet, in experimentellen elektro-akustischen Gruppen und Ensembles der Neuen Musik gespielt - und ebenso Kantiges in konventionelle Jazzgruppen etwa von Stan Tracey, Kenny Wheeler oder dem Rolling Stone Charlie Watts eingebracht und hat Aufnahmen gemacht mit singer-songwriter Robert Wyatt, dem TV-Comedian Vic Reeves und seine unnachahmlichen Sounds auch Popmusikern geliehen wie Scott Walker, David Sylvian oder Jah Wobble. Evan hat Festivals kuratiert und auch seine eigene Plattenfirma betrieben." In Kooperation mit Europe Jazz Network Foto © Caroline Forbes 23.04. jazzahead! clubnight: 20 years of jazzland recordings Samstag, 23. April 2016 | 21:30 Uhr | Tickets 20 Euro (erm 12 Euro) | clubnight-Ticket 25 Euro (erm 20 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Vor 20 Jahren gründete der Keyboarder Bugge Wesseltoft in Norwegen das Label Jazzland Recordings, das eines der Pionierlables im europäischen Jazz wurde. Bei der jazzahead! clubnight wird dieses Jubiläum gefeiert mit Beady Belle, Håkon Kornstad Ensemble und einer Neuauflage der New Conception of Jazz (20 year anniversary edition) 20 years of Jazzland recordings Die norwegische Plattenfirma Jazzland Recordings mit Sitz in Oslo wurde 1996 vom Pianisten Bugge Wesseltoft  gegründet, um dessen Album New Conception of Jazz zu veröffentlichen, das international für Furore sorgte. Ebenso wie seine despektierlichen Äußerungen über amerikanischen Jazz, die 2001 sogar bis in die New York Times gelangten. Jazzland betreibt mehrere Jazz- und Nu Jazz-Labels. Musiker, die unter anderen für Jazzland aufnehmen, sind neben Bugge Wesseltoft Audun Kleive, Dhafer Youssef, Eyvind Aarset, Jon Balke, Live Maria Roggen, Sidsel Endresen,  Beady Belle, Håkon Kornstad, Ingebrigt Håker Flaten, Maria Kannegaard, und Ola Kvernberg. Auch die Dokumentation des einzigartigen Punkt Festivals von Jan Bang und Erik Honoré in Kristiansand wurde regelmäßig bei Jazzland veröffentlicht. Zum 20jährigen Jubiläum bringt Bugge Wesseltoft sowohl Musiker der ersten Stunde des Labels als auch die jüngsten Neuankömmlinge von Moksha nach Bremen in den Sendesaal. www.jazzlandrec.com Programm: 21:30 Beady Belle Beady Belle - Gesang Greg Hutchinson - Schlagzeug Reuben Rogers - Bass Bugge Wesseltoft - Piano Die Sängerin Beady Belle stellt aktuelle Titel aus ihrem neuesten, achten Album „On My Own“ vor, das im Juni 2016 erscheinen wird. Tatsächlich auf sich gestellt hat Beady im Herbst 2015 in New York wunderbar stimmungsvolle akustische Musik aufgenommen mit Musikern wie Greg Hutchinson, Ruben Rodgers, Joshua Redman, Mathias Eick und anderen. Produziert hat Bugge Wesseltoft. www.beadybelle.com 22:30 Håkon Kornstad Ensemble Håkon Kornstad - Tenor, Tenor sax, Flöte, Loops Sigbjørn Apeland - Harmonium Lars Henrik Johansen -  Cembalo, Cimbalon Per Zanussi - Bass, singende Säge Øyvind Skarbø - Schlagzeug Das musikalische Universum von Håkon Kornstad umfängt alle Sinne. Als Saxophonist ist er sehr eigen mit einer selten gehörten Klangbeherrschung . Als Sänger hat er dieselbe Fähigkeit, die seine Kombination von Jazz und Oper so natürlich erscheinen lässt, als hätte es sie immer schon gegeben. Er bewegt sich mit diesem Projekt mit Fingerspitzengefühl auf dünnem Eis. Das Kronstadt Ensemble kann am besten beschrieben werden als upgedatetes Salon Orchester, das Skandinavischen Jazz mit Opernarien und Liedern kreuzt. Caruso meets Coltrane, Björling meets Garbarek. Wunderschöne Arien und Lieder improvisatorisch verbunden, wie es das noch niemand bisher gemacht hat. www.kornstad.com 23:30 New Conception of Jazz 20 year anniversary edition Feat: Moksha Bugge Wesseltoft -  electronics, Piano Marthe Lea -  Tenorsaxophon, Flöte, Stimme, Electronics Oddrun Lilja Jonsdottir - Gitarre