November im Yasni Exposé von Wieland von Hodenberg

Besucher
(32804 seit 13.06.2008)

Person-Info

190
Kriege weltweit ächten! Atomwaffen abschaffen! Alle AKW stilllegen!
Homepage: hodenberg.de
Spitzname: "Einstein", Land: Deutschland, Sprache: Deutsch
Ich biete: Friedensaktivist und Autor, auch verantwortl. für Pressearbeit - / Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, Bleiberecht für Flüchtlinge, Schutz für Deserteure vor Verfolgung und Einsatz für die universellen Menschenrechte. Außerdem Liebhaber klassischer Musik, Barockmusik, Jazz und Literatur. Sportlich: Tourenradler mit viel Langstreckenerfahrung - und Frischluftfanatiker!
Wieland von Hodenberg @ Solidarische Hilfe e.V., 28277 Bremen

2 Bilder von Wieland

Bilder werden geladen...
1 - 2 von 2
Wieland von Hodenberg - Wieland von Hodenberg
Juni 08  +
Wieland von Hodenberg - Wieland von Hodenberg
Okt 10  1

1188 Informationen zu Wieland von Hodenberg

Längerer Hals erwünscht...

Der erste Generalinspekteur der Bundeswehr ist zu Unrecht dem Strick entkommen. Seinen 120. Geburtstag feiert Adolf Heusinger heute in der Hölle Von Otto Köhler Lagebesprechung im Führerhauptquartier, Rastenburg (Ostpreußen) im Oktober 1941: Adolf Hitler, der Chef des OKW, Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, der Chef des Generalstabes des Heeres, Generaloberst Franz Halder, der Oberbefehlshaber des Heeres, Walther von Brauchitsch, und Generalstabsoffizier General Adolf Heusinger, später erster Generalinspekteur der Bundeswehr, v. l. n. r. Foto: jW-Archiv Otto Köhler schrieb an dieser Stelle zuletzt am 13.7. über die Rolle des Chemieindustriellen Carl Duisberg bei der Entlassung des Reichskanzlers Theobald von Bethmann Hollweg im Juli 1917. Ich war noch immer ein kleiner Nazi in einem unterfränkischen Dorf, als ich 1946 im Alter von elf Jahren begann, das Progymnasium in Hammelburg zu besuchen. Ich schwärmte für den »Führer« und seine Wehrmacht, und vom verlorenen Krieg erfuhr ich im Lateinunterricht bei der etwas zögerlichen Übersetzung des »Dulce et decorum pro patria mori« (Süß und ehrenvoll ist’s fürs Vaterland zu sterben). Aber immer wenn ich mit meinen kindischen Nazitiraden im Deutschunterricht anfing, begann ich mich zu schämen unter dem skeptischen Lächeln und den geduldigen Nachfragen des Studienrats Halbig. Den Rest besorgte das komfortable Amerikahaus mit seinen Büchern und Zeitschriften, in dem ich oft stundenlang auf die Rückfahrt nach Euerdorf wartete. So verlor ich den Hitler in mir und warf seine Bakelitsoldaten – zu jedem Christfest hatte ich einen Karton von dem Zeug bekommen – in den Müll. Ich ahnte nicht, dass einer schon dabei war, sie aus dem Dreck zu holen. Das ist über siebzig Jahre her. Am Montag vergangener Woche kam die hauptsächlich mit ihrer Verteidigung beschäftigte Ministerin Ursula von der Leyen nach Hammelburg zur General-Heusinger-Kaserne in der Rommelstraße. Ich war nie dort im Lager Hammelburg oder Bonnland, wie es damals hieß. Flüchtlinge wurden auf dem ehemaligen Übungsgelände der Hitler-Wehrmacht samt Kriegsgefangenenlager untergebracht. Von der Leyen hatte, nachdem eine Terrorzelle in der Bundeswehr entdeckt worden war, zielsicher die Botschaft verkündet, dass die Wehrmacht nicht traditionsstiftend für die Bundeswehr sein dürfe. Michael Wolffsohn, bis 2012 eher rechts stehender Dozent an der Universität der Bundeswehr in München, pflichtete ihr bei und ermahnte die Soldaten, jetzt nicht »beleidigte Leberwurst« zu spielen. Wo rechtsextremistische Einzelfälle sich häuften, seien es eben »keine Einzelfälle mehr«. In Berlin sprachen beide noch am 20. Juli gemeinsam auf der Rekrutenvereidigung samt Feierlichem Gelöbnis und dem kuriosen quasireligiösen Zapfenstreich. Aber vier Tage später in Hammelburg hatte Wolffsohns Zuspruch, dass der Wehrmachtsgeneral Adolf Heusinger nicht traditionsstiftend für die Bundeswehr sei, bei der Ministerin ein Haltungsproblem ausgelöst. Wolffsohn monierte: Bei der Vergangenheit des Generals und verschiedenen seiner Entscheidungen auf hoher Wehrmachtsebene melde er entschiedene Zweifel an. Die Ministerin schien zuzustimmen. Die Mainpost vor dem Besuch in Hammelburg am 18.5.: »Noch ist unklar, wie weit Ursula von der Leyen mit ihrer Kampagne gegen Wehrmachtsnostalgie geht.« Die Mainpost nach der Visite: »Die umstrittene Benennung einer Kaserne für übende Truppen in Hammelburg nach Adolf Heusinger verteidigte von der Leyen. Der erste General und spätere Generalinspekteur habe entscheidend dazu beigetragen, die Bundeswehr in der Demokratie zu verankern. Von seiner Vergangenheit in der Wehrmacht habe sich Heusinger ausreichend distanziert, so die Ministerin.« Ausreichend. Das ist die neue Bodenhaltung von Ministerin und Bundeswehr. Nichts gelernt vor Verdun Heute hat der am 4. August 1897 in Holzminden geborene Adolf Heusinger seinen 120. Geburtstag. Noch immer künden Straßennamen von dem Mann, der ein halbes Jahrhundert lang erschreckend erfolgreich vier deutschen Regimen gedient hat. Als Siebzehnjähriger mit Notabitur griff Klein-Adolf für seinen Kaiser freiwillig zur Waffe, zwei Verwundungen vor Verdun und in Flandern brachten ihn nicht zur Vernunft: Nach seiner Entlassung aus britischer Kriegsgefangenschaft machte er unter Ebert und Hindenburg unverdrossen in der Reichswehr weiter. Als Hitler an die Macht geholt wurde, war Heusinger eigentlich schon drei Jahre illegal, denn er diente seit 1930 als Generalstabsoffizier in der Operationsabteilung des Truppenamtes. Truppenamt – das war die Tarnbezeichnung für den durch den Versailler Vertrag noch immer mit gutem Grund verbotenen deutschen Generalstab. Ab dem 15. Oktober 1940 war er Chef der Operationsabteilung des Generalstabes im Oberkommando des Heeres (OKH), die mit der strategischen und operativen Führung der Heeresverbände befasst war. Heusinger war maßgeblich auch an der Vorbereitung des für den Sommer 1942 geplanten »Fall Blau« beteiligt. Zuvor hatten er und der Chef des Generalstabs, Franz Halder, sich bei Adolf Hitler im Konflikt über die Richtung dieses »Zweiten Feldzuges in Russland« nicht durchsetzen können. Beide hätten einem Stoß in Richtung Moskau anstatt Stalingrad und Kaukasus den Vorzug gegeben. Immerhin Halder und Heusinger waren sich mit Hitler einig, dass der Krieg in Russland als »Vernichtungskampf« geführt werden sollte. Im Jahr 1963, als Ludwig Erhard Bundeskanzler wurde, der 1944 ebenso innig mit dem ehemaligen SS-Einsatzguppenführer Otto Ohlendorf bereits an der Nachkriegswirtschaftsordnung »mit einem aktiven und wagemutigen Unternehmertum« arbeitete wie Heusinger mit Hitler am Endsieg, 1963 also bekam Adolf Heusinger das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik mit Stern und Schulterband. Es war sehr taktvoll, dass es sich hier um einen hohen Orden handelte, der an der Schulter zu tragen war. Und nicht am Hals. Scherzeshalber hatte Heusinger einmal geäußert, um die vielen Halsorden zu tragen, die er sich im Laufe seines kriegerischen Lebens erwarb, sei sein Hals nicht lang genug – jener des Erhard-Partners Ohlendorf wurde ausreichend lang, als der wegen seiner Kriegsverbrechen (90.000 Exekutionen) 1951 gehenkt wurde. Im Unterschied zu Ohlendorf hatte Heusinger seine Morde an Zivilisten als Chef der Bandenbekämpfung am Schreibtisch und nicht direkt an oder hinter der Front begangen. Gründungsvater der Bundeswehr Mit eigener Hand haben aber weder Ohlendorf noch Heusinger Zivilisten oder Partisanen umgebracht, sie erteilten nur die Befehle. Von dem Militärhistoriker Georg Meyer gibt es eine dicke von der Bundeswehr finanzierte Biographie Heusingers unter dem Titel »Dienst eines deutschen Soldaten 1915–1964«, die 2001 erschien. Johannes Hürter, Abteilungsleiter für die NS-Zeit im Münchener Institut für Zeitgeschichte (IfZ) kritisierte in der FAZ vom 29.12.2001, Meyer wolle »die Prädestination seines Helden zum weisen Gründungsvater der Bundeswehr bereits für die Zeit vor 1945 zeigen«. Hürter lässt keinen Zweifel: »Dass Heusinger als operativer Kopf des Generalstabs mitverantwortlich war für die katastrophale Fehlplanung eines Blitzfeldzugs im Osten, wird fast völlig unterschlagen (…) Seit August 1942 koordinierte Heusinger die brutale ›Bandenbekämpfung‹ und erwies sich auch dabei als militärischer Funktionär, der die ›Kriegsnotwendigkeiten‹ über Sentiments stellte. Sein Vorschlag einer ›rücksichtslosen Evakuierung eines Streifens von 50 Kilometern auf beiden Seiten‹ der Nachschublinien wurde zwar nicht verwirklicht, steht aber gegen die Behauptung Meyers, Heusinger habe die Bevölkerung im Operationsgebiet ›verständnisvoll‹ behandeln wollen. Für die ›innere Distanzierung‹ Heusingers von Hitler, der seinen Sachverstand sehr schätzte, fehlen die eindeutigen Belege. Die steigende Sorge um den Kriegsverlauf darf nicht mit grundsätzlicher Opposition verwechselt werden. Auch wenn Heusinger von den Vorbereitungen der Verschwörer gewusst haben mag, kann er nicht zum Widerstand des 20. Juli gezählt werden.« Beim Attentat stand Heusinger unmittelbar neben Hitler und wurde verletzt. Im Lazarett verhaftete ihn die Gestapo. Was er über die Verschwörer ausgesagt hat, ist unbekannt. Er verfasste für Hitler eine Denkschrift. Inhalt ebenso unbekannt. Jedenfalls wurde er bald wieder aus der Haft entlassen. Und Hitler empfing ihn im September 1944 zu einer Abschiedsaudienz, das Gespräch ist nur in Heusingers romanhaftem Erinnerungsbuch »Befehl im Widerstreit« von 1950 wiedergegeben: »Hitler, gebeugt und müde, gibt Heusinger die Hand und sieht ihn lange an: Es tut mir leid, dass auch Sie in die Untersuchung verwickelt waren. Aber ich konnte da nicht eingreifen. Generalleutnant Heusinger: Es war eine schwere Zeit für mich … Hitler: Ich habe Ihre Denkschrift aus der Haftzeit studiert. Ich danke Ihnen dafür. Es ist die einzige zusammenhängende Kritik, die ich über meine Maßnahmen während des Krieges zu lesen bekommen habe.« Nein, hier darf man nichts verwechseln – der wahre Wortlaut des Gesprächs zwischen dem Führer und seinem obersten Bandenbekämpfungschef ist nicht protokolliert. Aber 1945 verwirklichte Hitler noch die Idee eines »Volkssturms« von Kindern und Greisen, den ihm Heusinger schon 1943 vergebens vorgeschlagen hatte. Die Nachkriegszeit fand Heusinger, wenn sie ihn suchte, in der Historical Division wieder. Dort lagen für die USA bewährte Nazigenerale auf Halde, um auf ihre Wiederverwendungsfähigkeit geprüft zu werden. Inzwischen vertrieben sie sich dort ihre Zeit mit geschichtlichen Abhandlungen über ihr Wirken im Zweiten Weltkrieg. Wahres Herrentum Chef war der Generaloberst Franz Halder, dem Heusinger schon unter Hitler unterstellt war. Der wollte lieber Geschichte machen als Geschichte schreiben. Und so desertierte er aus der Historical Division nach Pullach zu einem anderen alten Bekannten, dem Spionagegeneral Reinhard Gehlen, ehemals Chef von Fremde Heere Ost. Aber nicht, um ebenfalls Spionage zu treiben, sondern um etwas neu aufzubauen. Halder, der vielleicht die Zusammenhänge nicht ganz begriff, zeigte sich ein wenig pikiert. Heusinger verbinde »hervorragendes militärisches Können mit einer Anpassungsfähigkeit«, die »wahrem Herrentum fremd ist«. Und gerade das habe ihn »besonders geeignet« gemacht, an die Spitze der neuen Bundeswehr zu treten, schreibt der Biograph Georg Meyer. Aber soweit sind wir noch nicht, auch wenn das der Zweck von Heusingers Abgang nach Pullach war. Dort gab es jedenfalls einen, der Heusinger »wahres Herrentum« bestätigte. James Critchfield, der zwanzig Jahre jüngere CIA-Aufpasser der im Pullacher Untergrund operierenden Organisation Gehlen war dem erfahrenen Nazigeneral auch intellektuell unterlegen. Aber manches fiel ihm doch auf. Plötzlich gab es beachtliche Verstärkung im Pullacher Untergrund. Critchfield hielt Gehlen vor, »meine Gruppe habe die Ankunft vieler uns unbekannter Deutscher beobachtet und dabei festgestellt, dass es sich zumeist um ehemalige Offiziere handelte, von denen viele über keinerlei nachrichtendienstliche Erfahrungen verfügten«. Nachlesen lässt sich das in den 2005 unter dem Titel »Auftrag Pullach« erschienenen Erinnerungen des US-Verbindungsoffiziers. Einige Tage nach der Ankunft lud »Dr. Horn«, wie sich Heusinger jetzt stets vorstellte, von dessen wahrer Identität Critchfield aber inzwischen erfahren hatte, den US-Amerikaner »zweifellos auf Betreiben Gehlens, nach dem Abendessen zu einem Glas Wein ein«. Und dabei erfuhr der die Wahrheit, dass Heusingers Anwesenheit in Pullach einem »ganz anderen Zweck« diente. Allzeit bereit. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen am 24. Juli zu Besuch in der General-Heusinger-Kaserne in Hammelburg Foto: Kai Pfaffenbach/ Reuters Wegen der unverblümten Benennung dieses Zweckes machte sich der Mann von der CIA bald Sorgen. »Eines Tages fragte ich Heusinger, warum er nicht einen eindeutigeren und weniger schwerfälligen Begriff verwendete als den der ›Remilitarisierung‹«. Critchfield besorgt: »Der Begriff war lang und in gewisser Weise missverständlich und war zudem in Nachkriegsdeutschland negativ belastet.« Warum er denn nicht den Begriff »Wiederbewaffnung« benutze? Hitlers General, noch lange nicht außer Diensten, beschied seinen jungen CIA-Aufpasser: Es seien »gerade die Amerikaner gewesen, die Deutschland und der deutschen Sprache den Begriff Demilitarisierung aufgezwungen hatten«. Heusinger, nun von Kopf bis Sohle ganz der wahre Herr: »Die Umkehr dieses Vorgangs ist logischerweise die Remilitarisierung«. Aus Heusinger brach der ganze Frust über den verlorenen Krieg heraus: Die deutsche Öffentlichkeit – vor allem die ehemaligen Wehrmachtsangehörigen – sei »einem konsequenten Programm der Demilitarisierung ausgesetzt« gewesen. Angefangen von den »rigorosen Bedingungen der Verfügung 1067 der Vereinten Stabchefs« der USA, die im April 1945 vorsah, dass in dem Krieg, den Hitler den USA erklärt hatte, die Richtlinie gilt: »Deutschland wird nicht besetzt zum Zwecke der Befreiung, sondern als besiegter Feindstaat.« Und dann auch noch die Bestimmungen von Jalta, Potsdam und des Alliierten Kontrollrats und der Militärregierung. Demilitarisierung, wohin man blickte. Obendrein gab es noch die Kriegsverbrecherprozesse (an denen Heusinger freilich nur als Zeuge und keineswegs als Angeklagter teilnehmen durfte). Nein, so Heusinger zu Critchfield: »Die Remilitarisierung bedurfte eines Wandels in der öffentlichen Meinung.« An diesem Wandel übte sich genau zur gleichen Zeit der Wehrmachtsleutnant Rudolf Augstein mit einer Beschwörung des toten Volksaufklärungsministers Joseph Goebbels. Ebenfalls unter einem Decknamen, aber ohne Dr., fragt also Augstein alias »Jens Daniel« am 2. Oktober 1948 in seiner ersten Spiegel-Kolumne: »Soll man die Deutschen bewaffnen?« Er fand einen besonderen Dreh: »Manche Fragen liegen so gefährlich in der Luft, dass niemand sie zu stellen wagt. So tief steckt die Welt noch im Ressentiment, dass lediglich schweizerische Außenseiter den Versuchsballon haben steigen lassen, ob man den Deutschen, dem Volk Hitlers, Waffen in die Hand geben dürfe zur Verteidigung einer Lebensform, die schon Hitler auszulöschen trachtete. Soll man die Deutschen bewaffnen?« Lügendoktor hat recht behalten Seine Antwort stützte sich schließlich auf den toten Propagandaminister: »Es ist maßlos traurig, dass der wohlmeinende Pazifismus Nürnberger Prägung schon drei Jahre nach Kriegsende in einer Sackgasse festsitzt. Es ist traurig, aber nicht überraschend. Der kleine Lügendoktor hat mit seiner bösesten Prophezeiung recht behalten. Aber wer den Kopf ressentimental in den Sand steckt, den überrollen die Panzer.« Den überrollen die Panzer. Das wusste der wohlunterrichtete Spiegel-Chef. Woher? James Critchfield schrieb über Gehlen: »Er war derjenige, der Fremde Heere Ost als eine Trumpfkarte ansah, die es auszuspielen galt, um eine goldene Brücke nach Westen in ein antibolschewistisches Bündnis zu bauen, mit dem Westeuropa verteidigt werden konnte.« Gehlen habe von Anfang an »eine ganze Anzahl junger erfahrener Generalstabsoffiziere um sich geschart, die nur zeitlich begrenzt mit dem einen Ziel in die Organisation Gehlen eintraten, erneut die militärische Laufbahn zu beschreiten«. Über Heusinger: »Die ›Organisation Gehlen‹ war für Heusinger die ideale Ausgangsbasis und ein geschütztes und politisches Umfeld gewesen, in dem er die Grundlagen für die Wiederbewaffnung vorbereiten konnte.« Streng geheim: »Alle in der Organisation Gehlen angestellten Wehrmachtsoffiziere waren während ihrer Tätigkeit in Pullach mit einer eigenen Legende ausgestattet und den dazugehörigen Papieren versehen worden.« Eine Scheinidentität: »Die offiziellen Unterlagen der Bundeswehr sagen zum Beispiel über General Adolf Heusinger aus, dass er sich in den Jahren 1948 bis 1951 als Schriftsteller betätigte, seine Stellung innerhalb der ›Organisation Gehlen‹ wird nicht erwähnt.« Diese Untergrundtätigkeit zur Remilitarisierung Westdeutschlands unterschlägt die Webseite der Bundeswehr in ihren biographischen Angaben zu Heusinger bis heute. Und da haben wir das magische Dreieck für die Zeit nach der »Katastrophe« von 1945: Generaloberst Halder, der nunmehrige Geschichtsschreiber: Er beweist, dass die Wehrmacht nur durch Hilters Pfusch am Endsieg gehindert wurde. Generalleutnant Heusinger, der im Untergrund die Wehrmacht als neue Bundeswehr wiederaufbaute. Und Generalmajor Gehlen, der den dazugehörigen Kalten Krieg erst so richtig ermöglichte. Sorgfältig hatte der Chef von Fremde Heere Ost von allen Aussagen, die er aus gefangenen Sowjetsoldaten für jedes Bedürfnis herausfoltern ließ, Kopien angefertigt und versteckt. Er lief im Mai 1945 mit seinen Leuten zu den US-Amerikanern über und erzählte ihnen, dass 175 frische sowjetische Divisionen bereitstünden, um – zunächst – bis zum Atlantik vorzustoßen. Die US-Militärs, die wenig Erkenntnisse über die Sowjets hatten, schluckten das – einige begierig. Die Organisation Gehlen und der Kalte Krieg waren geboren. Im Schutz der von der CIA geführten Organisation Gehlen machte sich Heusinger ans Werk, ein Jahr bevor es überhaupt eine Bundesrepublik Deutschland gab. Desgleichen Augstein. Gleich nach seiner Kolumne vom Lügendoktor, der doch recht behalten hat, machte sich Augstein auf den Weg zu den auf freiem Fuß befindlichen Nazigeneralen, um zu erkunden, was man tun könne. An einem Novemberabend im Jahr 1948 fiel er unangemeldet in Adenauers Haus ein und meldete: Alle von ihm konsultierten deutschen Militärs seien übereinstimmend der Meinung, dass 30 deutsche Divisionen nötig seien. »Das ist auch meine Schätzung«, antwortete Konrad Adenauer, der damals noch nicht Bundeskanzler, sondern als Präsident des Parlamentarischen Rates oberster Volksvertreter war. »Die neue deutsche Armee wurde nicht gegründet, um den Bonner Staat zu schützen, sondern der neue Staat wurde gegründet, um eine Armee gegen die Sowjets ins Feld zu stellen ...« Das schrieb Augstein 1961 in dem Sammelband »Bilanz der Bundesrepublik«. Ursula von der Leyen, die Ministerin zu ihrer Verteidigung, die gerade noch Fisimatenten machen wollte, wird nach ihrer Hammelburg-Visite von voriger Woche in ihrem wohlverstandenen Interesse Adolf Heusinger weiterhin als den legitimen Vater der Deutschen Bundeswehr anerkennen müssen. Entscheidendes aber blieb Heusinger versagt. Er fuhr – wohlverdient – am 30. November 1982 zur Hölle. Den Ausbruch der Armee der Einheit durfte er nicht mehr miterleben. Auch nicht ihren ersten großen Sieg in dem von Adolf Hitler eröffneten und von Gerhard Schröder und Joseph Fischer weitergeführten Krieg zur Zerschlagung Jugoslawiens. Das wäre seinen brechenden Augen eine große Freude gewesen. Denn war es nicht so, dass die Notwendigkeit, Jugoslawien zu bestrafen, den von Heusinger ebenfalls ausgearbeiteten Feldzug um entscheidende Wochen hinauszögerte? Wochen, in denen General Winter sich dann auf die Seite Stalins schlug – Moskau in Sichtweite der deutschen Truppen blieb unerreichbar. Lesen Sie zur faschistischen Traditionslinie der Bundeswehr auch unseren Artikel: Aus braunem Geist erschaffen (Die Bundeswehr wurde von Generälen Hitlers von Anfang an als Aggressionsarmee aufgebaut.)
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
9x
yasni 04.08.17  +  

Aus braunem Geist erschaffen...

Die Bundeswehr wurde von Generälen Hitlers von Anfang an als Aggressionsarmee aufgebaut. Es ging und geht um die Verwirklichung der Expansionsziele des deutschen Imperialismus Von Gerhard Feldbauer »Ein Unrechtsregime, wie das Dritte Reich, kann Tradition nicht begründen«, heißt es im gültigen Traditionserlass der Bundeswehr von 1982, der die Bezüge auf Hitlers Armee zurückweist. Das von der Wehrmacht verwendete »Schwarze Kreuz« gilt leicht verändert dennoch weiterhin als Hoheitszeichen der Bundeswehr … Foto: dpa - Bildfunk Gerhard Feldbauer schrieb an dieser Stelle zuletzt am 1. November 2016 über die Errichtung der faschistischen Diktatur in Italien durch Benito Mussolini Um den in jüngster Zeit wieder bekannt gewordenen Zuständen über die braune Vergangenheit ihrer Truppe zu entgegnen, behauptete Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, der Widerstand der Offiziere um Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der am 20. Juli 1944 das Attentat gegen Hitler ausführte, sei das Fundament der Bundeswehr seit ihrer Gründung im Jahre 1955. Mit dieser infamen Lüge betätigt sich von der Leyen als Geschichtsfälscherin. Denn außer einer 1961 im baden-württembergischen Sigmaringen nach Stauffenberg benannten Kaserne, die 2014 aufgelöst wurde, spielte dieser in der Traditionspflege der Bundeswehr bisher kaum eine Rolle. Im Gegenteil berief sich noch 2010 ein vom Heeresamt der deutschen Streitkräfte herausgegebenes Handbuch mit »Hilfen für den Gefechtsdienst« fast ausschließlich auf Operationen der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Angeführt wurde dort unter anderem SS-Obersturmbannführer Paul Karl Schmidt (Paul Carell), bis 1945 ­Pressechef im Auswärtigen Amt Joachim von Ribbentrops. Und auch das mittlerweile im »Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften« aufgegangene »Militärgeschichtliche Forschungsamt« der Bundeswehr bezog sich in einem »Wegweiser« für die deutschen Besatzungstruppen in Afghanistan positiv auf Hitler-Militärs. Über den glühenden Antisemiten und Afghanistan-Reisenden Oskar Ritter von Niedermayer hieß es dort, er repräsentiere die »guten deutsch-afghanischen Beziehungen« vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Geist und die Praxis der Armee, deren Aufstellung schon kurz nach der Entstehung der Bundesrepublik eingeleitet wurde, wurde von ihren Gründervätern bestimmt. Zu ihnen gehörte Hitler-General Hasso von Manteuffel, der im November 1949 Bundeskanzler Konrad Adenauer eine Studie zur Aufstellung einer Armee aus kriegserfahrenen ehemaligen Wehrmachtssoldaten übergab. Im August 1950 übernahm der frühere General der Panzertruppen, Gerhard Graf von Schwerin, die zentrale Planung. Zwei Monate später beauftragte Adenauer seinen Parteifreund, Wehrmachtsoberstleutnant Theodor Blank, das nach ihm benannte Amt zur Leitung des Aufbaus einer neuen Wehrmacht zu bilden. Im Juni 1955 – sieben Monate vor den entsprechenden Maßnahmen in der DDR – wurde es zum Verteidigungsministerium. Im Bundestag gab Blank die geplante Stärke der Streitkräfte mit 370.000 Mann beim Heer, 70.000 bei der Luftwaffe, 24.000 bei der Marine und 40.000 Soldaten bei der Territorialarmee, der bis 1969 bestehenden, vierten Teilstreitkraft, bekannt. Es wurden weitere 44 ausgewählte ehemalige Wehrmachtsgeneräle eingestellt, vorwiegend Generalstabsoffiziere, kommandierende Generäle oder Divisionskommandeure, die bis 1945 zur jüngeren Wehrmachtselite gehört hatten. Adolf Heusinger und Hans Speidel wurden zu Generalleutnanten ernannt. Alle 104 zu dieser Zeit in der Bundeswehr aktiven Generäle und Admirale hatten unter Hitler gedient. Militaristen und Nazis Zu den Gründungsvätern der Bundeswehr zählten fanatische Militaristen wie Heinz Trettner, Johann Adolf Graf von Kielmansegg oder Karl-Adolf Zenker. Hermann Görings Jagdflieger in der Legion »Condor«, Johannes Trautloft, baute die Bundesluftwaffe mit auf. Er wurde kommandierender General der Luftwaffengruppe Süd und erhielt zum Spanienkreuz in Gold das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern. Er gründete die Traditionsgemeinschaft »Legion Condor«, deren Wirken, »der bundesdeutschen Jugend als Vorbild dienen« sollte. In seinen Memoiren »Als Jagdflieger in Spanien« ist von »uralten Jagdinstinkten«, die durchgebrochen seien, die Rede. Nach Tieffliegerangriffen auf Toledo beschrieb er, wie MG-Garben in den Feind einschlugen und Lastwagen sich überschlugen. »Wohl nichts vermag den Soldaten tiefer zu befriedigen als der Anblick einer kopflosen, panischen Flucht des Feindes.« Zum Vergleich sei angeführt, dass in der Nationalen Volksarmee und vorher der Kasernierten Volkspolizei der DDR (denen man gerne vorwirft, sie wären ebenfalls mit einem hohen Anteil an Angehörigen der Wehrmacht aufgebaut worden), zwischen 1948 und 1958 neun Wehrmachtsgeneräle dienten. Von den über 18.000 Offizieren waren 1956 nur noch rund 540 zuvor bei der Wehrmacht gewesen. 1959 waren es noch 163. Bis 1964 reduzierte sich deren Zahl im aktiven Dienst auf 67. In der BRD kam dagegen noch 1979 jeder zweite der 215 aktiven Generäle und Admirale aus der Wehrmacht. Ganz zu schweigen vom entgegengesetzten Geist, der in beiden Armeen herrschte. Wehrmachtsoffiziere gibt es in der Bundeswehr heute nicht mehr. Das Problem hat sich auf biologische Weise gelöst. Geblieben ist die unbewältigte braune Vergangenheit, von der Kasernennamen, Lieder und andere Traditionen sowie der an neue Generationen weitergegebene faschistische Ungeist, der sich immer wieder bemerkbar macht, zeugen. Das zeigte sich auch, als 1990 mit dem Anschluss der DDR 299 Namen insbesondere von Antifaschisten getilgt wurden, nach denen zuvor Kasernen benannt gewesen waren, darunter Rudolf Breitscheid, Wilhelm Leuschner, Harro Schulze-Boysen, Arvid Harnack. Und »natürlich« Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht. Zu ihnen gehörte auch der Name des Kommunisten Hans Beimler, der nach der Flucht aus dem KZ Dachau zur Verteidigung der Republik gegen die Franco-Faschisten und ihre deutschen Helfershelfer nach Spanien ging, wo er am 1. Dezember 1936 vor Madrid fiel. Kriegsverbrecher Mit ihrem alten Truppenabzeichen, dem Edelweiß dagegen wurde die 1. Gebirgsdivision in die Bundeswehr übernommen. Der frühere bayerische Ministerpräsident, Edmund Stoiber, der seinen Grundwehrdienst bei den Gebirgsjägern abgeleistet hatte, lobte »ihre Leistungen in Vergangenheit und Gegenwart«. Zu diesen »Leistungen« gehören die im September 1943, nach dem Ausscheiden Italiens aus dem faschistischen Bündnis mit Hitlerdeutschland, auf der griechischen Insel Kefalonia an ihre Entwaffnung verweigernden italienischen Soldaten und Offizieren begangenen Kriegsverbrechen. Als die Division »Acqui« am 22. September kapitulierte, wurden der Divisionskommandeur und 189 Offiziere sowie über 5.000 Soldaten niedergemetzelt. Der Freiburger Militärhistoriker Gerhard Schreiber betonte in seinem Buch »Deutsche Kriegsverbrechen in Italien«, es habe sich um »eines der abscheulichsten Kriegsverbrechen in der Geschichte des Zweiten Weltkrieges« gehandelt. Der Internationale Militärgerichtshof in Nürnberg stellte fest, die italienischen Truppen, die sich der Entwaffnung widersetzten, »erfüllten hinsichtlich ihres Status als Kriegführende alle Bedingungen der Haager Konvention«. Der kommandierende General des XXII. Gebirgsarmeekorps, Hubert Lanz, wurde 1948 in Nürnberg als Kriegsverbrecher zu zwölf Jahren verurteilt. Er büßte davon nur fünf ab. Bei der 1. Gebirgsdivision der Bundeswehr reihte man Lanz ohne mit der Wimper zu zucken in die eigene Traditionslinie ein. Major Reinhold Klebe, unter dessen Kommando in Kefalonia 400 Gefangene ermordet wurden, brachte es als Oberstleutnant sogar bis zum Standortältesten von Mittenwald. In der Zeitschrift Die Gebirgstruppe rühmte er den Einsatz auf der griechischen Insel »als eine große Leistung deutscher Truppen im Gebirgskrieg«. Der erste Generalstabsoffizier der Edelweiß-Division Hitlers, Karl Wilhelm Thilo, wurde Drei-Sterne-General. Unter den unzähligen deutschen Verantwortlichen für Kriegsverbrechen, die straffrei ausgingen, befanden sich auch 300 Gebirgsjäger, gegen die 1972 die Ermittlungen eingestellt wurden. Der frühere Wehrmachtsoberst Albert Schnez, der zum Generalleutnant und Heeresinspekteur der Bundeswehr aufstieg, forderte noch im Dezember 1969 öffentlich, die »Kampfbataillone und -kompanien des letzten Krieges« als »Vorbild« der Bundeswehr anzuerkennen. »Kriegsschule Vietnam« Die große Stunde kam für die Bundesrepublik und ihre neue Wehrmacht mit dem Krieg der USA gegen Vietnam. Nach zwei verheerenden Niederlagen in von ihm angezettelten Weltkriegen wollte sich der deutsche Imperialismus als Hauptverbündeter der USA profilieren, seine Rolle in der NATO stärken, die Aufhebung noch vorhandener Rüstungsbeschränkungen durchsetzen sowie Mitspracherechte und Verfügungsgewalt über Atomwaffen erlangen. Im Rahmen der US-Strategie des »Rollback« des Sozialismus konnte die Bundesrepublik ihre eigenen revanchistischen Expansionsziele, die sich auf die DDR und andere »verlorene« Ostgebiete erstreckten, vertreten und, wie Die Welt am 23. Mai 1964 schrieb, dazu in Vietnam »lernen, wie heute Kriege geführt werden«. In der Zeitschrift Wehr und Wirtschaft, sprach man im August 1965 von der »Kriegsschule Vietnam«, dem »Probefall Vietnam«, der zu »waffentechnischen Überlegungen« anrege und Erfahrungen beispielsweise darüber vermittle, wie heute »taktischer Luftkrieg am besten« geführt werde. Die Welt empfahl am 11. August 1965, sich angesichts anhaltender Niederlagen der US-Armee »an die grobe Faustregel des Panzergenerals Guderian (zu) halten: nicht kleckern, klotzen!« Bundespräsident Heinrich Lübke, am Bau der faschistischen Konzentrationslager beteiligt, gratulierte US-Präsident Lyndon B. Johnson zu den ersten Terrorangriffen auf Hanoi am 29. Juni 1966 und wünschte, der Luftterror möge »von Erfolg gekrönt sein«. Wirtschaftswunder-Kanzler Ludwig Erhard ließ am 1. Juli 1966 »alle Maßnahmen der Amerikaner« gutheißen. Springers Westberliner B. Z. schrieb am 18. Juli, notwendig sei »ein kompromissloser Krieg, der auch vor Fabriken, Häfen, Bewässerungsanlagen und Staudämmen nicht mehr halt macht«. So wurde schon rund vier Jahrzehnte zuvor der Boden für kriegsverbrecherische Befehle bereitet, wie sie der 1961 geborene Bundeswehr-Oberst Georg Klein im September 2009 in Kundus zur Ermordung von mehr als 142 Menschen, vor allem Zivilisten, darunter viele Frauen und Kinder, erteilte. … und auch die zahlreichen Skandale, die eine aktive Traditionspflege mit Bezug auf die Wehrmacht in Teilen der Bundeswehr belegen, sprechen eine andere ­Sprache – großer Zapfenstreich anlässlich der Verabschiedung von General Werner Freers am 27.6.2017 in Berlin Foto: Rainer Jensen/dpa Als Verteidigungsminister sprach sich der frühere SA-Mann Gerhard Schröder von der CDU laut Spiegel (4/1966) »für eine Entsendung deutscher Soldaten auf den fernöstlichen Kriegsschauplatz« aus. Der Hessische Rundfunk meldete danach am 22. Februar, die Bundesrepublik wolle zwei Divisionen nach Vietnam schicken. Wenn es nicht dazu kam, war das einzig und allein auf die zunehmende westdeutsche Solidaritätsbewegung und die Proteste auch auf internationaler Ebene gegen den verbrecherischen Krieg zurückzuführen. Verdeckt beteiligte sich die Bundesrepublik dennoch am Vietnamkrieg. Das US-Magazin Time berichtete am 23. Juli 1965 über »deutsche Piloten« in Vietnam. Drei Tage später bestätigte dies auch eine »Panorama«-Sendung der ARD, gestützt auf Äußerungen einer Mutter, deren Sohn als Fliegeroffizier vom Februar bis April 1965 in Vietnam eingesetzt war. Die Zahl der Angehörigen der Luftwaffe, die Angriffe in Vietnam flogen, wurde zu dieser Zeit auf 121 beziffert. Personal der Luftstreitkräfte hatte dazu nach Beginn des Luftkrieges gegen die Demokratische Republik Vietnam vom Herbst 1964 bis Februar 1965 eine Spezialausbildung in den USA absolviert. Die Pariser Tageszeitung Le Monde berichtete am 8. September 1965 über Werbung in Bundeswehr-Kasernen für den Kriegseinsatz in Vietnam. Einfachen Soldaten werde ein Monatssold von 2.000 DM geboten und schnelle Beförderung versprochen, hieß es. Die Deutsche Presse-Agentur meldete am 2. August 1966, dass eine »Anzahl deutscher Staatsbürger in den amerikanischen Einheiten in Südvietnam eingesetzt« sei. United Press International informierte am 12. Januar 1966, der Einsatz gehöre zu einem vom Kabinett Ludwig Erhards beschlossenen »breit angelegten Hilfsprogramm für Südvietnam«. Der in Bonn erscheinende Informationsdienst RF-World News bestätigte am 8. Februar 1966, dass sich zu diesem Zeitpunkt rund 2.500 westdeutsche Techniker in Südvietnam befanden, darunter zahlreiche Angehörige der Bundeswehr. Als der Generalinspekteur der Luftwaffe, Johannes Steinhoff, Ritterkreuzträger und Geschwader-Kommandeur Görings, im Februar 1967 die USA besuchte, sagte er einen weiteren verstärkten Einsatz westdeutscher Piloten in Vietnam zu. Danach schickte Bonn u. a. 40 Kampfhubschrauber samt Flugpersonal für den Kriegseinsatz in Fernost. »Erschießt sie alle!« Einem AP-Bericht mit Fotos vom 7. Februar 1967 war zu entnehmen, wie ein Rudolf Heinrich aus Westberlin als Captain der 1. US-Infanteriedivision an der Vernichtung von Dörfern und der Liquidierung und Vertreibung von Einwohnern bei Saigon teilnahm. In der Illustrierten Quick schilderte im März 1966 ein Dierk Piffko aus München die »Durchsuchung« eines Dorfes: »Wir stießen auf ein altes Ehepaar, einer von uns schoss auf sie, wohl aus Langeweile oder wie jemand, der auf Hasenjagd geht. Ich schrie: Macht keine Gefangenen, erschießt sie alle!«. Eine Panorama-Sendung vom 28. Februar 1966 berichtete, das Personal des deutschen Lazarettschiffes »Helgoland« nehme mit amerikanischen Offizieren in Hubschraubern zum »Sonntagsvergnügen« an »Vietcong-Jagden« teil. Auch der chemische Krieg in Vietnam wurde von der Bundesrepublik unterstützt. In ihrer Juli-Ausgabe 1966 schrieb die Londoner Zeitschrift Eastern World über die Mitarbeit westdeutscher Chemiker und Bakteriologen, u. a. von den Farbwerken Hoechst AG, in einer Sondereinheit der US-Armee, die in Südvietnam ein mobiles Forschungsinstitut für bakteriologische und chemische Kriegführung betrieb, das am »lebenden Objekt« neue Kampfstoffe teste. Auch Eastern World erwähnte das Lazarettschiff »Helgoland«, auf dem, in den Bordlisten als Sanitätspersonal getarnt, eine Gruppe westdeutscher Chemiker und Bakteriologen, die in Wirklichkeit zu der amerikanischen Sondereinheit gehörten, tätig sei. Die Pariser France Nouvelle hatte am 6. Juli 1965 berichtet, dass die Bayer AG den USA mehrere Patente für die Herstellung chemischer Kampfstoffe verkauft und über ihre US-Filiale Chamagro Corporation in Kansas City auch direkt Giftstoffe lieferte, die das US-Chemical-Corps in Vietnam einsetze. 1990: Die Schranken fallen Seit dem Ende der DDR geht von deutschem Boden wieder Krieg aus, was im nachhinein die friedenssichernde Rolle des sozialistischen deutschen Staates verdeutlicht. Bereits im September 1991 trafen sich auf einem »Fürstenfeldbrucker Symposium« führende Vertreter der Industrie- und Bankenwelt mit hochrangigen Generälen der Bonner Hardthöhe, um das neue Expansionsprogramm zu beraten. Es verkündete die Rückkehr zu weltweiter Aggressionspolitik als Wiederherstellung der »Normalität« Deutschlands und umschrieb die Teilnahme am Kampf um den Weltherrschaft als »Partner in Leadership« mit den USA. Unmissverständlich war von Militäreinsätzen der Bundeswehr »Out of Area« die Rede, von ihrer Umstrukturierung zur Herstellung der Einsatzfähigkeit entlang einer 4.000 Kilometer langen EU-Außengrenze, der Bildung eigener Eingreifkräfte, die bei der Durchsetzung des »Selbstbestimmungsrechts« von Minderheiten und »unterdrückten« Völkern helfen sowie sich der Sicherung von Rohstoffzufuhren, der Abwehr von Immigrationswellen und diversen ähnlichen Problemen zuwenden sollten. Dazu wurde ein neues Geschichtsbild gefordert. Der damalige Außenminister und frühere Bundesnachrichtendienst-Chef Klaus Kinkel formulierte, dass es um die Verwirklichung der alten deutschen Weltherrschaftspläne ging. »Im Inneren müssen wir wieder ein Volk werden, nach außen gilt es etwas zu vollbringen, woran wir zweimal zuvor gescheitert sind: Im Einklang mit unseren Nachbarn zu einer Rolle zu finden, die unseren Wünschen und unserem Potenzial entspricht«, zitierte ihn die Frankfurter Allgemeine Zeitung am 19. März 1993. Den Worten folgten Taten. Mit der einseitigen völkerrechtlichen Anerkennung der Abspaltung Kroatiens und Sloweniens ging von der BRD die Initiative zur Zerschlagung Jugoslawiens aus. Die Weigerung von Präsident Slobodan Milosevic, das Abkommen von Rambouillet zu unterzeichnen, wurde zum Vorwand des Luftkrieges der NATO gegen Jugoslawien genommen. Am 6. April 1999, dem 55. Jahrestag der Bombardierung Belgrads durch Hitlers Luftwaffe, beteiligten sich deutsche »Tornados« mit dem Balkenkreuz an den Angriffen auf die jugoslawische Hauptstadt. In der Bergbaustadt Aleksinac wurden die Minenarbeiter und deren Familien angegriffen und ein ganzes Wohnviertel dem Erdboden gleichgemacht. Auch auf Novi Sad, Nis, Pristina und andere Städte ging ein Hagel von Bomben und Raketen nieder. Mit der Zerstückelung Jugoslawiens wurde nicht nur ein vom Westen bis dahin gepriesenes, weil »von Moskau unabhängiges« Sozialismusmodell zerschlagen, sondern auch ein Staat beseitigt, der für Neutralität stand und eine bedeutende Rolle unter den Nichtpaktgebundenen Staaten spielte sowie über großen Einfluss in der »Dritten Welt« verfügte. Danach stellte die BRD für den völkerrechtswidrigen »Präventivkrieg« der USA gegen Irak ihr Territorium zur Verfügung. 25 US-Stützpunkte konnten logistisch für den Transport von 40.000 GI genutzt werden. Darunter Ramstein, der größte Umschlagplatz der U.S.-Air Force in Europa, die Rhein-Main-Airbase, die zweite US-Luftdrehscheibe, Spangdahlem in der Eifel. Die Luftwaffe stationierte im türkischen Incirlik AWACS-Maschinen (die derzeit wegen des Konflikts mit Recep Tayyip Erdogan nach Jordanien verlegt werden), lieferte der Türkei, einer Aufmarschbasis gegen den Irak, »Patriot«-Luftabwehrraketen, unterstützte die Besatzungstruppen mit ihren ABC-Spürpanzern »Fuchs« in Kuwait, gewährte mit der Bundesmarine Geleitschutz für US-Kriegstransporte und ließ die 62 Kasernen und Militäreinrichtungen der rund 70.000 US-Soldaten in der BRD durch 3.700 Bundeswehr-Angehörige bewachen. Interventionsarmee Und so ging und geht es weiter. Die Bundeswehr ist heute weltweit in zirka 30 Ländern an völkerrechts- und grundgesetzwidrigen Kriegseinsätzen beteiligt, darunter in Kosovo (Kfor), in Bosnien und Herzegowina (Eufor), am Horn von Afrika (»Enduring Freedom«), in Äthiopien, Eritrea, Sudan, Somalia, Mali (wo gerade wieder zwei Bundeswehr-Soldaten ums Leben kamen). Deutsche Militärs stehen in Polen und Litauen an den Grenzen Russlands und in Georgien. Der damalige Bundespräsident Horst Köhler brüstete sich zum 50. Jahrestag der Bundeswehr, dass die Truppe seit 1992 bei neun Einsätzen 150.000 Soldaten ins Ausland geschickt habe, die Hälfte davon nach Afghanistan. Mit diesen »Operationen« agiert die BRD als führende und treibende Kraft der EU mit dem Ziel, den Staatenbund mit 450 Millionen Menschen und fast einem Viertel der Weltwirtschaftskapazität in eine Militärallianz mit einer weltweit interventionsfähigen schnellen Einsatztruppe zu formieren, um den USA in absehbarer Zeit im Kampf um die Weltherrschaft Paroli zu bieten. Es ist eine Entwicklung, die die Gefahr eines Dritten Weltkrieges heraufbeschwört.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
7x
yasni 03.08.17  +  

