Noch nicht bei Yasni?
Jetzt Exposé schalten
Anmelden

November im Yasni Exposé von Wieland von Hodenberg

Besucher
(32561 seit 13.06.2008)

Person-Info

192
Kriege weltweit ächten! Atomwaffen abschaffen! Alle AKW stilllegen!
Homepage: hodenberg.de
Spitzname: "Einstein", Land: Deutschland, Sprache: Deutsch
Ich biete: Friedensaktivist und Autor, auch verantwortl. für Pressearbeit - / Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, Bleiberecht für Flüchtlinge, Schutz für Deserteure vor Verfolgung und Einsatz für die universellen Menschenrechte. Außerdem Liebhaber klassischer Musik, Barockmusik, Jazz und Literatur. Sportlich: Tourenradler mit viel Langstreckenerfahrung - und Frischluftfanatiker!
Wieland von Hodenberg @ Solidarische Hilfe e.V., 28277 Bremen

2 Bilder von Wieland

Bilder werden geladen...
1 - 2 von 2
Wieland von Hodenberg - Wieland von Hodenberg
Juni 08  +
Wieland von Hodenberg - Wieland von Hodenberg
Okt 10  1

1094 Informationen zu Wieland von Hodenberg

Flüchtlinge und die Arbeitswelt / > Ungenutzte Potenziale

BREMEN taz | Seit 2013 hat sich die Zahl der im Land Bremen als arbeitssuchend registrierten Flüchtlinge verdoppelt – auf derzeit gut 6.400 Personen. Sowohl bei den Zahlen für Bremerhaven wie auch für Bremen-Stadt fällt dabei auf, dass der Zuwachs arbeitssuchender Frauen geringer ausfällt als bei den Männern. Aus Sicht der CDU tut der Senat deutlich zu wenig, um die Integration der Geflüchteten in den Arbeitsmarkt voranzubringen. Der Senat dürfe sich nicht, sagt die flüchtlingspolitische Sprechern der CDU, Sigrid Grönert, auf den Standpunkt zurückziehen, „die Arbeitsagentur wird das schon richten“. Auch das Engagement der Wirtschaft, Arbeits- oder zumindest Praktikumsplätze bereitzustellen, brauche stärkere Unterstützung. Bislang haben rund 200 Bremer Betriebe an die 700 Angebote gemacht. Konkret fehlt aus Sicht der CDU ein fester Ansprechpartner im Wirtschaftsressort, der Initiativen und Kontakte bündelt. „Das kann man nicht allein den Kammern überlassen“, sagt Grönert, „als Land und als Kommune hat man da eine Aufgabe.“ Welche Aufgabe, wird innerhalb des Stadtstaates offenbar sehr unterschiedlich aufgefasst. Während Bremerhaven systematisch erfasst, welche Abschlüsse die dort ankommenden Geflüchteten haben, ist das in Bremen-Stadt nicht der Fall. Ein besonderes Problem ist allerdings die Dauer der Berufsanerkennungen. Die Verdoppelung der Zahl der Arbeitssuchenden seit 2013 steht hier eine weitgehende Stagnation gegenüber: 2013 gab es 121 Anerkennungen ausländischer Abschlüsse, 2014 und 2015 waren es kaum mehr, hinzu kommen insgesamt 371 „Teilanerkennungen“ – ein Nadelöhr, in dem die berufliche Integration stecken bleibt. Gar nicht erfasst ist, wie viele Existenzgründungsberatungen es bereits für Geflüchtete gab. „Einem Erfahrungswert zufolge“, erklärt das Wirtschaftsressort jedoch, „werden Flüchtlinge nur in Einzelfällen hinsichtlich einer Existenzgründung beraten.“ Im Gegensatz zu deutschen Berufsschülern seien Flüchtlinge „oft hoch motiviert“, betont Grönert. Sie fordert daher eine Ausweitung der Altersobergrenze der Schulpflicht von derzeit 18 auf 21 Jahre, wobei diese „Pflicht“ dann als Beschulungsrecht wirksam wäre: Wenn beispielsweise 19-jährige Syrer den zweijährigen Vorkurs absolviert haben, sind sie raus aus dem obligatorischen staatlichen Bildungssystem – und haben es entsprechend schwerer, einen Berufsschulplatz zu bekommen. Wer einen solchen Platz ergattert hat, muss mit weiteren Schwierigkeiten zurechtkommen: „Zahlreiche Flüchtlinge scheitern in der dualen Ausbildung an den Anforderungen der Berufsschule“, resümiert der Senat. Grönert schlägt daher vor, „Prüfungen in der Muttersprache“ anzupeilen, zumindest in technischen Bereichen. SIGRID GRÖNERT (CDU) „Als Land und als Kommune hat man da eine Aufgabe“ Ein noch weitgehend ungenutztes Integrationsinstrument ist der Bundesfreiwilligendienst. Von den 429 in Bremen im Rahmen eines „Sonderkontingents mit Flüchtlingsbezug“ zu vergebenden Plätzen sind ausweislich der Statistiken des Senats nur 56 besetzt. Spezielleren Zuschnitt haben die „Arbeitsgelegenheiten“, die das „Asylbewerberleistungsgesetz“ regelt: In Bremer Unterkünften sind derzeit 38 Flüchtlinge für Reinigungsdienste und ähnliches eingesetzt, wobei es sich, wie der Senat erklärt, „um verpflichtende Angebote gegenüber den Geförderten“ handelt. Hier will die CDU „ein größeres Engagement der Stadt“ – sollen Flüchtlinge also großräumig Grünanlagen pflegen? Man müsse sich eben über „geeignete Beschäftigungen Gedanken machen“, antwortet Grönert, „als Angebote, nicht als Zwang“. Die systematische Qualifikationserfassung, die seit November 2015 in Bremerhaven vorgenommen wird, hatte ein bemerkenswertes Ergebnis: Fast die Hälfte der Befragten übte in ihren Herkunftsländern einen Beruf aus, der eine Lehre voraussetzt, beinahe ein Drittel hat einen akademischen Hintergrund – ein klarer Verweis auf die derzeit noch weitestgehend ungenutzten Potenziale. http://www.taz.de/Fluechtlinge -und-die-Arbeitswelt/!5286663/
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
15x
yasni 27.03.16  +  

Holzkohlegrill in der Wohnung benutzt: Flüchtling erstickt in der Wohnung

Flüchtling erstickt in Wohnung Ein 19-jähriger Flüchtling ist in Bremen erstickt, als er Wasser auf einem Grill erhitzte. Zuvor war ihm der Strom abgestellt worden. „Es war für uns ein völlig normaler Fall“: Kundencenter der SWB. Foto: dpa BREMEN taz | Bei 7.370 KundInnen hat der Bremer Energieversorger SWB derzeit den Strom wegen Zahlungsverzugs gesperrt. Einer von ihnen ist nun gestorben: Ein 19-Jähriger aus Gambia hat versucht, sich auf einem Holzkohlegrill Wasser zu erhitzen. Am Dienstag wurde er tot in seiner Wohnung aufgefunden: Kohlenmonoxidvergiftung. „Er war aus seinem Heimatland geflohen und 2014 in Bremen gelandet“, sagte ein Polizeisprecher der taz. Anzeichen von Fremdeinwirkung wurden keine gefunden, auch ein Suizid scheint ausgeschlossen: Die Kriminalpolizei spricht von einem Unfall. Anzeige Der junge Mann galt als ausgesprochen zuverlässig. Deshalb war schnell aufgefallen, dass er nicht mehr bei der Arbeit erschien: Er hatte einen Praktikumsplatz im Bremer Mercedes-Werk. Die Stromsperre hatte laut SWB am 8. Februar begonnen. „Es war für uns ein völlig normaler Fall“, so die Sprecherin des Energieunternehmens. „Er hat einen Vertrag mit uns gehabt und nicht bezahlt.“ Man habe ordnungsgemäß gemahnt, die gesetzlichen Fristen eingehalten und auch das Gespräch mit dem Kunden gesucht: „Er war mehrfach hier bei uns im Kundenbüro“, betont sie. „Laut Kundenakte war ein Betreuer dabei.“ Der habe sich auch telefonisch beim Unternehmen nach dem Fall des 19-Jährigen erkundigt. Die Abschläge hatte der Gambier seit November nicht beglichen. Nur wenn das mit dem Transfer-Empfänger gesondert vereinbart ist, werden Miete und Nebenkosten direkt von der Sozialbehörde überwiesen. Warum trotz Betreuung der Unglücksfall nicht vermieden werden konnte, „gucken wir uns genau an“, so der Sprecher der Bremer Sozialsenatorin, Bernd Schneider. „Wir müssen uns erst ein Bild machen und wissen, was genau ist da gelaufen.“ http://www.taz.de/Wegen-Stromsper re-Grill-drinnen-benutzt/!5276518/ Am 19. Februar 2016 um 15:02 schrieb Elisabeth Graf :Hallo zusammen, So ein sinnloser, überflüssiger Tod eines noch so jungen Mannes, der durch eine wirklich bedarfssichernde Grundsicherung so einfach vermeidbar gewesen wäre! [Sofia Leonidakis (DIE LINKE) : Armut tötet Allein im letzten Jahr gab es 7700 Strom-, Gas- und Wassersperren in Bremen. Tausende Menschen mitten unter uns müssen Wasser nachHause schleppen oder auf Kohle kochen - hier mit tödlicher Folge. Stromsperren stoppen- sofort! Wasser, Wohnen und Energie sind ein Menschenrecht!]
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
18x
yasni 19.02.16  +  

Gedenk-Ort Bunker Valentin: >> "Vernichtung durch Arbeit"

Am Sonntag, dem 8. November wurde vor rund 400 geladenen Gästen der Bunker Valentin in Farge im Norden Bremens als Denkort der Öffentlichkeit übergeben. Der Bunker wurde in den Jahren 1943 bis 1945 von mehr als 12.000 Zwangsarbeitern, darunter Kriegsgefangenen und KZ-Häftlingen der Außenlager des KZ Neuengamme unter unbeschreiblichen Bedingungen quasi in Handarbeit errichtet. Namentlich sind etwa 1.600 Todesopfer bekannt. Die tatsächliche Zahl der Opfer dürfte aber deutlich höher liegen, da nicht mehr arbeitsfähige Häftlinge in das KZ Neuengamme zurückgebracht wurden und dort ums Leben kamen. Bei dem fast fertiggestellten Bau handelt es sich um den größten Bunker in Deutschland. Er hat eine Länge von zirka 420 m, eine Breite von 67 m im Osten bis 97 m im Westen und eine überirdische Höhe von 20 - 22 m. Der Innenraum hat ein Volumen von 500.000 qm. Nach seiner Fertigstellung sollten im Bunker U-Boote vom neuentwickelten Typ XXI in Sektionsbauweise gebaut werden. Dazu ist es glücklicherweise nicht mehr gekommen, denn das Ende des faschistischen Krieges verhinderte den Innenausbau des Bunkers. Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) sagte in seiner Rede zur Einweihung, der Bunker sei ein Ort, der das Leid der Zwangsarbeiter in den Mittelpunkt rücke.   Quelle: Wochenzeitung "Unsere Zeit (UZ) vom 11. Dezember 2015
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
19x
yasni 10.12.15  +  

LeserInnenrbrief zum Weser Kurier-Artikel "Ein Denkmal für Deserteure" vom 25. November 2015

Bremen hat sein Denkmal "Dem unbekannten Deserteur" seit 1986, das in jenem Jahre von der Gruppe "Rservisten verweigern sich" im Foyer des Gustav-Heinemann-Bürgerhauses aufgestellt wurde. Kurz danach kam es in der Bürgerschaft zu heftigen Kontroversen mit der CDU, die das Denkmal wieder entfernt sehen wollte. Mit den Stimmen von SPD und Grünen wurde der Antrag jedoch abgeschmettert. Die Wogen schlugen hoch und schwappten bis in die damalige Bundeshauptstadt Bonn. Es gab sogar eine handfeste Erpressung aus dem Hardthöhen-Ministerium. So wußte der Wehrmachtsdeserteur Ludwig Baumann zu berichten, daß der damalige Verteidigungsminister Manfred Wörner (CDU) vom seinerzeit amtierenden Bürgermeister Klaus Wedemeier (SPD) die Entfernung des Denkmals mit den Worten forderte: "Das Deserteurs-Ding muß weg, sonst bekommt Bremen keine Rüstungsaufträge mehr" Doch die Bremer Denkmals-AktivistInnen ließen sich weder einschüchtern noch entmutigen. +Sie prangerten im Gegenteil die Exporte der Rüstungsindustrie an.+ Das Mahnmal steht nach wie vor am selben Ort, und die Rüstungsbetriebe bestehen und verdienen munter weiter.   + Dieser Satz wurde im abgedruckten Leserbrief gestrichen
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
16x
yasni 25.11.15  1  

Sendesaal Bremen: >> Unsere Konzerte bis Jahresende

Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Anbei finden Sie die Konzerte, die es bei uns bis dahin noch gibt. Z.B. bereits morgen das vitale holländische Streichquartett ZAPP4, das überraschenderweise auf eine der Schlüsselfiguren der norwegischen Szene triff, den geschmackssicheren Elektroniker Jan Bang, der auch Erfinder des europaweit wegweisenden Punkt-Festivals war. Eine Begegnung, auf die man gespannt sein darf. Alles Weitere zu den Konzerten finden Sie weiter unten. Dort finden Sie auch der Jahreszeit angemessene Geschenkvorschläge: Wie wäre es z.B. zu Weihnachten mit einem Konzertgutschein für den Sendesaal? Wir bieten gemeinsam mit dem benachbarten Restaurant Geerdes am Sendesaal auch ein Programm "Menü & Konzert" an. Sie suchen sich ein Konzert Ihrer Wahl aus und gönnen sich und Ihren Lieben vorher (wahlweise auch hinterher) ein 3-Gänge-Menü im Geerdes. Das wäre doch vielleicht auch was für Freunde, die gerne Kulinarisches und Konzertantes genussvoll miteinander verbinden. Für heute allerbeste Grüße und eine besinnliche Zeit Ihr Peter Schulze Das Restaurant Geerdes am Sendesaal ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de. Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite.   Inhalt 26.11. Zapp4 feat. Jan Bang 27.11. Lutz Görner | Nadia Singer 28.11. Songs And Whispers Special: ECHO BLOOM und ODI 29.11. amaryllis 3X3: Amaryllis Quartett 30.11. JSO-Bremen-Nord meets 03.12. Echoes Of Swing 05.12. Gabriel Schwabe/Nicholas Rimmer 09.12. Tim Fischer: Geliebte Lieder 11.12. Nihan Devecioglu 12.12. Spielvereinigung Sued featuring Nils Wogram 16.12. Chiaroscuro Quartet Konzert-Gutschein Menü und Konzert 26.11. Zapp4 feat. Jan Bang Donnerstag, 26. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Zapp4 aus Holland ist eines der groovendsten und vitalsten Streichquartette der Jazzszene. Es trifft auf den hochmusikalischen Remixer Jan Bang aus Norwegen. ZAPP4 Jesper le Clerc - Violine Jeffrey Bruinsma - Violine Oene van Geel - Viola Emil Visser - Cello feat Jan Bang - Electronics Zapp4 ist eine Band, deren Besetzung zunächst einmal aussieht wie ein normales Streichquartett. Sie kombiniert Groove, Improvisation und Fantasie mit leidenschaftlichen Soli. Live sind sie absolut pänomenal: sie interagieren mit Hochgeschwindigkeit und haben ein unglaubliches musikalisches Spektrum. Aber wie wild oder mild sie auch werden, ihre Musik hat immer auch eine poetische Seite. Und alle vier Mitglieder tragen kompositorisch zum Repertoire des Quartetts bei. Die Einzigartigkeit der Gruppe und ihr breites Repertoire macht sie beliebt bei einem großen Publikum aller Sorten von Musikliebhabern. Jeder Zuhörer geht nach einer Performance von Zapp4 garantiert mit einem breiten Lächeln und frisch durchgespülten Ohren aus dem Saal. Die erste Zusammenarbeit von Zapp4 mit dem Norwegischen live Sampling-Zauberer Jan Bang, beim Festival November Music 2013 war ein großer Erfolg. Die Grenzen zwischen akustischen Instrumenten und Elektronik verschmolzen zu einem neuen Universum, in dem Zapp4 und Bang eine Geschichte erzählen, die vom Anfang bis zum Ende faszinierte. Ein neuer Höhepunkt dieser Zusammenarbeit waren die 2 Konzerte während des 2014er Punkt Festivals in Kristiansand/Norwegen, dessen Gründer und artistic director Jan Bang ist, und im April dieses Jahres während des Banlieues-Bleues-Festivals in Paris. “Ein verführerisches Quintet”, (Fiona Talkington, BBC Radio3) “
"Geniale Streicher (...) Zapp4 springt in die Tiefe ohne Netz." 27.11. Lutz Görner | Nadia Singer Freitag, 27. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 28 Euro (ermäßigt 12 Euro für Schüler und Studenten) Hier geht es zu den online-Tickets Nach ihrer erfolgreichen italienischen Nacht im Mai dieses Jahres kehren der Rezitator Lutz Görner und die Pianistin Nadia Singer mit Heinrich Heines Briefen an Giocomo Meyerbeer in den Sendesaal zurück. Heinrich Heine schreibt Briefe an Giacomo Meyerbeer Musik von Giacomo Meyerbeer Briefe von Heinrich Heine Lutz Görner - Rezitation Nadia Singer - Klavier 1975, in seinem ersten Leben als Rezitator, hat Lutz Görner auf seine Weise versucht Heinrich Heine wieder ins Bewusstsein zu rücken. Jetzt, vierzig Jahre später, versucht er in seinem zweiten Leben als Initiator und Moderator von Klavierabenden Giacomo Meyerbeer seine Reverenz zu erweisen und ihn wieder zu entdecken. Lutz Görner wird in seinem neuen Programm begleitet von der 23-jährigen Ausnahmepianistin Nadia Singer. Sie ist erste Preisträgerin des Internationalen Rachmaninow Wettbewerbs in Frankfurt am Main und wenn man der Presse glauben kann, ‘auf dem Sprung zur Weltkarriere‘. Nadia Singer spielt Musik aus Meyerbeers Opern Robert der Teufel, Die Hugenotten und Der Prophet allesamt in der Klavierversion von Franz Liszt. Mit diesen Opern war Meyerbeer der meistgespielte Komponist des 19. Jahrhunderts. Heine schrieb in einem Brief an ihn: Lieber großer Freund, es war gestern Abend ein wunderbarer Abend. Alle Herzen schienen erschüttert. Das war Musik. Ich werde nicht aufhören, Sie zu lieben und zu bewundern. Ihr Heinrich Heine Eine Veranstaltung der Konzertagentur Karin Kulmer 28.11. Songs And Whispers Special: ECHO BLOOM und ODI Samstag, 28. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 18 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das alljährliche Songs & Whispers Special bringt in diesem Jahr ECHO BLOOM aus den USA und die Singersongwriterin ODI aus Irland. ODI - Gesang und Gitarre Dave Redfearn - Gitarre, Harmonika ODis Stimme bedient ein breites Spektrum und ist von einer mächtigen aber auch ergreifenden Qualität. Ein wundervoller Mix aus freundlich, irisch gefärbtem Gesang und gefühlvollen Refrains, der den Zuschauer berührt und ihn voll mit einbezieht. ODi vereint Joan Armatradings Pathos, Beth Ortons Auge für das Schrullige und Didos 'Bett sitz' Romantik zu ihrem eigenen einzigartigen und fesselnden Sound. 2012 wurde sie von bedeutenden Musikpersönlichkeiten als eine der Topacts im Rahmen der olympischen Spiele gewählt, bei denen sie auftrat. 2011 gewann sie bei den UK Exposure Music Awards den Preis als beste weibliche Sängerin. ECHO BLOOM Kyle Evans - Gesang Aviva Jaye - Altstimme und Klavier Steve Sasso - Tenor und Banjo Jason Mattis - Bass Josh Grove - E-Gitarre Nach endloser Pendelei zwischen Washington D.C., Los Angeles und San Francisco findet Kyle Evans, Gründer von Echo Bloom in Berlin letztendlich seine Muse. Komplett in deutscher Kultur versunken, lässt Evans sich von staubigen Bibliotheken an der Spree und langen, einsamen Fahrradtouren durch die Stadt inspirieren. Er schließt sich monatelang in einem Apartment ein und nutzt die Isolation um sich auf seine Arbeit zu fokussieren. Schließlich verlässt er Deutschland mit Material für drei Alben. Da jedes Album für sich in ein anderes Genre passt, beginnt Evans sie als verschiedene Jahreszeiten, verschiedene Länder und schlussendlich als verschiedene Farben zu betrachten. „Blue“ ist das Folk-orientierte Album in der Reihe, „Red“ lässt sich in den Country-Rock einordnen, während „Green“ als klassische Popmusik zu bezeichnen ist. Schließlich schlägt Evans Wurzeln in Brooklyn und nimmt dort das erste Album „Blue“ auf. Die vielschichtig komponierten und sorgfältig eingespielten Songs spiegeln seine Liebe zum 1960er Surfrock wieder und eine tiefe Leidenschaft für Rodgers and Hammerstein-Musicals wider. Heute ist Echo Bloom das Quintett, mit dem Evans 2014 Europa besuchen wird. 29.11. amaryllis 3X3: Amaryllis Quartett Sonntag, 29. November 2015 | 17:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 10 Euro für Schüler und Studenten) Hier geht es zu den online-Tickets Das Amaryllis Quartett zeigt im "Spiel" zwischen vier und fünf Streichinstrumenten (+ Barbara Buntrock - Viola) vielfältige klangliche Möglichkeiten. Amaryllis Quartett Gustav Frielinghaus - 1. Violine Lena Sandoz - 2. Violine Lena Eckels - Viola Yves Sandoz – Violoncello + Barbara Buntrock - Viola "Spiel" Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett C-Dur KV 516 Witold Lutosławski: Streichquartett (1964) Johannes Brahms: Streichquintett G-Dur op. 111 Wie vielfältig die klanglichen Möglichkeiten sind, die sich eröffnen, wenn man zu der klassischen Quartettbesetzung eine zweite Bratsche hinzunimmt - das lässt sich an diesem Abend wunderbar beobachten. Während Brahms in seinem G-Dur-Quintett in fast schon sinfonischer Klangfülle schwelgt, nutzt Mozart die verschiedensten Instrumentenkombinationen, um seinem C-Dur-Quintett einen ungeahnten Farbenreichtum und spielerische Leichtigkeit zu bescheren. Lutoławski dagegen spielt in seinem Streichquartett mit zufälligen Kombinationen von Motiven und schafft dadurch immer neue Klangeffekte. Das Amaryllis Quartett zählt nach großen Wettbewerbsgewinnen und der ECHO Klassik Auszeichnung 2012 zu den besten Quartetten seiner Generation. Im Sendesaal produzierte das Quartett seine erfolgreichen CDs "Red" und "Green". Unter dem Motto 3x3 gestaltet das Amaryllis Quartett eine Streichquartett-Reihe mit drei Konzerten pro Saison in Hamburg, Lübeck und Bremen. Durch Erwerb eines Abonnements erhalten Sie Karten für die drei Konzerte der Reihe amaryllis 3x3 zum Preis von zwei Veranstaltungen. Eine Veranstaltung der Freunde des Amaryllis Quartetts e.V. 30.11. JSO-Bremen-Nord meets Montag, 30. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 12 Euro (ermäßigt 6 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Mit einem spannenden Programm kommt das Jugendsinfonieorchester Bremen Nord wieder in den Sendesaal: JSO meets Carpe Noctem - das ist eine "String Metal"-Band aus Jena, besetzt mit Violine, 2 Celli, einem E-Bass und Schlagzeug. JSO Bremen Nord und Carpe Noctem: Friedrich Busch - Violine Martin Steicher - Cello Cornelius Wagner - Cello Sascha Dobschal - Bass Daniel Cebulla - Schlagzeug Leitung: Martin Lentz Wieder treten die vielseitigen Musiker des JSO-Bremen Nord mit einem ganz besonderem Projekt auf die Bühne des Sendesaals. Gemeinsam mit "Carpe Noctem", das sind 5 junge Musiker aus Jena, die sich, inspiriert u.a. von den finnischen Cellisten "Apokalyptika" aufgemacht haben, den "String Metal" zu erfinden. Die Besetzung mit einer Geige und 2 Celli zeugen vom klassischen Hintergrund der Musiker. Unterstützt und angetrieben werden sie dabei von Schlagzeug und E-Bass. Große Linien und harte Grooves erwarten die Hörer, in Szene und Klang gesetzt vom JSO-Bremen Nord und von überraschenden klassischen Intermezzi unterbrochen. Weitere Infos zur Band: http://www.carpenoctemband.de/index.php?type= news Eine Veranstaltung des JSO Bremen-Nord 03.12. Echoes Of Swing Donnerstag, 03. Dezember 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Echoes Of Swing bürsten Traditionen des Swing auf ihre eigene Weise gegen den Strich und präsentieren ihr neues Album "Dancing". ECHOES OF SWING Colin T. Dawson - Trompete & Vocals Chris Hopkins - Alto Saxphon Bernd Lhotzky - Piano Oliver Mewes - Schlagzeug Ohne jede museale Nostalgie schöpfen die vier Musiker beherzt aus dem riesigen Fundus des swingenden Jazz von Bix bis Bop, von Getz bis Gershwin, dabei immer auf der Suche nach dem Verborgenen, dem Exquisiten. Das 'Great American Songbook' und die meisterlichen Aufnahmen vorväterlicher Helden bilden klumpenfreien Humus für die Kreativität der Combo, die sich in verblüffenden Arrangements, virtuosen Solobeiträgen und ausdrucksstarken Eigenkompositionen niederschlägt. Zwei Bläser, Schlagzeug und Piano. Diese in der Jazzgeschichte einzigartige, kompakte und wendige Formation erlaubt größte harmonische Flexibilität und bietet Freiraum für agiles, feinnerviges Zusammenspiel. Im Mittelpunkt steht immer die Interaktion, der improvisierte Dialog, das Für- und Miteinander. Die zeitgemäße Aufbereitung eines enorm abwechslungsreichen Repertoires und nicht zuletzt die humorvolle Moderation und spontane Bühnenpräsentation machten das Ensemble schon bald nach der Gründung zur gefeierten Attraktion namhafter Festivals und etablierten ECHOES OF SWING an der Spitze der internationalen Jazzszene. Ausgedehnte Tourneen führten die ECHOES quer durch Europa und die USA, nach Japan, Neuseeland und sogar auf die Fidschi-Inseln. Die rasante musikalische Entwicklung der Band ist mittlerweile auf fünf CDs eindrucksvoll dokumentiert. Das letzte ECHOES OF SWING-Album 'Message from Mars' erhielt unmittelbar nach Erscheinen den 'Prix de L'Académie du Jazz' und wurde hierzulande mit dem 'Preis der deutschen Schallplattenkritik' ausgezeichnet. 2013 wurden ECHOES OF SWING von 'ACT Music & Vision' unter Vertrag genommen. Die erste CD unter neuer Flagge 'BLUE PEPPER'  wurde von der internationalen Kritik hochgelobt. Bei diesem Konzert präsentiert die Band ihr neues Album 'DANCING'. 'Ein Ballett durch die Jazzgeschichte, bei dem nichts klingt, wie man es kennt. Es beginnt natürlich bei Johann Sebastian Bach: Eine Gavotte aus der Englischen Suite No. 6, ein barocker Schreittanz also, wird zum melodischen Überzug eines fein swingenden Schlagzeugsolos. Über James P. Johnsons in einen modernen Jazz-Waltz verwandelten Charleston, Scott Joplins Ragtime Dance, Cole Porters Dream Dancing oder Sidney Bechets Premier Bal geht es bis zu Pixinguinhas brasilianischem Choro Diplomata, Lhotzkys kubanischem Bolero Salir a la Luz und zum stark an Duke Ellingtons exotische Klangmalereien erinnernden Ballet of the Dunes aus der Feder von Chris Hopkins. Jedes Stück auf 'DANCING' spricht Kopf, Herz und Beine gleichermaßen an, und so wird jeder Hörer in diesem weit gespannten Bogen seine Favoriten finden" (Auszug aus den Liner Notes) Aktuelle Auszeichnungen: Preis der Deutschen Schallplattenkritik (Bestenliste) Prix de l'Académie du Jazz, Paris * Swinging Hamburg Jazz-Award * Downbeat (USA): 4 stars * Rondo Magazin: 'Meisterwerk' * Piano-News: CD des Doppelmonats * Grand Prix du Disque de Jazz (du Hot Club de France) * Pressestimmen: `Kein Echo, sondern Neuschöpfung' DOWNBEAT `Eine virtuos-humorvolle Mischung ... mitreißend!' STERN 'Jazz der Sonderklasse. Absolute Ausnahmeerscheinung.' SÜDDEUTSCHE ZEITUNG 'Außerordentliche Souveränität und Kraft.' JAZZ PODIUM 'Atemberaubendes Programm. Ein filigranes Mosaik.' DARMSTÄDTER ECHO 'Unglaubliche Musikalität. Mit- und hinreißend.' KÖLNER STADTANZEIGER 'Wie frisch und neuartig, so ganz und gar unverstaubt traditioneller Jazz klingen kann, zeigen vier ausgeschlafene Meisterswinger mit bewundernswerter Leichtigkeit. Daneben klingt manch Zeitgeistiges vorgestrig...' HIFI STATEMENT 05.12. Gabriel Schwabe/Nicholas Rimmer Samstag, 05. Dezember 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Aufnahme seiner Debut-CD mit Brahms' Cello-Sonaten machte Gabriel Schwabe im Sendesaal - jetzt kommt er wieder und stellt sie mit dem Pianisten Nicholas Rimmer in einem record release concert vor. record release concert: Gabriel Schwabe Gabriel Schwabe - Violoncello Nicholas Rimmer - Klavier Programm: Johannes Brahms: Sonate e-Moll op. 38 für Vc und Kl 6 Lieder (bearbeitet für Vc und Kl von Gabriel Schwabe und Nicholas Rimmer) Sonate F-Dur op. 99 für Vc und Kl Über Gabriel Schwabe hat der Musikjournalist Norbert Hornig gesagt: „Gabriel Schwabe ist ein cellistischer Überflieger mit feinem Gestaltungsvermögen, der sein Instrument phänomenal beherrscht“. Und so ist es nicht verwunderlich, dass der junge Cellist, er ist Jahrgang 1988, regelmäßig mit musikalischen Größen wie Christian Tetzlaff, Viviane Hagner, Nils Mönkemeyer, Lars Vogt, Jonathan Gilad oder Nicholas Rimmer, der ihn auch beim Konzert im Sendesaal begleitet, musiziert. Auch bei bedeutenden Orchestern und Festivals ist er inzwischen regelmäßiger Gast. Der Pianist Nicholas Rimmer, geboren in England, ist als versierter Kammermusiker und Liedbegleiter bekannt und geschätzt. Er studierte Klavier an der Hochschule in Hannover bei Christopher Oakden und Musikwissenschaft an der Cambridge University. Seine kammermusikalische Ausbildung rundete er bei Wolfram Rieger und dem Alban Berg Quartett ab. 09.12. Tim Fischer: Geliebte Lieder Mittwoch, 09. Dezember 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Tim Fischer, der Berliner Chansonnier mit Bremer Wurzeln feierte mit seinem Album 'Geliebte Lieder', kaum dass er 40 wurde, sein 25-jähriges Bühnenjubiläum. Die meisten seiner frühen CDs entstanden übrigens im Sendesaal. Tim Fischer - Gesang Rainer Bielfeldt - Klavier „Geliebte Lieder“ Das Programm zum 25-jährigen Bühnenjubiläum ...von Zarah ohne Kleid bis Rinnsteinprinzessin „Der wandlungsfähigste und mit Sicherheit charismatischste Chansonier unserer Tage.“ Der Standard, Wien Tim Fischer: 25 Jahre Bühne! „Wunderknabe des Chansons, verruchter Verführer und empfindsamer Erzähler, der mit seiner Stimme die Seele berührt.“ Als Tim Fischer vor 25 Jahren erstmals die Bühne betrat, wurde so und ähnlich die scheinbare Unvereinbarkeit von vorgegau-kelter Lebenserfahrung und wirklichem Lebensalter sowie sein schon damals sicheres Gespür für Texte und Kompositionen gefeiert. Heute: „Ein Entertainer vonWeltformat.“ Tim Fischers seit einem Vierteljahrhundert bestehende Karriere, bei gerade mal 40 Lebensjahren, macht ihn zu einer der außergewöhnlichsten Erscheinungen der deutschen Kultur- und Musikwelt. Sänger, Schauspieler, Musicalstar – Bühnenmensch. Tim Fischer feiert sein 25-jähriges Bühnenjubiläum mit einem neuen Bühnenprogramm, das für große Momente sorgen wird – zwischen leiser Melancholie und einem lässigen Augenzwinkern. Bühnenpartner am Klavier ist wieder Rainer Bielfeldt. Fischer und Bielfeldt, das ist eine Kombination, die die Herzen des Publikums höher schlagen lässt. „Wir kennen uns, wir sind vertraut, wir waren sehr eng zusammen und sind aneinander gewachsen, wir haben uns getrennt. Heute verbindet mich mit ihm eine große Freundschaft. Sie ist ein wunderbarer, gesunder Nährboden für unsere Arbeit.“, sagt Tim Fischer. Da schließt sich gewissermaßen der Kreis, der im ersten Programm „Zarah ohne Kleid“, das Tim Fischer den Titel „Wunderknabe des Chansons“ einbrachte, einmal seinen Anfang hatte. Er erinnert sich: „Das Programm war erstens eine Hommage an Zarah Leander und zweitens an meine Großmütter. Irgendwie ist aus dieser Mischung ein eigener Charakter geworden.“ Es war ein Statement, auch ein persönliches, aber ebenso Schauspielerei. „Er ist die Diva, neben der alle anderen wie Zwerge aussehen.“ Der Tagesspiegel Und er blieb auch in den folgenden Programmen immer Beides: Schauspielender Sänger oder singender Schauspieler. In seiner Liedauswahl berücksichtigt er den Geschmack des Publikums genauso wie seinen eigenen. „Im Chanson ist es möglich, auch ernsthafte Themen zu behandeln, die in anderen Unterhaltungsgenres größtenteils ausgespart werden.“ Da gibt es Aktuelles und Zeitkritisches, aber das Wesentliche ist und bleibt für ihn das Gefühl. Auch weil es zeitlos ist. Geliebte Lieder Genauso zeitlos sind seine „Geliebten Lieder“, über die er sagt: „Das ist ein Programm, das ich rein nach dem Lustprinzip ausgewählt habe.“ Zum Repertoire des Abends gehören Lieder, die man schon immer mit Tim Fischer in Verbindung bringt, und solche, die er noch nie gesungen hat, aber immer schon mal singen wollte. Da treffen klassische Chansons von Jacques Brel, die einst für Gisela May übersetzt wurden, auf Stücke von Georg Kreisler, Ludwig Hirsch oder Zarah Leander, Lieder von Edith Jeske und Rainer Bielfeldt, wie „Rinnsteinprinzessin“, der Tim-Fischer-Hymne schlechthin, auf „Fetter Elvis“ und „Wo sind die Clowns“ von Steven Sondheim, Songs von Udo Lindenberg, aber auch von Peter Plate, Mastermind von Rosenstolz, Komponist, Texter und Produzent unzähliger Hits, der mit Tim seinen Song „Schöner war’s mit dir“ aufnahm. „Jubiläumstriumph! An diesem Abend verdient jedes seiner Lieder den Titel Hit. Bitte, noch 25 Jahre mehr!“ BZ Berlin Auch wenn Tim Fischer seit mittlerweile unglaublichen 25 Jahren auf der Bühne steht, ist doch jeder Abend immer wieder eine Überraschung, eine Feier der großen Künste, feinstes Entertainment, voll magischer Momente und überschäumender Laune. Immer wieder zieht er das Publikum in den Bann, reißt es mit und führt es auf eine Reise in seine musikalische Welten, mal gelassen heiter, mal anrührend tief. So ist es auch nicht verwunderlich, dass sein Publikum ihm treu, ja, fast ergeben ist, denn er erreicht ihre Sinne und ihr Herz. Diese Nähe, das Wahre, das Entfesselnde, sorgt Abend für Abend für einen Zauber, den man einfach nicht beschreiben kann. Vielleicht nur so: Das eben ist… Tim Fischer! www.timfischer.de www.facebook.com/timfischer.official 11. 12. Nihan Devecioglu Freitag, 11. Dezember 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Auf Einladung des Kulturforums Türkei kommt die türkische Sängerin Nihan Devecioglu mit einem internationalen Quartett in den Sendesaal zu einem Abend mit Weltmusik, Folklore und Klassik. Nihan Devecioglu
 Wir träumen. Wir hoffen. Nihan Devecioglu - Gesang Julien Chanal (Frankreich)  -  Gitarre Sasha Agranov (Israel) - Cello Didac Ruiz Lazaro (Spanien) - Percussion Juan Carlos Buchan Ayala (Mexiko) - Kontrabass Die türkische Sängerin Nihan Devecioglu singt und spielt mit vier Musikern aus Frankreich, Israel, Mexiko und Spanien. Sie erzählt mit ihren Liedern Geschichten aus der ganzen Welt und verbindet traditionelle Klänge mit neuer Musik.  Sie führt uns mit ihrer Stimme von Katalonien über Frankreich, von Neapel bis zum Bosporus, dem Schwarzen Meer und weiter…
 In Kooperation mit dem Kulturforum Türkei e.V. 12.12. Spielvereinigung Sued featuring Nils Wogram Samstag, 12. Dezember 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Big Band Spielvereinigung Sued aus Leipzig spielt Musik von Malte Schiller und hat dazu als Solisten den Posaunisten Nils Wogram eingeladen. Zur Veröffentlichung ihrer CD spielen sie dieses Konzert. Spielvereinigung Sued feat. Malte Schiller (Komposition) & Nils Wogram (Posaune) Malte Schiller - Kompositionen/Arrangements/Dirigat Nils Wogram - Solo Posaune Matthias Knoche - Stimme Simon Bodensiek, Evgeny Ring, Sebastian Wehle, Johannes Moritz, Florian Leuschner - Saxophone Tim Jäkel, Sebastian Haas, Roland Heinze, Vincent Hahn - Trompeten Matthias Hochmuth, Stephan Krause, Julian Schließmeyer, Matthias Büttner - Posaunen Florian Kästner - Piano Philipp Rohmer - Kontrabass Philipp Scholz - Schlagzeug Die im März 2008 gegründete Big Band „Spielvereinigung Sued“ vereint in sich 18 junge Profimusiker aus Leipzig, Berlin und Dresden. Diese widmen sich gemeinsam mit großer Spielfreude und Lust dem Schaffen zeitgenössischer Jazzkomponisten und -arrangeure (John Hollenbeck, Ed Partyka, Niels Klein, Jürgen Friedrich, Nicolai Thärichen u.v.m.). Daraus ist eine feste Konzertreihe entstanden. Die klangliche Vielfalt der Band, gepaart mit musikalischer Präzision und geballter Energie der Mitglieder, sorgen regelmäßig für ausverkaufte Häuser in Mitteldeutschland. Nach einem ersten gemeinsamen Konzert mit dem jungen, schon mehrfach ausgezeichneten Komponisten Malte Schiller (u.a. „Jazz-Comp-Graz“, „Burghauser Jazzpreis“) im Herbst 2012, entstand die Idee, dass Schiller acht neue Kompositionen & Arrangements für das zweite Studioalbum der „Spielvereinigung Sued“ schreibt. Als Gastsolist konnte hierfür der Ausnahme-Posaunist Nils Wogram gewonnen werden. Entstanden ist ein herausragendes Programm voll musikalischer Poesie, farbenreicher Klangästhetik und pulsierender Energie. Der unverwechselbare Posaunenklang von Nils Wogram wird so in Szene gesetzt, dass man meinen könnte, Solist und Band verschmelzen ineinander. Malte Schillers eindringliche Kompositionen werden umrahmt von Song-Arrangements von Kurt Weill und der britischen Rockband Radiohead. Eine doppelte Hommage wie sie unterschiedlicher nicht sein könnte, dennoch im Kern eine Reminiszenz an Malte Schillers eigene musikalische & kompositorische Entwicklung ist. Das im April 2015 aufgenommene und beim renommierten Schweizer Jazz-Label „UNIT Record“ erschienene Album „Spielvereinigung Sued feat. Malte Schiller & Nils Wogram“ wird nun im Rahmen einer Konzerttour im Sendesaal Bremen gemeinsam mit Nils Wogram präsentiert. Nils Wogram gilt als einer der wichtigsten europäischen Jazzmusiker. Er tritt bei zahlreichen Festivals auf und tourt weltweit mit seinen Bands und als Solist. Bekannt wurde Nils Wogram vor allem durch seinen virtuosen Posaunenstil, seine originellen Kompositionen und den unverwechselbaren Klang seiner langjährigen Bands (u.a. Root 70). Malte Schiller studierte in Bremen und Enschede Saxophon. Er war Mitglied im Landesjugendjazzorchester Niedersachsen, im BuJazzO und Gründungsmitglied der Nordwest Bigband. Nach dem Studium zog er nach Berlin, wo er seine Studien im Bereich Komposition und Arrangement bei Prof. Ed Partyka und Jim McNeely fortsetzte. Im März 2012 wurde Malte Schiller für den „Arrangers Workshop“ des Metropole Orchestras nach Hilversum eingeladen, um als Arrangeur an einer Produktion mit Kurt Elling teilzunehmen. Im April 2013 beauftragte ihn der hessische Rundfunk, als Komponist, Arrangeur und Dirigent ein Projekt mit der HR-Bigband durchzuführen. Malte Schiller unterrichtet seit 2013 Komposition und Arrangement als Lehrbeauftragter der Hochschule für Künste in Bremen. 16.12. Chiaroscuro Quartet Mittwoch, 16. Dezember 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Im dritten residenz@sendesaal-Konzert setzt das Chiaroscuro Quartet die Vorstellung seiner Einspielung der Haydn'schen Sonnenquartette fort (Nummer 4 bis 6) Chiaroscuro Quartet Alina Ibragimova - Violine  (RU) Pablo Hernán Benedí - Violine (ES) Emilie Hörnlund - Viola (SE) Claire Thirion - Violoncello (FR) Joseph Haydn: aus den Sonnenquartetten Streichquartett D-Dur Op. 20 Nr. 4 Streichquartett f-Moll Op. 20 Nr. 5 Streichquartett A-Dur Op. 20 Nr. 6 "Das erste Konzert des Chiaroscuro Quartetts begeisterte das Publikum mit einer feinen und aufregenden Darbietung der ersten drei Sonnen-Quartette von Haydn - ein besonderes Klangerlebnis nicht nur wegen der Darmsaiten, die das Quartett benutzt, sondern wegen der sprechenden Phrasierung ihres Spiels. Nun folgt die Fortsetzung mit den nächsten Quartetten von Haydn, die das Ensemble für CD-Veröffentlichung aufnehmen wird." Tanja Tetzlaff und Florian Donderer Mit freundlicher Unterstützung der Heinz-Peter und Annelotte Koch Stiftung www.chiaroscuroquartet.com Kon zert-Gutschein GESCHENKE ZU WEIHNACHTEN | Gutschein gefällig? KONZERT-GUTSCHEIN Die Gelegenheit in stilvoller Atmosphäre ein Konzert im Sendesaal zu verschenken: Gutscheine mit freier Konzertwahl können Sie online über unsere Website www.sendesaal-bremen.de erwerben. Den Konzert-Gutschein finden Sie dort unter >Konzerte. Den von Ihnen gewünschten Betrag wählen Sie in 10 Euro Schritten. Von Ihrem angegebenen Konto wird dann der Betrag (zzgl. 3,- Euro Versand) abgebucht und der Gutschein an Ihre angegebene Postadresse versendet. Auch an den Konzertabenden können Sie Gutscheine an der Abendkasse des Sendesaal Bremens erwerben, die Sie dort bar bezahlen können. Die Abendkasse ist jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn geöffnet. Hier geht es zu den Konzert-Gutscheinen Menü und Konzert GESCHENKE ZU WEIHNACHTEN | Gutschein MENÜ UND KONZERT Möchten Sie einen Gutschein für ein Menü und ein Konzert im Sendesaal Bremen verschenken? Diesen können Sie an den Konzertabenden an der Abendkasse des Sendesaales jeweils eine Stunde vor Konzertbeginn erwerben. Der Gutschein umfasst eine Eintrittskarte für eine Veranstaltung im Sendesaal inkl. Ticketservice, das "Geerdes 3-Gänge-Menü von der Tafel" und ein Glas Wein Ihrer Wahl im Restaurant Geerdes am Sendesaal am gleichen Abend und hat den Wert von 50 Euro pro Person und Abend. Es gibt ihn auch online über unsere Website www.sendesaal-bremen.de Hier geht es zu den Konzert-Gutscheinen Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de. Wenn Sie diesen Newsletter einmal nicht mehr erhalten möchten, schreiben Sie einfach eine E-Mail an sendesaal-unsubscribe@bremen.kulturkurier.de und Sie werden automatisch aus dem Verteiler entfernt. Es ist allerdings unbedingt notwendig, dass Sie diese Anforderung mit der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de absenden.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
17x
yasni 25.11.15  +  