Sanskriti Shrestha - Tablas, Stimme Siv Øyun Kjenstad - Schlagzeug, Stimme Tore Fladjord - Schlagzeug, Percussion Der Beginn von New Conceptions of Jazz im Jahre 1996 mit Elementen von elektrischer Club Musik verbunden mit akustischen Jazzwurzeln galt vielen als Geburt einer Neuen Welle von Europäischem Jazz. New Conceptions of Jazz brachte 5 CDs heraus und spielte weltweit von 1996 bis 2006 mehr als 400 Konzerte. Nach 10-jähriger Pause lässt Bugge Wesseltoft diese kultige Gruppe wieder aufleben, immer noch auf der Suche nach einem eigenwilligen Sound der Improvisation und der Kombination von musikalischen Klängen und Richtungen. Zu Bugge gesellen sich junge, talentierte Musiker und spielen sowohl alte als auch brandneue Titel der Band. Als Gast dabei ist Moksha, die jüngste Band von Jazzland, um die nepalesische Tablaspielerin Sanskrits Shrestha. www.buggewesseltoft.com Dieses Konzert kann sowohl mit dem jazzahaead! clubnight ticket - nach Verfügbarkeit der Plätze - besucht werden, das für alle angeschlossenen Clubs gilt (Festivalticket), als auch mit einem Ticket, das nur für den Sendesaal gilt. 30.04. Franz Liszt - Ein Klavierabend von und mit Lutz Görner Samstag, 30. April 2016 | 20:00 Uhr | Ticket Vorbestellung 24 Euro (erm 12 Euro) Abendkasse 28 Euro (erm 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Lutz Görner setzt seine erfolgreichen Klavierabende mit Lesungen im Sendesaal fort. Der heutige Abend, an dem wiederum Nadia Singer Klavier spielt, ist dem Multitalent Franz Liszt gewidmet. Lutz Görner - Rezitation Nadia Singer - Klavier Franz Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 13, Trübe Wolken, Diabelli-Variation, Consolation Nr. 3, La Campanella, Gnomenreigen, Spanische Rhapsodie, Liebestraum, Valse oubliée, Ave Maria von Arcadelt, Die Wasserspiele der Villa d’Este, Zweite Ungarische Rhapsodie, Grand Galop chromatique Franz Liszt war ein Multitalent. Er war Erfinder des Klavierabends und dessen größter Interpret,  Persönlichkeit der Superlative, Liebling der Frauen, dreifacher Familienvater, Revolutionär, Kritiker der katholischen Kirche, Lifestyle-Künstler, Komponist, Wohltäter, Buchautor, Journalist, Regisseur, Kapellmeister, Erfinder des modernen Dirigierens, der Sinfonischen Dichtungen, der aufkommenden nationalen Musikstile und der impressionistischen Musik. Er war Förderer unzähliger Komponisten-Kollegen, wie Schumann, Wagner, Smetana, Grieg, Saint-Saëns, Debussy und Ravel, der über Liszt sagte: "Im letzten Grunde stammen wir alle von ihm ab". Seit einigen Jahren begeistert ‘die lyrische Stimme Deutschlands‘, wie die FAZ Lutz Görner nennt, sein Publikum, mit den von ihm erfundenen Klavierabenden. Diese Abende sind immer eine Mischung aus Literatur und Musik. Literatur von und über den Komponisten, dessen Musik Sie hören. Allesamt Musik des 19. Jahrhunderts. Musik zwischen Beethoven und Arnold Schönberg. Lutz Görner vertieft durch seine Textauswahl das Verständnis für die Musik. Und so ist aus dem ‘poetischen Staubwedel‘, wie ihn der ‘Spiegel‘ auf Grund seiner ‘Lyrik für alle‘-Serie bei 3sat nannte, die Woche für Woche siebzehn Jahre lang ausgestrahlt wurde, der ‘musikalische Staubwedel‘ geworden, der ein wenig frischen Wind in die Klavierabende bringen will, um sie für viele Menschen genussreicher zu machen. Gelingen konnte das nur durch eine phänomenale Pianistin. Durch Nadia Singer, 24 Jahre jung, von der Hans-Jörg Loskill in der WAZ behauptet, dass sie “auf dem Sprung zur Weltkarriere“ sei. Sie ist Lutz Görners Entdeckung des Sommers 2014 und wird betreut vom berühmten St. Petersburger Pianist und langjährigem Professor an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar, Grigory Gruzman, der sie innerhalb eines Jahres zum ersten Preis beim internationalen Rachmaninow-Wettbewerb in Frankfurt/M. geführt hat. Jung, dynamisch, lebensfroh und mit unglaublicher Technik und Spielsicherheit ausgestattet, bringt Nadia Singer das Publikum zum Staunen, zum Lächeln und zum Jubeln. Die Presse schrieb über sie: „ Ihre ausgeprägte Musikalität verbindet Nadia Singer mit technischer Perfektion. Sie spielt kraftvoll, sinnlich, bildhaft, frech-frivol, spannungsreich, anregend, fantasievoll und virtuos.