G20 -- Krass und bitter !

Die krassen und bitteren Bilder vom G20-Gipfel in Hamburg schwirren uns noch immer durch den Kopf. Und schwierige Fragen. Ist es angesichts der massiven Gewalt noch richtig, Politik und Polizei dafür zu rügen, dass sie bereits im Vorfeld das Versammlungsrecht massiv eingeschränkt haben? Oder müssen Protestbewegungen nicht erst einmal viel klarer Nein zur Gewalt sagen? War es richtig, den G20-Gipfel zu begrüßen, wenn so wenig rauskam? Oder ist der G20-Beschluss zum Klima nicht doch einiges wert? Langsam ordnen sich unsere Gedanken, und wir möchten sie mit Ihnen teilen. Wie sehr gewaltsamer Protest unserem Anliegen schadet, das haben uns die letzten Tage in Hamburg noch einmal gezeigt: Die inhaltliche Kritik am G20-Gipfel verschwand völlig hinter der Debatte um gewaltsame Auseinandersetzungen. Mit Gewalt erreicht man nicht die Herzen der Menschen, sondern bringt sie gegen sich auf. Wer Autos anzündet und Polizist/innen attackiert, wer marodierend alles kurz und klein schlägt und Geschäfte plündert, der sabotiert und diskreditiert das Engagement zehntausender Menschen, die ihre Kritik friedlich an der Politik der G20 äußern.[1] Das ist anmaßend. Das ist dumm. Das ist kriminell. Und braucht eine klare Ansage: Mit uns habt ihr nichts gemein. Die Rauchschwaden über Hamburg helfen vor allem Angela Merkel. Links von ihr legen Vermummte alles in Schutt und Asche, rechts von ihr verbreiten Autokraten Angst und Schrecken – und sie kann sich inszenieren als diejenige, die im Sturm noch Sicherheit bietet. So gewinnt man Wahlen. Für Kritik bleibt dann kein Raum: Wie katastrophal Merkels ideologische Sparpolitik für Griechenland und Co. sich auf Europa auswirkt. Wie doppelbödig ihre Klimapolitik ist, wenn sie daheim Kohlekraftwerke munter weiter laufen lässt. Wie sie Politikverdrossenheit fördert, indem sie jede politische Auseinandersetzung einschläfert. Wir wissen nicht, wer sich alles schwarz vermummte, und etliche waren vielleicht schlicht kriminelle Hooligans. Das ist ein Grund mehr, endlich das Geschwurbel mancher Organisatoren des Protests zu beenden, die sich vor einer klaren Distanzierung von Gewalt drücken.[2] Es reicht nicht, wenn sich jetzt einige von „sinnloser Zerstörung“[3] distanzieren oder von einer „Form von Militanz, die sich an sich selbst berauscht hat“.[4] Das impliziert ja, dass es in einer parlamentarischen Demokratie sinnvolle Militanz und Zerstörung gäbe. Auch Fehlverhalten der Polizei rechtfertigt in keinster Weise tätliche Angriffe auf Polizist/innen und Vandalismus. Die Ursachen für das Ausmaß der Gewalt sind aber auch woanders zu suchen: bei den politisch Verantwortlichen für den Polizeieinsatz – bei Angela Merkel, bei Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und auch bei den Grünen, die so tun, als wären sie gar nicht Teil des Senats.[5] Viele Berichte belegen: Statt besonnen und verhältnismäßig vorzugehen, hat die Polizei schon im Vorfeld des Gipfels Auseinandersetzungen provoziert und trat immer wieder martialisch auf.[6] Als dann die Ausschreitungen während des Gipfels eskalierten, war sie völlig überfordert. Ausgerechnet ein bekannter Hardliner, Hartmut Dudde, wurde vom rot-grünen Senat zum Einsatzleiter der Polizei ernannt. Schon mehrmals haben Gerichte ihm Verstöße gegen geltendes Recht attestiert.[7] Hinzu kommt, wie massiv das Versammlungsrecht ausgehebelt wurde, ein Grundpfeiler einer lebendigen und streitbaren Demokratie. Demos pauschal auf 38 Quadratkilometer untersagen.[8] Der Versuch, Camps für Demonstrant/innen generell zu verbieten.[9] Das ist eines Rechtsstaats unwürdig. Wer Trump, Putin und Erdogan, wer Autokraten und Antidemokraten zu sich einlädt, der sollte ihnen sagen: Schaut her, bei uns werden Demos nicht verboten. Hier werden friedliche Demonstranten nicht verprügelt – auch wenn wir wehrhaft gegen Gewalttäter vorgehen. Für uns sind Grundrechte das höchste Gut – und wir sind stolz darauf. Wie soll nach den Tagen von Hamburg eine Bundesregierung noch Erdogan und Putin kritisieren, wenn sie auf friedliche Demonstrant/innen einschlagen lassen? Beide werden diebische Freude an den Bildern von Hamburg haben. Leider stößt das Aushöhlen des Versammlungsrechts und das in etlichen Situationen unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei jenseits der Linkspartei auf wenig Widerspruch. Wo ist die scharfe Kritik einer Katrin Göring-Eckardt, eines Cem Özdemir oder einer Simone Peter von den Grünen, die sonst um keinen Tweet verlegen sind? Wo intervenieren Bürgerrechtler der SPD? Alle auf Tauchstation.[10] Und Olaf Scholz kommt zum irritierend pauschalen Urteil, die Polizei habe alles richtig gemacht.[11] Heribert Prantl, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, schreibt: „Die Hamburger Polizei hat die Demonstranten in toto als Gegner betrachtet, die man wegschieben muss[...]; die Hamburger Polizei – gemeint ist die politische Führung und die Einsatzleitung, nicht die zwanzigtausend Einsatzkräfte – hat schon im Vorfeld allein auf paramilitärische Taktiken gesetzt. Das war, das ist so von gestern wie die Politik von Herrn Trump.“ Ein so klares Statement hätte man sich auch von SPD und Grünen gewünscht.[12] Bewusst haben wir als Campact uns nicht der plakativen Botschaft „No G20“ angeschlossen. Gerade in so krisenhaften Zeiten wie den jetzigen halten wir es für zentral, dass Staatschefs miteinander reden. Gleichzeitig kritisierten wir im Bündnis mit Gewerkschaften, Umwelt- und Eine-Welt-Organisationen scharf die Politik der G20, besonders beim Klimaschutz und der Handelspolitik. Mit 25.000 Menschen demonstrierten wir im Vorfeld des Gipfels und forderten eine ganz andere Politik.[13] Unsere Protestwelle prägte die Abendnachrichten und Schlagzeilen der großen Zeitungen. Tausende Menschen am Ufer, hunderte auf Kanus, Flößen und allem, was schwimmt, boten ein buntes und friedliches Bild des Protests.[14] Die beeindruckende Großdemo mit 75.000 Menschen gegen G20 zum Ende des Gipfels wurde hingegen in den Medien von der Gewaltdebatte und den Bildern der Staatschefs ziemlich überdeckt. Doch was kam raus beim G20, beim Klimaschutz, bei der Handelspolitik? Beim Klimaschutz mehr als zu befürchten war. Trump wurde für seine Abkehr vom Pariser Klimavertrag klar isoliert. Ihm gelang es nicht, eine Koalition der Unwilligen zu formen – mit Russland, Saudi-Arabien, der Türkei, Kanada. Die Gipfelerklärung unterzeichneten alle Staaten außer den USA. Nach dem Gipfel machte allerdings Recep Erdogan einen Rückzieher.[15] Somit steht es jetzt immerhin 18:2. Die USA bekamen dafür die Erlaubnis, anderen Ländern zu helfen „einen Zugang zu fossilen Energien zu bekommen und sie sauberer und effizienter zu nutzen“.[16] Nicht schön, aber so läuft Gipfeldiplomatie. Der Beschluss der G20 ist in Zeiten von Trump ein wichtiger Erfolg. Gleichzeitig ist der G20-Beschluss viel zu wenig: Wenn Trump beim Klimaschutz die Bremse durchtritt, hätten die 18 anderen den Turbogang einlegen müssen. Gerade erst haben namhafte Klimaforscher gewarnt: Wenn die Menschheit die weltweite Erwärmung auf 1,5 bis 2 Grad begrenzen will, darf sie nur noch 600 Gigatonnen CO2 ausstoßen.[17] Derzeit liegen wir bei jährlich 40 Gigatonnen. Sprich: Fangen wir nicht an, massiv einzusparen, haben wir bereits in 15 Jahren alles CO2 in die Atmosphäre geblasen, das die Menschheit noch ausstoßen darf. Als „Klimakanzlerin“ wäre es beim G20 an Angela Merkel gewesen, mutig voranzuschreiten und den Turbogang einzulegen: indem sie endlich für Deutschland den Kohleausstieg verkündet. Doch Mut passt nicht zu Merkel. Beim Welthandel einigten sich die G20 immerhin auf ein klares Bekenntnis gegen Protektionismus.[18] Die Grenzen hochziehen – wie Trump es im Wahlkampf ankündigte – wäre fatal. Doch die G20 propagieren die falsche Alternative: noch mehr Handelsabkommen à la TTIP und CETA. Was wir brauchen sind Abkommen, die Konzernen Regeln verordnen. Verbraucher/innen-Rechte stärken. Umweltgesetze schützen. Arbeitnehmer-Standards ausbauen. Doch nichts gab’s. Die G20 bleiben in Hamburg auf stramm neoliberalem Kurs.Ein klares und trauriges Zeichen für diesen Kurs: In Brüssel wurde letzten Donnerstag symbolisch vor dem G20-Gipfel eine Grundsatzvereinbarung für JEFTA unterzeichnet, das EU-Handelsabkommen mit Japan.[19] Es würde ein Drittel der globalen Wirtschaftsleistung umfassen. JEFTA wäre das neue TTIP: Wieder wird geheim verhandelt. Wieder gibt es eine private Paralleljustiz für Konzerne. Wieder wird das Vorsorgeprinzip, der Grundpfeiler des europäischen Verbraucherschutzes, untergraben. Wie geht es jetzt weiter? G20 zeigt: Es stehen zwei große politische Auseinandersetzungen an. Das ist einmal JEFTA. Bis darüber endgültig entschieden wird, müssen wir das bislang im Geheimen verhandelte Abkommen gesamtgesellschaftlich bekannt machen. So, wie wir es schon zusammen mit unseren Partner/innen bei TTIP und CETA geschafft haben. Ein erster Erfolg: Schon 310.000 Menschen haben unseren Appell gegen das Abkommen unterzeichnet. Die zweite dicke Entscheidung ist der Kohleausstieg. Während der Koalitionsvertrag einer neuen Bundesregierung ausgehandelt wird, findet Anfang November in Bonn der nächste Weltklimagipfel statt. Für uns eine große Chance, einer neuen Regierung den Ausstieg aus der Kohle abzuringen. Zum Auftakt des Klimagipfels planen wir zusammen mit unseren Partner/innen eine Großaktion mit vielen tausenden Menschen. Am gleichen Wochenende wollen die Aktivist/innen von EndeGelände symbolisch die Bagger im Rheinischen Kohlerevier anhalten. Wir finden: eine mutige Aktion des Zivilen Ungehorsams. Denn sie ist vorher öffentlich angekündigt und gewaltfrei. Sie weist mit einer symbolischen Regelverletzung auf einen massiven Missstand hin, da andere legale Protestformen nichts gebracht haben. JEFTA zu stoppen, den Kohleausstieg durchzusetzen und rund um die Bundestagswahl für progressive Politik zu streiten – das werden die Schwerpunkte unserer Arbeit in den nächsten Monaten sein. Wir setzen darauf, Sie dabei an unserer Seite zu haben. Denn so bitter die Bilder der Gewalt in Hamburg auch waren – wir erinnern uns auch an viele andere Eindrücke. Singende und tanzende Menschen. Eine Binnenalster voller Gummiboote, Kajaks und selbst gebauten Flößen. Etliche urige Schilder und Protestbanner. Kinder, die Seifenblasen durch Hamburgs Straßen pusten und alte Freunde, die sich unverhofft auf einer gemeinsamen Demonstration treffen. Auch das sind starke Bilder – Bilder, die bleiben. Mit herzlichen GrüßenChristoph Bautz und Felix Kolb, Vorstand Campact PS: Sie würden gerne diesen Text kommentieren? Und erfahren, was andere Campact-Aktive zum G20-Gipfel denken? Hier können Sie zu diesem Text Ihre Meinung schreiben... [1] „Randalierer verwüsten Schanzenviertel“, Zeit Online, 8. Juli 2017 [2] „‘Ein abgebranntes Auto ist immer noch Sachbeschädigung’“, Zeit Online, 27. April 2017 [3] „Attac lehnt sinnlose Zerstörung ab“, Attac.de, 8. Juli 2017 [4] „Entsetzen über Krawalle in der Schanze“, NDR.de, 8. Juli 2017 [5] „Hamburger Grüne auf Tauchstation“, taz.de, 11. Julie 2017 [6] „Krawall in Hamburg“, Deutschlandfunk, 6. Juli 2017 [7] „Warum Hamburgs Polizei-Einsatzleiter polarisiert“, Süddeutsche Zeitung, 8. Juli 2017 [8] „Allgemeinverfügung“, Freie und Hansestadt Hamburg, 1. Juni 2017 [9] „Polizei verbietet Übernachtungen in Camp“, Handelsblatt, 2. Juli 2017 [10] „‘Das ist politische Feigheit’“, taz.de, 6. Juli 2017 [11] „Scholz lobt ‘heldenhafte’ Arbeit der Polizei“, NDR.de, 9. Juli 2017 [12] „Grundrechte sind kein abstrakter Kokolores“, Süddeutsche Zeitung, 9. Juli 2017 [13] Website der G20-Protestwelle, www.g20-protestwelle.de[14] „Anti-Randal-Auftakt in Hamburg“, Süddeutsche Zeitung, 2. Juli 2017 [15] „Erdogan stellt Klimavertrag infrage“, tagesschau.de, 8. Juli 2017 [16] „G20 Germany 2017. Erklärung der Staats- und Regierungschefs“ [17] „Three years to safeguard our climate“, nature-Magazin, 28. Juni 2017 [18] „Handelskrieg vertagt“, Spiegel Online, 8. Juli 2017 [19] „Pünktlich zum Gipfel auf JEFTA verständigt“, tagesschau.de, 6. Juli 2017
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
5x
yasni 12.07.17  +  

Zum Tod von Helmut Kohl

Des "Altkanzlers" Wirken wird nun überall in den Medien ausführlich und auch kritisch gewürdigt. Er hatte ja große Verdienste um die Einheit. Eines wird - und das muß ich als Friedensaktivist hier unbedingt erwähnen - allerdings meistens unterschlagen: Kohl war nach Helmut Schmidt der Kanzler des sogenannten NATO-Doppelbeschlusses. Schmidt war der Wegbereiter der Stationierung der neuen atomaren Mittelstreckenraketen Pershing II und Cruise Missiles. Kohl hatte sich 1982 für ein Festhalten am Doppelbeschluß stark gemacht und setzte den Schmidt-Kurs konsequent fort. Im Kriegsfall hätte das bedeutet, daß Westeuropa zum atomaren Schlachtfeld geworden wäre. Wir Friedensbewegten leisteten Widerstand und protestierten dagegen mit kleinen und großen Demonstrationen in unseren Wohnorten, in Bonn Bremerhaven und Hamburg. Grundlage unserer Proteste war der im November 1980 ins Leben gerufene Krefelder Appell. Auf der Hofgartenwiese der damaligen Bundeshauptstadt waren 350.000 Menschen zusammen gekommen. Auch später noch hatten wir oft demonstriert. Wir verbuchten als Erfolg unserer Proteste, dass die Mittlstreckenraketen von Gorbatschow und Reagan wegverhandelt wurden.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
8x
yasni 17.06.17  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im Dezember