(PM) Konzert für den Bremer Bürgerpark: Die Bundeswehr ist kein Wohltätigkeitsverein

Bremen. Am Freitag, 13. November, findet im Bremer Konzerthaus 'Glocke' das 40. "Wohltätigkeitskonzert" des Bürgerparkvereins mit der Big Band der Bundeswehr statt. Dies stößt auf Kritik beim Bremer Friedensforum, dessen Vertreter sich durchaus als Freunde der grünen Oase der Hansestadt verstehen: Mit diesem Wohltätigkeitskonzert werde jedoch eine Gemeinnützigkeit der Bundeswehr demonstriert. Ziel sei die positive Darstellung in der Öffentlichkeit, aber auch eine direkte Nähe zur Zivilgesellschaft, die an die Bundeswehr gewöhnt werden soll, heißt es in einer Presseerklärung: (PM) "Ganz gezielt werden öffentlichen Auftritte der Bundeswehr inszeniert, um Akzeptanz zu schaffen für eine Armee, die sich seit den frühen 1990er Jahren zu einer international agierenden Eingreifarmee gewandelt hat. Mittlerweile befindet sich die Bundeswehr im Rahmen der NATO weltweit im Einsatz zur Absicherung von Wirtschaftsinteressen und zur Durchsetzung einer gewünschten Ordnung, zynischerweise häufig unter dem Deckmantel der „humanitären Intervention“. Und auch die Umstrukturierung für den Einsatz im Inneren wurde vorangetrieben: "Verbindungskommandos" und "Unterstützungskräfte" lassen die Grenzen von Polizei und Militär verschwimmen. Musizierende Bundeswehreinheiten sind keine Wohltäter, Militär-Konzerte für den schönen Bremer Bürgerpark sind nicht akzeptabel. Für Wohltätigkeitskonzerte des Bürgerparkvereins sollten zivile Orchester und Künstler gewonnen werden." Bremer Friedensforum
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
21x
yasni 11.11.15  +  

Vorstellungstext vor dem Beirat Bremen-Obervieland

Ich wohne seit mehr als als 35 Jahren Auf dem Beginenlande 20. Geboren bin ich am 12. November 1938. Seit vielen Jahren bin ich Mitglied in der Partei DIE LINKE. Außerdem gehöre ich dem Bremer Friedensforum seit seiner Gründung im Jahre 1983 an. (Sitz: Am Goetheplatz 4 in der „Villa Ichon“) Ich habe das Bremer Friedensforum damals mitgegründet. Außerdem bin ich langjähriges Mitglied der „Freunde des Bremer Sendesaales“ Seit 1986 Mitgliedschaft im Sozialhilfeverein „Solidarische Hilfe e.V.“, davon 10 Jahre Vorstandsarbeit. Seit den frühen 1980ger Jahren betätige ich mich als Autor bzw. Mitautor verschiedener friedenspolitischer Publikationen (siehe auch „Über mich“ auf der Webseite www.hodenberg.de), die sich allesamt mit den Aktivitäten der Bremer Rüstungsbetriebe beschäftigen.   Soweit meine kurze Biografie.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
16x
yasni 11.11.15  +  

Internationaler Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk

Gemeinsam ein Zeichen für ein Ende der Besatzung setzen. Erklärung der Mitgliederversammlung von DIE LINKE. LAG Nahost Niedersachsen Am 29. November findet der von der UN ausgerufene „Tag der internationalen Solidarität mit dem palästinensischen Volk“ statt. Wir wollen diesen Tag nutzen, um gemeinsam auf die Lage in Palästina aufmerksam zu machen, die 22 Jahre nach dem Friedensabkommen von Oslo trostloser denn je ist. Wir knüpfen dabei an den Gaza – Aktionstag vom 8. Juli an, als es uns gelang, in 17 Städten in Niedersachsen und bundesweit zugleich für ein Ende der Blockade und den Wiederaufbau Gazas zu demonstrieren. Aktuell ist die Gewalt in Palästina eskaliert. Messerangriffe, die angesichts der Bewaffnung von Soldaten und Siedlern den Charakter von Selbstmordattentaten haben und Proteste von unorganisierten Jugendlichen zeigen die Hoffnungslosigkeit und die abnehmende Bindungskraft der etablierten palästinensischen Organisationen. Beides hängt mit dem Scheitern des Friedensprozesses von Oslo zusammen. 22 Jahre danach hat Israel den Landraub forciert. Durch Wohnungsbauprämien und Steuererleichterungen konnte die Zahl der im Westjordanland lebenden Siedler auf mittlerweile über eine halbe Million verdoppelt werden. 550 Checkpoints sorgen dafür, dass es den Palästinensern nicht möglich ist, ungehindert von einem Dorf zum nächsten zu kommen. Die wirtschaftliche Entwicklung in Palästina wurde durch die israelische Politik abgeschnürt. Während sich die Wirtschaftsleistung in Israel seit 1993 verdreifacht hat, ist sie in Palästina stagniert. Die Kontrolle über 80% der Wasserressourcen des Westjordanlandes durch die israelischen BesatzerInnen führte dazu, dass palästinensische Bauern ihre Landwirtschaft aufgeben mussten, während zugleich israelische Plantagen die natürlichen Ressourcen ausbeuten. Eine halbe Million SiedlerInnen verbrauchen heute das sechsfache an Wasser wie die 2,7 Mio. in der Westbank lebenden PalästinenserInnen. Zugleich unternahm die israelische Führung alles, um die palästinensischen Organisationen vor die Wand fahren zu lassen. Der palästinensische Ministerpräsident Abbas, der von Netanjahu als „Terroristenunterstützer“ diffamiert wird, ist mit seinem Versuch über Verhandlungen zu einem Frieden zu kommen, gescheitert und an der Zerstörung Gazas hat sich durch die nach wie vor existierende Blockade nur wenig geändert. Dafür hat die Gewalt israelischer SiedlerInnen mit Unterstützung der israelischen Besatzungsarmee massiv zugenommen. Diese Vorfälle bleiben durch die israelischen Behörden meistens ungeahndet. Die Alternative zu einer Gewaltspirale ist die internationale Solidarität. Deshalb wollen wir um den 29. November herum auf die Straße gehen, um zu informieren und unseren Protest gegen die menschenverachtende Politik Israels zu zeigen.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
16x
yasni 06.11.15  +  

Verfassungsschutz zum 65. Jahrestag in Rente geschickt

Ihre Forderung zur Auflösung des Inlandsgeheimdiensts hat die Humanistische Union (HU) mit einer Aktion am Samstag, 31.10.2015 in München erneut öffentlich gemacht. Unter dem Motto „Wir schicken den Verfassungsschutz in Rente“ wurde einem „Schlapphut“ im Trenchcoat ein symbolischer Rentenbescheid übergeben. In einer satirischen Rede würdigte der HU-Bundesvorsitzende Werner Koep-Kerstin zudem die fragwürdigen Verdienste des sogenannten „Verfassungsschutzes“ bei der Wahrung des Grundgesetzes. Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in Köln feiert am 7. November seinen 65. Geburtstag. Angesichts zahlreicher Skandale nicht nur in Zusammenhang mit dem „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) hält die HU eine Auflösung des offenbar nicht demokratisch kontrollierbaren Geheimdiensts für eine notwendige Maßnahme zum Schutz der Demokratie und des Grundgesetzes. „Gerade in München liegen die jüngsten Anlässe für eine Verrentung des Inlandsgeheimdienstes direkt vor uns“, sagt Werner Koep-Kerstin, Bundesvorsitzender der Humanistischen Union. „Der NSU-Prozess am Oberlandesgericht München bringt Verstrickungen von Verfassungsschutzbeamten und V-Leuten in das Umfeld des NSU ans Licht. Die im letzten Jahr neu aufgenommenen Ermittlungen zum Oktoberfestattentat führten zu einer Klage vor dem Bundesverfassungsgericht, weil die Bundesregierung bis heute Auskünfte darüber verweigert, was der Verfassungsschutz von dem Attentat wusste.“ „Der Verfassungsschutz schützt nicht die Verfassung, sondern gefährdet sie “, meint der nord- und mittelhessische HU-Regionalvorsitzende Franz-Josef Hanke. „Der Inlandsgeheimdienst betreibt Gesinnungsschnüffelei und verletzt dabei Grundrechte von Bürgern. Dabei ist die Meinungsvielfalt eine wichtige Säule demokratischer Gesellschaften. Überschreiten Bürger die Grenze der Meinungsfreiheit und werden straffällig, dann sind die Polizei und die Gerichte zuständig. Eine geheimdienstliche Behörde für Gesinnungsschnüffelei ist einfach überflüssig.“ (Aktion der Humanistischen Union in München)
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
17x
yasni 01.11.15  +  