“ Eine Veranstaltung der Konzertagentur Karin Kulmer Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de. Call Send SMS Call from mobile Add to Skype You'll need Skype CreditFree via Skype
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Sendesaal Bremen Newsletter: Unsere Konzerte im April

Liebe Freunde des Sendesaales, wir hoffen, Sie haben das Osterfest fröhlich und erholsam verlebt und freuen sich nun auf einen erfrischenden und ereignisreichen Frühling. Anbei finden Sie unsere Konzerte im April. Da erwarten Sie einige spannende Stimmen, nicht nur die interessante Rezitationsstimme von Rainer Iwersen (10.4.) sondern auch die wunderbaren Gesangsstimmen von Veronica Harcsa (14.4.) und Bobo (16.4.). Näheres dazu und zu unseren weiteren Konzerten weiter unten. Wir bieten gemeinsam mit dem benachbarten Restaurant Geerdes am Sendesaal auch ein Programm "Menü & Konzert" an. Sie suchen sich ein Konzert Ihrer Wahl aus und gönnen sich und Ihren Lieben vorher (wahlweise auch hinterher) ein 3-Gänge-Menü im Geerdes. Das wäre doch vielleicht auch was für Freunde, die gerne Kulinarisches und Konzertantes genussvoll miteinander verbinden. Für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze Das Restaurant Geerdes am Sendesaal ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de. Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite.   Inhalt 10.04. Ein Abend für Jean Paul 13.04. Preisträgerkonzert Jugend musiziert 14.04. Veronica Harcsa & Balint Gyemant (HU) 16.04. Bobo & Herzfeld meet Zabelov: Liederseelen 17.04. Matinée Althastedter Kammerorchester & Sinfonia Neuss 20.04. Evan Parker: Take The Green Train 23.04. jazzahead! clubnight: 20 years of jazzland recordings 30.04. Franz Liszt - Ein Klavierabend von und mit Lutz Görner 10.04. Ein Abend für Jean Paul Sonntag, 10. April 2016 | 17:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Rainer Iwersen und Uli Beckerhoff machen einen kombinierten Abend mit Musik und Lyrik:  "Jean Paul: Leben des vergnügten Schulmeisterlein Maria Wutz in Auenthal - Eine Art Idylle". Rainer Iwersen - Rezitation Uli Beckerhoff -Trompete, Keyboards „Ob ich gleich nicht weiss, wer unter allen Autoren der Erde die meisten Gleichnisse gemacht, so freut es mich doch, dass ihn niemand übertrifft als ich.“ Jean Paul Jean Paul gehört zu den Größten der deutschen Literatur. Als Sprachmagier und Spracherfinder ohnegleichen gerühmt, ist er in vielerlei Hinsicht der erste moderne Dichter Deutschlands. Seine Ästhetik sucht ihre Wege abseits von Goethe, Schiller und den Romantikern. Schiller selbst sieht Jean Paul wie einen, der aus dem Mond gefallen ist. Rainer Iwersen studierte zunächst Literatur und Philosophie in München, später begann er  an der Staatlichen Hochschule für Musik und Theater ein  Schauspielstudium. Er war 1984 Mitbegründer der Bremer Shakespeare Company und ist Übersetzer vieler Shakespeare-Stücke wie u.a. Romeo und Julia, Macbeth, König Lear, Was ihr wollt und Richard III für den renommierten S.Fischer Verlag. Neben seiner Tätigkeit als Übersetzer arbeitet er als Schauspieler, Regisseur, Rezitator und Sprecher. Uli Beckerhoff ist Jazztrompeter und Komponist und ist auf mehr als 50 CD`s und Schallplatten zuhören, viele dabei unter eigenem Namen. Seine Tourneen führten ihn durch ganz Europa sowie Afrika und Brasilien. Er trat mit vielen internationalen Stars der Jazzszene bei großen Festivals auf und ist beteiligt an vielen Produktionen für Rundfunk, Fernsehen, Theater und Hörspiele. Er war Professor an der Jazzabteilung der renommierten Folkwang Universität der Künste. 