Schon wieder neigt sich mit raschen Schritten das Jahr dem Ende zu. Der Dezember birgt noch ein paar Überraschungen, z.B. dass Sie gleich am 3. die unverhoffte Gelegenheit haben, unseren Freund Florian Donderer in seiner neuen Rolle als Primarius des Signum Quartetts zu erleben. Oder dass Sie so unterschiedliche Cellisten wie Alexander Baillie (mit John Thwaites am 7.12.) und Ernst Reijseger (mit Harmen Fraanje und Mola Sylla am 9. Dezember) innerhalb so kurzer Zeit hören können. Und den Altmeister am Vibraphon Wolfgang Schlüter noch einmal erleben (11.12.). Infos zu allen Konzerten im Dezember und auch noch einem im November mit dem famosen Detmolder Kammerorchester finden Sie weiter unten. Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Zeit in diesen verrückten Zeiten und heiße Sie Herzlich willkommen im Sendesaal Für heute allerbeste Grüße Peter Schulze   Inhalt 30.11. Detmolder Kammerorchester 01.12. Patricia Barber 03.12. residenz@sendesaal: Signum Quartett 07.12. Kammermusikabend mit Alexander Baillie & John Thwaites 08.12. Gabriele Hasler & Günter "Baby" Sommer 09.12. Trio Reijseger Fraanje Sylla 10.12. Songs & Whispers Special@Sendesaal 11.12. Wolfgang Schlüter - Boris Netsvetaev Duo 16.12. Die Grenzgänger 17.12. Michy Reincke - Wir sind die Flut Tour 2016 30.11. Detmolder Kammerorchester Mittwoch, 30. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Detmolder Kammerorchester unter der Leitung von Alfredo Perl hat für seinen diesjährigen Abstecher in den Sendesaal Mozarts Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott sowie Max Regers Violinkonzert op. 101 im Gepäck. Detmolder Kammerorchester Linus Roth - Violine Alfredo Perl - Leitung und Klavier Programm: Wolfgang Amadeus Mozart: Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, KV 452 Max Reger (1873-1916): Violinkonzert op. 101 in der Fassung für Kammerorchester und Violine solo von Rudolf Kolisch für Schönbergs "Verein für musikalische Privataufführungen" in Wien Ein Kammerorchester der besonderen Art! In diesem Jahr mit einem ECHO Klassik für seine Einspielung von Mahlers Das Lied von der Erde ausgezeichnet, weckt das Detmolder Kammerorchester seit nunmehr 60 Jahren durch mitreißende Musizierfreude die Begeisterung seiner Zuhörer. Mit vielseitigen Programmen und einem lebendigen Umgang mit der Konzerttradition entführen die internationalen Musiker ihr Publikum an bekannte und weniger bekannte Orte der Musikwelt. Im Detmolder Kammerorchester musizieren Studierende und junge Absolventen der Hochschule für Musik Detmold. Hervorgegangen aus dem renommierten Kammerorchester Tibor Varga besteht das Detmolder Kammerorchester seit 1954, in der heutigen Trägerschaft eines eingetragenen Vereins seit 1989. Nach Christoph Poppen und Eckhard Fischer ist seit 2009 Alfredo Perl Künstlerischer Leiter des Ensembles. Unter ihren Dirigaten hat sich das Orchester in einer eigenen Abonnementreihe im Konzerthaus Detmold regional einen hohen Bekanntheitsgrad erworben. Aber auch bei überregionalen Konzerten (u.a. Sendesaal Bremen, Festival classic con brio Osnabrück, Festival Musica S. Paderborn) und im europäischen und außereuropäischen Ausland (z. B. in Belgien, Peru, der Schweiz und Türkei) hat das Detmolder Kammerorchester als geachteter Botschafter der Musikstadt Detmold seine Vielfalt und Spielfreude unter Beweis gestellt. Konzertmitschnitte wurden vom Deutschlandradio Kultur und von Radio Bremen gesendet. Wichtiger Teil des DKO-Profils ist seit 2010 die Musikvermittlung. Hier begeistert das DKO unter unter Projektleitung von Guido Mürmann ein junges Publikum für klassische Musik. Mit den Musikvermittlungskonzerten ist das DKO in Grundschulen zu Gast und lädt in Kooperation mit dem Programm Kulturstrolche der Stadt Detmold die ganz jungen Zuhörer in seinen Orchesterprobenraum ein. Inzwischen wurde das Format um Workshops für Oberstufenschüler erweitert. Das Detmolder Kammerorchester hat mehrere CDs veröffentlicht, zuletzt bei Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (MDG) Gustav Mahler Das Lied von der Erde in der Fassung für Kammerensemble von A. Schönberg und R. Riehn. Für diese Einspielung ist das DKO mit dem ECHO Klassik 2015 ausgezeichnet worden. Hier gibt es ein Video vom DKO Künstlerische Leitung: Alfredo Perl 1965 in Santiago (Chile) geboren, studierte er zunächst in seiner Heimatstadt bei Carlos Botto und später bei Günter Ludwig in Köln und Maria Curcio in London. Seit seinem ersten Auftritt im Alter von neun Jahren gab der Künstler weltweit zahlreiche Konzerte, die ihn, Preisträger bedeutender Wettbewerbe, bald zu einem der führenden Pianisten seiner Generation werden ließen. Alfredo Perls weltweite Konzerttätigkeit führte ihn in die bedeutendsten Konzertsäle, unter anderem Barbican Centre London, Concertgebouw Amsterdam, Rudolfinum Prag, Großer Musikvereinssaal und Konzerthaus Wien, Herkulessaal München, Hamarikyu Asahi Hall Tokio, Teatro Colón Buenos Aires, Sydney Town Hall, Konzerthaus Berlin, Hamburger Musikhalle, Gewandhaus zu Leipzig, Alte Oper Frankfurt. Bei den renommierten Festivals wie dem Bath International Music Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Beethovenfest Bonn, dem Schleswig-Holstein Festival, dem classic con brio Osnabrück und den Haydn Festspielen in Eisenstadt ist er ein gern gesehener Gast. Als bemerkenswert vielseitiger Künstler spielte Alfredo Perl mit verschiedenen namhaften Orchestern, darunter London Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, Hallé Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Residentieorkest Den Haag, Melbourne und Sydney Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig sowie Mozarteumorchester Salzburg und MDR-Sinfonieorchester Leipzig. 1997 gab er sein Debüt bei den Promenade Concerts in der Royal Albert Hall in London. Neben seinen aufsehenerregenden Beethoven-Aufnahmen kann man Alfredo Perl mit Klavierwerken von Franz Schubert und Franz Liszt – darunter die Klavierkonzerte mit dem BBC Symphony Orchestra unter Yakov Kreizberg – auf CD hören. Er nahm kürzlich das gesamte Klavierwerk von Ravel für das Label Celestial Harmonies auf. Für BBC Television nahm er die 24 Préludes von Chopin auf DVD auf. Die laufende Saison führte ihn unter anderem erneut in den Herkulessaal München, die Semperoper Dresden, das Gewandhaus zu Leipzig sowie zum Rheingau Musikfestival. Perl ist Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Detmold und seit 2009 Künstlerischer Leiter des Detmolder Kammerorchesters. 01.12. Patricia Barber Donnerstag, 01. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die große Chicagoer Songpoetin und Pianistin Patricia Barber kommt mit ihrem Trio zum zweiten Mal in den Sendesaal. Patricia Barber - Piano, Stimme Patrick Mulcahy - Kontrabass Jon Deitemyer - Schlagzeug Nach ihrem Studium an der Universität von Iowa, trat die in Chicago geborene Particia Barber in die Fußstapfen ihres Vaters, des Jazzmusikers “Shim” Barber und ging zurück nach Chicago. 1984 hatte sie dort einen gig, der sie auf die Landkarte der nationalen Jazzszene katapultierte: 5 Tage die Woche in der intimen Gold Star Sardine Bar. Ihre ersten beiden CDs machten sie zu einem internationalen Star: Barber verkaufte mehr als 120.000 Exemplare von der CD Modern Cool, die aussschließlich ihre eigenen Kompositionen enthielt. 2002 unterzeichente sie einen Exklusivvertrag mit dem legendären Label Blue Note und machte dort 3 Alben, darunter auch Mythologies, einen genre-sprengenden Songzyklus basierend auf Gedichten des altrömischen Poeten Ovid, ein Projekt, das 2003 auch mit einem Guggenheim Stipendium für Komposition untersützt wurde (dem ersten überhaupt für eine nicht-klassische Liedkomponistin). Ihre letzte Studio-CD Smash (Concord Jazz) wurde von der Kritik einhellig gefeiert, die Rezensenten waren sich einig, dass Patricia die Songwriterin unserer Zeit sei, ohne Vorbild. Sänger aus aller Welt singen ihre Songs und seit kurzem nehmen auch klasische Musiker sie in ihr Konzertrepertoire. In ihrem ARTSONGbook veröffentlicht Barber ihre Songs daher auf zweierlei Weise: für Jazzsänger als Lead-Sheet mit Harmonieangaben zum Improvisieren und für klassische Sänger mit auskomponierter Klavierbegleitung. Im Oktober 2016 wird Patricia Barber im Pritzker Pavilion in Chicago das EAR TAXI NEW MUSIC FESTIVAL eröffnen. 03.12. residenz@sendesaal: Signum Quartett Samstag, 03. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets PROGRAMMÄNDERUNG: Das Konzert Lamento und Liebe mit Gunilla Süssmann (Piano), Florian Donderer (Violine) und Fritz Pahlmann (Horn) muss leider aus organisatorischen verschoben werden. Stattdessen gibt es - mit klassischem Programm - das Signum Quartett zu erleben, dessen neuer Primarius Florian Donderer ist. Nutzen Sie die überraschende Gelegenheit es kennenzulernen. Signum Quartett Florian Donderer - Violine Annette Walther - Violine Xandi van Dijk - Viola Thomas Schmitz - Violoncello Programm: Joseph Haydn: Streichquartett op. 20 Nr. 2 C-Dur Ludwig van Beethoven: Streichquartett op. 18 Nr. 6 B-Dur Franz Schubert: Streichquartett Nr. 13 a-Moll D. 8o4 "Rosamunde“ Das Signum Quartett hat durch seine mitreißend lebendigen Interpretationen ein Zeichen in der internationalen Quartettszene gesetzt und sich mit seinen individuellen Programmkonzeptionen als eines der profiliertesten Ensembles seiner Generation etabliert. Florian Donderer, Kurator der Konzertreihe residenz@sendesaal, ist seit 2016 der neue Primarius des Quartetts und stellt seine Freunde nun erstmals und spontan in der Reihe vor. Intensive Studien mit dem Alban Berg Quartett, dem Artemis Quartett und dem Melos Quartett sowie die Zusammenarbeit mit György Kurtág, Walter Levin, Alfred Brendel, Leon Fleisher und Jörg Widmann prägen die künstlerische Entwicklung des Signum Quartetts, das zahlreiche Preise gewonnen (Deutscher Musikwettbewerb, Premio Paolo Borciani, London International String Quartet Competition) und vielfach Förderung erfahren hat (u.a. BBC New Generation Artists). Ihre CD ‘No.3’, welche im Mai 2013 veröffentlicht wurde, präsentiert Quartette von Bartók, Schnittke und Berg und wurde mit dem International Classical Music Awards 2014 als beste Aufnahme in der Kategorie Kammermusik ausgezeichnet. Konzertauftritte führen das Signum Quartett auf internationale Podien von Madrid und Barcelona bis Basel und Paris, von der Hamburger Laeiszhalle, dem Konzerthaus und der Philharmonie Berlin, dem Gewandhaus Leipzig, der Philharmonie Luxemburg, dem Concertgebouw Amsterdam, der Wigmore Hall London, der Bostoner Harvard Musical Association bis hin zum Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, den Schwetzinger Festspielen und den BBC Proms. Zu den Kammermusikpartnern des Quartetts zählen Jörg Widmann, Igor Levit, Nils Mönkemeyer, Adrian Brendel und Dominique Horwitz. 07.12. Kammermusikabend mit Alexander Baillie & John Thwaites Mittwoch, 07. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets NEU IM PROGRAMM: Der bekannte Bremer Cello-Professor Alexander Baillie spielt im Duo mit seinem langjährigen Partner John Thwaites u.a. Britten, Schubert und Brahms. Kammermusikabend Alexander Baillie - Violoncello John Thwaites - Piano Programm: Benjamin Britten: Cello Sonate op 65 Franz Schubert: Arpeggione Sonate Richard Rodney Bennett: Cello Sonate (Deutsche Erstaufführung) Johannes Brahms: Sonate in F-Dur op 99 Alexander Baillie wurde im Jahre 1956 geboren, begann im Alter von zwölf Jahren mit dem Cellospielen, wobei er sich stark von der legendären Jacqueline du Pré inspirieren ließ. Mit 16 Jahren begann er das Studium, zunächst in London am Royal College of Music, später mit einem Auslandsstipendium bei André Navarra in Wien. Alexander Baillie ist regelmäßig zu Gast bei renommierten Orchestern weltweit. Er hat u.a. mit Sir Simon Rattle und Sir John Elliot Gardiner gearbeitet und tritt regelmäßig als Solocellist in Konzerten, Recitals und internationlen Festivals auf. Kürzlich führte er das Elgar-Cellokonzert mit dem Philharmonia Orchestra im Londoner Barbican Center auf. Seine Zusammenarbeit mit dem Boston Philharmonic Orchestra unter Benjamin Zander erzielte mit Elgars Cellokonzert in vier amerikanischen Städten ausverkaufte Häuser. Seine Interpretation der Britten Cello Suiten honorierte die New Yorker Presse mit höchster Anerkennung. Alexander Baillie verfügt über ein phänomenal weitreichendes Repertoire. Zu seinen diversen Uraufführungen gehören u.a. Werke wie Hans Werner Henzes “Sieben Liebeslieder“ und die kanadische Premiere von Pendereckis zweitem Cellokonzert . Außerdem gibt es unzählige CD-Einspielungen des Künstlers. Er ist seit 1994 Professor für Violoncello an der Hochschule für Künste Bremen und seit diesem Herbst International Chair of Cello am Birmingham Conservatoire. Alexander Baillie und John Thwaites wuchsen beide in St. Albans, einer Kathedralenstadt,  in der Nähe von London auf.  Sie konzertieren seit 30 Jahren zusammen. Dieses Jahr haben sie u.a. in China konzertiert und eine Brahms CD für Somm Records herausgebracht. Sie konzertieren regelmässig in England. Kritiker Michael Tumelty schrieb nach einer  BBC-Live Übertragung: "Baillie ist einer der besten Cellisten im business und in völliger Einheit mit ihm war der excellente Pianist John Thwaites. Reinstes Musizieren von zwei mächtigen, selbstbewussten Instrumentalisten, höchste Freude für die Zuhörer.“ Über die Brahms CD schrieb Tully Potter in der Strad: "Obwohl er einer unserer top Cellisten ist, macht Alexander Baillie selten Aufnahmen. Diese ist umwerfend. Er und Pianist John Thwaites haben Brahms's Op.38 Sonata aufgenommen, die so inspirierend ist, dass ich mir wünschte, die op 99 wäre auch dabei". Und die hören Sie in diesem Konzert. 08.12. Gabriele Hasler & Günter "Baby" Sommer Donnerstag, 08. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets release concert für die CD fundstücke, die die Sängerin Gabriele Hasler und der Perkussionist  Günter "Baby" Sommer im Frühjahr im Sendesaal eingespielt haben. Die CD erscheint Ende Oktober 2016 bei Laika Records. fundstücke Gabriele Hasler - Stimme(n), Texte, Elektronik Günter "Baby" Sommer - Schlagzeug, Vibrafon, diverse Klangerzeuger Die Begegnung zweier Spitzenmusiker der zeitgenössischen Improvisationsmusik steht für ein spannendes Konzerterlebnis. Aus Haslers Texten und Songpartikeln sowie Sommers atmosphärischen Perkussionsstrukturen entstehen aufregende und intensive, berührende und humorvolle Soundscapes. ...er pinselt, schlegelt, trommelt, paukt, basst und wummert ...sie säuselt, summt, quietscht, haucht, fiepst und brummelt... Die Zusammenarbeit von Hasler und Sommer begann in den frühen 90er Jahren. Nun legen sie ihre erste gemeinsame CD vor, die von Radio Bremen aufgenommen und von LaikaRecords produziert wurde. Beide Musiker eint die Leidenschaft für die Musikalität von Sprache. Baby Sommer arbeitet(e) mit Dichtern wie Günter Grass, Rafik Schami oder Nora Gomringer, Gabriele Hasler war viele Jahre musikalische Partnerin des Dichters Oskar Pastior. Gabriele Hasler - Stimme, Texte, Elektronik erhielt ihre Ausbildung u.a. am Berklee College of Music, Boston, USA. Seit ca. 1983 ist sie als Sängerin/Komponistin /Lyrikerin  im  Bereich  Jazz und  improvisierter Musik tätig und gilt als eine der kreativsten und eigenständigsten Stimmen in der Europäischen Szene. Mit ihrem langjährigen Quartett Gabriele Hasler & Foolish Heart war sie bei zahlreichen internationalen Festivals zu Gast. 1985 erhielt sie den SWF Jazzpreis. 1986 gründete sie ihr eigenes Plattenlabel "Foolish Music", auf dem bisher 18 Produktionen erschienen sind. Für das Goetheinstitut war sie in Nordafrika, Südasien, Togo und in der Türkei unterwegs. Sie erhielt zahlreiche Kompositionsaufträge, u.a. “Crossfade“ für das Mutare Musiktheater Frankfurt (1994) sowie das Kinderoratorium “Die Stunde Welt“ für die Kinder-und Jugendchöre des Bremer St. Petridoms (2007). Mit ihrer Soloperformance “G.bete 365“ war Gabriele Hasler u.a. für das Goethe Institut zu Gast beim LEM Festival Barcelona (E) und beim Festival für Neue Musik, Museo Vostell, Caceres (E). Sie arbeitete u.a. mit Anders Jormin, Louis Sclavis, Jaap Blonk, Lindsay Cooper, Christof Lauer, Bobo Stenson, Claudio Puntin, Roger Hanschel, Elvira Plenar, Han Bennink, Reggie Workman und Andrew Cyrille. http://www.gabrielehasler.de Günter "Baby" Sommer - Schlagzeug, Perkussion, Vibraphon, diverse Klangerzeuger ...ist  einer der bedeutendsten Vertreter des Zeitgenössischen europäischen Jazz, der mit einem hoch individualisierten Schlaginstrumentarium zugleich eine unverwechselbare musikalische Sprache entwickelt hat. Sommer wurde 1943 in Dresden geboren und studierte an der Hochschule für Musik ,Carl Maria von Weber‘. Seine musikalischen Beiträge zu den wichtigsten Jazzgruppen der DDR wie dem Ernst-Ludwig-Petrowksy-Trio, dem Zentralquartett und der Ulrich Gumpert Workshopband ermöglichten Sommer den Einstieg in die internationale Szene. So arbeite Sommer nicht nur im Trio mit Wadada Leo Smith und Peter Kowald sondern traf mit so wichtigen Spielern wie Peter Brötzmann, Fred van Hove, Alexander von Schlippenbach, Evan Parker und Cecil Taylor zusammen. Sommers Solospiel sensibilisierte ihn für Kolloborationen mit Schriftstellern wie Günter Grass. Sommers Diskografie umfasst über 100 veröffentlichte Audio-Datenträger. Als Professor an der Musikhochschule in Dresden nahm er Einfluss auf die professionelle Vermittlung des zeitgenössischen Jazz an die nachfolgenden Generationen. http://www.babysommer.com 09.12. Trio Reijseger Fraanje Sylla Freitag, 09. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Kombination von Ernst Reijseger (Cello), Harmen Fraanje (Piano) und Mola Sylla (Stimme) verspricht ein perfektes Amalgam von Jazz, Afrikanischer Musik und Klassischer Musik, eindrücklich und spirituell. Trio Reijseger Fraanje Sylla Ernst Reijseger - Cello Harmen Fraanje - Piano Mola Sylla - Stimme und Perkussion Die Musik des Trios Reijseger Fraanje Sylla ist am besten zu beschreiben als das perfekte Amalgam von Jazz, Afrikanischer Musik und Klassischer Musik. Der Cellist Ernst Reijseger, Pianist Harmen Fraanje und der Senegalesische Sänger und Perkussionist Mola Sylla kreieren auf der Bühne ihre absolut eigene unverwechselbare Sprache. Und obwohl sie vielleicht nicht direkt verstehbar ist, kann sie doch klar erfühlt werden. Das Trio, das bisher 2 CDs rausgebracht hat und Musik für einige der Filme von Werner Herzog einspielte, macht Musik, die so wild wie schön ist und auch melancholisch, immer getragen von der wunderbaren Stimme seines afrikanischen Sängers. Das überbordende improvisierte Klavierspiel von Harmen Fraanje und die subtilen Melodien des Cellisten Ernst Reijseger sorgen für ein eklektisches, spirituelles Ganzes, bei dem nichts so ist wie es scheint… 10.12. Songs & Whispers Special@Sendesaal Samstag, 10. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 14 Euro (ermäßigt 8 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Im Zentrum dieser Ausgabe von Songs & Whispers Special@Sendesaal stehen die englische Singer-songwriterin DAISY CHAPMAN (UK) und ROSY DAZE aus Bremen. Songs & Whispers Special@Sendesaal DAISY CHAPMAN und ROSY DAZE ROSY DAZE Silke Gutzeit - Gesang, Gitarre Marc Gutzeit - Bass, Gitarre, Gesang Das Bremer Duo Rosy Daze schreibt und singt bewusst reduzierte Songs zwischen Americana und zeitlosem Songwriter-Pop. Live beeindrucken Rosy Daze mit anrührenden zweistimmigen Gesängen. Klingt es so schön, weil da zwei Eheleute miteinander singen? Könnte sein. Jedenfalls geht es bei Rosy Daze um tief empfundene, handgemachte  Musik, die ganz ohne Moden und aufgesetzte Attitüden auskommt.“ DAISY CHAPMAN Daisy Chapman - Stimme, Klavier Sue Lord - Geige Martin Denzin - Schlagzeug Die selbsternannte „Sinner-Songwriterin“ Daisy Chapman gehört mittlerweile zur ersten Liga der Singer-Songwriter. Mit der Wucht ihrer Stimme, der Perfektion ihrer kammermusikalischen Arrangements und der Genialität ihrer Songtexte, erzählt sie persönliche Geschichten. Zu berichten hat Chapman viel, denn  in den letzten zwei Jahren verging für sie kein Monat ohne ein Konzert. Darunter fielen etwa Support-Auftritte für den US-amerikanischen Country-Shootingstar Jenn Bostic. So ist „Shameless Winter“, ihr letztes Album, entstanden - auf Tour, beinahe eine Art Tagebuch. Es ist ein ehrlicher Bericht über Rastlosigkeit, Sehnsucht und Träume. Ob es ein Lied ist, welches die bitterkalten Winter in Europa beschreibt, während man alleine die Straßen durchquert oder ob sie eine schwarzhumorige Geschichte über vom Pech verfolgte Reisen erzählt - die Songs von diesem Album sind sowohl klug als auch wunderschön. Produziert wurde „Shameless Winter“ von einem Mann, der sich mit starken Frauen auskennt – Ali Chant arbeitete bereits mit KT Tunstall, Portishead und PJ Harvey zusammen. Er verlieh dem Album die nötige Tiefe und Dynamik. Um ihre musikalische Entwicklung und Vielseitigkeit zu  nachvollziehbar zu machen, wurde das Album „Gathering of the Haunted“ (zuerst 2007) ihrer ehemaligen Band Scarlatti Tilt im Mai 2014 erneut veröffentlicht. Hier zeigt sich Daisy Chapman von einer weitaus düsteren, beinahe sogar makaberen Seite, während sie bei einer erfolgreichen Europa Tournee als Pianistin der englischen Rockband „Crippled Black Phoenix“ beweist, dass sie auch härtere Töne anschlagen kann. Stets an ihrer Seite die Violinistin Sue Lord. Die aus Bath stammende Lord bekam bereits mit acht Jahren eine Violine in die Hand uns hat sie seitdem nicht mehr losgelassen. Nach dem Abschluss der klassischen Ausbildung am Royal Welsh College of Music and Drama spielt sie nicht nur in zahlreichen klassischen Streich-Quartetten, sondern auch für zeitgenössische Größen wie Newton Faulkner, Peter Gabriel, The Heavy, Duotone und Crippled Black Phoenix.  Neben Piano, Loop-Station und ihrem stärksten Instrument, der Stimme, ist das vom BBC-Moderator Johnny Coppin hoch gelobte Album „Shameless Winter“ ihr wichtigstes Reise-Utensil. Im UK, in Deutschland, Frankreich oder gar in China hat sie sich durch unermüdliches Touren einen respektablen Namen erspielt. Und sie hat Geschichten gesammelt, unzählige Geschichten, die sie uns erzählen will. Auf ihre Art. Im Gepäck das schonungslose Storytelling eines Nick Cave, die seichten Akkorde und unvergesslichen Melodien einer Regina Spektor und doch mit einer Kraft gesegnet, die ihresgleichen sucht, fasziniert Chapman das Publikum im UK und Norddeutschland. Aber ihr Weg geht weiter. Die BBC hat’s erkannt: „Watch this woman, she’ll go far!” Eine Veranstaltung von Songs & Whispers 11.12. Wolfgang Schlüter - Boris Netsvetaev Duo Sonntag, 11. Dezmber 2016 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der rüstige Altmeister des Vibraphons, Wolfgang Schlüter, feiert in einem seiner mittlerweile raren Konzerte die Veröffentlichung seines neuen Albums Breathing As One im Duo mit dem Pianisten Boris Netsvetaev. Wolfgang Schlüter - Vibraphon Boris Netsvetaev - Piano Nur wenige Legenden hat der deutsche Jazz der Nachkriegszeit hervorgebracht. Der Vibraphonist Wolfgang Schlüter ist sicher eine von ihnen, er hat es sogar bis in den Downbeat Critics Poll geschafft. Ein Urgestein der deutschen Jazzgeschichte, “in dem fast alle Vibraphonisten der Welt durchschimmern”. (M. Naura). Zu seinen großen Einflüssen gehören sicherlich Lionel Hampton und Milt Jackson. Er gehört zweifellos zu den wichtigsten Vertretern seines Instruments in Europa und hat einen substantiellen Beitrag zur Entwicklung des Vibraphonspiels geleistet. Seit den 50er Jahren verband ihn eine langjährige Partnerschaft mit dem Pianisten Michael Naura, drei Jahrzehnte gehörte er auch der NDR-Big Band an. Für sein aktuelles Album Breathing As One hat Wolfgang Schlüter nach eigenen Aussagen in einem Maße wie noch nie den Mut aufgebracht, sein Instrument „schön“ erklingen zu lassen, nicht nur die Virtuosität sondern vor allem auch die Poesie in den Vordergrund zu stellen. Und so erstrahlen neue Eigenkompositionen, die sein Spätwerk noch heller erscheinen lassen,  in gelungenem Brückenschlag mit einigen Standards, die Schlüter „schon immer mal aufnehmen wollte“. Kongenialer Partner ist sein ehemaliger Student und heute langjähriger Wegbegleiter, der in St. Petersburg geborene aber seit vielen Jahren in Hamburg lebende Pianist Boris Netsvetaev. Die Art und Weise, wie er dezent begleitet und unterstützt aber auch solistisch brilliert, macht ihn zur perfekten Wahl für die dieses Duo Abenteuer. Dieses Konzert feiert den release der CD, die im Oktober 2016 erscheinen wird. Wolfgang Schlüter kehrt übrigens somit im Duo an den Ort zurück, an dem er 1977 mit Michael Naura die LP Country Children aufnahm - in den Sendesaal. 16.12. Die Grenzgänger Freitag, 16. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets NEU IM PROGAMM: Die Grenzgänger aus Bremen feiern die Premiere ihres neuen Programms: Brot & Rosen - von der Liebe und ihren Bedingungen im Alltag. Livemitschnitt Die Grenzgänger Michael Zachcial - Gesang, Gitarre, Rezitation Annette Rettich - Cello, Gesang Felix Kroll - Akkordeon, Gesang Frederic Drobnjak - Gitarre, Gesang Mit Cello, Akkordeon und zwei Gitarren zaubert das Quartett um den Bremer Liedermacher Michael Zachcial Lieder und Geschichten von der Liebe aus acht Jahrhunderten auf die Bühne: Von Leichtmatrosen und gefallenen Mädchen, Königskindern und falschen Nonnen, Märchen aus uralten Zeiten, gebrochenen Herzen aber ewiger Treue. In der aktuellen Besetzung klingen die Grenzgänger so druckvoll und virtuos wie selten, Frederic Drobnjak an der Gitarre spielt im Stile eines Django Reinhardt groß auf, Felix Kroll zaubert am Akkordeon ein ganzes Orchester auf die Bühne, Annette Rettich berührt am Cello und verschmilzt mit der Stimme von Michael Zachcial, der auf unverwechselbare Art die alten Lieder mit dem Hier und Jetzt verbindet Fünfmal gab es bisher den Preis der deutschen Schallplattenkritik, die Grenzgänger spielten vor mehr als tausend Zuschauern auf grossen Festivals ebenso wie in kleinen Theatern und Bürgerhäusern. Etliche Male waren sie auf Platz eins der Liederbestenliste, für das Goethe-Institut unterwegs in Halb-Europa. Die Musiker: Michael Zachcial (Gesang, Gitarre, Mundharmonika) gehört zu den ganz wenigen Künstlern, die sowohl für ein Kinder- als auch für ein Erwachsenenpublikum auftreten und dabei gleichermaßen großen Erfolg haben. Er gründete 1988 nach vielen Jahren als Strassenmusiker und Liedermacher die Grenzgänger und ist hauptsächlich verantwortlich für das künstlerische Konzept. Neben einem Programm mit eigenen Liedern und Chansons spielt Michael Zachcial seit 1993 noch Kinderlieder mit dem Duo Zaches & Zinnober (gemeinsam mit Ralf Siebenand), der auch auf einigen CDs der Grenzgänger als Saxophonist und Pianist zu hören ist. Felix Kroll (Akkordeon, Gesang) begann mit zahlreichen Uraufführungen zeitgenössischer Komponisten, u.a. Friedrich Goldmann, Georg Katzer, Peter Weirauch und Hannes Zerbe. 2005 erhielt er mit seinem Trio den ersten Preis im Bundeswettbewerb »Jugend musiziert« und ein Jahr darauf begann er sein Studium an der Hochschule für Künste Bremen bei Margit Kern. Außerhalb der Hochschule erarbeitete er bereits größere Musik-Theaterstücke u.a. mit Wolfgang Krause Zwieback, wirkte bei mehreren Opernuraufführungen im Rahmen der Neuköllner Originaltöne mit und gibt Konzerte in den verschiedensten Besetzungen im In- und Ausland (z.B. Schweiz, Seoul-Korea, Russland). Seit Frühjahr 2009 bei den Grenzgängern. Annette Rettich (Cello, Gesang) ist seit Januar 2009 bei den Grenzgängern, klassisch bestens ausgebildet und macht wie viele andere, die für den Arbeitsmarkt schlicht überqualifiziert sind, aus der Not eine Tugend! Annette Rettich gewann mehrere erste und Sonderpreise in verschiedenen Kategorien beim Bundeswettbewerb "Jugend Musiziert", absolvierte diverse Meisterkurse, nahm an zahlreichen Rundfunkaufnahmen teil und spielte zuletzt im Schleswig Holstein Festival Orchester. Frederic Drobnjak ( Gitarre, Gesang) Seit Anfang 2014 als Saitenzauberer bei den Grenzgängern. Begann seine Entdeckungsreise auf der E-Gitarre als Autodidakt. Lehramtsstudium Musik an der Universität Bremen, ab 2002 Hochschule für Künste Bremen, Studium Jazz-Gitarre, Solistenförderpreis beim Bundesjugend-Jazzfestival in Erfurt. Teilnahme an Masterclasses von Jennifer Batten, Peter Fischer, John Stowell, sowie am Stephane-Grappelli-Camp. Dozent für Gitarre an der Music Academy Bremen. Pressestimmen: „Die Grenzgänger“ verwandeln Jahreszahlen in Menschen-Geschichte– die Besucher konnten nicht anders als überzeugt mehrere Zugaben einfordern." Kreis Anzeiger Hessen „...so viel gelassene Beiläufigkeit und selbstverständliche Perfektion kriegen nur echte Könner auf die Reihe.... Die Grenzgänger sind allemal einen kostbaren Abend wert.“ Backnanger Kreiszeitung Eine Veranstaltung der Grenzgänger 17.12. Michy Reincke - Wir sind die Flut Tour 2016 Samstag, 17. Dezember 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 18 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der Hamburger Songschreiber Michy Reincke stellt bei dieser Tour sein aktuelles Album "Sie haben den Falschen" vor. MICHY REINCKE - „WIR SIND DIE FLUT“ TOUR 2016 Michy Reincke - Stimme und Gitarre Jörn Heilbut - Gitarre Martin Meyer - Piano Für seine letzten Chart-Alben erhielt der Hamburger Songschreiber Michy Reincke von den Medien und Fans überragende Kritiken. So schreibt beispielsweise der Rolling Stone „Wenige deutsche Platten sind so brillant“ und das Penthouse sagt es eben so: „während die meisten textlich am Niveau eines Grundschülers vor sich hin stolpern, nimmt Reincke narrative Hürden mit Bravour, er-urknallt sich mit jedem neuen Album sein ganz persönliches Wurmloch, in dessen eloquent-lyrischen Tiefen nur er zu verschwinden weiß. Der ist nicht von hier, das steht fest“. Und der Musiker und Entertainer Michy Reincke ist ein Garant für originelle Konzerterlebnisse. Bei den Liebhabern seiner Musik stehen sein Humor, seine Art die Dinge zu sehen und sein schier unermesslicher Vorrat an Anekdoten wenigstens auf gleicher Stufe mit seinen Songs, großen Melodien und klugen Texten, um sich begeistern und wunderbar unterhalten zu lassen. Mit seinen langjährigen musikalischen Mitstreitern inspiriert Michy Reincke auch sein Publikum immer wieder dazu nicht nur auf ausgetretenen Pfaden zu wandeln, sondern sich selbst zu überraschen und neu zu sein. Er selbst ist dafür ein leuchtendes Beispiel und so ist es auch kein Wunder, dass Michy Reincke einer der beliebtesten Popmusiker Norddeutschlands ist. Neben den brandneuen Songs seines aktuellen Albums „SIE HABEN DEN FALSCHEN“ und den Singles „Erzähl mir nicht dass du nur tust was man dir sagt“ oder „Steh auf & scheine“ der hochgelobten Vorgänger-Alben, runden auch Song-Klassiker seines Schaffens wie „Taxi nach Paris“ oder „Valérie, Valérie“ das neue Programm ab. Wer einen Abend mit Songs und Geschichten von Michy Reincke erleben möchte, muss allerdings vom Sofa hoch. Der Musiker verweigert vehement die Aufnahme oder Veröffentlichung von Live-Konzerten. Die Frage nach dem Warum kann man sich ganz gut aus einem seiner Songs beantworten: „Wir alle bauen nur Sandburgen vor die Flut...wie soll das gehen zu bleiben...“ Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
11x
yasni 26.11.16  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im November