Sendesaal Bremen: > Unsere Konzerte im November 2015

Auch wenn es heute traumhaftes Wetter war: den in der Regel dunklen Monat November kann man sich am besten erhellen durch interessante Konzerte. Davon bieten wir Ihnen wieder reichlich: von Charles Lloyd's Wild Man Dance über das musicadia Festival für Alte Musik, das Abschiedskonzert von Uli Beckerhoff's International Skoda All Star Band, drei hervorragende, höchst unterscheidliche Streichquartette (Armida Quartett, Zapp4 und Amaryllis Quartett) bis zur irischen singersongwriterin ODI reicht das Angebot. Dies und noch mehr finden Sie weiter unten. Wir bieten übrigens gemeinsam mit dem benachbarten Restaurant Geerdes am Sendesaal ein Programm "Menü & Konzert" an. Sie suchen sich ein Konzert Ihrer Wahl aus und gönnen sich vorher (wahlweise auch hinterher) ein 3-Gänge-Menü im Geerdes. Das ist sicher auch eine attraktive Geschenkidee für Freunde, die gerne Kulinarisches und Konzertantes genussvoll miteinander verbinden. Für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze Das Restaurant Geerdes am Sendesaal ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de. Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Sie können auch weiter unten direkt den link bei dem Konzert nehmen, das Sie interessiert. Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite.   Inhalt 02.11. CHARLES LLOYD Wild Man Dance 03.11. Alexander Krichel - Klavier 05.-08.11. musicadia - Tage für Alte Musik 05.11. musicadia I - Solamente Naturali 06.11. musicadia II - Capricornus Consort 07.11. musicadia III - Barockorchester der HfK | Kristin von der Goltz 08.11. musicadia IV - Kristin von der Goltz | Christine Schornsheim 11.11. Abschiedskonzert: International Skoda Allstar Band 12.11. Detmolder Kammerorchester 15.11. Armida Quartett 19.11. Marialy Pacheco feat. Rhani Krija 26.11. Zapp4 feat. Jan Bang 27.11. Lutz Görner | Nadia Singer 28.11. Songs And Whispers Special: ECHO BLOOM und ODI 29.11. amaryllis 3X3: Amaryllis Quartett 30.11. JSO-Bremen-Nord meets 02.11. CHARLES LLOYD Wild Man Dance Montag, 02. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der großartige Saxophonist Charles Lloyd kommt mit seinem aktuellen Wild Man Dance Quartet featuring Gerald Clayton, Joe Sanders and Eric Harland. CHARLES LLOYD Wild Man Dance Charles Lloyd - Saxophon, Flöte, Taragato Gerald Clayton - Piano Joe Sanders - Bass Eric Harland - Schlagzeug Der Saxophonist Charles Lloyd, einer der großen spirituellen Musiker unserer Zeit, kommt mit seiner aktuellen Gruppe in den Sendesaal. Er ist seit über 50 Jahren auf der Szene und diesjähriger NEA Jazz Master (National Endowment for the Arts), was so etwas wie die Hall Of Fame für lebende Legenden des Jazz in den USA ist. 03.11. Alexander Krichel - Klavier Dienstag, 03. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Der Pianist Alexander Krichel stellt in einem speziellen Recital seine kürzlich erschienene CD vor. Alexander Krichel - Klavier Programm: Sergej Rachmaninoff: 6 Moments musicaux op. 16 Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung Zu dem Abend schreibt Alexander Krichel: "Ich freue mich sehr,  mein neues Album, das komplett Sergei Rachmaninov gewidmet ist und zwei seiner wichtigsten Kompositionen enthält, im Bremer Sendesaal vorzustellen. Die Werke auf der CD haben für mich eine große Bedeutung. Das zweite Klavierkonzert in c-moll (ein Live-Konzertmitschnitt aus Dresden!) ist eine der schönsten Kompositionen für Klavier und Orchester. Noch wenige Stunden vor dem plötzlichen Tod des großen Pianisten und Klavierpädagogen Vladimir Krainev, meinem Mentor und einer wichtigen Vaterfigur, spielte ich ihm dieses Konzert vor. Von den "Moments musicaux", die auch auf dem neuen Album sind und die ich in Bremen spielen werde, sagte Rachmaninov selbst, dass diese sechs "musikalischen Momente" alles darstellen, was er in seinem Herzen trägt und genau dies merkt man, wenn man sie spielt und hört. Verwirrung, Unsicherheit und das ewige Suchen, eisige und windige Kälte, ein klagender und verzweifelter Trauermarsch, große, nahezu ozeanische Leidenschaft, und das große Glück eines wunderschönen Sonnenaufgangs, bevor mit dem Sog, dem man unweigerlich im sechsten und finalen Moment Musical ausgesetzt ist, das Werk endet. Auch das zweite Werk dieses Klavierabends ist ein Hauptwerk russischer Klavierromantik - Modest Mussorgsky's "Bilder einer Ausstellung". Ein Gang durch eine Gemäldeausstellung und die Betrachtung unterschiedlichster Formen von Malerei - immer wieder das wiederkehrende Motiv der "Promenade", in unterschiedlichen Stimmungen und die romantisch-impressionistische Darstellung aberwitziger (Küklein in ihren Eierschalen), erschreckend-gruseliger (Der Gnom, Die Hütte der Baba-Jaga) und beeindruckende großer (das große Tor von Kiew) Situationen. Es wird definitiv ein Abend voller großer und unterschiedlicher Emotionen, auf den ich mich ganz besonders freue." In Kooperation mit der Philharmonischen Gesellschaft und Sony Classical 05.-08.11. musicadia - Tage für Alte Musik Donnerstag, 05.- Sonntag 08. November 2015 | Festivalpass 55 Euro (erm.40 Euro | HfK-Studenten 18 Euro) Während die  Musicadia-Veranstaltungen im Sendesaal sich in den vergangenen Jahren thematisch immer der Alten Musik verpflichtet hatten, verlässt das Festival in diesem Jahr die traditionellen Wege der Alten Musik und wendet sich unter dem Motto: Das Genie gibt der Kunst die Regel der nachbarocken Epoche, der frühen Klassik zu. Die Musicadia wird sich 2015 mit dem „galanten Stil“ befassen, der Idee, dass Musik nicht nur gelehrt das Leben abbildet, sondern die Seele anrührt und verändert. Hier geht es zu den online-Tickets 05.11. musicadia I - Solamente Naturali Donnerstag, 05. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Musiker des Septetts Solamente Naturali haben sich die Gesamteinspielung der Werke des Pianisten und Komponisten Johann Nepomuk Hummel zur Aufgabe gemacht. Das Eröffnungskonzert der musicadia 2015 bestreiten sie unter der Leitung von Miloš Valent mit dem wunderbaren Septett Nr. 1 op. 74. und einem besonderen Flügel, nämlich der Kopie eines Conrad Graf Hammerflügels aus dem Jahr 1819. Solamente Naturali (SK) Leitung: Miloš Valent „Genie und Aufbruch“ Die musicadia 2015 wird mit dem großartigen Septett Nr.1 op.74 für vier Streicher, Flöte, Horn und Clavier von Johann Nepomuk Hummel eröffnet. Die Gesamteinspielung der Werke dieses zu seiner Zeit berühmten Pianisten und Komponisten, der ein Schüler von W.A. Mozart war, haben sich die Musiker des Ensemble Solamente Naturali zur Aufgabe gemacht und sehen es als kulturelle Verpflichtung an, das anspruchsvolle Werk des aus ihrer Heimatstadt Bratislava stammenden Komponisten zu verbreiten. Der Ensemble-Name verweist auf seine Annäherung an Originalpartituren auf die "einfach natürliche" Weise, den Notentext aus Sicht der Zeit lesend und daraus die klangliche Umsetzung herleitend. Das hochenergetisch musizierende Ensemble bringt als weiteren Leckerbissen für diesen Konzertabend einige unbekannte Werke aus dem Umfeld Johann Nepomuk Hummels mit, u.a. von Johannes Matthias Sperger und Anton Zimmerman. www.solamentenaturali.sk 06.11. musicadia II - Capricornus Consort Freitag, 06. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Capricornus Consort aus Basel bietet im zweiten musicadia-Konzert ein unterhaltsames Programm mit Kompositionen von Johann Joachim Quantz, Franz (Frantisek) Xaver Richter, den Bach-Söhnen Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel sowie Luigi Boccherini. Capricornus Consort Basel Leitung: Peter Barczi „Galante Manieren“ Das Capricornus Consort aus Basel erhielt 2014 einen ECHO Klassik-Preis und macht durch seine ebenso präzise wie zupackende Klanggestaltung auf sich aufmerksam. Kompositionen von Johann Joachim Quantz und Franz (Frantisek) Xaver Richter blättern am zweiten Abend der musicadia 2015 die Entwicklung des galanten Stils in der nachbarocken Epoche auf. Werke der Bach-Söhne Wilhelm Friedemann und Carl Philipp Emanuel weisen bereits auf die deutsche Aufklärung als Erneuerin der europäischen Geisteshaltung. Der Italiener Luigi Boccherini konnte zur anbrechenden Blütezeit der Klassik mit seinem eigenwilligen Stil und graziösen Charme in den europäischen Kulturzentren Wien, Paris, Valencia und Madrid reüssieren. Sein Divertimento in Es-Dur bildet den Schlusspunkt des unterhaltsamen Programms, das das Capricornus Consort unter der Leitung seines Primarius Peter Barczi für die Aufzeichnung durch Deutschlandradio Kultur zusammengestellt hat. www.capricornus.ch Aufzeichnung durch Deutschlandradio Kultur und Nordwestradio/Radio Bremen. 07.11. musicadia III - Barockorchester der HfK | Kristin von der Goltz Samstag, 07. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro | HfK-Studenten 5 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Am dritten musicadia-Abend präsentiert sich das Barockorchester der HfK unter der Leitung von Kristin von der Goltz mit dem Thema „Die nächste Generation“ – Vom galanten Stil zur Wiener Klassik. BAROCKORCHESTER DER HFK BREMEN Kristin von der Goltz – Violoncello und Leitung „Die nächste Generation“ Vom galanten Stil zur Wiener Klassik Kristin von der Goltz, international gefragte Solocellistin, die bereits unter namhaften Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Ton Koopman, Marc Minkovski und anderen konzertierte, tritt an diesem Abend als Solistin und Leiterin des Barockochesters der Hochschule für Künste Bremen auf. Während einer mehrtägigen Orchesterakademie wird sie mit Instrumentalstudenten der Abteilung für Alte Musik Werke von Carl Philipp Emanuel Bach, Georg Anton Benda und Joseph Haydn sowie das selten aufgeführte Cellokonzert von Ignaz Holzbauer einstudieren. Die Cellistin, die als Mitglied des vom damaligen Berliner Philharmoniker Rainer Kussmaul gegründeten Ensemble „Berliner Barock Solisten“ sowie als Professorin an den Musikhochschulen in Frankfurt und München tätig ist, präsentiert mit den Studenten der HfK in diesem Konzert ihre Interpretation des nachbarocken Stils auf historischem Instrumentarium. 08.11. musicadia IV - Kristin von der Goltz | Christine Schornsheim Sonntag, 08. November 2015 | 17:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Cellistin Kristin von der Goltz und die Pianistin Christine Schornsheim am Hammerklavier bieten zum Abschluss der musicadia ein virtuoses Programm von Gegenüberstellungen, unter anderem mit Kompositionen von Helene Liebmann und Ludwig van Beethoven. Kristin von der Goltz – Violoncello Christine Schornsheim – Hammerklavier (Kopie eines Conrad Graf Hammerflügels aus dem Jahr 1819) „Gegenüberstellungen“ Dieses virtuose Duoprogramm bietet gleich mehrere Gegenüberstellungen an. Zum einen gibt es den Vergleich zwischen Werken der jüdischen Komponistin und Sängerin Helene Liebmann und ihres Lehrers Ferdinand Ries vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Die Cellosonate von Helene Liebmann steht wiederum der von Ludwig van Beethoven gegenüber. Während Liebmanns Sonate durch eine bezaubernde Leichtigkeit und wunderschöne Melodien besticht, ist die zweite Cellosonate von Beethoven durch Spannung und Energie, im 2. Satz durchaus auch von Humor gekennzeichnet. Die dritte Gegenüberstellung besteht in den Bearbeitungen der so beliebten Arien aus den Opern von Wolfgang Amadeus Mozart durch Ferdinand Ries und Ludwig van Beethoven. Christine Schornsheim, die sich 2005 mit dem als grandiosem Meilenstein gefeierten, an fünf historischen Tasteninstrumenten eingespielten gesamten „Solo-Clavierwerk“ Joseph Haydns endgültig einen Namen machte und seither immer wieder solistischer Gast namhafter Konzertreihen und Festivals sowie der großen Barockorchester ist, tritt hier mit ihrer regelmäßigen Duopartnerin Kristin von der Goltz auf. 11.11. Abschiedskonzert: International Skoda Allstar Band Mittwoch, 11. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die International Škoda Allstar Band von Uli Beckerhoff gibt nach 15 Jahren ihr unwiderruflich allerletztes Konzert. Als Gast dabei ist noch einmal die Sängerin Norma Winstone. Besetzung: Uli Beckerhoff – Trompete / Deutschland Matthias Nadolny – Saxofon / Deutschland Peter O`Mara – Gitarre / Australien Glauco Venier – Piano / Italien Ingo Senst – Bass / Deutschland Bruno Castellucci – Schlagzeug / Belgien als Gast:  Norma Winstone – Gesang / England Die Musiker der International Škoda Allstar Band kennen sich untereinander schon seit vielen Jahren und haben in den unterschiedlichsten Besetzungen miteinander gearbeitet. In dieser Besetzung trafen sie sich zum ersten Mal beim internationalen Workshop des Jazzclubs Eurocore in Trier, der sie dreizehn Jahre lang als Dozententeam verpflichtet hat. Bei den alljährlichen Dozentenkonzerten in Trier entstand die Idee, mit dieser Band weitere Konzerte in Deutschland zu geben. So traten in den vergangenen Jahren die Musiker gemeinsam bei mehr als 90 Konzerten auf Festivals, Fernsehkonzerten und in Theatern, Philharmonien und auch mit dem Symphonie-Orchester der Stadt Trier beim europäischen Kulturstadt-Jahr 2007 in Luxemburg und Trier mit großem Erfolg auf. Mit Unterstützung des Kulturpartners Škoda Auto Deutschland gibt die Band im November wieder Konzerte in Deutschland. Nach vielen renommierten Stars der internationalen Jazzszene wie John Taylor, Maria Pia DeVito, Ack van Rooyen, Sonnica Yepes, Rosani Reis und Charlie Mariano konnte für die Tournee im Jahre 2014 die Sängerin Norma Winstone als Gaststar gewonnen werden. Die Musik der International Škoda Allstar Band ist so vielfältig wie die unterschiedlichen musikalischen und kulturellen Einflüsse der einzelnen Bandmitglieder. Sie bezieht ihre Quellen aus dem zeitgenössischen Jazz, der klassischen Musik des 20. Jahrhunderts und dem „american songbook“.  Das Programm besteht überwiegend aus Kompositionen der einzelnen Musiker und wird in den unterschiedlichsten Besetzungen vom Duo bis zum Septett dargeboten. Da alle Gruppenmitglieder vom Publikum und den Journalisten als große Persönlichkeiten und Stilisten auf ihren Instrumenten angesehen werden, kann man diese Formation durchaus als ein musikalisches Großereignis ansehen. So erwartet das Publikum  bei den Konzerten dieser außergewöhnlichen Gruppe ein Abend von großer musikalischer Ausdruckskraft, Intensität und Kreativität, stupenden instrumentalen Fähigkeiten, großer musikalischer Vielfalt, Spielfreude und Humor. 12.11. Detmolder Kammerorchester Donnerstag, 12. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Detmolder Kammerorchester unter Leitung von Alfredo Perl ist in dieser Saison erneut u.a. mit einer kammermusikalischen Bearbeitung eines Werkes von Gustav Mahler im Sendesaal zu Gast. Solist ist der Bariton Sebastian Noack. Detmolder Kammerorchester Sebastian Noack - Bariton Leitung: Alfredo Perl Programm: Alexander von Zemlinsky: 6 Gesänge op. 13 nach Gedichten von Maurice Maeterlinck Gustav Mahler: Lieder eines fahrenden Gesellen Bearb. für Kammerensemble von Erwin Stein Arnold Schönberg: Kammersymphonie Nr.1 Es-Dur op.9 Sowie zwei Walzer von Johann Strauß: in Bearb. von Arnold Schönberg und Manfred Trojahn Das DKO ist in dieser Saison erneut mit Bearbeitungen von Werken Gustav Mahlers im Sendesaal zu Gast. Während Zemlinskys „Sechs Gesänge“ den Gemälden Gustav Klimts gewidmet scheinen, sind Mahlers Lieder ein Abgesang auf seine schwärmerische Liaison mit einer Koloratursopranistin vom Kasseler Theater, die in der Fassung für Kammerensemble von Arnold Schönberg unterstrichen wird. In seiner „Kammersymphonie“ kulminiert seine künstlerische Entwicklung. Gerahmt werden die drei Werke von zwei beschwingten Walzern von Johann Strauß in Fassungen von Manfred Trojahn und Arnold Schönberg. Sebastian Noack, international gefragter Liedsänger, gastierte u.a. mit Liederabenden bei der Ruhrtriennale, beim Rheingau Festival und beim Schleswig-Holstein Musikfestival. www.detmolder-kammerorchester .de www.sebastiannoack.com 15.11. Armida Quartett Sonntag, 15. November 2015 | 18:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 15 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das Armida Quartett ist ein hervorragendes Streichquartett, das gerade von der European Concert Hall Organisation (ECHO) zum Rising Star 2016/17 gewählt wurde. Es hat seine neue CD im Sendesaal produziert. Dies ist das record release concert. Armida Quartett Martin Funda - Violine Johanna Staemmler - Violine Teresa Schwamm - Viola Peter-Philipp Staemmler - Violoncello „Zaubern ist eine Kunst, die das Armida Quartett beherrscht“ Süddeutsche Zeitung, Klaus Kalchschmid, 08.10.13 Programm: Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett B-Dur KV 589 (1790) Jörg Widmann: Streichquartett Nr. 1  (1997) Johannes Brahms: Streichquartett a-Moll op. 51/2 (1873) Seit seinem spektakulärem Erfolg beim Internationalen Musikwettbewerb der ARD 2012, bei dem das Armida Quartett mit dem 1. Preis, dem Publikumspreis sowie sechs weiteren Sonderpreisen ausgezeichnet wurde, hat sich die Karriere des jungen Berliner Streichquartetts sensationell entwickelt. Dies spiegelt sich auch in der Nominierung für die internationale  Reihe „Rising Stars“ der Europäischen Konzerthallen (ECHO) für die Saison 2016/17 wider. Auch bei den namhaften Sommerfestivals gab das Armida Quartett bereits sein Debüt – so beim Schleswig-Holstein, dem Rheingau Musikfestival, dem Festival Mecklenburg- Vorpommern, dem Davos Festival sowie beim Heidelberger  Frühling. Im September 2014 wurde das Quartett in die BBC Reihe „New Generation Artists“ aufgenommen. Im Rahmen dieser renommierten Reihe kann sich das Ensemble zwei Jahre lang mit diversen Konzerten und Rundfunkaufnahmen präsentieren. Namensgeber des Quartettes ist eine Oper von Haydn, dem „Vater des Streichquartettes“. 2006 wurde das Quartett in Berlin gegründet und studierte bei Mitgliedern des Artemis Quartetts. Musikalische Anregungen erhielt das Ensemble außerdem von Natalia Prischepenko sowie von Alfred Brendel, Tabea Zimmermann, Eberhard Feltz und Walter Levin. Meisterkurse mit dem Alban Berg, Guarneri und Arditti Quartett runden die Ausbildung ab. Derzeit arbeitet das Quartett mit  Rainer Schmidt (Hagen Quartett) sowie Reinhard Goebel. Bereits 2011 gewann das Armida Quartett beim Concours de Genéve den 1. Preis sowie den Publikumspreis. Zuvor erhielt das junge Ensemble verschiedene Stipendien, unter anderem von der Irene Steels-Wilsing Stiftung sowie der Schierse Stiftung Berlin. 2013 erschien die Debüt- CD des Quartetts mit Werken von Béla Bartók, György Ligeti und György Kurtág und wurde kurz darauf in die Bestenliste des Deutschen Schallplattenpreises aufgenommen. Das Quartett ist NORDMETALL-Ensemblepreisträger 2014 der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern. In dieser Saison gastiert das Quartett erstmals in Norwegen, in China, Taiwan und Singapur, dazu kommen Konzerte in Stuttgart, München, Hamburg, Bonn, Antwerpen und Genf. Die regelmäßige Zusammenarbeit mit anderen Künstlern ist dem Armida Quartett ein großes Anliegen – die Musiker haben bereits mit Anna Prohaska, Thomas Hampson, Ewa Kupiec, Max Hornung und Tabea Zimmermann zusammen gearbeitet. Seit Oktober 2012 unterrichten die vier jungen Musiker des Armida Quartetts Kammermusik an der Universität der Künste Berlin. 19.11. Marialy Pacheco feat. Rhani Krija Donnerstag, 19. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Die Pianistin Marialy Pacheco ist immer wieder gern gesehener Gast im Sendesaal. Und sie kommt in immer wieder neuen Kombinationen: Diesmal im Duo mit dem Marokkanischen Perkussionisten Rhani Krija. Marialy Pacheco - Piano Rhani Krija - Perkussion Die Stationen der Karriere der Kubanerin Marialy Pacheco sind beeindruckend: Gleich ihr Debütalbum produzierte sie mit Roberto Fonseca, dem Pianisten des legendären Ibrahim Ferrer (Buena Vista Social Club), und 2012 wurde sie als erste Frau überhaupt mit dem Montreux Jazzfestival Award ausgezeichnet. Zu Recht! Denn obwohl ihre Begeisterung für Ruben Gonzales, Oscar Peterson und Keith Jarrett in ihren eigenen Klängen spürbar ist: Marialy Pacheco zaubert etwas Ureigenes und ganz Einmaliges aus dem Klavier. Seit Jahren ist sie immer wieder auch im Sendesaal zu Gast. Percussionist und Schlagzeuger Rhani Krija, geboren in Essaouira/Marokko,  gilt wohl derzeit als der weltweit gefragteste Percussionist – in der Jazz & Weltmusikszene, wie auch im Rock & Popbereich.  Als Teenager beschäftigt er sich zunächst mit  den traditionellen Musikstilen des nördlichen Afrikas, die auch heute noch das Fundament für  seine Musik und Spielweise bilden. Durch seine musikalische Vielfalt und Bandbreite, besitzt er die Fähigkeit, jeden Stil so authentisch wie möglich zu spielen, egal ob andalusische, arabische, afrikanische oder lateinamerikanische Rhythmen. Somit ist er weltweit mit Stars wie z.B. Sting, Dominic Miller, Herbie Hancock, Al Di Meola, Placido Domingo, Annie Lennox, Xavier Naidoo, oder Herbert Grönemeyer auf Tournee. „Marocuba“ Im Sommer 2013 trifft Rhani Krija erstmals Marialy Pacheco und beide Musiker verstehen sich auf Anhieb – menschlich, wie auch musikalisch. Sofort war klar, daß Rhani Krija auf dem neuen Album „Introducing“ von Marialy Pacheco seinen ganz eigenen musikalischen Stil zu Pacheco’s Kompositionen und Arrangements beitragen soll. Gesagt  - getan: kurzerhand kommt Rhani Krija zu sen Studioaufnahmen dazu und spielt als „special guest“  bei den Titeln „Metro“ und „Cambodian Smiles“ mit. Um es mit den Worten von Marialy Pacheco zu beschreiben: „Diese einzigartige Kombination macht einen ganz frischen, neuen Sound und Stil aus – das Ergebnis ist eine Mischung aus traditioneller, kubanischer Musik, afro-marokkanischen Rhythmen, zeitgenössischem, europäischem Jazz und groovigen Clubsounds“. 26.11. Zapp4 feat. Jan Bang Donnerstag, 26. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 12 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Zapp4 aus Holland ist eines der groovendsten und vitalsten Streichquartette der Jazzszene. Es trifft auf den hochmusikalischen Remixer Jan Bang aus Norwegen. ZAPP4 Jesper le Clerc - Violine Jeffrey Bruinsma - Violine Oene van Geel - Viola Emil Visser - Cello feat Jan Bang - Electronics Zapp4 ist eine Band, deren Besetzung zunächst einmal aussieht wie ein normales Streichquartett. Sie kombiniert Groove, Improvisation und Fantasie mit leidenschaftlichen Soli. Live sind sie absolut pänomenal: sie interagieren mit Hochgeschwindigkeit und haben ein unglaubliches musikalisches Spektrum. Aber wie wild oder mild sie auch werden, ihre Musik hat immer auch eine poetische Seite. Und alle vier Mitglieder tragen kompositorisch zum Repertoire des Quartetts bei. Die Einzigartigkeit der Gruppe und ihr breites Repertoire macht sie beliebt bei einem großen Publikum aller Sorten von Musikliebhabern. Jeder Zuhörer geht nach einer Performance von Zapp4 garantiert mit einem breiten Lächeln und frisch durchgespülten Ohren aus dem Saal. Die erste Zusammenarbeit von Zapp4 mit dem Norwegischen live Sampling-Zauberer Jan Bang, beim Festival November Music 2013 war ein großer Erfolg. Die Grenzen zwischen akustischen Instrumenten und Elektronik verschmolzen zu einem neuen Universum, in dem Zapp4 und Bang eine Geschichte erzählen, die vom Anfang bis zum Ende faszinierte. Ein neuer Höhepunkt dieser Zusammenarbeit waren die 2 Konzerte während des 2014er Punkt Festivals in Kristiansand/Norwegen, dessen Gründer und artistic director Jan Bang ist, und im April dieses Jahres während des Banlieues-Bleues-Festivals in Paris. “Ein verführerisches Quintet”, (Fiona Talkington, BBC Radio3) “
"Geniale Streicher (...) Zapp4 springt in die Tiefe ohne Netz." 27.11. Lutz Görner | Nadia Singer Freitag, 27. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 28 Euro (ermäßigt 12 Euro für Schüler und Studenten) Hier geht es zu den online-Tickets Nach ihrer erfolgreichen italienischen Nacht im Mai dieses Jahres kehren der Rezitator Lutz Görner und die Pianistin Nadia Singer mit Heinrich Heines Briefen an Giocomo Meyerbeer in den Sendesaal zurück. Heinrich Heine schreibt Briefe an Giacomo Meyerbeer Musik von Giacomo Meyerbeer Briefe von Heinrich Heine Lutz Görner - Rezitation Nadia Singer - Klavier 1975, in seinem ersten Leben als Rezitator, hat Lutz Görner auf seine Weise versucht Heinrich Heine wieder ins Bewusstsein zu rücken. Jetzt, vierzig Jahre später, versucht er in seinem zweiten Leben als Initiator und Moderator von Klavierabenden Giacomo Meyerbeer seine Reverenz zu erweisen und ihn wieder zu entdecken. Lutz Görner wird in seinem neuen Programm begleitet von der 23-jährigen Ausnahmepianistin Nadia Singer. Sie ist erste Preisträgerin des Internationalen Rachmaninow Wettbewerbs in Frankfurt am Main und wenn man der Presse glauben kann, ‘auf dem Sprung zur Weltkarriere‘. Nadia Singer spielt Musik aus Meyerbeers Opern Robert der Teufel, Die Hugenotten und Der Prophet allesamt in der Klavierversion von Franz Liszt. Mit diesen Opern war Meyerbeer der meistgespielte Komponist des 19. Jahrhunderts. Heine schrieb in einem Brief an ihn: Lieber großer Freund, es war gestern Abend ein wunderbarer Abend. Alle Herzen schienen erschüttert. Das war Musik. Ich werde nicht aufhören, Sie zu lieben und zu bewundern. Ihr Heinrich Heine Eine Veranstaltung der Konzertagentur Karin Kulmer 28.11. Songs And Whispers Special: ECHO BLOOM und ODI Samstag, 28. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 18 Euro (ermäßigt 10 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Das alljährliche Songs & Whispers Special bringt in diesem Jahr ECHO BLOOM aus den USA und die Singersongwriterin ODI aus Irland. ODI - Gesang und Gitarre Dave Redfearn - Gitarre, Harmonika ODis Stimme bedient ein breites Spektrum und ist von einer mächtigen aber auch ergreifenden Qualität. Ein wundervoller Mix aus freundlich, irisch gefärbtem Gesang und gefühlvollen Refrains, der den Zuschauer berührt und ihn voll mit einbezieht. ODi vereint Joan Armatradings Pathos, Beth Ortons Auge für das Schrullige und Didos 'Bett sitz' Romantik zu ihrem eigenen einzigartigen und fesselnden Sound. 2012 wurde sie von bedeutenden Musikpersönlichkeiten als eine der Topacts im Rahmen der olympischen Spiele gewählt, bei denen sie auftrat. 2011 gewann sie bei den UK Exposure Music Awards den Preis als beste weibliche Sängerin. ECHO BLOOM Kyle Evans - Gesang Aviva Jaye - Altstimme und Klavier Steve Sasso - Tenor und Banjo Jason Mattis - Bass Josh Grove - E-Gitarre Nach endloser Pendelei zwischen Washington D.C., Los Angeles und San Francisco findet Kyle Evans, Gründer von Echo Bloom in Berlin letztendlich seine Muse. Komplett in deutscher Kultur versunken, lässt Evans sich von staubigen Bibliotheken an der Spree und langen, einsamen Fahrradtouren durch die Stadt inspirieren. Er schließt sich monatelang in einem Apartment ein und nutzt die Isolation um sich auf seine Arbeit zu fokussieren. Schließlich verlässt er Deutschland mit Material für drei Alben. Da jedes Album für sich in ein anderes Genre passt, beginnt Evans sie als verschiedene Jahreszeiten, verschiedene Länder und schlussendlich als verschiedene Farben zu betrachten. „Blue“ ist das Folk-orientierte Album in der Reihe, „Red“ lässt sich in den Country-Rock einordnen, während „Green“ als klassische Popmusik zu bezeichnen ist. Schließlich schlägt Evans Wurzeln in Brooklyn und nimmt dort das erste Album „Blue“ auf. Die vielschichtig komponierten und sorgfältig eingespielten Songs spiegeln seine Liebe zum 1960er Surfrock wieder und eine tiefe Leidenschaft für Rodgers and Hammerstein-Musicals wider. Heute ist Echo Bloom das Quintett, mit dem Evans 2014 Europa besuchen wird. 29.11. amaryllis 3X3: Amaryllis Quartett Sonntag, 29. November 2015 | 17:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 10 Euro für Schüler und Studenten) Hier geht es zu den online-Tickets Das Amaryllis Quartett zeigt im "Spiel" zwischen vier und fünf Streichinstrumenten (+ Barbara Buntrock - Viola) vielfältige klangliche Möglichkeiten. Amaryllis Quartett Gustav Frielinghaus - 1. Violine Lena Sandoz - 2. Violine Lena Eckels - Viola Yves Sandoz – Violoncello + Barbara Buntrock - Viola "Spiel" Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett C-Dur KV 516 Witold Lutosławski: Streichquartett (1964) Johannes Brahms: Streichquintett G-Dur op. 111 Wie vielfältig die klanglichen Möglichkeiten sind, die sich eröffnen, wenn man zu der klassischen Quartettbesetzung eine zweite Bratsche hinzunimmt - das lässt sich an diesem Abend wunderbar beobachten. Während Brahms in seinem G-Dur-Quintett in fast schon sinfonischer Klangfülle schwelgt, nutzt Mozart die verschiedensten Instrumentenkombinationen, um seinem C-Dur-Quintett einen ungeahnten Farbenreichtum und spielerische Leichtigkeit zu bescheren. Lutoławski dagegen spielt in seinem Streichquartett mit zufälligen Kombinationen von Motiven und schafft dadurch immer neue Klangeffekte. Das Amaryllis Quartett zählt nach großen Wettbewerbsgewinnen und der ECHO Klassik Auszeichnung 2012 zu den besten Quartetten seiner Generation. Im Sendesaal produzierte das Quartett seine erfolgreichen CDs "Red" und "Green". Unter dem Motto 3x3 gestaltet das Amaryllis Quartett eine Streichquartett-Reihe mit drei Konzerten pro Saison in Hamburg, Lübeck und Bremen. Durch Erwerb eines Abonnements erhalten Sie Karten für die drei Konzerte der Reihe amaryllis 3x3 zum Preis von zwei Veranstaltungen. Eine Veranstaltung der Freunde des Amaryllis Quartetts e.V. 30.11. JSO-Bremen-Nord meets Montag, 30. November 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 12 Euro (ermäßigt 6 Euro) Hier geht es zu den online-Tickets Mit einem spannenden Programm kommt das Jugendsinfonieorchester Bremen Nord wieder in den Sendesaal: JSO meets Carpe Noctem - das ist eine "String Metal"-Band aus Jena, besetzt mit Violine, 2 Celli, einem E-Bass und Schlagzeug. JSO Bremen Nord und Carpe Noctem: Friedrich Busch - Violine Martin Steicher - Cello Cornelius Wagner - Cello Sascha Dobschal - Bass Daniel Cebulla - Schlagzeug Leitung: Martin Lentz Wieder treten die vielseitigen Musiker des JSO-Bremen Nord mit einem ganz besonderem Projekt auf die Bühne des Sendesaals. Gemeinsam mit "Carpe Noctem", das sind 5 junge Musiker aus Jena, die sich, inspiriert u.a. von den finnischen Cellisten "Apokalyptika" aufgemacht haben, den "String Metal" zu erfinden. Die Besetzung mit einer Geige und 2 Celli zeugen vom klassischen Hintergrund der Musiker. Unterstützt und angetrieben werden sie dabei von Schlagzeug und E-Bass. Große Linien und harte Grooves erwarten die Hörer, in Szene und Klang gesetzt vom JSO-Bremen Nord und von überraschenden klassischen Intermezzi unterbrochen. Weitere Infos zur Band: http://www.carpenoctemband.de/index.php?type= news Eine Veranstaltung des JSO Bremen-Nord Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de. Call Send SMS Call from mobile Add to Skype You'll need Skype CreditFree via Skype Call Send SMS Call from mobile Add to Skype You'll need Skype CreditFree via Skype
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
18x
yasni 25.10.15  +  