13.04. Preisträgerkonzert Jugend musiziert Mittwoch, 13. April 2016 | 20:00 Uhr | Der Eintritt ist frei. Voranmeldung erwünscht Es spielen die Preisträger des diesjährigen Landeswettbewerbs „Jugend musiziert“ in den ausgeschriebenen Solokategorien: Blasinstrumente, Zupfinstrumente, Bass (Pop) Musical und den Ensemblewertungen: Klavier 4-händig, Duo – Klavier und ein Streichinstrument, Gesang und Schlagzeug – Ensemble. Naturgemäß können wir Ihnen die teilnehmenden jungen Künstler dieses Konzertes erst kurzfristig nennen, da der Landeswettbewerb erst am Wochenende zuvor stattfindet. Die Teilnehmer, die für sich im Landeswettbewerb eine Wertung von 23 und mehr Punkten erzielen konnten und in den Altersgruppen III bis VII - zwischen 14 und 21 Jahren - angetreten sind, fahren zum Bundeswettbewerb nach Hamburg, der wie jedes Jahr um Pfingsten herum stattfindet. Der Senator für Kultur in Bremen, die Sparkasse Bremen und der Landesmusikrat Bremen unterstützen das Konzert, das den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die wertvolle Möglichkeit der Podiumserfahrung ermöglicht. 14.04. Veronica Harcsa & Balint Gyemant (HU) Donnerstag, 14. April 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Veronika Harcsa, Sängerin mit extrem wandelbarer und ausdrucksvoller Stimme, ist in ihrem Heimatland Ungarn ein Star der Elektropop-Szene. Mit dem Gitarristen Bálint Gyémánt hat sie ein feinfühliges Duo, das an die besten Zeiten von Tuck & Patti erinnert. Veronika Harcsa - Gesang Bálint Gyémánt - Gitarre Veronika Harcsa ist in ihrem Heimatland Ungarn bereits ein Star und füllt in Budapest Hallen mit ihrer Elek­tropop Band  Bin-Jip. Mit dem Gitarristen Bálint Gyémánt hat sie ein Duo, das in eine ganz andere musikalische Richtung geht. Sie performen eigene Kompositionen zwischen Jazz und anspruchsvollem Pop, die Veronika Harcsa mit ihrer feinsinnigen und verführerischen Stimme eine außergewöhnliche Qualität verleiht. Veronika pendelt zwischen Budapest und Berlin, wo sie ein eigenes Live-Programm kuratiert, zu dem sie lokale Künstler einlädt. "Ihr Duo mit dem Gitarristen Bálint Gyémánt erzielt mit minimalem Aufwand eine tolle Wirkung." – Der Spiegel 16.04. Bobo & Herzfeld meet Zabelov: Liederseelen Samstag, 16. April 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Wer den Film Sound of Heimat mit dem Saxophonisten Hayden Chisholm gesehen hat, dem dürfte dieses Duo Bobo & Herzfeld mit sehr eigenem Angang an deutsche Traditionen in starker Erinnerung geblieben sein. Nun kommen sie als Trio mit dem neuen Projekt Liederseelen und dem weißrussischen Akkordeonisten Yegor Zabelov als Gast in den Sendesaal. Bobo & Herzfeld meet Zabelov Bobo - Gesang Sebastian Herzfeld - Klavier Yegor Zabelov - Akkordeon Mit ihrem  Album "Liederseelen" wandeln Bobo und Herzfeld weiter auf den Pfaden deutscher Dichtung. Waren es auf dem Vorgängeralbum "Lieder und Liebe und Tod" vor allem deutsche Volkslieder, mit deren innovativen Arrangements sie traditionelles Liedgut zu Weltmusik machten, verschreiben sich die beiden Musiker nun ganz dem Geist der Romantik. Denn hier finden sie ihre spirituelle Heimat; ein Lebensgefühl, das im Wandel der Zeiten in seinem Wesen doch dasselbe geblieben ist. Und so trägt Bobo die Gedichte von Friedrich Rückert, Conrad Ferdinand Meyer oder Joseph v. Eichendorff auf den Flügeln ihres klaren und kraftvollen Gesanges in unsere heutige Zeit.