Bevor wir Sie nun auf unser Programm im November hinweisen, wollen wir Ihnen noch sagen, dass wir uns sehr freuen, dass der Sendesaal von Kulturstaatsministerin Monika Grütters letzte Woche nach 2014 zum zweiten Mal für sein "kulturell herausragendes Programm" mit dem Spielstättenprogrammpreis APPLAUS ausgezeichnet wurde. Der mit 15.000€ dotierte Preis wird diesem Programm voll zugute kommen. Und hier sind nun unsere Konzerte im November. Zwischen intim Unbekanntem wie dem Trio von Sängerin Lucia Cadotsch (10.11.) und großen Namen wie dem Saxophonisten Charles Lloyd (14.11.) ist hoffentlich auch für Sie wieder etwas dabei, das auf Ihr Interesse stößt. Vielleicht finden Sie ja in der Stunde, die Sie durch die Zeitumstellung heute Nacht gewonnen haben, Zeit und Muße, sich unsere Angebote genauer anzuschauen. Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Herzlich willkommen dann im Sendesaal Für heute allerbeste Grüße Peter Schulze   Inhalt 04.11. Jazzchor Freiburg 10.11. Lucia Cadotsch Speak Low 12.11. Saltarello: Theo Plath und Fabian Müller 13.11. Matinee: Althastedter Kammerorchester 13.11. Håkon Kornstad Ensemble 14.11. Charles Lloyd 17.11. Omer Klein Trio 18.11. konzert im dunkeln: Josep-Maria Balanya 22.11. Amaryllis Quartett: amaryllis 3 x 3 25.11. 19. Festival der pgnm - 1. Konzert 26.11. 19. Festival der pgnm - 3. Konzert 30.11. Detmolder Kammerorchester 04.11. Jazzchor Freiburg Freitag, 04. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Mit einem runderneuerten Konzertprogramm ist der Jazzchor Freiburg wieder zu Gast im Sendesaal. „Schwing!“ bleibt das Motto, die programmatische Klammer des Konzerts – wie schon vor zwei Jahren, als die Freiburger zuletzt vor ausverkauftem Haus begeisterten. SCHWING! - reloaded Jazzchor Freiburg - auf Tour mit Swing im Gepäck Jazzchor Freiburg Helmut Lörscher - Klavier Klaus Frech - Bass Michael Heidepriem - Perkussion Leitung: Bertrand Gröger Mit einem runderneuerten Konzertprogramm ist der Jazzchor Freiburg wieder zu Gast im Sendesaal. „Schwing!“ bleibt das Motto, die programmatische Klammer des Konzerts an der Bürgermeister-Spitta-Allee – wie schon vor zwei Jahren, als die Freiburger zuletzt vor ausverkauftem Haus begeisterten. Aber im Unterschied zu 2014 wird Chorleiter Bertrand Gröger dem Bremer Publikum diesmal einen Ausblick auf das kommende Repertoire bieten: „Infusion“. Kaum eine Entwicklung im Jazz hatte eine vergleichbare Breitenwirkung wie seine Verschmelzung mit Rock, Funk und Latin zu „Fusion“ – Persönlichkeiten wie Miles Davis, Pat Metheny oder Joe Zawinul haben unsere Hörgewohnheiten tiefgreifend verändert. Gröger und der langjährige „Hofarrangeur“ des Jazzchors, Klaus Frech, haben etliche der ursprünglich instrumentalen Titel erstmalig singbar gemacht. Im Sendesaal präsentiert der Jazzchor Freiburg ein Programm, das auch dem Jazz-fernen Publikum einen unkomplizierten Zugang bietet und seine mitreißende Energie nicht zuletzt aus den Brüchen und Reibungen der unterschiedlichen musikalischen Sprachen und Idiome bezieht. Begleitet wird der Chor dabei von seinem bewährten Jazz-Trio an Klavier, Kontrabass und Schlagzeug. www.jazzchorfreiburg.de www.facebook.com/jazzchorfreiburg Eine Veranstaltung von Jazzchor Freiburg 10.11. Lucia Cadotsch Speak Low Donnerstag, 10. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets SPEAK LOW ist die neue Working Band der Zürcher Wahlberlinerin und Sängerin Lucia Cadotsch. In minimalistischer Besetzung mit Saxophon und Bass bringen sie ihre eigenen Versionen bekannter Standards wie Gloomy Sunday oder Strange Fruit. Sie nennen das Acoustic Retro-Futurism - und damit sind sie im Sendesaal goldrichtig. Dieses Konzert ist neben dem Auftritt beim JazzFest Berlin am 5.11. die letzte Gelegenheit des Jahres die Band in Deutschland zu hören. LUCIA CADOTSCH SPEAK LOW acoustic-retro futurism The Art of keeping it simple and raw! Lucia Cadotsch (CH) - Stimme Otis Sandsjö (SE) - Tenorsaxophon Petter Eldh (SE) - Kontrabass SPEAK LOW ist die neue Working Band der Zürcher Wahlberlinerin Lucia Cadotsch. Sie singt mit Petter Eldh am Kontrabass und Otis Sandsjö am Tenor eine berückend schöne Sammlung von modern Traditionals, wie Gloomy Sunday, Strange Fruit und Moon River. In Versionen, die unverkennbar den Stempel Berlin 2016 tragen. Live, minimalistisch, symphonisch! Raw like Ceviche! Analog ist das neue Berghain! "We ́re putting all our ideas into one rocket, we fire that off, it explodes and spreads out all over the fucking place but some of the stuff is gonna land right where we ́re standing and what is left, is what we use.“ So formuliert Petter Eldh die Magie von Speak Low. Man könnte aber auch sagen: Das besondere an diesem Trio ist, es gibt weder ein Rhythmus- noch ein Harmonie-Instrument. Aber wer denkt, sie seien somit in ihrem Ausdruck limitiert, irrt. Die Drei haben alles, was sie brauchen, um diese wunderschönen Songs auf ihre ureigenste, aufwühlende, sehr heutige Art zu interpretieren. Hier hörst du das Saxophon und denkst an einen Vintage-Synth, dort klingen die Saiten und das Holz des Basses wie die Kick und die Claps einer 808. Aber: No effects, it`s a Band und zwar eine, die mit allem spielen kann und es tut. Darin und darüber singt Lucia Cadotsch frei, direkt und stolz, wie ein Instrument und wie eine Erzählerin. Was sie singt, klingt immer echt, weil der Song und ihr Herz es ihr genau so flüstern. Die ZEIT sieht in der Schweizerin eine der wichtigen Protagonistinnen „der Wiederbelebung des Jazz-Gesangs jenseits der abgenutzten Standards und Singer-/Songwriterinnen-Klischees. Die Zürcher Wahlberlinerin, hat mit dem Musikerkollektiv Schneeweiss + Rosenrot drei Alben aufgenommen. 2012 gewann sie mit ihnen den neuen deutschen Jazzpreis. Mit Wanja Slavin (Echopreisträger Bester Saxophonist National 2014) betreibt sie die Liun and the Science Fiction Band, Synthpop für die Menschen von übermorgen. Allein letztes Jahr hat sie mit der Gruppe Yellow Bird ein super-dada Bluegrass-Album herausgebracht und mit Hayden Chisholm und dem Lucerne Jazz Orchester den Big-Band-Swing alter Prägung ins 21ste Jahrhundert geholt. Der schwedische Bassist und sein Landsmann Otis sind beide keine Unbekannten auf der Jazzszene. Petter spielt etwa beim Django Bates Trio, AMOK AMOR (mit Peter Evans), Kit Downes und unzähligen anderen Formationen, veröffentlicht wie ein Wilder, inzwischen auch auf seinem eigenen Label (Galatea Records) und spielt jährlich über 100 Konzerte auf internationalen Bühnen. Otis, Mitglied der Bands Farvel und Gothenburg Gadjos ist dabei, sich durch sein aussergewöhnliches Spiel auf dem Saxophon einen eigenen Namen in der Szene zu machen. Zusammen auf der Bühne sind jene drei eine Macht, die die Geschicke jedes Abends lenken kann. Die Songs, die sie spielen bilden das Herz ihrer Performance aber darin und dazwischen ist alles möglich. Einige Pressestimmen: "Hinter dieser Musik steht nicht nur ein Sound, den man so noch nicht gehört hat, sondern eine musikalische Haltung, vor deren Klarheit und Kompromisslosigkeit man sich spontan verbeugen möchte. Ich habe lange nichts derart Beeindruckendes mehr gehört. Schon jetzt eines der besten Vocal Jazz Alben des noch jungen Jahres." Volker Doberstein, JAZZPODIUM 03/16 "Speak Low, Strange Fruit, Ain't got no, i got life, Don't Explain, Gloomy Sunday, Slow Hot Wind und Moon River, hier wird nichts ausgelassen (…) und trotzdem klingen alle Songs, als hörte man sie zum ersten Mal." bak, CONCERTO 1/2016 "Kollossal." JAZZTHING «Hier singen die Liebe und der Schmerz, sie klingen wahr und man glaubt ihnen, dass sie sich behaupten können im Gerumpel unserer Zeit.» Francesco Wilking "Mit dem Tenorsaxofonisten Otis Sandsjö und dem Bassisten Petter Eldh hat Cadotsch für jeden Song eine spezifische und doch flexible Herangehensweise erarbeitet, die in jedem Fall klangliche Extravaganzen mit starker emotionaler Wirkung beinhaltet – mal werden die Basssaiten aufs Griffbrett gepeitscht, mal klingt das Saxofon so, als werde es richtiggehend stranguliert. In diesem Kontext entfaltet die lyrisch-kraftvolle Stimme von Lucia Cadotsch einen sinnlichen Zauber ohne Zuckerguss." Tom Gsteiger, DER BUND (CH), 17.03.2016 "Ihre Auftritte sind beeindruckend...sobald sie zu singen beginnt, breiten sich Energien aus, die Räume öffnen. Etwas Unfassbares schwingt mit in der warmen Alt-Stimme der 31-jährigen Zürcherin (…)" Frank von Niederhäusern, Kulturtipp “In its best and most positive sense, Lucia can sing the shit out of any melody. She can phrase like a Grande Dame and she displays an experience and liberty with Time and the melody line which belie her age. Hearing her sing and playing behind and with her make you catch your breath and re-discover a song which you've played so many times before. Sophisticated Lady, indeed.” Uli Kempendorff, ICE, January 1st, 2016 "Eine ganz und gar ungewöhnliche und brilliante Interpretation berühmter Jazzstandards." jn, Kulturnews 3/2016 "Lucia's voice possesses for me the necessary subtlety and understatement to deliver such traditional jazz songs in our times. It is hard for me to imagine another contemporary vocalist with the ability to sing these tunes with such grace and controlled emotion." Hayden Chisholm, 2. November 2015 Unterstützt von Pro Helvetia, Schweizer Kulturstiftung 12.11. Saltarello: Theo Plath und Fabian Müller Samstag, 12. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 5 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Dieses saltarello-Konzert präsentiert zwei junge Ausnahmekünstler mit ausgefallenem Programm: den Fagottisten Theo Plath und Fabian Müller am Klavier. Saltarello - Ausnahmetalente im Sendesaal Theo Plath - Fagott Fabian Müller - Klavier Programm: Alexandre Tansman (1897-1986): Sonatine pour basson et piano Camille Saint-Saens (1835-1921): Sonate Op.168 ca Maurice Ravel (1875-1937): Alborada del gracioso Marcel Bitsch (1921-2011): Concertino pour basson et piano Heinz Holliger (*1939): Drei Stücke für Fagott solo Ludwig van Beethoven (1770-1827): Auswahl aus den Bagatellen Op.33 Roger Boutry (*1932): Interférences I Theo Plath, 1994 in Koblenz geboren, erhält seinen ersten Fagottunterricht bei Nikolaus Maler und studiert derzeit bei Prof. Dag Jensen an der Hochschule für Musik und Theater München. Wichtige künstlerische Impulse erhält er zudem auf Meisterkursen bei Prof. Dag Jensen, Prof. Sergio Azzolini und Prof. Klaus Thunemann. Von 2007 bis 2013 ist er Mitglied im Bundesjugendorchester, wo er unter bedeutenden Dirigenten wie Sir Simon Rattle und Kirill Petrenko spielt. Theo Plath gewinnt zahlreiche Preise, darunter die 1. Preise des Aeolus-Wettbewerbs, des Crusell-Wettbewerbs und des Gasteig-Musikpreises München. 2009 wird ihm der Hans-Sikorski-Gedächtnis-Preis der Deutschen Stiftung Musikleben für die „Beispielhafte Interpretation eines zeitgenössischen Werkes“ verliehen. 2015 und 2016 gewinnt er ein Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs, 2015 als Solist, 2016 mit seinem Bläserquintett, dem Monet-Bläserquintett. Theo Plath ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben und der Studienstiftung des Deutschen Volkes, zudem wird er seit 2014 als Stipendiat von der Mozart Gesellschaft Dortmund unterstützt. Nach seinem Orchesterdebüt 2010 mit den Bergischen Symphonikern tritt er unter anderem mit der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, den Nürnberger Symphonikern und den Dortmunder Philharmonikern auf. Er ist regelmäßiger Gast bei internationalen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musikfestival, dem Festival „Spannungen“ in Heimbach und den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, seine umfangreiche Konzerttätigkeit führte ihn bislang unter anderem nach Japan, Südafrika und Südamerika. Im Februar 2015 erschien seine erste CD, auf der mit Ramón Ortega Quero, Sebastian Manz, Marc Gruber und der Württembergischen Philharmonie Reutlingen unter der Leitung von Ola Rudner die Sinfonia concertante von W. A. Mozart zu hören ist. »Ausnahme-Pianist« (WAZ) und »Tastenkünstler mit großer Zukunft« (General-Anzeiger) – sowohl Presse als auch Publikum zeigen sich begeistert und sind sich einig: Fabian Müller steht am Anfang einer aussichtsreichen Karriere. Der junge Pianist hat seine Begabung in jüngster Zeit vielfach unter Beweis stellen können. Als erster Preisträger beim Frankfurter Wettbewerb Ton und Erklärung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im Januar 2015, der Wahl von der International Holland Music Sessions zur Teilnahme an der Reihe New Masters on Tour, mit dem vielbeachteten Education-Projekt Ein Jahr mit György Ligeti beim Klavier-Festival Ruhr, bei dem er die musikalische Verantwortung hatte und das mit dem Junge Ohren Preis 2014 ausgezeichnet wurde, oder auch seiner Aufnahme in die Werner Richard - Dr. Carl Dörken Stiftung für die Konzertreihe Best of NRW konnte Fabian Müller viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Seine Erfolge öffneten ihm die Tür zu einem verheißungsvollen Konzertjahr 2015/16, das mit zahlreichen Höhepunkten aufwarten kann und in dem neben Recitals beim Klavier-Festival Ruhr, beim Heidelberger Frühling, beim Winners & Masters Gasteig, im Concertgebouw Amsterdam und in der Philharmonie Bratislava auch die Produktion seiner Debüt-CD Out of Doors ansteht. Fabian Müller, geboren 1990 in Bonn, begann im Alter von nur vier Jahren mit dem Klavierspiel. Seinen ersten Unterricht erhielt er von Rose Marie Zartner. Die außerordentliche Begabung des jungen Pianisten wurde bald erkannt und fand in zahlreichen 1. Preisen beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert ihre Bestätigung, denen kurz darauf weitere Auszeichnungen wie der Ibach-Preis, der Sonderpreise der Deutschen Stiftung Musikleben und der Jürgen-Ponto-Stiftung sowie 2011 der 1. Preis beim Prix amadéo de piano in Aachen  folgten. Das musikalische Flair seiner Heimatstadt hatte auf Fabians Entwicklung einen entscheidenden Einfluss. Aufgewachsen in der Brahmsstraße, unweit von Schumanns Sterbehaus und dem Geburtshaus Beethovens, kam er schon als Kind mit den deutschen Komponistengrößen in Berührung. Nach seinen ersten Konzerten an diesen besonderen Orten erhielt er mit 14 Jahren den Beethoven Bonnensis-Förderpreis der Bürger für Beethoven und entwickelte eine enge Verbindung zu dieser Musik, die schnell zum Zentrum seines Repertoires wurde. Mit 15 Jahren nahm Fabian Müller sein Studium an der Musikhochschule Köln bei Pierre-Laurent Aimard und Tamara Stefanovich auf und besuchte Meisterkurse bei Menahem Pressler, Pavel Gililov und Leon Fleisher. Besonders seinem Lehrer Aimard und dessen Kontakt zu vielen bedeutenden Komponisten der letzten Jahrzehnte ist es zu verdanken, dass der junge Pianist auch eine enge Beziehung zur Musik des 20. und 21. Jahrhunderts aufbauen konnte. Dies stellte er unter anderem im Jahr 2013 unter Beweis, als er Preisträger beim Ferruccio Busoni Klavierwettbewerb in Bozen wurde und darüber hinaus den Sonderpreis für die Interpretation zeitgenössischer Klaviermusik, den Internationalen Pressepreis sowie einen Sonderpreis für die beste Interpretation eines Werkes von Ferruccio Busoni erhielt. Fabian Müllers Konzertengagements führten ihn bereits in die Philharmonie Köln, die Tonhalle Düsseldorf, die Beethovenhalle in Bonn und zu zahlreichen Auftritten ins europäische Ausland. Daneben gastierte er bei renommierten Festivals wie der Musikwoche Hitzacker, dem Aldeburgh Festival in England, den Musikfestspielen Mecklenburg-Vorpommern sowie den Schwetzinger Festspielen und spielte mit der Deutschen Streicher-Philharmonie, dem hr-Sinfonieorchester, dem WDR Sinfonieorchester und dem Beethoven Orchester Bonn. Zusammen mit der Klassischen Philharmonie Bonn tourte er 2012 durch Deutschland und trat unter anderem im Berliner Konzerthaus, der Glocke Bremen und dem Herkulesaal in München auf. 13.11. Matinee: Althastedter Kammerorchester Das Alt-Hastedter Kammerorchester unter der Leitung von Grigori Pantijelew bringt erneut ein anspruchsvolles Programm in den Sendesaal: John Cage und Wolfgang Amadeus Mozarts Posthorn-Serenade sowie Opernarien von Mozart, gesungen von Alexandra Lecce. ALT- HASTEDTER KAMMEROCHESTER Alexandra Lecce - Sopran Leitung - Grigori Pantijelew Programm: John Cage - Thirteen (1992) Wolfgang Amadeus Mozart - Opernarien Wolfgang Amadeus Mozart - Posthorn-Serenade KV 320 Das Alt-Hastedter Kammerorchester besteht seit 1983. Hier treffen sich Amateurmusiker, Musikstudenten und Berufsmusiker zu wöchentlichen Proben in der Alt-Hastedter Kirche in Bremen, um anspruchsvolle Stücke zu erarbeiten. Der damalige Domkantor Prof. Heintze setzte als Gründungsdirigent die Maßstäbe. Seitdem finden jährlich ein bis zwei Konzerte statt. Seit 2003 spielt das Orchester unter der Leitung des heutigen Dirigenten Grigori Pantijelew. Grigori Pantijelew studierte in Moskau Musikwissenschaft, Klavier und Dirigieren bis zum Abschluss 1983. Anschließend unterrichtete er an der Gnessin-Musikhochschule (heute Russische Musikakademie), führte Forschungsarbeiten durch, u.a. über Bach, und promovierte 1991 mit einer Dissertation über die bundesdeutsche Oper. Seit 1994 Bremer Bürger, unterrichtet er an der Universität und an der Volkshochschule. Mit dauerndem Erfolg lief 1996 bis 2008 im Bremer Theater am Goetheplatz „Die Dreigroschenoper“ unter seiner musikalischen Leitung. Darüber hinaus arbeitet er mit Sängerinnen und Sängern, gibt Konzerte. Mit großem Engagement arbeitet er auch mit musikalischen Laien, Orchestern und Chören. Alexandra Lecce wurde in Russland geboren, studierte an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Minsk ( Belarus ) bei Maria Guleghina und hat ihre Kenntnisse im Italienischen Gesang durch Meisterkurse in Italien mit Mirella Freni und Patrizia Morandini erweitert. Am National Theater für Opera und Ballet ( Minsk ) sang sie Partien im Lyrischen und Jugendlich-Dramatischen Stimmfach: Sie nahm an den Sommerfestspielen in Erewan (Armenien), Minski Herbst (Weißrussland) und Schleswig-Holstein teil. „Sie verfügt über eine gesunde, kraftvolle Stimme, die alle Nuancen vorstellt, und sie erreicht mühelos eine glanzvolle Höhe und ein großes Volumen. Sie betört uns mit ihrer hellen und warmen, atemklugen Stimme. Technische Virtuosität und akkurate Stimmführung sind selbstverständlich. Ihr leuchtender Sopran zeigt Sentimentalisches, Esprit und Anmut, Frische und eine vorbildlich gesunde Stimme.“ Professor Walter Gehlert, Juror internationaler Gesangswettbewerbe. Eine Veranstaltung des Alt-Hastedter Kammerorchesters 13.11. Håkon Kornstad Ensemble Sonntag, 13. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Håkon Kornstad's Tenor Battle war die Sensation bei der jazzahead! clubnight im Sendesaal. Im vollbesetzten Saal waren unverstärkte Stimme, Saxophon, Cembalo, Harmonium, Bass und Schlagzeug einfach atemberaubend und entrückend. Nun sind sie für ein volles Konzert zurück. Herzlich willkommen! Håkon Kornstad Ensemble Håkon Kornstad - Tenorsaxofon, Tenorstimme, Flöte Lars Henrik Johansen - Cembalo Frode Haltli - Akkordeon Per Zanussi - Kontrabass, singende Säge Øyvind Skarbø - Schlagzeug Håkon Kornstads Tenor Battle war die absolute Sensation bei der jazzahead clubnight im Sendesaal im April dieses Jahres. Selbst hartgesottene Kritiker wie Jon Newey (Jazzwise UK) rührte sein Auftritt zu Tränen. Håkon selber erinnert sich: "Als wir das letzte Mal bei der jazzahead von der Bühne des Sendesaales gingen, guckte sich die ganze Band an und sagte: WOW! Was für ein Saal! Der nahm unsere Musik,  schüttelte sie und warf sie auf eine akustisch phantastische Weise wieder aus. Ich bin so froh, dass wir nun wieder eingeladen wurden, in diesem wundervollen Saal ein volles Konzert zu geben. Er passt wie ein Handschuh zu unserem Mix von Jazz und Klassischen Liedern." Für Kritiker ist er das Aushängeschild des norwegischen Jazz. Obendrein ist er einer der wenigen Norweger, die im “Critics Poll” des US-Jazzmagazins Down Beat geführt worden sind. Er leitet die einflussreichen Wibutee und das Kornstad Trio, spielte mit Pat Metheny und Joshua Redman, und war eine der zentralen Figuren in Bugge Wesseltofts New Conception of Jazz. Håkon Kornstads Karriere schien auf ihrem Höhepunkt zu sein. 2009 ist der Musiker für ein paar Wochen in New York City, schaut sich Pietro Mascagnis Oper Cavalleria Rusticana an. Kurz darauf nimmt er erste Gesangsstunden. Es stellt sich heraus, dass in dem Mann, der als Saxophonist mehrfach für den norwegischen Grammy nominiert wurde, ein veritabler Tenorsänger steckt. Sechs Jahre später hat Kornstad einen Master-Abschluss der norwegischen Opernakademie und mehrere erfolgreiche Gesangsrollen. Hat der gebürtige Osloer das Saxophon jetzt vergessen? Wenn zwei Saxophonisten einer Session in den 50er Jahren um die Rolle des schnellsten und lautesten konkurrierten, nannte man das einen “Tenor Battle”. In Håkon Kornstads neuem Ensemble bekommt der Ausdruck eine gänzlich neue Bedeutung: eine frisch gefundene Tenorstimme trifft auf ein einzigartiges Tenorsaxophon. Wer wollte, könnte nun Schubladen aufmachen. Caruso trifft Coltrane? Björling trifft Garbarek? Opernarien von Massenet, Gluck und Bizet, sowie klassische Kunstlieder, gehen nahtlos in skandinavischen Jazz über. Håkon Kornstad singt auf Italienisch, Französisch und Deutsch, mit einer eindringlichen, hellen Tenorstimme. Wer “Tenor Battle” auflegt, wird sich auch an die Salonorchester der Schellack-Ära erinnert fühlen. Die Musiker in Kornstads Ensemble kommen aus Jazz, Folk und Klassik. Vier Jahre sind vergangen, seitdem sie zum ersten Mal aufeinander trafen. Sie haben ihrem Sound durch intensives Proben und ausgedehnte Konzerttouren in Norwegen Zeit gegeben, sich organisch zu entwickeln. Respektvoll und spielerisch zugleich ist das Quintett daran gegangen, instrumentale Stücke und klassische Arien zu arrangieren und dazu zu improvisieren. Das wahrhaft Genre-übergreifende Album Tenor Battle ist gleichzeitig das Debüt eines vielversprechenden klassischen Sängers. “Einer der besten Saxophonisten der Welt gibt sich als absolut einzigartiger und zutiefst intimer Sänger zu erkennen. Kaum jemals zuvor hat es ein Künstler geschafft, zwei so verschiedene musikalische Ausdrucksformen auf solch hohem Niveau zu verbinden, und zur gleichen Zeit ein so klares und kohärentes Werk zu schaffen.” KETIL BJØRNSTAD Hier erzählt Håkon Kornstad in einem kurzweiligen TED-Talk über seine Wandlung vom Tenorsaxophonisten zum Tenorsänger. 14.11. Charles Lloyd Montag, 14. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 30 Euro (ermäßigt 20 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der legendäre Saxophonist CHARLES LLOYD kommt mit seinem aktuellen Quartett wieder in den Sendesaal. CHARLES LLOYD Charles Lloyd - Saxophon, Flöte, Taragato Gerald Clayton - Piano Reuben Rogers - Bass Kendrick Scott - Schlagzeug Der Saxophonist Charles Lloyd, einer der großen spirituellen Musiker unserer Zeit, kommt mit seiner aktuellen Gruppe erneut in den Sendesaal. Er ist seit über 50 Jahren auf der Szene und war 2015 NEA Jazz Master (National Endowment for the Arts), was so etwas wie die Hall Of Fame für lebende Legenden des Jazz in den USA ist. 17.11. Omer Klein Trio Donnerstag, 17. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Bereits zum dritten Mal im Sendesaal: das neue Trio des israelischen Pianisten Omer Klein, mit Haggai Cohen-Milo am Bass und Amir Bresler, Schlagzeug. Omer Klein Trio Omer Klein – Piano Haggai Cohen-Milo – Kontrabaß Amir Bresler – Schlagzeug Omer Klein, häufig und gern gesehener Gast im Sendesaal, wächst in Israel auf und gilt in seinem Heimatland als “One of the most fascinating artists that have emerged from this country in the last decade” (City Mouse, Tel Aviv) Er studiert am New England Conservatory in Boston bei Danilo Perez sowie in New York unter Fred Hersch. In New York wird er sehr bald zu einem viel beachteten und angesehenen Mitglied der dortigen Jazzszene und spielt als Bandleader an so prestigeträchtigen Orten wie The Blue Note und Jazz At Lincoln Center. Heute lebt Klein in Deutschland, wurde mehrfach für Showcases bei der jazzahead! ausgewählt, tourt weltweit und ist daneben ein begehrter Dozent für Master Classes seines Fachs. Sein neues Trio mit mit Bassist Haggai Cohen-Milo und dem jungen Schlagzeuger Amir Bresler gastiert bereits zum dritten Mal im Sendesaal. Beide Musiker stammen wie er aus Israel. Mit Cohen-Milo, der heute in New York lebt, verbindet ihn eine lange musikalische Geschichte und Freundschaft. Amir Bresler kennen die beiden Musikern schon aus ihrer Schulzeit in Tel Aviv, wo Bresler heute noch lebt. Diese tiefe Verbundenheit gepaart mit der sprühenden Kreativität der einzelnen Musiker sind in jedem der Stücke zu spüren. Während ihrer Europa-Tournee in 2014 wächst dieses Trio um Omer Klein zu einer feinnervigen, gegenseitig auf kleinste Schwingungen reagierenden Einheit zusammen, die weltweit ihresgleichen sucht. Mit FEARLESS FRIDAY, dem aktuellen Programm und Album, spielen sich Omer Klein und sein neues Trio sicher nach oben in die Top-Liga des Jazz! „I feel that this trio, on this record, has reached the climax of what I've been trying to achieve with my music in the recent years: each song having a strong atmosphere and a distinct character, and each improvisation being open, fearless, daring, taking chances, embracing mystery and surprise.“, so Omer Klein in einem Interview. Mehr Informationen unter www.omerklein.com 18.11. konzert im dunkeln: Josep-Maria Balanya Freitag, 18. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Ein konzert im dunkeln mit dem katalanischen Pianisten Josep-Maria Balanyà. konzert im dunkeln Josep-Maria Balanyà - Piano Hier sind Josep-Maria Balanyàs Überlegungen zu seinem Konzert im Dunkeln: Eine nackte Improvisation Wenn Du keine blinde Person bist, fühlst Du Dich im Dunkeln vielleicht nackt, ohne das Klavier zu sehen, die Saiten, die Noten… Auf der anderen Seite: wenn Du nackt bist in der Natur, in der See, auf dem Feld, dann fühlst Du Dich frei von sozialen Zwängen, frei von Regeln, Du fühlst Dich einfach vollkommen frei. In einem dunklen Saal mit Publikum kann Improvisation auf dem Piano eine ganz andere Richtung nehmen als in einem hellen Saal. Ich glaube, diese Erfahrung hat nichts damit zu tun, wie es ist mit geschlossenen Augen zu spielen. Natürlich kannst Du in einem hellen Saal mit geschlossenen Augen spielen, aber Du weißt, dass, wenn Du die Augen aufmachst, Du wieder sehen kannst. Tatsächlich machst Du die Augen manchmal oder sogar häufig auf und zu während eines Konzertes, oder Du spielst die ganze Zeit mit geöffneten Augen. Aber: wenn Du die Augen aufmachst und siehst absolut nichts, dann wirst Du die Improvisation von einem anderen Blickwinkel her angehen. Für einen nicht-blinden Hörer kann es auch eine andere Erfahrung sein. Erstens schließen einige oder sogar viele Hörer ihre Augen während eines Konzertes. Zweitens müssen sie kein Instrument spielen, sondern bleiben auf ihrem Platz sitzen. Sie sind mit Sicherheit geschützt durch die Dunkelheit. Im Gegensatz dazu ist der Musiker mehr ausgesetzt, die leiseren Klänge erreichen die Ohren der Hörer ohne jede visuelle Beeinträchtigung. In solchen Umständen, in denen wir uns selber eines unserer Sinne berauben, werden wir eine andere Wirklichkeit leben und die Wahrnehmung von „normaler“ Zeit wird verzerrt werden. Um diese Erfahrung vollkommen zu machen und um auch nur die geringste Möglichkeit von Licht zu vermeiden, wird dem Publikum empfohlen, Scheuklappen mitzubringen. Eine nackte Improvisation aus meiner musikalischen Sprache, eine pure Hörerfahrung. Josep-Maria Balanyà, geboren im Juli 1949 in Barcelona, bekommt schon früh Klavierunterricht, singt im Kirchenchor, spielt bei verschiedenen Musikgruppen der musikalischen Bewegung "Música Laietana" und studiert Ende der siebziger Jahre in der Schweiz an der "Swiss Jazz School" u.a. bei Fritz Pauer und Joe Haider. Nach dem Studium verlässt er die Schweiz in Richtung Mexiko wo er im Radio und an Universitäten Vorträge über sein Projekt "Ökologischer Jazz" hält. Ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit Biologen und Meereskundlern entstand. Er tritt auf internationalen Festivals auf, produziert mehrere CDs u.a. mit Joachim Kühn, Walter Quintus und Michiel Borstlap und erforscht die Klangfülle und Akustik des Klaviers. Zurück in Barcelona arbeitet er an neuen Konzepten für Solo-Klavier. Tourneen quer durch die Welt folgen. 22.11. Amaryllis Quartett: amaryllis 3 x 3 Dienstag, 22. September 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 10 Euro) Abo für alle drei Konzerte der Reihe amaryllis 3 x 3: 50 Euro Hier geht es zu den online-Tickets Das Amaryllis Quartett gestaltet seine Steichquartett-Reihe amaryllis 3x3 gewohnt ambitioniert: Unter dem Motto "Aufbruch" stellt es zwei der ganz großen Streichquartette von Ludwig van Beethoven und Bela Bartok vor. Amaryllis Quartett - „Aufbruch“ Gustav Frielinghaus - 1. Violine Lena Sandoz - 2. Violine Tomoko Akasaka - Viola Yves Sandoz - Violoncello Programm: Ludwig van Beethoven: Streichquartette op. 18/6 und op. 130 Béla Bartók: Streichquartett  Nr. 3 Unter dem Motto 3x3 gestaltet das Amaryllis Quartett eine Streichquartett Reihe mit drei Konzerten pro Saison in Hamburg, Lübeck und Bremen. Das mit Aufbruch betitelte Programm stellt Werke von zwei der wichtigsten Streichquartett Komponisten gegenüber, die mit Ihren Quartetten jeweils neue Wege und klangliche Ausdrucksmöglichkeiten ausloteten. Schon in seinem Jugendwerk op. 18/6 weisst Beethoven im vierten Satz „La Malinconia“ mit seinen rätselhaft schroffen Wechseln der unterschiedlichen Ausdruckscharaktere auf die Kompositionsweise seiner späten Quartette hin. Im Finalsatz seines op. 130 sprengt er mit der „Großen Fuge“ alles bis dahin Geschaffene in Form und Ausdruck und scheint direkt zu Bartók und in unsere Zeit aufgebrochen zu sein. Auch für das Amaryllis Quartett selbst wird das Konzert zum Aufbruch: Nach zehn gemeinsamen Jahren in unveränderter Besetzung hat im vergangenen April Tomoko Akasaka die Position der Bratschistin übernommen. Das Quartett zählt nach großen Wettbewerbsgewinnen und der ECHO Klassik Auszeichnung 2012 zu den besten Quartetten seiner Generation. Im Bremer Sendesaal produzierte das Quartett seine erfolgreiche CD-Farbenreihe mit Red, Green, Blue und Yellow (Veröffentlichung im Oktober 2016). Durch Erwerb eines Abonnements erhalten Sie Karten für drei Konzerte zum Preis von zwei Veranstaltungen. Eine Veranstaltung des Amaryllis Quartetts 25.11. 19. Festival der pgnm - 1. Konzert Freitag, 25. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Maul ist der Text - ist dieses 19. Festival der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) überschrieben. Es geht um Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen. Dabei zu hören in diesem ersten Konzert ist z.B. Shelley Hirsch. 19. Festival der projektgruppe neue musik bremen Das Maul ist der Text - Konzert 1 Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen Ausführende: Neue Vocalsolisten Stuttgart MAM.Manufaktur für aktuelle Musik (Deutschland) Shelley Hirsch (USA) - Stimme Joke Lanz (Schweiz/Deutschland) - Turntables/Live-Elektronik Paul Hübner (Deutschland) - Trompete Programm: György Ligeti: Aventures I (1962-65) - für drei Sänger und sieben Instrumentalisten Shelley Hirsch / Joke Lanz: Duo Frank Cox: Entstehung II (2001) - für 6 Stimmen Aaron Cassidy: "What then renders these forces visible is a strange smile" (2008) - for solo trumpet Hannes Seidl: Dies ist die Geschichte von einem Mann … (2013) - für Ensemble und Playback Nähere Informationen gibt es unter www.pgnm.de Eine Veranstaltung der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) Mitschnitt Radio Bremen/Nordwestradio 26.11. 19. Festival der pgnm - 3. Konzert Samstag, 26. November 2016 | 20:30 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Maul ist der Text - Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen. Im 3. Konzert des 19. Festivals der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) ist dabei u.a. die französische Bassistin und Stimmartistin Joëlle Léandre zu hören. 19. Festival der projektgruppe neue musik bremen Das Maul ist der Text - Konzert 3 Stimmen im Spektrum zeitgenössischer Klangaktionen Ausführende: Neue Vocalsolisten Stuttgart Christoph Ogiermann (Bremen) - Klangregie Joëlle Léandre (Paris) - Stimme/Kontrabass MAM.Manufaktur für aktuelle Musik (Deutschland) Programm: Samir Odeh-Tamimi: Jarich (Mondgott) (2013/14) - für drei Frauenstimmen Joëlle Léandre: Solo Zad Moultaka: Hummus (2013/14) - für sieben Stimmen Eduardo Moguillansky: Bandskizzen (2010/11) - für sechs Megaphone und Zuspiel Christoph Ogiermann: Parole (2012) - für vier verstärkte Solostimmen mit 4-kanaligem Zuspiel Nähere Informationen unter www.pgnm.de Eine Veranstaltung der projektgruppe neue musik bremen (pgnm) Mitschnitt Radio Bremen/Nordwestradio 30.11. Detmolder Kammerorchester Mittwoch, 30. November 2016 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Detmolder Kammerorchester unter der Leitung von Alfredo Perl hat für seinen diesjährigen Abstecher in den Sendesaal Mozarts Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott sowie Max Regers Violinkonzert op. 101 im Gepäck. Detmolder Kammerorchester Linus Roth - Violine Alfredo Perl - Leitung und Klavier Programm: Wolfgang Amadeus Mozart: Quintett Es-Dur für Klavier, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott, KV 452 Max Reger (1873-1916): Violinkonzert op. 101 in der Fassung für Kammerorchester und Violine solo von Rudolf Kolisch für Schönbergs "Verein für musikalische Privataufführungen" in Wien Ein Kammerorchester der besonderen Art! In diesem Jahr mit einem ECHO Klassik für seine Einspielung von Mahlers Das Lied von der Erde ausgezeichnet, weckt das Detmolder Kammerorchester seit nunmehr 60 Jahren durch mitreißende Musizierfreude die Begeisterung seiner Zuhörer. Mit vielseitigen Programmen und einem lebendigen Umgang mit der Konzerttradition entführen die internationalen Musiker ihr Publikum an bekannte und weniger bekannte Orte der Musikwelt. Im Detmolder Kammerorchester musizieren Studierende und junge Absolventen der Hochschule für Musik Detmold. Hervorgegangen aus dem renommierten Kammerorchester Tibor Varga besteht das Detmolder Kammerorchester seit 1954, in der heutigen Trägerschaft eines eingetragenen Vereins seit 1989. Nach Christoph Poppen und Eckhard Fischer ist seit 2009 Alfredo Perl Künstlerischer Leiter des Ensembles. Unter ihren Dirigaten hat sich das Orchester in einer eigenen Abonnementreihe im Konzerthaus Detmold regional einen hohen Bekanntheitsgrad erworben. Aber auch bei überregionalen Konzerten (u.a. Sendesaal Bremen, Festival classic con brio Osnabrück, Festival Musica S. Paderborn) und im europäischen und außereuropäischen Ausland (z. B. in Belgien, Peru, der Schweiz und Türkei) hat das Detmolder Kammerorchester als geachteter Botschafter der Musikstadt Detmold seine Vielfalt und Spielfreude unter Beweis gestellt. Konzertmitschnitte wurden vom Deutschlandradio Kultur und von Radio Bremen gesendet. Wichtiger Teil des DKO-Profils ist seit 2010 die Musikvermittlung. Hier begeistert das DKO unter unter Projektleitung von Guido Mürmann ein junges Publikum für klassische Musik. Mit den Musikvermittlungskonzerten ist das DKO in Grundschulen zu Gast und lädt in Kooperation mit dem Programm Kulturstrolche der Stadt Detmold die ganz jungen Zuhörer in seinen Orchesterprobenraum ein. Inzwischen wurde das Format um Workshops für Oberstufenschüler erweitert. Das Detmolder Kammerorchester hat mehrere CDs veröffentlicht, zuletzt bei Musikproduktion Dabringhaus und Grimm (MDG) Gustav Mahler Das Lied von der Erde in der Fassung für Kammerensemble von A. Schönberg und R. Riehn. Für diese Einspielung ist das DKO mit dem ECHO Klassik 2015 ausgezeichnet worden. Hier gibt es ein Video vom DKO Künstlerische Leitung: Alfredo Perl 1965 in Santiago (Chile) geboren, studierte er zunächst in seiner Heimatstadt bei Carlos Botto und später bei Günter Ludwig in Köln und Maria Curcio in London. Seit seinem ersten Auftritt im Alter von neun Jahren gab der Künstler weltweit zahlreiche Konzerte, die ihn, Preisträger bedeutender Wettbewerbe, bald zu einem der führenden Pianisten seiner Generation werden ließen. Alfredo Perls weltweite Konzerttätigkeit führte ihn in die bedeutendsten Konzertsäle, unter anderem Barbican Centre London, Concertgebouw Amsterdam, Rudolfinum Prag, Großer Musikvereinssaal und Konzerthaus Wien, Herkulessaal München, Hamarikyu Asahi Hall Tokio, Teatro Colón Buenos Aires, Sydney Town Hall, Konzerthaus Berlin, Hamburger Musikhalle, Gewandhaus zu Leipzig, Alte Oper Frankfurt. Bei den renommierten Festivals wie dem Bath International Music Festival, den Schwetzinger Festspielen, dem Beethovenfest Bonn, dem Schleswig-Holstein Festival, dem classic con brio Osnabrück und den Haydn Festspielen in Eisenstadt ist er ein gern gesehener Gast. Als bemerkenswert vielseitiger Künstler spielte Alfredo Perl mit verschiedenen namhaften Orchestern, darunter London Symphony Orchestra, Royal Philharmonic Orchestra, Hallé Orchestra, Orchestre de la Suisse Romande, Residentieorkest Den Haag, Melbourne und Sydney Symphony Orchestra, Gewandhausorchester Leipzig sowie Mozarteumorchester Salzburg und MDR-Sinfonieorchester Leipzig. 1997 gab er sein Debüt bei den Promenade Concerts in der Royal Albert Hall in London. Neben seinen aufsehenerregenden Beethoven-Aufnahmen kann man Alfredo Perl mit Klavierwerken von Franz Schubert und Franz Liszt – darunter die Klavierkonzerte mit dem BBC Symphony Orchestra unter Yakov Kreizberg – auf CD hören. Er nahm kürzlich das gesamte Klavierwerk von Ravel für das Label Celestial Harmonies auf. Für BBC Television nahm er die 24 Préludes von Chopin auf DVD auf. Die laufende Saison führte ihn unter anderem erneut in den Herkulessaal München, die Semperoper Dresden, das Gewandhaus zu Leipzig sowie zum Rheingau Musikfestival. Perl ist Professor für Klavier an der Hochschule für Musik Detmold und seit 2009 Künstlerischer Leiter des Detmolder Kammerorchesters.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
8x
yasni 13.11.16  +  