Griechenland - Lehren aus der Niederlage

Zur Niederlage der Linken in Griechenland äußern sich Linke außerhalb Griechenlands oft sehr gewunden. Man wolle aus der sicheren Entfernung keine wohlfeilen Ratschläge geben oder gar Noten verteilen. Auch sei man im eigenen Land ja noch weit hinter der Stärke des linken Lagers in Hellas zurück. Schließlich sei die Niederlage keineswegs allein eine der Linken Griechenlands, sondern der gesamten Linken Europas. Alle diese Vorbehalte und Bedenken treffen zu. Von Deutschland aus, mit Kranken- und Arbeitslosenversicherung und Hartz IV, ist es, trotz der subjektiv beschissenen Lage, relativ wohlfeil, die Griechinnen und Griechen anzutreiben im Kampf gegen Austeritätsmaßnahmen. Und in der ganzen Eurozone gibt es 18 neoliberal ausgerichtete Regierungen, nur die eine linke - von Syriza geführt - in Griechenland. Und in der Tat hat die Linke Europas noch viel eklatanter verloren als die in Griechenland. Syriza hat von Anfang darauf gesetzt, darauf setzen müssen, dass sich europaweit eine soziale, politische Bewegung entfalten muss, um ihre Chancen auf die Abwehr des Austerity-Diktats aus Brüssel zu wahren. Diese Bewegung hat es nicht gegeben. In München sind 40.000 Menschen marschiert gegen TTIP und letztes Wochenende waren es in Berlin 250.000. Das ist hervorragend. Es muss aber zu denken geben, wenn bei uns bei jeder Demo für gesunde Ernährung, soziales Wohnen und solare Energie weit mehr Menschen demonstrieren als für Solidarität mit Griechenland und ein Ende der von Brüssel und Berlin diktierten Austeritätspolitik. Hier liegt die Schwäche der europäischen Linken, dass sie in ihren jeweiligen Ländern kaum Bewusstsein schaffen konnten, dass an Griechenland ein Exempel statuiert wird, dass Politik in allen Euro-Ländern nach dem Austeritäts-Muster à la Griechenland durchgeführt wird. In Griechenland wurde die reaktionäre Zukunft aller Euro-Länder fortgeschrieben. Jede Niederlage Griechenlands ist eine schlimme Hypothek auf die Zukunft von allen. In Griechenland gab es bei den Wahlen im September noch mal einen Kick für eine soziale, von Brüssel unabhängige Zukunft. In keinem anderen Land der Eurozone wäre das möglich, auch nicht in Spanien. Und dennoch müssen die gravierenden Fehler von Syriza und von uns anderen diskutiert werden. Es geht um die Schwäche eines Reformismus, der die Möglichkeiten, innerhalb vorhandener Kräfteverhältnisse linke Ziele zu erreichen, überschätzt und gleichzeitig die Mobilisierungspotenzen des kapitalistischen Gegners unterschätzt. Dies war das Grundproblem von Syriza. Einer ihrer Vertreter, Giorgos Chondros, schätzt ein: Unsere Strategie basierte auf der Annahme, dass wir unter den gegebenen Kräfteverhältnissen in der Eurozone einseitig die Austeritätspolitik würden abschaffen können. Unsere Taktik basierte darauf, dass unsere Gegner es nicht wagen würden, uns aus dem Euro zu werfen, weil sie dann ein Vielfaches draufzahlen würden. Beide Annahmen, sagt das Mitglied des Zentralkomitees von Syriza, waren falsch. Sie waren falsch, und diese Falschheit hatte dramatische Folgen. Weil Syriza es für aussichtslos hielt, einen Zwei-Frontenkrieg gegen die EU-Gewalten und die einheimische Oligarchie zu führen, verzichtete man auf den frontalen Angriff auf die Reichen und Mächtigen im eigenen Land. Dies tat man im Glauben, man käme auf der Kampf-Front mit den EU-Gewalten zurecht. Was ein absoluter Fehler war, denn die linke Athener Regierung hatte sich auch in der taktischen Annahme, ein Rausschmiss Griechenlands aus der EU/Eurozone käme dem europäischen Kapital zu teuer, komplett geirrt. Bei der Aufrechnung der Kosten eines Grexits gegen den linken Impuls, der von einem erfolgreichen Aufbäumen Syrizas gegen das Brüssel-Diktat ausgehen würde, war das europäische Kapital sich schnell einig, den Griechen müsse diese Lektion für alle mit der nötigen Wucht erteilt werden: Aus der neoliberalen EU-Anstalt gibt es kein linkes Entkommen. Anstatt sich auf die Bekämpfung der einheimischen Oligarchie, auf den Kampf mit der EU und auf die weitere zivilgesellschaftliche Selbstorganisierung zu konzentrieren - auf diesem Gebiet war viel geleistet worden, von Mieten und Wohnraum bis hin zur Gesundheitsversorgung - verausgabte die Syriza-Regierung den Großteil ihrer Kräfte im schließlich erfolglosen Verhandlungspoker mit der EU. Zum Kampf mit der EU hätte eine Mobilisierung der europäischen Zivilgesellschaft gehört. Dass diese ausblieb, ist zwar in erster Linie auf das Versagen der Linken in den europäischen Ländern zurückzuführen, hat aber auch seinen Grund in der Strategie von Syriza. Indem sie sich einließ auf das Ziel "optimaler Verhandlungen", räumte sie den Sprengsatz aus dem Weg, der einer linken europäischen Bewegung hätte Dampf machen müssen und können: die Entschlossenheit der Griechen, die Bedingungen des Spar-Diktats nicht hinzunehmen. In allen Abstimmungen hat eine eindeutige Mehrheit der GriechInnen diese Entschlossenheit dokumentiert. Doch Syriza stellte in den Mittelpunkt ihrer Politik jetzt die kluge, ehrliche, clevere Verhandlungsführung mit der EU. Dies hatte in Griechenland die schrittweise Lähmung der gesellschaftlichen Bewegung von unten zur Folge und half in Europa, dass eine zivilgesellschaftliche Bewegung für ein anderes Europa nicht entstand. Die Niederlage in Griechenland ist auch in diesem Sinne eine Niederlage für die europäische Linke. Was ist jetzt zu tun? Wie kann die Linke aus der Niederlage zurückfinden in eine Position des Vormarschs? Varoufakis hat zusammen mit Stuart Holland und James K. Galbraith Anfang des Jahres schon mal gezeigt, wie es nicht funktionieren kann. Ihr "Bescheidener Vorschlag zur Lösung der Eurokrise" potenziert die Probleme der alten Strategie. Sie wollen der Gegenseite, dem globalen EU-Kapital, erklären, wie man sich gemeinsam der Probleme entledigen kann. Ihre Vorschläge zur Bankenkrise, Schuldenkrise, Investitionskrise und sozialen Krise haben durchweg die Aura des Absurden. Ihr Ausgangspunkt ist der Appell, es sei "die moralische und politische Pflicht der EU, so schnell wie möglich zu handeln, um die Grundbedürfnisse der europäischen Bürger zu befriedigen". Dann kommen eine Menge technischer Hinweise, wie man die Target2-Salden besser nutzen könnte, also die Ungleichgewichte im Europäischen System der Zentralbanken. Dass dies völlig nebensächlich ist, dass es um die Frage des politischen Zugriffs auf die Macht in Europa geht, ob die TNK (Transnationalen Konzerne) total kontrollieren, oder ob die Zivilgesellschaft an Einfluss gewinnt, kommt in dem Buch nicht vor. Völlig anders nähert sich dieser Frage ein Plan A und B, den Varoufakis, Konstantopoulos, Mélènchon, Fassina und Lafontaine jüngst vorgestellt haben. Die Autoren sehen in dem Vorgehen der Europäischen Zentralbank, die Schließung der griechischen Banken zu erzwingen, bis die Athener Regierung eine neue Version eines mehrfach gescheiterten Programms akzeptiert hat, einen "Finanz-Staatstreich", der deshalb durchgezogen wurde, "weil das offizielle Europa die Idee nicht ertragen konnte, dass ein Volk, das unter einem zerstörerischen Austeritätsprogramm leidet, es wagt, eine Regierung zu wählen, die entschlossen ´Nein´ sagt." Die Europäische Union ist, stellen diese Linken aus Griechenland, Frankreich, Italien und Deutschland fest, zu einem Werkzeug geworden, "um demokratische Kontrolle über Produktion und Verteilung auszuhebeln". Um dieses "Europa" zu überwinden, schlagen die Initiatoren den "Plan A" vor: "Wir werden alle in unseren Ländern, und alle zusammen überall in Europa, auf eine vollständige Neuverhandlung der europäischen Verträge hinzuarbeiten." Bis diese Neuverhandlung erreicht ist, gilt der "Plan B": "(Wir) beteiligen uns in einer Kampagne des europäischen zivilen Ungehorsams gegenüber willkürlichen, europäischen Praktiken und irrationalen `Regeln` an den Kämpfen der Europäerinnen und Europäer überall in Europa." Die beiden wichtigsten Lehren aus der Niederlage in Griechenland sind damit gezogen: Es geht nicht in erster Linie um möglichst geschickte Verhandlungen mit der heute herrschenden Elite, sondern um die Änderung des Verhältnisses der Kräfte zwischen diesen Eliten und den von ihnen beherrschten Subalternen. Die Entwicklung der Kraft der heute Subalternen muss ansetzen an der Organisation der Zivilgesellschaft gegen die Zumutungen der EU-Staatlichkeiten und an der Entwicklung alternativer demokratischer Formen der Befriedigung elementarer Bedürfnisse. Das muss weit hinausgehen über die Frage von Parallelwährungen, Austritten aus der Eurozone u.ä., wie sie von den Autoren der Pläne A und B vor allem erwähnt werden. Wir müssen erreichen, die drückenden Alltagsnöte der Menschen in den Zusammenhang mit der europäischen Krise zu stellen (Mario Candeias) und helfen, die Menschen zu den Akteuren ihrer Zukunft zu machen. Wie geht es in Griechenland selbst weiter? Syriza versucht, einen großen Teil der von der Troika auferzwungenen "Reformen" im Oktober/November dieses Jahres durchzuführen, wozu u.a. die Kürzung der Pensionen, die Anhebung des Pensionsalters, die Erhöhung von Massensteuern und die Abschaffung der Zuschüsse für Rentnerinnen und Rentner mit niedrigsten Pensionen gehören, also heftige Einschnitte bei den Bedürftigsten. Sollte die Syriza-Regierung "diesen Tsunami der laufenden Reformen" (Nikos Chilas) überstehen, wolle man sich Reformen jenseits des Memorandums zuwenden. Dies ist im gegebenen Rahmen eine Illusion. Im dritten Memorandum ist die Syriza-Regierung folgende Verpflichtung eingegangen: "Die Regierung verpflichtet sich, alle zur Verwirklichung der Ziele des Memorandum of Understanding erforderlichen Maßnahmen mit der Europäischen Kommission, der Europäischen Zentralbank und dem Internationalen Währungsfond zu beraten und zu vereinbaren, bevor sie ausgearbeitet und rechtsgültig verabschiedet werden." Chilas gab seiner Analyse zur Lage Griechenlands nach der Wahl zu Recht den Titel: Syriza an der Regierung - Gläubiger an der Macht. Solange Syriza sich den Raum seiner Politik durch die Verdikte der Troika abstecken lässt - und Tsipras hat diesen Maßstab seiner Regierung als verbindlich vorgegeben - können von hier keine größeren Impulse für einem Umwälzung der Kräfteverhältnisse in der EU ausgehen. Es wird sich zeigen, ob und wie sehr das Einschwenken von Syriza in die Kommandostruktur der Troika - entgegen den Mehrheitsbescheiden der Bevölkerung - die Chancen der Linken in Europa beschädigt hat. Der erste große Test findet bei den Wahlen in Spanien im Dezember statt. http://isw-muenchen.de/2015/10/griechenland-l ehren-aus-der-niederlage/ v. 14.10.15 (Autor: Conrad Schuler)
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
18x
yasni 16.10.15  +  

Kapitulation vor 70 Jahren > Moderne Geschichtsumdeutung im Mai 2015: Kriegsgedenken oder Tanz mit der NATO?

Wenn mehrere geschichtliche Ereignisse auf einen Tag fallen, ist es schwer, allen gerecht zu werden und ihnen den angemessenen Rahmen zum Gedenken zu geben. Problematisch wird es allerdings, wenn die Geschichte umgedeutet wird.   Von Sabine Schiffer | 04.05.2015 14:27   Während am 8. Mai in Deutschland noch einigermaßen ein Bewusstsein dafür vorhanden ist, dass an diesem Tag vor 70 Jahren der Zweite Weltkrieg endete, halten andere das Gedenken hoch, dass man von „der Befreiung vom Faschismus“ sprechen müsse. Als genau dieser Tag und als Sieg im Großen vaterländischen Krieg wird der 9. Mai in Russland und den osteuropäischen Ländern gefeiert. Durch die Zeitverschiebung fiel der Zeitpunkt der Unterzeichnung der Kapitulation spät am Abend vor 70 Jahren in Reims für Russland auf den 9. Mai – und erst am 9. Mai deutscher Zeit wurde die letzte Unterschrift in Berlin geleistet. Nicht nur die Rote Armee, auch die Bevölkerungen Osteuropas bezahlten den größten Blutzoll im Zweiten Weltkrieg.   Und nun versucht nicht nur der ukrainische Ministerpräsident Jazenuk diese Fakten umzudeuten. Bei einem seiner Besuche in Deutschland konnte er unwidersprochen behaupten, dass die aktuellen Ereignisse in der Ostukraine denen im Zweiten Weltkrieg ähnelten und man in Russland den Aggressor sehen müsste, während die ukrainischen Faschisten in Kooperation mit den Deutschen dagegen gehalten hätten. Das verkehrt die Tatsachen und klittert die Geschichte. Einseitige Debatten um das Kriegsende   Aber insgesamt tragen die betont einseitigen Debatten um das Kriegsende, die zum Beispiel die Vergewaltigung deutscher Frauen allein schwarzen US-Amerikanern und der Roten Armee zuweisen, ihren Teil dazu bei, dass das Gedenken der Befreier vom Faschismus einen starken Westdrall erhält. Und nun setzt die Bundeswehr und mit ihr die Bundesregierung noch eins oben drauf und geht soweit, dass das Gedenken vollkommen umgedeutet werden könnte.   Zum 70. Jahrestag der Kapitulation NAZI-Deutschlands, um den es schon Streit wegen der Nichtteilnahme Angela Merkels an den Feierlichkeiten in Moskau gab, wird in diesem Jahr nicht Russland, sondern der Bundeswehr und der NATO gedacht. Man lädt zum Ball mit 5-Gänge-Menü ins Palais am Funkturm zu Berlin, um den 60. Geburtstag des Beitritts der Bundeswehr zur NATO zu feiern. Toll.   Offensichtlich ist das nötig, um den Kriegskurs fortsetzen zu können, auf dem wir uns seit nunmehr 16 Jahren befinden. Die NATO-Doktrin 1999 markiert den Wendepunkt, nachdem mit dem NATO-Krieg auf dem Balkan der Damm gebrochen war, der nach dem Zweiten Weltkrieg das Motto „Nie wieder Krieg!“ ausrufen ließ. Wie uns PR-Agenturen damals auf die Kriegsbeteiligung als „humanitäre Intervention“ eingeschworen haben, ist bei Jörg Becker und Mira Beham nachzulesen: „Operation Balkan – Werbung für Krieg und Tod“. Christlicher Klerus als Vorbild?   Lange vor dem 9. Mai wurde der 9. November vereinnahmt und damit schleichend umgedeutet. Durch den Fehler oder Plan des DDR-Funktionärs Günter Schabowski wurde die für den 10. November durch Egon Krenz geplante Maueröffnung bereits am Abend des 9. November ausgerufen. Seither droht das Gedenken des vielfach historisch belegten 9. November – allem voran wegen des antisemitischen Pogroms 1938 – in den Jubelfeierlichkeiten zur Deutschen Einheit unterzugehen.   Vielleicht hat man hier von der Geschicklichkeit des christlichen Klerus gelernt, alte heidnische Bräuche dadurch zu bekämpfen, dass man sie übernahm und in christliche Feiertage umwandelte. Gegen den Bundeswehrball und die Geschichtsklitterung am 9. Mai macht sich der zärtlich organisierte Widerstand eher bescheiden aus. Am Vormittag sollen am Ehrenmal für die russischen Soldaten in Treptow Blumen niedergelegt werden. Und zum Krachschlagen im wahrsten Sinne des Wortes lädt die Friedenskoordination auf den Hammarskjöldplatz ein – um 18 Uhr.   Auf Medienaufmerksamkeit darf man für beides kaum hoffen, schließlich sind die meisten Vertreter unserer imaginierten Vierten Gewalt konform mit der NATO-Doktrin oder verschweigen ihren Protest.   Dr. Sabine Schiffer leitet das "Institut für Medienverantwortung" in Erlangen und Berlin (mit frdl. Genehmigung veröffentlicht)
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
24x
yasni 06.05.15  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im Mai

Liebe Freunde des Sendesaales, .... und schon ist bald der Mai gekommen. Zeit, Sie vorher über unsere Veranstaltungen im Wonnemonat zu informieren. Sollten Sie um Pfingsten herum in Bremen sein, finden Sie bei uns ein reichhaltiges Konzertangebot, u.a. allein 4 Abende mit herausragenden Musikern aus den benachbarten Niederlanden, am 8.5. das Ensembe Fugara mit eher kontemplativer  Musik (als Gast dabei die Sängerin Simin Tander),  am 13. das Kollektiv Batik um den Pianisten Wolfert Brederode, am 14. ein Solokonzert mit der eindrucksvollen Harfenistin Lavinia Meijer u.a. mit Musik von Ludovico Einaudi, und am 29. das Trio des Pianisten Rembrandt Frerichs. Oder noch als kleiner Extratipp für den 9. Mai die sehr unterhaltsame österreichische Klarinettenkapelle Faltenradio. Nähere Informationen zu diesen und 7 weiteren Veranstaltungen finden Sie weiter unten. Kommen Sie gerne und zahlreich! Für heute allerbeste Grüße Ihr Peter Schulze Es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass die Verweilqualität vor und nach den Konzerten im Sendesaal sich durch das öffentliche Restaurant Geerdes am Sendesaal sehr erhöht hat. Geben Sie sich die Zeit. Ein Besuch lohnt sich. Das Geerdes ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Inhalt 06.05. Lutz Görner, Nadia Singer: Eine italienische Nacht 08.05. FUGARA feat: Simin Tander 09.05. Faltenradio 10.05. salonorchesterweimar 13.05. Musik aus Holland: Batik 14.05. Lavinia Meijer, Harfe 16.05. Rohrer/Erdmann/Möbus/Courtois 21.05. Saltarello: Alexander Kim 22.05. Cyminology 23.05. Shai Maestro Trio 29.05. Rembrandt Frerichs Trio 30.05. Sinfonia Insieme: Eindeutig Vielfältig 06.05. Lutz Görner, Nadia Singer: Eine italienische Nacht Mittwoch, 06. Mai 2015 | 19:30 Uhr | Tickets 28 Euro Nach ihrem erfolgreichen Beethovenabend im November letzten Jahres kehren der Rezitator Lutz Görner und die Pianistin Nadia Singer mit einer italienischen Nacht in den Sendesaal zurück. Eine italienische Nacht Musik und Texte von Rossini, Bellini, Liszt, Donizetti u. Boccaccio Lutz Görner – Rezitation Nadia Singer – Klavier NADIA SINGER Nadia Singer wird, wie bei den Beethovenabenden, auch mit „Italien“ das Publikum zum Staunen, zum Lächeln und zum Jubeln bringen. Nadia Singer, die seit zwei Jahren in Weimar lebt, kommt aus Rostow am Don, wo sie auch studierte und ihr Konzertexamen abgelegt hat. Betreut wird die junge Künstlerin vom berühmten St. Petersburger Pianisten und langjährigem Professor an der Musikhochschule Franz Liszt in Weimar, Grigory Gruzman, der sie innerhalb eines Jahres zum ersten Preis beim internationalen Rachmaninow-Wettbewerb in Frankfurt/M. geführt hat. Die Presse schrieb: „ Ihre ausgeprägte Musikalität verbindet Nadia Singer mit technischer Perfektion. Sie spielt kraftvoll, sinnlich, bildhaft, frech-frivol, spannungsreich, anregend, fantasievoll und virtuos.“ LUTZ GÖRNER Der ehemalige Rezitator versucht seit vier Jahren auch auf musikalischem Gebiet, seinen Zuhörern Freude zu bereiten und Klavierabende wieder für viele attraktiv zu machen. Nach Abenden mit Liszt, Chopin, Wagner und Beethoven hat er die Highlights der italienischen Musik ausgewählt und wird Franz Liszts Briefe aus und über Italien lesen. Ein Ereignis ganz besonderer Art im Zusammenspiel mit Nadia Singer. Eine Veranstaltung der Konzertagentur Karin Kulmer 08.05. FUGARA feat: Simin Tander Freitag, 08. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Kontemplative Musik aus Europa mit Paul van Kemenade (NL, Altsax), Tom Arthurs (UK, Trompete), Stevko Busch (D, Piano) und Markku Ounaskari (FI, Schlagzeug). Als Gast dabei: die Sängerin Simin Tander. Aus der Stille des Sendesaales heraus. FUGARA Tom Arthurs - Trompete Paul van Kemenade - Saxophon Stevko Busch - Piano Markku Ounaskari - Schlagzeug als Gast: Simin Tander - Gesang Fugara 1. (sufi): Menschen die nichts besitzen – und von nichts besessen sind 2. Orgelregister mit dem Klang einer Hirtenflöte Das Glühen im Zentrum Artikel von Henning Bolte Das Quartett des Pianisten Stevko Busch macht Musik mit Einflüssen aus unterschiedlichsten östlichen und westlichen Quellen, die von ihm und den anderen Musikern wohlerwogen gewählt und transformiert werden. Der Pianist erscheint eher als zurückhaltender Musiker, der seine Aufgabe hauptsächlich darin sieht, bei seinen Mitmusikern etwas auf den Weg zu bringen, das diese zum Strahlen bringt und das Zentrum der Musik zum Glühen. Sein Duo mit dem vielseitigen Altsaxofonisten Paul van Kemenade bietet die Keimzelle für die Art der Musik, die auf dem Album CONTEMPLATION zu hören ist. Busch und Van Kemenade verbinden hier die Spiritualität von Abdullah Ibrahims Musik mit der Inbrunst und Versunkenheit orthodoxer Klänge Russlands und anderer östlicher Quellen. Brachte Busch dabei Van Kemenade in eine neue Richtung, so öffnete Van Kemenade der Musik mit seinem bewegenden Saxofonton weiterreichende Klanghorizonte. Hieraus ergab sich eine natürliche Verbindung zu zwei Musikern, von denen jeder auf seine Weise diesen Horizonten Kontur verleihen kann und die Klanglandschaft in zusätzliche wunderbare Lichtschattierungen tauchen lässt. Dies gilt auf Bläserseite für den subtilen und beweglichen Trompetenklang von Tom Arthurs sowie auf der Seite der perkussiven Farbgestaltung für das melodiegerichtete Schlagzeug von  Markku Ounaskari. Beide Musiker tauchen hier in einen musikalischen Zusammenhang ein, der offen für wechselseitige Tönung ist. Diese entsteht aus den verschiedenen Komplementaritäten, etwa der beiden Bläserstimmen oder von Linienführung und Einbettung. Seit seinem Debut 2011 mit Markus Stockhausen hat FUGARA auf internationalen Festivals Erfolge gefeiert. Seit 2014 hat  der jüngere Tom Arthurs dessen Part übernommen, und erweitert damit das Spektrum der Gruppe mit seinem Spiel und seinen Kompositionen um feine Nuancen. 09.05. Faltenradio Samstag, 09. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Aus Österreich kommt diese so hochprofessionelle wie lustig kurzweilige Kapelle von Klarinettisten. Entertainment vom Feinsten! Faltenradio ist übrigens kein Radio zum Falten sondern ein anderer Ausdruck für Ziehharmonika - und die gibt es neben all den Klarinetten auch zu hören. FALTENRADIO Alexander Maurer- Klarinette, Baßklarinette, Harmonika, Perkussion Alexander Neubauer- Klarinette, Bassetthorn, Baßklarinette, Harmonika Stefan Prommegger - Gesang, Baßklarinette, Klarinette, Harmonika Matthias Schorn - Klarinette, Perkussion, Harmonika Lukas Beck - Fotos und Regie Klarinetten, wunderschön gespielt, berühren Sie wie menschliche Stimmen, singen klar und fein, tanzen virtuos und dann … ... dann setzt ein Faltenradio ein…und dann noch ein Faltenradio. Wild und gefährlich, romantisch und edel. Die vier jungen Männer wissen, was Stil hat, darum haben sie sich für ihr erstes Programm auch in einem Elektroboot ablichten lassen. Aber das ist eine andere Geschichte. Wer etwas über Musik weiß, kann bei Faltenradio noch mehr erfahren, miterleben und sogar ein Quiz gewinnen. Wer nichts von Musik versteht, genießt und lernt und genießt. (Regisseur Lukas Beck über Faltenradio) Kritiker und Zuhörer geraten bei Auftritten von Faltenradio gleichermaßen ins Schwärmen. Von „Musikantentum im allerbesten und allerersten Sinne“ ist die Rede, von „Musik, die in keine Schublade passt“ oder von einem „Flirt mit der Musikgeschichte, der anregender nicht sein hätte können“.Wieso hat das österreichische und deutsche Publikum über Jahrzehnte warten müssen, bis sich vier junge Burschen all den Themen, die Bildungspolitikern und Feuilletonjournalisten seit vielen Jahren unter den Nägeln brennen, annehmen? Zum Glück sind sie jetzt ja da, die vier Multiinstrumentalisten aus Salzburg und der Steiermark.Mit ihren bisher zwei Bühnenprogrammen „Faltenradio“ (2009) und „ZOO“ (2012) setzen sie völlig neue Maßstäbe. Die Instrumente werden gewechselt wie die Hemden, die vier Musiker sind eben alles: Kabarettisten, hochbegabte und gut ausgebildete Musikanten, in Volkstänzen bewanderte Akrobaten und allesamt Comedians, die für eine gute Bühnenshow die seltsamsten Positionen einzunehmen bereit sind.Gefeierte Auftritte führten die vier Musiker in den Wiener Musikverein, ins Wiener Konzerthaus oder ins Wiener Radiokulturhaus. Auf Reisen gastiert Faltenradio bei renommierten internationalen Musikfestivals wie Rheingau Musikfestival, Luzern Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Festival Allegro Vivo, Attergauer Kultursommer, Drumherum Regen, Horizonte Landeck, Güssinger Kultursommer, PalmKlang Oberalm oder Diabelli Sommer Mattsee. Faltenradio hat verstanden, dass die Volksmusik es wert ist, auf die  Bühne gebracht zu werden. Musik ist nicht weniger wichtig, nur weil sie aus der Tradition stammt. Und klassische Musik wird durchaus befruchtet und neu beleuchtet, wenn sie sich neben Jazz oder Klezmer platzieren kann. In diesem Sinne ist Faltenradio ein Ensemble mit im wahrsten Sinne des Wortes vier Global Playern, die an das Phänomen Musik glauben! „They serenaded, jazzed and rocked the Mozartsaal – always at the highest professional level.“ (ConcertoNet.com, Juni 2012) Faltenradio sind: ALEXANDER MAURER - Klarinette, Baßklarinette, Harmonika, Perkussion geboren 1985 in Salzburg – Musikstudien in München und Linz Unterrichtstätigkeit im Fach Diatonische Harmonika Moderator und Volksmusikant aus Leidenschaft ALEXANDER NEUBAUER - Klarinette, Bassetthorn, Baßklarinette, Harmonika geboren 1976 in der Steiermark – Musikstudien in Graz und Wien Klarinettist und Bassklarinettist der Wiener Symphoniker Genießer und Volksmusikant aus Leidenschaft STEFAN PROMMEGGER - Gesang, Baßklarinette, Klarinette, Harmonika geboren 1982 in Salzburg – Musikstudien in Salzburg und Linz Unterrichtstätigkeit am Musikum Salzburg Allrounder und Volksmusikant aus Leidenschaft MATTHIAS SCHORN - Klarinette, Perkussion, Harmonika geboren 1982 in Salzburg – Musikstudien in Salzburg und Wien Soloklarinettist der Wiener Philharmoniker Workaholic und Volksmusikant aus Leidenschaft LUKAS BECK - Fotos und Regie geboren 1967 in Wien – freischaffender Künstler Lichtbildner und Regisseur aus Leidenschaft 10.05. salonorchesterweimar Sonntag, 10. Mai 2015 | 17:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 9 Euro) Berlin - Paris - San Francisco Das salonorchesterweimar setzt vielen bekannten, während des NS-Regimes vertriebenen oder ermordeten jüdischen Künstlern ein musikalisches Denkmal von wunderbarer Leichtigkeit. salonorchesterweimar: Boris Raderschatt - Gesang Justyna Niznik - Violine Franziska Frolik - Violine Klaus Wegener - Klarinette/Saxophon Stefan Rauschelbach - Klavier Martin Lentz - Kontrabass Jürgen Schneider - Schlagzeug Regie: Dominik Wilgenbus Eine unglaubliche Anzahl großartiger jüdischer Künstler ist während der NS-Herrschaft ermordet, ins Exil getrieben und ihrer Heimat, der deutschen Sprache, beraubt worden. Einer dieser fantastischen Textdichter war Fritz Löhner Beda, der unvergessenen Gassenhauern wie 'Ich hab mein Herz in Heidelberg verloren' oder 'Ausgerechnet Bananen' den sprachlichen Odem einhauchte. Neben Schlagern von Interpreten wie Kurt Gerron, der in den zwanziger Jahren der erste Mackie Messer in Brechts Dreigroschenoper war, erklingen auch Melodien von Walter Jurmann, der als Person fast vergessen ist. Nicht so aber seine Lieder: 'San Francisco', die Hymne der kalifornischen Metropole und 'A message from the man in the Moon', welches Josephine Baker sang, werden vom salonorchesterweimar neu interpretiert. Unter den großartigen Komponisten, die Deutschland verlassen mussten, fanden sich aber auch bekannte Namen wie Friedrich Hollaender, Georg Kreisler und Werner Richard Heymann. In einer bunten, kontrastreichen und ebenso mitreißenden wie bewegenden Reminiszenz erinnert das salonorchesterweimar an diese kreativen Künstler, um ihnen ein musikalisches Denkmal zu setzen. Ohne Schwermut, sondern mit der Leichtigkeit und dem Charme jener wunderbaren kleinen Kunstwerke, die jedem Hörer noch immer ein Lächeln auf das Gesicht zaubert. Begleiten Sie das salonorchesterweimar auf seiner musikalischen Reise von Berlin bis nach San Francisco. Eine Veranstaltung von salonorchesterweimar 13.05. Musik aus Holland: Batik Mittwoch, 13. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das neue Kollektiv um den Pianisten Wolfert Brederode und den Schlagzeuger Joost Lijbart bringt meditative Musik in der Sendesaal. Batik Joost Lijbaart – Schlagzeug/Perkussion Wolfert Brederode - Piano Ed Verhoeff - Gitarre 
 Mark Haanstra - Bass Batik ist ein neues Kollektiv, das hervorgegangen ist aus dem Duo Lijbart und Brederode, welches bereits seit 2005 zusammenspielt. Wobei die Verschmelzung der Instrumente miteinander bei Batik eine neue Dimension gewinnt. Das zeigt sich auf dem neuen Album Headland, das inspiriert wurde von der Stoffkünstlerin Claudy Jongstra, die auf sehr spezielle Weise mit Wolle und Pflanzen und nur mit ihren eigenen Händen  durch filzen sehr lebendige Wandteppiche  herstellt. Es gibt kein besseres Symbol für das, worum es bei Batik geht. Das sagt die Presse über Headland ... The new quartet delivers a beauty of an album .. (4 Sterne, Jasper Jan Tamboer, Parool) …Just wonderful ... (4 Sterne, Gijsbert Room, De Volkskrant) So subtle ... and played with nuance that you get butterflies in your stomach ... (Mattie Poels, Music Frames) ... ein Fest für die Ohren ... (5 Sterne, Dutch Dagblad) 14.05. Lavinia Meijer, Harfe Donnerstag, 14. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Die niederländische Starharfenistin mit koreanischen Wurzeln, Lavinia Meijer, hat schon die Komponisten Philip Glass und Ludovico Einaudi mit ihren Bearbeitungen von deren Kompositionen ins Staunen gebracht. Lavinia Meijer - Harfe spielt Werke von Philip Glass, Erik Satie, Ludovico Einaudi u.a. Lavinia Meijer wurde 1983 in Korea geboren und 1985 von einer holländischen Familie adoptiert. Mit 9 Jahren begann sie Harfe zu spielen, zwei Jahre später studierte sie bereits am Konservatorium in Utrecht und später in Amsterdam. Sie gewann diverse Wettbewerbe in den USA, Frankreich, der Schweiz, Israel und Österreich und konzertiert in den großen Sälen der Welt wie der Carnegie Hall in New York oder dem Musikvereinssaal in Wien. Im Dezember 2014 debütiert sie in der Berliner Philharmonie. Neben dem klassischen Harfenrepertoire experimentiert Lavinia Meijer mit elektronischer Musik, Theatermusik, klassischer Moderne, Jazz und Pop. Einige Komponisten haben ihr Kompositionen gewidmet und Komponisten wie Philip Glass oder Tan Dun preisen ihre hohen technischen Fertigkeiten. Sie erreicht durchaus ein junges Publikum und spielt im traditionellen Concertgebouw in Amsterdam ebenso gerne wie im Rockschuppen Paradiso. 2009 bekam sie in Holland die höchste Auszeichnung für klassische Musiker, den Dutch Music Prize. 2011 folgte der Edison Award für ihr Album Fantasies & Impromptus. Ebenfalls 2011 unterstützte der Komponist Philip Glass persönlich Lavinias Einspielungen seiner Kompositionen für die CD Metamorphosis/The Hours, die höchstes Lob in der Presse erntete und Platinstatus erreichte. Im Funkhaus Nalepastrasse/Berlin nahm der renommierte Tonmeister Andreas Neubronner Lavinia’s CD Passagio mit Kompositionen von Ludovico Einaudi auf. Er produzierte dort auch das aktuelle Album Voyages mit Stücken von Maurice Ravel, Claude Debussy, Érik Satie und Yann Tiersen, das im März 2015 erscheint. 16.05. Rohrer/Erdmann/Möbus/Courtois Samstag, 16. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Der Schweizer Schlagzeuger Samuel Rohrer kommt in den Sendesaal zurück, um mit dem Saxophonisten Daniel Erdmann, dem Gitarristen Frank Möbus und dem Cellisten Vincent Courtois seine neue Produktion „Eleven Songs About Real Utopia“ vorzustellen. Daniel Erdmann -Saxophon Frank Möbus - Gitarre Vincent Courtois - Violoncello Samuel Rohrer - Schlagzeug Dieses Quartett setzt auf den reichhaltigen Schatz der jeweiligen musikalischen Erfahrungen seiner Mitglieder: Rocksounds, Jazzfeeling, Popmusik, Freie Improvisationen ebenso wie klassische Kompositionen - alles braut sich zusammen und führt klanglich organisch zu einer eigenwilligen stilistischen Synthese. Daniel Erdmann spielt sein Saxophon in der ihm eigenen Vielfalt bei doch klarer Identität. Cellist Vincent Courtois wechselt ebenso so schnell von Bogen zu Pizzicato wie von Basslinien zur Melodieführung. Frank Möbus jagt seine Gitarre durch ein ganzes Arsenal von Effektgeräten zu sphärischen Klängen oder heulenden Rocksounds. Co-Leader Samuel Rohrer steuert einige einfallsreiche Kompositionen zum Bandrepertoire bei. Er behandelt sein Schlagzeug als weit mehr als nur rhythmisches als ein melodisches Instrument, das alle dynamischen Möglichkeiten auslotet und sich elastisch und stets punktgenau in den Bandklang einbringt. Ulrich Steinmetzger schreibt zu dem neuen Album Eleven Songs About Real Utopia, das am 17. April 2015 erscheint: Auf dieser wieder imponierenden und nun schon dritten CD schreiben Daniel Erdmann, Samuel Rohrer, Frank Möbus und Vincent Courtois ihre schweizerisch-französisch-deutsche Geschichte fort. Diese Band ist ein Glücksfall. Ihr Spektrum ist breit, es setzt auf Gemeinschaft und nicht auf das Selbstdarstellerische des Einzelnen. Es ist eine gute Nachricht, dass die Band ihr Konzept schlüssig weiterentwickeln konnte. Mal schwelgerisch schwebend, dann wieder enorm zupackend, immer wach und fintenreich und voll von musikalischem Raffinement lädt das in offene Räume ein, die ausgeschritten und bedachtsam gefüllt werden. Die ersten beiden CDs hatten das Schwebende von Wolken im Titel als schöne Metapher für diese Klänge, in denen sich Komposition und Improvisation die Waage halten. Grunge-Einflüsse kann man ebenso hören wie ein kammermusikalisches Cello, auf- und abschwellende Gitarrenmorsezeichen ebenso wie ein emanzipiertes Schlagzeug als Melodieinstrument, das Saxofon kann Rhythmusfunktion übernehmen, aber auch erdig losgehen. Und vor allem spielt diese betörende Band nie am Hörer vorbei. Nun geht es um reale Utopien und den Sound dafür. Es geht nicht darum, ob der nun Jazz, Rock, Pop oder moderne Klassik heißt. Das tritt hinter das Staunen über diese ausgreifende und doch konzise Musik zurück. Es zählt der Gruppenklang, der sich mit erstaunlicher Tiefenschärfe entfaltet, immer schlüssiger wird und in unverbrauchter Weise Stimmungen, Nuancen und Details zum Abheben bringt, ohne allerdings die Bodenhaftung zu verlieren. Die Elastizität dieser mit Drive und Dramaturgie geknüpften Geflechte ist enorm, der Bandorganismus hat etwas Magisches. Aufgerauter Impressionismus in einer unverwechselbaren Formensprache: Jeder der Beteiligten ist in diversen Kontexten als außergewöhnlicher Instrumentalist gefeiert worden. Diese Musik hat das zur Voraussetzung, ohne es ausstellen zu müssen. Sie definiert auf wundersame Art dieses Mehr, das nur gute Kunst zu erzeugen vermag, und muss sich dabei nicht aufdrängen, viel zu bewusst ist sie sich ihrer Mittel. „Ungeahnte tonale Möglichkeiten“, bescheinigte ein Kritiker dem Debüt von 2011, ein anderer hörte „eigentümliche, bei aller Zartheit fesselnde Musik“ als „H.henflüge der verschiedensten Arten“, als „Ereignis“, als „enorm abwechslungsreiche  Gruppenverschränkungen. Erdig, detailprall, rockig, zeitgemäß.“ Der Hörer sei eingeladen, „sich von den coolen Songs das Herz wärmen zu lassen“. Exakt darum geht es. 21.05. Saltarello: Alexander Kim Donnerstag, 21. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro / 5 Euro) Den Saltarello Preis beim TONALi Grand Prix 2014 in Hamburg erhielt der koreanische Geiger Alexander Kim. Dies ist sein Preisträgerkonzert. Alexander Kim - Violine Boris Kusnezow - Piano Programm: Johannes Brahms: 3. Sonate Claude Debussy: Sonate Franz Waxman: Carmen-Fantasie u.a. Alexander Kim wurde 1992 in Südkorea geboren, kam 1996 nach Deutschland und hatte im Alter von 6 Jahren seinen ersten Geigenunterricht bei Herrn Houssam Mayas an der Westfälischen Schule für Musik in Münster. Von 2002 bis 2013 war er Jungstudent an der Musikhochschule in Münster bei Prof. Helge Slaatto. Seit 2013 ist er Student bei Prof. Antje Weithaas an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin. Weitere musikalische Akzente erhielt er durch Meisterkurse bei Rainer Kussmaul, Ana Chumachenko und Zakhar Bron. 2007 konnte Alexander Kim bei einem Jugendwettbewerb in Kopenhagen, ausgeschrieben von der dänischen Tageszeitung Berlinske Tidende, eine Goldmedaille gewinnen und wurde beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert in der Kategorie Alte Musik mit dem 1. Preis ausgezeichnet. 2010 gewann er beim Bundeswettbewerb „Jugend Musiziert“ in Lübeck den ersten Preis in der Kategorie Violine Solo. Ausserdem erhielt er im September 2012 den Förderpreis Rising Stars des Initiativkreises Mönchengladbach. Auf Empfehlung der Deutschen Stiftung Musikleben spielte er im Sommer 2012 beim Rheingau Musik Festival. 2014 war er Finalist beim „Tonali Grand Prix“ in Hamburg und erhielt zudem den saltarello-Preis. Boris Kusnezow Der Durchbruch des Pianisten Boris Kusnezow begann 2009 mit dem Gewinn des Deutschen Musikwettbewerbs. Zwei Jahre später feierte er sein Debüt in der Carnegie Hall und wurde für eine beeindruckende Interpretation („most impressive interpretation“) von der New York Times hoch gelobt. Boris Kusnezow erhielt erste Preise beim Steinway-Wettbewerb in Hamburg und in Berlin. 2009 war er Preisträger beim internationalen Wettbewerb Concours Grieg in Oslo und beim KlavierOlymp im Rahmen des Kissinger Sommers. 2011 wurde er mit dem ersten Pianistenpreis beim „Paula-Salomon-Lindberg“-Wettbewerb in Berlin ausgezeichnet. Im Jahr 2012 erhielt Boris Kusnezow gemeinsam mit der Geigerin Byol Kang ein Fellowship des renommierten britischen Borletti-Buitoni Trusts. Boris Kusnezow wurde 1985 in Moskau geboren und erhielt seinen ersten Klavierunterricht an der traditionsreichen Gnessin-Akademie. Seit 2004 studiert er bei Prof. Bernd Goetzke an der Musikhochschule Hannover. Dazu ergänzt Boris Kusnezow seine Ausbildung durch ein Studium der Liedbegleitung und Kammermusik bei Prof. Jan Philip Schulze und Prof. Markus Becker. Seine Konzerte führten Boris Kusnezow in zahlreiche europäische Länder sowie nach Asien, die USA und Südafrika. In Deutschland trat er unter anderem im großen Saal der Laeiszhalle Hamburg, im Konzerthaus am Gendarmenmarkt, im Prinzregententheater sowie im Gasteig München und in der Berliner Philharmonie auf. Boris Kusnezow ist Stipendiat der Deutschen Stiftung Musikleben sowie der Studienstiftung des deutschen Volkes. 22.05. Cyminology Freitag, 22. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das Quartett aus Berlin um die persischstämmige Sängerin Cymin Samawatie präsentiert seine neue CD Phoenix und bringt als Gast den Bratschisten Martin Stegner von den Berliner Philharmonikern mit. Cyminology Cymin Samawatie - Gesang Benedikt Jahnel -­ Piano Ralf  Schwarz -­ Bass    Ketan Bhatti -­ Schlagzeug Special Guest: Martin Stegner -­  Viola (Berliner Philharmoniker) Das Berliner Quartett Cyminology verbindet persische Lyrik und kammermusikalische, zeitgenössische Musik: Ost und West, Alt und Neu in berührender Synthese. Die subtile, doch dynamische und sanft pulsierende Musik der Gruppe (gegründet 2002) entsteht aus dem Klang der persischen Sprache heraus. „Phoenix“ (Frühjahr 2015) ist bereits die dritte Veröffentlichung der Band für das Münchner Label ECM. Cyminology wird auf diesem Album bereichert durch Gastmusiker Martin Stegner (Viola, Berliner Philharmoniker), der auch als special guest bei diesem Konzert dabei sein wird. In den Kompositionen von Cymin Samawatie verschmelzen die Klangfarben des Impressionismus mit der Lebendigkeit des zeitgenössischen Jazz. Sie vereint neue Kompositionsstrukturen mit Kammermusik, freie Improvisationen und Minimalismus mit persischer Lyrik von Rumi, Hafis und Khayyam. Das neue Album „Phoenix“ widmet sich vor allem der persischen Dichterin des 20. Jahrhunderts Forough Farrokhzaad. Cyminology erschafft einen Raum, in dem sich postmigrantische europäische Kultur in Musik und Poesie ausdrückt. Es ist ein spannungsreiches Erlebnis, Cyminology live zu hören und die einfühlsame Interaktion des Ensembles zu erleben. 23.05. Shai Maestro Trio Samstag, 23. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das Trio des israelischen Pianisten Shai Maestro, das im letzten Jahr bei der jazzahead! für Furore sorgte, mit neuem Album unterwegs. Shai Maestro Trio Shai Maestro – Piano Jorge Roeder – Bass Ziv Ravitz – Schlagzeug Als besonders spielfreudiger und einfallsreicher Pianist sorgt der in New York lebende Israeli Shai Maestro bereits in der Band des Bassisten Avishai Cohen international für großes Aufsehen. Nach fünf gemeinsamen Jahren auf den großen Bühnen der Welt trat er 2011 mit seinem eigenen Trio ins Rampenlicht und präsentierte sein Debüt-Album beim renommierten französischen Label Laborie Jazz. Shai Maestro, Jahrgang 1987, lernte ab fünf Jahren Klavier, gewann während und nach seinem Studium in Israel mehrere wichtige Preise sowohl für klassisches als auch Jazz-Piano und kommt nach seinem Studienabschluss mit einem Stipendium nach New York. Das junge Trio mit Musikern aus Brooklyns aktueller Jazzszene, seinem Landsmann Ziv Ravitz  (Zusammenarbeit  u. a. mit Lee Konitz,  Joe Lovano, Florian Weber und  Nicolas Simion) und dem peruanischen Bassisten Jorge Roeder (Zusammenarbeit u. a. mit Gary Burton, Roy Haynes, Steve Lacy und Kenny Werner) bereichert die Tradition des klassischen Jazz-Trios mit vielen eigenen Ideen. Ein starker Fokus auf dem Rhythmus und die vielschichtige Dynamik zeichnen sein Klavierspiel aus. Seine Musik verbindet Pop, Jazz und Improvisation. 
 Shai Maestro wurde international als eines der ganz großen neuen Glanzlichter unter den Jazz-Piano-Virtuosen gefeiert und bereits in 20 Länder eingeladen, um seine Musik zu präsentieren, u. a. bei den großen internationalen Jazzfestivals in  Paris (Jazz à la Villette und St.- Germain des Près), Marciac Jazz Festival, Nice Jazz Festival, Limoges (Festival Eclat d´Email), Chamonix (Cosmos Jazz Fest), Venezia Jazz Festival, Verona (Cantine dell´Arena), Padova Jazz Festival, Stockholm (Skansen Festival), Athen (Municipal Jazz Festival), Madrid Jazz Festival, JazzFestBrno, Ostende (Festival Storm), Saarbrücken (Jazz-Syndikat Festival), Jazzkaar Festival (Tallin, Estland), Montreal Jazz Festival, Sao Paulo (Jazz nos Fundos) und Belo Horizonte (Savassi Festival). Shai Maestros im Herbst 2013 vorgelegtes zweites Album „The Road To Ithaka stellte er im Herbst 2013 und Frühjahr und Sommer 2014 in Europa, Nordamerika und Japan auf großen mehrwöchentlichen Release-Tourneen vor. Das dritte Album des Trios wird im März 2015 ebenfalls wieder bei Laborie Jazz erscheinen. 29.05. Rembrandt Frerichs Trio Freitag, 29. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Zum wiederholten mal im Sendesaal: das Trio des lyrischen Pianisten Rembrandt Frerichs aus den Niederlanden. Rembrandt Frerichs Trio Rembrandt Frerichs - Piano Guus Bakker - Bass Vinsent Planjer - Schlagzeug Rembrandt Frerichs ist ein Pianist mit weitem Horizont. Er ist vertraut mit der amerikanischen Jazztradition, will aber ausgetretene Pfade vermeiden. Es inspiriert ihn sowohl die klassische europäische Musik als auch seine Leidenschaft für arabische Musik, die er in einem 2-jährigen Ägyptenaufenthalt entwickelte. Der jetzt 34-jährige machte mit 23 sein Debut beim North Sea Festival und studierte sowohl in New York als auch in Holland. Bereits sein Debutalbum 2007 wurde für den Edison Award nominiert. 30.05. Sinfonia Insieme: Eindeutig Vielfältig Samstag, 30. Mai 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 10 Euro (ermäßigt 10 Euro / 5 Euro) Hochschulorchester der HfK Bremen Solisten:  Han Tol, Harrie Starreveld und andere Leitung:    Thomas Klug Das Semesterkonzert des Hochschulorchesters der HfK Bremen steht unter dem Motto 
„eindeutig vielfältig“. 
Als Orchesterwerk wird die fünfte Sinfonie von Franz Schubert erklingen, die Flötisten Han Tol und Harrie Starreveld werden ein Doppelkonzert von Telemann spielen. Es gibt Jazz und auch noch ein zeitgenössisches Werk. Das genaue Programm finden Sie auf unserer Website www.sendesaal-bremen.de unter Konzerte. Eine Veranstaltung der Hochschule für Künste Bremen Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
18x
yasni 30.04.15  +  