Ihr langjähriger musikalischer Weggefährte Sebastian Herzfeld orchestriert mit ungewöhnlichem Instrumentarium wie Präpariertem Klavier, Harmonium, Bass und Metallinstrumenten einen magischen Soundtrack zu diesen Liederseelen. Denn jedes Lied hat eine Seele. Und sie wird manchmal, irgendwann, wieder geboren. Bobo wuchs in Sachsen Anhalt als Tochter eines Pfarrers und einer Kirchenmusikerin mit Chorälen und Liedern der Romantik auf, bevor sie Singer/Songwriter, Bands und ihre eigene Leidenschaft für das Singen entdeckte. Später studierte sie in Weimar Gesang und zog dann nach Berlin, wo sie ihre Band Bobo in White Wooden Houses gründete, die mit ihrem melodiösem Gitarren Pop bald bekannt wurde. Zahlreiche Konzerttourneen, weitere Alben und Kollaborationen mit verschiedensten Künstlern gaben ihrer stimmlichen Vielseitigkeit immer wieder neuen Ausdruck, international ist ihre Stimme als Rammsteins Engel bekannt. In den letzten Jahren entdeckte sie ihre Liebe für deutsches Liedgut, mit dem sie auf sehr eigene Weise eine Brücke zu ihren musikalischen Ursprüngen schlägt. Der aus Halle/Saale stammende Sebastian Herzfeld lernte als Kind mehrere Instrumente und spielte schon bald in verschiedenen Jazz Bands. Später studierte er an Berliner Musikhochschule Hanns Eisler Bass. Im Zusammenspiel mit Musikern der internationalen Jazz und Weltmusikszene entwickelte er seine Leidenschaft für fremde Klänge und ungewöhnlichen Rhythmen. Im Laufe der Jahre wandte er sich dann immer mehr der Komposition von Theater - und Filmmusik zu. Als jahrelanger musikalischer Leiter des "Neuen Theater" und Puppentheater Halle komponierte er zahlreiche Schauspielmusiken, die von seinem unverwechselbaren Sound auf dem präparierten Klavier, das er oft gleichzeitig zum Harmonium spielt, geprägt sind. Bobo und Herzfeld verbindet eine jahrelange musikalische Freundschaft, die einst in einer Band in Halle begann und sich viele Jahre später zu dem gemeinsamen Herzensprojekt "Lieder von Liebe und Tod" entwickelte, bei dem die beiden Musiker ihre musikalischen Wurzeln ausgruben und Volkslieder und Texte der Romantik neu vertonten, wofür sie 2008 den Deutschen Weltmusikpreis bekamen. Seit 2014 spielen die beiden im Trio mit Yegor Zabelov, dem wohl bekanntesten Akkordeonisten der weißrussischen Off-Szene. Komponist, Theater- und Filmmusiker und Gründer der Formationen Gurzuf und Yegor Zabelov Trio. Absolvent der staatlichen Musikakademie Belarus gewann er diverse internationale Preise - unter anderem für den fast schwerelos wirkenden Brückenschlag zwischen Rock, Klassik und Jazz, für den Zabelov in seiner aktuellen musikalischen Arbeit steht. 17.04. Matinée Althastedter Kammerorchester & Sinfonia Neuss Sonntag, 17. April 2016 | 11:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Althastedter Kammerorchester geht bei seiner Frühjahrsmatinée neue Wege: Gemeinsam mit der Sinfonia Neuss wird das Konzert unter dem Motto "Zwei Orchester - zwei Dirigenten - ein Komponist" Tschaikowsky gewidmet sein. Althastedter Kammerorchester Sinfonia Neuss Leitung: Grigori Pantijelew und Burkhart Zeller Zwei Orchester – zwei Dirigenten – ein Komponist Programm: Peter Tschaikowsky: Auszüge aus der Ballettmusik "Schwanensee" Variationen über ein Rokoko-Thema Sinfonie Nr. 1 g-moll "Winterträume" Musiker des Alt-Hastedter Kammerorchesters Bremen und der Sinfonia Neuss haben sich zusammengefunden zu einem gemeinsamen Konzert, das ganz und gar Tschaikowsky gewidmet ist. Dem Publikum dürften die Variationen über ein Rokokothema für Violoncello und Orchester bekannt vorkommen. Der Solopart wird vorgetragen von Burkart Zeller, dem Leiter der Sinfonia Neuss. Bekannt sind sicherlich auch Teile der Musik zu dem Ballett "Schwanensee", dem Inbegriff klassischer Tanzkunst. Zwischen