Ein Präsident Trump schockt sie weniger als Clinton

Die frühere Russland-Korrespondentin Gabriele Krone-Schmalz hält nichts von Vereinfachungen - 09.11.2016 Gabriele Krone-Schmalz war langjährige Moderatorin bei der ARD und als Korrespondentin in Moskau. Wir sprachen mit ihr darüber, was von der künftigen Außenpolitik des neu gewählten US-Präsidenten Donald Trump zu erwarten ist. Frau Krone-Schmalz, die meisten Menschen waren von dem Ausgang der Präsidentenwahl in den USA völlig überrascht. Sie auch? Gabriele Krone-Schmalz: Auch wenn sich das jetzt überheblich anhört: nein. Es passt irgendwie zum Brexit. Da habe ich auch damit gerechnet, dass das rauskommen könnte. Und warum? Krone-Schmalz: . . . weil ich denke, dass Stimmungen in der Bevölkerung – um es böse zu sagen – arrogant ignoriert werden. Das war auch heute in der Berichterstattung wieder zu sehen. Alle echauffieren sich darüber, wie man nur „so blöde sein kann“, jemanden wie Trump zu wählen. Wissen Sie, wenn ich „Russland verstehen“ als Motiv habe, ist die Betonung nicht auf Russland, sondern auf verstehen. Und ich denke, es wäre hilfreich, wenn man auch Amerika verstehen und das Augenmerk darauf richten würde, wie es in dem Land aussieht. Vor der Wahl wurde zum Beispiel intensiv darüber berichtet, wie fürchterlich arm weite Teile der Bevölkerung sind. Also: Mal verstehen, was in der Gesellschaft abgeht. Dann kann man dieses Wahlergebnis – ob man das gut findet oder nicht – anders einsortieren und als Basis dafür nutzen, intelligente Antworten zu finden. Lassen Sie uns trotzdem auf das blicken, was Trumps Wahl für die Außenpolitik bedeuten könnte. Auffällig war, dass Trump sehr nette Worte für Kremlchef Wladimir Putin gefunden hat. Der russische Präsident umgekehrt auch. Was heißt das für das mögliche künftige Verhältnis beider Staaten, die momentan ein sehr frostiges Verhältnis zueinander haben? Krone-Schmalz: Das ist natürlich in weiten Teilen Spekulation, das muss man ganz deutlich voranstellen. Aber Fakt ist, dass die Außenpolitik Hillary Clintons eine militarisierte Außenpolitik ist. Auch ihre Äußerungen in Richtung Russland sind ganz eindeutig. Und wenn man sich ihr Beraterteam und ihr Netzwerk ansieht, dann weiß man, dass nichts Gutes für Russland zu erwarten ist. Was bei Trump jetzt dabei herauskommt, das muss man erst noch sehen. Was wäre ihre Vermutung? Krone-Schmalz: Also, Trump ist nicht blöd. Und er wird sich – zumindest hoffe ich das – kompetente Berater holen, die zwar die Interessen Amerikas im Blick haben, aber auch die Kooperation anstreben. Man sollte Trump beim Wort nehmen. Er hat gesagt: „Wir werden den Dialog suchen und sehen, dass wir mit allen irgendwie klarkommen.“ Das muss alles nichts heißen. Nur bei Hillary Clinton war klar, was es heißt. Trump hat angekündigt, er würde den Islamischen Staat massiv bekämpfen und notfalls auch „etwas Extremes“ machen. Was soll das heißen? Krone-Schmalz: Das will ich mir lieber nicht vorstellen. Auch da versuche ich mich damit zu beruhigen, dass er sich als Präsident das dann doch noch mal überlegen wird. In Syrien verläuft die Hauptkonfrontationsline zwischen den USA und Russland. Moskau lehnt kategorisch ein weiteres Vorrücken Washingtons oder der Nato in dieses Land ab. Würde da eine Verständigung zwischen Trump und Putin vielleicht helfen können? Krone-Schmalz: Natürlich würde das helfen. Alles, was auf diplomatischem Weg möglich ist – selbst wenn der Verhandlungspartner der Teufel persönlich ist –, wäre doch besser, als reinzubomben und mit militärischen Mitteln eine Lösung zu suchen, wo jeder vorher weiß, dass es die so nicht geben kann. Nächstes Konfliktfeld, das auch unmittelbar mit Russland zu tun hat: die Ukraine. Wie sehen Sie diese Krise unter den neuen Vorzeichen? Krone-Schmalz: Ich finde es sehr interessant, welche Reaktionen es bisher vor allem aus der Ukraine gibt. Wenn es in Kiew heißt, dass man jetzt Angst hat, dass die große Unterstützung der USA zurückgefahren wird, dann ist das ja ein Beweis dafür, dass die große Unterstützung bei dem, was sich in der Ukraine abgespielt hat, tatsächlich vorhanden war. Das fand ich schon mal sehr bemerkenswert. Ich würde mir wünschen, dass Trump wahr macht, was er gesagt hat: dass sich die USA unter ihm aus verschiedenen Dingen heraushalten würden. Er hat explizit auch gesagt, dass es unter ihm keine Politik des „Regime Change“ (des Austausches von Regierungen; Anm. d. Red.) mehr geben soll. Wenn Trump und Putin gemeinsam feststellen, dass die Ukraine gute Beziehungen zu beiden Seiten haben sollte, um zu überleben, dann wäre das eigentlich im Interesse von allen. Donald Trump hat in seinem Wahlkampf auch Bundeskanzlerin Angela Merkel massiv wegen ihrer angeblich „verrückten“ Flüchtlingspolitik kritisiert, die „fürchterliche Dinge“ zur Folge habe. Das wird, wenn die beiden sich das erste Mal treffen, wohl auch wieder eingerenkt werden müssen. Krone-Schmalz:(lacht) Das macht es sicher nicht einfacher. Aber Merkel hat gegenüber anderen Menschen auch deutliche Worte gefunden und redet trotzdem mit ihnen. Da müssen die durch, das gehört zum politischen Geschäft. Auch ein amerikanischer Präsident kann nicht immer tun und lassen, was er will. Es gibt auch starke Selbstbeharrungskräfte des Systems. Das wird wohl auch unter Trump gelten. Krone-Schmalz: Auf jeden Fall. Den Apparat, der Selbstbeharrungskräfte entwickelt, sollte man in keinem Land der Welt unterschätzen. Klar ist, wenn jetzt der Präsident, das Repräsentantenhaus und der Senat republikanisch sind, dann hat Trump eine ziemlich breite Basis. Auch ist ein Platz für den Supreme Court offen, und es ist nicht wahrscheinlich, dass der Kandidat Obamas da noch eine Chance hat. Trotzdem wird auch einem Präsidenten Trump gar nichts anderes übrig bleiben, als die Konsequenzen seines Tuns mal zu überblicken. Aus alledem entnehme ich: Ein Präsident Trump schockiert Sie nicht mehr, als das eine Präsidentin Clinton getan hätte. Krone-Schmalz: Nein, wirklich nicht. Mich schockiert etwas ganz anderes, und nicht nur mit Blick auf die USA. Ich finde es bedenklich, wenn sich irgendwo Mehrheiten finden, die man nicht erwartet hätte, wie arrogant das auch in unserem Gewerbe kommentiert wird. So nach dem Motto: „Die sind alle blöd.“ Ob das in England ist mit den Brexit-Befürwortern, in Frankreich mit (der Front National-Chefin) Marie Le Pen, oder bei uns mit der AfD – man sollte vielleicht einmal untersuchen, welche Rolle die Medien dabei spielen. Der amerikanische Nachrichtensender CNN hat als strategische Entscheidung gezielt rechtskonservative Moderatoren verpflichtet, um die Reichweite zu steigern. . . Krone-Schmalz: Das halte ich für journalistisch unsauber, um das ganz dezent zu formulieren. Und ich würde mir wünschen, dass das auch in unserer Medienlandschaft mehr thematisiert würde. Wenn wir an dem Erhalt eines demokratischen Systems interessiert sind, dann muss man Befindlichkeiten in der Bevölkerung ernst nehmen, man muss sie diskutieren. Man sollte nicht einfach ausgrenzen und so einen Kanal schaffen, wo sich das dann Bahn bricht. Das kann dann dazu führen, dass Figuren mit ganz einfachen Antworten – so falsch die sein mögen – nach oben gespült werden. So wie jetzt bei Trump. Gabriele Krone-Schmalz wird am kommenden Sonntag, 13. November 2016, 11 Uhr, im Rahmen der Laufer Literaturtage bei einer Matinee in der Bertleinschule unter anderem aus ihrem Buch „Russland verstehen“ lesen. Die Veranstaltung ist bereits ausverkauft. Georg Escher ------------------------------------ Gabriele Krone-Schmalz hat als führende Russland-Expertin in Fernsehbeiträgen, in Talkrunden und in ihren Büchern immer wieder aufs Neue für eine Verständigung zwischen Russland und Deutschland geworben – und dafür auch herbe Kritik einstecken müssen. Die promovierte Historikerin ist seit Ende 2000 Mitglied des Lenkungsausschusses im Petersburger Dialog. Seit dem Jahr 2011 lehrt die auch als Professorin für Fernsehen und Journalistik an der Business and Information Technology School in Iserlohn.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
7x
yasni 13.11.16  +  

Flüchtlinge und die Arbeitswelt / > Ungenutzte Potenziale

BREMEN taz | Seit 2013 hat sich die Zahl der im Land Bremen als arbeitssuchend registrierten Flüchtlinge verdoppelt – auf derzeit gut 6.400 Personen. Sowohl bei den Zahlen für Bremerhaven wie auch für Bremen-Stadt fällt dabei auf, dass der Zuwachs arbeitssuchender Frauen geringer ausfällt als bei den Männern. Aus Sicht der CDU tut der Senat deutlich zu wenig, um die Integration der Geflüchteten in den Arbeitsmarkt voranzubringen. Der Senat dürfe sich nicht, sagt die flüchtlingspolitische Sprechern der CDU, Sigrid Grönert, auf den Standpunkt zurückziehen, „die Arbeitsagentur wird das schon richten“. Auch das Engagement der Wirtschaft, Arbeits- oder zumindest Praktikumsplätze bereitzustellen, brauche stärkere Unterstützung. Bislang haben rund 200 Bremer Betriebe an die 700 Angebote gemacht. Konkret fehlt aus Sicht der CDU ein fester Ansprechpartner im Wirtschaftsressort, der Initiativen und Kontakte bündelt. „Das kann man nicht allein den Kammern überlassen“, sagt Grönert, „als Land und als Kommune hat man da eine Aufgabe.“ Welche Aufgabe, wird innerhalb des Stadtstaates offenbar sehr unterschiedlich aufgefasst. Während Bremerhaven systematisch erfasst, welche Abschlüsse die dort ankommenden Geflüchteten haben, ist das in Bremen-Stadt nicht der Fall. Ein besonderes Problem ist allerdings die Dauer der Berufsanerkennungen. Die Verdoppelung der Zahl der Arbeitssuchenden seit 2013 steht hier eine weitgehende Stagnation gegenüber: 2013 gab es 121 Anerkennungen ausländischer Abschlüsse, 2014 und 2015 waren es kaum mehr, hinzu kommen insgesamt 371 „Teilanerkennungen“ – ein Nadelöhr, in dem die berufliche Integration stecken bleibt. Gar nicht erfasst ist, wie viele Existenzgründungsberatungen es bereits für Geflüchtete gab. „Einem Erfahrungswert zufolge“, erklärt das Wirtschaftsressort jedoch, „werden Flüchtlinge nur in Einzelfällen hinsichtlich einer Existenzgründung beraten.“ Im Gegensatz zu deutschen Berufsschülern seien Flüchtlinge „oft hoch motiviert“, betont Grönert. Sie fordert daher eine Ausweitung der Altersobergrenze der Schulpflicht von derzeit 18 auf 21 Jahre, wobei diese „Pflicht“ dann als Beschulungsrecht wirksam wäre: Wenn beispielsweise 19-jährige Syrer den zweijährigen Vorkurs absolviert haben, sind sie raus aus dem obligatorischen staatlichen Bildungssystem – und haben es entsprechend schwerer, einen Berufsschulplatz zu bekommen. Wer einen solchen Platz ergattert hat, muss mit weiteren Schwierigkeiten zurechtkommen: „Zahlreiche Flüchtlinge scheitern in der dualen Ausbildung an den Anforderungen der Berufsschule“, resümiert der Senat. Grönert schlägt daher vor, „Prüfungen in der Muttersprache“ anzupeilen, zumindest in technischen Bereichen. SIGRID GRÖNERT (CDU) „Als Land und als Kommune hat man da eine Aufgabe“ Ein noch weitgehend ungenutztes Integrationsinstrument ist der Bundesfreiwilligendienst. Von den 429 in Bremen im Rahmen eines „Sonderkontingents mit Flüchtlingsbezug“ zu vergebenden Plätzen sind ausweislich der Statistiken des Senats nur 56 besetzt. Spezielleren Zuschnitt haben die „Arbeitsgelegenheiten“, die das „Asylbewerberleistungsgesetz“ regelt: In Bremer Unterkünften sind derzeit 38 Flüchtlinge für Reinigungsdienste und ähnliches eingesetzt, wobei es sich, wie der Senat erklärt, „um verpflichtende Angebote gegenüber den Geförderten“ handelt. Hier will die CDU „ein größeres Engagement der Stadt“ – sollen Flüchtlinge also großräumig Grünanlagen pflegen? Man müsse sich eben über „geeignete Beschäftigungen Gedanken machen“, antwortet Grönert, „als Angebote, nicht als Zwang“. Die systematische Qualifikationserfassung, die seit November 2015 in Bremerhaven vorgenommen wird, hatte ein bemerkenswertes Ergebnis: Fast die Hälfte der Befragten übte in ihren Herkunftsländern einen Beruf aus, der eine Lehre voraussetzt, beinahe ein Drittel hat einen akademischen Hintergrund – ein klarer Verweis auf die derzeit noch weitestgehend ungenutzten Potenziale. http://www.taz.de/Fluechtlinge -und-die-Arbeitswelt/!5286663/
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
15x
yasni 27.03.16  +  

Holzkohlegrill in der Wohnung benutzt: Flüchtling erstickt in der Wohnung

Flüchtling erstickt in Wohnung Ein 19-jähriger Flüchtling ist in Bremen erstickt, als er Wasser auf einem Grill erhitzte. Zuvor war ihm der Strom abgestellt worden. „Es war für uns ein völlig normaler Fall“: Kundencenter der SWB. Foto: dpa BREMEN taz | Bei 7.370 KundInnen hat der Bremer Energieversorger SWB derzeit den Strom wegen Zahlungsverzugs gesperrt. Einer von ihnen ist nun gestorben: Ein 19-Jähriger aus Gambia hat versucht, sich auf einem Holzkohlegrill Wasser zu erhitzen. Am Dienstag wurde er tot in seiner Wohnung aufgefunden: Kohlenmonoxidvergiftung. „Er war aus seinem Heimatland geflohen und 2014 in Bremen gelandet“, sagte ein Polizeisprecher der taz. Anzeichen von Fremdeinwirkung wurden keine gefunden, auch ein Suizid scheint ausgeschlossen: Die Kriminalpolizei spricht von einem Unfall. Anzeige Der junge Mann galt als ausgesprochen zuverlässig. Deshalb war schnell aufgefallen, dass er nicht mehr bei der Arbeit erschien: Er hatte einen Praktikumsplatz im Bremer Mercedes-Werk. Die Stromsperre hatte laut SWB am 8. Februar begonnen. „Es war für uns ein völlig normaler Fall“, so die Sprecherin des Energieunternehmens. „Er hat einen Vertrag mit uns gehabt und nicht bezahlt.“ Man habe ordnungsgemäß gemahnt, die gesetzlichen Fristen eingehalten und auch das Gespräch mit dem Kunden gesucht: „Er war mehrfach hier bei uns im Kundenbüro“, betont sie. „Laut Kundenakte war ein Betreuer dabei.“ Der habe sich auch telefonisch beim Unternehmen nach dem Fall des 19-Jährigen erkundigt. Die Abschläge hatte der Gambier seit November nicht beglichen. Nur wenn das mit dem Transfer-Empfänger gesondert vereinbart ist, werden Miete und Nebenkosten direkt von der Sozialbehörde überwiesen. Warum trotz Betreuung der Unglücksfall nicht vermieden werden konnte, „gucken wir uns genau an“, so der Sprecher der Bremer Sozialsenatorin, Bernd Schneider. „Wir müssen uns erst ein Bild machen und wissen, was genau ist da gelaufen.“ http://www.taz.de/Wegen-Stromsper re-Grill-drinnen-benutzt/!5276518/ Am 19. Februar 2016 um 15:02 schrieb Elisabeth Graf :Hallo zusammen, So ein sinnloser, überflüssiger Tod eines noch so jungen Mannes, der durch eine wirklich bedarfssichernde Grundsicherung so einfach vermeidbar gewesen wäre! [Sofia Leonidakis (DIE LINKE) : Armut tötet Allein im letzten Jahr gab es 7700 Strom-, Gas- und Wassersperren in Bremen. Tausende Menschen mitten unter uns müssen Wasser nachHause schleppen oder auf Kohle kochen - hier mit tödlicher Folge. Stromsperren stoppen- sofort! Wasser, Wohnen und Energie sind ein Menschenrecht!]
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
18x
yasni 19.02.16  +  

Gedenk-Ort Bunker Valentin: >> "Vernichtung durch Arbeit"

Am Sonntag, dem 8. November wurde vor rund 400 geladenen Gästen der Bunker Valentin in Farge im Norden Bremens als Denkort der Öffentlichkeit übergeben. Der Bunker wurde in den Jahren 1943 bis 1945 von mehr als 12.000 Zwangsarbeitern, darunter Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen der Außenlager des KZ Neuengamme unter unbeschreiblichen Bedingungen quasi in Handarbeit errichtet. Namentlich sind etwa 1.600 Todesopfer bekannt. Die tatsächliche Zahl der Opfer dürfte aber deutlich höher liegen, da nicht mehr arbeitsfähige Häftlinge in das KZ Neuengamme zurückgebracht wurden und dort ums Leben kamen. Bei dem fast fertiggestellten Bau handelt es sich um den größten Bunker in Deutschland. Er hat eine Länge von zirka 420 m, eine Breite von 67 m im Osten bis 97 m im Westen und eine überirdische Höhe von 20 - 22 m. Der Innenraum hat ein Volumen von 500.000 qm. Nach seiner Fertigstellung sollten im Bunker U-Boote vom neuentwickelten Typ XXI in Sektionsbauweise gebaut werden. Dazu ist es glücklicherweise nicht mehr gekommen, denn das Ende des faschistischen Krieges verhinderte den Innenausbau des Bunkers. Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) sagte in seiner Rede zur Einweihung, der Bunker sei ein Ort, der das Leid der Zwangsarbeiter in den Mittelpunkt rücke.   Quelle: Wochenzeitung "Unsere Zeit (UZ) vom 11. Dezember 2015
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
19x
yasni 10.12.15  +  

LeserInnenrbrief zum Weser Kurier-Artikel "Ein Denkmal für Deserteure" vom 25. November 2015

Bremen hat sein Denkmal "Dem unbekannten Deserteur" seit 1986, das in jenem Jahre von der Gruppe "Rservisten verweigern sich" im Foyer des Gustav-Heinemann-Bürgerhauses aufgestellt wurde. Kurz danach kam es in der Bürgerschaft zu heftigen Kontroversen mit der CDU, die das Denkmal wieder entfernt sehen wollte. Mit den Stimmen von SPD und Grünen wurde der Antrag jedoch abgeschmettert. Die Wogen schlugen hoch und schwappten bis in die damalige Bundeshauptstadt Bonn. Es gab sogar eine handfeste Erpressung aus dem Hardthöhen-Ministerium. So wußte der Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann zu berichten, daß der damalige Verteidigungsminister Manfred Wörner (CDU) vom seinerzeit amtierenden Bürgermeister Klaus Wedemeier (SPD) die Entfernung des Denkmals mit den Worten forderte: "Das Deserteurs-Ding muß weg, sonst bekommt Bremen keine Rüstungsaufträge mehr" Doch die Bremer Denkmals-AktivistInnen ließen sich weder einschüchtern noch entmutigen. +Sie prangerten im Gegenteil die Exporte der Rüstungsindustrie an.+ Das Mahnmal steht nach wie vor am selben Ort, und die Rüstungsbetriebe bestehen und verdienen munter weiter.   + Dieser Satz wurde im abgedruckten Leserbrief gestrichen
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
16x
yasni 25.11.15  1  

Sendesaal Bremen: >> Unsere Konzerte bis Jahresende

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Anbei finden Sie die Konzerte, die es bei uns bis dahin noch gibt. Z.B. bereits morgen das vitale holländische Streichquartett ZAPP4, das überraschenderweise auf eine der Schlüsselfiguren der norwegischen Szene triff, den geschmackssicheren Elektroniker Jan Bang, der auch Erfinder des europaweit wegweisenden Punkt-Festivals war. Eine Begegnung, auf die man gespannt sein darf. Alles Weitere zu den Konzerten finden Sie weiter unten. Dort finden Sie auch der Jahreszeit angemessene Geschenkvorschläge: Wie wäre es z.B. zu Weihnachten mit einem Konzertgutschein für den Sendesaal? Wir bieten gemeinsam mit dem benachbarten Restaurant Geerdes am Sendesaal auch ein Programm "Menü & Konzert" an. Sie suchen sich ein Konzert Ihrer Wahl aus und gönnen sich und Ihren Lieben vorher (wahlweise auch hinterher) ein 3-Gänge-Menü im Geerdes. Das wäre doch vielleicht auch was für Freunde, die gerne Kulinarisches und Konzertantes genussvoll miteinander verbinden. Für heute allerbeste Grüße und eine besinnliche Zeit Ihr Peter Schulze Das Restaurant Geerdes am Sendesaal ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de. Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite.   Inhalt 26.11. Zapp4 feat. Jan Bang 27.11. Lutz Görner | Nadia Singer 28.11. Songs And Whispers Special: ECHO BLOOM und ODI 29.11. amaryllis 3X3: Amaryllis Quartett 30.11. JSO-Bremen-Nord meets 03.12. Echoes Of Swing 05.12. Gabriel Schwabe/Nicholas Rimmer 09.12. Tim Fischer: Geliebte Lieder 11.12. Nihan Devecioglu 12.12. Spielvereinigung Sued featuring Nils Wogram 16.12. Chiaroscuro Quartet Konzert-Gutschein Menü und Konzert 26.11. Zapp4 feat. Jan Bang Donnerstag, 26. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Zapp4 aus Holland ist eines der groovendsten und vitalsten Streichquartette der Jazzszene. Es trifft auf den hochmusikalischen Remixer Jan Bang aus Norwegen. ZAPP4 Jesper le Clerc - Violine Jeffrey Bruinsma - Violine Oene van Geel - Viola Emil Visser - Cello feat Jan Bang - Electronics Zapp4 ist eine Band, deren Besetzung zunächst einmal aussieht wie ein normales Streichquartett. Sie kombiniert Groove, Improvisation und Fantasie mit leidenschaftlichen Soli. Live sind sie absolut pänomenal: sie interagieren mit Hochgeschwindigkeit und haben ein unglaubliches musikalisches Spektrum. Aber wie wild oder mild sie auch werden, ihre Musik hat immer auch eine poetische Seite. Und alle vier Mitglieder tragen kompositorisch zum Repertoire des Quartetts bei. Die Einzigartigkeit der Gruppe und ihr breites Repertoire macht sie beliebt bei einem großen Publikum aller Sorten von Musikliebhabern. Jeder Zuhörer geht nach einer Performance von Zapp4 garantiert mit einem breiten Lächeln und frisch durchgespülten Ohren aus dem Saal. Die erste Zusammenarbeit von Zapp4 mit dem Norwegischen live Sampling-Zauberer Jan Bang, beim Festival November Music 2013 war ein großer Erfolg. Die Grenzen zwischen akustischen Instrumenten und Elektronik verschmolzen zu einem neuen Universum, in dem Zapp4 und Bang eine Geschichte erzählen, die vom Anfang bis zum Ende faszinierte. Ein neuer Höhepunkt dieser Zusammenarbeit waren die 2 Konzerte während des 2014er Punkt Festivals in Kristiansand/Norwegen, dessen Gründer und artistic director Jan Bang ist, und im April dieses Jahres während des Banlieues-Bleues-Festivals in Paris. “Ein verführerisches Quintet”, (Fiona Talkington, BBC Radio3) “
"Geniale Streicher (...) Zapp4 springt in die Tiefe ohne Netz." 27.11. Lutz Görner | Nadia Singer Freitag, 27. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 28 Euro (ermäßigt 12 Euro für Schüler und Studenten) Hier geht es zu den online-Tickets Nach ihrer erfolgreichen italienischen Nacht im Mai dieses Jahres kehren der Rezitator Lutz Görner und die Pianistin Nadia Singer mit Heinrich Heines Briefen an Giocomo Meyerbeer in den Sendesaal zurück. Heinrich Heine schreibt Briefe an Giacomo Meyerbeer Musik von Giacomo Meyerbeer Briefe von Heinrich Heine Lutz Görner - Rezitation Nadia Singer - Klavier 1975, in seinem ersten Leben als Rezitator, hat Lutz Görner auf seine Weise versucht Heinrich Heine wieder ins Bewusstsein zu rücken. Jetzt, vierzig Jahre später, versucht er in seinem zweiten Leben als Initiator und Moderator von Klavierabenden Giacomo Meyerbeer seine Reverenz zu erweisen und ihn wieder zu entdecken. Lutz Görner wird in seinem neuen Programm begleitet von der 23-jährigen Ausnahmepianistin Nadia Singer. Sie ist erste Preisträgerin des Internationalen Rachmaninow Wettbewerbs in Frankfurt am Main und wenn man der Presse glauben kann, ‘auf dem Sprung zur Weltkarriere‘. Nadia Singer spielt Musik aus Meyerbeers Opern Robert der Teufel, Die Hugenotten und Der Prophet allesamt in der Klavierversion von Franz Liszt. Mit diesen Opern war Meyerbeer der meistgespielte Komponist des 19. Jahrhunderts. Heine schrieb in einem Brief an ihn: Lieber großer Freund, es war gestern Abend ein wunderbarer Abend. Alle Herzen schienen erschüttert. Das war Musik. Ich werde nicht aufhören, Sie zu lieben und zu bewundern. Ihr Heinrich Heine Eine Veranstaltung der Konzertagentur Karin Kulmer 28.11. Songs And Whispers Special: ECHO BLOOM und ODI Samstag, 28. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 18 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das alljährliche Songs & Whispers Special bringt in diesem Jahr ECHO BLOOM aus den USA und die Singersongwriterin ODI aus Irland. ODI - Gesang und Gitarre Dave Redfearn - Gitarre, Harmonika ODis Stimme bedient ein breites Spektrum und ist von einer mächtigen aber auch ergreifenden Qualität. Ein wundervoller Mix aus freundlich, irisch gefärbtem Gesang und gefühlvollen Refrains, der den Zuschauer berührt und ihn voll mit einbezieht. ODi vereint Joan Armatradings Pathos, Beth Ortons Auge für das Schrullige und Didos 'Bett sitz' Romantik zu ihrem eigenen einzigartigen und fesselnden Sound. 2012 wurde sie von bedeutenden Musikpersönlichkeiten als eine der Topacts im Rahmen der olympischen Spiele gewählt, bei denen sie auftrat. 2011 gewann sie bei den UK Exposure Music Awards den Preis als beste weibliche Sängerin. ECHO BLOOM Kyle Evans - Gesang Aviva Jaye - Altstimme und Klavier Steve Sasso - Tenor und Banjo Jason Mattis - Bass Josh Grove - E-Gitarre Nach endloser Pendelei zwischen Washington D.C., Los Angeles und San Francisco findet Kyle Evans, Gründer von Echo Bloom in Berlin letztendlich seine Muse. Komplett in deutscher Kultur versunken, lässt Evans sich von staubigen Bibliotheken an der Spree und langen, einsamen Fahrradtouren durch die Stadt inspirieren. Er schließt sich monatelang in einem Apartment ein und nutzt die Isolation um sich auf seine Arbeit zu fokussieren. Schließlich verlässt er Deutschland mit Material für drei Alben. Da jedes Album für sich in ein anderes Genre passt, beginnt Evans sie als verschiedene Jahreszeiten, verschiedene Länder und schlussendlich als verschiedene Farben zu betrachten. „Blue“ ist das Folk-orientierte Album in der Reihe, „Red“ lässt sich in den Country-Rock einordnen, während „Green“ als klassische Popmusik zu bezeichnen ist. Schließlich schlägt Evans Wurzeln in Brooklyn und nimmt dort das erste Album „Blue“ auf. Die vielschichtig komponierten und sorgfältig eingespielten Songs spiegeln seine Liebe zum 1960er Surfrock wieder und eine tiefe Leidenschaft für Rodgers and Hammerstein-Musicals wider. Heute ist Echo Bloom das Quintett, mit dem Evans 2014 Europa besuchen wird. 29.11. amaryllis 3X3: Amaryllis Quartett Sonntag, 29. November 2015 | 17:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 10 Euro für Schüler und Studenten) Hier geht es zu den online-Tickets Das Amaryllis Quartett zeigt im "Spiel" zwischen vier und fünf Streichinstrumenten (+ Barbara Buntrock - Viola) vielfältige klangliche Möglichkeiten. Amaryllis Quartett Gustav Frielinghaus - 1. Violine Lena Sandoz - 2. Violine Lena Eckels - Viola Yves Sandoz – Violoncello + Barbara Buntrock - Viola "Spiel" Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett C-Dur KV 516 Witold Lutosławski: Streichquartett (1964) Johannes Brahms: Streichquintett G-Dur op. 111 Wie vielfältig die klanglichen Möglichkeiten sind, die sich eröffnen, wenn man zu der klassischen Quartettbesetzung eine zweite Bratsche hinzunimmt - das lässt sich an diesem Abend wunderbar beobachten. Während Brahms in seinem G-Dur-Quintett in fast schon sinfonischer Klangfülle schwelgt, nutzt Mozart die verschiedensten Instrumentenkombinationen, um seinem C-Dur-Quintett einen ungeahnten Farbenreichtum und spielerische Leichtigkeit zu bescheren. Lutoławski dagegen spielt in seinem Streichquartett mit zufälligen Kombinationen von Motiven und schafft dadurch immer neue Klangeffekte. Das Amaryllis Quartett zählt nach großen Wettbewerbsgewinnen und der ECHO Klassik Auszeichnung 2012 zu den besten Quartetten seiner Generation. Im Sendesaal produzierte das Quartett seine erfolgreichen CDs "Red" und "Green". Unter dem Motto 3x3 gestaltet das Amaryllis Quartett eine Streichquartett-Reihe mit drei Konzerten pro Saison in Hamburg, Lübeck und Bremen. Durch Erwerb eines Abonnements erhalten Sie Karten für die drei Konzerte der Reihe amaryllis 3x3 zum Preis von zwei Veranstaltungen. Eine Veranstaltung der Freunde des Amaryllis Quartetts e.V. 30.11. JSO-Bremen-Nord meets Montag, 30. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 12 Euro (ermäßigt 6 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Mit einem spannenden Programm kommt das Jugendsinfonieorchester Bremen Nord wieder in den Sendesaal: JSO meets Carpe Noctem - das ist eine "String Metal"-Band aus Jena, besetzt mit Violine, 2 Celli, einem E-Bass und Schlagzeug. JSO Bremen Nord und Carpe Noctem: Friedrich Busch - Violine Martin Steicher - Cello Cornelius Wagner - Cello Sascha Dobschal - Bass Daniel Cebulla - Schlagzeug Leitung: Martin Lentz Wieder treten die vielseitigen Musiker des JSO-Bremen Nord mit einem ganz besonderem Projekt auf die Bühne des Sendesaals. Gemeinsam mit "Carpe Noctem", das sind 5 junge Musiker aus Jena, die sich, inspiriert u.a. von den finnischen Cellisten "Apokalyptika" aufgemacht haben, den "String Metal" zu erfinden. Die Besetzung mit einer Geige und 2 Celli zeugen vom klassischen Hintergrund der Musiker. Unterstützt und angetrieben werden sie dabei von Schlagzeug und E-Bass. Große Linien und harte Grooves erwarten die Hörer, in Szene und Klang gesetzt vom JSO-Bremen Nord und von überraschenden klassischen Intermezzi unterbrochen. Weitere Infos zur Band: http://www.carpenoctemband.de/index.php?type= news Eine Veranstaltung des JSO Bremen-Nord 03.12. Echoes Of Swing Donnerstag, 03. Dezember 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Echoes Of Swing bürsten Traditionen des Swing auf ihre eigene Weise gegen den Strich und präsentieren ihr neues Album "Dancing". ECHOES OF SWING Colin T. Dawson - Trompete & Vocals Chris Hopkins - Alto Saxphon Bernd Lhotzky - Piano Oliver Mewes - Schlagzeug Ohne jede museale Nostalgie schöpfen die vier Musiker beherzt aus dem riesigen Fundus des swingenden Jazz von Bix bis Bop, von Getz bis Gershwin, dabei immer auf der Suche nach dem Verborgenen, dem Exquisiten. Das 'Great American Songbook' und die meisterlichen Aufnahmen vorväterlicher Helden bilden klumpenfreien Humus für die Kreativität der Combo, die sich in verblüffenden Arrangements, virtuosen Solobeiträgen und ausdrucksstarken Eigenkompositionen niederschlägt. Zwei Bläser, Schlagzeug und Piano. Diese in der Jazzgeschichte einzigartige, kompakte und wendige Formation erlaubt größte harmonische Flexibilität und bietet Freiraum für agiles, feinnerviges Zusammenspiel. Im Mittelpunkt steht immer die Interaktion, der improvisierte Dialog, das Für- und Miteinander. Die zeitgemäße Aufbereitung eines enorm abwechslungsreichen Repertoires und nicht zuletzt die humorvolle Moderation und spontane Bühnenpräsentation machten das Ensemble schon bald nach der Gründung zur gefeierten Attraktion namhafter Festivals und etablierten ECHOES OF SWING an der Spitze der internationalen Jazzszene. Ausgedehnte Tourneen führten die ECHOES quer durch Europa und die USA, nach Japan, Neuseeland und sogar auf die Fidschi-Inseln. Die rasante musikalische Entwicklung der Band ist mittlerweile auf fünf CDs eindrucksvoll dokumentiert. Das letzte ECHOES OF SWING-Album 'Message from Mars' erhielt unmittelbar nach Erscheinen den 'Prix de L'Académie du Jazz' und wurde hierzulande mit dem 'Preis der deutschen Schallplattenkritik' ausgezeichnet. 2013 wurden ECHOES OF SWING von 'ACT Music & Vision' unter Vertrag genommen. Die erste CD unter neuer Flagge 'BLUE PEPPER'  wurde von der internationalen Kritik hochgelobt. Bei diesem Konzert präsentiert die Band ihr neues Album 'DANCING'. 'Ein Ballett durch die Jazzgeschichte, bei dem nichts klingt, wie man es kennt. Es beginnt natürlich bei Johann Sebastian Bach: Eine Gavotte aus der Englischen Suite No. 6, ein barocker Schreittanz also, wird zum melodischen Überzug eines fein swingenden Schlagzeugsolos. Über James P. Johnsons in einen modernen Jazz-Waltz verwandelten Charleston, Scott Joplins Ragtime Dance, Cole Porters Dream Dancing oder Sidney Bechets Premier Bal geht es bis zu Pixinguinhas brasilianischem Choro Diplomata, Lhotzkys kubanischem Bolero Salir a la Luz und zum stark an Duke Ellingtons exotische Klangmalereien erinnernden Ballet of the Dunes aus der Feder von Chris Hopkins. Jedes Stück auf 'DANCING' spricht Kopf, Herz und Beine gleichermaßen an, und so wird jeder Hörer in diesem weit gespannten Bogen seine Favoriten finden" (Auszug aus den Liner Notes) Aktuelle Auszeichnungen: Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste) Prix de l'Académie du Jazz, Paris * Swinging Hamburg Jazz-Award * Downbeat (USA): 4 stars * Rondo Magazin: 'Meisterwerk' * Piano-News: CD des Doppelmonats * Grand Prix du Disque de Jazz (du Hot Club de France) * Pressestimmen: `Kein Echo, sondern Neuschöpfung' DOWNBEAT `Eine virtuos-humorvolle Mischung ... mitreißend!' STERN 'Jazz der Sonderklasse. Absolute Ausnahmeerscheinung.' SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 'Außerordentliche Souveränität und Kraft.' JAZZ PODIUM 'Atemberaubendes Programm. Ein filigranes Mosaik.' DARMSTÄDTER ECHO 'Unglaubliche Musikalität. Mit- und hinreißend.' KÖLNER STADTANZEIGER 'Wie frisch und neuartig, so ganz und gar unverstaubt traditioneller Jazz klingen kann, zeigen vier ausgeschlafene Meisterswinger mit bewundernswerter Leichtigkeit. Daneben klingt manch Zeitgeistiges vorgestrig...' HIFI STATEMENT 05.12. Gabriel Schwabe/Nicholas Rimmer Samstag, 05. Dezember 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Aufnahme seiner Debut-CD mit Brahms' Cello-Sonaten machte Gabriel Schwabe im Sendesaal - jetzt kommt er wieder und stellt sie mit dem Pianisten Nicholas Rimmer in einem record release concert vor. record release concert: Gabriel Schwabe Gabriel Schwabe - Violoncello Nicholas Rimmer - Klavier Programm: Johannes Brahms: Sonate e-Moll op. 38 für Vc und Kl 6 Lieder (bearbeitet für Vc und Kl von Gabriel Schwabe und Nicholas Rimmer) Sonate F-Dur op. 99 für Vc und Kl Über Gabriel Schwabe hat der Musikjournalist Norbert Hornig gesagt: „Gabriel Schwabe ist ein cellistischer Überflieger mit feinem Gestaltungsvermögen, der sein Instrument phänomenal beherrscht“. Und so ist es nicht verwunderlich, dass der junge Cellist, er ist Jahrgang 1988, regelmäßig mit musikalischen Größen wie Christian Tetzlaff, Viviane Hagner, Nils Mönkemeyer, Lars Vogt, Jonathan Gilad oder Nicholas Rimmer, der ihn auch beim Konzert im Sendesaal begleitet, musiziert. Auch bei bedeutenden Orchestern und Festivals ist er inzwischen regelmäßiger Gast. Der Pianist Nicholas Rimmer, geboren in England, ist als versierter Kammermusiker und Liedbegleiter bekannt und geschätzt. Er studierte Klavier an der Hochschule in Hannover bei Christopher Oakden und Musikwissenschaft an der Cambridge University. Seine kammermusikalische Ausbildung rundete er bei Wolfram Rieger und dem Alban Berg Quartett ab. 09.12. Tim Fischer: Geliebte Lieder Mittwoch, 09. Dezember 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Tim Fischer, der Berliner Chansonnier mit Bremer Wurzeln feierte mit seinem Album 'Geliebte Lieder', kaum dass er 40 wurde, sein 25-jähriges Bühnenjubiläum. Die meisten seiner frühen CDs entstanden übrigens im Sendesaal. Tim Fischer - Gesang Rainer Bielfeldt - Klavier „Geliebte Lieder“ Das Programm zum 25-jährigen Bühnenjubiläum ...von Zarah ohne Kleid bis Rinnsteinprinzessin „Der wandlungsfähigste und mit Sicherheit charismatischste Chansonier unserer Tage.“ Der Standard, Wien Tim Fischer: 25 Jahre Bühne! „Wunderknabe des Chansons, verruchter Verführer und empfindsamer Erzähler, der mit seiner Stimme die Seele berührt.“ Als Tim Fischer vor 25 Jahren erstmals die Bühne betrat, wurde so und ähnlich die scheinbare Unvereinbarkeit von vorgegau-kelter Lebenserfahrung und wirklichem Lebensalter sowie sein schon damals sicheres Gespür für Texte und Kompositionen gefeiert. Heute: „Ein Entertainer vonWeltformat.“ Tim Fischers seit einem Vierteljahrhundert bestehende Karriere, bei gerade mal 40 Lebensjahren, macht ihn zu einer der außergewöhnlichsten Erscheinungen der deutschen Kultur- und Musikwelt. Sänger, Schauspieler, Musicalstar – Bühnenmensch. Tim Fischer feiert sein 25-jähriges Bühnenjubiläum mit einem neuen Bühnenprogramm, das für große Momente sorgen wird – zwischen leiser Melancholie und einem lässigen Augenzwinkern. Bühnenpartner am Klavier ist wieder Rainer Bielfeldt. Fischer und Bielfeldt, das ist eine Kombination, die die Herzen des Publikums höher schlagen lässt. „Wir kennen uns, wir sind vertraut, wir waren sehr eng zusammen und sind aneinander gewachsen, wir haben uns getrennt. Heute verbindet mich mit ihm eine große Freundschaft. Sie ist ein wunderbarer, gesunder Nährboden für unsere Arbeit.“, sagt Tim Fischer. Da schließt sich gewissermaßen der Kreis, der im ersten Programm „Zarah ohne Kleid“, das Tim Fischer den Titel „Wunderknabe des Chansons“ einbrachte, einmal seinen Anfang hatte. Er erinnert sich: „Das Programm war erstens eine Hommage an Zarah Leander und zweitens an meine Großmütter. Irgendwie ist aus dieser Mischung ein eigener Charakter geworden.“ Es war ein Statement, auch ein persönliches, aber ebenso Schauspielerei. „Er ist die Diva, neben der alle anderen wie Zwerge aussehen.“ Der Tagesspiegel Und er blieb auch in den folgenden Programmen immer Beides: Schauspielender Sänger oder singender Schauspieler. In seiner Liedauswahl berücksichtigt er den Geschmack des Publikums genauso wie seinen eigenen. „Im Chanson ist es möglich, auch ernsthafte Themen zu behandeln, die in anderen Unterhaltungsgenres größtenteils ausgespart werden.“ Da gibt es Aktuelles und Zeitkritisches, aber das Wesentliche ist und bleibt für ihn das Gefühl. Auch weil es zeitlos ist. Geliebte Lieder Genauso zeitlos sind seine „Geliebten Lieder“, über die er sagt: „Das ist ein Programm, das ich rein nach dem Lustprinzip ausgewählt habe.“ Zum Repertoire des Abends gehören Lieder, die man schon immer mit Tim Fischer in Verbindung bringt, und solche, die er noch nie gesungen hat, aber immer schon mal singen wollte. Da treffen klassische Chansons von Jacques Brel, die einst für Gisela May übersetzt wurden, auf Stücke von Georg Kreisler, Ludwig Hirsch oder Zarah Leander, Lieder von Edith Jeske und Rainer Bielfeldt, wie „Rinnsteinprinzessin“, der Tim-Fischer-Hymne schlechthin, auf „Fetter Elvis“ und „Wo sind die Clowns“ von Steven Sondheim, Songs von Udo Lindenberg, aber auch von Peter Plate, Mastermind von Rosenstolz, Komponist, Texter und Produzent unzähliger Hits, der mit Tim seinen Song „Schöner war’s mit dir“ aufnahm. „Jubiläumstriumph! An diesem Abend verdient jedes seiner Lieder den Titel Hit. Bitte, noch 25 Jahre mehr!“ BZ Berlin Auch wenn Tim Fischer seit mittlerweile unglaublichen 25 Jahren auf der Bühne steht, ist doch jeder Abend immer wieder eine Überraschung, eine Feier der großen Künste, feinstes Entertainment, voll magischer Momente und überschäumender Laune. Immer wieder zieht er das Publikum in den Bann, reißt es mit und führt es auf eine Reise in seine musikalische Welten, mal gelassen heiter, mal anrührend tief. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sein Publikum ihm treu, ja, fast ergeben ist, denn er erreicht ihre Sinne und ihr Herz. Diese Nähe, das Wahre, das Entfesselnde, sorgt Abend für Abend für einen Zauber, den man einfach nicht beschreiben kann. Vielleicht nur so: Das eben ist… Tim Fischer! www.timfischer.de www.facebook.com/timfischer.official 11. 12. Nihan Devecioglu Freitag, 11. Dezember 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Auf Einladung des Kulturforums Türkei kommt die türkische Sängerin Nihan Devecioglu mit einem internationalen Quartett in den Sendesaal zu einem Abend mit Weltmusik, Folklore und Klassik. Nihan Devecioglu
 Wir träumen. Wir hoffen. Nihan Devecioglu - Gesang Julien Chanal (Frankreich)  -  Gitarre Sasha Agranov (Israel) - Cello Didac Ruiz Lazaro (Spanien) - Percussion Juan Carlos Buchan Ayala (Mexiko) - Kontrabass Die türkische Sängerin Nihan Devecioglu singt und spielt mit vier Musikern aus Frankreich, Israel, Mexiko und Spanien. Sie erzählt mit ihren Liedern Geschichten aus der ganzen Welt und verbindet traditionelle Klänge mit neuer Musik.  Sie führt uns mit ihrer Stimme von Katalonien über Frankreich, von Neapel bis zum Bosporus, dem Schwarzen Meer und weiter…
 In Kooperation mit dem Kulturforum Türkei e.V. 12.12. Spielvereinigung Sued featuring Nils Wogram Samstag, 12. Dezember 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Big Band Spielvereinigung Sued aus Leipzig spielt Musik von Malte Schiller und hat dazu als Solisten den Posaunisten Nils Wogram eingeladen. Zur Veröffentlichung ihrer CD spielen sie dieses Konzert. Spielvereinigung Sued feat. Malte Schiller (Komposition) & Nils Wogram (Posaune) Malte Schiller - Kompositionen/Arrangements/Dirigat Nils Wogram - Solo Posaune Matthias Knoche - Stimme Simon Bodensiek, Evgeny Ring, Sebastian Wehle, Johannes Moritz, Florian Leuschner - Saxophone Tim Jäkel, Sebastian Haas, Roland Heinze, Vincent Hahn - Trompeten Matthias Hochmuth, Stephan Krause, Julian Schließmeyer, Matthias Büttner - Posaunen Florian Kästner - Piano Philipp Rohmer - Kontrabass Philipp Scholz - Schlagzeug Die im März 2008 gegründete Big Band „Spielvereinigung Sued“ vereint in sich 18 junge Profimusiker aus Leipzig, Berlin und Dresden. Diese widmen sich gemeinsam mit großer Spielfreude und Lust dem Schaffen zeitgenössischer Jazzkomponisten und -arrangeure (John Hollenbeck, Ed Partyka, Niels Klein, Jürgen Friedrich, Nicolai Thärichen u.v.m.). Daraus ist eine feste Konzertreihe entstanden. Die klangliche Vielfalt der Band, gepaart mit musikalischer Präzision und geballter Energie der Mitglieder, sorgen regelmäßig für ausverkaufte Häuser in Mitteldeutschland. Nach einem ersten gemeinsamen Konzert mit dem jungen, schon mehrfach ausgezeichneten Komponisten Malte Schiller (u.a. „Jazz-Comp-Graz“, „Burghauser Jazzpreis“) im Herbst 2012, entstand die Idee, dass Schiller acht neue Kompositionen & Arrangements für das zweite Studioalbum der „Spielvereinigung Sued“ schreibt. Als Gastsolist konnte hierfür der Ausnahme-Posaunist Nils Wogram gewonnen werden. Entstanden ist ein herausragendes Programm voll musikalischer Poesie, farbenreicher Klangästhetik und pulsierender Energie. Der unverwechselbare Posaunenklang von Nils Wogram wird so in Szene gesetzt, dass man meinen könnte, Solist und Band verschmelzen ineinander. Malte Schillers eindringliche Kompositionen werden umrahmt von Song-Arrangements von Kurt Weill und der britischen Rockband Radiohead. Eine doppelte Hommage wie sie unterschiedlicher nicht sein könnte, dennoch im Kern eine Reminiszenz an Malte Schillers eigene musikalische & kompositorische Entwicklung ist. Das im April 2015 aufgenommene und beim renommierten Schweizer Jazz-Label „UNIT Record“ erschienene Album „Spielvereinigung Sued feat. Malte Schiller & Nils Wogram“ wird nun im Rahmen einer Konzerttour im Sendesaal Bremen gemeinsam mit Nils Wogram präsentiert. Nils Wogram gilt als einer der wichtigsten europäischen Jazzmusiker. Er tritt bei zahlreichen Festivals auf und tourt weltweit mit seinen Bands und als Solist. Bekannt wurde Nils Wogram vor allem durch seinen virtuosen Posaunenstil, seine originellen Kompositionen und den unverwechselbaren Klang seiner langjährigen Bands (u.a. Root 70). Malte Schiller studierte in Bremen und Enschede Saxophon. Er war Mitglied im Landesjugendjazzorchester Niedersachsen, im BuJazzO und Gründungsmitglied der Nordwest Bigband. Nach dem Studium zog er nach Berlin, wo er seine Studien im Bereich Komposition und Arrangement bei Prof. Ed Partyka und Jim McNeely fortsetzte. Im März 2012 wurde Malte Schiller für den „Arrangers Workshop“ des Metropole Orchestras nach Hilversum eingeladen, um als Arrangeur an einer Produktion mit Kurt Elling teilzunehmen. Im April 2013 beauftragte ihn der hessische Rundfunk, als Komponist, Arrangeur und Dirigent ein Projekt mit der HR-Bigband durchzuführen. Malte Schiller unterrichtet seit 2013 Komposition und Arrangement als Lehrbeauftragter der Hochschule für Künste in Bremen. 16.12. Chiaroscuro Quartet Mittwoch, 16. Dezember 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Im dritten residenz@sendesaal-Konzert setzt das Chiaroscuro Quartet die Vorstellung seiner Einspielung der Haydn'schen Sonnenquartette fort (Nummer 4 bis 6) Chiaroscuro Quartet Alina Ibragimova - Violine  (RU) Pablo Hernán Benedí - Violine (ES) Emilie Hörnlund - Viola (SE) Claire Thirion - Violoncello (FR) Joseph Haydn: aus den Sonnenquartetten Streichquartett D-Dur Op. 20 Nr. 4 Streichquartett f-Moll Op. 20 Nr. 5 Streichquartett A-Dur Op. 20 Nr. 6 "Das erste Konzert des Chiaroscuro Quartetts begeisterte das Publikum mit einer feinen und aufregenden Darbietung der ersten drei Sonnen-Quartette von Haydn - ein besonderes Klangerlebnis nicht nur wegen der Darmsaiten, die das Quartett benutzt, sondern wegen der sprechenden Phrasierung ihres Spiels. Nun folgt die Fortsetzung mit den nächsten Quartetten von Haydn, die das Ensemble für CD-Veröffentlichung aufnehmen wird." Tanja Tetzlaff und Florian Donderer Mit freundlicher Unterstützung der Heinz-Peter und Annelotte Koch Stiftung www.chiaroscuroquartet.com Kon zert-Gutschein GESCHENKE ZU WEIHNACHTEN | Gutschein gefällig? KONZERT-GUTSCHEIN Die Gelegenheit in stilvoller Atmosphäre ein Konzert im Sendesaal zu verschenken: Gutscheine mit freier Konzertwahl können Sie online über unsere Website www.sendesaal-bremen.de erwerben. Den Konzert-Gutschein finden Sie dort unter >Konzerte. Den von Ihnen gewünschten Betrag wählen Sie in 10 Euro Schritten. Von Ihrem angegebenen Konto wird dann der Betrag (zzgl. 3,- Euro Versand) abgebucht und der Gutschein an Ihre angegebene Postadresse versendet. Auch an den Konzertabenden können Sie Gutscheine an der Abendkasse des Sendesaal Bremens erwerben, die Sie dort bar bezahlen können. Die Abendkasse ist jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn geöffnet. Hier geht es zu den Konzert-Gutscheinen Menü und Konzert GESCHENKE ZU WEIHNACHTEN | Gutschein MENÜ UND KONZERT Möchten Sie einen Gutschein für ein Menü und ein Konzert im Sendesaal Bremen verschenken? Diesen können Sie an den Konzertabenden an der Abendkasse des Sendesaales jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn erwerben. Der Gutschein umfasst eine Eintrittskarte für eine Veranstaltung im Sendesaal inkl. Ticketservice, das "Geerdes 3-Gänge-Menü von der Tafel" und ein Glas Wein Ihrer Wahl im Restaurant Geerdes am Sendesaal am gleichen Abend und hat den Wert von 50 Euro pro Person und Abend. Es gibt ihn auch online über unsere Website www.sendesaal-bremen.de Hier geht es zu den Konzert-Gutscheinen Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de. Wenn Sie diesen Newsletter einmal nicht mehr erhalten möchten, schreiben Sie einfach eine E-Mail an sendesaal-unsubscribe@bremen.kulturkurier.de und Sie werden automatisch aus dem Verteiler entfernt. Es ist allerdings unbedingt notwendig, dass Sie diese Anforderung mit der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de absenden.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
17x
yasni 25.11.15  +  