Newsletter Sendesaal Bremen: >> Unsere Konzerte im April

Liebe Freunde des Sendesaales, Produktionen aus dem Sendesaal erlangen immer häufiger internationale Anerkennung. Das freut uns sehr. Die Produktion der Kammeroper La Descente D'Orphée Aux Enfers von M. A. Charpentier, die im Juli 2013 mit dem Boston Early Music Festival Orchestra im Sendesaal entstand, wurde von der amerikanischen Recording Academy in Los Angeles mit einem Grammy als weltbeste Opernaufnahme des Jahres ausgezeichnet. Die Nachfolgeproduktion Niobe, die im Januar 2015 veröffentlicht wurde, erhielt im Februar in Frankreich den begehrten Diapason d'or und wurde im März in England Record of the Month im Gramophone Magazine. Ebenfalls einen Diapason d'or erhielt im März die neue CD des Tetzlaff Quartetts, die 2013 im Sendesaal aufgenommen worden war - und eine ravisante Rezension im Gramophone Magazine dazu. Herzlichen Glückwunsch allen Beteiligten an dieser Stelle, besonders auch den beiden Produzenten Renate Wolter-Seevers und Christoph Franke. Nun zu unseren Konzerten im April. Neben zwei Liederabenden mit Armin Kolarczyk (11.4.) und Julian Prégardien (21.4.) gibt es im wesentlichen Konzerte aus dem weiten Bereich des Jazz: z.B. den finnischen Pianisten Iiro Rantala (12.4.), das angesagte Trio Phronesis (18.4.), das Andromeda Mega Express Orchestra (22.4.) und während der jazzahead! clubnight (25.4.) ein besonderer Höhepunkt: die renommierte Plattenfirma ECM präsentiert gleich vier ihrer neuesten Veröffentlichungen live auf der Bühne des Sendesaales. Alles Nähere finden Sie weiter unten. Für heute allerbeste Grüße und ein frohes Osterfest einstweilen Ihr Peter Schulze Es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass die Verweilqualität vor und nach den Konzerten im Sendesaal sich durch das öffentliche Restaurant Geerdes am Sendesaal sehr erhöht hat. Geben Sie sich die Zeit. Ein Besuch lohnt sich. Das Geerdes ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Inhalt 11.04. Liederabend: Armin Kolarczyk 12.04. Solopiano: Iiro Rantala 17.04. Michael Jaeger KEROUAC (CH) 18.04. Phronesis 19.04. Christian Lillingers GRUND 21.04. residenz@sendesaal: Julian Prégardien „An die Geliebte“ 22.04. Andromeda Mega Express Orchestra 25.04. jazzahead! ECM clubnight 11.04. Liederabend: Armin Kolarczyk Samstag, 11. April 2015 | 19:30 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) In seinem neuen Liederabend beschäftigt sich der Bariton Armin Kolarczyk unter dem Titel "Wie das Meer ist die Liebe" mit Alma Mahler-Werfel. Begleitet wir er von seiner neuen Pianistin Jeannette La Deur. Armin Kolarczyk - Bariton Jeannette La Deur - Klavier Liederabend „Wie das Meer ist die Liebe“ Alma und Gustav Mahler Alexander Zemlinsky Alma Mahler-Werfel gehört zu den bemerkenswertesten und zugleich umstrittensten Frauengestalten des 20. Jahrhunderts. Sie hatte enge Beziehungen nicht nur zu Gustav Mahler, Franz Werfel und Alexander Zemlinsky, sondern auch zu Gustav Klimt, Walter Gropius und Oskar Kokoschka. Franz Werfel sagte über sie: "Sie gehört zu den ganz wenigen Zauberfrauen, die es gibt." Anlässlich ihres 50. Todestages präsentieren der Bariton Armin Kolarczyk und die Pianistin Jeannette La-Deur Lieder von Alma Mahler-Werfel, Gustav Mahler und Alexander Zemlinsky. Der Bariton Armin Kolarczyk ist aus seiner Bremer Zeit am Theater in bester Erinnerung Er wurde in Trento (Italien) geboren und wuchs zweisprachig italienisch/deutsch auf. Zunächst studierte er Violine am Konservatorium in Trento und schloss das Studium 1986 ab. Ein Jahr später begann er sein Gesangsstudium bei Ada Zapperi in München. Es wurde ergänzt durch den Besuch verschiedener Meisterklassen bei Ada Zapperi, Erik Werba, Giuseppe Taddei und anderen. Parallel widmete sich Armin Kolarczyk dem Jurastudium, das er 1992 an der Universität in Innsbruck zum Abschluss brachte. Nach dem juristischen Examen sah er seinen Schwerpunkt ausschließlich im Gesang. Von 1997 bis 2007 gehörte er dem Ensemble des Bremer Theaters an, wo er viele große Partien seines Faches sang. Gastspiele führten ihn an viele Theater wie Köln, Wiesbaden, Essen und Kopenhagen. 
 Neben seinen Verpflichtungen auf der Musiktheaterbühne widmet sich Armin Kolarczyk dem Liedgesang und gibt im Sendesaal bereits seinen vierten Liederabend. Darüber hinaus tritt er regelmäßig als Solist in Opern- und Oratorienkonzerten sowie in Konzerten mit zeitgenössischer Musik in Erscheinung. Seit März 2007 ist er am Badischen Staatstheater Karlsruhe engagiert. Jeannette La-Deur wuchs im Raum Hamburg auf und studierte an den Musikhochschulen Hamburg und Würzburg. Als Kammermusikpartnerin konzertiert sie mit Solisten zahlreicher großer Orchester darunter SWR-Sinfonieorchester, Staatsoper Darmstadt, Beethovenorchester Bonn. In den Kammerkonzerten des Badischen Staatstheaters Karlsruhe ist Jeannette La-Deur seit vielen Jahren ständiger Gast in diversen Ensembles, zuletzt bei den Internationalen Händelfestspielen Karlsruhe mit dem von ihr mitgegründeten „Trio La- Deur“. Darüber hinaus ist sie eine gefragte Pianistin für Liedinterpretation und arbeitet regelmäßig mit namhaften Sängern wie Armin Kolarczyk, Bernhard Berchtold, Diana Tomsche, Berit Barfred-Jensen u.a. zusammen. Ihr weitgefächertes Repertoire umfasst neben klassischen und romantischen Liedern auch die Werke unbekannter Komponisten und der Moderne. Seit 2011 beschäftigt sie sich intensiv als Herausgeberin, Pianistin und Projektleiterin mit der Wiederentdeckung der Karlsruher Komponistin Margarete Schweikert. Zwei vom SWR produzierte CDs mit Liedern und Kammermusikwerken, sowie begleitende Konzerte und Rundfunksendungen finden auch international große Beachtung. 12.04. Solopiano: Iiro Rantala Sonntag, 12. April 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Der phänomenale finnische Pianist Iiro Rantala kommt nach vier Jahren zum zweiten Mal in den Sendesaal. Iiro Rantala - Piano Iiro Rantala ist ein „Naturereignis an den Tasten“ (Jazzthing), ein Alleskönner, von dem der New Yorker Pianist und Arrangeur Gil Goldstein völlig zu Recht sagt: „Iiro Rantala ist eine pianistische Sensation und der stärkste mir bekannte Grund, an Reinkarnation zu glauben: Weil seine Technik wie sein musikalischer Sensus aus Tiefen spricht, die unmöglich in einem Leben alleine ergründet sein können.“ Bislang war der Name Rantala vor allem mit dem Trio Töykeät verbunden, einem der wildesten, witzigsten und visionärsten Klaviertrios der internationalen Jazzszene: Da lotete der finnische Pianist alle Möglichkeiten dieser klassischen Besetzung aus, mal als energiegeladener Tastenlöwe, mal als feinfühliger Romantiker, dann wieder als burlesker Spaßvogel. Sein Spiel sprengte zwar alle Stile und war ebenso kompromisslos wie zugleich unterhaltsam, doch wurde es stets von einem magischen Dreieck zusammengehalten: grenzenlose Technik, Sinn für Humor und untrüglicher Geschmack. Qualitäten, die sich Rantala bewahrt hat, auch nachdem er 2006 das Trio Töykeät nach 18 Jahren aufgelöst hatte, um sich auf seine Solokarriere zu konzentrieren. Diese kam in Schwung als Rantala mit Lost Heroes 2011 seine erste Soloplatte herausgab, die er im selben Jahr auch bereits im Sendesaal präsentiert hatte. Darauf zollt der Finne seinen musikalischen Helden von Jean Sibelius, Esbjörn Svensson bis hin zu Luciano Pavarotti mit Eigenkompositionen Tribut. Rantala vermeidet dabei jegliche Sentimentalitäten zugunsten einer großen, ehrlichen Geste der Verehrung, und bleibt dabei ganz er selbst: Einer der souveränsten Pianisten des skandinavischen Jazz. Die Einspielung wurde als eine der besten Pianosolo-Aufnahmen der letzten Jahre begeistert gefeiert. Die Süddeutsche Zeitung sprach von einem „Meisterstück“, die Deutsche Schallplattenkritik kürte Lost Heroes zum Jazzalbum des Jahres und Rantala wurde im Juni 2012 mit dem ECHO Jazz als bester internationaler Pianist geehrt. 17.04. Michael Jaeger KEROUAC (CH) Freitag, 17. April 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Die Working Band um den Züricher Tenorsaxophonisten Michael Jaeger steht für ausgesprochen kreativen  Jazz aus Europa. KEROUAC ist mit eigenständigen und bekannten Exponenten der aktuellen Schweizer Jazzlandschaft spektakulär besetzt. KEROUAC Michael Jaeger- Tenorsax, Baßklarinette Vincent Membrez – Piano Luca Sisera – Bass Norbert Pfammater – Percussion, Schlagzeug „Kerouac spielt mit Rhythmen und Klängen und Räumen», schreibt der Jazzkritiker Bert Noglik in den Linernotes zur aktuellen CD Dance Around in Your Bones. «Ohne jeden Zweifel, Kerouac, die Band, ist schon auf einem Hochplateau angelangt, doch noch immer on the road.» «Groove ist ein Schlüsselbegriff für dieses Album – eine physische Bewegungsenergie, die die Gedanken und die Knochen in Schwingungen versetzt. Das Rhythmische verknüpft sich mit dem Magischen, zuweilen auch mit dem Ekstatischen, mit der Beschwörung eines Rituals … Michael Jaeger spielt aus dem Geist schwarzer Balladen. Es sind heutige Geschichten, die da erzählt werden und die sich verzweigen. Wenn es hier einen Anklang an John Coltrane, dort eine Annäherung an Evan Parker und schließlich auch eine kleine Hommage an Jimmy Giuffre gibt, dann geht es weder um das Ausborgen von Idiomen noch ums Zitieren, sondern um das Spiel mit dem Reichtum der Erfahrungen.» «Jaeger knüpft bei Coltrane an, wo der am abgeklärtesten, am serensten war. Er ist ein grosser Melodiker. » Die Weltwoche; Peter Rüedi, Nov. 2007 Die Working Band um den Züricher Tenorsaxophonisten Michael Jaeger steht für ausgesprochen kreative progressive Jazzmusik aus Europa, für – „the sound of surprise“ (Die Weltwoche, Peter Rüedi).  KEROUAC ist mit eigenständigen und bekannten Exponenten der aktuellen Schweizer Jazzlandschaft spektakulär besetzt. Seit 2006 war KEROUAC auf sechs internationalen Tourneen erfolgreich durch Europa unterwegs, war zu Gast an verschiedenen Festivals und hat mit internationalen Musikerpersönlichkeiten wie Greg Osby oder Urs Leimgruber zusammen gearbeitet. Michael Jaeger - Tenorsaxophon, Klarinette Michael Jaeger, 1976 in Zürich geboren, 1999-2004 Studium bei Nat Su an der Hochschule Luzern am Institut Jazz mit Auszeichnung abgeschlossen. Michael Jaeger fällt schnell durch die Individualität seines Improvisationsstils und seines Spielkonzepts auf. Seit 2004 ist er in der schweizerischen und europäischen Jazzszene aktiv. Zusammenarbeit unter anderem mit Greg Osby, Urs Leimgruber, Tom Rainey oder Philipp Schaufelberger. Mit seinem Quartett Michael Jaeger KEROUAC veröffentlichte er zwei CDs, die national und international viel Begeisterung auslösten. Zahlreiche interdisziplinäre Projekte in den Bereichen Tanz, Theater, Elektronik und Literatur. Tourneen führen ihn auch ausserhalb Europas nach Ägypten und in die USA. Luca Sisera - Kontrabass 1998 – 2004 Doppelstudium Performance und Pädagogik Musikhochschule Luzern (Fak.III Jazz). Unterricht und Masterclasses bei Heiri Känzig, Jan Schlegel, Wolfgang Zwiauer, Herbie Kopf, Peter Herbert, Marc Dresser. 2004 Annerkennungspreis der Axelle und Max Koch Kulturstiftung für Diplomabschluss. 2005 Kulturförderpreis des Kantons Graubünden. 2009 6-monatiger „Artist in Residence – Aufenthalt in Kairo. 2012 Literarischer Werkbeitrag der Stadt Chur. 2012 Anerkennungspreis der Stadt Chur. Seit ca. acht Jahren ein gefragter Bassist der Schweizer Jazzszene. Im In- und Ausland auf diversen Festival- und Jazzclubbühnen anzutreffen. Bis anhin wurden fünfundzwanzig Tonträger mit seiner Beteiligung veröffentlicht. Spielt und spielte mit: Urs Leimgruber, Irène Schweizer, Co Streiff, Peter Landis, Greg Osby, Philipp Schaufelberger, Kurt Rosenwinkel, Silvio Cadotsch, u.v.a. Vincent Membrez - Piano Ausgehend von einem Ideal des Klanges, in dem der Musiker sich ausblendet um die Musik sich befreien zu lassen, erforscht Vincent Membrez dieses Gleichgewicht seit mehreren Jahren in allen Projekten an denen er beteiligt ist. Sowohl am Piano, als auch am analogen Synthesizer, entwickelt er eine eigene Sprache, in der Spontanität, Energie und Groove einige Schlüsselbegriffe bilden. Seine Vielseitigkeit und sein Interesse für jegliche musikalische Genres haben ihm die Zusammenarbeit mit namhaften Musikern im Bereich des akustischen Jazz, des Rock, der zeitgenössischen Musik und der freien Improvisation in der Schweiz und in Europa ermöglicht. Norbert Pfammatter - Schlagzeug Norbert Pfammatter wurde am 12. September 1959 in Visp geboren. Mit etwa 11 Jahren beginnt er autodidaktisch Schlagzeug zu spielen und entdeckt nach ersten Erfahrungen in Rock Bands schon bald sein Interesse für Jazz und Improvisation. 1980 zog es ihn nach Bern, um dort bis 1985 an der Swiss Jazz School bei Billy Brooks zu studieren.  Seit 1994 ist er Dozent für Schlagzeug an der Hochschule Luzern. Er ist Autor der «Rhythm Lines», einer umfangreichen Sammlung von didaktisch strukturierten Rhythmustexten. Seit den 80er Jahren ist er als vielbeschäftigter Sideman und Coleader an unzähligen Projekten im Bereich Jazz und Improvisation beteiligt. Tourneen und Festival Auftritte führten ihn durch Europa, nach Australien, Afrika, Asien, Südamerika. Er arbeitete mit den meisten Exponenten der nationalen Szene, sowie mit vielen grossen und kleinen Stars der internationalen Jazz – und Improszene. Diese Arbeit ist mittlerweile auf über 50 CD’s dokumentiert. 18.04. Phronesis Samstag, 18. April 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) "Augenblicklich eine der aufregendsten Formationen auf dem Planeten!" (Jazzwise,UK) Nach ihrem ersten Konzert im Dunkeln vor 2 Jahren kommt das Power-Trio nunmehr im Hellen in den Sendesaal. Phronesis Jasper Høiby (Dänemark) – Kontrabass Ivo Neame (GB) – Piano Anton Eger (Schweden) - Schlagzeug Das Trio wird das fünfte Album der Band Life to Everything präsentieren. Energisch vorwärts treibender grooviger Sound, der sich trotz seiner hochkomplexen Strukturen erstaunlich zugänglich zeigt. Diese Musik hat mitreißende Pop-Power und ist zugleich Kunst für Kenner, die unbedingte Konzentration einfordert. 19.04. Christian Lillingers GRUND Sonntag, 19. April 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Die Großformation des aufsehenerregenden Berliner Schlagzeugers Christian Lillinger. Christian Lillingers Grund Tobias Delius - Tenorsax Pierre Borel - Tenorsax Achim Kaufmann - Piano Christopher Dell - Vibraphon Robert Landfermann - Bass Jonas Westergaard - Bass Christian Lillinger - Schlagzeug, Kompositionen Hierbei handelt es sich um Christian Lillingers persönliche Traumbesetzung. Alle Musiker waren und sind in unterschiedlichen Besetzungen verknüpft und haben alle international einen hohen Anerkennungsgrad erlangt. Wir haben hier unterschiedliche Lager, die sich wiederum innerhalb der Musik unterschiedlich verschalten. GRUNDlage sind Kompositionen, die alles zulassen und den Solisten (in diesem Falle allen) sehr viel  uneingeschränkten Platz lassen. Das bedeutet: Energiefelder innerhalb einer Improvisation nehmen zur gleichen Zeit an Spannung zu und ab. „Ich sehe diese Band als ein kompromissloses Organ“, so Lillinger. GRUNDs GRUNDmaterialien sind komplexer Architektur, reichen vom Jazz bis zur kompletten Dekonstruktion, verlangen dem Hörer einiges an Konzentration ab und bereichern ihn zugleich mit einer Fülle von Licht. DIE ZEIT vom 29. November 2012: „Drum-Revoluzzer“ Spiegel Online vom Januar 2013: „Wunderschlagzeuger“