der Apotheose des Balletts und dem wuchtigen Schluss der Ersten Symphonie bildet sich ein Reim, typisch für den damals jungen russischen Komponisten. Grigori Pantijelew und Burkart Zeller teilen die Leitung des Konzerts untereinander. Eine Veranstaltung des Althastedter Kammerorchesters 20.04. Evan Parker: Take The Green Train Mittwoch, 20. April 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der legendäre britische Saxophonist Evan Parker begibt sich mit dem Zug auf eine ökologische Konzertreise durch Europa und macht - einen Tag vor der jazzahead! - Station im Sendesaal. Take The Green Train! Evan Parker - Saxophon Im Rahmen des Projektes Take The Green Train des Europe Jazz Networks (einem Zusammenschluss von über 100 europäischen Jazzveranstaltern) macht der englische Saxophonist Evan Parker eine europaweite, ökologisch "korrekte" Tournee mit dem Zug. Parker ist seit über 50 Jahren auf der Szene und hat seine eigene, unverwechselbare Stimme in die Jazzgeschichte eingebracht. Zwei seiner formativen Aufnahmen enstanden sogar in Bremen: 1968 Peter Brötzmanns Machine Gun in der Lila Eule und 1972 Pakistani Pomade mit dem Alexander von Schlippenbach Trio im Sendesaal. Zu dem, was ihn beschäftigt, schreibt Evan Parker: "Wie wird ein Saxophonblatt physisch beeinflusst von dem Raum, in dem die Schwingungen des Blattes durch die konische Luftsäule des Saxophones verstärkt werden? In der letzten Zeit habe ich den Eindruck, dass es da einen direkten Zusammenhang gibt, der es schwer sein lässt unabhängig von der Akustik des Raumes, in dem es schwingt, zu entscheiden, welches ein „gutes Blatt“ ist. Das Verhalten von gebrochenen Säulen - die durch spezielle Griffe, bei denen offene Löcher im oberen Teil der Säule entstehen - eröffnet Wege, Noten oberhalb des eigentlichen Tonumfangs zu spielen, gleichzeitige Mehrklänge und mikrotonale Stimmungen. Das ist Material, mit dem man sich ein Leben lang beschäftigen kann." 2013 erhielt Evan Parker in London den Jazzpreis des Britischen Parlamentes. In der Begründung heißt es: "Wenn Du je in die Versuchung gekommen bist, freie Improvisation zu mögen, dann ist Parker Deine Einstiegsdroge, schrieb der Standup Comedian Stewart Lee 2010 im englischen Guardian. Er meinte nicht Charlie Parker sondern Evan Parker, den revolutionären englischen Saxophonisten, der die Tonbildung und Techniken seines Instrumentes in den späten 60er Jahren gänzlich neu erfunden hat und seither einer der weltweit am meisten bewunderten und einflussreichsten Saxophonisten geworden ist. Er hat das Buch der Klänge, die man auf dem Saxophon herstellen kann seit fast einem halben Jahrhundert neu geschrieben. Er kann sogar mehrstimmige Kontrapunkte spielen auf einem Instrument, das ja eigentlich nur einen Ton zur Zeit von sich geben kann. Er kann elektronik-artige Strukturen akustisch herstellen und eine persönliche Klanglandschaft erzeugen, die konventionelle Melodien vermeidet und dennoch ihre eigene atemberaubende Gefühlswelt hat. Parker hat mit vergleichbar revolutionären Musikern wie John  Zorn und Anthony Braxton gearbeitet, in experimentellen elektro-akustischen Gruppen und Ensembles der Neuen Musik gespielt - und ebenso Kantiges in konventionelle Jazzgruppen etwa von Stan Tracey, Kenny Wheeler oder dem Rolling Stone Charlie Watts eingebracht und hat Aufnahmen gemacht mit singer-songwriter Robert Wyatt, dem TV-Comedian Vic Reeves und seine unnachahmlichen Sounds auch Popmusikern geliehen wie Scott Walker, David Sylvian oder Jah Wobble. Evan hat Festivals kuratiert und auch seine eigene Plattenfirma betrieben." In Kooperation mit Europe Jazz Network Foto © Caroline Forbes 23.04. jazzahead! clubnight: 20 years of jazzland recordings Samstag, 23. April 2016 | 21:30 