(PM) Konzert für den Bremer Bürgerpark: Die Bundeswehr ist kein Wohltätigkeitsverein

Bremen. Am Freitag, 13. November, findet im Bremer Konzerthaus 'Glocke' das 40. "Wohltätigkeitskonzert" des Bürgerparkvereins mit der Big Band der Bundeswehr statt. Dies stößt auf Kritik beim Bremer Friedensforum, dessen Vertreter sich durchaus als Freunde der grünen Oase der Hansestadt verstehen: Mit diesem Wohltätigkeitskonzert werde jedoch eine Gemeinnützigkeit der Bundeswehr demonstriert. Ziel sei die positive Darstellung in der Öffentlichkeit, aber auch eine direkte Nähe zur Zivilgesellschaft, die an die Bundeswehr gewöhnt werden soll, heißt es in einer Presseerklärung: (PM) "Ganz gezielt werden öffentlichen Auftritte der Bundeswehr inszeniert, um Akzeptanz zu schaffen für eine Armee, die sich seit den frühen 1990er Jahren zu einer international agierenden Eingreifarmee gewandelt hat. Mittlerweile befindet sich die Bundeswehr im Rahmen der NATO weltweit im Einsatz zur Absicherung von Wirtschaftsinteressen und zur Durchsetzung einer gewünschten Ordnung, zynischerweise häufig unter dem Deckmantel der „humanitären Intervention“. Und auch die Umstrukturierung für den Einsatz im Inneren wurde vorangetrieben: "Verbindungskommandos" und "Unterstützungskräfte" lassen die Grenzen von Polizei und Militär verschwimmen. Musizierende Bundeswehreinheiten sind keine Wohltäter, Militär-Konzerte für den schönen Bremer Bürgerpark sind nicht akzeptabel. Für Wohltätigkeitskonzerte des Bürgerparkvereins sollten zivile Orchester und Künstler gewonnen werden." Bremer Friedensforum
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
21x
yasni 11.11.15  +  

Vorstellungstext vor dem Beirat Bremen-Obervieland

Ich wohne seit mehr als als 35 Jahren Auf dem Beginenlande 20. Geboren bin ich am 12. November 1938. Seit vielen Jahren bin ich Mitglied in der Partei DIE LINKE. Außerdem gehöre ich dem Bremer Friedensforum seit seiner Gründung im Jahre 1983 an. (Sitz: Am Goetheplatz 4 in der „Villa Ichon“) Ich habe das Bremer Friedensforum damals mitgegründet. Außerdem bin ich langjähriges Mitglied der „Freunde des Bremer Sendesaales“ Seit 1986 Mitgliedschaft im Sozialhilfeverein „Solidarische Hilfe e.V.“, davon 10 Jahre Vorstandsarbeit. Seit den frühen 1980ger Jahren betätige ich mich als Autor bzw. Mitautor verschiedener friedenspolitischer Publikationen (siehe auch „Über mich“ auf der Webseite www.hodenberg.de), die sich allesamt mit den Aktivitäten der Bremer Rüstungsbetriebe beschäftigen.   Soweit meine kurze Biografie.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
16x
yasni 11.11.15  +  

Internationaler Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk

Gemeinsam ein Zeichen für ein Ende der Besatzung setzen. Erklärung der Mitgliederversammlung von DIE LINKE. LAG Nahost Niedersachsen Am 29. November findet der von der UN ausgerufene „Tag der internationalen Solidarität mit dem palästinensischen Volk“ statt. Wir wollen diesen Tag nutzen, um gemeinsam auf die Lage in Palästina aufmerksam zu machen, die 22 Jahre nach dem Friedensabkommen von Oslo trostloser denn je ist. Wir knüpfen dabei an den Gaza – Aktionstag vom 8. Juli an, als es uns gelang, in 17 Städten in Niedersachsen und bundesweit zugleich für ein Ende der Blockade und den Wiederaufbau Gazas zu demonstrieren. Aktuell ist die Gewalt in Palästina eskaliert. Messerangriffe, die angesichts der Bewaffnung von Soldaten und Siedlern den Charakter von Selbstmordattentaten haben und Proteste von unorganisierten Jugendlichen zeigen die Hoffnungslosigkeit und die abnehmende Bindungskraft der etablierten palästinensischen Organisationen. Beides hängt mit dem Scheitern des Friedensprozesses von Oslo zusammen. 22 Jahre danach hat Israel den Landraub forciert. Durch Wohnungsbauprämien und Steuererleichterungen konnte die Zahl der im Westjordanland lebenden Siedler auf mittlerweile über eine halbe Million verdoppelt werden. 550 Checkpoints sorgen dafür, dass es den Palästinensern nicht möglich ist, ungehindert von einem Dorf zum nächsten zu kommen. Die wirtschaftliche Entwicklung in Palästina wurde durch die israelische Politik abgeschnürt. Während sich die Wirtschaftsleistung in Israel seit 1993 verdreifacht hat, ist sie in Palästina stagniert. Die Kontrolle über 80% der Wasserressourcen des Westjordanlandes durch die israelischen BesatzerInnen führte dazu, dass palästinensische Bauern ihre Landwirtschaft aufgeben mussten, während zugleich israelische Plantagen die natürlichen Ressourcen ausbeuten. Eine halbe Million SiedlerInnen verbrauchen heute das sechsfache an Wasser wie die 2,7 Mio. in der Westbank lebenden PalästinenserInnen. Zugleich unternahm die israelische Führung alles, um die palästinensischen Organisationen vor die Wand fahren zu lassen. Der palästinensische Ministerpräsident Abbas, der von Netanjahu als „Terroristenunterstützer“ diffamiert wird, ist mit seinem Versuch über Verhandlungen zu einem Frieden zu kommen, gescheitert und an der Zerstörung Gazas hat sich durch die nach wie vor existierende Blockade nur wenig geändert. Dafür hat die Gewalt israelischer SiedlerInnen mit Unterstützung der israelischen Besatzungsarmee massiv zugenommen. Diese Vorfälle bleiben durch die israelischen Behörden meistens ungeahndet. Die Alternative zu einer Gewaltspirale ist die internationale Solidarität. Deshalb wollen wir um den 29. November herum auf die Straße gehen, um zu informieren und unseren Protest gegen die menschenverachtende Politik Israels zu zeigen.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
16x
yasni 06.11.15  +  

Verfassungsschutz zum 65. Jahrestag in Rente geschickt

Ihre Forderung zur Auflösung des Inlandsgeheimdiensts hat die Humanistische Union (HU) mit einer Aktion am Samstag, 31.10.2015 in München erneut öffentlich gemacht. Unter dem Motto „Wir schicken den Verfassungsschutz in Rente“ wurde einem „Schlapphut“ im Trenchcoat ein symbolischer Rentenbescheid übergeben. In einer satirischen Rede würdigte der HU-Bundesvorsitzende Werner Koep-Kerstin zudem die fragwürdigen Verdienste des sogenannten „Verfassungsschutzes“ bei der Wahrung des Grundgesetzes. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in Köln feiert am 7. November seinen 65. Geburtstag. Angesichts zahlreicher Skandale nicht nur in Zusammenhang mit dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) hält die HU eine Auflösung des offenbar nicht demokratisch kontrollierbaren Geheimdiensts für eine notwendige Maßnahme zum Schutz der Demokratie und des Grundgesetzes. „Gerade in München liegen die jüngsten Anlässe für eine Verrentung des Inlandsgeheimdienstes direkt vor uns“, sagt Werner Koep-Kerstin, Bundesvorsitzender der Humanistischen Union. „Der NSU-Prozess am Oberlandesgericht München bringt Verstrickungen von Verfassungsschutzbeamten und V-Leuten in das Umfeld des NSU ans Licht. Die im letzten Jahr neu aufgenommenen Ermittlungen zum Oktoberfestattentat führten zu einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht, weil die Bundesregierung bis heute Auskünfte darüber verweigert, was der Verfassungsschutz von dem Attentat wusste.“ „Der Verfassungsschutz schützt nicht die Verfassung, sondern gefährdet sie “, meint der nord- und mittelhessische HU-Regionalvorsitzende Franz-Josef Hanke. „Der Inlandsgeheimdienst betreibt Gesinnungsschnüffelei und verletzt dabei Grundrechte von Bürgern. Dabei ist die Meinungsvielfalt eine wichtige Säule demokratischer Gesellschaften. Überschreiten Bürger die Grenze der Meinungsfreiheit und werden straffällig, dann sind die Polizei und die Gerichte zuständig. Eine geheimdienstliche Behörde für Gesinnungsschnüffelei ist einfach überflüssig.“ (Aktion der Humanistischen Union in München)
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
17x
yasni 01.11.15  +  