 “Schlagzeuger Christian Lillinger, ein stupender Spieler mit grandioser Technik und ungeheuer facettenreicher Musikalität” Beate Sampson BR März 2012 Märkische Oderzeitung 18.Mai 2013: “Christian Lillinger zählt zu den ganz großen Jungtalenten des Jazz” “Grund ist die erste eigene Band des Berliner Schlagzeugers Christian Lillinger. Der 26-Jährige, Meisterschüler von "Baby" Sommer, ist eines der größten Talente der deutschen Jazzszene und gibt vor allem der freien Improvisation neue Impulse.” Freiberger Jazztage 2010 „(...) one of the most ascendant and exciting players to emerge in recent years  (...)“ Downbeat, 2011 21.04. residenz@sendesaal: Julian Prégardien „An die Geliebte“ Dienstag, 21. April 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) Der erste Liederabend in der residenz@sendesaal Reihe mit dem grandiosen Tenor Julian Prégardien, am Flügel begleitet von Christoph Schnackertz. "An die Geliebte" - ein Liederabend mit Julian Prégardien - Tenor Christoph Schnackertz - Piano "Ein ganz besonderes Ereignis wird für uns der erste Auftritt eines Sängers in unserer Reihe ! Wir Instrumentalisten schauen immer mit Neid auf die unmittelbare emotionale Wucht , die der Gesang  auf die Zuhörenden ausüben kann - leider finden sich nicht allzu oft Berührungspunkte in der Kammermusikwelt-- aber als wir Julian Pregardien bei einer Produktion von Beethovens Fidelio trafen (er sang den jungen Joaquino) waren wir so begeistert von der schlanken, ausdrucksvollen Art diesen Part zu gestalten, dass  sofort der Wunsch aufkam, zusammen Musik zu machen und ihn zuerst einmal hier bei uns im Sendesaal mit einem Liederabend zu erleben." Tanja Tetzlaff/Florian Donderer Programm: Ludwig van Beethoven (1770 - 1827) An die ferne Geliebte opus 98 Carl Maria von Weber (1786 - 1826)
 Die vier Temperamente beim Verluste der Geliebten opus 46 Richard Strauss (1864 - 1949) Mädchenblumen opus 22 Hugo Wolf (1860 - 1903) Lieder nach Eduard Mörike Was ich seitdem, von Lust und Leid bezwungen, geliebt, geirrt, gesungen: ich knie vor Dir in all den tausend Bildern. (aus "An die Entfernte", Joseph von Eichendorff) 22.04. Andromeda Mega Express Orchestra Mittwoch, 22. April 2015 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Kurz vor seinem showcase auf der jazzahead! macht das quicklebendige Andromeda Mega Express Orchestra noch einmal Station mit einem vollen Konzert im Sendesaal. Andromeda Mega Express Orchestra Daniel Glatzel - Komposition, Klarinetten, Saxophone Oliver Roth - Flöten Laure Mourot - Flöten Sebastian Hägele - Fagott Johannes Schleiermacher - Saxophone, Flöte Ritsche Koch, Magnus Schriefl - Trompete Maria Schneider - Vibraphon, Percussion Jörg Hochapfel - SynthesizerSampler, Klavier Anna Viechtl - Harfe Kalle Zeier - Gitarre Matthias Pichler - Kontrabass Andi Haberl - Schlagzeug Matthew Lonson - Violine Grégoire Simon - Violine Johannes Pennetzdorfer - Bratsche, Blockflöte Martin Stupka - Bratsche, Blockflöte Isabelle Klemt - Cello Das Berliner Andromeda Mega Express Orchestra besteht aus 18 jungen Musikern unterschiedlichster musikalischer und kultureller Herkunft. Gegründet 2006, spielt diese außergewöhnliche Formation Kompositionen des Ensembleleiters und Saxophonisten Daniel Glatzel. „Seine Musik passt in keine Schublade, changiert zwischen Jazz und Neuer Musik mit kräftigen Griffen in die traditionelle Zitatenkiste, voll verblüffender, verrückter Wendungen und von erfrischender Ironie." (nmz) Nach dem großen Erfolg des Albums Take Off! erschien im Mai 2012 das zweite Album BUM BUM bei alien transistor und wurde von Publikum und Presse begeistert aufgenommen. „Bei einigen der Stücke läuft das so: Kaum hat uns ein Groove, eine Tonfolge, eine Harmonik gepackt, wirft eine Stimme aus einer ganz anderen Klangwelt uns wieder aus der Bahn. Zur musikhistorischen Einordnung des eben gehörten bleibt keine Zeit, denn das Orchester schraubt sich in Schwindel erregende Höhen. Lustgewinn durch Überforderung.“ (Guido Möbius) Das Andromeda Mega Express Orchestra wurde von Kritikern (Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit, Neue Zürcher Zeitung …) gefeiert und spielte unter anderem beim Jazzfest Berlin, Philharmonie/Berlin, Volksbühne Berlin, Kampnagel Hamburg, Paradiso/Amsterdam, jazzahead!/Bremen, Gasteig München, Philharmonie Köln, Porgy & Bess/Wien, Dresdner Jazztage, JazzBaltica, Gare du nord/Basel, Moods/Zürich und auf Touren in Südkorea, Kasachstan und Südamerika. In den Sendesaal kommt es nun zum zweiten Mal, diesmal in Vorbereitung seines showcases bei der German Jazz Expo auf der jazzahead! zwei Tage später. 25.04. jazzahead! ECM clubnight Samstag, 25. April 2015 | 20:30 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) | clubnight-Ticket (25 Euro / ermäßigt 20 Euro) Bereits zum fünften Mal findet auch im Sendesaal die jazzahead! clubnight statt. in diesem Jahr geben wir dem renommierten ECM Label Gelegenheit, einige ihrer neuesten Produktionen live vorzustellen: das Trio des dänischen Gitarristen Jakob Bro, das Mathias Eick Quintet aus Norwegen, das italienische  Giovanni Guidi Trio und das Quartett des englischen Saxophonisten Andy Sheppard. 20:30 - 21:30 Jakob Bro/Thomas Morgan/Jon Christensen Jakob Bro – guitar Thomas Morgan – double bass 
 Jon Christensen - drums
 21:45 - 22:45 Mathias Eick Quintet Mathias Eick - trumpet
 Ola Kvernberg – violin Andreas Ulvo - piano
 Audun Erlien - double bass
 Torstein Lofthus - percussion 23:00 - 24:00 Giovanni Guidi Trio Giovanni Guidi - piano
 Thomas Morgan – double bass 
 Joao Lobo - drums

 

 00:15 – 01:15 Andy Sheppard Quartet Andy Sheppard - saxophone
 Eivind Aarset - guitar
 Michel Benita - double bass
 Sebastian Rochford – drums

 Die Konzerte können sowohl mit einem Sendesaal-Ticket als auch mit einem clubnight-Ticket besucht werden.Das clubnight-Ticket (25 Euro / ermäßigt 20 Euro) gilt für alle Clubs an dem Abend Hinweise zum Abonnement: Sie erhalten diesen Newsletter unter der E-Mail Adresse wielandvonhodenberg@web.de.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
25x
yasni 18.04.15  +  

In memoriam Günter Grass: >> Eine ausführliche Chronologie als Nachruf

Günter Grass (* 16. Oktober 1927 in Danzig-Langfuhr, Freie Stadt Danzig; † 13. April 2015 in Lübeck[1]) war ein deutscher Schriftsteller, Bildhauer, Maler und Grafiker. Grass war Mitglied der Gruppe 47 und gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt. Im Jahr 1999 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.   Lebenslauf Herkunft und Familie Günter Grass (zur Zeit seiner Geburt „Graß“ geschrieben) war der Sohn eines protestantischen Lebensmittelhändlers und einer Katholikin kaschubischer Abstammung und verbrachte seine Kindheit in Danzig in einfachen Verhältnissen. Die Eltern betrieben ein Kolonialwarengeschäft im Danziger Stadtteil Langfuhr (heute: Wrzeszcz). Die kleine Zweizimmerwohnung hatte kein eigenes Bad. Durch seine katholische Mutter geprägt, wurde Günter Grass Messdiener. Später geriet er unter den Einfluss der NS-Ideologie, obwohl er nach eigenen Angaben von der Hitlerjugend nicht begeistert war.[2] Kindheit und Jugend Im Zweiten Weltkrieg meldete er sich mit 15 Jahren – nach eigenen Angaben, um aus der familiären Enge zu entkommen – freiwillig zur Wehrmacht.[3][4] Nach dem Einsatz als Luftwaffenhelfer und der Ableistung des Reichsarbeitsdienstes wurde er am 10. November 1944 im Alter von 17 Jahren zur 10. SS-Panzer-Division „Frundsberg“ der Waffen-SS einberufen.[5] Nach einer Verwundung am 20. April 1945 bei Spremberg wurde Grass am 8. Mai 1945 bei Marienbad gefangen genommen und war bis zum 24. April 1946 in US-amerikanischer Kriegsgefangenschaft. Es ist umstritten, ob er als Gefangener in Bad Aibling mit Joseph Ratzinger zusammengetroffen ist.[6][7][8][9] Grass gab sich bei seiner Gefangennahme den Amerikanern gegenüber als Angehöriger der Waffen-SS zu erkennen. In den bis 2006 veröffentlichten Biografien des Schriftstellers hieß es stets, er sei 1944 Flakhelfer geworden und danach als Soldat in die Wehrmacht einberufen worden. In seinem autobiografischen Werk Beim Häuten der Zwiebel aus dem Jahr 2006 gab Grass bekannt, dass er sich freiwillig zur Wehrmacht gemeldet und daraufhin im Alter von 17 Jahren zur Waffen-SS eingezogen worden sei.[10][11] Seit Oktober 2014 zeigt das Lübecker Günter-Grass-Haus ein neues Dauerausstellungsmodul: „Grass als Soldat“. In einer Multimedia-Installation lassen sich unter anderem die Marschroute jener SS-Panzerdivision, der Grass angehörte, abrufen sowie seine Kriegsgefangenenakte und Fotografien des Jugendlichen 1944 in Uniform des Reichsarbeitsdienstes. Eine Vitrine zeigt Seiten des Originalmanuskripts von Beim Häuten der Zwiebel, sie verdeutlichen den Schreibprozess. Tagebuchnotizen von Klaus Wagenbach aus dem Jahr 1963 belegen, dass Grass ihm damals von seiner Mitgliedschaft in der Waffen-SS erzählt hatte.[12] Ausbildung und Beziehungen In den Jahren 1947/1948 absolvierte er ein Praktikum bei einem Steinmetz in Düsseldorf. Danach studierte er von 1948 bis 1952 an der Kunstakademie Düsseldorf Grafik und Bildhauerei. Seinen Lebensunterhalt verdiente er zusammen mit dem später bekannt gewordenen Maler Herbert Zangs als Türsteher im Lokal Csikos auf der Andreasstraße in der Düsseldorfer Altstadt. Später verewigte er Herbert Zangs, der wie Grass im Krieg Soldat war, als eigenwilligen Maler Lankes in der Blechtrommel. Das Studium setzte er von 1953 bis 1956 an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin als Schüler des Bildhauers Karl Hartung fort. Danach lebte er bis 1959 in Paris. 1960 zog er erneut nach Berlin-Friedenau, wo er bis 1972 wohnte. Von 1972 bis 1987 lebte er in Wewelsfleth in Schleswig-Holstein. 1954 heiratete Grass die Schweizer Ballettstudentin Anna Schwarz, aus der Ehe gingen vier Kinder hervor. Die Zeit von Anfang 1956 bis Anfang 1960 verbrachte er mit Anna Schwarz in Paris, wo auch das Manuskript für Die Blechtrommel entstand. 1957 wurden dort die Zwillinge Franz und Raoul geboren. 1961, nach der Rückkehr nach Berlin, folgte die Tochter Laura, 1965 wurde der Sohn Bruno geboren. 1972 trennten sich Günter Grass und Anna Schwarz. Die Schauspielerin Helene Grass, geboren 1974, ist die gemeinsame Tochter mit der Architektin und Malerin Veronika Schröter, mit der Grass in den 1970er-Jahren eine mehrjährige Beziehung hatte. 1979 wurde Nele Krüger, Grass’ Tochter mit der Lektorin Ingrid Krüger, geboren. Im selben Jahr heiratete er in zweiter Ehe die Organistin Ute Grunert, die selbst zwei Söhne in die Ehe mitbrachte. In dem autobiographischen Roman Die Box lässt Grass seine sechs leiblichen Kinder und die Söhne von Ute Grunert als „seine acht Kinder“ auftreten.[13][14] Von August 1986 bis Januar 1987 lebte Günter Grass zusammen mit Ute Grunert in Indien, meist in Kalkutta. Schaffenszeit und politische Aktivitäten In den Jahren 1956/57 begann Grass neben ersten Ausstellungen von Plastiken und Graphiken in Stuttgart und Berlin schriftstellerisch tätig zu werden. 1956 debütierte er als Lyriker, 1957 als Dramatiker und Librettist von Balletten.[15] Bis 1958 entstanden vor allem Kurzprosa, Gedichte und Theaterstücke, die Grass dem poetischen oder absurden Theater zuordnet. Mit seinem ersten Roman Die Blechtrommel gelang 1959 dem damals 31-jährigen der literarische Durchbruch. Der Entwicklungsroman, der später auch von Regisseur Volker Schlöndorff erfolgreich verfilmt wurde, repräsentiert ein Stück deutscher Zeitgeschichte: er umspannt die fünf Jahrzehnte von 1899 bis in die Anfänge der Bundesrepublik. In seinem Werk thematisiert er auch die kollektive Verdrängung der Zeit während des Dritten Reiches durch die deutsche Bevölkerung. Grass ging es dabei auch um eine Kritik an der mangelnden Aufarbeitung dieser Zeit.[16] In der Wohnung von Grass’ Nachbarn und Freund Uwe Johnson in Berlin-Friedenau, der sich zu jener Zeit in New York aufhielt, zogen am 19. Februar 1967 die Mitglieder der zum Jahresanfang gegründeten Kommune I ein. Es war Johnsons West-Berliner Atelier- und Arbeitswohnung, die er neben seiner eigentlichen Wohnung in der Stierstraße 3 unterhielt und während seines Auslandsaufenthaltes an Ulrich Enzensberger untervermietet hatte. Johnson erfuhr davon erst aus der Zeitung. In der Wohnung wurde das „Pudding-Attentat“ auf US-Vizepräsident Hubert H. Humphrey geplant. Es flog auf, führte aber zu ausführlicher Medienberichterstattung. Auf Bitte Johnsons, der zu der Zeit nicht in Deutschland weilte, ließ Günter Grass die Wohnung von der Polizei räumen. Nach einer Lesung von Grass auf dem Evangelischen Kirchentag 1969 in Stuttgart nahm sich ein ehemaliges SS-Mitglied mit Zyankali das Leben. Den Vater der späteren Journalistin und Politologin Ute Scheub hat Grass im Tagebuch einer Schnecke in der Figur des „Manfred Augst“ geschildert.[17][18] Im November 1971 nahm Grass an einer Woche der Deutschen Kultur in Tel Aviv teil und wurde von der israelischen Ministerpräsidentin Golda Meir zu einem Gespräch empfangen.[19] Grass unterstützte oft die SPD in den Wahlkämpfen und wurde 1982 deren Mitglied. 1965 veröffentlichte er das Taschenbuch dich singe ich demokratie - loblied auf willy;[20] Willy Brandt hatte er 1961 kennengelernt. Dann rief er mit anderen das „Wahlkontor deutscher Schriftsteller“ ins Leben.[21] Er war enttäuscht, als Willy Brandt ihn nach seinem Wahlsieg nicht mit einer Aufgabe betraute.[22] 1974 trat Grass aus Protest gegen die Haltung der Bischöfe in der Frage des Abtreibungsrechts und der geforderten Abschaffung des § 218 aus der Kirche aus.[23] Mit seinen Ansichten eckte er unter anderem innerhalb der SPD oftmals an. So sprach er sich im Februar 1990 gegen die Wiedervereinigung und für eine Konföderation der beiden deutschen Staaten aus, um dem Osten die Möglichkeit zu geben, „sich wirtschaftlich und demokratisch [zu] festigen“.[24] 1992 kündigte Grass aus Protest gegen den Asylkompromiss[25] seine SPD-Mitgliedschaft wieder auf. Gleichwohl war er auch danach politisch tätig und setzte sich für die Ideen der Sozialdemokraten ein: 2005 unterstützte er die schleswig-holsteinische Ministerpräsidentin Heide Simonis in ihrem Wahlkampf und warb für die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer für Besserverdienende. Als Mitgründer des Verbandes deutscher Schriftsteller (VS), heute in ver.di, gehörte Grass zu den Kritikern der Verbandspolitik, die seiner Meinung nach unter Vorsitz von Bernt Engelmann gegen osteuropäische Diktaturen oft allzu duldsam war. Auf der Bundesdelegiertenkonferenz in Hamburg (24. bis 26. September 1987) ließ er sich in den Bundesvorstand wählen, trat aber auf dem Kongress in Stuttgart 1988 mit dem gesamten Vorstand zurück, weil eine Diskussion über Alternativen zum Beitritt des Verbandes in die IG Medien – Grass hatte eine eigene Autorengewerkschaft unter dem Dach des DGB vorgeschlagen – ausblieb. Mit ihm verließen die VS-Bundesvorsitzende Anna Jonas und rund 50 weitere Autorinnen und Autoren den Verband.[26][27] Seit 1968 war Grass Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, dessen Ehrenpräsident er seit 2009 war.   Grass war 1996 Mitunterzeichner der Frankfurter Erklärung zur Rechtschreibreform. Auch in neueren Werken verwendete Grass weiterhin die traditionelle Rechtschreibung. 1999 erhielt Günter Grass im Alter von 72 Jahren den Nobelpreis für Literatur für sein Lebenswerk. 2005 gründete er den Autorenzirkel Lübeck 05. Grass engagierte sich außerdem gegen Atomkraft, z. B. bei einer Lesung vor dem Kernkraftwerk Krümmel im April 2011.[29] Günter Grass lebte bis zu seinem Tod in Behlendorf im Kreis Herzogtum Lauenburg in der Nähe der Kreisstadt Ratzeburg und etwa 25 Kilometer südlich von Lübeck. In Lübeck befindet sich das Günter-Grass-Haus mit dem überwiegenden Teil seiner literarischen und künstlerischen Originalwerke. Werk und Wirken Schreiben gegen das Vergessen Als Intention der Werke Grass’ ist das „Schreiben gegen das Vergessen“ auszumachen. Seine Werke thematisieren Nationalsozialismus bzw. handeln vor dessen Hintergrund. Auch die Werke Grass’, die in der Nachkriegszeit spielen (beispielsweise Im Krebsgang, 2002), behandeln die Thematik des Vergessens und die der Schuld. Laut Begründungsschrift des Komitees für seinen Nobelpreis wurde er dafür geehrt, dass er „in munterschwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat.“[30] Erzählende Werke Der Roman Die Blechtrommel (1959) ist in einer sehr bildlichen Sprache geschrieben. Er handelt von dem infantilen Sonderling Oskar Matzerath, der von seiner „Kinderperspektive“ aus die Erwachsenenwelt beschreibt und dank seiner Blechtrommel auch über Ereignisse berichten kann, an denen er nicht unmittelbar beteiligt war, wie zum Beispiel die Geburt seiner Mutter. Mit der Blechtrommel, in der Grass erstmals historische Ereignisse mit seiner surreal-grotesken Bildersprache konfrontierte, hatte er seinen Stil gefunden. Als einer der ersten deutschsprachigen Schriftsteller stellte er sich den Ereignissen des Zweiten Weltkrieges und entschied sich bewusst für die gegenständliche Beschreibung des historischen Zusammenhangs. Auch die Kaschubei fand durch dieses Werk Aufnahme in die Weltliteratur. Für den Roman erhielt Grass, nach Lesung aus dem noch unveröffentlichten Manuskript, 1958 den Preis der Gruppe 47, deren Mitglied er seit 1957 war. 1960 wollte die Jury des Bremer Literaturpreises Grass für die Blechtrommel prämieren, was aber vom Bremer Senat verhindert wurde. In diesem und dem folgenden Jahr wurde der Preis nicht verliehen. Die Blechtrommel wurde 1979 von Volker Schlöndorff verfilmt. Sein ebenfalls im Danzig des Zweiten Weltkrieges spielendes zweites Buch Katz und Maus, in dem er die Geschichte des Jungen Joachim Mahlke erzählt, wurde dagegen zunächst Anlass eines Skandals. Hauptsächlich wegen einer „Onanierszene“ beantragte der hessische Minister für Arbeit, Volkswohlfahrt und Gesundheitswesen 1961 bei der Bundesprüfstelle, die Novelle wegen unsittlichen Inhalts zu indizieren. Auf Protest der Öffentlichkeit und anderer Schriftsteller wurde der Antrag allerdings wieder zurückgezogen. Zwei Jahre später erschien Hundejahre, das letzte Werk der Danziger Trilogie. Mit Die Plebejer proben den Aufstand erschien 1966 ein weiteres Drama von Grass, das sein bekanntestes Theaterstück wurde. Es thematisiert den Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR und die Rolle der marxistischen Intellektuellen. Die Hauptfigur des „Chefs“ ist mit zahlreichen Zügen von Bertolt Brecht ausgestattet. Gegen eine Deutung, die das Drama auf ein Anti-Brecht-Stück reduziert, hat sich Grass jedoch stets verwahrt. 1968 veröffentlichte Grass das Buch Briefe über die Grenze, ein Dialog zwischen dem tschechischen Schriftsteller Pavel Kohout und Grass zum Thema „Prager Frühling“. 1969 erschien Grass’ Roman örtlich betäubt. Hierin verteilte der Autor seine eigene (anarchistische und sozialdemokratische) politische Einstellung auf verschiedene Personen, im Mittelpunkt ein Zahnarzt, die sich mit aktuellen Problemen auseinandersetzen. Es war das erste Mal, dass Grass über ein aktuelles Thema schrieb (Studentenbewegung). Andere Bücher hatten immer einen starken Vergangenheitsbezug. In den USA wurde das Buch euphorisch aufgenommen, während sich in Deutschland die Kritiker eher zurückhielten.[31] Nach dem Erscheinen der Erzählung Aus dem Tagebuch einer Schnecke (1972), welche den Bundestagswahlkampf 1969 beschreibt, zog Grass sich vorübergehend aus dem politischen Leben zurück. 1977 wurde Grass’ Roman Der Butt veröffentlicht, der seinen internationalen Ruf als Epiker untermauerte. Zwei Jahre später brachte Grass die Erzählung Das Treffen in Telgte heraus. Einige Poeten der Barockzeit treffen sich dort im Jahr 1647 während der Verhandlungen zum Westfälischen Frieden. Das Treffen verläuft weitgehend nach den Gepflogenheiten der 300 Jahre später von Hans Werner Richter ins Leben gerufenen Gruppe 47. Die Erzählung ist Richter gewidmet. Der erste Satz von Der Butt („Ilsebill salzte nach.“) wurde 2007 von einer Prominenten-Jury zum schönsten ersten Satz der deutschsprachigen Literatur gewählt. Eine Asienreise inspirierte Grass 1980 zu Kopfgeburten oder Die Deutschen sterben aus, einem erzählenden Werk, welches unter anderem damalige politische Ereignisse behandelt. Acht Jahre später folgte das Prosawerk Die Rättin, das 1997 verfilmt wurde und ein apokalyptisches Feature über den Selbstmord der Menschheit zeichnet. 1992 erschien die Erzählung Unkenrufe, die Grass’ Bemühen um die Versöhnung der Deutschen mit sich und den östlichen Nachbarn zeigt. Sein bisher letzter Roman, Ein weites Feld, erschien 1995. Er spielt in Berlin zwischen Mauerbau und Wiedervereinigung und ist ein Panorama deutscher Geschichte von der Revolution von 1848 bis zur Gegenwart. Eine bis heute nicht nachlassende Langzeitwirkung entfaltete der Roman durch den zum geflügelten Wort gewordenen Satz über die DDR: „Wir lebten in einer kommoden Diktatur“. Für dieses heftig umstrittene, politisch orientierte Buch erhielt Grass den Hans-Fallada-Preis. Der Protagonist des Romans, Fonty, ist an das Alter Ego von Theodor Fontane angelehnt und schlägt so den Bogen vom 19. Jahrhundert bis heute. Das Buch wurde in der Öffentlichkeit stark diskutiert, was unter anderem dazu führte, dass bereits nach acht Wochen die fünfte Auflage in Druck ging. 2002 erschien die Novelle Im Krebsgang, die den Untergang des mit Flüchtlingen besetzten Schiffs Wilhelm Gustloff am Ende des Zweiten Weltkrieges behandelt. Ein Jahr später erschien Letzte Tänze, eine Sammlung vorwiegend erotisch geprägter Gedichte und Zeichnungen. Beim Häuten der Zwiebel, ein autobiografisch geprägtes Buch ohne explizite Gattungsbezeichnung, erschien im August 2006. In diesem Erinnerungsbuch „häutete“ sich der Autor, indem er Schichten seiner Jugenderinnerungen freilegte. Beim Freilegen einer dieser „Häute“ sorgte Grass damit für Aufsehen, dass er nach über 60 Jahren bekannt gab, im Herbst 1944 als 17-jähriger zur Waffen-SS eingezogen worden zu sein.[32] Dieser Umstand wurde der Öffentlichkeit jedoch schon kurz vor Erscheinen des Buches durch ein Interview bekannt, das Grass der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gab.[33][3] Lyrische Werke Neben seinen Romanen schrieb Grass auch einige Gedichtbände, die er mit eigenen Bildern und Zeichnungen ergänzte. Später erklärte er, am meisten liege ihm die Lyrik, von der er eigentlich komme. Sie erschien ihm als die Form des Schreibens, die am klarsten und deutlichsten sei und mit der er sich selber am besten in Frage stellen und ausmessen könne. Sein literarischer Werdegang begann im Frühjahr 1955, als er Gedichte an einen Lyrikwettbewerb des Süddeutschen Rundfunks schickte und dort auf Anhieb den dritten Preis gewann. Von der Preisverleihung zurückgekehrt, fand er ein Telegramm von Hans Werner Richter vor, mit dem er zur Tagung der Gruppe 47 in Berlin eingeladen wurde. Seine Lesung weckte das Interesse Walter Höllerers. In der Folge veröffentlichte der Luchterhand-Verlag 1956 sein erstes Buch.[34] Die Vorzüge der Windhühner verkaufte sich in den ersten Jahren zwar nur 700 mal, doch beurteilten Kritiker das Buch recht positiv als einen „Weg zur realistischen Darstellung des Alltags“. Im 1960 erschienenen Gleisdreieck geht er auf die damals gerade erschienene Blechtrommel ein. Neben große und düstere Kohlezeichnungen gesellen sich 55 Gedichte, die sehr stark die Wirklichkeit einbeziehen oder Gegenstände beschreiben. Er erzählt von Berlin. Im nächsten Lyrikband, Ausgefragt von 1967, bezieht sich Grass besonders auf zwei Dinge: Biographisches und Politisches. Er dichtet über persönliche Erfahrungen und verarbeitet den 1965er Wahlkampf, in dem er für die SPD und Willy Brandt eintrat. Neben einigen weniger eminenten Werken (zum Beispiel Liebe geprüft) und einigen Sammelbänden, erschien 1983 Ach Butt, dein Märchen geht böse aus. In diesem Werk wurden überwiegend die Gedichte aus den Romanen Der Butt und Die Rättin zusammengetragen. Inhaltlich beschreiben sie zum Teil detailliert Nahrungsmittel oder den Kot (als menschliches Endprodukt). Grass’ Gedichte sind realistisch geprägt, aber oft mit typisch scharfer Ironie gewürzt, wie auch sein kürzestes Gedicht Glück: Ein leerer Autobus stürzt durch die ausgesternte Nacht. Vielleicht singt sein Chauffeur und ist glücklich dabei. (Ironisches Schlüsselwort des Gedichtes ist das Wort Vielleicht. In dem Verbinden eines sinnlosen Geschehens mit einem Glücksgefühl des an diesem Geschehen Beteiligten verweist es auf religiöse, metaphysische Spekulationen, bei welchen trotz eines sinnlosen Erdendaseins auf ein jenseitiges Glück spekuliert wird.[35]) Im Jahr 2012 veröffentlichte Grass in verschiedenen Tageszeitungen die politischen Gedichte Was gesagt werden muss und Europas Schande.[36][37] Grass als politisch aktiver Intellektueller Auch außerhalb seines literarischen Schaffens war Grass politisch aktiv. Er kommentierte häufig das politische und gesellschaftliche Tagesgeschehen. Grass nutzte seine Popularität als Schriftsteller von Weltrang, um für die SPD zu werben. Er selbst wurde besonders beeinflusst von Kurt Schumachers Reden von 1947 bis 1950. Sein politischer Standpunkt ist irgendwo links von der Mitte. Er begrüßte die rot-grüne Regierung unter Kanzler Schröder. Nach eigener Aussage war er schon immer politisch, was man auch in der Danziger Trilogie erkennen könne. Im 1961er-Wahlkampf unterstützte er Willy Brandt (SPD), indem er dessen Reden redigierte. Beim nächsten Wahlkampf (1965) sprach Grass zum Thema „Es steht zur Wahl“ in 50 Städten. Seine politischen Ziele waren in viele kleine Forderungen untergliedert (zum Beispiel die Abschaffung der 5%-Klausel). Nachdem die CDU ein weiteres Mal die Mehrheit bekam, wurde der Autor Grass immer mehr zum Politiker. Im Dezember 1966 äußerte er sich kritisch zur Wahl von Kurt Georg Kiesinger zum Bundeskanzler: „Wie sollen wir der gefolterten und ermordeten Widerstandskämpfer, wie sollen wir der Toten von Auschwitz und Treblinka gedenken, wenn Sie, der Mitläufer von damals, es wagten, heute hier die Richtlinien der Politik zu bestimmen?“[38] Grass verarbeitete seine Kritik später im Roman örtlich betäubt. Im Bundestagswahlkampf des Jahres 1969 reiste er 31.000 Kilometer durch Deutschland und hielt an verschiedenen Orten insgesamt 94 Reden zugunsten des im selben Jahr zum Bundeskanzler gewählten SPD-Politikers Brandt.[4] Im Buch Tagebuch einer Schnecke berichtete Grass biografisch von Wahlkämpfen und Politik. Brandts Kniefall von Warschau am 7. Dezember 1970 kommentierte er in mehreren Schriften.[39] Als Brandt wegen seiner Spionageaffäre zurücktreten musste, äußerte sich Grass enttäuscht und zornig über seinen politischen Lehrer. Grass wurde erst 1982 Mitglied der SPD, verließ sie aber wegen der Asylpolitik nach zehn Jahren wieder. 1985 machte Grass seine Ablehnung gegen den Besuch eines Bitburger Soldatenfriedhofs durch den damaligen Bundeskanzler Kohl (CDU) und den amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan deutlich. Er warf Helmut Kohl „Geschichtsklitterung“ vor und wendete sich gegen das Ausstellen von „Unschuldszeugnissen“. Seiner Meinung nach spricht Unwissenheit nicht frei. „Sie ist selbst verschuldet, zumal die besagte Mehrheit wohl wußte, daß es Konzentrationslager gab […] Kein selbstgefälliger Freispruch hebt dieses Wissen auf. Alle wußten, konnten wissen, hätten wissen müssen.“[40] Auf dem Soldatenfriedhof liegen deutsche und amerikanische Soldaten, aber auch 49 Männer der Waffen-SS begraben. 32 der dokumentierten Waffen-SS-Gefallenen waren unter 25 Jahre alt.[40] (Siehe zu Grass’ persönlichem Dilemma das folgende Kapitel). Grass äußerte sich 2006 zur Reaktion von Muslimen auf Mohammed-Karikaturen dänischer und französischer Zeitungen mit den Worten „Woher nimmt der Westen diese Arroganz, vorzugeben, was gemacht werden muss und was nicht?“[41] und wurde daraufhin kritisiert. In der Monopolisierung des Zeitungsmarktes sieht Grass einen „tagtäglich am Kiosk“ vollzogenen Verfassungsbruch, da die den Zeitungsmarkt beherrschenden Konzerne keine Meinungsvielfalt mehr zuließen.[42] Im April 2010 forderte Grass bei einer Rede in Tarabya eine Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern durch die Republik Türkei und vertrat die Auffassung, es sei „von höchster Stelle der Türkei eine Entschuldigung bei den Armeniern fällig.“ In türkischen Medien wie der Tageszeitung Hürriyet wurde die Stellungnahme positiv kommentiert. Hürriyet kommentierte, Grass habe seine Erfahrungen darüber offenbart, wie „die Menschheit in Frieden leben könne.“[43] Grass gehörte im Dezember 2010 zu den Künstlern, die sich – erfolglos – bei der israelischen Regierung dafür einsetzten, dass Mordechai Vanunu ausreisen dürfe, um die Carl-von-Ossietzky-Medaille von der Internationalen Liga für Menschenrechte entgegenzunehmen.[44] Zugehörigkeit zur Waffen-SS Als Grass im August 2006 bekanntmachte, mit 17 Jahren der Waffen-SS angehört zu haben, begann eine umfangreiche Debatte um seine Rolle als moralische Instanz im Nachkriegsdeutschland. Er sprach darüber zuerst in einem Interview aus Anlass des Erscheinens seines autobiographischen Werkes Beim Häuten der Zwiebel.[45] In dem Buch schrieb Grass, er werde die Waffen-SS in seiner Jugend „als Eliteeinheit“ gesehen haben, „die doppelte Rune am Uniformkragen“ sei ihm „nicht anstößig“ gewesen.[46] Er war nach eigenen Angaben während seiner Zugehörigkeit zur Waffen-SS an keinen Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkrieges beteiligt, er habe darüber hinaus keinen Schuss abgegeben. Nach eigenen Angaben war er Ladeschütze und somit für das Nachladen, nicht aber für das Schießen zuständig.[47] Er hatte seine SS-Mitgliedschaft auch bei seiner Gefangennahme am 8. Mai 1945 gegenüber der US-Army angegeben.[48] Bereits 20 Jahre vor Beim Häuten der Zwiebel hat Grass mehreren Schriftstellerkollegen seine Zeit bei der Waffen-SS zur Kenntnis gegeben, darunter dem 1944 geborenen österreichischen Lyriker, Autor und Regisseur Robert Schindel und dem gleichaltrigen Theaterautor Peter Turrini.[49] In Reaktion auf die Aussagen Grass’ bezüglich seiner Vergangenheit gab es zahlreiche, sowohl kritische als auch milde, Kommentare: Charlotte Knobloch (Präsidentin des Zentralrates der Juden in Deutschland) sah das Bekenntnis von Grass als PR-Maßnahme an und sagte: „Die Tatsache, dass dieses späte Geständnis so kurz vor der Veröffentlichung seines neuen Buches kommt, legt […] die Vermutung nahe, dass es sich dabei um eine PR-Maßnahme zur Vermarktung des Werkes handelt.“[50] Der Journalist und Hitler-Biograf Joachim Fest äußerte sein Unverständnis, „wie sich jemand 60 Jahre lang ständig zum schlechten Gewissen der Nation erheben kann, gerade in Nazi-Fragen – und dann erst bekennt, dass er selbst tief verstrickt war“.[51] Klaus Staeck (Präsident der Akademie der Künste in Berlin) vertrat den Standpunkt, dass „das künstlerische Werk und auch seine politische und moralische Integrität auch nach seinem Bekenntnis außer Zweifel“ ständen.[4] Zu seiner Verteidigung wird zudem angeführt, gegnerische Publizisten wie Hannes Stein und Henryk Broder hätten folgenreich Interview-Äußerungen ungenau und missverständlich, wenn nicht verfälschend, dargestellt.[52] Weiterhin gab es auch Forderungen nach der Aberkennung oder Rückgabe von verliehenen Auszeichnungen. So forderte der polnische Politiker Lech Wałęsa zunächst, Grass solle die Ehrenbürgerschaft der Stadt Danzig ablegen.[53] Die CDU-Politiker Wolfgang Börnsen und Philipp Mißfelder forderten ihn zur Rückgabe seines Nobelpreises auf.[54][55] Nach einem Reue bekennenden Schreiben an die Stadt Danzig und dem Anerkennen der Reue durch Lech Wałęsa verebbte die Diskussion. Wałęsa nahm seine Kritik wieder zurück.[56] Nach einer Umfrage vom August 2006 unter den Einwohnern der Stadt Danzig sprachen sich zwei Drittel der Bevölkerung dagegen aus, Grass die Ehrenbürgerschaft abzuerkennen. Der Danziger Bürgermeister Paweł Adamowicz äußerte, dass das späte Bekenntnis von Grass nichts an der Qualität seiner Literatur und seinen Verdiensten für die deutsch-polnische Aussöhnung ändere.[57] Auch das Nobelpreiskomitee schloss eine Aberkennung des Nobelpreises aus.[58] Max A. Höfer, Co-Geschäftsführer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, zitierte im Frühjahr 2007 die Neue Zürcher Zeitung, der „penetrante moralische Rigorismus“ von Grass sei eine „Ersatzhandlung“, „deren Polemiken vielleicht nie ausschließlich und allein auf die Sache zielten, die sich vielmehr aus dem Glutkern von verschwiegener Scham und Schuld speiste“, und hoffte, von Grass werde „sich wohl niemand mehr die Leviten lesen lassen“.[59] Im November 2007 erhob Grass durch seinen Anwalt Unterlassungsklage gegen die Verlagsgruppe Random House, zu der der Goldmann Verlag gehört. Die Klage zielte gegen die Behauptung, Grass habe sich freiwillig zur Waffen-SS gemeldet, in einer aktualisierten, bei Goldmann erschienenen Fassung der Grass-Biografie von Michael Jürgs.[60] Zu einer Gerichtsverhandlung kam es nicht. Grass und Random House einigten sich auf einen Vergleich, wonach sich Jürgs verpflichtete, den strittigen Passus in einer Neuauflage dahingehend zu ändern, dass Grass in seiner Autobiographie geschrieben habe, als Siebzehnjähriger im Herbst 1944 zur Waffen-SS-Division „Frundsberg“ eingezogen worden zu sein.[61] Dies entsprach auch der Darstellung von Robert Schindel, wonach Grass – nachdem er sich freiwillig zur U-Boot-Truppe gemeldet hatte und dort nicht genommen worden war – zur Waffen-SS rekrutiert wurde.[49] Beobachtung durch die Stasi 2010 veröffentlichte Kai Schlüter eine Dokumentation mit dem Titel Günter Grass im Visier. Die Stasi-Akte. Die Dokumentation enthält auch Kommentare von Günter Grass und von Zeitzeugen. Schlüter bereitet darin Grass’ Stasi-Akte auf. Die Stasi begann diese Akte kurz nach dem Mauerbau im August 1961. Sie ließ Grass bis Herbst 1989 nicht mehr aus den Augen, sammelte Material über ihn und die Gruppe 47 und überwachte ihn bei seinen Besuchen in der DDR.[62] Grass wäre im August 1961 beinahe von der Stasi festgenommen worden.[63] Verhältnis zum Springer-Konzern Um die seit 1967 bestehende Gegnerschaft zwischen der Gruppe 47 und der Axel Springer AG beizulegen, unternahm deren Vorstandschef Mathias Döpfner 2006 einen Vorstoß bei Grass. Dieser hielt sich weiterhin an den von der Gruppe im Oktober 1967 beschlossenen Boykott von Springer-Zeitungen. Die Schriftsteller befürchteten eine „Einschränkung und Verletzung der Meinungsfreiheit“ und eine „Gefährdung der Grundlagen der parlamentarischen Demokratie in Deutschland“ durch die Marktmacht des Konzerns. Grass hatte nach Jahrzehnten zu verstehen gegeben, von dem Boykott abrücken zu wollen, wenn sich der Konzern für die verletzende Art entschuldige, mit der die Zeitungen des Konzerns das Werk von Heinrich Böll begleitet hätten. Grass erklärte sich bereit, Döpfner in seinem Haus in Behlendorf bei Lübeck zu empfangen. Das Treffen fand am 27. März 2006 statt. Über den Inhalt des Gesprächs gab es keine Auskunft, doch kam es Ende April 2006 zu einem weiteren Gespräch, das Grass und Döpfner wiederum in Behlendorf führten. Auszüge des Streitgesprächs, das der Publizist Manfred Bissinger moderierte, wurden im Juni 2006 im Spiegel (25/2006) abgedruckt. Zwar blieb Grass bei seiner grundsätzlichen Kritik am Springer-Verlag, doch sei seine Ablehnung nichts Festgefügtes. Er wünsche sich, dass Döpfner „ein größeres Differenzieren“ im Verlag durchsetze. Döpfner erklärte sich bereit, „im Hinblick auf 1968 für den Axel Springer Verlag eine selbstkritische Revision zu führen“.[64] Das Gespräch wurde im August/September 2006 im Steidl-Verlag unter dem Titel Die Springer-Kontroverse als Taschenbuch herausgegeben. Kontroverse über das israelkritische Gedicht Was gesagt werden muss → Hauptartikel: Was gesagt werden muss Am 4. April 2012 löste Grass’ in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichtes Prosagedicht Was gesagt werden muss eine breite gesellschaftliche und mediale Diskussion aus. In diesem Text wirft er Israel vor, mit seinen Kernwaffen den „ohnehin brüchigen Weltfrieden“ zu gefährden und einen „Erstschlag“ gegen den Iran zu planen, „der das … iranische Volk auslöschen könnte“ und kritisiert im gleichen Zusammenhang die Lieferung von deutschen Unterseebooten an Israel. Zugleich setzt sich Grass mit einer von ihm behaupteten Tabuisierung eines unkontrollierten Kernwaffenarsenals Israels auseinander. Die Missachtung dieses Tabus würde als Antisemitismus beurteilt.[65] Am Folgetag gab Grass mehrere Interviews. So sagte er zur israelischen Politik bezüglich des Westjordanlands: „Es gibt nur wenige Länder, die UNO-Resolutionen so missachten wie Israel. Es ist oft genug von der UNO darauf hingewiesen worden, dass diese Siedlungspolitik beendet werden muss. Sie geht weiter.“ Er führte weiter aus: „Dieses Aussparen, dieses feige sich Wegducken, das schlägt schon in Nibelungentreue. ‚Ja keine Kritik an Israel‘ ist das schlimmste, was man Israel antuen kann“ und: „Israel ist nicht nur eine Atommacht, sondern hat sich auch zur Besatzungsmacht entwickelt.“[66] Das Gedicht wurde nach seiner Veröffentlichung von israelischer Seite, Vertretern des Judentums in Deutschland, deutschen Politikern[67] sowie den meisten deutschen Medien ablehnend aufgenommen und zum Teil als israelfeindlich und antisemitisch kritisiert.[68][69] Am 8. April 2012 erklärte die israelische Regierung Günter Grass, aus juristischen Gründen, offiziell aufgrund seiner Mitgliedschaft in der Waffen-SS, zur Persona non grata und verhängte ein Einreiseverbot.[70] Die Reaktionen von israelischer Seite wurden von einem Teil der israelischen Medien als übertrieben und hysterisch bezeichnet.[71][72] Das deutsche P.E.N.-Zentrum lehnte im Mai 2012 einen Antrag auf Aberkennung der Ehrenpräsidentschaft von Grass ab. Da sich die Vereinigung der Freiheit des Wortes verschrieben habe, werde sie sich auch nicht inhaltlich zu dem Gedicht äußern.[73] Rezeption Günter Grass’ Werk wird als bedeutsamer Teil des literarischen Kanons betrachtet. Die Romane, nicht nur Die Blechtrommel, sind weltweit bekannt. An seinen „pikaresken“ Schreibstil knüpften unter anderem solche Autoren wie John Irving und Salman Rushdie an. Letzterer setzte sich insbesondere auch mit Grass’ Verarbeitung des Heimatverlustes auseinander, was sich zum Beispiel in Rushdies Roman Mitternachtskinder zeigt, der deutlichen Bezug auf die Blechtrommel nimmt – etwa in der Verarbeitung der Geburtsszene, die wiederum auf einer Verfremdung der Goetheschen Darstellung seiner Geburt in Dichtung und Wahrheit beruht. Seine öffentliche Wirkung zeigt sich auf der Cicero-Liste der führenden 500 Intellektuellen im deutschsprachigen Raum, auf der er 2013 auf dem ersten Platz rangierte.[76] Günter Grass erhielt im Jahr 1999 den Nobelpreis für Literatur, weil er – so die Begründung der Jury – „in munterschwarzen Fabeln das vergessene Gesicht der Geschichte gezeichnet hat“ (“[he is the author] whose frolicsome black fables portray the forgotten face of history”). Darüber hinaus hat Grass noch etliche Auszeichnungen erhalten, von denen im Folgenden einige genannt werden. 1958 erhielt Grass den Förderpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V.,[77] 1965 wurde ihm der Georg-Büchner-Preis verliehen, „für sein Werk in Lyrik und Prosa, worin er kühn, weitausgreifend und kritisch das Leben unserer Zeit darstellt und gestaltet.“ 1967 wurde er mit der Carl-von-Ossietzky-Medaille ausgezeichnet, 1968 mit dem Fontane-Preis. 1969 erhielt er den Theodor-Heuss-Preis. 1994 verlieh ihm die Bayerische Akademie der Schönen Künste ihren Großen Literaturpreis. 1995 wurde Grass mit der Hermann-Kesten-Medaille ausgezeichnet, im Jahr darauf mit dem Thomas-Mann-Preis der Stadt Lübeck (...)     (Entnommen aus der "Wikipedia"-Seite)
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
25x
yasni 13.04.15  +  