Uhr | Tickets 20 Euro (erm 12 Euro) | clubnight-Ticket 25 Euro (erm 20 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Vor 20 Jahren gründete der Keyboarder Bugge Wesseltoft in Norwegen das Label Jazzland Recordings, das eines der Pionierlables im europäischen Jazz wurde. Bei der jazzahead! clubnight wird dieses Jubiläum gefeiert mit Beady Belle, Håkon Kornstad Ensemble und einer Neuauflage der New Conception of Jazz (20 year anniversary edition) 20 years of Jazzland recordings Die norwegische Plattenfirma Jazzland Recordings mit Sitz in Oslo wurde 1996 vom Pianisten Bugge Wesseltoft  gegründet, um dessen Album New Conception of Jazz zu veröffentlichen, das international für Furore sorgte. Ebenso wie seine despektierlichen Äußerungen über amerikanischen Jazz, die 2001 sogar bis in die New York Times gelangten. Jazzland betreibt mehrere Jazz- und Nu Jazz-Labels. Musiker, die unter anderen für Jazzland aufnehmen, sind neben Bugge Wesseltoft Audun Kleive, Dhafer Youssef, Eyvind Aarset, Jon Balke, Live Maria Roggen, Sidsel Endresen,  Beady Belle, Håkon Kornstad, Ingebrigt Håker Flaten, Maria Kannegaard, und Ola Kvernberg. Auch die Dokumentation des einzigartigen Punkt Festivals von Jan Bang und Erik Honoré in Kristiansand wurde regelmäßig bei Jazzland veröffentlicht. Zum 20jährigen Jubiläum bringt Bugge Wesseltoft sowohl Musiker der ersten Stunde des Labels als auch die jüngsten Neuankömmlinge von Moksha nach Bremen in den Sendesaal. www.jazzlandrec.com Programm: 21:30 Beady Belle Beady Belle - Gesang Greg Hutchinson - Schlagzeug Reuben Rogers - Bass Bugge Wesseltoft - Piano Die Sängerin Beady Belle stellt aktuelle Titel aus ihrem neuesten, achten Album „On My Own“ vor, das im Juni 2016 erscheinen wird. Tatsächlich auf sich gestellt hat Beady im Herbst 2015 in New York wunderbar stimmungsvolle akustische Musik aufgenommen mit Musikern wie Greg Hutchinson, Ruben Rodgers, Joshua Redman, Mathias Eick und anderen. Produziert hat Bugge Wesseltoft. www.beadybelle.com 22:30 Håkon Kornstad Ensemble Håkon Kornstad - Tenor, Tenor sax, Flöte, Loops Sigbjørn Apeland - Harmonium Lars Henrik Johansen -  Cembalo, Cimbalon Per Zanussi - Bass, singende Säge Øyvind Skarbø - Schlagzeug Das musikalische Universum von Håkon Kornstad umfängt alle Sinne. Als Saxophonist ist er sehr eigen mit einer selten gehörten Klangbeherrschung . Als Sänger hat er dieselbe Fähigkeit, die seine Kombination von Jazz und Oper so natürlich erscheinen lässt, als hätte es sie immer schon gegeben. Er bewegt sich mit diesem Projekt mit Fingerspitzengefühl auf dünnem Eis. Das Kronstadt Ensemble kann am besten beschrieben werden als upgedatetes Salon Orchester, das Skandinavischen Jazz mit Opernarien und Liedern kreuzt. Caruso meets Coltrane, Björling meets Garbarek. Wunderschöne Arien und Lieder improvisatorisch verbunden, wie es das noch niemand bisher gemacht hat. www.kornstad.com 23:30 New Conception of Jazz 20 year anniversary edition Feat: Moksha Bugge Wesseltoft -  electronics, Piano Marthe Lea -  Tenorsaxophon, Flöte, Stimme, Electronics Oddrun Lilja Jonsdottir - Gitarre Sanskriti Shrestha - Tablas, Stimme Siv Øyun Kjenstad - Schlagzeug, Stimme Tore Fladjord - Schlagzeug, Percussion Der Beginn von New Conceptions of Jazz im Jahre 1996 mit Elementen von elektrischer Club Musik verbunden mit akustischen Jazzwurzeln galt vielen als Geburt einer Neuen Welle von Europäischem Jazz. New Conceptions of Jazz brachte 5 CDs heraus und spielte weltweit von 1996 bis 2006 mehr als 400 Konzerte. Nach 10-jähriger Pause lässt Bugge Wesseltoft diese kultige Gruppe wieder aufleben, immer noch auf der Suche nach einem eigenwilligen Sound der Improvisation und der Kombination von musikalischen Klängen und Richtungen. Zu Bugge gesellen