Sendesaal Bremen: > Unsere Konzerte im November 2015

Auch wenn es heute traumhaftes Wetter war: den in der Regel dunklen Monat November kann man sich am besten erhellen durch interessante Konzerte. Davon bieten wir Ihnen wieder reichlich: von Charles Lloyd's Wild Man Dance über das musicadia Festival für Alte Musik, das Abschiedskonzert von Uli Beckerhoff's International Skoda All Star Band, drei hervorragende, höchst unterscheidliche Streichquartette (Armida Quartett, Zapp4 und Amaryllis Quartett) bis zur irischen singersongwriterin ODI reicht das Angebot. Dies und noch mehr finden Sie weiter unten. Wir bieten übrigens gemeinsam mit dem benachbarten Restaurant Geerdes am Sendesaal ein Programm "Menü & Konzert" an. Sie suchen sich ein Konzert Ihrer Wahl aus und gönnen sich vorher (wahlweise auch hinterher) ein 3-Gänge-Menü im Geerdes. Das ist sicher auch eine attraktive Geschenkidee für Freunde, die gerne Kulinarisches und Konzertantes genussvoll miteinander verbinden. Für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze Das Restaurant Geerdes am Sendesaal ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de. Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite.   Inhalt 02.11. CHARLES LLOYD Wild Man Dance 03.11. Alexander Krichel - Klavier 05.-08.11. musicadia - Tage für Alte Musik 05.11. musicadia I - Solamente Naturali 06.11. musicadia II - Capricornus Consort 07.11. musicadia III - Barockorchester der HfK | Kristin von der Goltz 08.11. musicadia IV - Kristin von der Goltz | Christine Schornsheim 11.11. Abschiedskonzert: International Skoda Allstar Band 12.11. Detmolder Kammerorchester 15.11. Armida Quartett 19.11. Marialy Pacheco feat. Rhani Krija 26.11. Zapp4 feat. Jan Bang 27.11. Lutz Görner | Nadia Singer 28.11. Songs And Whispers Special: ECHO BLOOM und ODI 29.11. amaryllis 3X3: Amaryllis Quartett 30.11. JSO-Bremen-Nord meets 02.11. CHARLES LLOYD Wild Man Dance Montag, 02. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der großartige Saxophonist Charles Lloyd kommt mit seinem aktuellen Wild Man Dance Quartet featuring Gerald Clayton, Joe Sanders and Eric Harland. CHARLES LLOYD Wild Man Dance Charles Lloyd - Saxophon, Flöte, Taragato Gerald Clayton - Piano Joe Sanders - Bass Eric Harland - Schlagzeug Der Saxophonist Charles Lloyd, einer der großen spirituellen Musiker unserer Zeit, kommt mit seiner aktuellen Gruppe in den Sendesaal. Er ist seit über 50 Jahren auf der Szene und diesjähriger NEA Jazz Master (National Endowment for the Arts), was so etwas wie die Hall Of Fame für lebende Legenden des Jazz in den USA ist. 03.11. Alexander Krichel - Klavier Dienstag, 03. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der Pianist Alexander Krichel stellt in einem speziellen Recital seine kürzlich erschienene CD vor. Alexander Krichel - Klavier Programm: Sergej Rachmaninoff: 6 Moments musicaux op. 16 Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung Zu dem Abend schreibt Alexander Krichel: "Ich freue mich sehr,  mein neues Album, das komplett Sergei Rachmaninov gewidmet ist und zwei seiner wichtigsten Kompositionen enthält, im Bremer Sendesaal vorzustellen. Die Werke auf der CD haben für mich eine große Bedeutung. Das zweite Klavierkonzert in c-moll (ein Live-Konzertmitschnitt aus Dresden!) ist eine der schönsten Kompositionen für Klavier und Orchester. Noch wenige Stunden vor dem plötzlichen Tod des großen Pianisten und Klavierpädagogen Vladimir Krainev, meinem Mentor und einer wichtigen Vaterfigur, spielte ich ihm dieses Konzert vor. Von den "Moments musicaux", die auch auf dem neuen Album sind und die ich in Bremen spielen werde, sagte Rachmaninov selbst, dass diese sechs "musikalischen Momente" alles darstellen, was er in seinem Herzen trägt und genau dies merkt man, wenn man sie spielt und hört. Verwirrung, Unsicherheit und das ewige Suchen, eisige und windige Kälte, ein klagender und verzweifelter Trauermarsch, große, nahezu ozeanische Leidenschaft, und das große Glück eines wunderschönen Sonnenaufgangs, bevor mit dem Sog, dem man unweigerlich im sechsten und finalen Moment Musical ausgesetzt ist, das Werk endet. Auch das zweite Werk dieses Klavierabends ist ein Hauptwerk russischer Klavierromantik - Modest Mussorgsky's "Bilder einer Ausstellung". Ein Gang durch eine Gemäldeausstellung und die Betrachtung unterschiedlichster Formen von Malerei - immer wieder das wiederkehrende Motiv der "Promenade", in unterschiedlichen Stimmungen und die romantisch-impressionistische Darstellung aberwitziger (Küklein in ihren Eierschalen), erschreckend-gruseliger (Der Gnom, Die Hütte der Baba-Jaga) und beeindruckende großer (das große Tor von Kiew) Situationen. Es wird definitiv ein Abend voller großer und unterschiedlicher Emotionen, auf den ich mich ganz besonders freue." In Kooperation mit der Philharmonischen Gesellschaft und Sony Classical 05.-08.11. musicadia - Tage für Alte Musik Donnerstag, 05.- Sonntag 08. November 2015 | Festivalpass 55 Euro (erm.40 Euro | HfK-Studenten 18 Euro) Während die  Musicadia-Veranstaltungen im Sendesaal sich in den vergangenen Jahren thematisch immer der Alten Musik verpflichtet hatten, verlässt das Festival in diesem Jahr die traditionellen Wege der Alten Musik und wendet sich unter dem Motto: Das Genie gibt der Kunst die Regel der nachbarocken Epoche, der frühen Klassik zu. Die Musicadia wird sich 2015 mit dem „galanten Stil“ befassen, der Idee, dass Musik nicht nur gelehrt das Leben abbildet, sondern die Seele anrührt und verändert. Hier geht es zu den online-Tickets 05.11. musicadia I - Solamente Naturali Donnerstag, 05. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Musiker des Septetts Solamente Naturali haben sich die Gesamteinspielung der Werke des Pianisten und Komponisten Johann Nepomuk Hummel zur Aufgabe gemacht. Das Eröffnungskonzert der musicadia 2015 bestreiten sie unter der Leitung von Miloš Valent mit dem wunderbaren Septett Nr. 1 op. 74. und einem besonderen Flügel, nämlich der Kopie eines Conrad Graf Hammerflügels aus dem Jahr 1819. Solamente Naturali (SK) Leitung: Miloš Valent „Genie und Aufbruch“ Die musicadia 2015 wird mit dem großartigen Septett Nr.1 op.74 für vier Streicher, Flöte, Horn und Clavier von Johann Nepomuk Hummel eröffnet. Die Gesamteinspielung der Werke dieses zu seiner Zeit berühmten Pianisten und Komponisten, der ein Schüler von W.A. Mozart war, haben sich die Musiker des Ensemble Solamente Naturali zur Aufgabe gemacht und sehen es als kulturelle Verpflichtung an, das anspruchsvolle Werk des aus ihrer Heimatstadt Bratislava stammenden Komponisten zu verbreiten. Der Ensemble-Name verweist auf seine Annäherung an Originalpartituren auf die "einfach natürliche" Weise, den Notentext aus Sicht der Zeit lesend und daraus die klangliche Umsetzung herleitend. Das hochenergetisch musizierende Ensemble bringt als weiteren Leckerbissen für diesen Konzertabend einige unbekannte Werke aus dem Umfeld Johann Nepomuk Hummels mit, u.a. von Johannes Matthias Sperger und Anton Zimmerman. www.solamentenaturali.sk 06.11. musicadia II - Capricornus Consort Freitag, 06. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Capricornus Consort aus Basel bietet im zweiten musicadia-Konzert ein unterhaltsames Programm mit Kompositionen von Johann Joachim Quantz, Franz (Frantisek) Xaver Richter, den Bach-Söhnen Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel sowie Luigi Boccherini. Capricornus Consort Basel Leitung: Peter Barczi „Galante Manieren“ Das Capricornus Consort aus Basel erhielt 2014 einen ECHO Klassik-Preis und macht durch seine ebenso präzise wie zupackende Klanggestaltung auf sich aufmerksam. Kompositionen von Johann Joachim Quantz und Franz (Frantisek) Xaver Richter blättern am zweiten Abend der musicadia 2015 die Entwicklung des galanten Stils in der nachbarocken Epoche auf. Werke der Bach-Söhne Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel weisen bereits auf die deutsche Aufklärung als Erneuerin der europäischen Geisteshaltung. Der Italiener Luigi Boccherini konnte zur anbrechenden Blütezeit der Klassik mit seinem eigenwilligen Stil und graziösen Charme in den europäischen Kulturzentren Wien, Paris, Valencia und Madrid reüssieren. Sein Divertimento in Es-Dur bildet den Schlusspunkt des unterhaltsamen Programms, das das Capricornus Consort unter der Leitung seines Primarius Peter Barczi für die Aufzeichnung durch Deutschlandradio Kultur zusammengestellt hat. www.capricornus.ch Aufzeichnung durch Deutschlandradio Kultur und Nordwestradio/Radio Bremen. 07.11. musicadia III - Barockorchester der HfK | Kristin von der Goltz Samstag, 07. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro | HfK-Studenten 5 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Am dritten musicadia-Abend präsentiert sich das Barockorchester der HfK unter der Leitung von Kristin von der Goltz mit dem Thema „Die nächste Generation“ – Vom galanten Stil zur Wiener Klassik. BAROCKORCHESTER DER HFK BREMEN Kristin von der Goltz – Violoncello und Leitung „Die nächste Generation“ Vom galanten Stil zur Wiener Klassik Kristin von der Goltz, international gefragte Solocellistin, die bereits unter namhaften Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Ton Koopman, Marc Minkovski und anderen konzertierte, tritt an diesem Abend als Solistin und Leiterin des Barockochesters der Hochschule für Künste Bremen auf. Während einer mehrtägigen Orchesterakademie wird sie mit Instrumentalstudenten der Abteilung für Alte Musik Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Georg Anton Benda und Joseph Haydn sowie das selten aufgeführte Cellokonzert von Ignaz Holzbauer einstudieren. Die Cellistin, die als Mitglied des vom damaligen Berliner Philharmoniker Rainer Kussmaul gegründeten Ensemble „Berliner Barock Solisten“ sowie als Professorin an den Musikhochschulen in Frankfurt und München tätig ist, präsentiert mit den Studenten der HfK in diesem Konzert ihre Interpretation des nachbarocken Stils auf historischem Instrumentarium. 08.11. musicadia IV - Kristin von der Goltz | Christine Schornsheim Sonntag, 08. November 2015 | 17:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Cellistin Kristin von der Goltz und die Pianistin Christine Schornsheim am Hammerklavier bieten zum Abschluss der musicadia ein virtuoses Programm von Gegenüberstellungen, unter anderem mit Kompositionen von Helene Liebmann und Ludwig van Beethoven. Kristin von der Goltz – Violoncello Christine Schornsheim – Hammerklavier (Kopie eines Conrad Graf Hammerflügels aus dem Jahr 1819) „Gegenüberstellungen“ Dieses virtuose Duoprogramm bietet gleich mehrere Gegenüberstellungen an. Zum einen gibt es den Vergleich zwischen Werken der jüdischen Komponistin und Sängerin Helene Liebmann und ihres Lehrers Ferdinand Ries vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Cellosonate von Helene Liebmann steht wiederum der von Ludwig van Beethoven gegenüber. Während Liebmanns Sonate durch eine bezaubernde Leichtigkeit und wunderschöne Melodien besticht, ist die zweite Cellosonate von Beethoven durch Spannung und Energie, im 2. Satz durchaus auch von Humor gekennzeichnet. Die dritte Gegenüberstellung besteht in den Bearbeitungen der so beliebten Arien aus den Opern von Wolfgang Amadeus Mozart durch Ferdinand Ries und Ludwig van Beethoven. Christine Schornsheim, die sich 2005 mit dem als grandiosem Meilenstein gefeierten, an fünf historischen Tasteninstrumenten eingespielten gesamten „Solo-Clavierwerk“ Joseph Haydns endgültig einen Namen machte und seither immer wieder solistischer Gast namhafter Konzertreihen und Festivals sowie der großen Barockorchester ist, tritt hier mit ihrer regelmäßigen Duopartnerin Kristin von der Goltz auf. 11.11. Abschiedskonzert: International Skoda Allstar Band Mittwoch, 11. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die International Škoda Allstar Band von Uli Beckerhoff gibt nach 15 Jahren ihr unwiderruflich allerletztes Konzert. Als Gast dabei ist noch einmal die Sängerin Norma Winstone. Besetzung: Uli Beckerhoff – Trompete / Deutschland Matthias Nadolny – Saxofon / Deutschland Peter O`Mara – Gitarre / Australien Glauco Venier – Piano / Italien Ingo Senst – Bass / Deutschland Bruno Castellucci – Schlagzeug / Belgien als Gast:  Norma Winstone – Gesang / England Die Musiker der International Škoda Allstar Band kennen sich untereinander schon seit vielen Jahren und haben in den unterschiedlichsten Besetzungen miteinander gearbeitet. In dieser Besetzung trafen sie sich zum ersten Mal beim internationalen Workshop des Jazzclubs Eurocore in Trier, der sie dreizehn Jahre lang als Dozententeam verpflichtet hat. Bei den alljährlichen Dozentenkonzerten in Trier entstand die Idee, mit dieser Band weitere Konzerte in Deutschland zu geben. So traten in den vergangenen Jahren die Musiker gemeinsam bei mehr als 90 Konzerten auf Festivals, Fernsehkonzerten und in Theatern, Philharmonien und auch mit dem Symphonie-Orchester der Stadt Trier beim europäischen Kulturstadt-Jahr 2007 in Luxemburg und Trier mit großem Erfolg auf. Mit Unterstützung des Kulturpartners Škoda Auto Deutschland gibt die Band im November wieder Konzerte in Deutschland. Nach vielen renommierten Stars der internationalen Jazzszene wie John Taylor, Maria Pia DeVito, Ack van Rooyen, Sonnica Yepes, Rosani Reis und Charlie Mariano konnte für die Tournee im Jahre 2014 die Sängerin Norma Winstone als Gaststar gewonnen werden. Die Musik der International Škoda Allstar Band ist so vielfältig wie die unterschiedlichen musikalischen und kulturellen Einflüsse der einzelnen Bandmitglieder. Sie bezieht ihre Quellen aus dem zeitgenössischen Jazz, der klassischen Musik des 20. Jahrhunderts und dem „american songbook“.  Das Programm besteht überwiegend aus Kompositionen der einzelnen Musiker und wird in den unterschiedlichsten Besetzungen vom Duo bis zum Septett dargeboten. Da alle Gruppenmitglieder vom Publikum und den Journalisten als große Persönlichkeiten und Stilisten auf ihren Instrumenten angesehen werden, kann man diese Formation durchaus als ein musikalisches Großereignis ansehen. So erwartet das Publikum  bei den Konzerten dieser außergewöhnlichen Gruppe ein Abend von großer musikalischer Ausdruckskraft, Intensität und Kreativität, stupenden instrumentalen Fähigkeiten, großer musikalischer Vielfalt, Spielfreude und Humor. 12.11. Detmolder Kammerorchester Donnerstag, 12. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Detmolder Kammerorchester unter Leitung von Alfredo Perl ist in dieser Saison erneut u.a. mit einer kammermusikalischen Bearbeitung eines Werkes von Gustav Mahler im Sendesaal zu Gast. Solist ist der Bariton Sebastian Noack. Detmolder Kammerorchester Sebastian Noack - Bariton Leitung: Alfredo Perl Programm: Alexander von Zemlinsky: 6 Gesänge op. 13 nach Gedichten von Maurice Maeterlinck Gustav Mahler: Lieder eines fahrenden Gesellen Bearb. für Kammerensemble von Erwin Stein Arnold Schönberg: Kammersymphonie Nr.1 Es-Dur op.9 Sowie zwei Walzer von Johann Strauß: in Bearb. von Arnold Schönberg und Manfred Trojahn Das DKO ist in dieser Saison erneut mit Bearbeitungen von Werken Gustav Mahlers im Sendesaal zu Gast. Während Zemlinskys „Sechs Gesänge“ den Gemälden Gustav Klimts gewidmet scheinen, sind Mahlers Lieder ein Abgesang auf seine schwärmerische Liaison mit einer Koloratursopranistin vom Kasseler Theater, die in der Fassung für Kammerensemble von Arnold Schönberg unterstrichen wird. In seiner „Kammersymphonie“ kulminiert seine künstlerische Entwicklung. Gerahmt werden die drei Werke von zwei beschwingten Walzern von Johann Strauß in Fassungen von Manfred Trojahn und Arnold Schönberg. Sebastian Noack, international gefragter Liedsänger, gastierte u.a. mit Liederabenden bei der Ruhrtriennale, beim Rheingau Festival und beim Schleswig-Holstein Musikfestival. www.detmolder-kammerorchester .de www.sebastiannoack.com 15.11. Armida Quartett Sonntag, 15. November 2015 | 18:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Armida Quartett ist ein hervorragendes Streichquartett, das gerade von der European Concert Hall Organisation (ECHO) zum Rising Star 2016/17 gewählt wurde. Es hat seine neue CD im Sendesaal produziert. Dies ist das record release concert. Armida Quartett Martin Funda - Violine Johanna Staemmler - Violine Teresa Schwamm - Viola Peter-Philipp Staemmler - Violoncello „Zaubern ist eine Kunst, die das Armida Quartett beherrscht“ Süddeutsche Zeitung, Klaus Kalchschmid, 08.10.13 Programm: Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett B-Dur KV 589 (1790) Jörg Widmann: Streichquartett Nr. 1  (1997) Johannes Brahms: Streichquartett a-Moll op. 51/2 (1873) Seit seinem spektakulärem Erfolg beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2012, bei dem das Armida Quartett mit dem 1. Preis, dem Publikumspreis sowie sechs weiteren Sonderpreisen ausgezeichnet wurde, hat sich die Karriere des jungen Berliner Streichquartetts sensationell entwickelt. Dies spiegelt sich auch in der Nominierung für die internationale  Reihe „Rising Stars“ der Europäischen Konzerthallen (ECHO) für die Saison 2016/17 wider. Auch bei den namhaften Sommerfestivals gab das Armida Quartett bereits sein Debüt – so beim Schleswig-Holstein, dem Rheingau Musikfestival, dem Festival Mecklenburg- Vorpommern, dem Davos Festival sowie beim Heidelberger  Frühling. Im September 2014 wurde das Quartett in die BBC Reihe „New Generation Artists“ aufgenommen. Im Rahmen dieser renommierten Reihe kann sich das Ensemble zwei Jahre lang mit diversen Konzerten und Rundfunkaufnahmen präsentieren. Namensgeber des Quartettes ist eine Oper von Haydn, dem „Vater des Streichquartettes“. 2006 wurde das Quartett in Berlin gegründet und studierte bei Mitgliedern des Artemis Quartetts. Musikalische Anregungen erhielt das Ensemble außerdem von Natalia Prischepenko sowie von Alfred Brendel, Tabea Zimmermann, Eberhard Feltz und Walter Levin. Meisterkurse mit dem Alban Berg, Guarneri und Arditti Quartett runden die Ausbildung ab. Derzeit arbeitet das Quartett mit  Rainer Schmidt (Hagen Quartett) sowie Reinhard Goebel. Bereits 2011 gewann das Armida Quartett beim Concours de Genéve den 1. Preis sowie den Publikumspreis. Zuvor erhielt das junge Ensemble verschiedene Stipendien, unter anderem von der Irene Steels-Wilsing Stiftung sowie der Schierse Stiftung Berlin. 2013 erschien die Debüt- CD des Quartetts mit Werken von Béla Bartók, György Ligeti und György Kurtág und wurde kurz darauf in die Bestenliste des Deutschen Schallplattenpreises aufgenommen. Das Quartett ist NORDMETALL-Ensemblepreisträger 2014 der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. In dieser Saison gastiert das Quartett erstmals in Norwegen, in China, Taiwan und Singapur, dazu kommen Konzerte in Stuttgart, München, Hamburg, Bonn, Antwerpen und Genf. Die regelmäßige Zusammenarbeit mit anderen Künstlern ist dem Armida Quartett ein großes Anliegen – die Musiker haben bereits mit Anna Prohaska, Thomas Hampson, Ewa Kupiec, Max Hornung und Tabea Zimmermann zusammen gearbeitet. Seit Oktober 2012 unterrichten die vier jungen Musiker des Armida Quartetts Kammermusik an der Universität der Künste Berlin. 19.11. Marialy Pacheco feat. Rhani Krija Donnerstag, 19. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Pianistin Marialy Pacheco ist immer wieder gern gesehener Gast im Sendesaal. Und sie kommt in immer wieder neuen Kombinationen: Diesmal im Duo mit dem Marokkanischen Perkussionisten Rhani Krija. Marialy Pacheco - Piano Rhani Krija - Perkussion Die Stationen der Karriere der Kubanerin Marialy Pacheco sind beeindruckend: Gleich ihr Debütalbum produzierte sie mit Roberto Fonseca, dem Pianisten des legendären Ibrahim Ferrer (Buena Vista Social Club), und 2012 wurde sie als erste Frau überhaupt mit dem Montreux Jazzfestival Award ausgezeichnet. Zu Recht! Denn obwohl ihre Begeisterung für Ruben Gonzales, Oscar Peterson und Keith Jarrett in ihren eigenen Klängen spürbar ist: Marialy Pacheco zaubert etwas Ureigenes und ganz Einmaliges aus dem Klavier. Seit Jahren ist sie immer wieder auch im Sendesaal zu Gast. Percussionist und Schlagzeuger Rhani Krija, geboren in Essaouira/Marokko,  gilt wohl derzeit als der weltweit gefragteste Percussionist – in der Jazz & Weltmusikszene, wie auch im Rock & Popbereich.  Als Teenager beschäftigt er sich zunächst mit  den traditionellen Musikstilen des nördlichen Afrikas, die auch heute noch das Fundament für  seine Musik und Spielweise bilden. Durch seine musikalische Vielfalt und Bandbreite, besitzt er die Fähigkeit, jeden Stil so authentisch wie möglich zu spielen, egal ob andalusische, arabische, afrikanische oder lateinamerikanische Rhythmen. Somit ist er weltweit mit Stars wie z.B. Sting, Dominic Miller, Herbie Hancock, Al Di Meola, Placido Domingo, Annie Lennox, Xavier Naidoo, oder Herbert Grönemeyer auf Tournee. „Marocuba“ Im Sommer 2013 trifft Rhani Krija erstmals Marialy Pacheco und beide Musiker verstehen sich auf Anhieb – menschlich, wie auch musikalisch. Sofort war klar, daß Rhani Krija auf dem neuen Album „Introducing“ von Marialy Pacheco seinen ganz eigenen musikalischen Stil zu Pacheco’s Kompositionen und Arrangements beitragen soll. Gesagt  - getan: kurzerhand kommt Rhani Krija zu sen Studioaufnahmen dazu und spielt als „special guest“  bei den Titeln „Metro“ und „Cambodian Smiles“ mit. Um es mit den Worten von Marialy Pacheco zu beschreiben: „Diese einzigartige Kombination macht einen ganz frischen, neuen Sound und Stil aus – das Ergebnis ist eine Mischung aus traditioneller, kubanischer Musik, afro-marokkanischen Rhythmen, zeitgenössischem, europäischem Jazz und groovigen Clubsounds“. 26.11. Zapp4 feat. Jan Bang Donnerstag, 26. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Zapp4 aus Holland ist eines der groovendsten und vitalsten Streichquartette der Jazzszene. Es trifft auf den hochmusikalischen Remixer Jan Bang aus Norwegen. ZAPP4 Jesper le Clerc - Violine Jeffrey Bruinsma - Violine Oene van Geel - Viola Emil Visser - Cello feat Jan Bang - Electronics Zapp4 ist eine Band, deren Besetzung zunächst einmal aussieht wie ein normales Streichquartett. Sie kombiniert Groove, Improvisation und Fantasie mit leidenschaftlichen Soli. Live sind sie absolut pänomenal: sie interagieren mit Hochgeschwindigkeit und haben ein unglaubliches musikalisches Spektrum. Aber wie wild oder mild sie auch werden, ihre Musik hat immer auch eine poetische Seite. Und alle vier Mitglieder tragen kompositorisch zum Repertoire des Quartetts bei. Die Einzigartigkeit der Gruppe und ihr breites Repertoire macht sie beliebt bei einem großen Publikum aller Sorten von Musikliebhabern. Jeder Zuhörer geht nach einer Performance von Zapp4 garantiert mit einem breiten Lächeln und frisch durchgespülten Ohren aus dem Saal. Die erste Zusammenarbeit von Zapp4 mit dem Norwegischen live Sampling-Zauberer Jan Bang, beim Festival November Music 2013 war ein großer Erfolg. Die Grenzen zwischen akustischen Instrumenten und Elektronik verschmolzen zu einem neuen Universum, in dem Zapp4 und Bang eine Geschichte erzählen, die vom Anfang bis zum Ende faszinierte. Ein neuer Höhepunkt dieser Zusammenarbeit waren die 2 Konzerte während des 2014er Punkt Festivals in Kristiansand/Norwegen, dessen Gründer und artistic director Jan Bang ist, und im April dieses Jahres während des Banlieues-Bleues-Festivals in Paris. “Ein verführerisches Quintet”, (Fiona Talkington, BBC Radio3) “
"Geniale Streicher (...) Zapp4 springt in die Tiefe ohne Netz." 27.11. Lutz Görner | Nadia Singer Freitag, 27. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 28 Euro (ermäßigt 12 Euro für Schüler und Studenten) Hier geht es zu den online-Tickets Nach ihrer erfolgreichen italienischen Nacht im Mai dieses Jahres kehren der Rezitator Lutz Görner und die Pianistin Nadia Singer mit Heinrich Heines Briefen an Giocomo Meyerbeer in den Sendesaal zurück. Heinrich Heine schreibt Briefe an Giacomo Meyerbeer Musik von Giacomo Meyerbeer Briefe von Heinrich Heine Lutz Görner - Rezitation Nadia Singer - Klavier 1975, in seinem ersten Leben als Rezitator, hat Lutz Görner auf seine Weise versucht Heinrich Heine wieder ins Bewusstsein zu rücken. Jetzt, vierzig Jahre später, versucht er in seinem zweiten Leben als Initiator und Moderator von Klavierabenden Giacomo Meyerbeer seine Reverenz zu erweisen und ihn wieder zu entdecken. Lutz Görner wird in seinem neuen Programm begleitet von der 23-jährigen Ausnahmepianistin Nadia Singer. Sie ist erste Preisträgerin des Internationalen Rachmaninow Wettbewerbs in Frankfurt am Main und wenn man der Presse glauben kann, ‘auf dem Sprung zur Weltkarriere‘. Nadia Singer spielt Musik aus Meyerbeers Opern Robert der Teufel, Die Hugenotten und Der Prophet allesamt in der Klavierversion von Franz Liszt. Mit diesen Opern war Meyerbeer der meistgespielte Komponist des 19. Jahrhunderts. Heine schrieb in einem Brief an ihn: Lieber großer Freund, es war gestern Abend ein wunderbarer Abend. Alle Herzen schienen erschüttert. Das war Musik. Ich werde nicht aufhören, Sie zu lieben und zu bewundern. Ihr Heinrich Heine Eine Veranstaltung der Konzertagentur Karin Kulmer 28.11. Songs And Whispers Special: ECHO BLOOM und ODI Samstag, 28. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 18 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das alljährliche Songs & Whispers Special bringt in diesem Jahr ECHO BLOOM aus den USA und die Singersongwriterin ODI aus Irland. ODI - Gesang und Gitarre Dave Redfearn - Gitarre, Harmonika ODis Stimme bedient ein breites Spektrum und ist von einer mächtigen aber auch ergreifenden Qualität. Ein wundervoller Mix aus freundlich, irisch gefärbtem Gesang und gefühlvollen Refrains, der den Zuschauer berührt und ihn voll mit einbezieht. ODi vereint Joan Armatradings Pathos, Beth Ortons Auge für das Schrullige und Didos 'Bett sitz' Romantik zu ihrem eigenen einzigartigen und fesselnden Sound. 2012 wurde sie von bedeutenden Musikpersönlichkeiten als eine der Topacts im Rahmen der olympischen Spiele gewählt, bei denen sie auftrat. 2011 gewann sie bei den UK Exposure Music Awards den Preis als beste weibliche Sängerin. ECHO BLOOM Kyle Evans - Gesang Aviva Jaye - Altstimme und Klavier Steve Sasso - Tenor und Banjo Jason Mattis - Bass Josh Grove - E-Gitarre Nach endloser Pendelei zwischen Washington D.C., Los Angeles und San Francisco findet Kyle Evans, Gründer von Echo Bloom in Berlin letztendlich seine Muse. Komplett in deutscher Kultur versunken, lässt Evans sich von staubigen Bibliotheken an der Spree und langen, einsamen Fahrradtouren durch die Stadt inspirieren. Er schließt sich monatelang in einem Apartment ein und nutzt die Isolation um sich auf seine Arbeit zu fokussieren. Schließlich verlässt er Deutschland mit Material für drei Alben. Da jedes Album für sich in ein anderes Genre passt, beginnt Evans sie als verschiedene Jahreszeiten, verschiedene Länder und schlussendlich als verschiedene Farben zu betrachten. „Blue“ ist das Folk-orientierte Album in der Reihe, „Red“ lässt sich in den Country-Rock einordnen, während „Green“ als klassische Popmusik zu bezeichnen ist. Schließlich schlägt Evans Wurzeln in Brooklyn und nimmt dort das erste Album „Blue“ auf. Die vielschichtig komponierten und sorgfältig eingespielten Songs spiegeln seine Liebe zum 1960er Surfrock wieder und eine tiefe Leidenschaft für Rodgers and Hammerstein-Musicals wider. Heute ist Echo Bloom das Quintett, mit dem Evans 2014 Europa besuchen wird. 29.11. amaryllis 3X3: Amaryllis Quartett Sonntag, 29. November 2015 | 17:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 10 Euro für Schüler und Studenten) Hier geht es zu den online-Tickets Das Amaryllis Quartett zeigt im "Spiel" zwischen vier und fünf Streichinstrumenten (+ Barbara Buntrock - Viola) vielfältige klangliche Möglichkeiten. Amaryllis Quartett Gustav Frielinghaus - 1. Violine Lena Sandoz - 2. Violine Lena Eckels - Viola Yves Sandoz – Violoncello + Barbara Buntrock - Viola "Spiel" Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett C-Dur KV 516 Witold Lutosławski: Streichquartett (1964) Johannes Brahms: Streichquintett G-Dur op. 111 Wie vielfältig die klanglichen Möglichkeiten sind, die sich eröffnen, wenn man zu der klassischen Quartettbesetzung eine zweite Bratsche hinzunimmt - das lässt sich an diesem Abend wunderbar beobachten. Während Brahms in seinem G-Dur-Quintett in fast schon sinfonischer Klangfülle schwelgt, nutzt Mozart die verschiedensten Instrumentenkombinationen, um seinem C-Dur-Quintett einen ungeahnten Farbenreichtum und spielerische Leichtigkeit zu bescheren. Lutoławski dagegen spielt in seinem Streichquartett mit zufälligen Kombinationen von Motiven und schafft dadurch immer neue Klangeffekte. Das Amaryllis Quartett zählt nach großen Wettbewerbsgewinnen und der ECHO Klassik Auszeichnung 2012 zu den besten Quartetten seiner Generation. Im Sendesaal produzierte das Quartett seine erfolgreichen CDs "Red" und "Green". Unter dem Motto 3x3 gestaltet das Amaryllis Quartett eine Streichquartett-Reihe mit drei Konzerten pro Saison in Hamburg, Lübeck und Bremen. Durch Erwerb eines Abonnements erhalten Sie Karten für die drei Konzerte der Reihe amaryllis 3x3 zum Preis von zwei Veranstaltungen. Eine Veranstaltung der Freunde des Amaryllis Quartetts e.V. 30.11. JSO-Bremen-Nord meets Montag, 30. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 12 Euro (ermäßigt 6 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Mit einem spannenden Programm kommt das Jugendsinfonieorchester Bremen Nord wieder in den Sendesaal: JSO meets Carpe Noctem - das ist eine "String Metal"-Band aus Jena, besetzt mit Violine, 2 Celli, einem E-Bass und Schlagzeug. JSO Bremen Nord und Carpe Noctem: Friedrich Busch - Violine Martin Steicher - Cello Cornelius Wagner - Cello Sascha Dobschal - Bass Daniel Cebulla - Schlagzeug Leitung: Martin Lentz Wieder treten die vielseitigen Musiker des JSO-Bremen Nord mit einem ganz besonderem Projekt auf die Bühne des Sendesaals. Gemeinsam mit "Carpe Noctem", das sind 5 junge Musiker aus Jena, die sich, inspiriert u.a. von den finnischen Cellisten "Apokalyptika" aufgemacht haben, den "String Metal" zu erfinden. Die Besetzung mit einer Geige und 2 Celli zeugen vom klassischen Hintergrund der Musiker. Unterstützt und angetrieben werden sie dabei von Schlagzeug und E-Bass. Große Linien und harte Grooves erwarten die Hörer, in Szene und Klang gesetzt vom JSO-Bremen Nord und von überraschenden klassischen Intermezzi unterbrochen. Weitere Infos zur Band: http://www.carpenoctemband.de/index.php?type= news Eine Veranstaltung des JSO Bremen-Nord Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de. Call Send SMS Call from mobile Add to Skype You'll need Skype CreditFree via Skype Call Send SMS Call from mobile Add to Skype You'll need Skype CreditFree via Skype
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
18x
yasni 25.10.15  +  

Griechenland - Lehren aus der Niederlage

Zur Niederlage der Linken in Griechenland äußern sich Linke außerhalb Griechenlands oft sehr gewunden. Man wolle aus der sicheren Entfernung keine wohlfeilen Ratschläge geben oder gar Noten verteilen. Auch sei man im eigenen Land ja noch weit hinter der Stärke des linken Lagers in Hellas zurück. Schließlich sei die Niederlage keineswegs allein eine der Linken Griechenlands, sondern der gesamten Linken Europas. Alle diese Vorbehalte und Bedenken treffen zu. Von Deutschland aus, mit Kranken- und Arbeitslosenversicherung und Hartz IV, ist es, trotz der subjektiv beschissenen Lage, relativ wohlfeil, die Griechinnen und Griechen anzutreiben im Kampf gegen Austeritätsmaßnahmen. Und in der ganzen Eurozone gibt es 18 neoliberal ausgerichtete Regierungen, nur die eine linke - von Syriza geführt - in Griechenland. Und in der Tat hat die Linke Europas noch viel eklatanter verloren als die in Griechenland. Syriza hat von Anfang darauf gesetzt, darauf setzen müssen, dass sich europaweit eine soziale, politische Bewegung entfalten muss, um ihre Chancen auf die Abwehr des Austerity-Diktats aus Brüssel zu wahren. Diese Bewegung hat es nicht gegeben. In München sind 40.000 Menschen marschiert gegen TTIP und letztes Wochenende waren es in Berlin 250.000. Das ist hervorragend. Es muss aber zu denken geben, wenn bei uns bei jeder Demo für gesunde Ernährung, soziales Wohnen und solare Energie weit mehr Menschen demonstrieren als für Solidarität mit Griechenland und ein Ende der von Brüssel und Berlin diktierten Austeritätspolitik. Hier liegt die Schwäche der europäischen Linken, dass sie in ihren jeweiligen Ländern kaum Bewusstsein schaffen konnten, dass an Griechenland ein Exempel statuiert wird, dass Politik in allen Euro-Ländern nach dem Austeritäts-Muster à la Griechenland durchgeführt wird. In Griechenland wurde die reaktionäre Zukunft aller Euro-Länder fortgeschrieben. Jede Niederlage Griechenlands ist eine schlimme Hypothek auf die Zukunft von allen. In Griechenland gab es bei den Wahlen im September noch mal einen Kick für eine soziale, von Brüssel unabhängige Zukunft. In keinem anderen Land der Eurozone wäre das möglich, auch nicht in Spanien. Und dennoch müssen die gravierenden Fehler von Syriza und von uns anderen diskutiert werden. Es geht um die Schwäche eines Reformismus, der die Möglichkeiten, innerhalb vorhandener Kräfteverhältnisse linke Ziele zu erreichen, überschätzt und gleichzeitig die Mobilisierungspotenzen des kapitalistischen Gegners unterschätzt. Dies war das Grundproblem von Syriza. Einer ihrer Vertreter, Giorgos Chondros, schätzt ein: Unsere Strategie basierte auf der Annahme, dass wir unter den gegebenen Kräfteverhältnissen in der Eurozone einseitig die Austeritätspolitik würden abschaffen können. Unsere Taktik basierte darauf, dass unsere Gegner es nicht wagen würden, uns aus dem Euro zu werfen, weil sie dann ein Vielfaches draufzahlen würden. Beide Annahmen, sagt das Mitglied des Zentralkomitees von Syriza, waren falsch. Sie waren falsch, und diese Falschheit hatte dramatische Folgen. Weil Syriza es für aussichtslos hielt, einen Zwei-Frontenkrieg gegen die EU-Gewalten und die einheimische Oligarchie zu führen, verzichtete man auf den frontalen Angriff auf die Reichen und Mächtigen im eigenen Land. Dies tat man im Glauben, man käme auf der Kampf-Front mit den EU-Gewalten zurecht. Was ein absoluter Fehler war, denn die linke Athener Regierung hatte sich auch in der taktischen Annahme, ein Rausschmiss Griechenlands aus der EU/Eurozone käme dem europäischen Kapital zu teuer, komplett geirrt. Bei der Aufrechnung der Kosten eines Grexits gegen den linken Impuls, der von einem erfolgreichen Aufbäumen Syrizas gegen das Brüssel-Diktat ausgehen würde, war das europäische Kapital sich schnell einig, den Griechen müsse diese Lektion für alle mit der nötigen Wucht erteilt werden: Aus der neoliberalen EU-Anstalt gibt es kein linkes Entkommen. Anstatt sich auf die Bekämpfung der einheimischen Oligarchie, auf den Kampf mit der EU und auf die weitere zivilgesellschaftliche Selbstorganisierung zu konzentrieren - auf diesem Gebiet war viel geleistet worden, von Mieten und Wohnraum bis hin zur Gesundheitsversorgung - verausgabte die Syriza-Regierung den Großteil ihrer Kräfte im schließlich erfolglosen Verhandlungspoker mit der EU. Zum Kampf mit der EU hätte eine Mobilisierung der europäischen Zivilgesellschaft gehört. Dass diese ausblieb, ist zwar in erster Linie auf das Versagen der Linken in den europäischen Ländern zurückzuführen, hat aber auch seinen Grund in der Strategie von Syriza. Indem sie sich einließ auf das Ziel "optimaler Verhandlungen", räumte sie den Sprengsatz aus dem Weg, der einer linken europäischen Bewegung hätte Dampf machen müssen und können: die Entschlossenheit der Griechen, die Bedingungen des Spar-Diktats nicht hinzunehmen. In allen Abstimmungen hat eine eindeutige Mehrheit der GriechInnen diese Entschlossenheit dokumentiert. Doch Syriza stellte in den Mittelpunkt ihrer Politik jetzt die kluge, ehrliche, clevere Verhandlungsführung mit der EU. Dies hatte in Griechenland die schrittweise Lähmung der gesellschaftlichen Bewegung von unten zur Folge und half in Europa, dass eine zivilgesellschaftliche Bewegung für ein anderes Europa nicht entstand. Die Niederlage in Griechenland ist auch in diesem Sinne eine Niederlage für die europäische Linke. Was ist jetzt zu tun? Wie kann die Linke aus der Niederlage zurückfinden in eine Position des Vormarschs? Varoufakis hat zusammen mit Stuart Holland und James K. Galbraith Anfang des Jahres schon mal gezeigt, wie es nicht funktionieren kann. Ihr "Bescheidener Vorschlag zur Lösung der Eurokrise" potenziert die Probleme der alten Strategie. Sie wollen der Gegenseite, dem globalen EU-Kapital, erklären, wie man sich gemeinsam der Probleme entledigen kann. Ihre Vorschläge zur Bankenkrise, Schuldenkrise, Investitionskrise und sozialen Krise haben durchweg die Aura des Absurden. Ihr Ausgangspunkt ist der Appell, es sei "die moralische und politische Pflicht der EU, so schnell wie möglich zu handeln, um die Grundbedürfnisse der europäischen Bürger zu befriedigen". Dann kommen eine Menge technischer Hinweise, wie man die Target2-Salden besser nutzen könnte, also die Ungleichgewichte im Europäischen System der Zentralbanken. Dass dies völlig nebensächlich ist, dass es um die Frage des politischen Zugriffs auf die Macht in Europa geht, ob die TNK (Transnationalen Konzerne) total kontrollieren, oder ob die Zivilgesellschaft an Einfluss gewinnt, kommt in dem Buch nicht vor. Völlig anders nähert sich dieser Frage ein Plan A und B, den Varoufakis, Konstantopoulos, Mélènchon, Fassina und Lafontaine jüngst vorgestellt haben. Die Autoren sehen in dem Vorgehen der Europäischen Zentralbank, die Schließung der griechischen Banken zu erzwingen, bis die Athener Regierung eine neue Version eines mehrfach gescheiterten Programms akzeptiert hat, einen "Finanz-Staatstreich", der deshalb durchgezogen wurde, "weil das offizielle Europa die Idee nicht ertragen konnte, dass ein Volk, das unter einem zerstörerischen Austeritätsprogramm leidet, es wagt, eine Regierung zu wählen, die entschlossen ´Nein´ sagt." Die Europäische Union ist, stellen diese Linken aus Griechenland, Frankreich, Italien und Deutschland fest, zu einem Werkzeug geworden, "um demokratische Kontrolle über Produktion und Verteilung auszuhebeln". Um dieses "Europa" zu überwinden, schlagen die Initiatoren den "Plan A" vor: "Wir werden alle in unseren Ländern, und alle zusammen überall in Europa, auf eine vollständige Neuverhandlung der europäischen Verträge hinzuarbeiten." Bis diese Neuverhandlung erreicht ist, gilt der "Plan B": "(Wir) beteiligen uns in einer Kampagne des europäischen zivilen Ungehorsams gegenüber willkürlichen, europäischen Praktiken und irrationalen `Regeln` an den Kämpfen der Europäerinnen und Europäer überall in Europa." Die beiden wichtigsten Lehren aus der Niederlage in Griechenland sind damit gezogen: Es geht nicht in erster Linie um möglichst geschickte Verhandlungen mit der heute herrschenden Elite, sondern um die Änderung des Verhältnisses der Kräfte zwischen diesen Eliten und den von ihnen beherrschten Subalternen. Die Entwicklung der Kraft der heute Subalternen muss ansetzen an der Organisation der Zivilgesellschaft gegen die Zumutungen der EU-Staatlichkeiten und an der Entwicklung alternativer demokratischer Formen der Befriedigung elementarer Bedürfnisse. Das muss weit hinausgehen über die Frage von Parallelwährungen, Austritten aus der Eurozone u.ä., wie sie von den Autoren der Pläne A und B vor allem erwähnt werden. Wir müssen erreichen, die drückenden Alltagsnöte der Menschen in den Zusammenhang mit der europäischen Krise zu stellen (Mario Candeias) und helfen, die Menschen zu den Akteuren ihrer Zukunft zu machen. Wie geht es in Griechenland selbst weiter? Syriza versucht, einen großen Teil der von der Troika auferzwungenen "Reformen" im Oktober/November dieses Jahres durchzuführen, wozu u.a. die Kürzung der Pensionen, die Anhebung des Pensionsalters, die Erhöhung von Massensteuern und die Abschaffung der Zuschüsse für Rentnerinnen und Rentner mit niedrigsten Pensionen gehören, also heftige Einschnitte bei den Bedürftigsten. Sollte die Syriza-Regierung "diesen Tsunami der laufenden Reformen" (Nikos Chilas) überstehen, wolle man sich Reformen jenseits des Memorandums zuwenden. Dies ist im gegebenen Rahmen eine Illusion. Im dritten Memorandum ist die Syriza-Regierung folgende Verpflichtung eingegangen: "Die Regierung verpflichtet sich, alle zur Verwirklichung der Ziele des Memorandum of Understanding erforderlichen Maßnahmen mit der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfond zu beraten und zu vereinbaren, bevor sie ausgearbeitet und rechtsgültig verabschiedet werden." Chilas gab seiner Analyse zur Lage Griechenlands nach der Wahl zu Recht den Titel: Syriza an der Regierung - Gläubiger an der Macht. Solange Syriza sich den Raum seiner Politik durch die Verdikte der Troika abstecken lässt - und Tsipras hat diesen Maßstab seiner Regierung als verbindlich vorgegeben - können von hier keine größeren Impulse für einem Umwälzung der Kräfteverhältnisse in der EU ausgehen. Es wird sich zeigen, ob und wie sehr das Einschwenken von Syriza in die Kommandostruktur der Troika - entgegen den Mehrheitsbescheiden der Bevölkerung - die Chancen der Linken in Europa beschädigt hat. Der erste große Test findet bei den Wahlen in Spanien im Dezember statt. http://isw-muenchen.de/2015/10/griechenland-l ehren-aus-der-niederlage/ v. 14.10.15 (Autor: Conrad Schuler)
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
18x
yasni 16.10.15  +  

Kapitulation vor 70 Jahren > Moderne Geschichtsumdeutung im Mai 2015: Kriegsgedenken oder Tanz mit der NATO?