Denkwürdiges Konzert "Weltmusik für den Frieden" im Bremer Sendesaal

Das hat es im alt-ehrwürdigen Sendesaal Bremen noch nicht gegeben: Politik in Musik. Das Publikum feierte voller Begeisterung das Jugendsinfonieorchester Bremen-Nord der Musikschule Bremen unter der Leitung von Martin Lentz, sowie den Chor „Sol-la-la“ mit den Chorleiter Christian Höffling. Viele internationale Gäste mit den jeweils landestypischen Instrumenten und Stimmen bereicherten zusätzlich das Programm. Der Musikabend fand im Rahmen der Bremer Nakbar*-Ausstellung statt. Besonders hervorzuheben ist das unprätentiöse Auftreten der Sängerin Batoul Jazbeh aus Syrien. Die einführenden Worte sprach Arno Hopp, u.a. Mitglied der Bremer Linkspartei. Das Konzert begann mit der „Lystspil-Ouvertüre“ für Orchester von Niels Wilhelm Gade. Es folgten sieben Lieder in sieben Sprachen, beginnend mit dem Tanzlied „Zena zena“ aus Israel, gefolgt von dem persischen Stück „Mastom mastom“. Anschließend war „Sto mi e milo“ aus Mazedonien zu hören. „Die Gedanken sind frei“ sang der Chor unter Martin Höffling. Die weiteren Titel: „Yarem Gorani“ aus Armenien, „Vem kann segla förutan vind?“ Schweden, „Shalom aleichem“ Israel, „Ya Mahla el-Fusha“, Syrien, „Mawtini“, Irak, „Hal Asmar el-Loun“, Syrien, „Jerusalem“, Libanon. Nach einer 20-minütigen Pause folgten noch weitere acht internationale Stücke. Das Publikum – viele Menschen unter Anderem aus dem Bremer Friedensforum, sowie Künstler, Publizisten und Schriftsteller – quittierten diese einmalige Weltmusik-Darbietung für den Frieden mit lang anhaltendem Beifall. *Zur Erläuterung des Begriffs "Nakbar" (lt. Wikipedia): Als Nakba oder an-Nakba (arabisch), deutsch Katastrophe oder Unglück, wird im arabischen Sprachgebrauch die Flucht und Vertreibung von etwa 700.000 arabischen Palästinensern aus dem früheren britischen Mandatsgebiet Palästina, das zu einem Teil am 14. Mai 1948 als Staat Israel seine Unabhängigkeit erlangte, bezeichnet. Der UN-Teilungsplan für Palästina sah die Gründung eines jüdischen Staates vor, der mehr als die Hälfte des Mandatsgebiets ausmachen sollte. Der Exodus der arabischen Bevölkerung begann während des arabisch-jüdischen Bürgerkriegs, der der Annahme des UNO-Teilungsplans im November 1947 folgte. Er setzte sich im unmittelbar nach der Erklärung der Unabhängigkeit des Staates Israel von den arabischen Staaten begonnenen arabisch-israelischen Krieg fort. Aus israelisch-jüdischer Sicht, der sich die meisten westlichen Staaten angeschlossen haben, werden die Kriege als „israelischer Unabhängigkeitskrieg“ bezeichnet. Die Gründe, die zur Flucht von rund der Hälfte der arabischen Bevölkerung des seinerzeitigen britischen Mandatsgebietes Palästina führten, waren umstritten. (Wikipedia)  
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
26x
yasni 13.03.15  +  

"Hilfzahlungen" an Griechenland - Wie die Maintream-Medien die Wahrheit auf den Kopf stellen

Die wochenlange Auseinandersetzung zwischen der neuen griechischen Regierung und der Troika hat ein anschauliches Beispiel dafür geliefert, wie die Mainstream-Medien der Politik in die Hände spielen und dabei die öffentliche Meinung in unserem Land zu manipulieren versuchen. Während die Troika Athen durch wirtschaftliche Erpressung unter Druck setzte und ihr jegliche Zugeständnisse verweigerte, starteten die Leitmedien eine breit angelegte Desinformations-Kampagne mit dem Ziel, die Bevölkerung auf die Fortsetzung der bisherigen Sparpolitik einzuschwören.   Zunächst wurde die neu gewählte Regierung in Athen nicht als eine Koalition aus einer liberalen Gruppierung und einer extrem rechts stehenden Partei dargestellt, sondern pauschal und wahrheitswidrig mit den Etiketten „radikal“, „ultralinks“ und „revolutionär“ versehen – in der offensichtlichen Absicht, sie als unmittelbare Gefahr für die bestehende Ordnung erscheinen zu lassen. Dass sich mehr als ein Drittel der griechischen Bevölkerung vom Bündnis Syriza die Beendigung der erdrückenden Sparmaßnahmen erhoffte, wurde weitestgehend aus der Berichterstattung ausgeklammert, die sozialen Notstände - wie die bei sechzig Prozent liegende Jugendarbeitslosigkeit, der Zusammenbruch des Gesundheitswesens oder die Zunahme der Zahl hungernder Rentner - fanden überhaupt keine Erwähnung mehr.   Statt dessen wurde das Bild eines Landes gezeichnet, das jahrelang über seine Verhältnisse gelebt hat, in dem Korruption und Vetternherrschaft den Alltag bestimmen und dessen Bürger die Hand gern aufhalten, es aber mit der Rückzahlung geliehenen Geldes nicht so ernst nehmen. Die an Zins- und Zinseszinszahlungen und zudem an härteste Bedingungen geknüpften Kredite der Troika wurden grundsätzlich und ohne Erwähnung dieser Konditionen als „Hilfszahlungen“ und „Rettungspakete“ bezeichnet. Der griechische Mindestlohn wurde nicht etwa angeprangert, sondern den noch niedrigeren Mindestlöhne in den baltischen Staaten gegenübergestellt – ganz offenbar in der Absicht, am Existenzminimum lebenden griechischen Arbeitern Unverschämtheit und Anspruchsdenken zu unterstellen.   Schließlich wurden nicht nur die griechische Regierung, sondern „die Griechen“ insgesamt zur Einhaltung von Verträgen aufgefordert, die das Land „auf einen guten Weg gebracht hätten“, obwohl der Anstieg der Staatsverschuldung im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt von 125 Prozent zu Beginn der Krise auf mittlerweile 175 Prozent das Gegenteil beweist. Den Höhepunkt der Kampagne bildete eine Aktion der Bildzeitung, die einzelne Leser dazu animierte, sich mit einem Titelblatt, auf dem ein klares „Nein“ an Griechenland abgebildet war, fotografieren und der Öffentlichkeit präsentieren zu lassen.   Obwohl die Kampagne verschiedene Bildungsschichten auf unterschiedliche Weise ins Visier nahm, waren drei Ziele durchgehend zu erkennen:   1. Das Ausblenden der sozialen Katastrophe in Griechenland diente dazu, von der moralischen Verwerflichkeit der Politik der Troika abzulenken.   2. Die Darstellung der Schieflage Griechenlands als „selbstverschuldet“ zielte darauf ab, die kriminelle Rolle der Finanzindustrie zu verschleiern.   3. Die ständige Erwähnung von Korruption und Vetternwirtschaft verfolgte die Absicht, die Mehrheit des ums alltägliche Überleben kämpfenden Griechen in den Augen der deutschen Öffentlichkeit als Verschwender und undankbare Empfänger von Hilfsmaßnahmen darzustellen.   Auf der Grundlage dieser umfassenden medialen Vorbereitung geriet die Abstimmung im Bundestag schließlich zu einem Höhepunkt politischer Heuchelei: Die Abgeordneten, die für den Aufschub des Reformprogramms und damit für nichts anderes als eine zeitverzögerte Fortsetzung der brutalen Austeritätspolitik stimmten, stellten sich als Opfer von Gewissenskonflikten dar, die sich angesichts der wenig unterwürfigen Haltung der Griechen nur unter Selbstvorwürfen für weitere „Hilfsmaßnahmen“ entscheiden konnten. Die Abgeordneten, die gegen den Aufschub stimmten, begründeten dies allen Ernstes damit, dass sie dem deutschen Steuerzahler keine weitere Enteignung zumuten könnten – demselben Steuerzahler, dessen Geld sie seit vier Jahren in Milliardenhöhe ohne die geringste Hemmung in die Tresore von Gläubigerbanken geleitet haben!   Der abstoßende Charakter der Kampagne, wie auch der Aufwand und die Vehemenz, mit der sie geführt wurde, sollten aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sie kein Zeichen der Stärke, sondern ein klares Indiz für die zunehmende Schwäche einer Branche ist, die an einem rasant fortschreitenden Verfall ihrer Glaubwürdigkeit leidet. So glaubten nach einer Befragung des NDR vom Dezember 2014 zwei Drittel der Nutzer den Leitmedien nicht mehr. Einer bereits im November von Journalisten-Watch veröffentlichten Untersuchung der „Freien Welt“ zufolge hielten 72 Prozent der Nutzer die Leitmedien für „überhaupt nicht vertrauenswürdig“.   Es ist dieser Vertrauensverlust und die explosionsartig zunehmende Verbreitung nicht manipulierter Informationen über die sozialen Netzwerke, die die Mainstream-Medien in zunehmende Bedrängnis bringen und sie dazu zwingen, bei der Wahl ihrer Mittel zu immer plumperen Mitteln zu greifen und sich gleichzeitig immer weiter von der Wirklichkeit zu entfernen – eine Entwicklung, die mit Sicherheit dazu führen wird, dass in Zukunft noch mehr Menschen erkennen, wessen Interessen sie in Wahrheit vertreten und welche Rolle sie in unserer Gesellschaft spielen.     Autor Ernst Wolff bei "scharf-links.de" am 02.03.2015    
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
26x
yasni 03.03.15  +  

Rosa Luxemburg: "Sozialismus oder Untergang in Barbarei"

Anm. Wieland von Hodenberg: Prophetische Worte von einst erfüllen sich heute schon wieder! Niemand hat offenbar von Rosa Luxemburg und der Geschichte gelernt! Willi Gerns, Autor zahlreicher linker Publikatinen wie 'Blätter für deutsche und internationale Politik' hat einen passenden Text dazu geschrieben:   "Am 9. Januar haben in Berlin Zehntausende des 90. Jahrestages der Ermordung Rosa Luxemburgs und Karl Liebknechts, der Führer des Spartakusbundes und der KPD gedacht. Heute sind wir hier zusammengekommen, um an die Bremer Räterepublik und ihre blutige Niederschlagung vor neun Jahrzehnten zu erinnern. Beide Ereignisse haben den gleichen Hintergrund.   Mit der Novemberrevolution 1918 hatten die Arbeiter, Matrosen und Soldaten das Kaiserreich hinweggefegt. Sie sollte den Schlussstrich ziehen unter den mörderischen ersten Weltkrieg und zugleich Auftakt sein für die Errichtung einer neuen, sozialistischen Ordnung. Die neue, von den sozialdemokratischen Führern Ebert, Scheidemann, Noske getragene Regierung verkündete 'der Sozialismus marschiert'. In Wirklichkeit musste zwar der Kaiser gehen, aber seine Generale blieben. Und vor allem blieben die Kriegsgewinnler, die Großkapitalisten und preußischen Junker. Dagegen mobilisierten Liebknecht und Luxemburg, erhoben sich die Arbeiter an vielen Orten, darunter in Bremen, wo am 10. Januar 1919 die 'Sozialistische Republik Bremen' ausgerufen wurde. Die Herrschaft des Großkapitals und der Junker geriet in Gefahr. Zum Instrument der wirtschaftlich Herrschenden machten sich die Führer der Sozialdemokratie. Sie ließen die von kaiserlichen Offizieren geführten Freikorps von der Kette. Unter ihren Kugeln und Gewehrkolben starben tausende Revolutionäre, darunter auch sozialdemokratische Arbeiter.   Liebknecht und Luxemburg wurden ermordet. Wer waren ihre Mörder und deren Hintermänner?   Darüber erfährt man von dem Publizisten und Historiker Sebastian Haffner in seinem Buch 'Der Verrat - Deutschland 1918/1919' u. a. das Folgende: 'Nach den Januarkämpfen der Berliner Arbeiter, die im Auftrag der Ebert, Scheidemann und Noske von reaktionären Truppen blutig niedergeschlagen wurden, erschien am 13. Januar 1919 im sozialdemokratischen Zentralorgan Vorwärts ein Gedicht mit folgender Schlussstrophe:   'Vielhundert Tote in einer Reih - Proletarier! Karl, Rosa, Radek und Kumpanei - Es ist keiner dabei, es ist keiner dabei! Proletarier!'   Eine unverhüllte Mordaufforderung! Zuvor war bereits auf Liebknecht und Luxemburg ein Kopfgeld von je 50 000 Mark ausgesetzt, und zwar von Scheidemann und Georg Sklarz, einem mit Scheidemann eng befreundeten neureichen Kriegsmillionär. Zudem hatte Noske dem Leutnant Friedrich Wilhelm von Örtzen persönlich den Befehl gegeben, den Telefonanschluss Liebknechts zu überwachen und alle Bewegungen Liebknechts dem Hauptmann Pabst von der Gardekavallerie-Schützendivision zu melden. Es war dieser Befehl, der zur Ergreifung Liebknechts und Rosa Luxemburgs führte, und Pabst war der Leiter des Mordkommandos.   Pabst selbst erinnerte sich in seinen Memoiren: 'Nach der Einlieferung von Liebknecht und Luxemburg ging ich wieder in mein Büro um mir zu überlegen, wie die Exekution an diesen beiden ... durchgeführt werden solle. Dass sie durchgeführt werden musste, darüber bestand bei Herrn Noske und mir nicht der geringste Zweifel.' Dieser Gustav Noske, der bekanntlich von sich selbst gesagt hat: "Einer muss der Bluthund sein", trägt auch die volle Verantwortung für die Niederschlagung der Bremer Räterepublik. Am 25. Januar 1919 befahl er der Division Gerstenberg, dem sich ein Freikorps aus bremischen Bürgersöhnen anschloss, den Angriff auf Bremen. Der begann am 4. Februar. Nach heftiger Gegenwehr gegen eine große Übermacht mussten die Arbeiter den Kampf einstellen. 29 Verteidiger der Räterepublik ließen ihr Leben.   Mit der Niederschlagung der Revolution und der Ermordung tausender Revolutionäre durch Freikorps, die zum Teil schon damals das Hakenkreuz am Stahlhelm trugen, wurde der Keim für die Zerschlagung der kaum geborenen Republik gelegt und der Boden bereitet, auf dem das deutsche Großkapital Hitler an die Macht bringen konnte.   "Sozialismus oder Untergang in der Barbarei!"   In dem von Rosa Luxemburg verfassten Programm der an der Jahreswende 1918/1919 gegründeten KPD wird auf dem Hintergrund der Erfahrungen des ersten Weltkrieges und der Verantwortung des Großkapitals für das Völkergemetzel die Alternative formuliert 'Sozialismus oder Untergang in der Barbarei!' Die Geschichte hat dies mit der Barbarei des Faschismus und dem noch größeren Gemetzel des zweiten Weltkrieges eindringlich bestätigt.   Und wie steht es heute um die Gefahr des Untergangs in der Barbarei?   Wir befinden uns zwar nicht in einem dritten imperialistischen Weltkrieg in der aus der Geschichte bekannten Art. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges findet jedoch ein permanenter Weltkrieg auf Dutzenden Schauplätzen rund um den Erdball statt. Dies in Gestalt direkter Kriegsabenteuer der imperialistischen Mächte wie dem Korea- oder dem Indochinakrieg, den Kriegen im Irak und Afghanistan oder auf dem Balkan. Auch Deutschland ist wieder dabei. Dies in Stellvertreterkriegen für die imperialistischen Mächte. Dies in ethnisch oder religiös motivierten Kriegen, wobei diese Motivation meist nur vorgeschoben ist und sich dahinter handfeste materielle und Machtinteressen verbergen. Die Opferzahlen der seit 1945 geführten Kriege übersteigen die der beiden imperialistischen Weltkriege. Zu welcher Barbarei die heutigen Kriege, insbesondere gegen die Zivilbevölkerung führen, erlebten wir gerade in erschütternder Weise am Krieg Israels im Gazastreifen.   Nicht weniger verheerend ist der unerklärte Krieg gegen die armen Völker. Fast eine Milliarde Menschen hungern. Annähernd 20 000 von ihnen sterben dadurch tagtäglich. Hinzu kommen täglich viele Tausend, weil sie keinen Zugang zu sauberem Wasser und elementarer medizinischer Versorgung haben. Dabei würden z. B. 30 Milliarden Dollar im Jahr ausreichen um den Hunger in der Welt auszurotten. Das ist ein 40. Teil der jährlichen globalen Rüstungsausgaben und ein Bruchteil der hunderte Milliarden, die über Nacht locker gemacht werden konnten um die Großbanker zu retten, die sich in ihrer Gier nach immer höheren Profiten verzockt hatten. Und selbst in den reichen kapitalistischen Metropolen nimmt Armut zu. So ist inzwischen jedes sechste Kind in Deutschland davon betroffen. Dies alles, weil in der Welt des Kapitals nicht die Bedürfnisse der Menschen sondern der Profit die Entwicklung bestimmt.   Die Profitjagd ist auch der Hauptgrund für die Umweltzerstörung. Wenn dem nicht Einhalt geboten wird, wird es zu schrecklichem Gemetzel um die verbleibenden Lebensgrundlagen kommen.   Schon heute deuten sich solche Kriege um die immer begrenzter werdenden Energievorräte an.   Wenn der Untergang in der Barbarei verhindert werden soll, muss an die Stelle der kapitalistischen Profitgesellschaft eine auf Gemeineigentum gegründete Gesellschaft sozialer Gerechtigkeit treten. Eine Gesellschaft, in der die Menschheit in Frieden leben kann, in der alle Menschen genug zu essen haben, eine gute Gesundheitsversorgung genießen, in der allen, unabhängig von Hautfarbe, Herkunft und Geschlecht, alle Möglichkeiten der Bildung und die Reichtümer der Kultur offen stehen.   Für eine solche Gesellschaft haben Liebknecht und Luxemburg, die Männer und Frauen der Bremer Räterepublik, Generationen von Humanisten und Revolutionären gelebt und gekämpft. Ihr Vermächtnis an uns heißt: über alle Rückschläge und Niederlagen hinweg unermüdlich für dieses Ziel weiterzuwirken."
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
21x
yasni 03.02.15  +  