sich junge, talentierte Musiker und spielen sowohl alte als auch brandneue Titel der Band. Als Gast dabei ist Moksha, die jüngste Band von Jazzland, um die nepalesische Tablaspielerin Sanskrits Shrestha. www.buggewesseltoft.com Dieses Konzert kann sowohl mit dem jazzahaead! clubnight ticket - nach Verfügbarkeit der Plätze - besucht werden, das für alle angeschlossenen Clubs gilt (Festivalticket), als auch mit einem Ticket, das nur für den Sendesaal gilt. 30.04. Franz Liszt - Ein Klavierabend von und mit Lutz Görner Samstag, 30. April 2016 | 20:00 Uhr | Ticket Vorbestellung 24 Euro (erm 12 Euro) Abendkasse 28 Euro (erm 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Lutz Görner setzt seine erfolgreichen Klavierabende mit Lesungen im Sendesaal fort. Der heutige Abend, an dem wiederum Nadia Singer Klavier spielt, ist dem Multitalent Franz Liszt gewidmet. Lutz Görner - Rezitation Nadia Singer - Klavier Franz Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 13, Trübe Wolken, Diabelli-Variation, Consolation Nr. 3, La Campanella, Gnomenreigen, Spanische Rhapsodie, Liebestraum, Valse oubliée, Ave Maria von Arcadelt, Die Wasserspiele der Villa d’Este, Zweite Ungarische Rhapsodie, Grand Galop chromatique Franz Liszt war ein Multitalent. Er war Erfinder des Klavierabends und dessen größter Interpret,  Persönlichkeit der Superlative, Liebling der Frauen, dreifacher Familienvater, Revolutionär, Kritiker der katholischen Kirche, Lifestyle-Künstler, Komponist, Wohltäter, Buchautor, Journalist, Regisseur, Kapellmeister, Erfinder des modernen Dirigierens, der Sinfonischen Dichtungen, der aufkommenden nationalen Musikstile und der impressionistischen Musik. Er war Förderer unzähliger Komponisten-Kollegen, wie Schumann, Wagner, Smetana, Grieg, Saint-Saëns, Debussy und Ravel, der über Liszt sagte: "Im letzten Grunde stammen wir alle von ihm ab". Seit einigen Jahren begeistert ‘die lyrische Stimme Deutschlands‘, wie die FAZ Lutz Görner nennt, sein Publikum, mit den von ihm erfundenen Klavierabenden. Diese Abende sind immer eine Mischung aus Literatur und Musik. Literatur von und über den Komponisten, dessen Musik Sie hören. Allesamt Musik des 19. Jahrhunderts. Musik zwischen Beethoven und Arnold Schönberg. Lutz Görner vertieft durch seine Textauswahl das Verständnis für die Musik. Und so ist aus dem ‘poetischen Staubwedel‘, wie ihn der ‘Spiegel‘ auf Grund seiner ‘Lyrik für alle‘-Serie bei 3sat nannte, die Woche für Woche siebzehn Jahre lang ausgestrahlt wurde, der ‘musikalische Staubwedel‘ geworden, der ein wenig frischen Wind in die Klavierabende bringen will, um sie für viele Menschen genussreicher zu machen. Gelingen konnte das nur durch eine phänomenale Pianistin. Durch Nadia Singer, 24 Jahre jung, von der Hans-Jörg Loskill in der WAZ behauptet, dass sie “auf dem Sprung zur Weltkarriere“ sei. Sie ist Lutz Görners Entdeckung des Sommers 2014 und wird betreut vom berühmten St. Petersburger Pianist und langjährigem Professor an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar, Grigory Gruzman, der sie innerhalb eines Jahres zum ersten Preis beim internationalen Rachmaninow-Wettbewerb in Frankfurt/M. geführt hat. Jung, dynamisch, lebensfroh und mit unglaublicher Technik und Spielsicherheit ausgestattet, bringt Nadia Singer das Publikum zum Staunen, zum Lächeln und zum Jubeln. Die Presse schrieb über sie: „ Ihre ausgeprägte Musikalität verbindet Nadia Singer mit technischer Perfektion. Sie spielt kraftvoll, sinnlich, bildhaft, frech-frivol, spannungsreich, anregend, fantasievoll und virtuos.“ Eine Veranstaltung der Konzertagentur Karin Kulmer Call Send SMS Call from mobile Add to Skype You'll need Skype CreditFree via Skype
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