Wenn mehrere geschichtliche Ereignisse auf einen Tag fallen, ist es schwer, allen gerecht zu werden und ihnen den angemessenen Rahmen zum Gedenken zu geben. Problematisch wird es allerdings, wenn die Geschichte umgedeutet wird.   Von Sabine Schiffer | 04.05.2015 14:27   Während am 8. Mai in Deutschland noch einigermaßen ein Bewusstsein dafür vorhanden ist, dass an diesem Tag vor 70 Jahren der Zweite Weltkrieg endete, halten andere das Gedenken hoch, dass man von „der Befreiung vom Faschismus“ sprechen müsse. Als genau dieser Tag und als Sieg im Großen vaterländischen Krieg wird der 9. Mai in Russland und den osteuropäischen Ländern gefeiert. Durch die Zeitverschiebung fiel der Zeitpunkt der Unterzeichnung der Kapitulation spät am Abend vor 70 Jahren in Reims für Russland auf den 9. Mai – und erst am 9. Mai deutscher Zeit wurde die letzte Unterschrift in Berlin geleistet. Nicht nur die Rote Armee, auch die Bevölkerungen Osteuropas bezahlten den größten Blutzoll im Zweiten Weltkrieg.   Und nun versucht nicht nur der ukrainische Ministerpräsident Jazenuk diese Fakten umzudeuten. Bei einem seiner Besuche in Deutschland konnte er unwidersprochen behaupten, dass die aktuellen Ereignisse in der Ostukraine denen im Zweiten Weltkrieg ähnelten und man in Russland den Aggressor sehen müsste, während die ukrainischen Faschisten in Kooperation mit den Deutschen dagegen gehalten hätten. Das verkehrt die Tatsachen und klittert die Geschichte. Einseitige Debatten um das Kriegsende   Aber insgesamt tragen die betont einseitigen Debatten um das Kriegsende, die zum Beispiel die Vergewaltigung deutscher Frauen allein schwarzen US-Amerikanern und der Roten Armee zuweisen, ihren Teil dazu bei, dass das Gedenken der Befreier vom Faschismus einen starken Westdrall erhält. Und nun setzt die Bundeswehr und mit ihr die Bundesregierung noch eins oben drauf und geht soweit, dass das Gedenken vollkommen umgedeutet werden könnte.   Zum 70. Jahrestag der Kapitulation NAZI-Deutschlands, um den es schon Streit wegen der Nichtteilnahme Angela Merkels an den Feierlichkeiten in Moskau gab, wird in diesem Jahr nicht Russland, sondern der Bundeswehr und der NATO gedacht. Man lädt zum Ball mit 5-Gänge-Menü ins Palais am Funkturm zu Berlin, um den 60. Geburtstag des Beitritts der Bundeswehr zur NATO zu feiern. Toll.   Offensichtlich ist das nötig, um den Kriegskurs fortsetzen zu können, auf dem wir uns seit nunmehr 16 Jahren befinden. Die NATO-Doktrin 1999 markiert den Wendepunkt, nachdem mit dem NATO-Krieg auf dem Balkan der Damm gebrochen war, der nach dem Zweiten Weltkrieg das Motto „Nie wieder Krieg!“ ausrufen ließ. Wie uns PR-Agenturen damals auf die Kriegsbeteiligung als „humanitäre Intervention“ eingeschworen haben, ist bei Jörg Becker und Mira Beham nachzulesen: „Operation Balkan – Werbung für Krieg und Tod“. Christlicher Klerus als Vorbild?   Lange vor dem 9. Mai wurde der 9. November vereinnahmt und damit schleichend umgedeutet. Durch den Fehler oder Plan des DDR-Funktionärs Günter Schabowski wurde die für den 10. November durch Egon Krenz geplante Maueröffnung bereits am Abend des 9. November ausgerufen. Seither droht das Gedenken des vielfach historisch belegten 9. November – allem voran wegen des antisemitischen Pogroms 1938 – in den Jubelfeierlichkeiten zur Deutschen Einheit unterzugehen.   Vielleicht hat man hier von der Geschicklichkeit des christlichen Klerus gelernt, alte heidnische Bräuche dadurch zu bekämpfen, dass man sie übernahm und in christliche Feiertage umwandelte. Gegen den Bundeswehrball und die Geschichtsklitterung am 9. Mai macht sich der zärtlich organisierte Widerstand eher bescheiden aus. Am Vormittag sollen am Ehrenmal für die russischen Soldaten in Treptow Blumen niedergelegt werden. Und zum Krachschlagen im wahrsten Sinne des Wortes lädt die Friedenskoordination auf den Hammarskjöldplatz ein – um 18 Uhr.   Auf Medienaufmerksamkeit darf man für beides kaum hoffen, schließlich sind die meisten Vertreter unserer imaginierten Vierten Gewalt konform mit der NATO-Doktrin oder verschweigen ihren Protest.   Dr. Sabine Schiffer leitet das "Institut für Medienverantwortung" in Erlangen und Berlin (mit frdl. Genehmigung veröffentlicht)
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
24x
yasni 06.05.15  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im Mai

Liebe Freunde des Sendesaales, .... und schon ist bald der Mai gekommen. Zeit, Sie vorher über unsere Veranstaltungen im Wonnemonat zu informieren. Sollten Sie um Pfingsten herum in Bremen sein, finden Sie bei uns ein reichhaltiges Konzertangebot, u.a. allein 4 Abende mit herausragenden Musikern aus den benachbarten Niederlanden, am 8.5. das Ensembe Fugara mit eher kontemplativer  Musik (als Gast dabei die Sängerin Simin Tander),  am 13. das Kollektiv Batik um den Pianisten Wolfert Brederode, am 14. ein Solokonzert mit der eindrucksvollen Harfenistin Lavinia Meijer u.a. mit Musik von Ludovico Einaudi, und am 29. das Trio des Pianisten Rembrandt Frerichs. Oder noch als kleiner Extratipp für den 9. Mai die sehr unterhaltsame österreichische Klarinettenkapelle Faltenradio. Nähere Informationen zu diesen und 7 weiteren Veranstaltungen finden Sie weiter unten. Kommen Sie gerne und zahlreich! Für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze Es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass die Verweilqualität vor und nach den Konzerten im Sendesaal sich durch das öffentliche Restaurant Geerdes am Sendesaal sehr erhöht hat. Geben Sie sich die Zeit. Ein Besuch lohnt sich. Das Geerdes ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Inhalt 06.05. Lutz Görner, Nadia Singer: Eine italienische Nacht 08.05. FUGARA feat: Simin Tander 09.05. Faltenradio 10.05. salonorchesterweimar 13.05. Musik aus Holland: Batik 14.05. Lavinia Meijer, Harfe 16.05. Rohrer/Erdmann/Möbus/Courtois 21.05. Saltarello: Alexander Kim 22.05. Cyminology 23.05. Shai Maestro Trio 29.05. Rembrandt Frerichs Trio 30.05. Sinfonia Insieme: Eindeutig Vielfältig 06.05. Lutz Görner, Nadia Singer: Eine italienische Nacht Mittwoch, 06. Mai 2015 | 19:30 Uhr | Tickets 28 Euro Nach ihrem erfolgreichen Beethovenabend im November letzten Jahres kehren der Rezitator Lutz Görner und die Pianistin Nadia Singer mit einer italienischen Nacht in den Sendesaal zurück. Eine italienische Nacht Musik und Texte von Rossini, Bellini, Liszt, Donizetti u. Boccaccio Lutz Görner – Rezitation Nadia Singer – Klavier NADIA SINGER Nadia Singer wird, wie bei den Beethovenabenden, auch mit „Italien“ das Publikum zum Staunen, zum Lächeln und zum Jubeln bringen. Nadia Singer, die seit zwei Jahren in Weimar lebt, kommt aus Rostow am Don, wo sie auch studierte und ihr Konzertexamen abgelegt hat. Betreut wird die junge Künstlerin vom berühmten St. Petersburger Pianisten und langjährigem Professor an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar, Grigory Gruzman, der sie innerhalb eines Jahres zum ersten Preis beim internationalen Rachmaninow-Wettbewerb in Frankfurt/M. geführt hat. Die Presse schrieb: „ Ihre ausgeprägte Musikalität verbindet Nadia Singer mit technischer Perfektion. Sie spielt kraftvoll, sinnlich, bildhaft, frech-frivol, spannungsreich, anregend, fantasievoll und virtuos.“ LUTZ GÖRNER Der ehemalige Rezitator versucht seit vier Jahren auch auf musikalischem Gebiet, seinen Zuhörern Freude zu bereiten und Klavierabende wieder für viele attraktiv zu machen. Nach Abenden mit Liszt, Chopin, Wagner und Beethoven hat er die Highlights der italienischen Musik ausgewählt und wird Franz Liszts Briefe aus und über Italien lesen. Ein Ereignis ganz besonderer Art im Zusammenspiel mit Nadia Singer. Eine Veranstaltung der Konzertagentur Karin Kulmer 08.05. FUGARA feat: Simin Tander Freitag, 08. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Kontemplative Musik aus Europa mit Paul van Kemenade (NL, Altsax), Tom Arthurs (UK, Trompete), Stevko Busch (D, Piano) und Markku Ounaskari (FI, Schlagzeug). Als Gast dabei: die Sängerin Simin Tander. Aus der Stille des Sendesaales heraus. FUGARA Tom Arthurs - Trompete Paul van Kemenade - Saxophon Stevko Busch - Piano Markku Ounaskari - Schlagzeug als Gast: Simin Tander - Gesang Fugara 1. (sufi): Menschen die nichts besitzen – und von nichts besessen sind 2. Orgelregister mit dem Klang einer Hirtenflöte Das Glühen im Zentrum Artikel von Henning Bolte Das Quartett des Pianisten Stevko Busch macht Musik mit Einflüssen aus unterschiedlichsten östlichen und westlichen Quellen, die von ihm und den anderen Musikern wohlerwogen gewählt und transformiert werden. Der Pianist erscheint eher als zurückhaltender Musiker, der seine Aufgabe hauptsächlich darin sieht, bei seinen Mitmusikern etwas auf den Weg zu bringen, das diese zum Strahlen bringt und das Zentrum der Musik zum Glühen. Sein Duo mit dem vielseitigen Altsaxofonisten Paul van Kemenade bietet die Keimzelle für die Art der Musik, die auf dem Album CONTEMPLATION zu hören ist. Busch und Van Kemenade verbinden hier die Spiritualität von Abdullah Ibrahims Musik mit der Inbrunst und Versunkenheit orthodoxer Klänge Russlands und anderer östlicher Quellen. Brachte Busch dabei Van Kemenade in eine neue Richtung, so öffnete Van Kemenade der Musik mit seinem bewegenden Saxofonton weiterreichende Klanghorizonte. Hieraus ergab sich eine natürliche Verbindung zu zwei Musikern, von denen jeder auf seine Weise diesen Horizonten Kontur verleihen kann und die Klanglandschaft in zusätzliche wunderbare Lichtschattierungen tauchen lässt. Dies gilt auf Bläserseite für den subtilen und beweglichen Trompetenklang von Tom Arthurs sowie auf der Seite der perkussiven Farbgestaltung für das melodiegerichtete Schlagzeug von  Markku Ounaskari. Beide Musiker tauchen hier in einen musikalischen Zusammenhang ein, der offen für wechselseitige Tönung ist. Diese entsteht aus den verschiedenen Komplementaritäten, etwa der beiden Bläserstimmen oder von Linienführung und Einbettung. Seit seinem Debut 2011 mit Markus Stockhausen hat FUGARA auf internationalen Festivals Erfolge gefeiert. Seit 2014 hat  der jüngere Tom Arthurs dessen Part übernommen, und erweitert damit das Spektrum der Gruppe mit seinem Spiel und seinen Kompositionen um feine Nuancen. 09.05. Faltenradio Samstag, 09. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Aus Österreich kommt diese so hochprofessionelle wie lustig kurzweilige Kapelle von Klarinettisten. Entertainment vom Feinsten! Faltenradio ist übrigens kein Radio zum Falten sondern ein anderer Ausdruck für Ziehharmonika - und die gibt es neben all den Klarinetten auch zu hören. FALTENRADIO Alexander Maurer- Klarinette, Baßklarinette, Harmonika, Perkussion Alexander Neubauer- Klarinette, Bassetthorn, Baßklarinette, Harmonika Stefan Prommegger - Gesang, Baßklarinette, Klarinette, Harmonika Matthias Schorn - Klarinette, Perkussion, Harmonika Lukas Beck - Fotos und Regie Klarinetten, wunderschön gespielt, berühren Sie wie menschliche Stimmen, singen klar und fein, tanzen virtuos und dann … ... dann setzt ein Faltenradio ein…und dann noch ein Faltenradio. Wild und gefährlich, romantisch und edel. Die vier jungen Männer wissen, was Stil hat, darum haben sie sich für ihr erstes Programm auch in einem Elektroboot ablichten lassen. Aber das ist eine andere Geschichte. Wer etwas über Musik weiß, kann bei Faltenradio noch mehr erfahren, miterleben und sogar ein Quiz gewinnen. Wer nichts von Musik versteht, genießt und lernt und genießt. (Regisseur Lukas Beck über Faltenradio) Kritiker und Zuhörer geraten bei Auftritten von Faltenradio gleichermaßen ins Schwärmen. Von „Musikantentum im allerbesten und allerersten Sinne“ ist die Rede, von „Musik, die in keine Schublade passt“ oder von einem „Flirt mit der Musikgeschichte, der anregender nicht sein hätte können“.Wieso hat das österreichische und deutsche Publikum über Jahrzehnte warten müssen, bis sich vier junge Burschen all den Themen, die Bildungspolitikern und Feuilletonjournalisten seit vielen Jahren unter den Nägeln brennen, annehmen? Zum Glück sind sie jetzt ja da, die vier Multiinstrumentalisten aus Salzburg und der Steiermark.Mit ihren bisher zwei Bühnenprogrammen „Faltenradio“ (2009) und „ZOO“ (2012) setzen sie völlig neue Maßstäbe. Die Instrumente werden gewechselt wie die Hemden, die vier Musiker sind eben alles: Kabarettisten, hochbegabte und gut ausgebildete Musikanten, in Volkstänzen bewanderte Akrobaten und allesamt Comedians, die für eine gute Bühnenshow die seltsamsten Positionen einzunehmen bereit sind.Gefeierte Auftritte führten die vier Musiker in den Wiener Musikverein, ins Wiener Konzerthaus oder ins Wiener Radiokulturhaus. Auf Reisen gastiert Faltenradio bei renommierten internationalen Musikfestivals wie Rheingau Musikfestival, Luzern Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Festival Allegro Vivo, Attergauer Kultursommer, Drumherum Regen, Horizonte Landeck, Güssinger Kultursommer, PalmKlang Oberalm oder Diabelli Sommer Mattsee. Faltenradio hat verstanden, dass die Volksmusik es wert ist, auf die  Bühne gebracht zu werden. Musik ist nicht weniger wichtig, nur weil sie aus der Tradition stammt. Und klassische Musik wird durchaus befruchtet und neu beleuchtet, wenn sie sich neben Jazz oder Klezmer platzieren kann. In diesem Sinne ist Faltenradio ein Ensemble mit im wahrsten Sinne des Wortes vier Global Playern, die an das Phänomen Musik glauben! „They serenaded, jazzed and rocked the Mozartsaal – always at the highest professional level.“ (ConcertoNet.com, Juni 2012) Faltenradio sind: ALEXANDER MAURER - Klarinette, Baßklarinette, Harmonika, Perkussion geboren 1985 in Salzburg – Musikstudien in München und Linz Unterrichtstätigkeit im Fach Diatonische Harmonika Moderator und Volksmusikant aus Leidenschaft ALEXANDER NEUBAUER - Klarinette, Bassetthorn, Baßklarinette, Harmonika geboren 1976 in der Steiermark – Musikstudien in Graz und Wien Klarinettist und Bassklarinettist der Wiener Symphoniker Genießer und Volksmusikant aus Leidenschaft STEFAN PROMMEGGER - Gesang, Baßklarinette, Klarinette, Harmonika geboren 1982 in Salzburg – Musikstudien in Salzburg und Linz Unterrichtstätigkeit am Musikum Salzburg Allrounder und Volksmusikant aus Leidenschaft MATTHIAS SCHORN - Klarinette, Perkussion, Harmonika geboren 1982 in Salzburg – Musikstudien in Salzburg und Wien Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker Workaholic und Volksmusikant aus Leidenschaft LUKAS BECK - Fotos und Regie geboren 1967 in Wien – freischaffender Künstler Lichtbildner und Regisseur aus Leidenschaft 10.05. salonorchesterweimar Sonntag, 10. Mai 2015 | 17:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 9 Euro) Berlin - Paris - San Francisco Das salonorchesterweimar setzt vielen bekannten, während des NS-Regimes vertriebenen oder ermordeten jüdischen Künstlern ein musikalisches Denkmal von wunderbarer Leichtigkeit. salonorchesterweimar: Boris Raderschatt - Gesang Justyna Niznik - Violine Franziska Frolik - Violine Klaus Wegener - Klarinette/Saxophon Stefan Rauschelbach - Klavier Martin Lentz - Kontrabass Jürgen Schneider - Schlagzeug Regie: Dominik Wilgenbus Eine unglaubliche Anzahl großartiger jüdischer Künstler ist während der NS-Herrschaft ermordet, ins Exil getrieben und ihrer Heimat, der deutschen Sprache, beraubt worden. Einer dieser fantastischen Textdichter war Fritz Löhner Beda, der unvergessenen Gassenhauern wie 'Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren' oder 'Ausgerechnet Bananen' den sprachlichen Odem einhauchte. Neben Schlagern von Interpreten wie Kurt Gerron, der in den zwanziger Jahren der erste Mackie Messer in Brechts Dreigroschenoper war, erklingen auch Melodien von Walter Jurmann, der als Person fast vergessen ist. Nicht so aber seine Lieder: 'San Francisco', die Hymne der kalifornischen Metropole und 'A message from the man in the Moon', welches Josephine Baker sang, werden vom salonorchesterweimar neu interpretiert. Unter den großartigen Komponisten, die Deutschland verlassen mussten, fanden sich aber auch bekannte Namen wie Friedrich Hollaender, Georg Kreisler und Werner Richard Heymann. In einer bunten, kontrastreichen und ebenso mitreißenden wie bewegenden Reminiszenz erinnert das salonorchesterweimar an diese kreativen Künstler, um ihnen ein musikalisches Denkmal zu setzen. Ohne Schwermut, sondern mit der Leichtigkeit und dem Charme jener wunderbaren kleinen Kunstwerke, die jedem Hörer noch immer ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Begleiten Sie das salonorchesterweimar auf seiner musikalischen Reise von Berlin bis nach San Francisco. Eine Veranstaltung von salonorchesterweimar 13.05. Musik aus Holland: Batik Mittwoch, 13. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das neue Kollektiv um den Pianisten Wolfert Brederode und den Schlagzeuger Joost Lijbart bringt meditative Musik in der Sendesaal. Batik Joost Lijbaart – Schlagzeug/Perkussion Wolfert Brederode - Piano Ed Verhoeff - Gitarre 
 Mark Haanstra - Bass Batik ist ein neues Kollektiv, das hervorgegangen ist aus dem Duo Lijbart und Brederode, welches bereits seit 2005 zusammenspielt. Wobei die Verschmelzung der Instrumente miteinander bei Batik eine neue Dimension gewinnt. Das zeigt sich auf dem neuen Album Headland, das inspiriert wurde von der Stoffkünstlerin Claudy Jongstra, die auf sehr spezielle Weise mit Wolle und Pflanzen und nur mit ihren eigenen Händen  durch filzen sehr lebendige Wandteppiche  herstellt. Es gibt kein besseres Symbol für das, worum es bei Batik geht. Das sagt die Presse über Headland ... The new quartet delivers a beauty of an album .. (4 Sterne, Jasper Jan Tamboer, Parool) …Just wonderful ... (4 Sterne, Gijsbert Room, De Volkskrant) So subtle ... and played with nuance that you get butterflies in your stomach ... (Mattie Poels, Music Frames) ... ein Fest für die Ohren ... (5 Sterne, Dutch Dagblad) 14.05. Lavinia Meijer, Harfe Donnerstag, 14. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Die niederländische Starharfenistin mit koreanischen Wurzeln, Lavinia Meijer, hat schon die Komponisten Philip Glass und Ludovico Einaudi mit ihren Bearbeitungen von deren Kompositionen ins Staunen gebracht. Lavinia Meijer - Harfe spielt Werke von Philip Glass, Erik Satie, Ludovico Einaudi u.a. Lavinia Meijer wurde 1983 in Korea geboren und 1985 von einer holländischen Familie adoptiert. Mit 9 Jahren begann sie Harfe zu spielen, zwei Jahre später studierte sie bereits am Konservatorium in Utrecht und später in Amsterdam. Sie gewann diverse Wettbewerbe in den USA, Frankreich, der Schweiz, Israel und Österreich und konzertiert in den großen Sälen der Welt wie der Carnegie Hall in New York oder dem Musikvereinssaal in Wien. Im Dezember 2014 debütiert sie in der Berliner Philharmonie. Neben dem klassischen Harfenrepertoire experimentiert Lavinia Meijer mit elektronischer Musik, Theatermusik, klassischer Moderne, Jazz und Pop. Einige Komponisten haben ihr Kompositionen gewidmet und Komponisten wie Philip Glass oder Tan Dun preisen ihre hohen technischen Fertigkeiten. Sie erreicht durchaus ein junges Publikum und spielt im traditionellen Concertgebouw in Amsterdam ebenso gerne wie im Rockschuppen Paradiso. 2009 bekam sie in Holland die höchste Auszeichnung für klassische Musiker, den Dutch Music Prize. 2011 folgte der Edison Award für ihr Album Fantasies & Impromptus. Ebenfalls 2011 unterstützte der Komponist Philip Glass persönlich Lavinias Einspielungen seiner Kompositionen für die CD Metamorphosis/The Hours, die höchstes Lob in der Presse erntete und Platinstatus erreichte. Im Funkhaus Nalepastrasse/Berlin nahm der renommierte Tonmeister Andreas Neubronner Lavinia’s CD Passagio mit Kompositionen von Ludovico Einaudi auf. Er produzierte dort auch das aktuelle Album Voyages mit Stücken von Maurice Ravel, Claude Debussy, Érik Satie und Yann Tiersen, das im März 2015 erscheint. 16.05. Rohrer/Erdmann/Möbus/Courtois Samstag, 16. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Der Schweizer Schlagzeuger Samuel Rohrer kommt in den Sendesaal zurück, um mit dem Saxophonisten Daniel Erdmann, dem Gitarristen Frank Möbus und dem Cellisten Vincent Courtois seine neue Produktion „Eleven Songs About Real Utopia“ vorzustellen. Daniel Erdmann -Saxophon Frank Möbus - Gitarre Vincent Courtois - Violoncello Samuel Rohrer - Schlagzeug Dieses Quartett setzt auf den reichhaltigen Schatz der jeweiligen musikalischen Erfahrungen seiner Mitglieder: Rocksounds, Jazzfeeling, Popmusik, Freie Improvisationen ebenso wie klassische Kompositionen - alles braut sich zusammen und führt klanglich organisch zu einer eigenwilligen stilistischen Synthese. Daniel Erdmann spielt sein Saxophon in der ihm eigenen Vielfalt bei doch klarer Identität. Cellist Vincent Courtois wechselt ebenso so schnell von Bogen zu Pizzicato wie von Basslinien zur Melodieführung. Frank Möbus jagt seine Gitarre durch ein ganzes Arsenal von Effektgeräten zu sphärischen Klängen oder heulenden Rocksounds. Co-Leader Samuel Rohrer steuert einige einfallsreiche Kompositionen zum Bandrepertoire bei. Er behandelt sein Schlagzeug als weit mehr als nur rhythmisches als ein melodisches Instrument, das alle dynamischen Möglichkeiten auslotet und sich elastisch und stets punktgenau in den Bandklang einbringt. Ulrich Steinmetzger schreibt zu dem neuen Album Eleven Songs About Real Utopia, das am 17. April 2015 erscheint: Auf dieser wieder imponierenden und nun schon dritten CD schreiben Daniel Erdmann, Samuel Rohrer, Frank Möbus und Vincent Courtois ihre schweizerisch-französisch-deutsche Geschichte fort. Diese Band ist ein Glücksfall. Ihr Spektrum ist breit, es setzt auf Gemeinschaft und nicht auf das Selbstdarstellerische des Einzelnen. Es ist eine gute Nachricht, dass die Band ihr Konzept schlüssig weiterentwickeln konnte. Mal schwelgerisch schwebend, dann wieder enorm zupackend, immer wach und fintenreich und voll von musikalischem Raffinement lädt das in offene Räume ein, die ausgeschritten und bedachtsam gefüllt werden. Die ersten beiden CDs hatten das Schwebende von Wolken im Titel als schöne Metapher für diese Klänge, in denen sich Komposition und Improvisation die Waage halten. Grunge-Einflüsse kann man ebenso hören wie ein kammermusikalisches Cello, auf- und abschwellende Gitarrenmorsezeichen ebenso wie ein emanzipiertes Schlagzeug als Melodieinstrument, das Saxofon kann Rhythmusfunktion übernehmen, aber auch erdig losgehen. Und vor allem spielt diese betörende Band nie am Hörer vorbei. Nun geht es um reale Utopien und den Sound dafür. Es geht nicht darum, ob der nun Jazz, Rock, Pop oder moderne Klassik heißt. Das tritt hinter das Staunen über diese ausgreifende und doch konzise Musik zurück. Es zählt der Gruppenklang, der sich mit erstaunlicher Tiefenschärfe entfaltet, immer schlüssiger wird und in unverbrauchter Weise Stimmungen, Nuancen und Details zum Abheben bringt, ohne allerdings die Bodenhaftung zu verlieren. Die Elastizität dieser mit Drive und Dramaturgie geknüpften Geflechte ist enorm, der Bandorganismus hat etwas Magisches. Aufgerauter Impressionismus in einer unverwechselbaren Formensprache: Jeder der Beteiligten ist in diversen Kontexten als außergewöhnlicher Instrumentalist gefeiert worden. Diese Musik hat das zur Voraussetzung, ohne es ausstellen zu müssen. Sie definiert auf wundersame Art dieses Mehr, das nur gute Kunst zu erzeugen vermag, und muss sich dabei nicht aufdrängen, viel zu bewusst ist sie sich ihrer Mittel. „Ungeahnte tonale Möglichkeiten“, bescheinigte ein Kritiker dem Debüt von 2011, ein anderer hörte „eigentümliche, bei aller Zartheit fesselnde Musik“ als „H.henflüge der verschiedensten Arten“, als „Ereignis“, als „enorm abwechslungsreiche  Gruppenverschränkungen. Erdig, detailprall, rockig, zeitgemäß.“ Der Hörer sei eingeladen, „sich von den coolen Songs das Herz wärmen zu lassen“. Exakt darum geht es. 21.05. Saltarello: Alexander Kim Donnerstag, 21. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro / 5 Euro) Den Saltarello Preis beim TONALi Grand Prix 2014 in Hamburg erhielt der koreanische Geiger Alexander Kim. Dies ist sein Preisträgerkonzert. Alexander Kim - Violine Boris Kusnezow - Piano Programm: Johannes Brahms: 3. Sonate Claude Debussy: Sonate Franz Waxman: Carmen-Fantasie u.a. Alexander Kim wurde 1992 in Südkorea geboren, kam 1996 nach Deutschland und hatte im Alter von 6 Jahren seinen ersten Geigenunterricht bei Herrn Houssam Mayas an der Westfälischen Schule für Musik in Münster. Von 2002 bis 2013 war er Jungstudent an der Musikhochschule in Münster bei Prof. Helge Slaatto. Seit 2013 ist er Student bei Prof. Antje Weithaas an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Weitere musikalische Akzente erhielt er durch Meisterkurse bei Rainer Kussmaul, Ana Chumachenko und Zakhar Bron. 2007 konnte Alexander Kim bei einem Jugendwettbewerb in Kopenhagen, ausgeschrieben von der dänischen Tageszeitung Berlinske Tidende, eine Goldmedaille gewinnen und wurde beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert in der Kategorie Alte Musik mit dem 1. Preis ausgezeichnet. 2010 gewann er beim Bundeswettbewerb „Jugend Musiziert“ in Lübeck den ersten Preis in der Kategorie Violine Solo. Ausserdem erhielt er im September 2012 den Förderpreis Rising Stars des Initiativkreises Mönchengladbach. Auf Empfehlung der Deutschen Stiftung Musikleben spielte er im Sommer 2012 beim Rheingau Musik Festival. 2014 war er Finalist beim „Tonali Grand Prix“ in Hamburg und erhielt zudem den saltarello-Preis. Boris Kusnezow Der Durchbruch des Pianisten Boris Kusnezow begann 2009 mit dem Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs. Zwei Jahre später feierte er sein Debüt in der Carnegie Hall und wurde für eine beeindruckende Interpretation („most impressive interpretation“) von der New York Times hoch gelobt. Boris Kusnezow erhielt erste Preise beim Steinway-Wettbewerb in Hamburg und in Berlin. 2009 war er Preisträger beim internationalen Wettbewerb Concours Grieg in Oslo und beim KlavierOlymp im Rahmen des Kissinger Sommers. 2011 wurde er mit dem ersten Pianistenpreis beim „Paula-Salomon-Lindberg“-Wettbewerb in Berlin ausgezeichnet. Im Jahr 2012 erhielt Boris Kusnezow gemeinsam mit der Geigerin Byol Kang ein Fellowship des renommierten britischen Borletti-Buitoni Trusts. Boris Kusnezow wurde 1985 in Moskau geboren und erhielt seinen ersten Klavierunterricht an der traditionsreichen Gnessin-Akademie. Seit 2004 studiert er bei Prof. Bernd Goetzke an der Musikhochschule Hannover. Dazu ergänzt Boris Kusnezow seine Ausbildung durch ein Studium der Liedbegleitung und Kammermusik bei Prof. Jan Philip Schulze und Prof. Markus Becker. Seine Konzerte führten Boris Kusnezow in zahlreiche europäische Länder sowie nach Asien, die USA und Südafrika. In Deutschland trat er unter anderem im großen Saal der Laeiszhalle Hamburg, im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, im Prinzregententheater sowie im Gasteig München und in der Berliner Philharmonie auf. Boris Kusnezow ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben sowie der Studienstiftung des deutschen Volkes. 22.05. Cyminology Freitag, 22. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das Quartett aus Berlin um die persischstämmige Sängerin Cymin Samawatie präsentiert seine neue CD Phoenix und bringt als Gast den Bratschisten Martin Stegner von den Berliner Philharmonikern mit. Cyminology Cymin Samawatie - Gesang Benedikt Jahnel -­ Piano Ralf  Schwarz -­ Bass    Ketan Bhatti -­ Schlagzeug Special Guest: Martin Stegner -­  Viola (Berliner Philharmoniker) Das Berliner Quartett Cyminology verbindet persische Lyrik und kammermusikalische, zeitgenössische Musik: Ost und West, Alt und Neu in berührender Synthese. Die subtile, doch dynamische und sanft pulsierende Musik der Gruppe (gegründet 2002) entsteht aus dem Klang der persischen Sprache heraus. „Phoenix“ (Frühjahr 2015) ist bereits die dritte Veröffentlichung der Band für das Münchner Label ECM. Cyminology wird auf diesem Album bereichert durch Gastmusiker Martin Stegner (Viola, Berliner Philharmoniker), der auch als special guest bei diesem Konzert dabei sein wird. In den Kompositionen von Cymin Samawatie verschmelzen die Klangfarben des Impressionismus mit der Lebendigkeit des zeitgenössischen Jazz. Sie vereint neue Kompositionsstrukturen mit Kammermusik, freie Improvisationen und Minimalismus mit persischer Lyrik von Rumi, Hafis und Khayyam. Das neue Album „Phoenix“ widmet sich vor allem der persischen Dichterin des 20. Jahrhunderts Forough Farrokhzaad. Cyminology erschafft einen Raum, in dem sich postmigrantische europäische Kultur in Musik und Poesie ausdrückt. Es ist ein spannungsreiches Erlebnis, Cyminology live zu hören und die einfühlsame Interaktion des Ensembles zu erleben. 23.05. Shai Maestro Trio Samstag, 23. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das Trio des israelischen Pianisten Shai Maestro, das im letzten Jahr bei der jazzahead! für Furore sorgte, mit neuem Album unterwegs. Shai Maestro Trio Shai Maestro – Piano Jorge Roeder – Bass Ziv Ravitz – Schlagzeug Als besonders spielfreudiger und einfallsreicher Pianist sorgt der in New York lebende Israeli Shai Maestro bereits in der Band des Bassisten Avishai Cohen international für großes Aufsehen. Nach fünf gemeinsamen Jahren auf den großen Bühnen der Welt trat er 2011 mit seinem eigenen Trio ins Rampenlicht und präsentierte sein Debüt-Album beim renommierten französischen Label Laborie Jazz. Shai Maestro, Jahrgang 1987, lernte ab fünf Jahren Klavier, gewann während und nach seinem Studium in Israel mehrere wichtige Preise sowohl für klassisches als auch Jazz-Piano und kommt nach seinem Studienabschluss mit einem Stipendium nach New York. Das junge Trio mit Musikern aus Brooklyns aktueller Jazzszene, seinem Landsmann Ziv Ravitz  (Zusammenarbeit  u. a. mit Lee Konitz,  Joe Lovano, Florian Weber und  Nicolas Simion) und dem peruanischen Bassisten Jorge Roeder (Zusammenarbeit u. a. mit Gary Burton, Roy Haynes, Steve Lacy und Kenny Werner) bereichert die Tradition des klassischen Jazz-Trios mit vielen eigenen Ideen. Ein starker Fokus auf dem Rhythmus und die vielschichtige Dynamik zeichnen sein Klavierspiel aus. Seine Musik verbindet Pop, Jazz und Improvisation. 
 Shai Maestro wurde international als eines der ganz großen neuen Glanzlichter unter den Jazz-Piano-Virtuosen gefeiert und bereits in 20 Länder eingeladen, um seine Musik zu präsentieren, u. a. bei den großen internationalen Jazzfestivals in  Paris (Jazz à la Villette und St.- Germain des Près), Marciac Jazz Festival, Nice Jazz Festival, Limoges (Festival Eclat d´Email), Chamonix (Cosmos Jazz Fest), Venezia Jazz Festival, Verona (Cantine dell´Arena), Padova Jazz Festival, Stockholm (Skansen Festival), Athen (Municipal Jazz Festival), Madrid Jazz Festival, JazzFestBrno, Ostende (Festival Storm), Saarbrücken (Jazz-Syndikat Festival), Jazzkaar Festival (Tallin, Estland), Montreal Jazz Festival, Sao Paulo (Jazz nos Fundos) und Belo Horizonte (Savassi Festival). Shai Maestros im Herbst 2013 vorgelegtes zweites Album „The Road To Ithaka stellte er im Herbst 2013 und Frühjahr und Sommer 2014 in Europa, Nordamerika und Japan auf großen mehrwöchentlichen Release-Tourneen vor. Das dritte Album des Trios wird im März 2015 ebenfalls wieder bei Laborie Jazz erscheinen. 29.05. Rembrandt Frerichs Trio Freitag, 29. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Zum wiederholten mal im Sendesaal: das Trio des lyrischen Pianisten Rembrandt Frerichs aus den Niederlanden. Rembrandt Frerichs Trio Rembrandt Frerichs - Piano Guus Bakker - Bass Vinsent Planjer - Schlagzeug Rembrandt Frerichs ist ein Pianist mit weitem Horizont. Er ist vertraut mit der amerikanischen Jazztradition, will aber ausgetretene Pfade vermeiden. Es inspiriert ihn sowohl die klassische europäische Musik als auch seine Leidenschaft für arabische Musik, die er in einem 2-jährigen Ägyptenaufenthalt entwickelte. Der jetzt 34-jährige machte mit 23 sein Debut beim North Sea Festival und studierte sowohl in New York als auch in Holland. Bereits sein Debutalbum 2007 wurde für den Edison Award nominiert. 30.05. Sinfonia Insieme: Eindeutig Vielfältig Samstag, 30. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 10 Euro (ermäßigt 10 Euro / 5 Euro) Hochschulorchester der HfK Bremen Solisten:  Han Tol, Harrie Starreveld und andere Leitung:    Thomas Klug Das Semesterkonzert des Hochschulorchesters der HfK Bremen steht unter dem Motto 
„eindeutig vielfältig“. 
Als Orchesterwerk wird die fünfte Sinfonie von Franz Schubert erklingen, die Flötisten Han Tol und Harrie Starreveld werden ein Doppelkonzert von Telemann spielen. Es gibt Jazz und auch noch ein zeitgenössisches Werk. Das genaue Programm finden Sie auf unserer Website www.sendesaal-bremen.de unter Konzerte. Eine Veranstaltung der Hochschule für Künste Bremen Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
18x
yasni 30.04.15  +  

Jetzt bewerten

(157)
 157 Bewertungen 
5 Sterne (140)
4 Sterne (13)
3 Sterne (4)
2 Sterne (0)
1 Stern (0)

Ihre Verbindung zu Wieland von Hodenberg

Ich
Ich
Wieland von Hodenberg @ Solidarische Hilfe e.V., 28277 Bremen
Wieland

Sie haben noch kein Exposé bei Yasni.

Wichtige Personen: Heute - Übersicht / Namen: Heute - Übersicht / Person-Suchen: Heute - Übersicht
+1