DIE LINKE: >> Es gibt keine Gewissheiten, aber immer Alternativen

Es ist, als habe einer die Fenster aufgestoßen nach all den Jahren der Stagnation, der geistigen, wirtschaftlichen, politischen, den Jahren von Dumpfheit und Mief, von Phrasengewäsch und bürokratischer Willkür, von amtlicher Blindheit und Taubheit." Vor mehr als einer halben Million Menschen sprach Stefan Heym am 4. November 1989 diese Worte auf einer Kundgebung, zu der Berliner Theaterschaffende aufgerufen hatten. Es war nicht das erste Mal in diesen Herbsttagen, dass Bürgerinnen und Bürger von ihrem Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit Gebrauch machten, aber es war die größte Demonstration, die die DDR jemals erlebt hatte und erleben sollte. Noch wenige Wochen zuvor beging die SED-Führung mit viel Pomp den 40. Jahrestag der Gründung der Deutschen Demokratischen Republik. Längst jedoch war das System des real existierenden Sozialismus in Auflösung. Seit Wochen verließen Tausende das Land, ihr Land, und kehrten diesem System den Rücken. Am 9. Oktober 1989, zwei Tage nach den Jubiläumsfeierlichkeiten, versammelten sich Zehntausende in Leipzig, um friedlich gegen die Politik der Partei- und Staatsführung zu protestieren. Der real existierende Sozialismus scheiterte nicht zuerst an äußeren Umständen, sondern an seinen eigenen inneren Widersprüchen, an seinen Fehlern und Verbrechen, an Unfreiheit und ideologischem Dogmatismus, an seiner wirtschaftlichen Ineffizienz – und auch nicht nur in der DDR, sondern zugleich in zahlreichen anderen Ländern, vor allem auch in der UdSSR. Schon Jahre zuvor gelang es der SED nicht mehr, eine Mehrheit der Menschen in der DDR von der Richtigkeit ihrer Politik ernsthaft zu überzeugen. Im Herbst 1989 hatte sie auch das letzte Vertrauen verspielt. Die Menschen in der DDR gingen auf die Straßen, weil sie das Gefühl hatten, ihnen fehle die Luft zum Atmen. Sie hatten sich für Demokratie und Selbstbestimmung entschieden und gegen einen Staat, der zwar für ein gewisses Maß an sozialer Sicherheit sorgte, aber ihnen in wichtigen Bereichen das Recht absprach, für ihr Land und ihre persönliche Entwicklung selbstbestimmt Entscheidungen zutreffen. Vielen erschienen die Entwicklungen in der damaligen Sowjetunion, die mit den Begriffen Glasnost und Perestroika verbunden waren, als Vorbild für einen ähnlichen politischen Prozess in der DDR. Dies alles geschah in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft und dies alles geschah friedlich. 25 Jahre später dankt DIE LINKE – nicht zum ersten Mal – diesen mutigen Bürgerinnen und Bürgern für ihre Zivilcourage. Sie tut dies in dem Wissen darum, dass sich dieser Protest gegen die Politik der SED richtete, also gegen eine politische Praxis, für die zwar die meisten heutigen Mitglieder der Partei DIE LINKE keine persönliche Verantwortung tragen, der sich die Partei jedoch insgesamt bis heute zu stellen hat. Die Entschuldigung gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern der DDR und der unwiderrufliche Bruch mit dem Stalinismus als System – ausgesprochen auf dem Außerordentlichen Parteitag der SED/PDS im Dezember 1989 – wirken bis heute nach. Für DIE LINKE heißt es darum: Kein Sozialismus ohne Freiheit, kein Sozialismus ohne Demokratie. Der Herbst des Jahres 2014, 25 Jahre nach der Friedlichen Revolution, sollte Anlass sein zu erinnern, aber auch auf die gesellschaftlichen Zustände heute zu schauen, hier bei uns in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus. Er ist Anlass, an die Hoffnungen der Menschen, an den Aufbruch zu erinnern – und es ist gleichzeitig Zeit danach zu fragen, wie es heute um Freiheit und Gerechtigkeit bestellt ist. Der Kapitalismus ist nicht das Ende der Geschichte. Heute zeigt sich überdeutlich, dass die Gesellschaft durch tiefe, dem Kapitalismus eigene Widersprüche gekennzeichnet ist. Offensichtlich bringt er keine Lösung für die zentralen Zukunftsfragen wie sozialen Zusammenhalt und gesellschaftlichen Fortschritt, Demokratie, Umwelt und Frieden. Viele Bürgerinnen und Bürger sind der Auffassung, dass sie ohnehin keinen Einfluss mehr auf politische Prozesse nehmen können, weil mächtige wirtschaftliche Interessen, mediale Macht und politische Ignoranz dies unmöglich machen. Dazu kommt eine sehr reale Basis für gesellschaftliche Ausgrenzung, Armut verfestigt sich, soziale Unsicherheit ist bis weit in die so genannte Mitte hinein schon lange kein Fremdwort mehr. Für DIE LINKE ist die (Wieder-) Einbeziehung breiter Bevölkerungsschichten in demokratische Prozesse eine entscheidende Zielstellung. Wir wollen sozialen und gesellschaftlichen Zusammenhalt fördern, anstatt Spaltung zu vertiefen. Die Teilung Deutschlands und die Gründung zweier deutscher Staaten 1949 standen sinnbildlich für die Spaltung Europas nach 1945 – sie waren gleichermaßen undenkbar ohne die furchtbaren Verheerungen des II. Weltkrieges, der von deutschem Boden entfesselt wurde. Die Befreiung vom Faschismus am 8. Mai 1945 und unser antifaschistisches Erbe bleiben dauerhafte Verpflichtung für DIE LINKE. Der Fall der Berliner Mauer am 9. November 1989 war auch von der Hoffnung auf eine Überwindung nicht nur der deutschen, sondern der europäischen Teilung getragen. Über viele Jahrzehnte bedeutete der Prozess der europäischen Integration friedliche Nachbarschaft und wirtschaftliche Kooperation einstmals verfeindeter Staaten. Doch kriegerische Auseinandersetzungen sind wieder zurückgekehrt nach Europa, an den Außengrenzen der Europäischen Union sterben Jahr für Jahr tausende Flüchtlinge. Der reiche Norden und der arme Südosten prägen europäische Realität. Wir wollen Mauern überwinden, statt neue zu errichten. Wir wollen Menschen hier bei uns willkommen heißen, Schutzbedürftigen Schutz gewähren statt abzuschieben, Solidarität üben statt auf Kosten anderer zu leben. Auch dies ist für uns eine Lehre der jüngeren Geschichte. "Auf der einen Seite wünschen wir uns eine Erweiterung des Warenangebots und bessere Versorgung, andererseits sehen wir deren soziale und ökologische Kosten und plädieren für die Abkehr von ungehemmtem Wachstum. Wir wollen Spielraum für wirtschaftliche Initiative, aber keine Entartung in eine Ellenbogengesellschaft. Wir wollen das Bewährte erhalten und doch Platz für Erneuerung schaffen, um sparsamer und weniger naturfeindlich zu leben. Wir wollen geordnete Verhältnisse, aber keine Bevormundung. Wir wollen freie, selbstbewusste Menschen, die doch gemeinschaftsbewusst handeln. Wir wollen vor Gewalt geschützt sein und dabei nicht einen Staat von Bütteln und Spitzeln ertragen müssen..." So hieß es in einem Text des Neuen Forums, einem zentralen Anker des demokratischen Protestes gegen die Verhältnisse in der DDR, im Jahre 1989. Vieles davon hat nichts – wenn auch heute unter gänzlich anderen Bedingungen – an Aktualität verloren. Die Friedliche Revolution war getragen von den Hoffnungen vieler Bürgerinnen und Bürger der DDR auf eine bessere Zukunft. Viele wurden erfüllt, manche bitter enttäuscht. Hoffnungen sind es, die zivilgesellschaftliches Engagement überall auf der Welt bis heute begründen – auf mehr Demokratie und soziale Rechte, auf persönliches Glück und ein selbstbestimmtes Leben. 1989 haben wir gelernt, es gibt keine Gewissheiten, aber immer Alternativen. Es lohnt sich, die großen Fragen zu stellen und Antworten zu geben, die vorhandene gesellschaftliche Veränderungspotenziale nicht unterschätzen. Als LINKE stehen wir nicht nur zu unserer historischen Verantwortung, sondern auch zu unserer politischen Konsequenz - dem demokratischen Sozialismus.
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
24x
yasni 04.12.14  +  

Sendesaal Bremen: Unsere Konzerte im Dezember

Das Jahr neigt sich schon wieder dem Ende zu (kaum, dass es begonnen hat) und es beginnt die besinnliche Zeit. Ein Konzert haben wir noch im November, am heutigen Sonnabend können Sie die kammermusikalische Fassung der 4. Mahler Sinfonie hören mit dem Detmolder Kammerorchester, Im Dezember dann unter anderen ein besinnliches Konzert im Dunkeln mit Stimme und Shakuhachi, oder auch das "Leise Zeit"-Konzert des Duos Fjarill. Unten finden Sie sämtliche Konzerte für Dezember näher vorgestellt. Ich freue mich auf Ihren Besuch und wünsche Ihnen schon jetzt im Namen des Vereins Freunde des Sendesaales und unserer Mitarbeiter eine frohe und friedliche Weihnachtszeit. Ihr Peter Schulze Es hat sich mittlerweile rumgesprochen, dass die Verweilqualität vor und nach den Konzerten im Sendesaal sich durch das öffentliche Restaurant Geerdes am Sendesaal sehr erhöht hat. Geben Sie sich die Zeit. Ein Besuch lohnt sich. Das Geerdes ist auch selbst zu erreichen unter www.geerdesamsendesaal.de Karten für sämtliche Veranstaltungen erhalten Sie außer über unsere website www.sendesaal-bremen.de an der Abendkasse oder als telefonische Vorbestellung unter 0421-33005767 (AB). Für Feedback und Information besuchen Sie uns gern auch auf unserer facebook Seite. Inhalt Gutschein gefällig? 29.11. Detmolder Kammerorchester 04.12. konzert im dunkeln: Duo Kairos 06.12. Saltarello: Karol Gajda 07.12. DuoKlavitarre 11.12. Russische Abende II: Anna Gorbachyova, Sopran, Evgeny Cherepanov, Klavier 13.12. Fjarill: Leise Zeit 14.12. Komponistenpolyphonie: Fabian Panisello 21.12. residenz@sendesaal: Süssmann Trio Gutschein gefällig? Konzert-Gutschein zu Weihnachten Die Gelegenheit ein Konzert freier Wahl in stilvoller Atmosphäre im Sendesaal zu verschenken! Gutscheine erhalten Sie über unsere Website www.sendesaal-bremen.de, dort können Sie unter Konzerte einen Konzert-Gutschein auswählen, der gewünschte Betrag wird dann von Ihrem angegebenen Konto abgebucht und der Gutschein an Ihre Postadresse versendet. Auch an der Kasse der Konzertabende können Sie Gutscheine erwerben, die Sie dort bar bezahlen können. ... und dann kann der Gutschein zu einem beliebigen Konzert im Sendesaal eingelöst werden! 29.11. Detmolder Kammerorchester Samstag, 29. November 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das renommierte Detmolder Kammerorchester unter Alfredo Perl ist bereits zum dritten Mal im Sendesaal. Solistin der auf Kammermusikstärke reduzierten 4. Sinfonie von Gustav Mahler ist die Sopranistin Catalina Bertucci. Detmolder Kammerorchester Leitung: Alfredo Perl Catalina Bertucci - Sopran Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur Arnold Schönberg: 6 Orchesterlieder op. 8 Beim dritten Gastspiel des DKO im Sendesaal ist die chilenische Sopranistin Catalina Bertucci die Solisten des Abends, in dem das Detmolder Ensemble erneut ein sinfonisches Werk von Gustav Mahler in einer Bearbeitung für Kammerorchester aufführen wird. Die 4. Sinfonie schwankt im Ausdruck zwischen kindlicher Heiterkeit, groteskem Humor und verstörender Klage. Catalina Bertucci hat dieses Werk kürzlich für das New Yorker Label „Mode records" auf CD eingesungen. Die den Abend ergänzenden Orchesterlieder mit Schönbergs frühem opus 8 stehen noch unter dem harmonischen und melodischen Einfluss Richard Wagners und sind hier in der Fassung für Gesang und Kammerensemble zu hören.   Mitschnitt Deutschlandradio Kultur und Radio Bremen     04.12. konzert im dunkeln: Duo Kairos Donnerstag, 04. Dezember 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Nach dem konzert im dunkeln mit dem Kairos Quartett im Oktober kommt nun ein zweites Projekt mit dem Namen Kairós in das Dunkel des Saales. Als richtiger Zeitpunkt der Entscheidung zielt Kairos auf den Moment und nicht auf die Dauer. Der Obertonsänger Reinhard Schimmelpfeng und der Shakuhachi-Spieler Dieter Weische haben ein Gespür für den richtigen Zeitpunkt. Reinhard Schimmelpfeng - Obertongesang Dieter Weische - Shakuhachi Die Frage, wie sich die Klänge der japanischen Bambusflöte mit chinesischer Windharfe, australischem Didgeridoo, indischer Tambura, tibetischem Muschelhorn und Obertongesang verbinden, beantworten Dieter Weische und Reinhard Schimmelpfeng gleich im ersten Ton ihres Zusammenspiels. Im rauschigen Klang der Shakuhachi spielt der Atem als eigenständiges Klangelement eine zentrale Rolle. Jeder Ton eine Kostbarkeit, geschmeidig, variabel, erfühlt und erfüllt in einer Dynamik, die von gehauchter Tongebung bis zu aufbrausenden Episoden reicht. Die Obertonlinien von Reinhard Schimmelpfeng beeindrucken durch ihre strahlende Leuchtkraft. Dabei reicht die Variabilität seiner Stimme von mittelalterlichen Gesängen bis zu tibetischem Untertongesang. Wir spüren, wie der Künstler tief in die Klänge hineinlauscht, sich mit ihnen verbindet und ihr Wesen in eine musikalische Aussage formt. Kairos ist ein Begriff aus der griechischen Mythologie und meint den günstigen Augenblick, das rechte Maß für eine Entscheidung, für die Erledigung einer Aufgabe und den Moment des Seins - im Unterschied Chronos, der die vergängliche Zeit misst. Unsere Musik möchte die Hörer einladen, mit den Klängen mitzuschwingen und dabei etwas von der lebendigen Atemkraft dieses kairos zu erfahren. Dieter Weische studierte Querflöte und erlernte die traditionelle Spielweise der Shakuhachi in der Schweiz, in Japan und Deutschland. Er arbeitet als Musiker und Musikpädagoge. Reinhard Schimmelpfeng arbeitet als freier Obertonkünstler, Komponist und Klangtherapeut. Umfangreiche Konzert- und Seminartätigkeit in Deutschland und dem benachbarten Ausland. „Als ich vor 27 Jahren bei einem der ersten Obertonkonzerte überhaupt mit Obertönen in Berührung kam, öffnete sich mir eine bis dahin völlig neue Klangwelt, die sich durch ihre Kraft und Reinheit, ihre Tiefe und Energie sowie durch ihre Ausbreitung im Raum und in mir selbst von all dem, was ich bislang gehört hatte, vollkommen unterschied. Seit meinem fünften Lebensjahr mache ich Musik und hatte doch bis dahin diese tiefe innere Verbindung mit den Klängen nicht gefunden, blieb meist äußerer Betrachter und Kritiker, auch beim Musizieren selbst. In meinem Instrumentalunterricht überwogen die technischen Aspekte. Und dann dieses Erlebnis, das eine bis dahin ungeahnte Sehnsucht in mir berührte – Kommunion mit Klang, Einverstandensein, Stimmigkeit. Ich hatte das Gefühl, dass diese Klänge mir zuhörten und nicht umgekehrt. Seitdem erlebe ich Musik nicht nur als Folge von Tönen, sondern vor allem als Anordnung von Räumen, die zu durchschreiten, zu durchgleiten sind – geladene und entspannte, intensivst gefüllte oder auch leere, vibrierende, plastische, formbare Klangräume, die zwischen den Tönen zu entdecken sind. Musik, die atmet, die mich atmen lässt und einlädt, auch meine inneren Räume zum Schwingen zu bringen." Mit freundlicher Unterstützung der Waldemar Koch Stiftung Foto © Frank Pusch 06.12. Saltarello: Karol Gajda Samstag, 06. Dezember 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 15 Euro (ermäßigt 10 Euro / 5 Euro) Erstmals bei der Konzertreihe mit Ausnahmetalenten im Sendesaal ein Posaunist als Solist: der junge polnische Musiker Karol Gajda. Karol Gajda - Posaune Mariya Kim - Klavier Programm: Paul Hindemith - Sonata Johann Georg Albrechtsberger - Konzert B-Dur für Altposaune Folke Rabe - Basta für Posaune solo Pause Launy Gröndahl - Concerto Zygmunt Stojowski - Fantasie Jacques Castérède - Sonatina Karol Gajda Der 1991 in Polen geborene Karol Gajada studierte zunächst in Krakau und zur Zeit in Hannover.  Der Stipendiat des polnischen Kulturministeriums ist Preisträger nationaler und internationaler Wettbewerbe; so gewann er erste Preise 2011 beim Internationalen Wettbewerb „Citta di Porcia“ und 2010 beim Internationalen Wettbewerb Markneukirchen, einen dritten Preis beim Prager Frühling 2011 sowie weitere Auszeichnungen. Mit dem Gustav Mahler Jugendorchester und dem Schleswig-Holstein-Festivalorchester sammelte er Orchestererfahrungen, und schon am Anfang seiner jungen Karriere trat Karol als Solist auf mit dem Prager Kammerorchester, der Vogtland Philharmonie, der Chursächsischen Philharmonie, dem Baltic Philharmonic und dem Jupiter Chamber Orchestra. Mit Solo-Recitals, wie er es im Sendesaal spielen wird, präsentierte er sich u.a. in Hannover, Texas und Paris. Mariya Kim Geboren in einer Musikerfamilie in Sevastopol (Ukraine), erhielt sie ihren ersten Klavierunterricht in Sevastopol und studierte später in Hannover und Warschau. Sie erhielt erste Preise bei Internationalen Wettbewerben in der Ukraine, in Frankreich, Polen, Italien, Griechenland, China, Korea, den USA... Konzertengagements führten sie durch viele weitere Länder sowohl als Solistin mit namhaften Orchestern als auch mit Klavierabenden. Ihre Debüt-CD mit Werken von Schumann ist bei Naxos erschienen. 07.12. DuoKlavitarre Sonntag, 07. Dezember 2014 | 18:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Aus Polen stammt das Duo von Klavier und Gitarre, das sich Bearbeitungen polnischer und südamerikanischer Musik widmet. DuoKlavitarre Jolanta Ziemska - Klavier Maciej Ziemski - Gitarre Programm: Astor Piazzolla (1921 - 1992) -  Oblivion     Astor Piazzolla (1921 – 1992)  - Adios Nonino     Astor Piazzolla (1921 – 1992)   -  Libertango Claude Debussy (1862 – 1918) -   Golliwogg’s  cake–walk     Owen Middleton (1941) -    Variations on a Nursey Luigi Boccherini (1743 – 1805)  -  Introduction and Fandango   Vittorio Monti (1868-1922)  - Czardas                                         * Pause * Johann Kaspar Mertz (1806 – 1856)  - Divertissement über Motive der Oper "Rigoletto" von Giuseppe Verdi Op. 60 Fryderyk Chopin (1810 – 1849)  – Walc cis-moll     Op. 64 nr2        Fryderyk Chopin (1810 – 1849) –  Nokturn Es-Dur  Op. 9 nr 2      Fryderyk Chopin (1810 – 1849) – Mazurek g-moll Paulo Bellinati (1950)  - Jongo          Stanley Myers (1933 – 1993) -  Cavatina Gerhard Schwertberger (1941 - 2014) -   Cuatro piezas para dos         Roland Dyens (1955)   Tango en skai Nicht nur ein Ehepaar, sondern auch ein erfolgreiches Duo sind die aus Polen stammenden Musiker Jolanta Ziemska (Klavier) und Maciej Ziemski (Gitarre). Das Duo Klavitarre existiert seit zwölf Jahren. Beide Künstler absolvierten mit Auszeichnung die Musikakademie in Lodz, wo sie ihre Liebe und die Liebe zum gemeinsamen Spiel entdeckten. Jolanta Ziemska hat mit viel Erfolg an Wettbewerben und Festivals teilgenommen (u. a. bekam sie eine Auszeichnung beim Chopinwettbewerb in Lodz ( 2000). Die Künstlerin gibt Solokonzerte und spielt auch in Kammerensembles sowohl in Polen als auch in mehreren Ländern Europas: Deutschland, Frankreich, Spanien, Dänemark, Italien, Bulgarien, und auch in Kanada und in den USA. Maciej Ziemski war während der Studienzeit Stipendiat des polnischen Ministers für Kultur und Kunst. Fortsetzend studierte er an der Hochschule für Künste in Bremen in der Meisterklasse von Jens Wagner und absolvierte sein Konzertexamen bei Prof. Bernard Hebb. Er machte etliche Aufnahmen für Radio und Fernsehen, darunter einige Uraufführungen der Modernen Musik ( Z. Szostak, S. Zamuszko, J. Bauer, C. Atilano, M. Bialas, R. Dantello…) Maciej ist nicht nur Konzertgitarrist sondern unterrichtet als Dozent gegenwärtig an der Hochschule für Künste in Bremen. Jolanta und Maciej haben die Internationalen Festivals in Grotniki und Jaroslaw (Polen) geleitet. Außerdem haben sie in Bremen die eigene Musikschule (ConTakte) gegründet. Als Duo Klavitarre bieten sie instrumentale Virtuosität, gepaart mit Spontaneität und traumhaft sicherem Zusammenspiel. Die ungewöhnliche Kombination ihrer Instrumente sowie überraschende Arrangements versprechen ein spannendes und abwechslungsreiches Programm. Das Repertoire umfasst Barock, Klassik, Romantik und Moderne. 11.12. Russische Abende II: Anna Gorbachyova, Sopran, Evgeny Cherepanov, Klavier Donnerstag, 11. Dezember 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) Am zweiten Russischen Abend erleben Sie Romanzen und Lieder zusammen mit der russischen Sopranistin Anna Gorbachyova und dem Pianisten Evgeny Cherepanov am Klavier. Russische Abende II Anna Gorbachyova - Sopran Evgeny Cherepanov - Klavier Auf dem Programm stehen u.a. 6 Romanzen von Sergei Rachmaninow op. 38 und ausgewählte Romanzen von Peter Tschaikowski Anna Gorbachyova (Sopran) wurde im sibirischen Schuschenskoje geboren, studierte an der Royal Academy Opera in London bei L. Watson und A. Hyland. Schon während ihres Studiums debütierte sie erfolgreich als Musetta in Puccinis „La Bohème“ in der ungarischen Staatsoper, als Zhou bei der Weltpremiere von Davies „Kommilitonen!“ und als Königin der Nacht in Mozarts „Die Zauberflöte“ in der Royal Academy Opera, als Calisto in Cavallis „La Calisto“ bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, als Nymphe bei der Weltpremiere von Auerbachs „Gogol“ im Theater an der Wien und in der Hauptrolle in Strawinskis „Le Rossignol“ in der Lyon Oper. Gorbachyova ist die Gewinnerin der Gesangswettbewerbe in Innsbruck und Karlsbad und interessiert sich leidenschaftlich für Kammermusik. Sie trat beim internationalen Kammermusikfestival in Nürnberg, sowie beim Festival „Vier Jahrhunderte der französischen Musik“ im Moskauer Kreml auf. Evgeny Cherepanov (Klavier) wurde in Sverdlovsk Russland geboren, studierte am Ural Staatskonservatorium und an den Musikhochschulen in Hannover und Berlin bei den Professoren Arie Vardi und Gabrielle Kupfernagel. Seit 2010 lebt er mit seiner Familie in Bremen. Nachdem Evgeny Cherepanov den 2. Preis beim G. Enescu internationalen Musikwettbewerb und den 1. Preis beim L. Janacek internationalen Musikwettbewerb gewonnen hat, ist er nach Frankreich, Japan, Österreich, Rumänien und weiteren Ländern eingeladen worden und ist unter anderem unter Dirigenten wie Misha Katz, Nicholas Carthy und Emil Simon aufgetreten. Eine Veranstaltung von Evgeny Cherepanov 13.12. Fjarill: Leise Zeit Samstag, 13. Dezember 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Aino Löwenmark und Hanmari Spiegel, diesmal wieder als Duo im Sendesaal, treffen die vorweihnachtliche Stimmung perfekt: Leise Zeit. Fjarill Aino Löwenmark - Gesang, Flügel Hanmari Spiegel - Violine, Gesang Leise Zeit Tour Nach der rhythmischen Tiden-Tournee Anfang des Jahres 2014, die sie auch in den Sendesaal führte, lässt Fjarill das Ende des Jahres ganz besinnlich ausklingen mit dem Leitgedanken „Leise Zeit“. Sehr intim und sanfter denn je spielen Hanmari Spiegel (Südafrika) und Aino Löwenmark (Schweden) sowohl unveröffentlichte als auch bekannte Fjarillsongs, wie die Fans sie lieben. Es geht um die Ruhe, sphärische Klänge und den Blick nach innen. „Das Wesen ist an und es spürt sich selbst“, wie die Schwedin Aino Löwenmark die innere Wahrnehmung beschreibt. „Das Wesen kann die Seele, aber es kann auch ein Schmetterling sein. Wenn Hanmari und ich zusammenspielen, sind wir ganz nah bei uns selbst, so wie wir sind, ganz ohne Ablenkung. Mit unserer Musik kommen wir unserem Inneren näher.“ In feinen Arrangements wird das Publikum in der träumerische Klangwelt von Fjarill auf eine harmonische zeitlose Reise mitgenommen. www.fjarill.com Foto © Tristan Ladwein 14.12. Komponistenpolyphonie: Fabian Panisello Sonntag, 14. Dezember 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 20 Euro (ermäßigt 16 Euro / 12 Euro) Das jährliche Porträtkonzert des Instituto Cervantes, in dem ein zeitgenössischer spanischer Komponist vorgestellt wird. In diesem Jahr ist es Fabian Panisello. Es spielt das Plural Ensemble Leitung: Fabian Panisello Iwona Sobotka - Sopran (als Gast) Rui Borges - Flöte Carmen Domínguez - Klarinette Ema Alexeeva - Violine Ana Maria Alonso - Viola David Apellaniz - Violoncello Alberto Rosado - Klavier Programm: Fabián Panisello Responsoriales für Violine und Klavier Fabián Panisello Cadenza  für Violine solo Fabián Panisello Canciones de Silvia  für Stimme und Klavier Fabián Panisello Cinco piezas métricas für Flöte, Klarinette, Violine, Viola und Violoncello Pause Fabián Panisello Moment Hebel  für Violine, Cello und Klavier, Chaos’ Dream für Violoncello und Klavier Fabián Panisello Estudios für Klavier Fabián Panisello Poemas de Alejandra Pizarnik für Stimme, Viola und Klavier   Fabián Panisello L’ ineluttabile destino di ogni cosa für Flöte, Klarinette, Violine, Viola, Violoncello und Klavier Fabián Panisello wurde 1963 in Buenos Aires geboren und wuchs dort auf. Er studierte am Mozarteum in Salzburg. Heute lebt und arbeitet er in Madrid. Zu seinen Lehrern zählen Francisco Kröpf, Boguslaw Schaeffer, Elliott Carter, Franco Donatoni, Brian Ferneyhough und Luis de Pablo. Durch Peter Eötvös kam er zum Dirigieren; Fabián Panisello gründete sein eigenes Ensemble, das Plural Ensemble. Als Komponist erhielt er u.a. Aufträge durch das Orquesta Nacional de España, das Orchester der Comunidad de Madrid und das Arditti Quartet. Sein Stück Cuadernos para Orquesta erhielt 2004 den Rodolfo Halffter Preis. Heute zählt Panisello zu den führenden Persönlichkeiten in Madrids Musikleben; er ist Akademischer Direktor der Escuela Superior de Música Reina Sofía und des Instituto Internacional de Música de Cámara. Panisello ist außerdem Mitglied der Gruppe Música Presente, die herausragende Komponisten und Interpreten zusammenbringt, um die zeitgenössische Musik zu fördern und in der Gesellschaft präsenter zu machen. Mitschnitt Radio Bremen/Nordwestradio 21.12. residenz@sendesaal: Süssmann Trio Sonntag, 21. Dezember 2014 | 20:00 Uhr | Tickets 25 Euro (ermäßigt 20 Euro / 15 Euro) Für dieses vorweihnachtliche Konzert holen sich Tanja Tetzlaff und Florian Donderer ihre langjährige Kammermusikfreundin, die norwegische Pianistin Gunilla Süssmann, als Partnerin. Florian Donderer - Violine Tanja Tetzlaff - Violoncello Gunilla Süssmann - Klavier Programm: Lili Boulanger: Deux pièces en trio (Piano Trio) (1918) Frank Martin: Klaviertrio über irische Volkslieder (1925) Felix Mendelssohn-Bartholdy: Trio d-Moll für Violine, Violoncello und Klavier, op. 49 (1839) Kurz vor Weihnachten sind wir sehr glücklich, unsere liebe Freundin  Gunilla Süssmann wieder im Sendesaal zu Gast zu haben, und das mit einem uns sehr ans Herz gewachsenen Trioprogramm, das wir immer wieder, auch in ihrer Heimat Norwegen, gern gespielt haben. Die zwei Stücke der hochbegabten, leider viel zu früh verstorbenen Lili Boulanger waren für uns echte Entdeckungen und führen einen von tiefster Verzweiflung zu der Fröhlichkeit eines unbesorgten Frühlingsmorgens. Das Trio von Martin basiert auf Themen und Rhythmen irischer Volksmusik und macht dementsprechend einen Riesenspass beim Spielen (endlich Fiddelmusik spielen dürfen!) und Zuhören ...Und wie so oft bei Mendelssohn rührt auch das d- Moll Trio auf ganz besondere Weise  an und drückt tief menschliche und verletzliche Seelenzustände aus. Wie wünschen allen  mit diesem Abend einen abwechslungsreichen Übergang in die Weihnachts- und Winterzeit !! Tanja Tetzlaff und Florian Donderer Mit freundlicher Unterstützung der Heinz-Peter und Annelotte Koch Stiftung
Wieland von Hodenberg @ 28277 Bremen
23x
yasni 30.11.14  +  

Jetzt bewerten

(161)
 161 Bewertungen 
5 Sterne (143)
4 Sterne (14)
3 Sterne (4)
2 Sterne (0)
1 Stern (0)

Ihre Verbindung zu Wieland von Hodenberg

Ich
Ich
Wieland von Hodenberg @ Solidarische Hilfe e.V., 28277 Bremen
Wieland

Sie haben noch kein Exposé bei Yasni.

Wichtige Personen: Heute - Übersicht / Namen: Heute - Übersicht / Person-Suchen: Heute - Übersicht
+1